No. 198 Dienstag, den 28. August 1873. Kießencr Anzeiger Ayei-e- Mh AmtsbM sm den Kreis Gießen Äutzujk/ M r. Amr. ttatzS 2'/- W' ! V0N tH Oesterreich Bei Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags, r Schulstrahe, Lit. B. Nr. 18. der aus P?ets vierteljAhrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohri. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. jer Polksltbm md inttnffiren, HM 5. t ttagen. Un9 in Nr irr ■eunbe be/t 186 VüaiJv ^geiid inTN^.. Mbirton ^ffenschast könne» 11 aufgenommp Nr. Markt wir dies bitimit raß das @e(djM« ur Lomittag- m 9-12 Mir, & von 2-4 K gebietet es unbr -der streng W Der orientalische Krieg. Konstantinopel, 24. August. Wie versichert wird, hat die Avantgarde Suleiman Pascha's Bedrowa auf der Straße nach Tirnowa occupirt. Das Gros der Armee Suleimans soll die Verschanzungen am Schipka-Paß angreifen. In Adrianopel wurden gestern 11 Bulgaren, darunter 5 Notable von Kaztowa, durch den Strang hingerichtet. Petersburg, 24. August. Amtlich wird aus Gorni-Studen vom 23. d. gemeldet: General Doroschinsky berichtet vom Schipka-Paß: Nach 10 abgeschlagenen Stürmen am 21. d., die bis in die späte Nacht dauerten, beschränkten sich die Türken am 22. d. aus die Unterhaltung von Gewehrfeuer, ohne einen offenen Angriff zu wagen; dieselben errichteten an diesem Tage zwei weittragende Batterien sowie Trancheen. Gegen 7 Uhr Abends verstummte auch das Gewehrfeuer, welches indeß in der Nacht aus den feindlichen Trancheen wieder eröffnet ward. Die Ruffen erwiderten dasselbe nicht. Der russische Verlust betrug am 21. August 200 Mann, am 22. August bedeutend weniger. — Auf der Seite von Osman-Bazar, Lowtscha und Plewna ist Alles ruhig. — Aus Karakiöi wird gemeldet: Gestern haben die Türken einen Angriff gemacht; ob es aber zu einem größeren Zusammenstoß kam, ist noch nicht bekannt. — Am 22. d. schritten die Türken mit bedeutenden Streitkräften zum Angriff gegen Ajastar vor und drängten zwei russische Bataillone zurück. Der Comman- deur der 15. Division befahl, daß die verlorene Position wieder eingenommen werden solle. Das Sofiar - Regiment führte dieS mit einem Verlust von 23 Mann aus. Scharmützel dauerten die ganze Nacht fort. Am 23. d. griff der Feind wiederum Auscha bei Ajuslar an, wurde aber dreimal durch das Ncwski'sche, das Sofiar'sche und das Bolchow'sche Regiment glänzend zurückgeschlagen, worauf er sich zurückzog. Es wird ein neuer Angriff erwartet. — Heute früh 8 Uhr griffen die Türken wiederum den Schipka-Paß an und wurr- den abermals zurückgeschlagen; der Kampf dauert noch fort. Wien, 25. August. Die „Presse" meldet aus Bukarest vom 23. d.: General Zimmermann macht Anzeige von einem siegreichen Reiter-Gefecht bei Mangalia gegen ägyptische Kavallerie. Vorgestern caperten russische Monitors vier mit Getreide für die Armee befrachtete türkische Schiffe und brachten dieselben nach Simnitza. — Aus Jassy meldet dieselbe Zeitung: Die nach'dem Kriegsschauplatz beorderten russischen Garden und Grenadiere sind bereits größ- tentheils in Bessarabien angelangt und werden in 10 Tagen an der Donau sein. — Das „Tageblatt" meldet aus Schumla vom 23. August: Zwischen Kisilar und Djuma hat unter dem Oberbefehl von Salih Pascha ein für die Türken siegreiches Treffen stattgefunden, in welchem 20,000 Türken engagirt waren. Die polnische Legion erlitt dabei starke Verluste, während im Uebngen der türkische Verlust nur mäßig war. Der Kampf wüthete namentlich bei Kisilar. Die Türken lagern aus den eroberten Höhen. Haffan Pascha ist recognos- cirend bis auf einen Kilometer Entfernung von Nikopolis vorgedrungen und hat daselbst zwei russische Kavallerie-Regimenter zersprengt. Suleiman Pascha's Vorhut besetzte ohne Kampf Bedrowa. Wien, 24. August. Ueber die neuesten Erfolge der Türken liegen folgende nähere Angaben vor: In der Nacht auf den 21. d. überschritten acht Zur allgemeinen politischen Lage. Aus dem Kriegsschauplätze