COOOOCXXXXXXXXX vo» beult an wohne ich bei ptrni CarlOckel amLudwigspli^ ’* ««?&•) jft SeTrLeb-eW* Cini oS^^-Iner. t’Ccl9emäiir^ rb5n rotvuchirt »ns »Ift. ®O»fünt\ b «ltts. ' fltblC^ L“".’“““«arbeit. °"" 7 Bcksteh. ^'««ftÄbsr Mk«? BB«*“ [’Jjtragr bittet dieselbe inAinter^ .^Kanzler Birnbaum 2 iratn ,u lassen. W ^31 Weißbindergesellen inblanqer gesucht von [ar/ Euler, a, d. Tchoott <' inunb Mei tauf oen gitiagtmn ml, Stiefeln, ftemben, Atzjrug, n, @olb unb Silber, an&er W em Gelbe, alten Otlgemälben, M1 len, ftupier, Messing, Zinn, RoßhErn, i. Modeln k. del Loxäs EothenbeTgeT, Anrmwth MB. neben dem .Gasthaus zum ßopm*. G. Groell, l pract. Zahnarzt, Marburg. ireAftunben von 9-4 W Wjj Fiechtenkranke i/.Bru-v dende hält Dr Joehheh rmstadt a. d. Stadtkapelk^r^ sich in i- nut Regenschirm untren dtrselbm P MM Wer. , . Erinnerol stalt in wpw1 i. Nergckkl ,irt P-E uni «nf,f e,»,^ £el! -d i" Wo 9ß. Freitag, den 27 April 1877. WKWHWW A»M. «HZ AmtÄktt für de« Klkis Sichen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. . P^ciö vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. m,it Vringerlohn. (Expedition r Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 5^ Pf. Amtlicher I h e i t. B e k a n n t m a ch u n g. Die in unserer Bekanntmachung vom 19. Januar l. I. — Anzeiger Nr. 17 — für die Orte des Stadt- und Landgerichtsbezirks Gießen angeordnete Hundesperre heben wir hiermit auf. Gießen, den 25. April 1877. Großherzogliches Kreis am r Gießen, v. Röder. politischer H h e i t. Deutschland. Darmstadt, 24. April. Der Kaiser hat heute Mittag der Prinzessin Karl einen Besuch abgestattet. Berlin, 24. April. Der Reichstag genehmigte in unerheblicher De- batte die zur Berathung gestellten Capitel, betr. die einmaligen Einnahmen und Ausgaben des Reichs-Etats, in zweiter Lesung. Es folgt der Antrag des Abg. Richter, betr. die Abänderung des Gesetzes über den Reichs-Jnvalrden- Fonds und des die französische Kriegs-Contribntion betreffenden Gesetzes. Der Antrag der Budget-Commission geht wesentlich dahin, den § 2 des Richter'- scheu Antrages, wonach 55 Millionen aus dem Reichs-Jnvaliden-Fonds zur Anleihe-Tilgung und Deckung der einmaligen Ausgaben der Marine-, Poff und Telegraphen - Verwaltung verwendet werden sollten, zu streichen. Der Reichskanzleramts-Präsident Hofmann und der Bundes - Commisiär Michaelis sind gegen den Antrag. Die Abgg. Richter, Baron Maltzahn-Gülz, Lucius, Grumbrecht, Lasker und Wehrenpfennig sprechen für den Commissions-Antrag. Bei der Abstimmung wurden die §S 1 und 3 in der von der Commission beantragten Faffung angenommen. § 2 wurde vom Antragsteller zurückgezogen. Bei der fortgesetzten zweiten Lesung W Etats wird der Etat des Jnvalicen- Fonds nach den Cpmmissions-Auträgen genehmigt. Den Commissions-Anträgen wegen Einstellung der Zinsen vom Reichstags-Gebäude-Fonds in den Etat wurde zugestimmt; desgleichen wurde der Etat des allgemeinen Pensions Fonds genehmigt. Es folgt die Berathung der an die Budget-Commission verwiesenen Theile des Militar-Etats. Eine längere Debatte ruft die beantragte Mehrforderung für 105 neue Hauptmanns-Stellen hervor. Feldmarschall Gras Moltke weist die Nothwendigkeit dieser Mehrforderung nach. Auch er wünschte einen langen Frieden, aber die Zeiten ließen einen solchen nicht hoffen, vielmehr sei die Zeit nicht fern, wo jede Regierung alle Kräfte zur Sicherung ihrer Existenz werde anspornen müssen. Es wurzle dies in bem leidigen Mißtrauen der Regierungen gegen einander. Auch Frankreich habe bezüglich seiner Landes- Verthkidigung in den letzten Jahren Großes zu Stande gebracht. Ungewöhnlich große Truppenmaffen lägen zur Zeit zwischen Paris und der deutschen Grenze. Frankreich thue Alles für seine Armee und finde dabei ungeteilte Zustimmung im Volke. Frankreich sei Deutschland entschieden darin voran, daß es Cadres für den Krieg schon im Frieden fertig habe. Deutschland könne sich einer ausgleichenden Maßregel rstcht entziehen. Die Anträge der Commiision, wonach 105 Hauptmanns-Stellen bewilligt werden möchten, werden hierauf gegen die Stimmen des Fortschritts, des Centrums und der Socia- liften angenommen. Zahlreiche andere Etats-Positionen werden ohne erhebliche Debatte genehmigt. Die Positivs süjc die Unterofficier-Schule in Weilburg wird von Richter (Hagen) bekämpft, von dem Bundes-Commiffär Voigts-Rheetz vertbeidigt und vom Hause mit 123 gegen 116 Stimmen mittelst Hammelsprungs genehmigt. — Die Journal-Nachrichten, nach welchen die Ernennung des Prinzen Reuß zum Botschafter in Konstantinopel vollzogen sei, sind verfrüht. Allerdings wird bestätigt, daß der bisherige Botschafter, Baron Werther, in Ruhestand tritt und Prinz Reuß für den Fall der Wiederbesetzung in Aussicht genommen sei, doch ist über den Zeitpunkt, wann der Botschafter-Posten in Konstantinopel wieder besetzt wird, noch nichts bestimmt. Die Uebernahme der Vertretung der russischen Untertanen in der Türkei durch Deutschland ist in dem Bewußtsein der mit dieser Ausgabe verbundenen Schwierigkeiten erfolgt. — In der Abendsitzung beendigte der Reichstag die Berathung des Militär- Etats und nahm die meisten Positionen ohne Debatte nach den Commissions- Anträgen an. Der Antrag Richters auf Erhöhung der Vergütungen für Quartier-Leistung wurde abgelehnt, der Gesetz-Entwurf, betr. die Aufnahme einer Anleihe für die Zwecke der Marine-, Post- und Telegraphen-Verwaltung ohne Debatte in der von der Commission vorgeschlagenen Faffung angenommen und schließlich der Etats-Gesetz-Entwurf genehmigt. Für Donnerstag steht die dritte Lesung des Etats aus der Tagesordnung. Hesterreich. Wien, 24. April. In vergangener Nacht ist die russische Vorhut, 50,000 Mann stark, in Rumänien eingerückt. Der Großfürst Nikolai erließ ein Manifest, worin er den Rumänen eine freundliche Aufnahme der russischen Armee empfiehlt. 50,000 Mann marschiren von Tartarbunar auf Galatz, 5 Divisionen und 40 Geschütze rücken von Kabey gegen die Donau-Linie bei Ismail vor. Rumänien hat gegen den Einmarsch sormell protestirt. Wien, 24. April. Die „Polit. Corresp." meldet telegraphisch aus Bukarest vom 24. d. Mts.: Die russische Armee hat in der letzten Nacht an drei verschiedenen Punkten den Pruth überschritten. Schon am 21. April, Abends, passirten 1200 berittene Kosaken Kitila bei Bukarest, nach Kalafat gehend. Ein rumänisches Kavallerie- Regiment ist nach Kalafat abgegangen. Hier ift die Aufregung auf's Höchste gestiegen. Wien, 25. April. Unser Botschafter, Graf Zichy, wird in kürzester Zeit nach Konstantinopel zurückkehren. — In Czernowitz eingetroffene Reisende berichten, daß die rumänischen Heerstraßen in Folge anhaltender Regengüsse für die Ruffen nur schwer praktikabel seien. — Aus Jassy, Galatz und Bukarest wird der Maffen-Einmarsch der Ruffen gemeldet. — Die Türken überschreiten bei Widdin die Donau. Wien, 25. April. Die „Pol. Corr." meldet telegraphisch aus Konstantinopel vom heutigen Tage: Das von der Pforte unter Berufung auf den Artikel 8 des Pariser Vertrags an die Mächte gestellte Ansuchen behufs Mediation ist ersvlglos geblieben. Dasselbe wurde überall als verspätet negativ beschieden. Dieselbe Correspondenz meldet: Bukarest, 25. April, Morgens. Gestern besetzten 15,000 Russen die strategisch wichtige Bahnbrücke von Barbosch. Während der verflossenen Nacht passirten massenhaft russische Infanterie den Pruth. Gestern sind bereits 50,000 Mann russischer Truppen auf rumänischem Boden eingerückt. Ein starkes russisches Armee-Corps rückt gegen die Dobrudscha vor. — Die Türken haben gestern Abend unbewegt an der Donau gestanden. Das Gerücht von einer Besetzung Kalafats durch die Türken ist unwahr. Die rumänischen Truppen haben sich von der Donau ins Innere des Landes zurückgezogen, in zwei Corps gecheckt, wovon eines bei Bukarest und das andere bei Crajova concentrirt wird. Die rumänische und türkische Bevölkerung der Donau-Ufer flüchtet maffenhaft ins Innere Rumäniens. P-sth, 25. April. (Abgeordnetenhaus.) Ernst Simonyi interpellirt über das Verhalten der österreichisch-ungarischen Regierung gegenüber dem jetzigen Stadium der Orient - Frage. Der Beschluß - Antrag der Regierung auf Entsendung einer Quoten-Deputation wurde mit großer Majorität angenommen. Arankrcich. Paris, 24. April. Der „Temps" berichtet: „Wie wir erfahren, wurde der englische Geschäftsträger in Konstantinopel beauftragt, in Englands Namen bei der Pforte daraus zu bringen, daß sie den Hafenplatz Odeffa möglichst schone. Die Pforte hat die Absicht, ablehnend zu antworten und bemerklich zu machen, daß man während des Krimkrieges nicht auf allen Punkten mit gleichem Nachdrucke habe vorgehen können, und zwar erstens wegen der entscheidenden Streitkräfte, welche dieses Bündniß mit Frankreich und England der Türkei zusicherte, unb zweitens weil bie französischen, englischen unb italienischen Interessen in Odessa engagirt waren; gegenwärtig stehe die Pforte Rußland allein gegenüber, und sie sehe sich daher genöthlgt, sich aller möglichen Mittel des Angriffes und der Vertheidigung zu bedienen." Paris, 25. April. Die „Agence Havas" meldet: Die Pforte richtete an die Mächte eine lange Circular-Depesche als Antwort auf das russische Manifest und die Circular-Depesche des Fürsten Gortschakoff. Die Pforte sucht darin nachzuweisen, daß die Türkei Rußland in keiner Weise zum Kriege provocirt habe; sie erinnert an bie Anstrengungen, die sie gemacht, das Loos der Christen zu verbessern und den Mächten Genugthuung zu geben, unb fügt hinzu, baß sie ben russischen Antrag nicht verstehen könne unb daher den Pariser Vertrag anrufe und an die Mediation der Garantie-Mächte appeüire. England London, 24. April. In der Sitzung des Oberhauses theilte Lord Derby mit, daß nach einem von ihm empfangenen Telegramm 17,000 Ruffen in letzter Nacht die Grenze überschritten hätten. Vom Grafen Schuwaloff habe er das russische Rundschreiben erhalten, worin constatirt werde, daß den russischen Truppen der Befehl ertheilt sei, die Grenze" zu überschreiten. London, 25. April. Sitzung des Oberhauses. Lord Derby antwortet dem Earl Grey: Der Sultan und bie türkischen Minister hielten während aller Verhandlungen an dem Glauben fest, daß der Krieg der Türkei früher oder später aufgenöthigt werde, demnach jedweder Vorschlag erfolglos sei. Derby bedauere das Ereigniß, aber er habe bei den Versuchen, den Frieden herbeizuführen, stets die Ueberzeugung gehabt, daß er sich dabei auf die Lösung eines unlösbaren Problems eingelasien habe. London, 25. April. Das Unterhaus lehnte in seiner gestrigen Sitzung die Motion Schaws, wodurch die Wiederherstellung des irischen Parlaments beantragt wird, mit 417 Stimmen gegen 67 ab. Italien Rom, 24. April. In der Deputirten-Kammer erklärte der Minister des Innern, Nicotera, in Erwiderung auf eine Anfrage: Die Regierung beabsichtige außer de« bereits aufgelösten Vereinen der Internationalen auch andere außerhalb des Gesetzes stehende Vereine zur Auflösung zu bringen. Auf die Interpellation Visconti Venosta's bezüglich der orientalischen Politik gab der Minister des Auswärtigen, Melegari, folgende Erklärung ab: Italien war durch seine inneren und äußeren Verhältnisse eine friedliche, auf Achtung der Interessen und Rechte anderer Staaten gerichtete Action vorgezeichnet, die darauf abzielte, die Verträge bezüglich der Integrität der Türkei aufrecht zu erhalten und sich den übrigen Mächten in dem Bestreben der Vermeidung des Krieges anzuschließen. Ztalien hat diese Politik streng befolgt und mit allen Mächten freundschaftliche Beziehungen unterhalten. Die Regierung that im Interesse der Montenegriner, Griechen, Bulgurier und Bosnier Alles, was nur möglich war, und werde die bereits von den früheren Cabineten eingehaltene friedliche, unabhängige Politik fortsühren, so lange die Ehre und die vitalen Interessen des Landes darin keine Aenderung erheischten. Visconti Venosta sprach seine Befriedigung über die Erklärung des Ministers aus. Petrucelli della Gattina äußerte sich im entgegengesetzten Sinne und beantragte eine Auf forderung an die Regierung, sich an die in den Jihren 1866 und 1867 pro clamirten Principien zu halten. Der Minister - Präsident Depretis erklärte: Die Motion Petrucelli's implicire ein Mißtrauens-Votum gegen das Ministerium. Italien werde seiner Friedens-Mission treu bleiben, das Cabinet die Ereignisse wachsam verfolgen und, wenn nöthig, die Unterstützung der Kammern ansuchen. Rom, 25. April. Ueber die gestern in der Deputirten-Kammer abgegebenen Erklärungen der Minister Melegari und Depretis wird noch weiter mitgetheilt: Dieselben erklärten auf das Formellste, daß Italien, nachdem es seine Friedens- und Versöhnungs-Mission erfüllt habe, aus den Unterhandlungen betreffs der orientalischen Frage frei und ohne jede besondere Verbindlichkeit hervorgegangen sei und zu allen Mächten ohne Unterschied sich in vortrefflichen Beziehungen befinde. Italien sei bereit, sobald die Umstände es gestatten, das Werk der Pacificirung wieder auszunehmen, und zugleich entschlossen, diesen Charakter seiner Politik zu bewahren. In Betreff der Frage, ob Italien militärische Maßnahmen zu treffen beabsichtige, erklärten die Minister, daß dies gänzlich außerhalb der für jetzt in Aussicht genommenen Bestimmungen liege. Die Regierung werde übrigens keine Maßregeln treffen, ohne das Parlament vorher in die Lage zu setzen, über dieselben zu berathen. Nach diesen Erklärungen wurde die Discussion geschlossen. Rußland. Petersburg, 24. April. Das Circularschreiben des Fürsten Reichskanzlers Gortschakoff an die russischen Botschafter in Berlin, Wien, Paris, London und Rom lautet wie folgt: Das kaiserliche Cabinet hat seit dem Beginn der orientalischen Krise alle Mittel seiner Gewalt erschöpft, um unter Mitwirkung der Großmächte eine dauerhafte Pacifikation der Türkei herbeizuführen. Alle in Folge des zwischen den Cabineten der Mächte hergestellten Einverständniffes der Pforte nach und nach gemachten Vorschläge sind jedoch auf unüberwindlichen Widerstand der Pforte gestoßen. Das am 19. (31.) März d. I. in London unterzeichnete Protokoll war der letzte Ausdruck des Gesammt willens Europas. Das kaiserliche Cabinet hatte dazu als zu einem Versöhnungs- Versuche die Hand geboten. Dasselbe hatte durch eine dem Protokoll beigegebene Declaration von demselben Tage die Bedingungen bezeichnet, welche, wenn sie loyal und aufrichtig von der türkischen Regierung angenommen und ausgeführt wurden, geeignet waren, die Wiederherstellung und Befestigung des Friedens herbeizuführen. Die Pforte hat mit einer abermaligen Ablehnung darauf geantwortet. Diese Eventualität war von dem Londoner Protokoll nicht in's Auge gefaßt worden. Europa hatte, indem es seine Wünsche und Entschließungen formulirte, sich darauf beschränkt, zu bestimmen, daß die Großmächte, falls sie in der Hoffnung sich getäuscht sehen sollten, die Pforte die zur Verbesserung der Lage der christlichen Bevölkerung bestimmten und ein- müthig als für die Ruhe Europas als unerläßlich erachteten Maßregeln mit Energie zur Ausführung bringen zu sehen, sich vorbehielten, gemeinsam die Mittel zu bezeichnen, welche sie für geeignet halten würden, das Wohl der Bevölkerung und die Jntereffen des allgemeinen Friedens zu sichern. So hatten die Cabinette den Fall vorausgesehen, daß die Pforte die Versprechungen nicht erfüllen würde, welche sie mache, aber nicht den Fall, daß die Pforte die Forderungen Europas zurückweisen würde. Zu gleicher Zeit ist durch die Declaration, welche Lord Derby zu dem Protokoll abgegeben hat, constatirt worden, daß die Regierung Ihrer Majestät der Königin von England nur im Hinblick auf die Jntereffen des allgemeinen Friedens in die Unterzeichnung des Protokolls gewilligt hätte. Es verstünde sich von vornherein, daß in dem Falle, wo dieser Zweck nicht erreicht würde, nämlich die gegenseitige Abrüstung und der Friede zwischen Rußland und der Türkei, das Protokoll als null und nichtig betrachtet werden solle. Die Ablehnung der Pforte und die Motive, welche ihr zu Grunde liegen, lasten keine Hoffnung, daß die Pforte den Wünschen und Rathschlägen Europas entgegenkommen werde und schließen auch jede Garantie dafür aus, daß die für die Verbeffernng des Mooses der christlichen Bevölkerung in's Auge gefaßten Reformen zur Ausführung gelangen. Sie machen auch den Frieden mit Montenegro und die Ausführung der Bedingungen unmöglich, unter denen die Abrüstung und Pacification herbeigeführt werden könnte. Unter diesen Umständen ist jedes Gelingen eines Ausgleichs-Verfahrens ansgeschlosten und es bleibt nur die Alternative, entweder den Zustand der Dinge fortdauern zu lasten, welchen die Mächte als mit ihren Jnteresten und denen Europas für unerträglich erklärt haben, oder zu versuchen, durch Zwangs- Mittel Das zu erreichen, was von der Pforte aus dem Wege der Verständigung zu erlangen den einmüthigen Anstrengungen der Mächte nicht gelungen ist Mein erhabener Herr hat beschlosten, Das zu unternehmen, wozu Se. Majestät die Großmächte aufgefordcrt hatte, in Gemeinschaft mit ihm thäliz zu sein. Se. Majestät hat seinen Armeen Befehl gegeben, die Grenzen der Türkei zu überschreiten.^ Sie wollen diesen Beschluß zur Kenntniß der Regierung bringen, bei welcher Sie beglaubigt sind. Indem mein erhabener Herr diesen Schritt thut, erfüllt er seine Pflicht, welche ihm durch die Jntereffen Rußlands auf- erlegc ist, besten friedliche Entwickelung durch die beständigen Wirren im Orient gehemmt wird. Se. Majestät hat die Ueberzeugung, zu gleicher Zeit den An- schauungen Europas zu entsprechen, gez. Gortschakoff. Petersburg, 24. April. Note des Fürsten Gortschakoff an den türkischen Geschäftsträger Tavsik-Bey d. d. Petersburg 12. (21.) Sipril 1877. Nachdem die ernsten Erörterungen zwischen der kaiserlichen Regierung und der Pforte in Betreff einer dauernden Pacification des Orients nicht zu der erwünschten Einigung geführt haben, sieht Se. Majestät mein erlauchter Gebieter zu seinem Bedauern sich genöthigt, seine Zuflacht tzu der Waffengewalt zu nehmen. Haben Sie daher die Güte, Ihre Regierung zu benachrichtigen, daß vom heutigen Tage ab Rußland sich im Kriegszustände der Pforte gegenüber befindlich betrachtet. Die erste Folge hiervon lst der Abbruch der diplomati- schen Verbindung der beiden Länder. Ich ersuche Sie, mir gefälligst anzeigen )1 wollen die Anzahl und die Rangstellung der Personen, aus welchen die ottomanische Botschaft ui Petersburg besteht, damit ihnen die nöthigen Pässe zugefertigt roerbcn können. W >s die in Rußland befindlichen ottoinanischen Unterthanen angeht, so steht es Denjenigen welche das Land verlasten wollen, frei, dies ungehindert zu thun. Diejenigen, welche es Vorgehen sollten, zu bleiben, dürfen sich des vollen Schutzes der Gesetze versichert halten. Gez. Gortschakoff. — Oer türkische Geschäftsträger hat dem Reichskanzler eine Note zugehen lassen, m welcher er sich bei demselben verabschiedet. Petersburg, 25. April. Der „Regierungs-Bote" veröffentlicht einen kaiserlichen Befehl, wodurch das Gouvernement Bestarabten, die Litoral-Districte, die Gouvernements Cherson und Taurien und die Halbinsel Krim in Kriegszustand erklärt werden. _ Petersburg, 25. April. Die Meldung auswärtiger Blätter, daß die. Frage, ob ein Moratorium zu gewähren, in Erwägung gezogen werde, wird von bestunterrichteter Sveite als gänzlich unbegründet bezeichnet und wird ausdrücklich hervorgehoben, daß zu solchen Maßnahmen absolut keine Veranlaffung vorliege. Krakau, 25. April. Der Czar hat 200 Millionen Rubel aus seinem Privat-Vermögen zu Kriegszwecken gewidmet. Kischeneff, 24. April. Der Kaiser empfing in Ungheni gestern Nachmittag den Metropoliten des moldauischen Klerus. Indem er diesem für die dargebrachten Glückwünsche dankte, empfahl er zugleich sich und seine Armee den Gebeten des orthodoxen Klerus und sagte, er hoffe in der rumänischen Nation freundschaftliche Gesinnung zu finden. Um Mitternacht kehrte der Kaiser hierher zurück. Türkei. Konstantinopel, 24. April. Die von Savfet Pascha an die Vertreter der Pforte im Auslande gerichtete Mittheilung lautet: „Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten an die Vertreter der Pforte im Auslande. Konstantinopel, 24. April. Der russische Geschäftsträger in Konstantinopel hat heute eine Note an mich gerichtet, um mir anzuzeigen, daß er von seiner Regierung Befehl erhalten hat, die diplomatischen Beziehungen mit der hohen Pforte abzubrechen und Konstantinopel mit dem Personal der Botschaft, gleichzeitig mit allen russischen Consuln im türkischen Reiche zu verlassen. Herr Nelidoff ist schon mit den Angehörigen der Botschaft von Konstantinopel abgereist. Die hohe Pforte hat ihr Möglichstes gethan, um einen solchen äußersten Schritt zu vermeiden, aber Angesichts der von der russischen Regierung ergriffenen Initiative sieht sich die Regierung Sr. Majestät des Sultans auch ihrerseits genöthigt, zu befehlen, daß die ottomanische Botschaft in Petersburg und die ottomanischen Consuln in Rußland nach Konstantinopel zurückkehren." Konstantinopel, 24. April. Unter dem Vorsitze des Sultans^haben gestern und heute^Sitzungen des Ministerraths stattgefunden. Dem Vernehmen nach sendet der Sultan einen Gesandten an den Emir von Kabul. — Der englische Gesandte Layard überreichte dem Sultan in einer Privat-Audienz seine Accrcditive. — Ein Schreiben Cogalniceanu's, in welchem auf die Aufforderung der Pforte, den Durchgang der Russen zu verhindern, erklärt wird, daß man die bezüglichen Entschließungen der Kammern seiner Zett der Pforte mittheilen werde, ist hier eingegangen. Rumänien Bukarest, 25. April. Ein Decret des Fürsten eröffnet dem Kriegs- Minister einen außerordentlichen Credit von 1,888,000 Frcs. zur Deckung der durch die Mobilmachung erwachsenden Kosten. Jassy, 24. April. Der Ober-Commandant der russischen Armee, Großfürst Nikolaus, erließ folgende Proclamation: „Rumänen! Auf Befehl des Kaisers Alexander rückt die mir unterstehende, zur Bekämpfung der Türken bestimmte Armee in Euer Gebiet ein, das russische Armeen bereits freudig ausgenommen hat. Ich erkläre, daß wir als Freunde kommen, die nur Euer Wohl wollen, und hoffen bei Euch die edlen Gesinnungen zu finden, die Eure Vorfahren der russischen Armee in früheren Türkenkriegen bekundet haben. Dem Befehle des Kaisers entsprechend, kündige ich Euch den Durchzug der russischen Armee durch Euer Gebiet an, welcher Durchzug von kurzer Dauer sein und Euch keine Furcht einflößen soll. Ich fordere Euch auf, Euren gewöhnlichen Geschäften nachzugehen und unserer Armee die Mittel zu verschaffen, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Ich habe die nothwendigen Maßregeln getroffen, damit die Militär Kasse alle Armee-Einkäufe unverweilt bezahle. Ihr kennt die Dis- ciplin der kaiserlichen Armee und ich bin sicher, daß sie in Eurer Mitte ihre Ehre unversehrt bewahren werde. Die russische Armee wird Eure Ruhe nirgends stören, vielmehr Eure Gesetze, Gewohnheiten und Vermögen achten Rumänen! Unsere Vorfahren haben ihr Blut für Eure Freiheit vergossen! Wir haben das Recht, Euren Beistand für die bei Euch zu dem einzigen Zwecke durchziehende Armee zu verlangen, um den unglücklichen Christen der Türkei, deren Mißgeschick das Mitleid Rußlands und ganz Europas erweckt hat, zu Helsen." 24. Slplt „ss*. Ss$w- ' einige für füminW , „ wr Ji, hs** Stgs nifljte ein %m°el ungwerthige gemahlene l mit einem geringen Zm fror groben Zuiatze von müssen dadurch sicher die Za Verbrauch an Sage -artige Iäremuhle in Milten iiüh« °-rbr»w her «leie so ähnliches F schwer zu erkennen ist. ■jßie verschieden u warteten und nusgepries dien der Unterzeichnete rtWflt augenblicklich süh überlasse ich die Schluß das streitige Fabrikat d sehr viel in allen Zeitui sicher viel gelaust ist. Im September 1 mit welchem ich große ( angezeigten Palmmehls kleine Probe gezeigt, we hatte, da aber oie gleid Analysen einen hohen (5 s eselben mit den Wolff' nend sehr billigen Futter falls 400 Ar. fiiufte. Ä aber wenig Leute und oie womit mietfrei waren, I dann gestürzt und nc 6'-(Vlbt in Kiel zur UnU rmalvrreins ein, und erl 9 Ü ! \ 5 k Die mit der Pro Mde Äestandtheile an- h_„2359 Mr b, Don Seiten der i faulen o,3 6i _______ Erotzh, >SÄ - 5) Ö*“ hl TjÄ'^incL’ .Ä»....... LW ia,r6inr5al «t 104,2 20 - veranschlagt H 1884 24 1162 3 2264) Brüning. 87 94 68 59 401 2664 7225 324 sich jedoch vorher bei Stadtbau- der betreffenden Länge erkundigen, ein Abfuhrschein bei dem Stadt- 13.81 32 01 4.94 9.88 5 55 33.81 Wellen 1510 6110 Eichen Nadel 77 zu: 1*1 on Saüjet Pascha an die Kr- tilung lautet: tnbtiien an bie Vertretet btx Steinen über 1,2 Meter Länge wolle man meister Stumpf über den jeweiligen Vorrath Bei Abholung von Steinen ist vorher baumeister in Empfang zu nehmen. Lauterbach, den 24. April 1877. I. Von Prof. Henneberg in 28. September 1875. Fett ...... Protein Rohfaser .... Asche Wasser Stickstofffr. Nährstoffe Stickstofffreie Nährstoffe . . Fett......... Wasser Asche Rohfaser Landwirthsehaftliches. Die NothwendigKeit einer Garantieleistung beim Perkauf von Kraftfuttermitteln. Der immer größer werdende Verbrauch von Kraftfuttermitteln, deren Qualität sich einer Beurteilung durch den Augenschein in fast allen Fällen entzieht, scheint ernstlich die Forderung zu gebieten, nur nach garanlirten Bestendtheilen zu kaufen, wie dies schon im Düngerhandel allgemeine Sitte und mit Recht auch im Samenhandel sich einzubürgern scheint. Von verschiedenen Setten ist diese Sache schon öfter angeregt worden, mehrere Handlungshäuser haben sich auch bereit erklärt, nach garantirter Analyse zu verkaufen, die Sache ist aber jedenfalls noch sehr in der Kindheit. Für den kaufenden Landmann sowohl als auch für den reellen Kaufmann und Fabrikanten müßte ein solcher Handel große Vorthcile bringen, während er die jetzt so häufig vorkommenden Verfälschungen sehr bald unmöglich machen würde. Wenn z. B- sehr ge ringwerthige gemahlene Erbsenhülsen als Erofenschrot, Reishülsen zweimal gemahlen mit einem geringen Zusatze von Gerstmgraupenmchl als Reismehl, Kleien mit einem sehr großen Zusatze von Sägespäncn als rdne Kleien verkauft werden können, so müssen dadurch sicher die Interessen des kaufenden Publikums sehr geschädigt werden. Der Verbrauch an Sägespänen soll z B- in Hamburg ein so großer sein, daß eine dortige Sagemühle in einem Jchre für 10,000 derselben verkaufte. Während r-eselben früher verbrannt wurden, ergeben jetzt Sägespäne, mehrere Male gesichtet, ein der Kleie so ähnliches Fabrikat, daß eine Verfälschung, wie selbst ein Müller sagte, schwer zu erkennen ist. Wie verschieden überhaupt der Gehalt eines Futtermittels oftmals an den erwarteten und ausgepriefenen Bestandtheilen ausfällt, kennzeichnet ein Rechtsstreit, welchen der Unterzeichneie wegen Klarstellung einer die meisten Landleute betreffenden Frage augenblicklich führt- Mich auf bloße Darlegung der Thatsachen beschränkend, überlasse ich die Schlußfolgerungen jedem Leser; vorausschicken will ich nur noch, daß das streitige Fabrikat das Palmmehl der Herren Nobläe & Co. in Harburg, welches sehr viel in allen Zeitungen empfohlen und als sehr häufig belobter Futterstoff auch sicher viel gekauft ist- Im September 1876 kam ich zu einem befreundeten Handlungshause in Eutin, mit welchem ich große Geschäfte mache, und fragte dort wegen des von Herrn N-L Co. angezeiqten Palmmehls vor. Bet meinem nächsten Besuche wurde mir denn auch eine kleine Probe gezeigt, welche allerdings nicht den angenehmen Geruch rote Palmkuchen hatte, da aber oie gleichzeitig von der Fabrik gesandten und mir vorgelegten beiden Analysen einen hohen Gehalt an roerthoollen Bestandtheilen nachwiesen, so verglich ich dieselben mit den Wolff'fchen Tabellen und bestellte darauf 500 Ctr. von dem anschet: nend sehr billigen Futtermittel, empfahl dasselbe auch noch einem Nachbarn, der ebenfalls 400 Ctr. kaufte. Am 6. October erhielt ich die letzte Sendung, da im October Lokal-Notiz. Glesien, 24. April. Von dem am 22. d- M- in Offenbach abgehaltenen 32. Turn lag des Mittelrheinkreises sind folgende Beschlüsse zu erwähnen: Es wurde eine Commission von 12 Mitgliedern, eine Person aus jedem Gau zur Statuienreoision gewählt; ferner wurde dem seitherigen Kreitzvertreter, Reuter aus Darmstadt, dieses Amt auf weitere 4 Jahre übertragen; die Wahl der Abgeordneten zum deutschen Turntag jedem einzelnen Gau überlassen und weiter bestimmt, daß das mittelrheinische Turnfest, der unaünsttgen Zeitverhältnisse halber, in diesem Jahre nicht abgehalten werden soll. — Sämmtliche Turniage, welche nicht gelegentlich eines Festes stattfinden, werden von jetzt ab in Mainz obgehalten. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Chaussee an der fünften Schneiße zunächst des Bahnwärterhäuschens. Gießen, am 23. April 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. Arbeitsversteigerung. Montag den 30. d. M-, Vormittags 10 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei versteigert werden: Die Unterhaltung der Pumpen, veranschlagt zu 230 Fertigung von 1500 Stück blechenen Nummerschilde, veranschl. zu 150 JL Wieseck, den 23. April 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. (2297 100.00 Die mit der Probe vorgelegten beiden Analysen, wonach ich kaufte, gaben fol- gende Bestandtheile an: Großherzogliche Bürgermeisterei Lauterbach. List. Submission. Für das Landeshospital Haina, Regierungsbezirk Cassel, 4 Meilen von der Station Kirchhain, ist eine neue Kranken-Abtheilung zu bauen, und sollen Die Arbeiten mit Ausnahme des Tit. „Insgemein" auf dem Subwisstons- wege vergeben werden. Verschlossene Offerten auf die Arbeit im Ganzen oder Einzelnen mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Freitag den 4. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, beim Bauaufseher, Herrn Blöcher in Haina, einzureichen. Zeichnungen, Bedingungen und Kostenanschlag sind beim Vorsteher, Herrn Quentin zu Haina, oder rc. Blöcher und bei dem Unterzeichneten einzusehen. Marburg, den 20. April 1877. Der städtische Baumeister: Frankfurt, 25. April. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Gentner JL 4.60-6.50, Stroh per Gentner 4.50 bis 5. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qualität 1 25—30, 2. Qual. JL. 1.20 bis 25, im Kleinhandel 1. Qual. 1.45—50, 2. Qual. JL 1.40. Gier gewöhnliche das Hundert v*L 4—4.50, italienische 5.50—6. Kartoffeln per 100 Kilogr. 6.50-8 jl Spargel das Pfund 2 Erbsen geschälte (per 100 Kilogr.) 38-40^, ganze Erbsen 24-28 Jfc; Speise-Bohnen 22—26 ^L; Linsen 38—40 JL Ochsenfleisch per Pfd. 70 3». Kuh- und Rindfleisch 50-60 H, Schweinefleisch 75 Kalbfleisch 55-65 X Hammel- I fleisch 46—63 H. Bekanntmachung. 2356) Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß nunmehr in dem von Seiten der Stadt Lauterbach betriebenen Billsteinbruch Basalt- faulen von 0,3 bis 3,5 Meter Läng? in hinreichender Menge gebrochen werden, so daß insbesondere Steine, zum Ueberdecken von Kanälen, Mühlgräben N. s. W. sich eignend, abgegeben werden können. Bei Bedarf von Die Arbeiten und Lieferungen zu dem Neubau eines Förster-Etablissements für den Schutzbezirk Königsberg, 1) Erdarbeiten Brennholz: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Göttingen, II. Von Dr. Graebe in Königsberg. 5 0 5 96 17.7 17.64 21 5 21.86 4.4 3 72 10.6 8.89 40.8 41 93 aber wenig Leute und viel zu thun, die Säcke, worin das Mehl, auch für den Octobermonat miethfrei waren, so blieben dieselben bis Ende October unberührt liegen, rour- Äen dann gestürzt und nahm ich eine Durchschnittsprobe. Am 1. November lieferte ich dieselbe in Kiel zur Untersuchung bei der Versuchsstation des landwirthschaftlichen Ge- Nk-ralvereins ein, und erhielt nach einigen Tagen nachstehende Analyse: Protein Vermischtes. München, 21. April. Vor dem Bezirksgerichte r. b. I. waren vorgestern 16 Studenten der hiesigen Universität, Angehörige verschiedener Korps, angeklagt, welche mit Heidelberger Korpsstudenten am 10. Juli 1875 in dem Wäldchen hinter der Rott- mannshöhe eine sogenannte Korpshaz ausgefochten hatten. Es war keiner der Berhci- ligten erschienen, einige der Ausländer schon abgereist. Der Staaisanwalt beantragte ■für sämmtliche Theilnehmer, mit Ausnahme von dreien, Festungshaft von je drei Monaten. Da« Urtbeil wird am 16. verkündigt. i(1 fi«4 zhlißk» I '*»•#5**" ! M Ü®8 ” Montag den 14. Wal c., Vormittags 11 Uhr, oi'- den Unterzeichneten etnzureichen. Kostenanschläge liegen bis 8. Mai bei Herrn Oberförster Neuenhagen zu Gießen und vom H. Mai ab bei dem Unterzeichneten jur Einsicht offen. | Siedenkopf, den 25. April 1877. Der König!. Kreisbaumeister: Trainer. (2362 tinottl, 24. AM. tat tyutt trat W an , simn Hchrnwtz tthal- i hohen Pforte afyubiefyn unb t, gleichzeitig mit allen russischen »en Relidoff ist schon mit ben ^emst. Die hohe Pforte bat Tfkn Lchritt zu vermeiden, ab« rHtnen JnitiA WP Unb die ottomamfchen Win .-nftTfibe des Sultans^haben »-«"5 47 78,8 48 170 , ai">' .ur 8Wf?nr9(iti heubi« V bi eltVnur ®«« bie i'« 6e5 e Ml'1* ÄrKr« 100.0 100 00. Eine so bedeutende Differenz, wonach der Werth um über den vierten Theil geringer wurde, konnte ich nicht ruhig hinnehmen. Da der Handel per compt. geschlossen, das Geld also bereits bezahlt, so theilte ich der Firma in E. sofort das Ergebniß mit, daran das Ersuchen knüpfend, sie möge sich von Herrn Nobl4e & Go. bevollmächtigen lassen, nochmals eine Probe zur Unters fudjung zu nehmen, den sich dann als Durchschnitt ergebenden Minderwerth müsse ich ersetzt erhalten, da durch das Einsenden der Probe und zwei Analysen die Qualität der verkauften Maare bezeichnet und also auch geliefert werden müsse. Die Herren N. L Co. erroieberten hierauf, das Mehl sei sehr gut, würde reißend gekauft und möge ich mich nur durch die Verfütterung von dessen Werth überzeugen. Auf meine birecte Anfrage, ob die Herren N- & Co. mir den Minderwerth ersetzen wollten, erhielt ich die Antwort, sie, die Herren N- & Co. hätten mir das Palmmelfl ja gar nicht verkauft und im ferneren Verlaufe des Briefes wurde mir noch die hübsche Aufklärung, daß die Palmkerne, woraus producirt würde, nicht nach Analyse wüchsen. Darauf ließ ich durch einen Rechtsanwalt eine Entschädigung von 1.25 X per Gentner fordern und habe jetzt, da mir diese verweigert wurde, den Rechtsweg gegen die Firma in E-, welche sich natürlich an die Herren N. & Co. schadlos halten wird, betreten müssen. Der von mir zum Ankauf beredete Freund, welcher 400 Ctr- genommen, hat ebenfalls ferne Waare untersuchen lassen und ein dem meinigen sehr ähnliches, nut wenig besseres Resultat erhalten. Vorstehendes ist ein Fall, wie es sicher sehr viele giebt, die aber meistens nicht 3ur allgemeinen Kenntniß kommen, da fast alle Herren Berufsgenossen einen kleinen Verlust einem vielleicht länger dauernden Rechtsstreit vorziehen und auf diese Abneigung und ein Verschweigen der Sache, wenn man sieht, daß man angeführt ist, rechnen sicher viele nicht reelle Geschäfte- w Wird in meinem Falle, wie ich glaube und von verschiedenen Herren Rechtsgelehrten erfahren habe, entschieden, daß gleichzeitige Vorlage von Probe und Analyse einer Garantie gleich stehe, so würde für den Futterstoffe kaufenden Landwirth schon viel gewonnen sein, wenn ich auch ein allgemeines Handeln mit fest garantirten Bestandtheilen, unter dem Zuständniß einer vielleicht 5procentigen Latitüde, für höchst wünschenswerth und nothwendig halte. Würden meine Zeilen zur Erreichung dieses Zweckes etwas beitragen, so wäre ihr Zweck erfüllt- Stendorf per Schönwalde in Holstein. C. Drenckhau. (Deutsche landwirthschaftllche Presse). Handel und Verkehr. Mannheim, 23. April. (Productenbörse.) Weizen hies. JL. 27.50 bis 28, russ. JL 25.50—28.50, calif. 28—29. Roggen neuer pfälzer JL 21, franz. JL 21—21.50, russ- 19. Gerste hies. JL 19.50—20.—, pfälzer 20—20.50. Hafer neuer 17.50 bis 18.50, russ. 17.50 per 100 Kilo. Kernen 28. Bohnen 21-24. Kohlreps deutscher JL 37, indischer Jä 33.50. Kleesamen, deutscher, 1. Sorte 70, do. 2. Sorte 60—65, Luzerne 70—80, Esparsette, pfälzer JL 18 50—19, Wicken JL 18.50 bis 19.50. Leinöl in Partien Jt 30, Faßweise 31.50. Rüböl in Partien JL. 37.50, Faßweise 38. Petroleum in Wagenladungen JL 15.50, Faßweise 3L 16. Weizenmehl per 100 Kilo mit Sack: Nr. 0 44, Nr. 1 at 40, Nr. 2 36, Nr. 3 30 50, Nr- 4 26.50. Roggenmehl Nr. 0 30, Nr 1 JL 26. Weizen und Roggen fest. Gerste und Hafer unverändert. Oele und Vetroleum behauptet- Mainz, 24. April. Weizen per Mai 27. Roggen per Mai 19.25. Hafer per Mai 17.70. Rüböl per Mai 35.50. v 1 p Friedberg, 24. April- Weizen JL 27.75. Korn 22.50. Gerste JC. 20.50. Hafer 16—20. Kartoffeln JL 6.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo — 200 Zollpfund. 2) Maurerarbeiten 3) Mauermaterial 4) Steinmetzarbeiten 5) Zimmerarbeiten incl. Material 5) Dachdeckerarbeit incl. Material 7) Schmiedearbeit incl. Material 14964 „ 89 sollen im SubmissionSwege vergeben werden. Offerten sind portofrei und versiegelt mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens zum Submisstonstermin . - eröffnet dem Kriegs- »irb •V’rftn, ! 72,4 Kiefern- und Fichten-Stümme, mit 18,86 Festmeter, Kiefern- und Fichten-Stangen, mit 1,54 Festmeter, Oberhessische Eisenbahnen. Freitag den 27. April, Nachmittags 2 Uhr, wird ein Theil der den Oberhessischen Bahnen zugehörigen Grabgärten am unteren Riegelpfad wiederholt zur Verpachtung ausgeboten werden. Gießen, den 24. April 1877. (2345 Stegmayer, Sectionsingenieur. Beffentliche Bekanntmachung. 2217) Nachdem Heinrich Metzger n. von Birklar durch Verfügung Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz Oberheffen vorn 15. März l. I. wegen verschwenderischen Lebenswandels unter Curatel gestellt worden ist und demgemäß heute Georg Seip und Kaspar Knorr von Birklar zu Gura» toten über denselben bestellt worden sind, wird dieß hiermit unter dem Bemerken bekannt gemacht, daß Rechtsgeschäfte gültig nur unter Zustimmung dieser Euratoren mit demselben abgeschloffen werden können. Lick, den 4. April 1877. Großherzogliches Landgericht Lich. _ Weyer-____________ Versteigerungen. Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde. 2334) Montag den 30. April 1877, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Districten Lichteeichen, Rehschlag, Langetrift u- a. nachoerzeichneteS Holz versteigert werden: Aeilgebotenes. Gehäkelte Kinderwagen-Deck en empfiehlt 2358) ______Carl Schulze, Gesangbücher für Gonfirmanben, feine und ordinäre, empfiehlt billigst. 2360) H. Sonntag. «. bie“a tWiis ‘‘"«taffe? 1 btt c Hkrr bi,L„ °lln8«n, mei„ ,9'i« ber ir »u ter Mieter lu binLSJlt iinel), ‘‘Ihnbe ber S 'N, ba6 ' d-r Ab.'/' / 8-9-«,'r ^?rionen, iLQll^en um- ibien bk „i^:n. di- 7 6-Üib(it.n $il1- b: das QjJ; o^-namsiheil che es Doroefaen'ion?611 h,olei1' ’t*« L s'"- ' Knm in griejj, Witter, ba, Ull6et nnb i-ird gu». feine SttanhÜMj 00 Millionen Mei au8 feinem n^nd in Unzhern gestern Nah ■m- Indern er diesem für bie [ inMlh sich unb seine Ärm - tr He in ber rumänische« Um Mitternacht kehrte der Ho (2350 d. Bltts- (Auch brieflich.) (Auch brieflich.) Carl Schulze, Sonnenstrasse. 2357) Lang-Göns, 8 L. W. Flank, Neustadt 2038) Pferd. C. Schmitz Co wie neugeboren u. f. w. Achtungsvoll 1928) Ein möblirtes Elias miethen oder stattfinden. Der Vorstand. XXXXXXXXXXXX\X^\nXXnXKnXXXX Hochachtungsvoll Ze