ert. Hausse. 9 e ^ets um 4 UhT US, ’eilt>ar gehaltene Krankte Äm'X'*'*'5“" Vd?-lbugliche Mühe gekostet, eidCh»Anb girunBen Werknorpe- eichen und zum Vertheilen n ebne wieder in die frühere Lage erhergesteiu wird, ferner Jene 1 odermPdge der Schmerzen en Theile, welche bereits ge. rdftigen.Die hartnäckigste und xV und geheilt binnen 3 Tagen. n Malkgemischen betrüge- ;^n geöffnet. Der beste Beweis noch heilen, ist der, dass Jeder 1 «nertei, ob es eine Schwächere gebraucht werden, ferner wird Kur nicht gestört, mögen nun Jagen, durch Ueberanstregnng 1 die gewöhnlichen Kuren wie icksalbereien schon angewandt ? um genaue Wohnungsangabo. rankfurt a. M. s Opfer auferlegt) kann eine lochen zugekommen, und über freistelle, eingesehen werden. retlUitoi, Mjerri it, Bayern, 33, mV juni LohnvechiNtil, rg- ch. n . lenborf a. d. LMda. Lie LPionem trogt ist nicht fr-M Z "rilKOctober L ^0 en Ben® Gebrüder »stens empfohlen- ans dM 9^ M , Dmohner W tthrtcu -ö lialien mich" 9 5'« ««*’ * «ST. Dienstag, den 30. Oktober 1877. Kießener ÄiiMger AnM- iinb Amtsblatt für bs-a Kreis Gießen. Gießen am 25. Oktober 1877. dies binnen 8 Tagen berichten. Dr. B o e ck m a n n. Ordnung begonnen habe, in demselben Sinn und Geist sortzusühren. Die legislatorische Action habe bei ihrem wetteren Forlschreiten bestimmte Grenz- Punkte, welche man innehalten müsse. Die Comrnunal-Ordnung sei verbesserungsfähig und solle verbessert werden, allein man kämpfe mit großen Schwierigkeiten. Es handle sich nicht um ein Partei-Gesetz. Man müsse Dasjenige ausscheiden, was zu schweren Dissonanzen geführt habe oder führen werde. Die> Negierung habe die Pflicht, mir dem Reform» erk langsam und bedächtig vorzugehen, schon um das Beamtenthum praktisch mit Erfolg in den neuen Organismus etnzu- weihen. Die Regierung halte es für ihre Pflicht, ohne Ueberstürzung, aber auch ohne Rast die Reform fortzuführen. Jede weitere Etappe müsse der Gesetzgeber bestimmen. Die Regierung werde dem Lande und der Landesvertretung keinen Zweifel lassen über ihre Stellung zu dem Reformwerk, werde es nach allen Kräften fördern und hoffe aus die Unterstützung des Landes und die Landes- Vertretung. (Beifall rechts.) Virchow vertheidigte den Antrag der Fortschritts- Partei. Der Bice-Präsident des Staatministeriums, Finanzminister Comphausen, ergreift das Wort. Der Vorredner habe außer Acht gtlaffen, daß Fürst Bismarck im April seine Entlassung gegeben, statt deffen aber einen Urlaub erhalten habe. Die Annahme dieses Urlaubs Seitens des Fürsten sei ein neuer Dienst, den derselbe dem Lande und dem König geleistet. Was die Verantwortlichkeit für die Beurlaubung des Grafen Eulenburg anlange, so werde sie von den Ministern ganz und voll übernommen. Der König habe Eulenburg's Ent- lasiungs-Gtsuch dem Fürsten Bismarck vorgelegt, welcher dasselbe contrafignirte. In der getroffenen Maßregel irgend welche Gefahren zu erblicken, sei ihm unbegreiflich. Betreffs der Verwaltungs-Reform äußert sich der Minister dahin: so lange er im Amte sei, stehe cr dafür ein, daß eine Sistirung derselben niemals eintreten werde. (Beifall.) Die Beurlaubung des Minister-Präsidenten Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit BrinqerlEi. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Berlin, 26. October. In der heutigen Sitzung des Abegordnetenhauses wurde unter dtn geschäftlichen Mittheilungen das (bereits gemeldete) Schreiben des Ministers Camphausen verlesen. Der Minister des Innern hat wegen seiner angegriffenen Gesundheit sein Mandat als Abgeordneter niedergelegt. Unter den eingegangenen Gesetz-Entwürfen befindet sich die Vorlage, betr, die Errichtung der Landgerichte. Für erledigt werden erklärt: die Nachweisung über die Verwendung des Eisenbahn-Dispositions-Fonds, der Erlaß, betr. die Aenderung des Regulativs über den Geschäftsgang der Ober-Rechnungskammer, und der Rechenschaftsbericht über die weitere Ausführung des Gesetzes, betr. die Consolidation preußischer Staats-Anleihen. — Die auf der Tagesordnung stehende Berathung des Schreibens Camphausen's über die Beurlaubung des Grafen Eulenburg wird mit der Erörterung des Schreibens, betr. die Beurlaubung des Minister-Präsidenten Fürsten Bismarck, verbunden. Auf Antrag Virchow's wird Satz II der Resolution der Fortschritts-Partei gestrichen. Minister Frieder.thal bestreitet, daß durch die Beurlaubung und Stellvertretung des Ministers des Innern eine constitutionelle Verschiebung eingetreten sei. Das Verhältniß sei interimistisch, insofern es an einen Termin gebunden sei, es sei nicht interimistisch, in sofern Redner ohne jede Beziehung zu dem Minister des Innern die Stellvertretung desselben und in juristischer wie moralischer und persönlicher Beziehung die Verantwortlichkeit übernehme. Dies sei nicht nur die persönliche Meinung