iss**# Donnerstag, den 25. Januar Wo. 20 isn WWW UWWW Alljkizk- mih AmichM für üm Kreis Gieße« yicfcn Gesetz-Entwurf einstimmig zur Annahme. Es sei für den Staat ganz nfla” jlnchgültig, ob er Steuer bezahle oder nicht; er gebe mit der einen Hand, ' vas er mit der andern nehme. In anderer Weise gestalte sich das Verhältniß ür die Gemeinden. Ihnen gegenüber falle der zahlende Staat weg. Sie lütten aber den entschiedenen Vortheil, an der Eisenbahn zu liegen oder doch n kurzer Zeit die nächste Station erreichen zu können. Dieser Vortheil sei ■i «h. 7 ? 1SJ -i r ■tS r ___ $ A > 4 und nur ihre eigenen Privatpersonen vertrete. Dieser Standpunkt fei auch Sittens der österreichisch-ungarischen Botschaft streng eingehalten worden. Höchst wahrscheinlich verließen die Vertreter der drei Nordmächte am nächsten Dienstag vereint Konstantinopel. AravLreich. Paris, 20. Januar. Nachrichten «us Rustschuk melden, daß die Bewegung der russischen Ärmer gegen die Grenze stärker hervortritt; der Groß fürst Nikolaus habe an den Kaiser Alexander einen Bericht über die Lage der Armee geschickt, die jetzt 200,000 Lombattanten zähle; der Großsürst findet die Tstectwstärke der activen Armee genügend, ersucht jedoch um Bildung der Reserve. — Rach Mit,Heilungen aus Jaffy find die Corps- und Divisions- Führer der russischen Südarmee zu einem Kriegsrath «ach «rschenew befohlen worden. , . , . . ,,, £ . Paris, 23. Januar. Die „France" plaibtrt emdnnglrch, gestutzt auf politische und historische Argumente, zu Gunsten einer russisch-französischen Allianz. Der Artikel wird seiner Inopportunität halber sehr getadelt und findet keinen Anklang. Die Republikaner befürworten stricte Neutralität Frankreichs. Wer vor 7 Jahren den Reisenden an derselben Stelle über seine erste -Leise durch Marocco und die nördliche Sahara hat sprechen hören, wird sicherlich mit Vergnügen an bit ouschaullchcn, lebendigen Schilderungen des trefflichen Erzählers zurückdenken und nicht versäumen, den Belicht über die spätere gröbere Reise zu vcrnehm.n. Der Gegenstand wird da- Interesse der we lesteu kreise erregen und befriedigen. Fühlt sich der Eine mehr angezogen durch die Beschreibung der durchzogenen Gegenden, der Sahara mit ihren von ewig grünenden Oasen unterbrochenen Sieinwü'ten und Sand- n eeren, der unvermittelt angrenzendeu üpp'gen Veg-tationSgebiete des Lschad-See'S, der Eulturländer deS Sudan, endlich der bisher völlig unbekannten GebirgS- und Stusenlünder zum Binue und Niger hi», so wird das Interesse Anderer mehr erregt werden durch die Bewohner jener Gebiete, die Wüstenflämme der Tuareg und dcr Tidvu, die staatenbildendcn Hanssa- und Fulde-Reger, und nicht am wenigsten durch bte friedlich im Genuß einer gewissen Cutten lebenden südwestlichen Heidenvölker. O. RohlfS gelang eS zürn ersten Male (abgesehen von Eduard Vogel, dem zu berichten leider nicht vergönnt war) die Grenzen der muhamedanischen Negerstaaten detz Sudan nach Süden hin zu überschreiten und in die unabhängigen Heidenländer einzudringen, und seine Beobachtungen über die Berührung des 35lam mit dem Heidenthurn, namentlich über dessen Einfluß aus den ftltlichen und gesellschaftlichen Zustand der Neger ist von mehr als nur geographischem Interesse. Rohlss oerstedr eS, seine Zuhörer durch einfache aber doch elegante DarstellungS» wtise zu fesseln und durch leichte, anspruchslose Einflechtung seiner persönlichen Erleb- Ltffc zu aufrichtiger Bewunderung seines MulheS und seiner unbeugsamen Thatkraft hinzureitzen, denen er hauptsächlich seine großen Erfolge verdankt. Möchte ein recht zahlreicher Hörerkreis sich um den Erzähler versammeln. Errglarrd. London, 22. Januar. Morgen findet ein Cabinetsrath statt. — Die Gesandtschaft der chinesischen Regierung ist hier eingetroffen. Zsnndon, 23. Januar. Beim Empfange einer Deputation äußerte gestern Gladstone, die Person Lord Salisbury's könne wegen des ungünstigen Ausganges der Conferenz nicht getadelt werden. Da die Pforte auch die ermäßigten Forderungen der Mächte abgelehnt habe, so verdienten etwaige künftige Vorschläge der europäischen Mächte überhaupt keine Erwägung. Es sei klar, daß die Mächte der türkischen Regierung überhaupt keine Vorschläge empfehlen dürften, wenn sie nicht zugleich die Absicht hätten, auch aus deren Durchführung zu bestehen. Die wichtigste Frage sei die, ob die Pforte, nachdem sie die von ihr gemachten Versprechungen schmählicher Weise unerfüllt gelassen habe, fortsahren dürfe, die durch den Pariser Vertrag ihr zugesicherten Vortheile zu genießen. England trage eine schwere Verantwortung, es sei an der Regierung, das Land über die Folgen des Scheiterns der Conferenz auf. zuklären. Schließlich erklärte Gladstone, er müffe es ablehnen, die Leitung der liberalen Partei wieder zu übernehmen. Mafien. Rom. Der Erzbischof von New-Jork, Cardinal Mac Closkey, hat dem Papste die Anzeige gemacht, daß er gegen den 8. oder 10. Mat mit einer auS etwa tausend Mann bestehenden amerikanischen Wallfahrt-Gesellschaft in Rom eintreffen