ist zwar in letzter Zeit keine wesentliche Veränderung eingetreten, allem Anscheine nach bereiten sich dort aber gerade jetzt Ereignisse von entscheidender Bedeutung vor. Wie die Russen seit einiger Zeit ununterbrochen Verstärkungen an sich gezogen, so haben auch die Türken ihre ganze Macht allmälig auf der Nordsette des Balkans concentrirt und zu diesem Zweck sogar einen Theil der bisher in Asien verwandten Truppen herbeigerufen. Schon kommen Nachrichten von Vorpostengcfechten; die bevorstehende Entscheidungsschlacht wird also nicht lange mehr auf sich warten lassen. Gleichzeitig wird es immer zweifelloser, daß auch Serbien und Griechenland demnächst mit in die Action eintreten wollen: der in Belgrad erfolgte Ministerwechsel hat den kriegslustigen Risttcs an die Spitze der Negierung gebracht und Griechenland, welches seine Rüstungen mit fieberhaftem Eifer fortsetzt, soll sogar mit Rußland über ein Schutz- und Trutzbündniß unterhandeln. Andererseits deutet auch in Konstantinopel Mancherlei darauf hin, daß man der Katastrophe näher ist, als man noch vor einigen Wochen, unmittelbar nach den Siegen von Plewna, glauben mochte- Es soll dort gegenwärtig eine so hochgradige Aufregung herrschen, daß die Botschafter der Mächte ihren Schutzbefohlenen aus Besorgniß vor Greuelscenen den Rath gegeben haben, die Hauptstadt bei Zeiten zu verlassen. Die Pforte selbst setzt die Rücksichten aus die Mächte mehr und mehr bei Seite, indem sie die Urheber des Consulmordes in Salonichi freigibt, ihren Gesandten am österreichischen Hofe abberuft, eine Dame aus der hohen griechischen Aristokratie wegen angeblicher Betheiligung an einer Verschwörung zu Gunsten der Ruffen in die Verbannung schickt, alle bulgarischen Beamten entläßt und ihre Bataillone sogar aus den Gefängnissen recrulirt — sie scheint also selbst das Gefühl zu haben, daß sie Va banque spielt. Die Mächte sehen ihrerseits der kommenden Katastrophe entgegen, ohne irgend welche Miene zu einer Einmischung zu machen. Der Glaube an ein Fortbestehen der bisherigen Verhältnisse ist eben überall geschwunden: was etwa noch von Sympathieen für die Türkei vorhanden war, das hat diese selbst durch die von ihren Soldaten verübten Greuelthaten, wie durch ihre endlosen öffentlichen Anklagen gegen die angebliche russische Barbarei verscherzt. Oesterreich scheint jetzt sogar ruhig zusehen zu wollen, wie Serbien sich von Neuem in den Kriegsstrudel hineinstürzt. In England hat das Interesse für bie orientalischen Angelegenheiten seit dem Aushören der Parlamentsdebatten über dieselben merklich nachgelassen, und die Absicht, Rußland feindlich entgegenzutreten, ist seit deffen Niederlagen um so mehr zum frommen Wunsch geworden, als man jenseit des Canals gemerkt hat, daß Oesterreich mit Rußland unter einer Decke liegt, auch Italien keineswegs geneigt ist, die eigennützige britische Politik zu unterstützen. Selbst in Frankreich bricht sich nachgerade die Ueber- zeugung Bahn, daß das Dreikaiserbündniß durch die Jschler Zusammenkunft neu befestigt und, solange jenes besteht, an eine Bildung neuer Bündnisse nicht zu denken ist. So würde denn die Aussicht in die Zukunft recht erfreulich sein, wenn Türket. Konstantinopel, 24. August. Griechenland sendet den Kretensern Waffen und Munition. nicht der Vatican mit seinen staatsfeindlichen Agitationen und Frankreich mit seinen Parteikämpfen eine fortwährende Gefahr für den Weltfrieden bildeten. Die jüngsten Aeußerungen der päpstlichofficiösen „Voce di vcritä“, welche Rußland und Deutschland für eben so schlecht, wo nicht für schlimmer erklärt, als die Re.che eines Odoaker und Attila, der Gothen, Vandalen und Hunnen, und die katholischen Völker zu größerer Energie anspornt, lasten keinen Zweifel darüber , welche Pläne man im Vatican gegen die genannten Mächte schmiedet, und was wird der von einem „Betbruder" geleiteten französischen Regierung, um aus ihren inneren Schwierigkeiten