1878 Donnerstag, den 1. August Mo. »S« >g UIIÖ Wahlergebniffe. (frei- Deutschland. el* traurige , Roll. Oesterreich. dmann. ier Kauf. Sticken mit J und Dries) ,en; Zeichnen men ebenfalls )t. wöchentlich ut wöchentlich freien Hand- tl wöchentlich s Rechne« des Semetters, und spätestens ugeden, damit Theilnehmerin- ein Luchs Landgemeinden m 8- ü RedacttonSdmeea«» Gartenstraße B. 165. GxpedittonSdureaur Schulstraße B. 18. chnete Comiiä diesem Blatt “ ihres ersten braven ren, Lerk M -eEg^cht^ nal, »velthe sollen, habe» flS- Berlin, 29. Juli. Ueber die Verwendung eines Theiles der Wilhelms- i Spende ift dem Central-Comit6 in Berlin der Vorschlag gemacht worden, man < lolle von dem (Selbe Herbergen für Handwerker und Arbeiter mit guter Pflege und gutem Unterkommen errichten und die bestehenden entsprechend umgestalten. Em anderer Vorschlag geht dahin, Asyle in den einzelnen Provinzen für diejenigen Kinder zu errichten, deren Vater ermordet oder durch verbrecherische Hand arbeitsunfähig gemacht wurde. — Die in Berlin erfolgte Beschlagnahme des Wahlflugblattes der Ford schrittepartei „200 Millionen neuer Steuern" eifolgte ans Grund des § 1dl M Strafgesetzbuchs - betr. wissentliche Verbreitung von erdichteten, lefp. ent- stellt,n Tatsachen, um daraus Staatseinrichtungen, resp. Anordnungen der Obrigkeit verächtlich zu machen, Osficiös wird dazu geschrieben: „Die Erklärung im Fluglatte, daß die Regierung den Reichstag nur unter dem Vorwande, um das Socialistengesetz durchzubrtngen, ausgelost habe, und die Auflösung thatsächlich nur deshalb erfolgt sei, um die projectirten Steuer-Vermehrungen durchzusetzen, scheint wohl als die Behauptung einer erdichteten, resp. entstellten Thatsache, um die kaiserliche Verordnung, betr die Auflösung des Reichstages, verächtlich zu machen, von der Rathkammer aufgefaßt worden zu sein. Das Flugblatt ist nur vom Drucker (Trottzsch und Ostertag) als Herausgeber unterzeichnet, dagegen ist der eigentliche Versaster noch nicht festgestellt. Die Be- schlagnahmelust scheint indeß nicht bei fortschrittlichen Flugblättern stehen zu bleiben. Jetzt sind sogar die national-liberalen Flugblätter, welche im ganzen Reiche in mehr als einer Million Exemplaren verbreitet sind, mit Beschlag belegt. Die königliche Polizeidirection in Celle hat sich dieser Arbeit unterzogen, wenn ein Bericht des „Hannov. Cour." richtig ist, dessen Bestätigung er selber abzuwarten empfiehlt. Die drei Flugblätter Nr. 1 („811 den Wahlen ), Nr. 2 („Wo hinaus?") und Nr. 3 („Sind die national-liberalen Abgeordneten auf den Namen Bismarck gewählt?") sind beschlagnahmt. Die Nathskammer des königlichen Obergerichts hat wegen Verstoßes gegen den § 6 des Gesetzes über die Presie diese Maßregel bestätigt. Aber Celle füllte nicht ohne einen viel namhafteren Genoffen bleiben; von Berlin wird ein Gleiches gemeldet. Am Freitag Mittag 2 Uhr erschienen in der W. Möserffchcn Hofbuchdruckerei drei Crimtnalbeamte, um auf eine aus Celle dorthin gerichtete Requisition die Flugblätter Nr. 1, 2 und 3 der national-liberalen Partei mit .....t,n' legen. Die vorgefundenen 2000 Exemplare von dem Flugblatte Gießen, 31. Juli. Bei der gestrigen Wahl für den Reichstag wurden aus der Stadt Gießen im Ganzen 1606 Stimmen abgegeben, davon erhielten: v Rabenau 1330, W. Liebknecht 171, Zimmer 88 Stimmen, auf 2 weitere Personen fielen 9 Stimmen, ungiltig waren 8 Stimmen. Heuchelheim. Zimmer 70, v. Rabenau 40, Liebknecht 31 Stimmen. Hunnen. v. Rabenau 188, Zimmer 8 Stimmen. Lich. v. Rabenau 124, Zimmer 176, Liebknecht 1 Stimme. Wieseck. v. Rabenau 164, Liebknecht 35 Stimmen. Langsdorf. v. Rabenau 108, Zimmer 17 Stimmen. Groß-Bufeck. v. Rabenau 193, Zimmer 8 Stimmen. Lauter, v. Rabenau 64, Zimmer 1 Stimme. Ortenberg. v. Rabenau 109, Zimmer 13 Stimmen. Grünberg. (Gießen-Grünberg.Nidda.) Adalbert von Rabenau konservativ) erhielt 186, Gutsbesitzer Zimmer (conservativ) 22 Stimmen- Lang-Göns. v. Rabenau 107, Zimmer 34, Liebknecht 2 Stimmen. Lauterbach. Gareis 437, Graf Solms-Laubach 27 St. Schotten. Gareis 328, Graf Solms-Laubach 2 St. Schlitz. Gareis 270, Graf Solms-Laubach 20 St. Homberg a. d. Ohm. Gareis 204, Graf Solms-Laubach 2 Stimmen. Hvlrbeim. Zimmer 150, v. Rabenau 20 Stimmen. HUO. Juli. Stadtbezirk. Reuleaux (Fortschr.) 2478, Moufang (Mtram.) 2834, Liebknecht (Soc.-Dem.) 2452, Weiß 907 Stimmen. Die ^^^Marburg. (5. Hess. Wahlkr.) Oberpräsident von Ende (freicons.) 672, Müller (ultram.) 60, Lauer (Socialdemokrat) 31 Stimmen. Hanau, 30. Juli.' Im städtischen Wahlbezirk wurden für Weigel (notdiK) 1845, Frohme (Soc.-Dem.) 1616, Trott (conserv.) 107 Stimmen abgegeben. M., 30. Juli. Sonnemann (Demokr.) ca. 6900, Parrentrapp (Nat.-Ltb.) ca. 4600 Stimmen. Somit bei mehr als 19000 abgegebenen Stimmen Stichwahl zwischen Sonnemann und Barrentrapp. B H Saarbrücken, 30. Juli. Der Comprouuß-Candidat der reichstreuen Parteien, Geh. Bergrath Pfähler (Nat.