"0' Samstag, den 29. September 13??. idk’iicr Myeiger Wo. 996. “^ieBahn. ement. AMige- unii Amtsblatt für de« Kreis Gießen. Erscheint tch-ttch mtt «us«akme bei Montags. «9PsVMO«r Schulstraße, Ltt. B. Nr. 18. Pvets vierteljährlich 3 »art 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. iltllg den 1. October T^veditivn Wchbyvft. * Programms vom 12. E8C ^rncuetunß des gsvcrwandten Greifen ■-30- September dal erste gemäßen ein BerfnMr m Öeierfreig am meisten eni- W« mit derselben vvr-e- u"d für sich sind, hat sich Cemals in der Öinriituna "tenblatt kommt von leiS dcs Blattes wirb 1 von 16 Mark herab: tÜT Frankfurt bei der G alten des Deutschen Reichs Mlohn. 'ick von hier übersehen läßt, ''rrerständlich der Handels richrung desselben so getroster teifiTten Publikums vollstön- ieincn Platz an alter Stelle : oeeinttächtigt melden, im rksamkeit der Presse so wich berronagendn deutscher nnb Deutschen Rcichspoft^, er Hand zukommen zu lassen. > Crit des ganzen mittleren 1 ein großer Grfolg gefönt, bei mehrmaliger Einrückung vielfältige flelle 80 Pf. ’.ile berechnet. «ar Einladung zum Abonnement -^zr auf den Gietzener Anzeiger. Derselbe erscheint in den Vormittagsstunden täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg., frei in s Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Quartal 1877 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Die Abonnenten, welche den Anzeiger abholen, erhalten denselben zu 2 Mark. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 2 Mark excl. Postgebühr. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Um vollzählige Exemplare liefern zu können, ersuchen wir unsere geehrten Abonnenten, ihre Bestellungen rechtzeitig bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten aufgeben zu wollen. Die Redaktion. Amtlicher Hheit. Gießen am. 25. September 1877. Betreffend: Der Abverdienst uneinbringlicher Feldstrasen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Allendorf a. d. Lumda, Birklar, Burkhardsfelden, Garbenteich, Geilshausen, Gießen, Großen-Buseck, Großen-Linden, Grünberg, Gröningen, Hattenrod, Lich, Londorf, Lumda, Ovenhausen, Rüddingshausen, Stangenrod, Trohe, Watzenborn und Wieseck. Wir erinnern Sie an baldige Erledigung der Ihnen in obigem Betreff erthcilten Aufträge und an Rücksendung ter Spezial-Verzeichnisse binnen längstens vier Wochen. Or. Boekmann.__________________________________________________ Bekanntmachun g. Die nach unserer Bekanntmachung vom 23. Mai l. I. Anzeiger Nr. 118 für die Gemeinden Allendorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Klein-Linden, Lang-Göns und Leihgeistern angeordnete Hundesperre wird hiermit wieder aufgehoben. Gießen, den 26. September 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Diehm. Kxxxxxi» icht. I »kkn-Anzeige, daß. |flt, Montag den j I US j n werve. , J , dahin Bei »w i” j wngsvoil fi ielsch D. H ******* enfeldD Hessen- Erstell'* l-r Abende •’”»* In in * ihren t c>' A | [.OT’4 1 iW’i’j I Dr. Boekmann. Keutschlaud. Mainz, 26. September. Bei der heute stattgehabten Ober Bürger- meister-Wahl fielen auf jeden der beiden sich gegenüberstehenden Candidaten, Stadtverordneten Advocat Dr. Dumont Hierselbst, u»d Ministerial-Rath Dr. Jaup in Darmstadt, gleich viel, nämlich 17 Stimmen. Das Loos ent ^hied hieraus für Dumont. Berlin, 26. September. Von türkischer Seite wird die Thatsache, daß drei wegen des Consular-Mordes zu 5 Jahren Gesängniß verurtheilte Personen in Salonichi freigelassen worden seien, also erklärt: In Folge des Bombardements von Wtdvin habe der Gouverneur Befehl erhalten, die Gefangenen nach Salonichi zu schicken ; hier aber seien sie durch ein „Versehen" frei gelaßen, aber aus directen Befehl aus Konstantinopel wieder eingesperrt worden, noch ehe die Vertreter Deutschlands und Frankreichs in der Lage waren, die Noten, in welchen sie über die Freilasiung Klage führten, an Sever Pascha zu richten. Zn Folge dessen war der türkische Minister in der angenehmen Lage, diese Noten, von denen namentlich die deutsche eine sehr energische Sprache geführt haben soll, mit der Erklärung zu beantworten, daß das Versehen des Gouverneurs von Salonichi bereits redressirt sei. Dieses Frage- und Antwortspiel ist aber schon 3 Wochen alt und hat also mit der Entscheidung der Frage, ob las deutsche Geschwader im Mittelmeer verbleiben oder zurückkehren soll, gar nichts zu thun. Wie übrigens der „Reichs-Anz." mitthe'lt, sind Briefsendungen für das Geschwader von jetzt ab nicht mehr nach Syra, sondern nach Malta zu richten, und dieses Avis spricht für die Annahme, daß das Geschwader be reits auf der Rückreise begriffen ist. — Die Prägung der Silbermünzen soll mit Ende dieses Jahres auf allen deutschen Münzstätten eingestellt werden. Damit hat die Durchführung des deutschen Münzsystems im Wesentlichen ihr Ende erreicht, und zwar erhebe lich schneller, als man in Aussicht genommen. Man hatte sich hierfür einen Zettraum von 10 Jahren als nothwendig gedacht; indesien die achtzig aufge- ßrllten Prägmaschinen, die in neun deutschen Münzen unaufhörlich arbeiten, hrben kaum 6 Jahre zur Durchführung ihrer Riesenaufgabe gebraucht. Berlin. Alle von ultramontaner Seite verbreiteten Nachrichten