•r, >">q. n.6 Porceüan: St "Wttw. irt 5*. ■* «*.:■£ i rhert. ^tni Zu begegnen, u^ir nach wie vor Troße in bekannter derten fich bewährt ier, das biShenge ndstcn Auftrage in nghecke. imgT ltersweg Nr. 187) rbunden mit einer iter Heutigem über; ' ?aus, Mchenjand' iubach. »ckr-Wn. ion Gießen nach - ; 8u>, 11" s«m. *“■ 7» »toi. WW w> Bern. **' ,1v"**-* tog. 1«° MD. t Gi-V-n »o»; 4$ . u« Botm. 3“- *, # 8-Ä* Mrnds. 1^' 8ow. *■* ** U «*18 w germüf««5- . 12 W W11“'1' •onn- ia äs Abends. gss MM- 9s Aben^' p ffilM6' 4” 51* »“ ** °« nW* .,33 Lonn- von ; MM- |2 ißitIO05‘ ®onIl‘ irStütagr zzr -r°^' p $0^' cirtij' 2l. m^ Suleiman Pascha's vom 15. d. meldet, daß eine türkische Abtheilung von Eclaireurs in dem Dorse Jffchanly mnhamedanische Frauen und sogar eine große Anzahl Kinder unter fünf Jahren »fand, >veiche von Bulgaren gefangen gehalten wurden- Die Bulgaren hatten bie ge(aintnte männliche Bevölkerung, sowie ein- Anzahl von Frauen maffacrirt- Verschont wurden nur einige junge Frauen und Mädchen, welche »^wungen wurden, Kleidung der Christen anzulegen. Die bisher gefangenen Frauen und Kinder wurden auf fünfundzwanzig aus dem Hauptquartier herbeigeschaffte Wagen sodann nach Haimkem transportirt, woselbst st- Nahrung und Unterkommen gefunden." Ein weiteres Telegramm Suleiman Paschas berichtet, daß an demselben Tage nach d-r Umgegend von Kasanlyk dirigirte Eclaireurs bei d Dorfe Ma glas eine Anzahl Bulgaren antrafen, welche angegriffen und geschlagen wurdew Dieselben flohen in die B-rge und ließen t«anrig der Ihrigen auf dem Kamvivlade zurück. Als di- Abtheilung Eclaireurs in das Dorf -in- trat, fand sie daselbst hundert muselmännische Frauen und Kinder von zartem Alter, welche nach dem Hauptquartier mitgenommen wurden, Eme Anzahl von über hundert Frauen war außerdem in einem benachbarten Kloster von den Bulgaren -ing-sp-rrt worden. Da die Eclaireurs davon b^-chrich.igt wurden, so erwarteten sie Verstärkungen und marschirten sodann nack l-n'-n diese Unglücklichen zu befreien. - E,n drittes Telegramm Sul-.-nan Pascha s, datirt vom 16. d. Mts., meldet folgende Tbatsachen, welche durch eigene Au- schannnq Seitens eine« höheren englischen M rriue-Osficiers, der die Armee bis Hainbvghaz begleitete, constatirt worden sind. 120 muselmännische Einwohn r ■ be« Dorfes Jffchanly ftnb von Kosaken unb Bulgaren maffacrirt N o.ben. Unter den Tobten bemerkte man eine junge muselmännische Frau von beso - Vermischtes Srfoabeübiinn« nn* „"J iu ben I treff enben ©emetnben große Kosten ,u tragen haben. Darmstadt, 20. August. Die Herbstübungen der Großh. Hessischen (25.) Division finden in diesem Jahre in folgender Weise statt- Am Heutigen haben die Reai- mentsübungen des 1- Großh. Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Rr. 115 begonnen und werden bis zum 27. August währen. Diejenigen des 2. Groß. Jnf.-Rgts. Nr. 116 baden am 15 b. bei Gießen begonnen und werden bis zum 23. d. andauern, an welchem Tage das Regiment zu den Brigadeübungen abmarschiren wird. Seit dem 17 b bauern bei Mainz bie Regimentsübungen des 3. Großh. Inf.