L8VS Donnerstag, den 31. Mai Mo. LT» «neuer '««haft,. Auskige- mb AmisbKtt für irn Kreis Gießen (Nr. 1180.) (Nr. 1181.) Altwasser über Friedland und 24. April 1877. 1184.) (Nr. Vom 28. April 1877. 1185.) (Nr. 1877. Heeres. des Gese Vom rnen (L. S.) deren Töchterichule, h mer vortrefflichen MelA t bei der MehrM sei»« rin AenK/ch auft Ä Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags (Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. (Nr. (Nr. Vom die Bestimmungen in Artikel 37 bis 43 keine Anwendung. Artikel 48. Unseren Ministerien des Innern und der Justiz bleibt es vorbehalten, den Zeitpunkt zu bestimmen, an welchem gegenwärtiges Gesetz in Kraft treten soll. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vrinq-rlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Gesetz über den Sitz des Reichsgerichts. Vom 11. April 1877. Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich - Ungarn wegen Herstellung einer Eisenbahn von irtstlireta llstbofe zum Linden, i wild Meibode garantiii hnellsliehende GesW >en. •miftoit ■ i>. fuiniia "» S'rumps- llBl adftun^DoQ mtzsch, jrapl)it aus Presto. Nr. 15 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 5. April, enthält: Bekanntmachung, betreffend die Ausgabe verzinslicher Schatzanweisungen im Betrage von 4,000,000 14b. Vom 3. April 1877. Nr. 16 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 10. April, enthalt: Bekanntmachung, betreffend die Ausgabe von Schatzanwcisungen im Betrage von 10,000,000 Jb. Vom 8. April 1877. Nr. 17 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 16. April, enthält: Vom 2. März 1877. Nr. 18 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 26. April, enthält: Bekanntmachung, betreffend die Ausgabe von Schatzanweisungen im Betrage von 10,000,000 Jb. Vom Nr. 19 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 30. April, enthält: Gesetz, betreffend die Feststellung des Haushalts-Etats des Deutschen Reichs für das Etatsjahr 1877/78. Nr. 20 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 14. Mai, enthält: Gesetz, betreffend die Landesgesetzgebung von Elsaß-Lothringen. Vom 2. Mai 1877. Gesetz, betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen der Post und Telegraphen, der Manne und des Reichs- (Nr. 1182.) (Nr. 1183,) Halbstadt nach Chotzen. Deutschland. Darmstadt, 18. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 24 hat folgenden Inhalt: I. Gesetz, die Gesinde-Ordnung betreffend. (Schluß). Artikel 40. Die Dienstherrschaften sind bei Vermeidung einer Geldstrafe von tzinier bis fünf Mark verpflichtet, den Tag des Dienstantritts und den Tag des Dtenst- mstrins ihrer Dienstboten in deren Dienstbücher etnzutragen. Es bleibt dem Ermessen der Dienstherrschaften überlassen, ob dieselben bet dem DicnstuuSUrlt ihrer Dienstboten mit jenem Einträge in das Dienstbuch zugleich auch km Zeugmß über die Aufführung der Dienstboten verbinden wollen, in welchem Falle dieses Zeugnlß der Wahrheit gemäß auszustellen und von der Dienstherrschaft eigen- händig zu unterschreiben ist. . . . _ . , Artikel 41. Die Ortpolizeibehörde ist jeder Zett, auch wahrend der Dauer des Dienstes, befugt, die Einsicht des Dienstbuches zu verlangen. Sie ist berechtigt und ouf Verlangen des Dienstboten verpflichtet, die Dienstherrschaften zur wahrheitsgemäßen Ertlhetlul'g oder Erläuterung von ertheilten Dienstzeugnissen aufzufordern. Dienstherrschaften, welche dieser Aufforderung nachzukomme» sich weigern, werden für jeden Fall des Ungehorsams mit einer Geldstrafe von Einer bis dreißig Mark bestraft. v Die auf Erfordern der Ortspolizeibehörde ertheilten Zeugnisse werden von bet; selben im Dienstbuche ebenso eingetragen, wie die gegen Dienstboten ergangenen rechts- krältigen Strafurthetle. Die Gerichte sind verpflichtet, von derartigen, gegen Dienstboten ergangenen Ur- l&eclen der Ortspolizeibehörde des Ortes, an welchem der Dienstbote zur Zeit des