über eine mildere Anwendung der Maigesetze sind grundlos. Auch werden die zu initerne^menben Collectivschritte betreffs des in den Schulen zu ertheilenden katholischen Religionsunterrichts keinen Erfolg haben, nachdem die Forderung, bltjün Unterricht lediglich durch solche Personen ertheilen zu lassen, die von der Kirche beauftragt seien, zurückgewiesen ist. — Falsches russisches Papiergeld taucht jetzt in solchen Massen auf, daß vor Annahme desselben nicht eindringlich genug gewarnt werden kann. — Die Zahl der Ober-Landesgerichte wird, wie man hört, mehr betragen, als die der 11 Provinzen, Wie es heißt, würden aus die Rheinprovinz zwei kommen. Dresden, 26. September. Nach einer Mittheilung des „Dresdener Journ." sind auf Anordnung der Königin von Sachsen vier Albertinerinnen und acht barmherzige Schwestern nach der Türket und fünf Albertinerinnen nach dem russischen Kriegsschauplätze zur Krankenpflege heute abgegangen. Hefterreich. Wien, 27. September. Abgeordnetenhaus. Fürst Auersperg erklärt in Beantwortung einer die orientalischen Angelegenheiten betr. Interpellation: Die Regierung stehe auch heute noch aus dem Standpunkte voller Neutralität unter Wahrung der Interessen Oesterreich-Ungarns, in jedem Falle mit Ausschluß jeder Parteinahme -gegen einen ober den anderen der Krieg-Führenden. Ueber die Haltung der Monarchie gegenüber dem eventuellen Eintritt Serbiens in die Action könne sich die Negierung nicht im Voraus aussprechen. Frankreich. Paris, 26. September. Allou lehnt die Candidatur in dem 8. Arrondissement ab. Paris, 26. September. Das republikanisch-socialtstische Comits zu Paris veröffentlichte ein Wahl-Programm, worin die Regierungs-Politik der gemäßigten Republikaner angegriffen wird. Das Programm verlangt unter Anderem Amnestie, Streichung des Cultus-Budgets, Ausweisung der Jesuiten, ausschließlichen Laien-Unterricht, sofortige permanente Volks-Bewaffnung, Beseitigung der stehenden Heere, Wahl aller Beamten, Abschaffung aller Steuern, Ersetzung derselben durch eine einzige Prozressiv-Steuer, Aufhebung des Senats und der Präsidentschaft und Einsetzung einer einzigen permanenten Kammer, welche alle zwei Jahre zu erneuern ist. Das Actenstück ist unterschrieben von 48 Radicalen und Socialisten. England London, 25. September. Der britischen Regierung zugezangene Depeschen melden das Verbot der Ausfuhr von Getreide und Lebensmitteln aus Türkisch-Arabien, von Cerealien aus Baltschik und von Fellen aus dem Sandjak Varna. London, 26. September. Der Sklavenhandel in Afrika ist, wie bie neuesten Nachrichten von dort melden, erfreulicher Weise äußerst gedrückt. Dank dem guten Einvernehmen des Sultans von Zanzibar und des britischen General- Consuls Dr. Kirk ist im Menschenhandel sowohl zu Wasser wie zu Lande ein förmlicher Stillstand eingetreten. Der Sultan ist im Begriffe, 500 Neger militärisch zu organisiren. Sie erhalten Martini-Henry-Gewehre und ein Gatling-Geschüß und stehen einstweilen unter Leitung des britischen Marme- Officiers Matthews. — Frühling und Göschen zeigen an, daß die Einlösung der im October fälligen Coupons und der ausgeloosten Obligationen der ägyptischen Anleihe von 1864 stattfinden wird. Kelgien. Brüssel, 26. September. In Charleroi ist ein Strike ausgebrochen. 500 Arbeiter stellten die Arbeit ein. Schweiz. Bern. Da die vorgenommene Zählung des schweizerischen Pferdebestandes ergeben hat, daß die für den Fall einer Mobilmachung nothwendige Zahl gesichert ist, hat der Bundesrath den Pferde-Ausfuhrzoll von 800 Frcs. wieder auf 3 Frcs. herabgesetzt. Kriechcnland. Athen, 26. September. Die Pforte ertheilte der griechischen Regierung die Zusicherung, sie werde die Personen, welche das griechische Consulat in Lariffa angriffen, bestrafen. Der orientalische Krieg. Odessa, 24. September. Am 20. d. langten wiederum mittelst gewöhnlicher Eisenbahn-Güterwagen 430 verwundete und kranke Soldaten von» Kriegsschauplätze hier an. Verwundete wurden nur 77 gezählt; von den Kranken sind 200 sofort zu Schiff nach Cherson weiter befördert worden. Dieser Transport war seit dem 8. d. unterwegs. Die Soldaten klagten nicht allein über schlechte Verpflegung auf dem Kriegsschauplätze, sondern auch namentlich über unregelmäßige und sogar ungenügende Beköstigung während der Eisenbahnfahrt. Die Züge kommen an den Stationen, an welchen gespeist werden soll, meistens zu spät an und muffen oft, um auf der eingeleisigen Bahn den mit Truppen nach dem Kriegsschauplätze fahrenden Zügen Raum zu schaffen, an den gedeckten Tafeln vorüberfahren. Dieser Transport sollte des Morgens hier eintreffen; die betr. Aerzte waren bereits um 7 Uhr Morgens in's Hospital bestellt und auch erschienen, während der Zug erst am Abend ankam. Ueber die Krieqsführung waren die Soldaten durchaus nicht entzückt. Ein General, welcher hier am Bahnhofe verschiedene Soldaten nach ihrem Befinden befragte, erhielt von einem die Antwort: „Wir haben unsere Schuldigkeit gethan, aber die Führung ist unter aller Kritik." Der General schien den letzten Satz zu überhören und ging weiter. London, 26. September. Ueber die militärischen Ereigniffe zwischen Lom und Jantra während der letzten Tage liegen von Seiten englischer