*UHgw ^eöier Felbheim, joflii nii^. verhol,-, 83?O*-' t ®erfteih,„^U Ni 1878. Freitag, den 1. März Io. LI HieKner MMger Anicigc- und MisM flk den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. RedaetionSbnreaur Gartenfiraße B. 165. Cxpeditionsbnreanr Schulstraße B. 18. •totyolj, >• Durchm. mit 7266 G » „ 2014 ,, h H14 225 , 9 Uhr am Bellershm inem neuen Hause vor I r ist tn II. Stock bestes nebst allem Zugehör zu i tzfort beziehbar. Nös UW Somag im Hauses eted Pitz Zimn emeistl! iämilikn Logis zu vermiß Randler aus dem Hm Verspätet! lischtr Anzeige«- u verMft. ÄS jSStf«*-*,1 abgeschlossene L'ohnung > nmern bestehend, nebst m zu vermieden u- per Korner'scher >?orl!i Lo.is zu öeimitibtn. b. Friedel, Neustadt M großes und elnkleiM __ firmes freundlllhei kogis? । aletch zu bezikheu Lbkres bd btt S^edU mb'üte Stube, wobei i werden kann, ist zu - Hestersweg, Ln ^TÄuäimmniy: gleich beziehbar^ * Nöberes b^dL FHESrai“®^ Zimmer zu oermicW . Lindenplah Nr- ^ tfl lieb« ,. .» 28.^ 5ÄJS0 Die Steuervorlagen. Telegraphische Depeschen. verkauf eines Hauses im Werthe von , n-ßi >-ersvlitteruna Seitens der nationalliberalen Partei entgegengetreten, in Preußen 100 Mark Stempelst^ ezahlt we Damben^ sei die Forderung constitutioneller Concesfronen tiefgehendster Art fest- 1 ' ®©JeSen ®‘ä ^fllten' ®ie beT tibera,en ^arteicn börftcn bo* baru6er müssen nach wie vor L , beim Verkauf von Werthpapieren im Werthe von dem neuen Gesetz zwei Stempelmarken, & 10 Psg., genügen. chäfte über Immobilien und Effecten sind neuerlich so verschieden, daß sie auch ür die Besteuerung keinen gemeinsamen Maßstab bieten. Der Abg. Lasker, im Allgemeinen ein Freund der Börsensteuern, äußerte sich, als dieselben 1875 dem Reichstage zuletzt vorlagen, gleichwohl dahin: Ohne Würdigung des gejammten Stempelsteuersystems darf diese Steuer nicht allein und blos zur Fütterung des Budgets erscheinen. Wenn nichts getban wird, um bei dieser Gelegenheit andere Ungerechtigkeiten aus den Stempelsteuern zu entfernen, wäre eine bloße Ausgleichung zur Herbeiführung von Mehreinnahmen eine bloße Kritik des lückenhaften Tbeils der Steuer und eine neue Ungerechtigkeit. Arrrrränim. Bukarest. 26. Februar. In der Sitzung des Senats gab Bratiano eine Darlegung der Reg^ungSPoUtik, welche die Sympathien Europas besitze. Er hofft zuversichtlich, - B^sarabien nicht verloren gehen werde. Er sei bereit, zu demissioniren, wen., oie Opposition ein Programm vorlegen unb sich als Partei befestigen werde. Bratiano erklärte ferner, die rumänffche Armee werde über die Donau zurückgehen und der Friede direct mit der Türker oder aus der Conserenz abgeschloffen werden. Sturdza zog hieraus ferne Motion zurück. Das Mißtrauens-Votum gegen die Regierung wurde mit 3b gegen 16 Stimmen abgelehnt. Das Vertrauens-Votum für die Regierung, welches empfiehlt, auf der Conserenz die Jntereffen und die Rechte des Landes zu verteidigen , wurde mit 39 Stimmen angenommen. England. London, 26. Febr., Abds. Oberhaus. Auf Befragen Delawares erklärte Derby: Als er das auswärtige Amt verlaffen, habe daselbst noch keine Nachricht über die Unterzeichnung des Friedens Vorgelegen. Ueber die Bedingungen seien dre Angaben wesentlich verschieden; Bulgarien solle allerdings eine große Provrnz werden, die sich über Gebietstheile südlich des Balkans erstrecke und auch kleine Dtstricte am ägeischen Meer umfafie; ob einschließlich Salonichi, sei noch ungewiß. Ueber die Kriegsentschädigung seien die Meldungen verschieden; nach einigen solle sie zwischen 150-200 Mill. Pfund betragen, was eine fabelhafte Summe sei; nach anderen 40 Mill., jedoch unabhängig von der Gebietsabtretung. Eine Dtscusfion der Friedensbedingungen erscheine bis zur Erkmigung genauer Kenutniß uuthunlich. „ Fortgänge der Sitzung des Unterhauses meldete Pim für Donnerstag folgende Interpellation an : Ob die Regierung erklären wolle, daß sie die Störung des europäischen Gleichgewichts durch Rußland vermittelst Annectionen m Armenien oder Abtretung der türkischen Flotte oder Hereinziehung der Dardanellenfrage nicht gestatten werde, und ferner, ob das auswärtige Amt weitere Garantien von Seiten Rußlands besitze, daß die russischen Truppen Gallipoli nicht besetzen würden. Frankreich. Versailles, 26. Februar. Der Senat nahm das Colportage-Gesetz an. — Eine Versammlung des General-Syndicats der Textil-Jndustrie bat die Zolltarif-Frage geprüft und beschloffen, bei der Regierung dringlich vorstellig zu werden, daß die Kammern das Studium der Frage wegen Erhöhung des Tarifs beschleunigen, um der Industrie eine unerläßliche Erleichterung zu bringen. maßgeben d^siud. , nimmt Bezug auf nationalliberale und fortschrittliche Blätter, welche die Combtnation de« Eintritts nationalliberaler Abgeordneter in die Regierung als gescheitert darstellen, bemerkt, die Reichsreglerung dürste erwarten, daß im Falle der Ablehnung der Tabakssteuer-Vorlage eine unzweideutige Erklärung zu Gunsten des Tabaksmonopols h-rvortret-n werde. Die Aeußerungen des Reichskanzlers ließen erkennen, wie sehr derselbe eine Gemeinschaft auf diesem Boden gewünscht und gehofft habe- Statt besten sei demselben die entschiedenste Verneinung Seitens der Fortschrittspartei und eine Dem Corresp. von u. für Deutschl." wird aus Berlin geschrieben: Gegenüber dem Tabakssteuer-Projekt sind die anderweitigen Steuervorlagen, , welche an den Reichstag gelangt sind, nahezu unbemerkt gebl,eben. Der: Tabak soll 29 Mill. Mark Plus, der Spielkartenstempel 2 Mill. Mark Plus bringen, fünf andere Stempelsteuern zusammen 11 Mill. Mark. Unter diesen 11 Mill. Mark befindet