(Uli-, ' i diawen geborgt w ^ÜMfoter. MUH sLAstz. :?ä >hsinn. ?5’ d. M., priicis tz uhr: n H z,, * fc» fC$ flarten. m 25. August 181T( >eM8Uhr: S-Wrr-i/L . Sitzung* >& Stirn Pref Stnmw tie Vertilgung des toWt Hem Dr. Ahlpepper üfc Hlaung unter LorzeiMS W twn nnb /ebenden WM. - Hem Renten utaW ^enbungbe^Cerevezas alf Mittel. (liebet haben Zuiuti. tzor^ack. vSiäS MÄs» ®'t# ,«iffe i® L in "" ! <"”‘2 6*&,n «* CKw. »»fprtjung j,hr JL Ä!betTOb,"«!b 6. cute Abend l4^ RIAZ CARL, estrnden ehlrm Abzubolen ___________,im Löwen". Mädchen ober Frau, wtlct n kann, findet 2 Tage in t1 bei Frau Wi/H. Bus-H. tn 18. 18?> ltH Chr.H°5^5. ,'. ®ef4£Ä(f W । iieilr'f M«U Äta(ib wird Wt •h,s rt «»gfe: not»! 'rzZ^ßlani»f ^‘i/otbillPi Sonntag, den 26. August 1823. Wo. 197. Kietzener Wyciger AnMt- uni AmtsM für itn Kreis Gießen. Erscheint tSgttch mit Ausnahme bei Montagö. ExpIdMonr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Bemerkungen. Jahr Zahl der unterstützten Familien und einzelnen Personen. Aufwand für Armenunterstützung. vH. mit welchen Beträgen. Dr. Boekmann. 1867 1868 186g 1870 1871 1872 1873 1874 1875 1876 der des hat des hat, unter Mitwirkung des Reichs-Justizamts einen gegen jene Verfälschung auszuarbeiten. Dem preußischen Landtag soll in seiner auf Erwerbung zweier, in strategischer Beziehung strecken, Oberhausen-Arnheim und Deutz- von dort, wie es heißt, zum Kurgebrauche nach Gastein zu reisen. In Frage der Verfälschung der Nahrungsmittel, welche die Aufmerksamkeit Publikums seit einiger Zeit in hervorragender Weise in Anspruch nimmt, der Reichskanzler insofern die Initiative ergriffen, als er den Director Der kaiserliche Hof hat am 19. d. in der Feier der Verlobung der Prinzessin Elisabeth, zweiten Tochter des Prinzen Friedrich Karl, mit dem Erb- Großherzog Friedrich August von Oldenburg ein schönes Familienfest begangen; das kronprinzliche Paar war zu demselben von seinem Badeausent- halte in Ostende zurückgekehrt. Von unseren auswärtigen Beziehungen zeigten die zu Oesterreich eine besondere Vertraulichkeit: nicht nur, daß Kaiser Wilhelm dem Kronprinzen Rudolf, wie nachträglich bekannt geworden, bei Gelegenheit der Jschler Zusammenkunft das zweite brandenburgische Ulanen - Regiment Nr. 11 verlieh, er feierte auch den Geburtstag des Kaisers Franz Joseph durch ein solennes Festdiner. Gleichzeitig liefen günstige Nachrichten über den Verlauf der in Wien stattfindenden Unterhandlungen über den Abschluß eines neuen Handelsvertrages ein. Das Verhältniß der deutschen Reichsregterung zu Rußland wird durch die Thatsache charakterisirt, daß die Klage der Pforte über die von den russischen Truppen angeblich begangenen Grausamkeiten in Berlin sehr ungünstig ausgenommen und der Vorschlag Englands, einen Collecttv-Protest gegen Rußland zu erlaffen, von der deutschen Regierung entschieden zurückgewiesen worden ist. Das deutsche Panzergeschwader ist, nachdem Contre-Admiral Bätsch vom Könige von Griechenland in Audienz empfangen worden, am 19. d. vom Piräus (Athen) nach der Insel ParoS in See gegangen. Aus die Beziehungen der einzelnen deutschen Fürsten zu ihrem Haupte wirft die Abschieds-Audienz des bisherigen bayerischen Gesandten in Berlin, Freiherrn v. Per glas, ein erfreuliche- Licht. Der Kaiser sprach sich bei dieser Gelegenheit über das gute Einvernehmen zwischen Bayern und dem Reiche höchst befriedigt aus, erinnerte besonders an die Initiative des Königs Ludwig zur Wiederherstellung eines einigen Deutschland- durch die Ernennung des Könige von Preußen zum Deutschen Kaiser und gab der Erwartung Ausdruck, daß das bestehende Jntimitäts-Verhältniß nicht nur fortdauern, sondern je länger, desto schönere Früchte bringen werde. Fürst 'Bismarck ist am 20. d. von Varzin in Berlin eingetroffen, um Reichs-Gesundheits-Amtes, Geh.-Rath Dr. Struck, beauftragt Gesetz-Entwurf zur Abhülfe Im Einzelnen ist noch Folgendes hierbei zu beobachten: 1. Bezüglich der einen Ortsarmenverband bildenden selbstständigen Gemarkungen, welche zu Ihrer Bürgermeisterei gehören, wollen Sie fich das nöthige Material durch Benehmen mit den Eigentümern der Gemarkungen oder bewi Stellvertretern beschaffen. 2. Unter den Aufwand für Armenunterstützung ist der ganze Betrag zu verzeichnen und allgemein in der Reichswährung anzugeben, der in dem betreffenden Jahre für Unterstützung von Armen und für Armenkrankenpfleze, auch in Gemeindehospitälern, in der Gemeinderechnung verausgabt worden ist, hat ein Ersatz solcher Aufwendungen, oder haben Erhebungen von Beiträgen zur Sicherung demnächstiger Krankenpflege von Krankengeldern und dergleichen stattgcfunden, die in der Gemeinderechnung verrechnet worden, so sind dieselben in Abzug zu bringen. 3. Unter die Zahl der Unterstützten ist die Zahl /der unterstützten Familien mit der Zahl der unterstützten einzelnen Personen einfach zusammen zu rechnen. 