81, ausse. I m um 4 Uhr srsins nds 5 Uhr, ihmann, königlich ms Berlin, des z und des Herrrn ws Marburg. Tartini (Didone Imeister Lux und evilla“ von Rossini Schubert (vorge- Herrn Musikdirector in Lehmann). >en von Herrn Musikogen von Fräulein in Lehmann). (Chtreservirte a 2 4, udolph’schen Musi- ums konnte die Zahl E. Kaps in Dresden, Mer. .. D die Eisenbahnzuge ■eilig benutzt werden. certyer*_— Itllfl. Mgen-GelHst (266* A * Hl .ßahnhofsstrass«’ . n «Mer Mrurg"' •• Dkeffek», * ngsocll JVo» TLL. Erstes Blatt. Sonntag, den 28. October 1877. Kiehener Anzeiger Anzeigk- uni Amtsblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS ExPsditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. TTiffn wi innnTiiwrencnaMMWBwmMWW'iwBmH’a'' iimrwwHMWw ■ rat-, ^«e^ncai io« Lchioi Unserem Ludwig! d Mit frohem Muth des Lasters Frechheit wehrte. Begrüßt Ihn all' Sein Volk auf Seinem Thron, Weil Er das Reich und uns'ren Kaiser ehrte, D'rum preiset Ihn als Hessens bester Sohn! Dem stets nur das in Wort und That gefallen, Was jeden freut und Nutzen schenkt uns Allen! Don jedem Lob, das seit den fernsten Zeiten Der Hesien bied're Völkerschaft regiert, Wird ihnen keines höheren Ruhm bereiten, Als ihre Treue, die dem Thron gebührt, Dem Thron, den königliche Fürsten schmücken, Die segnend, liebend auf die Völker blicken. Als Großherzog zum ersten Mal begrüßen Wir Ihn, d'rum schmücke Jeder gern sein Haus, Beweist Ihm Lieb' aufs Neue hier in Gießen, Heißt Ihn Willkommen! Brecht in Jubel aus, Zeigt, daß die alte Treue in uns waltet, Die nie in eines Hessen Brust erkaltet! Auch Den, der jüngst der Ahnen Scepter faßte, Umfing mit wahrer Liebe jedes Herz, Der uns bewies: wie Er den Frevler haßte, Der jede deutsche Brust erfüllt mit Schmerz. Ludwig kämpft' treu zu unserem Ruhm und Zierde In Frankreich, wo Er Hessens Krieger führte; UoNtisch Deutschland. Darmstadt, 25. October. Von dem Gesammt-Einkommensteuer-Capital des Grohhcrzogthums entfallen auf die Stadt Mainz 15,16 pCt.» auf Darmstadt 10,31 pCt., aus Offenbach 5,89 pCt., auf Worms 3,53 pCt. und aus Gießen 3,11 pCt. Berlin. Man schreibt dem „Verl. Tagebl.: Achenbach, Camphausen, Eulenburg, Hofmann, Stosch, werden vielleicht bald — der Roth gehorchend, r icht dem eigenen Drange — ihre Portefeuilles in andere Hände niederlegen. Die momentane Ruhe und die officiöse Versicherung, daß im Staats-Ministe- num volle Harmonie herrsche, sind kein Beweis für den Abschluß der Krisis, welche zugestandenermaßen vor wenigen Tagen an die Pforten unserer inneren Politik klopfte. — Die Krisis besteht noch und zwar in einem viel größeren Umfange, als man bisher glaubte. Alles, was bis jetzt von wankenden und schwankenden Ministern, von Differenzen und Streitigkeiten zwischen diesen und 1cm Reichskanzler verlautete, waren nur Einleitungen und Vorbereitungen, nur Scharmützel und Recognoseirungs-Gefechte und Alles ist allein auf die Hauptschlacht berechnet, welche die Entfernung der genannten Minister — da theils ihre persönliche Kraft, theils ihre Neigung und ihre politische Tendenz nicht zur Unterstützung und Durchführung der Reformplane des Fürsten Bismarck ausreicht — zum Ziel hat. Nur um diesen Preis gedenkt Fürst Bismarck auf seinem Posten zu bleiben und die großen Reformen für das Reich, die er schon öfter versprochen hat, Steuerreform, Eisenbahnreform, Gewerbereform und Zollrevision mit Energie in Anspruch zu nehmen. Man bezeichnet vielleicht die von dem Reichskanzler geplanten Reformen am besten als materielle, zu deren Gunsten er die ideelle Reform der inneren Verwaltung in Preußen sistt- ren und bis auf Weiteres gänzlich fallen lasten zu müssen glaubte. Sein erster Schritt, mit der er jetzt der inneren Politik Preußens eine bestimmte Richtung anwies und wodurch er die ganze liberale Partei erschreckte, die Sistirung der Berwaltungsreform, war nur die negative Seite seines großen Retchsreform- Planes; hiermit glaubt er sich die Bahn zur Landtags-Session geebnet und das sachliche Hinderniß für die positive Seite seiner Reformen aus dem Breze geschafft zu haben. Für ihn bedarf es jetzt nur noch der Beseitigung der persönlichen Htnderniffe. Hieran allein arbeitet er jetzt in der ländlichen Ruhe seines pommerischen Tusculums. Es ist nock Alles im Fluß und in voller Entwickelung begriffen. Als Thatsache steht unerschütterlich sest, daß Bismarck das Ministerium durch eine Revolution vollständig umwandeln will. Seine Ziele sind in erster Linie nach wie vor auf den letzten Vertreter des Freihandels, den Finanz-Minister Camphausen, gerichtet. Ist er gegen diesen aus Princip, so sind Achenbach und Hofmann seiner Meinung nach nicht geeignet, die durch seine Resormpläne ihnen erwachsende erhöhte Arbeit zu bewältigen. er Hh eiL Daß General v. Stosch mit den Reformen nichts zu thun hat, weiß alle Welt, ebenso bekannt ist aber auch, daß seine persönlichen Beziehungen zu dem Fürsten nicht die besten sind. Oesterreich. Wien, 25. October. In einer heute abgehaltenen Sitzung einer freien Vereinigung von solchen Abgeordneten, die dem Abschlüsse des Handels-Vertrages mit Deutschland geneigt sind, theilte zunächst der Obmann mit, daß die galizischen Abgeordneten Theil zu nehmen wünschten. Die Versammlung erklärte sich hiermit einverstanden. Auf der Tagesordnung stand die Frage, was beim Abbruch der Verhandlungen mit Deutschland zu geschehen habe. Brestl empfahl ein vorsichtiges Verhalten, damit es nicht den Anschein gewinne, als ob man die Interessen einer fremden Macht fördere; man müsse aus eine baldige Tarif-Vorlage hinwirken. Schaup beantragte, daß ein