ib. ♦ i V gsvoll kr mm. pauff. I*) Uhrmacher, m=$tokr. rliaus). affe Sonntags von JMK !**■ :en Äran jM k>h" an/.(flt Kftit tmVÄ AL-'Ä »If*«» Ä**lw*»*I: -ÄsAsSS, .ftniung ___j __.—-*^5" --- 5» Mtl M,l< . Kieß- * 4» 9-, t2684 12. , qj. 12, £r» JkniCs haben ben, daß sie hier ein- swaid's Garten) r.bet die erste Vor- hen Seile, M ,u zahlen, o« »- mmelt. M°" »sucht > eine große Vor htungsvvll g Knie. artiger Mg« Wo. 153. 1875 AnM- unh Amtsdiütt für heil Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. PreiK vierteljährlich 3 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Ißeil. Bekanntmachung- Das Bureau der 1. Bezirks-Compagnie Gießen befindet sich von jetzt ab tm Hause des Herrn Jughardt, Kanzleiberg Lit. B. 72 am botanischen Garten. Gießen, den 22. Juli 1877. F. d. dienstl. abw. Bezirks-Commandeur: Lang, Secondelinitenant und Bezirks-Adjutant. politischer H y e i t. Woche n über sicht. In Betreff des Handelsvertrages mit Oesterreich-Ungarn soll die deutsche Reichsregierung entschlossen sein, niemals einen Tarif, in welchem Oesterreich seine Zölle erhöht, durch Vertrag zu sanctioniren, und in diesem Sinne eine Note nach Wien zu richten die Absicht haben. Besteht Oesterreich also darauf, seine Zölle zu erhöhen, was wir ihm begreiflicher Weise nicht wehren können, so wird es also zu keinem Handelsverträge kommen. Die deutsche Regierung wird dann aber auch nicht mit Oesterreich ferner auf dem Fuße der meistbegünstigsten Nationen zu leben fortfahren — alles Folgerungen, worin die Regierung sämmtliche Parteien des Reichstags hinter sich haben dürfte. Das Pferdeaussuhrverb ot ist in den betheiligten Kreisen noch immer der Gegenstand einer überaus lebhaften Kritik. Allerdings sollen die Pferdehändler, namentlich Ostpreußens, von jener Maßregel hart betroffen wor- den sein, aber gewiß hat die „Kölner Ztg." Recht, wenn sie die zwingende Nothwendigkeit hervorhebt, unter der die Reichsregierung stand, als sie das Verbot erließ. Mag auch für den Einzelnen in der Verordnung eine Härte liegey, so muß doch die Rücksicht auf die allgemeine politische Lage überwiegen, welche zu übersehen und zu beurtheilen die Reichsregierung jedenfalls am besten im Stande ist. Auf dem Kriegsschauplätze hat sich der Uebergang der Russen über den Balkan als ein großer Erfolg herausgestellt, wie er auch gleich von Anfang erscheinen mußte. Wir wissen jetzt darüber Näheres; es war ein kühn erdachter, durch die Hülfe der bulgarischen Bevölkerung fördersam unterstützter und glücklich durchgeführter Schachzug, der vermuthlich über das Schicksal des ganzen Feldzuges entscheidet. In Kleinasien hat die angekündigte Vorwärtsbewegung der türkischen Streitmacht kaum erst begonnen. Die Russen fahren fort, sich vorläufig in der Defensive zu halten, werden aber nach Eintreffen der ihnen zugesandten bedeutenden'Verstärkungen nicht verfehlen, ihrerseits angriffsweise vorzugehen, um die schnell erlangten und bald wieder eingebüßten Vortheile zurück zu gewinnen. In der Türkei haben die Erfolge der Russen am Balkan eine großartige Bestürzung hervorgerusen. Die muselmännische Bevökerung flieht in die festen Plätze, besonders nach Adrianopel; aber von dort aus treffen auch wieder Flüchtlinge in Konstantinopel ein. Der erstere Ort wird in aller Eile befestigt, und alle noch verfügbaren Truppen werden dorthin zusammengezogen; man spricht von einer Besatzung, die 30,000 Mann stark sein soll, jedoch schwerlich im Stande sein wird, den Russen nachhaltigen Widerstand zu leisten. In