-Lib.) wurde ohne Gegen -Candidat gewählt. __ ---------------------------------- Drei» vierieMhrttch 2 Marl 20 pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme beS Montag». die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. confiscirt. Die national-liberale „Weser-Ztg." bemerkt hierzu: „Natürlich macht man in Württemberg, und wo sonst der blinde Glaube unerschütterlich ist, die Augen zu und leugnet, daß in diesen Dingen Sturmvögel einer Reac- tion zu erkennen seien. Der bittere Ernst des Wahlkampfes, der einzig und allein gegen den Liberalismus unternommen zu sein scheint, wird noch soeben recht drastisch gezeigt. Wenn nicht die große liberale Wählerschaft sich aufrafft und am Wahltage allen reactionären und conservativen Gelüsten ein energisches quod non entgegensetzt, so können wir Dinge erlehen, die sich seit 1867 wohl kaum Jemand träumen ließ." , n . , Berlin, 29. Juli. In Betreff des technischen Gutachtens der Havarie- Commission in Sachen der Katastrophe des „Großen Kurfürsten" liegt eine Privatmittheilung der „Hamb. Börsenh." über dies Gutachten vor, von der wir unter Vorbehalt hier Notiz nehmen: „Nach den von der Commission erhobenen eidlichen Aussagen hätte sich der Fall wie folgt dargestellt: Als die westwärts steuernde Escadre in der Nähe von Folkestone angekommen war, kamen vom Lande aus zwei Kanffahrtei-Segelschiffe gesteuert, welche den Versuch machten, quer vor der deutschen Escadre vorüberzukommen. Nach einem ür die deutsche Marine gegebenen stehenden Befehle haben alle unter Dampf befindlichen Schiffe der deutschen Marine beim Begegnen anderer Schiffe stets so zu steuern, daß sie um dieselben hinten herum gehen, falls nicht die Entfernungen derartige sind, daß jede Gefahr beim vorne Vorübergehen völlig aus- gesckloffen ist. Demgemäß steuerten sowohl der „Große Kurfürst wie der König Wilhelm", als die beiden Kauffahrtei-Schiffe, quer voruberkommend, sichtbar wurden, nach dem Lande zu, um hinter denselben herum zu gehen. Der ursprünglich dem Lande am nächsten stehende „Grotze Kurvst kam dabei etwas früher von den beiden Schiffen klar, als der mehr nach See befindliche „König Wilhelm" und lenkte ersterer deshalb auch etwas früher in seinen Cours wieder ein, als der letztere. Auf dem „König Wilhelm" wurde demnach gleichfalls das Kommando gegeben, das Schiff wieder in seine frühere Stellung zu bringen und haben alle sechs am Steuer befindliche Leute auf ihren Eid ausgesagt, das Kommando „Backbord" deutlich gehört zu haben. Trotzdem wurde durch em unbegreifliches Versehen das Ruder in der entgegengesetzten Richtung gedreht, und kann nur angenommen werden, daß einige der am Ruder befindlichen Leute, die den „Großen Kurfürst" auf sich zukommen wähnten, den Kopf verloren und . das Gegentheil von demjenigen gethan haben, was ihnen befohlen war. In Folge davon steuert- der „König Wilhelm" anstatt seewärts gerade auf den Großen Kurfürst" ein. Der Commandeur des letzteren that in diesem gefahrvollen Moment das Einzige, was vielleicht noch Rettung bringen konnte, indem er die Maschinen seines Schiffes mit voller Kraft vorausgehen ließ, um so vielleicht doch noch vor dem „König Wilhelm" vorüberzukommen, mindestens aber zu verhindern, daß der „Große Kurfürst" von dem Sporn des „Komg Wilhelm" gerade mitschiffs getroffen würde. Ersteres gelang bekanntlich leider nicht, vielmehr rannte der „König Wilhelm" den „Großen Kurfürst an Backbord Hinterschiffs an und führte so die Katastrophe herben Die Havarie- Commission ist der Ansicht gewesen, daß das Verfahren des Commandeurs des Großen Kurfürsten", das allein den Umständen entsprechende gerne en sei, und spricht auch ihn völlig frei. Zur Herbeiführung des Unglucksfalles ist nach der tattgehabten Untersuchung zweierlei muthmaßlich von Bedeutung gewesen. zum . rst-u, daß der „König Wilhelm" überhaupt schlecht steuert; zum Andern, daß in Folg- der Bauart des .König Wilhelm" di- am Ruder b-findlichen Leute >u niedrig stehen, um einen freien Ueberblick über das außerhalb des Schiffes Vergehende zu haben. Es muß daher für möglich «chalten werden, daß d.e plötzlich in der Nähe des „König Wilhelm" austauchende Takelage der „Große Knrsürst", während letzteres Schiff selbst und der von demselben gesteuerte Eours den am Ruder befindlichen Leuten nicht sichtbar war den einen oder andern der letzteren in Verwirrung gebracht und das Beispiel deffelbcn dann die andern to‘tC Stuttgart" 30*Jult. Der „Schwäb. Merkur" berichtet: In Feuerbach nahe bei Stuttgart wurde gestern der socialdemokratisch- Agitator Dulk verhaftet Ebenso «folgte in Stuttgart di- Verhaftung des gesummten Personals der Genoffenschastsbuchdruckerei, 20 an der Zahl. Es handele sich dabei um die Urheberschaft des socialdemokratischen Wahlaufrufes. ichener Anzeiger Allstilsk- mi MÄM für den Kreis Sich,. Wien Die Durchführung der Festsetzungen des Friedens von Berlin macht weitere Fortschritte. Nachdem Schumla den russischen Truppen übergeben ist, beginnen letztere jetzt, sich allmählig aus Rumänien zuruckzuziehe . Das 11. Armee-Corps, welches dort Aufstellung genommen hatte - befindet sich auf dem Marsche nach der Heimat. — Die Rumänen denken auch bereits an die Besetzung der Dobrudscha, und schon ist Oberst Angelescu, bekannt aus den Kämpfen um Plewna, zum Civil- und Militärchef dieses Gebietes bestimmt worden Doch wollen die Rumänen die Besetzung erst dann durchfuhren wenn Refcklaa'm be-!die Ratificirung des Berliner Friedens erfolgt ist und die letzten russischen :^Nr^ 2^ward eusSoldaten die" Dobrudscha oerlkffen haben. - In Konstantinopel wird noch Regierung: England sei nie günstiger in Europa beurch.