Itetn " Es streng $u vnMhrn. jnnbetfler, Henlop|§ zu oer? Kartseld^ ^chreiner- lnnegehabte vermiethen Ziehen; auch Lagerraum Freitag, den I. Februar 1878. Bo. %• Kichcmr MnMger Anzeige- Mb Amtsblatt für bk« Kreis Gießt«. •**H«*M*W*m: G«rt.«firaße B. 165. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». GLpepttton»^Hk»«Mr Schvlftraße B. 18. jj»jiriM,PLinFi^-~c*w ........ im । । !■ Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Theit. Gießen, am 28. Januar 1878. Betreffend: Die Instruction zur Dienstsührung der Gemeinde-Einnehmer. , Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grofiberzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Eine Ihnen demnächst zugehende Berichtigung zu Nr. 49 des vorjährigen Regierungsblattes wollen Sie dem betreffenden Bande zwischen Seite 458 und 459 beifügen lassen, und gleichzeitig auf Seite 457 die Aufschrift „Brennholz' in „Bau- und Nutzholz" ändern. Dr. Bookman n. ’o Luft. jttgen. n. ilbm 8 u. 9 Uhr i Bahnhose eine ren. Finder wir» gute Belohnung bzugeben. ?iealerrneißl bfrt, ÜKetnll ihenberger. Fr^ mf- bliebene versucht, um Griechenland vom Kriege abzuhalten. Northcote bemerkte dem nächst bezüglich der Haliung der Regierung in letzter Zeit, daß Derby in seiner Depesche vom 13. December die ernstliche Hoffnung ausgesprochen habe, daß eine zeitweilige Besetzung Konstantinopels und der Dardanellen vermieden werde, da sonst England die volle Freiheit des Handelns in Anspruch nehmen würde. Rußland habe am 16. December zwar eine freundliche aber ausweichende Antwort ertheilt, in welcher es anscheinend andeuten wollte, daß die russische Politik erfordern könnte, gegen Konstantinopel vorzurücken. Als aber am 12. Januar die Ruffen über Adrianopel auf Gallipoli vorrückten, machte England vorstellig, daß jede Operation, welche darauf abztele, die Dardanellen unter die Controle Rußlands zu stellen, als ein Hinderniß für Erreichung der Bedingungen für eine endgültige Regelung der Dardanellenfrage angesehen werden würde. Zugleich wurde von Rußland die Versicherung verlangt, nicht auf Gallipoli vorrücken zu wollen. Fürst Gortschakoff antwortete am 15. Januar: Rußland beabsichtige nicht auf Gallipoli vorzurücken, wenn nicht türkische Truppen dort concentrirt würden. Gortschakoff verlangte seinerseits Die Versicherung Englands, Gallipoli nicht besetzen zu wollen. Allein die Ruffen rückten immer vor und als Suleiman Pascha sich in der Richtung von Gallipoli zurückzog, beschloß die Regierung, die Flotte in die Dardanellen zu senden. Der Sultan sandte einen Ferman, worin die Zulassung einer Flotte gestattet wurde. Sobald es aber hieß, daß die Pforte bereit sei, die Friedensgrundlagen anzunehmen und daß die Dardanellenfrage nicht allein durch Rußland und die Türkei, sondern, durch eine Conferenz geregelt werden solle, wurde die Flotte contremandirt. Die Expedition der Flotte war nur eine temporäre Maßregel; dieselbe hänge nicht mit der Creditforderung zusammen. Die Frage sei, ob England mit der Stärke einer einigen Nation zur Conferenz gehen solle. Man könne nicht Frieden fordern, wenn man fortwährend verbreite, England fürchte sich in den Krieg zu gehen. Der Credit brauche nicht verwendet zu werden; er solle die Regierung nur in den Stand setzen, auf der Conferenz mit der Macht ausgerüstet zu sein, Englands Recht wirksam zu machen. Wenn das Haus das Vertrauen in die Regierung versage, muffe letztere die Entscheidung hinnehmen, es sei dann aber unmöglich, so wichtige Dinge zu behandeln, wie solche der Conferenz unterbreitet werden sollten. Die Regierung verlange Vertrauen, sie versichere, daß ein solcher Schritt der wirksamste Schutz des Friedens sein würde. Ein hervorragender Ausländer habe über die vorliegende Frage gesagt, es werde Niemand gehört werden, es sei denn, daß er stark sei. Der Marquis of Hartington wünscht die Debatte auf Donnerstag vertagt zu sehen, da es sich um ein Vertrauensvotum handle. Brigth erklärt, er begreife nicht, weshalb England aus die Conferenz mit Kanonen und Revolver gehen solle. Gladstone fragt an, ob das Gerücht, wonach die Einsetzung eines russischen Prinzen in Bulgarien beabsichtigt sei, aus Konstantinopel stamme. Nachdem noch einige Mitglieder gesprochen hatten, erklärte Schatzkanzler Northcote: Admiral Hornby hatte den Befehl erhalten, nach Konstantinopel zu gehen, den Wafferweg offen zu halten, britische Unterthanen und britisches Gießen, den 30. Januar 1878. Das Großhcrzvglichc Ki cis - Gesundheitsamt Gießen an die Großherzoqlichen Bürgermeistereien des Jmpfbezirks Gießen. Die Jmpflisten für die dießjährige Impfung werden in den nächsten Tagen an Sie gelangen und bemerken wir Ihnen bezüglich der Ausstellung derselben Folgendes. .n ben für Erstimpfung alle in der betreffenden Gemeinde im Jahre 1877 geborenen Kinder , auch solche, welche etwa mit ihren Eltern weggezogen find, eingetragen, Oie bis jetzt gestorbenen aber nicht. Nach vollendetem Eintrag sind alsdann unter C die zugezogenen Jmpspflich- tigen aufzuführen, oder es ist, wenn solche nicht vorhanden, dieß zu bescheinigen. Erst dann ist die Liste mit Namen der aufstellenden Behörde und Datum der dubfertigung^zu^ ^eder-Jmpfung sind unter B diejenigen Schüler aufzunehmen, welche im Laufe dieses Jahres das 12. Lebensjahr erreichen, und zwar haben diese Einträge nach dem Schulverzeichniffe zu geschehen. Die Gestorbenen und Weggezogenen, sowie Kinder, welche nicht in ihrer Heimath, sondern an andern Orten Schulen besuchen, sind in die Listen ihrer Heimathsorte nicht aufzunehmen. Unter C hat dann ebenfalls Eintrag der Zugezogenen zu geschehen, oder Bescheinigung, daß solche nicht vorhanden. Die Unterzeichnung dieser Listen geschieht durch den Schulvorstand. Bis spätestens 31. März d. I. wollen Sie die Listen an uns einsenden. Dr. G l a s o r. England. London, 28. Januar. Im Unterhause verstand sich der Schatzkanzler zur Vertagung des Geldbewillignngs-Beschluffes bis morgen, gab indessen Erklärungen ab. Er constatirte, daß die russischen Bedingungen der hiesigen Regierung vom russischen Botschafter nicht osficiell, indessen autoritativ mitgetheilt wor- bCtl ^Ach't Punkte seien es: Bulgarei autonom, Begrenzung jedenfalls nicht knapper, als durch die Conferenz festgesetzt. Türkische Truppen nur qn wenigen bestimmten Punkten. Der russische Kaiser ernennt einen christlichen Gouverneur. Die Stellung der Bulgarei wird analog der bisherigen Rumäniens. Montenegro vergrößert und unabhängig. Rumänien unabhängig und Gebietszuwachs. Serbien unabhängig und Grenzberichtigung. Herzegowina autonom unter genügender Bürgschaft. Die übrigen christlichen Provinzen werden ähnlich gestellt. Kriegsentschädigung an Rußland in Geld, Land oder anders. Sicherstellung Oer russischen Interessen in der Dardanellenstraße. Der Schatzkanzler besprach bedauernd den Verzug im Abschluß des Waffenstillstandes. Die Gründe seien ihm unbekannt. Absichtliche Verzögerung sei immerhin nicht unmöglich. Jedenfalls rücken die russischen Truppen vor. Die Pforte handle gegenwärtig durchaus nicht unter Englands Einfluß. Der Schatzkanzler findet den russischen Kriegsentschädigungs-Paragraphen be deutsam durch seine Unbestimmtheit. Jedenfalls betreffe der Friede europäische Jntereffen. England könne daher keinen Separatvertrag cknerkennen. Es sei der Regierung bekannt, daß Oesterreich ihre Ansichten theile. Der Schatzkanzler deutete die Gefahr an, daß nach gänzlicher Niederwerfung der Türkei Rußland sich so im Vortheile befinden könnte, daß bei der Schlußcon ferenz seine Stimme allein maßgebend sein würde. England habe bisher constant die in Derby's Mai-Depesche bezeichnete Politik befolgt, nämlich die der bedingten Neutralität. Es sei keinerlei Druck auf Griechenland ausgeübt, vielmehr möglichst auf die Beseitigung von Hinderniffen angestrebt worden. Es sei daher ein europäischer Conseil wegen des Friedens nothwendig. Die Stipulation wegen der Dardanellen sei entweder von großer Tragweite oder besage Nichts. Jedenfalls sei sie für England von größtem Jntereffe. Ein separates Abkommen darüber würde England nicht anerkennen und nicht zulaffen. Wiederholte Erklärungen Oesterreichs zeigten, daß es die daraus bezügliche Ansicht Englands theile. Die Niederwerfung der Türkei muffe aller dings große Veränderungen zur Folge haben. England würde sich aber in unvorthellhafter Stellung befinden, wenn die Mächte nur über den definitiven Frieden befragt werden sollten. Die britische Regierung halte an dem Inhalte der in der Mai-Note Derby's beobachteten Neutralität fest. Sie sei bestrebt, eine Erweiterung des Kampfes zu verhindern. Sie habeGriecherlland nur freundschaftliche Rathschläge ertheilt und weder Druck ausgeubt noch Bestechung Eigenthum zu schützen, sich aber der Theilnahme an den Feindseligkeiten zwischen Rußland und der Türkei zu enthalten. — Hierauf wurde die Debatte aus Donnerstag vertagt. — Abends. Im Unterhause beantragte Schatzkanzler Northcote, den angekündigten Supplementar-Credit zu bewilligen. Ec hob zur Begründung hervor : Die Türkei sei aus dem Schlachtfelde besiegt und habe um Frieden nachgesucht. Rußland habe den Waffenstillstand von der Annahme von Friedensgrundlagen abhängig gemacht. Der Pforte seien gewiffe Fciedensbasen mitgetheilt worden. Es heiße, die Pforte sei bereit, dieselben anzunehmen oder sie habe dieselben schon angenommen. Der britischen Regierung sei über die Unterzeichnung des Waffenstillstandes noch keine Information zugegangen. Der Grund der Verzögerung sei der Regierung unbekannt. Derselbe sei aber, welcher er wolle, es vergehe Tag aus Tag, ohne daß die Unterzeichnung erfolge. Die Ruffen setzten ihren Vormarsch fort. Den Wunsch, der Pforte Rath zu ertheilen, habe England nicht, weil damit eine große Verantwortlichkeit verbunden sei. Die vom Grafen Schuwaloff der Regierung nicht officiell mitgetheilten Frievensgrundlagen, worüber die einschlägigen Schriftstücke dem Hause morgen würden vorgelegt werden, seien folgende: Bulgarien solle, soweit die bulgarische Nationalität sich erstrecke, jedoch in keinem geringeren Umfange, als die Confe- renz in Konstantinopel bestimmt habe, ein autonomer Tributärstaat sein, unter einem christlichen Gouverneur. Die türkischen Truppen sollten nach noch näher zu bestimmenden Punkten zurückgezogen werden. Die Unabhängigkeit Montenegros mit einem dem militärischen status quo entsprechenden Gebietszuwachs, wofür die Bestimmung der Grenze Vorbehalten bleibe. Volle Unabhängigkeit Rumäniens unter ausreichender territorialer E ttschädigung. Völlige Unabhängigkeit Serbiens mit entsprechender Grenzbenchtizung. Bosnien und der Herzegowina sollten ähnliche Reformen, wie den anderen christlichen Provinzen der Türkei gewährt werden. Die Kriegsentschädigung solle in Geld, Länderzuwachs oder anderen Aequivalenten bestehen und späterer Feststellung Vorbehalten sein. Endlich solle ein Einvernehmen hergestellt werden, wodurch Rußlands Interessen an der Durchfahrt durch die Dardanellen Rechnung getragen werde. — Diese Bedingungen Rußlands seien sehr weitgehend. Bulgarien bilde die Mitte der europäischen Türkei. Die für B ilgarien geforderte Autonomie sei nicht blos eine administrative, sondern gleiche der rumänischen und serbischen vor dem Kriege. Ferner heiße es, der Czar wolle selbst für Bulgarien den Fürsten auswählen. Sonach würde im Herzen der Türkei eine bedeutende neue Macht unter einem Rußland ergebenen Fürsten gebildet werden. In Betreff Rumäniens, Serbiens und Montenegros würden die bezüglichen Fragen anderwärts eingehender als von England geprüft werden und vielleicht Schwierigkeiten Hervorrufen. Ferner sei die Frage der Kriegsentschädigung eine sehr elastische. Rußland könne demnach eine teritoriale Entschädigung in der Form wählen, welche für Europa von größtem Interesse sei. London, 29. Januar, Abends. Im Unterhause kündigte Forster an, er werde zu der Vorlage über die Creditsocderung einen Antrag einbringen. — Auf Befragen Chaplin's erwiderte Schatzkanzler Northcote, die Regierung habe noch keine Nachricht von der Unterzeichnung des Waffenstillstandes erhalten. — Unterstaatssecretär Lowther verlas ein Telegramm aus der Capstadt vom 8. d., wonach der Aufstand in der Ausdehnung begriffen war und nur mit größeren Streitkräften unterdrückt werden könne. — Unterstaatssecretär Bourke erklärte auf Anregung Lesevre's: Die Vorlegung von auf Kreta bezüglichen Actenstücken sei nicht erwünscht, daselbst gebe es keine Jnsurrection, wohl aber Ruhestörungen. — Der Antrag Forster's besagt: Das Haus sei durch die Thronrede benachrichtigt, daß keiner der Kriegführenden die Bedingungen der Neutralität verletzt habe; da das Haus keine weitere Mittheilung erhalten habe, welche eine Abweichung von der Neutralität hinreichend rechtfestigen könnte, so sehe es keinen Grund, die Lasten der Bevölkerung durch unnöthtge Credite zu vermehren. — Im Oberhause machte Lord Derby auf eine Anfrage von Emly fol« gende Mittheilung: Griechenlands Beschwerden über das Verhalten der ausgewanderten Tscherkeffen seien berechtigt, so daß England vorstellig geworden sei, worauf die Pforte versprochen habe, die Ansiedlung der Tscherkeffen nicht über eine bedeutende Entfernung von der griechischen Grenze hinaus auszudehnen. Es seien wiederholt Erkundigungen erfolgt, ob Griechenland bei einer eventuellen Conferenz zuzulaffen sei; es sei darauf geantwortet worden, daß es noch nicht an der Zeit sei, diese Frage zu besprechen. Griechenland habe vernünftig gehandelt, indem es dem Kriege sernblieb; das begründe indeß nicht einen Anspruch auf benachbartes Gebiet. Die Vorlegung von Schriftstücken sei wegen der in Athen herrschenden kriegerischen Stimmung nicht thunlich. Italien. Nom, 29. Januar. Die gegenwärtige Parlaments-Session wurde geschloffen und das Parlament ist aus den 20. Februar wieder einberufen. Türkei. Konstantinopel, 29. Januar. In Folge des andauernden Zuströmens von Flüchtlingen wurde die Polizei verstärkt. Griechenland. Athen, 29. Januar. Die Kammer stimmte mit 91 gegen 6 Stimmen den anläßlich der Unruhen ergriffenen Maßregeln zu. Die Regierung, welche die Cabinetsfrege stellte, bleibt im Amte. Die Ruhe darf jetzt, nachdem noch einige Verhaftungen vorgenommen worden sind, als vollkommen wiederhergestellt angesehen werden. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr* Eorrespondenz-Bureau. Petersburg, 30. Januar. (Amtliche Meldung.) Generaladjutant Ankas berichtet telegraphisch: Der Dampfer „Konstantin", der am 22. von Sebastopol abgegangen und nachdem er einen heftigen Sturm bestanden, am 24. bei ^ruchum Kale angekommen war, näherte sich am 26. d. Nachts Datum, woselbst sich ein aus 7 großen Schiffen bestehendes türkisches Geschwader be- fand. Der Commandant des „Konstantin", Capitän Abakaroff, entsendete 2 ^orpedo-Knttcr mit Whithead-Torpedos; von letzteren wurden darauf 2 gegen den Wache haltenden türkischen Schraubendampfer losgelaffen, wodurch dieser vollständig gebrochen und zum raschen Sinken gebracht wurde, so daß die Trümmer die Wafferstäche bedeckten. Die Kutter vermochten die Mannschaft nicht zu retten und kehrten zum „Konstantin" zurück, welcher darauf die Küste entlang gegen Samsun segelte und am 28. nach Sebastopol zurückkehrte. Berlin, 30. Jinuar. Die „Nordd. Allgem. Zeitung" schreibt: Die Mittheilung, daß der Vorlage über die Stellvertretung des Reichskanzlers noch eine Denkschrift beigegeben sei ist unrichtig; ebenso die weitere Behauptung, der Reichskanzler habe für den Fall der Ablehnung der Vorlage sein Enr- laffungsgesuch angekündigt. Wien, 30. Januar. Die hierher telegraphirte Mittheilung des Londoner „Daily Telegraph", daß Oesterreich und England identische Noten an bas Petersburger Cabinet gerichtet hätten, wonach die Friedensbedinzungen einer europäischen Conferenz vorzulegen wären, wird diesseitig als pure Erfindung bezeichnet. London, 30 Januar. Im U iterhause kündigte Pim an, er werde anläßlich der Creditsocderuiig folgenden Antrag stellen: das Haus möge die von der Regierung beobachtete Politik anerkennen, nachdem seitens des Kaisers von Rußland das Versprechen gegeben sei, daß er nur die Sicherstellung des Looses der Christen un) keinen Gebietszuwachs anstrebe; das Haus sei der Ansicht, baß das Versprechen des Kaisers durch die Friedensbasen und den russischen Vormarsch umgangen sei und erachte deshalb die sofortige Action Englands ils absolute Nothweudigkeit; das H ms eriuche daher um Vorlage des Budgets behufs Stellung der Armee und Flotte auf den Kriegsfuß. London, 30. Januar. In Parlamentskreisen glaubt man, daß die Regierung bei der Abstimmung über die Creditforderung eine Majorität von 100 Stimmen für sich haben werde. London, 30. Jinuar. In Parlamentskreisen nimmt man an, daß die Debatte über die Creditforderung etwa vier Abende in Anspruch nehmen werde. Das Amendement Forster's gegen die Creditforderung ist eingebracht worden, um Hartington, dem Führer der Opposition im Unterbause, zu ermöglichen, am Schluß der Debatte das Wort zu ergreifen. Petersburg, 30 Januar. Em officielles Telegramm des Generals Zimmermann aus Medschidje vom 28. d. berichtet über deffen Kämpfe gegen die Besatzung von Bazardschik, bis zu deffen Befestigungen die Ruffen vor- dranzen. Die Wege sind in Folge des Thauwetters grundlos und der Pro- oianttransport deshalb sehr schwierig zu bewerkstelligen. Die Ruffen hatten keine Vocräthe und litten selbst Mangel an Waffer. London, 30. Januar. Aus der dem englischen Parlament mitgetheilten neuesten diplomatischen Correspondenz ist Folgendes hervorzuheben: Layard machte am 25. Derby die Mittheilung, die Friedensbedingungen kämen der Vernichtung des türkischen Reiches in Europa gleich. — Eine Depesche Gortschakoffs an den hiesigen russischen Botschafter Schuwaloff vom 24. d. besagt: Nach eingegangenen Berichten würden türkische Truppen nach Gallipoli dirigirt, gleichwohl habe der Kaiser den Großfürsten Nikolaus angewiesen, nach dieser Richtung zwar em Beobachtungscorps vorznsenden, aber nicht bis Gallipoli vorzurücken. Rußland sei daher nicht nur seinen Intentionen treu geblieben, sondern habe noch mehr gethan, wenn wirklich türkische reguläre Truppen sich in Gallipoli befinden sollten. — Ein Memorandum Derby's an Schuwaloff vom 13. d. hebt hervor, daß die Vermeidung einer auch nur temporären Besetzung von Konstantinopel wünschenswerth sei und drückt die Hoffnung aus, Rußland werde, um jede Störung der guten Beziehungen zu vermeiden, keinen Versuch machen, Konstantinopel und die Dardanellenstraße zu besetzen. Anderenfalls behalte sich England alle zum Schutz seiner Jntereffen nothwendigen Schritte vor. Gortschakoff antwortete hierauf, der Kaiser intendire jetzt so wenig, wie vor dem Kriege, die Besitzergreifung Konstantinopels. Der Kaiser behalte sich aber volle Actionssreiheit vor, welche das Recht eines jeden Kriegführenden sei. Washington, 30. Januar. Der Senator für Wisconsin, Cameron, stellte zu der Bland'schen Silberbill das Amendement, daß das Gewicht der Silber-Dollars 420 Grain anstatt 412 betragen soll. „New-Dork World" ist der Ansicht, es werde auf Grund des Cameron'schen Amendements zur Verständigung über die Silberfrage kommen. * Konstantinopel, 30. Januar. Die Pforte hat den Großmächten nachgewiesen, Rußland verzögere den Frieden. Darob sei die Aufregung wachsend und ein Maffacre zu befürchten. Der Sultan beabsichtigt, England um abermalige Absendung der britischen Flotte nach Konstantinopel zu ersuchen. Wien, 30. Januar. Die „Polit. Corresp." meldet aus Rom: Der Ministerpräsident Depretis sprach aus freien Stücken gegenüber dem österreichischen Botschafter sein Bedauern darüber aus, daß trotz ertheilter strengster Weisungen anläßlich des Leichenbegängniffes Victor Emanuels einige feindselige Demonstrationen von Trientinern stattfinden konnten. Der Minister des Innern habe wegen dieses Falles eine Untersuchung angeordnet. — Die „Polit. Corresp." meldet aus Cattaro von heute: Die Montenegriner haben, nachdem die befestigte Insel Wranjina sich ihnen ergeben hatte, gestern den Benjanafluß von Albanien aus überschritten. Die türkische Garnison von Trebinje ist am 29. Januar gegen Ljubinje abgezogen. * Wien, 30. Jan. Das gestern angezeigte, nach Petersburg abgegangene Schriftstück des auswärtigen Amtes trägt durchaus den Character eines Ultimatums. Es lautet in seinem Hauptpunkte: Alle Bestimmungen, welche die europäischen Jntereffen und welche die österreichischen Sonder- intereffen berühren, sind, wenngleich zwischen der Türkei und Rußland vereinbart, für Oesterreich ungiltig; desgleichen alle Bestimmungen eines solchen Separatvertrages zwischen Rußland und der Türkei, wodurch bestehende europäische Verträge aufgehoben werden. Eine Aenderung solcher Verträge steht vielmehr nur den alten Vertragschließenden gemeinschaftlich zu. Umgehende Rückäußerung ist erbeten. * Konstantinopel, 30. Januar. Die Aufregung hat hier den höchsten Grad erreicht. Rußland verweigerte im letzten Momente sowohl die Unterzeichnung des eigentlichen Waffenstillstandes als überhaupt der allgemeinen Basis. Die Ruffen rücken auf der ganzen Linie vor und stehen in Tscherkeskiöi an der Eisenbahn zwischen Tschorlu und Konstantinopel, von letzterem in gerader Linie nur 85 Kilometer entfernt. Der Telegraph nach Varna ist unterbrochen und man befürchtet, daß bald der Telegraph nach ganz Europa abgeschnitteu sein wird. Am 28. Abends sind die Russen in Tschorlu, Lüle- Burgas und in Rodosto an der See eingetroffen. Mehemed Ali und Mukhtar werfen sich ihnen entgegen. In ihrer Armee haben sie 24,000 Nizams. Auch Suleiman ist nut seiner Armeeaufstellung fertig und wird demnächst den Kamvf aufnehmen. Oxford, 30. Januar. Bei dem Empfange einer Adresse der „Liberalen Handel und Verkehr. aus den 628) Zutritt. Der Vorstand. Die trauernden Hinterbliebenen 638) 224) der mitytfieilten in: Lahard tarnen der ine Depesche vom 24. d. ach Gallipoli ewiesen, nach ht bis Gallt- reu geblieben, Truppen sich a Schmaloff nporären De» ।offnuiy aus, leiden, keinen n. Anderen- iotb®enbigen bitt setzt io Der Kaiser (eben Kriez- Berlin. Double für Frauenjacken u. Joppen von X 1,60 an, Engi. Ratine und Melton von X 2,60 an per Elle. isin, Cameron, ; ßiMt der k World" lst nl8 jut Der- ländische Cigarren auf mindestens 21O«^L festgesetzt werde. — Das Bureau wurde in der Weise gebildet, daß Herr I Herz von hier zum ersten und Herr M- Meyer zum zwei' len Vorsitzenden gewählt wurden. Der zum Schriftführer ernannte Herr Handel-. kammer^Secretär Puls von hier mottvirte Die vorn erwähnten Anträge, von denen die drei ersten mit großer, die anderen vier mit geringer Majorität von der Vorversamm lung angenommen wurden. Derselbe bemerkte, daß die Erhöhung der Tabaksteuer hauptsächlich,Sütdeutschland, das am meisten Tabak producire, belasten würde. Bayern, Baden und Elsaß bepflanzten nach der neuesten Statistik 15,858 Hektaren, seien also mit reichlich 70 pCt. an der ganzen deutschen Tabakscultur betheiltgt. Wenn auch das Monopol resp. die Steuer in Frankreich 251 Millionen X, in England 148 Mill. X, in Oesterreich und Amerika 173 Mill- X, in Deutschland dagegen nur 14 Millionen betrage, so sei die Steuerkrast von einer Million Köpfen, die dieser Industrie ihren Lebensunterhalt verdanken, nicht zu unterschätzen. Nach längerer Debatte, an welcher fich u- A- Herr Commerzienrath Gail aus Gießen, Herr Handelskammersecretär Weinmann aus Offenbach beteiligten, wurde Resolution 1 und 2 einstimmig angenommen. Gegen den vierten Punkt wurden verschiedene Stimmen deshalb laut, weil er practfltte Vorschläge mache. Herr Hamburger beantragte, der Resolution 4 folgende Fassung zu geben: Sollte jedoch eine Erhöhung der Steuer unbedingt nothwendig erkannt wer- den, so müssen die einzelnen Steuersätze zu einander in einem anderen Verhältniß stehen, als im Regierungsentwurf vorgeschlagen. Es müßten alsdann die bezüglichen Ansichten Association" sagte Gladstone, der europäische Friede hänge von den Ereignissen der nächsten Wochen ab, er wies die Beschuldigung zurück, daß die Liberalen die britischen Jntereffen vernachlässigten; man habe Grund zu glauben, daß die Pforte die Erlaubniß der britischen Flotte in die Dardanellen nur gegeben habe, nachdem der Botschafter Layard erklärt habe, dieselbe werde mit oder ohne Zustimmung der Türkei vor sich gehen. Die Pforte habe nicht einmal das Recht, diese Erlaubniß zu geben. Die Sendung der britischen Fiotte sei ein kriegerischer Act, eine Verletzung der Neutralität gewesen. Wenn die Irländer nicht mit den Liberalen gegen die Creditsorderung stimmten, werde Irland entehrt. Die liberale Partei, obgleich im Parlament in der Minorität, habe die Unterstützung des Landes und in dieser Frage habe das Land das Wort zu ergreifen. delskammern, in Berücksichtigung gezogen werden, welchem Vorschlag die Versammlung -ustimmte. Zum Vertreter der hiesigen Versammlung auf der Versammlung der TabakS- tntereffmten in Berlin wurde Herr Handelskammersecretär Puls und Herr Commerzienrath Gail aus Gießen gewählt. (N. Frkf. Pr.) — Dr. Strousberg wird demnächst unter dem Titel „Ein Seehasen" eine Broschüre veröffentlichen, in welcher er den Plan, Berlin durch einen Canal mit den Mütt- düngen der Eibe und der Oder zu verbinden, auseinandersetzt. Strousberg ist der Ansicht, daß ein solches Werk wegen der geeigneten Bodenbeschaffenheit sich leicht würde Herstellen lassen, man bedürfe überhaupt nur weniger Schleusen, um die Ausmündungen unbedeutender Zuflüsse zu reguliren, und er ist durch die beigefügten Voranschläge so überzeugt von der Ausführbarkeit des Planes, daß er selbst sich zur Uebernahme der Arbeiten ohne Hilfe und Garantie des Staates bereit erklären würde- Er meint, dctz wenn nur die Hälfte der gewöhnlich zwischen Ostsee und Nordsee fahrenden Schiffe sich durch den Canal schleppen lass n würden, das Anlagecapital im Betrage von etwa 8 Millionen Pfd. Sterl. 10 pCt. Zinsen tragen werde. Die Beerdigung findet Samstag den 2. Februar, Nachmittags 1 Uhr, statt. an, baß die Men werbe, cht worben, Möglichen, es Generals impfe gegen Ruffen vor- ib der Pro- ussrn batten Tuch und Buckskins in allen Qualitäten empfiehlt unter billigster Bedienung fjttdwig Z/ffwg, Marktstrasse 25. Ausverkauf: Winter-Buckskin und rein Woll-Ratine von X 4 an, In Giessen zu haben bei den Herren : J. A. Busch Sohne, L. Kalkhof, Emil Fischbach, Apoth. Dr. Laubinger, Apoth. Dr. Mettenheimer, K. Göbel, Willi. Weidie, Apoth. Dr. C. w. Hempel, 41) L. Müller vorm. E Hermes, Heinzerling 4? Tribus. 582) Um gefällige Zurücklieferung folgender Drucksachen bittet ergebenft I>r. l*li. Phoebus r Jahresbericht üb. Pharmakogn., Pharmacia u. ToxikoL f. 1876. [®r. 8. In gelben Umschlag geheftet.^ Archiv d. Pharmacia. 1877, Mai. fAeußeres eben so.) Pharmaceut. Zeitschr. f. Russland. 1877. Nr. 11 f— Bogen 21. 22; gr. 8; lose, ohne Umschlag). Vermischtes. Frankfurt, 27. Januar. Heute Nachmittag sand im „Frankfurter Hof" eine Versammlung von Cigarren Fabrikanten uno Tabakshändlern zur Besprechung der Steuerfrage Statt. Es waren anwesend Herren aus Aschaffenburg, Bensheim, Bremen, Bruchsal, Darmstadt, Gelnhausen, Gießen, Hamburg, Langen, Limburg, Mannheim u. s. w. Der Hauptversammlung war eine Vorbesprechung oerausgegangen, welche folgende Anträge dem Plenum unterbreitete: 1) Jede neu einzusührende — oder erhöhte Besteuerung der inländischen Tabakscultur und jede entsprechende Erhöhung des jetzt bestehenden Eingangszolls auf inländischen Rohtabak würoe insbeso.oere bet den jetzigen traurigen Geschäftsverhältnissen, eine Beschränkung deS Tabaksconsums, eine Verminderung des Exporthandels und eine Nc-Hrungslosigkeit zahlreicher Fabrikanten, Tabaksbauern und Arbeitern zur Folge haben. 2) Zur Einführung des Tabaksmonopols, das eine verhängnißvolle Anomalie in der winhschaftlichen Entwicklung Deutschlands bilden würde, liegt kein ausreichender Grund vor. Bei der Ausdehnung, welche Rohtabakshandel, Tabakfabrikation und Handel mit dem Fabrikate in Deutschland erreicht haben, würden viele Rohtabakgeschäfte außer Nahrung, bet Werth zahlreicher Fabrikgebäude und Maschinen vernichtet und einer großen Classe von Arbeitern ihr Lebensunterhalt entzogen werden. 3) Aus diesen Gründen beschließt die Versammlung, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln auch das neueste finanzielle Project zu be kämpfen und die Berliner General-Versammlung aufzufordern, in diesem Sinne zu wirken. 4) Sollte jedoch eine Erhöhung unter Einführung der Gewächs-Steuer un vermeidlich sein, so halten wir es im Interesse unserer schwer gefährdeten Tabaks- Cultur und -Fabrikate für unbedingt geboten, daß die Steuer auf inländischen unser mitten Tabak keinesfalls höher als 15 X festgesetzt werde 6) Daß der Zoll auf aus- Theater. Die Fledermaus, komische Operette vom Wiener Hofballmusikdirektor Johann Strauß ist dasjenige Werk, welches als Musik zum ersten Male der französischen Operettenrichtung einen gewaltigen Stoß verfitzte und den deutschen Namen auch in musikalischer Richtung auf's Schild hob. Und in der That, welcher Unterschied in bet Musik zwischen Offenbachs musikalisch bestem Werke, dem Orpheus in der Hölle und der Fledermaus. Der Raum ve> bietet uns, des Näheren auf diese Unterschiede einzugehen und wollen wir nur einfach conftatiren, daß wir selten in eine solch' fidele Laune versetzt wurden, als gestern bei der Fledermaus, wo die prickelnde Walzermustk, dieses ächte Wiener Volkskind, das gemüthliche heitere Textbuch mit seinen tollen Vet Wicklungen, im Verein mit seiner recht guten Vorführung uns förmlich electrisicte. Nummern wie das 2. Finale „Brüderlein und Schwesterlein", noch dazu so üppig gesungen, wie von Ft. Kurde, oder der erste elegische Theil des Czardas, müssen Hinreitzen und thaten es auch. Uns intenfflrte hauptsächlich die Aufführung; denn es ist ja bekannt, daß Herr Kurde außer seiner Frau über fast gar keine musikalischen Kräfte in diesjähriger Saison gebietet. Das „W i e" der Zubereitung kennen zu lernen, war uns interessant und die Sache hat uns gemundet. Hier konnte man den unermüdlichen Eifer und Fleiß des Studiums sehen, der allerdings im allgemeinen Beifall feinen Lohn fand. Denn wenn auch über Vieles zu mäkeln wäre, man mußte in Be- l ückstchtigung des vorhandenen Materials seinen vollsten Beifall unbedingt aussprechen. __ Eingesandt. Gießen. Wie wir aus den hessischen Volksblättern entnehmen, wird binnen Kurzem der durch seine langjährige Praxis berühmt gewordene Hühneraugen-Operateur Herr E. Wiechmann auf einige Zeit in hiesiger Stadt seinen Aufenthalt nehmen. Wir machen das leidende Publikum darauf aufmerksam, diese Gelegenheit nicht unbenützt vorüber gehen zu lassen. Genannter Herr hat namentlich in Mainz und Darmstadt, durch, seine glückliche, meisterhafte Ausführung seiner Operation sich rasch das Vertrauen des Publikums, und den grötzten Dank feiner Patienten zu erwerben gewußt. JdJ P. 7) Zu prompten Lieferungen großer Posten Ringofen-Ziegelsteine, Fn^on- und Veeblendsteine re. für Frühjahr und später, empfiehlt sich L. Weygazid in Wetzlar. III» Stiftungsfeste Gesellige Unterhaltung mit Concert, Theater und lebenden Bildern. Bier im <*!