^ieigev. "a&Älm Ste Sä55* cht ' 2 3img,er ? U"d -in fflnb ’ " b' 8lttl (3297 Asuih. uunhandiung wird Handschrift. |WJ l’J alsbaldigem «tf* welche den Sßiriuß. ‘n stnd unter K. an nzureichm. Herren ■achern rmit bestens im er Sorten derscliäta leigten Zuspruch. . Moxter. Weg im Hause acker Ww. kämme gesucht. Das d. Bltts Maschinen-Näherin Zu erfragen in der 66-71 65 52-57 17-20 NS ■ stift 20 16 16 16 20-24 16 20-24 32-37 Lours. ren an Nähmaschinen ft. Haubach9 Bahnhofstrasse. ng suLl OBi), Markchrahe. Junge m die Lehre etntt, Schreinemstr. Solkenaasse.__ riöDge* " einer SRcftouratjon 6t In da R'ft»«r-«°lr Theodor Lony, ird-Bahnboftstr-__ en- ' ^Sch«lE ,*. ‘ 5*"5 Jfo. f«4. Mittwoch, den 29. Mai A878. Kießener 'Mnzeiger ANM- Md AmiÄM für im Kreis Gießen. * । ■■■■■■ — ■■■ - ■ — 1 , . - «reifr vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Meda scheint uns, daß derliberale Theil der Nationi H inunmittelbarer, sondern werde durch sieben oder acht zwischen Rom und Mün- Li. Vorbedingung jeder politischen Frecheit. namUch über das Maß der b,t uns h-r-sch-nd-n Berlin v-7k°hr°nd- osficiSse P-rsSnli»k-iten vermittelt, was auch den langsamen Fortschritt der Unterhandlungen erkläre. ') Gefehlt wird von allen Parteien. Deutschland. Darmstadt, 25. Mai. Die zweite Kammer bewilligte heute für bauliche Herstellungen der Amtslokale in Butzbach 30,000, Alsfeld 5500, Friedberg 30,000, Nidda 4000, Schotten 5000, Vilbel 14,500, Nteder-Olm 4000, Wöll- tein 1200 und Wörrstadt 1000 Mk. — Für Mobiliareinrichtungen wurden 48,000, für Bibliothekzwecke der Amtsgerichte 6000 Mk. ausgeworsen. — Die Vorlage der Regierung wegen Vereinigung der Hauptstaatskaste und der Staatschuldentilgungskaste fand Billigung und nahm man dabei die von dem Ausschuß >roponirte Erweiterung der Befugnisse des landständtschen Controleurs an. Berlin, 24. Mai. Das Resultat der Abstimmung über die Socialisten- vorlage hat nicht überrascht; es ist mit ziemlicher Gewißheit vorausberechnet worden. Gleich nach der Sitzung haben die verschiedenen Bevollmächtigten zum Bundesrathe dasselbe ihren Regierungen aus telegraphischem Wege mitgetheilt. Man ist gespannt aus die Folgen, welche diese Abstimmung nach sich ziehen wird. Die Frage der Auflösung des Reichstags ist wenigstens in parlamentarischen Kreisen noch nicht von der Tagesordnung verschwunden; vor wenigen Tagen noch haben indesten Personen, welche der Regierung nahe stehen, versichert, daß an Derartiges nicht gedacht werde. Dagegen bleibt anzunehmen, daß die Negierung der Aufforderung, die gesetzlichen Mittel in vollem Umfange anzuwenden, um Ausschreitungen auf dem Gebiete der Preste und des Vereins- wesens entgegenzutreten, in vollstem Umfange nachkommen wird. — Wie die Socialdemokraten sich den Zuständen gegenüber verhalten würden, welche die preußische Regierung zu schaffen beabsichtigte, ersieht man aus folgender Auslastung der „Berl. Fr. Pr." : „Man verbiete unsere Versammlungen; gut, dann treten wir in die bürgerlichen Bezirksvereine ein und tragen unsere Lehren dort vor. Jede Werkstatt, jeder Keller, jede Dachwohnung , jede Kneipe bietet uns ein Mittel zur Agitation; wir werden diese Mittel energisch im Geheimen benutzen, wenn man unsere öffentliche Agitation unmöglich macht; außerdem würde unseren Agitatoren eine längere Ruhepause (Sommerserien) zur Erholung und Kräftigung recht dienlich sein. Das sollten die Gegner doch längst eingesehen haben; mit solchen kleinlichen Polizeimaßregeln ist einer großen, weltgeschichtlichen Idee nicht beizukommen." — Der „Courrier de Jtalie" schreibt, die Unterhandlungen zwischen dem Vatican und der deutschen Regierung seien keineswegs unterbrochen worden. Fürst Bismarck habe den Wunsch ausgedrückt, der päpstliche Stuhl möge, nachdem die Maigesetze in einer für beide Theile ehrenvollen Weise abgeändert sein würden, grundsätzlich anerkennen, daß die deutsche Regierung das Recht gehabt, dieselben zu erlaßen. Diesen Vorschlag habe der Papst abgelehnt, weil derselbe den heiligen Stuhl, der jene Gesetze verurtheilt habe, in Widerspruch mit sich selbst setzen würde, doch habe er den Gegenvorschlag gemacht, zu der die Beziehungen des Vaticans mit den nichtkatholischen Staaten regelnden Convention uom Jahre 1815 zurückzukehren unter Abänderung der für die Gegenwart nicht mehr angemestenen Theile derselben. So das genannte Blatt, welches außerdem Gesche zu, welches den Inhabern deS eisernen Kreuzes nach Analogie der Bestimmungen , aus den Freiheitskriegen einen wohlverdienten Ehrensold sichert. Sodann genehmigte er die Uebertragung einer Reihe früherer JnvaliDenpensionen der Einzelstaaten auf den Jnvaliden- fonds. Auch die Anwaltsordnung passirte in einer Form die dritte Lesung, welche nach Annahme eines Lasker'schen Compromißantrages trotz einer noch bestehen bleibenden kleineren Differenz das Gesetz für die Regierung acceptabel macht. Desgleichen wurde das Gerichtskost enge setz gegen den Widerspruch der Badenser und Würtemberger angenommen. Bon den beiden Gesetzen zur Gewerbeordnung kam nur das erstere in den sicheren Hafen, und auch dies nur mit Verlust der Bestimmung über das Verbot der Sonntags-Arbeit in Fabriken und bei Bauten. Wir fürchten, daß in der jetzigen schwächlichen Fassung die Bestimmung, daß der Arbeiter nicht zur Sonntagsarbeit verpflichtet werden kann, nur ungenügenden Schutz gewähren wird gegen den Egoismus einzelner