sich der Lotterieloosstempel in Gestalt von 5 M. Zuschlag zu dem Loospreise, welcher allein 6 Mill. Mark bringen soll. Die Lotteriecoüecteure sind damit sehr einverstanden, vorausgesetzt, daß das deutsche Reich den von ihm besteuerten Loosen auch „Freizügigkeit" innerhalb seiner Grenzen gewährt und Hamburger Collecteure nicht mehr in Hamburger Blattern Steckbriefe gegen sich zu lesen brauchen, womit die preußischen Staatsanwälte neuerlich den Vertrieb fremder Loose im preußischen Gebiet zu ahnden suchen. In der That liegt das Hauptbedenken gegen den Lottertestempel in der Anerkennung und Stütze, welche dadurch das öffentliche Lotteriespiel, namentlich auch das Staatslotteriewesen, durch das Reich erhält. Mer andere sogenann e Börsensteuern bringen zusammen nur 5i/2 Mill. Mark em, wovon noch die Erhebungskosten abgehen. Der Kriegsminister wird sich schwerlich anheischig machen, vom Ertrage dieser vier Steuern auf Handel und Verkehr auch nur eine einzige Kavallerie-Division zu ernähren. Diese v>er neue Steuern sind übrigens alte Bekannte aus den Jahren 1869, 1871 , 1873 und 1875, wo diese oder ähnliche Steuerprojekte schon vom Bundesrath geplant wurden, die Zustimmung des Reichstages aber nicht fanden. Da wird also zunächst em Stempel von einem halben Procent auf auszugebende Actieu und Jnh-b-rpapiere vorgeschlagen. Preußen hat bereies einen solchen Stempel, der ihm jährlich 700 000 Mark einbringt. Will man denselben verallgemeinern und erhöhen, so erwäge man, daß unter denselben auch alle von Communen, Eisenbahnen und Pfandbrief-Instituten auszugebenden Jnhaberpapiere fallen. Die Bundesstaaten -und das Reich bedingen sich natürlich für ihre Obligationen die Steuerfreiheit aus. Ausländische Werthpapiere sollen, um die Hinterziehung der Steuer zu vermeiden, geringer, nämlich nur mit Vs W- vom Nennwerth besteuert »erben, und auch diese Steuer soll nur erhoben werden, wenn die ausländische Anleihe im Jnlande zur Zeichnung aufgelegt wird oder in ihren Coupons iwi In ande zahlbar ist. Das wird herzlich wenig einbringen, das Wenige aber ^nretchen, die Entwickelung des für unsere Credit- und Productions-Verhältuiffe sehr wichtigen ausgedehnten Arbitragengeschästs an den deutschen Börsen zu gefährden. Eine zweite Steuer soll der Stempel aus Schriftstücke über ^^bard'Anlchen sein. Auch jetzt unterliegen die Beurkundungen über Lombardgeschafte schon der Stempelsteuer der Etnzelstaaten. Solche Beurkundungen kommen nur überaus selten vor, da der persönliche Geschäftsverkehr mit seinen Darlehen, welche in lausender Rechnung gegen Sicherung durch Depots von Werthpapieren gegeben werden, die Beurkundung entbehren kann. Bei einem Stempelbetrage von 2/.. pCt. der Darlehenssumme ohne Rücksicht auf die kürzere oder längere Frist des Darlehens wird man noch mehr Anreiz empfinden, „ohne Beurkundung zu lombardiren. Nur Institute wie die Reichs bank, welche einen Lombardverkehr in bestimmt abgegrenzter Form hoben, wird die Steuer -w g-rmoßen treffen. Ein Hauptstück unter den Börsensteuern soll nun der Stempel aus Schlußnoten sein. Derselbe wird erhoben nicht blos von Schlußnoten, wie sic an den eigentlichen Börsen vorkommen, sondern von jedem Schriststück, das irgendwo^ausgestellt wird über den Abschluß von Kauf- und ähnlichen Geschäften,^uber^Wechsel, Werthpapiere und Sachen oder Waaren jeder Art, die nach Gewick-t, Maß oder Zahl gehandelt werden, also auch über Käufe von Getreide, Del, Spiritus, Kohlen, Holz re-, sofern der Käufer nicht etwa nur für seinen Haushaltungs- bedarf eintauft. Der Stempel soll 10 Pfg- betragen; so viel Geschäfte aus einem Schriststück vermerkt sind, so vielmal 10 Mst-- Stempelmarken muffen aufgeklebt weiden. Die Steuer belästigt mehr, als sie einbringen kann. Der eigentlich- Börsenverkehr wird sich am Leichtesten davon losmachen, sofern er auf Schlußscheine möglichst verzichtet, sich mit den Maklernot,,en begnügt und sein Vertrauen in die bei Börsengeschäften ohnehin unumgängliche Coulanz und Promptheit der Ausführung setzt. Dazu kommt viertens roch ein Stempel aus Rechnungen über gelieferte Wechsel und Werthpapiere; die Waarenrechnungen sollen von diesem glcichsalls auf 10 Psg. normirten Stempel nicht getroffen werden. Je entfernter hiernach der einzelne Private vom Börsenverkehr fft, desto mehr Zwtschenpersonen und desto mehr Rechnungen sind auch ersorberlick. T)as Publikum in den Provinzen wird daher den Stempel mehrfach zu tragen haben. Wenig Ertrag und viel Belästigung des Verkehrs ist das Bezeichnende aller dieser Steuern. Am Wenigsten wird ihnen nachgerühmt werden können, was die Motive" dis Gesetzentwurfs behaupten, daß sie die „Begünstigung auszuglelchen bestimmt sind, welche der Verkehr mit beweglichen G-g'nständ-n, namentlich mit Börsenwerthen rn der Concurrenz aus dem Capitalmarkidurch die faciische Steuerfreiheit gegenüber dem Grundbesitz und seinem: Treditbedurff niß genießt." Beim Vcikaus eines Hauses im Werthe von 10 000 Mark Wagner'S telegr. Eorrefpondenz-Bureau» Berlin, 27. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." äußert sich gegenüber den in den letzten Reichstags-Sitzungen vorgekommenen Angriffen der Führer des Centrums auf den Reichskanzler : wie immer bet subversiven Strömungen, haben auch im Centrum die extremen Geister nach und nach die Oberhand erlangt, und wir hören solche Redner für die katholische Kirche das Wort ergreifen, welche den Kamps nur um seiner selbst willen, als einziges Mittel zur Befriedigung persönlichen Ehrgeizes führen. Am S^luffe dieses Artikels heißt es: unbefangene Katholiken werden darüber doch nicht mehr im Jrrthum fern können, daß sür t*e Fortdauer des Kulturkampfes die persönlichen Zwecke und egoistischen Neigungen einzelner Männer auf ultramontaner Sette wesentlich Zweifel gewesen sein, daß der Reichskanzler ein unbeschränktes Steuerbewilligungsrecht nicht zugestehen werde und könnte. Wenn diese Forderung von Anfang an als unerläßliche Vorbedingun der Verständigung ausgestellt worden wäre, hätten alle Illusionen der letzten Wochen nicht auskommen können. Loudon, 27. Februar. Die „Pall Mall Gazette" ist ermächtigt zu erklären, daß man beschloßen hat, im Falle eines Krieges Lord Napier von Magdala als Oberbefehlshaber des Expeditionskorps mit General Garnet Woiseley als Generalstab-Chef zu verwenden. London, 27. Februar. Die Regierung bestellte in Dundee 50.000 Sandsäcke binnen 3 Wochen zu liefern. — Das Märzheft der Zeitschrift „Neunzehntes Jahrhundert" enthält einen Artikel von Gladstone, worin die Orientfrage besprochen und ausgeführt wird, daß, nachdem die Regierung beschloßen, die Frage der Durchfahrt der Kriegsschiffe durch die Dardanellen der Entscheidung Europas zu überlaßen, auch nicht der geringste Vorwand zu einem Separatkriege oder zu Separat-Operationen in der Levante übrig bleibe, die einen provokatorischen Charakter trügen. Konstantinopel, 26. Februar. Der zweite türkische Bevollmächtigte Saadullah Bay hat sich nach San Stefano begeben und wird die Unterzeichnung des Prällminar-FriedensvertrageS jeden Augenblick erwartet. Washington, 26. Februar. Das Cabinet discutirte heute die Silberbill, wurde aber nicht schlüssig. Es wird starker Druck auf den Präsidenten für und gegen ein Veto ausgeübt. Wien, 27. Februar. Die „Polit. Corresp." schreibt: Bukarester Meldungen zufolge ist Sulina von den Türken geräumt und von den Rußen besetzt. — Aus Athen meldet die „Polit. Corresp." nach guter Quelle, daß die in den benachbarten Provinzen täglich zunehmenden Greuelthaten türkischer Irregulärer den Bemühungen der griechischen Regierung, eine mäßigende Haltung zu bewahren, entgegenwirken, und daß selbst die militärische Disciplin zu leiden beginne. Von dem an der Grenze -von Epirus echolontrten Jägerbataillon desertirten 200 Mann unter Führung des Lieutenants Bairektari und überschritten die Grenze. Deshalb wurden der Truppen-Commandant Sapunzakls abberufen und der Commandirende des betr. Bataillons, Oberstlieutenant Douglis, zur Disposition gestellt. Lieutenant Bairektari wurde aus den Armeelisten gestrichen und der Präfekt von Akarnanten abgesetzt. Die auf der Grenzlinie echolonirten Grenzbataillone wurden in Damnitza und Agrtmion internirt, der Rest der an der Grenze stationtrten Truppen nach Casanavara und Vonitza zurückbeordert. Malta, 27. Februar. Das englische Canalgeschwader unter Lord John Hay, bestehend aus den Schiffen „Minotaur", „Black Prince", „Defence", „Shannon", „Foxhound" und „Wye", ist von Gibraltar hier eingetroffen. Die „Coquette" ist nach der Besika-Bay abgegangen; einige andere Schiffe folgen demnächst. Berlin, 27. Februar. Aus den gestrigen Aeußerungen des Fürsten Bismarck gegenüber den Klerikalen nimmt die „Prov.-Corr." zu folgenden Bemerkungen Veranlassung: dem neuen Papste wird nach einigen Ankündigungen eine versöhnliche Gesinnung nachgerühmt, mit wie viel Recht, wird sich zeigen müßen. Jedenfalls hat sich die Rückwirkung dieser Gesinnung aus die Haltung der Centrumspartet des Reichstages seither nicht kundgegeben. Die letzten Verhandlungen geben vielmehr erneutes Zeugniß davon, daß dieselbe parlamentarische Kampfes- und Redeweise, welche seit Jahren in Ueberetnstimmung mit dem Geist und Wesen der ultramontanen Preße so viel zur Verbitterung und Schärfung der Gegensätze weit über das in der Sache begründete Maß beigetragen hat, ungeschwächt fortgesetzt wird, theilwetse mit besonderer Vorliebe zu persönlich verletzenden Angriffen zugespttzt, zur Vergiftung aller Erörterungen, auch solcher, welche dem kirchlichen Kampfe durchaus sernliegen. — Die „Nat.-Ztg." erfährt von sehr gut unterrichteter Seite, daß die auch von ihr erwähnten Gerüchte über den Wiedereintritt des Ministers Delbrück in den Staats- und Reichsdienst vollständig unbegründet sind. Galatz, 25. Februar. Die russischen Behörden traten mit der Donau- Commission in Verblndung, damit letztere die Wegräumung der Sperre der Sultna-Armee bewerkstellige. Petersburg, 27. Februar. Die „Agence ruße" sagt: Die jüngst von Londoner Blättern publtctrten Mittheilungen über die russischen Friedensbedingungen sind vielfach ganz unrichtig. So hat Rußland unter Anderm niemals die Ausweisung der muselmännischen Einwohner aus Bulgarien, sondern nur die Abberufung der türkischen Beamten und Truppen verlangt. Auch die Angaben bezüglich der Dardanellenfrage ist unrichtig; diese Frage bleibt der europäischen Entscheidung Vorbehalten. — Fürst Gortschakoff befindet sich bester. Lokal-Notiz. Gießen, 28. Febr. Aus den Verhandlungen der Grotzherzoglichen Handels kammer zu Gießen. Sitzung vom 18. Februar 1878. Anwesend: Sämmtliche Mitglieder. Der Präsident berichtet über die Eingänge, welche theils den Acten und der Bibliothek überwiesen, theils zur Circulation bestimmt werden. Die Handelskammer zu Trier theilte der Kammer eine Eingabe an den Reichstag betreffend: die Auüladefrtsten bet den Eisenbahnen unter dem Ersuchen mit, dieselbe in geeigneter Weise unterstützen zu wollen. Man kam diesem Wunsche mit Be reitwilligkeit noch, da die auf 6 Stnndem beschränkte Entladungsfrist auch am hiesigen Platze fortwährend zu Unzutiäglichkeiten zu führen geeignet ist, und schloß sich dem in