herauszukommen, schließlich anders übrig bleiben, als die Rachegelüste des Volkes unter dem Segen des Papstes durch einen Krieg mit dem verhaßten Deutschland zu befriedigen? Nimmt doch auch in der Schweiz die Beunruhigung über die französischen Befestigungsarbeiten on der Grenze von Tage zu Tage zu! Für Deutschland thut es unter diesen Umständen offenbar mehr als je Noth, den reichsfeindlichen Bestrebungen Aaticanaille innerhalb wie außerhalb des Reiches gegenüber unermüdlich der Wacht zu bleiben. Wien, 24. August. Das „Tageblatt" meldet aus Belgrad: einem Diner, welches gestern vom Fürsten den Officieren gegeben wurde, beglückwünschte General Protics denselben, indem er erklärte, die Armee sei bereit, ihr Leben zu opfern für Dynastie und Vaterland. In seinem Danke wies der Fürst auf den Ernst der Situation hin: Serbien sei stets bereit, für die Befreiung der unter fremdem Joche seufzenden Brüder einzutreten. — Gegenüber den Anerbietungen Fadejeff's verhält sich die serbische Regierung ablehnend. Wien, 25. August. In diplomatischen Kreisen verlautet, England und v Frankreich seien den Vorstellungen iu Konstantinopel wegen türkischen Grausamst V*" öeigetreten, doch sei es noch unentschieden, ob man einen collectiven oder Tereitf "Atm, 8M* Jt.'Jtübfameti vldan, ReaW ^üch, Gymnasial Ma! ,>8'nb - Pesth, 24. August. Es wird nun mehrfach bestätigt, daß Serbien mobil macht. Pesth, 25. August. Die Meldungen vom Abschluß eines rumänisch- russischen Cooperations-Vertrages sind unbegründet. Die Ruffen verlangen bedingungslose Cooperation oder Rückzug der Rumänen auf das linke Donau- Ufer. — Bratiano und Cogolniceano haben ihre Entlassung eingereicht. — Bosnische Begs organisiren ein großes Volontär-Corps gegen Serbien. England . London, 24. August. „Morning Advertiser" will in Erfahrung gebracht haben, daß England dem deutschen Protest gegen die von den Türken verübten grausamen Handlungen beitreten werde. — Aus Therapia wird der „Times" vom 23. d. berichtet: Die Pforte hat der britischen Botschaft von einem großen Siege, den Mehemed Ali Pascha zwischen Osman-Bazar und Eski-Djuma erfocht, Anzeige gemacht; die Türken hätten hierbei mehrere Geschütze erbeutet. London, 24. August. Ein Telegramm des „Daily Telegraph" aus Pera, 23. August, Nachts, weist darauf hin, daß die Lage der Russen durch die letzten Bewegungen der Türken eine sehr schwerige geworden sei, indem Osman Pascha von Philipopel und Sofia her Verstärkungen erhalten habe und, Vorbereitungen treffe, um wieder die Offensive zu ergreifen, ferner das Centrum unter Mehemed Ali eine Strecke über Eski-Djuma hinaus vorgerückt sei, ein Theil des Corps von Suleiman Pascha Bedrowa besetzt habe, und endlich der rechte Flügel Mehemed Ali'S den linken Flügel der Ruffen bei Papskeni umgangen habe. Seftga6e ttfitut älV,tien m,b *te< Sornitz' ■ _ 50 "1^10 ■■ ' 11 (L Hrellll^! Wen beigetreten, doch sei es tt ut und identischen Vorgang beobachte. ewi__ zirt " russische Bataillone, ein Ulanen-Regiment und zwei Batterien, von Jazlar kommend. den Lom-Fluß und besetzten die Höhen von Kirisen. Am 21. d., Morgens, stellten die Russen bei Kütschük-Köi Geschütze auf, mit denen sie die verschanzte Stellung der Türken unter Resim Pascha beschossen. Während dessen besetzten die Russen Kisilar und rückten bis Kediuren vor. Eine türkische Batterie brachte jedoch die russischen Geschütze zum Schweigen, und Baschi-Bozuks und Tscherkessen vertrieben die Russen wieder aus Klsilar. Hierauf entspann stch ein heftiger Kamps, theilweise mit dem Bajonnet, um den Besitz der Höhen von Kirisen. Die Russen wurden vertrieben; da sie jedoch noch eine Bergspitze behaupteten, wurde diese am 22. d., Morgens, von den Türken ebenfalls genommen. — Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest, 24. August: Geschützt von einer am rechten Ufer der Donau ausgestellten Abtheilung von 2 Compagnien nebst 4 Geschützen versuchten