ersehenden Strafurtheiles in Dienst steht, abschriftliche Mittheilung zu machen. Die Ortspolizeibehörde hat hierauf das weiter Erforderliche zu veranlassen. Artikel 42. Der Dienstbote, welchem ein ungünstiges Zeugniß ertheilt worden iß, kann auf die Ausfertigung eines neuen Dienstbuchs antragen, wenn er nachweist, drtz er sich während zwei Jahren tadellos geführt hat. Artikel 43. In die Gesinderegister sind, außer dem Vor- und Zunamen, Alter mito Geschlecht der Dienstboten, den eintretenden Dienstwechseln und den Namen der jeweiligen Dienstherrschaften, die ertheilten Dienstzeugnisse und die gegen einen Dienst- , boten ergehenden rechtskräftigen Strafurthetle ihrem wesentlichen Inhalte nach einzu- II, Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministerien des Innern und der Justiz, die Bestimmung des Zeitpunktes bitr., mit welchem das Gesetz vom 28. April l I., die Gesindeordnurig betreffend, in Wirksamkeit treten soll. III. Verordnung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Finanzen, Abänderung einiger Bestimmungen der Ausführungs-Verordnung vom 30. December 1876 zu dem Neichgesetz vom 25. Februar 1876 (Reichsgesetzblatt S-163), die Beseitigung von Ansteckungsstoffen bet Viehbesörderungen aus Eisenbahnen betreffend. Darmstadt, 28. Mai. Durch die Wahl von zwölf Vorstands-Mitgliedern hat sich der hiesige Local- oder Zweigverein der deutschen Fortschritts- Partei in Heffen in einer gestern Abend abgehaltenen Versammlung definitiv constituirt. Nach Vollendung der Wahl-Handlung nahm der Verein bezüglich der Stadtverordneten-Wahlen nach kurzer Discussion folgende Resolution an: „Der Verein der deutschen Fortschritts-Partei in Darmstadt beschließt, bei der im Herbst d. I. stattfindenden Erneuerung unserer Stadtraths-Wahlen mit allen Kräften dahin zu wirken, daß, ohne Rücksicht auf bestimmte politische Parteistellung, nur solche Männer zu Stadtverordneten gewählt, bezw. in Vorschlag gebracht werden, welche durch hevorragende Intelligenz, Festigkeit des Charakters, bewährte Arbeitskraft und Unabhängigkeit der Gesinnung eine Gewähr dafür bieten, daß sie den Einfluß ihrer wichtigen Stellung nur im Interesse und zum wahren Wohl unserer Stadt verwenden werden. Zugleich spricht sich der Verein dahin aus, daß er allgemeine, durch die ganze Stadt gleichzeitig zu vollziehende Wahlen für geeigneter hält, um im Anschluß an die oben genannten Forderungen den Willen der Gesammt-Bürgerschast zum Ausdruck zu bringen, als die vor drei Jahren in Anwendung gebrachten und die Jntereffen oder Wünsche einzelner Bezirke in den Vordergrund stellenden sog. Bezirkswahlen." (Sollte nicht von Seiten der Gießener Bürgerschaft eine in demselben Sinne handelnde Agitation in's Leben zu rufen sein, damit die Kirch- lhurmpolitik im Gemeinderath ein Ende nimmt? Die Red.) Darmstadt, 27. Mai. Heute reiste Prinz Alexander von Battenfeld über Berlin nach St. Petersburg ab, um sich daselbst Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland zur Weiterreise in das Hauptquartier der russischen Südarmee anzuschließen und an dem Feldzuge gegen die Türkei Theil zu nehmen. Im Bahnbofe hatten sich II. G- K. HH- Prinz und Prinzessin Ludwig, der russische Gesandte Graf v. Osten-Sacken nebst dem Legationssecretär v. Zybinn, die Osficiere des zweiten Dragoner-Regiments, sowie andere befreundete oder näher stehende Personen eingefunden, um sich von dem Prinzen zu verabschieden. — Die „Main-Ztg." hat in neuester Zeit einen Artikel veröffentlicht, in welchem die Mittheilung gemacht wird, daß verschiedene Actuariats-Aspiranten und Taxatoren ihre Stellung an den Untergerichten zu Geschäften aller Art benützten, namentlich auch das rechtssuchende Publikum dadurch in eine Abhängigkeit von sich brächten, welche wieder zu lucrativen Geschäften benutzt werde. Die „Main-Ztg." fügt zwar hinzu, daß „ein solches Treiben glücklicherweise nur an wenig Landgerichten bestehe", aber auch in dieser ungenügenden Begrenzung erwächst aus jener Mittheilung die Gefahr, daß der Verdacht einer Kbliuig. ließen die ergeh (Nr. 1189.) Bekanntmachung, betreffend die Ausgabe von Schatzanweisungen im Betrage von 10,000,000 Jb. Vom 14. Mai 1877. Nr. 22 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 19. Mai, enthält: ,(Nr. 1190.) Bekanntmachung, betreffend die Ausgabe verzinslicher Schatzanweisungen im Betrage von 8,300,000 «X Vom 17. Mai 1877. Gießen, den 29. Mai 1877. Großherzogliches Kreisen'' Gießen. v. Röder. ____________________________ 1186.) i 1187.) 