werde. Kntzland. Petersburg, 23. Januar. Der „Golos" hebt als wichtiges Resultat der Conferenz hervor, daß die Türkei nicht mehr als europäische Macht dastehe und Europa nunmehr jeder Pflicht entbunden sei, die Integrität des muselmännischen Reiches zu schützen. Seit Sonnabend sei die orientalische Frage in eine neue Phase einzetreten, indem die Pforte durch ihre Ablehnung alle Folgen deS Pariser Friedens vernichtet habe. Fortan könne die eventuelle Einmischung irgend welcher Macht in die türkischen Angelegenheiten nicht mehr eine Verletzung der internationalen Verträge bedeuten. Der „Golos" schenkt den in Konstantinopel verbreiteten Gerüchten, die Türkei beabsichtige in ein separates Einvernehmen mit Rußland zu treten, kein Vertrauen. WUi. Konstantinopel, 19. Januar. Die Papiergeld-Frage wird immer beunruhigender. 100 Piaster Gold stehen jetzt schon über 200 Piaster Kaimes, und die Entwerthung der letzteren nimmt mit jedem Tage zu. Der Finanz Minister Ghalid Pascha hat schon mehrere Zusammenkünfte mit den Banquier in Galata gehabt, um das Mittel ausfindig zu machen, das den Curs zum Stehen bringe; bisher ohne Erfolg. Die Preise der tarifmäßig festgesetzten Lebensmittel, wie des Brodes, haben schon zweimal erhöht werden müssen und weitere Erhöhungen stehen in Aussicht. Die Beamten, welche in Kaimes zu ursprünglichem Emissionswerth ausgezahlt werden, erleiden dadurch eine bittere Einbuße, und das Kleinzeschäft fängt an, allerwärts aus Schwierigkeiten tu stoßen. Kriechenland. Athen, 23. Januar. Neun britische Panzerschiffe unter dem Ober- Commando de- Vice-Admirals Drummond sind im Piräus vor Anker gegan« gen. — Der Herzog und die Herzogin von Edinburgh werden aus Malta hier erwartet. — Marquis Sali-bury und Elliot werden auf ihrer Heimreise von Konstantinopel hier dukchpassireu. Lokal-Rotiz. Gießen, 24. Januar. Wir lassen nachstehend die Tagesordnung der Stadt- verordneten-Sitzung am Donnerstag den 23. Januar 1877 im Sitzungssaals dealten RealschulgebäudeS folgen: 1- Straßenumbau zwischen Seltersthor und Neustadt. 2. Den Ausbau deS GartfelvS 3. De« Ausbau der LudwigSftraße. 4. Gesuch deS Jacob Rinn XII. von Heuchelheim um Bauerlaubniß. 5. Gesuch desLöb Süß um Erlaubniß zur Vornahme von Bauoeränderungen. 6. Baupesuch de- Maurers Johannes Wagner. 7. Reparaturarbeiten am Geländer des StadtthurmeS. 8. Gesuch deS Bäckermeisters Daniel Rühl um Erlaubniß zur Anlegung einer Ueberfahrt nach seinem Garten am Friedhof. 9. Gesuch deS Heinrich Dapper und de- Heinrich Rau von Wteseck um Erlaubniß zur Anlegung einer Abfahrt. 10 Gesuch wegen Niederschlagung von Octroi. 11. Gesuch wegen Ertheilung einer Freistelle an der Vor-Schule zur Realschule. 13. Gesuch um Aufnahme als Ortsbürger. 13. Dccretur von Kostenrechnungen. 14. Das Liebig-Denkmal betr. 15. Die Erbauung eines neuen RathhauseS. Gießen, 24. Januar. Gerhard Rohlfs, der berühmte Afrikareisende wird Freitag den 26. d. M. im hiesigen Clubsaale einen Vortrag über die bedeutendste seiner Reisen halten, auf welcher er — znm ersten und bisher einzigen Male — den ganzen afrikanischen Continent vom mittelländischen Meere bis zum Golf von Guinea gekreuzt hat- Vermischtes. Würzburg, 17. Jan. Ein schreckliches Weib steht seit zwei Tagen vor dem hiefigen Schwurgerichtshofe, angeschuldigt, ihre zwei Männer durch Gift au« dem Leben geschafft zu haben. Es ist bie5 die verwitwete O.litte Orth aus Frickenhausen in Unlersranken. Der Schwurgerichl-saal ist, wie der ,N-Fr. Pr." hierüber geschrieben wird, seit dem Kullmann'schen Prozesse nicht mehr so dicht besetzt gewesen Die Zeugen, mehr als fünfzig, sagen cinftimmifl auS, daß die Angeklagte eine wahre Megäre gewesen; ihren ersten Mann ließ sie verschmachtend auf dein Sterbebette liegen; ihre eigene Mutter verwünschte sie hundert Klafter unter die E de; ihren zweiten Mann mißhandelte sie, gab ihm nichts zu essen, suchte um die Belohnung von 100—200 Thlr. Mörder zu dingen, die ihn auS dem W-ge schaffen sollten; endlich beschloß sie selbst, ihn zu tobten. Der plötzliche Tod des lebenskräftigen zweiten Ehegatten verdächtigte die Orth und es wurden beide Ehemänner wieder ausgegraben, obwohl der erste schon eit sechs Jahren im Grade lag. Die chemischen Experten Universiiätsprofeffor Wisli- cenuS und Privatdoccnt Medicus fanden in Herden Leichnamen, beim ersteren selbst in den noch übrigen Knochenresten, so bedeutende Quantitäten von Arsenik, daß unzweisel« haft ist, daß beide Männer in Folge des Arsenrkgenusses gestorben sind. Auch die mebicinischen Experten Professor Dr Ranke aus München und die beiden Professoren Rotzbach und Rerbold, sowie Medicinalrath Dr. Vogt von hier, sprech.n sich einstimmig dahin aus, daß Arsenik die Todesursache gewesen sei, und alle Zeugen-Aussagcn cheinen darauf hinzudeuten, datz sie die Mörderin ihrer beiden Ehemänner gewesen. Die Geschworenen haben nach fast IVrstündiger Berathung die Angeklagte des Morde« 'ür schuldig erklärt, sowohl bezüglich ifoie# ersten alS bezüglich ihres zweiten