^ar, Erstes Blatt. Sonntag, den 29. April Wo. 98. 1877 (1312 **' 9* j* f« je^ $ fn Gattinnen ;**■ * i« (! Erschemt täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Prers vlerteqährllch 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 7^ Merinos, ; ^7°n;euge und —Uflltuten, empfiehlt ■'h. Retter. ",3 =^ $m«n$rOtDr'8"”^ ■ft 3 <=to, >'■ Deutschland. Darmstadt, 27. April. Der Kaiser hat auf der Durchreise nach Karlsruhe beute Mittag einen Besuch dem Großherzoglichen Hofe abgestattet. Berlin, 27. April. Der Reichstag trat heute in die zweite Be- rathung des Gesetz-Entwurfs wegen Erhebung einer Ausgleichs-Abgabe von Eisen-Waaren rc. ein. Hausburg sprach vom landwirthschaftlichen Standpunkt auS gegen die Vorlage. Grumbrecht trat für dieselbe ein, als den richtigen Mittelweg zwischen den Anträgen der Schutzzöllner und dem „laisser aller“ der Freihändler. Braun erhob sich gegen die Ausführungen Grumbrecht's, weil ein Compromiß zwischen Schutzzoll und Freihandel ein Unding sei. Handels- Minister Achenbach nahm das Wort zu folgenden Erörterungen: Die Regierung sei sich der Consequenzen der von ihr vorgeschlagenen Maßregel nicht bewußt. Ob Frankreich die Absicht gehabt habe, die deutschen Interessen zu verletzen, sei gleichgültig: die Verletzung dieser Interessen sei eine Lhatsache und das Vorgehen der deutschen Negierung deßhalb gerechtfertigt. Die jetzige Maßregel habe schon 1848 einen Präcedenzfall gehabt; der damals angestrebte Erfolg sei auch wirklich erreicht worden. Wenn nun auch Frankreich jetzt nicht bestimmt werde, die titres d’acquits L caution aufzuheben, so werde doch eine Unbilligkeit ausgeglichen. Die Bedeutung der acquits ergebe sich auch aus dem Umstande, daß ein großes Elsässer Etablissement nach Frankreich übersiedeln wolle, um mit Hülfe der acquits der heimischen Industrie Concurrenz zu machen. Er Bitte, sämmt- ltche Amendements abzulehnen. Wenn von Schwinde! in der Eisen-Industrie gesprochen worden sei, so constatire er (der Minister), daß gerade die solide Eisen-Industrie unter dem Schwindel gelitten habe. v. Schorlemer-Alst meinte, di- Anträge Löwe's seien zwar vorzuziehen, doch erachte er auch die bloße Annahme der Regierungs-Vorlage als auf Anbahnung eines Stillstandes auf dem Wege der falschen Handels-Politik gerichtet, für annehmbar. Die bisherige Handels-Politik habe den ausländischen Markt für die deutsche Industrie nicht allein nicht erobert, sondern auch nicht einmal den einheimischen Markt für die selbe gesichert. „Man kauft seit Aushebung der Elsenzölle eine Pflugschar keinen Pfennig billiger." Der § 1 des Ansgleichungs-Abgaben-Gesetzes wurde in Namensabstimmung yut 211 gegen 111 Stimmen und damit das ganze Gesetz abgelehnt. England London, 27. April. Die Nachricht, daß Lord Derby sich zum Gebrauch der Kur nach Reichenhall begeben habe, wird als unbegründet bezeichnet. Derselbe hat der gestrigen Sitzung des Oberhauses betgewohnt. — In Hofkrcisen wird der Angabe, daß die Königin nach Darmstadt zu reisen beabsichtige, widersprochen. — Die Führer der Opposition sind auf das Gesuch mehrerer liberaler Abgeordneter, ein Mißtrauens-Votum gegen die Regierung im Parlament einzubringen, nicht eingegangen. Der „Morntng - Avertiser" kündigt die unverzügliche Bekanntmachung der Neutralitäts-Erklärung Eng lands