4. Durch die Bemerkungen sind zunächst erhebliche Abweichungen der einzelnen Jahre untereinander soweit möglich aufzuklären; insbesondere ist anzuführen, wenn veränderte Einrichtungen in der Armenpflege, Errichtung von Armenhäusern, Hospitälern, Abweichungen von früheren Jahren erklärlich machen. Sodann ist hierbei zu erwähnen, wenn besondere in der Gemeinderechnung nicht erscheinende Fonds zur Bestreitung der Kosten der Armenpflege dienen und nächsten Session ein Antrag besonders wichtigen Bahn- Gießen, durch den Staat zugehen. Die Einbringung dieses Anträge- würde beweisen, daß die Andeutung des Fürsten Bismarck, der Schwerpunkt der Eisenbahn-Politik müsse aus dem Reiche nach Preußen verlegt werden, falls die Ausführung des Reichs-Eisen- bahn-Projectes auf Schwierigkeiten stoße, ihrer Erfüllung entgegengeht. Aus dem Gebiete des Culturkampses ist von einem bedenklichen Fortschreiten der ultramontanen Volksverdummung zu berichten. Nach Dittrichs- walde (Kreis Allenstein) sowohl wie nach Marpingen sind am Mariä-Himmel- sahrstage Lausende von Gläubigen zu den angeblichen Muttergottes-Erschetnun- gen gewallfahrtet, und in Differten (Kreis Saarlouis) will das abergläubische Volk in einem Glase Waffer, in welchem Marpinger Erde aufgelöst war, die Muttergottes in Begleitung von Engeln, Täubchen und Lämmchen gesehen haben I In Marpingen soll sogar die Königin-Mutter von Bayern, eine Schwester der Kaiserin von Oesterreich, eine Prinzessin von Thurn und Taxi- und andere Mitglieder des höchsten Adels zum Besuch anwesend gewesen sein! Die Kehrseite des Bildes zeigt zahllose Kranke, welche sich durch die Beschwerden der Reise nach den ..Gnadenorten" Verschlimmerung ihreS Nebels, wohl gar den Tod zugezogen haben. Das Einzige, was diesmal von Maßregeln der Regie- rungs- und Gerichtsbehörden gegen das unwürdige Treiben der Ultramontanen zu melden ist, besteht in dem Erlaß eines — Steckbriefes gegen den in Rom weilenden ehemaligen Erzbischof von Posen, Cardinal Ledochowsky I Der König von Sachsen hat eine Reise durch sein Land gemacht, um sich mit den Bedürfnissen oer Bevölkerung durch eigene Anschauung bekannt Amtlicher Iheit. Gießen, am 22. August 1877. Betreffend: Das Gesetz über den Unterstützungswohnsitz. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoalichen Bürgermeistereien des Kreises. Großherzogliches Ministerium des Innern hat durch Verfügung vom 17. l. M. zu Nr. M. d. I. 12632 angeordnet, daß nähere Ermittelungen über die Zahl der von allen Gemeinden unterstützten Personen und den in dieser Hinsicht gemachten Aufwand auf eine Reihe von Jahren vor und nach dem Termine der Gültigkeit des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz eintreten sollen, um die Wirkungen dieses Gesetzes kennen zu lernen. Wir geben Ihnen daher auf, bezüglich jeder Ihrer Gemeinden und jeder zu Ihrer Bürgermeisterei gehörigen selbstständigen, einen eigenen Ortsarmenverband bildenden Gemarkung je eine Uebersicht nach dem folgenden Schema binnen 3 Wochen an uns einzusenden. zu machen. In Nürnberg hat das 25jährige Jubiläum des germanischen Nationalmuseums mit der Grundsteinlegung zu dem neuen Flügel, zu welchem das Reich die Mittel hergibt, stattgefunden. In Oesterreich-Ungarn verschärft sich der Gegensatz zwischen den Ungarn und den slavischen Volksstämmen der Monarchie immer mehr: besonders gereizt ist in letzter Zeit die Stimmung zwischen den ersteren und den Croaten geworden, weil sich die Sympathieen und Jnteresien derselben nicht blos in der orientalischen Frage, sondern auch in der Grenzbahn-Angelegenheit geradezu widersprechen. Unter diesen Umständen sieht sich die gemeinsame Regierung mehr als je in der Beobachtung ihrer bisherigen Politik neutraler Zurückhaltung bestärkt und zeigt dem entsprechend auch insofern das Bild vollständiger politischer Stille, als Graf Andrasiy, der Leiter der auswärtigen Angelegenheiten, auf einige Zeit nach Steiermark auf's Land gereist ist. Auch England ist, zumal nachdem sein Parlament durch eine sehr friedfertig klingende Thronrede vertagt worden, in Folge der für die Ruffen ungünstige Wendung der Dinge auf dem Kriegsschauplätze zu einer gewissen Ruhe gekommen; man sieht nur der einen großen Theil Ostindiens bedrohenden Hungcrsnoth mit Besorgniß entgegen. Griechenland befindet sich dagegen fortwährend in großer Aufregung, indem es seine Kriegsrüstungen eifrig fortsetzt. In Theben hat sich sogar ein Freiwilligen-Bataillon gebildet, welches sich in Erinnerung an die „heilige Schaar" des Epaminondas den Namen des „heiligen Bataillons" beizelegt hat. Die griechische Regierung hat aus Anlaß des durch Tscherk-ffen angerich teten Blutbades in Kavarna, in dem besonders viele Griechen umkamen, eine Beschwerde-Note an die Mächte gericbtet. In Frankreich war die Reise des Marschalls Mac Mahon durch die Normandie das hervorragendste Ereiguiß der Woche. In Regierunzskreisen fühlt man sich indcß durch den Erfolg dieser zweiten Rundreise, auf welcher dem Marschall-Präsidenten fast überall Lebehochs auf die Republik