Comitö mit der Vorbereitung der Action betraut werde. Granitsch befürwortete die Einbringung einer Interpellation an die Negierung, was dieselbe zu thun gedenke. Fuerth sprach die Ansicht aus, daß die wirtschaftlichen Motive für die deutsche Regierung lediglich ein Vorwand für politische Tendenzen seien, deshalb müsse man keinen Druck auf die heimische Regierung ausüben. Auspitz beantragte, die Interpellation dahin zu präctsiren: was gedenkt die Regierung zur Hintanhaltung von Erschütterungen bet dem bevorstehenden Ablauf des Vertrages mit Deutschland zu thun? Touaszczuk erachtete als Hauptaufgabe dies: so wenig wie möglich zu präjudiciren und einen Uebergangszustand zu schaffen. Bei der Abstimmung wurde von der Versammlung beschlossen, morgen die Interpellation einzubringen. Arankretch. Paris, 25. Oktober. Das Panzerschiff „Sultan", welches die Herzogin von Edinburgh an Bord hat, verließ gestern Marseille, um aus Malta zu dampfen. Paris, 25. October. Der „Moniteur" bemerkt dem Artikel des ,Con- stitutionnel" gegenüber: er glaube zu wissen, daß der Marschall niemals daran gedacht, auf ein Plebisctt zu recurriren, um dadurch eine Lösung der Lage herbeizuführen. Belgien. Brüssel, 26. October. Der belgische Consul in Curassawo meldet .daß ein Orkan am 23. September die halbe Stadt zerstört habe. Es seien dabet 20 Menschen um's Leben gekommen und betrage der angertchtete Scha- |ben 3 Mill. Pfund Sterling. Der orientalische Krieg. Wien, 25. October. Die „Wiener Abendpost" schreibt: Unsere Petersburger Briefe melden von dem Einschluß Rußlands, den Krieg bis zur Erreichung des vorgesetzten Zieles fortzusetzen, und Berichte aus Konstantinopel schildern die lebhaft und eifrig betriebenen Kriegs-Rüstungen, zugleich betonend, die Pforte gedenke den Vertheidigungs-Krieg bis zum Aeußersten fortzusetzen. Konstantinopel, 25. October. Von der in Bulgarien operirenden Arme wird gemeldet: Suleiman Pascha ist wieder in Schumla eingetroffen und wird sich zur Fortsetzung der Jnspicirung der Truppen nach Varna begeben.— Am Schipka-Paß wird das Bombardement des Forts „Nikolaus" durch die türkischen Mörser-Batterien fortgesetzt. — Am 24. October überschritt eine Abtheilung Türken den Lom-Fluß und rückte gegen Ayazlar vor. Wien, 25. October. Die „Pol. Corr/' meldet aus Bukarest, 25. b.: Am 23. d., Nachts, begann ein fürchterliches Bombardement aus die türkischen Stellungen bei Plewna aus allen russo-rumänischen Batterien und dauerte bis zum 24. d. Mittags. Dies wird allgemein als Einleitung eines allgemeinen Sturm-Angriffes auf Plewna angenommen. Am 24. d. im Laufe des Nachmittags wurde das Feuer gegen Plewna eingestellt, ohne daß bis heute Morgen weitere Nachrichten über den Beginn der Angriffs-Action eingelanzt sind. An der Donau fanden in den letzten Tagen mehrere belanglose Scharmützel statt. Ans der Dobrudscha wird gemeldet, General Zimmermann solle neuerlich Verstärkungen erhalten, um energischer vorrücken zu können. — Die „Preffe" meldet aus Tiflis: Kars wird bombardirt und steht an mehreren Stellen in Flammen. General Tergukasoff steht in Djadin. Die Colonne des Generals Lazareff hat Kagisman erreicht. Ismael Pascha ist in Gerger, am Süd-Abhang des Perli-Dagh, eingetroffen. Vermischtes. London, 23. Oct. Ein Grubenunglück, wie es so fürchterlich schon seit Jahren nicht dagewesen, ereignete sich gestern Morgen in den Zechen Nr. 2 und 3 von Dixon's Kohlenbergwerk in High Blantyre, einem Dorfe 7 Meilen von Glasgow, durch eine Explosion schlagender Welter. Die Kohle in den Zechen wurde für so gasfrei erachtet, daß die Bergleute mit bloßen Lichtern zu arbeiten pflegten. Gestern früh um 9 Uhr, als 233 Männer und Jungen in der Tiefe arbeiteten, entstand plötzlich, wie verlautet, während einiger Sprengungsarbeiten, eine furchtbare Explosion, welche einen der Schachte blocktrte und einen anderen mit Feuerdampf völlig füllte. Es verstrich demnach geraume Zeit, ehe das Rettungswerk begonnen werden konnte, aber als die erste Rettungsmannschaft in der Tiefe anlangte, wurde nur ein einziger Bergmann lebend vorgefunden. ES blieb daher weiter nichts übrig, als zur Bergung der Leichen zu schreiten, — ein Werk, welches, da einer der Schachte verschüttet ist, mit vielen Schwierigkeiten verknüpft war Die Ankunft der mitunter bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Leichen an der Oberfläche gab unter den versammelten Wittwen und Waisen der Verunglückten zu den herzzerreißendsten Scenen Anlaß. Die Rettungsmannschaft, welche in den blök Arten Schacht htnabstieg, glaubt unten Pochen vernommen zu haben. Aber die Hoffnung, daß irgend einer der Verunglückten am Leben geblieben, ist sehr schwach. — Wie man in Rußland Gerechtigkeit ausübt, ersieht man aus Folgendem: Auf der Odessaer Bahn brannte dieser Tage ein Waggon, der mit seltenen Thieren einer Menagerie angefüllt war, dadu'ch ab, daß das als Spreu dienende Stroh, durch einen Locomottvfunken Feuer fing. Obgleich der Absender sich gegen die Einstellung des Wagens dtrect hinter dem Tender verwahrt hatte, so hat ihn die Bahnverwaltung mit seinem Schaden von 30,001) Frs. an den Heizer gewiesen, der „durch unvorsichtiges Schüren" den Brand hervorgerufen hat.