Ehemannes. Der Staatsanwalt beantragte hierauf, dieselbe wegen des einen wie des anderen Mordes zum Tode zu verurtheilen, also zweimal die Todesstrafe über sie zu verhängen. Der Gerichtshof verurtheilte sie auch wegen eines jeden der 2 Morde zur Todesstrafe. Die Verurtheilte erklärte nach Bekanntgabe deS Geschworenenoerdikts, sie ei unschuldig, sie habe die Morde nicht begangen. Bei Verkündiguog deS Tooesur- heils blieb sie ruhig; in dem Fiaker, in dem sie vom GerichtSsaale weg in daS Gc- ängnitz zurückgebracht wurde, sah man sie weinen Die Volksmenge aber, die sie erwartete und den Wagen begleitete, gab ihrem Unwillen gegen sie durch laute Freudenbezeigungen Au-druck. — (Bismarck-Sauce.) Bismarck-Pfeifen, BiSmarck-Couleur, Bismarck-Cigarren, -Kraoatten u. s. w-, find im lieben deutschen Vaterlande bereits bekannt und in schwungvollem Handel- Einem unternehmenden englischen Kapitän Namens Harpins ist eS nun gelunge-, eine neue Bismarck-Verherrlichung zu erfinden. England ist bekanntlich daS Land der Fischessen und unsrer wackrer Kapitän hat in Folge dessen eine Fisch' auce komponirt, die er BiSmarck-Sauce getauft hat. Wer den Nationalstolz der Engländer kennt, mutz den Muth des Kapitäns bewundern, um so mehr, als derselbe in der Ankündigung seiner Sauce sich zu folgender Begeisterung aufschwingt: ^Diese Sauce ist eine Krone unter den Saucen wie sie Fürst Bismarck unter den Diplomaten ist, und wie er die Diplomaten der ganzen Welt elegant in die Sauce gelegt hat, so verdient jeder Fisch in die von mir erfundene BiSmarck-Sauce gelegt zu werden. Wittenberg. (Freiwilliger Hungertod.) Einer hier wohnenden Wittwe hatte sich die fixe Idee bemächtigt, sie dürfe nicht mehr essen noch trinken. Mit entsetzlicher Energie verweigerte sie ungeachtet alles Zureden jede Speise und was man ihr mit Gewalt einflößle, spie sie wieder au«. Am 14. Tage aß sie noch einmal einen Bissen Semmel, von da ab benetzte sie nur noch ihre Lippen, um den breunendm Durst zu löschen, bis der Tod sie von ihren Qualen erlöste — Die Beleuchtung durch elektrisches L'cht, welche für die Straßen Berlin- in Vorschlag ist, hat sich, wie die »Krefelder Zeitung" mittheilt, in großen Industrie- Werkstätten bereits bewährt. So hat neuerdings die Maschinenfabrik von Gebrüder Meer in Gladbach daS elektrische Licht bei sich eingeführt. Ein Augenzeuge berichtet darüber: Das große Gebäude lag noch in voller Dunkelheit, als wir dort eintrafen; nachdem einer der Besitzer den kleinen, höchstens 75 Ctm. langen und 40 Ctm. hohen Entwicklungsapparat erklärt hatte, wurde derselbe durch eine von der dort befindlichen Dampfmaschine eingeieitetc Riemscheibe in Bewegung gesetzt, und augenblicklich ei schien der in der Nähe befindliche Maschinenraum tageShell beleuchtet. Beim Eintritt in denselben bemerkte man efM^lnzige Lampe i« ungefähr 4 biS 5 Meter Höhe, welche das herrliche elektrische Lichtl^ einer staunenSwerthen Gleichmäßigkeit aus strahlte. Von einem der anwesenden Herreid war eine schöne Sammlung von mit Anilinfarben gefärbter Seide mitgenommen worden, und überzeugte sich derselbe, daß selbst die kirnten Nuancirungen zu unterscheiden waren. Auch war die Vertbeilung deS elektrischen Lichtes ^urch einen Spiegel in der Art angebracht, daß ein längerer Aufenthalt in dem Raume den Augen nicht im geringsten unangenehm wurde. Beim HerauSlreten in den Garten entzündete sich plötzlich eine dort angebrachte Laterne und überstrahlte die ganze Gegend nach der Stadt zu. Auf 30 Meter Entfernung war noch ganz kleine Schrift und auf 86 Meter größere Schrift ganz deutlich zu lesen. Daß hier da- wunderbare elektrische Licht zur Beleuchtung wirklich benutzt wurde, davon hatten wir uns überzeugt; daß aber dieses Licht sich je nach den lokalen Verhältnissen auf V* bis Ve der Kosten des Leuchtgases berechnen soll, gibt dieser Erfindung eine ungeheure Tragweite. Der Ersatz deS Gaslichtes durch elektrisches Licht überall da, wo man größ te Räume, Plätze und Straßen zu beleuchten hat, erscheint nur noch als eine Frage von nicht zu langer Zeil. In Frankreich kommt dasselbe schön immer mehr zur Aufnahme und ist dort bereits in vierzig Etablissements eingeführt. In der Ausführung begriffen «st auch daS neue Licht für den großen Bahnhof der Nordbahn in Paris. Außer der Hellen Beleuchtung, welche den Arbeiter in Stand setzt Arbeiten so rasch und ungehindert als wie bei Tageslicht auszuführen, wird die Gcfahr einer Feuersbrunst bura? diese neue Lichtquelle vollständig ausgeschloffen. ES sind der Pariser Ingenieur Gramme und der Ehes-Ingenieur o. Hesener-Alteneck der Firma Siemens-Halscke in Ber.'in, welche diese neuen elektromagnetischen Maschinen zuerst gebaut haben, durch deren Betrieb eine beliebige mechanische Kraft auf einfache und praktische Art in elektrisches Licht verwandelt wird. Diese Erfindung gehört zu den großartigsten und schönsten Entdeckungen unserer Zeit. Aus Steinbrück, 19 Jan wird über den Erdabsturz folgendes Nähere gemeldet: »Der Erdabsturz der Berglehne auf der linken Seite der Bahn ist heute Nachts um 10 Uhr 45 Minuten auf btr Strecke von hier nach Römerbad zehn Minuten nach Passirung deS Lastzuges Nr. 101 eingetreten. D«4 Bild der folofftlen Verwüstung und Zerstörung ist noch nicht ganz klar ersichtlich. Beide Geleise fiöb auf 200 Meter Länge unö 18 Meter Höhe verschüttet. Der Sanfluß, wo sich daS Schuttmaterial abgelagert hat, ist bis heute Morgen um 11 Uhr gestiegen. Die Sturzmasse ist noch in Bew gung; viS zum Augenblick sind zwei Millionen Kubikmeter nstdergegangen. Der Verkehr mußte gänzlich einzestellt werden. Vor vier Wochen ist eme Herstellung desselben nicht zu gewärtigen. 