Donnerstag, den 27. September 1899 Wo. «T4 chichener -Ztnzeiger Auzeigk- uni Amtsblatt sm den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme beS Montags Grpsditionr Schulstraße, Ltt. B. Nr. 18. SE Inschrift: Du ein'st zu Stegen Des Volkes Stärke Und wahrst vor Kriegen Blumenstrauß willkommen sein! groß geschaffen, wirkt zum Segen, kommt in Blüthen Dir entgegen. Des Und Laff' Den Was Und BktiA vierteljährlich 9 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post ße-»-e« vierteljährlich 2 Mert 50 Pf. Des Friedens Werke. Um 4 Uhr 50 Min. fuhr der kaiserliche Train in den Bahnhof der Main- Neckar-Bahn ein. Se. Majestät mit den Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften und dem Gefolge verließen die Waggons und wurden auf dem Perron von der Großherzoglichen Familie empfangen. Ebendaselbst hatten sich die Spitzen der Civilbehörden, die Officiere der hier garnisonirenden und der in der Nahe cantonntrenden Truppentheile, sowie die anderen hier anwesenden preußischen und auswärtigen Officiere eingefunden. Die Leib-Compagnie Großherzoglichen ersten Infanterie- (Leibgarde-) Regiments war als Ehrenwache ausgestellt. 5Dte Stadtverordneten der Residenzstadt Darmstadt hatten sich auf den« Perron versammelt und deren Sprecher, Herr Steuerrath Küchler, begrüßte Se. Majestät durch folgende Ansprache: Majestät l Heute zum Erstenmal ist unserer Stadt, der Haupt- und Residenzstadt Sr. König!. Hoheit unseres allverehrten Großherzogs die hohe Ehre vergönnt, Ew. Majestät feierlich empfangen zu dürfen. In Vertretung unseres erkrankten Ober-Bürgermeisters und als ältestes Glied der Stadtverordneten-Versammlung begrüße ich Ew. Majestät, in dessen Person sich uns die errungene nationale Einheit verkörpert, im Namen der Stadtverordneten wie der ganzen Bevölkerung, in tiefster Ehrfurcht und mit zugewiesenen Vorzug verlieren. Gießen, den 15. August 1877. an**1* Großherzogliches Universitäts-Gericht. ______Hab er körn._______ Se. Majestät dankte der Deputation, indem er den drei dieselbe bildenden Damen die Hand reichte und sich deren Namen nennen ließ. Auf dem Wege, den nun die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften nahmen, hatten sich die Schulen der Stadt und des Kreises, Spalier bildend, aufgestellt ; hinter ihnen erfüllte die Straßen und Plätze, sowie die an verschiedenen Stellen errichteten Tribünen eine dichtgedrängte Menge, deren lebhaftes Hoch sich beim Herannahen des Zugs längs des Triumphweges fortsetzte. Der Wagenreihe der Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften fuhr voraus ein Wagen mit dem Großherzoglichen General-Adjutanten, General der Kavallerie v. Trotha, dem Kaiserlichen Adjutanten vom Dienst und Allerhöchstdeffen. Ordonnanz-Osficier Rittmeister v. Hennigs. In vierspännigem Phaeton fuhren Se. Majestät der Kaiser mit Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin huldreich nach allen Seiten grüßend. Während des ganzen Weges wurde der Wagen mit Blumenspenden überschüttet, welche auch den folgenden Wagen zu Theil wurden. Es kamen im dritten Wagen in einem Phaeton Se. Königl. Hoheit der Großherzog und Se. Kaiser!. Hoheit der Kronprinz des deutschen Reichs und von Preußen. Es folgten im vierten Wagen Ihre Durchlaucht die Prinzessin Battenberg und Ihre Erlaucht die Gräfin zu Erbach-Schönberg; im fünften Ihre König!. Hoheiten der Großherzig von Mecklenburg und die Prinzen Karl und Wilhelm von Preußen; im sechsten Ihre König!. Hoheiten die Prinzen Friedrich Karl und Albrecht von Preußen; im siebenten Se. Großh. Hoheit der Prinz Alexander von Heffen und Se. Durch!, der Fürst zu Schwarzburg-Rudolstadt im achten Ihre Großh. Hoheiten die Prinzen Heinrich und Wilhelm von Hissen; im neunten Se. Durch!, der Prinz von Battenberg und Se. Erlaucht der Graf zu Erbach-Schönberg. Es folgte sodann die lange Reihe von Wagen mit dem Gefolge des Kaisers. In einem derselben kam an der Seite des General-Adjutanten v. Albedyll der General-Feldmarschall Graf v. Moltke, von allen Seiten mit Blumen bewtllkommt. So fuhren die Wagen zum Schlöffe. Eine Menschenzahl, wie sie Darmstadt wohl noch nicht gesehen, war wahrend des Tages in unserer Stadt vereinigt. Mit den Bahnen, welche zahlreiche Extrazüge abließen (die Main-Neckar-Bahn allein 25), zu Wagen und auch zu Fuß, strömten während des ganzen Tages Fremde herzu. Auch vor und nach 1 dem festlichen Einzug gewährten die ihren Sammelplätzen zuziehenden Schuler, alle Kinder festlich geschmückt, viele mit Schärpen, andere Fähnchen tragend, ; die nach und von dem Bahnhof ziehenden Kriegervereine mit wehenden Fahnen^ i die anderen Vereine, unter letzteren insbesondere die Metzger mit einem Musik- • Corps, die zahlreichen und mannichsachen Uniformen des Militärs ein lebhaftes und frisches Bild. . Am Abend zur festgesetzten Stunde (halb 9 Uhr) fand der große Zapfen- , streich der vereinigten Musik-Corps der combinirten Kavallerie-Division, des , Großh. 1. Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115 und des Großh. Feld- Artillerie-Regiments Nr. 25, zusammen acht an der Zahl, statt. Die Aller- , höchsten und Höchsten Herrschaften wohnten demselben von dem Wall des Großh. Schloffes aus bei. a l r ~ , An den großen Zapfenstreich schloffen sich Kundgebungen der Vereine,, . welche im festlich geordneten Zuge mit Lampions auf dem Platze aufruckten. Um 6 Uhr hatte Familien-Diner im Neuen Palais und zu gleicher Zelt Marschall-Tafel im Schlöffe stattgefunden. Um 8 Uhr war Thee mit Umgebung im gelben Zimmer und im Fahnen- Saale des Großh. Schloffes. Des Abents fand im Großh. Hoftheater, dessen Räume sehr geschmackvoll decorirt waren, eine Festvorstellung statt, welche Waguer's „Rienzi" in gekürzter Aufführung brachte. Deutschland. Die Ankunft Sr. Majestät des deutschen Kaisers in Darmstadt. Darmstadt, 23. September. Der ersehnte Tag der Ankunst Sr. Majestät des deutschen Kaisers sah die Straßen der Stadt im festlichen Gewand. Namentlich der Weg, welchen der kaiserliche Wagenzug von dem festlich gezierten Bahnhof der Main-Neckar- Bahn aus nach dem Großherzoglichen Schlosse nahm, gewährte einen imposanten und zugleich erfreuenden Anblick. Von dem Triumphbogen am Rheinthor aus, der die Inschrift trägt: Dem Horte deutscher Macht und Ehre, boten die beiden bewimpelten und mit Gutrlanden verknüpften Mastenreihen und das mit Grün umwundene Ludwigs-Monument, das die von seiner Spitze ausziehenden Guirlanden durch grüne Bogenreihen mit den Masten verbanden, einen überaus festlichen Anblick dar. Die Häuser der Rheinstraße glänzten im mannigfaltigsten Festesschmuck, in Fahnen, Guirlanden und Kränzen, in Blumen- und Drapertenzier. Ebenso der Ernst-Ludwigs-, der Markt- und der Paradeplatz. Auf letzterem erhob sich eine Coloffalbüste Sr. Majestät mit folgender l L U 11 11 l 111 U XV) ll y f bie gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem Sommer-Semester 1877 betreffend. Die in diesem Sommer entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studirende müssen bis zum 29. September d. I. mittelst specificirter Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bis zum 10. November d. I. geltend gemacht werden, widrigenfalls dieselben den ihnen durch Art. 13b der Statuten dem Gefühle unvergänglicher Liebe und Dankbarkeit. Se. Majestät sprachen Ihren Dank für die freundliche Aufnahme aus. Dieselben schritten hierauf, von dem vielstimmigen Hoch des den Bahnhofsplatz erfüllenden Publikums bewillkommnet, aus dem Großh. Pavillon des Bahnhofs heraus und bestiegen den Wagen. Auf dem Platz hatten sich die Kriegerveretne, sowie die thetlnehmenden Darmstädter Vereine aufgestellt. Vor der Ehrenpforte am Rheinthor wurde Allerhöchstdemselben durch eine Deputation der dort versammelten 36 Ehrendamen ein Bouquet überreicht. Die Sprecherin, Fraul. Küchler, begleitete die Ueberreichung mit folgenden Worten: ~ ' Sieges Glanz, des Ruhmes Schwingen, jeder Lorbeerkranz ist Dein, Kaiser Dir, was heut" wir bringen, Gießen am 25. September 1877. Betreffend: Das Gesetz über den Unterstützungswohnsitz. , Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Groscherzoqlichen Bürgermeistereien. Diejenigen Großherzoglichen Bürgermeistereien, welche unserem Ausschreiben vom 22. August l. I, Anzeiger Nr. 197, noch nicht entsprochen haben, wollen die erforderliche Vorlage längstens binnen acht Tagen an uns machen. Dr. Boekmann. ___________________________________ : zu N11 en 4. October. » Anmeldung-» «-« hch-bäud- in Stelle sucht, eine solche ftflcbtri'oot, ein Grund-1 f tu verkaufen wünscht, solcbcS zu kaufen bead- Vitthschaft, Oekon»« pachten sucht, eine 8e- ung in erlassen gedenkt, ) $u 3nfcrtion9jwt(ftn rtrautiiww ft Co. tral-totau: lifurt a. M. f l*Wgtn. 3r«u Sä ?»« Gesuch! Ansprüchen SMassh U($ ,frM:er gelangen »rtag«' Ifid» s°ge> M S s? Umzuge vo„ «n herzliche» «etcohl. b A. Iller, sarkt wird etn Schüler 1 Lehranstalten besuchen munscht. dentlichn in die 8. Mölln, Schreiner und Mel. ÄWntur,' lager, von einem thältgen dbod und Umgegend ge- rob R. an dos Annoncen- • oan den Bergb In scht (5282 >eii n ibrmill Gießen, b Großhe 5308) _ Donners Vor lasse ich t stadt'sch tie altes ri Baarzah sm) 519. ’tlt die t o Vermischtes. Darmstadt, 24. Sept. Die 125 Kriegeroereine, welche sich zum Empfang Sr. Majestät des Kaisers gestern mit ihren Fahnen hier eingefunden hatten, vereinigten sich nad? der ofsictellen Feier Im Saatbau, wo manch« alte im Felde geschlossene Bekanntschaft und Freundschaft erneuert und manche neue angeknüpft wurde. Der Präsident des Landesverbands Hssia, Herr Major B-cker, brachte das erste Hurroh auf Seine Majestät den Kaiser aus, in welches die Versammelten begeistert einstimmten. Die von der Kapelle des Leibdragonerregime,,tes rntonirte Nationalhymne hörten die Anwesenden stehend an._ Mit gleicher Begeisterung wurde ein von Herrn Dr. Vogt ausgebrachtes Hoch auf Seine Königliche Hoheit den Großherzog ausgenommen. Wenn wir — so führte der Redner aus — auch heute Deutsche von Herzen seien, so schließe dies nicht aus, daß mir unseres Hessenlandes gedenken und des Fürsten, der, ein guter Deutscher bis ins Herz hinein, an der Spitz- des Hessenlandes steht. Als Prinz habe er die Krieger in die mörderische Schlacht aesührt, die Strapatzen des Krieges habe er mit seinen Kameraden getheilt, die hieraus Veranlassung nehmen müssen, mit besonderer Liebe an ihm zu hängen. — Herr Hauptmann H. Maurer toastirt auf den Fetdmar- schall Grafen Moltke, den wir in seiner Bescheidenheit ruhig und doch im Innern die gesammte Heercsmacht des deutschen Reiches verwaltend gesehen haben. — Herr Hauptmann Avenanus führt aus, als 1813 die deutschen Armeen vor Paris gestanden und sicher waren, dasselbe einzunehmen, habe Blücher an seine Angehörigen geschrieben, er wünsche, daß die Feder nicht verderbe, was das Schwert gut gemacht habe. Wenn der deutsche Krieger im großen Kampfe der Jahre 1870 und 1871 gehofft habe, daß das, was er erkämpft, nicht verloren sein solle, so habe sein Gedanke sich auf den großen Staatsmann gerichtet, welcher bis dahin die Geschicke Deutschlands so glänzend und glücklich geleitet hat. Das auf den Fürsten Bismarck ausgebrachte Hoch sand begeisterten Widerhall- Ruch Absingung der ,Wacht am Rhein- brachte Herr Römheld (Mainz) ein Hoch auf die deutsche Armee aus und löste sich hierauf die Versammlung auf, da einzelne Vereine mit der Bahn hetmkehren wollten und weiter der große Zapfenstreich auf dem Paradeplatz bevorftand, an welchem sich viele Mitglieder namentlich des hiesigen Kriegeroereins mit Lampions betheiligten. Die Rangtrliste der bet dem Katserempfang nach Loosnummern aufgestellten Kriegeroereine der Kriegerkameradschaft „Hassia" ist folgende: Darmstadt, Mörfelden, Bellersheim, Sprendlingen, Groß-Rohrheim, Höchst a. d. Ridder, Fränkisch-Krumbach II, Steinbach, Wendelsheim, Münzenberg, Butzbach, Eberstadt, Hähnlein, Pohl-Göns, Bauschheim, Fauerbach, Büdingen, Heppenheim II, GimS- heim, Bingen, Gießen, Dienheim, Reubamberg, Friedberg, Seeheim, Jugenheim, König- städten, Viernheim, Geinsheim, Osthofen, Obbornhofen, Messel. Kirch-GönS, Dreieichen- hatn, Rcinheim, Burkhardsfelden, Biebesheim, Mommenheim, Reichelsheim, Büttelborn, Lengfeld, Niederolm, Gonzenheim, Kr -Verein Münzenberg, Gadernheim, Kirtorf, Aspisheim, Nieder-Beerbach, Heßloch, Wakernheim, Schwabsburg, Hatnstadt, Auerbach, Roßdorf, Groß Bieberau, Unter-Sensbach, Fränkisch-Krumbach I, Essenheim, GinS- hetm, Wallerstädten, Bleichenbach, Obernheim, Altenstadt, Gernsheim, Wenings, Erzhausen, Alzei, Kleestadt, Gambach, Arheilgen, Södel, Heppenheim, Babenhausen, Her- gershausen, Erbach, Friesenheim, Assenheim, Nieder-Ramstadt, St. Johann, Eppertshausen, Daalheim, Bechtheim, Hahn, Bleichenrod, Hammelbach, Birkenau, Ober-Hörgen, Groß Gerau, Bensheim, Oppenheim, Ulphe, Stadtecken, Alsfeld, Worms, Leihgestern, Schwalheim, Seckmauern, Nierstein, Alsbach, Gau-Algesheim, Nidda, Hungen, WolfS- kehlen, Erfelden, Schotten, Dorndürkheim, Pfungstadt, Gräscnhausen, Ällendorf, stock stadt, Langsdorf, Kirchbeerfurlh, Wölfersheim, FreilauberSheim, Rendel, Griedel. Groß- Karben, Bönstadt, Echzell, Bingenheim, Lollar, Pfaffenbeerfurth, Eschollbrücken, Frosch- Hausen, Groß-Buseck. — Es dürfte nicht uninteressant sein zu erfahren, wie in Frankreich die reellen Weingutsbesitzer und Weinhändler vorgehen, um sich gegen die Eoncurrenz der betrügerischen „Kunstweinfabrikanten" zu schützen. Es bildete sich eine Gesellschaft, welche es sich zunächst zur Pflicht machte, ihre Weine chemisch untersuchen zu lassen, auf sogenannten „Kunstwein" zu fahnden und die Fabrikanten desselben zur Bestrafung den Gerichten anzuzeig.-n. Die Folgen eines solchm Unternehmens haben sich als sehr segensreich erwiesen und es verdiente dieses Vorgehen allgemeine Beachtung. Bei der bedeutenden Menge französischer Weine, die in Deutschland verbraucht wwd, erstreckt die Gesellschaft auch ihre Thätigkeit jetzt auch auf Deutschland. In Dresden Hal ein Mitglied derselben ein Centraldrpol errichtet und, wie wir hören, gedenkt der betreffende Herr auch in Berlin seine Thätigkeit zu beginnen. ES dürften ganz seltsame Dinge entdeckt werden, die als »Bordeaux.Wein" verkauft werden. — Ucber den schon erwähnten Mord auf dem Hohenbogen werden noch folgende Einzelheiten mitgetheilt: „Am Dienstag den 11. d. um 10 Uhr Morgens wurde die Gastwtrthin Meidinger in ihrem Wirthshause auf dem Hohenbogen durch zwei Revoloer- schüsse ermordet. Die Mörder (der 17>/rjährige Realschüler Hugo Gumpelt und der 18jährige Siudirende HanS Göring, beide au6 Dresden) hatten Tags zuvor denHohen- bogen Überflüßen und in Neukirchen übernachtet, wo sie ihren Revolver sehen ließen und mittelst Einölen schußfertiger machten. Am 11 Morgens gingen sie wieder auf den Hohenbogen und kehrten im Meidinger'schen Wirthshause ein. Nachdem sich um 9 Uhr die Übrigen anwesenden Gäste, nämlich Fraaztskanerpatres auS Neukirchen zur Besteigung des Berggipfels fortbegeben hatten, oeeübten die Burschen den schrecklichen Meuchelmord. Sie sprengten dann die Kästen auf, um sich deS Geldes zu bemächt'gen, welches sie im Hause vermutheten, wahrscheinlich weil sie gehört hatten, daß der Wirta kurz zuvor eine Kuh verkauft hat. Wahrend dessen scheint aber die jungen Verbrecher Angst vor Entdeckung befallen zu Haden; sie standen von w."terem Suchen nach Geld ab und eilten davon. Bald darauf wurde die Leiche von den heimkehrenden Hausgenossen entdeckt Die rasch nach den Thätern eingeleiteten Nachforschungen waren von Erfolg, indem dieselben bald darauf in Cham, wohin sie sich auf Umwegen geflüchtet hatten, verhaftet wurden. Die Burschen geben als Motro der That Mangel an Geldmitteln an. — Unter dem Namen »Einfachheit" haben einige Frauen in Leipzig einen Verein gegründet, der dem überhandnebmenden Luxus und der Ueberladung mit Putz in der weiblichen Kleidung dadurch steuern will, daß sich die Mitglieder verpflichten, keine Schleppen und keine falschen Haarwülste zu tragen, sowie keine Doppelkletder (Tunikas, Polonaise»:. Schooß und wie dergleichen Ueberwürfe heißen), sondern nur Kleider mit glatten Röcken und von einerlei Stoff; höchstens ist am Ende des RockeS ein kleiner Besatz erlaubt. Man bat zu diesem Zweck Kleider- und Hutmodelle von gleicher Einfachheit, doch ohne Ueberlreibung dieses Grundsatzes, im Anschluß an die herrschende Mode, ausgestellt und bestimmte Schneiderinnen verpflichtet, für die Vereinsmttglieder diese «Slnifte »u gebrauchen. Wird wenig helfen! " — Literarisches. Von der zweiten Auflage von ^Brehms Thierleben" (Verlag deS Bibliographischen Instituts in Leipzig) liegt wiederum ein vollständiger Band*) vor, welcher die Schilderung der Säugethtere weiterführt, in jeder Hinsicht ein PraLtstück, mit hunderte« von Tbierpo träis und fesselnden Gruppenbildern, darunter viele, die in solcher Eigen» thümlichkeit überhaupt zum erftenaiak gezeichnet wurden. „Brehms Thierleben" — mit Dr. Karl Müller von Halle, dem erprobten Vorkämpfer der popularisirenden Naturwissenschaft, zu reden — „kann mit vollem Rechte als der eigentliche Mittelpunkt alles dessen betrachtet werden, was heutjutage die Kulturvölker Europas an die Naturbetrachtung, an Thiergärten, Aquarien, Volleren rc. fesselt. In btefer Beziehung spricht der Titel des Werkes seine Eigenthümlichkeit schon deutlich genug aus, und es ist ein Glück, daß uns mit diesem kein neue« „Lehrbuch" der Zoologie geboten wird. Wäre es dies geworden, dann würde es eben kein „Thierleben" fdn, und beides mit einander zu vereinigen, hätte sicher nur eine wenig anziehende Mischgattuna von Zoologie ergeben. „So freuen wir uns denn, daß der Verfasser auf seinem alten Wege verblieb, wo er allein Meister ist. Von frühester Jugend auf gewöhnt an die Beobachtung in der Natur, von einem vortrefflichen Vater in dieselbe eingeführt und fesselloS in derselben aufgewachsen, eignete sich Brehm mit dem Wald- und Liesendufte seiner Heimat auch jene kernige und naturwahre Schreibart an, welche auf zoologischem Gebiete nur von wenigen erreicht ist und erreicht werden kann. Dergleichen lernt man weder in der Schule, . och in dem Kolleg der Untoersität; denn es steckt ein Funken jener Poesie darin, welche in der Natur selbst lebt, wenn sie uns durch ihre Formen und deren A. Bramm- 6317) billig obzugeben. Mül l er. 5308) jR. (Scheel. S324) (5358 Auswahl empfiehlt 5293) Die Erpedition. aus Frankfurt a. M. 5339) (1969 6>7/. II ///«. 11 eidig empfiehlt H. Rudolph’s Wwe., Musikalienhandlung in Giessen. Patent-Stärke<8lanz, verleiht als Zusatz zur Stärke der Wäsche elastische Steife und blendende Weiße, Waschpulver und Fettlaugenmehl, Kernseife in diversen Sorten, Königs Reisstärke, Mais- und Waizenstärke, H. Oppler, Sch'ffenbergerweg. Versteigerungen. Donnerstag den 27. September, Nachmittags 2 Uhr, tDerben in der Wohnung des Emil Wenzel (Casö Wenzel) in der Reichens indstratze dahier nachstehend verzeichnete Mobilien öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: 1 Billard mit allem Zubehör, angefertigt von Dorfelder in Mainz, 1 Bier« apparat mit Pression, 1 Büffet, 1 Eisschrank, 1 Spieltisch, W'rthsttsche, Stühle, 1 Bettstelle mit Bellwerk, Weißzeug, Küchengeräthe, Flasch-n, Gläser, und sonstige Hausmobtlien- Die zu versteigernden Gegenstände fön: ti n Vormittags eingesehen werden. Gießen, den 23. September 1877. Großhcrzogl. Ortsgericht Gießen. Besondere Bekanntmachung. DaS Aufarbeiten des HolzeS in den Gießener Stadtwaldungen für das Grndtejahr 1878 soll Samstag den 29. September d. I., Vormittags 11 Uhr, tn Saale des Rathhauses vergeben werden. Gießen, den 24. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Donnerstag den 27. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, laste ich an dem ehemals R o n- stadt'fchen Hause eine Partie altes Bauholz^ Fen- ater, Thür en rc. gegen Baarzahlung verste uern. Zug- und Mund- Harmonikas in bester Qualität und grösster toben so unwiderstehlich anzieht. Unter den Poeten mürberer zu den Epikern gehören, welche mit unverwüstlichem Lebensmuthe und Humor der Sentimentalität lyrischer Ge- müther gegenüberstehen, und das ist es auch, was bewußt oder unbewußt ben Ve er bisher in allen Schichten ber Gesellschaft anzog. Man beftnbet sich bei dem Versasier «le in einem Thiergarten, wo man fast wiber Willen aus seinen hypochondrischen Gefühlen durch den Anblick von so viel Naivetät und Drolligkelt von so viel Schlaubett uib Zartheit, von so viel Leibenschafl und Zuneigung in eine Welt geschleudert wird, de mit Sentimentalität wenig, aber mit echter Gesundheit sehr viel zu thun hat- Darum ist Brehm der vollendetste Thiermaler, der in Worten seine Farben so auftragt, daß sie selbst in ihren Kontraste, imm.r nur das wiedergeben, waS eben dargestellt rverben soll Ueberhauot bemerkt man mit Vergnügen, daß die neue Auflage keines wegs ein Wiederabdruck ber ersten ist, unb daß er seitdem einen bemerkbaren Fortschritt zu einer ebenso edlen wie wissenschaftlichen Auffassung der Natur gemacht hat. Wir halten aber das Erscheinen der neuen Auflage auch für ein künstlerisches Kulturmoment, denn gegen die Auffassung, künstlerische Gestaltung und fleißige Ausführung der Abbildungen verschwindet im alloemeinen alles, was wir von anderen! Jeilgebotenes. 5356) Mehrere Canarienvögel zu verkaufen. Neuenweg 186. gegen. Dillenburg. ,1. Fangmann, Kirchenplatz.___________ 5198) Nachdem mein Lager mit »ümmllichen Neuheiten für Die Herbst- und Winter-Saison auf das Reichhaltigste auSgestattet ist, empfehle solches zu den billigsten Preisen. J. Bärmann., Hotel Einhorn. Bestellungen für das mit dem 1. October beginnende 4. Quartal 1877 des „Weilburger Tagblatt" mit der wöchentlichen Gratisbeilage „Sonntagsblatt" wolle man bei der nächsten Postanstalt oder Landbriefträgern möglichst bald machen. Man abonnirt per Quartal zum Preise von nur 1 'M. 20 ohne Bringerlohn, 1 'M. 50 mit Bringerlohn, 1 Jt. 75 3) durch die Post in's HauS gebracht. Inserate und Bekanntmachungen von Behörden haben bei der großen Verbreitung des „Weilburger Tagblatt" einen guten Erfolg. Hur bis Freitag Abend: ar Ausverkauf aus Concursmassen D. 23. Marktflrahe. A. 23. Julius Behrends Das Kreisblatt für den Dillkreis erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet durch die Post bezogen 'M. 1,25 pro Quartal. Daffelbe bringt außer den amtlichen Bekanntmachungen die wichtigsten politischen Ereignisse, Provinzial-, Local- und vermischte Nachrichten, sowie in dem illustrirten Sonntagsblatte eine gediegene Unterhaltungslectüre. Zum Abonnement auf das Kreisblatt laden wir hierdurch ergebenst ein, wie wir daffelbe zum Jnseriren, was bei der großen Auflage des Blattes stets von gutem Erfolge ist, hierdurch bestens empfohlen halten. Die Expedition des „Gießener Anzeigers" nimmt Anzeigen für uns ent- Regenschirme in allen Sorten billigst bei Kulturvölkern in dieser Richtung gesehen haben unb es müssen sich auch für die Kunst an sich noch ganz besondere große Folgerungen daraus ergeben." Illustrirte Iagdzeitung. Organ für Jagd, Fischerei und Naturkunde. Her- ausgegeven vom kömgl. Oberförster H. Nitzsche. Fünfter Jahrgang. Nr. 1 ist soeben erschienen unb zeichnet sich wiederum durch reichhaltigen Inhalt und schöne Illustrationen aus. Diese beliebte Iagdzeitung zählt dir bedeutendsten Jagdschriftsteller und Thlermaler zu ihren Mitarbeitern unb nimmt jetzt den ersten Rang unter derartigen Zeitschriften ein. Die Verlagsbuchhandlung von Schmidt und Günther in Leipzig sorgt durch gutes Papier unb sorgfältigen Druck für eine schöne Ausstattung. Die vorliegende Nr. 1 enthält einen interessanten Artikel über das Dammwild von Lothar Prinz zu Nfenburg-Büdingen mit Originalbild vom Thiermaler Deiker, eine lustige Wilddiebsgeschichte von H. von Clausewitz, eine Humoreske vom Maler L- Beckmann, verschiedene monströse Bildungen und vieles Andere mehr. Der Preis ist sehr billig, pro Halbjahr 3 JL Die Illustrirte Iagdzeitung kann durch alle Buchhandlungen und Postanstalten bezogen werden. A”™ Tr' S[. fest L'L« >tn des ? 2r,ni habe i Hüffen 'N h-">c er Kitt Uf b n i’T11" * » au Vfl6 W, ÄNdS sg Qun\n p&tn w-iter der gr^ e namenilich )§nummtrn aufgestellten Höchst °.d. enM Edrr- Heppenheim ll, G.mS- a^4!^kim,Aönig- K>rch-GollS,Dreietchm- reichelSheim, Bütteloorn, »dernhäm, ftirtorf, W 8- Hainftadl, Auerbach, 1(V' Essmheim, (8in8i nrheim, Wenings, Erz- ttirn, Bibenhause», Her- Et- Johann, EvpertS- Äickenau, Ober'HSrgen, ld, Worms, Lnh^strro, Nidda, Hungen, WolfS: Jiuftn, Ällendori, Stock-, i, Rendel, Griedel, Groh- -h, Eicholldrückm, jZrosch» n Frankreich die reellen die Concurrenz der bk- h eine Gesellschaft, welche achen zu laffen, aus sogeiben zur yellrasung ben is haben sich als sehr •im Äeachiung- Sei ber *rbraiid)t wirb, mtrtctt In Dresben ha/ (In , i, gedenkt der betreff mdr n ftanj seltsame Dinge ^en werden noch folgmdr Idr Morgens wurde die w zen durch zwei Revolver- Hugo Gumpelt und der n Tags zuvor deuhohev- tn Revolver sehen ließen 19 gingen sie »lerer aus ein- Nachdem ftd) uw rtres aus Neukirchen M gurschen ben schrecklichen eS Geldes zu bema4W jrt hatten, oer die jungen Verbrech Urem Euchen nach G ° t heimkehrenden 5* chiorschuagen waren o n auf Umroesen «T. , rhat Mangel an Geld. I® rl«W M»< S-glÄ rodelle von«, ^^be H. von Gimborn’s T a n n i n-, A1 i z a r i n-, Gallus-Kaiser-, Salon- und andere Tinten zeichnen sich durch lebhafte Farbe, grosse Flüssigkeiten und schnelles Trocknen aus und liefern noch nach längerer Zeit scharfe, nie bleichende Copien. Lager in den div. Sorten, sowie auch in Garmin, blauer Tinte, flüssigem Leim, Stempelfarben etc. befinden sich bei «Jullu« Koos in Giessen. 3320; H. Kühn„ „ u»tz»,K ‘£6 'S udiopiiH •j^ücugniß isugtzj ui udjpi^ ud^aj iagv usdrgrq nL altzajcima 'rhvjaösgaiD u) qun quoi® pq rrtzvaz-q 'uaßuiqn^ n us)W 'j'ajjvZ in piimpatt 'uaipnifluoZ idjaqnoj qun r'affaq ©^xrexqosuaq.uG'ccmooa qun -is-qonä ‘-Pia-iO (LLSk- 5362) Zwei gute Zugpferde werden nen foult- Näberes bei der Exped. d. Bltts- 5359> Eine große Partie kleine Pack- unb Nubelkisten, sowie biverse Fässer, zu verkaufen bei ___ I. A. Busch Söhne. 5349) Ein an der Haupt- trafie gelegenes Geschäftshaus mit Laden, ausgezeichneten großen Kellern u. Lagerräumen, wohleingerichtet und im besten Zustand befindlich, ist zu verkaufen. Preis 44,000 Mark. Anzahlung 10 bis 12000 Mark. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 5365) Neues Fachwerk-Maichinenhäuschen, mit Dielen verschaalt unb Falsziegelback, -Vag W ’rf vor, wrlätt bertett flitlt, 0 rfr«£,btlcl «■ 'S? Stif» WW l)ortfanh=Crment empfiehlt (4536) Fr. MfiHer II. 534«) Eine Decimalwage (60 Ctr. Tragkraft), ein großer FÜgplock, Küfer- unb Kellergeräth-, mehrere 8sitziae Arbeitstiscbi', Petroleumlampen, ein kleiner Stehpult, Sitzkastcn unb Cigarrenformen werden abaegeben bei E Pittban. 5292) Wollene Umhänge Tücher, sowie Kopftücher 'ür Damen, empfiehlt in großer Auswahl billigst A. Fangmann. Aas Neueste und Beste in Oefen finiT Musgrave s Patent irische Sparöfen auf S Ausstellungen prämiirt. 4887) Alle Herren Interessenten, welche eine billige gesunde Heizung wünschen, bitte ich. diese, auf meinem Lager, Weideugaffe B. 92, stehenden, sehr empfehlenswerthen Oefen in Augenschein zu nehmen. Rudolph Wolff. Dreschmaschinen für Hanv- und Göpelbetrieb, Fegmühlen, Obstkeltern, (4597 zu bedeutend ermäßigten Preisen bei________Flick & Kröll. Auf das mit dem 1. October beginnende vierte Ouartal ersuchen wir die Bestellungen aus die in Marburg täglich erscheinende Oberhesstsche Zeitung nebst deren Gratisbeilage Iilustrirtes Sollntagsblatt bei den Postanstalten baldigst machen zu wollen. Vierteljährlicher Abonnement- Preis 'M. 2,25. In ihren politischen Nachrichten ist die Oberh. Ztg. rasch und zuverlässig, und meldet das Neueste täglich in zahlreichen Telegrammen. Neben Fortsetzung und Schluß des Tagebuchs eines Dreiund- 'ty* y * achtzigers wird im erzählenden Theile des Blattes Anfang October zum Abdruck kommen: „Der schwarze Stier". Erzählung von Rudolph Wellnau. Im „Illustrirten Sonntagsblatt" beginnt: „Das Opfer der Kaiserin^. Historische Erzählung von B. A. Nack. Beides höchst spannende und interessante Erzählungen. Inserate ä Zeile nur 10 H finden bei dem großen Leserkreise der Oberh. Zeitung eine wirksame Verbreitung. Die Expedition der Oberhesfischen Zeitung. Aermietyungen. 5368) Ein kleines möblirtes Zimmer zu »ermiethen. _________ E. Ottmann, Schloßgaffe. 5347) Etn möblirteS Zimmer zu oer- mtethen bet P. Herbert, Neuenweg. 5350) Ein möblrtS Zimmer zu oermie- then.________________Wetzlicinaasse A. 61. 5357) Ein Logts außerhalb der Stadt ist an eine ruhige Familie zu vermtethen. Ws? sagt die Exped. d. BlttS._________ 5352) Ein am 1. October beziehbares LogtS zu vermietheu. I. Schneider, Spengler, Wallthorstraße. 5361) Möblirtes Zimmer per 1. October zu vermtethen. ________________Jul. Noth, Gaitfeld. 5360) Das von Herrn Dr. S t a mm l er bewohnte Logis, 6 Zimmer, 2 Kammern, Küche nebst sonstigen Bequemlichkeiten tst anderweitig zu vermtethen. Moritz Heichelheim. 5367) Der zweite Stock meines Hauses zu vermtethen und kann gleich übernommen werden. Ehr. Schopbach^ 5366) In meinem vor dem Neuenweger- 'thor erbauten neuen Hause sind drei Fami- ltenwohnung(N von je 5 Zimmern und allem Zubehör zu vermtethen und bis zum 15. October beziehbar. __________ P. Pitz, Zlmmermeister. 3526) Eine Wohnung an eine ruhige Familie zu vermtethen __________bei Alexander Meyer. 5249) Ein FamllikNlogts mit Garten- antheil und Bletchplatz bis zum 15. Octobcr zu vermiethen bet Kaspar Schomber, Ziegler, —_______________Neustädterthor._________ 5262) In dem B r ü ck'schen Hause am Brand, mittlerer Stock, sind 2 freundliche, tnetnandcrgehende Zimmer, Wohn- und Schlafzimmer, wöblirt, zu vermtethen. Nähe- reS bet___________________Herrn Brück. 5342) Em möblirteS Zimmer vöm 1. Oktober an zu vermtetheii. Eugen Kauffmann, Altcenstraße. 5322) Ein elegant mödlirtesZiminer mit Schlafcabinet tst zu vermiethen. ______Giünbcrgeiftraße im Schützenhof. 5299) Eine Famtlicnwohnung zu vermiethen und 15. Octobrr zu beziehen bei ____________Ferd. Felstng, Neuenweg. _ 4674) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Mäusburg D. 16. 5250) In meinem neuerbauten Haufe an der Frankfurterstraße sind noch zwei Famtltenlogis, bestehend aus je vier Zimmern mit Zubehör, tat Oct ober beziehbar, zu vermiethen. ________________C Brandes. 5123) Wolkengasse E. 90 ist per 1. October ein möblirtetz Mansardenzimmer mit Cabinet an einen Henn zu vernttetben. 5035) Der zweite Stock meines HauseS ist zu vermiethen und den 15. November zu beziehen. I. Becker, Gartfeld. vermischte Anzeigen. 5353) Mehrere Mädchen, welche in Hausarbeiten und in der Küche zur Mit hülfe bestehen können, suchen Stellung aus sofortigen Eintritt. Näheres bei Bermtetherin Frau LangSdorf, _______________Llr denplatz 244._______________ Zehn M. Belohnung dem Wiederbrtnger eines wahrscheinlich aus der Landstraße verlorenen Päckchens, enthaltend : 1 goldenen Fingerhut mit dem Buchstaben C. gravtrt, eine große Scheere mit Elfen- deingriff und Futteral, eine kleine Schwere, ein Elfcnbeinbletstift und eine angefan^ene Stickerei. (5351 Abzugeben an die Exprd. d. Bltts. 5245) Walzen, Korn Gerste, Hafer kauft______________D, Neustadt- 5334) Ein tüchtiges Hausmädchen auf Weihnachten gesucht. Emil Pi stör. 5340) Ein Kindermädchen zum sofortigen Eintritt gesucht. Frau E. Hanau, _____________________________Gartfeld.______ 5345) Ein Knabe, der das Nageln von Cigarrenkistchen versteht, kann in meiner Fabrik sofort Beschäftigung finden. ____________Arnold Müller. Reparaturen an Nähmaschinen, auch wenn sie nicht in meinem Geschäft gekauft sind, werden schnell und gut ausgesührt. (4777 Theodor Haubach. Reichensand-Bahnhofstr. No. 99,9. 4587) Für ein husigeS Fabrik,^efchäsl wird per sofort ein mit guten Schulkenntnissen versehener junger Mann in die Lehre gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 5246) Heu und Stroh zu kaufen ge- sncht, von L. Süß, Neustadt. 535 4) Untenn Heutigen haben wir den Alleinverkauf unserer Braunkohlen dem Herrn <*g. Unverzagt 1. für Gießen und Umgegend übertragen. Indem wir dies zur öffentlichen Kenntniß bringen, bitten wir, alle Bestellungen direct an obige Firma zu richten. Braunkohlen-Gewerkschaft Elm. Bezugnehmend auf Obiges offerire ich trockene Braunkohlen I. und II. Qualität zum Zechen preise und bemerke, daß sich dieselben vorzugsweise zu Ofen-, Maschinen- und Ziegel-Brand eignen. Mit Achtung G-g. Unverzagt I. V Meter-Verein! y 5363) Heute Abend präciS 8' 2 Uhr im Frankfurter Hof: Erste große Gala-Sitzung. Tagesordnung : 1) Radikale Vertilgung der Colorado-Käfer durch sämmtUche G'keler. 2) Eintheilung der durch diese Vertilgung entstehenden Bastard- Gikeler-Racen. Alle Gikelcr sind höflichst etngeladen und haben Nicbtgikeler, Hinkel und mich Glucken freien Eintritt._____________________ »er Ober-Glkeler._____ Warme Bäder Erlaube mir, meine Bade Anstalt in empfehlende Erinnerung ;u bringen. 87)__Euter. Vorbereitungs- Institut in Giessen. Planmässige und gründliche Vorbereitung für alle Arten Militär-, spezielle Finanz- und Geometer-Examina, für den kaufmännischen Beruf, sowie behufs Aufnahme in polytechnische und sonstige höhere Schulen. Für Geschäftsleute, welche sich für ihren Beruf oder ein Examen vorbereiten wollen, an den gewöhnlichen Cursusstundcn theilzunehmen aber behindert sind, ist ein Abend-Cursus eingerichtet. Beginn des Winter-Semesters am 15. October. Der Vorsteher: Dr. Kübel, 5355) Reichensand-Bahnhofstrasse Nr. 93% q. Zur gest. Beachtung. 5194) Einem verehrlichen Publikum zur Nachricht, daß ich Montag den 8. «Oktober einen Tanzcursus eröffne, und bitte, Anmeldungen gest. bald an mich gelangen zu lasten. Hochachtungsvoll Ferd. Schmidt „Die Post", die billigste der grasten Berliner Abend-Zeilungen, wahrend des Krieges täglich erscheinend. Abonnementspreia: 6 Mk. pro Quartal. Die Exemplare für jeden Ort werden direct expedirt und neueste Nachrichten bis zum letzten Augenblick nachgetragen. Keine Zeitung ist deßhalb im Stande, so zeitig das Neueste aus Berlin zu neiden, als die „Post." Ausgedehnteste Correspondenz aus Wien, Paris, Petersburg und vom Kriegsschauplatz. Reichhaltigste Telegramme. Eigenes Bureau im Parlamente, deßhalb ausführlichste Berichte an demselben Tage. Genaueste Sport-Nachrichten. Börsen-Nachrichten, gediegenes Feuilleton. Man abonnirt bei jeder Postanstalt, sowie bei der Expedition drr „post". Berlin S.W. Zimmer-Straße 96. Reise-Abonnements nach jedem beliebigen Orte, jederzeit Adreffenänderung beiücksichtigt, sratco unter Kreuzband 1 «X Inland, P/4 «X Ausland pro Woche. Di, Kunstreiter-Gesellschaft S. Blumenfeld trifft heute hier ein. Pferdeliebhaber können sich die Pferde im Gasthof „Zum ßötoen* ansehen. Anfang der ersten Vorstellung wird durch Plakate bekannt gemacht. Der Circus ist auf dem Brand im Bau begriffen. Hochachtungsvoll 5364) Oscar Bogge^ (Geschäftsführer. 2000 Original Illustrationen, 200 Stickerei-Vortagen, 200 Jährlich: Schnittmuster, Original-Artikel der beliebtesten deutschen Schriftsteller und künstlerisch ausgefuhrte Original-Illustrationen. wodurch unter Beifügung einer klaren Beschreibung, dargestellt werden: Alle Arten Toilettengegenstände für Damen und Kinder, ferner Leibwäsche für Damen, Herren und Kinder, Handarbeiten in reichster Auswahl. — Der „belletristische Theil“ bringt nur stylvolle unterhaltende und belehrende 14täglge Ausgabe: AUS UND WELT VII. Jahrgang. Erscheint 2 Mal monatlich. Preis für das ganze Vierteljahr (6 Modenummern mit 6 Unterhaltungs- und 6 Schnitt- Beiblättern) : 2 R.-Mark. Einladung zum Abonnement auf die illuslrirlen Modenzeitungen lATAfll A XXVII. Jahrgang. Erscheint 4 Mal I Ile I Ä monatlich. Preis für das ganze Viertel- * “ ■ jobr (6 Unterhaltungs-, 6 Modenummern mit 6 colorirtcn Modekupfern und 3 Schnittbeiblättern): 2 R.-Mark 50 Pfge. Dasselbe. Prachtausgabe mit jährlich 52 colorirten Kupfern: 4 R.-Mark 50 Pfge. Jährlich : 2000 Original-Illustrationen, 200 Stickerci-Vorhgen, 400 Schnittmuster. lllush’irte ODENZEITUNG ziehungsweisu „Haus und Welt“, giebt in jeder Nummer den vollständigen Inhalt einer Arbeits-Nummer der beiden Zeitungen wieder. V. Jahrgang. Erscheint 2 Mal monatlich. Preis für das ganze Vierteljahr: 1 R. Mk. Die Illustrirte Modenzeitung , eine billige Volks- Ausgabe von „Victoria“ be- Expedition der Victoria 46, Lützowstrasse in Berlin W. Allo Buchhandlungen und Postämter des In- u Auslandes nehmen jederzeit Bestellungen entgegen und liefern auf Verlangen Probe nummern gratis. | Concordia. Sonntag den 30. September, Abends *lj\ Uhr, findet eine Tanz - Unterhaltung im WENZEL'schen Saale statt.______________Der Vorstand. 4057) Zur Anfertigung neuer Pumpen aller Art, Bier- Apparaten, Wafferleitungen, somu- m Reparaturen derselbe empfiehlt sich Friedrich Weber, Pumpenmacher, Gartfeld. verantwortliche Revacnon: A. Scheyda. — Druck und fßtrUa der Brühfschen Uutv -Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.