10. Mai----- . Nr. 21 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 17. Mar, enthält: rsjtr. 1188.) Gesetz wegen Abänderung des Gesetzes vom 23. Mai 1873, betreffend die Gründung und Verwaltung des Reicks-Jnvalid-nfonds, und tzcs vom 8. Juli 1873, betreffend den nach dem Gesetz vom 8. Juli 1872 einstweilen reservirten Theil der französischen Kriegslasten-Entschädigung. St»., tragen. Artikel 44. Die Ortspolizeibehörde ist verpflichtet, den Dienstherrfckaften auf ihr Ansuchen, gegen eine von ihnen zu entrichtende Gebühr, die Einsichtnahme der Ge- fmtberegifter zu gestatten, beziehungsweise Auszüge aus denselben zu ertheilen. Artikel 45. Gesindeverdinger, welche ihr Gewerbe dazu mißbrauchen, Dienstboten zum Wechsel des Dienstes zu verleiten, werden mit einer im Ntchtzahlungssalle In Hast zu verwandelnden Geldstrafe von fünf bis fünfzig Mark bestraft. Gleicher Strafe unterliegt, wer Gesindeverdinger durch Geschenke ober Versprechen zu einem solchen Mißbrauche vorsätzlich bestimmt hat. Artikel 46. Die Artikel 94 und 95 des Polizeistrafgesetzes sind aufgehoben. Artikel 47. Aus Dienstboten, die bei der Dienstherrschaft nicht wohnen, finden Äemald^ rffoU* ibießy Ko? lagt icher» Dnrckvr. H unter bm ün Tpectt^ bt. Es wirb mein tW stellen und sehe Ich dehh^ Achtungsvoll bjlainbach^ n aller System wert« laschinengeschäft * Haubach, 5clter5weg_18L__—- Meige. unb o" ®“WÄ, »IHM* 'S.-&Ä .. MX- 111. Darmstadt, den 28. April 1877. i Ludwig. v. Starck. K e m p s f. II iry's siech' schweren Pflichtverletzung sich gegen solche Persönlichkeiten richtet, deren Dienst- führung ohne Tadel ist. Der betr. Korrespondent der „Main Ztg." sollte sich daher schon aus diesem Grunde veranlaßt sehen, seiner Anschuldigung, insofern sie in Wahrheit begründet ist, eine bestimmte Richtung zu geben und glauben wir nicht zu irren, wenn wir die Ueberzeugung aussprechen, daß eine deSfallsize aus specielle Thatsachen gestützte Mittheilung an die zuständige Behörde sofor tige Untersuchung und Abstellung der durch die Untersuchung etwa constatirten Mißbräuche zur Folge haben würde. (Darmst. Ztg.) Berlin, 27. Mai. Vor Kurzem brachten die Zeitungen einen Aufruf, welcher Civilärzte, die Lust hätten, im FE einer Mobilmachung in die Armee einzutreten, aufforderte, die Bedingungen anzugeben, unter welchen sie ihren Eintritt zu bewerkstelligen geneigt wären. Obwohl eine solche Aufforderung sich alljährlich wiederholt, wie ja auch alle Jahre ein Mobilmachungsplau ausgearbeitet wird, faßt man diese Aufforderung als ein beängstigendes Symptom auf, zumal noch die Nachricht verbreitet wurde, daß wegen Beschaffung der Bekleidungs- und Bewaffnungsstücke für den Landsturm verhandelt würde. Nur übersah man hierbei wiederum, daß das Landsturm-Gesetz schon seit ein paar Jahren in Kraft ist und es wohl Zeit wird, sich mit der Ausführungsmöglichkeit deffelben zu beschäftigen. Hierher gehört natürlich die Frage wegen der Bekleidung und Bewaffnung des Landsturms. Mit dieser mag man sich befaßt haben, von Anschaffungen ist nicht die Rede gewesen. Berlin, 28. Mai. Contre-Admiral Bätsch hat heute in Wilhelmshafen den Befehl über das Panzer-Geschwader übernommen; letzteres besteht aus den Panzer-Fahrzeugen „Deutschland", „Kaiser". „Preußen", „Friedrich Karl" nebst dem Aviso „Falke." Das Geschwader wird morgen oder übermorgen