80 Bergknappen und zahlrerche Arbeiter sinv bereits zur Wegschaffuna aufgeboten. Im Sanflusse werden DpnamitsprengURgen zur Anwendung kommen müssen Tw, iss terfiArf nud Berffhüttet."--- . 2. 91" brinn' i« W ««W, 6rt ,»,d. in B°n ®Ih Wir mache" , ibrin WHy u auf ! ,»1! । S« sind durch ollr LuÄ JfiFchdnfrüI tOn --Manien zur. H am, wodurch dir fn Schien, welche sich seh zuverlässigen Em a'ui-Meten Eisenbahn an -analvttbindungen \ ncch eifrig bestrebt hl,, loUfcmmnen, indem fi Krank in Aussicht gtne Durch dieses ai der Äassengüier ennoi ein Minimum zu seßen > Gegensätze z land bei iönnachlässigu tzisenbahnen zur Zelt d benachbarten Staaten a eingeführt wurden, noch siandenen geringen Eisci Die conseguente 6uliurstaaten würde n leichtern, sondern auch currenz setzt bvch auch beu Frachten auch die i Weise auch die deutsche tzonemenz mit der gür So weit dieses mehr belastet, in welche Pm gröhtrn Theilr d Bergbaues. Von einer Wie nicht die Rede sein, t durch -anal- und Fluß und des Bergbaues cinl gestalten. Soweit st-aten innerhalb ihm ihrer Staatsangehörige So ist das Wb dwe Werke ihre Eisen, M durch Hebung ber a , Fernstehen lause un tofe 6eTelt8 oben bem, Deutschland so he Nechij Holzvex Montag den 2 soll rK '«er ''M Br I* toorg I i®elABen vor dem ^durch Gift aui dem §.^^5"E.8rlckmhausei, geschrieben W gewesen. DieZenaen g« wah„ MegLe gt! Sttvbtbette liegen; ihre )ei ’wn zweiten Mann nu"9 von 100-200 Xb(r. enbhj beschloß sie selbst" tn «oegatten verdächtigte ।n' obwohl der erste schon lmveisitätsprosessor Wisli- tn- berm ersteren selbst in lOn Arsenik, daß unzweisel. gestorben sind. Aach die rnd die beiden Professoren hier, sprechen sich einstim- und alle Zeugen-Anssagen eiden Ehemänner gewesen. )ie Sngeklngte des Morde- üglich ihre- zweiten Ehe- oegen des einen wie des e TodeSstrase über sie za res setze« der 2 Morde zur 4Geschvorenenverdikts, sie erkündiguog dcS Looesur- chtsssale weg in das Gr» menge aber, die sie er« n sie durch laute Freuden- lultur, Bismarck-Cigarren, s bekannt und in schwung- 1 Namens Harpins ist eS n. England ist bekanntlich n Folge dessen eine Pch- den Nationaistolz der Eng- ,m so mehr, als derselbe m erung aufschwingt: »Dreie aarck unter den Diplomaten in die Sauce gelegt bat, so i Hinten. Hü ie und was man ihr mt ], n0* einmal cmen Lrssin rrr di, Ltratzen Berlins in lWeÄ«1,b!rl?‘d < rt bchndli»-« ÄS mü6S il fd”'l,n nlribt, .SZLS ivan „Halle i/6 e zltnisten am i Mgweit - , eine uNS^e MW, «rutfü^rljn® bSr de' 1.S» J - 5it°’‘nLö biiri '$^**5*. [d der vr.i5 aM jfl[ ap ',ZSsZ s°Senen @J* n. Fühlt ^lhenvö'.kn VlVritb: >m zu L^- ^ahlfz 'taaten beÄn leider ander ein.nhr bQn nach .... „“"bwetatn ij’tt*‘j fotr versammeln. Literarische-. Die von Ernst Eckstein redigirte tm Verlage von Joh. Fr. Hartknoch in Leipzig erscheinende Ä„ „Deutsche Dichterhalle" bringt in ihrer 2. Nummer folgenden interessanten Inhalt: Gedichte von Carl von Holtet, Hans Herrtg, Ferdinand Meyer, Edwin Bormann, Hermann Grieben, Hermann Lingg, Richard Leander, Carl Stephani. — Epischer Thkil: Sängerß Dank. Von Alexis Aar. (Fortsetzung.) — Gottsched. Von Franz Hirsch — lieber Fortbildung epischer und lyrischer Form in der deutschen Dicht-Knst. Von Christian Kirchhoff. (Fortsetzung.) — Kurze Bücherschau. — Vermischte Mittheilungen. — Beobachtungen Über die Frauen. Von Albert Lindner. (Fortsetzung.) — Offener Sprechsaal. — Briefkasten. Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß die „Deutsche Dichterhalle" nicht nur den anerkannten Größen unserer Literatur, sondern auch solchen Dichtern und Schriftstellern von Talent offen steht, die einen Namen sich erst erwerben wollen. „Die gefiederte Welt", Zeitschrift für Vogelliebhaber, -Züchter und -Händler, berausae-ieben von Dr. Karl Ruß (Verlagsbuchhandlung LouiS Gerschel, Berlin) hat ihren sechsten Jahrgang begonnen und schreitet nach der unS vorliegenden Probenummer auf dem mit Glück und Erfolg betretnen Wege fort. Die Liebhaberei für Sing- und Schmuckvogel, sowie für alle Käfig-, Luxus- und Nutzvögel überhaupt zu fördern, so. weit dies Wissenschaft und Erfahrung ermöglichen, das ist ihre Aufgabe, welche ste bis jetzt in einer Weise verfolgt hat, die ihr viele Anerkennung und einen weiten Leferkreis gebracht. Wo cs Voßelliebhaber, Vogelzüchter und Freunde alles großen und kleinen Geflügels gibt, da ist auch die gefiederte