Berichterstatter annoch sehr spärliche Telegramme vor. „Daily Telegraph", dem neulich aus Schumla ein großer türkischer Sieg vor Bjela gemeldet worden, muß sich heute zu dem Geständnisse bequemen, daß diese Nachricht eine irrthümliche war. Was daffelbige Blatt andererseits von seinem Berichterstatter im türkischen Lager direct aus Tscherkowna vom 21. und 22. d. mittheilt, deutet durchaus nicht darauf hin, daß am 21. d. eine große Schlacht geschlagen wurde, wohl aber, daß Mehemed Ali seine Operationen gegen den linken Flügel des Großfürsten-Thronsolgers gerichtet, und zwar bisher erfolglos gerichtet hatte. Ob er blos die Stärke der Ruffen erproben, oder eine Umgehung versuchen gewollt, ist nicht klar. Eine spätere Depesche des „Daily Telegraph" bringt ebenfalls keine Klarheit in Mehemed All's Absicht, verbeffert aber die frühere dahin, daß die Verluste der angreisenden Türken am 21. d. höchst unbedeutend waren. Das ganze Gefecht scheint überhaupt nicht viel mehr als eine starke Recognoscirung gewesen zu sein. Bukarest, 26. September. Mehrere Kosaken-Regimenter passirten heute Bukarest. General-Lieutenant Skobeleff ist wiederhergestellt und heute früh mit dem General Totleben in's Hauptquartier abgegangen. Der englische Oberst Wellesley befindet sich Krankheits halber hier. Die Minister Cogalni- ceanu und Bratinno werden morgen hier erwartet, Letzterer aus dem Hauptquartier des Fürsten Karl. — Das Journal „Romanul", Organ Bratiano's und Rosetti'S, verlangt die Einberufung der Kammern zu einer außerordentlichen Session. — Man versichert, Statescu werde an Stelle des Justizministers Campine«na treten, welcher daS Finanzministerium übernommen hat. — Der russische Consul in Belgrad ist aus dem Hauptquartier auf der Rückreise nach Belgrad hier eingetroffen. Petersburg, 26. September. Osficiell. Gorni-Studen, 26. Sept. Am 22. d. durchbrachen gegen 10,000 Mann türkischer Infanterie mit aus Sofia kommender Artillerie unsere Kavallerie-Linie und drangen in Plewna ein. Näheres noch unbekannt. Bei der Colonne von Rustschuk und am Balkan ist Alles ruhig. Petersburg, 27. September. Die Nachricht, daß die Türken bei Kalarasch, Silistria gegenüber, die Donau paisirt haben, und die Gerüchte von einem neuerlichen Gefechte bei Bjela werden von der „Agence Ruffe" für unbegründet erklärt. Konstantinopel, 26. September. Privat-Nacbrichten zufolge soll am 25. d. bei Plewna ein Kampf stattgefunden haben. — Die britische Botschaft bemenhrt das Gerücht, daß die britische Flotte die Besika-Bai demnächst ver- lvslen werde. — Der Herzog von Edinburgh ist an Bord des „Sultan" nach Malta gegangen, um mit der Herzogin zusammenzutreffen. — Nach hier eingegangenen Nachrichten hat Ismail Pascha Halfalu besetzt und einen Angriff der Ruffen, welche, 6 Bataillone und 12 Geschütze stark, von Jgdyr einen Ausfall machten, zurückgewiesen. Konstantinopel, 26. September. Die „Agence Havas" meldet: Zwischen einigen der hier beglaubigten fremden Botschafter und der Pforte hat ein Jdeen-Austausch bezüglich der Bedingungen eines eventuellen Waffenstillstandes stattgefunden; es ist jedoch kein officieller Schritt in dieser Richtung unternommen worden. Konstantinopel, 27. September. Die Regierung hat über eine Angriffs-Bewegung des russischen Centrums am 25. d. bei Plewna, welche unter Verlusten zurückgewiesen worden sei, keine Nachricht erhalten. Vermischtes. Darmstadt, 27. Sept- Der unter Leitung des Hm. Professors Kumpa stehende Zeichencursus für Voiksschullehrer nahm gestern in Der Turnhalle am Woagsplatz seinen Anfang. Im Interesse des Unterrkchtes selbst hat man die Zahl der Thetlnehmer diesmal aus 40 beschränkt. Von der Lahn. Wenn ein Arzt seine taubstumme 15jährige Tochter nach dem Gnabenort Mm pingen führen läßt und dort Wunder erwartete, dann ist es dem Volke, das dort seine Reisekosten ausgibt nicht übel zu nehmen. Nun soll man noch von solchen wundcrgläubigen Aerzten Heilung durch ihre wissenschaftliche Erfahrungen suchen?! Es geht dann schließlich nichts über Sympathie — und guten Glauben, dann hilft auch diese- Eben bringe ich noch in Erfahrung, daß wirklich „Lourdes-und Marpinger- Wssser als lucrativer Handelsartikel, auch auf die Empfehlung von Aerzten u Quacksalbern eine Rolle in unserer Gegend spielt N Eine Reisebeschreibung nach Marpingen im „Nassauer Boten" macht in deffen neuester Nummer Propaganda dafür. (Nass Vztg.) London, 21. Sept. (Drebe und Polizeibeamte auf der Anklagebank.) ES ist gewiß ein bemerkenswerthes Factum, daß jetzt drei Ches-Jnspectoren der Londoner Deiectioes im Gefängniß sitzen, und daß gerade während ihrer Haft, die Urheber der bedeutendsten, in der letzten Zeit vorgenommenen Diebstähle entdeckt und der Bestrafung zugeführt werden. Bekanntlich btfindet sich einer der Theilnehmer an dem großen Diebstähle, der vor mehreren Monaten auf der französischen Nordbahn ausgeführt wurde, in den Händen der englischen Justiz. Charles Martin mit seinem wahren Namen Rutz, gibt sich für einen Franzosen aus, scheint aber in Wirklichkeit ein Holländer zu sein. Ihm zur Seite, des gleichen Verbrechens angeklagt, sitzt ein Engländer, Namens John Carr, dessen Verhaftung unter interessanten Umständen erfolgte. John