seine Uebungsfahrt nach dem Mittelmeere antreten. Die Corvette „Victoria" ist gestern von Gibraltar nach dem östlichen Mittelmeere abgesegelt. Nach dem Eintreffen des Panzer-Geschwaders im Mittelmeere treten die daselbst noch außerdem befindlichen Schiffe „Gazelle", „Komet" und „Pommerania" in den Verband des Geschwaders. Metz, 27. Mai. Ein Hirtenbrief, welchen der Bischof von Metz aus Anlaß des 50jährigen Bischofs-Jubiläums des Papstes an die Pfarrer seiner Diöcese zu richten im Begriffe war, und welcher heute den Gläubigen zur Kenntniß gebracht werden sollte, ist, wie der „Mon. de la Mos." meldet, auf behördliche Anordnung in der Druckerei mit Beschlag belegt worden. Irankreich. Paris, 26. Mai. Die türkische Botschaft hält die Absetzung des Kriegs-Ministers in Folge der Kundgebung der Sostas für nicht unwahrscheinlich. Ein officielle Depesche aus Stambul lautet: „Große Begeisterung! Die Pforte will Sadyk Pascha zum Finanz-Minister machen; dieser weigert sich jedoch, weil er augenblicklich zu leidend sei." — Der „Frantzais" meldet, der Bey von Tunis habe beschloffen, der Pforte die von ihr verlangten Hülfstrup- pen zu senden. England London, 27. Mai. Die Wochenpresse findet gleich wie die Tagespreffe die Besorgnisse Deutschlands gegenüber der klerikal-monarchischen Haltung Mac Mahon's natürlich. „Saturday Review" bemerkt, der Imperialismus würde nothgedrnngen von seinen klerikalen Helfern gleich wie früher Napoleon zum Kriege gegen Deutschland gedrängt werden. — Die Nachricht von dem Vordringen der Ruffen über Olti gegen Erzerum wird bestätigt. — Die Rückberufung Midhat's nach Konstantinopel steht angeblich bevor. Italien Nom, 28. Mai. Die „Agenzia Stefani" bezeichnet die Nachricht französischer Blätter, wonach der König neuerdings rin Schreiben an Marschall Mac Mabon gerichtet habe, als völlig unbegründet; ein solches Schreiben existtre nicht. Türkei. Konstantinopel, 28. Mai. Nach einem Telegramm des Unier- Gouverneurs von Sazirtun an ben Kriegs-Minister sollen die Türken unter Mnffa Pascha Ardahan wieder besetzt haben. Der Unter-Gouverneur hat diese Nachricht heute durch ein Telegramm des Kaimakams von Livane erhalten, welchem dieselbe durch einen Tscherkeffen überbracht wurde. — In der Depu- tirten-Kammer setzte der Deputirte für Aleppo die militärische Lage in Asien auseinander und beantragte, alle Minister aufzufordern, in der Kammer zu erscheinen und sich mit dieser über die zu ergreifenden dringlichen Maßregeln in's Einvernehmen zu setzen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen — Einige bei der am Donnerstag stattgehabten Demonstration compro- mittirie Personen sind verbannt. Auch Waffen Confiscationen sind vorgenommen. Der österreichische Botschafter Graf Zichy und der italienische Graf Corti werden im Lause dieser Woche vom Sultan in Privat-Audicnz empfangen. — Das „Reuter'sche Bureau" meldet: In der Notification der Verhängung des Belagerungs-Zustandes, welche die Pforte an die Botschafter der Mächte gerichtet hat, wird hervorgehoben, daß die Anwendung der durch den Belagerungs-Zustand gebotenen Maßregeln gegen Ausländer sich innerhalb der durch die (Kapitulationen vorgeschriebenen Grenzen bewegen werde. Konstantinopel, 29. Mai. Ismail Bey, früherer Gouverneur von Tultscha, welcher der Theilnahme an der Kundgebung der Softas bezichtigt ist, wurde am Samstag verhaftet und ist nunmehr nach Bruffa verbannt. Kriechenland. Athen, 28. Mai. Die Kammer ist heute Vormittag durch das vom Minister-Präsidenten verlesene königliche Decret, welches dieselbe zu einer außerordentlichen Session zusammenberuft, eröffnet worden. Nach Eröffnung bestand die Opposition daraus, daß sofort die Wahl des Präsidenten vorgenommen werde. Angerinos, der Candidat der Partei Kumunduros, siegte mit 71 gegen 42 Stimmen, woraus der Minister-Präsident Deligeorgis seine Demission ankündigte. Der orientalische Krieg. Konstantinopel, 26. Mai