____________________________________________ Ci »gesandt. Schon häufig ist in den verschiedenen Kreisen der htesigen Stadt die VerwundEng darüber ausgesprochen worden, daß hier nicht, wie in anderen Städten, regelmäßig wiederkehrende öffentliche populäre Vorlesungen gehalten würden, für welche es in einer Universitätsstadt an geeigneten Persönlichkeiten nicht fehlen könne. Vor einigen Jahren war zwar der Versuch gemacht worden, solche Vorlesungen einzusühren, aber obgleich dieselben sich eines lebhaften Beifalls zu erfreuen hatten, so blieb es doch bet diesem einen Versuche. Um nun den vielfach ausgesprochenen Wünschen gerecht zu werden, hat es der Vorstand des Concertvereins übernommen, einen neuen Versuch zu wagen, und zwar in der Art, daß während des Winters 5 Vorlesungen gehalten werden sollen, je eine zwischen je zwei Concerten, in ähnlicher Weise, wie dies auch im Museum in Frankfurt der Fall ist. t Mit großer Bereitwilligkeit haben auf Anfrage des Vorstandes die Herrn Professoren Bratuscheck, Garets, Oncken, Sattler und Thaer die Zusage gemacht, im Laufe des Winters öffentliche Vorlesungen zu halten. Das Nähere bleibt späterer Bekanntmachung vorbehalten. Eingesandt. Bei dem herannahenden Weihnachtsfeste ist es hier, wie fast überall Sitte, daß sich Der oder Jener das stille Amüsement gönnt, eine Wanderung nach den verschiedenen Schaufenstern zu unternehmen und so dem Auge Etwas zu bieten, das ihm in seiner einsamen Klause, in seinem Studtrzimmer, in seiner Werkstatt nicht geboten wird. Wer diese Wanderungen von einem Schaufenster zum andern schon vor 10 und noch mehr Jahren unternahm, roh 6 nicht bestreiten können, daß die damaligen Ausstellungen mit den jetzigen nicht concurriren konnten; die Verbesserungen der verschiedenen Maschinen zur Herstellung allerhand Gegenstände, se: es im Galanterieroaaren-Fach, sei es auf dem Gebiete der Wtrthschafts- und Hausgerälhe Fabrikation, oder in der Kleiderbranche, ermöglichen eben eine solche Vollkommenheit in Form und Ansehen, an die man vor wenigen Decennien nicht zu denken wagte. Dem Fremden, selbst wenn er sich nur erst kurze Zeit in den Mauern Gießens birgt, muß es etnleuchten, daß hier in wenigen Jahren ein großer Umschwung auf dem Gebiete des Bauwesens stattgefunden hat. Trat man früher an die kleinen unansehnlichen Schaufenster der verschiedenen Ladengeschäfte und bewunderte die dort ausgestellten Gegenstände, so kann man es jetzt vor den hinter riesigen Spiegelscheiben dem Auge dargebotenen Sachen, die Zeugntß geben von dem Erfindungs- und Forschergetste des Menschen, in erhöhtem Maße. Alle.Kaufleute wetteifern in der geschmackvollen Ausstattung ihrer Verkaufslokale und scheuen keine Kosten, biö Schönste und Gediegenste auf dein Gebiete der Baukunst dem entzückten Auge darzubieten. Kopfschüttelnd würden die Baumeister früherer Zeiten stehen bleiben vor den ölten Häusern, denen die schaffende, nie rastende Hand des Zeitgeistes ein den neuesten Anforderungen entsprechendes Gewand angelegt bat. Selbst die ungünstigsten Zeitverhältnisse sind nicht im Stande, dem sich friedlich vordrängenden Schönheitssinn entgegenzutreten, der sich, nachdem er sich eingebürgert, in allen Stadttheilen zeigt. Ji den unansehnlichsten Gäßchen baut man und sucht so dieselben dem Verkehre zugänglicher zu machen und was In den Hauptstraßen geboten wird, verdient alle Anerkennung. So ist zum Beispiel Ecke der Plockstraße und des Selterswegs eine Laden-Einrichtung geschaffen worden, die täglich hunderte von Menschen herbeilockt — ich meine die Galanterie- und Kurzwaarengeschäfte und die Elfenbein- und Holzschnitzerei des Herrn I. Bach. Von den daselbst ausgestellten allerliebsten Sachen, sowie von dem Arrangement der Ausstellung kann man mit Recht sagen, daß dieselben sicb ebenbürtig an die Seite ähnlicher Verkaufslokale großer Städte stellen können, weßhalb ich nicht versäume, hiermit auf dieses überaus gelungene Bild aufmerksam zu machen, das fast jeden Vorübergehenden an sich zieht und demselben die berechtigte Bewunderung entlockt. Auf die einzelnen ausgestellten Gegenstände hier näher einzugehen, würde zu weit führen, es genügt, wenn ich sage, daß sich hier Alles in schönster Ausführung vorfindet, was sich die Phantasie aller Männlein und Weiblein in den allen angeführten Fächern vorstellt und wer für die kommenden Festtage im Zweifel darüber ist, mit welchem Angebinde er ober sie vor theure Seelen treten soll, dem empfehle ich den Besuch dieses LocalS auf daS Angelegentlichste, man wird dort finden, was man kaum zu suchen wagte. E. Hauptversammlung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung zu Gießen. Die am 24. d. Mcs. abgehaltene Hauptversammlung des hiesigen Volksbildungs-Vereins, deren Tagesordnung bereits in Nr. 247 vs. Bl. veröffentlicht wurde, beschäftigte sicb in eingehender Verhandlung mit der Fraae, in welcher Weise die bisher bestandenen Einrichtungen festzuhalten, zu erweitern und welche neue Wege etwa mit Aussicht auf Erfolg einzuschlagen seien, um die hochwichtigen Aufgaben des Volksbildungs-Vereins nach Möglichkeit zu fördern. Den Gang und die Ergebnipe der mehrstündigen Berathungen im Einzelnen hier wiederzugeben, würde den Raum ds. Bl. überschreiten; die unterzeichneten Ausschußmitglieder ertheilen gerne ede gewünschte nähere Auskunft. Die zahlreichen, bas ganze Deutsch'.and umfaffenden freien Bildunzsvereine verfolgen in Uebereinstimmunz gleiche Bilbungszwecke mit wesentlich denselben Mitteln, die sich nur nach lokalen Verhältnissen modisiciren. Man ist auch insbesondere darüber in Uebereinstimmunz, daß von dem planmäßigen einheitlichen Zusammenwirken der einzelnen Lokalvereine im Großen und von der persönlichen Mitwirkung der einzelnen Mitglieder derselben in den ihnen nahestehenden ober ihnen untergebenen Völkerkreisen im engeren Umfange der rechte Erfolg zunächst bedingt ist. So haben sich bereits 9 große Provinzialverbände gebildet ', unser hiesiger Verein hat sich dem