Uhr, Hectors des tädt, deS Künstler im« von aus dem n. w einem in. d grosses id in der lusikalien» 2 Uhr] zn 3. ffining des leine Saal dass das (595 M. toff zu einem Wieseck bi£ bringer eine Marktplatz. t! nid! zrotzrr GaM dien, ober flu® ere§_$J?L von Stroh- -rtigen a5er von den 9e> wird prompt Philipp । dem Hause imWaLthor- afl Abend von teineE Der redliche bei auter Be^ er» bruarr erlangen S. _/ 65 iu sb tz Mo. «8. Samstag, dcn 2. Februar 1878. KWner Anzeiger APtigk- nnb AmiMatt fit htu Kreis Gießen. r »«rtenstraße B. 165. «hpfreHtientUwwmt Sch»lstraße B. 18. tzrscheint täglich mit Ausnahme des MontirgS. Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. Amtlicher Theil. Gießen, am 29. Januar 1878. Betreffend: Den Verkehr mit Petroleum. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien beziehungsweise die Ortspolizeibehörden des Kreises. Da die über den Verkehr mit Petroleum erlassenen Vorschriften des Gesetzes und der Verordnung vom 17. October 1868 (Regierungsblatt Seite 1185—1188), sowie der Ihnen mit unserem Amtsblatt vom 4 November 1868 Nr. 30 mitgethellten Instruction Großherzoglichen Ministeriums vielfach nicht beobachtet werden, schärfen wir Ihnen deren genauesten Befolg hiermit ein. Sie wollen hierbei besonders darauf sehen, daß Ihnen Jeder, der mit Petroleum handelt, oder solches lagert, davon unter näherer Bezeichnung der Lokalitäten, in welchen das Petroleum ausbewahrt wird, die Anzeige macht, worauf alsbald die betreffenden Lagerräume zu besichtigen, und von Ihnen die nöthigen Maßregeln zu ergreifen sind.f Rohes Petroleum darf innerhalb der Ortschaften und in benachbarten Gebäuden überhaupt nicht gelagert werden. Nur in entfernt von allen menschlichen Wohnungen gelegenen Gebäuden und Kcüerräumen darf im einzelnen Falle die Aufbewahrung von rohem Petroleum mit Ihrer Genehmigung stattfinden. . , Gereinigtes Petroleum kann innerhalb der Orte, in und neben bewohnten Gebäuden nur bis zu zehn Centnern und auch nur dann eingelegt werden, wenn die Lagerräume feuerfest, unheizbar, gut ventilirt, und gut verschließbar sind, und keine Ausflüße und Abzüge nach Straßen, Kanälen, oder HosräumlN haben und nicht zur Aufbewahrung anderer leicht entzündlicher, oder große Wärme entwickelnder Gegenstände benutzt werden. Kleinere Vorräche bis zu fünf Centnern können auch im Freien, oder unter offenen Schuppen in Hosraithen und Hausgärten mit Ihrer besonderen Bewilligung und unter Beobachtung der von Ihnen für nöthig erachtet werdenden Bedingungen ausbewahrt werden. Das Lagern von größeren Ouantitäten gereinigten Petroleums in Lagerhäusern innerhalb der Städte und Ortschaften bedarf in jedem einzelnen Falle Ihrer Genehmigung, welche Sie nur auf Grund sorgfältiger Prüfling und unter den nach Lage des Falles im öffentlichen Interesse nöthigen Bedingungen ertheilen wollen. _ „ In den Geschäftslocalen darf das Petroleum nur in gut schließbaren metallenen Gesäßen an solchen Orten, die der Erwarmung durch Sonne, oder Ofen, am Wenigsten ausgesetzt sind, ausgestellt werden. Es steht Ihnen zu, zu bestimmen, weiche Quantität von Petroleum in einem Geschäftslokal äußersten Falles vorräthig gehalten werden darf. , Das Zu- und Abfüllen des Petroleums in den Lagerräumen darf nicht bei offenem Licht geschehen. Es ist untersagt, daselbst Feuer anzumachen, oder Tabak zu rauchen. Das Betreten der Lagerräume mit Licht darf nur mit guten Sicherheitslampen geschehen. , Bezüglich der von Ihnen im Einzelnen zu treffenden Anordnungen verweisen wir Sie auf unser Eingangs erwähntes Amtsblatt vom 4. November 1868 Nr. 30. Übertretungen der gegebenen Vorschriften wollen Sie auf Grund des oben erwähnten Gesetzes zur Anzeige bringen lassen. Dr. Boekmann. Bekannt m a ch n n g. Großherzogliches Ministerium des Innern hat der Gesellschaft zu gegenseitiger Hagelschaden-Vergütung zu Leipzig die nachgesuchte Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum Hessen auf Widerruf ertheilt. Es wird dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, den 31. Januar 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Notitisch *Jm Kreisläufe der Geschichte. Die Wahrheit des Dichterwortes: „Die Weltgeschichte ist das Weltgericht" mag in vieler Beziehung noch so zweifelhaft erscheinen, bezüglich des Schicksals der Nationen steht dieselbe jedoch unumstößlich fest. Die Sünden der Nationen haben sich, soweit unsere geschichtlichen Mittheilungen zurüüreichen, stets gerächt, wenn auch ost erst nach Jahrhunderten. Vor mehr als 400 Jahren klopften die Türken mit gewaltiger Faust an die Thore Konstantinopels; diese herrliche Stadt kam unter türkische Botmäßigkeit und mit ihr wurde eine halbe Welt in Fesseln geschlagen. Die kriegerischen Osmanen, die man geniale Räuber nennen könnte, weck sie in so politisch kluger Weise die mohamedamsche Religion annahmen, unterwarfen sich, getreu dem Gebote des Koran, mit Feuer und Schwert alle Völkerstämme, die sie bewältigen konnten. Ihre Cultur war das Waffenhandwerk und mit den Hufen ihrer nach