-ilt worden, als jetzt und habe nie größeren Einfluß als auf dem Congresie gezeigt. Redner führte Den Verlauf der Congreßverhandlungen im Einzelnen vor, um zu beweisen daß der Berliner Vertrag den Vertrag von San Stefano im Interesse der Türkei und Englands bedeutend modificirt habe. Bourke gedachte auch mit hoher Anerkennung der Bestrebungen Schuwaloff's im Jnterefle des Friedens. — Die Fortsetzung der Debatte wurde auf morgen vertagt. , . ,??adtDarMstadt und Bessingen (Landorte fehlen). Küchln (nat.-Ub) 2108 Buchner (Fortschr.) 1975, Most (Soc.-Dem.) 1308, Wam- bolt (der.) 161. Mainz. Stichwahl zwischen Releaux (7292) und Moufana (69791 stimmen.. Liebknecht 3291, Guido Weiß 930 Stimmen. .q Friedberg, 30. Juli. Schröder (nat.-lib.) 629, Curtmann (cons.) 49 Stimmen. k 1' .... Essenbach, 30. Juli. Stadtbezirk Offenbach: Dernburg (nat.-lib.) 1642. Flinsch (Fortschritt) 524, Liebknecht (Soc.-Dem.) 2164, Wasserburg (ultram.) 274 Stimmen. ' 1, 0 London. Ueber die Hungersnoth in China schreibt der englische Consul in Wuhn (Stadt am Fluffe Yang-Tege) wie folgt: Die Hungersnoth ist fast noch schlimmer, als sie in den Zeitungen geschildert wurde. Ich sah neulich hier einige Flüchtlinge, die an 500 englische Meilen gewandert und nur noch Haut und Knochen waren. Der Taotai (oberster Mandarin des Bezirks) sagte mir neulich, es habe zwei Tage lang gut geregnet, aber es sei jetzt zu spät zum Säen und es müffe den Sommer über Unterstützung gegeben werden. Selbst wenn man jetzt säen könnte, so habe man weder Saatkorn noch Thiere, um den Pflug zu ziehen. Alles ist bereits aufgezehrt. Vermuthlich ist die rücksichtslose Ausrottung der Bäume Ursache der Dürre; die chinesischen Bauern sind tödtliche Feinde aller Bäume, sie hauen sie um, theils des Brennholzes wegen, mehr aber noch um Boden zu gewinnen. Die Bevölkerung ist so zahlreich und dicht, daß in einigen Provinzen mehr als 600 Köpfe auf der Quadratmeile (englisch) wohnen, und das Land ist so werthvoll, daß weder Gärten noch Bäume geduldet werden, und Störungen in dem Gleichgewichte zwischen der Bevölkerung und den Nahrungsmitteloorräthen bringen die schrecklichsten Nothstände herbei. Glücklicherweise ist Schansi, die Provinz, wo die Hungersnoth am schlimmsten ist, nicht so dicht bevölkert, aber große Theile derselben sind gebirgig, reich an Kohlen und Eisen und nicht brauchbar für den Ackerbau. Die Minen werden aber nicht ordentlich bearbeitet und so ist die Bevölkerung doch wesentlich auf den Ackerbau angewiesen. Da die Chinesen bie Kohlenminen vernachlässigen, so werden die Wülver abgeholzt, um Brandholz zu gewinnen. Würde dem Minenbetrieb alle Freiheit gewährt, so würde den armen Leuten Beschäftigung gegeben und die Wälder würden geschont. Wenn ich mich nicht irre, so wird diese Hungersnoth den chinesischen Staatsmännern die Augen öffnen in Bezug auf Eisenbahnen und Ausdehnung des Fremdenverkehrs. Zu Tientsin ist der Markt überfüllt mit Reis und Korn, welches die Dampfschiffe hergeführt haben und welches für Schansi bestimmt ist, aber es gibt kein Mittel, es in die Hunzerdistricte zu schaffen, und so geht ein gut.r Theil davon zu. Grunde. Die Wege nach Schansi gehen über hohe und schwierige Bergpässe, die Straßen sind erbärmlich und plumpe Lastkarren, die kaum drei englische Meilen in der Stunde zurücklegen, sind die einzigen Beförderungsmittel. Die „Peking Gazette" ist voll von Bittschriften au den Thron über den Gegenstand, einige in äußerst anschaulichen und herzzerreißenden Ausdrücken. Nach chinesischen Ansichten hält der Kaiser die Hungersnoth für eine Strafe des Himmels für die Sünden einer Dynastie und seiner selbst und -erläßt immer wieder Edicte, in denen er sich demüthigt und reuig und bußfertig ausdrückt. Im Palast ist das Fleischeffen verboten, da das Tödten von Thieren den Himmel beleidigen könnte, und die Mahlzeiten sind um die Hälfte vermindert. Wenn die Hungersnoth fortdauert, so wird das Volk auf den Gedanken kommen, daß der Himmel der Dynastie seine Gunst entzogen habe, und es wird Aufstände geben, die sich auf den Glauben stützen, daß der Himmel dem Kaiser seine göttliche Vollmacht entzogen habe. London, 29. Juli, Abends. Im Unterhause brachte Hartington unter dem Beifall der Liberalen seine bekannte Resolution ein und begründete dieselbe folgendermaßen: Rußlands Forderungen seien im verfloffenen Juni geringer gewesen als das, was ihm der