Freitag, den 26. October JVo. «49 1877. st, 6 f« Dan, i(" 30 a r« h. . ' s Betreffend: Maßregeln gegen die Rinderpest. Strack’schen Hause, it, Boeckmann. Slasera. Gießen am 22. Oktober 1877. 4I Gießen, den 23. October 1877. haaren. Glas. Corridors. Phüiotzrapljit-Rahmril. Vorataaä SEK, Hahn und Breithardt des Amtsbezirks Wehen. Für die Stadt Geisenheim insbesondere ist durch eine landespolizelliche Verordnung vom 13. d. Mts. die Sperre für die Lnficirten Gehöfte und die relative Sperre für die ganze Gemarkung Geisenheim eingeführt. Zur Durchführung der angeordneten Maßregeln, deren Übertretung mittelst Polizei-Verordnung unter Strafe gestellt worden, ist ein Militär- Kommando von 1 Offizier und 50 Mann in Thätigkeir, die sonst erforderliche Bewachung wird durch Mannschaften der freiwilligen Feuerwehr und durch Bürger aus Geisenheim ausgeübt. Da dies jedoch nicht als ausreichend angesehen worden ist, so ist ein weiteres Militär-Kommando von 160 Mann exclusive Offiziere und Unteroffiziere requirirt worden, welches voraussichtlich heute noch eintreffen und seinen Dienst antreten wnd. Dasselbe ist zur Absperrung der Feldmark Geisenheim bestimmt. Seitens des Reichskanzler-Amts ist der Geheime Regierungs- und vortragende Rath im Ministerium für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten Dr. I. periodische MiUheilung bezüglich der Jlinderpest pi Geisenheim, Kegierungs-Bezirk Miesbaden. Nachstehende Mittheilung bringen wir zur öffentlichen Kenntntß. Gießen, den 23. October 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Für den Umfang des Regierungs-Bezirks Wiesbaden haben wir den Regierungs. und Polizei-Departementsrath Gräff zum Regierungs-Commiffar Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. seitignng derselben bestellt, endlich ist auch der Kreis- und Departements-Thier arzt Dr. Dietrich von hier für den genannten Zweck thättg. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Die Rinderpest beschränkt sich zur Zett nur auf die Stadt Geisenheim; in derselben sind bis incl. den 17. d. Mts. in 13 Gehöften 41 Stück Rindvieh und 7 Ziegen der Pest erlegen, bezw. wegen Verdachts der Pest getödtet und unter Anwendung der vorgeschrtebenen Vorsichtsmaßregeln vergraben. Die Gehöfte, in welchen die Rinderpest bisher in Geisenheim ausgetreten ist, liegen in den durch die Straßen gebildeten Häusercomplexen meist in Mitte der Stadt fast sämmtlich nahe aneinander. D-. sich von hieraus die Pestfälle erfahrungsmäßig den rächstgelegenen Gehöften meist mitgethetlt haben, so haben wir in Folge einer Conserenz, welche am 17. d. Mts. in Geisenheim unter dem Vorsitze des Präsidenten unseres Collcgtums stattgesunden hat und welcher auch der Reichs-Comwissar und der Commiffar des landwirthschaftlichen Ministermms beigewohnt haben, beschlossen, die sämmtlichen Häuser-Complexe. in welchen sich Ställe mit verdächtigem Vieh befinden, vollständig evacuiren und die sämmtlichen in derselben befindlichen Wiederkäuer tobten und fortschaffen zu lassen, welche Maßregel in den ersten Tagen ausgeführt und wodurch noch 84 Stück Rindvieh getödtet werden wird. Ferner ist angeordnet, daß das fämmtliche übrige Rindvieh die Stallungen nicht mehr verlassen darf und eingesperrt gehalten werden muß. Mit der Desinfizirung der evacuirten Gehöfte ist begonnen und wird solche unter bewährter Leitung fortgesetzt. Ueber die Entstehung der Pest ist, so weit dies möglich gewesen, ermittelt worden, daß österreichisches Vieh von dem Bahnhofe Bischofsheim bei Mainz, dem Stapelplatze für das an die Großhändler abzusetzende und auch für die Märkte Frankfurt, Mainz und Wiesbaden, sowie theilweise für Ortschaften des Rheingaues bestimmte Rindvieh, von