des Redners, sondern die Interpretation, welche die Staatsregierung dem Verhältniß gebe. Ferner bestreitet der Minister, daß eine Wandlung in der inneren Politik der Staatsregierung eingetreten. Die Regierung sei entschloffen, die Reform der innere» Verwaltung, wie sie mit der Kreis- Betresfend: Die Wahl der Vertreter der Forensen. Das Großhcrzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach Art. 2 des Gesetzes vom 22. November 1872, die Mitwirkung der Forensen bei der Festsetzung des Gemeindevoranschlags betreffend (Regierungs-Blatt Seite 416) soll unmittelbar »ach den Gemeinderaths-Ergänzungswahlen die Wahl der Vertreter der Forensen stattfinden. Es hat daher diese Wahl in denjenigen Gemeinden, in welchen überhaupt Forensen (das sind diejenigen, welche, ohne in der Gemeinde zu wohnen, in der Gemarkung begütert sind, oder eine Gewerbsanlage besitzen) votkommen und in welchen weiter Umlagen an deren die Forensen Theil zu nehmen haben, oder Anleihen, durch welche die Schuldenlast der Gemeinde erhöht wird, beabsichtigt sind, stattzuflnden, sobald die Gemeinderaths-Ergänzungswahl vollzogen ist. Wir verweisen Sie wegen des Verfahrens bei der fraglichen Wahl im Allgemeinen auf die Wahlanleitung vom 26. November 1872. Als Wahlcommission für die Forensenwahl fungirt die nämliche Commission, welche bei der Gemeinderaths-Ergänzungswahl thätig war. (Siehe ^daselbst.) Diese Commission hat alle Forensen der Gemarkung in alphabetischer Ordnung, vorerst ohne Beifügung von Ordnungsnummern nach Formular 1 der Anleitung zu verzeichnen. Auch diejenigen Forensen, welche an der Wahl nicht Theil zu nehmen haben, sind in die Liste aufzunehmm, nämlich. t) der höchbesteuerte Forense, welcher nach dem Gesetze vom 3. Mai 1858 (Reg. Blatt Seite 189) schon das Recht hat, selbst, oder durch einen Vertreter in den Gemeinderath einzutreten; 2) diejenigen Forensen, welche in Folge eines richterlichen Urtheils der bürgerlichen Ehrenrechte für verlustig erklärt worden sind; 3) über deren Vermögen ein gerichtliches Concursverfahren noch anhängig ist; 4) welche für die Bedienung der Person oder der Haushaltung eines Anderen Kost, oder Lohn, empfangen. Es ist ober alsdann zu dem betreffenden Namen unter „Bemerkungen" anzugeben, daß die fragliche Person aus dem bezüglichen, vorstehend unter 1-4 angegebenen Gründe, nicht stimmberechtigt ist. , ... Tie Listen sind dem Großherzoglichen Steuercommiffariat mitzutheilen, nach dessen Bemerkungen nöthigenfalls zu berichtigen, sodann unter Belsugung von Ordnungsnummern nach Maßgabe des Vordrucks int Formular 1 abzuschließen, und nach vorausgegangener Bekanntmachung gemäß Formular 2 offen zu legen. Nach vollzogener Offenlegung und Erledigung etwaiger Reclamationen (Siehe § 14—16 zur Anleitung) stno die festgestellten Arsten an uns einzusenden. , • t n „ f . n K «r> .< Nachdem wir Ihnen solche mit Verfügung, wie viele Vertreter der Forensen zu wählen sind, wieder zugestellt haben werden, wollen Lte du Wahl veranlassen, wozu jedem stimmberechtigten Forensen eine Einladung nach Formular 3, mindestens 3 Mal 24 Stunden vor der Wahl zuzusenden ist. Für Den Großherzoglichen Domanialfiscus sind die Einladungen den Großherzoglichen Ob rsörstereien, und für die Großherzogliche Chauffee- und Flußbaucaffe den Großherzoglichen Kreisbauämtern mitzutheilen. „ L L r , r c L . Die Wahl ist unter Beobachtung der Vorschriften der Anleitung abzuhalten. Insbesondere find die mit fortlaufenden Nummern zu versehenden Stimmzettel schon im Voraus vorzubereiten, und die bezüglichen Handlungen unter Anwendung der Formularien 4—7 der Anleitung vorzunehmen. Wir machen Sie noch besonders darauf aufmerksam, daß nach § 20 der Anleitung bestimmte Forensen persönlich abstimmen dürfen, (welche jedock auch das Recht hoben, durch einen bevollmächtigten Stellvertreter abstimmen zu lasten, daß aber wieder andere Forensen nnr durch einen bevollmachtrgten Stellvertreter abstimmen lasten können. Wählbar sind aber nur diejenigen Forenseu, welche zur persönlichen Abstimmung berechtigt sind, sowie außerdem noch die zum Gemeinderath wählbaren DrtSnnwohnn.