am 23. August früh sieben mit Truppen besetzte türkische Barken eine bei Widdin gelegene Insel zu besetzen. Eine rumänische Infanterie-Compagnie bei Kalafat verhinderte indeß durch Beschießung der Barken die Festsetzung der Türken. Die türkischen Batterien bombardirten den ganzen Tag Kalafat, richteten jedoch keinerlei Schaden an. Die Türken bereiten einen neuen Uebergangs-Versuch vor. Die russischen Batterien bei Slobosia und Pyrgos haben in der letzten Nacht Rustschuk von Mitternacht bis 3 Uhr Morgens bombardtrt; die Türken erwiderten das Feuer. Die Bevölkerung von Giurgewo wurde aufgefordert, die Stadt zu verlassen.' — Der „Polit. Corresp." wird aus Petersburg vom 24. August berichtet : Der Chef des militärischen Communications-Wesens, General-Lieutenant Katalei übernimmt das Commando der 3. Garde-Jnfanterie-Division. An seine Stelle wurde der General-Adjutant v. Drenteln ernannt, der gleichzeitig das Truppen-Commando des Kiewer Militär-Bezirks übernimmt, welches bisher in den Händen des General-Gouverneurs Grafen Dondukow-Korsakow war. General- Adjutant Gurko erhält das Commando der 2. Garde-Kavallerie-Division. Der am 22. August eingetroffene General Tschernajeff wurde dem Stabe des General-Adjutanten Loris-Melikoff zugetheilt. Petersburg, 24. August. Amtlich wird aus Gorni-Studen vom 23. d. gemeldet: Heute früh halb 5 Uhr begann von Neuem der Kamps am Schipka-Paß und dauerte mit außerordentlicher Heftigkeit bis zum Mittag. Mehrere verzweifelte Angriffe der Türken wurden zurückgeschlagen. Unsere Helden weichen keinen Schritt. Mittags begann das Feuer abzunehmen. General Radetzky kam mit den ersten Reserven an. Weiteres ist noch nicht bekannt. Unsere Verluste sind groß. Lokal-Notiz. Gießen, 27. August. Wie man uns berichtet, ist den Gr. Staatsdienern durch Mmifterialrescript und gleichzeitig den Gr. Hofbeamten angezeigt worden, daß die weißen s. g. Gala-Uniformhosen von nun an in Wegfall kommen und daß die grauen Unisormbeinkleider nur mit dem kleinen grauen Paletot zu Ende getragen werden dürfen. Juskünftige sollen zu dem Paletot wie zu dem Waffenrock schwarze Hosen getragen werden. — Hoffentlich wird auch der graue Paletot aufhören und der Waffenrock nur füu besondere, von der Oeffentlichkeit berührte Veranlassungen in Anwendung kommen. Gießen, 27. August. Wir lassen nachstehend das Protocoll der Stadtoerordneten- Sttzung vom 16. August 1877 folgen': 1. Das Gesuch des Herrn Stadtverordneten Emil May um Erlaubniß zur Erbauung eines zweiten Hauses an der Schoor in der Nähe der Nenzel'schen Maschinenfabrik soll befürwortet werden- Ebenso wurde stch für Gewährung des Gesuchs von Herrn Uhrenhändler Wilhelm Böger ausgesprochen, welcher den hinteren Theil seines Hauses am Seltersweg niederlegen und neu aufführen will. 2. Auf das abermals zur Aeußerung vorgelegte Gesuch des Herrn Holzhändler S- Katzenftein um Erlaubniß zur Erbauung von Arbetterwohnungen auf dem Sel- lersberg soll geantwortet werden, daß die gegen die Bewilligung des Gesuchs früher erhobenen Bedenken noch beständen und daß auch z. Z. für die Stadtverordneten-Ver- sammlung noch keine Gründe vorlägen, um sich für Genehmigung desselben auszusprechen. 3. Die von der Baudeputation vorgeschlagene Planirung des Wegs von dem Rregelpfad bis an den Viaduct der Oberhessischen Eisenbahn wurde genehmigt. 4. Zur Ausführung der zu 192 X veranschlagten Pflasterung der Gosse in der Aiicenstraße wurde Ermächtigung erlheilt. 5. Wegen der Erdauffüllung auf dem Leufertsröderweq erhielt der mit Herrn Georg Kretzmüller von Gambach auf 300 X abgeschlossene Handaccord Zustimmung der Stadtoerordneten-Versammlung. 6. Die Herstellung eines Wegs auf dem Friedhöfe ist erforderlich, die Kosten dafür sind auf 48 X berechnet, für welchen Betrag die Ausführung der Arbeit dem Friedhofsaufseher Noll übertragen werden soll. 7. Einem Nachsuchenden wurde für seine die Stadtschulen besuchenden Kinder Echulgeldbefreiung bewilligt. 