-(Leib-)Regts. Nr. 117 derer Schönheit, welche erwürgt und sodann in's Wasser geworfen ist, nachdem man sie ihrer Kleider beraubt hatte. Die Leichname einer ganzen Familie sind in einen Brunnen gestürzt worden. Aus dem Reichthum ihrer Kleidung hat der englische Officier erkennen können, daß die Opfer einer der angesehensten Familien angehören. Die Kosaken hielten während 10 Tagen die Frauen und Töchter der ermordeten muhamedanischen Einwohner gefangen. Nachdem die Kosaken ihnen die äußersten Schändlichkeiten angethan, führten sie mit roher Gewalt noch 15 Gefangene in das Haus, wo die Frauen zurückgehalten wurden und verbrannten sie lebend. Dieser Act der Grausamkeit wurde von der einzigen am Leben gebliebenen Frau erzählt. Bei Ankunft der kaiserlichen Truppen in Hainboghaz entflohen die Bulgaren in die Berge und führten alle Frauen unter 30 Jahren, sowie selbst Kinder zarteren Alters mit sich fort. Der englische Officier bestätigt diese zahlreichen von Kosaken und Bulgaren vollzogenen Mafiacres. Dieselben Thatsachen werden constatirt von dem Mili- tär-Attach6 der englischen Botschaft, sowie von den Correspondenten der „Times", der „Morning Post" und des „Daily Telegraph", deren jeder den Bericht der englischen Botschaft, sowie ihren respectiven Zeitungen zusandte. Endlich meldet noch ein Telegramm aus Adrianopel, es sei constatirt worden, daß mehr als die Hälfte der Israeliten von Kasanlyk, Männer, Frauen und Kinder von den Russen und Bulgaren umgebracht wurden. Petersburg, 21. August. Officiell. Gorni Studen, 20. Aug. Nach dem erfolglos gebliebenen Angriff auf den Hankioi-Paß hat Suleiman Pascha augenscheinlich jetzt die Absicht, andere Pässe des Balkans anzugreifen. — Alexandropol, 20. Aug. Um die Aufmerksamkeit Mukhtar Pascha'- von der Bewegung des Generals Tergukasoff gegen Ismail Pascha abzulenken, führte General Loris-Melikoff am 18. d. eine Demonstration gegen die Position Mukhtar Pascha's aus. Dadurch beunruhigt, zog der Feind seine sämmtlichen hinter ihm stehenden Reserven heran, wodurch sich dessen Stärke offenbarte. Nach längerem Attillerie-Kampfe, hauptsächlich auf unserem rechten Flügel und Centrum, und einigen heißen Scharmützeln mit Infanterie und Kavallerie, welche die Höhen des Bolschaja-Tagna unter dem Befehl des Obersten Kama- roff umging, bezog unsere Avantgarde beim Dorfe Kuelwerdan ein Lager, während die Hauptmacht nach Kürükdara zurückkehrte. Unser Verlust bezifferte sich aus einen Officier und 60 Mann Todte und 8 Officiere und 270 Mann Verwundete. In der Nacht vom 19. aus den 20. d. führte General Tschawt- schawadse vom Lager bei Baschkadiklar mit einer Kavallerie - Colonne einen Streifzug nach der Ortschaft Bulanoch auf der rechten Seite des Subotin- Baches aus und überfiel hier reguläre türkische Kavallerie. Vom Feinde blieben 60 Mann tobt, 1 Officier und 6 Mann wurden gefangen. Außerdem wurden Gewehre und andere Waffen erbeutet. Bei Eröffnung des Feuers einer feindlichen Batterie zog sich unsere Kavallerie in das Lager zurück. Auf unserer Seite erhielten nur 2 Officiere Contusionen. Konstantinopel, 21. August. Hier wird versichert, Tscherkeffen hätten sich des Dorfes Schipka bemächtigt; eine