der Hauptstadt aber scheinen die Machthaber den Kopf verloren zu haben. Sie glauben das Versäumte durch das bedenkliche Mittel der Personalveränderung nachholen zu können: so ist der Generalissimus der in der Bulgarei stehenden Truppen, Abdul Kerim, abgesetzt worden und Mehemed Ali an seine Stelle getreten, Savfet Pascha, der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, ist durch Aarifi Pascha ersetzt, des Sultans Abdul Aziz langjähriger Secretär, der einem Frieden mit Rußland geneigt sein soll. Auch die Stellung des Groß- vezirs Edhem Pascha wird als erschüttert angesehen, und selbst das Gerücht taucht auf, daß Sultan Abdul Hamid zu Gunsten seines Neffen Juffuff Jzzedin dem Throne entsagen werde. England sucht, wie mau behauptet, durch seinen Gesandten an der hohen Pforte, Layard, sich die Erlaubniß zu erwirken, mit seiner Flotte in die Dardanellenstraße einlaufen und Gallipoli besetzen zu dürfen. Die in Bewegung gesetzten Transportschiffe sind zunächst aber dafür bestimmt, einige Regimenter nach Malta überzuführen. Die Pforte hat dem Wunsche Englands, Gallipoli zu besetzen, bis jetzt nicht nachgegeben und macht ihre Erlaubniß dazu von dem Abschluß eines Schutz- und Trutzbündntffes abhängig, welches England jedoch keineswegs einzugehen gesonnen ist, da es sich, wie Lord Derby sich ausdrückte, auf keine Unternehmung einlassen will, die es durchzuführen nicht im Stande ist- Ihm handelt es sich immer blos um den „Schutz der britischen Jn- tereffen", welche mit denen der Türket keineswegs einerlei sind. Auch ist für Englands Stellung die Erklärung des leitenden Ministers charakteristisch, daß dasselbe mit seinen frischen Kräften wirksam bei den Friedens-Unterhandlungen werde eintreten können, aus welcher hervorgeht, daß es nach wie vor entschlossen ist, sich in den Grenzen der Neutralität zu halten. Oesterreich bleibt gleichfalls der bisher von ihm sestgehaltenen Politik der Nicht-Intervention treu, zumal sich Serbien wie Rumänien ruhig verhalten und der Hauptschauplatz des Krieges von seinen Grenzen so weit entfernt ist. Uebel bemerkt man in Wien freilich, daß die Ruffen in Bulgarien sich so häuslich einzurichten anfaugen, aber ehe man den Wünschen-der interventionslustigen Kriegspartei nachgäbe, müßten noch ganz andere Uebergriffe Rußlands stattfinden, als jene Maßregeln, welche der Drang des Augenblicks, wenn nicht rechtfertigt, so doch entschuldigt. In Frankreich läßt das Ministerium durch sein Preß-Bureau alle Gerüchte von Meinungsverschiedenheiten über die Feststellung des Wahltermins, welche in seinem Schooße bestehen sollten, schlechtweg abläugnen. Dennoch glaubt man an solche Differenzen. Die Bonapartisten sind offenbar bestrebt, den Marschall Mac Mahon auf die Bahn der. offenen Ungesetzlichkeit und des Staatsstreiches zu drängen; Decazes sucht ihn auf der Bahn wenigstens formeller Gesetzlichkeit zu erhalten. Inzwischen geht es mit den Gewaltmaßregeln be: Regierung gegen die Republikaner immer weiter — eine viel wildere Reac- lion, als zu den blühendsten Zeiten der napoleonischen Herrschaft gewagt wurde. Zunächst ist unter den höheren Beamten, welche der republikanischen Gesinnung verdächtig sind, gründlich aufgeräumt worden, jetzt werden auch Maires, Schullehrer und Eisenbahnbeamten in Maffe abgesetzt und sogar die Freimaurer- Logen mit Maßregelungen bedroht. Ein Gemeinderath wurde aufgelöst, weil seine Mitglieder die Frohnleichnams-Procession nicht mitgemacht hatten! Das Ministerium der moralischen