jtfo. IST Samstag, den 28. Juli \ 189?. Kießener Wyeiger Anzeige - und Anüs'cktt für de« Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Prris viertekjLhrlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerlohn. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Bekanntmachung. Das Bureau der 1. Bezirks Compagnie Gießen befindet fich von jetzt ab im Hause des Herrn Jughardt, Kanzleiberg Lit. B. 72 am botanischen Garten. Gießen, den 22. Juli 1877. F. d. dienst!, abw. Bezirks-Commandeur: Lang, Secondelieutenant und Bezirks-Adjutant. W o t i t i s ch e r H y e i t. Ieulschland. Darmstadt, 23. Juli. Wir berichteten früher, daß unser Großherzog mit allen Traditionen vollständig gebrochen, so auch namentlich das Ausstellen von Gensd'armerie- und Polizeiposten bei seinen Ausfahrten, die niemals^vor- herbestimmt und angemeldet werden, gänzlich in Wegfall gekommen (eiwir befinden uns heute in der Lage, diese Mittheilung zu ergänzen, ^e. König!. Hoheit wohnen bekanntlich eben auf der Mathildenhöhe, welche selbst zur Nachtzeit nicht durch Posten bewacht wird, nur Tags über findet man am Garten- Eingang zwei Unterofficiere der Schloßgarde-Compagnie ohne Gewehre als Ordonnanzen in einem Zelte sitzend, vor. Das Gefühl der Sicherheit unseres Landesfürsten ehrt Ihn selbst wie alle Bürger. (H. L.) Berlin, 24. Juli. Ein neulich erschienener Bericht des Oberprocurators des „heiligen Synods" in Petersburg zeigt nach dem im „Memeler Dampfboot" erschienenen Auszuge, welche barbarischen und niedrigen Mittel Rußlands Regierung anwendet, die in anderen Glaubensbekenntniflen geborenen Personen zur alleinseligmachenden orthodoxen russischen Staatskirche gewaltsam zu bekehren. Der in Rede stehende Bericht umfaßt das Jahr 1875, während welchem die großen Bekehrungen in Polen stattgefunden haben. In drei polnischen Regierungsbezirken wurden nicht weniger als 250,000 Seelen zur orthodoxen Staatskirche „hinübergerettet" ! Die bei der russischen Seelenrettung angewandten Mittel stehen hinter den berüchtigten Dragonaden Ludwigs XIV. in keiner Weise zurück, zumal den in die russische Staatskirche Hineingezwungenen keine Rückkehr zu dem alten Glauben mehr möglich ist. Die im Dienste der Kirche stehende russische Polizeigesetzgebung bestraft die, welche den Austritt wagen, und die einer Verlockung zum Austritte Verdächtigen, dann die, welche ihre aus gemischten Ehen entsprossenen Kinder nicht in der russischen Staatsreligion erziehen lassen, mit Einsperrung und Verbannung nach dem Kaukasus oder Sibirien. Wer zwei Jahre nicht gebeichtet hat, wird der Polizei zur Bestrafung angezeigt. So steht es mit der Gewissensfreiheit im Czarenreich. — Die Ausprägung der neuen Fünfzig-Pfennigstücke hat in Berlin, München und Stuttgart bereits begonnen. Außer diesen Münzstücken werden an Silbermünzen nur noch Zweimarkstücke geprägt. Berlin, 25. Juli. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, durch welche die Eröffnung der Bezirkstage in Elsaß-Lothringen auf den 20. August, deren Schluß spätestens auf den 1. September festgesetzt wird. Die erste Sitzungs-Periode der Kreistage soll am 6. August, die zweite am 10. September beginnen, und bfe Dauer einer jeden höchstens 5 Tage betragen. Kiel, 25. Juli. Die Corvette B ist von dem Marine-Minister v. Stosch auf den Namen Bismarck getauft worden und um 1V2 Uhr glücklich vom Stapel gelaufen. Leipzig, 24. Juli. Am gestrigen Mittag ging bei dem hiesigen Stadtrath von dem General-Postmeister Dr. Stephan folgende Depesche ein: „Bon Bord des Kabelschiffes bei Mainz sende ich auf der eben vollendeten unterirdischen Telegraphen-Linie Leipzig-Frankfurt-Mainz der im Herzen Deutschlands gelegenen Metropole des Verkehrs und wiffenschaftlichen Lebens Grüße und Segenswunsch. General-Postmeister Stephan." Darauf ging sofort folgende Antwort ab: „Sr. Excellenz Herrn General-Postmeister Stephan, Mainz. Hocherfreut durch die eben empfangene Mittheilung bringt Ew. Excellenz bei der glücklichen Vollendung des wichtigen Werkes freudigsten Glückwunsch und aufrichtigen Dank dar der Rath der Stadt Leipzig." — Die Taufe eines der neuen deutschen Panzerschiffe auf den Namen „Sachsen" hat in unserem Lande sehr angenehm berührt. Der Marine-Minister v. Stosch hat bei dem am letzten Sonnabend erfolgten Stapellauf des Schiffes nach den hier eingegangenen Mittheilungen ausdrücklich Veranlassung genommen, die treue Bundesgenoffenschaft Sachsens hervorzuheben. Freiburg t. Br. Der neulich abgehaltene Städte-Tag der acht größeren Städte Badens — Mannheim, Karlsruhe, Pforzheim, Heidelberg, Baden-Baden, Bruchsal, Konstanz und Freiburg — nahm bezüglich der vom Bundesrathe beabsichtigten Revision des Unterstützungs-Wohnsitz-Gesetzes folgende Beschlüsse an: _ r _ 1) Gegen die Reducirung der zweijährigen Frist zur Erwerbung des Unterstützungs-Wohnsitzes auf ein Jahr; gegen die Herabsetzung des zur Erwerbung des Unterstützungs - Wohnsitzes berechtigenden Alters von 24 auf 21 Jahre und gegen die Erhöhung der unentgeltlichen Verpflegungszeit von 6 Wochen auf 3 Monate für Dienstboten rc. durch den Orts-Armen-Verband des Dienst-Ortes soll protestirt werden. 