Carr wurde seit längerer Zeit polizeilich überwacht. Letzten Mittwoch näherte sich ihm auf der Station der Mttropolitanbahn der Detectioe Robert Ontram und stellte sich >hm als Mr. Fox von Brigtham, Wucherer und Diebeshehler vor. Nach Austausch dec üblichen Höflichkeiten begaben sich beide in die nächste Taverne. Cigarren und Cbampagner wurden von dem angeblichen Wucherer angeboten und von Carr ange- no'.nmen, und nach wenigen Minuten wird letzterer so zutraulich, daß er sich an den angeblichen Fox mit den Worten wendete: „Sie kennen also das Geschäft?" — „Vollständig", erwiderte der Detectioe, „und hier sind die Fetzen". Bei diesen Worten zog er aus der Brieftasche 1000 Pfd. St- in reellen Banknoten hervor. Der Diebeshehler wollte einen Theil der auf der französi'chen Nordbahn geraubten peruoianischrn Papiere — es waren damals solche im Wertbe von 500,000 Francs gestohlen worden — an sich bringen. „All right“, sagte John Carr, „steigen mir in einen Cab und fahren wir nach meinem Hotel." Man kam in dem Hotel an. John Carr bewohnte ein sehr beschndenes Zimmer. Kaum daß er seine Wohnung mit Mr. Fox betreten, schloß er die Thür und steckte den Schlüssel in die Tasche, dann öffnete er einen schwarzen Ledersack und zog aus demselben ein Paket, dessen Inhalt er auf den Tisch legte. „Hier sind die Papiere." — Mr. Fox zählte langsam und bedächtig die Papiere, legte sie zusammen, schob sie in die Tasche, zog einen Revolver und sagte mit ruhiger Stimme: „Das ist in Ordnung, nur heiße ich nicht Fox, sondern bin Detectioe und verhafte Sie." — „Was", schrie Carr, „Sie sind „Ich bin der Detectioe Ontram, diese Papiere wurden gestohlen und Sie gehen mit mir " Eine Minute später war Carr ge- fesselt- Das Zimmer John Carr's wurde durchsucht und man sand daselbst den Empfangsschein über eine der Depotgefellschast übergebene einbruchsichere Kaffe. Eine Belohnung von 75,000 Francs ist Demjenigen zuzesagt, der zur Herbeischaffuug der anderen gestohlenen Papiere behülflich sein wird — den Londoner DetectiveS ist somit ein großes Feld zur Entfaltung weiterer Thättgkeit und zur Eclan mag reicher Entschädigung geboten. Neben Martin und Carr befindet sich Alfred Wilson als Dritter im Bunde auf der Anklagebank- Er ist beschuldigt, im Besitze von Effecten zu fein, die Anfangs August auf -Schweizer Eisenbahnen gestohlen wurden. Wilson hüllt sich in mysteriöses Dunkel und verschweigt seinen wahren Namen. — Die Fortsetzung der Verhandlungen in diesem Diebesprocesse wurden vertagt. Inzwischen erschienen nach den Dieben die verhafteten Detectioes vor dem Richter. Der Solicitor Froggrat wird unter der Anklage falschen Zeugnisses und weil er Verbrecher der Justiz zu entziehen wußte, vor das nächste Geschwornengericht gestellt werden. Unter den verhafteten Chefs der Detectiopolzei befindet sich auch der Inspektor John Clarke, dessen Aussage im Prozeß Tourville eine so bedeutende Rolle spielten. Clarke hat alle Mühe, seine Fassung zu bewahren und Blässe überzieht sein Gesicht, als er auf der Anklagebank drei Col- legen trifft, die bis vor Kurrem mit ihm an der Spitze der Londoner Polizei standen. DaS Gericht muß übrigens im Besitze unzweifelhafter Beweise sein, wenn es die Verhaftung der vier Souschefs der Polizei verfügte. So viel scheint gewiß, baß die verhafteten Chefs der Detectioes mit den großen Eisenbahn-Diebstählen in Frankreich und in der Schweiz in einen Zusammenhang gebracht werden. Landwirthschaftliches. Die Kartoffelürankheit. In einer an die „Schles. Ztg." aus fachmännischen Kreisen gerichteten Zuschrift wird darauf htngewiesen, daß der mikroskopisch in Milliarden auf der Kartoffel wahrnehmbare Pilz durchaus nicht der Urheber der Kartoffelkrankhett sei, sondern nur die Folge einer Fäulniß, welche theils in elementaren Erscheinungen (häufigem Regen u. s ro.) zu suchen ist, theils in gewissen Bodengattungen vorkommt, welche durch ihre Grundfeuchtigkeit, besonders in nassen Jahrgängen, für diese Frucht weniger geeignet sind. Wenn der Besucher von Feldern Ende August und später große Strecken von Kartoffeln finde, auf denen das Laub schwarz und verdorrt erscheint, so sei in diesem Falle noch kein Verderben der Frucht anzunehmen. Würde aber neuerdings dem Acker übermäßige Feuchtigkeit zugeführt, dann freilich würde die Kartoffel um so eher, je näher sie der Reife stände, der Fäulniß anheimfallen- Dagegen ließe sich speciell nichts thun, am allerwenigsten seitens der landwirthschaftlichen Behörden. Jrn Allgemeinen und Großen könnten letztere wohl nur durch ein Gesetz, betreffend die Entwässerung, Voifluth rc-, indirect durch Trockenlegung nasser Gegenden Abhülfe schaffen, worauf ja bereits hingearbeitet werde. Seitens der landwirthschaftlichen Vereine sei der Kartoffelkrankhett schon in frühe'en Jahren die größte Aufmerksamkeit gewidmet worden, namentlich habe das Jahr 1854 fast erschöpfend diese Angelegenheit zur Sprache gebracht. Aber immer habe sich das Resultat ergeben, daß der Pilz die Folge von Näffe und Witterungseinflüssen war. Auch sei man im Allgemeinen zu dem ganz richtigen Schlüsse gekommen, daß gewisse harte Kartoffelsorten (rotbe geldfletschige) den meisten Widerstand leisten gegen Fäulniß erregende