Arbeitgeber wie gegen den bösen Willen vieler Arbeiter, welcher den Werth eines geregelten Lebens und angemessener Pausen in der Arbeit nicht genügend würdigen und gern am Sonntag arbeiten, um das höhere Verdienst dann verlumpen zu können. Wichtiger wäre es freilich noch, wenn es ein wirksames Mittel gäbe, der Unreellität im Handwerkerstande, die mit der Sonntagsarbeit und dem blauen Montag so innig zusammenhängt, entgegenzutreten. Das alles hat mit der geschwächten puritanischen Sabbathfeier viel weniger zu thun als mit reinwirthschaftlichen und humanen Erwägungen. Die andere Ergänzung der Gewerbeordnung, die Bestimmungen über zu creirende Gewerbegerichte betreffend, scheiterte ganz an der verhältnißmäßig nebensächlichen Bestimmung über das Bestätigungsrecht der Vorsitzenden dieser Gerichte, welches die Regierung für sick wünschte und über welches sich der Reichstag nicht einigen konnte. Der Umstand daß alle Anträge und schließlich auch der betreffende Paragraph mit kleinen Majoritäten verworfen wurde, wirft ein eigenthümliches Licht auf die Klärung der Ansichten in diesen Dingen und den Berus dieses Reichstages zur socialen Gesetzgebung. . . ( Von wichtigeren Vorlagen kamen leider nicht mehr zur Verhandlung das Gesetz über die Nahrungsmittelverfälschung, welches durch die Commission in eine sehr wohl annehmbare Verfassung gebracht worden war, und das Gesetz über vie Einschränkung der Schauk- Concessionen, welches wohl geeignet gewesen wäre, die Quelle mancher socialen Ucbelstande zu verstopfen. Fertig dagegen wurde noch das Gesetz über die Aenderung der S er v iss atze für eine Anzahl von Orten, wobei die von der Reichsregierung in dem früheren Gesetze gestrichene Notwendigkeit 5jährigcr Revisionen wieder hergestellt wurde, so daß die Mängel, die dem ietziaen Geictze noch ankleben, doch in bestimmter Frist auf Abhülfe hoffen dürfen. Wenden wir uns jetzt zu der hochwichtigen Debatte der beiden letzten Tage, so ist es im Ganzen ein sehr wenig erquickliches Bild, welches uns entgegentritt. Peccalur intra et extra muros*) ttab die Einzigen, welche dabei ihre Freude haben, find grade diejenigen, Denen man dabei entge entreten wollte, die Socialdemokraten selbst. Wir wollen hier gleich bemerken, da wir das Vorgehen der Regierung resp. den von ihr vorgelegten Gesetzentwurf nicht billigen könne und wohl glauben, daß die liberalen Parteien ihn so nicht anuehmen konnten. Zweifelhaft t uns nur, ob diese bauernd negative Haltung grade der ausschlaggebenden nationalliberalen Partei eine im sachlichen und Partei-Interesse correcte ist. Prüfen wir kurz einige der Hauptschlagworte, mit welchen gegen dieses Gesetz operirt wird, auf ihren wahren Werth. Geistige Bewegungen sollen nickt mit materieller Gewalt unterdrückt werden können. Dies ist nur eine halbe Wahrheit und gilt noch nicht einmal von berechtigten geistigen Bewegungen, wie die Gegen-Reformation mit dem Resultate beweist, daß große Gebiete, Die seiner Zeit protestantisch waren, mit Gewalt wieder katholisch gemacht wurden und es bis heute geblieben find. Es nutze nichts, die äußeren Symptome einer solchen geistigen Krankheit zu ""^drucken, daß Gift freffe dann im Innern um so gefährlicher weiter. Ganz gewiß, wenn solche Ausnahmegesetze das Einzige wären, was geschehen sollte. Allein man soll gleichzeitig die Quellen abgraben und d»* Fluthen eindämmen, gleichzeitig das Feuer löschen und die feuergefährliche Construction des Hauses und sonstige Ursachen des Feuers beseitigen. Wollte man aber bloß die beiden letzten langwierigen Processe verfolgen, so könnte es leicht kommen, daß inzwischen die Fluth oder das Feuer Alles zerstört hätte. Drum muß man im gegebenen Moment auch zu Den raschen Vorbeugungs-Maßregeln greifen. Aber es sinD doch Ausnahmemaßregeln? Es sind aber auch Ausnahmezustände. Man zerstört damit die kargen Reste von Freiheit, die wir besitzen. In Hunderten von Zeitungen und Versammlungen wird Alles, was uns heilig und werth ist, tagtäglich in den Koth gezogen, wird die Volksseele in schmählichster Weise vergiftet, und da klagt man noch über zu karge Freiheit! Wir behaupten dagegen, daß unsere gegenwärtigen Gesetze jedem anständigen Streben nach öffentlicher Wirksamkeit im Dienste des Volkes mehr als genug Raum lassen und daß wir in dieser Beziehung stellenweise viel toleranter sind als Frankreich und England: man Denke nur an das Verbot der Voltaire-Feier und an irländische Zustände, sowie an das Preßverbot politischen Bildung und des activen Patriotismus befindet. Wenn die Sicherheit vorhanden Parlamenrartscye Wocyenicyau. wäre, daß der geunde Sinn der Nation alle solche Verirrungen mit Abscheu von sich wiese, ja Berlin, 24. Mai. Bevor wir auf den im Vordergrund aller politischen könnte man die Dinge wohl gehen lassen, wie sie gehen. Aber die coloffale Anzahl der Erwägungen stehenden Gegenstand, das Soctalistengesetz, übergehen, sei noch kurz Der Reichsfeinde sollte uns doch eines Bessern belehren. Warum denn nun dies Gesetz nicht Gesetze gedacht, welche der Reichstag in dieser Woche definitiv erledigte. Zunächst stimmte er annet)men ? Da kommt der traurigste Punkt unserer Lagr zur Sprache. Man könnte dies nur, " ' 1 ° Ä ° wenn das größte Vertrauen zur Regierung herrschte, denn alle Widersinnigkeiten der Vorlage allen weg, wenn das Gesetz maßvoll und vernünftig angewandt wirv. Wer kann aber bei den nomentanen