^„echtigter abgestimmt, so ist derjenige höchstbesteuerte Forense, welcher wählbar und nicht bereits Gemeinderaths- Mitglied oder Gemeinde-Einnehmer ist, als Vertreter der Forensen zu erklären. Wenn also der höchstbesteuerte Forense eine Frau, der Staat rc-, kurz eine Persönlichkeit sein sollte, welche nur durch einen Stellvertreter, nicht persönlich, abstimmen Fann, also nicht wählbar ist, so muß der nächstfolgende wahlbare höchstbesteuerte Forense als Vertreter der Forensen erklärt werden. Auch diese Ernennung des höchstbesteuerten Forensen ist durch Offenlegung der Acten mit entsprechender Anwendung eines Formulars 7 bekannt zu machen und dem Betreffenden zu eröffnen. Nach Offenlegung der Acten sind uns solche mit Begleitbericht vorzulegen, in welchem Sie jedenfalls angeben wollen, ob der Gewählte ober Ernannte Gemeinderaths-Mitglied oder Gemeinde-Einnehmer ist. r ,, n a v „ Diejenigen Großherzoglichen Bürgermeistereien, in deren Gemeinden nach dem Eingangs Bemerkten keine Forensenwahlen stattzufinden haben, wollen Erscheint tLglich mit Ausnahme deS Montags* S^psditionr Schulftraße, Lit. B. Nr. 18. kraft sei somit wegen Revision Kesterretch Wien, 26. October. einer neuerlichen Audienz beim sailles zurück mit dem Gefühle der ihr gewordenen Insulte. Ich habe euch hier nicht ihre Entschlüfle mitzutheilen, aber Haber Vertrauen, sie wird verstehen, die einzige Autorität, vor welchem sich in diesem Lande Hoch und Niedrig beugen müssen, die Autorität Frankreichs zur vollen Geltung zu bringen. Paris, 26. October. Das Journal „Fran^ais" erklärt abermals die Nachricht für unbegründet, daß die Bildung eines Ministeriums der Linken be- absichtigt werde. — General Grant wird sich nach einem sechswöchentlichen Aufenthalt in Frankreich nunmehr nach Spanien begeben. In Liffabon wird ihn eine amerikanische Fregatte erwarten, auf der er sich nach dem mittelländischen Meere einzuschiffen beabsichtigt. Paris, 27. October. Das Gerücht, die Ausstellung von 1878 werde wegen angeblich rückständiger Arbeiten aufgeschoben, ist, der „Agence Havas" zufolge, unbegründet. Die Arbeiten seien schon so weit vorgeschritten, baß die Aussteller bereits jetzt schon von den angewiesenen Plätzen Gebrauch machen könnten. sei im Reichstage Gegenstand eingehender Discussion gewesen. Eine formelle Mittheilung sei nicht für nothwendig erachtet worden ; er sei jedoch gern bereit, eine solche folgen zu lassen. Der Minister wendet sich hierauf gegen die Angriffe wegen angeblich nicht erfüllter Zusagen in der Frage der Verwaltungs- Reform, speciell in Betreff der Städte Ordnung; er erinnert an das Scheitern der letzteren in der vorjährigen Session und fragt, ob jetzt eine günstigere Stimmung für den Standpunkt der Regierung vorhanden sei. Mit Fürst Bismarck bestehe hinsichtlich der schwebenden Fragen der inneren Politik auf Seiten der Minister Uebereinstimmung. Der Minister schließt mit den Worten : Möglich, daß wir nach Ihrer Meinung den Geschäften nicht mehr gewachsen sind; geben Sie uns das zu erkennen! Wir werden uns dann bemühen, andere Männer anstatt unser an unsere Stelle zu bringen. Hänel tritt für die Resolution der Fortschritts-Partei ein, indem er daraus beharrt, daß eine Wandlung in der inneren Politik der Regierung eingetreten sei. Minister Friedenthal tritt den Aeußerungen Hänel's entgegen und constatirt nochmals, daß keine Wandlungen emgetreten seien; es werde sich zeigen, daß Sinn und Geist der Reform unverändert sortbestehe. v. Manteuffel erachtet im Gegensatz zu den Rednern der Fortschritts-Partei das Deurlaubungs- und Stellvertretungs-Ver' hältniß für ganz correct. Es müßten erst Thatsachen abgewartet werden, welche eine Wandlung der inneren Politik bewiesen. Seine Partei wolle keinen Stillstand, aber auch keine Revision der Verwaltungs-Reform. Nach v. Manteuffels Rede wird die Debatte vertagt. Es folgen persönliche Bemerkungen. Sybel bedauert, daß Virchow ihn im Laufe der Debatte mit Bezug aus die Angelegenheit des Dr. Konitzer angegriffen habe, Der deutsche Verein habe den Letzteren für einen ehrenwerlhen Mann gehalten, sich aber darin getäuscht. Der Vorstand des deutschen Vereins habe niemals einen Beamten denuncirt. So- Vermischtes. Königsberg. (Verbot des Fatinitzamarsches.) Der bekannte, im Laufe der Zett allerdings über alle Maßen abgedroschene „Fatinitzr-Marsch" (.Vorwärts mit frischem Muth, Lieb' ist mein Panter") war von den hiesigen Mustkcorps bei Märschen, Paraden rc. so unendlich häufig gespielt worden, daß schließlich Beschwerden darüder einltefen und der Marsch denn nun seiner ewigen Wiederkehr wegen durch einen kürzlich ergangenen Corpsbefehl den Mtlitär-MusikcorpS verboten worden ist. Offenbach, 22 Oct. Wie schon in dem Bericht über den 8. Hess. Feuerwehrtag bemerkt wurde, wendet auch unsere Regierung in neuerer Zett ihre Aufmerksamkeit auf das Feuerlöschwesen, das in unserem Lande leider nicht auf gleicher Stufe mit anderen Ländern steht. Zwar haben sich in mehreren Orten in der Nähe unserer Stadt in den letzten Jahren freiwillige Feuerwehren gebildet, aber in der großen Mehrzahl der Orte unseres Kreises reichen die getroffenen Vorkehrungen gegen Feuersbrünste nicht aus. In Anbetracht dieser Verhältnisse wurde auf dem Delegirtentag der Hess. Feuerwehren 1876 von dem Vertreter unserer Feuerwehr, Herrn M. Weil, der Antrag gestellt, die Regierung zu ersuchen, KretSfeuerinspectoren zu ernennen. Nachdem nun die Regierung sich von der Zweckmäßigkeit