Einflüsse Als Erfahrungssatz sei ferner festgestellt worden, daß die Kunoffcl in zweiter Tracht (zweites Jahr der Düngung) qualitativ günstigeren Ertrag ergebe, als in erster Tracht Schließlich aber werde wohl allseitig das Bedürfniß gefühlt, namentlich beim Kartoffelbau bas Universalschutzmittel, die Drainage, zu pflegen. Es «erde daher immer Sache des „(Sinjelnen* bleiben, diese hochwichtige Frucht vor schädlichen Einflüssen möglichst zu schützen. Obwohl die Salicylsäure die hochgespannten Erwartungen aller Sanguiniker nicht erfüllt hat, so ist es doch angemessen, auf die neuesten Versuche des Herrn Hermann Hainauer in Breslau hinzuweisen. Derselbe schreibt dem „Landwirth" nämlich: „Nach mehrfachen Versuchen glaubte ich ein Mittel zur Bekämpfung der pflanzlichen Parasiten gefunden zu haben und habe ich eS der gütigen Bereitwilligkeit des Jnspeclors des hiesigen botanischen Gartens, Herrn Nees von Esenbeck, zu danken, Versuche dort anzu- stellen. Ich verdanke es ferner der Güte des Herrn Obergärtner Heintze (Scheitniger Park und städtische Baumschule) und deS Herrn Obergärtner Jetlinger (Garten der schlesischen Gesellschaft für vaterländische Cultur), daß mit Pflanzen der verschiedensten Arten, welche mit Schimmelpilzen bedeckt waren, Versuche in diesen Anlagen oorge- nommen wurden, unb glaube nach meinem Dafürhalten gute Resultate erzielt zu haben. Die auf den Pflanzen haftenden Schimmelpilze waren getobtet, ließen sich abwaschen, ohne wiederzukehren und die auf denselben Pflanzen befindlichen gesunden Blätter erhielten sich frei von Schimmelbildung und behielten ihr frisches gesundes Grün. Hr- Jettinqer hat noch die Wahrnehmung gemacht, daß bie auf ben Pflanzen befindlichen Blattläuse sofort getobtet waren. Das von mir benutzte Mitte! bestanb aus einer Wasserlösung von Salicylsäure, unb zwar 1 Theil Salicylsäure auf 3 unb 400 Theile Wasser, mit einem Beisatz von Eisenvitriol, und zwar 5 bis 10 Theile Eisenvitriol auf 1000 Theile bes zur Auflösung ber Salicylsäure benutzten Wassers- Ich erachte bie Salicylsäure allein für ausreichenb, pflanzliche Parasiten zu tobten, und habe den Eisenvitriol nur weaen seiner bekannten belebenden Wirkung auf kranke Pflanzen hierzu mit benutzt Die Herstellungskosten sind gering Das Besprengen ber Pflanzen kann mit ber Gartenspritze ober mit ber Brause geschehen. Ich glaube ferner, daß bei kranken Kartoffeln, welche nur kurze Zeit in eine Wasserlösung von Salicyl- SS#' M sich bQL $ auffory dürft- t- § fäure ju W rfhi dM und tJßteren bürfter Sie in b* Henn H l alläure und ö nultn. Die 4 aber bei 0* zMiglewast ganz betrachM bt-ahmng ben quoaenen Dr. t 6trm Massen ( p sich immer । lai von ber K roare hier ein । Herboi Wen Markt Der nächste M biuknber Flai Sonn Hermann 1 brr r Die ferate bei c W Monte Von sollen in der $<*rb Botz ( 2 Kühe, 5 Tänse, 7 ltrtbeilunaSf ®r°66erjoa 5388) H es. 5390) Große Auswahl in noch Äwiebelw a Pfd. 8 Wasenbach. 5388) empfiehlt (4566) 6g. Wilh. Weidig. Gliricin. Unfehlbares Mit ,J tcl !ur Vertilgung von Ratten und Mäusen. Kein Gift. rm-rr- Behufs Vermindsruug von Schreibereien und Jncafsokosten er- äUeSk suchen wir die geehrten Inserenten dringend, kleinere Inserate bei der Aufgabe gefälligst baar bezahlen zu wollen. ' Expedition des Glepener Anzeigers. Ebel, Marktstraße, Boos, Löwengafse ä Ctr. 8 Mark, 20 Ltr.' 1 Jt. 60 10 Ltr. 90 jSure gelegt werden, keine weitere Fäulniß eintritt und daß dieselben somit zur Spiri- tuöbrennerei noch verwendet werden können. Ich will das von mir vorgeschlagene Verfahren durchaus nicht als unfehlbar für olle Fälle gelten lassen, bin auch außer Stande festzustellen, ob die Sal.cylsäure dem WachSthum und dem Gedeihen der Pflanzen in irgend einer Weise nachlheilig sein könnte — eine für das Gedeihen der Pflanzen nachthcilige Einwirkung der Salicylsäure wurde bis jetzt nickt bemerkt — und überlasse es den Herren Landwirthen, weitere V-rsuche im größeren Umfange dov- zunehmen." Der Landwirth fügt hinzu: „Diese Mittheilung des Herrn Hainauer würde, falls sich das von ihm in Vorschlag gebrachte Mittel als von Erfolg begleitet erweisen sollte, von größter Tragweite sein. Bekannt sind die antiseptischen Eigenschaften der Saltcylfäure und nicht unwahrscheinlich ist es, daß sie die Pilze und Pilzsporen der Peronospora tobtet- Ebenso erreicht man bekanntlich eine Wiederbelebung von Pflan- zen und ertheilt ihren Blättern wieder ihr gesundes frisches Grün, wenn man sie in einer Auflösung von 6 — 10 Gewichttzthetlen Eisenvitriol in 1000 Theilen Wasser be gießt. Die von Herrn H. angeregte Angelegenheit erscheint so wichtig, daß wir unsere Leser auffordern, mit dem angegebenen Mittel schleunigst Versuche anzustellen und sie ersuchen, uns über das Resultat derselben zu berichten. Besonders wünschenöwerth dürfte es sein, nicht nur die von der Krankheit ergriffenen Blätter mit der Salicyl: saure zu besprengen, sondern auch die Knollen, welche Krankheitszeichen zeigen, in die Lösung zu legen. Sodann müßte festgestelll werden, ob solche Kartoffeln zur Brennerei sich eignen und ob sie von den Thieren angenommen werden. Der Gesundheit der letzteren dürsten sie kaum schädlich sein, wird doch Salicylsäure ärztlick