Berliner Vertrag jetzt gewähre; weßhalb habe die Regierung nicht damals die Türkei bestimmt, jene Forderungen anzunehmen? Redner sprach sich sehr scharf über das Verhalten Englands gegen Griechenland aus und wies die Behauptung Beaconsfield's zurück, daß die Opposition aus Parteizwecken die Griechen auftetze. Die Slaven seien bester weggekommen, weil sie sich auf Rußland stützten. Zukünftig würden die Griechen lieber Rußland als England folgen. Auf dem Congreste habe die Regierung einfach gebilligt, was die Opposition unaufhörlich befürwortete. Die englisch-türkische Convention sei eine Verletzung internationaler Engagements; welches britische Jntereste werde dadurch geschützt? Kleinasien sei nicht die Route nach Indien, diese liege in Persien. Englands Ruf in Indien sei nicht gehoben durch die unnöthige Machtentfaltung für unwichtige Zwecke. Beaconsfield vergesse, daß Bürgschaften nicht ewig binden. Er brüste sich damit, Rußland zugerufen zu habens bis hierher und nicht weiter! Die Regierung habe noch zu beweisen, daß für die englisch-türkische Convention eine zwingende Nothwendigkeit bestand. Für England sei dadurch der Conflict mit Rußland um 100 Jahre beschleunigt unb habe sich England» zu seinem Nachthetl Rußland um tausend Meilen ge- nähert und seine militärischen und maritimen Hülfsquellen zurückgelasten; sicherlich ser dies eine wahnsinnige Politik! Beaconsfield's Bemerkungen vom Sonnabend betreffs Gladstone's seien Beleidigungen für die Königin, den geheimen Rath, das Unterhaus und das Land. Welche Tragweite habe die übernommene Garantie? Wenn sie gegen einen directen Angriff seitens Rußland gerichtet sei, so könne sie nur aufrecht erhalten werden, falls England sich in seiner auswärtigen Politik mit der Türket verbinde. Harttngton schloß seine Rede mit der Erklärung: er habe seine Resolution beantragt, um dem Lande den Character und die Tragweite der eingegangenen Verpflichtungen und Gefahren zu zeigen, damit es noch von einer Position zurücktreten könne, die von Englands Interessen und Pflicht nicht bedingt sei. - Plunket beantragte sein bekanntes Amendement und vertheidigte die Regierung und Beaconsfield. Im Fortgänge der Unterhaussitzung vertheidigte Unterstaatssecretär Bourke die Politik der immer über den Rückzug der türkischen Truppen verhandelt, bis jetzt aber ohne Erfolg. Die Rusten schicken eine große Anzahl von Kranken und Reconvales- centen zu Schiff nach Rußland, erhalten aber auf dem Seewege fortwährend neue Nachschübe zur Ergänzung der entstandenen Lücken. Krankreich. Paris, 29. Juli. Aus Dalenciennes liegen von heute Vormittags günstige Nachrichten hinsichtlich der Arbeitseinstellungen vor; allenthalben hat sich die Situation bester gestaltet, und kann man annehmen, daß der Strike alsbald aufhören wird. — In der Gegend von St. Etienne ist ein Theil der Werkstätten in den Seidenfabriken wieder geöffnet und haben in diesen alle daselbst früher beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, mit Ausnahme von 200, die Arbeit wieder ausgenommen. Dagegen dauert der Arbeitsaufstand der Färber noch fort. — Abends. Die Situation in Anzin hat sich entschieden gebestert. In Saint-Chamond hat heute die Mehrzahl derjenigen Arbeiter, welche die Arbeit eingestellt hatten, dieselbe wieder ausgenommen. England. _ , 3o. Juli. I. Wahlkr.: Gewählt Hänel (Fortschr.) mit 8807 atnnmeib Gras Moltke erhielt 2614 und Most (Soc.-Dem) 2057 St. II. Wahlkr.: Gewählt Klotz (Fortschr.) mit 15122 St. III. Wahlkr.: Ge- wählt v. Sauckcn-Tarputschen (Fortschr.) 13028 St. IV. Wahlkr.: Stichwahl v'^"Fritzsche (Soc.-Dem.) 20139 und Zelle (Fortschr.) 16747, Falk 2995. o-o, ^r-: Zimmermann (Fortschr.) 10265, Kappel (Soc.-Dem.) 9n7n4 Schwarzkopf (cons.) 1165. VI. Wahlkr.: Gewählt Klotz (Fortschr.) Hasenclever (Soc.-Dem.) 15173 St. An den Berliner Wahle» bethecklgten sich von circa 200,000 Wahlberechtigten nahezu 160,000. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Torrespon-enz-Bnrea«. ■ Paris, 30. Juli. Amtlicher Nachricht aus Valenciennes zufolge ist die : Arbeitseinstellung in Anzin. mit Ausnahme von 2 Bergwerken, vollständig beendigt; die im dortigen Bezirke seit Beginn des Strikes stationirten Truppen i werden zurückgezogen. t . London, 30. Juli. Das auswärtige Amt hat weitere Depeschen be. züglich der Conventivn vom 4. Juni publicirt, worin mitqelheilt wird, die Pforte wünsche die Stipulation, daß die englische Regierung keine Compensationen für etwaige öffentliche Bauten und Verbefferunzen von der Türkei fordern solle im Falle der einstigen Rückgabe Cyperns. Die britische Regierung erklärte sich im Principe damit einverstanden. Brood, 29. Juli. Auch bei Gradiska hat heute früh der Uebergana der österreichischen Truppen über die Save in feierlicher Weife stattzefunden. Die türkische Festungsbesatzung hatte sich zurückgezogen. Wien, 30. Juli. Das amtliche Blatt veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung vom 25. d., wodurch gestattet wird, daß zum