an. Mekgien. Brüssel, 26. April. Betreffs der von einigen Zeitungen gemachten Bemerkung, die russischen officiellen Schriftstücke enthielten nichts von einer Verpflichtung für die Eventualität einer territorialen Vergrößerung Rußlands schreibt das Journal „Nord" : Darüber dürfe man sich nicht wundern: es sei natürlich, daß Rußland sich durch eine bestimmte Erklärung nicht im vorhinein die Hände binden laffe, da ihm dadurch eines seiner Actions-Mittel gegen seine Gegner entzogen würde. Die Action Rußlands bleibe deffenungeachtet von dem ollgemeinen Geiste beherrscht, der aus der fortgesetzten Haltung seiner Politik hervorgehe. Das Blatt spricht ferner die Ueberzeugung aus, der Continent, Vie das europäische Gleichgewicht, würden aus dem Conflict ungeschädigt der vorgehen. Im Uebrigen würden die Rußland verbündeten Regierungen über diesen Punkt hinreichend unterrichtet sein. Der orientalische Krieg. London, 26. April. Bei „Lloyds" lief heute ein Telegramm von Culina vom 25. d. Mts. ein, wonach am gestrigen Tage fünf türkische Panzerschiffe vor Sulina eingetroffen seien, von denen vier auf der Rhede geblieben sind und eines in den Hafen einlief. — Abends. In der Sitzung des Unterhauses erklärte Unter-Staats- secretär Bourke anläßlich von an die Regierung gerichteten Anfragen: Keiner der kriegführenden Theile habe die Absicht angekündigt, eine Blokade zu ver- figen. Der britische Botschafter Lord Loftus habe Petersburg nicht verlaffen. Graf Schuwaloff werde nur einen kurzen Urlaub nehmen. Der Secreiär der Admiralität, Egerton, beantwortete eine Anfrage Cartwright's dahin: die Admiralität habe den in türkischen Diensten stehenden Admiral Hobart Pascha darauf aufmerksam gemacht, daß er, wenn er an den Feindseligkeiten sich betheilige, nicht englischer Officier bleiben könne. Konstantinopel, 26. April. Zwischen den Ruffen und Türken haben bereits zwei Gefechte an der Grenze in Asien stattgefunden, das letzte bei Gumu in der Richtung auf Kars; zu einem bedeutenden Kampfe ist es jedoch noch nicht gekommen. In Konstantinopel soll demnächst der Belagerungs-Zustand verkündet werden. In seiner Proclamation, welche der Sultan an die Führer der Flotte gerichtet hat, wird denselben vornehmlich das Schicksal der Moha- medaner in der Krim und im Kaukasus an's Herz gelegt, welche unter dem russischen Joche seufzen. — Mittags. Die hiesigen Zeitungen melden, daß an der türkisch-russischen Grenze in Asien, unweit Erdkhan, ein Gefecht stattgefunden habe, wobei die Russin zum Rückzüge gezwungen worden seien. Bukarest, 26. April. Das elfte russische Armee-Corps unter Fürst Schahorsky marschirt seit gestern gegen Husch vor. — Bis beute Abend 5 Uhr hat noch keinerlei Zusammenstoß stattgehabt. Die Zahl der bisher in Rumänien eingerückten russischen Truppen wird auf 80,000 geschätzt. Dieselben haben den Sereth und die Donau noch nicht überschritten und scheinen gegen die Dobrudscha hin vorgehen zu wollen, wo sie geringe Streitkräfte vermuthen. Konstantinopel, 26. April, Abends. Eine officielle Regiernngs-Depesche meldet: Bei Jschurk, unweit Batum, fand das erste Gefecht statt. Der Feind wurde geschlagen und in Unordnung zurückgeworfen. Die Russen verloren 800 Mann. — Abends. Christich wurde definitiv zum serbischen Agenten ernannt. Ein Telegramm Haffan Paschas, des