dieser Maßregel überzeugt hat, wurde den Feuerwehren anheimgegeben, sich zur Ernennung solcher Jnspecloren an die betr. KreiS- ämter zu wenden, und es ist deshalb dieser Tage eine entsprechende Eingabe unserer Feuerwehr an das hiesige Kreisamt abgegeben worden. Wir hoffen, daß unser Kreis- ausschuß sich in Kürze sich genehmigend mit dieser Angelegenheit beschäftigen wird, damit auch bet uns eine Einrichtung ins Leben trete, die in Bayern, Württemberg u. a. Ländern schon vieles Gute geschaffen bat. Darmstadt. (Bestellung von Nistkästen) Der Thierschutz-Verein für daS Groß- herzogthum Hessen macht bekannt, daß er auch in diesem Jahre wieder eine größere Anzahl von Nistkästen für Höhlenbrüter (Staare, Bachstelzen, Meisen, Rotschwänzchen, Fliegenschnäpper rc.) aus den renommirtesten Fabriken kommen zu lasten, und dieselben zum Selbstkostenpreis abzugeben beabsichtigt. Bestellungen solcher Nistkästen wolle man recht bald beim Bureau (Darmstadt, Hofstollstraße 6) einreichen. Nähere Auskunft wird jederzeit gern daselbst ertheilt. Frankfurt, 23. Oct. Dem Vernehmen nach hat Freiherr Wilhelm o. Rothschild aus Anlaß der Vermählungsfeier seiner Tochter Adelheid mit Fretherrn Edmund o. Rothschild in Paris der israelitischen Religions-Gesellschaft dahier die Summe von 300,000 zur Errichtung eines Schulgebäudes überwiesen. Der orientalische Krieg. Konstanopel, 25. October. (Amtliche Meldung über bereits ausführlich dsrgestellte Kämpfe.) Am 24. October griffen die Rusten mit mehr als 20,000 Mann von verschiedenen Seiten her Jovanschiftik und Umgebung an. Nach mehreren Stunden währendem erbitterten Kampfe erhielten die Türken Verstärkungen und wiesen ihre Gegner mit Verlust von 800 Mann zurück; der türkische Verlust beziffert sich auf 200 Mann. — Am 24. Oct. griffen die Rusten Telis (Telisch) auf der Straße Plewna-Sofia an, wurden aber geschlagen und zurückgewiesen; jedoch gelang es den Kosaken, den Telegraphen zu unterbrechen. — An demselben Tage machten über 6000 Ruffen einen Angriff auf die Türken vor Rustschuk auf der Seite von Pyrgos, wurden jedoch mit 450 Mann Verlust abgewiesen. Petersburg, 25. October. Officielle Meldung aus Tuchenitza vom heutigen Tage: Gestern nach einem verzweifelten zehnstündigen Kampfe besetzte General Gurko mit einem ihm anvertrauten Detachement, dem auch ein Theil der Garde beigegeben war, eine starke türkische Position zwischen Gorni Dubniak und Telisch, setzte sich aus der von Plewna nach Sofia führenden Chauffee fest und befestigt nun die so eroberte Position mit neuen Werken. Achmek Ewist- Pascha, sein Stabs-Chef, viele andere türkische Offiziere, 3000 Soldaten und ein ganzes Cavallerie-Regiment wurden gefangen, vier Geschütze, viele Gewehre und Patronen erbeutet. Unsere Verluste sind noch unbekannt, aber jedenfalls beträchtlich. — Bei der Armee des Großfürsten-Thranfolgers ist bei einer gestern ausgeführten Recoguoscirung Fürst Sergei Maximiltanowitsch gefallen. Bukarest, 26. October. Weiterer officieller Mittheilung über den Kampf der Ruffen unter General Gurko zufolge steckten die Türken zweimal die Parlamentärflagge auf, schosten aber dann auf die Rusten. Konstantinopel, 26. October. Ein Telegramm Mukhtar Pascha's berichtet: Am Mittwoch wurden drei russische Reiter-Regimenter mit Artillerie, die von Kara-Urghen nach Zewin marschirten, durch Mukhtar's Truppen geschlagen und zogen sich gegen Milleduz zurück, worauf die Türken in das Lager von Guedisour zurückkehrten. — Chefket Pascha meldet telegraphisch: Der russische Verlust in dem letzten Gefecht bei Telisch betrug 1000 Todte und Verwundete; die Türken hatten 50 Mann Verlust. Es sind Dispositionen getroffen, um die auf der Straße von Orkhanie nach Plewna stehende russische Kavallerie, welche Telisch besetzt hält, zu vertreiben. — Die „Agence Haoas" berichtet: Mehemed, der Sohn Schamyl's, welcher am Aladja-Dagh cernirt war, ist mit einem Detachement Tscherkeffen bei Horenduze, südlich von Kars, eingetroffen. Das Bombardement von Rustschuk dauert fort. — Suleiman Pascha hat in den letzten Tagen die Truppen in der Dobrudscha inspicirt. Konstantinopel, 26. October. Einem officiellem Telegramme aus Erzerum von heute zufolge hat Ismail Hakki Pascha seine Verbindung mit Mukhtar Pascha vollzogen, ohne russischen Truppen zu begegnen. Rußland. Petersburg, 26. October. Die „Agence Russe" meldet, daß die Leiche des Prinzen Sergius von Leuchtenberz in der Kirche der Petersburger Festung an der Seite seiner Mutter beigesetzt werde. Daffelbe Organ weist die Annahme zurück, daß die islamitische Bewegung in Indien gefahrdrohende Verhältnisse für Englands annehme, erblickt aber darin eine Verdammung der türkenfreundlichen Politik Englands, welches für die Muselmänner immer die nichtmohamedanische, die christliche Eroberung