Zuständen dieS Vertrauen haben? Zwar scheint Falks Stellung wieder gesichert — die Angriffe der Ultramontanen sprechen ja dafür — aber auf wie lange? Ehe wir m der preußischen uub Reichsregierung keine consolidirten Zustände haben, werden wir auch diese inneren Feinde des Reichs, wie sie der Gesetzentwurf treffen wollte, nickt mit Erfolg bekämpfen können. Berlin, 25. Mai. Der nunmehr geschlossene Reichstag war in bet' letzten Session 91 Tage versammelt und hat 56 Plenarsitzungen abgehalten. Die Reichsregierung hat ihm 35 Gesetzentwürfe und 5 Verträge vorgelegt, von welchen ersteren 9 und von den letzteren einer, der rumänische, unerledigt geblieben sind. Ein Gesetzentwurf (der gegen die Socialisten) wurde abgelehnt. Die Zahl der Interpellationen betrug 9, davon ist eine unerledigt. Die Zahl der Anträge 34, davon blieben 15 unerledigt. Petitionen sind 1495 eingebracht, von denen die meisten erledigt und nur 392 wegen Schluffes der Session nicht zur Berathung gelangen konnten. Berlin. Gegen die aus preuß. Gymnasien und Realschulen entstandenen Schülerverbindungen soll mit ganzer Strenge eingeschritten, auch sollen die Schüler, welche trotz aller ergangenen Mahnungen sich zu jenen untersagten Verbindungen halten, sofort entlasten werden. In dem Äbgangszeugniß ist der Grund der Entfernung anzuzeben und der also Entfernte nicht eher in eine andere Schule aufzunehmen, als bis der Director von dem früheren Director Erkundigung eingezogen hat, ob, trotz des Fehltritts, Anlagen und Fleiß wahrzunehmen sind. Sämmtliche etngezogene Erkundigungen sind bei der Wiederaufnahme maßgebend und außerdem ist dem Aufgenommenen in geeigneter Weise Vorhaltung dahin zu machen, daß ein Versuch zur Erneuerung des Wiedereintritts in eine also verpönte Verbindung die unbedingte Entfernung von der Anstalt nach sich ziehen wird. Kiel, 25. Mat. Zur sorgfältigen und vielseitigen Ausbildung unserer Marine-Mannschaften müsten auch die jeden Sommer strttfindenden Taucherübungen gerechnet werden. Ein Zwang, an denselben theilzunehmen, besteht nicht. Die sich freiwillig zu dieser Uebung verstehen, werden vorher einer genauen ärztlichen Untersuchung unterworfen und namentlich alle Brustschwachen unbedingt zurückgewiesen. Dem Beginn der praktischen Uebungen geht eine mehrtägige Instruction über die Construction der Taucherapparate sowohl, wie über die beim Tauchen zu beobachtenden Verhaltungsmaßregeln voraus. Die Taucher müsten Kohlen, Eisenstücke uud andere hineingeworfene Gegenstände vom Grunde des Meeres heraufholen. Während dieselben es Anfangs nicht länger als fünf Minuten unter dem Master aushalten können, bringen sie es bei fortgesetzter Uebung nicht selten zu einer solchen Fertigkeit, daß sie eine Stunde und darüber in der Tiefe verweilen. Eine solche Leistung wird mit 3 Mk. vergütet; jedoch ist dafür gesorgt, daß einzelne, besonders geschickte Taucher daraus nicht etwa zum Schaden ihrer Gesundheit ein Gewerbe machen können, indem bei der großen Anzahl der designtrten Thetlnehmer erst in Zwischenpausen von 6 bis 8 Tagen an Jeden wieder die Reihe kommt. AranLreich. Paris, 24. Mat. Zu der kürzlich veröffentlichten amtlichen Statistik der französischen Bevölkerungsverhältniffe im Jahre 1876 bemerkt Herr Paul Lecoy-Beaulieu im „Journal des D6bats" : Alles in Allem ist dieser Ausweis weder besonders betrübend, noch besonders tröstlich. Ec läßt keine ausgesprochene neue Tendenz erkennen, sei es im Sinne der Verjüngung oder der Entartung. Unser Volk bewahrt die alten charakteristischen Züge: es verhet- rathet sich ohne besondere Lust oder Elfer; es hat wenig legitime und auch wenig natürliche Kinder; in den Sterblichkeils-Ziffern gibt es zu keiner besonderen Wahrnehmung Anlaß; es vermehrt sich gerade genug, um nicht von einer plötzlichen Abnahme überrascht zu werden; aber die belgischen Bevölkerungen des Nordens, die Bretonen und die Bergbewohner von 7 oder 8 mittleren Departements brauchten nur die Gewohnheiten der übrigen Franzosen anzunehmen und die Bevölkerung des Landes würde alljährlich um einige Tausend Einwohner zurückzehen. Ein Jeder, scheint es, strebt nach bescheiden bürgerlichem Wohlstand, nach einem Wohlergehen, welches lediglich auf Sparsamkeit und aus der geringen Zahl der Thetlnehmer an den Erbschaften beruht. So lebt man ruhig und vielleicht sogar glücklich dahin; aber man gewinnt nicht an Größe, man glänzt nicht eben nach Außen und inmitten des rings um uns in beiden Welten überströmenden Lebens kommt man sich der betriebsamen modernen Gesellschaft gegenüber wie jener müßige Rentner vor, dec sich wundert, daß er mit demselben Vermögen alle Jahre relativ ärmer wird und in immer mittelmäßigere Verhältnisse verfällt. Paris, 26. Mai. Die „Agence Havas" meldet aus Barcelona: Eine Bande von 58 Bewaffneten, welche in Catalonien eingedrungen war, wurde gezwungen, wieder über die Grenze zurückzugehen, ohne daß sie irgend welchen Zuwachs erhalten konnte. Autztand. Petersburg, 26. Mai. Ueber das Befinden des Fürsten Gortschakoff verlautet, daß die Schmerzen nachgelaffen haben, aber die Schwäche und Schlaflosigkeit sortdauern. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr» Gorresp»ndenz-Vurean» Paris, 27. Mai. Das „Journal des D6bats" will erfahren haben, daß die Emladungen zum Congreß bereits gestern erlasten worden seien. Wien, 27. Mat. Andraffy wird wahrscheinlich morgen den Delegationen gegenüber in einem Expose die Inanspruchnahme des bewilligten 60-Millionen-Credits motiviren. London, 27. Mai. Das Thurmschiff „Monarch" ist nach dem Mittelmeer abgegangen. — „Times" meldet aus Philadelphia vom 26. d.: die Ruffen machten in Amerika Bestellungen auf Torpedos. — Heute findet abermals Cabinetsrath zur Berathung der Mittheilungen Schuwaloff's statt. Alle Gerüchte über Uneinigkeiten im Cabinet, wie die angebliche Demission Northcote's und Smith's, entbehren der Begründung. — Einem Telegramm der „Times" aus Wien zufolge wäre die Schwierigkeit betreffs Vorlegung des ganzen Vertrages von San Stefano überwunden, indem die Einladung zum Congreß so sormulirt werde, daß dieselbe die Garantie für freie Discusston des ganzen Vertrages von San Stefano enthalte. Als Termin des Zusammentretens des Congreffes sei von Oesterreich der 11. Juni propo- nirt; Frankreich habe sich diesem Vorschläge angeschloffen. „Times" bemerkt bezüglich der vorstehenden Angaben, daß sie Grund habe zu glauben, dieselben seien im Wesentlichen richtig. Die Einladungen zum Congreß würden erst crlaffen, wenn die Unterhandlungen zwischen England und ^Rußland etwas weiter gediehen seien, aber es sei kein Grund vorhanden, ein Scheitern derselben zu besorgen. Die Präliminarforderungen Englands seien auf alle Fälle im Großen und Ganzen zugestanden. Petersburg, 27. Mai. Der Reichskanzler Gortschakoff hat heute das Bett wieder verlassen. — Die „Agence Russe" schreibt: Die Situation im Allgemeinen wird in der Verständigung günstigem Sinne ausgefaßt. Die Besetzung Adalkalehs durch Oesterreich im Einoerständniß mit den Mächten erfolgt, um Hemmnissen der Donauschifffahrt vorzubeugen. Der Congreß wird die Frage der Besetzung von türkischen Provinzen regeln. Berlin, 27. Mat. Die Nachricht der „Agence Havas", daß die Zustimmung Oesterreichs zur event. Congreßeinladung noch im Rückstand sei, wird von unterrichteter Seite als falsch bezeichnet. An Oesterreich ist in erster Linie die vertrauliche Anfrage wegen seiner event. Betheiligung ergangen und dieselbe in Wien zustimmend beantwortet worden. — Das vereinzelt an der Börse verbreitete Gerücht von einem Attentat auf den deutschen Kronprinzen ist ohne jeden Anhalt; nirgends an kompetenten Stellen liegt eine derartige Nachricht vor. — Die Meldung auswärtiger Zeitungen von einer Störung der freundlichen Beziehungen zwischen Deutschland und China wird von bestunterrichteter Sette für vollständig unwahr erklärt; der deutsche Gesandte in Peking hat lediglich eine Urlaubsreise angetreten. Stuttgart, 27. Mai. Erzherzog Albrecht von Oesterreich ist heute hier angekommen und verweilt einige Tage zum Besuch der königlichen Familie. Wien, 27. Mai. Die „Wiener Abendpost" schreibt: Die Meldung des „Journal des D6bats", daß die Conferenz als gesichert zu 'betrachten und bereits formelle Emlrdungen zur Beschickung derselben ergangen seien, wird heute von mehreren Seiten bestätigt. Wie es scheint, ist (was ebenfalls bereits gemeldet wurde) das Datum des 11. Juni für den Zusammentritt des Con- gresses in Aussicht genommen. — Die „Polit. Corresp." will erfahren haben, daß das Zustandekommen des europäischen Congreffes als definitiv gesichert anzusehen sei; derselbe werde in Berlin zusammentreten und sei (wie bereits mehrfach gemeldet) als Eröffnungstag der 11. Juni in Aussicht genommen. London, 27. Mai. Im Unterhause erklärte Schatzkanzler Northcote auf Befragen Hartington's: Ec sei noch nicht in der Lage, Details über dir Unterhandlungen mitzutheilen, dürfe jedoch sagen, daß während der letzten Tage die Aussichten des Congreffes wesentlich besser geworden seien- (Beifall.) London, 27. Mai, Abends. Im Oberhause gab Salisbury auf Befragen Cardwell's eine Erklärung ab, die der von Northcote im anderen Hause abgegebenen analog war. Redesdale wollte hierauf das Gerücht, wonach Rußland auf Abtretung von Rumänisch-Beffarabien beharre, zur Discusston bringen, indem er ausführte, es sei dies eine Sache von großer Wichtigkeit nicht nur für die Pariser Vertragsmächte, sondern für jedes Land und jeden civiltfirten Staat. Somerset beantragte den Ordnungsruf, weil Redesdale die Interpellation nicht angekündigt habe. Damit war die Sache erledigt. Wien, 27. Mai, Abends. Die „Preffe" meldet: Andraffy begibt sich am 8. Juni nach Berlin zu dem am 11 Jrni beginnenden Congreffe. Bukarest, 27. Mai. Fürst Karl ist heute Abend hierher zurückgekehrt. Nom, 27. Mai. Die „Opinione" unternimmt in einem Artikel den Nachweis, daß die französischen Kammern verpflichtet sind, den Handelsvertrag zu discutiren; jede bedingungsweise Votirung, jeder Antrag auf W edereröffnung Der Unterhandlungen wäre gleichbedeutend, ja schlimmer, als die absolute Verwerfung. Minister Say sei persö üich engagirt, die Genehmigung des Vertrages durchzusetzen, denn er sei Finanzminister gewesen im Cabinet Buffet, als die Verhandlungen eröffnet, und im Ministerium Simon in dem Augenblicke, wo dieselben wiederaufgenommen wurden. Das gegenwärtige Cabinet habe die Verantwortlichkeit bezüglich des Vertrages übernommen; die internationale Loyalität lege ihm die Pflicht auf, die Annahme desselben durchzusetzen. Die „Opinione" hofft, daß die französischen Kammern, eindringliche Vorstellungen, sowie die mit dieser Frage verbundenen Jntereffen berücksichtigend, den Vertrag annehmen werden. Ein anderweitiges Verhalten würde ernste