verabreicht und die in Anwendung zu bringende Lösung ist eine äußerst schwache. Nack Mittheilung des Herrn H. lagen die von ihm behandelten Kartoffeln in der Lösung (1 Theil Salt- cylsäure und 300 Theile Wasser) und läßt sich die einmal benutzte Lösung weiter benutzen. Die chemisch reine Salicylsäure kostet im Einzüoerkauf pro Kilo 20 JL, kann aber bet größten Bezügen vom Händler mit 18 JL bezogen werden. Ein Hectoliter gesättigte wässerige Lösung beansprucht ca. 300 Gramm, kostet also 6 jl , wofür eine ganz beträchtliche Menge Kartoffeln conseroirt werden köan n. Für eine längere Aufbewahrung derartiger Kartoffeln würde freilich nach Ansicht des dieserhalb zu Rathe gezogenen Dr. von Heyden nachheriges Trocknen nöthtg sein, und dies würde bet größeren Massen Schwierigkeiten bieten. Trotz dieses ganz gerechtfertigten Einwurfs wird es sich immer empfehlen, die von uns angedeuteten Versuche anzustellen, namentlich das von der Krankheit ergriffene Kraut der Kartoffeln mit Salicylsäure zu besprengen; wäre hier ein Erfolg zu verzeichnen, so würde schon viel erreicht sein." (Deutsche Landwirthschaftliche Presse.) Stur tödtlich für Nayethiere. Zu beziehen von der Königl. priv. Adler-Apotheke (C. Heinersdorff) in Culm, Westpr. Preis der Büchse (circa 700 Gramm) 3 JL (4033 Auf Grund meiner vielen Beobachtungen, die ich bei Anwendung des von dem Apo^ thkker Herrn Heinersdorff in Culm angefertigten „Gliricins“ gegen Ratten zu machen Gelegenheit hatte, kann ich dasselbe unter den bisher gewohlich angewendeten Rattengiften als das geeignetste VertilgungS- mittel angelegentlichst empfehlen. Culm, den 28. Juli 1877. Eichbaum, König!- Kreisthierarzt. Nestle’s Kindermehl in I-Psd.-Büchsen ä JL 1,25 Handel und Verkehr. Herborn, (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 27. Scptbr. Auf den heutigen diesigen Markt wurden gebracht: 206 Ocksen, 474 Kühe und Rinder, 1036 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag, den 12. Novbr. l. I-, zugleich unser jährlicher bedeutender FlachSmarkt. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zn Gießen Gottesdienst. Sonntag, den 30 September. Morgens: Pfarrer Schlosser. (Feier des heiligen Abendmahls.) Nachmittags: Pfarrv'car Schöner. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 30. Sept, bis 6. Okt- besorgt Pfarrer Schlosser. He Rubsanien, GIESSEN, Mausburg D. 9. empfiehlt sein reichhaltiges Lager in weißen und farbigen Hemden für Herren und Knaben, Kragen, Manschetten, Chemisetten, sowie stets das Neueste in allen Arten Halsbinden, ferner wollenen Hemden, wollenen und baumwollenen Unterjacken und Unterhosen, in Socken, Hosenträgern, Glace-, Wildleder-, Buckskin-, Zwirn- und Militär-Handschuhen, eine sehr reiche Auswahl in Kragen- und Manschetten - Knöpfen rc. (5101 Irischbäcker in Gießen. Sonntag, ben 30. September, tiubrofg Sroneberg in ber Neustabt. Hermann Vogt auf bem Setterbweg. Gustao Eger aus bem Ltnbenptah. ! ®rfabrunQ * °°" iob 1 Glaubt? ? Wfl ,6u"8 na$ M v»-«- ba.bafk (Sn.,!n «n«ag,b™ l «ItW Ptctorm Ä 6«ft, »unb Ä'Uit imer Qn b,„',hata| ’ °>>> hlnn. u"b Don 6arr anae- or- Der Dirbrshehlr peruoianischrn P°- cd Noblen worben— 'ähren >arr bewohnte ein sehr r°I bktr.ten, schloß (r einen schwarzen beder- letzte. „Hier u m letzte su zu- mit ruhiger Stimme: ctiDt und verhafte Tie." tioe Ontram, diese Pale später war Carr ge- ianö bn'dbft ben lchere Sasse. Eine Lear Herdeischaffang der ner DelectioeS ist somit LrlanMng reicher Enl- red Wilson als Dritter : von Effecten in sck, den. Wilson Mt sich - Die Fortsetzung ber fischen erschienen nach Solicitor Froggrat mit) >cr Justiz zn entziehen r ben oerhasteten ChesS le, beffen HuSfagc im le Me, feine Raffung ilnklagebank drei Cal- bonei Polizei iianbtn. ♦.in, mean es dir Prr- nt yMi M ver- öhleu in Frankreich und HZerstcigerung. Bekanntmachung. Montag den 1. October d. I., Vormittags von 8 Uhr an, sollen in der Behausung des Georg Eberhard Bötz Erben dahier: 2 Kühe, 1 Mutterkalb, 2 Schweine, 5 Gänse, 7 Hühner, Wagen, Pflug, Egge und sonstige Geräthe und Mob lien, sowie Heu und ungedroschene Früchte, erb- vertheilungshalber versteigert werden. Alten-Buseck, am 26. September 1877 Großhcrzogl. Ortsgerichts Alten-Buseck. iftn gerichteten Znichrist auf der Knrtoffel * eit sei, sondern nur die nngen (häufigem Regen SS??; W*® ’ nffletblngi btrn M 1 'cfm aßiemeinen l0Ä ditElitväfierung. uta gemibW“ . v Sl“ " I am ri-h'W .IäA-TÄ )che HÄch: ,N-<- ndioirtb ?Ln$araftl(n at< fi» L «5 S >ar 5 “SÜ I» 1,1 ft««’1 Allgemeiner Anzeiger, b »300) Schöne gelbe halt- FeilgebOteneS ,, 5 Trockene Braunkohlen, (Mein-Verkaus der Gewerkschaft Elm) I. und II Qualität zum Zeehen- preise empfiehlt (5396 G-eorg Unverzagt I. Keltsedern und Banucn Zwillck und Barchent, Fedcr-Leinen, Lrfe- rung vollständiger Betten in streng te-.Uer Ausführung, bei „ 4 4519) Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. Haarbalsam. Dieser Balsam reinigt die Kopfhaut, gilt als das beste Mittel, das Wachsthum der Haare eu befördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. Er enthält so viele Fettstoffe, dass der Gebrauch von Haaröl, Pomade etc. dadurch überflüssig wird. t/r Flacon h 0.60, Vi n 1.20, zu haben bei (3369 C. F. Semmler in Giessen. Säcke, sumste einen 2 Ohm haltenden gußeisernen Kessel, verkauft billigst 5037) Bäcker Steinberger. - 5362) Zwei gute Zugpferde werden ver- foiuft. Näheres bei der Exped. d. Bltts. zu haben bei Handelsmann ^ E-Haltenen * “ --------- Winter-Ueberziehern „ „ 6,— Literarisches. Illustrirte Frauen-Zeitung. (Preis vierteljährlich 2 JL 50 H.) Die neueste Moden-Nummer (35) enthält: Herbst-Toiletten für Haus- und Promenade, Reit-Anzüge nebst Anleitung zur Herstellung verschiedener Reitröcke. Hüte, Paletots, Ueberkleider, Kleider- Aermel, Morgenhäubchcn, Cravaten-Schleifen, Taschentücher, Fächcrhaltcr und Fächer, wollene Tücher, Pelerinen und Shawls. Anzüge für größere und kleinere Mädchen. Fenster- oder Thürbehang nebst Rouleau und den dazu passenden Stickereien und Franzen. Nähtischdecke (Buntstickerci mit Auflagen). Schutzdeckchen (Tülldurchzug). Täschchen für Nähnadeln. Einsätze und Spitzen aus Zackenlitze und Spitzenstich. Gehäkelte und gestrickte Spitzen rc. rc. mit 70 Abbildungen und einem großen colorirten Modenkupfer. — Die neueste „Unterhaltungs - Nummer" (36): Ein Mävchenräthsel. Novelle von Iva von Düringsfeld (Schluß). — Wanderlied. Von Karl Stieler. — Die Bildniste Heinrich Hcine's. Von Adolf Strodtmann. — Aus der Frauenwelt. 8. Von Robert Schweichel. — Der Piburger See im Oetzthale. Von Heinrich Noö. — Ein arabisches Gala-Diner. Von Adolf Ebeling. — Verschiedenes. — Briefmappe. — Frauen-Gcdenktage.—Ferner folgende Illustrationen: Heinrich Heine. Nach dem Bilde von Julius Giere, gezeichnet von C. Kolb. — Aus der Frauenwelt. Von Erdmann Wagner. — Der Piburger See im Oetzthale. Von Georg Engelhardt. Allen Kranken Kraft und Gesub,vi»eit ohne Medici» und ohne Kosten butdb die Heilnahrung: Kevalesciere Seit 30 fahren hat keine Krankheit dieser angenehmen GesnndhettS- speise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Mein und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, ^lhwindsucht, Asthma, öuften, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, H2mor- hoiden, Wass rsucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Übelkeit und Ei brechen se bst während der Schwangelschait, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus. Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge^schon von Der Geburt an selbst der Ammenmilch vorzuziehen. — Ein Auszug aus 80,000 Certi- ficaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certificate vom Professor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr Shorelaud, Dr. Eampbell, Professor Dr. Död6, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Bröhan, und vielen anderen hochgestellten Personen, wird franco n'st Verlange eingekandt. Abaekürrter Auszug auS 80,000 Certlficaten. Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revaleeaifcre bat meine 18jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. . , T. I. Comparet, Pfarrer, Samte Romaine des lies. Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstliche Revalescifere und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich während langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten. In meinem 93. Jahre stehend, er- freue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Leroy, P/arrer. Nr. 45270. I. Robert. Von feinem 25 jährigen Leiden an Schwindsucht, Husten, Erbrechungen, Verstopfungen und Taubheit gänzlich hergestellt. 62845. Pfarrer Botlet von Ecratnoille. Von Asthma mit häufige« Erstickungen völlig |^6c6^eU^rQU Majgr Deutsch, geb. von Horn-in Posen; deren Kinder vom Drüseittciden^bergestellt^^ von Br^han von 7 jähriger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit Zittern an ollen Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. 3 Nr. 75877. Florian Köller, K. .k. Militarverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luströbren-Katarrh., Kopischwindel und Brustbeklemmung. RAnhl>Te, Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handels- Lehranstalt in Wien, in einem Derjroeifelten ©rabe »on ^uftübel unb! Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unverdaulichkett, Sch.^flosigkett und lbmagerun^^^ $flron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Hände« und Füßen rc. Die Revalescifere ist viermal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. Preise ber Revalesoibre Vs Pfd. 1 »M 80 H, 1 Pfd. 3 50 H, 2 Pfd. 5 «X 70 H 12 Pfb 28 v/4 50 ,A. Reval es ci^re ChecolatAe 12 Taffen 1 80 <3,, 24 Tassen 3 vM 50 48 Tassen Revaleeeibre Biaouites 1 Psd. 3 90 2 Pfd. 5 „N* 70 au beziehen durch Du Barry u. Co. in Berlin W., 28-29 Paffage (Kaiser- Gallerie) und bei vielen guten Apothekern, Droguen-, Specerei- und Delicateffenhändlern im ganzen Lande, in Gießen bei 4? Schwager.(632 Aeilgeöotenes. 5392) Eine gute Hausthüre mit Glasscheiben, "2Vs Mtr. hoch und 1 Mtr. breit, sowie eine Kellertreppe mit 7 Stufen, werden billig abgegeben. Näheres bei Schreiner Werner ___________________in der Wolkengasse. rKestaiiratioiiSlraiil). Samstag und Sonntag: gan8 u. 8pansau. bei R, Grünehauiai 5154) Mehrere Oxhoft-Faß in Eiienband sowie kleinere Gebinde, 6 — 10 Ltr. haltend, sind billigst abzugeben bei ____________Echternach & Haustein. Weiße Vorhänge aller Art, Rouleaux, Drell in den gangbarsten Dessim Anfertigung jeder Decorations - Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bet 4518) Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. $s 5025) 5381) Dillenburg. Die Expedition T .s» A'n mit Logis zu vermiethen. XJClVWXA Vit. B- 21.