Welt" bekannt und eingebürgert. Der Her- ausgeb r erthitlt sowohl in den Spalten des BlatteS als auch brieflich Rathschläge inbetrtff der Vogelpflege, -Zucht und -Liebhaberei und gleicherweise werden alle Berichte und Mittheilungen auS den Vereinen kostenlos ausgenommen. Probenummern sind durch alle Buchhandlungen zu beziehen. Kanalisation der Lahn. In Folge der früheren politischen Verhältnisse konnte in Deutschland kein umfassendes System von Kanalbauten zur Herstellung eines zweckmäßigen Netzes von Wasserstraßen zur Darstellung gelangen, wodurch die wirthschaftliche Entwicklung sehr gehemmt und die Concurrenz der deutschen Industrie mit der Production der benachbarten Culturstaaten, England, Frankreich und Belgien, welche sich sehr ausgedehnter Netze von Wasserstraßen erfreuen, sehr erschwert wird. Nach zuverlässigen Ermittelungen wurde die Thatsache festgestellt, daß obige Culturstaaten neben ausgebildeten Eisenbahnnetzen im Verhältnisse zu ihrem Flächenraum jeder etwa das Zehnfache an Kanalverbindungen wie das deutsche Reich besitzt, und daß namentlich man in Frankreich noch eifrig bestrebt ist, die Schifffahrtsstraßen des Landes mit großen Opfern wieder zu vervollkommnen, indem für die Ausführung neuer Kanalprojekte die Summe von 600 Millionen Frank in Aussicht genommen wurde. Durch dieses ausgebildete System der Schifffahrtsstraßen wird der billigste Transport der Massengüter ermöglicht, wodurch auch die Eisenbahnen ihre Tarife für Massengüter auf ein Minimum zu setzen veranlaßt werden. Im Gegensätze zu diesen günstigen Verhältnissen der Nachbarstaaten wurden tn Deutschland bei Vernachlässigung der Fluß- und Kanalbauten die Tarife für Massengüter auf den Eisenbahnen zur Zeit der eingetretenen Stockung auf allen Gebieten der Industrie, als tn den benachbarten Staaten alle möglichen Erleichterungen des Verkehrs zur Hebung der Industrie eingeführt wurden, noch um 10—12 pCt. erhöht und zugleich der Wegfall der bis dahin bestandenen geringen Eisenzölle, dem Äquivalent für die höheren Frachten beschlossen. Die consequente und allseitige Durchführung des Princips des Freihandels in den Culturstaaten würde nicht nur den Austausch der Produktion der verschiedenen Länder erleichtern, sondern auch dm Fortschritt in der Industrie sehr befördern. Allein die freie Con- rurrcnz setzt doch auch gleiche freie Beweguna, — die Beseirigung des Aequivalents für höhere Frachten auch die Beseitigung dieser Mehrbelastung voraus, und sollte man daher billiger Weise auch die deutsche Industrie durch Erleichterung des Verkehrs in den Stand setzen, die Concurrenz mit der günstiger situirten Production des Auslandes bestehen zu können. So wett dieses nicht geschieht, werden die verschiedenen Industriezweige in dem Grade mehr belastet, in welchem dieselben der Massengüter bedürfen, um solche zu erzeugen. Daher zum größten Theile die traurige Lage der Eisen- und Stahlindustrie und mit dieser des Bergbaues. , Von einer Wiederbelebung derselben bei Fortbestand der erdrückenden Verhältnisse kann nicht die Rede sein. Daher müßte von Seiten des deutschen Reiches Alles aufgeboten werden, durch Kanal- und Flußbauten zur Erleichterung der Schifffahrt die Lage der Eisenindustrie und und des Bergbaues einigermaßen annährend der Verhältnissen in den Nachbarstaaten entsprechend zu gestalten. Soweit aber das Reich hierfür nicht etntrttt, erscheint es Pflicht der Einzel- staaten innerhalb ihrer Grenzen Alles dasjenige vorzukehren, was zur Hebung der Industrie ihrer Staatsangehörigen nothwendig und nützlich erscheint. So ist das Wiederaufblühen der Eisenindustrie an Lahn, Unterrhetn und Ruhr, soweit diese Werke ihre Eisenerze von der Lahn beziehen, und somit auch der Bergbau tn dem Lahngau durch Hebung ber Lahnschifffahrt, resp. Kanalisirung der Lahn bedingt. Von Fernstehenden könne der Einwurf erhoben werden, daß eine Eisenbahn mit der Lahn parallel laufe und somit auf dieser die Bergprodukte könnten befördert werden. Allein, wie bereits oben bemerkt, sind die Frachttarife der Eisenbahnen, besonders der Sraatsbahnen in Deutschland so hoch, daß unter den jetzigen Verhältnissen nur sehr reichhaltige Eisenerze die Benutzung der Eisenbahn gestatten, wodurch selbst Gewerke mit Selbstverhüttung gezwungen wurden, ihre Grube, welche geringere Erze liefern, zu fristen, während die Gewerke, welche ür den Markt förderten, jeden Betrieb einstellen mußten. Dann ist die Mehrzahl der Gruben so gelegen, daß deren Produktion einzig auf den Transport mittelst der Schifffahrt angewiesen ist. Die Grubenfelder liegen auf beiden Seiten und tn den Rebenthälern der Lahn. Die Eisenbahn zieht in dem Grubenbezirk mit Ausnahme einer kurzen Strecke bei Runkel auf der linken Seite dem Flusse entlang. Um die Bergprodnkte der Gruben auf der rechten Labnseite an eine Eisenbahnstation bringen zu können, müssen mehrere Lahnbrücken und auf beiten Seiten des Flusses fahrbare Straßen erbaut werden; denn auf den meisten Strecken fehlen längs der Lahn fahrbare Wege, besteht