vorerwähnter Eingabe ausgesprochenen Verlangen, daß diese Frist auf mindestens 8 Stunden, vom Empfang deS Avises an gerechnet, aus den dargelegten Gründen aus- gedehnt werden möchte, an, jedoch unter ausdrücklicher Erwähnung deS Umstandes, daß hierorts im Gegensatz zu den deßfallsigen Bemerkungen der Trier'schen Eingabe hin- sichtlich der zollpflichtigen Gegenstände jetzt schon diejenige Rücksicht genommen weide, welche die einschlägigen Verhältnisse erheischen. Die Handelskammer zu Bremen erließ durch Circularschreiben vom 13. d. M eine Einladung auf Montag oen 25. l- M, um mit sachverständigen Delegirlen daselbst üver die gefährdeten Tabak-interessen zu berathen und geeignete Schritte zur Einwirkung auf die gesetzgebenden Factoren deS Reichs zu vereinbaren — Die Kammer konnte sich weder den in diesem Etrcular angedeutelen Motiven anschließen, noch gegenüber dem üngst gefaßten Beschluss«, erst dann zu der preußischen Tabaksteueroorlage Stellung nehmen zu wollen, wenn der Gang der Verhandlungen im Reichstage Veranlassung dazu gegeben Haden würde, sich für Beschickung dieser Conferenz aussprechen, beschloß edoch die Conoocation sämmtlicher Jnterestenten des Bezirks zu einer Besprechung, um deren Ansichten über die Frage zu hören, j Dieser Beschluß wurde jedoch gegenstar dslos, da die Handelskammer Bremen selbst schon am 20. c. die Einladung zu der beabsichtigten Conferenz zurückgezogen unbelichtet hatte, daß sie nach Lage der Sache nunmehr ebenfalls zu der Ueberzeugung gelangt sei, daß eine Discussion über die etwaige Nmendirung der Tabaksteueroorlage zur Zeit ohne practische Bedeutung sein dürfte. Gießen, 28. Febr. Unsere Leser machen wir auf daS Freitag Abend in Wenzels Saalbau ftattfindende Concert der Jubiläumssänger hierdurch nochmals aufmerksam- Vermischtes. Darmstadt, 22. Febr. Seit einer Reihe von Jahren besteht im Großherzog- thum etn Londeslehrerverein. Während früher den Volksschullehrern die Betheiligung an solchen nicht unter Aufsicht der Schulbehörden stehenden Vereinen untersagt war, wird jetzt von der Regierung nicht beanstandet, daß sich die Lehrer an dem LandeS- lehreroerein betheiligen und hat die Regierung bis jetzt keine Veranlaffung gefunden, diesem Landeslehreroerein im Allgemeinen entgegen zu treten. In diesem (Sinne ist auch nach unserer Information dem Herrn LandtagSabge- ordneten Büchner auf eine im Privatgespräche, während einer SitzungSpause in der 2. Kammer der Stände gestellte Anfrage geantwortet worden. In Nr. 4 des „Schulboten für Hessen" befindet sich nun eine an die Mitglieder des Landeslehrervereins gerichtete Ansprache, in welcher dieselben unter Berufung auf die freundliche Gesinnung, welche die Großh. Staatsregierung gegen diesen Verein hege, aufgefordert werden, diejenigen Krelsschulinspektoren, welche in ihrem Auftreten gegen die Mitglieder des Vereins „ihre Stellung vergeffen und sich erlauben sollten, in der einen oder anderen Weise daS freie Vereinsrecht, das jedem Hessen, also auch dem Lehrer, gewährleistet ist, zu verkümmern" sofort dem Vorstande anzuzeigen, damit derselbe in der Lage sei, an maßgebender Stelle die erforderlichen Schritte thun zu können. Wie bereits aus dem oben Bemerkten hervorgeht, lag für die Regierung seither keinerlei Veranlassung vor, dem LandeSlehrerverein gegenüber eine besondere Stellung einzunehmen, obwohl andererseits nicht zu verkennen ist, daß nicht selten in dem Verein und besonders in dem Vereinsorgan Bestrebungen zu Tage traten, die keineswegs auf eine freundliche Stellung den Maßnahmen der Regierung gegenüber und auf die Absicht schließen ließen, die Anordnungen derselben zur Durchführung des Schulgesetzes kräftig zu unterstützen. Diesen Kundgebungen gegenüber muß es als eine Pflicht der Großh. Kreisschul inspektoren, wie aller anderen an der Schulverwaltung betheiligten Beamten erachtet werden, belehrend, aufklärend und berichtigend aufzutreten, während von einer Verkümmerung des freien Veremsrechtes dabei keine Rede sein kann. Mit Bedauern würde man aber wahrnehmen müssen, wenn die fragliche Ansprache in der Thai den Erfolg haben sollte, das Vertrauen zu den Großh. Kreisschulinspektoren, die ihrer ganzen Stellung nach die eigentlichen Vertrauensmänner des LeyrerftandeS sein sollen, zu schädigen, oder wenn gar, was indessen wohl nicht zu erwarten steht, einzelne Lehrer sich durch diese Ansprache zur Unbotmäßigkeit hinreißen lassen sollten, die sicher nicht ohne ernste Ahndung bleiben könnte. Selbstverständlich bleibt es auch ferner jedem Lehrer, der sich durch Weisungetl oder Anordnungen eines Kretsschultnspektors verletzt fühlen sollte, unbenommen, darüber Beschwerde zu führen; diese Beschwerden sind indessen der Natur der Sache nach an die vorgesetzte Kreisschulcommisston, beziehungsweise die oberste Schulbehörde, feinem falls an den Vorstand des Landeslehrervereins zu richten.