Ordnung ist also beschäftigt, die großartigste Unordnung zu schaffen, wobei es sich aber häufigen Processen aussetzt, da durch seine Gewaltstreiche auch der Besitzstand der Gemaßregelten unrechtmäßiger Weise in Mitleidenschaft gezogen wird. Das Resultat kann nur eine gewaltige Verwirrung und Erbitterung des Volkes sein, deren weitere Folgen sich jetzt noch nicht überschlagen lassen. Daß die republikanische Partei bei den Wahlen mit ungeschwächter, wahrscheinlich sogar verstärkter Majorität siegen werde, ist nach wie vor die Ansicht aller der Verhältniffe Kundigen und die geheime Furcht der Regierung, welche den Termin der Wahl absichtlich in der Schwebe zu halten scheint, um ihren Gegnern durch Ueberraschung zu schaden. Aus Pennsylvanien kommen Nachrichten, welche auf die Zustände der einst hoch gepriesenen und als eine Art Musterstaat betrachteten nordamerikanischen Union ein eigenthümliches, aber höchst unerfreuliches Licht werfen. Eine von der Verwaltung der Baltimore-Ohio-Bahn als nothwendig erachtete Herabsetzung der Löhne gab Veranlaffung zu einem großartigen Strike der Heizer und Bremser, die den Betrieb der Bahn störten und, durch Zuzug verstärkt, allerhand Unfug ausübten. Diese Meuterei, wie man es nennen darf, hat nach den neuesten Meldungen einen so bösen Charakter und solche Ausdehnung angenommen, daß regelmäßiges Militär aufgeboten werden mußte, um Ordnung zu schaffen, die jedoch noch immer nicht erzielt werden konnte, obgleich den Aufständischen förmliche Gefechte geliefert wurden und eine größere Anzahl derselben verwundet und getödtet wordm war. Deutschland. Darmstadt, 27. Juli. In dem Proceß gegen den Redacteur der „Neuen Offenb. Ztg.", Ulrich, wegen Beleidigung des Chef-Redacteurs der „Nation.-Ztg.", Dernburg, wurde nach dem heute verkündigten Urtheil des hiesigen Bezirks Strafgerichts der Angeklagte zu einem Monat Gefängniß und in die Kosten verurtheilt. Hesterreich. Wien, 27. Juli. Midhat Pascha wurde nach Konstantinopel zurückbe- rusen; er verließ bereits Plombiöres, reist über Wien und beabsichtigt, Andrasiy zu sprechen. Es ist noch unbekannt, welches Amt Midhat übernehmen wird, vermuthlich das Groß-Vezirat. — Das Pesther Türken-Meeting ist imposant verlaufen. Es waren 6000 Teilnehmer anwesend, darunter die Intelligenz sehr zahlreich vertreten. Helfy sagte unter stürmischem Beifall: „Gebt uns Waffen gegen Rußland!" Helfy verlas Depeschen, wonach Russen in einem bulgarischen Dorfe 637 Einwohner ermordet haben. Klapka steht nach Niederwerfung der Türkei Oesterreich angegriffen und verlangt eine österrelchijch- englische Allianz; dem entsprechend wurde eine Resolution angenommen. — Nach einem Telegramm der „Neuen Fr. Pr." aus Konstantinopel 'ö: hier, ■a külhen film Mtl A, Scheit! Ra 25 9,5 16 P«sth, 27. Juli. Eine Volks-Versammlung, woran sich 8000 Personen berheiligten, nahm eine Resolution folgenden Inhalts an: Die Versammlung mißbilligt die russische Kriegführung, erklärt die Ausbreitung der russischen Macht mit den Interessen Oesterreich - Ungarns für unvereinbar und beschließt, durch eine Deputation die Aufforderung an die Regierung zu richten, auf die Beendigung der inhumanen Kriegführung und rechtzeitige Wahrung der Reichs- Interessen hinzuwirken. « -l u 7, v0e'5uc uu? "cm Dcnaajotjnen ©emo, <ötörr, der in der fogenannten „Kuhsohle", durch welche der Weg nach Mosbach führt, mit Holzspalten beschäftigt war, vom Bl'tz erschlagen und war sofort eine Leiche. Der arme Mensch bat e sich unter einen Nußbaum