amtliche Nachricht darüber lst bisher noch nicht veröffentlicht. Wien, 22. August. Die „Presse" meldet aus Bukarest: Die Nachricht, daß der Schipka-Paß von den Russen geräumt worden sei, beruht auf Erfindung; der Paß ist durch 25 kleine Redouten befestigt und mit Neunpfündern armirt; die daselbst stehende russische Schützen-Brigade ist auf mehrere Wochen verproviantirt. Rassim Pascha hat sich in der Richtung gegen Schipka in Bewegung gesetzt. Das bei Basardschik stehende türkische Corps erhielt bedeutende Verstärkungen und rückte gegen die Dobrudscha vor, um General Zimmermann | zu bedrohen. Größere türkische Jnfanterie-Abtheilungen aus Plewna haben । am 20. d. zum zweiten Mal einen Angriff auf Tntschenitza gemacht, wurden : aber durch lebhaftes russisches Geschützseuer zum Rückzug gezwungen. Wien, 21. August. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel ; vom 20. d.: Die Pforte hat die unverweilte Concentrirung von 50,000 Mann i Mustehafiz zweiter Klasse in Adrianopel, Sofia und an anderen Punkten Bul- ! gariens als neue Reserven anbefohlen. Der Sultan ordnete die Bildung einer ' zweiten Reserve-Armee, aus 60,000 Mann der anatolischen Mustehafiz bestehend, | an, welche in Konstantinopel formirt wird. — Die Stellung Server Pascha's i soll neuerdings erschüttert sein. — Der nämlichen Correspondenz wird aus ' Bukarest vom 21 d. berichtet: In den letzten stattgefundenen hochwichtigen Berathungen des russischen Generalstabs behielt die Absicht die Oberhand, die ' in's Stocken gerathenen Operationen alsbald mit aller Kraft wieder anfzuneh- , men und keinerlei Punkte freiwillig zu räumen. Wien, 22. August. Das „Tageblatt" meldet aus Konstantinopel: Die ’ Türken haben Tschamtschara im Kaukasus geräumt, halten jedoch Sukhum-Kale ' noch besetzt. 1 ®wM-Snf^egt. Nr. 116 kehrt am 16. mit der Bahn in feine Zurück. Die übrigen Truppentherle werden in ihre Garnisonen zurück- marichiren. 0 i X rn 1b- Aug. Die Entscheidung unseres höchsten Gerichtshofes in berftraae bet Verfälschung ber Wurst burch Zusatz von Kartoffelmehl, läßt bie Metzger unserer 1 ^tadt noch nicht ruhen. Vom geschästllchen Standpuncte kann man bie« den Herren ! uuch Io übel nicht nehmen, benn ber AuSsall an Gewinn, ber ihnen baburch erwächst ist ein ganz bedeutenber. wenn man bedenkt, baß einzelne größere Schlächter (nach w0* Ud Q0CVu $Lunb Kartoffelmehl täglich unter bie Wurst verarbeiteten. Rechnet man noch bas bei Kartoffelmehl nöthige Wasser hinzu, so ergibt sich nach bcn heutt0en Wurstprelsen, baß bas seitherige Geschäft ein ganz vorzügliche- gewesen sein muß. Auf einer kürzlich von Seiten bes Herrn Metzgermeister Falk berufenen Ver- , sammlung, wu^e der Antrag gestellt: in Anbetracht der „jetzigen schlechten Geschälte- Ver ux? 20 Pfund zu erhöhen. Der Antrag Falk'S stieß jedoch auf Opposit on und nunmehr blieb es beim Alten, dieser Tage haben nun die Herren Metzger einen anderen Streich versucht. Dieselben haben sich an die tteftfle Se= inCb die Erlaubntß zu erlangen, künftig wieder Kartoffel- 2 s Wurst zu thun, sie wollten dies durch ein im Laden aufgehängtes Plakat ihren Kunden bekannt