welchem auch einige Stücke nach Geisenheim gelangt find, die Rinderpest etngeschleppt hat. **“ «» rnormne. iehr jo ttA zv erinnern, und sie juj Lcoskn und Zuwendung itnWn. Jnfouderbett Md Mw to’ä hrrzl HW w BlMAUNg- fertigt, und wie reichlich haben zur Linderung der er. Wie jeder derartige das Auge der Licke durch tutOT hingenouMN/ w Milse. So haben wir e Pflege anner Kranttr, diesm Zw'S- i-'usm iet«rf Mittel yir M mit feiner Mite, feg femiiemgrc* £ 'm jurufen: *« öffnet un« f^'H ■ Vorstand Die nach § 14 der revidirten Instruction zur Ausführung des (Rinder- behufs der Anordnungen gegen die Verbreitung der Rinderpest und zur Be- pest-)Gesetzes vom 7. April 1869 (Bundes-Gesetz-Blatt Seite 105) erforderliche Bekanntmachung wegen des Ausbruchs der Rinderpest? in Geisenheim ist am 13. d. Mts. erlassen, die in den 88 1*7—19 der bezeichneten Instruction aufgeführten Verbote und Verpflichtungen eingefuhrt und ausgedehnt auf die Amtsbezirke St. Goarshausen, Rüdesheim, Eltville, Langenschwalback, Amtsbezirk und Stadtkreis Wiesbaden, Amtsbezirk Hochheim, sowie auf die Gemeinden Born, Watzelhahn, Seitzenhahn, Bleidenstadt, I Crystall- und I Slas-Waaren. Säetreff enb: Die Voranschläge der Gemeinden des KreiseS Gießen für <878. Das Großhcrzoglichc Krcisamt Gicßcn an die GroSber-oalicben Rüracrmcistercien Allcndorf a. d. Lahn, Climbach, Ettingshausen, Garbenteich, Grüningen, Hattenrod, Langd, 9 ,z Treis und Watzenborn. Wir erinnern Sie wiederholt an Erledigung der Verfügung vom 16. Mai 1877 binnen acht Tagen, bei Meidung von 3 Strafe. Ur. Boermann. Ki etzen er MnMger Anfeige- uni Amtsblatt für ben Kreis Gießen. No. 38 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 19. l. M., enthält: (No. 1212.) Bekanntmachung, betreffend den Anlbeil der Reichsbank an dem Gesammtbetrage des steuerfreien ungedeckten Notenumlauf«. Vom 13. Oct. ^7-j3i3) Bekanntmachung, betreffend die Ausgabe von Schatzanweisungen im Betrage von 10,000,000 M. Vom 16. October 1877. ©iefjeii am 24. Öctbr. 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Rath Beyer; . Seitens des Königlich Preußischen Ministeriums für die laudwirthschast- lichen Angelegenheiten der Regierungs-Rath Dr. Rollos abgeordnet. Beide haben ihren vorläufigen Aufenthalt in Wiesbaden genommen. Von der unterzeichneten Regierung ist der Kreis-Thierarzt Gries aus Weilburg zur Unterstützung des Kreis-Landraths Fonck zu Rüdesheim und des Orts-Eommiffars, Bürgermeister Fiebig nach Geisenheim entsendet. Wiesbaden, den 18. October 1877. c n Königlich Preußische Regierung, Abtheüung des Innern. v. Meusel. Betreffend: Die Feststellung und Erhaltung der inneren Grenzen. f Das Großhcrzoglichc Krcisamt Gießcn an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. stein7hanÄ!t°- nach Benehmen mit den betteffendln Orts- bezw. G?markungsv°rständen über die Wahl desjenigen Geometers I. Claffe äußern, welchem die Wiederherstellung der fehlenden Grenzsteine zu übertragen fei. »oetmann. 6 „ " " zz« ' 2 < ' " । Büchse Fischer —_ o 7t. s iß -Zs- WA Lang-Göns, den 24. October 1877. Betreffend: Die Ergänzungswahlen für die Kirchenvorstände. Aas Großher^ogliche evangelische Dekanat Gießen an die evangelischen Kirchenvorstände des Dekanats. . Diejenigen unter Ihnen, welche die Ergänzungswahl für den Kirchmvorstand noch nicht vorgenommen haben, werden aufgefordert, solches sobald als möglich zu thun, daß bie Wahlakten bis höchstens Ende November dem DekanatSausschuffe vorgelegt werden können. ___________________ Strack. ,, L , c , Lang-Göns, den 24. October 1877. Betreffend: Ueberwachung des Religionsunterrichts in den Volksschulen. Das Großhcrzogliche evangelische Dekanat Gieße» an sammtliche Pfarrämter des Dekanats. Sie