(4051 alsbald bezogen w-rden. (5374 haben. (4038 Dr. Airy’s Naturheilmethode 'te Dir- vorzügliche populür-mrdkinischk Werk __3 tann mit Recht allrn Kranken, welche brtodhrlr (2529 99tcilU* ^d)ldc 6c.9*rnnt Montag dti, 1. Oktober Frau l>r. llielmi 5380) Geld-CourS 5383) Emilie Rahn. ^eravtwortiiche iNebacbon: A. Zrurf und «erlag der Brüh Neben Univ-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in (Aiehen. 4867) Mardurgerstraße 178 im unteren Stock ist für den 1. October ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. 5035) Der zwe te Stock metnes Hauses ist zu vermiethell und den 15. November zu beziehen.Z. Becker, Gartfeld. 5398) Ein Mädchen, welches in Küchcn- und Hausarbeit gründlich erfahren ist, sucht sofort eine Stelle. Zu erfragen auf dem VermiethungS-Büreau ______der Frau Müller, Löwenga Art» ftir Detmett. Sammtliche Steilheiten für die Herbst- und Winter-Saison in Damen- und Mädchen -Regenmänteln, Herbst- und Winter-Mädchen-Paletots sind in reichster Auswahl eingetroffen und offerire solche zu den billigsten Preisen. Hochachtungsvoll S. Blumenfeld, Direktor. anfifrorbtnllid)tn Teilerfolge und sind eine Oaravtie dafür, daß bad Vertrauen nicht getauscht rviiä. Obige» über 500 Seiten starke, nur I Mark kostende Buch ist in jeder Buchhandlung vorräthig, wird aber auch auf Wunsch blrect von Sitchter'» $erlafl8ungen un- entgeldlick mit. Adr.: Professor Ij. Wuntlram, Leipzig, Leidnitz- str. 2. Es sollte Niemann, selbst wenn das liebel noch so veraltet und hartnäckig ist, die Hoffnung aufgeben, geheilt zu werden, ohne sich vorher vertrauensvoll an mich gewandt zu Bad Nauheim (Kurhaus), 3517J Die Kurmufik spielt aus der Terrasse Sonntags von 4 bis 8 Uhr bei freiem Eintritt. Brüll. /Sjjine ältere, zuverlässige Person wird als Köchin in eine einfache bürgerliche Haushaltung gesucht. Näheres zu erfahren bei Herrn Tuchmachermstr. I o h. H e r i n g in M a r b n r g, Metzger- gaffe. (5332 Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6«, 12, 4*3. Dillenburg 6", 12, 4", 9». (2684 Tiegen 6*5, 12 Wetzlar 6« 8«, 9« 12, 4«, 7, 9*. Pistolen, doppelte . . . Pistolen....... Holländische fl. 10-Stücke Ducaten....... 20 Francs-Stücke . . . do. in t/t . Englische Souvercigns Russische Imperiales . . Dollars tn Gold . . . Das firriölildtt für den Dillkreis erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, untr kostet durch die Post bezogen vH. 1,25 pro Quartal. Daflelbe bringt außer den amtlichen Bekanntmachungen die wichtigsten politischen Ereignisse, Provinzial-, Local- und vermischte Nachrichten, sowie tn dem illustrirten Sonntagsblatte eine gediegene ttnterhaltungslectüre. Zum Abonnement auf das Kreisblatt laden wir hierdurch ergebenst ein, wie wir daflelbe zum Jnseriren, was bei der großen Auflage des Blattes stets von gutem Erfolge ist, hierdurch bestens empfohlen halten. Die Expedition des „Gießener Anzeigers" nimmt Anzeigen für uns entgegen. Circus S. Blumenfeld jun. aus dem Brand in Giessen. Heute, Samstag den 29. September: Zweite grosse ausserordentliche Vorstellung. Anfang der Vorstellung */28 Uhr Abends. Eassenöffnung 7 Uhr Abends. Preise der Plätze: Sperisitz 1 Jt. 20 H. 1. Rang 1 II. Rang 60 .H. III. Rang 30 H. Kinder unter 10 Jahren zahlen in Begleitung Erwachsener auf dem I. und II. Range die Hälfte. Militär ohne Charge bezahlt auf dem II. Range 40 H und auf tem III. Range 25 Das Weitere besagen die Tageszettel. Än dem höheren Hause des £>. C. W D i etz. 537o> Em Zimmer mit oder ohne Eabi- net on einen oder zwei ruhige Herren zu vttmt.ihen.___Neustadt D. 150. 5360) Das von Herrn vr. Stammler bewohnte Logis, 6 Z mmer, 2 Kammern, Küche mbst sonstigtn Bequemlichkeiten ist anderweitig zu vermi then. ____Moritz Heichelheim. 5366) Zn meinem vor dem Neucnweger- thoi erbauten neurn Hause sind drei Fami- lienwohr.ungen von je 5 Zimmern und allem Zubehör zu oermtethen und bis zum 15. October beziehbar. _______________P- Pitz, Zimmermeister. 5347) Ein mödl rtes Zimmer zu oer- mieth.n bei P. Herbert, Neuenweg. 5123) Wolkengasse E. 90 ist per 1. Oc tober ein möblirtes Mansardenzimmer mit Cabtnet an einen Herrn zu verimethen. 4674) Möblirtes Zimmer zu vermiethen _____Mäusburg D. 16. 5344) Ein Stall zu vermiethen Wallthorstraße A. 66. Rm. Pf. — — —— 16 65 9 62-67 16 23-27 16 23-27 20 35—40 16 4 73—78 16- 19 G< Z" 3« ??ü6a»«rt(l ,u Mn.fl a . Dn! ®"be fleht, il 1*nl' Ä! !*? <*"n S 'l'” ut. I' !«u< » ln* Ül, bi Unfer 14. Aimee-C sollt Znlrikt fctn Biohher ttm UftfUch btri btrnnti mach tihtm «ausgefprocht .Htrzen tnt' Tage nach dort wurde Daö fünft des J Tikfelbe ha ’btn beiden 1 Lage mit eil -war -sther Uulu isidth im Dchnr Wkäsil w werten |ti bpnreichifc geübt hebe blieben, h, sowohl mi der (talienl| sucht hatte, Die t wehrt, inbt 'nachdem sie Ißetoiift toorl Die M sür bit ^ttn dnfe' hn Eieg 1 "ste seiner scheu Wahn JCt btn ® °u'ch bit § d°r bi, 8' P'ph mit s tob, «*eöon^f । J'< ein, im (S