am Rain gesetzt, um Schutz gegen den strömenden Regen m ludjen; ferne Unvorsichtigkeit sollte er mit dem Tode büßen. Von dem Stamm des Nußbaumes sprang der Bl tz ab, traf den Burschen am Hinterkopf, spaltete das eine Ohr und nß eine tiefe Wunde am Hals, sprang dann nach dem rechten Arm, welcher eine breite Wunde zeigte. Die Kleider waren am Oberkörper gänzlich abgerissen __ ein höchst trauriger Anblick bot sich da dem Beschauer! (Sine zahllose Menschenmenge alte nach dem Schauplatz des traurigen Ereignisses. — Fast gleichzeitig erschlug der Blitz einen Mann auf dem Otzberg, der gleichfalls unter einen Baum gefluchtet war • und am ^orstwald, auf dem Weg von Semd nach Richen, wurden zwei Personen aus Richen durch einen Blitzschlag getödtet: Vater und Tochter — nicht: zwei Männe', wie in einem Blatt zu lesen — während eine zweite Tochter mit einer Verwundung im ®efiq)t unb dem Schrecken davon kam. Jene Tochter hatte erst vor Kurzem geheilathel. . n der Nacht hat das Gewitter Schaden gestiftet. In Babenhausen brannte etne Scheuer ab, desgleichen, wie wir hören, in Groß-Bieberau. Es sei noch bemerkt, daß an demselben Tage Mittags in Babenhausen ein Dra- goner und zwei Pferde vom Blitz getödtet wurden. Mit solcher Heftigkeit und solchem Zerstören vom Menschenleben ist hier seit Mcnschengedenken kein Gewitter aufgetreten. 4188) diesjährige 5 2. und 3. sowie ba8 B mittags, o bti Terrains an btn Gieß 4179) und de cheladen roei Gieße Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zn Gießen. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 29. Juli bis 4. August besorgt nicht, wie trrthümlich gedruckt war, Pfarrer Schlosser, sondern Pfarroicar Schöner. vom zb. d. wäre Midhat Pascha vom Sultan nach Konstantinopel berufen; derselbe sei bereits von Plombieres abgereist und begebe sich über Wien birect nach Konstantinopel. Auszug a. d. Aandesamtsregiflern des Standesamts Gießen. Vom 22. bis 27. Juli 1877. Aufgebote. 23. Juli. Substitut Friedrich Lang mit Elisabeth Dauppert, belde in Gießen. — Fuhrmann Johannes Böckner in Gießen mit Katharine Heddrich in Rainrod. 24. Juli. Kaufmann Ludwig Martin Konrad Friedrich Karl Vogt mit Katharine Euler, beide in Gießen. — Fuhrmann Friedrich Wilhelm Wilke mit Elifabethe Schreiner, beide in Gießen. 25. Juli. Lackirer Wilhelm Karl Philipp Christian Martin Schmall in Gießen mit Magdalene Hill in Alsfeld. Geborene. 15. Juli. August Hermann Fritz, Sohn von Gastwirth August Klein. 16. Juli. Eduard Karl Ludwig, Sohn von Reallehrer Karl Franz. 14. Juli. Emma Rosa, ein in der Entbindungsanstalt außerehelich geborenes Kind von Auswärts. 17. Juli. Georg, ein in der Entbindungsanstalt außerehelich geborenes Kind von Auswärts. 19. Juli. Heinrich, ein in der Entbindungsanstalt außerehelich geborenes Kind von Auswärts. 21. Juli. Ein Kind männlichen Geschlechts, (noch ohne Vornahmen), von Gastwirth Wilhelm Kiämer II. 23. Juli. Heinrich, Sohn von Schuhmacher Konrad Wießnei. 20. Juli. Margarethe Bertha, Tochter von Steiger Johannes Muth. 21. Juli. Anna, Tochter von Zimmermeister Konrad Marx. — Ein Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Premierlieutenant Louis Weber. 25. Juli. Louise Sophie, Tochter von Heizer Adolph Christian Moog. 26. Juli. Katharine Emilie Louise, Tochter von Bremser Ferdinand Hollwann. G e st o r b e n e. 21. Juli. Karl, 1 Monat 6 Tage alt, ein außereheliches Kind von Auswärts. 