Hunderttausenden zählen den Schlachtrosse ebneten sie dieser neuen Cultur, zu welcher der Islam seinen Segen gab, den Weg. Lange, lange haben die Osmanen geherrscht und unter ihren Padischas große Triumphe gefeiert. Mehr als ein deutscher Kaiser, der doch der Herr der Welt genannt wurde, erzitterte vor den Türken, mehr als eine blühende Provinz verwelkte unter dem Türkenjoche und manche Völkerstämme, die einst nach freier Wahl in ihren heimischen Gefilden lebten, wurden zu Sclaven für ihre osmanische Herren herabgewürdigt. Doch vorbei ist es nun mit der ganzen türkischen Herrlichkeit I Diejenigen, welche einst drei Erd- theile zittern machten, wissen kaum, ob ihnen ein Stückchen Erde bleibt, auf welchem sie ein weniger als bescheidenes Dasein fristen können. Die vollständig besiegte Türkei hat sich, wie es den Anschein hat, auf Gnade und Ungnade, ihrem Todfeinde, Rußland, ergeben und mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes hat die Pforte wahrscheinlich ihr eigenes Todesurtheil unterzeichnet. Das Schicksal der Türkei konnte schwerlich ein anderes werden. Den kriegs und raublustigen Ahnen der Türken hatten die Europäer schon längst vergeben und wie gern hätte man die Türken in die europäische Völkerfamilie aufgenommen, wenn sie dazu fähig gewesen wären. Wir sind nicht so vermessen, um über die Osmanen rückhaltslos den Stab zu brechen, aber die finanziellen Zustände in der Türkei, der Mangel an einheimischer Industrie und dem beleben- er Hheik. den Handel, der Stand von Kunst und Wissenschaften, die Art der Rechtspflege und der Klaffen- und Racenkampf, welcher im Osmanenstaate seit Jahrhunderten nicht gelöscht wurde, mußten ein ursprünglich noch so kräftiges Reich seinem Untergänge entgegenführen. Dazu kommt, daß die Türken wohl solche Elemente der europäischen Cultur annahmen, die ihren alten Anschauungen entsprechen , daß sie jedoch bezüglich der wahren Cultur gleichgiltig blieben ober sich im Widerstreben bewegten. Diese Umstände sollte man, mag auch die Neuordnung im Orient geplant werden, wie sie will, niemals zur rechten Würdigung der orientalischen Frage vergessen. ______ Deutschland. Aus dem Großherzogthum Hessen, 27. Januar. Gestern hat die zweite Kammer sich vertagt. In nahezu dreiwöchiger Session ist ziemlich das gesammte vorhandene Material bereinigt worden, indem von hervorragenden Gegenständen nur der Gesetzentwurf wegen Errichtung einer Landescultnr- Rentenkasse und die Vorlage wegen der Civilliste des Großherzogs übrig geblieben sind. Der Schwerpunkt der diesmaligen Berathungen liegt in der Bewilligung der Gesetze über Einführung einer Capital-Rentensteuerüber die Abänderung des bisherigen Einkommensteuer - Gesetzes, über die bürgerlichen Wirkungen des Austritts aus einer Kirche oder Religionsgemeinschaft und über die Ausübung des Erziehungsrechts in Bezug auf die Religion der Kinder; immerhin dürften aber noch weiter das Zustandekommen der Gesetze über Besteuerung der Wanderlager und über den Schutz der in Pflege gegebenen kleinen Kinder, die Bewilligung der Mittel für ein drittes Lehrer-Seminar, der endliche Abschluß des Gesetzes über die Gehalte der Volksschullehrer, der Antrag der Kammern auf Herstellung einer Secundärbahn zwischen Pfungstadt und der Main-Neckar-Bahn und die Zusicherung der Regierung, daß sie die Fortführung der Main-Canaltsation von Frankfurt nach Offenbach in's Auge gefaßt habe, als nicht zu unterschätzende Resultate der Session Erwähnung verdienen. Wenn schon jetzt die Debatten und Beschlüsse der Kammer deutlich erkennen ließen, wie das allwählige Nahen des Landtagsschluffes die Ausführung des unzweifelhaft vorhandenen Wunsches, der künftigen Kammer keine Rückstände zu hinter- lasten, ein schnelleres Tempo wie früher verleiht, so darf man, den inzwischen an die Oeffentlichkeit gedrungenen Nachrichten zufolge, auch die Hoffnung hegen, daß, nicht wie in manchen Blättern bereite verkündigt wurde, die Civillisten- Frage dem nächsten Landtage Vorbehalten, sondern daß sie noch von der gegen wärtigen Kammer, und zwar in einer die Interessen des Landes und deS Landesherrn gleichmäßig wahrenden und bezw. versöhnenden Weise werde gelöst werden. Wann freilich die Kammer zu dieser Lösung sich wieder zusammenfinden wird, dies steht noch dahin, da die Verhandlungen zwischen Commission und Negierung noch nicht abgeschlosten sind. 3*0*) Berlin. Wie schon mitgetheilt, hat das preußische Ministerium be- schloffen, bei dem Bundesrathe den Antrag aus Erhöhung der Tabakssteuer und Tabakszolles zu stellen. Nach dem Mißlingen des im Jahre 1872 ge machten Versuches einer gleichmäßigen Erhöhung des Zolles auf fremden Tabak und der Steuer auf inländischen Tabak, will man diesmal eine solche Erhöhung nur in der Weise eintreten lasten, daß das bisherige Verhältniß zwischen Zoll und Steuer annähernd unverändert bleibt, und zwar wird vorgeschlagen, daß der Zoll aus ausländischen Tabak von 12 Mark pro Ctr. auf 40 Mark pro (Str., und die Steuer auf inländischen Tabak, welche jetzt