Commandanten der Batumer Division, vom 26. d. meldet: Zwei Stunden von der Grenze wurden die vorgerückten Ruffen am 25. d. von den Türken aufgehalten. Im gestrigen Kampfe verloren die Ruffeu 800 Mann; heute wird der Kampf fortgesetzt. Ein Theil der tür- kffchen Flotte bombardirt Chefketil. Petersburg, 26. April. Der hiesige Magistrat beschloß nach Verkündigung des Manifestes gleichfalls die Veranstaltung einer allgemeinen gottesdienstlichen Feier und eine Subscription für die Verwundeten zu eröffnen. Die Höhe des Betrages, mit welchem sich die Stadtgemeinde betheiligen soll, wird in der nächsten Sitzung festgestellt werden; ferner, an die Großfürsten Nicolaus und Michael Glückwunsch-Telegramme zu richten und den Kaiser bei seiner Rückkunft hierher durch eine Deputation zu beglückwünschen. — Der seitherige türkische Geschäftsträger ist mit dem Botschafts-Personal heute früh abgereist. — JBie hierher gemeldet wird, haben die Türken den Hauptort des Miriditen-Stammes ohne Schwertstreich besetzt. Die Corr Russe" bemerkt hierzu: militärisch sei dieser Erfolg ohne Bedeutung. Bukarest, 26. April, Nachts. Es wird versichert, der Fürst Carol habe beim Empfang des von Kischeneff zurückgekehrten russischen Agenten gegen den Einmarsch der Ruffen, ohne vorherige Avlsirung der rumänischen Regierung und ohne den Zusammentritt der Kammern abzuwarten, protestirt. — Die Türken unternahmen noch keine feindliche Bewegung gegen die rumänische Grenze. Die rumänischen Truppen räumten die Festung Kalafat und ließen nur die für den Platzdienst nothwendige Mannschaft zurück. — Zwei in Galatz stationirte englische Kanonenboote scheinen nur den Zweck zu haben, die britischen Unter; thanen für den Fall eines Bombardements der Donauhäfen zu schützen. Kischeneff, 26. April, Abends. Der Oberbefehlshaber Großfürst Nicolaus hat folgenden Tagesbefehl erlassen: Die durch das türkische Joch gedrückten Christen haben sich gegen ihre Bedrücker erhoben, feit zwei Jahren stießt ihr Blut. Die Anstrengungen Rußlands und der übrigen Großmächte das Loos der christlichen Bewohner der Türkei zu verbessern, waren fruchtlos! Das letzte Wort des Kaisers ist gesprochen, der Krieg ist erklärt. Der Kaiser hat nur die Mission anvertraut, seinen Wilkn zu erfüllen. Wir ziehen nicht aus, um Eloberungen zu machen, sondern um die unterdrückten Brüder und die christliche Religion zu vertheidigeu. Ich bin überzeugt, daß Jeder seine Pflicht thun und den russischen Namen nicht entehren werde. Alle friedlichen Einwohner ohne Unterschied der Religion und Nationalität werden uns heilig sein Ihr SM?“ Smcn ohne es zu bezahlen, ich fordere streng- Handhabung der Discipluu Wir Beteten Rumänien zum Zwecke des Dnrchmarschs- ich bin überzeugt wir werden dieselbe Gastfreundschaft wie unsere Vorfahren finden und verlange.dafür, daßihr di- Landesgesetze ach,et und nöthigenfalls Rumänien in uneigennütziger Weise Hulse leistet gegen die Türken. 