nur ein Leinpfad. Der Bau der Brücken und der Straßen würde mindestens eben so viele Kosten wie die Fertigstellung der Kanalisation erzeugen und den Zweck nicht erreichen, da die Erze durch den Transport auf der Achse zu einer Bahnstation o vertheuert würden, daß dieselben für Ersatz der Förder- und Transportkosten keine Abnehmer mehr finden könnten. Ferner müssen die Kosten für Lagerplätze an den Bahnhöfen in Betracht gezogen werden. Die Schifffahrt nimmt die Erze in der Nähe der Gruben auf, wodurch weitere Kosten für Lagerplätze erspart werden. Es könnte indessen bezweifelt werden, ob die Nachhaltigkeit der Gruben im Lahnthale solche bedeutende Anlagen rechtfertigten, rcsp. deren Rentabilität sichern werden. Di. bisheriaen Aufschlüsse eines kleinen Theils der Eisenerzgruben im Lahnthale haben bereits einen solchen Reichthum der Lagerstätten nachgewiesen, daß deren Ausnutzung allein jene Anlagen rechtfertigen würden, und obwohl Die Produktion bis zum Rückschläge im Jahre 1874 sich jährlich um 15—25% steigerte, ist doch von den wenigen in Betrieb gesetzten Gruben nur ein verschwindend kleiner Theil derselben ausgebeutet Von den 2076 belehnten Eisenerzgruben im Bezirke der Handelskammer zu Limburg waren bisher nur 130 in Betrieb Aus obiger Darstellung der Lage der größeren Anzahl der Gruben und der darausflteßenden Unmöglichkeit, deren Produkte durch die Eisenbahn zu versenden, erhellet, daß von einer Concurrenz zwischen Schifffahrt und Eisenbahn in Betreff des Transportes dieser Grubenprodukte nicht die Rede sein kann. Wenn die Produkten dieser Gruben nicht durch die Schifffahrt versendet werden kann, müssen diese gefristet werden. Aber auch die Mehrzahl jener Gruben, welche durch ihre Lage am vortheil- haftesten durch die Eisenbahn versendeten, hat den Betrieb sistiren müssen, da ihre Produktion, wie oben bemerkt, die hohen Frachten der Eisenbahn unter den jetzigen Verhältnissen nicht ertragen könnte. Zur Zeit des höchsten Aufschwunges des Bergbaues waren Eisenbahn und Lahnschifffahrt zusammen nicht im Stande, die Erzproduktion rechtzeitig zu befördern. Die Eisenbahn kommt für den Transport der Erze unter Den jetzigen Verhältnissen nicht mehr in Betracht und die Schifffahrt auf der Lahn ist in der Zeit der größten Nachfrage wegen Wassermangel zu sehr gehemmt, als daß sie der Anforderung billiger Frachten genügen könnte. Wir haben mächtige Erzlager, haben eine Eisenbahn und einen Fluß — und können dennoch die Erze nicht heben, weil nicht versenden, die Eisenbahn fordert unerschwingliche Frachten, und der Fluß entbehrt der Reguliruug für die Bedürfnisse der Schifffahrt. Außer den Eisenerzen kommt der Transport des kohlensauren Kalks mittelst der Schifffahrt besonders in Betracht. Das massenhafte Auftreten desselben im Lahnthale würde eine nicht unbedeutende Erwerbsquelle durch Versandt nickt nur des gebrannten Kalks, der künstlichen Tuff- oder Schwemmsteine, sondern auch des rohen Kalksteins an die Hüttenwerke am Rhein und Ruhr eröffnen, wenn durch Kanalisation der Lahn Frachtsätze ermöglicht würden, welche diese Produkte zu ertragen vermögen. Bei den gedrückten Eisenpreisen und zollfreien Einfuhr fremder Eisen, ist ein Wiedererblühen der Eisenindustrie nur möglich durch Verminderung der Produktionskosten, also Preisermäßigung des Rohmaterials, besonders der Erze. Welch furchtbaren Druck die hohen Frachten auf die Preise der Eisenerze des Lahnthales, welche größtentheils am Unterrhein und in Westfalen verhüttet werden, ausüben, wird zur Genüge durch die Thatsache erwiesen, daß diese Transportkosten nicht weniger als 145% der Gewinnungskosten betragen. Es wäre somit festzustellen, daß durch die Kanalisation der Lahn die Transportkosten der Eisenerze und des Kalksteins wirklich in solchem Grade ermäßigt würden, daß hierdurch Deren Verhüttung am Unterrhein und in Westfalen wieder- lohnend und hierdurch neuer Aufschwung des Bergbaues im Lahnthale in Aussicht gestellt würde. Eine Vergleichung der Transportkosten bei der Eisenbahn mit den Krachten mittelst der Schifffahrt nach Herstellung Der geplanten Lahnbauten ergibt nach einer auf zuverlässigen Angaben basirenden Berechnung für den Transport von der Mitte des Erzreviers der Lahn, der Bahnstation Aumenau, über Lahnstein nach Ruhrort mit Umschlagen aus den Lahnschiffen in Rheinschiffe eine Ersparniß von 36,77% und mit Zufügung des jetzt bestehenden Frachtaufschlags von 10% für Massengüter sogar eine Ersparniß von 46,15%. t, Nimmt man nun die Leistungsfähigkeit der Lahnschifffahrt nach Ausführung der in Aussicht genommenen Correction blos zu 20 Millionen Ctr. an, obwohl nachgewiesener Maßen dieselbe sich bis zu einem Transportquantum von 25 Millionen erhöhen kann, so würve sich eine Frachtersparniß von jährlich 1,200,000 Mark ergeben, eine Summe, welche das projektirte Anlagekapital wohl hinreichend rentabel erscheinen lassen dürfte. Der Wohlstand und für viele Bewohner die wirthschaftliche Existenz hängen im Lahnthale vom Flor des Bergbaues