Die Veranstalter der am Donnerstag in den Räumen der Kammer staltgehabten Demonstrationen sind verhaftet worden. — Der persische Gesandte bat dem Minister deS Auswärtigen, Savset Pascha, eine Note überreicht, worin es heißt, die persische Regierung werde die freundschaftlichen Beziehungen, welche die mohamedauischen Völker unter sich vereinigen, aufrechterhalten. — Eine Depesche von FarsU Pascha, dem Commandanten von Sukhum-Kale, meldet Folgendes: Eine Flotten-Ainheilung mit 350 Frei willigen an Bord hat einen Angriff aus das Fort Ardler gemach'. Mit Unterstützung der Artillerie wurden Die Truppen auszeschifft und schlugen den Feind, welcher 200 Toote zurückließ. Das Fort wurde zerstört. Darauf kehrte die Flotten-Abkheilung nach Sukhum-Kale zurück. Bei einem Gefecht in der Nähe von Sukhum-Kale am Dienstag wurden von aufständischen Abchasiern 300 Ruffen getödtet. Petersburg, 27. Mai. Die Bukarester Nachrichten über die Zerstörung eines tückischen Monitors enthalten Ungenauigkeiten. Die Sache »erhält sich folgendermaßen: Die russischen Officiere brachten am Hellen Tage unter dem Feuer des nachher zerstörten Schiffes den Torpedo an den Monitor und sprengten letzteren in die Luft. Eure Schaluppe wurde durch die Explosion fast unter Waffer gesetzt, eine andere von einer Kugel getroffen. Auf russischer Seite ist Niemand verwundet. Wien, 28. Mai. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel vom 27. Mai: Gleichzeitig mit dem Inkrafttreten des Belagerungs-Zust indes wird ein Kriegsgericht eingesetzt werden zur Aburtheilung Derer, die sich gegen die Sicherheit des Staates vergehen. Man erwartet die Vertagung der Kam- mer. Der Sultan hat sich auf das Bestimmteste gegen die Zurückberufung von Midhat Pascha erklärt. Achmet Mukhtar Pascha zieht sich zurück, um Erzerum zu decken. — Derselben Korrespondenz wird aus Bukarest von heute telegra- phirt: Minister Cogalniceanu erließ an die rumänischen Agenten im Auslande ein Rundschreiben, worin die Erklärung dec Unabhängigkeit Rumäniens notifi. cirt wird. Die ganze rumänische Armee in der Stärke von 40,000 Mann ist m der kleinen Walachei concentrirt. London, 28. Mai. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Erzerum vom 23. Mai: Zwei Regimenter Kavallerie und zwei Batterien der Türkin haben ein Regiment unb eine Batterie Ruffen bei Maghardjik, 10 Meilen von Kars, angegriffen; die Ruffen sollen circa 150 Todte und Verwundete verloren haben. Wien, 29. Mai. Die „Preffe" meldet aus Kalafat: Das Bombardement von Widdin wurde, nachdem es noch nicht ganz eine Stunde gedauert hatte, eingestellt. Der Fürst blieb während dieser Zeit innerhalb der Batterie. — Dasselbe Blatt meldet aus Bukarest: Die Eisenbahn-Verbindung zwischen Tekutsch und Braila ist durch Hochwaffer unterbrochen. — Das „Neue Tagebl." meldet aus Agram: Die Aufständischen haben ein türkisches Blockhaus bei Topola erstürmt. Die Besatzung desselben verlor 30 Mann und ergriff die Flucht. Wien, 29. Mai. Der „Preffe" zufolge wären sämmtliche Meldungen über eine angeblich zwischen Rußland und Oesterreich bezüglich der Ausdehnung der kriegerischen Action Rußlands vereinbarte Demarcations-Linie (Marowa oder Aluta) unbegründet; es bestehe keinerlei Vereinbarung über eine Beschränkung der russischen Kriegführung. Petersburg, 29. Mai. Der Gang der russischen Kriegführung wird durch Sengen und Brennen vereinzelter Ortschaften an der Küste des Schwär« zen Meeres nicht berührt, ebensowenig durch die vergeblich versuchte Aufwieg,- lung einzelner Stämme des Kaukasus. Diese türkischen Jnsurrections-Versucht können leicht an der Donau Gegenzüge Hervorrufen. Rußland verzichtet jedoch auf solche Hülfsmittel, ist vielmehr bemüht, wo, wie Serbien, Alles zum Kriege drängt, von der Theilnahme abzurathen. Rußland wird in jedem Falle eine Linie des Verhaltens innehalten, die eine Revolution nicht wachruft. Lokal-Notiz. Gießen, 29. Mai 1877. In der