entgegenschallten, keineswegs befriedigt, um so weniger, da Gambetta mit einer Rede, die er bei seiner Anwesenheit in Lille hielt, einen förmlichen Triumph gefeiert hat. Der Exdictator dürste sich freilich in der Behauptung, mit der er seine Rede schloß, daß die Regierung nur zwischen Unterwerfung oder Rücktritt zu wählen habe, wenn Frankreich die 363 Deputirten der Linken als 400 Richter zurücksende, aller Wahrscheinlichkeit nach irren ; denn je unsicherer für die Regierung ein Sieg mit den gesetzlich zulässigen Mitteln ist, um so verführerischer tritt an sie der Gedanke an einen Staatsstreich heran. Wie es scheint, steht die beschleunigte Rückkehr des energischen Ministers Fourtou nach Paris wirklich mit dem Plan einer Cabinetsveränderung und der Verhängung des Belagerungszustandes, auf welche die Ultramontanen und Bonapartisten unermüdlich hindrängen, in Zusammenhang. Während die Regierung des Königreichs Italien der Ausführung des Projectes einer Befestigung Roms gegen einen Handstreich näher tritt, geht der Papst mit dem Plane um, sich die ungarische Kirche durch Unterhandlungen mit Oesterreich unterwürfig zu machen- Der noch immer fortdauernde Scan- dalproceß über die Erbschaft des Cardinals Antonelli gibt zu dem Gerüchte Anlaß, daß bei einem für die Gräfin Lambertini günstigen Ausgange desselben noch verschiedene andere natürliche Kinder des Verstorbenen mit Ansprüchen auf die Erbschaft hervortreten würden. In dem streng katholischen Spanien, dem Lande der Glaubens-Einheit, hat die Regierung sich aus ihren finanziellen Verlegrnheiten dadurch zu retten gesucht, daß sie den Geistlichen ein Viertel ihres Gehaltes ohne Weireres einbehielt. Aber auch in dem protestantischen Dänemark macht man mit den Geistlichen nicht viel Federlesens: ein Geistlicher, welcher sich über den Erlaß des vorläufigen Finanzgesetzes auf der Kanzel Aeußerungen erlaubte, welche eine Majestätsbeleidigung enthielten, wurde seines Amtes entsetzt und zugleich zu 8 Monaten Arbeitshaus verurtheilt. Deutschland. Darmstadt, 24. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 18. August den ordentlichen Profeffor Dr. Oncken zum Rector der Landes-Universität für die Zeit von Michaelis 1877 bis dahin 1878 zu ernennen. Hesterreich. Wien, 23. August. Die „Polit. Corresp." berichtet aus Belgrad von heute: Seit mehreren Tagen finden wichtige Beratungen beim Fürsten statt, an welchen der Minister des Auswärtigen, Risttc, der Kriegs-Minister Gruic und mehrere anwesende russische Notabilitäten theilnehmen. Inzwischen sind vertrauliche Weisungen an die Kretschess wegen Mobilmachung der Milizen ergangen. — Aus Agram von heute meldet dieselbe Correspondenz: Seit drei Tagen wüthet ein mörderischer Kampf zwischen den Türken und den Aufständischen bei Crnipotok; letztere werden von Golub und Babic geführt. Arankreich. Paris, 23. August. Nach einer Meldung der „Agence Havas" wird Marschall Mac Mahon in Folge der Einladung verschiedener General- und Municipalräthe im Süden und Westen Frankreichs, sobald er am 4. September den bei Montbrison stattfindenden Manöver» beigewohnt hat, die Departements Indre et Loire, Vienne, Charente, Dordogne und Gironde besuchen. Kriechenland. Athen, 23. August. Aus Kreta wird über eine aufständische Bewegung berichtet. Die türkischen Familien flüchteten in die befestigten Orte, die Christen flohen in die Berge. Es fanden bereits zwei Zusammenstöße in Barype- tron im Bezirk von Canea und in Bachalichau in der Provinz Retimo, statt. 30 Türken und 17 Christen wurden getödtet. Aegypten. Alexandrien, 23. August. Aus dem französischen Kriegsschiffe „Corröze" brach während der Fahrt von Saigun nach Suez, nachdem Aden passirt war, die Cholera aus; 50 Leute von der Bemannung starben und 130 sind noch krank an Bord. Der orientalische Krieg. Petersburg, 23. August. Officiell. Alexaudropol, 22 Aug. Nach eingelaufenen Nachrichten betrug der Verlust der Türken bei der Affaire vom 18. d. nahezu 800 Mann. — Die Colonne des Generals Tergukasoff, von welcher ein Theil bei Jzdyr verblieben war, befand sich am 20. d. bei Guebbuebscha. Die bei Jgdyr befindlichen Truppen hatten ein unbedeutendes Scharmützel mit einer vor ihnen erschienenen türkischen Colonne. — Nachrichten zufolge wurde im Gefecht am 30. Juli mit der Colonne Kalbolai Khans der Com- mandant der türkischen Truppen, Huffein Pascha, schwer verwundet. Die Jngur-Colonne des Generals Alschasoff recoznoscirte, intern sie den ganzen Lauf des Kodorfluffes besetzte, am 7. d. mit Kavallerie auf dem rechten Ufer des Fluffes Maschacka, wobei es sich erwies, daß die Türken das rechte Ufer des Fluffes Kelaffuri befestigt und die Anhöhen vor Suchum besetzt hatten. Wien, 23. August. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest von heute: Suleiman Pascha hat gestern den Angriff auf den Schipka-Paß erneuert, während Otman Pascha von Seloi aus debouchirend die Ruffen angriff. Durch eine heute früh anzelangte Depesche wird bestätigt, daß dec gestrige Kamps allseitig siegreich für die Ruffen endigte. Wien, 24. August. Telegramme der „Preffe": Bukarest, 23. Aug. Ueber das Resultat der gestern früh in Folge eines Angriffs der Türken bei Plewna begonnenen Schlacht ist noch immer nichts bekannt. Razusa. Die Montenegriner haben ihr Lager bei Korvike abgebrochen und sind den von Mostar ksmmenden türkischen Irregulären entgegengezogen. Die bei Metkovic gestandenen tückischen Truppen marschirten gegen Gacko. Bukarest, 23. August. Die Ruffen sollen gestern 10 Smrm-Aagriffe der Türken auf den Schipki-Paß zurückgeschlagen haben. Ebenso soll eine unter dem persönlichen Commando Osman Pascha's bei Selvi vorgenommme tarke Recognoscirung von den Ruffen unter Führung des Fürsten Mirski zn- rückgewiesen worden sein. Die Türken hätten auf beiden Schlachtfeldern große erluste erlitten. Vermischtes. Kassel, 20. August. Man schreibt der „Hess. M.-Z • „Das massenhafte Auftreten der Kohl-Weißlinge droht unsere Kohlfelder vollständig zu vernichten. Der Verein zur Beförderung des Gartenbaues zahlt für 12 Männchen 2 H und für 12 Weibchen 3 H Prämie. Die Weibchen haben auf den Flügeln schwarze Flecken." Darmstadt, 22. Aug. Frettn v. Hochstätten, die morganatische Gemahlin des verstorbenen Großherzogs, hat heute ihre seitherige Wohnung im Residenz-Schloß verlassen und ist in ein Prtoat-Logts im Blumenthal'ichen Stadt-Viertel übergesiedelt. Berlin. Ein Unfall, der sich tn der Familie eines VersicherungSveamten ereignet hat, dürfte als dringende Mahnung für alle jungen Mütter hier eine geeignete Erwähnung finden. Das ein halbes Jahr alte Töchterchen hatte tn der Wiege von früh morgens an heftig geschrteen und war nicht zu besänftigen gewesen, so daß die Eltern endlich zum Arzt schicken. Derselbe ließ daS Kind sofort nackt ausztehen und entdeckte bei der Untersuchung des Rückens, daß an demselben ein langer weißer Faden herabhing. Mit unsäglicher Mühe gelang es eine Nähnadel, welche sich tief in den Rücken eingebohrt hatte und nur durch den Faden verhindert war, ganz zu verschwinden, ans Tageslicht zu befördern. Die trostlose junge Mutter hat die Gewohnheit, bet der Wiege zu nähen, und ist so jedenfalls die mittelbare Urheberin des Unfalls, dessen etwaige Folgen noch heute nicht abzusehen sind. — (Die Romantik im Orientkriege.) Fürst Nikolaus von Montenegro erzählte, o schreibt der Cettinjer Berichterstatter der „Pol. Corr.", dieser Tage bet der Mittagstafel die folgende Episode auS der Belagerung von Niksic. Pop Milo, ein Verwandter des fürstlichen Hüuscs, wollte den Niksicern zeigen, wie gründlich er sie verachte und daß unter ihnen kein Mann sei, der sich mit ihm messen könne. Zu diesem Be» Hufe stieg er von der Höhe oon Trebesch hinab, schwang sich auf sein Roß und ritt auf die Festung zu unter dem Feuer der Geschütze. Er hatte keine Schußwaffen mitgenommen, nur das Schlachtschwert hing ihm an der Seite. Vor dem Walle angelangt, rief er hinauf, die Niksicer mögen ihre besten Kämpfer htnausschicken, um mit ihm ein L-äbel-Duell im Angesichte beider Heere auszufechten. Er versicherte zugleich, daß er keine Schußwaffen mitführe und hatte eben seine Brust entblößt, um zu zeigen, daß er kein Panzerhemd anhabe, als ihn vom Festungswalle eine wohlgeztclte Kugel tn's Herz traf und tobt hmstrcckte Einige Niksicer sprangen herbei und schnitten ihm den Kopf ab, der dann, abgewaschen und gekämmt, tn's montenegrinische Lager geschickt wurde. Pop Milo war gegen fünfzig Jahre alt und der schönste Mann in ganz Montenegro, im Lande der schönsten Männer. Dieser Fall Hal natürlich die Blutfetndschaften mit den Niksicern um eine bedeutende vermehrt, da man darin die größte Perfidie sieht. Der russische Militärbeoollmächtigte Oberst Bogoljubow ergänzte diese Erzählung des Fürsten mit einer Episode aus seinen Erfahrungen, indem er heroorhob, daß die Kriegsereigntsse unmittelbar, sozusagen staute eessione, besungen werden. Er habe in der Nacht vor seiner Hteherretse tn der vordersten montenegrinischen Schanze von Tre- besch einem Gusla-Sänger zugehört, wie er einzelne Episoden aus der Belagerung von Niksic besang. Zur selben Zeit hörte man von der türkischen Schanze herüber fast dieselben Begebenheiten von einem Niksicer Gusla-Sänger besingen. Einer verstand den anderen und stellenweise replicirten sie einander. Es habe ihm leid gethan, da er des Serbischen mächtig Ist, daß ihm die Umstände es nicht gestatteten, diesen interessanten „Sängerkrieg" zu notircn. — (Neue Erdbeben in Südamerika.) Ecuador ist wieder der Schauplatz vulkanischer Ausbrüche und verderblicher Ueberschwemmungen gewesen. Große Massen vulkanischer Asche sind Tage lang an der ganzen Küste herabgefallen. DaS „Eomerzto ' von Guayaquil meldet vom 9. Juni: Ein vulkanischer Ausbruch hat tm Innern am 26. d. M. stattgefunden zwischen halb zehn und elf Uhr Morgens. Wir wissen nicht, welcher Vulkan tn Thättgkett war, wir glauben