repräsentirende Macht bleibe. Rußland allein könne im Orient England gefährlich oder nützlich sein. Frankreich. Paris, 25. October. Gambetta hob in einer Rede zu Chinon hervor, daß ohne den maßlosen Druck der Regierung nicht 330, sondern beinahe lauter Republikaner gewählt worden wären, griff aufis Heftigste die Bonapartisten an und drückte sein Bedauern darüber aus, daß Vertreter der alten monarchischen Parteien, Männer von Rechtlichkeit und Ehre, die einst selbst gegen den Cäsartsmus gekämpft, aus Leidenschaft oder Groll sich mit den Leuten des Kaiserreichs vereinen konnten. Gambetta schloß: Die Majorität kehrt nach Verdünn habe ich seit zwei Jahren nichts mehr mit der Leitung der Vereins- Geschäfte zu thun, bin also mit der Affaire Konitzer's völlig unbetheiligk. Ich habe mich allerdings im Gespräch mit dem Fürsten Bismarck vor drei Jahren gegen die Kreis- und Provinzial-Ordnung für die Rheinlande ausgesprochen, feit dieser Zeit aber nicht wieder eine Einwirkung darauf haben können. Vor drei Wochen hat mich Fürst Bismarck rufen lasten und mir erklärt, er werde für alle Provinzen, natürlich mit den erforderlichen Modificationen, die Aus dehnung der Verwaltungs-Reform in's Werk setzen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß die Verhandlungen über den Handels-Vertrag mit Oesterreich am letzten Montag in Wien ihr Ende gefunden haben. Dieselbe kann den Stimmen der Wiener und Pesther Zeitungen darin nur beipflichten, daß dieser Ausgang, von beiden Seiten bedauert, zur Zeit unabwendbar gewesen sei. Bei dem gemeinsamen Wunsche der Verständigung und dem aufrichtigen Bestreben, dem maßgebenden Standpunkte des anderen Theiles möglichst entgegenzukommen, hätten sich doch im Fortgang der Verhandlungen die wirthschaftlichen und sachlichen Interessen für beide Theile als zu verschieden herausgestellt, und diese Verschiedenheit als zu gewichtig, als daß eine befriedigende Einigung gegenüber der großen Verantwortlichkeit beider Regierungen schon jetzt innerhalb der gegebenen Grenze erreichbar gewesen wäre. Die „N. Allg. Ztg." theilt unbedingt und vollständig die Zuversicht, daß die vertrauensvolle Freundschaft, welche in den politischen Beziehungen beider Reiche mit jedem Jahre fester sich bewährt und gedeihlicher sich bethätigt habe, durch den Verlauf und Ausgang dieser nicht politischen Verhandlung in keiner Weise berührt oder gar gemindert werden wird. Dresden, 26. October. In der Thronrede, mit welcher der König heute den Landtag eröffnete, wird hervorgehoben, daß die Beziehungen der sächsischen Regierung zur Reichsregierung den bisherigen Charakter gegenseitigen Vertrauens bewahrt haben. Es heißt sodann weiter: Nachdem die Gesetzgebung der letzten Jahre auf fast allen Gebieten des Staatslebens neue Organisationen geschaffen, erscheine es dringend wünschenswerth, der Bevölkerung die Zeit zu lasten, um sich vollständig in die neuen Ordnungen einzuleben, ehe weitere um- saffende Aufgaben in Angriff genommen würden. Die Mitwirkung des Landtages werde namentlich zur Durchführung der Reichsgerichts-Verfassung in Anspruch genommen werden. Der König bedauert, daß die Hoffnung auf das Eintreten eines erfreulichen Aufschwunges in Handel und Gewerbe sich im ver- flostenen Jahre nur in geringem Maße erfüllt hätte. Es könne daher nicht überraschen, daß die laufenden Staats-Einnahmen den Erwartungen des Voranschlages nicht entsprochen haben. Eine höhere Inanspruchnahme der Steuer- unerläßlich. — Die Thronrede kündigt einen Gesetz-Entwurf des Einkommensteuer-Gesetzes an. «62) > r,nk>“»4 Ire Donnerst , n Nac Wtn aitf baV Eitzes Anwc ä.ytrman] "ucke, unter bi Tannt gemacht btn WO®'*'!' QtIc.Don dem "Mipkn Pr Dorrath D, Wta. 0,1 Nähere Ausk "N-r M Die Man mit dem AuWnr runa gewesen, d zu berufen, web soll. Diese Cor ganz leichte Auf deg auswärtiger fen centrale unt Import- und E Als erste von Einfuhr, il drei Vcrkebrsrick Heben tung sind. Produktion und c8 gelungen ist, Mietet tie Durchs Länder uns in u nch einzeln ichaftliche Kraft schöpfen können. Ausfuhr und T unterschieden. 1 fuhr zuiammeng -eichncte Menger worden sind uri dem Auslande j Untersuchung ül lieh gemacht, g ob von 121, , ” 618 j Die „Polit- Corresp." schreibt: Nach einer uns aus London unterm 26. ds. zugehenden Mittheilung hätte Layard in Folge einer neuerlichen Audienz beim Sultan die Anfrage an Derby gerichtet, ob das britische Cabinet geneigt sei, auf speciellen Wunsch des Sultans der Einleitung unmittelbarer Friedens-Verhandlungen Vorschub zu leisten. Derby soll in Folge dieser Eröffnung unverzüglich die maßgebenden russischen Kreise sondiren haben lasten und im Falle eines günstigen Resultates dieses Schrittes die Vermittlung Englands zugesagt haben. In England hoffe man diesmal Rußland zu Friedens- Verhandlungen geneigt zu finden. Die Correspondenz glaubt bezüglich der vollen Richtigkeit dieser Mittheilung, wiewohl sie aus bester Quelle stamme, doch alle Vorbehalte machen zu müssen. Wien, 26. October. Wegen Spionage im Wiener Arsenale wurde heute vom Gericht Nachtnebel zu vier und Zeller zu zwei Jahren schwerem Kerker verurtheilt; dagegen Götz von der Anschuldigung der Spionage freigesprochen, jedoch wegen Falschmeldung und verbotener Rückkehr zu drei Monate strengem Arrest verurtheilt. 