2) An den Bundesrath ist eine motivirte Vorstellung zu richten und bei Unterbreitung der Gesetz-Vorlage an den Reichstag eine bezügliche Petition an den Letzteren. 3) Die badische Regierung ist um Unterstützung bet dem Voraehen zu ersuchen. Da das amtliche Blatt sich bereits gegen eine Revision des fraglichen Gesetzes in motivirter Weise ausgesprochen hat, so wird dem Städte-Tag von Seiten der Regierung jede Unterstützung zü Theil werden. Hesterreich. Wien, 25. Juli. Eine Depesche der „Polit. Corresp." aus Petersburg meldet: In den leitenden russischen Kreisen faßt man die Schritte Englands als eine nicht viel bedeutende Demonstration auf und hegt hier den festen Glauben, das isolirte England werde kriegerische Schritte vermeiden. Eine eventuelle Besetzung Gallipolis könnte erst dann eine Collision herbeisühren, wenn sich die britischen Truppen mit der türkischen Armee vereinigten. Eine nicht aggressive Landung in Gallipoli aber würde Rußland einfach ignoriren. Arankreich. Marseille, 25. Juli. Der Municipal-Rath von Marseille wurde aufgelöst und durch eine Municipal-Commission ersetzt. England London, 26. Juli. John Bright mißbilligte in einer gestern in Bradford gehaltenen Reden jedweden Versuch, Rußland an dem Vordringen auf Konstantinopel zu verhindern. Es würde dies ein unrechtes Verfahren sein und nur dazu beitragen, den Krieg zu verlängern. England fei. üBcrbieg ohne Bundesgenossen. Ein derartiges Auftreten dürfte eine europäische Coalition provociren, welche das Land demüthigen werde. — Lord Hartingron, welcher gestern auf dem Banket der Fischhändler die orientalische Frage besprach, pro- testirte ebenfalls gegen eine übereilte Einmischung Englands in den Krieg. England muffe nicht allein eine stricte, sondern auch eine leidenschaftslose Neutralität aufrecht erhalten. Belgien. Brüssel, 26. Juni. Das Verhör der Angeklagten der „Union du Crödit" ist heute vor dem Schwurgericht beendet worden; das Zeugen-Verhör hat begonnen. — Unser König besuchte heute mit dem deutschen Kronprinzen die Befestigungswerke von Antwerpen. Italien Rom, 25. Juli. Einer Meldung der „Liberia" zufolge findet seit gestern ein Noten-Anstausch zwischen den Cabineten statt. Man glaubt, es handle sich um eine Vereinbarung wegen einer Collectiv-Action der Flotten, welche bereit sein sollen, sei es, um eine Einzel-Action zu verhindern, sei es, um die fremden Untertanen in Konstantinopel in wirksamer Weise zu beschützen. Amerika. Rew-Uork, 25. Juli. Gestern kam es zu keinem Conflict mit den Strikenden. Dieselben zeigen sich zwar gemäßigter in ihrem Auftreten, halten aber ihre Forderungen aufrecht und fahren fort, die Güterzüge anzuhalten. Die Milizen der Städte New-Aork, Brooklyn und New-Dersey sind Tag und Nacht unter Waffen. Gestern waren mehrere Städte des Westens gezwungen, ihre Läden und Werkstätten zu schließen. In Pittsburg sind die Bundes- Truppen eingetroffen und haben die Ordnung wieder hergestellt. Jit San Franzisko hat sich ein Sicherheits-Comit6 gebildet. Die Regierung saiwte starke Truppen-Detachements nach St. Louis und Chicago, wo die Volksmaffen eine drohende Haltung angenommen haben. Eine Proklamation des Gouverneurs von Pennsylvanien fordert die Bürger auf, bewaffnete Vereinigungen zum Schutze des Eigenthums zu organifiren. In Folge der Einstellung der Kohlen- Züge wurde die Arbeit in den Kohlengruben suspendirt. In Pittsburg sind gestern 50 Leiter des Ausstandes ohne Widerstand verhaftet worden. New-Uvvk, 25. Juli. Der Strike der Bahn-Arbeiter hat sich auch auf bie Pacific-Bahn ausgedehnt. Die Situation ist im Uebrigen wenig verändert. Die Stimmung ist im Allgemeinen eine ruhigere, außer in Chicago, St. Louis und Louisville, wo große Besorgniß wegen der dortigen communisti- schen Elemente herrscht. Der Bahn-Verkehr ist theilweise wieder ausgenommen. Die Regierung hat weitere Vorsichts-Maßregeln nicht für nothwendig erachtet. Der Petroleum- und Kohlen-Handel leiden sehr, auch der Mangel an Vieh beginnt sich bemerklich zu machen. Der orientalische Krieg. Wien. Osman