8. Durch die Abtretung von Bauplätzen rechts der Grünberger Straße haben sich Trtebviertelreste ergeben, wegen deren ferneren Benutzung mit den seitherigen Päch- te»n Vereinbarungen getroffen und genehmigt wurden. 9. Der für Räumung des Stadtbachs und der Zuleitungskanäle für dieses Jahr vorgesehene Credit mußte um 700 X erweitert werden, weil die bis jetzt nöthtg ge wesenen Arbeiten den Budgetbetrag in Anspruch genommen haben. 10. Eine aus drei Mitgliedern der Stadtoerordneten-Versammlung bestehende Commission wurde erwählt, welche bezüglich der ausgeschriebenen Lieferung des für den Winter 1877/78 für die städtischen Anstalten erforderlichen Brennmaterials die dcs- salls eingelausenen Submissionen zu prüfen und Entscheidung zu treffen hat. Vermischtes. Darmstadt, 24. August. Großh. Ministerium des Innern hat nach dem Vorgang des König!. Preußischen Ministeriums für b-e landw. Angelegenheiten eine Beschreibung und Darstellung des Coloradokäfers und der von ihm zu befürchtenden Verheerungen in Placatsorm anfertigen lassen und den Großh. Kreisämtern mit dem Auf- trage übersendet, solche an Gemeinde- oder Schulhäuser und zwar in jeder Gemeinde wenigstens in einem Exemplar anheften zu lassen, damit, was vor Allem nothwendig erschein!, die ganze Bevölkerung über die Größe der drohenden Gefahr aufgeklärt werde und Jedermann im Stande sei, bei dem ersten Auftreten des Kartoffelkäfers denselben zu erkennen. Es soll gleichzeitig die landw. Bevölkerung ermahnt werden, die Kartoffelfelder nach dem etwaigen Auftreten des Käfers zu untersuchen und bet Auffinden ungesäumt der Bürgermeisterei Anzeige hiervon zu machen. Bei einer Anzeige sollen die Bürgermeister sich ungesäumt an Ort und Stelle begeben, um das Vorhandensein des Käsers zu conftotlren und hiervon dem Kreisamt sofort Kenntntß geben, selbst dann, wenn sie den Käfer nicht sofort erkennen, sondern nur Verdacht haben, das aufgefundene I sekt sei der Kartoffelkäfer. Gleichzeitig soll das befallene Feld abgesperrt werden, damit der Käfer nickt weiter vertragen wird. Dem Ministerium soll sofort telegraphisch Ke> ntniß von erfolgender Anzeige gegeben werden. Falls zu befürchten steht, daß vor der Absperrung sckon eine Verschleppung des Käfers stattgefunden habe, wird Jedermann, der im Besitze c ncs Käfers, ober von Larven, Puppen ober Eiern sich befindet, durch polizeiliches Gebot aufaefotbert, diese unverzüglich an die Behörde abzuliefern. Bei den nicht zu ermessenden Nachtbeilen, die dem Betriebe unserer Landwirthschaft erwachsen würden, wenn dieselbe von dem Insekte heimgesuckt werden sollte, ist es gewiß eines Jeden Aufgabe, diese Maßnahmen mit aller Kraft zu unterstützen, um so in der Gemeinsamkeit der Handlungen der Gefahr wirksam in ihren kleinsten Anfängen zu begegnen, und, wie es in dem Plakate betont ist, sich um das Vaterland verdient zu machen- Literarisches. Das reichhaltigste und billigste Journal seiner Art. Soeben geht uns das erste Heft des neuen (sechsundzwanzigsteli) Jahrgangs deS Familienjournals „Die illustrtrte Welt" (Stuttgart, Verlag von Eduard Hallberger) zu und sind wir w rklich überrascht über das, waS von weiten der Verlagshandlung in diesem neuen Jahrgang geboten wird. Nicht allein, daß derselbe in Text und Bild, wie schon aus diesem ersten Heft ersichtlich, ganz Ausgezeichnetes enthält — wir machen nur auf die beiden überaus spannenden großen Romane „Der Vampyr" von Haus Wachenhusen und „Gräfin Si- bylla" von Alexander Römer neben dem reichen sonstigen Inhalt aufmerksam — daß ferner die Prämiengaben ganz besonders werthvolle sind, wir nennen nur als Stahl- ftichprämie: Kurzbauer's „Die ereilten Flüchtlinge", ein Bild, w:lcheS in ganz Europa Aufsehen erregte und den Ruhm seines Meisters begründete: nicht genug alles dessen hat die Verlagshandlung auch noch, ermuthigt durch den großen Abonnentenzuwachs, dessen stch der Jubiläums-Jahrgang zu erfreuen