___________(Darmst. Zig.) Eingesandt. Seit einiger Zeit beschäftigt sich unsere Presse vielfach mit der Frage, wie dem Bettel und Vagabondenwesen abgeholfen werden kann. Es sind auch zu diesem Zwecke von den verschiedenen Communen Armenvereine gegründet worden. Obwohl dieses alles recht schön ist, kann es im Großen und Ganzen doch wenig nützen; schlagende Beweise sind die massenhaften Einkerkerungen der sogenannten Handwerksburschen. Da nun nichts mehr zur Demoralistrung des Menschen beitragen kann als das Beiteln, sowohl für den gezwungenen Bettler selbst, als für seine arbeitende Collegen — denn ein braver Arbeiter muß es für entehrend halten wenn man seine Mitarbeiter als Landstreicher und Vagabonden betrachtet —so wird ferner auch der tüchtigste Mann durch das Betteln allmällg zum Verbrecher gestempelt; diesem allen so viel wie möglich oorzu- beugen ist nur der Arbeiter allein im Stande, indem er sich den zu diesem Zweck gegründeten Arbeitervereinen anschließt, bei welchen jeder Arbeiter so lange er in Arbeit steht, wöchentlich fünfzehn Pfennige zahlt, dafür auf der Reise für jede zurückgelegte Meile (IVr Stunde) fünfzehn Pfennige erhält, was ihm in jeder Stadt wo sich ein solcher Verein befindet ausbezahlt wird. Auch ist mit diesem Vereine meist eine vom Staat garantirte Krankenkasse verbunden, welche, da sie centraliRrt und über ganz Deutschland verbreitet ist, es Jedem möglich macht, auch auf der Reise derselben anzugehören. Dieses ist um so mehr von Wichtigkeit, als der Arbeiter auf der Reife ganz besonders Krankheitsfällen ausgesetzt ist. Jedoch diese Vereine können nur dann ihrem Zweck vollständig entsprechen, wenn so viel wie möglich sämmtliche Arbeiter denselben angehören. Es ist dies nicht allein für die Mitglieder von großem Vortheil, sondern auch für die Meister und Fabrikanten, denn es wird Jeder zugeben müssen, daß man mit einem anständigen Arbeiter besser fertig werden kann, als mit einem durch das Betteln, und in Folge dessen von der Polizei vielfach bestraften Individuum. AuS diesem Grunde ist eö sogar eine heilige Pflicht der Herren Arbeitgeber, ihre Mr beiter anzuhalten, solchen Vereinen beizutreten, um in beiderseitigem Interesse den Folgen des VagabondenwesenS vorzubeugen. Bis jetzt haben diese Vereine leider mit Vorurtheilen von Seiten der Arbeitgeber zu kämpfen gehabt, ja man ist ihnen sogar feindlich gegenüber getreten, indem man gewöhnt ist, alles was von Arbeitern ausgeht als staatsgefährlich hinzustellen (?)• Genannte Vereine beschäftigen sich aber nur mit dem Interesse ihrer Mitglieder und kümmern sich nicht um politische Angelegenheiten, sind also auch von diejern Standpunkt aus ernpsehlenswerth. Also Arbeiter welche sich den genannten Gewerkschaften noch nicht angeschlossen haben, mögen sich das Gesagte zu Herzen nehmen und sich denselben anschließen, denn nur dann werden sie im Stande fein, sich und ihre Brüder vor der moralischen wie physischen Versumpfung zu bewahren. w. A. Allgemeiner Anzeiger. 910) Der Unterzeichnete hat sich dahier als Geometer und Bau» Techniker niedergelassen und empfiehlt sich zu allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten. — Alle Aufträge werde ich in kürzester Zeit ausführen. Die geehrten Bewohner des Kreises Gießen bitte ich, mir ihre werthen Aufträge gefälligst zukommen zu lasten. Die Herren Bürgermeister des Kreises Gießen bitte ich besonders, mir bei derart vorkommenden Arbeiten schriftliche Mittheilung zugehen zu lasten. Bestellungen können auch bei Spenglermeister Gustav Rühl in der Neustadt gemacht werden. Gießen, den 12. Februar 1878. W. Rühl, Großherzoglicher Geometer und Bautechniker. Wolkengasse 89. Plisse werden gelegt per Meter 5 (Mull und ähnliche Stoffe per Meter 4 Ä) bei Th Haubach, Reichensand-Bahnhofsstr. Zu miethcn gesucht auf sofort eine Werkstatt mit Logis von Chr. Drücket, Drechsler, 1242)__________Kaplansgasse. Samenhandlung von Carl Deines, Gartfeld, empfiehlt alle Sorten Samen in frischer Waare. (1247 1239) Verloren ein Elfenbeinportemonnaie, Inhalt «X 10 in Gold und einige kleine Stücke. Abzugeben gegen Belohnung Asterweg 124. 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Buchen Eichen Birken, Aspen Nadel 1 40 68 1000 1500 148 19 9 3 8 1830 880 1050 600 27 20 Buchen- Eichen- Nadelholz Welchholz Englische Souveretgns Russische Imperiales . - Dollars in Gold Rau 22 106 8 t e r 14 156 e r 27 17 106 m m e 19 137 8 6 Wellen. 760 2570 Rm. 16 9 16 16 20 16 4 Pf 65 50—55 20—24 20—24 36-- 67—72 17 20 Homberg Grünberg H Schiffenberg Namen der Oberförstereien. Sonntag am 3 März, von 10 Uhr Morgens ab, ist im Bierlokal des H. L o tz ein feiler junger Hühnerhund bester Race und 6 Monat alt zu Lbeaugenscheinen. (1248 Holz-Versteigerung 1255) Die am 13. d. M. im Gemeindewald Hausen abgehaltene Holz- Versteigerung hat die Genehmigung nicht erhalten, und kommen darum Donnerstag den 7. März l. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, in den Districten Bekertswald und Bruch nochmals zur Versteigerung: 1197) Eine gesunde Frau wünscht ein Kind täglich mehrmals zu stillen; Näheres im Hause des Herrn Seiler Hub n, 4. Stock. Holzverfteigerung. Dienstag den 5. März und Mittwoch den 6. März 1878, Vormittags 9 Uhr nach Gleiberg öffentlich versteigern. 1240) Siepmann 85 Theisen. Zusammenkunft zur bestimmten Stunde im District Bruch beim Wegweiser am Vicinalweg von Hausen nach Annerod. Hausen, am 27. Februar 1878. Großh. Bürgermeisterei Hausen. D e r n. Bekanntmachung. Montag als den 11. März d. I., Vormittags 11 Uhr, soll das in dem Gräflichen Hofe zu Wohnbach befindliche Fruchtspeichergebäude, 8,75 m lang und 5 m breit, 2stöckig von Holz, ans den Abbruch meistbietend versteigert werden. (1251 Laubach, den 26. Februar 1878. Gräflicher Bauaufseher: Seitz. I. Dienstag den 5. März, 60 Buchen-Stämme von 5—10 Mtr. Länge und 34 — 50 Centimtr. Durchmesser, 168 Nadel-Stämme von 10 — 16 Mtr. Länge und 15 — 45 Centimtr. Durchmesser, 33 Linden-Stämme von 6—14 Mtr. Länge und 15 — 33 Centimtr. Durchmesser, 19 Eichen-Stämme und Stangen, 8 Hainbuchen-Stämme u. Stangen, 97 Nadel-Stangen. II. Mittwoch den 6 März, Arbeit« i*erff ebtttifj» Die in dem Kasernenhos zu Butzbach zur Ausführung genehmigten Pflasterer-Arbeiten rc., veranschlagt zu 4500 sollen Montag den 11. März er., Vormittags Vr12 Uhr, auf unserem Büreau (Garnison-Lazareth Zimmer Nr. 2) im Submissionswege öffentlich verdungen werden. Lusttragende Unternehmer wollen ihre Submissionen, in welchen die Offerten nach Procenten anzugeben sind, mit der Aufschrift „Submission zur Uebernahme der Pflasterer-Arbeiten in der Dragoner-Kaserne zu Butzbach" versehen, und solche bis zu gedachtem Termine portofrei bei unterzeichneter Verwaltung etnreichen. Kosten-Anschlag und Bedingungen liegen jetzt schon auf genanntem Büreau zur Einsicht offen. Auswärtige Unternehmer haben sich wegen Uebernahmsfähigkeit durch entsprechende Atteste ihrer Orts- rc. Behörde gehörig auszuweisen. Butzbach, den 26. Februar 1878. Centimeter Durchmesser und 6 bis Meter Länge. 