ab, wie am Unterrhein und in Westfalen Wohlstand und Erwerb von hunderttauscnden von Familien durch den Bestand der Eisenindustrie bedingt werden. Da aber, wie oben nachgewiesen, die Thatsache feststeht, daß ohne Rcducirung der Transportkosten durch Erleichterung der Lahnschifffahrt der Bergbau an der Lahn, sowie die Eisenindustrie an Unterrhein und Ruhr nicht wieder feste Existenz erringen können, so wird dadurch die Nothwcndigkeit der Kanalisation unwiderlegbar festgestellt. Da gerade jetzt bei Wegfall der Eisenzölle die Gefahr eintritt, daß die Eisenindustrie vollständig erliegt, so ist die schleunige Herstellung der Lahncorreetion dadurch geboten, und würde es daher zweckmäßig erscheinen, wenn das betreffende Kapital durch ein Anlehen aufgebracht und dieses rn jährlichen Raten getilgt würde. (Nass. Volksztg.) Allgemeiner Anzeiger« Versteigerungen. Freitag den 26. d. Mts-, von Vormittags 9 Uhr an, Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 29. Januar 1877, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Di- strictkn Ursulum, Altoiehweide, Venusberg und Hegholz, Forstwartei Stolzcnmorgen, nachrerzeichnetes Holz versteigert werden: 1190 Kiefern- und Fichten-Stämme, mit 331,72 Festmeter, 760 Kiefern- und Fichten-Stangen, mit 80,32 Festmeter, Die Zusammenkunft ist an den Wiesen am neuen Nödger Weg. Gießen, den 24. Januar 1877. (475 Croßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. Holzversteigerung. Mittwoch den 31. d. M, von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeindewald, District Heide, versteigert werden: 98 Rmtr. Nadel-Scheltholz, 535 „ „ Prügelholz, 273 „ „ Stockholz, 6350 Stück Nadel-Wellen, 359 „ „ Stämme, 72 „ „ Stangen. Wieseck, den 22. Januar 1877. Oroßherzsgliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. (454 sollen auf dem hiesigen Rathhause versteigert werden: JL H 1) Maurerabeit, veranschlagt zu 22 — 2) Zimmerarbeit, „ „ 123 83 3) Schreinerarbeit, „ „ 400 40 4) Spenglerarbeit, „ „ 634 94 5) Weißbinderarbeit, „ „ 120 28 6) Erdauffüllung, „ „ 930 — Gießen, den 23. Januar 1877. (463 Großherzogliche Bürge, meisteret Gießen. A. B ramm. AeUgeöolener. 452) In dem Gemeindewald zu Obbornhofen sind circa 40,000—50,000 Ftchtenpflanzen, 3 Jahr alt, pr. Tausend zu 2 JC. 50 $ zu verkaufen. Liebhaber hierzu können sich hierorts melden. Obbornhofen, am 22. Januar 1877. Großh. Bürgermeisterei Obbornhofen. L e s ch h o r n. Geräucherten Lachr- Trauhen-Brust-Syrup mit Fenchelhonig, (331 in frischer Füllung, die Flasche i 1 und 1% Mark, zu haben bei C. F. S e m m l e r. Fubowsky'scherTokayerKiuder-Wein. Vinum Hungaricum Tokayense. Unter Genehmigung des König!. Preuß. Ministerit für Medicinal-Angelegenheiten. Nach chemischer Analyse durch Herrn Professor vr. (L onnensch ein und dem Gutachten ärztlicher Autoritäten, ist derselbe der einzig stärkende bei Körper- schwäche und scrophulösen Kindern. Flaschengrößen ä 75 H, ä 1 50 und ä 3 unter ärztlicher Gebrauchs Anweisung und dem Lubowsky'schen Markenverschluß sind zu beziehen auS dem alleinigen Depot in Gießen in der Hirsch-Apotheke« (393 7O\ Amerikanische Ochsenzungen in 2 - Pfd. - Dosen, Feinste Cervelatwurst, „ Salamiwurst, empfiehlt (477 Emil Elschbach. Vorzüglichst seine Cervelatwurst empfiehlt zu billigstem Preise 386) Otto Ijuft. Monogramms (473 auf Briefbogen und Couverts, per 100 1 50 Schablonen stets vorräthig Bestellungen Lindenplatz im Blumengeschäft. Lachssorellen empfiehlt 228) Emil Zsrschbach. Ballorden in großer Auswahl. 356) Wilh, Klee. Bauplätze Waschklammern empfiehlt 381) Wilh. Kohlermann, _______________________Neustadt 56. ______ Extrafeiner Tapioca, in GrieSform, empfiehlt (478 ___________Emil Fischbach. Täglich frische Berliner Pfannkuchen bei Fried. Wilhelm Hartmann, 409) Cond tor in der Neustadt. Adressbuch der provinsial-Hauptstadt Giessen Kleingemachtes Holz im Centner. (469 A. Scheyda Donnerstag den SS. d. M. ■•9 S Waheim t3 ^5 -e- 476) 4588) Frl. 14. Klos am Neuenweg*» be der «5» Annonemi - Expedition der An/ Tagesordnung: 1) Rechnung Ablage. 2) Vorstands-Wahl. 3) Abänderung der Statuten. Außerdem findet zugleich Verloosung von 3 Kanarienvögeln (315 Abends 7 Ahr, im Cafe 1Ebel: Generalversammlung Cassel. Ferner domicilirt in: Frankfurt a. 1WM Mainz. Hannover» Colii, Hamburg. Täglich direkte Besorgung von Anzeigen in simmtliche Zeitungen, Fachschriften etr. Deutschlands und deS Auslandes zu Originalpreisen. Insertionstsrise gratis. Biirgergesellschaft. 470) Geheim karten zu dem am nächsten Samstag statt- stndenden M a s k e n b a l l e sind von Freitag an bei Karl Brück Goldarbeiter, in Empfang zu nehmen. Der Vorstand. ’ Knaben, die das hiesige Gymnasium suck.-n, im Lateinischen Griechischen, in uci Geschichte und Geographie Unterricht zu ertbcilcn. Näheres zu erfragen in Expedition unter Nr. 402. Darmstädter Mrde-Looje ä 2 Mk. find in der Expedition d. Bl. zu haben. Die Kohlenhandlung von JOH. FISCHEE, Alirenstrake, empfiehlt: la. Stück, Knabbel, Nuß-, sowie melirte Kohlen; ferner Braunkohlen vom Heffenbrücker Hammer in Vi ^2-, V4 ^Waggon - Ladungen ;u Grub en preisen. 