27. April. Das Neue Wiener Tagbl." meldet aus Belgrad: ©le Türkei verlangt von Serbien die Zusage vollständiger Neutralität und hat das Ersuchen gestellt, einer türkischen Truppen-Abtheilung den Durchzug durch das serbische Gebiet nach Kladowa zu gestatten. Der Generalissimus Abdul Kertm Pascha benachrichtigte unmittelbar darauf den serbischen Commandanten Horvatovic in Negotin, daß eine türkische Truppen-Abtheilunq Befehl habe, gewisse strategische Positionen an der Donau, besonders Kladowa, zu besetzen. Der serbische Ministerrath beschloß, einen Protest hiergegen nach Konstantinopel zu richten mit der Erklärung, Serbien werde sich dem Durchmärsche der türkischen Armee mit Waffengewalt widerietzen. Petersburg, 27. April. Aus Alexandropol vom 26. d. wird gemeldet : Heute hat das erste Scharmützel unweit der von hier nach Kars führen den Militärstraße stattgefunden. Mehrere türkische Osficiere und gegen 100 türkische Soldaten sind gefangen. — Gegenüber gewissen Voraussetzungen über den Charakter und die voraussichtlichen Resultate des Krieges weist die Correspoudenz der „Agence Ruffe" darauf hin, daß das unveränderte Programm Rußlands während eines zweijährigen Zeitraums friedlicher Verhandlungen die wirkliche Verbesserung des Looses der Christen gewesen sei. Dieses Programm suchten die Waffen Ruß lands jetzt zu verwirklichen. Dieselben würden nicht eher niedergelegt werden, als bis dieses Ziel erreicht sei. Da dies ausschließlich humanitäre Ziel zugleich dasjenige des ganzen Europa sei, so würden die Fortschritte der russischen Waffen die materiellen Interessen keiner europäischen Macht bedrohen können. Jede andere Interpretation der Absichten Rußlands sei als gehässig und falsch zu betrachten. Petersburg, 27. April. Der „Regierungsbote" veröffentlicht ein Telegramm des Oberbefehlshabers aus Kischeneff vom 26. April: Truppen-Ab- theilungen, aus Infanterie, Cavallerie und Artillerie bestehend, unter dem Befehle des Obersten Biskupsky, besetzten am 25. April Galatz, Braila und die Brücke über den Sereth. Der General-Gouverneur von -Moskau erhielt ein Telegramm des Kaisers, worin der Moskauer Stadt-Duma der Dank ausgesprochen wird für die Bewilligung einer Million Rubel für sanitäre Zwecke und tausend Betten. Moskau, 27. April. Die „Moskauer Zeitung" bemerkt anläßlich der in Aussicht genommenen Ernennung des Prinzen Reuß zum deutschen Botschafter in Konstantinopel: daß dieselbe von der freundlichen Gesinnung Deutschlands gegen Rußland Zeugniß gebe; der Prinz, als Verwandter des Petersburger Hofes, werde wohl nicht ohne bestimmten Zweck, am allerwenigsten zu antirussischen Zwecken, nach Konstantinopel gesendet werden. Handel und Verkehr. Gießen, 28. April. Auf dem heutigen Wocbenmarkt kostete: Butter, perPfd. 1 25 H bis 1 JL 28 H, Hühnereier, per Stück 5 Gänseeier, per Stück 15 Enteneier, per Stück 5 u. 6 4 Käse, per Stück 5, 8, 9 u. 11 Kasematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 23 Linsen, 1 Liter —, Tauben, das Paar 90 Hübner, p r Stück 1 60 Hahnen, per Stück 1 70 Kartoffeln, 100 Kilo TJl. 50 Limburg, 25. April. (Frachtmarkt.) Durchschnittspreise: Rother Weizen (160 Pfd.) 22 80 H, Weißer Weizen (160 Pfd.) —, Korn (150 Pfd.) 16 35 Gerste (130 Pfd.) 14 20 Hafer (100 Pfd ) 9 JL 10 4. Erbsen (170 Pfd.) —. Weilburg, 25. April. Weizen per 160 Pfd. 22 JL Korn per 150 Pfd. 16 JL 50 H, Gerste per 130 Pfd. 14 J4, Hafer per 100 Pfd. 8 JL 30 Kartoffeln per Ctr. 4 JL, Erbsen per Pfd. —. Auszug aus den StandesamtsreMern der Stadt Gießen Vom 22. bis 28. April 1877. Aufgebote. 21. April. Kutscher Wilhelm Küster von Dannenrod mit Elisabethe Volzel von Wicseck. 