447 Fichtenstangen von 7 bis Centimeter Durchmesser und 5 bis Meter Länge. Aeikgeöotenes. 1259) Ein junger Leonberger Hund, achter Race, von der Züchteret Leonberg, (äußerst wachsam) zu verkaufen. „Restauration Rothenberger", Kaplansgasse. » Baw, Werk- und Nutzholz. 408 Eichenstämme mit 170 Festmtr., bis zu 50 Centimtr. Durchmesser und 10 Mtr. Länge, 26 Fichtenstämme mit 10,48 Festmeter, 9 Buchenstämme mit 2 Festmeter, 3 Aspenstämme mit 1 Festmeter, 7 Eichen- und Buchen-Stangen mit 0,50 Festmeter, 1098 Fichtenstangen mit 12,70 Festmeter, zu Spalierholz sich eignend. Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chaussee am Lumpenmanns-Brunnen. Gießen, am 26. Februar 1878. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 1207) A. Bramm. Verkauf von Bau- und Nutzholz im Forste G-rünberg. Es sollen im Submisstonsweg vergeben werden: Holzverfteigerung in der Fstl. Oberförsterei Lich. Montag den 4. März, werden in der Meilbach versteigert: ferner: 40 Eichenstämme von 15—55 cm u r- anfangend, soll im Gemeindewald _ Nieder-Bessingen, District Altenheegwald, Hildebrand und Sandkopf nachverzeichnetes Holz versteigert werden. Bekanntmachung. Die hiesige höhere Bürgerschule ist durch Ministerial- Beschluß vom 13. d. M. als eine vollberechtigte anerkannt worden, wodurch dieselbe mit den entsprechenden Klaffen einer Realschule I. Ordnung bezw. eines Gymnasiums in den Berechtigungen gleichgestellt ist; insbesondere ist die Erlangung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst von jetzt an in gleicher Weise wie bei den genannten Schulen au den einjährigen erfolgreichen Besuch der Secunda geknüpft. Nach Absolvirung dieser Klasse kann der Schüler ohne Eramen in die Prima einer Realschule I. Ordnung eintreten. Das Schulgeld beträgt für Sexta 36 X, für Quinta und Ouarta 48 X, für Tertia 60 X und Secunda 72 X Marburg, den 27. Februar 1878. Holländische fl. Ducaten . . . 20 Francs-Stücke do. DM ff dem Landes- ^aNun6 tzefMeu, 2? L? ßanbtWat; Sihungspaase in der [eine an die Mitglieder ® “! 5 Berufung auf ,ePen diesen Verein hege, lhrem Auftreten gegen 'rlauben sollten, in der Hessen, also auch dem anzuzeigen, damit der- ? k1tteJ&un können, lr die Regierung seither eme besondere Stellung licht selten in dem Vertraten, die keineswegs gegenüber und auf die hrung des Schulgesetzes t der Großh. Kretsschul ltglen Beamten erachtet »ährend von einer Ber- Mit Bedauern würde in der Thal den Erfolg tvren. die ihrer ganzen nstandes fein sollen, zu ten steht, einzelne Lehrer i sollten, die sicher nicht der sich durch Weisungen \i, unbenommen, darüber itur der Sache nach an 11 Schulbehörde, keinen- 19 „ 14 „ Prämiirt Hannover 187?, „ Kassel 187?. Ein delietöser WMuchen, wie Conditoren ihn nicht schöner Herstellen können, ist in 30 Minuten fix und fertig berzvstellen mit Hülfe des Liebig'schen liadimeM*» Man mache aus Liebig's Backmehl, mit Butter und Milch, einem Et, einen steifen Teig, rolle ihn aus, bestreue ihn mit Zucker und Zwiebackskrumen, belege denselben mit Apfelschnittchen, welche vorher mit etwas Butter in einem Topfe erwärmt waren. Bestreue wiederum mit Zucker und backe in einem heißen Ofen braun. Während dessen bereite man den Guß. Vr Liter Milch wird mit Zucker, Cttronenschaale und Zimmt zum Kochen gebracht, 4 Löffel voll Liebig's Mehl werden mit kalter Milch angerührt und in die kochende Milch hineingemischt. Nachdem es kalt geworden ist rührt man 4 Eier hinzu, (das Weiße zu steifem Schaum geschlagen) und füllt sofort auf den Kuchen, der dann noch 10 Minuten backen muß. »u haben bei: I. Retter und 1249) Emil Fischbach. Schetth. Prügelh. Stockh. Reish. ~ Wellen mW ™. ,n cnuaMUtN " and i« >3 ä" 0 P- A. V Rmtr. Nadel-Scheitholz. „ „ Knüppelholz. „ „ Stockholz. Buchen-Durchforstungswellen. Nadel-Wellen. Fichtenstämme von 15 bis mit bei Frage, wie dem nb auch >u diesem Zwecke vorden. Obwohl dieses wenig nützen: schlagende n Handwerksburschen. Da n kann als das Betteln, beitende Collegen - denn an seine Mitarbeiter als der tüchtigste Mann durch so viel wie möglich vorzu- den zu diesem Zweck ge- ttr so lange er in Arbett üe für jede MÜckgelegte ;eJr Stadt wo sich em Cetoe meist eine vom niralisirt und über ganz dcr R-«- dE/A rbeiter auf LßÄ denselben etliche »roeuc großem Mio , mQn 1*9* Kdmch d»s "0"^^aetreftn, Alldem und fte thrn MM * auch von di Us^ften genannten , und ihre Ä TO? ‘""»ft »fr »Sä* i zu der nSen uni •"«•«Sa; 13—60 cim u. bis 24 m 10-13 1V Kaufliebhaber wollen sich wegen Einsichtnahme des Holzes und laufsbedingungen an die vorgenannten Oberförstereien wenden und ihre Sub. Missionen verschloffen bis zum 18. März l. I., Morgens 10 Uhr, bei unterzeichnetem Forstamt überreichen, woselbst die Eröffnung derselben in Gegenwart der erschienenen Submittenten und der Oberförstereten stattfindet. Grünberg (in Oberheffen), den 26. Februar 1878. Grohherzogüches Forstamt Grünberg. Haberkorn. Rmtr. Buchen-Scheitholz, „ Buchen-Prügelholz, „ Buchen-Stockholz, „ Nadel-Stockholz, Nadel-Wellen. 