239> Alle Reparaturen an Nähmaschinen werden in gewohnter Weise rasch und billig besorgt. Schiffchen, Nadeln und sonstige Maschinenteile stets vorräthig. Die Uälsinaschinenliandlitiig E. Eichenberg, Marktstrasse 205. Die Je Bloeli’fd)e in Darmstadt empfiehlt dem geehrten Publikum ihre Anstalt zum färben und Waschen aller Garderobegeaenstande in Seide, Wolle und gemischten Stoffen, Möbel- und Vorhangstoffen jeder Art. — Druckerei nach neuen Mustern. Die Firma liefert stets die neuesten und schönsten Farben in. solider Ausführung bei billigst gestellten Preisen. Gefällige Aufträge für obige Firma vermittelt unentgeldlich. LK Die soeben erschienene Nr. 16 Zs enthält: 1"” Die Stusenjahre eines Glücklichen. Ro man von Louise von Francois. (Fortsetzung.) — Ein holländisches Meisterwerk ber Wasserbaukunst Mit einem Kärtchen. — Ein deutscher Mann im Elsaß, von H. R. Schmidt. Mit dem Porträt des Grafen Dürkheim - Montmarttn. — Die Noth- Helferin. Ein Stücklein aus Luther's Leben von Armin Stein. Mit dem Bilde von Lindenschmit: Luther bet Frau Cotta als Currendschüler. — Am Familientische: Bücherschau. XL1V. — Schlittschuhläufer. Zu Bestellungen empfehlen sich _• die Ferber'sche Univ.-Buchhandlung. E. Heinemann, I. Ricker. Gewerbebank Gießen, eingetragene (6enoflenfd)aft. General - Versammlung Montag den 2». Januar 1877, Abends 8 Uhr, im Saale des Cafe Leib. Tagesordnung: Die Erwerbung von Grundeigcnthum Zweck- Neubau eines Hauses für die Bank. Gießen, den 23. Januar 1877. 107) Ein tüchtiges Mäd chen für Küche und Haus wird gegen hohen Lohn auf so; gleich nach Auswärts gesucht. Nähere Auskunft ertheilt die Expedition dieses Blattes. 374) Tüchtige Cigarren- und Wickelmacher gesucht von I. Bernhardt. Köln-Gießener Dähn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12, 4«. Dillenburg 6", 12, 4«, 9». (11 Tiegen 6<6, 12. Wetzlar 6", 8«, 9», 12, 4* 7°, 95- 465) Ein kräftiger Zunge, der die Bäckerei erlernen will, kann in die Lehre treten. Carl O ck e l. Zu miethenwird gesucht: eine bequeme, hübsche Wohnung von ungefähr 3 Zimmern nebst Zubehör, möglichst in 1. oder 2. Etage, welche aber pr. 1 Febr. d. Z. bezogen werden kann. — Offerten sind unter R. 77 bei der Exped. d. Bltts. gefl. niederzulegen._______________________(456 435) Ein fleißiger Bursche gesucht zum Flaschenschwenken und Hausarbeit von L. Textor im Darmstädter Haus. 430) Ein Mädchen von 14—16 Jahren wird für ein diesiges Geschäft gesucht. Roheres bei der Exped. d- Bltts. 467 Ein braves Mädchen wird in Dienst gesucht von I. B al s er, ___________________________mittlere Bleiche. 474) An« nnd Verkauf von getragenen Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Betten, Gold und Silber, außer Cours gesetztem Gelde, alten Oelgemälden, Slnlb q-Mäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren, Werg, Möbeln rc. bei Louis Rothenberger, Neuenweg 193. neben dem „Gasthaus zum Löwen." Warme Bäder. Erlaube mir, meine Bade Anstalt in empfehlende Erinnerung zu bringen. .. . Kermleryungen. 464) In meinem neuerbauten Hause am Ludwigsplatze sind zwei FamilienlogiS mit allen Bequemlichkeiten, Bleichplatz und fließendem Wasser zu vermiethen und am 1 April beziehbar. Auch ist ein einzelnes Zimmer mit oder ohne Möbel auf sofort abzugeben. __________________Carl Ockel. 471) Sonnenstraße B- 103 ist per ersten Februar ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.__________________ 468) Die Parterre- Wohnung unseres Hauses mit Gartenanthetl ist per 1. April c. zu vermiethen. _________E- Friedberger Söhne. 472) Das von Herrn B ernet bewohnte Logis ist Wegzugshalber bis 1. April zu vermiethen._______Fritz Fürst Wittwe- 185) Zwei Familrenlogis (Wallthor ftraße 66) per 15. Februar zu vermiethen. Näheres bei F. Gerbo de, Asterweg. 407) Zwei möblirte und zwei unmöblirte Zimmer sind zu oermiethen bei _______Glaser Hirz, Seltersweg C- 8. 436) Ein comfottadel eingerichtetes Eckzimmer im Hochparterre ist sofort zu ver- miethen. Wo? sogt die Exped. d. Bltts. 336) Eine freundliche Wohnung, aus 4 auch 6 Zimmern bestehend, beziehbar gleich oder 1. März Karl Kaspar ________________vor dem Neuenwegertbor. 49) Der zweite Stock meines Hauses in der Gartensti aße, 6 Zimmer rc. enthaltend, ist zu vermiethen und am 1- Mat beziehbar. Auf Wunsch kann Stallung abgegeben werden. Schmitt, ___________________Univ- - Ger. -Actuar. 46) Stallung, auch zur Werkstätte geeignet, mit Hofraum, zu vermiet en bei _______________________E. Pittb an. 55) Gin Familienlogis zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei Wirth Ferd. Felfing, Neuenweg. 425) Ein kräftiger Hausbursche wird auf sofort gesucht von W. Zurbuch. Rm. Pf. Pistolen, doppelte . . . Pistolen....... — _ Holländische fl. 10-Stücke 16 65 Ducaten....... 9 60-65 20 Francs Stücke . . . 16 20- 24 do. in Vi - 16 20-24 Englische Souveretgns 20 33-88 Russische Imperiales . . 16 70-75 Dollars in Gold . . . 4 16-19