Folgen für die Beziehungen zwischen den beiden betheiligten Ländern haben. Konstantinopel, 26. Mai. Der russische Commtffär in Bulgarien, General Dondukoff Korsakoff, begibt sich demnächst nach Philippopel. Said Pascha wurde zum Präsidenten der Untersuchungs-Commission über die Ereignisse im Tscheraaan-Palast ernannt. Es sind neuerdings Verhaftungen vorgenommen worden. Das Ministerium des Auswärtigen und das Großvezirat wurden wieder auf der Pforte inftallirt. Schakir Pascha ist nach Petersburg abgereist. Petersburg, 27. Mai. Die event. Besetzung der Donauinsel Adakaleh durch Oesterreich dürfte keine Schwierigkeiten Hervorrufen, da dieselbe nach der „Agence Russe" schon auf früheren Combinationen zu beruhen scheint. Vermischtes. Frankfurt, 27. Mat. Das Main-User bot gestern Mittag von der alten Brücke abwärts einen interessanten Anblick. Kopf an Kopf stand die Menschen-Menge, unverwandten Blickes nach der festlich geschmückten Main-Insel schauend, aus welcher der strebsame Ruder-Verein seine Boot-Statecn hat. Es galt einer Regatta. Die auswärtigen Gäste, welche ihre Kräfte mit den heimischen messen wollten, wurden von den Mitgliedern des Vereins lebhaft begrüßt. Um drei Uhr fand die erste Wettfahrt in vterruderigen Outrtgged Gigs, Cours 3600 Meter, statt. Hiezu waren zwei Boote angemeldet: Die „Stadt Zürich" des Offenbacher Ruder-Verein« und „Adolf" deS Frankfurter Ruder-Vereins. Ersterer legte die Strecke in 19^ Minuten zurück, während Letzterer, weil ein Ruderer plötzlich unwohl wurde, den Kampf betgeben und beilegen mußte. Die zweite Wettfahrt in zweirudrtgen Qutrtgged-Booten, Cours 1800 Meter, wurde zwischen der „Welle" lGteßener Ruder-Gesellschaft) und „Castor" und „Schah" (Frankfurter Ruder-Verein) ausgeführt. »Castor" erreichte das Ziel in 9.50 Minuten, Schah in 10.85.*) Zu der dritten Wettfahrt in oierrudertgen deutschen Booten, CourS 1800 Meter, hatten sich der Mannheimer Ruder-Club mit der „Badenta", der Mannheimer Ruder-Verein „Amicttta" mit dem gleichnamigen Boot und der Offenbacher Ruder-Verein gemeldet. Als Sieger kam Offenbach in 8.50 Minuten und al« zweite in 9.7 die „Badenia". Da der Offenbacher Ruder-Verein dtSloctrt hatte, so sollte die Fahrt noch einmal stattfinden, doch verständigten sich später die Betheiligten und überließen Offenbach den Preis. Die fünfte Wettfahrt in vtercudrigen inrigged Gigs ging von der Gerber-Mühle ab, Cours 3000 Meter; die beiden Rivalen Gießener Ruder- Gesellschaft mit dem Boot „Stör" und der Coblenzer Ruder-Club mit dem „Orlow" legten die Strecke, Letztere in 11.24 Minuten, Erstere in 12.7 Minuten zurück. Bei der fünften Fahrt erschienen beim Starter der Mannheimer Verein „Amicitta" mit dem „Wilhelm", der Würzburger Ruder-Verein mit dem „Pfeil" und die Gießener Gesellschaft mit dem „Vorwärts". Die Distanz betrug 3600 Meter. Der Kampf zwischen den beiden erstgenannten Rivalen war ein sehr heißer. Es siegte jedoch Würzburg mit 19.30 Minuten gegen „Amicitia", welche 20 25 Minuten zu dem CourS brauchte. Auf die Schluß-Wettfahrt in sechsrudertgen Inrigged - Booten um den großen Ehren-Prets, gestiftet von Freunden des hiesigen Vereins, waren Aller Augen gerichtet. An der Abfahrt-Stelle erschienen „Good Hope" des Mannheimer Ruder-Clubs, „Jacoba" und *) Wo blieb die Welle? Neugierige Frage deS Setzerlehrlings. d »'S to Ä Ttil« ‘*" U »uthoiitmi selbe, um leine 1 -LZ einen MW® SSK Proceß anjustren Rechtsweg zu oei interessirte Frage - Vom i Milte Mat bis u ca. acht Tagen- Mrwetse und b seine Küche fast । wenigen Inserier großen Segen; d Forstes, indem i- ausgedehntesten! begreiflich, daß d weil dieselben be> doch nur wenig d weittgem Inhalte Minuten mußten Inhalt eine« dritte erscheint der Kucke velzarttq ausseher Bauchhöble noch d bleibt. Hierin ist ist und sich auch st nur nach bestimm kleinen und kleinst, ist dabei die Art, Inneres er direct Adolf Müllers u. ersehenen Nestes ai schalig - in den Wiege. Nach der Statten, welche st daß er dabet Ver tnhaltes ein gemö Ich 3327) Abt, Latrü GL) Träger, schienen, Le $rt und Punff —-----Ä» im von 1 ß Herren: Mllkll- i ln ^ßer Auswa 3266) An neu, y und einem Ä" H°usgar nS9 zu verkau -Nmäbet bet , lang, M°l2lie absolute Ver- az des Vertrages Bcht, als die AazenMe, wo »et habe die btt internationale urchchtzen. Die icht Volßellungen, gend, den Vertrag st Wa b" sir in Sulgarien, über dieErergmffe wen vorgenommen toW * ,'g «rSbnrg «tgM a biefelbe 611 'ti*S et ”e ® lir|)en von Gettfahrt die erste s 8oOtt a waren A-u bt8 8 ^jf&renb -ikiebe" Lg Mtet' 6°UlVnb,W astol M Minuten' itl in O ^ Tours *11- lob der , .