Pascha's Sieg bei Plewna soll beiden Theilen gegen 4000 Mann an Todten und Verwundeten gekostet haben. Inzwischen rückt der türkische Feldherr gegen Tirnowa vor, um die russische Rückzugslinie zu bedrohen. Ein Angriff der Rusten auf Silistria ist zurückgeschlazen worden, und ebenso haben die Rusten an der kaukasischen Küste einige kleinere Schlappen erlitten, obwohl ihre amtlichen Telegramme die Sache absichtlich zu verdunkeln suchen. An der Befestigung von Konstantinopel wird eifrig gearbeitet; von jedem Haushalt fordert man entweder 40 Piaster monatlich oder eine viertägige Arbeit. Der Patriarch von Konstantinopel hat die Griechen von Epirus und Thestalien in einem Hirtenbriefe ermahnt, sich mit ihren Nachbarn zu vertragen. Ein englischer Osstcier berichtet aus Erzerum in grellen Farben über den Zustand der Hospitäler. Es seien 1300 Verwundete und 1000 Kranke da, so daß der englischen Hülfe ein weites Feld zur Thätigkeit offen stehen würde. Wien, 25. Juli. Das „Tageblatt" meldet aus Turn - Magurelli: Sämmtliche Batterien von Giurgewo und Slobosia unterhielten gestern ein heftiges Bombardement gegen Rnstschuk bis 8 Uhr Abends. Obwohl, die Geschosse in das türkische Lager einschlugen, wurde das Feuer von den Türken doch nicht erwidert. Der Kanonendonner war von der Landseite vernehmbar. Petersburg, 25. Juli. Officiell wird aus Tirnowa vom 22. Juli gemeldet: General-Lieutenant Schilder-Schuldner griff am 20. Juli mit der 1. Brigade der 5. Division Plewna von der nördlichen Seite an; der Angriff wurde von der östlichen Seite durch das Kostroma'sche Regiment und 8 Geschütze unterstützt, mißlang jedoch. General Schilder-Schuldner zog sich auf die Chaussee nach Bjela zurück. Am 21. Juli trafen Verstärkungen ein, denen Zeit gelasten wurde, sich zu erholen. Die Türken sind in Plewna verblieben. Der russische Verlust beträgt 2 Oberste, 14 Unterofficiere tobt, 1 General unb 36 andere Officiere verwundet, der Verlust an Mannschaften 1878. Nähere Details sind noch nicht bekannt. Der Verlust der Kavallerie und Artillerie ist unbedeuteud. Köln, 25. Juli. Der „Kölner Ztg." wird aus Pera vom 24. d. gemeldet: In Asien rücken die Ruffen von Ardahan aus auf der Straße nach Olti vor. Wien, 25. Juli. Die „Polit. Corresp." meldet aus authentischer Quelle aus Konstantinopel vom 23. b.: Die Verhältnisse finb hier äußerst bebrohlich. Der Legations-Secretär ber beutschen Botschaft, Hirschfelv, welcher vor Kurzem nach Bulgarien entsendet wurde, meldet dem Prinzen Reuß, daß die christliche Bevölkerung von Jenitzagra von den Türken maffakrirt worden sei. Dem griechischen Gesandten Konburiotis ging gestern ein Telegramm ans Covarna zu, welches lautete: „Im Augenblick werben hier und auf eine Stunde Entfernung von Balzik die Christen erwürgt. Keine menschliche Rettung möglich. Bis morgen wird Alles vorbei sein. Zeigen Sie diese Depesche allen Botschaftern." Der nach Varna abgehende Lloyd-Dampfer fuhr in Folge dessen Balzik an, um etwa dort sich einfindende Flüchtlinge auszunehmen. Der englische Botschafter, Layarb, hat das Kriegsschiff „Rapid" dorthin beordert. — Der Sultan ist durch den Bericht Namyk Pascha's, welcher den Bestand der Armee durch Desertion und Krankheit um 40,000 Mann verringert bezeichnet, in die trübste Stimmung versetzt. — Mehemet Ali, welchem der Sultan das Commando persönlich übertrug, hat sich zur Orientirung auf dem Kriegsschauplätze eine achttägige Frist erbeten. Suleiman Pascha ist mit 21,000 Mann und 2000 Pferden in Adrianopel eingetroffen. Die Pforte hat die Nachricht erhalten, daß drei größere englische Transportschiffe mit Truppen, vorläufig mit der Bestimmung nach Ancona, unterwegs seien. Köln, 26. Juli. Die „Kölner Ztg." meldet aus Wien: Die vierte rumänische Division unter General Manu ist bei Nikopolis über die Donau gegangen. # Wien, 26. Juli. Die „Presse" meldet aus Konstantinopel: Russische Corps dringen von Mengalia und Medschtdje gegen Bazardschik vor, wohin Prinz Hassan mit dem egyptischen Hülfs-Corps ihnen entgegentritt und wo ein Kampf erwartet wird. — Der Gouverneur von Thessalien erhielt die Ermächtigung, den Belagerungszustand zu verhängen. — Hier weilende Officiere des englischen Geschwaders in der Beflka-Bay erhielten die Ordre, sofort au Bo^k zurück^ukehren. Man erwartet daher ein baldiges Einlaufen des Geschwaders in bie Darbanellen. — Daffelbe Blatt melbet aus Cettinje: Die Montenegriner erstürmten am Dienstag zwei bei stärksten Forts von Niksic, Klatschina und Nostin. Niksic ist gut cernirt. Das „Tagblatt" melbet aus Schumla: Nach dem Treffen bei Plewna hat Osman Pascha