machen. Die Behörde erklärte aber, dem Ersuchen keine Folge geben zu können, da sie in dieser Frage inkompetent sei. ü 0 - Johann, 15. Aug. Mit dem Zuge 10 Uhr 13 Min. von St. Wendel kamen heute die Leichen zweier Mädchen, bas eine von Bernkastel, da« andere von Mülheim bei Bernkastel, tn Begleitung ihrer Mutter refp. Schwester hier an, welche nach Marpingen an die sogenannte Gnadenquelle gepilgert waren. Wahrscheinlich in einem Anfall von religiösem Wahnsinn haben sich die beiden Mädchen freiwillig den Tob gegeben, indem sie sich in ber vergangenen Nacht heimlich aus ihrem Absteiae- quartier entfernt und in dem steinernen Behälter des „Gnaden-Wasser-- ertränkt haben. Heut Morgen fand man sie in demselben als Leichen Der Schmerz der Mutter des «"^WdchenS erregte bas Mitleid Aller, und die Klagen der Schwester der anderen Unglücklichen schnitten in jedes fühlende Herz. ^St. I. Vztg.) t^Oberellen b ach, 20. Aug. Am Donnerstag wurde im Walde der seit 14 Tagen vermißte Schäfer des Bürgermeisters erhängt aufgesunden. Er hatte das Ungeziefer in ber Heerbe überhanb nehmen lassen, woburch biefelbe großen Schaben erlitt, benn 200 ®tud Schafe starben. Hiernach mag wohl bie Angst ben Schäfer zum Selbstmorb getrieben haben. In rührender Weise hat sich habet die Treue seine« Hun- des bewahrt; obgleich er diesem noch einige Tage vorher ein Bein entzwei geschlagen hatte, hat dieser ihn doch im Walde nicht verlassen. Das Thier wurde bei dem Er- benften bis zum Skelett abgezehrt gefunden und ist auch noch dem Sarge feines Herrn nachgefolgt. 8 v — Folgendes Eingesandt enthält die ,Altenburger Zeitung-: Als ich gestern auf mein Kartoffelfeld kam, fand ich wie alle Jahr, daß der hierländische Coloradokäfer (h°m° Sprtzbübas) seine Thätigkeit entwickelt hatte. Er hatte sich nicht nur an meine Kartoffeln gemacht, sondern auch meine sämmtlichen Kohlrabi zu sich genommen. Ich glaube, daß dieses Insekt hauptsächlich bei Nacht seine Thätigkeit entwickelt. Auszu- rotten sind diese Käser nicht, aber wohl durch Einsperren einige Rett unschädlich zu machen. Mit schönem Gruß empfiehlt sich Friedrich Gottlob. — Wiederum hat ber unvorsichtige Umgang mit Petroleum ein Unglück im Gefolge gehabt. Das 17 Jahre alte Dienstmädchen eines Metzgers in Bergen wollte gestern Abend nach 7 Uhr, Petroleum auf die Ladenlampe gießen, während ber 15jährige Metzgeriunge bas Streichhölzchen zum Anzünden bereit hielt Scherze, bie badet gemacht würben, waren wahrscheinlich Veranlassung, baß bas Petroleum theilweise auf das Glas ber Lampe lief und als bet Junge mit bcm brennenben Zünbhölzchen in bie Nahe kam, biefe explodirte; ba« Mädchen würbe badmch leicht am Halse, ber Junge aber auf bem Leib unb ber Brust, wohin sich ber größte Thetl ber brennenben Flüssigkeit gegossen hatte, so arg verwundet, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Zu allem Unglück wollte man, au8 Unkenntniß, auch noch bie mtt Oel getränkt brennenben Kleiber mit Wasser löschen, was eine weitere Verbreitung deL Branbes zur Folge hatte. Wie viele Unglücke müssen benn noch paffiren unb wie oft muß noch in ber Presse gewarnt werben, bis