aber, es war der Kotopaxi, der seit dem letzten Jahrhundert alle zehn Jahre eine Eruption gehabt hat. Von Babahoyo bis Tumbez hörte man Getöse wie von schwerem Geschützfeuer. Um 6 Uhr Nachmittags begann ein Aschenregen, der an 30 Stunden lang anhielt. Eine mineralogische Untersuchung der Asche hat ergeben, daß sie aus ganz feinen Theilchen von Magneteisenstein, glasigem Feldspath, Hornblende und einer amorphen Substanz bestand. An Bord deS Dampfers Islay auf der Fahrt von Panama nach Guayaquil bemerkte man zuerst den Fall der Asche bet Manta, und er dauerte an biS zur Ankunft tn Guayaquil, woraus zu schließen ist, daß Winde die Asche aus höheren Breitegraden wett hinausgeführt haben; vielleicht, wie auch schon früher, auf eine Strecke von 200 Meilen von dem Krater, der sie auswarf. Da die Asche ohne Salze war, so wird sie voraussichtlich den Feldfrüchten und dem Vieh nicht schädlich sein, wie das früher der Fall war. AuS Quito schreibt man vom 26. Juni: Eine vulkanische Eruption, welche vermuthlich vom Kotopaxi ausgtng, hat eine Ueberschwemmung der dort entspringenden Flüsse verursacht, welche tn den schönen und fruchtbaren Thälern von Chillo und Tumbaco große Verwüstungen angerichtet haben. Der Gouverneur der Provinz Tunguaragua berichtet: Am 26. um 10 Uhr Morgens ward zu Latacunga ein fürchterliches Getöse gehört, worauf sogleich ein gewaltiges Austreten der Flüsse Eutuchi, San Felipe und Aanay ico folgte; die Fluthen bespülten im Vorübergehen die Stadt bis zur Capelle El Salto. Die Masse deS Wassers und Schlammes war so groß, daß sie die ganze Hacienda Valle bedeckte, sowie die Destillerie vor Latacunga, die schöne Boltoarbrücke in Pansalca, die hölzernen Brücken von Culapachan und Patate und die gemauerte Brücke von Agoyan wurden alle zerstört Die Haciendas an den Flußufern haben ungemein gelitten und die Verwüstung ist schrecklich. Hameln, 16. August. Die von der permanenten Maschinen-Kommission K. Hannoverscher Landwirthschasts-Gesellschaft in Göttingen errichtete Station für Prüfung landwitthschaftlicher Maschinen bat vor Kurzem den von der Firma D. W. Osborne u. Co.; Auburn u. Co. eingesandten Osborne Self-binding Harvester (Mähmaschine mit Bindevorrichtung) einer eingehenden Prüfung unterzogen. Da genaue und exacte Versuche mit Mähmaschinen, welche daS geschnittene Korn ans-b ^Prüfung sür s&js s-rjtf SK! > §rbe 31 WN NW inb uMle"btn. Hi aiiSgeboten ' Mel wohl itk nur irgend mb immer unb „titelt ein solche Lender Aerrtt wirkender Gehe "bat, ebenso ist t. Ium auf ein 6 oefannt, sich w auch nur annah KSntgl. Preuß. > -fl b. OPI« aus Ginseng, sen n Pen-tsao-9 Uit; SIMM Iioch bei völlig ge frtt ftnb. Wt sprechen, Io wäre unwürdige Recln Atteste unb Dai niemals zu fehler @tub W Mts Itbem Jahre meh brn. AngeM lr jtbtS Ära öffentlich aufwetl Mlche bisher nu licht» Rrahmittt ’) Herr' lsrnesttnischen £ 1c*en, Herzogs Medaillen für L 'schm Carolinisch nLeinnüfcigtr SBif terbam, der me: königl. geologisch Sowie noch vieler ")Dtrls 4779) Ausstg a, 18. Aug. zu Petterweil. : Anna Henri 181 Nuf "4 von Rainrr MipptneW^ ttforN>des rtn H.Men A '^Abe 120 Werring 4761) »W Ce’ DurU ®etnorfuna ä ^adralmeteri Ä tnüjjei butl J'Mt leerb, b,r B'Wch ^Geriogii UcheS Kraftmittel zu empfehlen. 4759) 4) Steinklopfen, if Holzapfel. 4758) 153 360 190 362 32 werden, 47 \ 34 46 Versteigerung in Accord gegeben als: 1) Maurerarbeit, veranschl. zu 2) Weißbinderarbeit, „ „ 3) Stetnbrechen, Fahren u. Aufsetzen derselben, veranschl. zu 42 30 78 Dr. J« Müller, F. W. Medicinalrath in Berlin. % A.: Körner, Bezirksbauaufseher, automatisch auch binden, bisher in Deutschland noch nicht angestellt sind, wird eine kurze, den officielien Berichten in den Fachblättern vorangehende Mittheilung über die Resultate der ange- stellten Prüfung für jeden Landwirth von großem Interesse sein. Die am 4. August ausgeführte eingehende technische Untersuchung der Maschine befriedigte vollständig. Am 6. August Morgens wurde auf dem Versuchsfelde des Landwirtschaftlichen Instituts Göttingen Gerste, am Nachmittag auf einer 8 Hektare großen Breite Weizen geschnitten und gebunden. Die Leistung der Mähmaschine zeigte sich alS eine völlig zufriedenstellende, andren guten Mabmaschinen nicht nachstehende. Der Bindeapparat ist in seiner Konstruktion sinnreich und verhältnißmäßig einfach. Das Binden (in Draht) wurde mit größter Präcision ohne Unterbrechung auSgeführt. Die Kommision gelangte zu der Ansicht, daß das Problem, Getreide ohne Schwierigkeit mit der Maschine zu mähen und zugleich zu binden, unter der Voraussetzung, daß kein Lagern vorhanden ist, gelöst erscheint, und daß wenn eine Veränderung der zunächst für amerikanische Verhältnisse berechneten Maschine in der Richtung zur Ausführung komme, daß sie auch für längeres Getreide brauchbar werde, der Osborne'sche Selbstbinder auch unter unseren Verhältnissen brauchbar erscheine. Grummetgras- Versteigerung. Donnerstag den 30. August, Morgens 9 Uhr, soll das Grummetgras von mehreren Wiesen im Weiher (nicht weit von der Vetertnar- anstalt) versteigert werden. 