22. Juli. Philippine Wilhelmine Repp, geb. Löher, 34 Jahre 10 Monate 12 Tage alt, Ehefrau des Bäckers Louis Repp. 26. Juli. Ein in der Geburt verstorbenes außereheliches Kind männlichen Geschlechts von hier. 27. Juli. Elise Steuernaael, 19 Jahre 10 Monate 17 Tage alt. Der orientalische Krieg. Wien, 26. Juli. Die „Wiener Abend-Post" schreibt: „Die türkischen Familien flüchten maffenweise aus den vom Feinde bedrohten Städten und Landschaften, und die Bulgaren üben grausame Rache an ihren ehemaligen Bedrückern. Um diese türkischen Flüchtlinge auszunehmen, haben die Botschafter einen Dampfer nach Baltschik entsendet. Die „Abend-Post" meldet ferner aus Petersburg: Der Aufstand im Kaukasus wachse täglich, es gingen sogar (tscherkessische) Officiere zu den Aufständischen über und kämpften an ihrer Spitze. Wien, 26. Juli. Die „Polit. Corresp." berichtet aus Bukarest vom 25. Juli: Der heute Nacht stattgehabte Uebergang des rumänischen vierten Armee-Corps über die Donau erfolgte, wie allgemein verlautet, zufolge eines formellen Uebereinkommens zwischen Rußland und Rumänien. Fürst Karl soll morgen mit dem Rest der Armee nach Nikopolis aufbrechen. Die Kunde von dem Uebereinkommen, deren Existenz von der Regierung übrigens geleugnet wird, wirkte auf den gemäßigten Theil der Bevölkerung deprimirend. — In mehreren Districten ist die Rinderpest ausgebrochen. — Durch die Regengüffe haben die russischen Lebensmittel-Vorräthe stark gelitten. — Derselben Corre- spondenz wird aus Belgrad geschrieben: Die Skupschtina hat das Budget angenommen. Der Finanz-Minister legte einen Gesetz-Entwurf wegen Aufnahme einer auswärtigen Anleihe von 2 Mill. Ducaten vor, für welche die Bergwerke und Wälder von Lumadia als Garantie dienen sollen. — Die türkische Garnison von Nisch ist nach Sofia abmarschirt. Die türkischen Behörden empfahlen die in Nisch verbliebenen Mohamedaner dem Schutze der christlichen Bevölkerung. — Dieselbe Korrespondenz meldet aus Cettinje: Die Montenegriner haben am 24. d. die Vorwerke Klacina und Most Klacina der Festung Nikfic besetzt. Die Besatzung hatte dieselben freiwillig geräumt und sich nach Ntksic zurückgezogen; in den Vorwerken war Munition zurückgelassen. Die Türken haben auch das Blockhaus Nadukle in der Nähe von Rubezar geräumt. Die Verschanzungen der Montenegriner auf dem Berge Trebjes wurden um circa 500 Meter vorgeschoben. — Das „Tageblatt" meldet aus Schumla: Osman Pascha eroberte auf der Verfolgung der Russen bei Wina ein sechspfündiges Geschütz. Die kessen lieferten einer russischen Abtheilung bei Ovendschik ein Gefecht. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Literarisches. k Das 4. Heft der Deutschen Revue über daS gesammte nationale Leben der Gegenwart, herausgegeben von Richard Fleischer, Verlag von Carl Habel (C. G- Lüdentz sche Verlagsbuchhandlung) in Berlin 8. W. 33 Wilhelmstt. enthält wieder sehr interessante Artikel. Blu nisch li schreibt gegen den Panslavismus, Lasp eyr es über die zweckmäßige Große jedes Unternehmens, Landgraf über den Veredlungsoerkehr, Werner über die Fortschritte tn der Milchwirthschaft, Gareis über die Publication der Reichsge- setze, Bretz lau über das Kursürften-Collegium, Huber über Darwinismus, Kirchhoff über Australien und Steppen, Seitz über Dyphtherie und die Fortschritte in der Chirurgie, Rertlinger über das Chlorofyll, Schasler über Kunstbauten und Denkmäler, Strodtmann über Voß. Im Feuilleton sind die Novellen in größerer Ausdehnung fortgesetzt, Felix Dahn's Abhandlung abgeschlossen und noch ein sehr interessanter und zeitgemäßer Artikel von Vamböry, die Efendiwelt in Konstantinopel binzuaekommen. England PortSmonth, 26. Juli. Der „Euphrates" ist gestern Abend mit 40 Officieren und 1481 Mann nach Gibraltar und Malta abgegangen. London, 26. Juli. Unterhaus. Northcote theilte den Inhalt der Resolutionen mit, welche er morgen zur Geschäfts-Ordnung beantragen will. Das Haus nahm hierauf den Vorschlag Hartington's an, die auf Parnell bezügliche Resolution fallen zu lasten, um die Personensrage von der Discussion auszuschließen. 