<•«• Eine Garderobe ist eingerichtet. Nur Mitglieder mit Familie, sowie geladene Gäste haben ait, ’ä« bi: ^sers von I des Looses bet »«sch, ' nffiWn 1 Englands es Budgets daß dir jontät von 625) Der Unterzeichnete offerirt den geehrten Bewohnern Gießens Heffenbrücker Braunkohlen. Bei Posten über 2d Ctr. zu 85 den Ctr. (prima Stücken) frei an's Haus. Bestellungen bitte bei mir oder den Herren Gastwirth Peter Kirchner oder Herm. Ullrich in Gießen zu machen. Heffenbrückerhammer, den 1. Februar 1878. Georg Schäfer, Gastwirth. "IVT a £* wenn die Etiquette den Namenszug J. V. Eleblg in blauer ■LS Ul dllll Farbe tragt. Todes Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser vielgeliebter Vater und Schwiegervater Wilh. Volk II., Bürgermeister, nach 8tägigem schwerem Krankenlager sanft entschlafen ist. Allendors a. d. Lahn, den 31. Januar 1878. Liebig Company s Fleisch-Extet aus FRAY-BENTOS (Süd-Amerika). ehrt«. "e "(6t: ®>« ’-Wiita ‘ f«« 6ni= 1 ’M 8on= >>-" u 'Sxnaen 8 Pure Er- Literarisches. Jlltrstrirte Jagdzeitung. Organ für Jagd, Fischerei und Naturkunde. Her- ausgegeben vom k Overförster H. Nltzsche. 5. Jahrgang. Nr. 8 enthält: Jagd-Denk' münzen von Oberförster Joseph, mit Illustration. — Jagddilder aus der Ostindischen Inselwelt dor H v. Clausewitz. — Expansionsgeschosse von Dr. Pechuel-Lösche. — Räubereien eines zahmen Falken von Freiherr Schenk zu Schweinsberg. — Literatur und andere interessante Notizen. — Verlag von Schmidt und Günther in Leipzig. Alle Buchhandlungen und Poftanstalten nehmen Abonnements an. Preis 3 x halbjährlich. Arieger-llerein ijt Gießen. Samstag den 2. Februar, Abends 8 Uhr, im Lei b’schen Saale: Großmächten siegung wach' England uni i ersuchen- Roal- Der em öfter* vaster Wet- je feinbfdifle ijtet des In- Die.Polit- Sen, nachdem i Benjanafiuß ebinje » am 'lsburg * en Charter g,stimMUNAeNt feen M°»d »«' . ,(n,8 '* t Derttäge Jl*1* hat hi" und W6 X» <*s* un J Limburg, 30. Jan. (Fruchtbericht.) Rother Weizen X 19.10, Weißer Weizen tegierungsentwurf vorgeschlagen. Es müßten alsdann die bezüglichen Ansichten i19.—, Korn X 13.20, Gerste X 11.40, Hafer X 7.15. (Durchschnitts-Preis pro Kreisen der Industrie, sei es durch Enqueten, sei es durch Gutachten der Han I Malter.) Besondere Bekanntmachungen Oeffentliche Aufforderung Die Gläubiger Kes Kaufmanns Heinrich Battenfeld zu Gießen, über btffen Vermögen der formelle Concurs erfonnt worden ist, werden zur Anmeldung ihrer Forderungen und Vorzugsrechte in Selbst person oder durch gehörig legitimtrte Bevollmächtigte bei Meldung stillschweigenden Ausschlusses auf Freitag den 5. April d. I., Vormittags 9 Uhr, mit dem Anfüger. yeiaben, daß bezüglich eines Arrongemei t8, Verwaltung und Versilberung der Masse, Wahl eines Gläubigerausschusses und definitiver Bestellung eines Massecurators die Beschlüsse der Mehrheit der erschienenen Gläubiger entscheiden sollen. (634 Gießen, am 24. Januar 1878. Großberzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Gebhardt. Main-Wcser-Bahn. Die Lieferung von: 13770 Stück Bahnschwellen von Eichenholz, sowie 4407,5 laufende Meter Weichenschwellen von Eichenholz soll in 14 Loosen in öffentlicher Submis sion vergeben werden. Die bezüglichen Offerten sind versiegelt und francirt mit der Ausschrtst: »Offerte auf Lieferung von Bahn- schwellen" versehen spätestens bis Sonnabend den 9. Februar l. I., Morgens 10 Uhr, bet uns einzureichen und werden zu der vorbestimmten Stunde in Gegenwart der etwa persönlich erschienenen Submittenten eröffnet. Die Lieferungsbedingungen liegen bei unserer Central - Materialien - Verwaltung auf, können aber auch von derselben gegen portofreie Einsendung von 0,75 bezogen werken. (538 Gaffel, den 22. Januar 1878. Königliche Direktion ______der Main-Wefer Bahn.______ Jagdverpachtung. Samstag den 16. Februar 1878, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Rathhaus dahier die der Gemeinde zustebende Jagd, bestehend in circa 3000 hessischen Morgen Feld und 1750 Morgen Wald, auf weitere 6 Jahre verpachtet werken. Langsdorf, den 29. Januar 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Langsdorf. 632) ' Köbler.______________ Zagdverpachtung. Die am 15. Februar dieses JahreS leibfällige Jagd der Gemeinde Frankenbach soll Freitag den 15. Februar, Mittags 1 Uhr, auf dem Büreau des Bürgermeisters auf 6 weitere J.-Hre meistbietend verpachtet werden. Pachtltebhaber werden hierzu eingeladen. Frankenbach, den 29. Januar 1878. I. Verh. des Bürgermeisters: 626) S ch w e b l, Beigeordneter. Iagdverpachtung. Dienstag den 12. Februar 1878, Nachmittags um 2 Uhr, soll die Gemctnde-Jagd in der Gemarkung Mainzlar anderweit auf 6 Jahre auf hiesigem Rathhause verpachtet werden. (627 Mainzlar, am 29. Januar 1878. Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. ______________Vogel._____________ Capital-Ausleihung. 630) In der Gemeinde-Kosse zu Oppenrod liegen 3000 JL gegen Hypothek Sicherheit zum Ausleihen Oppenrod, den 28. Januar 1878. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. Petr i. Versteigerung. Holzversteigerung in der Fstl. Oberförsterei Lich. Montag den 4. Februar, im Fuchsstrouch und ftolnhäuser Kopf: 28 Rmtr. Buchen-Scheitbolz, 19 „ Eichen- und Kirschbaum-Scheit- Holz, 57 „ Buchen- und Eichen-Prügelholz, 53 „ Buchen- und Eichen-Stockholz, 6040 Wellen Buchen- und Eichen-ReiSholz und 250 Buchen Fachgerten. Zusammenkunft Morgen- 10 Uhr auf dem chaussi>ten Weg am Kolnhäuser Kopf unweit des Bahnwärterhauses. Lich, den 26. Januar 1878. Wimmenauer, 562)Forstrath. AeUgebotenes. Zu verkaufen. 605) Eine aroße Partie altes Bauholz, zu Lagerholz sich eignend, kann in kleinen Quantitäten abgegeben werden. ____________________I. Blitz. Theercapseln. Deutsches Fabrikat, aus reinem schwedischen Theer. 20 Stück ----- 40 50 „ = 90 „ Pelikan- Apotheke 502) von Dr. A. Mettenheimer. Weiße Voi hänge aller Art, Rouleaux-DreÜ in den gangbarsten Dessins- Anfertigung jeder Dccorations - Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei 170) Th. Brück, Kanzletberg B. 1. Darwin. 590) Die bis jetzt erschienenen 71 Lieferungen der Caru s'schen Ausgabe (neu) werden b'llig abgegeben. Näheres sub. 590 in der Exp»d.____________________________ Beltsebern und Daunen Zwillck und Barchent, Feder-Leinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reellei Ausführung, bei 169) Th. Brück, Kanzleiberg B. Brennholz. Buchenfcbeitholz per Raummeter «M. 11. do. kleingeschnitten, per Rmtr. AL 12, do. kleinqemacht, „ „ „ 13, do. per Ctr. Al. 1,50, Tannenholz per dir. M. 1,20, bei Abnahme von 1 Raummeter oder 8 Ctr. frei an^S Haus, empfiehlt 72) Andreas Euler. AUSTEILUNG UCAMEL1870. j Beste feuerfeste u. diebs- fichere Kassa- SchränKe, Die, laut Urtheil der Höchsten Provinzialbehörde und vieler Privaten, welche von mir bezogen, über alles Erwarten günstigen billigsten Heizeffect erzielenden Musgrave’s Patent-Sparöfeii, Elektrische u. Luftdruck - Haustelegraphen und Telephons, Holzzerklcinerungsmefser, zusammenlegbare Zimmerleitern, sowie Aunge'sche Gas- lampeu, welche das Gas selbst erzeugen, empfehle zu billigsten Preisen. (635 Weidengasse B. 92. Rutlolph Ziktzener Jtonartücreiii. Viertes Concert Sonntag den 3. Februar, Abends 5 Uhr, (F. MENDELSSOHNS Geburtstag) im Ciubsaale, unter Leitung des Grossherzoglichen üniversitäts - Musikdirectors Herrn Adolf Felchner und unter gefälliger Mitwirkung des Fräulein Louise Knispel, Concertsängerin aus Darmstadt, des academischen Gesangvereins und des durch auswärtige Künstler bedeutend verstärkten Orchesters. PROGRAMM: I. Theil. 1) Ouvertüre zu Shakespeare^ nSommernachtstraum“ von F. Mendelssohn-Bartholdy. 2) Arie und Recitativ: „Nur beut' die Flur etc.“ aus dem Oratorium : „Die Schöpfung“ von Jos. Haydn. (Vorgetragen von FrL Louise Knispel.) 3) Symphonie Nr. 4 in D-moll: Introduction, Allegro, Romanze, Scherzo u. Finale in einem Satze für grosses Orchester von R. Schumann. II. Theil. 4) Die erste Walpurgisnacht: Ballade von J. W. von Göthe, für Soli, Chor und grosses Orchester von F. Mendelssohn-Bartholdy. Eintrittskarten für Nichtmitglieder ä JL 2 sind in der J. Ricke r'schen Buchhandlung und R u d o 1 p h'schen Musikalienhandlung [in Ersterer nur bis Sonntag Mittag um 12 Uhr] zu haben. Nummerirte Plätze, soweit solche disponibel, «Al. 3. Anfang des Concertes präcls 5 Uhr. — Oeffnung des Saales 4 Uhr. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass der kleine Saal neben der einen Seitengallerie auch geöffnet ist, und dass das Concert ganz präcis 5 IThr beginnt. (595 Aerrniethungen. 629) Ein möblirtes Zimmer (parterre) zu vermietben bei Carl Schmitz, Frankfurterstraße 633) Ein neu hergerichtetes Familienlogis hat zu vermie- then C/ir. Wallenfels, __________am Markt.____ 600) Zwei kleine Famllientogts zu Der mietben im___________________„Löwen." 610) Ein möblirtes Zimmer zu vermie- then._____________Franksurterstroße E- 28. 614) Ein möblirtes Zimmer ist auf sogleich zu vermiethen bet Bäcker Kuhn auf dem Kreuz. 599) An der Hauptstraße ein Ladenraum mit kleiner Wohnung oder Geschäfsstube zu vermiethen.____________Kreuz B- 198. 583) Eine Farmlienwohnung nebst cu. 6—700 Klaftr. Garten und Baumhof, mit vielen Obstbäumen edler Sorten bestanden, ist zu vermiethen . ______________Oberer Riegelpfad E 11- 121) In dem Gei ie'schen House am Seltersberg ist die Mansardenwohnung sofort zu vermiethen durch __________M Loefer, Liqueurfabrikant. 355) Ein kleines Farnil enlogis per 15. Februar beziehbar zu vermiethen. _______________lias Meier Wittwe. 484) Das seither von Herrn Lehrer B ayrer bewohnte Familienloais ist anderweitig zu vermiethen und Anfangs April beziehbar. Wilhelm Pleil, Marktstr. Ein Familienlogis von 5 Zimmern mit Zubehör nnd abgeschlossenem Eor- ridor zu vermiethen und sofort zu be= ziehen. (493) H. Schnell, Brandgasse. 560) Zwei put möblirte Z'mrner auf sofort zu vermiethen bei __________S. Katzenftein. Seltersberg. 597) Die von Schreinermeister Franz innegehabte Werkstätte ist zu vermiethen und sofort zu beziehen; auch kann dieselbe als Lagerraum benutzt werden. Otto Pu ft. Vermischte Anzeigen. 631) Verloren ein Packn b'e nj J« Äbe: unb w ölWn. men ^rn ^nde <.?^ne ,n Tü