heutigen öffentlichen Sitzung Großherzoglickcr. Hofgerichts der Provinz Oberhessen wurden die Haupt- und Ergänzungs-Geschworenen für das Schwurgericht vom III. Quartal, dessen Sitzungen Montag den 2. Juli d. I, Vormittags 9 Uhr, unter dem Vorsitz des zum Präsidenten des Schwurgerichlshofs de- stimmten Großherzoglichen Hofgertchis-Ralds Herrn Wey land bezw. des zu bcffa Stellvertreter ernannten Großherzoglichen Hofgerichts-Raths Herrn Becker werden ei- öffnet werden, in folgender Reihenfolge ausgeloost. I. Erganzungs'Geschworene: 1. Dr. Hermann Wasserschleben, Universitäts-Kanzler, 2. Dr. Anton Schneider, Professor, 3. Ottmar Weidig, Hofgerichts-Adoocat, 4. Dr. Karl Zöppritz, Professor. 5. Dr. Egid Gutfleisch, Hofgerichts-Advocat, 6. Ferdinand August Wehn, Commissionär, 7. Ernst Wallenfels, Backer, 8. Friedrich Textor, Bierbrauer, 9. Georg Wilhelm Ferber, Buchhändler, 10. Dr. Johann Baptist Braun, Prioatdocent, 11. Dr. August Streng, Professor, 12. Heinrich Michael Marz, Bauunternehmer; sämmtltch in Gießen. II. Haupt-Geschworene: 1. Karl Christian Hanner, Weinhandler in Büdingen. 2. Georg Ferdinand Gail, Fabrikant in Gießen. 3. Johannes Blitz, Commissionär daselbst. 4. Freiherr Adolph von Harnier in Echzell. 5. Friedrich Koch. Gutsbesitzer in Stockheim. / 6. Balibasar Weber, Müller in Bingenheim. 7. Christian Lony, Bierbrauer in Gießen. 8. Johann Wilhelm Lenz, Landwirth in Bauernheim. 9. Jacob Wießler, Geldwechsler in Butzbach. 10. Karl Flach II., Branntweinhändler daselbst- 11. Nicolaus Wiegand, Effenbändler in Schlechtenwegen. 12. Andreas Euler, Schneidmüller in Gießen- 13. Johannes Geisel VI., Landwirth in Leusel- 14. Christian Löber III., Cigarrenfabrikant in Gießen. 15. Georg Sack, Metzger daselbst. 16. Heinrich Friedrich II., Landwirth in Heimertshausen 17. Georg Hölzer, ElUnwaarenhändler in Butzbach. 18. Johannes Fischer, Steinkoblcnhändler in Gießen. 19. Andreas Ströbel, Mühlenbesitzer in Klein-Karben. r 20. Georg Schudl, Müller und Landwirth in Unter-WidderSheim, (Hof-Schweu heim). 21. Jakob Kallenbach, Müller in Burg-Gemünden. 22 Karl Bichmann, pens. Major in Friedberg. 23. Heinrich Pfeil, Landwirth in Ehringshausen. 24. Jacob Schudt, Müller in Wetlerfeld. 25. Friedrich Bückng, Rentner in Gießen. 26. Jacob Hähnlcin, Fluchthändler in Büdingen. 27. Heinr. Ludw. Peter Wolff, Gastwirtb in Rommelhausen. 28. Heinrich Jung, Landwirth in Eudorf. 29. Fr. Aug. Ludwig Koch, Commissionär in Gießen. 30. Wilhelm Leo Vogt, Oeconom in Reichelsheim. Gießens , ff dn der Do . worben f‘,r0r'f Etz ist ,r Anstichen lu,t 4 Aus e n'Äerf ko an der Pie>ei SiltlW 7. rs r. i kbttll' Mltenr ni'M oo Heblreinkunft w Wiese zur Laflen Nahnhofsstroße l 9. Die di WdeS nMesm ' io. Einem Herbor tiaen hiesigen M £er nachite Ma Wollmarkt ist. Franks kkiervirt. Htef 3« Holz- im Gies Moniül von V soll im Gies Tisiricte Ha Holz verstkigei A Schei R Ducken 30 Cicken 10 9lübd B. Bau, 36 Eichen-C 19 Nadel- 37 , § 70 „ R TleZusamui Götzen, am ^rosiimzogl Ährod) t Hersicigmiii 32 Eich 16 Kch 21 Biilj Hain 16 Äsb 8 Rirfd 32 216iü)( 24° »W 300 48 " 346 " 4360 10°0 f . Die; H^s'rgerich Ach, t Müller. (3027 R a u m m e Bau, Werk- und Nutzholz: empfehlen unter Garantie (2978 (2788 Hvlzversteigerung und Donnerstag den Bau-, Werk- uud Nutzholz 6. Juni: den Mittwoch Meter Ctm. Durchm. und bis n u Wagnerholz meist geeignet. Eichen-, Buchen- und Fichtenstangen, zu 6g. Wilh. Weidig.__ 3017) 3034) Die Graserndte meiner Gärten ist zu d^t-neben. 