hatte, den bisher schon Überaus billigen Heftpreis von 35 H auf nur 30 H ermäßigt. Es ist dieß eine solch' außerordentliche Leistung, daß die Verlagshandlung jetzt mit vollstem Rechte die „Illustrtrte Welt" als das reichhaltigste und billigste Journal seiner Art bezeichnen kann, eine Leistung, welche die vollste Anerkennung auch von Seiten der Presse verdient. Diese glauben wir am besten auszusprechen, wenn wir allen unseren Lesern den eber^beginnenden neuen Jahrgang der „Jllustrirten Welt" zum Abonnement auf's Wärmste empfehlen. Für einen unglaublich billigen Preis erhalten sie hier eine Fülle der gediegenste« Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Brandcollecten. Fast allwöchentlich liest man in den Tagesblättern herzzerreißende Schilderungen von dem Zustande armer Leute, welche ihr bescheidenes Hab und Gut an Betten, Kleidern und Hausgeräth durch Brandunglück verloren haben und dem Mangel preiSgegeben sind. Daran reihen sich Aufforderungen zu Gaben und Hilfleistungen. Gewöhnlich sind cs Beamte und Pfarrer des Orts, welche sich an die Spitze der Sammler stellen müssen. Es kann nicht oft genug daran erinnert werden, daß Pfarrer und Beamte eine noch viel schönere und dankenswerthere Pflicht erfüllen Würden, wenn sie ihre sämmtlichen Gemeindeangehörigen auf die Wohlthaten der Versicherung aufmerksam machen wollten. Brandcollecten wirken oft geradezu bemoraliflrend; sie ertövten den Versicherungstrieb und erregen Unmuth bei solchen Personen, welche Jahr auS Jahr ein Prämien für Versicherung gegen Feuersgefahr zahlen und außerdem auch noch Beiträge zur Feuerwehr des Orts leisten müssen. Der Oberpräsivent von Elsaß-Lothringen hat vor wenig Monaten in dieser Beziehung folgende zeitgemäße Bekanntmachung erlaßen: „Bei Seiner Majestät dem Kaiser sind wiederholt und bis in die neueste Zeit aus Elsaß- Lothringen Anträge auf Bewilligung von Untersuchungen zur Wiederherstellung abgebrannter Gebäude eingegangen, bei deren näherer Prüfung sich ergeben hat, daß. diese Gebäude entweder überhaupt nicht, oder nicht in ausreichendem Maße gegen Feuersgefahr versichert waren. In solchen Fällen soll nach den hierüber erlaßenen Allerhöchsten Bestimmungen aus Staatsfonds nichts mehr gewährt werden. Die Besitzer von Gebäuden werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie in ihrem Interesse für eine ausreichende Versicherung ihrer Gebäude zu sorgen haben." Wir erinnern bei dieser Gelegenheit an einen schon vor mehreren Jahren vom bayerischen Ministerium des Innern und des Handels ergangenen Erlaß gegen Brandbetteleien, der folgendermaßen lautet: „Die Theilnahme an der Mobiliar-Feuerversicherung scheint im Lande noch immer eine sehr beschränkte zu sein, denn fast bei jedem größeren Brande tritt die Thatsache hervor, daß nur eine kleine Minderzahl der Beschädigten einer Mobiliar-Feuerversicherungs-Gesellschaft ein« verleibt war. Diese Thatsache hat ihre sehr bedenklichen Seiten; einesteils zeigt sie, daß Bewohner besonders des platten Landes die Vortheile der Mobiliar-Feuerversicherung noch nicht gehörig begreifen, und anderntheils verleiht sie den Bränden in volkswirthschaftlicher Beziehung eine weit verheerendere, die einzelnen ökonomischen Existenzen im gesteigerten Grade gefährdende Wirkung. Die Betheiligten greifen in solchem Falle in der Regel zu dem Mittel, das öffentliche Mitleid anzurufen und sich die Erlaubniß zu einer Sammlung in größerem oder geringerem Umfange zu erwirken. Wenn auch eine solche Sammlung zu dem Zwecke veranlaßt und zulässig sein mag, um die ersten aus einem solchen Brandunglücke hervorgehenden, selbst bei entsprechender Versicherung der Immobilien oder Mobilien nicht zu vermeidenden Verlegenheiten in Beschaffung der Kleidung, Wohnung, Unterkunft der Abgebrannten zu beseitigen, ist es darum nicht minder verwerflich, derartige Sammlungen-, wie bisher geschehen, als ein regelmäßige- Mittel der Ausgleichung der