28ie», 27. October. Der Verwaltungs-Gerichtshof hat die Beschwerde der Südbahn-Gesellschaft gegen das Handels-Ministerium wegen Uebertragung der Concesston der Local-Bahn Wien-Aspang und der Flügel-Bahn Aspang- Wiener-Neustadt an die Soci^tö Belge verworfen. „ xei .^ Ä nbt der SÄüber ^xarmstc ^aaimen slai" J’e Sin*e[ sch I ’rt >« d-« gch„» mit mit d-r *’6 rW. «bMbrannt I™ tjcttwlle ta 6 noch im Keime »Lst J. g-s-hidich^, ?ErdauiWng der nanner immer die Macht bleibe, kilch sein. über bereits aussen mit mehr als ln& Umgebung an. bie Türken Mann zurück; der ölt. griffen bie wurden aber ge- )en Telegraphen zu uffen einen Angrrff wurden sedoch mit ms Tuchenitza vom gen Kampfe besetzte i auch ein Theil der )en Gorni Dubniak enden Chaussee fest en. 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Betrag der Durchfuhr sich vergrößert, welcher bei der Einfuhr hinzugekommen ist, so hat man die Entwickelung des Handels aus den Ueberschüsien der Einfuhr über die Ausfuhr oder umgekehrt nachzuweisen gesucht. Dies ist indeß ein sehr unzuverlässiges und unsicheres Verfahren. Bei der Bcurtheilung der handelspolitischen Beziehungen eines Landes kommt es nicht darauf an, zu wissen, wieviel dasselbe mehr einführt als aussührt oder umgekehrt, sondern man muß gesondert wissen, wie groß die Einfuhr und wie groß die Ausfuhr dcsielben ist, da nur in diesem Falle zu ermitteln ist, welchen Einfluß äußere Vorgänge auf die Entwickelung des auswärtigen Handels ausüben. Die Steigerung des Ausfuhrüberschusses in unserer Eisenindustrie kann beispielsweise eben so gut aus einer Verminderung der Einfuhr, als aus einer Vermehrung der Ausfuhr bei gleichzeitiger geringerer Vermehrung der Einfuhr, oder aus großer Verminderung der Ausfuhr bei noch größerer Verminderung der Einfuhr herrühren, Vorgänge, die unzweifelhaft von ganz verschiedener wtrthschaftlicher Bedeutung sind. Es giebt nun unseres Erachtens nur ein Mittel, diesen Uebelstand ganz oder theilweise zu beseitigen, das ist die Deklaration. Jeder Importeur und Exporteur muß verpflichtet werden, der Waarenjendung eine oder mehrere Deklarationen beizugeben, welche Ursprungs- und Bestimmungsort, Menge und Werth der Maaren angeben. Schon aus dem Bestimmungsort wird in den meisten Fällen beurtheilt werden können, ob die eingeführten Maaren nur tranfitiren ober im Lande der Einfuhr konsumirt werden. Da, wo dies nicht der Fall ist, also bei Maaren, welche während des Transports ihren Bestimmungsort wechseln, müßte eine Aenderung der Deklaration seitens der Transportanstalten vorgenommen werden und für solche ausländische Maaren, welche im Jnlande einige Zeit gelagert haben, dann aber wieder in's Ausland gehen, müßten die Transportvermittler, Spediteure rc. in der Ausfuhrdeklaration den Ursprung der ausgeführten Maaren anzugeben gehalten fein. Wir gestehen zu, daß die Einführung und Durchführung dieser Bestimmungen auf mancherlei Hindernisie stoßen wird und daß sich auch durch Deklarationen nicht ganz richtige Ein-, Aus- und Durchfuhrzahlen werden erzielen lasten. Indessen halten wir die Einführung von Deklarationen darum für empfehlenswerth, weil sie den gegenwärtigen Zustand unserer Handelspolitik, jedenfalls wenigstens, verbessern werden und weil sie auch einem anderen Mangel unserer Handelsstatistik wirksam entgegentreten, welcher aus der Anschreibung der Ein- und Ausfuhr nach Grenzstreckcn sich ergiebt. Da cs bei Beurteilung der wirthschaftlichen Verhältnisse eines Landes nickt nur von Wichtigkeit ist, zu wissen, wieweit dasselbe in Production und Consumtion überhaupt vom Auslande abhängt, sondern auch in welchem Grade diese Abhängigkeit den einzelnen fremden Ländern gegenüber besteht, so gehört es zu den unumgänglichen Erfordernissen einer brauchbaren Handels- statistik, die Handelsbeziehungen eines Landes zu allen einzelnen mit ihm im Verkehr stehenden Ländern nachzuweijen. Man darf nur an die bei Abschluß eines Handels- und Zollvertrages zwischen zwei Staaten in Frage kommenden Interessen erinnern, um jedes weiteren Nachweises der Nützlichkeit solcher specieller Handels-Ausweise überhoben zu fein. Untere Handelsstatistik hat nnn bisher die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland unb den einzelnen fremben Staaten nicht nachzuweisen vermocht, ba bie Anschreibung der ein- unb ausgeführten