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Juni l.Js., welcher zugleich der jährlich stark befahrene Wollmarkt ist. F r a n k f u r t, 28. Mai. (Fruchtbericht.) Heutiger Markt sehr flau, Käufer reieroirt. Hiesiger Landweizen stark weichend Französischer Roggen meistens aus Kietzru. ßbod)- sE , mV- Der von der Lebensversicherungs- und Ersparnissbank in Stuttgart nunmehr veröffentlichte Rechnungs-Abschluß für 1876 constatirr wiederum sowohl bezüglich der Zunahme an Versicherungen, als auch der Rechnungs-Ergebnisse durchaus günstige Erfolge. Es liefen bei derselben 3486 Anträge mit 19,322,400 X ein; der reine Versicherungsstand hob sich von 25,574 Personen mit 102,584,500 X auf 27,112 Personen mit 114,686,700 X, demnach reiner Zuwachs 1632 Personen mit 12,102,200 X Die Prämien-Einnahme stieg dadurch von 3,477,988 X auf 3,898,684 X und die Gesammt-Jahres Einnahme erreichte die Summe von 5,018,183 X Obwohl die Bank für 311 Sterbfälle effeetiv 1,365,052 X verausgabte und für noch weiter zu erledigende 54 Fälle 226,537 X reservirte, ferner an die Lebens-Versicherten an Dividenden 716,385 X vertheilte, einen Hvpotheken-Reservefonds ton 40,000 X creirte und den Bankfonds um 2,297,295 X, darunter speeiell die Prämien-Reserve dieser Versicherungs- Kategorie um 1,553,217 X vermehrte, so daß sich der Bankfonds im (Sanken auf 21,713,780 X erhob, verblieb für die Lebens-Versicherten doch noch ein reiner Ueberschuß von 1,092,200 X, wodurch der Dividendenfonds auf 4,494,226 X anwuchs. Als Dividende vertheilte die Bank in der ersten Hälfte dieses Jahres 38% und vom 1. Juli d. I. bis 30. Juni 1878 37 % der Prämie und im Ganzen die Summe von 798,788 X 23 H. Die von den Versicherten zu zahlenden Nettoprämien werden hierdurch sehr wesentlich ermäßigt. Die Verwaltungskosten berechnen sich für die Abtheilung der Lebensversicherung auf nur 5,7Q % der Jahres-Einnahme. «5? -«S; S&ä»] X*» 2 AH bnr6 uÄ» ÄiS: 'e. ®!tl«gung bir i Mi“««, um4 .«M oon h-ate tj, W« ägenten im Wütat Mumänitni mt a,if >»» 40,000 ®Ml 2. Brennholz. Donnerstag den 7. Zuni: Rmtr. Buchen-Scheitholz, „ „ Prügelholz, „ Kiefern- „ „ Buchen-, Eichen- und Kiefern-Stockholz, Buchen-Wellen, _____Heinzerlins «f? Tribun. Monogramms (--?» auf Briefbogen und Couverts, per 100 1 X 50 Schablonen stets vorräthig. Bestellungen Lindenplatz im Blumengeschäft. gebrannten Java, kräftig und rein von Geschmack, per Pfd. X 1.70, gebrannten ffein, kräftig und rein von Geschmack, per Pfd. 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Es ist beschlossen worden, die Vervielfältigung des neuen Stadtbauplans tiiier öffentlichen Comur.renz auszuschreiben, nachdem wegen Abnahme einer Copie zu liefern Zweck zwei Gesuche bet der Stadt eingelaufen sind. 4. Auf ein Gesuch des Herrn Kaufmanns August Montanus um käufliche Ueberlassung der Pipp'schen Schanze soll demselben geantwortet werden, daß erst dann deshalb in Verhandlung getreten weiden könne, wenn die Stelle der in Aussicht stehenden Bahnunterführung bestimmt fei. 5. Die vorgciegten Baupläne der Herrn Ludwig Kauf, Richard Scheel, Chr. Jughardt III, August Plank, Karl Stückrath, Karl Emmelius, Löb Süß, Peter Hudeler, Philipp Strack und Georg Unverzagt finde« Zustimmung und sollen die desfallsigen Gesuche befürwortet werden. 6 Für das Gesuch des Herrn Graveur Julius Bach, welcher in feinen Gar- len an der Plocksstraße bauen will, soll sich so lange nicht erklärt werden, als mit dem Bittsteller wegen Niederlegung seines in die Straße einspringenden Hintergebäudes feine Berständigung erzielt fei. 7. Fr. A- M. Stollmer beabsichtigt die Vornahme einer Bauveränderung an ihrem zweiten Hause on der Grünbergcr Straße; es kann sich aber nicht für Genehmigung des vorliegenden Gesuchs ausgesprochen werden, weil durch die fragliche Bau- veränderuna der bereits bestehende Uebelftonb nicht gemildert wird- 8. Eine mit Henn Hermann Spies auf 70 x Vergütung abgeschlossene Mebereinfunft wegen Ueberlassung eines Tbeils der von ihm gepachteten Müller'schen Wiese zur Lagerung von Material zu dem Bau der Wieseckbrücke in der Reichensand- Bahnhofsstraße wurde genehmigt. 9. Die von einem Schuldner der Stadt Gießen zur Berichtigung seines Rückstandes nachgesuchte Frist wurde bewilligt. 10. Einem Schüler der Stadtknabenschule wurde Schulgeldbefreiung bewilligt. 