4755)Fr. Lampus. Versteigerungen. Arbeitsversteigerung zu Heuchelheim. Montag den 27. August, Nachmittags um 5 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Heuchelheim nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, alS: Geborene. 16. August. Karoline Louise Kunigunde Johanna, Tochter von Agenten Jean Boeck. 17. August Charlotte, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. 18. August. Hannette Marte, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. 17. August. Mathilde Henriette, Tochter von Kaufmann Wilhelm Roth. 20. August. Georg Karl, Sohn von Arbeiter Ludwig Kloos. 19. August. Otto Louis Daniel, Sohn von Conditor Heinrich Kinkel. 21. August. Elisabethe Christiane Henriette, Tochter von Schreiner August Bick. 18. August. Marie Elisabethe, Tochter von Gepäckträger Gottlieb Helfenbein. — Karl, Sohn von Taglöhner Heinrich Karl Otter. 22. August. Ein Kind männlichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Bierbrauereibesitzer Christian Lony. Gestorbene. 17. August. Marie Auguste Elisabeth, 4 Monate 10 Tage alt, Tochter von dem Heizer an der Köln-Gießener Bahn Julius Benkner. 19. August. Marie Engelbach, geborene Kempff, 78 Jahre alt, Wittwe des Grotzherzoglichen Hofgerichts-Advocaten Dr. Friedrich Engelbach. 20. August. Ein in der Geburt verstorbenes Kind weiblichen Geschlechts von Schmied Johann Georg Weber. 21. August. Auguste, 1 Monat 11 Tage alt, ein außereheliches Kind von Auswärts. Vergebung von Derblendbacksteinen. Die Lieferung für die Umfangsmauer Arbeitsversteigerung zu Grüningen. Donnerstag den 30. August, Mittags 12 Uhr, sollen auf dem Rathhaus in Grüningen nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche des neuen Universitätsgebäudes und des Gerichtgebäudes nebst Arresthaus dahier erforderlichen Verblendbacksteine (am ersteren Gebäude 120 am letzteren 170 Tausend Stück) soll auf dem Submtsstonsweg, ge- 1) Zimmerarbeit, veranschl. zu 2) Schlosserarbeit, „ „ 3) Weißbinderarbeit, „ „ Gießen, den 24. August 1877. Bekanntmachung. 4761) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes - vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Se. Durchlaucht Fürst Ludwig von Solms-Hohensolms-Lich unterm heutigen Tage mit dem Eisenerzbergwerke „Hohensolms" in der Gemarkung Ober-Hörgern, Kreises Gießen, mit einem Felde von 18800 " Quadratmetern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Ver- " leihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerks-Eigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsriffes bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 13. August 1877. Großherzogliche Gber-Iorst- u. Domänen-Direction, Berg-Abtheilung. Bose. Die Annoncen-Expedition ThUietrich Sf Co. in Cassel über- nimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschlands und des Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. d. „Casseler Tagespost.") 1 mchnhafte Auf- mchlca. Der Ver- unb für 12 Weib- decken.* che Gemahlin des slbenz-Ichlog ven eitel übergesubtll. nunMeMen n- M eine geeignete in der Wiege von Defen, so baß die lckt acchiehen und Niger weißer Faden e fid) titf in den janj in oerschwili- e Gewohnheit, bei Unfalls, dessen nienegro erM : bei der MW ilo, ein Amt M er sulche re. Zu di-im nRoß und Maas Schußwaffen * ui Walle angelangi, n, um mit ihm ein 1 zugleich, baß « Ti in * baß itiidtt fiugtl ins schnitten ihm den he Lager mn in ganMon- ^IckseindschMN ie größte W 3te diese ErWZ mvorhob, daß e erden. Er " : S«* Iw!.** VW 16 Uhr - itrfte»"Äaiil Grummetgras- Dersteigerung bei der Stadt Giessen. Montag den 27. und Dienstag den 28. August 1877, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen versteigert werden, und zwar: Montag den 27. August von den Wiesen vor der Reustadt, am Neuenwegerthor, am Fürstenbrunnen, im Wieseckthal und Heegftrauch. Dienstag den 28. August von den Ochsenwiesen, den Wiesen im vorderen und Hinteren Stolzenmorgen und am Altentisch. Die Zusammenkunft ist: Montag den 27. August am Neustadter- thor und Dienstag den 28. August an den Ochsenwiesen. Die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 22. August 1877. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4693) A. vramm. * Geheimmittelschwindel, Reclame und Wissenschaft. Nachstehendes Urtheil t|t uns von einem um die Wissenschaften*) hoch verdienten Manne zugegangen, und bitten wir um dessen weiteste Verbreitung. Derselbe schreibt: „Wenn man den Jnseratentheil eines beliebigen Zeitungsblattes einmal verfolgt und sieht, wie in der schäm- und gewissenlosesten Weise die von modernen Quacksalbern und unwissenden Charlatanen angefertigten Zusammensetzungen als Heilmittel tagtäglich ausgeboten werden, so mag man sich das Mißtrauen der Aerzte gegen solche Mittel wohl erklären können, zumal wenn dieselben geradezu als Universalmittel für alle nur irgend denkbaren Krankheiten ganz verschiedener Natur angepricsen werden, und immer und in allen Fällen sichere und alleinige Hülfe bringen sollen. So gerechtfertigt ein solches Mißtrauen von ärztlicher Seite ist, und so sehr es sogar die Pflicht denkender Aerzte sein muß, da? Publikum vor dem Gebrauch derartiger, oft schädlich wirkender Geheimmitte! zu warnen, wenn einmal die Wissenschaft ihr Urtheil gesprochen hat, ebenso ist es auch wiederum heilige Pflicht des gewissenhaften Arztes, das Publikum auf ein Gesundhettsmittel aufmerksam zu machen, welches biS dahin noch nicht gekannt, sich in kurzer Zeit einen Weltruf erworben hat, und heute durch kein anderes, auch nur annähernd so wirksames Mittel zu ersetzen ist. Es sind dies die von dem König!. Preuß. Apotheker I. Cl. Herrn Dr. Ludwig Tiedemann in Stralsund a. d. Ostsee aus den Wurzeln der (in China dem Goldwerthe gleich geschätzten) Panax Ginseng, seu Panax quinquefolia LinnS nach wissenschaftlichen Principien bereiteten Pen - tsao - Präparate**), welche ganz insbesondere bei ollen Schwächezuständen, bei Blutarmuth, Zerrüttungen des Nervensystems, allgemeiner Körperschwäche, selbst auch noch bei völlig gesunkenen Lebenskräften von der allergrößten Heilkraft und Wirksamkeit sind. Würde irgend etwas noch eclatanter für die Wahrheit dieser Behauptung sprechen, so wäre es wohl die Thatsache, daß Herr Dr. Tiedemann es bis heute als unwürdige Reclame verschmähte, die zu vielen Tausenden in seinen Händen befindlichen Atteste und Danksagungen glücklich Geheilter zu veröffentlichen, welche erstere sonst niemals zu fehlen pflegen, besonders dann nicht, wenn das angepriesene Heilmittel dringend solcher Atteste bedarf, und daß dennoch die Dr. Tiedemann'schen Präparate mit jedem Jahre mehr Eingang beim Publikum und eine immer größere Verbreitung fanden. Angesichts solcher Erfolge halte ich es für meine Pflicht, um auch für die Zweifle« jedes Mißtrauen beseitigen zu helfen, hiermit auf die in Rede stehenden Heilmittel öffentlich aufwerksam zu machen, und dieselben ganz besonders denjenigen Patienten, welche bisher nutzlos andere Mittel gebraucht, als ein heilbringendes und unentbehr« Handel und Verkehr. Gießen, 25. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. JL 1.25, Hühnereier, per Stück 6 Enteneier, per Stück 7 Käse, per Stück 5-9 X Kasematte, per St. 3 Erbsen, 1 Liter 20 Linsen, 1 Liter 20 H, Tauben, das Paar 60 Hühner, per Stück 1 JL, Hahnen, per Stück 55 Enten, per Stück 1.50, Kartoffeln 100 Kilo 7 40 Friedberg, 23. August. (Fruchtbericht.) Das Geschäft war in dieser Woche flau. Weizen fällt in Qualität besser aus, wie erwartet, dagegen Gerste sehr gering. Die Zufuhren sind schwach. Weizen 23, Roggen JL 18, Gerste JL —, Hafer jUk 15—18. ____________ trennt für diese Gebäude oder zusammen vergeben werden. Offerten nebst Probe- fteine sind längstens bis zum 6. September d. I., Vormittags 10 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei bei unterzeichneter Behörde einzureichen, woselbst auch die Lieferungsbedingungen etngesehen « Wfe Zundel. L sie ben e etn rechte^ mer bra8 rechte U er efei^ hatten. M' ’WMiS n- Ne« an= W. M der 23. fc, d-r b« R-jxsii. Die ® M ben Mn )te bei SKettwic Gießen, den 24. August 1877. I. A.: Kö rner, 4771)______Bezirksbauaufseher.___________ Dienstag den 28. August, Nachmittags 2 Uhr, soll die Erndte von mehreren Grundstücken, bestehend in Hafer, Dickwurz, Kartoffeln, Obst und Gemüse, an den Meistbietenden versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf der Lahnbrücke. Gießen, den 25. August 1877. GroßherzoglicheS Ortsgericht Gießen. 4769) Müller. Fsenfi jod eine i vorgenonmtne rsien Mirski zn- rchifflbern große *) Herr Dr. Jo hannes Müller in Berlin ist Ritter des Herzog!. Sachsen- Erneftinischen Hausordens, Inhaber der König!. Würtembergischen, König!. Hannöoer- fc’-en, Herzog!. Anhalt - Bernburgischen und Fürst!. Schwarzburg-SonderShausenschen Medaillen für Verdienst um Kunst und Wissenschaft, der Kaiserl. König!. Leopoldtnt- schen Carolinischen Akademie der Naturforscher, der König!. Preußischen Akademie gemeinnütziger Wissenschaften in Erfurt, der König!. Niederländischen Akademie in Rotterdam, der medicinisch-naturwissenschaftlichen Gesellschaft in Athen, der Kaiserl. König!, geologischen Retchsanstalt in Wien, der naturforschenden Gesellschaft in Halle, sowie noch vieler anderer Akademien und gelehrten Gesellschaften Mitglied. **) Der Preis für dieselben ist mit 7 Mark incl. Verpackung bekannt gemacht. 4779) D. Red. ............... tu 11 ■ Auszug a. d. Stsndesamtsrcgistern des Standesamts Gießen. Vom 18. bis 24. August 1877. Aufgebote. 18. Aug. Lehrer Karl Jann zu Gießen mit Dorothea Sophie Karoline Lenhard zu Petterweil. 22. August. Heizer Magnus Becker von Londorf, wohnhaft in Gießen mit Anna Henriette Bauer von Gießen. Eheschließungen. 18. August. Fuhrmann Johannes Böckner von Dannenrod mit Katharine Hedd- rich von Rainrod. 