bie Cavallerie ber Ruffen bis Wina unb bann bis Bulgarien zurückgedrängt, wo bie türkische Avantgarde eingetroffen ist. Die Ruffen haben ihren Rückzug fortgesetzt. Der Verlust der Türken besteht in 150 Todten und etwa 1000 Verwundeten. — Bei Silistria ist eine russische Brigade eingetroffen. — Aus Tum-Severin: Eine Verordnung der tü'kischen Kriegsleitung befiehlt die Affentirung der christlich-bulgarischen Bevölkerung in den von den Ruffen nicht occupirten Gebietstheilen zum türkischen Militär. Die Bulgaren entziehen sich der R-crutirung durch die Flucht. Sämmtliche türkische Truppen an der serbischen Ostgrenze sind abmarschirt, nur in Widdin ist eine Besatzung zurückgeblieben. H)eterSöurg, 26. Juli Officiell. Bjela, 25. Juli. General-Lieutenant Zimmermann meldet vom 24. d. M. aus Braila: Der Dampfer „Nicolai" unter Lieutenant Maximowitsch unb zwei Kutter unter Lieutenant Dnbaszoff feuerte» unweit Silistria auf^ein kleines türkisches Lager unb zwangen bie Türken, sich zurückzuziehen. Sie begegneten sodann einem türkischen Monitoi und eröffneten ein Feuer, in Folge dessen auf dem Deck des Moniiors eine Feuersbrunst entstand. Zum Schweigen gebracht, landete der Monitor unk setzte seine Mannschaft aus. Unterdeffen kamen aus Silistria ein weiterer Dampfer und ein türkischer Monitor und am Ufer erschien eine Feldbatterie. Die Ruffen zogen sich, die Schüffe erwidernd, zurück. Der türkische Monitor erhielt beträchtliche Beschädigungen und hatte Tobte unb Verwunbete. Die russischen Fahrzeuge wurden, ohne Verluste an Mannschaft zu erleiben, nur unbedeutend beschädigt. Am 23. b. gingen bei Rustschuk fünf türkische Dampfer- Monitors stromabwärts. Durch das Feuer ber russischen Batterie bei Slobodzta würben brei Dampser verbrannt, der vierte versank. — Aus Alexandropol wird vom 25. b. gemeldet: Die Truppen des General Alschasoff besetzten am 22. b. burch ihre Mittelcolonne bie befestigte türkische Position bei Dors Ncrkuth. Der Verlust ber Türken betrug 48 Tobte. Die Türken hinterließen viele Gewehre unb Munition. Auf russischer Seite wurde ein Milizofficier und zwei L-oldaten verwundet. Gleichzeitig mit dem Angriff auf Nerkuth beschoß die linke Colonne Otschernahiri, welches durch das Feuer der türkischen Flotte beschützt wurde. Die Truppen Mukthtar Pascha's fahren fort, sich in ihrer Position zu befestigen. Gegen bie Colonne bes Obristen Komaroff. besten Position sich unterhalb Arbahan befindet, erschienen aus Olti 3000 Türken. Vermischtes. Wiesbaden, 25. Juli. (Feuerwehr) Der Vorsitzende des diesseitigen Verbandes erlaßt an die Lokal-Vereine folgendes Schreiben: „Zu dem X. deutschen Feuer- wUirtage in Stuttgart soll am 11. August c. ein Extrazug von Frankfurt über Mainz, Wolins, Ludwigshafen, Bruchsal nach Stuttgart abgehen. Die Billete hierzu würden statt der gewöhnlichen Gültigkeit von 5 Tagen eine solche von 10 Tagen haben und würde die Hinreise in einem Zug erfolgen, während jeder Theilnehmer die Rückreise — natürlich auf derselben Bahnstrecke — innerhalb der 10 Tage nach Belieben, mit Aufenthalt an einzelnen Orten machen könnte. Bei einer Betheiligung von ca. 300 Mann würde sich der Preis 50% billiger als die gewöhnliche Reise stellen und selbst bei geringerer Theilnahme würde die Hin- und Rückreise nicht über 10 kommen. AuS unferm Verbände sind bis jetzt etwa 100 Mann angemeldet, außer uns sind zur Theil- nähme eingeladen die Bezirke: Aschaffenburg, Butzbach, Darmstadt, Hanau, Rheinhessen. Die Anmeldung müßte aber bis zum Montag den 30. Juli c. bei dem Vor- sitzenden des diesseitigen Verbandes gemacht werden. Die Herren Feuerwehr-Comman- d.inten werden gebeten dies sofort ihren Feuerwehrleuten, mit dem Bemerken mitzu- theilen, daß diejenigen, welche keine Festkarte » 3 JL. bestellt, in Stuttgart Tageskarten ä 1.50 erhalten können." — Soviel wir erfahren, können sich auch Nicht-Feuer- wehrmaaner unter den gleichen Vergünstigungen betheiligen. Offenbach, 25. Juli. Der Schneidergeselle Lorenz Jansa aus Eger in Oesterreich, erschoß gestern Abend zwischen 10 und 11 Uhr an dem Weiher in der links von der Frankfurter nach der Sprendlinger Chaussee führenden Promenade sich und seine Geliebte, die Stieftochter eines hiesigen Schuhmachcrmcisters. Bei einer heute früh um 3 Uhr durch zwei Schutzmänner stattgefundenen Nachtpatrouille wurde das Paar auf- gefunden. Nichteinwilligung ber Eltern des Mädchens in die beabsichtigte eheliche Verbindung der Beiden soll das Motiv zur That sein. Jansa, der schon vor einigen Tagen oef ber hiesigen Polizei erklärt haben soll, man werde bald etwas von ihm hören, hat, wie