durch die Brände erlittenen Vermögensverluste zu betrachten. Auf diese Weise wird die Indolenz und der Mangel an Intelligenz prämiirt und der vielfach unverkennbaren, jedenfalls aber für den wirtschaftlichen Aufschwung höchst bedenklichen Tendenz eines Theiles der Bevölkerung, sich, statt der eigenen Kraft und Thätigkeit zu vertrauen, auf fremde Hilfe zu verlassen, in bedauerlicher Weise Vorschub geleistet. Hiernach scheint es im eigensten Interesse des Landes geboten, die Bewilligung zu Sammlungen aus Anlaß von Brandfällen für die Zukunft thunlichst zu beschränken und hierfür auf die Verbreitung der Theilnahme an den Mobiliar-Feuerversicherungs-Anstalten mit möglichster Eindringlichkeit hinzuwirkcn." Sehlffebericht. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in Gießen. Newyork, 24. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampf- schiff Mosel, Capt. H. A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welche« am 11. August von Bremen und am 14. August von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen. Handel und Verkehr. Frankfurt, 23. August. (Fruchtbericht.) Der dieswöchentliche Getreide-Handel verlief schleppender und in flauerer Tendenz, als in der vorhergegangenen Woche, die hohen Course von auswärts fanden hier kein Echo. Zu folgenden Preisen haben sich unsere Mühlen bequem versorgt: hiesiger neuer Landweizen je nach Qualität JL 22 bis 23.25, ungarischer greifbar 24.75—25. Tendenz unsicher, da unser Wetzen wegen geringer Qualität zum Export nicht genommen werden kann. In Roggen ruht das Geschäft fast gänzlich und nur einzelne Wagen-Ladungen wurden gehandelt. Prima Pfälzer Roggen JL 18.25, hiesiger neuer Land-Roggen statt) versteigert werden. 4755) Fr. La mpus. v°m bayerischen inen, der folgen, noch immer eine isache hervor, da; ls-Gesellschast tnv tlk zeigt sie, M icherung noch nie! Micher Beziehur: Irabe gefährdend tel, das öffentliii oder geringeres n/aßt und zulässz bei entsprechende en m veschassiqe tnm nicht M . Mittel la B Aus diese M ch untieriennknn, venz eines kheiles uf fremde Hilfe za eigensten Interesse Men für die Zilie an btn Mck- deutschen W DaS Postbmv!- Bremen, welches dgesansen «w» irSetteldeM lgenen Woche, ■_ ÄS Jk ® 434 „„ $fr • ’ k neuer. ■fte?? äI»--21' S,« )J0. .^chlve^ „70 5h L.« HuN' ' ®äJ"Ä öU Grummetgras- Versteigerung. Donnerstag den 30. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras von circa HO Morgen an £it und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist wie gewöhnlich bei der Firßmühle. Groß-vuseck, am 23. August 1877. Großherzogl. Bürgermeisterei Groß-Buseck. 4735)_________Wagner._____________ Arbeitsversteigerung zu Grüningen. Donnerstag den 30. August, Mittags 12 Uhr, sollen auf dem Rathhaus in Grüningen nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als; 8) Maurerarbeit, veranschl. zu 47 4 2) Weißbinderarbeit, „ 34 46 3) Stetnbrechen, Fahren u. Aufsetzen derselben, veranschl. zu 153 — 4» Steinklopfen, „ „ 360 — Gießen, den 24. August 1877. - I A.: Kö rner, 4771) Bezirksbauaufseher. Mobiliar-Versteigerung. Freitag den 31. d. Monats, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich 10 bis 12 vollständige Betten, zwei Sophas, 4 Kletderschränke, 1 Küchenschrank mit GlaSaufsatz, 1 Glasschrank, 1 Eissehrank, 8 Commoden, 8 Waschtiche, 8 Nachttische, verschiedene Tische, mehrere Dutzend Stühle, diverse Spiegel, vollständige Wasch- servtce, 20 St. Blumenkübel rc. und Haus- gerathe, versteigern. Fr. Felde!, 4802) Frankfurter Hof. '---- Jeilgebotenes. ,^um Cinmachen «mpfi-hlt: Extrafeinen Weinessig per Lit. 30 H ffein do. „ „ 24 „ sowie sämmtliche Gewürze ganz und rein gemahlen. 4704)_________________L. Müller. 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(4797 Geschäfts - Eröffnung. 