rund 2 Mark pro Ctr. beträgt, unter Umwandlung der Morgensteuer in eine Gewichtssteuer aus 10 Mark pr. Ctr. erhöht werden soll. Ob diese Umwandlung (so bemerkt hierzu die „V. Ztg.") in Süddeutschland, wo man Seitens der sog. Reichsfreunde de Regierung auf das Bereitwilligste mit Rathschlägen über die Nützlichkeit der Erhöhung des Eingangszolles auf ausländischen Tabak entgegengekommen ist großen Beifall finden wird, bezweifeln wir, wenigstens haben die süddeutschen Tabaksbauer in einer 1867 veröffentlichten Denkschrift ganz ausdrücklich sich gegen die Einführung einer solchen Gewichtssteuer ausgesprochen Es ist also noch sehr zweifelhaft, ob die süddeutschen Regierungen im Bundesrathe für diesen Antrag Preußens, welcher wohl auch in den freihändlerisch gesinnten Kreisen lebhaft bekämpft werden wird, stimmen werden, besonders da es immerhin fraglich erscheint, ob der inländische Tabak überhaupt eine so hohe Steuer tragen kann. ________________________, Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr» Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 30. Januar. Bei Fortsetzung der Berathung des Gesetzentwurfs über die Land- und Oberlandesgerichte nahm das Herrenhaus mit großer Majorität Naumburg als Sitz des Oberlandesgerichts für die Provinz Sachsen an, nachdem Graf Lippe nochmals für Magdeburg und Gras Schulenburg für Halle gesprochen hatte. Die Abschnitte über die Oberlandesgerickts-Bezirke Kiel und Celle wurden nach unerheblicher Debatte den Commissions-Anträgen gemäß genehmigt. Bei der Beschlußfassung hinsichtlich des Oberlandesgerichts-Bezirkö Hamm wurde der Commissions-Antrag, welcher consörm der Regierungsvorlage an Stelle von Bielefeld Minden als Sitz eines Landgerichts bestimmt, angenommen. Fortsetzung der Berathung morgen. Berlin, 30. Januar. Das Abgeordnetenhaus genehmigte in seiner heutigen Abendsitzung den Antrag von Meyer (Arnswalde), betr. den Ankauf von Forstländereien in der vom Ausschüsse beantragten Fassung; ebenso den Antrag Pilet'Szaman's, die Staatsregierung anf^uforberii, die Gründung eines Credit- Jnstituts für den kleineren Grundbesitz in der Provinz Posen möglichst im An- schluste an die bestehende Landschaft, nöthigenfalls durch Bewilligung eines unverzinslichen Darlehens von 600,000 Mark zu fördern. Nächste Sitzung Donnerstag. , Petersburg, 30. Januar. Bezüglich der auf ein bloßes Gerücht bafirten Aeußerung des Schatzkanzlers Northcote im englischen Unterhause, der Kaiser von Rußland beabsichtige für Bulgarien einen Fürsten selbst auszu- wählefi, erklärt die „Agence Russe", daß in den FrtedensbediNgungen überhaupt nicht von einem Fürsten, sondern nur christlichen Gouverneur Bulgariens die Rede sei- London, 30. Januar. Die dem Parlamente heute vorgelegte Depesche Layard's an Derby vom 29. d. besagt: Der Großvezir benachrichtigte mich, die Pforte habe am 23. d., Nachmittags, eine telegraphische Ordre an die tür kischen Delegirten erlassen, in welcher dieselben instruirt werden, die von dem Großfürsten Nikolaus ihnen schriftlich unterbreiteten Friedensgrundlagen anzunehmen.' Die Pforte habe seitdem bereits dreimal über das Resultat ihrer Weisung angefragt, jedoch keine Antwort erhalten. Der Großvezir könne nicht zugeben, daß diese Verzögerung den türkischen Delegirten zuzuschreiben, da die telegra- graphiscke Verbindung mit Kasanlyk noch offen sei. Washington, 30. Januar. Die Budget-Commission des Repräsen- tantenh'iuses hat eine neue Tarifbill vorbereitet. Athen, 31. Januar. In der gestrigen Kammersitzung entwickelte Ministerpräsident Kumunduros das Programm seiner Politik, mit der Erklärung, wenn die Kammer dasselbe genehmige, würden die Minister der Finanzen, des Krieges und der Marine wegen der zu ergreifenden außerordentlichen Maßnahmen die erforderlichen Vorlagen machen. Kumunduros forderte die Kammer auf, ihre Berathungen heute fortzusetzen, indem er hinzufügte, er werde es als Mißtrauensvotum ansehen und seine Entlassung nehmen, falls die Kammer nicht in geschlossener Zahl für sein Programm stimmen sollte. — 24 Gemeinden in der Umgebung von Valo Laben eine provisorische Regierung gebildet. Wien, 31. Januar. Die Intentionen, zur Regelung einer Anzahl Punkte der Friedenspräliminarien, welche internationale Fragen tangiren, Con- ferenzverhandlungen herbeizuführen, gewinnen positiven Anhalt. Es scheint auch, daß man russisckerselts gegen solche Conferenzen prinzipiell nichts einzuwen den hohe. Konstantinopel, 31. Januar. Hier vorliegenden Nachrichten zufolge sind russische Truppen in Tschorlu, Burgas und anderen benachbarten Orten erschienen. Wien, 31. Januar. Die .Presse" schreibt: Der österreichische Botschafter am russischen Hofe übergab gestern dem Fürsten Gortschakoff eine Note des Wiener Cabinets. deren Inhalt, wie die „Presse" vernimmt, folgender ist: Oesterreich bereitet keineswegs das Recht der Türkei, Verträge in ihrem Interesse abzuschließen, muß aber die Abmachungen von Kasanlyk, soweit dadurch bestehende Verträge alterirt und österreichische Interessen