mittel- rheinischen Verbände angeschlossen, welcher sich am 6. d. M. zu Fcanksurt unter Mitwirkung unseres Vereins desinitio eonstituirc und einen Ausschuß von 12 Mitgliedern bestellt hat in welchem unser Verein durch 2 Stimmen vertreten ist. Diese Provinzialverbände finden nun weiter ihren gemeinsamen Mittelpunkt in der Centralstelle zu Berlin. Die erfolgreiche Thätiqkeit aller dieser verbundenen Vereine wird, wie bemerkt, der Natur der Aufqabe gemäß, durch möglichst allgemeine Theilnahme, durch allseitiges Mitwirken und persönliche Unterstützung von Seiten aller Mitglieder bedingt. Die Leistung eines Geldbeitrags allein und die Thätigkeit der Ausschüsse reichen nicht auS, um die Aufgabe der freien Volkbildungs- Vcreine in dem Maße zu fördern, wie die Schwierigkeiten unserer öffentlichen Zustände, das mangelnde Entgegenkommen der Bildungsbedürftigen selbst und bie der bessern Erkenntniß nur langsam und widerstrebend weichende Verwirrung der Begriffe über volkswirthschaftliche Interessen und über bas wahre Wohl aller, insbesondere der sogenannten arbeitenden Klaffen es täglich dringender gebieten. Die Rührigkeit der entgegenwirkenden Agitationen und Einflüsse fordert alle Anstrengung Derjenigen heraus, welche den Ernst der Lage ihrem Blick nicht verschließen. Wir hegen trotz allen Schwierigkeiten die Ueberzeugung, daß so vielen rüstigen Kräften, bie gegenwärtig überall bei der gemeinsamen Arbeit sind, auch der gemeinsame Erfolg nicht fehlen, daß bessere Zustände, wenn auch nur langsam und schrittweise, doch um so sicherer und dauernder, wicdcrkehren werden. In dem Bewußtsein, daß unser Verein nur im gemeinsamen Jntereffe Aller zu wirken bestrebt ist, erlauben wir uns, dem Beschluß der Generalversammlung nachkommend, alle hiesigen Einwohner, welche bis jetzt noch nicht Gelegenheit fanden, zum Beilritt durch Einzeichnung in die Mitgliederliste einzuladen, welche in den nächsten Tagen zu diesem Zweck circuliren wird. Albach, Reallehrer; Bramm, Bürgermeister; Bratuscheck, Profeffor; Ferber, Stadtv.; Haberkorn, Reg.-Rath; Han stein, Stadtv.; Jung, Lehrer; Kell er, Beigeordneter; Koch, Zahnarzt; Mayer, Weinh.; Dr. Oncken, d. Z. Rector; S^opbach, Stadtv.; Dr. Stein, Realschuldir. i. P.; Vi gelius, Schulinsp. Sctiirfsbericht. Mttgelheiit Don dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in Gießen. Das Postdampfschiff Mosel, Eapt. H. A. F. Neynaber, vorn Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 13. b. M. von Newyork abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen unb hat nach ßanbung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post unb Labung 9 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fort- gesetzt. Die Mosel überbringt 175 Passagiere und volle Ladung. *** Ern praktischer Arzt, ber Doctor medicin. A. (iroyen, ®tab8arjt a. D. in Hamburg, giebt nach einem Redactions-Artikel des Bresl. Jntell.-Bl. über Ur. Tiede m a n n s vielfach empfohlene chinesische Präparate gegen Schwächezustänbe*) nachstehendes medicinisches Urtheil ab: „Die schwere Aufgabe, gegen Schwächezustände ein sicher wirkendes Mittel zu erfinden, hat Herr Dr. L- Tiedemann, König!. Preuß. Apotheker I. El. in Stralsund a- d. Ostsee, in glänzendster Weise gelöst. Ich kann der Wahrheit gemäß attestiren, daß ich die Dr. Tiebemann'schen Pen-tsao-9Rittel, bestehend aus einem Elixir und Balsam, für die weitaus besten, wirksamsten und zugleich nützlichsten aller bis jetzt vorkommenden gleichnamigen Präparate halte. Es finden sich nämlich keine Stoffe, welche momentan reizen, scheinbar die Schwäche beseitigen, sondern solche, welche in ver That im Stande sind, durch Verbefferung der Blutmasse und Stärkung des Nervensystems indirekt eine rasche und sichere Wirkung herbeizuführen. Diese beiden Präparate verdienen somit in den ersten Rang aller bis jetzt bekannten und bewährten Mittel dieser Art gestellt zu werden, unb sind besonders den Patienten, welche nutzlos andere Mittel gebraucht haben, als ein heilbringendes und fast unentbehrliches Kraftmittel mit Recht zu empfehlen. (6034 *) Preis 7 JL incl. Verpackung und Gebrauchs-Anweisung. D. Red. WWWWMWWMMiWMSSWWWWMWWWWWWMWWWWWWMWWMMWWK' Auszug a. d. Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Vom 20. bis 26. October 1877. Eheschließungen. 23. Oct. Der Sergant im II. Großh. Hessischen Jnfanterie-Regiment Nr. 116, Konrab Ziegler von Waßmuthshausen mit Elisabethe Jrnrnel von Bürgel bei Marburg, beibe wohnhaft in Gießen. 24. Oct- Metzgerrneifter Lubwig Schneiber von London mit Christiane Katharine Bepler von Gießen, beibe wohnhaft in Gießen. Geborene. 15. Oct. Elisabethe Karoline Christine Margarethe, Tochter von Bäckermeister Ludwig Kroneberg. — Ein Kinb weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Gendarm Konrab Heppner. 19. Oct Frieberike, ein außereheliches Kinb von Auswärts. 16. Oct- Gustav Abolph, Sohn von Stations-Assistent Gustav Nickel- 18. Oct- Albert, Sohn von Gastwirth Johann Späth. 19. Oct. Nicolaus Joseph, ein in ber Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kinb von Auswärts. 20Oct. Anna, ein in ber Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kinb von Auswärts. 19. Oct. August Anton, Sohn von bern Instituts-Vorsteher Dr. Philipp Franz Kübel. 22. Oct Ein Kinb weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Taglöhner Heinrich Lipp. 23. Oct. Lubwig, Sohn von Buchbinbermeister Konrab Steinhäuser- 19. Oct Friedrich Heinrich Ludwig, Sohn von Heizer Konrad Jockel- 20. Oct- Wilhelm Julius, Sohn von Möbelfabrikant Karl Reiber- Gestorbene. 