4801) Zur gefälligen Nachricht, daß ich in der Nciclienfand- Bahnhofsstrafie C. 9l8/io ein Detail Geschäft in Specerei waren, Spirllnosen t Cigarren eröffnet habe. Indem ich dasselbe hiermit bestens empfehle, bitte ich unter Zusicherung reeller und billiger Bedienung um gütigen Zuspruch. Achtungsvoll (\ K. Terrien*. Die betdenMarien. Roman von Alexander Römer. (Fortsetzung.) — DaS Geheim- niß. Gedicht von August Sturm. Origi nalzeicknung von H. Kaulbach. — Zm Ehrenrettung Verleumdeter. Von Robert Kübel. II. Die Stiefmütter. — Der neue Generalissimus der türkischen Armee. M t dem Porträt von Mehemed Ali Pascha tKarl Detroit) — Die Nothwendigkeit einer obligator. Fleischbeschau. Von Professoi Zürn. — Kaspar Zumbusch. Lebensbild Dir fieben erschienene Nr. 1 7 3. enthält: 3" - Verloren ein großer dunkelgrüner Manschetten-Knopf. Nähere« in der Exped. d. Bltts. (4800 4799) Ein anständiges Mädchen aus guter Familie, welches selbstständig kochen kann und alle Hausarbeit versteht, sucht auf osort Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bltts._______________________ 4683) Logis und Verköstigung (einfach) wird zu Herbst für einen jungen Mann gesucht und wäre Gimnas.- oder Realschülern des Hauses durch Aufnahme Gelegenheit geboten, gründlichste Nachhülfe (einschließlich des Klavter'Unterrtchts), -u erhalten. Nähe- res bet der Exped. d. Bltts________________ 4673) Ein Kellner von 17 bis 18 Jahren und ein Junge, welcher Kellner zu werden wünscht, werden zum Eintritt bis längstens den 1. September l. I. in eine Ncstauratton nach Marburg zu engagiren gesucht- Erste rem wird ein Gehalt von 180 jt bet freier Station zugesichert. Fahrgeld wird beiden vergütet. Nähere- bti Carl Heil jr. in der Actien-Brauerei. 8 II. Kaan, | vorm.: S. Weimersheim. § 8 4751) Ein kleines Famtltenlogt« ist zu vermtethcn. ___Schmidt, Maigasse. 4753) Ein schöne« mödltrtes Zimmer zu vermtethcn bet Ernst Fried, Neustädterthor' 4775) Der zweite Stock meines Hauses zu vermiethen und den 15. November zu beziehen. Johannes Becker, ___ _______ _______Gartfeld. Vltbrif ?yb ber 2. Stock mit Zube. 7^7" *•11 hör zu vermtethcn bei 11222__Bierbrauer Weller. 4714) Famtlienlogi« zu vermtethcn bet - . Heinr. Fröbel, SLi.ßgärten. 3526) Eine Wohnung an eine ruhige Familie zu vermiethen __bei Alexander Meper. l253) Auf dem Selterüberg ist eine Wohnung von 6 Zimmern und Zubehör zu vermiethen. Näheres bei I. Blitz und bei der Exped. d. Bltts- .,4^08) Sine schöne Familicnwohnung mit Gartenanthetl und Bletchplatz per 1- Octobff zu beziehen bei Gottlieb Helfenbein. Marburgerstr. 4508) Ein möbltrtes Zimmer zu ver- m^etben. Neustadt D. 27. . ^n Logis und eine Stube, gleich 4688) Ein junger Mann, nut den inöthi- gen Kenntnissen versehen, wird als Lehrling gesucht in die Kunstmühle ____von Ferd. Burk. 4690) Stroh und Heu zu kaufen ge- sucht- _______________U. Süß, Neustadt. 1713) Ein Mädchen, das kochen und der Hausarbeit vorstehcn kann, wird per 1. Sep^ tember gesucht. Nähere« in der Exped. d. Bltts. 4726) Einen tüchtigen Lehrling mit guten Llorkenntnissen suchen __Heinzerling & Tribus, 4715) Ein braves Mädchen von 14 bis 16 Jahren, vom Lande, kann in Dienst treten bei Louln Lony, ____________________Neustadt Vit. D. 210. 4765» Wir suchen per sofort einen tüch- tigen Arbeiter. _________E Friedberger Söhne. Aermietyungen. 4794) Ein Familienlogis zu vermiethen und am 15. October beziehbar. _________ Hch- Schmidt, Braugasse. 4249) Ein Logis zu vermiethen nnb gleich beziehbar. Earl Haas, a- b. schönkn Aussicht. -V.lt) bcr Kaserne ist ein schön moblirteS Parterrezimmer zu vermiethen- _____ Eanzletbcrg B- 1. • n W.! ®,n ^ogts von 6 Zimmern nebst Zubehör auf bem SelterSweg zu vermiethen und per 1. October zu beziehen. Näheres _________________bei I- Blitz 4639) Dn zweite Stock meines ^11^« tft zu vermiethen. Moritz Heichelheim. 4674) Möbltrtes Zimmer zu vermiethen. Mäusburg D- 16 m,t oh- ohne Logis zu vermiethen (4692) Neustadt D. 23. Beianttoorlliche Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Univ-Druckerei iFr- Ehr. Pietsch) in Ätetzen.