23 April. Kaufmann Heinrich Konrad Battenfeld von Rennertehausen mit Ida Louise Christiane Jung von Fieienseen. 28. April. Färber Heinrich Schmiermurd von Wehrda mit Anna Marie Becker von Nteder-Ohmen. Eheschließungen. Q .. 2?- Srn von Nassau mit Wilhelmine Auguste Luitgarde, Wittwe des Heinrrch Roder, geb. Buderus, von Ruppertsburg. — Gaftwink Konrad Heß von Brauerschwend mit Karoline Elisabethe Rahn von Gießen. — Schreiner August Bick von Hohensolms mit Marie Julie Struth von Lauterbach. 27 April Sckubmacher Philipp Albach von Daubringen mit Elisabethe Euler von Beuern - Buchbinder Emanuel Kisselbach von Kassel mit Elisabethe Vetzberger von Gießen — Kaufmann Heinemann Marx vsn Grüßen mit Helene Rosenthal von Wiesbaden' Geborene. 16. April. Louise Anna Elisabetbe, Tochter von Landbrtefträger Karl Keßler 21. April. Heinrich Otto, Sohn von Steiger Johannes Appel. 20. April Mathilde Friederike Auguste Anna Susanne, Tochter von Oberküfer Johann Thoma. 18. April Ludwig, Sohn des am 26. Febr. 1877 verstorbenen Wagners Ludwig Geißler 20 April Karl Emil Heinrich, Sohn von Bäckermeister Konrad Haas- — Elfriede ein außereheliches Kind von Auswärts. — Adolf, ein außereheliches Kind von Auswärts 21 April Katharine, Tochter von Maurer Georg Deibel. 22. April. Johanna, Tochter von Barbier und Heilgehilfen Karl Flick. 26. April. Ludwig, ein außereheliches Kind von Auswärts. Gestorbene. 23. April. Ein in der Geburt verstorbenes Kind männlichen Geschlechts von Küfer Karl Klemmratb- 25. April. Bäckermeister Heinrich Kolb 52 Jahre alt- 24 April Heinrich, 11 Monate 23 Tage alt, ein außereheliches Kind von Auswärts. 26. April.' August, 8 Monate 7 Tage alt, Sohn von Dienstknecht Heinrich Pfannkuchen. — Ein in der Geburt verstorbenes Kind männlichen Geschlechts von Taglöhner Johannes Hof Th il 1IHIWMIIIIII' iir' 1 IIHO ||||||W-■*■!■—BUHL, Auszug sus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 25. April. Konrad Heß, Gastwirth dahier, des Gastwirths zu Brauer, schwend, Heinrich Heß, ebel. Sohn; und Karoline Elisabeth Rahn, Adoptivtochter bd oerst. Malers u. Photographen Heinrich Rahn. V W Denselben. Karl Wilhelm Balzer, Gastwirth dabter, des oerst. Gastwirths zu Nassau, Heinrich Balzer, ehel. Sohn; und Wilhelmine Luitgarde Auguste Röder, ged. Buderus, Wittwe des oerst. Bäckers Heinrich Röder dahier. Den 27 Ap-il. Emanuel Kisselbach, Buchbinder zu Kassel, des Schuhmachers Georg Heinrich Kisselbach zu Kassel, ehel. Sohn; und Elisabeth Vetzberger, des oerst. Schneidermeisters Karl Theodor Vetzberger, ehel. Tochter. Getaufte. Den 22. April. Dem Reallehrer dahier, Christian Albach, eine Tochter, Friederike Susanne Katharine Louise, geb- 24. März. Denselben. Dem Bäckermeister Gustav Eger dahier, ein Sohn, August Johann Heinrich, geb. 29. März. Denselben. Dem Schuhmacher Johannes Wagner dahier, ein Sohn, Heinrich Georg Ludwig Martin, geb. 21. März. Denselben. Dem Müller Johann Balßer dahier, ein Sohn, Heinrich Georg, geb- 13. April. Denselben. Dem Lademeister an der Köln-Gießener Bahn, Heinrich Vogel.ldahier, ein L>ohn, Heinrich Wilhelm, geb. 29. März. Denselben. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Frebel, ein Sohn, Heinrich, geb- d. 12. März Denselben. Dem Taalöbner Albert Schönhaar dahier, eine Tochter, Helene Elisabeth Friederike, ged. 31. März. Denselben. Dem Hülfssührer an der Main-Weser-Bahn, Christian Kinkel dahier, ein Sohn, Theodor Karl Christian, geb. 19. März Beerdigte. Den 25. April. Dr. Wilhelm Braubach, Professor an hiesiger Universität, alt 85 I. 26 T-, geft. zu Wiesbaden 23. April. Den 26. April. Heinrich Kolb, Bürger und Bäckermeister zu Büdingen, alt 52 I- 6 M. 1 T-, gest. 25. April. .. 62 If 16-40 45 60 Eichenstämme 69 Buchenstämme Vorschuß und Creditverein zu Langsdorf. (Eingetragene Genosscnschaft.) 2426) Der Zinsfuß für neue Einlagen ist von heute ab auf 4 % festgesetzt, und werden Kapitalien stets in jeder Größe an unserer Kasse entgegengenommen. Sodann wird noch bemerkt, daß die bereits zu 4% stehenden Einlagen ebenfalls ab 1. Juli d. I. mit 4y2 % verzinst werden. Langsdorf, den 25 April 1877. Der Vorsitzende: Jacob K <> li 1 e r. Holzvcrsteigerung. Donnerstag den 3. und Freitag den 4. Mai, von Morgens 9*/2 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werdend Bau- und Werkholz. Donnerstag den 3. Mai: von 23—52 Ctm. Durchmesser mit 361/? Festmeter, „ 30 — 65 147 Hainbuchenstämme „ ,v— 3 Elsbeerstämme, 1 Birkenstamm, 2 Lindenstämme mit 2 Festmeter. BrssrnUichr Brlranntmschung. Die gerichtsbekannten Gläubiger der Peter Bocher Eheleute in Atzenhain haben am 21. April l.J. mit diesen ein Arrangement abgeschlossen. Unter Gestattung der Acteneinsicht auf dem Actuartat des unterzeichneten Gerichts werden nunmehr die unbekannten Gläubiger aufgefordert, innerhalb drei Wochen ihre Forderungen anzumelden und beziehungsweise etwaige Einwendungen gegen das Arrangement geltend zu machen, andernfalls solches gerichtlich bestätigt und vollzogen wird. Grünberg, den 24. April 1877. (2412 Großberzogliches Landgericht Grünberg. Sellhetm, Jttmann, Landrichter. Landg Assessor. Die am 25. d. Mts. im Mitgevrauchs walde abgehaltene Holzversteigerung wurde genehmigt. Die Abfuhrscheine können bei Grogherzogltchem Rentamt Gießen in Empfang genommen werden und erfolgt die Holzüberweisung Dienstag den 1. Mai Morgens um 6 Uhr. Treis a. Lda., den 27. April 1877. Großherzogl. Oberförsterei Treis a. Lda. A m e n d t. ________(2404 Petroleumherde^ mit ganz neuen Vorrichtungen versehen, empfehlen zu außerordentlich billigen Preisen 2389) Flick fif Kröll. Versteigerungen. Holzversteigerung. Mittwoch den 2. und Donnerstag den 3. Mai d. I., sollen in dem Stadtwald zu Hungen nachverzeichnete) Holzsorttmente versteigert werden: 1. Bau- und Werkhol?. Mittwoch den 2. Mair 81 Eichen-Stämme von 15—66 Centim. Durchmesser und 5—16 Mtr. Länge, 12 Buchen-Stämme von 46—50 Centim. Durchmesser und 6—8 Mtr. Länge, 8 Hainbuchen-Stämnie von 20—25 Cm. Durchmesser und 5—6 Mtr. Länge. 2. Brennholz. Donnerstag den 3. Mair 384 Rmtr. Buchen-Scbeitdolz, 50 „ „ Knüppelholz, 381 „ „ Stockholz, 40 „ „ Re sh lz, 10 „ Eichen Knüppelholz, 10 „ „ Stockholz. Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Morgens 9 Uhr im District Buchwald. Hungen, den 27. April 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. (2434 Brennholz Freitag den 4. Mai: 300 Rmtr. Buchen-Scheidholz I. Klasse, 399 „ „ Prügelholz, 180 „ „ Stockholz, 150 „ „ Reisholz. Langsdorf, den 25. April 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. 2386) Köhler. Versteigerung von Straßenarbeiten. 