gestreift werden, als nicht zu Recht bestehend betrachten, bis neue Vereinbarungen mit den Signaturmächten getroffen fein werden. — Die „Neue Fr. Pr." hört, Graf Andrassy habe einen Schritt zur gemeinsamen Abwehr Europas gegen die Politik Rußlands gethan, indem er die Initiative zur Einberufung einer Konferenz ergriffen habe, die in Wien tagen und allgemein-europäische Interessen berührende Punkte der Friedensbedingungen erörtern und regeln solle. — Das „Fremdenblatt" meldet wie die „Presse" über den Inhalt der Wiener Note an das russische Cablnet. Berlin, 31. Januar. Heute früh starb der Chef-Präsident des Ober- Tribunals, ehmaliger Staatsminister v. Uhden, im 80 Lebensjahre. Paris, 31. Januar Der „Ägence Havas" zufolge scheint das Gerücht von der Zahlungseinstellung des Khedive dadurch veranlaßt zu sein, daß der Khedive gestern ein Decret erließ, womit er, wegen des bedeutenden Deficits in den letzten Jahren, eine Enquete-Commission zur Prüfung feiner Finanzlage einsetzte und daß die bereits bestehende Commission für die Kaffe der öffentlichen Schuld sich weigerte, an der Enquete-Commission theilzunehmen, weil sie glaubt, daß die ihrer Kasse überwiesenen Einnahmen der Prüfung durch die Enquete- Commission nicht unterliegen. — Die „Azence Havas" meldet aus Cairo von heute: Der Khedive, aufgebracht durch den Widerstand der Commissarien der öffentlichen Schuld und über ihre Weigerung, an der neuen Enquete-Commission theilzunehmen, hat soeben eine wichtige Depesche an Göschen und Joubert gerichtet und deren Intervention nachgesucht. Wien, 31. Januar. In diplomatischen Kreisen verlautet, die Antwort Rußlands auf die letzte österreichische Depesche sei eingetroffen. Dieselbe schließe sich durchaus der Anschauung Andrassy's an, indem gemäß dem von Rußland stets festgehaltenen Standpunkte die Mitwirkung der Vertragsmächte bei den Friedenöbedtngungen und deren Sanctionirung durch dieselben vollkommen anerkannt werde. Auch solle Gortschakoff erklären, daß Rußland gegen eine Con- ferenz Nichts einzuwenden habe. Pesth, 31. Jan. Im Unterhause brachte Uermenyi eine Interpellation ein über die Friedensbedingungen, den Waffenstillstand, den Marsch der Rnffen auf Gallipoli oder Konstantinopel und das Einlaufen der englischen Flotte in die Dardanellen. Wien, 31. Januar. Die „Polit. Corresp." erklärt den seit vorgestern eingetretenen Mangel an Konstantinopeler Nachrichten damit, daß die einzige nach Oesterreich führende Telegraphenlinte über GradiSka ausschließlich für türkische Staatscorrespondenzen in Anspruch genommen sei. Nachrichten aus Bukarest von heute ließen jedoch vermuthen, daß die Unterzeichnung der Friedenspräliminarien zwischen gestern und heute in Adrianopel erfolgt sei. — Dasselbe Organ meldet ans Athen von heute: Ministerpräsident Cumunduros verlangte in der gestrigen Kammersitzung vollständig freie Hand bezüglich der auswärtigen Politik und eventuellen Action. Der Aufstand in Thessalien ist im Wachsen; das GroS der Aufständischen steht bei Almyros und Agraphos. Petersburg, 30. Januar. Officiell wird aus Adrianopel vom 26. d., Abends 9 Uhr, gemeldet: Heute ist der Großfürst Nikolaus hier eingetroffen; er hatte von Hermanli aus die Eisenbahn benutzt. Er fand die Garde-Infanterie und die Artillerie in sehr gutem Zustande. Die Gardisten empfingen den Großfürsten enthusiastisch. Bei seinem Einzuge in die Stadt kamen ihm Deputationen der Geistlichkeit, der Bulgaren, Griechen, Armenier unv Juden mit Fahnen und Kirchengesang entgegen. Der Großfürst bezog den Konak. Unsere Avantgarde besetzte Bala Eski, Haskioi, Demotica und Kirk Sllissa. — Ein Telegramm des Großfürsten Thronfolgers aus Brestowak vom 29. d. Abends 6 Uhr meldet: Wir besetzten am 27. Osmanbazar. Die erste Infanterie-Division nahm nach unbedeutendem Scharmützel am 28. Rasgrad. Die Türken haben sich überall gegen die Festungen hin zurückgezogen. Frankfurt a. M., 31. Januar. Baron Raphael Erlanger, Gründer des Bankhauses v. Erlanger L Söhne, ist nach kurzem Krankenlager heute Nacht 1 Uhr sanft verschieden. Bukarest, 31. Januar. In der Deputirtenkammer wurde die Regierung über die drückenden Requisitionen und die Unregelmäßigkeit des Eisenbahnverkehrs interpellirt. Der Ministerpräsident Bratiano äußerte: Möchten die Uebelstände über die Sie klagen, doch die einzigen sein, welche das Land zu ertragen hat". Der Minister des Auswärtigen erklärte: „Die Friedenspräliminarien sind vielleicht schon unterzeichnet; wir werden morgen die Bedingungen erfahren. Gebe Gott, d iß die vom Lande bisher gebrachten Opfer die einzigen wären, welche das Land in Folge des Krieges auf sich zu nehmen hat". Berlin, 31. Januar. Das Herrenhaus setzte heute die Berathung des Gesetzentwurfes über den Sitz der Gerichte fort. Bei dem Abschnitt betr. den Oberlaudesgerichtsbezirk Kassel beschloß das Haus, übereinstimmend mi£ der Regierungsvorlage, Hanau zum Sitz eines Landgerichts zu bestimmen an stelle von Fulda. Ferner wurde der Regierungsvorlage entsprechend Wetzlar an Stelle von Limburg zum Sitz eines Landgerichtes gewählt. (?) Die übrigen Bestimmungen der Vorlage wurden fast ohne Debatte angenommen. Dem Gesetzentwürfe des über die Rückzahlung des der Societät der Borker Haide gewährten Darlehens wurde in der Fassung des Abgeordnetenhauses zugestimmt. Berlin, 31. Jan. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, soll der Ministercath gestern auf Antrag des Finanzministers Camphailsen seine bisherigen Absichten dahin geändert haben, daß der Landtag nur noch etwa bis zum 10. Februar neben dem Reichstage versammelt bliebe. Eine Nachsession des Landtages würde nicht stattfinden. London, 31. Jan. Die Agitation gegen den Rüstungs-Credit dauert hier wie in zahlreichen anderen Städten des Landes in ausgedehntem Maße fort. — In Wolwich wurde gestern eine große Anzahl Torpedo« für die Mittel- meer-Flotte verschifft- München, 31. Jan. In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer wurde nach längerer heftiger Debatte ber jefammte Gesetzentwurf über den Verwallungsg.richtshof mit 104 gegen 47 Stimmen angenommen. Petersburg, 31. Januar. Die „Agence ruffe" hebt hervor, erlaufe jedenfalls dem parlamentarischen Brauche zuwider, wenn der englische Schatzkanzler die Creditforderung im offenen Parlamente damit motivire, daß er einen fremden Souverän bestimmte, nur auf einem „On dit“ begründete Ab- stchren unterschiebe wie Northcote dies gethan, als er von der Absicht des russischen Kaisers sprach, einen Fürsten für Bulgarien auszuwählen, einer Absicht, bie niemal geäußert worden sei. — Hiesige Blätter äußern: es bieße, dem Con- greffe einen ngemhümlichen Character geben, wenn andere Mächte, den Jnten- kionen England« folgend, für den Congreß sich militärisch stark machen wollten; ein Wald von Bajonetten sei für einen Congreß nichts wünschenswerthes. Der von hier nach auswärts telegraphirte Artikel des „Golos" spiegelt u e indiviruclle Ansicht wieder und ist mannigfach auf Mißverständnissen begründet. London, 31. Januar. Im Oberhause erroieberte Derby auf eine An- Dl ' be" b,t £be8 Ob». in- 6(16 Gerücht Je,n« ba6 der 8™ Hü« ?lnanzlage ,b,t-ff-ntl4 N*. ta’ du (Jnquete-. ,, ®« H6ebbe, te" Sch-Id uad "^men, h„ |o, U,,D deren J„. e£ die Änttvort ^"selbe schließ n von Rußland Mächte bei den vollkommen an- Wn eine Con' *nt Interpellation Wi der Ruffen ^llchtn Flotte in ?n feit vorgestern daß die einzige ^schließlich für Nachrichten ans ing der Friedens. (ei- — Dastrlbe mduros verlangte der auswärtigen ist im Wachsen; )s. nopel vom 26. d., hier eingetroffen; nd die Garde-Jn- rrdisten empstngen Stabt kamen ihm meiner unv Juden bezog den lkonnk- d Airk K'liffa. - tat wn 29. b. . Die erste Jn- »8. RaSgrad. Dir zm. ^langer, Gründer nlager heute Nacht lUibt die Regierunz des UenbaHnvei- le: Kochten die che das Land ju Die FriedenSpraii- m die Bedingungen Op(er die einzigen ehmm hat". die Berathung W■ Abschnitt bett, den istlmmend nii£ dtt chmaien an ©teftt । chend W« ® I Die übrigen & tnmei. De« Borker Haide 9 , Hauses zug*«^ oetlauktjol ,baufen I* 6, "äs* 51?»«...... cer $ baß (! » w* (« b"d'^ qittir •äX frage von Stanhope: Gortschakoff könne die Verzögerung des Waffenstillstandes nicht erklären; bie Türket scheine aber nicht die Schuld davon zu tragen. Rußland habe nicht vorgeschlagen, daß eine diplomatische Sanktion der Besetzung von Konstantinopel gegeben werde, auch sei kein Vorschlag einer gemeinsamen Besetzung gemacht worden. London, 31. Januar. In der heutigen Sitzung des Unterhauses erklärte Schatzkunzler Rorthcote auf eine Anfrage von Chaplin: so weit seine Information reiche, sei der Waffenstillstand noch nicht unterzeichnet. Es sei wahr, daß die Russen südwärts vorrücken; das Ziel ihres Vormarsches sei nicht bekannt. England halte an den Bedingungen von Derbys Mainote noch vollständig fest. Lokal-Notiz. Gießen, 1. Februar. (Aus den Verhandlungen der Großherzoglichen Handelskammer. Sitzung 14. Januar 1878.) Anwesend: .Homberger, Noll, Georgi, Fritz Koch und Liebrich. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung mit einem Rückblick auf Die Thätigkeit der Kammer Im verflossenen Jahre und berichtet sodann über die Eingänge. Ein Ersuchen des Vorstandes des Handelsvereins zu Lauterbach um Mitwirkung der Handelskammer zur Herbeiführung einer gesetzlichen Bestimmung, nach welcher alle beabsichtigten Verkäufe von Immobilien öffentlich bekannt gemacht werden müssen, wurde einstimmig abgelehnt. Großherzogliches Ministerium des Innern theilte ein von der Großherzogltchen Directlon der Oberhessischcn Eisenbahnen abgegebenes Gutachten betreffend die Eisenbahn-Frachttariffrage unter Bezug auf unseren Bericht vom L October vor. I. mit, welches sich dahin äußert, „daß „letzterer nur den Ausdruck des Mißbehagens über verschiedene einzelne Benachtheiligungen, ^welche die im Laufe des Jahres vollzogene Tarifreform für verschiedene Zweige des Gießener „Industrie- und Handelsstandes mit sich führte, bekunde. Diese Tarifreform sei zwar von der „Hanvelskammer begrüßt worden, die