2060) Alle Sorten Lack, Oel- und Wetngeiftfirniffe, Seccatif, Tereblne, Goldgrundvl rc., in bester Qualität, empfiehlt Lt. Muller. MauSburg B- 48. ein neuer zweithüriger Kleiderschrank mit Weißzeug-Einrichtung, mehrere zwelschub- - _. . . .. . ledige Commoden, Tische und sonstige wl SiriTliri P rlÄriTlP’P Möbeln, bei LouiS Rothenberger, iTi€1111111 *■><*! lUgv Neuenweg 193. 22956) \A Für Local in der Stadt Cassel (3007 Rheinischer Rleider-Razar. Louis Gail X. Fischer« Director. I- B l । tz. werden. Näheres bet 1Emil Gail, Mäusburg. 2812) ttHlts Eulen u o o c angenommen bei 3029)________ Bank- &, Commissions-Geschäft, Frankfurt a. M, 798,788. 117,910.000. 1442) Das seither von Herrn Canzlei Chef Wilker bewohnte Logis ist bis zum 15. Juni anderweit zu vermiethen. C h r. Noll IN-, Canzleiberg B. 66. 21,713,780. 1,365,052. 725,523. 1,092,200 18,354. 1,597,029 zu bringen. 871 Zeugniss. Herr R. Jentzsch hat in Luzern an der höheren Töchterschule, fon?'< an anderen Lehr-Instituten Sckreib-Cnrse nach einer vortrefflichen Metbole ertheilt und m ganz kurzer Zeit sehr schöne Resultate bei der Mehrzahl seiner Schüler erzielt, weshalb ich den Unterricht des Herrn Jentzsch aus's Beste Der Rechenschafts-Bericht pro 1876 ist erschienen. Der Abschluß constatirt wiederum durchaus günstige Ergebnisse. Die Prämien-Einnahme stieg von JL 3,477,988. auf.....«AL J$#S98,680. Der Bankfonds stieg von „ 19,416.485. „ . Für Eterbfiille wurden im Jahre 1876 ausbczahlt . . Lebensversicherungs- und Ersparniss-Bank in Stuttgart. Gekündigte 1885er United States Bonds (im Mai, Juni, Juli und August «. c. rückzakibir.) Den VerEiauf dieser Bonds jum höchsten Tagescoursc, sowie den Umtausch derselben gegen andere solide und rentable Effecten vollzieht das unterzeichnete Bankhaus gegen Provision von je Eins vom Tausend. Job. Thom. Schwalm Sohn, Zu weiterem Beitritt ladet ein: 3030) Strohhüte werden zum Waschen und Fa^onnircu Anzeige und Empfehlung. 3006) Hierdurch den geehrten Bewohnern von Gießen die ergebene Anzeige, daß der Unterzeichnete Hierselbst einen Lfhr-Ciirsus im Schön- n. Schnellschreibeil eröffnen und hierzu Donnerstag und Freitag im Gasthofe zum Lindenhof Anmeldungen von Damen und Herren annehmen wird. Eine durch langjährige Erfahrungen erprobte Merbode garantirr für eine eben so dauernd schöne, sichere und schnellslieliende Geschäfts^ Handschrift innerhalb 10-12 Unterrichtsstunden. Proben liegen zur Ansicht bereit. Hochachtungsvoll R. Jentzsch, Kehrer der Calligraphie aus Dresden. empfehlen darf. Luzern, den 15. Juli 1876. (L- S.) -^antwortlich- R-dactton - Ül Sch-Yda. - Druck und V-rlag der Brühl'schen Univ.-Drucker-i ®r. Ehr. Pietsch' in Gießen. IMäfls-Verleg. Von heute an bcffndct sich mein G-eschäfts- Oeffentliche Bürger - Versammlung! Freitag den 1. Juni, Abends 8 Uhr, intet auf LONY’S Eierkeller eine offcntl. Vürger- Nersammlung statt: Tagesordnung: 1) Die Eröffnung der Reichensand-Bahnhofsstraße. 2) Allgemeine stäNiscke Angelegenheiten. 3) Im Anschluß hieran die Ergänzungs - Wahlen zur Stadtverordnkten-Versammlung. Es wird jeder Bewohner Gießens, der an der Entwicklung der Stadt Jntereffe nimmt, aufgefordert, zu erscheinen. Gießen, den 30. Mai 1877. i 3035 Turnverein. 3031) Die Mitglieder (indöefonbcre die jüngeren) werden ersucht, das Riegen Turnen (Dienstag und Freitag) regele mäßig ;u besuchen. Der Turn.wart. empfehlen: Billardbälle in Hartgummi und Elfenbein, in jeder Größe, Billardkreide, per Dutzend zu 45 „ in Holzfutter mit Gummiunterlage, sowie Aalhaut oder Glaspapier zum Abrauhen der Queueleder, Billardleder nebst Klebstoff, in Schachteln ä 100 St., Bockbolj Kegelkugeln, Kernholz ohne Splind, in jeder Größe, fertige .Kegelspiele. Ebenso besorgen wir das Abdrehen von Kegeln, Kegelkugeln und Billardbällen, sowie alle Reparaturen an sonstigen Billardutensilien, prompt und billig. 2337) Moritz <*B-eg-ori «fc S®hii. _ An Dividenden „ „ „ ,, " ...... Ueberschuh der Lebensversicherungen im Jahre 18