[jtitt Sn ^Ldie l bitte' b über- n i0Äer ^rt; ‘Ä"i 'S»!!",-iS w* ®6'tf iabs' "*5 tngs- »sj*,, ■w»; ■ä,?6 B* ■-ÄÄ 'in™ Attentat “»Winten U bit franb. l” P'klii, "SM-n gnmilit. JDie Meldung betrachten und 7 seien, wird ebenfalls bereits "tritt des Con- 8ufanMommen 1 i derselbe werde eldch als Eeöff- -anjler Northcote Details übet, dir der letzten Tage t'Schll.) !lisbury aus Br« m anderen Hause ht, wonach Ruß- scusston bringen, >tigkeit nicht nur jeden cioWten sdalr die Inter- igt. tdraßy begibt sich ionzresse. d hierher zurück- „Falke" des Frankfurter Ruder-Verein», lauter ausgesuchte Race-Mannschaft. Distanz 3600 Meter. Pfeilschnell flogen die Boote dahin, bald hatte das eine, bald daS andere einen Vorsprung. Der Steg schwankte bis zum Ziele; denn die siegende „Jacoba", welche den Cours in 16 Minuten zurücklegte, war hart von „Good Hope" gedrängt, der 16.15 Minuten gebrauchte. Die ungeheuere Menschenmenge gab ihren Beifall durch laute Zurufe kund. Am Abend fand eine Illumination mit bengalischer Beleuchtung der Insel statt. — Ein Tag aus dem Leben eines Fürsten. Im Feuilleton des Wiener „Fremden- blattes" lesen wir folgende offenbar den Fürsten Rudolf Lichtenstein betreffende Geschichte: Ein Proceß, der demnächst die Aristokratie fesseln dürfte, ist ganz besonderer Art. Der Träger eines fürstlichen Namens und katholische Besitzer eines Ftdetcommtsses hatte vor einem Jahre im Handumdrehen seine Religion gewechselt und ist aus einem Katholiken ein Protestant geworden, wie aber ebenso im Handumdrehen wieder vom Protestantismus zur katholischen Kirche übergetreten. Zur Erklärung diene daß derselbe, um seine jetzige Gemahlin noch bet Lebzeiten seiner geschiedenen früheren Gattin hetrathen zu können, „in§ Ausland", nach Siebenbürgen gereist war, dort für einen Tag — den der Trauung — Protestant wurde, Tags darauf aber sofort wieder zum Glauben seiner Stammväter zurückgekehrt ist. Dieser „Ein Tag aus dem Leben eines Fürsten" soll für ihn verhängntßooll werden, denn, wie verlautet, gedenken die Verwandten desselben, kraft des Fideicommiß-Statutes, laut welchem das Erbe nur auf einen katholischen Nachfolger übergehen kann, den jetzigen Besitzer desselben wegen seines ephemeren Uebertrtttes zu einer anderen Kirche als erboerlusttg erklären zu lasten. Cheoalereskerwetse aber sträubt sich der Bruder als nächster Agnat des Besitzers, den Procetz anzustrengen, während die anderen Familtenglteder ernstlich gesonnen sind, den Rechtsweg zu betreten und die jedenfalls vom juristischen Standpunkte aus nicht um interessirte Frage einer richterlichen Entscheidung oorzulegen. — Vom westlichen Taunus, 21. Mai. Das Kuckucksweibchen legt von Mitte Mat bis ungefähr Mitte Juni seine Eier, und zwar nur in Zwischenräumen von ca. acht Tagen. Diese auffallende, aber sichere Thatsache hängt unzweifelhaft mit der Nährweise und der Magenbeschaffenheit des Vogels zusammen. Der Kuckuck versorgt seine Küche fast ausschließlich mit jenen langhaarigen Raupen, die von nur äußerst wenigen Jnsectenfressern berührt werden. Dadurch wird er unseren Wäldern zum großen Segen; denn gerade unter jenen Fressern finden sich die schlimmsten Feinde des Forstes, indem z. B. die hierher gehörige Nonne und die Processtonsraupe häufig die ausgedehntesten Verheerungen anrichten. Diese Art des Nahrungsmatertals macht es begreiflich, daß der Vogel eine ganze Unzahl von einzelnen Thteren verschlingen muß, weil dieselben bei verhältntßmäßig bedeutendem Körperumfang an wirklichem Nährstoff doch nur wenig darbteten. In einem erlegten Kuckuck fand Dr. Altum außer anderweitigem Inhalte 97 zum Drttttheile erwachsene Processionsraupen, die erst vor einigen Minuten mußten verzehrt worden sein, in einem anderen 43 entwickelte. Der Mageninhalt eines dritten wies 173 Stück sieben Linien langer Raupen auf. In Folge dessen erscheint der Kuckucksmagen, dessen innere Wände von etngebohrten Haaren förmlich pelzartig aussehen, in ungewöhnlicher Größe und beschränkt die an sich schon enge Bauchhöhle noch der Art, daß für den Eierstock nur ein kaum genügender Raum übrig bleibt. Hierin ist es begründet, datz das Kuckuckset im Verhältnttz zum Vogel sehr klein ist und sich auch so langsam entwickelt, datz, wie bereits bemerkt, die Eierlage jedesmal nur nach bestimmten Pausen stattfinden kann. Daß der Kuckuck seine Eier unseren kleinen und kleinsten Singvögeln überliefert, ist allgemein bekannt. Don hohem Interesse ist dabei die Art, wie er's fertig bringt, auch diejenigen Nester zu belegen, deren Inneres er dtrect unbedingt nicht erreichen kann. Nach der genauen Beobachtung Adolf Müllers u. A. legt er in diesem Falle sein Ei in unmittelbarer Nähe des ausersehenen Nestes auf die Erde, nimmt dasselbe vorsichtig — es ist außerordentlich dünnschalig — in den weitgeöffneten Schnabel und placirt's auf diese Weise in die kleine Wiege. Nach demselben Forscher besucht der weibliche Kuckuck dann und wann die Stätten, welche seine Nachkommenschaft beherbergen, und es ist nicht unwahrscheinlich, datz er dabei Veranlassung nimmt, seinem Kinde durch Entfernen des übrigen Nest- tnhaltes ein gemächlicheres Bett und — einen reichlicher besetzten Tisch zu verschaffen. (Rh. K.) < < aJ $ a T *8' 21 •s;öZaL Astern wurde die Ausstellung von 85,702 zahlenden Personen besucht. 11,077 Personen fanden ferner Eintritt mit Abonnements-und Ausstellerkarten. Die Republtque Fran?aise beschwert sich seit vierzehn Tagen wiederholt darüber, daß die Säle für bte alte französische und für die alte ausländische Kunst in den Galerieen des Trocadero noch immer leer sind, da die Sammlungen sich weigern, ihr Kunstschätze herzugeben, so lange noch keine Schutzhülle gegen die Sonnenstrahlen und Sonnenhitze hergestellt ist. Die Architekten kümmern sich mehr um den Eindruck des äußeren Baues, als um den Schutz der Gegenstände im Innern und finden eine Schutzhülle unschön. Daher ein langwieriger Conflict. — Gestern Abend um 6 Uhr wurde der vom Marsfelde nach Paris abfahrende Zug durch Signale bei dem Bahnhof von Grenelle zum Stehen gebracht. Die Steigung ist auf dieser Stelle sehr beträchtlich Als der Mechaniker bei freier Bahn weiter fahren wollte, mußte er drei Mal zurückfahren, um die Steigung zu bewältigen. Beim dritten Male gelang es ihm, vorwärts zu kommen, aber die zwei letzten Waggons lösten sich los und rollten zum Bahnhof des Marsfeldes zurück, wo sie mit der Locomotive eines zweiten heranfahrenden Zuges zusammenstießen. Obgleich der Stoß nicht sehr heftig war, so bemächtigte sich doch der Reisenden eine furchtbare Angst und sie sprangen erschreckt auf die Bahn trotz der Bemühungen des Bahnpersonals. Bei dieser Gelegenheit wurden neun Personen verletzt, zwei gefährlich; eine Dame brach das Handgelenk, ein Mann den Schenkelknochen. Letzterer war von der Imperiale des Wagens herabgesprungen. _ „Sehirraberleht. Mitgethetlt von dem Agenten be8 Norddeutschen Lloyd G. W. Dietz in G i e tz e n. Newyork, 26. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Mosel, Capt. H. A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am öon Bremen und am 14. Mai von Southampton abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen. Baltimore, 26. Mat. Das Postdampfschiff Baltimore, Capt. A. de Limon, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 8. Mai von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten hier angekommen. Handel und Verkehr. Gietzen, 28. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfl. 85 bis 90 H, Hühnereier, per Stück 4—5 Enteneier, per St. 5 X Käse, per Stück 5—10 H, Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Liter 24 A, Tauben, das Paar 65 Hühner, per Stück JL 1.—, Hahnen, per St. , Enten, p. Stücke -, Kartoffeln, 100 Kilo 5.—. Ochsenfletsch 68—70 H per Pfd , Kuh- u. Rindfleisch 58-60 Schweinefleisch 64 H, Kalbfleisch 50-56 A, Hammelfleisch 60—70 H. Frankfurt, 27. Mai. (Fruchtbericht.) Die unerquickliche Situation am Getreidemarkt hält an. Man kauft nur das Allernothwendigste. Unsere Müller sind trotz Entgegenkommen der Eigener von Waare nicht zu reizen, da der Mehlabsatz stockt. Futterstoffe flau. Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 jü 38, Nr. 3 Jt. 34, Nr. 4 30, Nr. 5 jl 24, Roggenmehl % (Berliner Marke) JL 24, do. II. (Berliner Marke) 21, Wetzen, effect. hies. ab Bahnhof hier 23—24, ab unserer Umgegend JL 22.50—22.75, do. fremder je nach Qualität 22.50—24, Roggen je nach Qualität 3L 16—17.25. Gerste JL 19 bis 22, Hafer JL. 14-16-, Kohlsamen «AL —, Erbsen JL 19—23, Wicken „H. 16, Linsen JL 19—23, Rüböl, detail, JL 72. Stimmung unsicher. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewtcht — 100 Kilo.) Frankfurt, 27. Mai. Der heutige Viehmarkt hatte bei geringerer Zufuhr die Preise erheblich angezogen. Angetrteben waren 360 Ochsen, 150 Kühe, 190 Kälber und 350 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 70—73, 2. Qual. JL 65—68, Kühe und Rinder 1. dual. 62—64 2. Qual. JL 54—56, Kälber 1 Qual. JL 63—65, 2. Qual. JL 58—60, Hämmel 1. Qual. JL 60—63, 2. Qual. JL 52—54. H e r b orn, (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 27. Mai. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 164 Ochsen, 269 Kühe und Rinder, 871 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag, den 17. Juni l. I. AeUgebotenes. 3327) Abtrittsrohre in Eisen u. Thon, Latrinendeckel, Säulenti) Träger, alte Eisenbahnschienen, Oefen und Herde aller Art und Pumpen empfiehlt ________I. G. D. 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Der Vorstand 3319) Ein Wo 33 3347) Entree 30 Pfg Anfang a Uhr LoutS Rothenberger, Aermietyungen 3276) Ein tüchtiger Gewebt Näheres in der Exped. d. BlttS. (3297 Verantwortliche Redaction: 21 Scheyda- — Druck unv Verlag der Ärühl'ichen Univ.-Druckecet (Fr. Ehr- Pietsch) in Gießen. Schlosserarbeit, Glaserarbeit, 1935 460 571 1243 327 288 248 301 61 50 34 11 73 27 zu ii zu ii 2594) Mansarde, an eine rubtge Fa^ für sogleich ein kleines Logis, 2 Zimmer, milie vom 1. Juli an, billigst zu vermie- für eine anständige Frau und ein Kind, then. Näheres Anlage C. 25. r” " ' c " ** ?*“ H^-jiiöktO^ Durch Wegzug der Frau vr. Dickm a nn ist der untere Stock meines Hauses, im werden. Offerten sind portofrei und versiegelt mit entsprechender Aufschrift bis spätestens zum Submijsionstermin Freitag den 7. Juni, Vormittags 11 Uhr, an den Unterzeichneten einzuretcheu. Kosten-Anschlag k. liegen bis zum 4. Juni bei Herrn Oberförster Neuen- Hagen zu Gießen und vom 5. ab bei dem Unterzeichneten zur Einsicht offen. Biedenkopf, den 26. Mai 1878. Der Kreisbaumeister: Trainer. -ie gef Die in । zur Anzeige gebrai zugewiesenen Vorzt Gießen, soll auf dem Rathhaus zu sWatzenborn das Heugras von Len cimmeral-fisca- lischen Wiesen in den Gemarkungen Leih- Philosophenwald Zum Himmelfahrtfeste: Versteigerung. Heuqras-Versteigerung in der Oberförsterei Schiffenberg. Donnerstag den 6. n. M., Vormittags 9 Uhr, zwar: Schreinerarbeit, veranschl. zu Grosses C1oncert9 ausgefiihrt von der Kapelle des 2. Grofih. Hoff. Inf. Reft Str. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Krauffe 3335) Am Himmelfahrttag findet ftut befetzte TansmusU; auf der Badenburg statt, wozu ergebenst einladet J. Duill Sandtest des Wetterauer Sängerbundes am 7. und 8. Juli m Lang-Göns Zu zahlreichem Besuche ladet ein Mesondere Bekanntmachungen Edictalladung. 