2320) Die Handarbeiten auf nachbenannten Straßen sollen an den dabei bemerkten Tsgen und Orten wenigstfordernd versteigert werden: I. Montag den 30. d., Morgens 9 Uhr, zu Lich im Heinrich Jhring'schen Wirths- local für die Straßen von Gießen über Lich gegen Langsdorf und vom Hessenbrücker Hammer über Lich gegen Butzbach. II. Mittwoch den 2. Mat, Nachmittags 12i/z Uhr, zu Lang- Göns im Gasthaus zum grünen Baum für die Fraukfurter Straße von Abth. Nr. 24 bis Butzbach und für die Straße von Pohl-Göns gegen Wetzlar. in. Donnerstag den 3. Mat, Morgens 10 Uhr, zu Gießen in dem Bramm'schen Wirths- local: 1) für die Frankfurter Straße von Gießen bis Abth. Nr. 2) für die Slraßi von Klein-Linden gegen Wetzlar; 3) für die Straßen von Gießen gegen Rod- Heim. Die resp. Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, am 23. April 1877. Großherzogliches Kreisbanamt Gießen. In Vertretung: M. Wahl, prov. Kreisbauaufseher. ’Ä Seiten V öerben ■M ln « 3 .^erarbeiten (Dulülak Äen-iche..- Wr-i." “”b y.sgnsä>la«t ZU 21 0 I. $.: gd)£ Soeben ist erschi Frrdn'fckrn ünivrr iuntz inGie^env' k'm Hausschatz für Wer Uc In Wort und tziid bedeutendsten Sch Künstlern Deutschlar Erste C Die deutsche und Vorarlber @eblt6e und Schk-u n , tgark und i btraugQeoe (vf„r. .vtrman v. Möffner, ^zumPre'Ise"^ ~^'sevon beziehe IMebot Fcinf W «er _____ Büstsls -mpfiehlt ? 2410) Hot^ua '2398) Eule neue 1 urfauft 2 60 Joseph Beys 2384) Schöne Frühkt fartoffeln zu verkauf purtel zu vrrpachlen. 2403) Ein Haus (Zarten, an bet bester Geschäft sich eipnend, ^.dinaungen zu verko Expeb. b. Bltts. Fußbodenanstrich । Vacf:, Del- u. Wc Farben in allen E in Del fein abq< Maserwalzen, Pin Lchellack, Leim ’t. in den desktn Quali ' 'iiigsten Preisen emp F. C. Henzer fotg^^turpn U| "Npßkhl,. V°K1 'N 360 20 327 30 2388) Flick Lt Kröll 410 — K. Schön. 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Gebr Kröner Durch alle Buchhandlungen zu . , .19.71-* Pelze und Winterstoffe werden unter Garantie tu besonders dazu eingerichteter Localität ausbewabrt, refp. übersommert bei Dlccord gegeben werden, als: Dachdeckerarbeiten an der Kirche, veranschlagt zu Maurerarbeiten am Backhaus, veranschlagt zu Zimmerarbeiten daselbst, veranschlagt zu Maurerarbeit (Durchlaß) am Weg nächst derJudeneiche, veranschl. zu Steinlteferung und Eindecken derselben zur U'terhaltuna der Orts st raßen und Wege, empfiehlt: Waschbütten, Waschklammern, prima stark beschlagene Eimer für Maurer und Pflanzenkübel rc., in größter Auswahl und zu ermäßigten Preisen. , Mai ' I- * llhastf Gg. Wilh. Weidig, Material- und Fai lnvaaren - Handlung, Markt 8, Giessen. unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt 2420)______________ Emil Fischbach. Mineralwasser in allen, gangbaren Sorten, Carlsbader Salz, Emser Pastillen, empfiehlt (2419 Emil Fischbach. 2406) Zwei möbltrte Zimmer sind zu vermiethen. August Hilgarbt, am Kreuz. 2417) Trockene Zimmerfpäne sind stets zu haben bei Heinrich Ruckstuhl, Wallthor. FeilgeboteZres. 