Zwecke der Occupation Bosniens und der Herzegowina ausnahmsweise für die Dauer des unabiveislichen Bedürfuiffes die berittenen schützen der dalmatinischen Landwehr außerhalb des österreichischen Gebietes verwendet und dem Befehlshaber der Occupationstruppen unterstellt werden können. — Die „Preffe" meldet: der Übergang über die Save begann heule früh nach 6 Uhr in der Gegenwart Philippovich's und des Generalft ibes. Zuerst wurde das 27. Jägerbataillon auf Schiffen übergeführt. Der Brückenschlag begann 7V2 Uhr. Inzwischen kam von jenseits ein türkischer Major mit Cwtlbeamten, um dem Commandirenden ein Schriftstück zu übergeben; als die Annahme desselben verweigert ward, wollten die Türken das Document auf den Erdboden niederlegen, nahmen daffelbe jedoch schließlich wieder mit zurück. Nach 9 Uhr war der Brückenbau vollendet und zog nun die ganze Avantgarde, bestehend aus Infanterie, einer Escadron Husaren und Gebirgsartillerie, auf dis andere Ufer. Hier wurde von der Mckitärmimk die Volkshymne gespielt. Unt^r dem Jubel der Soldaten ward auf dem bosnischen Ufer die österreichische Flagge feierlich aufgehisst. Etwa 30 türkische Soldaten stellten sich vor dem Wacht- Hause auf, das von Jägern besetzt wurde. Wien, 30. Juli. Die „Wiener Abendpost" meldet: Gestern Morgen 6 Uhr begann die Uebersetzung unserer Truppen auf das rechte Ufer der Saoe Kaum waren die ersten Jäger-Abtheilunzen widerstandslos gelandet, so begann um 61/2 Uar der Brückenschlag und um 9 7. Kos ‘“t30A bestimm tzieß" Gieße' --Z -Di' einem fremde, 1878 wegen v selbst wenn d endet. »Die Wild auf st" «4, und dies- Modalitäten l deS N* des Gesetze? 0- DttThalöeM den Zagdreviei ich des Jagd' Mstand sein verendete Wild des Wildes au Occupation w Jede weitere a wo doS Wild Occupalionstt, erfolgte-“ - vor dem &fc : 8 Hern Mor^i fte Ufer btr&w. -. -landet, so ibe Ufer durch vier elften ©ebirqj Brücke an. ÜiH er Grbirgsbatltn- er. Die kaiserlich i) Elsens donnerl« livio-Rufe der mi hi diesem Mom^ ibanbeltt mit t< der amtlichen 8 und Officiere fil Acrnrecorps, fo$ ags in Brood ei' -n und sodann K ion machte geßü iit erklärte, er ft -re Truppen besetz!-- unter den Rlinji’ vator die kaiserlich Die türkische L- ! >sara: -ann von Metkov- und anjukündlg-- en Einmarsch von Mostar P . fehlen)- E J.) 1308, » ®6üW t69” gurMtann M-Ä .«Dem-) *u. K 16747,8;.®!* ST* 160,00°' — Neben Herrn v. Saucken-Tarpuischen, um den sich die Wähler des dritten Berliner Wahlkreises beworben haben, bewarben sich noch genau fünf Candidateu um die Stimmen der Wähler. Darunter auch ein Maler, Rafael, nicht Corregio, die kannten diesen Ehrgeiz nicht, aber Herr „Bernsdorf-, seines Zeichens ein Stubenmaler, ehemals social und christlich, jetzt christlich und social. Der große Bernsdorf sprach „vor das Volk" seine Candidatenrede! Man hat die Arbeitercandidatur, meinte der einstige Farbenmtscher, aufs scheußlichste bemängelt und mich besonders hat man beschmutzt und besudelt. Der Wahlkampf ist auch darum so wichtig, und weil es sich um mein und dein handelt. (Ruf: „Um mir und mich!" Lärm.) Der Liberalismus hat kein Recht mehr, uns zu vertreten, denn er hat uns wirthschaitlich und „sittlich- ruinirt. (Beifall.) Sehen Sie „mir" als Beispiel an. Ich hatte ein blühendes Geschäft, die Freizügigkeit ist Schuld an meinem „Ruin", jeder Pinsel wird jetzt selbstständig und „ruinirt die Meisters". Die Freizügigkeit zieht blos Vagabonden groß. Aber das Schlimmste ist das Wuchergesetz, das wir abschaffen müssen. Redner wünscht sodann Reform innerhalb des Chrtstenthums und einen NormalarbettStag. „Auch die Steuern ist eins der wichtigsten Punkte, die müssen sein, aber die untersten Classen müssen fret sein l" (Stürmischer Beifall ) Weiter fortfahrend: „Ich will Ihnen mal auf was Hinweisen. Man sagt immer, es ist faul im Staate Dänemark. Des ts nich fol Ein Freund von mich, der lange dort war, hat mich erzählt, daß dort der König per pedes auf der Straße geht, so wie wir, und nur der Reiche Steuern zahlt, der Arme fret ist; so muß es auch bet uns werden. (Stürmisches Bravo.) Ich habe ein warmes Herz, also wählen Sie mir! (Wiederholtes Bravo.) Einige schriftlich etngegongene Interpellationen beantwort der „Herr Candidat" dahin: Einkommensteuer müsse beibchalten werden für die Reichen; betreffs der Tabaksteuer köuue er sich heute noch nicht erklären; die Soldaten müsien Alle auf den Beinen bleiben, weil die Soctaldemokraten jeden Tag loS- schlagen können. Zur Empfehlung der Candidaten sagt dann Apostel Siering: „Ich kenne ihn (Bernsdorf) zwar erst kurze Zeit, aber er trägt voll und ganz die Sympathien in sicht" (Bravo!) (Wests. Ztg.) Lokal-Notiz. Gießen, 31. Juli. Nächste Woche wird Herr Pfarrer Lenartz in Lützellinden, der 6 Jahre in Südamerika zugebracht hat, einen Vortrag über seine Erlebntffe und Beobachtungen daselbst in hiesiger Stadt halten. Wer sich für Länder und Völkerkunde interessiit und Vergnügen daran findet, einiges aus seinen Sammlungen (Kolibris und Schmetterlinge von wunderschöner Färbung, Schmuckgegenstände u. dergl.) was zur Illustration vorgelegt wird, zu betrachten, möge diese Gelegenheit einer angenehmen und belehrenden Unterhaltung nicht unbeachtet laffen. Um auch weniger Bemittelten und Schülern den Zutritt zu ermöglichen, ist das Eintrittsgeld auf 60 H für Erwachsene, auf 30 $ für Schüler, festgesetzt worden. Der Ertrag ist für einen milden Zweck (Frauenverein der Gustav-Adolf-Stiftung) bestimmt. v- Gießen, 31. Juli. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag »en 1. August 1878, Nachmittags 4 Uhrr 1. Die Regulirung der Gehalte der Volksschullehrer nach dem Gesetz vom 9. März 1878 2. Die Veräußerung des städtischen Gäßchens am Len zischen Felsenkeller. 3. Gesuch wegen Straßenanlagen u. s. w. in den Schießgärten. 4. Die Ausdehnung der Straßenbeleuchtung. 5. Den Transport der Leichen Verunglückter betreffend. 6. Baugesuch des Christian Lony zu Gießen betreffend. 7. Kostendecreturen. Vermischtes. — Die Verfolgung eines auf eigenem Jagdrevier angeschossenen Wildes nach einem fremden Jagereoier ist nach einem Erkenntnisse des Obertrtbunals vom 14. Juni 1878 wegen unbefugter Ausübung der Jagd aus $ 292 des Str -G -B. zu bestrafen, selbst wenn das angeschossene Wild im fremden Jagdrevier in Folge des Schusses verendet. „Die Jagdfolge, welche in der Verfolgung von angeschofsenem oder angehetztem Wild auf ftemdem Jagdrevier besteht, schließt begreiflich eine Ausübung der Jagd in sich, und diese fällt auch beim Vorhandensein der landrechtlichen Voraussetzungen und Modalitäten (S 130 eeq. des A- L--R. Thl. I. Ttt. 9) in Ermangelung der Erlaubniß des Jagdinhabers unter die Strafbestimmung des § 292 a. a. £)., nachdem durch § 4 des Gesetzes vom 31. October 1848 das Recht der Jagdfolge in Preußen aufgehoben ist. Der Thatbestand des S 292 wird ferner dadurch nicht ausgeschlossen, daß daS im fremden Jagdrevier aufgesuchte Wild dort verendet war. Das ausschließliche Besitznahmerecht des Jagdinhabers, welches § 292 zu schützen bestimmt ist, begreift den gesammten Wtldstand seines Jagdreviers. Es begründet auch keinen Unterschied, ob das daselbst verendete Wild auf einem anderen Jagdrevier angeschossen war. Mit dem Anschießen des Wildes auf dem anderen Jagdrevier durch den dortigen Jagdberccktigten war die Occupation wohl begonnen, aber nicht vollendet. (§ 129 A. L -R- Thl. I. Tit. 9.) Jede weitere auf die Occupation gerichtete Handlung desselben innerhalb des Reviers, wo das Wild gefallen war, enthält einen strafbaren Eingriff in das ausschließliche Occupationsrecht dieses Reoierinhabers, sofern sie nicht ausschließlich in dessen Interesse erfolgte" — (Radicalmittel gegen Trunksucht) Eine Radicalkur gegen die Trunksucht versuchte kürzlich eine Kleinbürgerin in Zarjew, Rußland, an ihrem Ehemann Derselbe ließ sich zu Zeiten gar zu sehr von feinem Hang zu Spirituosen hinreißen und war so kürzlich eine ganze Woche lang ununterbrochen betrunken. Die resolute Frau beschloß endlich, die Entnüchterung ihres Mannes selbst zu leiten, führte ihn in den Getreidespeicher und legte ihn dort mit Hilfe einiger Nachbarn oder Verwandten in Ketten. Den ersten Tag rührte sich der Mann nicht, den zweiten Tag bat er dringend um Branntwein, den dritten noch dringender um Wasser, am vierten Tage vermochte er nur zu stöhnen und — wurde zu seinen Vätern versammelt. Die ob solches Resultats ihrer Kur selbst verdutzt gewordene Frau ist jetzt in Untersuchung gerathen und wird wahrscheinlich kein Patent für ihre neue Heilmethode erhalten. Literarisches. Illustrirte Frauen-Zeitung. (Preis vierteljährlich 2 50 H.) Die neueste Moden-Nummer (27) enthält: Promenaden-, Haus- und elegante Sommer-Anzüge. Einzelne, aus reich ausgestattetem Rock- oder Schoßtaille bestehende Anzüge, Kleider- röcke zu Schooß- oder Blusentaillen, Fichus, Cravaten, Schleifen, Latzschürzen, Staubmantel und Hüte. Unterröcke aus Stoff- und Häkelarbeit. Verschiedene Anzüge, Prinzeßkleider für Mädchen jeden Alters, Hüte und Paletots für kleine Mädchen. Blume in Filet (eine neue Arbeit von der pariser Ausstellung). Decke mit Kreuzstich- Stickerei, Tischplatte in Glasmalerei, Papierkorb mit gestickter Bordüre in senkrechten Stichen auf Leinen, Halbhandschuh in Strick- und Häkelarbeit, gestrickter Strumpf mit Kreuzstich-Stickerei, Einsätze in Tülldurchzug und Spitzen in Häkel-Klöppelarbeit und Tülldurchzug rc. mit 75 Abbildungen; ferner ein colortrtes Modenkupfer. Die neueste Unterhaltungs-Nummer (28) enthält: Santa. Eine corsische Geschichte von F. von Stengel. (Fortsetzung.) — Frauenarbeit und Frauenschmuck auf der Pariser Welt-Ausstellung. Von Julius Lessing. II. — Der Getßbub der Alpen. Von C- K. Struwy- — Aus der Frauenwelt. — Die Damen-Orden und -Ehrenzeichen. Von Max Gritzner. I. Der Schwanen-Orden. — Verschiedenes. — Wirtschaftliches: Das englische Luncheon. (Schluß.) — Briefmappe. — Frauen-Gedenktage. — Ferner folgende Illustrationen: Spruchbild. Von Emil Doepler. — Rast des Geißbuben. Von Konrad Dielitz. — Der brandenburgische Schwanen-Orden. ■ Zu beziehen durch alle Buch- handlungen und Postämter. ■■ Schirraberieht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd T. W. Dietz in G i e ß e n. Newyork, 28. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Rhein, Capt. H. C- Franke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 14. Juli von Bremen und am 16. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen. Besondere Bekanntmachungen Oeffentliche Aufforderung. 4370) Philipp Schlerf von Ullendorf a./Lda. — geboren am 23. Februar 1808 — Sohn des verstorbenen Johann Melchior Schlerf und deffen gleichfalls verlebten Ehefrau Eva, Katharine, geb. Wießner von da hat sich ungefähr im Jahre 1832 aus seiner Heimath entfernt und ist seit dem verschollen. Sein Vermögen wurde seither cura- torisch verwaltet und beträgt dermalen ), Sonnenstraße B. 57. Frischgebrannten reinschmeckenden Java-OafFee I. Qualität per Psd. -X. 1,80, II. „ „ „ „ 1,60 empfiehlt (4605 Robert Stuhl, Marktftr. D. 23. Flaschen zu verkaufen. 4518) J. Rothenberger, Liudenplatz. Das Festcomite. Näheres die Programme. empfiehlt fich L. Weygand in Wetzlar Gärantie^für absolute Reinheit, Der Aueeehuee. 4641) 8 86 4552) ¥-5fc von ? A, 8CKLINA eine Belohnung bei L. Petri II. Mädchen I- Bar naß. finden Arbeit bei Daheim AZ 3 Geld-CourS (3862 geführt von Rm. 16 16 20 16 18 9 * S 4549) [D. F. 8197.] vermtethen und sogleich zu beziehen. Wo sagt die Expcd. d. Bltts.___ Pf. 22—26 22—26 29—34 65—70 65 52-57 17—20 hält sich dem verehrten Publikum zur Besorgung von Annoncen in alle Blätter bestens empfohlen. Aufsetzen der Annoncen be- I sorge recht gerne, wie auch i jede gewünschte Auskunft bcreit- i willigst ertheile. |o C 4632) Ein braoeS Dienstmäochen iuchl ______Carl Becker, Gerber. 4633) Taschentuch verloren, ,ez. L. S. Abzuaeben aegm Belohnung Anlage C- 27. Die soeben erschienene Nr. 42 enthält: Erkämpft. Novelle von M. Frank. (Fortsetzung.) — Ein deutsches Gelebrtenleben Mit dem Bilde: Gauß aus der Terrasse der Göttinger Sternwarte. — Bilder auS den Srvennen. Von A. Ebrard. in. — Die Lichtmühle. Mit Abbildung. — Vor dem Sturm. Histor. Roman von Th. Fontane. (Fortsetzung.) — Drei Freunde. Original- zeichnung von Sonderland. — Am Familien- tiscke: Bücherschau LVII. — Kein zähes Fleisch mehr. — Das erste Mal wieder mit Musik bei Kaisers vorbei. Mit einer illustr. Beilage: Der Congreß im zoologischen Garten zu Berlin. Nach dem Leben. Henkel, Stuhlmacher, Wallthor Nr. 150. d 5 S B 4606) Die noch vorräthigen SommerkleiderstofEe habe im Preise bedeutend herabgesetzt. Roben knappen Maaßes und Reste jederzeit zu außergewöhnlich billigen Preisen. ]fl. vorm. S. Weiniershehn. 7) Zu prompten Lieferungen großer Posten Ringofen-Ziegelsteine, Fa?on» und Verblendsteine re. 4631) Ein tüchtiges, mit guten Zeugnissen versehene« Mädchen gegen hohen Lohn gesucht. Restauration zum ,Stern.* . Tuch und Buckskins für die jetzige Saison in allen Qualitäten empfiehlt unter billigster Bedienung (1916 JLudwiff Marktstrasse 25. Leinene und wollene Turntuche. NB. Aeltere Muster und Reste unter dem Preise. 4639) Die bevorstehenden Festlichkeiten in Gießen geben uns Veranlassung, daselbst eine Niederlage unserer wasserdichten Fahnen, Flaggen und Wimpeln rc. zu errichten, welche Herr W. Eigner dort übernommen hat. Sämmtltche Artikel werden von demselben zu unseren Fabrikpreisen abgegeben, ohne eine Berechnung von Porto rc. htnzutreten zu lassen. Gleichzeitig haben wir genanntem Herrn eine Mustercallection von Jlluminationssachen, als: Ballons, Lampions, Fackeln, Fett- und Wachstöpfe, Transparente rc. übergeben und bitten rechtzeitig durch denselben bestellen zu wollen. Auch empfehlen wir uns zur Anfertigung vo« Abzeichnung für Com- mision, Fahnen nach besonderer Aufgabe, überhaupt olle in unsere Fabrikationszweiae schlagende Artikel und zur Lieferung von Feuerwerk-artikel. Hochachtungsvoll Bonner Zbahnenfabrik. VIII. Turnfest des Gaues liessen am 4. und 5. August jll Butzbach. Mehrere Taglöhncr werden gesucht auf sofort von (4640 Nattmann S» Wcidig. Einladung. 4637) Die evangelische Konferenz für das Großberzogthum Hessen hält Mittwoch den 7. August d. I., Vormittags 11 Uhr, ihre Jahresversammlung zu Frankfurt a. M-, Locol „Zur Rosenau" (Reuterweg). Gegenstand der Verhandlung: Die Kirche und die sociale Frage. Berichterstatter: Professor Dr. Wetffenbach von Gießen. Alle, die sich für die zur Verhandlung gestellte Frage interessiren, sind zur Be- thetltgung freundlichst eingeladen. Der Vorstand. 2 a Oberhessischer Verein für Localgefchichte. Sonntag den 4. August: Vereinsausflug nach Münzenberg. Abiahrt nach Butzbach Vorm-11 Uhr 41 M- Herr Prof. v. Nitgeu hält den Vortrag. vorzügliche Qualitäten ItChlCIl in allen Breiten, Haus- macher u. Damast-Gebilde Zwillch, Barchent, Flaiinieiidrell, staubfreie Bettfedern, Daunen und Bosshaare» Anfertigung vollständiger Betten unter Garantie, zu äusserst billigen Preisen. Jf. Hann, vermischte Anzeigen. Das Anfertigen und Repariren v. Stühlen wird schnell aus- 20 FrancS-Stücke . . . do. in Vi . Englische Souvereigns . Russische Imperiales . . Holländische st. 10-Stücke Ducatm......