werden hiermit ausgefordert, den im Amtsblatt XVI vom 6. Dec. 1875 vorgeschriebenen Rechenschaftsbericht über den Zustand de« ReliaionS- unterrichts in den Schulen Ihrer Pfarreien bis zum 20. Nov. einzusenden, insbesondere auch zu berichten, ob Sie den Ihnen zukommenden Obliegenheiten in dieser Beziehung nach gekommen sind. ° 7 __ Strack. Aoti 1 ifcher T h e i r. Deutschland. Am 10. Octbr. erneuerten die Türken den Brücken- — Der Präsident der Ga«>lSesellschaft, Dubochet, ist gestorben. Der- selbe hat, wie gerüchtsweise verlautet, sein Vermögen von 60 Millionen an Gambetta vermacht. - Die „Patrie- versichert, daß der Rücktritt des Krieg«. die Domänen und Forsten, die directen und indirecten Steuern und die Lotterie. Einen Ausfall weisen auf die Münz-Verwaltung, ebenso die Berg-, Hütten- und Salinen-Verwaltung von zwei Millionen. Bei der Eisenbahn-Verwaltung ist ein Mehr von 2-/2 Millionen. Mehr-Ausgaben sind bei den Ministerien des Innern und des Cultus. Die Betriebs-Verwaltungen liefern einen Ueber- schuß von 3,323,360 Mk. Indessen beläuft sich die für daS E;tra-Ordinarium disponible Summe auf 31,002,221 Mk., welche ziemlich gleichmäßig auf alle Refforts verthcilt ist. Die Regierung beschäftige sich mit einer Vorlage, betr. die Aufnahme einer Anleihe für Staatsbauten, welche demnächst mit Motiven erscheinen werde, von dem Etat nicht abhängig sei und deshalb dessen Berathunz nicht aufzuhalten brauche. Hinsichflich der Verwendung der Eisenbahn - Credike sei zu bemerken, daß am 1. September d. I. für Eisenbahn-Zwecke 86 Mill, verwendet und noch 300 Mill, disponibel seien. — Präsident v. Bennigsen wünscht die Fach-Eommission bald gewählt zu sehen. Nächst- Sitzung Freitag. Auf der Tagesordnung das Schreiben des Ministeriums über die Beurlaubung des Ministers des Innern. Dkünchen, 24. October. Abgeordneten-Kammer. Der Minister des Innern, v. Pfeuffer, erklärt auf die Interpellation des Abg. Schels bezüglich einer Reform des Wahl-Gesetzes, die Regierung sei nicht gesonnen, einen Entwurf in solcher Reform vorzulegen, da dasselbe bereits zweimal fruchtlos geschehen sei. Das Austritts-Gesuch des Abg. Dom - Eapitulars Molitor wird genehmigt. — Der Redacteur des „Volksfreund", Priester Knab, wurde heute vom Schwurgericht wegen Beleidigung des Königs von Bayern zu 4 Monaten Festungshaft verurtheilt. Aesterreich. Wien, 23. October. Nach dem Entwürfe des Finanzgesetzes pro 1878 oll das Deficit des österreichischen Budgets von 20,200,060 st. durch Begebung von Goldrente gedeckt werden. Wien, 23. October. Wie verlautet, sind die Zollvertrags-Verhandlungen zwischen Deutschland und Oesterreich definitiv gescheitert. Oesterreich erachtete die letzten Instructionen Hasselbach'S für ungenügend, weshalb die Verhandlungen eingestellt wurden. Die deutschen Delegirten haben heute Wien verlassen. — Dem „Fremdenblatt" wird aus Bukarest gemeldet: Die Haltung der Russen während des SturmeS der Rumänen auf die Grtvica - Reooute hat hier große Erbitterung hervorgerufen. Vielfach wird die Einberufung der Kammern verlangt, um die Frage wegen der Fortdauer der Convention zu be- rathen. Eine Minister-Krise ist wahrscheinlich. ArarrLreich. PariH, 23. October. Mac Mahon führte in einer heute Vormittag abgehaltenen Sitzung des Minister-Raths den Vorsitz. Broglie und Decares wohnten nicht bei. Mainz, 23. October. Die Folgen der in Geisenheim ausgebrochenen Viehseuche machen sich auch bet uns in bedenklicher Weise bemerkbar. Der hiesige Viehhof ist für alles Vieh abgesperrt, so daß daselbst aller Handel brach liegt. Das zur Stadt gebrachte Vieh muß sofort tn's Schlachthaus transportirt und geschlachtet werden. Berlin. In Beziehung auf die beabsichtigte