3329) Heinrich Pausch IV. von Wieseck hat seine Ueberschuidung angezeigt und gebeten, seine Gläubiger zum Arrangementsversuch zusammen zu berufen. Es werden daher alle Gläubiger desselben aufgefordert im Termin: Freitag den 28. Juni 1878, Vormittags 10 Uhr, ihre Forderungen bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden und über ein abzuschließendes Arrangement Beschluß zu fasten. Die nicht erscheinenden, resp. nicht durch gehörig Bevollmächtigte ver tretenen Gläubiger werden als den Beschlüssen der Majorität zustimmend angesehen. Zugleich wird allen Schuldner des Heinrich Pausch IV. eröffnet, daß dieselben bet Meldung doppelter Zahlung nicht mehr an denselben, sondern nur an den bestellten provisorischen Maste- curator, Großh. Bürgermeister Lang in Wieseck, zahlen dürfen. Gießen, den 17. Mat 1878. Großherzogl. Landgericht Gießen. Erdmann. Dachdeckergeselle kann sofort gegen guten Lohn in Arbeit Lckautttmachung. 3303) Ein zum Dienst untauglicher Fastelochse, steht bet hiesiger Gemeinde zu verkaufen. Lollar, den 25. Mai 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Lollar. Fuchs. ___________ >.«■.< « —-V — —- -- Todesanzeige. Heute Nachmittag 4 Uhr entschlief unser Sohn und Enkel Rudolf. Frankfurt a. M. und Giessen, am 27. Mai 1878. Ferdinand Beutler und Frau. Stationsvorsteher Müller und Familie. (3333 Vermischte Anzeigen. 3336) Ein Kellner gesucht. ______________________________„Lahnstein." f*Ute 3331) Ein Gut mittlerer Größe von ca. 200—300 Morgen mit schönem Wohnhaus mit oder ohne Inventar zu mietben gesucht. Offerten mit näheren Angaben sub Chiffre Z. 3816 bef. Kud. Rosse i« Frank furt a. M. Anstreicher- u. Tüncherarbett, veranschl. Osenlteserung, „ Bau eines Holzschuppens veranschl. Pflasterarbeit, „ _____ v' 340) An- und Verkauf von getragener gestern, Schiffenberg und Watzenborn- Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Steinberg versteigert werden. Betten, Gold und Silber, außer Courtz zn. 6p„ bJ 27 su?ni 1878 gesetztem (Selbe, alten Oelgemalden, Anti Gießen, den 27 Mar 1878. quitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren Großherzogl. Obersorsterer Schiffenberg. gßerg# Möbeln rc. bei 3332) Georgi. LoutS Rothenberger, ----------------- Neuenweg 193, neben dem „Gasthaus zum Löwen". Wer da will, fähigkrit zugleich gl» beschuldigen, daß sie rette. Hat sie ja l CtaatSwohl über d Wassers, der Forts geschloßen gegen d Bannt hat, so 1 ■ Lande, die noch ir nickt kurzer Hand i. 1W weiten. i Nicht sie P i ! welche den Gesetzen^ Susschlag gebenden ■ °°rhanden sei, ihn d Bgt haben, was gesagt rrochen ist, n, Gesetzgebung at ^p'ell verwerflich ist senken würde die wohl htnwegkon m *9 l"1 ffiof Wir HLun sie »eialdemokratischen 9 ÄS ie Sä1 ait Eisen »tsuS •mK' bg6 -r W bte m J betin Rech, r at1n nur h ^°schM,."°" 3nr ™ laut . nut OH, fei 3 3330) Die Arbeiten und Lieferungen zur Fertigstellung des Förster-Etabliste- ments, Schutzbezirk Königsberg und tAC. II II II II Umzäunung, „ sollen im Submissionswege' verdungen Damen- und «tzerrenkleider werden unzertrennt in allen Farben gefärbt in der Kunst- und Schönfärberei von V. Klein, Wallthorstr. 2286) Die Tapetenmusterkarten aus der bekannten Tapetenfabrik Gebrüder Scherer in Bammenthal bei Heidelberg pro 1878 enthalten eine sehr reiche Auswahl von Tapeten in vorzüglicher Qualität und den neuesten Dessins von 20 H per Stück bis zu den feinsten Sorten. Bestellungen werden von Unterzeichnetem prompt ausgeführt und die Tapeten frachtfrei Gießen geliefert. Gießen, im April 1878. Willi. Balser am Kirchenplatz. Verloren am 26. b. Mts. auf bem Seltersberg ein braunes Portemonnaie mit ungefähr 12 JL Inhalt. Dem ehrlichen Finber eine Be- lohnung. Abzugeben in ber Expebition b. Bltts.___________(3328 3219) Gastwtrthen ober sonstigen soltben Personen ist ber Verkauf eines überall leicht verkäuflichen guten Artikels bet hoher Provision zu übertragen. Franco-Offerten sinb innerhalb 8 Tagen sub M. P. 800 postlagernb Carlsruhe (Baben) zu richten. 2141) Eine Wohnung von 3 Zimmern mit Zugehör im 4. 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Bekanntmachung. 3337) Ich erlaube mir anzuzeigen, daß ich den Markt mit einem ftrofferr Lager in Weiss-, Seide- und Mode-Waaren beziehe. Ersuche die geehrten Damen von Eießen und Umgegend mein Waarenlager in Augenschein zu nehmen. — Alles spottbillig. Bude hat die Firma: _____Chr. Hofmann aus Frankfurt. 3058) Freitag den 7. Juni: Batt für Israetiten in Groß-Buseck, wozu ergebenst einladet________________________Fr. Gengnagel. 3257) Meine Wohnung und Werk statte befindet sich von heute ab: Wallthorstrasse KTr. 150, gegenüber dem Cafe Leib. Ohr, Sloreyseck, Sattler. 326) Lumpen, Werg, Bierflaschen rc. kauft Louis Rothenberger, _________________Neuenweg.___________ 3284) Ein braves Mädchen, in Küchr und Hausarbeiten erfahren, wirb auf Johanni gesucht. R-ichensanb-Bahnhofstr. Nr. 92, 3. Stock 3277) Es wirb ein braves Mädchen auf Johanni für Haus- unb Küchenarbeit gesucht. Zu erfragen bei ber Exped. b. 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Bltts._______ 3209) Ein LogtS von 3 Zimmern, Küche, Speisekammer unb sonstigem Zubehör, am 15 Juni beziehbar, zu vermiethen bet Heinrich Schomber, Neustäbter Thor. 2889) Die Parterre-Wohnung meines Hauses, bestehenb aus 4-5 Zimmern nebst allem Zubehör, ist per 15. Juli zu vermtethen. Arnold Müller. Logis und Kost für einen Schüler in einem freundlichen Haufe in der Nähe der fchule. Näh. Gartenstr. 163. 2741) Möblines Mansardenztmmer mit Cab in et zu vermtethen. Gartfeld H83/10. 3346) Für die herzliö welche bie 1. Landwehr während ber 12täa