Kammer habe aber wohl geglaubt, daß sie ohne irgend „welche Benachtheiligung für Die beteiligten Kreise durchgeführt werden müffe, was bei syste- „matischem Vorgehen nicht möglich gewesen sei. Was die in erster Linie angeführten Stückgut^ „sätze betreffe, so sei bekanntlich die für Stückgüter früher bestandene Classenverschiedenheit toegge- „geschafft und, vom Eilgut abgesehen, nur eine Normalclasse festgestellt worden. Dies habe aller- ^dings bewirkt, daß die früheren Güter I. Classe wohlfeiler, diejenigen der II. Elaste aber „theurer geworden sind, was im Durchschnitt eine Frachtvertheuerung zur Folge hatte. Es „könne eine Herabsetzung der Frachtsätze für die Normalklasse nicht stattsinden, da die Stückgüter, „weil sie, als solche beim Transporte aufgegeben, nur eine schlechte Ausnutzung der Wagentrag- „kraft gestatten. Was die übrigen DesiDerien betreffe, so berührten diese unsere hessischen Bahnver- ,,hältnisse nicht und würden hier bei Frachtänderungen die verschiedensten Factoren mitzusprechen „haben. AllerDings seien bei den Artikeln Twist, Tabak u. s. w. in Der That Frachterhöhungen, „aber bei verschiedenen Gütern z. B. bei rohen und gesalzenen Häuten, Alaun, Vitriol, Baum- „wolle, Asphalt, Petroleum rc. eine erhebliche Frachtminderung eingetreten, was letzteres die „Gießener Handelskammer anzuführen unterlassen habe. Die Kammer beschloß auf dieses Gutachten hin, welches theils eine irrige Auffassung des Berichts an Gr. Ministerium vom 1. October v. I. bekundet, theils die Berechtigung der Wünsche des beteiligten Handelsstandes in nicht zutreffender Weise zu widerlegen sucht, eine weitere Eingabe an diese hohe Behörde, in welcher ausgeführt wird, daß von einem bloßen Mißbehagen der von den enormen hier in Rede stehenden Frachterhöhungen von 35—50 v g betroffenen Fabrikanten und Kaufleute nicht mehr die Rede sein könne, wenn damit zugleich ihre Concurrenzfähigkeit so erheblich geschmälert würde. Es bewirke Diese Erfahrung vielmehr die ernsteste Erwägung einer auf das Schwerste schäDigenDen Mehrbelastung gegenüber der bei der Tarifreform zugesagten Entlastung durch Wegfall Des 20 procentigen Frachtzuschlags, welcher s. Z. wegen der damals höheren Betriebskosten durch Lohnerhöhungen und die Preise des Brennmaterials Seitens der Behörden alS berechtigt anerkannt worden war. „ Achnlich verhalte cs sich mit dem Frachtsätze für Stückgut, welcher sämmtliche in diese Kategorie gehörenden Transporte um 16—20 o 0 vertheuert habe. Die Tarifreform sei allerdings insoweit begrüßt worden, als sie eine größere Einheitlichkeit durckzuführen beabsichtigte und den nicht mehr gerechtfertigten 20 procentigen Frachtzuschlag zu beseitigen versprach; — daß aber zugleich eine noch weit höhere Belastung einzelner Jndu« striezweige eintreten würde, das konnte weder vorausgesetzt, noch stillschweigend anerkannt worden sein. Wenn gesagt wurde, es könne eine solche Tarifreform nicht ohne alle Unbequemlichkeiten -und Benachtheiligungen durchgeführt werden, so wäre dies wohl zuzugeben, wenn auch verhält- nißmäßige Vortheile zu verzeichnen und die Frachtuntörschiede gegen früher keine so erheblichen wären, wie sie vorliegen, Deren ganz eminenter Umfang Die Beschwerden auch hauptsächlich veranlassen mußte. Es'stehen aber den um durchschnittlich ca. 40% thcurer gewordenen Artikeln in den von der genannten Direktion erwähnten Gegenständen, bei welchen eine Frachtminderung stattgefunden hat, nur eine solche von 8% gegenüber. Bezüglich der Stückgüter soll die Verthcuerung mit der schlechten AuSnützung der Wagentragkraft gerechtfertigt werden, aber dieser Umstand ist nicht neu und drßhalb hier nicht in Betracht zu ziehen, da er auch vor der Tarifreform schon die sehr erheblich höheren Frachtsätze für Stückgut Wagenladungen gegenüber erzeugt hatte, und nach den gemachten Erfahrungen die deutschen Bahnen im Durchschnitt eine angemessene Rente abwarfen. Wenn zu den Desiderien der Kammer bemerkt' wurde, daß diese, abgesehen von den Stückgutfrachten, unsere hessischen Bahnverhältnisse nicht berühren, so war dazu kein Anlaß vorhanden, da Derartiges in dem diesseitigen B'e'richt niemalS behauptet wotddn. Derselbe hatte vielmehr den Zweck, sowohl eine Revision der Stückgutsätze, wie auch der übrigen erwähnten Frachten überhaupt zu veranlassen, um deren Herbeiführung auch das Königlich Preußische Handelsministerium und das Reichseisenbahnamt von der Kammer ersucht wurde. Wie nothwendig und gerechtfertigt übrigens eine Revision der in Rede stehenden Frachtsätze auch im Interesse der Eisenbahnen selbst erscheinen müsse, beweisen die inzwischen von der Direktion der Köln-Mindener Eisenbahn gewährten Ermäßigungen auf die Artikel Tabak und Reis von Bremen über Deutz nach Gießen, eine Strecke, welche etwa um % länger ist als der directe Weg über Hannover und Casftl. Während auf dtzr letzteren Route Tabak M Ladungen von 5000 Kgr. pr. 100 Kgr. X 2.95 und „ „ 10000 „ „ 100 „ „ 2.54 Fracht kosten, expedirt die Köln-Mindener Bahn jede Ladung, sobald sie 100 Ctr. beträgt per 100 Kgr. zu X 2.49, wobei auf der direkten Strecke noch der weitere Nachtheil hinzutritt, daß in vielen Fällen 200 Ctr. Tabak wegen des Volumens nicht in einen Waggon verladen werden können, wodurch die Frachtermäßigung auf der entfernteren Strecke über Deutz noch bedeutend erhöht wird. Reis kostet über Cassel bei 10000 Kgr. X 199, „ 5000 „ „ 238, dagegen über Deutz jede Ladung, welche 5000 Kgr. erreicht per 5000 Kgr. X 177, mithin auf dem direkten Weg über Cassel 34% mehrmals auf dem großen Uckweg über Köln. Es werden deßhalb diese beiden Artikel den auf der direkten Route beteiligten Bahnen, der Hannöverschen Staats- und Main-Weser-Bahn so lange entzogen bleiben, wie dieses Ver- hältniß andauert. Zum Präsidenten der Handelskammer für das Jahr 1878 wurde Herr M. Hom berg er und zum Stellvertreter desselben Herr Adolf Noll wieder erwählt. ' <■' I—Ii-n lih r Hl ii11 । I Handel und Verkehr. Mainz, 31. Januar. Weizen per März 24.50, p. Mai 21.20, Roggen per März 15.30, per Mai 15.20, Hafer per März 14.75, Rüb öl per Mai 36.75. Frankfurt, 30. Januar. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität p. Ctr. X 2.50—3.50, Stroh p. Ctr. X 2—2.60, Sutter im Großen das Pfund 1. Qualität 80 H, 2. Qualität 70 H, im Detail 1. Qual. 1.10, 2. Qual. X 0.95—1. Eier, d. Hund. X 7—8.50, Kartoffeln L 50—7.50 per 100 Kilo. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70-75 Kuh- u. Rindfleisch 55 bis 64 Kalbfleisch 60—75 H, Hammelfleisch 50—63 H, Schweinefleisch 75—80 H, Erbsen, ^schälte (per 100 Kilogr.) 28—33 X, ganze Erbsen 25 —28 X, Bohnen 25—28 X, Linsen 30—38 X Irischbäcker in Gießen. Sonntag, den 3. Januar. Daniel Rühl am Rathhaus. Jakob Klingelhöffer am Wallthor. August Nol.l auf der MÜusburg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zn Gießen. Gottesdienst. Sonntag, den 3. Februar: Morgens: Pfarrer Schlosser. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 3. bis 9. Februar besorgt Pfarrer Schlosser. Busch t ( I * L >W lI r Anteile r. Gießener Ruder-Gesellschaft. Samstag den 2. Februar 1878, Abends 8 Uhr: Generalversammlung im Vereinslocal (Prinz Carl). 645)Der Vorstand. Todes-Anzeige. Statt besonderer Anzeige allen Verwandten und Bekannten hiermit die traurige N achricht, daß unsere unvergeßliche Frau und Mutter kiiroline Baah, geb. Bub nach langen Leiden gestern Abend sanft entschlafen ist. Um stille Tbeilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 1. Februar 1878. Die Beerdigung findet Samstag den 2. Februar, Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Seltersweg C. 181 aus statt. (654 Ieikgebotenes. 555) Sämmtliche Waaren im Geschäft des Heil rich Battenfeld dahier werden zu ermäßigten Preisen abgegeben, was mit dem Anfügcn bekannt gemacht wird, daß der Ausverkauf nur noch kurze Zeit wäbrt. Gar mancher Mensch leidet beim Genuß von Kucken an Magenbeschwerde. Es wird dies bedingt durch die Säurebildung der Hefe, die hin- wegfällt, sobald mm Liebig'sches B a c k m e h 1 anwe bet, welches wie bekannt ohne H fezusotz verbacken wird. Nii'derlagen sind bei den Herren: I. Retter und Gmil Fiscb- bad) in Gießen. 1640 Trauben-Brustsyrup mit Fenchelhoiiig;, bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Haisund Brustschmerzen. In Flaschen ä M. 1, — und M. 1,50. .. (97 C. F. SemmTer Tn Glessen. Allgemeine Zu verkaufen. 605) Eine aroße Partie altes Bauholz, tu L^erholz sich eignend, kann in kleinen Quantitäten abgegeben werden. _ 366) Neue und gebrauchte Betten billigst bet Louis Rothenberger, ___________________N nenweg.________ 518) Eine oroße Partie Fichtenschwar- ten, sowie Fichtenbauholz ocrk uft ________________H. Keck. 182) Leinene und baumwollene Webgarne bei Aug* Haubaeh^ Mäusbur . Gegen Husten und Heiserkeit: Stollwerck'sche Brustbonbons k 50 H per Packet. Stollwerk'sche Honigbonbons a 20 H per Packet. Stollwerck'sche Malzbonbons ä 20 per Packet. Stollwerck'sche Gummibonbons ä 20 H per Packet. käuflich in Giessen bei: J. A. Söhne, Louis Fronhäuser, C. Hoffmann, H. Kinkel und Roh. Sattler; in Lieh bei: H. C. Bingmann. THödpunir Dieh-Sast von der König!. Preußischen Saline Artern, aus grohuter Soole Qtrt standzett von 6 Jahren, unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen, in zwei Abtheilungen, auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau verpachtet werden. Londorf, am 19. Januar 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Londorf. = Dr. Airy’s Naturheilmethode = Franksurterstraße E- 28. then. Geld-Cours then. Flügelsgasie A. 94 Wcrmischte Anzeigen. 653) Ein mit guten Zeugnissen versehe nes Mädchen für Küche und Hausarbeit 0,sucht. _______Rnchensand C. 130. 109) Eine Wohnung, vier Piöcen mit Zubehör. Bismarckstraße B. 170,12. Holländische fl. 10-Stücke Ducaten....... 20 Francs-Stücke • . . do. in V2 • Englische Souvereigns Russische Imperiales . . Dollars in (Nold . . . Ä abgedruckten zahlreichen CriflinaUUttcfte, laut S welchen selbst solche Ärante noch fifilniig fanden, 9 für die Hilfe nicht mehr möglich schien. Es darf 3 daher jeder Kranke sich dieser bewährten Methode ■ä um so mehr otrtrawusDoll zuwruden, alS die Leisi tunq der Rur auf Wtinich durch dafür angestellte g praktische Aerzte gratis erfolgt. Näherer darüber A findet man in dem vorzüglichen, 544 Seiten kJ starken Werke: Dr. Airy s Naturheilmetbode, 100. Aufl, Jubcl-Auögnbe, Preis 1 Mark, A Leipzig, Richter'- Verlags-Anstalt, welche daS « Buch auf Wunsch gegen Einsendung von 10 Brief« 8g marken ä 10 Pf. direct franco versendet. ■■■■■im O 98________________ Mn-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 645, 12, 4«. Dillenburg 645, 12, 443, 95. (94 Tieaen 645, 12. Wetzlar 645, r-ro, 955, 12, 1* 733, 9\ 377j Die 1. Etage meines neu erbauten Hauses in der Reichensand-Bahn- hossstraße von 7 Zimmern nebst dazu gehörigen B.quemltchkeiten, großen Haus- gaiten, zu vermiethen und im Juni zu be- ziehen._____________G g. Emil M ö h l. 622) Ein gut möbltrks Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 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Scheit, Knüppel, Stock und Reiser. Bucken: 2 Stamme III. El., 27 Rm. Nutzholz, 1082 Rm. Scheit, Knüppel, Stock und Reiser. District 77a, Hohenschted. Eichen: 21 Rm Scheit und Stöcke. Buchen: 20 Rm Nutzholz 565 Rm. Scheit, Knüppel, Stock und Reiser. Kiefern: 32 Stämme II und III. El., 140 Rm. Sckeit, Knüppel und Reiser. District 57o, Lichtenberg. Bucken: 1 Stamm III. El., 4 Rm. Nutzholz. 814 Rm. Scheit, Knüppei, Stcck und Reiser. Erlen: 2 Stamme III. El., 11 Rm. Knüppel und Reiser. Krofdorf, den 31. Januar 1878. Der Königliche Oberförster: 641) Müller. Aermietyungm. 648) Ein großes, gut möblirtes Zimmer im I. Stock zu vermiethen per 1. April bei ______Wilh Balser am Kirchenplatz. 643) Der untere Stock in meinem Hause, bestehend aus 4 Zimmer, Küche und Speisekammer, Keller u. s. w., zu vermiethen und den 1. Avril zu beziehen. H. Völker, Weißbinder u. Lackirer, _____________Grünbergerstraße.__________ 642) Ein FamilieN'Logis den 1. März zu vermiethen in der Retchensand Bahnhof streße C. Nr. 131.__________________________ 87) Eln fl. Famtlienlogis ganz oder getrennt zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Dr. Bindewald, Grünbergerstr. 579) Der II. Stock meines Hauses im Ganzen ober auch getrennt ist zu vermiethen und sofort zu brz-ehen. G g. Ruckstuhl Wittwe, Gartfeld. 216) Durch Wegzug des Herrn Prof, vr. Lutterbeck ist dessen Wohnung in meinem Hause anderweit zu vermiethen und bis 1. April zu beziehen. Ph. Größer, Maurermeister. 539) Em HiöOliried Z'MMcr, gleich be ziehbar, ist an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. Neue Anlage Lit C. Nr. 29, 2 Stock. 519) Der zweite Stock meines Hauses am Neuenweg, bestehend aus 8 Zimmern, Küche, Bleichplatz und allen Bequemlichkeiten, sowie die Mansarde, bestehend aus 4 Zimmern, Küche und Zubehör, ist per 15. April zu vermiethen.H. Keck. Gesucht ein junges Mädcken zur Erlernung be£ Handschuhmacbens bei (65£ F. Niekau. 646) Em tüchtiger Kaufmann sucht noch für einige Stunden des Tages B schäitlgung. Offerten nimmt die Expeb. d. BltlS unter Nr. 646 entgegen. -■aiiiiiTriraiiinrrrTiiiir 1 — Bevor Zeder Kranke eine Cur gebraucht oder bet den vcr- ■ altetften u. hartnäckigsten Leiden die ■ Hoffnung auf sichere u. gründliche ■ Heilung aufßiebt, wende er sich ver- I trauensvoll an meine Adresse: Pro- ■ fefjor L. Wundram, Leipz'g, Leid- ■ nitzstr. 2. Meine langjährigen Er- ■ fahrungen theile ick jcdem Hülfesucken I den gern unentgeldlich mit. (374 ■ 8 Keifende, welche mit Colonial- und Kurzwaarenhand- lur.ßen arbeiten und den Verkauf eints^ gangbaren Artikels provistons^eise mit übernehmen wollen, werden gebeten, schrift- liche Off, b. d. Exped d. Bl. einzureicken 517) Das Schneiden von Stammholz zu Bohlen, sowie von Brennholz übernimmt H- Keck. 399) Im Stuhlflechten und Korb- machen jeder Art empfiehlt sich J. Schwarzmeier, Mühlgasse 81. ®tÄen Gicht Rhkumaiisml eine leicht verständliche, Didf bewährte Anleitung zur Selbst', ehand, lung dieser schmerzhaften Leiden, wird gegen Einsendung von 30^ in Briefmarken franco versandt von Richter's Verlags-Anstalt in Leipzig — Die beigedrucktcn Atteste beweisen die außerordentlichen Heilerfolge der darin empfohlenen Kur. (131 340) An- und Verkauf von getragene, Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Betten, Gold und Silber, außer Cours gesetztem Gelde, alten Oelgemälden, Antiquitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren Werg, Möldeln rc. bet Louis Rothenberger, Neuenweg 193, neben dem „Gasthaus zum Löwen". ' o WnMMi Vertrauen kann ein Kranker nur zu einer solchen Heilmethode haben, welche, wie Dr. Xtrp’iNaturheilmethode, sich thatsäch» PM lich bewährt hat. Daß durch diese Methode anßerfl günstig», ja stannenerregende Teilerfolge erzielt wur- den, beweisen die in dem reich ilhiflrirten Buche: 656) Wenzel’s Saalban. Gala-Sitzung. Anfang 7 Uhr. Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.'Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.