Ausarbeitung eines Gesetz- Entwurfs zur Abwehr der Lebensmittel-Verfälschungen erfahren wir, daß zunächst dabei an die Herstellung von Präventiv-Bestimmungen gedacht wird, welche die Ueberwachung des Vtctualienhandels erleichtern. Dagegen wird eine Verschärfung der bestehenden strafrechtlichen Bestimmungen über die dabei in Betracht kommenden Vergehen noch nicht in den Bereich der Erwägungen gezogen, da man die Erfolge der gegenwärtigen, in zahlreichen Orten eingeleiteten Untersuchungen gegen die Lebensmittel-Verfälscher abwarten will. Besonders kommt hierbei in Betracht, daß von den Staatsanwaltschaften vielfach der Versuch gemacht wird, jene Verfälscher wegen Betruges zu verfolgen. Wird von dem Strafrichter ebenfalls anerkannt, daß der Handel mit verfälschter resp. verschlechterter Waare als Betrug zu bestrafen sei, so bietet das bestehende Strafgesetz in der That eine ausreichende Waffe gegen die Verfälscher und es bedürfte keiner erneuten Ergänzung. Das Retchs-Eisenbahn-Amt hat die Einrichtung besonderer Viehzüge vorgeschlagen, bis jetzt aber, beispielsweise bei den sächsischen Handelskammern, Abrathung erfahren, obgleich auch diese die jetzt herrschenden großen Uebelstände und das dringende Bedürfniß der Abhülfe anerkennen. DaS Vieh wird jetzt, wie die Leipziger Handelskammer sagt, auf den Eisenbahnen kaum anders als wie leblose Güter behandelt; die Thiere werden mit den Güterzügen befördert und auf den Stationen in verdeckten Wagen oft Stunden lang in der Sonnenhitze stehen gelassen, beim Anschieben werden dann die Wagen zusammengestoßen, und je länger der Transport dauert, desto öfter wiederholt sich dieses, während es zugleich unterwegs fast unmöglich ist, die Thiere herauszunehmen und zu erfrischen. Man kann sich denken, in wie trostlosem Zustande dieselben nach einer zweitägigen Fahrt ankommen. Nach dem Urtheile Sachverständiger bildet die in Aussicht genommene Einrichtung besonderer Viehzüge nicht das geeignete Mittel zur Beseitigung der Uebelstände, weil die Viehtransporte sich selbst auf den größten Verkehrswegen dermaßen zersplittern, daß besondere Züge nicht die Kosten tragen würden. Die Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahn-Verwaltungen schlägt als wesentliche Abhülse die einfache Anordnung vor, daß lebende Thiere mit den Personenzügen befördert werden müßten. Wenn die Bahnen dann noch weiter veranlaßt werden könnten, auf größeren Stationen leicht überdeckte Ställe einzurichten und halbe Viehwagen-Ladungen zuzulassen, und so wäre damit allen billigen Wünschen entsprochen. Berlin, 23. October. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Präsident v. Bennigsen verliest ein Schreiben des Vice-Präsidenten des Staats-Ministeriums, Finanz-Ministers Camphausen, worin derselbe dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses mittheilt, daß der Kaiser mittelst Allerhöchster Ordre vom ^°ber dem Minister des Innern, Grafen zu Eulenburg, unter Ablehnung ..............utqi^en, oap oer mucrrrirr ocs Kriegs- , we^en leidenden Gesundheitszustandes eingereichten Entlassungs-Gesuchs Ministers Berthaut bevorstehe. einen Urlaub auf 6 Monate ertheilt, und dem Minister Dr. Friedenthal die ■■ --------- ------ §^^retung des Grafen Eulenburg interimistisch übertragen hat. Abg. Der orientalische Krieg. W Tagesordnung gesetzt zu sehen. Petersburg, 23. October. Osficiell. Sorui-Stuben, 20. Octbr. BBS»** sä« BÄsBSw« £ E «s -'S.« Erg.bniß p°m Jahre 1876 v-r w.l»Ä X S S . n ? Rabmicze an. Di- Abtheilung schlug alle Angriff- zurück und zog 22,179,780 Mk. ergibt «u bet b oa„mc®?