2400) Silb Cylinder- Ubrcit, Arbeitsho^en, sowie noch 2 Stück Dvppelstepptisch- dtäbmaschinen, find billig zu haben bei K. Griinebauiii, Hkrrcn-Älriilthjite werben gewaschen und fa9onnirt bei 2433)________I Weitzenkorn, Kreuz. Cnglisiher Iußboden-Gel-Fack, trocknet in 4—6 Stunden vollständig mit schönem, haltbarem Glanze. Eines vorherigen Anstrichs des Fußbodens mit Oel bedarf es nicht. Zu haben bei Arbeitsversteigerung. Mittwoch den 2 Mai l. I, Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause nachstehende Arbeiten öffentlich durch Versteigerung m Großherz. Bürgermeisterei Ettingshausen. I. A.: Erste Serie: Die deutschen Alpen. Wanderungen durch Tirol und Vorarlberg, das bayerische Gebirge und Salzkammergut, Steiermark und Kärnten. Unter Mitwirkung von L v. Hörmann , A. v. Rauschenfels, P K. Rosegger, K- v. Seyffertitz, L Steub, K Stieler, I. 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'\ Maisstärke er Benedictine, Pepsinliqueur sowie alle sonstig^ Spirihiolrit Manitke und alle andere Gewürze, ganz und rein gemahlen. / Hartenstein’sche L Lager der gangbarstes Chocoladen und eil* gemachtes Früchte ass der Fabrik der / Herren Joh. Ph. Wagner & Co. / ill Mainz. / Alle Sorten Thee und Kaffee. w Cervelatwurst. Inuanao, Psirßchk n. Erdbeeren zu Bowlen. r Hummer und Salm in Dosen. Astrachan- und Elb-Caviar. Das Bureau für Stellenvermittelung res Kaufmäuhisclieii Vereins in Frankfurt a. 1U. besetzte im vorigen Jabre, trotz ter andauernden GeschäflSstockung circa 900 Commis- und Lehrlingsstellen. (394 ooooo 4 Casseler pjerkte- & nindmehMarkt ; mit ycrloofimg, Nrännirung, laiiötv.irtljfdjafttidjer etc. Ausstcllniig und Pferde-Kennen ( am 28., 29. und 30. Mai 1877. j Zur Verloosung kommen: eine vierspännige Equipage im Werthe von 10,000 Rm., drei zwei- und einspännige ( Equipagen im Werthe von 6000, 5000 und 4500 Rm. Außerdem 48 Pferde von 600 bis 2200 Rm. und 1050 Gewinne , im Werthe von 3 bis 300 Nm. _ s Verkauf der Loose a g Mark in Ga^el bei C. 6. Heeger, Königsstraße 7. fl Pferdehändlern und Ausstellern ertheilt auf Wunsch Auskunft (2411 . Das geschäftsiühxencte Comite. 2367) Zwei gute Arbeiter (Schuhmacher- Gehülfen) können dauernde Beschäftigung finden zu Dillenburg bei ________Herrn Müller, Oranienstraße. 2302) Em braves Kindermädchen vom Lande wird zu miethen gesucht. Bei wem? sa, t d e Expcd. d. Bltts.____________________ 2352) Wir suchen per I.Jukt, oder früher, eine Wohnung von 5 Zimmern, parterre, in guter Lage der Stadt, mit Lagerraum für Kohlenlager, nebst Stallung für ein Pferd.____________g. Scbmitz K Eo. 2185) Ein tüchtiges Mädche, vom Lande wird gegen hohen Lohn gesucht durch Frau Müller, Löwengasse 161. Hierzu ein zweites Blatt. w Zur Ersparung Gießen, d D. V. C. Kaisei fahn begiben. Da e: zu besuchen gedenkt, so Uülz ihn gebeten, bei tttbren. Wie sehr de ftme Rücksicht zu m uung getroffen hat, di lind Llandarten der । Uibüu desselben nach silikn zu lassen. — Punzen Heinrich, nai schule bestanden, in 5 les Prinzen Wilhelm, £et Chef der Admira daß auch die Marine l tvllttrchausks zu werdei tzrde Meul seien, y halt, den W Krvnpv vmdr von dem Een< nutzt, um den Erben Ihre begeisterte Hinge Fürst Bismarck Adressen empfangen, Miß, im Amte zu 1 vor feiner Abreise n zum 80jährigen Gebt schreiben, in welchem tatxitt Delbrück's a Der Reichstags ^ar, hat sich to^uc ™ dreitägigen wtaiiberunQ der Gern poflNven Resultate M «orpnifung übe, Ul- haben aber *!' ES stellte w"'g w,e die Reich ^'^gigkeit, «i S9""' r * hencrgetreten, ®*t( bi 8r’lel«nber ba« ,,utt durch °i- äs*« ^rch b(n »JJJ? aBe’ ^ie öStn T ®fibofien ° E-daiib d-r bej dn-r< 8m * °b-r i„ &«"! hgm !nerr .f^' Ni ,* fyltmiii nn8« . ÜI1I5 (JlC M ( ^^pstes >