• Dollars in Gold . . . Carl Scliwaab, Delicatessenhandlung. 6. L. üayeer in Mainz. ' O / Bii Ausstattungen empfehle Geschäfts-Verlegung. 4445) Hierdurch' zeige ick ergebenst an, daß sich mein Cabinet zum Haarschneiden und Rasiren in dtm dem Lindenhof zunächst gelegenen Laden (früher 0. Garn), sowie meine Parfümerie-Handlung ebendaselbst befindet. Ohr. .Frech, Lindenplatz. 4614) Für einen armen, ober braven Knaben, welcher das Schnetderbandwerk zu erlernen wünscht, wird ein Meister gesucht. Näheres auf portofreie Anfragen bei Decan Strack zu Lang-Göns.___________ 4620) Ein kleiner brauner Pinscherhund abhanden gekommen. Dem Wiederbringer Die diesjährige Generalversammlung soL Donnerstag den 1. August, Abends 8 Ubr, im Vereinslocal abgehalten werden. Tagesordnung! 1) Berichterstattung über die Thätigkeit des Verein?, sowie über die Berutzuns der Bibliothek. 2) Rechnungsablage. 3) Beschickung der Wanderoersammlung des schwäbischen Gauverbandis. 4) Vorstand^ wähl. 4638)____________Albach I. Vorstand. 4512) Eme in ebener Lage, etwa i/4 Meile von einer Station der Main- Weser-Bahn entfernt liegende ca. 3000 Morgen große Feldjagd mit bedeutendem Hasen- und Hühnerbkstande, durch die sich auf Va Meile ein Flußbett mit guter Entenjagd hinzieht, ferner dazu gehörende ca. 1300—1400 Morgen um- faffende Waldjagd mit vorzüglichem Nehbestand, ohne hohe Berge, theils mit Hoch-, theils mit Niederwald, beide Jagden ein Ganzes bildend, soll auf acht Jahre, vom 1. September d. I. ab, aus der Hand verpachtet werden. Rkflectanten belieben sich zu wenden an Christ. Rosenberg, Lampen- handlung in Gießen. Reine Petroleum-Fässer bet Parthien franco Bahnhof hier, bezahlt heute mit JL 2.80 per Stück. 4571) Ein Logis mit Werkstätte ist zu vermtethen und alsbald zu beziehen im ______________Darmstädter HauS 4572) Der zweite Stock des von Herrn Wm. L i m p e r t am Asterweg neu erbauten Hauses ist pr. 1. September a. c. mit oder ohne Stallung, Remise und Vurschenzimmer zu ver- miethen. Näheres bei II. Mettenheimer ___________auf dem Kreuz. 1592) Zwei FüMtttenlogiS und eine Mansardenwohnung zu vermiethen. Rkichensand-Bahnhofstraße C. 224. 4216) Ein Laden mit Logis, geräumigem Keller und Lagerraum zu vermtethen und per 1. October d. I. zu beziehen. Lud. Geiß ler Ww., Reichensand-Bahnhossstraße. Wermiethungen. 1634) In meinem neuerbauten Hause ist der Laden mit Wohnung zu vermtethen. ________________________L. Klinkel. 4636) Ein möblirtes Zimmer mtt Ca- binet zu vermtethen. Al'censtraße E. 104. 4569) Gerades Mansardenztmmer mtt ebenso Cabinet, möblirt, zu vermiethen bei Oeconom Wagner, Marburger Straße. " 4431) Schön möbltrtes^/Ztmmer per nächstes Semester zu vermtethen. Frau Salberg, Grünbergeistr. 166,4. 4425) Versetzungshalber ein kleines freundliches Mansardenlogis zu vermiethen bei Gust a v Bergen,verlängerteLudwtgft. 4232) Möblirtes Zimmer zu vermtethen. ________ _ Ltt. E. 88, III. Stock. 3432) Der 2. u. 3. Stock meines Hauses in der Reichensand-Bahnhofsstr., 6 Zimmer, Küche und Zubehör, sowie der untere Stock mtt Laden bis 1. August beziehbar ist zu vermiethen.__Stra ck^ 4567) Möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Gg. Schombcr, Selters weg. 4557) Im Christian Haubach'iaren Hause, Retchens.-Bahnhofstr. sind 2Familienlogis und zwar tm 1. Stock aus 4 Zimmern, Küche 2t., und in der Mansarde aus 3 Zimmern, Küche 2c. bestehend, am 1. October c. beziehbar, an ruhige Familien zu vermiethen. Näheres zu erfragen im __________________________„Weinsaal." 4344) Die Parterre - Wohnung unseres Hauses ist per 1. September er. zu Der* miethen.______E. Friedberger Söhne. 4621) Ein möbl. Zimmer mit Cabinet an einen älteren ruhigen Herrn ober Dame zu vermiethen. Reflectanten wollen ihre Adressen gefl. in der Exped. d. BI. nieder- legen.__________________________________________ 4541) Ein unmödlirtes Zimmer zu vermiethen. Karl Herbert, Nahrungsberg. 3788) Der dritte Stock meines HauseS ist zu vermiethen und am 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu beziehen. ___Dr. Ploch. Etn schönes Familienlogis von 5 Zimmern und allem Zubehör (neu hergerichtst) zu Grosses (Lijerlager in 5 Qualit. Verantwortliche Redaktion: 8. Scheyda. — Druck und Verlag t-ev Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) ta Gießen. Bett RS* Nach dm Gewerbesteuei'gk 26. >' l Z j Pkrsenen nach । Harbach Obbornl v. Rabenau. Londorf Keffelba Odenhar Geilshai Weilers! Rüddintz Allertsh blimbaci Llaufenl Lollar. Nuttersl Mainzla Allenovi Treis a. 2 stimmen. Daubrii Alsfeld. Schaden Deckend, Bleidem Nied.'G, Nied.-O In ben ($ ^chwabenro! Ulrichstein ur rolnis-Laubach 1 Hl. Wahlfikis1 2463 Segen 17i beute eine Wahlkreis n.er (Forlschr.) Mwahrschdn «ehenbeErgebni Dm.) 2500, $ erforderlich oticbbei