1241) Das Haus des Herrn B. D oflein in der Wallthorstraße ist unter günstigen Zablunasbedingungen zu verkaufen, eventuell auf mehrere Jahre zu verpachten. Näheres bei dem Bevollmächtigten Chr. Vix, am Neuenwegerthor. Theater-Perrücken, Bärte, Locken, Zöpfe, ChignonS rc. in großartiger Auswahl, werden leihweise zu billigem Preise abcegeben. (1231 Georg Petri, Friseur, Seltersweg. Eine freundliche Frau oder Mädchen zur Wartung eines Kindes für die Nachmittag- stunden gesucht von (1244 Frau Dilling, Wilhelmstr. 18. I. Sock- messer und 4 — 12 m Länge, mit 18,94 cbm, 30 Fichtenstämme mit 9,92 cbm und 5799 Fichtenstangen, zu Bohnenstangen, Wagnerholz und dergl. geeignet. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf der Hattenröder Chaussee, ca. 1 Stunde von hier. Die Eichenstämme kommen noch Vormittags zum Ausgebot. Lich, den 23. Februar 1878. Wimmenau er, 1156)____________Forstrath._________________ Am Montag den 4. März, Morgens 10 Uhr, lassen Unterzeichnete zwei recht brauchbare Arbeitspferde, wovon das eine leichtere im Acker, das zweite sehr schwere Sermiethungen. 1250) Ein unmöblirtes Zimmer zu ver- miethen._______________Lindenplatz A. 29. 1085) Ein Familtenlogts aus 4 Zimmern bestehend ist zu vermiethen, ____________________Schloßgosse A. 258. 1042) Ein möbltrtes Zimmer mit Cabtnet zu vermiethen. ______________L. Petri, Ludwigsstraße. 721) Die Parterre-Wohnung in meinem Hause ist zu vermiethen und am 1. Mat zu beziehen. _______S- Katzenstein, Seltersberg. 1053) Die Wohnung in meinem Neben- hause, bestehend aus 5 Stuben, einigen Kammern, Küche und nöthigem Zugehör ist zu vermiethen und kann vom 1. Marz an bezogen werden. _ n ,, _____________Christiane Küchle?. 1229) Der zweite Stock ist zu vermiethen. Grünbergerstratze bet Jost Bell off Ww. 1214) Ein kleines Familtenlogis zu ver- miethen bei H. Capeller, Schiffmbg. Weg. 1004) Durch Ableben der Frau Douglas ist die obere Wohnung meines Hauses zu vermiethen und sogleich beziehbar. M. Rosenthal, Universitatsstraße. > Ein Fumilieulogis von 5 Zimmern mit Zubehör und abgeschlossenem Cor- ridor zu vermiethen und sofort zu be- ziehen. (i2ii) H. Schnell, Brandgasse. ~1158) Ein möbltrtes Zimmer per sofort zu vermiethen, Altcenstratze E. 104. 1181) Ein oder zwei Zimmer, möblirt oder unmöblirt, werden an Herren vermtc. thet. Grünbergerstratze B- 151,9. Zu erfragen zwischen H und Vr2 Uhr Nachmittags. Oeffentliche Aufforderunq. Die Gläubiger des Kaufmanns Heinrich Battenfeld zu Gietzen, über dessen Vermögen der formelle Concurs erkannt morden ist, werden zur Anmeldung ihrer Forderungen und Vorzugsrechte in Selbst person oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte bei Meldung stillschweigenden Ausschlusses auf Freitag den 5. April d. I., Vormittags 9 Uhr, mit dem Anfügen geladen, daß bezüglich eines Arrangements, Verwaltung und Versilberung der Masse, Wahl eines Gläubigerausschusses und definitiver Bestellung eines Massecmators die Beschlüsse der Mehrheit der erschienenen Gläubiger entscheiden sollen (634 Gießen, am 24. Januar 1878. Großberzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Gebhardt. Versteigerungen. Holzverfteigerung im Gietzener Stadtwalde. Montag den 4. März 1878, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem District Faulerboden nachverzetchnetes Holz versteigert werden: A» Brennholz. iLcheith. Prügelh. Stockh. Reish. brand am Fußpfad von Lich nach Et- geeignet, auf der Bahnstrecke am Wege tingshausen jeden Tages. ' " Nieder-Bessingen, am 25. Febr. 1878. Großh. Bürgermeisterei Nieder-Bessingen. Stämme Derbftangen Fichten Fichten Stück Fm Stück Fm 1896 1489 590 887,25 648,00 221,37 250 122 30,00 9,41 3975 1756,62 372 39,41 Versteigerung von Bau-, Nutz- und Brennholz aus den Waldungen des Großh. HausesLder Oberjörsterei Vadenrod. Mittwoch den 6. und Donnerstag den *1. März werden aus den Distrielen Lappenwald, Stemrüct und Grohu.ie,e versteigert: 3 Elchenstämme von 14—20 Clm. Durchmesser und 6—10 Meter Länge mit 0,58 Fstm. Inhalt, 2 Buchenstämme mit 1,63 Fstm. Inhalt, 1 Birkrnstamm mit 0,49 Fstm. Inhalt, 261 Fichten- und Kiesernstämme von 15—35 Ctm. Durchmesser und bis zu 21 Meter Länge mit 100,33 Fstm. Inhalt, 17 Eichen-Derbstangen mit 1,86 Fstm. Inhalt, 18 Nadelholz-Derbstangen mit 1,18 Fstm. Inhalt, 207 Raummeter Buchen-Schiiter, 120,5 „ Bucheu- 6 „ Eichen- 28 „ Nadel- 1 „ Aspe- 439 „ Buchen- , 14 „ Eichen- ? Reistg, 154 „ Nadel- ) 67,5 „ Buchen- - 38 „ Nadel- | Stocke. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Vormittags 10 Uhr im District Lappenwald bei Stamm Nr. 1 auf dem Vicinalweg von Wallenrod nach Ober-Sorg. Am ersten Tag kommt nur Bau-Nutzholz zum Ausgebot. Freitag den 8. INärz werden aus den Districten Stollberg, Hopfengarten und Fehdenberg versteigert: 1 Eichenstamm von 58 Ctm. Durchmesser und 8 Meter Länge mit 2,11 Fstm. Inhalt. 65 Buchenstämme von 36—60 Ctm. Durchmesser und 6—13 Meter Länge mit 83,52 Fstm. Inhalt. 64 Fichten- und Kiefernstämme von 23—32 Ctm. Durchmesser und 5—10 Meter Länge mit 21,56 Fstm. Inhalt. 547 Nadel-Derbstangen mit 19,53 Fstm. Inhalt. 535 Nadel-Reisstangen mit 2,82 Fstm. Inhalt. Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr im District Stollberg bei Stamm Nr. 1. Weitere Auskunft ertheilen die Großh. Forstwarte Buri zu Ober-Sorg und Lang zu Storndorf. Storndorf, den 24. Februar 1878. Großherzogliche Oberförsterei Vadenrod. Z. E. d. O.: 1203) Repp, Forstaccessist. Knüppel, WenseCs Garten. Freitag den 1. März, Abends 7 Uhr: (Concert »-IukiIAum8-8ünger, (emancipirte Sclaven) Studenten der Fisk-Universität zu Nashville, 894) Ver. Staaten. Die Gesellschaft besteht aus 7 Damen und tk Herren und trägt die eigenthümlich ergreifenden Nationallieder der Sclaven von Amerika vor.s Billete sind in der Ricker'schen Buchhandlung und Rudolph- schen Musikalienhandlung ä 2 X zu haben. An der Kaffe erhöhter Preis. NB. Das Rauchen im Saale bittet man gefl. zu unterlassen. Restauration nur in den Nebenräumen. 1199) Den geehrten Damen empfehle ich mich in allen vorkommenden Haararbeiten zu den billigsten Preisen. ______Hewter9 Iriseur, Kaplansgaffe. „Carueval verein Türkei66. Samstag den 2. Mär;, Anfang 7 Ahr, in WenzeFs Saulbau: Masken ■ Ball« 3W Entree für Nichtmitglieder 3 Mark.'^^ M Geheimkarten für Herren und Damen werden in der Wohnung des Herrn W. Klöpper (Kreuz) aus 7 Jggc gegeben; letztere nur gegen Vorzeigen der Legitimationsscheine ________________und Entrichtuna von 40 Pfennig.__________________(1257 Ich beedre mich hiermit zur Keckttniß zu bringen, daß ich mein Geschäft in Bändern, Modewaaren und Schweizer Stickereien mit heutigem Tage von Hockenheim nach Frankfurt a. HI., Kaiserstrasse \o. 6, verlegt habe, und empfehle mich bei Bedarf in meinen Artikeln bestens, mit der Versicherung, daß ich neben einer reichen Auswahl die als sehr billig bekannten Preise nach wie vor beibehalten werde. Die Änsertigung von Modewaaren beginnt mit 10. März, zu welcher Zeit ick mit einer großen Auswahl von Modellen von Paris zurück sein werde. Frankfurt a. M., den 15. Februar 1878. F. C. Strubherg, 6 Kailrrliraße 6. Filial- Geschäft besteht im bisherigen Locale in Bockenheim, Frankfurterstraße 2 5. [H. 6799.] (1120 f 1261) Hierzu eine Beilage und werde ich auch fernerhin eifrigst bestrebt bleiben, dadurch dauernd xu erhalten, daß ich bei bescheidenem solide und schöne Fabncate zu festen Preisen führe und Benefice nur den Grund- lleffenttiche Uersniilmtung der Schlosser^ Schmiede und sonstigen Melaiiarbeilk Samstag den 2. März, Abends 8 Uhr, in der Restauration BRAMM. Tagesordnung: Tie nothwendige Organisation der Metallarbein Referent: Herr Theiß aus Braunschweig. Hierzu ist Jedermann, besonders die Herren Arbeitgeber, eingeladen. 1253)Mas Comite. Auyust Meckere) Haupt-Depots in: Stidtfiibriluuit. Genf, Dresden und Gießen (Kaplansgasse Nr. 230). I Todes-Anzeige. I Es hat dem Allmächtigen gefallen, heute Mittag 2 Uhr, M meinen lieben Gatten den | ev. Pfarrer Georg f^ampa* R in ein besseres Jenseits abzurufen. W Die trauernde Gattin 1 Lina Lampas, geb. Koch. M Gießen, den 27. Februar 1878. 1 Die Beerdigung findet Freitag den 1. Mär;, Nach- N mittags 4 Uhr, statt. (1260 aus meine bisherigen Preise 5% Rabatt. Für das meinem Depot in Gießen seit seinem 4jährigen Bestehen in so reichem Maße zu Theil gewoidene Zutrauen danke ich aus's Beste mir dasielbe Avis. Durch den günstigen Erfolg meiner Unternehmungen sehe ich mich veranlaßt, bedeutende Vergrößerungen und Neueinrichtungen in meinem Etablissement vorzunehmen und beabsichtige demzufolge eine Umänderung meiner sämmtlichen Depots damit zu verbinden. Die älteren Muster werden vom 1. April ab theils geändert, theils durch neue, dem modernen Geschmack entsprechende ersetzt und meine Lager wieder aus's Reichhaltigste ausgestattet. Die verehrten Damen meiner Kundschaft in Gießen und Umgegend, welche noch Stickereien in den bisherigen Mustern wünschen, bitte ich Ihren Bedarf bis zu genanntem Termin zu decken, da ich mich nach Ablauf dieser Frist nur noch bei größeren Aufträgen zum Fabriciren bisheriger Muster verpflichten kann. Um die Liquidation der aus meinem Gießener Lager befindlichen Maaren zu beschleunigen, gewähre ich von jetzt ab bis zum 1 April sätzen strenaster Reellität treu bleibe. St. Gallen, den 20. Februar 1878. Hochachtungsvoll Concordia. S o ii n t a ff den 3. März 1878: TANZ -UNTERHALTUNG im Saale des „PRINZ CARL“. Anfang 7 illjr. Der Vorstand. NB. Der Eintritt ist nur gegen Dorzeigen der Karte gestattet. § Vereinigte Gewerkschaften. Sonntag den 3. März, Abends 8 Uhr: Theatralische flfieni) - Unterhaltant] auf LONY’S BIERKELLER. Entree 25 Pfennig.Das Conti le. De» ruW' * bereits am; U g-M «ui Mguugen rem fi nach den W i(i( den Gruud z jiiitbf, sagt das „ fische ist allerdii fcij es roch ztveise ^bis-Höschkn wir! ror ollen Diugen unb ihn in die eui sehen von Erlaub rniheidigen mnb, Lbtihanpl, durch i unb wühle Gros ’ scker Dorstchl bar Vundeö länger di Klappe des mo8t' kines russisch-östei günstig; die „Vi und schrill) u. A Zahlen sp Ruwelien und Äi dtr fliiegtofldru; tfblt gegepirdrtig Brigaden, 12 Kal llchnische Truppen Kriegsvenvallung die Divisionen aus werden, so würi tfTie und 25,000 yeldgeschühen erg Fkstlingsttup 5 KavaÜerik-Divis lrieder eine Mach, uvd 10.000 Reiter bislocmen Truppe, Tivistonen sormirt die von der Linie wacht im Kaukch lro9tn, weil die i Von Krankheiten er Der russisch, Wen 80,000 T zurVersw d,r Doum Echtz, m 1“ d«> ® *Ä'2( **• des Herrn Professor Köberl von Schlaginltceil Geographische und ethnographische Schilderung de< von ihm in Gemeinschaft mit zwei Brüdern bereistet Himalayaerläutert durch eine grössere Karte ud( landschaftliche Ansichten. Mitglieder haben mit Familie freien Eintritt. Eintrittskarten für Nichtmitglieder ä 50 H (für Schüler um Schülerinnen ä 20 H) sind in der J. Rick ersehen Buchhandlung ua Abends an der Gasse zu haben. Der I orsland« kiiiil'iiiaiiiiischiT Verein. Samstag den 9. März 1878, Abends präcis 8 Uhr, im Saale des Gasthofs zum „Prinz Carl“: