(501 K«. SS Samstag, den 27. Januar 1877, MeßeW MHW Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Gießen. Giessen lieyM 9 7‘, Expedition des )en. !tt ” i(l)r, im Maat, ch dem Tschad-See on Guinea. t Sd)M« j« 50 A fern« n der bhingHMli—• !l,d’en «llb (11 Hf zu 9lt T2’h «j«4 Jtait Koch wiegen. LouiseKoch. * U? St5°nblu>iq btä 1*4 «• auf , wi Kleidcrmltchen, Welk- * AM Kost und te , llt Nw6 Eonnenstrüßr SS*»’*"''' n (#“>■ ärW' ’w! «'»«äÄ3»eä MLi». ä?3? $ l * h *>**■' » A *•' 9S- 11» r ft Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montsrgs. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Rr. 18. I - ri 1 isch PäpftliiHes. Die „Italic" veröffentlicht eine Analyse der von dem Papst in dem nächsten Consistorium ergehenden Encyklica. Diese Kundgebung wird, wie das genannte Blatt wiffen will, heftiger als alle Manisestationen des heil. Stuhles während der letzten zwei Jahre sein. Pius IX. wird, dem erwähnten Blatte zufolge, alle die Uebel aufzählen, welche die Kirche seit Anfang des 19. Jahrhunderts zu erdulden hatte. Es wird alle Acte der italienischen Negierung, die der Kirche feindlichen Gesetze, die gegen den Klerus gerichteten Verordnungen und endlich den Einzug der Italiener in Rom brandmarken. Dann wird sich die Encyklica über den Muth der Katholiken, der Brschöfe und der Geistlichen verbreiten, welche inmitten der Drangsale und Wechselfälle aller Art ihren Glauben zu erhalten und sich der Lehre der Kirche getreu zu bewahren wußten. Der Papst beschreibt sodann die Lage der Kirche in den verschiedenen Staaten Europas, und spricht gegen die ungerechte Verfolgung, welche in Deutschland die Katholiken erleiden, aus denen man ohne Grund Märtyrer machen wollte. Sodann kommt die Schweiz an die Reihe, und nachdem der Papst endlich alle Uebel aufgesührt, zählt er, sich einigermaßen tröstend, die Fortschrittte auf, welche die Religion in der neuen Welt gemacht hat. Zum Schluffe werden den Katholiken, der Geistlichkeit und den kirchlichen Behörden Festigkeit, Beharrlichkeit und Muth aufgetragen. Diese päpstliche Encyklica wird indessen nicht blos an und für sich eine bedeutungsvolle Kundgebung der römischen Curie sein, sondern sie wird eine um so größere Berücksichtigung verdienen, als in ihr eine erste öffentliche Manifestation des Geistes vorliegen wird, welcher seit dem Ableben der beiden Cardinäle Antonelli und Patrizi von dem Vatican Btsitz ergriffen hat. Der „Jtal. Eour." ist in dieser Richtung in den Stand gesetzt, „auf Grund zuverlässigster Informationen" folgende interessante Mittheilungen zu machen: Cs war in den letzten Zeiten dem Einfluffe der beiden Cardinäle Antonelli und Patrizi zuzuschreiben, wenn sich der Papst einer gewissen gemäßigten Haltung befliß und wenigstens alle fanatischen Maßregeln vermied. Das ist jedoch feit dem Ableben dieser beiden anders geworden. Der Cardinal-Staatssekretär Simeont ist ohne persönlichen Einfluß auf Pius IX., und es haben sich deffelben Cardinal Bilio und der neue General-Vicar Sr. Heiligkeit, Cardinal Monaco La Valletta, vollständig bemächtigt. Diese Wandlung vollzog sich so im Geheimen, daß bisher nichts von derselben in die Oeffentlichkeit drang und der Papst selbst sich derselben noch nicht bewußt ist. Bilio, ein fanatischer Mönch und der Vater des Syllabus, möchte, daß der Papst, alle Regeln und Bestimmungen über das Conclave umstoßend, ihn oder Monaco zu seinem Nachfolger bestimmte. Beide setzen, unter Berufung auf die außerordentlichen Zeiten, welche die Kirche durchzumachen habe, alle Hebel in Bewegung, um Pius IX. zu energischen Maßnahmen zu veranlassen. Wird dieser Strömung nicht irgendwie — und das „irgendwie" ist vorläufig gar nicht abzusehen — Einhalt gethan, so können wir uns auf die ausschweifendsten Decrete des Vaticans gegen die Wissenschaft, die Gesellschaft und den Staat gefaßt machen. Die Sturmfluth wird zuerst gegen Italien und Deutschland loszelassen werden. Um sich einer unbedingten Willfährigkeit Seitens der Geistlichkeit in dem im weitesten Maßstabe gegen die bürgerliche Ordnung zu führenden Offensivkriege zu versichern, werden von jetzt nur diejenigen Bischöfe die päpstliche Approbation erhalten, aus welche die päpstliche Curie unter allen Umständen rechnen zu können glaubt. „Blinder Gehorsam und feste Einigkeit" lautet jetzt die Parole, welche BiUo und Monaco Namens des Vaticans ausgeben, und unter deren Schutz hat bereits — da „feste Einigkeit" im Jargon der Herren so viel als „unverbrüchliches Stillschweigen" heißt — die gemeine Maulwurfsarbeit begonnen, und die demnächst zu veröffentlichende Encyklica ist die erste jener Minen, welche gelegt werden, um den modernen Staat und die moderne Gesellschaft in die Luft zu sprengen. — Die „Jtal. Nachr." melden ihrerseits: „Aus guter Quelle erfahren wir, daß der Papst, in Anbetracht der veränderten Lage der Kirche und des Papstthums und mit Rücksicht namentlich auf die Modificationen des internationalen Rechts gegenüber dem heil. Stuhl, von den Cardinälen die Frage studiren läßt, ob das künftige Conclave das Veto der bisher dazu berechtigten Mächte zulaffen soll oder dasselbe für ausgeschlossen halten müsse." Deutschland. Mainz, 25. Januar. Die „Augsb. ASg. Ztg." berichtet aus dem Wahlkreis Mainz-Oppenheim: Unserem Wahlkampf und seinen wechselnden Eindrücken folgte ein größeres Publikum, namentlich auch aus den Städten und Orten unserer Umgebung, mit steigender, in den letzten Stunden der Stichwahl aufis Höchste gespannter Erwartung. DaS belebte Bild, welches die Stadt bot, war nur ein blasser Reflex der ungeheuren Aufregung in der Be völkerung, namentlich in jener der Landorte des Wahlkreise-, dem alten katho. ltfchen sog. „Mainzer Land." Ueberall kämpfte der Ultramontanismus unter dim Eindruck de- seine Niederlage verkündenden Ergebnisses des ersten Wahl-! Prritz vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 7 Mark ßT Pf. er T 8 « i L ganges mit einer alle Vorstellungen übersteigenden tobenden Erregtheit. Im ersten Wahlgang hatte der Bischof v. Ketteler nicht unterlassen, daS ultramontane Wahl Comitö ermunternd zu begrüßen; im zweiten Wahlgang lassen sich zwar keine offenen Spuren seiner persönlichen Theilnahme am Wahlkampfe Nachweisen, aber hartnäckig erhält sich die Behauptung, daß ein bischöfliches Ausschreiben den Pfarrern der katholischen Orte des Landkreises den größten Eifer bei der Stichwahl empfohlen habe. In der That legten Vorgänge auf einigen Kanzeln, die von Haus zu Haus wandelnden Gestalten der Geistlichen und nicht minder das Auftreten verhetzter Weiber davon Kenntniß ab, daß ein besonderer Anreiz die ultramontane Schaar erregt haben müsse. In einigen Orten bewirkte dieser Geist denn auch Vorfälle, wie sie in unserer Provinz bis jetzt für unmöglich gehalten wurden. In einem Orte, in welchem bei der ersten Wahl die liberalen Wähler an Eigenthum beschädigt und körperlich bedroht wurden, scheint das Leben eines jungen Mädchens das Opfer der Excesse am Abend des Stichwahltages werden zu sollen. Einer der die Fenster zerstörenden Steinwürfe zertrümmerte eine Petroleum-Lampe, und das brennende Oel übergoß die am Tisch ahnungslos im Lesen vertiefte Tochter eines Lehrers. In einem andern Ort brachte mau einen Wähler gewaltsam hinter Schloß und Riegel, um seine liberale Skitnn/e zü beseitigen. Noch ärger entwickelten sich die Rohheiten des ultramontanen Pöbels am Hauptorte des Gerichtsbezirks Niederolm. Dort gab der Wahlvorsteher selbst, nachdem er in einer und der andern Kneipe des Orts die Spirituosen untersucht hatte, vor den Häusern einiger Liberalen seine Meinung deutlich zu erkennen. Am Abend des Tages bedrohte eine fanatisirte Schaar die liberalen Wähler auf der Straße, und stünnle schließlich förmlich das Wirthshaus, in welchem diese Schutz suchten und sich noch eine Anzahl Liberaler befanden. Diese mußten sich, nachdem Hosthor und Fenster zerstört waren, verbarricadiren, um ihr Leben zu retten. Unter den Gästen befanden sich 60- bis 80jährige Greise aus den Nachbar- Orten. Auch gegen diese richteten sich die Drohungen des mit Aexten, Knütteln und Stemen bewaffneten Gesindels. Und solche Dinge kamen und kommen wiederholt nicht in Orten vor, welche etwa tief im Lande, abgeschnitten von allem Verkehr liegen — der letzte Ort ist Sitz eines Friedens- und Polizei- Richters, ist Eisenbahn-Station und eine Meile entfernt von der Stadt. Kein Bewohner der befleren Klasse kann sich unbewaffnet am Abend auf die Straße wagen. Gerichtliche Untersuchungen sind überall eingeleitet; aber was können sie in solchen Orten zu Tage bringen, wo der ultramontane Pöbel Alles einschüchrert? Offenbach, 24. Januar. Bisher sind die Ergebnisse der engeren Wahl zum Reichstage aus 57 Orten bekannnt geworden; danach sind auf Dernburg (national-liberal) 9285, auf Liebknecht 9089 Stimmen gefallen. Aus 32 Orten fehlen noch die Berichte. Die Wahrscheinlichkeit des Sieges neigt sich auf Dernburg's Seite. Die Ultramontanen stimmten, mit wenigen Ausnahmen, geschlossen für Liebknecht. Offenbach, 25. Januar. Nach dem jetzt vorliegenden Gesammt-Ergeb- niß der engeren Wahl zum Reichstage hat Dernburg (national-liberal) 12,250, Liebknecht (Social - Demokrat) 10,550 Stimmen erhalten; demnach ist der Erstere gewählt. Berlin, 24. Januar. In der heutigen Sitzung des Abgeordneten- Hauses wurde der Gesetz-Entwurf, betreffend die Deckung der Kosten der anderweitigen Grundsteuer-Regulirung in den Provinzen Schleswig-Holstein, Hannover und Hessen-Nassau, ohne Debatte in erster und zweiter Berathung angenommen, ebenso in erster Berathung der Gesetz-Entwurf über die Tage-Gelder und Reise- Kosten in Auseinandersetzungs-Sachen. Die Vorlage wegen Regulirung der Standesrechte des Fürstenhauses Bentheim ward nach kurzer Debatte an eine Commission von 14 Mitgliedern verwiesen. Nachdem hierauf der Abg. Windt- horst (Meppen) seine Interpellation betreffs des durch die Nogat-Ueber- schwemmung verursachten Nothstandes begründet hatte, erklärte Minister Friedenthal, durch das Zusammenwirken der Staats- und Communal-Behörden, sowie der Hülfs-Comites, fei dem augenblicklichen Nothstande bereits erfolgreich entgegengewirkt; die etwa noch weiter nothwendigen Mittel seien dem Regierungs- Präsidenten in Danzig zur Verfügung gestellt worden. Seit Ende December wären Vorkehrungen zum sofortigen Schutze gegen Eisgang und weitere Heber» fluthungen in energische Ausführung genommen; auch sei die Regierung eifrigst mit der Prüfung großartiger Pläne beschäftigt, welche der Wiederkehr ähnlicher Calamitäten systematisch vorbeugen sollten; der Voranschlag der hierfür erforderlichen Mittel verlause sich auf 30 Millionen Mark, über deren Aufbringung die Regierung mit den Interessenten verhandele. Nach einem Hinweis auf die von ihm selbst an Ort und Stelle genommene Information schloß der Minister unter dem lebhaften Beifall des Hauses mit der Ankündigung: Sollten die jetzigen Voranschläge nach Zustimmung des Staats-Ministeriums die Genehmigung des Königs erhalten, so würde noch in der jetzigen Session eine bezügliche Vorlage eingebracht werden. — Im weiteren Verlaufe der Sitzung de- Abgeordnetenhauses kam der I Antrag Reichensperger's bezüglich de- katholischen Religions-Unterricht- in den Volksschulen zur Verhandlung; für den Antrag sind 9, gegen denselben 6 Redner eingeschrieben. Nachdem derselbe von Reichensperger begründet war, ergriff der Cultusmii.ister das Wort zur Rechtfertigung seines in dem Antrag berührten Erlaffes und führte den Nachweis, daß der Religions-Unterricht in den katholischen Volksschulen von dazu qualificirten Lehrern ertheilt werde, welche von den Geistlichen controlirt werben könnten. Der Religions Unterricht müffe, wie jeder andere Unterricht, im Auftrage des Staates und nicht der Kirche ertheilt werden; der erwähnte Erlaß stehe übrigens vollständig im Einklang mit Art. 24 der Verfassung; in dem vorzulegenden Unterrichts - Gesetze werde dies Alles seine Erledigung finden. Nachdem sich sodann der Minister zur Begründung seiner Ausführungen namentlich noch auf den früheren Minister v. Ladenburg und die Aeußerungen mehrerer Redner des Centrums gelegentlich früherer Parlaments-Debatten berufen hatte, bemerkte derselbe gegenüber den Ausführungen Reichensperger's noch insbesondere, die Geistlichen seien durchaus nicht von der Schulaufsicht ausgeschlossen, erschienen vielmehr gerade olö dazu geeignete Organe, aber sie müßten sich eben den Anordnungen des Staates fügen. Von der Erlaubniß, den Religions-Unterricht an den Schulen zu ex- theilen, machten die Geistlichen übrigens nur sehr wenig Gebrauch. Das Ccn trum führe den Frieden auf den L'ppen, rufe aber draußen die Social-Demo- kraten zur Bundes-Genoffenschaft aus; Frieden wolle das Centrum nur, wenn es den Staat unter seine Füße gebracht habe. „Dazu aber biete ich nicht meine Hand, thuen Sie es auch nicht, lehnen Sie den Antrag in der einen oder der anderen Weise ab!" (Stürmischer Beifall). Hierauf wurde nach einer längeren Debatte, an welcher sich Windthorst (Bielefeld), v. Schorlemer, Aegidi und Wehrenpfennig betheiligten, die von Wehrenpfennig und Genossen beantragte einfache Tagesordnung gegen die Stimmen des Sentrums und der neun altconservativen Abgeordneten angenommen. — Nächste Sitzung morgen. Berlin, 25. Januar. Das Krönungs- und Ordens-Fest findet auf Befehl des Kaisers nicht, wie angekündtgt, am 28. Januar, sondern am 11. Februar statt. Samstag den 27. Januar wird ein Capitel des schwarzen Adler-Ordens gehalten, wozu die Erbgroßherzoge von Sachsen-Weimar und Baden hier eintreffen wollen. Arnsberg, 25. Januar. Bei der Station Oeventrop der Ruhrthal- Bahn stieß gestern Abend ein combinirter Güter- und Personen-Zug aus einen Güter-Zug; bei dem Unfall kamen 3 Personen um's Leben und wurden 15 verwundet. Pforzheim, 24. Januar. Bei der engeren Wahl zum Reichstag im neunten badischen Wahlkreise hat der conservative Candidat Katz mit 10,514 Stimmen den Sieg davongetragen; auf Jolly (national-liberal) fielen 8712 Stimmen. -esterreich. Wien, 24. Januar. Hiesige slavische Kreise behaupten positiv, Serbien und Montenegro wollten keinen Separat - Frieden mit der Pforte abschließen. Pesth, 24. Januar, Abends. Heute hat eine 5 Stunden dauernde Conserenz der österreichisch-ungarlschen Minister stattgesunden, wobei allseitig die lebhasteste Bereitwilligkeit zur Einigung bekundet ward. Morgen soll wie derum bei Tisza Berathung gehalten werden, und wird sodann voraussichtlich der Cabinets-Rath unter dem Vorfitze des Kaisers zusammentreten. England. Malta, 24. Januar. Der Herzog und die Herzogin von Edinburgh haben nunmehr ihre Reise nach Athen angetreten. Italien. Mo«, 24. Januar. Die Deputirteu-Kammer hat den gesammten Gesetzentwurf über die Mißbräuche der Geistlichkeit mit 150 gegen 100 Stimmen angenommen. Krmräsiev. Jaffy, 24. Januar. Das Hauptquartier der russischen Süd-Armee ist nach Chotin vorgeschoben. Jedes Armee-Corps hat eine Maschine bekommen, welche unausgesetzt Patronen anferttgt. Kmerita. Washington, 24. Januar. Die Kammer ernannte eine Commission zur Prüfung der Frage, ob Präsident Grant seine verfassungsmäßigen Befugnisse überschritt, als er bei den Wahlen im Süden Truppen interveniren'ließ. Der Senat ist mit der Berathung eines Antrags betreffs der Prästdenten- Wahl beschäftigt. Vermischtes. Kassel, 21. Jan. Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen, ältester Sohn des Kronprinzen, hat das Abiturienten-Cxamcn auf hiesigem Gymnasium in diesen Tagen bestens bestanden. — Einen interessanten Wahl-Ukas hat der Gemeindevorsteher Treptow in Schwessin bei Köslin (in Hintcrpommern) erlassen. Derselbe lautet: „Es wird noch erinnert, daß am 10. d. M. die Reichstagswahl Statt findet und beginnt Bormittag um 10 Uhr und wird nm 6 Uhr Nachmittag geschlossen, in den Stunden hat jeder, der sich zur Wahl betheiligt, den Wahlzettel bei mir am Wahltische abzugeben. Diejenigen, die noch keinen Wahlzettel von mir erhalten haben, die auf den Landrath v Gcrlach-Parsow lauten, können noch welche von mir erhalten. Die Wahlz-ttel, die ich aus meinen Händen vertheilt habe, werde ich sehen, ob auch Gebrauch wird gemacht werden. Wahlvorsteher bin ich ernannt im Behinderungsfalle ist der Schöpfe Rudow ernannt. Dieser Zettel ist schnell «eiter zu befördern im unterlassen 3 JL Strafe von letzten an mich btS zu 10. d. M. zurück in unterlassen 2 t4L Strafe Schwessin, den 7. Januar 1877. Der Gemeinde-Vorstand. Treptow " — Die Sache wird wohl im Reichstage zur Sprache kommen. Wir schließen hieran noch eine andere (von der N. Stett. Ztg. erzählte) Wahl-Anekdote aus einem ländlichen Wahlbezirke der Provinz Pommern. Ein Gutsbesitzer hatte feinem Kutscher unter Hinweis auf die bevorstehende Wahl gesagt: „Hier, diesen Zettel gibst Du in N- bet den Herren, die im Schulhause sitzen, ab." Der Kutscher thut, wie ihm geheißen ist. Nachdem er seinen Namen ge> nannf und den Zettel abgegeben hat, bleibt er aber noch vor dem Wahltische stehen und fragt: „Kreg' ich oock Andwurt?" München, 19. Jan. Letzten Mittwoch wurde ein junger Kunstschüler aus Hannover in seinem Zimmer durch einen Revoloerschuß von eigener Hand gelobtet auf- gcfunden. Die Scenerie, die derselbe- zur Verübung des traurigen Actes hergestellt hatte, war in hohem Grade phantastisch, mit rothen Draperien hatte er die Fenster verhängt und eine Art Thronhimmel gebildet, den Plafond mit Mond und Sternen bemalt, auS Kanapee und Fensterantritt eine Art Thron errichtet, 6 Wachskerzen an- gezündet und auf dem lmprovistrten Throne stehend, sich die tödtende Kugel in die Brust gejagt. Der Inhalt der zurückgclassenen Schriftstücke brachte die durch die angegebenen Umstände nahe gelegte Bcrmuthung zur Gewißheit, daß der Unglückliche im Zustande der Unzurechnungsfähigkeit Hand an sich gelegt hat. — (Herrschaften auf Reifen.) Der „R-ichSunzeigcr" enthält folgenden Steck- brief: „Graf Gebhard Friedlich Ludwig Adam von Biücher, gedo en zu Gottaun, Großherzoglhum Mecklenburg-Schwerin, zuletzt Bad Jnipekior der Soolbäder'Aklien- gesellfchafl zu Kreuznach, gegen welchen wegen Betrugs gerichtlicher VorführungSdefehl erlassen ist und welcher außerdem der Urkundenfälschung dringend verdächtig, ist flüchtig. Sämauliche Polizeibehörden rc. rc. 'Simmern in Rhetnpreußen, Den 11 Januar 1877. Der kgl. Staatsprocuralur." — Auch das Dresde hinter: Dem E laucht.n Grafen Emmench o. Lciningen-Westerburg, geboren auf Schloß Ilbenstadt bei Mainz, 29 Jahre alt, und Hippolyt o. Burakowsky, gebürtig aus Rava in Russisch-Polen, 13 Jahre alt. Diese beiden Herren werven ebenfalls wegen Bcliu s verfolgt. — (Eine einmalige Ausgabe.- „Liedes Männchen, ich brauche nothwendig ein neues Kleid.- — „Ader Kmd, das wäre das dritte f:tt acht Wochen!" — „Pfui, Du w.rst mich noch umbringen mit Deinem schmutzige G-iz und dann wirst Du sehen, daß mein Begräbniß noch viel mehr foftei !* — „Gewiß das ist aber auch nur eine einmalige AuS.,ade." — (Sonderbare Entstellung.) Kürzlich bat ein vor das Kriegsgericht in Gent gestellter Soldat, mit den Zeugrn feiner Sache confrontirt zu werden. Am bestimmten Tage erschien er, aber mit weltlich dickerem Gcfichl als zuoo/, und wodurch? Er halte sich, um den Zeugen unkenntlich zu sein, von einem Kameraden die innere Oberhaut des Mundes ausschneiden und vermittelst eines Strohhalms oft hineindlasen lassen, fr oaß die Backen dadurch aufschwollen. Er mußte auf einige Tage in'S Hospital, um sich heilen zu lassen. Frankfurt, 23. Jan. Mit Ende dieser Woche geht die Jagd zu Ende. Ein Lehrer, welcher sich auch den Vergnügungen des Waidwerks hingad, hatte am Sonntag das Malheur, auf der Jagd zu Wölfersheim seinen Jagdhund tobt zu schießen. Die Obdachlosen scheinen schon Gewalt brauchen zu müssen, um für die Nacht Quartier zu finden Em solches besitz'.oses Mitglied oer Gesellschaft probirte in letzter Nacht sein Glück in der Töngesgasse, ndem er laut singend die Ausmerksa nkeit elueS Nachtwächters auf sih zu z ehen luchce. Es gelang ihm dies auch, allein der Wächter verbot ihm blos das Singen, ohne die gewünschte Arrestation vorzunehmen; er sing deß- halb nach einigen Schritten sein Lied von Neuem an, und al5 der Nachtwächter nun wieder an ihn^herantrat, um Ruhe zu gebieten, schlug er, um seine Hoffnung nicht abermals zu L-chanden werden zu sehen, dem Wächter mit voller Kraft und mit den Worten m's Gesicht: „öo, nun werde ich doch endlich Unterkommen", waS allerdings auch der Fall war. — Das Neueste, was wir in Frankfurt besitzen, ist eine tückische Conditorel. Dieselbe befindet sich im Wasserhäuschen deS Judenmarkts. Darmstadt, 23. Jan. Heute wurde der älteste Veteran Hessens, der großh. Oberst-Jager-Meister Frhr. v. Dörnberg von hier, zur letzten Ruhe geleitet. Im Jahre 1781 geboren, hatte er nahezu das 96. Lebensjahr vollendet. Er hatte sich durch seinen Wohlthätigkeitssinn, sein persönliches Wohlwollen und feine Leutseligkeit viele Sym- pathieen erworben, die bei seinem Ableben reichen Ausdruck sanden. — (Es geht nichts Über deittiche Gemmhlichkeit.) Unter dieser Ucberschrift liest man in der „Burrn. Ztg ": „Bisher war es Usus, daß die Mitglieder deS Stadtoer- ordneten-CollegiumS zu Mülheim a Rh. in den Plenarsitzungen rauchten. In der oar- gestrigen Sitzung beantragte nun ein Stadtverordneter, lünftig bal Rauchen während der Sitzungen zu unterlassen. Dieser Antrag wurde jedoch mit 15 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Sofort nahm ein Raucher nach dem andern seine Cigarre aus dem Etui und zündete dieselbe an. Es haben sich also zwei Parteien, die Raucher und Nichtraucher, in dem Collegium gebildet." — Der Unteroffizier H. fragte einst bei dem Rekrutenschießen einen seiner Soldaten, wie viel Mal er heute schon geschossen hätte. „Fünf Mal, Herr Unteroffizier-, antwortete er. „Ver— Schlingel, 5 Mal hätte er nur geschossen, ich hab's notirt, sechs Mal. „Ja eigentlich 6 Mal", erroieberte der Schlaumeyer, „aber das Sprichtwort sagt: Einmal ist keinmal; also 1 Mal von 6 Mal gibt 5 M a l. Newyork. (Prügelmaichine.) Ein amerikanischer Erfinder hat eine Prügel- maschine sich so eingerichtet, daß zwanzig Kinder zu gleicher Zeit die Ruthe bekommen können. Einstweilen ist sie jedoch nicht verkäuflich, o> der Erfinder daS Instrument nothwendig zur Erziehung seiner zwölf Kinder braucht. Darmstadt, 23. Januar Die GesundheitSverhältnifse in den U volkreichsten Gemeinden des Gioßherzogthums waren auch im December o. I. befriedigend und die Sterblichkeit, obgleich Masern und Scharlach in einer größeren Anzahl von Fällen einen tödtlichen Verlauf nahmen, eine normale. ES verstorben im Ganzen 404 Personen oder 20,16 von 10,000 Einwohnern, während sich im November 398 Todesfälle oder 19,76 auf 10,000 Einwohner ereigneten. Epidemische rc. Krankheiten forderten 97 Opfer, gegen 82 tm Vormonat und treffen hiervon auf Masern 35 (November 16), in Mainz und Heppenheim je 13, in Kastel 6, in Bingen 2, in Offenbach 1, Durchfall u. Brechdurchfall 16 (19), Mainz 4, Offenbach, WormS, Gießen, Bessungen und Bingen je 2, Darmstadt und Alzey je 1, Scharlach 4, (6), Mainz 11, Offenbach, WormS und Bensheim je 1, Bräune und Diphteritis 13 (12), Mainz und Darmstadt je 5, Kastel 2, Friedberg 1, Keuchhusten 10 (13), Worms 6, Darmstadt und Pfungstadt je 2, Eiterfieber 4 (1) je 1 in Darmstadt, Offenbach, WormS und Heppenheim, UnterleibStyphnS 2 (5), je 1 in Offenbach und Kastel, Wochenbettkrankheiten 2 (3) in Mainz, Rose, Erystpelas 1 (5) in Worms. Krankheiten nicht epidemischen EharakterS hatten in 272 Fällen (November 285) einen tödtlichen Ausgang. An Schwindsucht, Phlhisis, oer- starben 66 (57), an Entzündung der Luftröhre, der Lungen und deS Brustfells 56 (51), an Gehirnkrankheiten 21 (22), an Krämpfen 16 (28), an Krebskrankheiten 15 (13), an organischen Herzkrankheiten 14 (12), an Lebensschwäche 10 (13), an Altersschwäche 8 (20), an plötzlichen Todesfällen, Schlagfluß 8 (12), an sonstige« Krankheiten 68 (57). Selbstmord war in 2 (1), Verunglückung in 8 (2) Fällen Todesursache. Unbikannt blieb die letztere in 25 Fällen, worunter 18 in Mainz. Die Mortalitätsziffer wurde durch eine hohe Kindersterblichkeit in den Gemeinden Kastel und Heppenheim wesentlich alte« rirt; sie beträgt für erstere Gemeinde 36,67, für letztere sogar 62,50 Todesfälle auf 10,000 Einwohner und ergibt für die übrigen Gemeinden folgende Verhältnißmhlen: Alzey 9,43, Pfungstadt 12,25, Darmstadt 12,37, Offenbach 14,56, Friedberg 15,91, Lampertheim 15,93, Bessungen 15,94, Gießen 16,43, Bingen 18,75, WormS 21,69, BenSheim 23,86, Mainz 25,57. — (Eisenbahn-Admteuer.) Vor einigen Tagen fuhr ein Passagier an« Oesterreich allein in bei 1. Elaste mit dem Ellzuge von Berlin nach Stettin. Kurze Zelt, nachdem er eingestiegen war, wU'de er durch daS Erscheinen eines zweiten Passagiers überrascht, dessen Kleidung und Aeußeres mit der Benützung der gedachten Wagenklaffe auffallend kontrastirten. Der Unbekannte hatte alS Zeitpunkt seines Ers deinenS im Waggon den Moment gewählt, als der Kondukteur die Karten der Reisenden bereite coupirt hatte und der Zug schon tm Gange war. DaS Erste, was der Eindringling versuchte, war, zu verhindern, daß ein Fenster im Coupä geöffnet werde. Er schrie, als der Versuch hierzu gemacht wurde, dem Reisegenossen herrisch zu: »Lasfm Sie daS Fenster geschlossen!^ Die Nachbarschaft sollte dem österreichischen Passagier noch unangenehmer werben. Der Fremde begann seinen Nachbar auffällig zu fairen, machte einen verdächtigen Griff nach der Brusttasche, und nachdem er eine SchnapSflaiche herzhaft geleert hatte, erhob er sich, um auf seinen Retsegeuosten zuzustüczen. Er packte denselben an beiden Schultern, schüttelte ihn kräftig und fragte ihn: ,Äie lautet der Name der nächsten Station?" Der also Angeredete, welcher schon früher eiacn Taschen- reoolver in Bereitschaft gehalten hatte, sprang nun auf, schleuderte den unheimlich.n Mann von sich zurück, und indem er den Revolver gegen ihn richtete, rief er ihm zu: „Sie rühren sich jetzt nicht von der Stelle, ober ich schieße." Eiuzefchüchtert zog sich der unheimliche Reisende in eine Coupä Ecke zurück- Den Revoloec unablä siz auf sein vis-ä-vis gerichtet und dieses streng fixirend, in dieser Stellung verblieb unser Landsmann, bis der Pfiff der Lokomotive und das Glockenzeichen die Einfahrt deS Tages ui dos Bahnhofs^ebäu^ der nächsten Station ankäudtgte. D ei Vurtelstunoeu hatte diese unheimliche Fahrt gedauert- In der Station kamen auf das Lärmen des bedrohten Passagiers der Kondukteur, der StationSchef und andere Bahnoedienstete berbet, und obwohl rasch Maßnahmen zur Ergreifung deS räthselhaften Passagiers ergriffen muiben, wußte derselbe doch zu entkommen und geschützt durch das dem Bahn- gebäudc nahe Gestrüpp, zu entweichen. Eine Untersuchung wurde eingeleitct und es gelang den Flüchtling zu ergreifen. Es war ein bereits abgest afteZ Jnaioiduu n, welchem die schlimmsten Absichten auf seinen Reisegenossen zuzutrauen waren. Daß dieser — es ist der in weiteren Kreisen bekannte Badearzt in Msrienbad Dr. SchinUer — glücklich einer gefährlichen Situation entkam, war ein Werk des Zufalls. Aocr trotzdem ist der Vorfall eine Mahnung für unsere Bahndirekttonen, die MittU für die Sicherheit der Reisenden auf den Eisenbahnen zu erhöhen. $1« M 7. Sa*'« 9 fiannoDtrfdii M i Con« (ür WdeiMland Die Verwendung do iur Lckunq von 3r1 WblicumS, dah l4;. .®- na»f° Be rirbgreglements schlossen hat: ^^ie Vorschrift L "Chor Seide und bf webe," '°°"e zu Nr. t färbte Seih 'fr[iüten tzew "flche im $n Ä"/blkch aus, Blechtafc Ä- l K »on a ff'1*e »OH 2 ffE'Wi »ti vom wem Bekanntmachung 8 Lorrn- Cassel.) (505 Lochm Qiin. (504 Gelnhausen, Franksurt a. Main, Wetzlar, versteigert werden. Gießen, den 25. Januar 1877. Großherzogliches OrtSgericht. Müller. nochmals versteigert werden. Gießen, den 25. Januar 1877. Großherzogliches Ortsgericht. Müller. Iagdverpachtung. Montag den 12. Februar l. I-, Vormittags 10 Uhr, soll die der Gemeinde Rüddings ) aus en zustehende Feld- und Wald- Jagd aus 6 Jahre auf hiesiger Bürgermeisterei öffentlich meistbietend verpachtet werden. Rüddingshausen, am 24. Jan. 1877. Großh. Bürgermeisterei Rüddingshmisen. Bau-, Werk- und Nutzholz-Versteigerung. Donnerstag den 1. und Freitag den 2. Februar d. I-, sollen im H att enrö d er Gemeinde-Wald, in den Distrikten Bruch, Buchenberg, Alte Kühunter und Struth, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: (513 27 Stämme Eichen-Bauholz von 15—26 Centimeter mittlerem Durchmesser und bis zu 9 Meter Länge. 785 Stämme Ftchten-Bauholz von 15—39 Centimeter Durchmesser und bis zu 22 Meter länge. 47 Eichen - Wagner - Stangen von 10—13 Centimeter Durchmesser und bis zu 5 Meter Länge. 840 Fichten - Stangen von 8—13 Centimeter Durchmesser und bis zu 18 Meter Länge, schöne Sparren, Gerüststangen und Wagnerholz. Der Anfang ist jedesmal um 10 Uhr beim Pflanzgarten in der Lehmkaut auf dem Vicinalweg von Hattenrod nach Lich. Hattenrod, am 25. Januar 1877. Großherzogliche Bü> germeisteret Hattenrod. Mengel. 523) Lein» u. Sawenkuchen, sowie amerikanischen Mais in frischer Waare empfiehlt J. M. Schulhof- Versteigerungen. Dienstag den to. Januar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem OrtSgericht die Grundstücke deS Ludwig Lony nochmals Dienstag den 30. Januar, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Grund« stücke der Wern Hard Sauer Erben Kirchliche Anzeige« der evangelischen Gemeinde zn Gießen. Gottesdienst. Sonntag den 28. Januar. Morgens: Pfarrvicar Schöner. Nachmittags: Pfarrverwalter Schlosser. (Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 28. Jan. bis 3.Febr. besorgt Pfarrer Dr. Seel.) FriIchbäcker ;u Gießen. Sonntag, den 28. Janu'ar 1877. Louis Keil in den Neuenbäuen. Emtl Sauer auf dem Seltersweg. Wilh. Lang in der Neustadt. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 29. Januar 1877, i)On Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Di- stricten Ursglum, Altoiehweide, Venusberg und Hegholz, Forstwartet Stolzenmorgen, nachoerzeichnetes Holz versteigert werden: 1190 Kiefern- und Fichten-Stümme, mit 331,72 Festmeter, 769 Kiefern- und Fichten-Stangen, mit 80,32 Festmeter, Die Zusammenkunft ist an den Wiesen am neuen Rödger Weg. Gießen, den 24. Januar 1877. (475 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m._ Die Fahnenfabrik vonI.H. Metz in Cassel hat unserm Vereine eine sehr ßute Föhne geliefert, die in jeder Beziehung fnlib, schön und gut gearbe tet ist. so dich wir diese. Fabrik unsere volle Anerkennung ausspr-chen und ollen Vereinen oui das Wärmste und.Ange lcgenilichste in Empsehlung bringen können. p, * «77 Oberoa'schütz, den 20. Jan. 1877. Der Vorstand des Kricger-DereinS Strippel. Stieglitz. Schaumlöffel. Die Annoncen-Expedition Th. Dietrich Sf Co. in Cassel übernimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschlands und des Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. d. „Casseler Tagespost") _______________________________ _ Mittheilung. Französische Mühlsteine werden hiermit den Herren Mühlbesitzern aus der Fabrik aus Nord Hausen zu entnehmen empfohlen, wo ihnen ine drei- bis fünffache Dauer derselben gegen die Accord-, oder gar der f e t le n f r a nzösi s ch e n Herstellung garantirt wird. Das beste Existirende bietet denn auch wirklich das größte aller Lager, das größer ist, als die einzelnen Lagervorräthe der Bruchbesttzer in Frankreich und dem alle Brüche steuern, namentlich die von Süd-Frankreich, die das feurige, starke Gestein liefern. Wir empfehlen so aus Ueberzeugung und aus Dankbarkeit für unsere in einer ungekannten M a h l t üch ti gkeit uns erfreuenden und die größtmögliche Dauer versprechenden Steine, nachdem wir Alle der meist aus Frankreich bezogenen Mühlsteine nach nur kurzer Benutzung verlustig gbgen. Wendekind'S Fabrik bietet uns in Nordhausen bequem die Prüfung unserer Mühlsteine ohne Decke und im Rohbau. Und dazu rathen wir- Man weiß seine guten Steine dann auch von der inneren Sorgfalt und Güte, also der wohlthätigen Beständigkeit. Die Namen der Einsender und Referenzen sind in der Exp. d- Ztg. zu erfahren. —___________- ___—M» ■!■■■ I ! I _■_____> in Rodheim aus Rodheim 630 früh, Literarisches. - Aus der Frauenwelt bringt der beliebte Schriftsteller Robert Schwache! MßWWMWMML- terflpr schält neben einer großen Anzahl der reizendsten HandorbettkN die den Nummer (3) ^valt neoenemer » aut-Toiletten und -Coiffüren, sowie mehrere Musttr^fü' d'ie^etz^so beliebten farbig verzierten Wäschestücke, zum Theil nach Mvollen u-cl 1 iir/nr,inflV Man kann auf doS beliebte, vortrefflich auSgeftattete Blatt MrtkljSHUi» 2 ro) bei jeder Buchhandlung und Postanstalt bbonnlrem ~ 1 Februar d. Js. ab wird die Personenpost zwischen Gießen und Rodheim a. d. Bieber aufgehoben und dagegen ein zur Postsacheubeförderung dienendes Privatpersouensuhrwerk zwischen Gießen und Rodheim (über Krofdorf) eingerichtet. Das Letztere erhält folgende Kurszeiten: aus Gießen 430 früh, 6 früh; Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntniß des Pubttcums, daß der Bundesrath unterm 14. v- M. nachfolgende Abänderung des Betriebsreglements vom H. Mai 1874 beschlossen hat: 1) Die Vorschrift im §. 48 II. A. Nr. 19: „Chargrrte, schwarz gefärbte Seide und die daraus fabricirten Gewebe," sowie zu Nr. 19: „Chargirte, schwarz gefärbte Seide, sowie die daraus gefertigten Gewebe werden nur in Kisten, welche im Innern mit Weißblech oder Zinkblech ausgeschlagen sind, befördert- Die Blechtafcln sind an den Kanten zu verlöthen, die Deckel der Kisten ebenfalls mit Blech zu beschlagen und möglichst dicht auf die Kisten aufzu- setzen," wird aufgehoben. 2) An deren Stelle ist zu fetzen: Nr. 19: „Hochbefchwerte Cordonnet-, Souple-, Bourre de soie und Chappe- Seiden in Strängen" und zu Nr. 19: „Die hochbeschwerten Cordonnet-, Souple-, Bourre de soie- und Chappe - ©eiben in Strängen werden nur in Kisten zum Transport zugelossen. Bei Kisten von mehr als 12 Centimeter Ulnerer Höhe müssen die darin befindlichen einzelnen Lagen Seide durch 2 Centimeter hohe Hvhlräume von einander getrennt werden- Diese Hohlräume werden gebildet durch Holzroste, welche aus quadratlschen Latten von 2 Centimeter Seite im Abstand von 2 Centimeter bestehen und durch zwei dünne Querleisten au den Enden verbunden sind. In bni Seitemvär.dcn der Kisten sind mindestens! Centrmtr. breite Löcher anzubringen, welche au Gültige Privat Banknoten. smääm via»« «"■ duna daneben mit Gefangniß bis zu ernem 2>chre bcstr ft-_______ Mb'ru*^tw »» Gericht ba?!nuar St®* ‘ ^hre alt. ein ! bQnn witit L^lut, Du ■ »*vsa u- d 'e!8”1111 Zaie ,a<»»lplU™u« &ie 3rgd ju unbe Jn8Qb' halle am Sonn" dound tobt iu f5inn< 4m b:e »«4 q*£ Ltt- in A \cit elnc§ Nacht. lr !nt^mZn’ er fina beßr J öer Nachlwächier nun « W« Öffnung nicht Kraft unb mit den roameii-, was allerdings ist eine lüttiithe Mnrnaikls. Hrssrns, her arofcb. "N( Srültet. Im Jahre hatte sich burch feinen ! Mdltftit viele 6im« fanbtn. dieser Ueberschrift liest Äilgsteber beS Llabtoer- lgm rauchien. In ber Dir» Üig das Renchen »ibrenb mit 15 gegen 10 Stimmen ne Cigarre ans dem Etui i, die Raucher unb Nicht» schießen einen seiner Sol» Mal, Herr Unterosfisier", iffen, ich had's notirt, sechs ir, »aber das Sprichlvort Wal. Erfinder Hat eine Prügel- Zeit die Küthe Wommen Erfinder bi« Instrument jsse in den 14 volkreichsten v. I. befriebigenb uni die öhuen Anzahl von Fällen rben im ®an|tn 401 Per» n November 398 Todesfälle :c. JtraWciW forbtrten ojtrn 35 (tot* 16), m , nffaboi i, Dutchs-ll u. Jm, 8e(fungen unt 8W« II, OfanM. ffiotm« un» ml Darmftabt j- 5, Äcftel uni ®funaft»bt )'■ 3, epp-nbeitn Unte;Uib?t9PbM» ten 2 (39 in » ■« » ffbaritter» i-tt-" ln 2,2 4Ä. B m uni 1(88^^ 56 (511 Xblieb 61« lü^e. /lib a tjn( meientl'* ällt; 'ff- '8trWl*: i tol8«nb< »n« 15 9l| •^SSu h . ,in SÄ md) /Asl-r' 'N ei-cö »«g nklasit .g der )untt ^"^ifenben bereit« arten * CindrinM ML« xSK'S schleuderte ' , Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle an die Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 26. Januar 1877. Großherzoglickes Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: M. Wahl, pro». Kreisbauonfseher.___ Samstag den 27. Januar, Nachmittags 2 Uhr, lafie «ch auf ber School am Seltersthor eine Partie Linden-Stamme, zu Werkbol, geeignet, öffentlich gegen baute Zahluni» versteigern. Iah' Kreil« n g IX., 5021 W.elech __ Aeilgebolenes. Aechten Berger Medicmal-Kbetthran in Vi und '/- Flasch-n, sowie im Anbruch, Will.. Weldlg? in Gießen (zum Anschluß an die Züge; 8« Vorm. nach 8»° " u 948 n Die Stadtpostanstalt wird von dem Privatpersonenfuhrwerk nicht berührt. Die Annahme der Reisenden und die Erhebung des Personengeldes bleibt lediglich dem Fnhrwerksführer überlassen. Gießen, den 25. Januar 1877. Kaiserliches Postamt. Neue siisie Apfelsinen, Der Stück 15 empfiehlt 516) Gg. Wilh. WeLdig. Rassorklen in schöner Auswahl empfiehlt . (498 ______ H. Sonntag. Amerikanische Ochsenzungen in 2-Pfd.-Dosen, ■ Feinste Cervelatwurst, „ Salamiwurst, empfiehlt (477 Emil Elschbach. Patent- <360 Kalicylsiinre - Präparate: Salicyl-Mundwasser pr. Fl. JL.. 1. 75. „ Zahnpulver „ Sch. „ 1. — , Zahnkttt „ Fl. ,, - 50 K^- mit ausführlicher Gebrauchsanweisung stets ächt auf Lager bei 6. F. Semmler. Lachsforellen empfiehlt 228) Emil Fischbach. Marinirte Häringe empfiehlt 515) Gg. Wilh. Weidtg. Extrafeiner Tapioca, in GrieSform, empfiehlt (478 ___________Emil Fischbach. Ballorden in großer Auswahl. 356)_____Wilh. Klee- Jeinsies Schweineschmalz rmpfi^i'lt (191 Carl Hoffmann. Täglich frische Fluß- und Seefische, franz. Rahmkäse. w'*’ (Carr^s), div. andere Sorten Käse, Citronen, Apfdsinrn, Kop'salat, Endiviensalat, Blumenkohl, empfiehlt 294) H. Kurth, Marktstraße 19. Geräucherten Lachs empfiehlt (414 Emil Fischbach I Emser Victoriaquelle u. Emser Pastillen (in plombirten Schachteln) stets vorräthig in Giessen bei Herrn E. Fischbach. (216 König Wilhelms-Felsenquellen, Ems. (L. 8.) (L. 8.) Attest. Die von dem Herrn August Andernach in Hamm in Westfalen bereiteten DundeS-Tropfen*) werden als hetlwirkendes, vorzüglichstes, wissenschaftlich bewährtestes Mittel gegen Cholerine, Durchfall, Brechruhr, Leibschmerzen, Magenkrämpfc, zur Blut reinigung und g-gen Seekrankheit bestens empfohlen und leisten gleichzeitig durch ihren Genuß gesunden Personen besonderen Schutz gegen alle ansteckenden Krankheiten. I>r. Johannes .Hüller, M^dicinalrath in Berlin. l>r. Hess in Berlin, Chemiker und approbirter Apotheker I. Classe. Auch bestätigt von Dr. F L. Sonnenschein, Professor der Chemie an der Königl. Universität in Berlin und gerichtlich vereidigter Sachverständiger. *) Zu habm in l-Qrt.-Fl. ä 25. Sar., Vr-Qst.-Fl. ä 15 Sgr-, Vi'Qrt -Fl. „ ä 10 Sgr. bei Herren J. Klein, B' andgasse; J. Späth, Chaussee: Haus; 9)Entree 20 Ffg. B. Oswald. J. P. Ritsert, NergMer, Wallthor A. 156, empfieblt sich im Anfertigen von Spiegeln jeder Art, Consoltischen mit Marmorplatten in geschmackvoller Verzierung und guter Vergoldung, Galerieen und Bilderrahmen, Photographie-Rahmen, schön verziert und vergoldet, schon von 4 an. Obige Artikel werden auch in beliebiger Holzfarbe ausgeführt. Das Reu - Bergolden alter Nahmen rc. wird prompt und schnellstens angefertigt. Das Einrahmen von Bildern in Gold-, Politur- und antiken Leisten wird zu äußerst billigen Preisen ausgesührt. roN