wir vernehmen, in einem zurückgelassenen Zettel um Bestattung in einem gemeinschaftlichen Grabe mit seiner Geliebten gebeten. Das Mädchen hat einen Schuß durch die Schläfe und Jansa einen solchen durch die Brust, beide sollen nach ärztlichem Gutachten sofort tödtlich gewesen sein. Bei den Leichen, welche heute Morgen auf Anordnung der Polizei in das Leichenhaus auf dem hiesigen Friedhof gebracht wurden, lagen ein doppelläufiges und ein einfaches Terzerol. Babenhausen, 24. Juli. Hier erschlug beute der Blitz auf dem Exercierplatze einen Mann und 2 Pferde; in dem kleinen Orte Richen bei Groß-Umstadt wurden in demselben Unwetter vier Personen erschlagen (ein Mann und eine Frau im Felde und zwei Männer zu Hause in der Stube), in Groß-Umstadt traf der Blitz einen Zimmermann auf dem Zimmerplatz. Sämmtliche Getroffene waren sofort tobt. — Es geht ein Nothgeschret burch bie Lehrerwelt, heißt es im „Schulboten für Hessen." Aus allen Theilen unseres Vaterlandes mehren sich die Klagen über zunehmende Zuchtlosigkeit unserer Schuljugend. Ungehorsam, Widersetzlichkeit, Pietätlosigkeit gegen die Lehrer nehmen in bedenklicher Weise zu- Dabei macht sich eine Empfindlichkeit von Seiten der Kinder sowohl, als auch der Eltern gegen jede Strafe, selbst gegen den gerechtesten Tadel bemerklich, wie man dies früher nicht gekannt bat. Die meisten Eltern wollen von der Schule als Erziehungsanstalt nichts mehr wissen und erblicken in jeder ernsten Zurechtweisung ihrer Kinder einen Eingriff in ihre Elternrechte- Sie suchen den Zweck der Schule in bloßer Verstandsbildung, in der Aneignung von Kenntnissen und mancherlei Geschicklichkeiten. Von einer sittlich-religiösen Bildung ihrer Kinder, von einer Gewöhnung zur Ordnung, Pünktlichkeit, Wohlanständigkeit und zum Gehorsam haben sie kaum noch eine Ahnung. Daher auch die vielen Klagen der Eltern Über solche Lehrer, die es mit ber Erziehung noch ernst nehmen unb streng auf Zucht unb Gehorsam halten. In ben Städten ist es hierin noch viel schlimmer als auf dem Lande. Wer will es unter solchen Umständen den Lehrern verargen, wenn die Freudigkeit in ihrem Berufe immer mehr schwindet? wenn selbst solche Lehrer, die früher mit Lust und Liebe den Pflichten ihres schweren Amtes gewissenhaft nachkamen, nun rathlos dastehen und entmuthigt die Hände sinken lassen? Wenn wir auch zugeben, daß der ungebundene, rohe Sinn ber Jugenb.in unseren ganzen Zeitoerhältniffen seine Hauptnahrung finbet, so barf doch nicht unerwähnt bleiben, daß die Verordnungen der Schulbehörde, wonach dem Lehrer fast alle Disciplinarmittel genommen sind, nicht geeignet sind, bessernd einzuwirken. Möchten doch die maßgebenden Behörden erkennen, wohin es es führen muß, wenn diesem Geiste der Ungebundenheit nicht rechtzeitig ein Damm entgegengesetzt wird Möchten aber auch die Eltern, die ihre Kinder in der Widersetzlichkeit und Respektlosigkeit gegen den Lehrer noch unterstützen, sich nicht verhehlen, daß sie dadurch in ihrem eigenen Fleische wühlen! — „Wo Thalsachen, wo die Wunder selbst sprechen, wie hier, da bedarf es keiner Worte mehr, um den Glauben an die wunderbare Erscheinung der Jungfrau Maria in Marpingen und an die durch sie bewirkten Heilungen zu erwecken und zu beleben!* So etwa erging zu Anfang des Monats December v. I. die Stimme eines Seelen- Hirten an die in ber Marpinger Kirche versammelte gläubige Menge. Dem gegenüber rufen heute bie Feststellungen ber Statistik mit markerschütterdem Tone: „Zahlen beweisen!" Die Bürgermeisterei Alsweiler zählt 7976 Seelen, wovon auf die Gemeinde Marpingen 1637, also ungefähr ein Fünftel entfallen. Im ersten Halbjahre 1876 kamen in dem ganzen Bürgermeisterei-Bezirk 77 Sterbefälle vor, während in dem gleichen Zeitabschnitt des laufenden Jahres 178 Personen starben, davon in Marpingen allein 60. Unter diesen 60 Marpinger Sterbefällen waren 48 Kinder unter 14 Jahren unb 12 Personen von höherem Alter, hochbetagte Personen nur 3. Aerztlich behanbelt wurden von diesen Verstorbenen 4 Kinder und 3 Erwachsene. Dort wie in den meisten zur Bürgermeisterei Alsweiler gehörenden Gemeinden herrschten während deS verflossenen Semesters verschiedene Kinder-Krankheiten, namentlich blauer Husten, Diphteriti« unb Scharlachfieber. Vielfach aber wußten die nächsten Angehörigen der Verstorbenen nicht einmal die Krankheitserscheinungen näher zu bezeichnen und suchten offenbar ihr Ge- anffca damit zu beruhigen, daß sie sich sagten: „Es ist nicht zu Helsen," d. h. das Marpinger Gnadenwasser war vergeblich angewandt worden. Manches mit diesem Gnadenwasser zu Tode gebrachte Kind, manche unter den unsäglichsten Schmerzen oahingestorbene, noch im besten Lebensalter stehende Frau und Mutter wäre unzweifelhaft durch rechtzeitige ärztliche Hilfe gerettet worden. Sollten die den gebildeten und theils den höchsten Ständen angehörigen Urheber, Verbreiter und Beschützer dieses das gegenwärtige Zeitalter schändenden Schwindels ihr Gewissen zu jeder Zeit auch so leicht zu beruhigen vermögen, wie es jene bis auf den tiefsten Grund der Verdummung und des Fanatismus zurückgeführte Menge thut? Wanderlager und Ausverkäufe. Ein zwar schon oft erwähntes Thema, doch eines von denjenigen, welches dem Publikum gar nicht oft genug vorgeführt werden kann. Trotzdem, daß schon von allen Seiten auf die so sehr zu Tage tretenden Nachtheile für bas bei oben erwähnten Gelegenheiten faufenbe Publikum aufmerksam gemacht worben ist und solches schon zum Theil durch eigene Erfahrung über das Unpractische eines derartigen Einkaufes belehrt worden sein sollte, so läßt es sich doch häufig genug und namentlich unsere Damenwelt verführen, einen Ausverkauf in einer anderen Branche, als derjenigen, worin diese Erfahrungen gemacht worden sind, zu frequentiren; angezogen durch bie äußerst vortheil- zu Strecke w auf 680 27 zu Glaserarbett, M- Pilger. 4137) w tf 68 137 671 1003 1374 1) 2) 3) 4) 5) 6) A 29 60 81 40 60 die w n 4151) der Retirade miffion AL H 68 20 223 36 17 — 12 — 40 — 279 15 118 — 20 — 40 — Maurer-Arbeiten excl. Materiallieferung, Zimmer-Arbeiten, Dachdecker- und Klempner-Arbeiten, Tischler, und Glaser-Arbeiten, Schmiede- und Schlosser-Arbeiten, Maler- und Anstreicher-Arbeiten, 3) Stetnhauerarbeit, 4) Zimmerarbeit, 5) Dachdeckerarbeit, 6) Schreinerarbeit, 7) Schlosserarbeit, Dienstag den 31. d. M1S., von Vormittags 9 Uhr an, Maurerarbeit, veranschlagt Zimmerarbeit, w Schreinerarbeit, „ Schlosserarbeit, „ Wetzlar, den 25. Juli 1877. Der Abtheilungs - Baumeister : Kluge. Eingesandt. Sonntag, den 29. d. M., Nachmittags 4 Uhr, findet von Seiten der fr ei will. Gatl'schen Feuerwehr eine Uebung an dem Schulgebäude (Schulstraße) statt, zu welcher sämmtltche höhere Behörden unserer Stadt, die freiwill, städtische Feuerwehr, sowie die Feuerwehren der Nachbarschaft eingeladen sind. Nach Beendigung der Uebung findet ein gemeinschaftliches Bankett unter Mitwirkung der hiesigen Regiments-Kapelle in Wenzel's Saalbau statt. Wir wünschen dieser in jeder Hinsicht thatigen Feuerwehr zu ihrem Vorhaben, daß ihr der Himmel günstig erscheinen möge._ 1) Ofenlieferung, veranschlagt 2) Maurerarbeit, tf i*'- te Dampfer, Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag, den 29. Juli. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. (Feier des h. Abendmahls.) Nachmittags: Mitprediger Buch hold. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 29. Juli bis 4. August besorgt Pfarrer Schlosser. sollen auf dem hiesigen alten Rathhaussaale behufs Vornahme verschiedener äußerer und innerer Bau-Herstellungsarbeiten an städtischen Gebäuden versteigert werden: Versteigerungen. Montag den 30. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause der Frau A. N a u h e i m e r Wittwe in der neuen Anlage dahier eine Partie Hausmöbel (darunter 4 elegante Vorhänge mit allem Zugehör), öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 26. Juli 1877. , I. A.: 8) Glaserarbeit, 9) Spenglerarbeit, 10) Weißbinderarbett, „ » ■ sodann das Aufräumen des Landwehrgrabens, veranschlagt zu 63 — Gießen, den 25. Juli 1877. Groherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4134) A. Bramm. Behufs Ausführung des Empfangsgebäudes, Güterschuppens und Bahnhof Lollar, sollen im Wege der öffentlichen Sub- Berlin-Coblenzer Eisenbahn. Nordhausen-Wetzlar. Abtheilung I. 'b'i it. b” '««Wen sich in r Türken. Iem, , b-l'hr «in bi‘fy tS«* Irischbäcker in Gießen. Sonntag, den 29. Juli. Christian Noll Wittwe in der Neustadt. Christian Faß in den Neuen-Bäuen. Emil Noll in der Löwengasse. 9hl6r,n(, s^aalicker Geschäfte. Würde sich jedoch das Publikum der kleinen Mühe LrzkehenÄ bei Bedar ^ne Anfrage an hi/sige am Platze befindliche Geschäfte Mten, so würde dasselbe sich auf jeden Fall davon überzeugen daß es nicht allein m V^rhältntß zur Waare billiger bedient, sondern auch in den betreffenden Branchen eine ®‘lt 6 ei“6»ibUenrolftd)^gdTflent'ti»' einer ftaftflefunbenen Besprechung verschiedene stnt-r-ss-nten der Mühe unterzogen, einer am houstgsttn vorkommenden Art von Aus- Verkäufen, den sogenannten 50-Pfg.-Geschäften, ihre besondere Aufmerksamkeit zu widmen und einen eingehenden Vergleich mit Waare und Preis von fraglichen und von am Platze befindlichen Geschäften anzustellen und sind zu dem Resultate gelangt, daß das kaufende Publikum bei Ersteren zum größten Theil nur auf den Schein gearbeitete Maaren erhält, sowie theilweise Gegenstände, welche in Letzteren 5—20 $ billiger verkauft, dort jedoch alle mit 50 bezahlt werden. Ver- SenIeuer: Main. i?nWhVörbtn ^eueben, mH lb. selbst bei tzr- rommen. Aus N zur Theil- v^nau, Rhein- dn dem 5or* ^ehr-Comman- 'emecken mitzu- art Tageskarten ich Ntcht-Feuer- Egn in Oester- n der links von e fid) und feine r heute früh um das Paar auf: igte eheliche Per- dr einigen Tagen ihm hören, hat, n einem gemein- aen Schuß durch 1 ärztlichem Gut- Worgen auf An- ebracht wurdm, ^emExercierpIaße rstadt wurden In m im fftlbt und t einen Zimmer- t. ,Schulbotm für über zunehmende atlosigkeii gegen pfindlichkeii von elbst gegen den it. Die meisten itn und erblicken Elternrechte. Sie >nung von Kennt- n Bildung ihrer indigkeit und zum Elogen der Atem streng auf Zucht mer als auf bim oenn die Freudig- r, die früher mit 'amen, nun rith- ff auch Mben, verhältnifsen feine die Beiordnungen ommen find, nicht jehördm erkennen, tid)t rett* « Kinder in der M, fi4 tW °rr- w bedarf eske'M Jungfrau Mar a unb zu beleben. L See m- Dem gegenüber M, stahlen be> auf dü«eureinde a L |876 kamen tw Ä jrptnflen ßttel"6 • ' tf'»ä . d-s S »it Schm-V» er »«»S len da« I» '^ierW®®“1'9 Nachbemerkte, an hiesigen fiskalischen Gebäuden .uszuführende Arbeiten: Handel und Verkehr. Frankfurt, 25. Juli. (Fruchtbericht.) Unser Montags-Markt war vom herrlichsten Sommer-Wetter begünstigt, dem zufolge sich im Handel eine allgemeine Ent - m^higung bekundete. Weizen in Prima-Waare ab unserer Umgegend mit AL 28 be- »ahlt, fremder ab auswärts nichts gethan. Roggen findet, trotzdem Frankreich nichts mehr abladet, äußerst schleppenden Absatz. Neues Gewächs war wenig angeboten,,und die Qualität wurde im Ganzen als gering beurthetlt. Unsere Konsumenten deckten ihren Bedarf hauptsächlich mit russischen Sorten zu Gerste verlassen, es taxiren nur Course. Hafer räumte sich nur schwerfällig, selbst prima böhmischer brachte kaum AL 17.75, während geringe Sorten fast unverkäuflich sind, abwärts bis u 12.50. Raps sehr wenig gehandelt; unsere Fabrikanten gehen behutsam vor, feinste Waare bringt AL 36-37. Rüböl im Detail zu AL 79-80 gehandelt. Mfinfrüch e nicht genannt. Am Mehlmarkt bleiben Brodmehle gefragt. Futterstoffe ruhig. Wir Nr. 2 M. 38, Nr. 3 M 34, Nr. 4 M 30, Nr. 5 M 24, Roggen- mehl o/i (Berliner Marke) AL 27, do. II. (Berliner Marke) AL 22, Weizen, effectiv hiefi, ob ^Bahnhof hier AL 28.—, ab unserer Umgegend AL 28.—, do. fremder je nach Qual. AL 22—27.50, Roggen je nach Qual. AL 17.—21 25, Gerste X19—21. , Hafer AL 14-17.75, Kohlsamen AL 36-37, Erbsen AL 21-24, Wicken^ 17.50, Linsen 21 bis 30, Rüböl, detail, AL 79. Stimmung unsicher. Dr ngend offertrt russ. Hafer u. Roggen. (Die Preise verstehen sich fämmtlich per 200 Pfund Zallgewicht — 100 Kilo.) Herborn, (an der Köln-Gießener Eisenbahn), den 26^ Juli 1877. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 491 Ochsen, 572 Kühe und Rinder, 844 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag, den 20. August !- Id. Weißbinderarbeit, „ „ "69 80 sollen im Submtssionsweg vergeben werden. Voranschläge und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen und sind die Offerten versiegelt, portofrei und mit bezüglicher Aufschrift versehen, bis zum 2. k. M., Vormittag- 10 Uhr, einzureichen, in welchem Termin deren Eröffnung erfolgen wird. Gießen, den 27. Juli 1877. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. 4157)H olzapfel. »ergeben werden.' und ist hierzu Termin auf Mittwoch den 8. August 1877, Vormittags 11 Uhr, im hiesigen Abtheilungs-Burean anberanmt, woselbst die bis dahin eingegange- nm Offerten in Gegenwart der erschienenen Submittenten eröffnet werden. Zeichnungen und Bedingungen können Hierselbst eingesehen, letztere auch gegen Erstattung der Copialien bezogen werden. Die Offerten ad 1 bis 6 sind getrennt einzureichen. Schwellen-Lieferung. Wir gebrauchen von jetzt bis Spätjahr 1878 noch 18000 Stück eichne Querschwellen, 2,40 Meter lang, 15 Centm. stark, 24 Centm. untere und 15 — 20 Centm. obere Lagerfläche. Lieferungtzlustige wollen Angebote schriftlich einreichen — auch für kleinere Partien. Anwort wird binnen 14 Tagen erthetlt. Zahlung wird bet Ablieferung in Baar geleistet. (4152 dernebaeli i. Baden, den 25. Juli 1877. Katz fit Kl ii nipp. Vergebung von Bauarbeiten. Allen Kranken Krafr und Gesundheit ohne Medicin und ohne Koste« durck die Heilnahrung: Revalesciere «eit 30 wahren hat keine Krankheit dieser angenehmen GefundheitS- sveise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Medicin und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Alhem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwache Hämor- > holden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufstetgen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen se.bst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung ür Saugl.nge Won et Geburt an selbst der Ammenm,lch vorzuziehen. — Ein Auszug aus 80 000 Certt. iRat^ über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certtficate vom Professor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbell, Professor Dr. D6d6, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Br^han, und vielen anderen hochgestellten Personen wird franco auf Abgekürzter Au-zug aus 80,000 Certtficaten. Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revaleeoihre ^t metne 18 jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwache und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. . _ ’ I. Comparet, Pfarrer, Samte Romaine des Des. Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren gen,ehe ich die köstliche Revaleseii.ro und leibe seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den L-nden die wjch während langer Jahre sürchterlich gefoltert hatten In meinem ’ treue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Leroy. P/nrrer. ' tfir 45270? I. Robert. Von seinem 25 jährigen Leide» an Schwindsucht, Husten, Erbreckunaen. Verstopfungen und Taubheit gänzlich hergestellt. „ 62845. Pfarrer Boilet von Esrainoille. Von Asthma mit häufigen Erstickungen völlig bergestellt.^^ mafor Deutsch, geb- von Horn in Posen; beten Kinder von» ®rfifen^be642106tlmarqui,e von Bröhan von -jähriger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit 3*«»Vrn 705^7®£S Se7°K."A.MIiL7v°LwfGrobwatdein, von Lungen- und Lustr°brenE°t°rrh, Ntbeklemmung.i Handels- Lebranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und^-^rvenzerrüttung. Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit und Mbmag^rung^g yaron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Händen und Mßen rc. v Die Revalesciere ist viermal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speism. , Preise der Revaleacibre V- Pfd- 1 AL 80 1 Pfd- 3 AL 50 2 Psd. 5 AL 70 13 ^bRevalefcikre ChocoUtte 12 Tasten 1 AL 80 24 Tassen * AL 50 48 Tast« 5 7Re^lMciLrBlscuites 1 Pfd. 3 AL 90 2 Pfd. 5 AL 70 qu beziehen durch Du Barry u. 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(4038 Abfahrten von &teßen nach: Deutz 6", 12, 4« Dillenburg 6«, 12, 4« 95. (2684 Siegen 6«, 12 Wetzlar 64\ 840, 955, 12, 4«, 7 95. Düten- Papierhandlung von Louis Strauss. Kmil Schmall (frankfurter Hof) empfiehlt: alle %rten Fässer, Zuber, Wasch- und Badebütten, Brenken, Crmer, Blumenkübel, lackirte Wafferzüber mit Deckel und sonstige in dieses Fach einschlagende Artikel. Bestellungen nach Maaß, sowie Reparaturen, werden rasch und olid ausgeführt. Frisch entleerte Weinfässer in allen Größen (zu Einmachfässern geeignet) sind stets vorräthtg. (4056 Einem geehrten Publikum von Allendorf a. d. Lda. und Umgegend, sowie allen Reifenden, beehre ich mich anzuzeigen, daß ich, nach meiner Rückkehr aus Amerika, am hiesigen Platze einen auf das komfortabelste eingerichteten GASTHOF („Zur Erholung") eröffnet habe. Durch gute Speisen u. Getränke, sowie gute Betten und aufmerksame Bedienung, hoffe ich die Zufriedenheit meiner geehrten Gäste jeder Zeit zu erhalten. 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Juli: Farthie nach Staufenberg. Hinfahrt mit Extrazug nach Lollar um 3 Uhr. Rückfahrt „ „ von „ „ 9 Uhr 48 M. Sillete L 60 (Kinder 30 für Hin- und Rückfahrt werden am Sonntag von 11—2 Uhr von den Herren Michel, Flimm und Hofmann und später am Bahnhof ausgegeben. 4*5*0 Der Vorstand. , 3« «lei ittckmch, k« ®N?e ju 6, Wen ®etflärf| W «langte! 3« bet! “W NN W«i Plätze, b öRtlinje jn “"b alle noch lpnchi io,, ä 2.20 ä „ 2.80 a „ 3.50 Copir-Biicher Kus prima weiß Seidenpapier, solid gebunden: __im „Prinz Carl". Sommer - Kleiderstoffe [H. 62205] Heinrichstrasse 73 in Darmstadt. 4161) Für einen Rentner oder penf. Beamten wirb lohnender Nebenerwerb nachgewiesen. Ges. Off. sub A. bei b. Exp. b. Bltts. GrlESSElST ff Kunst-Anzeige. 5g 4162) Die rühmlichst bekannten Künstler, Gebe. Knie, haben bte Ehre, einem geehrten Publikum die Anzeige zu machen, daß sie hier eintreffen und nur einige Vorstellungen auf dem Platze (Oswalds Garten» geben werden. 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