®T9en nach Mahala am Fluffe Jsker zurück. Verlust unbekannt. - am Meisten, nämlich 7 386 968 m £ ? $ P , k Dct6r'' Bel starkem Nebel, überfielen 300 Tsch-rk-ffen di- Vorposten MS« MKU L »tttiK - - * ”* vorliegenden Nachtrags-Etat um '1 SOO^OOO ift % r f’T* |®ien' 23 October. Die „Presse" meldet aus Sistowo vom 22. b.: Jahre bleiben einige Einnahme-Quellen InnteVben An^bläaen^ur^ “L bet Dobrudscha und der linke Flügel der Armee am Lom ÄpS 101 “ Bergwerken von 12,505,488 Mk. Der Etat vro"1878/7<^ ,^nstatiren bei den 23. October. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest von bevorstehenden Erhöhung des Beitrags au i Angefichts der heute: Gestern soll es zum Kampfe am Lom gekommen sein. Die Kanonade tributions-Betrag von 16,268,^76 & einfieUen Gütlich vernehmbar. - Prinz Peter Karageorgevits weit WT877? riwi! inanztzchtzeS pro 1878 >0M pmtz Begk» i Zollvertrags-Vtt-and- gellheitert. Oeßerrelch lgenügrnd, weshalb die zirten haben heute Wien gemeldet: Die Haltung ie Grtvica-Reooute hat ) die Einberufung der ■ der Lonvention zu br- ! einer heute Vormittag Broglie und Deca^ ... iß gestorben. D«' ' m 60 »onen an 3*nb be< w., , tnbtn Obli^, c ^ons- VÖllW*kn in 8iib^"9:' Hütt» nb", d» Mich„i,z r8hJ'«trn ei"en Ue6e,‘ 7 HÄ auf all « “"«Triage, ilt[. mit HotlMi O'lbMkn Strafen] d-rGMha-E,idiK 86 Mji Weilt u. »ennlgftn W« öijunj gttitaj. ' über die Veurlaubttuz »n. Der Minister des i ^bz. Schrls bezüglii ht gesonnen, einen Ent- s zweimal fruchtlos ge- rpitulars Molitor wird !knab, wurde heu/e vom Sayern jö 4 Monaten te* •gsSßl “rf'.* i,n( bet W"R'' tfi ?MÜ unb i°> Ä"9"f u un6ef«linl.' : . Ittls 6,w* , cherkeffen ® B (4®^ ben Arü^' die Td-'-» b.; 8 * «S el hat das * < tfSfg 6.7 mit pCt. der etngemaischten Stärke, nämlich und es wird empfohlen, als Normaltemperatur für die Diastasewirkung60° C — 48vR, eine Mehrgährung von 4y2—5 pCt- aufweisen. bis bis bis An zur 5.9 6.4 Bohm .... Henze .... nicht unerheblichen Abweichungen. Bet altem Verfahren „ Hollefreuud . . „ Bohm . . . . „ Henze . . . . 4.8 4.4 5.1 18.7 6.9 7.2 7.0 9.0 9.1 Larrdwirthfchaftliches. Die Ergebnisse der neuesten Untersuchungen auf dem Gebiete der Branntweinbrennerei. Vortrag, gehalten in der Versammlung schlesischer Spiritusfabrikanten am 18. Auaust 1877, von Dr. K- Stamm er. Wir kommen nun zum wichtigsten Theile der Ergebnisse, nämlich zu denjenigen, welche sich auf die Gührung und die dabei im Verhältnisse zur Einmaischung gewonnenen Produkte beziehen und haben dabet zunächst 8 H a) dte Rolle zu betrachten, welche die Dtaslase bet der Gährung spielt. Frühere Versuche scheinen die direkte Vergährbarkeit des Dextrins bewiesen zu haben; allein es wird nachgewiesen, daß diese Versuche zwar mit Traubenzuckerfreiem. «her nicht mit Maltosefreiem Dextrin angestellt worden sind und vielmehr das Ergeb- ntß erzielt, daß das Dextrin, welches in der 24stündigen Gährzeit zerstört wird, vorher in eine leicht vergährbare Substanz übergehen muß, eine Umwandlung, welche nur durch dte Diastase bewirkt werden kann. xx rouri?e, durch Versuche mit einem Dextrin von bekanntem Zuckergehalt und mit Dtqstase, welche mit Glycerin aus Malz ausaezogen war, dargethan. Das Dextrin war entweder durch Oxalsäure aus Stärkemehl erhalte« und reagtrte gegen Jod vtolettroth (Erythrodextrin) oder es war durch Malzextrakt aus Stärkemehl dargestellt und reagtrte nicht auf Jod (Achraodextrin, eine Modistcation, welche allein hier zu berücksichtigen ist). Malzaufguß setzte beträchtliche Mengen von diesem Dextrin in Zuckrr um, doch geschieht dies nur unter den der Dtastasewirkuna günstigen Verhältnissen. Ueber dte Arl der Vergährung des Dextrins wurden 4 Reihen Versuche ausge- führt, wobei die verschiedensten Umstände hergestcllt und thetls reine Stoffe, theils Maischen, mit und ohne Tödtung der Diastase durch Aufkochen oder durch Milchsäure angewandt wurden. Es ergab sich: 1) Daß die Gährung des Traubenzuckers durch Milchsäure nicht gestört wurde, wohl aber die des Dextrins. 