17. Oct. Ein todtgeborenes außereheliches Kind männlichen Geschlechls von Auswärts. 19. Oct. Schneider Daniel Rinn, 68 Jahre 9 Monat 6 Tage alt, (im academischen Hospital gestorben). 21. Oct. Ein todtgeborencs Kind weiblichen Geschlechts von Fuhrmann Baptist Geßlein- — Nagelschmied Weinand Leuninger, 34 Jahre alt, von Mengerskirchen, Amt Weilburg, (im academischen Hospital gestorben ) 22. Oct. Leonhard, 10 Monate alt, Sohn von Kleiderhändler Leopold Feibel. — Gertraud Zoll, geborene Lang, 59 Jahre alt, Ehefrrau des Metzgeruieisters und Wirths Adam Zoll in Elpenrod 23. Oct. Max Emil, 1 Monat 23 Tage alt, Sohn von Fuhrmann Casper Balser. 24. Oct- Marie Vogt, geborene Heller, 35 Jahre alt, Ehefrau des Metzgermeisters und OrtsgerichtsmannS Heinrich Vogt. — Georg Otto, 5 Wochen alt, Sohn von Musiklehrer Martin Steiner. 24. Oct. Taglöhner Jacob Stetnmüller III, 60 Jahre alt, von Vetzberg, (im academischen Hospital gestorben). 26. Oct. Katharine, 12 Jahre alt, Tochter von Handarbeiter Müller in Lang-Göns (im academischen Hospital gestorben). Auszug sus den Kirchenbüchern der Stsdt G testen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 23. Oct. Konrad Ziegler, Sergeant im Großherzoglich Hess. Infanterie- Regiment Nr. 116 dahier, des Ackermanns zu Waßmuthshausen, Daniel Ziegler, ehel. Sohn; und Elisabethe Imme!, deS oerst. Schmieds zu Bürgel, Johannes Imme!, ehel. Tochter. geb- den 4. September. 5. Juni. Illuminations-Lämpchen zu haben bei rsamts Gießt». (6021 Feinster LOFODINISCHE R pünktlichst ausgeführt. JL 1.80 2-Pfd.-Büchse per Aist E // // Büchse 4.20 // M Emil Fischbach Gensdarmen Johannes Röder ein Sohn, Philipp August, geb. Schneider Johann Fischer ein Sohn, Johann Wilhelm, geb. Bahnarbeiter Justus Walther eine Tochter, Elisabethe Mar- Dem Dem Dem 6 2 5.50 3.40 ff ff Dem Metzger Ludwig Pirr ein Sohn, Georg Johann Christian 23. September. geb. den 29. Sept. Denselben. Theodor, geb den Denselben. den 29. August. Denselben. den 4. Oktober. Denselben. Cor ne <1 lleef ,5 Beef Tongues Fagsandu Oac Tongues empfiehlt 4925) 6035) Eine große Menge Bux zu oer kaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Steinkohlen- sowie Braunkohlen in bekannter Gute von 1 bis 200 Ctr. frei ans Haus. (6031 G-eorg Unverzagt, Kaplansgasje 197. LEBERTHKAN von H. Sardemann in Emmerich, wegen seiner Güte und Wirksamkeit allseitig von den Aerzten empfohlen, ist stets vorräthig in Originalflaschen a J-lA Derselbe eisenhaltig a J4 1.20 bei1 J. A. Husch Sohne in Giessen. ! Die Aßlarer Hütke bei Wetzlar, in welcher seither eine Fardenmühle betrieben wurde, soll anderweit verpachtet werden.^ Wegen der vorhandenen ausgedehnten Räume und bedeutenden Wasserkraft eignet sie sich zu größeren industriellen Anlagen. Die unterzeichnete Stelle ist zu jeder Auskunft bereit und erbittet Pachtofferten bis zum 18. November. Ehringshausen, den 19. October 1877. (ffr. Wetzlar) Fürst!. Solms'sches Rentamt. 5881) Ra thschlag. Den 24. Oct. Ludwig Schneider, Metzger dahier, detz Ackermanns zu Londorf, Johann Schneider II., ehel. Sohn; und Christiane Katharine Bepler, des Bürgers und Metzgers, Konrad Bepler, ehel- Tochter. Vetaufte. Den 21. Oct- Dem Lohnkutscher Johannes Christ ein Sohn, Wilhelm, geb. den 20. September. Denselben. Dem Briefträger Johannes Weber ein Sohn, Hugo, geb. d. 8. Sept. Denselben. Dem Schneider Ludwig Größer ein Sohn, Georg Heinrich Ludwig, >yen, SMiyt a. D. Mör.D'edemann'L pilW) nachstehendes - ein sicher wirkendes ;eker 1. Cl. in Sttal- daß t M MW, 'M ommenden gleichnamigen in reizen, scheinbar die - durch Berbesimng der ichere Wirkung herdeizu- r bis jetzt bekannten und Patienten, welche nutz- Mtd'hllchi (60dl D. Red. Frau Zehe aus Frankfurt a. M. empfiehlt sich mit ansgarnirten Sammethüten von 4 Mk. an und höher, ganz moderne Filzhüte von 1 Mk. 50 Pf. an. (6039 G eschäfislocal: frühere Ferber'sche Buchhandlung am Kirchenplatz. 5917) Wir machen hiermit nach Art. VI, Absatz 5, der Instruction über die Fortbildungsschulen bekannt, daß diese Schulen Anfang November beginnen werden. Zum Besuch derselben sind alle in den drei letzten Jahren — also 1875, 1876 u. 1877 — aus der Volksschule entlaffenen Knaben verpflichtet, soweit nicht in anderweiter genügender Wnse für den ferneren Unterricht derselben gesorgt ist, worüber Großh. Kreis-Schulcommission Gießen zu entscheiden hat. Es sind deßhalb alle Gesuche um Dispensation an diese Behörde zu richten. Wir fordern nun alle jungen Leute, die im Jahr 1875 aus der Volksschule entlassen worden sind, aus, sich Mittwoch den 31. October, 8 Uhr Abends, im Saal Nr. III der Knabenschule in der Schulstraße, mit Feder und Papier versehen, einzufinden, um geprüft und ihrer betreffenden Abtheilung zugewiesen zu werden. Die Knaben vom Jahrgang 1876 haben sich Donnerstag den 1. November, Abends 8 Uhr, und die vom Jahrgang 1877 Freitag den 2. November, um dieselbe Zeit in demselben Local einzufinden. Die Stunden selbst werden dreimal wöchentlich von 7—9 Uhr gehalten. Lehrherrn, Dienst- Herrschaften und Arbeitgeber haben — nach Artikel 25 des Schulgesetzes — ihren Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuch der Fortbildungsschulen nöthige Zeit einzuräumen. Zuwiderhandlungen werden mit einer Polizei- strase von 2—20 «X geahndet. Wir sprechen den Eltern, Meistern, Arbeitgebern und Dienstherrn gegenüber den Wunsch und die Erwartung aus, daß sie in Anerkennung der Wichtigkeit und Bedeutung eines gedeihlichen Unterrichts die jungen Leute zu einem pünktlichen und regelmäßigen Besuch der Schule und zu einem anständigen Benehmen vor, in und nach den Stunden ermahnen und anhalten