22. August. Schuhmacher Karl Sack vvn Gießen mit Karoline Pbtlipptne Wilhelmine Johannette Engel von Gießen. «gwsawsmtmi iiiniiiiii— Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 18. August. Johannes Böckner, Fuhrmann dahier, des Landwirths in Dannenrod, Johann Böckner, ehe!. Sohn; und Katharine Heddrich, des Leinwebers in Rainrod, Georg Heinrich Heddrich, ehel. Tochter. Getaufte. Den 19. August. Dem Taglöhner, Christian Schmidt, ein Sohn, Heinrich Conrad, geb. den 3. August. Denselben. Dem Fuhrmann Ludwig Euler, etn Sohn, Johann Karl Ludwig, geb. den 12. Juni. Denselben. Dem Rangirmeister Balthasar Wtsker, eine Tochter, Marie Johanna Henriette Margarethe. Denselben. Dem Kreisamtsdiener Johann Peter Egly, eine Tochter, Johanna Wilhelmine, geb. den 13. Juli. Denselben. Dem Glasermeister Ludwig Schmidt I V., ein Sohn, Wilhelm Justus Reinhard August, geb. den 20. Juni. Denselben. Dem Lokomotivheizer Adolf Christian Moog, eine Tochter, Luise Sophie Helene, geb. den 25. Juni. Denselben. Dem Sergeant Heinrich Seum, eine Tochter, Marie, geb. d. 26. Juli Denselben. Dem Gehilfen am Stadtbauamt, Friedrich Jakob Altvater, ein Sohn Joachim Christian Friedrich Jakob, geb. den 24. Juli. Denselben. Dem Fuhrmann Caspar Bott, eine Tochter, Elise Katharine, geb. den 14. Juli. Denselben. Dem Schlosser Johannes Werner, eine Tochter, Luise Theodore Katharine, geb. den 6. Juli. Denselben. Dem Lokomotivheizer Johannes Schaum, eine Tochter, Marie, geb. den 29. Juli. Den 20. August. Dem Stations-Assistenten Ludwig Elbe, eine Tochter, Mathilde Anna Bertha, geb. b- 25. Juli. Den 22. August. Dem Reallehrer Karl Franz, ein Sohn, Eduard Karl Louis, geb. den 16. Juli. Den 23. August. Dem Bäckermeister Jakob Klingelhöffer, eine Tochter, Marie, geb. den 30. Juli. Beerdigte. Den 18. August. Katharine Elisabeth Weber, des verst. Bürgers und Stadtmüllermeisters, Georg Adam Weber, ehel. Tochter, alt 66 I. 4 M. 22 T-, gest. den 15. August. Den 21. August. Marie Engelbach, geb. Kempff, Wittwe des verst. Hofgerichtsadvokaten Friedrich Engelbach, alt 78 I. 3 M. 6 T., gest. den 19. August. __________vdt. Tecklenburg. oder gegen Entrichtung der Topialien verabfolgt werden können. Gießen, den 21. August 1877. Großherzogl. Kreisbauamt Gießen. non de« 00 cd l,e ,.n wat- t der vo« ben t! ß i -»tze 1 ruenW® / ti* SKSz ne«”“” ' Keikgeöotenes. 4772) Ein gebrauchter, jedoch noch guter Mehlkasten von circa 3 btS 4 Mltr. Inhalt wird zu kaufen gesucht- Näheres Schloß- gasse A. 251._______________________________ Feuerwehr-Mützen empfiehlt Iflax Sepp, Wettergasse, 4770)_____neben Herrn Julius Buch. 4781) Hafer von circa 2*/2 Morgen zu verkaufen. P h. Strack ________________bei Gärtner Scb a um. Bauholz, eine größere Partie beschlagenes Fichtenbauholz verschiedener Dimensionen, sowie Backsteine, Feldbrand 150000 Stück vorzüglicher Güte, werden billig abgegeben. 4752) Hess. Hof. GcncIiw. Heerz, Neuenweg, empfehlen Ktndcrhemden von den kleinsten bis zu den größten, sowie Damenhemden in Leinen, Halbleinen und Baumwolle, als auch sonstige fertige Leibwäsche für Damen und Kinder. Bestellungen auf Herrenhemden werden entgegen genommen und solche rasch und pünktlich besorgt. (4776 4778) Ein Küchenschrank mit Glasaus satz (gebrauch«), Bettstellen, Comoden, Tische und noch sonstige Gegenstände verkaufe umzugshalber zu den billigsten Preisen. H. Werner, Kaplansgasse 227. Zum Cinmachen empfiehlt: Extrafeinen Weinessig per Lit. 30 H ffctn do. „ „ 24 „ sowie sämmtliche Gewürze ganz und rein gemahlen. 4704) Ij. Müller. Die neuesten Knabenanzüge für die Herbstsaison sind in großer Auswahl eingetroffen und empfehle solche zu sehr billigen Preisen. I£. Schlosser, Pfarrer. Pferde Nennen des Rheinischen Renn-Vereins in Trankfurt a. M. am 8., 9. und 11. September 187*7, Nachmittag- 2*/, Ubr, am Forsthan-. 18 Nennen mit Preisen zusammen im Werthe von ca. Mark 47,000. Eintritt-Preise: Erster Platz für Herren | JL 10 — Zweiter Platz . . . | Ha **2- „ , “ Dame.' 1° - „ 5- Dritter , . . . jZq „ 1 - Ein Herrenbillct für 3 Tage ,, 20 — Stehplatz....... , — 5fr Equipagen pr- Tag JL 20, Reiter 5. Sämmtliche Karten find sichtbar zu tragen. 4635) Ms Direktorium des Rheinischen Renn-Vereins. Sonntag den 26. und Montag den 27. August: -Kirdjmriljc». Euunsöadj, wozu ergebenst einladet 4788)_______________Balth. Winter. Westphälifcher Hof. Zur Feier der Hachkirchweihe: Tanzmusik. Thüringer ZkunsMrüerei, Mnigssee. 4756) Die Saison für Umfärben von Herbst- und Wintergarderobe ist eröffnet und vermitteln gütige Auftrage prompt und unentgeldlich Geschw. Ileerz, Neuenweg. 4773) Anfang 3 Uhr. Wedekind, Nordhausen, Ann-^1770: Brennerei ächten Nordhäusers, des Korn-Weins der alten Brenn-Ari und Französische und deutsche Mühl- u. Schleifstein-Brüche und -Fabrik. Preislisten gratis und franco. Agenten, wo noch nicht vertreten, gesucht. Hierzu eine Beilage. 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