2) Daß bet Anwesenheit von Diastase eine starke Vergährung des Dextrins vor sich geht, welche sowohl durch vorheriges Aufkochen, wie auch durch Milchsäurezusatz verhindert wird. Auch 3) bei Maischen zeigte sich, daß bet unbeschädigter Nachwirkung der Diastase das Dextrin zum größten Thetl vergährt, daß aber die Zerstörung der Diastase die Ver- gährung des Dextrins unmöglich macht. Für die Praxis folgt also folgende Regel: -Die Erhaltung der verzuckernden Kraft der Diastase während der Gährung ist eine Grundbedingung für den vollständigen Verlauf der Gährung und für dte Erreichung befriedigender Alkoholerträge. Jeder, die Diastasewirkung störende Eingriff ist sorgfältig zu vermeiden." Dies bezieht sich indessen immer nur auf einen Thetl des Dextrins, indem auch ein Thetl ohne Dtaftasewirkung vergährt, denn es ist nachgewtesen, daß 75pCt. Z4-D (Zucker plus Dextrin) ohne Dtastasewtrkung der Gährung anhetmfallen können. Der scheinbare Widerspruch mit der obigen Angabe für die Zersetzung des Stärkemehls fällt damit zusammen, daß die Formel für Maltose nicht genau bekannt ist. Nach M's. Ansicht scheint es, als ob die Zersetzung des Stärkemehls in jener Weise geschähe, dabet aber nicht reine Maltose, sondern thetlweise Traubenzucker entstünde, der mit einem Thetl (y2) des Dextrins direkt vergäbrbare Maltose bilde, so daß nur dte andere Hälfte Dextrin als solches frei bliebe. Für dte Praxis ist dies gleichgültig, es genügt, zu bemerken, daß auch bet Tödtung der Diastase etwa 75pCt. des Zucker- werthes dtreci vergähren können. Es ist also immer gefährlich, die Diastasemischung einer zu hohen Temperatur auszusetzen, wie dies z. B. bet Henze mehrfach beachtet worden Ist. Hierbei trat jedesmal die Rothfärbung mit Jod ein, so daß wohl der Schluß gerechtfertigt erscheint, daß, wo eine Rothfärbung durch Jodlösung bewirkt wird, wie in den beschriebenen Fällen, zu viel Dextrin gebildet und daher der Verlauf der Verzuckerung ein mangelhafter war. Namentlich durch Ueberhitzung kann diese mangelhafte Verzuckerung eintreten b? &ci 75°C—6OoR sich jedenfalls schon eine schädliche Einwirkung auf dte Gährung bemerkbar gemacht habe. Außer derjenigen der Diastase ist ferner: hör m8br? bk der Säure bet der Zuckerbtldung aus Stärke oder Dextrin und bei der Gährung zu beachten. Aus den zahlreichen Beobachtungen über die Verhältnisse der Gährung in der ^oxiS gewann der Verfasser die Ueberzeugung, daß eine starke Säurebtldung während der Gährung von dem nachtheiltgften Einfluß auf den Verlauf derselben sei. Ein größerer Gehalt an Säure in der Hefe war nothwendig, um die Gährung normal zu vollziehen, und doch würde dieser Gehalt tn der Maische geschädigt Haden. . „ Dieser scheinbare Widerspruch schien schwer zu erklären, bis die Nothwendigkeit btCL^a(^ o rtfund be£ Diastase und deren Einfluß auf dte Intensität der Gährung den richtigen Zusammenhang erkennen ließ. m, < wirkt wie die Temperatur: sie lähmt oder tobtet je nach ihrer Menge b^ ;L0T-fl;Qbtefe^"Et mit der Temperatur. Schon ein Gehalt von 0.066 p'st höchst nachtheilig für die Verzuckerung. Wegen dieses verhaltens konnte auch bei den Versuchen über diese Nachverzuckerung die Milchsäure zum Tödten der Diastase Verwendung finden. Der Grund liegt darin, daß die Milchsäure mit der Diastase einen Niederschlag bildet, dieselbe also unlöslich macht. Durch Neutrattstren der Milch- sa^re wird daher auch die Wirkung wieder hergestellt. In-Folge dessen wird nach den beiden Richtungen die Wirkung der Diastase geschädigt- Ein besonders klar erkennbarer Fall