möchten, damit nicht durch Rohheit und Zügellosigkeit, durch Ruhestörung und Unart eine wohlgemeinte Einrichtung statt zum Wohl zum Schaden der Jugend ausschlägt. Insbesondere möchten wir den Eltern und Meistern an'S Herz legen, daß sie die Knaben anhalten, rechtzeitig nach der Schule nach Hause zu kommen, sich nicht zum Wirthshausbesuch und Straßenuiifug verleiten zu lasten und mit allem Fleiß ihre Ausgaben zu lernen. Bei etwaigen Ausschreitungen haben sich die jungen Leute die Folgen selbst zuzuschreib ii, weil mit unnachsichtiger Strenge gegen alle Unregelmäßigkeit und Unbotmäßlgkeit vorgegangen werden wird. Gießen den 19. Oktober 1877. Für den Schulvorstand Gießen: A. Bramm, Dr. Seel, Vigelius, Bürger meister.Pfarrrr.Schuld.spector. Den 23. Oct. Dem Sergeanten Konrad Ziegler ein Sohn, Emil Johann Heinrich Karl, geb. ben 19. Mat. Denselben. Dem Musiklehrer Martin Steiner ein Sohn, Georg Otto, geb. den 19. September. Den 26. Oct. Ein unehelicher Sohn von hier, Karl, geb. den 28. April. Beerdigte. Den 20. Oct. Sophie Rinn, geborene Retbeling, Wittwe des verst. Stations- Einnehmers an der Köln Mindener Bahn, August Rinn, alt 40 I. 5 M. 5 T. gest. den 18. October. Den 24. Oct. Anna Gertrud Zoll, geborene Lang, Ehefrau des Metzgers, Gastwirths und Oekomen zu Elpenrod, Adam Zoll, alt 58 I. 11 M. 18 T., gest. den 22. October. Den 26. Oct. Marie Vogt, geborene Heller, Ehefrau des Bürgers u. Metzgers Heinrich Vogt, alt 35 I. 2 M. 6 T-, gest. den 24 Oct. Für Wiederverkäufer und Wirthel 6036) Empfehle eine durchaus gut gearbeitete Java - Pfälzer - Cigarre (Regalia), von angenehmem Geschmack und gutem Brande, ä 2 Mark 23 Pfa. per 100 Stück. Bei Abnahme von mindestens 1000 Stück gewähre 5% Rabatt. Christian Rühl, Wnllthorstraße. (6058 81» SchtnaU. geräuch. Lachs empfiehlt (6059 Emil Fischbach. Hruie Abend: Hasenbraten. 6051) Restauration zum goldnen Schlüssel. Im Comptoir des Heinrich Battenfeld dahier — Selterswrg C. 43 — werden alle von demselben geführten Maaren zu erniäßigtkn Preisen käuflich abgegeben, ins besondere macht man auf einen bedeutenden Vorrath von Kohlenlöffeln, Kochgeschirr und schmiedbarem Guß für Feniter aufmerksam. Nähere Auskunft wird durch den Masse Verwalter bereitwillig erthetlt. Gießen, am 26. October 1877. 6022} M Pilger, Masseverwalter. Saison! 6018) Zur bevorstehenden Saison bringen wir unser wohl astor- tirtes Lager in Tuch- und Buckskin, sowie üMF Anfertigung nach Maaß "flNE rmter billigen aber festen Preisen in empfehlende Erinnerung. Solide Arbeit, streng reelle Bedienung! II. M. Jughardt. Achtungsvoll Wilhelm Lony Handel und Verkehr. Gießen, 27. Oct. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd 90—95 Hühnereier, per Stück 7 Käse, per Stück 5—9 Käsematte, per Stück 3 Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Liter 20^, Tauben, das Paar 60 H, Hübner, per Stück 65 Hahnen per St. 65 H, Enten JL 1.60, Kartoffeln 100 Kilo 6 JL 80 3* garethe Karoline, . Den 22. Oct. Dem Metzger Georg Dörner, eine Tochter, Johanna, geb. den 0« * i Mcn- un ,on W««* bet. rinna, rls- a Oct. " *tt8S’ 21. 0 *86 8 eines ®clbbeihaq8 ÄS* " eJ täglich dringender »«ehn ruhigen Kräften, Mtln,Me Erfolg nicht um so sicherer und ln "ur 'm gemeinsamen « Mneralversammlung jum Beitritt * Tagen ju diesem Professor; Ferber, ung, Lehrer; Keller, )ndtn, b. 3- Rector; igelius, Echulinsp. - Norddeutschen Lloyd m Norddeutschen Lloyd war, ist heule 8 Uhr der für Southampton eise nach Bremen fort- (amerik. Rinder-Roulade) " H II „ Ochsenzungen Aeilgebotenes. 6020) Gebrochene Aepfel, sehr gut Sorten, sind zu verkaufen. __________________Grünbergerstraße 151. 6025) Zwei Fahnen in den deutschen Farben, je 10 Fuß lang, mit Stangen sind zu verkaufen. Wo? sagt d Exped. r». Bl. | Bückinge zum Rohesten, empfiehlt Emil Fischbach, Fernsten neuen Caviar empfiehlt (5698 Gg. Wilh. Weidig. Versteigerungen. Donnerstag den 1. u. Freitag den 2. Noobr-, Nacknutt >gs 2 Uhr, sollen in der Wohnung der verstorbenen Fr iu August Rinn Seltcrsweg bei Küfer Faber, nachfolgende, wohlerhaltene Mobilien versteigert werden. Es tommen zum Ausgebot: Komoden, Glasschrank, Schränke, Tische, Sophas, 1 Dtz. gepolsterte Stühle, Rohrftühle, Oelgemäl^e, Weißzeug, Küchen- oerathe, Kleidungsstücke u- s. w. Die Gegenstände können von Sonntag Nachmittag angesehen werden. Gießen, den 27. October 1877. Großherzogl. Ortsgericht Gießen- 6050) L üdeking. Am Mittwoch den 31. October, Morgens 11 Uhr, J5951 lasten Unterzeichnete 3 Stück 6—7jährige schöne, kräftige Arbeits-Pferde, welche beim Eisenbahnbau überzählig geworden, im Hofe des „Hessischen Hofes" gegen Baarzahlung versteigern. Gießen, den 23. Octob-r 1876 Siepmann <§* Theisen» Zur Beachtung! Leere Weinfäffer, Kisten re. können direct an mein* Firma Franz Jos» Fr obst nach Mainz gesendet oder in meiner Wohnung — WenzePs Garten — abgegeben werden. (6028 _____________Adolph Bertram, Geschäfts Grvsfnuug. Hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich unter heutigem Datum auf hiesigem Platze ein Chirurgisches Instrumenten-' u. Bandagen Geschäft unter der Firma Wilhelm- Cong* Ecke der Kaplansgasse und der Reichensand-Bahnhofsstrasse, eröffnet habe und empfehle neben einem reichhaltigen Lager Chirurgischer Instrumente mich zum Anfertigen orthopädischer Maschinen, künstlicher Gliedmaßen und Bandagen. Auch halte ich ein wohlaffortirtes Lager von Messern, Scheeren re. Alle in mein Fach einschlagende Reparaturen werden Aerrrrietyungen. 6056) Möbltrte Zimmer zu vermieten. Neustadt £»t D- Nr. 57. 6054) Eine Slude an eine einzelne Per- fon zu oermtethen bet Emil Orbig, Reichensand. 