zumal leichtsinnige Dienstboten vorsichtiger mit dem feuergefährlichen Stoff umgehen. Merseburg, 18. August. Ein Unglück grauenvoller Art setzt bie Gemüther unserer Einwohnerschaft in Bewegung. In ber Eifenschmelzerei von D. Gieseke hier- selbst sollte gestern Abenb in der neunten Stunde noch ber Inhalt einer Stebepsanne geleert werben, in welcher sich nicht weniger als etwa 3000 Pfund flüssigen Eisens befanden. Nachdem die Hüfte ber Maste bereits glücklich in bie bestimmte Form eingelassen worden war, neigte sich die Siedepfanne die von 12 Maschinenarbeitern gehalten wurde, plötzlich nach deren Seite hin. Die grauenvolle Gefahr vor Augen, beim völligen Umschlagen der Siebepfanne in den ehernen Feuerftrom zu geratben, machten bie Arbeiter bie verzweifeltsten Kraftanstrengungen, bie Pfanne wieher in wagerechte Lage zu bringen. Bei ber angstvollen Haft kamen 5 Arbeiter zum Falle, ber verderbenbringende Feuerbehälter schlägt um unb ergießt feine Lava über biefe 5 Männer. Diese sind zwar noch lebend weggebracht, dock so entsetzlich verbrannt worden, daß für sie wohl nur zu fürchten und nichts zu hoffen ist. Vier ber Verunglückten finb Familienväter. Ob wirklich, wie man in ben Kreisen bes Publikums geneigt ist anzunehmen, bas Unglück burch ben Mangel hinreichend genügender Sicherheitsvorrichtungen oder nur durch bie Tücke bes Zufalls herbeigesührt ist, bies wird bas Ergebniß ber Untersuchung feststellen. cn i J uul iviHtiiucii .nuyc muiou9 jKflimenr zu Den Brigadeübungen nach Offenbach ab. Bei Offenbach hält vom Heutigen an das 4. A''oßh. Jnf.-Rgt. (Prinz Karl) Nr. 118 seine bl« zum 27. bauernden Regiments- ü?ungen; das 1. Bataillon ist zu denselben von Mainz am 17., das 2. von Worms ubnwrfd)irt. Die 1. Großh. (49.) Brigade wird bei Darmstadt, bie 2. Großh (50.) be[ Offenbach Brigadeübungen vom 28. Aug. bis 1. (September abbalten. Vom 6—8. September folgen Detachementsübungen der 1. Brigade bet Michelstadt mit 3 - der Vorposten, vom 5. bis 7. der 2. Brigade bei Seligenstadt,^gleichfalls mit 3 Bivouaks der Vorposten, letztere marschirt daraus zu den Manöocrn ab. Die beiden Dragonerregimenter Nr. 23 unb 24 werden vom 29. Aug. bis 12. ©ept. Reqimerstsübungen bei Darmstadt halten; bie 5. Escabron bes 1. Draa.- -Gedr*8 0 Rgts. Nr. 23 nimmt an ben Detachementsübungen ber 1. Brigade, die 5. Escabron des 2. Drag.- (Leibdrag.«) Rgts. Nr. 24 an denen der 2. Brigade Theil. 3U bkN dNanovern werden nur diese beiden Escadrons abrücken. °km Großh. Feldartillerieregiment Nr. 25 nehmen die 4. Batterie an d-n Sttgabeubungcn vorn 31. Aug. und 1. Sept, die 2. unb 3. Batterie an ben Detache- mentsübungen vom 5. bis 7. Sept, die 4. und 5 vom 6. bis 8. Sept. Theil. Compagnie®Ietad)cmcnt§übunOen vom 5. bis 7. Sept, nimmt auch die Großh. Train- (Srnfe HmrtLk*0- bA8 ^llbvn Divisionsmanovcr zwischen Michelstadt unb Bivouaks ber Dtviston unb 1 Bivouak ber Vorposten statt. An demselben nimmt auch Theil eine Compagnie vom Hess. Pionnierbataillon Nr. 11, nachdem dieselbe sich vom 5 bisiS. Sept, an ben Detachementsübungen beteiligt Hot. 3- Jnf -Ngt. Nr. 117 und das 1. Bat. 4. Großh Jnf.