bewies dieses Verhalten auf's Sicherste, und es geht daraus hervor, wie schlecht dte Vergährung bet zu starkem Säuregehalt der Matsche werden und wie man dieselbe oft noch durch nachträgliche Neutralisation verbessern kann. y So schädlich aber ein großer Ueberschuß von Säure genannt werden muß, so nothwendig oder wenigstens vortheilhaft erscheint aber nach 2 besonders angestellten Versuchen die Gegenwart einer gewisien geringeren Säuremenge. Bei vollkommener Neutralisation der Säure in der Maische wurde nämlich eine viel geringere Vergährung und geringere Alkoholausbeute wahrgenommen. Als Grenze schienen die Versuche 3» Oxymeter (etwa 6» Stammer) zu ergeben. Unterhalb derselben trat keine Schädigung der Gährung mehr ein. Der Grund zu hoher Säuerung liegt meistens tn der Anwendung zu hoher Temperatur beim Anstellen der Maische; zuweilen ist man gezwungen, mit über 14—15» R. (17 bis 19° C.) anzustellen, und in diesem Falle kann man mit Sicherheit auf einen mangelhaften Verlauf der Gährung rechnen. Außerdem üben Reinlichkeit in Gährgefäßen, Malzleller u. s. w. in dieser Beziehung ihren Einfluß. Hier haben wir ein Nebenergebniß einzuschalten, betreffend den Gersteverbrauch. Gerste verbrauchten dte verschiedenen Verfahren: Grünmalz zum Verzuckern und Hefe zusammen im Mittel, wobei 3 Malz — 2 Gerste gerechnet sind: Altes Verfahren 6.2 auf 100 Kilo Kartoffeln Hollefreund. . . 6.7 „ „ 9.4 pCt. Also ist die Vergährungsfähigkeit dieser neuen Maischen ganz dieselbe. 18.7 scheint indessen unter ungünstigen Verhältnissen gewonnen und daher doch etwas zu hoch zu sein. Nach des Verfassers anderweiten zahlreichen Beobachtungen dürfte 11.4 pCt. für das alte Verfahren richtiger sein und somit dte neuen Verfahren ™ r "7 - . r '' -____________________(Schluß tolit.) Offenbar nimmt man immer etwas zu viel, schon deshalb, weil es an einem Verfahren, fehlt, die yerzuckLrn.de Kraft des Malzes zu bestimmen. c) Erreichter Vergähruvgsgrgd. Unvergohren bljeb^nchei den verschiedenen Verfahren im Mittel (abgesehen von der unaufgeschlossenen Stärke): Allgemeiner Anzeiger. fln die Einwohner Ziehens! Seine Königliche Hoheit Groß- heezog l«u ., unser allverehr- ter Landesherr, hat unserer Stadt die Ghre seines Besuchs für nächsten Montag as Gomile 5982) Pelzwaaren - Lager Wobnuugsveräudcniug und Gescliäftsverlegung I4' liwiify z von Gg. Ruckstuhl Wittwe solid und gut ausgeführt. (5974 Frau Zehe aus Frankfurt a. M 5994) empfiehlt ihr reichhaltiges Lager Hochachtungsvoll ausgesührt. Hellie» entgegen, Hochachtungsvoll und ergebenst acad. Tamlehrcr in Marburg. 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October, sollen im Dtstrict Meilbach, circa 1 Stunde von hier versteigert werden: Todes Anzeige. 5993) Statt besonderer Anzeige theile Verwandten und Bekannten das nach mehrwöchentlichem Kranksein erfolgte Ableben meiner lieben Frau Marie I oyl. geb. Heller, mit und bitte um stille Theilnahme. Heinrich Vogt. Die Beerdigung findet Freitag Mittag 3 Uhr statt. Steinkohlen, Braunkohlen, kleingemachtes Buehen- und Tannenholz empfiehlt S- Katzenstein, um 10 W sti Im Feinster medicinischer Dorsch-Leberthran fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit gestempeltem Metall-Verschluss */< Originalflasche 0.60, Raummtr. Nadelprügelholz. Zusammenkunft Am Mittwoch den 31. Oktober, Morgens 11 Uhr, (5951 lassen Unterzeichnete 3 Stück 6—7jährige schöne, kräftige Arbeits-Pferde, welche beim Eisenbahnbau überzählig geworden, im Hofe des „Hessischen Hofes" gegen Baarzahlung versteigern. Gießen, den 23. October 1876. Siepmann 4* Theisen. Hemcleit nach Maaß in guter Waare und solider Vereinigte Gewerkschaften. Nächsten Sonntag den Ä8. October : Theatralische