6052) Ein Zimmer mit oder ohne Möbel iu vermieihen bei * Johann Becker, Gartfeld neben Heirn Gg- Un verzagt I 6057) Ein Ztmmei nät Cabinet, Küche und Keller, sofoit b.zi'hbar, zu oermtethen. Schulstraße B- 29,5. 6060) Etn neu möblirtes Zimmer zu vermieihen bei Schneidermeister Heuser, Wallthorstraße A- 134. 6030) Etn unmöbltrtes Zimmer zu oer; mtethen. W i lh. H osch, Neuen-Bäuen- 6043) In der Herberl'schen Besitzung vor dem Neustädterthor ist der mittlere Stock, bestehend aus 3 Zimmern nebst Ca- btnet und Küche, sowie schöner Hausgarten u. s. w. zu vermieihen. Näheres bet _________ Franz Senner. 6042) Ein freundliches Zimmer mtk oder ohne Möbel zu vermieihen- B. 177. 6019) Ein kleines Logis zu oermtethen. ________K- Häüser, Schiffenbergerweg. 6033) Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermieihen. Sbnnensiraße 103. 5954) Der mittlere Stock mit Zubehör in meinem Hause am Krosdorser Weg zu vermieihen und per 22. November beziehbar. Ph Morgel, Reiskirchen. Aermischte Anzeigen. 6023) Ein ordentlichen Arbeiter, der auch mit Pferden umzugehen versteht, findet dauernde Besänftigung. Näheres bet der Exped d. Bltts. GeschäHs-Ei Öffnung. Hiermit d.e ergebene Anzeige, daß ich mied dahier als Schuhmacher etablirt habe und empfehle mich einem verebrl. Publikum bestens. (6055 Christian Schönhals. im Hause des Herrn E Lotz, Kirchenpl- 6027) Zwei Herren können Kost und Logis erhalten. Bei rotm? sogt die Exped d. Bltts.____________________________________ Verloren drei Siegelringe nebst goldei em Uh. schlüssel. Der Wtederbrtnger erhält bei der Exped 30 JL. Belohnung. (5975 Der Milebverknuf, 6026) Möbltrte Z mmer zu oermtethen. . Stadt Cassel." 604^ In einer der verkehrretchsten Straßen der Stadt tft ein schöner neuer Laden nebst Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern und allem Zugehör, -3U ver- miethen und sofort beziehbar. Näheres bei ChK Vix, am Neuenwegerthor.^ 6037) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermttlheN. ______________C Becker, Retchensand. 6044) Ein Famtlienlogis, sofort beztehbat, zu oermtethen bei Carl & Franz Plank, Reichensandstraße 6046) Zu vermieihen 3 Zimmer mit abgeschlossenem Corridor, nebst oder ohne Küche in den Parterren des Hauses Caf6 Wenzel am Retchensand. Ebendaselbst ein Kellerroum abzugeben. Beides zu erfragen im dritten Stock- 5144) Eine Wohnung, 6 Zimmer re-, sowie eine Mansardenwohnung, zu vermic- then.__________________Altcenstraße C- 98, 5584) Ein möblirtes Zimmer mit odee ohne Cabinet zu vermieihen bet H Merz, __________Reichensanb-BahnhofZstraßc 5003) Der neu hergert^chtete mittlere StSck meines Hauses ist zu vermiethen- _____________C crrl Hensel, Wolltyöi'. 595V) Ein Laden mit Logis, sowie der II- und III. Stock mit je 5 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör in meinem neuen Hause an der Reichensand-Bahnhofsstraße zu oermtethen. ___________________I. Stein, Architekt. Kamilienwohnung 5 Zimmern und allem Zubehör, mit abgeschlossenem Corridor, zu oermtethen. (5899 _____________Jul. Bach, 'Leltersweg. 5986) Ein möblirtes Zimmer zu Der vermieihen bei C. W. Dietz am Markt. 5989) Ein Familtenlogis mit ollen Bequemlichkeiten ist sofort zu vermiethen. Garl Ockel, Ludwigsplatz. 6002) Möblirtes Zimmer mit 5abinet zu vermiethen. W. Ferber, Lindenplatz. 5851) Ein kleines Familtenlogis zu Der mtethen. L. Müller, Mat- u. Farbw.-Hdlg. 5844) Lit. A. 227 tst ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu oermtethen. 5869) Etn Familtenlogis und etn mö- bltrtes Zimmer zu oermtethen- _________Joseph Mann berge r. 5940) Etn Familtenlogis im ersten Stock alsbald zu vermieihen bei _____________Küfer Faber, Seltersweg. 5943) Ein möblittes Zimmer zu ver mtethen, im Hause des Herrn Bautechniker Huhn, eine Stiege hoch, Neue Anlage. 5948) Ein Famtlienlogis, sofort bezieh- bar, zu oermtethen bet _____Ferd in and Felsing, Wirth. 5972) Erne ober zwei Stuben sind zu vermiethen bei Heinrich Balser, __Grünberger Straße. 5984) Der 2. Stock meines neuerbauten Hauses ist zu oermtethen und sofort zu beziehen. Gg. Ruckstuhl Wwe., ________________________Gartfeld.___________ 5987) Ein schönes, möblirtes Zimmer zu vermieihen im B epler'schen Htnterhause, __________________2. Stock, Ludwigsstraße. 5990) Eine Parterre- und eine Mansar den-Wohnung zu vermiethen. Hr- Weidiq, Marburgerstraße A. 166. 5416) Ein Famtlienlogis aus 6 geräu- migeu Zimmern nebst allem Zubehör b< stehend, per 1. Januar 1878 zu oeunietber bet A. MarcuS. | der seither auf dem Neuenweg bei Herrn Gastwirth Felsing bestand, wird ungestört in dem Hinterbause des Herrn Kaufmann Stieb er (Neustadt) weiter betrieben (Täglich 2 mol fiisch), 6029) (per Liter 16 H). Spritzmalerei. Große Auswahl in Gegenständen, Werkzeugen und Materialien. Verzeichnisse gratis bei 11. Kiihn, 5808) Seltersweg. 5652) Lumpen, Werg, Metall rc. kauft Louis Kotlienberger, _____________________Neuenweg. 5979) Ein Mädchen von 15—16 Jahren, von bravcrk Eltern, zu einem Kinde pnd leichter Hausarbeit gesucht von Frau Charlotte TribttS ___________________am Kreuz. 5998) Ein Schreiner findet Beschäftigung bei A n dre as Eu ler. 5898) Ein junger Mann, welcher mit der Buchführung vertraut >st, sucht auf einem hiesigen Comptoir auf sogleich ober auch später Stellung. Näheres ___________________Neue Bäue B. 101. Httiidelsverein. Generalversammlung Dienstag den 30 d. MtS., Abends 8 Uhr, im ffiafö Eliel. U: 6045) peiyUTiiurm werden reparirt, solid und billig aus- gesührt, ebenso nach neuester Mode umgearbeitet bei A. Schultheis junior, Kürschnermeister, 5755) Seltersweg Llt. C. Nr- 10. 