Mengen nicht nach den Ursprungs- und Bestimmungsländern der Maaren, sondern nach den Grenzstrecken, über welche ihr Eingang ober Ausgnng erfolgt ist, stattfinbct. Aus biese Meise kommt cs, daß beispielsweise unser Handelsverkehr mit den Niederlanden Millionen von Gentnern aufweist, welche nur zum kleinsten Theile niederländischen Ursprungs ober nach ben Niederlanben bestimmt sind, zumeist vielmehr ben Handel Deutschlanbs mit Englanb unb ben überseeischen Läncern barfteUen. Auch hier kann eine wenn nicht völlige, so boch wesentliche Abhülfe nur durch Einführung von Deklarationen geschaffen werden. Menn Jedermann genöthigt ist, den Ursprungs- unb Bestimmungsort bcr Maaren in einer benselben beizufügenben Deklaration anzugeben, so wirb man ein im Ganzen richtiges Bild von den Handelsbeziehungen Deutschlands zu den einzelnen Ländern gewinnen können. Absichtlich verführende Angaben über den Ursprungsort gewisser Erzeugnisse, wie sic bei den Different'r.'zolltarifen zum Zwecke der Steuer- befraubation ja nicht selten Vorkommen dürften, wird man mit verhältnißmäßigcr Leichtigkeit ermitteln und wenigstens ihre statistische Bedeutung bald zu beurtheilen vermögen. Der dritte Mangel unserer Handelsstatistik beruht in der unrichtigen und unzuverlässigen Ermittelung der Ausfuhr. Das statistische Amt hat zur Beseitigung desselben Die direkte Erhebung der aus Deutschland exportirten Maaren von den Exporteuren in Vorschlag gebracht Diese Maßregel wird sehr schwer durchzuführen sein und doch nur geringe Resultate haben. Schon bie Ermittelung ber Personen, welche überhaupt expvrtircn, dürfte sehr viel Schwierigkeiten machen, ganz abgesehen davon, ob diese Menge, Werth und Bestimmungsort des Exports auch wahrheitsgetreu anzugeben gesonnen sind. Ein allerdings auch nicht ganz probates Mittel würde unseres Erachtens darin bestehen, die mit den statistischen Ausschreibungen betrauten Zollbeamten zu größerer Aufmerksamkeit auf bie Ausfuhr zu veranlassen unb außerdem eine internationale Gleichmäßigkeit der statistischen Erhebungen über den Waarenverkehr herbeizuführen. Wenn beispielsweise alle Länder dieselben Deklarationen forderten, unb im Ganzen gleichartige Waarenklassifikationcn annehmen würben, so bürsten sich bie Fehler unserer Aussuhrstatistik leicht aus ben Hanbelsaus- weisen anberet Länbcr berichtigen lasten. Ob biefer Ausweg allerbings leicht einzuschlagen ist, wagen wir nach ben geringen Resultaten, welche bie Bestrebungen ber statistischen Congresse für gleichmäßige statistische Erhebungen in allen ßänbern gehabt haben, nicht zu entscheiden. (D. V. C.) — Bei Reifenberg im Taunus wurde vor einigen Tagen von einem Jäger ein interessanter Kampf zwischen einer Wildkatze und zwei Wieseln beobachtet. Die letzteren Wußten so gewandt den Tatzenschlägen und Bissen der Katze auszuweichen und brachten ihrem stärkeren Gegner so schmerzhafte Verwundungen am Halse bei, daß nach einer Viertelstunde der Kampf zu Gunsten der Wiesel beendet war. Die Katze ergriff die Flucht, worüber die Wiesel augenscheinliche Zeichen der Freude von sich gaben. Darmstadt. (Billiges Kalbfleisch) Wir finden folgendes Inserat: »Kalb- fleisch jeden Freitag von 5 und Samstag den ganzen Tag, Brust a Pfd. 40 H, Keule 50 H. Alle anderen Sorten Fleisch, sowie Kalbsgeschlinge, Zungen rc. zu den billigsten Prellen, Scydelstr. 21, Ecke der Neuen Grüi'str. und Skalitzerftraße 140." Leider ist's ein bischen zu weit für uns bis an die betreffende Straßenecke, die nämlich in Berlin sich befindet, denn das Inserat ist aus* der „Berliner Zig." Waldkappel, 23. Oct. Ge> ern Abend gegen 8V2 Uhr brach in der Scheuer des Schuhmachermcisters Hartung Hierselbst Feuer aus, welches mit so rasender Schnelligkeit um fick griff, doß bereits in einigen Minuten alle angrenzenden Gebäude in Hellen Flammen standen. Obwohl die hiesige freiwillige Feuerwehr alarmtrt und in kurzer Zeit auf der Brandstätte war, so konnte man, trotz aller Anstrengungen, doch nicht gleich Herr des Feuers werden, da augenblicklich ein großer Wassermangel hier herrschte und die gefüllten Scheunen dem verzehrenden Elemente reichliche Nahrung lieferten. Die Einwohner waren so bestürzt und außer Fassung, eingedenk des großen Brandes uor 23 Jahren, der damals fast die ganze Stadt in Asche legte, daß nur Jeder an sich dachte und in Sicherheit brachte, was irgend zu retten war. — Nachdem der Telegraph in Bewegung gesetzt war, erschienen bald aus den benachbarten Orten Harmuthsachsen, Friemen, Bischhausen, Hoheneiche und Reichensachsen die freiwilligen Feuer- Wehren mit ihren Spritzen, durch deren Ruhe und energischer Thätigkeit, im Verein mit der unserigen und mit Aufopferung oll ihrer Kräfte es gegen IVr Uhr Morgens gelang, das Feuer zu lokalisiren um 5 Uhr Morgens die Gefahr ganz