4163) r t Stadt gelas * Gieße", Amerika. New - Aork, 26. Juli. Die Lage hat sich im Allgemeinen etwas ge- bestert. Der Eisenbahn-Verkehr ist auf einigen Linien wieder eröffnet. Gestern Abend fand hier ein von 10,000 Personen besuchtes Meeting statt, welches sich den strikenden Eisenbahn-Arbeitern günstig zeigte; Ruhestörungen kamen dabei nicht vor. Bei einem Tumult in Chicago sind 2 Aufrührer getödtet und 15 verwundet worden. In Buffalo sind gegen 30 Personen verhaftet worden. In San Francisco herrscht große Aufregung. im Gieß' Monti von Vor soll im Gieß Briefen Wald hgnachverzelchr Den 20. Juli. Martin Heyd, Bremser auf der Köln-Mindener Eisenbahn da des Maurers Conrad Heyd in Grünberg, ehel. Sohn; und Katharine Seng au8 Lehnheim. Vermischtes. — (Ein muthiges Weib.) Aus Czernowitz schreibt man: „In einem von hier nahegelegenen Dorfe drangen sechs Bauern in das Haus des Propinationspächters und verlangten von demselben Geld. Der Bedauernswerthe fand in feiner 6affe nicht wehr als 20 fl., die er den Räubern übergab. Der Anführer der Bande schrie aber: „Hunderter will ich!" und drohte, den Pächter zu erschlagen. In diesem Augenblicke trat die Frau des Letztem hinzu, beruhigte die Räuber mit den Worten: Wer wird sich um einige lumpige Hunderter erschlagen lassen? Ich will euch eine Menge solcher Banknoten aus dem Verstecke holen, das mein geiziger Mann im zweiten Zimmer hat." Hierauf ging sie ins andere Zimmer, angeblich um die versprochenen Hunderter zu holen, in der Wirklichkeit aber machte sie sich mit aller Eile daran, einen dort befindlichen sechslaufigen Revolver zu laben. Mit den Worten: „SDa habt ihr Hunderter!" kehrte sie dann zuruck und feuerte sechs Schüsse auf die Räuber ab; der Anführer blieb fofort tobt auf dem Platze liegen, während zwei feiner Collegen schwer verwundet wurden. Von den Uebrigen, welche die Flucht ergriffen, wurden zwei festgenommen. , — Aas Quiproquo der Feuerspritze ) In einer nächst der Franz-Josefs-Bahn gelegenen Ortschaft brach vor Kurzem des Nachts Feuer aus. Man weiß, was Feuers- b.Ünstk auf d-m Lande b-d-ut-n und wjrd es begreiflich finden, daß fofort an alle be- nachbarten Ortschaften Signale gegeben wurden, obschon der Brand nicht zu den ärg- ften Besorgnissen Anlaß gab. Tatsächlich rückten auch alsbald die Löschtrains der freiwilligen Feuerwehren mehrerer Ortschaften heran, um aber den Brand zum größten Theile bereits von den Ortsbewohnern selbst gedämpft und bald jede Gefahr beseitigt zu finden. Es bedarf diese glückliche Wendung besonoerer Betonung, um sich mit voller Be-uhigung dem luftigen Eindruck hingeben zu können, den auf der Brandstätte ein unerwartetes Ereigniß hervorgerufen. Es nahte nämlich noch eine der bereitwilligen ^euerroe^en in dem schnellsten Tempo, die Pompiers keuchend und aus vollem Halse HfaH*°hlpete r?Berol?lIl>crt bad Erstaunen der umstehenden Menge, ? - Pölich den merkwürdigsten Loschzug erblickte, den je eine Feuerwehr, gleichviel ^"Aillig ober nicht, ausgerüstet hatte. Denn nicht eine Feuerspritze, sondern — ?nn?nCl4lCinhabna' oht? 0an3 o^tabler Leichenwagen war's, den die pustenden Rosse ? f A?"b.b?? Allermerkwürdigste an der Geschichte ist, daß auch die eigenen Vom hnrftft ühberrif*Vn Var ataI U Udiopnu '26 ’£ ’Ü»61R!3flS -shvcuKNsß asuachj m uajidi^ usfisj irgv usbrn?0 ud 'atzvjaösqsiD ui qun quva^ iag -agvmsg tzov^Ltzsm 'uaßuiqn^ -u usM 'jssioZ ui pnmvad stioipnrfiuaZ qnn sspi'ei'qosusq.TiaTxtnooQ ann srschtzsqsrq stzs)rsnsZ (699L Ein kleiner gebrauchter Schreibpult mit zugehörigem Tisch, ein Reitstuhl, zwei Stockdegen, ein Stockhammer, ein Säbel, ein Degen mit Silberdrahtgriff, ein Conversationslexikon (16 Bände), sind billig zu verkaufen ________Lit. C. Nr. 77, Nebenhaus. Frischer Zwiebel buchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9 Uhr, bei 4185) Au ff USt Noll im Stern. 4035) Eine Partie weingrüne 1/4- u. Vs- Ohmfaß zum Einmachen von Gurken und Bohnen sind billia zu verkaufen bei I. Leun, Küfermeister, Wallthor. Fr. 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Beachtung, daß wir unser Maiiufactiirwaaren-Gesciiäft mit einem Herreu-Confections-Gescliäft nebst Anfertigung nach Maass bis zu den feinsten Stoffen, verbunden haben. Eine langjährige Praxis, sowie solide Arbeitskräfte, versprechen dem geehrten Publikum die strengste Garantie nebst reeller und prompter Bedienung. Gewerkschafts - Sängerchor. Heute Nachmittag: Ausflug nach dem Hirtenbrunnen (Licher Chauffee). * (4193 GIESSEBL Z5 Kunst-Anzeige. 5t 4194) Die gestern angekündigte Vorstellung der Künstler tiebr. Knie findet cingetretener Hinderniffe weaen heute, Sonntag, nicht statt. Es wird der Beginn der ersten Vorstellung durch den Gieße, rx Anzeiger, sowie durch Anschlagzettel, bekannt gemacht werden. Hochachtungsvollst Ludwig Knie. Wohnungs Veränderung. 4116) Einem geehrten hiesigen Publikum zur Nachricht, daß ich meine Wohnung in das Haus des Herrn Chr. Frech, Lindenplatz, verlegt habe. Unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung, bitte ich mir ba& seither geschenkte Vertrauen auch ferner bewahren zu wollen. Hochachtungsvoll Gg. Heinr. Ledermann, Schneidermeister. Burgerclub. Sonntag den 29. Inti: Farthie nach Staufenberg. Hinfahrt mit Extrazug nach Lollar um 3 Uhr. Rückfahrt „ „ von „ „ 9 Uhr 48 M. Billete ä 60 (Kinder 30 ^) für Hin - und Rückfahrt werden am Sonntag von I I—2 Uhr von den Herren Michels Flimm und Hofmann und später am Bahnhof ausgegeben. 4156) 19er Vorstand. LONY’S Bierkeller. (4190 Sonntag den 29. Juli: Grosses Concert der beliebten Sänger-Gesellschaft aus Franksnrt a. M. Erstes Auftreten des Cither-Virtuosen Reiupher aus Frankfurt a. M. Anfang 4 und 8 XJhr. Entree 25 Ff. Besonders zu bemerken „Ztzig Hirsch iu der Tanzstunde", „Pidsch im Verhör". Er-ebenst lodet ein __________Die Gesellschaft. Die Dampf Färberei, Druckerei und chemische Kunst Wascherei von Adolf A Ogt^ Sonnenstrasse 60, empfiehlt sich im Waschen und Färben von Herren- und Damen-Garderoben jeder Art. (3938 Berantrvortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Untv.-Druckeret (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. M Kohlen- ui d,e Loose i E l. M. zu' 1 wenn auch 2 grjchbuchs 3 Mn Wen X gestellt, 1 wenig id wenigste, türkischen und die 5 daß die l sprochenen eine neue Ausspruch lereste hat Fortschritt auf den Krisig bot Rumänien! Ma rungepläne fMtl|||gen ^ll6lanb er Dir '"ohameda, öiel böses rung in di ^"igsten s !^er gen, «bürd) ai ufct damit Jonneu, ?! in der 7" Bug. ®e bet de d J* die j von der { I? ttober