Menü-Anlerhastuag Anfang 8 Uhr.] auf Lony’s Bierkeller. [Entree 25 Pfg. m had 'heile bev Tie Q auf । Die, in Hüten, Fa^ons, Blumen und Federn, Band Schleiern und allen Arten Wollewaaren, zu den billigsten Preisen. ;amen. in Giessen, Mäusburg D. 9, 6841) Einem geehrten Publikum von Gießen zur Nachricht, daß die Tyroler Krautschneider Rüdiger wieder angekommen sind. Bestellungen können bei L. Flett (Gasthaus zum Schwanen), abgegeben werden. __________________________ 5898) Ein junger Monn, welcher mit der Buchführung vertraut ist, sucht auf einem hiesigen Comptoir auf sogleich oder auch später Stellung. Näheres Neue Bäue B- 101. Carl J. Vest, Blitzableiter-Fabrikant aus Oberursel bei Franksurt a. M. 5940) Ein Familienlogis im ersten Sto alsbald zu vermiethen bei ____________Küfer Faber, Selteisweg. 6948) E n Famllier.lo^is, sofort bezieh- bar, zu vermiethen bei _______Ferd in and Felsing, Wirth. 6943) Ein möblntes Zimmer zu ver- miethen, im Hause des Herrn Bautechniker Huhn, eine Stiege hock, Neue Anlage. 5844) vit 2L 227 ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 5978) Zu vermiethen ein Stall mit Aeilgevotenes. Ein fehlerfreies jpJSP Chaisen- und Neit- pferd steht billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.(3892 Eine elegante, ziemlich neue Fenster - Ghaise, ein- und zweispännig zu fahren, ist billig zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. (5980 5769) Der seither von der F e r b e r'schen Buchhandlung innegehabte Laden, sowie mehrere Familienlogis, sind zu vermiethen ________________Herrn Euler. 5869) Eln Familienlogis und ein mö- blirtes Zimmer zu vermiethen- _________Joseph Mannberger. 5798) Ein freundliches Zimmer mit oder ohne Möbel zu vermiethen.______B. 177. 5191) Möblirtes Mansardenzimmer mit Cabinet per 1. October zu vermiethen. ___________Carl Deines, Gartfeld. 5907) Ein unmöblirtes Zimmer mit Cabinet (worin ein Kochherd) in ange nehmster Lage der Stadt ist gleich zu ver- miethen. Näheres in der Exped. d. Bltts. 5910) In meinem neuerbauten Hause vis-h-vis dem Asterweg, sind drei Familienwohnungen von je 6 Zimmern nebst Zubehör, Wasserleitung und Gartenantbeil, zu vermiethen und sofort zu beziehen. Auf Verlangen kann Pferdestall und Chaisenremise zugegeben werden. I. Bernhardt. Verloren drei Siegelringe nebst goldc tm Uhrschlüssel. Der Wiederbringer erhält bei der Exped. 30 JC. Belohnung. (5975 Kurz-obEiflennRaren-Branche ober in einem sonstigen Detailgeschäfte sucht ein junger, bescheidener Commis, im Besitze guter Zeugnisse, zu sofort ober später Stellung. Gest. Offerten sub H c. 63241 an Haasensteln & Vogler in Frankfurt a. M. erbeten. ___________________________(5983 . 5958) Gutsbesitzer oder Lieferanten, welche gute Speisekartoffeln in Waggonladungen zum Wiederverkäufe anzustellen haben, werden ersucht, umgehend schriftliche Offerten zu machen an Eduard Morgenschweis ________in Kirchen a. d. Sieg._________ Inchrleule zum Steinfahren gesucht. Näheres bei der Aerrniethungen. 5987) Ein schönes, möblirtes Zimmer zu vermiethen im B epler'schen Hinterhause, __________________2. Stock, Ludwigsstraße. 5976) Ein Familienlogis ist zu vermiethen, auf Wunsch mit Gartenantheil, bei ____________________C. Rahn, Lehrer. 5984) Der 2. Stock meines neuerbauten Hauses ist zu vermiethen und sofort zu beziehen. Gg. Ruckstuhl Wwe., ________________________Gartfeld.__ 5989) Ein Familienlogis mit ollen Bequemlichkeiten ist sofort zu vermiethen. _____________Earl Ockel, Lutzwigsplatz. 5986) Ein möblirtes Zimmer zu ver- oermiethen bei C. W. Dietz am Markt. 5990) Eine Parterre- und eine Mansar-' den-W-hnung zu vermiethen. Hr- Weidig, Marburgerstraße A. 166 5977) Auf sogl- ein möblirtes Zimmer