5408) Empfehle für Umzüge gefälligste Benutzung meines Möbelwagens. Billigste Preisberechnung ______JF. jFürst Wtliv. RurzobElsenuaaren- Branche ober in einem sonstigen Detailgeschäfte sucht ein junger, bescheidener Commis, im Besitze guter Zeugnisse, zu sofort oder später Stellung. Gest. Cfferten sub H. c. 63241 an Haasenstein & Vogler in Frankfurt a. M. erbeten._______________________________(5983 4280) An- und Verkauf von getragenen Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Betten, Gold und Silber, außer Cours geletztem (Selbe, alten OelgernLlden, Antiquitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren, Werg, Möbeln rc. bei Lowi» Rethenberger, ?? ttnroeß 193, neV rem „Gasthaus zum Löw«t Eingänge, Vertragsvcxhältniß zum Mittelrheinischen Fabri- kanntenoerein in Mainz, Eisenbahnbetriebsreglement. Der Vorstand. Turnverein. 3U (5!)rfn Sfll. «Hoheit des Großherzogs Lud** IV. beschloß der Vorstand, stch an dem projectirten Dackels ZU« zu betheiligen. Eämmtliche Mitglieder werden deshalb er- sucht, stch Montag Abend 6 Uhr an der Turnhalle einzu- stnden, woselbst die Dackeln unentgeltlich verabreicht werden. ______________ Der Vorstand. Oswald’* Garten. ötuie, Sonntag den 28. Oktober, zum letzten Mal: NEU! Pariser Mlmbinct. HEU! macht Spaß und Vergnügen für Jung und Alt. Entree für Erwachsene 20 Pf., für Kindrr 10 Pf (6047 Ein Der Besitzer A. Doriiewass. Geschäfts-Empfehlung. ,, .0024) Einern geehrten Publikum von Gießen die erg.be: e Anzeige, daß ich C bade. Ich empfehle mich daher zu u r *^'^*'* Fach einschlagender. Arbeiten, bei prompter uno reeller Bedieuur g bestens und bitte um geneigten Zuspruch. Achtungsvallst ITilhelm Dielz, Reichensandstraße Nr 130 Der Gesangverein Liederkranz feiert Sonntag dß.n 28. October er., von Abends 7 Nhr nn, im decorirten Saale des CAFE LEIB sein 40. Stiftungsfest, wozu auch Nichtmitglieder Zutritt haben. Eintrittskarten für Herrn 40 und für Damen 30 sind bei Herrn Carl Reinhardt am Neuenwest und Herrn Daniel Heil nui Kirchenplatz, sowie an der Gasse zu haben. Gedruckte Programms an der Kaffe. Während der I. Abtheilung bittet man das Rauchen zu unterlassen. Gießen, den 24. October 1877. ft968) Der Vorstand. Heute, Sonntag den 28. Oktober: (604» (' O V < K K T , Oswald’s Garten. 6049) Heuu, Sonntag den 28. October, zum letzten Mal: Nussisch Türkisches Kriegs-Theater. Die neuesten Begebenheiten der Nenzeit. — (Sntide 25 Pf. Kinder 10 Pf. Dos Nähere die Placate. — Es lobet ein der Besitzer A. Dornewaß. Heiraths-Gesuch für Indien» Ein junger Mann von 30 Jahren, von guter Familie, Chef eines geachteten Handelshauses in Batavia, vermögend, dem Verhältnisse nicht erlauben, selbst eine Reise nach Europa zu machen, wünscht sich mit einer gebildeten deutschen Dame, ungeachtet welcher Confession, die Sinn für Haushaltung hat und die Honneurs eines Hauses machen kann, zu verehelichen. Eigenes Haus und geordnetes angenehmes Leben. Anonyme Briefe sind der Entfernung wegen von geringem Nutzen und desshalb unerwünscht. IVicht anonyme Briefe nebst Fortrait gefälligst unter Chiffre l>. L. G. 798 an die Annoncen-Exped. von Haasensteln «fc Vogler, Glessen, oder: „Via Brindisi Post Office Singapore, Straits Sittlements“ unter derselben Chiffre. Briefe und Portraits werden eventuell zurückgesandt. Wahrscheinlichkeit um zusammen nach 3 bis 4 Jahren für immer nach Europa zurückzukehren. Antwort, eventuell Rücksendung der Briete etc. kann nicht vor drei Monaten erwartet werden. (5912 5402) Unterzeichnete empfiehlt sich im Verändern und Repariren von allen Arten Pelzwaarcn. Neue Garnituren werden auf da- Geschmackvollste und Billigste auSgeführt. Frau Ä. Beiz. Bestellungen nimmt Frau H Hollman n , Neuenbäuen im Hause deS Herrn L. Möser entgegen, woselbst ich jeden Mittwoch anwesend sein werde.________ 5617) Etn Dienstmädchen für sofortigen Eintritt gesucht- Näheres bei der Exped v. Bltts. Allen Kranken, gleichviel woran sie leidcn, thetle ich meine langjährigen Erfahrungen un- entgeldlich mit. Adr. : Professor L. Wundram, Leipzig, Leibnitz- ftr. 2. Es sollte Niemand, selbst rotnn das Ucbel noch so veraltet und hartnäckig ist, die Hoffnung ousgeben, geheilt zu werden, ohne sich vorher vertrauensvoll an mich gewandt zu haben. (4038 gv- O MWWWMWM Vertrauen kann ein Kranker nür zu einer solchen Heilmethode haben, welche, wie Dr. Airij’e Naturheilmethode, sich thaifäch» M lich bewährt hat. Daß durch diese Methode Baßerfl günjllgt, ja flnnnenerregenbe Teilerfolge erzielt wur- , j ttn, beweisen die in dem reich illullririen Buche: cDr. Airy s Naturheilmethode abgedruälen zahlreichen Lrigiual-Uilcstc, laut welchen selbst foldjt Kranke noch tzeilang fanden, für die Hilfe nicht mehr möglich P ien >ars daher jeder Kranke sich dieser bewährten Methode um so mehr otrtratuitegoll jmoeabtn, al6 die Leitung der Rur auf Wunsch durch dafür angefiellte praktische Aerzte gratis erfolgt. JläbereS darüber finbet man in dem vorzüglichen, 544 Seiten starken Werke: Dr. Air») S Naturheiimethode, 100. Aufl, Jubel-Ausgabe, Preis 1 Mark, Leipzig, Richter'- Berlags-Anstalt, welche daS B»ch auf Wunsch gegen Einsendung von 10 Brief» marken tz 10 Pf. direkt franco versendet. . ■■MHI o JMHHSKli 6032) 5958) Gutsbesitzer oder Lieferanten, welche gute Speisekartoffeln in Waggonlabungen zum Wieberverkaufe anzustellen haben, werben ersucht, umgehenb schriftliche Offerten zu machen an Eduard MorgensckweiS in Kircken a. d. Sieg. Hierzu ein zweites Blatt- ausgesührt von der Civilkapellc. Anfang 4 Uhr und Abends 8 Uhr. — Entree 25 Pfg. W. Hofmann.