zu beseitigen. Abgebrannt sind im Ganzen 4 Scheunen mit sämmtlichen Früchten und 2 Schweinen, theilweise in Flammen standen viele angrenzende Häuser, bet denen das Feuer jedoch in.od) im Keime erstickt wurde. In großer Gefahr schwebte die Apotheke. Es war ein Glück, daß es am Abend windstill, bei dem geringsten Winde hatte in Folge des Wasser Mangels die Stadt heute ganz in Asche liegen können. Wir ballen es für unsere Pflicht nicht allein den obengenannten Feuerwehren unseren Dank auszusprechen, sondern müssen hier auch noch lobend der Baubeamten der Berlin Coblenzer Eisenbahn gedenken, deren Umsicht und Thätigkeit es größter thells zu verdanken ist, daß das Feuer 5cine größere Dimensionen angenommen hat. — Der hundertjährige Geburtstag des Turnvater- Jahn wird seitens der deut schen Turner durch das fünfte allgemeine deutsche Turnfest und einen allgemeinen deut -scheu Tuintag begangen werden, und zwar am nächsten 11 August in der Hauptstadt der Provinz Schlesien in Breslau. Der Breslauer Turnrath hat sich bereits als Ausschuß constituirt, um die nothwendungen Vorbereitungen zur Ausführung des Festes in die Hand zu nehmen. Zur Reform der Handelsstatistik. Die Mängel, welche ben statistischen Nachweisen über ben Waarenverkehr Deutschlands mit dem Ausland« anhaften, sind in letzter Zeit so oft Gegenstand der Erwähnung unb Erörterung gewesen, baß sich der Bundesrath veranlaßt gesehen hat, eine sachverständige Commission berufen, welche Mittel unb Wege zur möglichsten Beseitigung bcrselben in Berathung ziehen soll. Diese Commission, beten Zusammentreten nicht mehr weit entfernt sein dürfte, wird keine ppel-Lhirting mit glattem Leinen- Einfitz p r Va Dutzend . . 31 Chiffon mit Leinen - Einsatz per Vr Dutzend . . . . 36 prima Chiffon mit Leinen-Einsatz per Vr Dutzend . ■ ■ JL 42 empfiehlt (5973 H. Rübsamen, Mäusburg D- 9. Trockene Braunkohlen, (Allein-Verkauf der Gewerkschaft Elm) I. und II» Qualität zum Zechenpreise empfiehlt (5396 G-eorg Unverzagt I. Versteigerung. Donnerstag den 1. November, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht auf freiwilliges Ansuchen die den Herrn Philipp Oppermann's Erben gehörigen Grundstücke, unter den bet der Versteigerung besannt gemacht werdenden Bedingungen, an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 24. October 1877. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 6000)_______Müller. _____ Im Comptoir des Heinrich Battenfeld dahier — Seltersweg C- 43 — werden alle von demselben geführten Maaren zu ermäßigten Preisen käuflich abgegeben, insbesondere macht man auf einen bedeutende« Vorrath von Koblenlöffeln, Kochgeschirr und schmiedbarem Guß für Fenster aufmerksam. , t rr Nähere Auskunft wird durch den Masseverwalter bereitwillig ertheilt. Gießen, am 26. October 1877. €022) M Pilger, Masseverwalter. Ieilgeöotenes. 6062) 2 Hühnerhunde, gelb und getiegert, find zu verkaufen bei Conrad Seipp, __Trais-MÜnzen berg. Limburger- und Kümmelkäse un schöner Qualität, per 50 Kilo 36 JL «b hier offeriren und suchen gleichzeitig »inen tüchtigen Vertreter. [H 35132.) R Heydecke &> Comp «6064)in Reich'.nbach i. Votgtlande. ! Mittagsti seit ®on 12Vz bis 1 Uhr, ä 86 und 60 Pfg., empfiehlt W. Hofmann, Lahnstein. Gothaer und Frankfurter feine Fleischwaaren. Außer Gothaer Gerre- tatirurst. Gothaer Fe- berivursts Blafenschinken und Knackwürste, treffen jetzt wieder frische Frankfurter geräuch. Rratwürste jede Woche Dienstag und Freitag ein. (3789 J. A. Busch. Söhne. "Aechten Astrach.-Caviar, Prima elb-Caviar, empfiehlt (5778 Emil Fischbach. H. von Gimborn’s T a n n i n-, A1 i e a r i n-, Gallus-Kaiser-, Salon - and andere Tinten zeichnen sich durch lebhafte Farbe, grosse Flüssigkeiten und schnelles Trocknen aus und liefern [noch nach längerer Zeit scharfe, nie bleichende Copien. Lager in den div. 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Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt der akademische M u f i kd ir e c t 0 r sowohl in seiner Wohnung von 8—9 Uhr Morgens, als auch an den Uebungs- abenden, Montag und Donnerstag, in der kleinen Aula der Universität entgegen. ____Der Vorstand. Zeschüsts-Verlegung. 6073) Meinen geehrten Kunden zur Nachricht, daß ich von heute an mein Geschäft in das Bach sche.bans, Selterswcg, verlegt habe. ______Hermann 1813) Mein Vager in allen Sorten Pinseln, Ver golderartikeln, Spachtelmeffern, Maserwalzcn ic., er pfchle bestens. Japanische Schreib - L Copir-Tinie (Euere violette ä copier). Dieselbe ist von violetter, dem Auge angenehmer Farbe, wird indeß beim Gebrauch nach kurzer Zeit schwarz, trocknet augenblicklich, greift weder Papier noch Feder an, ist leicht fließend, schimmelt selbst bei längerer Aufbewahrung nicht und ist unauslöschbar. 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