-Rgts. Nr. 118 werden am letzten Uebungstage (15. Sept.) mit ber Eisenbahn in ihre Garnison Landwirthschaftliches. Kaum ist eine, den landwirthschaftllchen Fleiß so sehr schädigenbe Plage, bie Erdflohe, vorüber unb eine zweite, noch schädlichere ist im vollsten Anzuge; ich meine die Schmetterlinge, Kohlweißlinge genannt. Wohl jeder Landwirth freut sich des schönen Wuchses seines Gemüses, wohl jeder hat alljährlich den Raupenfraß zu beklagen gehabt, unb doch finbet man von demselben so wenig eingreifende Vorkehrungen, den Verderber seines Gemüses zu beseitigen. Zwar sind in öffentlichen Blättern Vorschläge gemacht, wie namentlich das Zerdrücken der auf der unteren Blattseite de« Gemüses gelegten, ober besser gesagt, bicht ancinanber gesetzten Eier bes genannten Schmetterlings ; allein es ist diese Maßregel zur Beseitigung der Raupen keineswegs in entsprechender Weise hinreichend; denn werden Heute Tausende von Eiern zerdrückt, so werden Morgen wieder Tausende andrer gelegt, und um also dem Entstehen der Raupen vorzubeugen, müßte man diese Manipulation jeden Tag vornehmen, waS aber nicht allein sehr mühselig, sondern auch zeitraubend und dabei keineswegs von bem erwünschten Erfolg wäre. Einsender diese« möchte deshalb ein viel einfachere« und unbestreitbar erfolgreicheres Verfahren zur Beseitigung der Raupen vorschlagen und es würde dieses, allgemein ausgeführt, zweifellos von dem besten Erfolg sein; es besteht dieses Verfahren einzig unb allein in bem Einsangen unb lobten ber jetzt überall in größter Zahl um herflatternden, vorgenannten Schmetterlinge. Ich frage: würde mit bem Einfangen unb Töbten eines Schmetterling« auf einmal nicht Hunbert von Eiern unb solgenweise Raupen beseitigt? Dieses Einfangen könnte auf bie einfachste Weise bewirkt werden. Aus Rheinhessen, 20. August. Die Ernteberichte aus unserer Provinz lauten etwas unsicher, wenn auch im Ganzen günstig. Korn ist ziemlich leicht unb je nach Lage sehr verschieben ausgesallen in Güte; Stroh gibt es allenthalben viel. Weizen und Gerste finb überall vorzüglich. Die Futterpflanzen zeigen zwar verspätetes Wachs- thum, sinb aber noch befriedigens) ausgefallen. Kartoffeln stehen ausgezeichnet und bte Frühfrucht war ebenfalls sehr ausgiebig. Obst, Kern-Obst ausgenommen, befriedigt gleichfalls, am meisten scheint der Hohenastheimer gediehen zu sein. Der Weinstock ist üppig entwickelt, auch äußerst reich behangen, und allenthalben werden bereits weiche Trauben getroffen, aber es ist doch hohe Zeit, daß die Witterung anhaltend warm unb trocken bleibt. Die Trauben-Krankheit zeigt sich zwar ganz vereinzelt unb ohne tiefere Einwirkung auf bie Stöcke, aber ber Mangel warmer Nächte in bem „Koch-Monat" hat bie Entwicklung bes Stoffs zurückgehalten. Reift Alles, waS gesunb unb gewachsen ist, so ist auf einen quantitativ vollen Herbst zu rechnen, Dagegen muß bie Sonne in Ruhe unb Kraft, ohne Winb unb Wolken noch ihre verebelnde Wirkung einige Wochen lang äußern können, um die Weinberge von Unkraut rein und die Beeren süß und fein werden zu lassen. Auf das Wein-Geschäft wirken die Aussichten lähmend; die Preise sind für Mittelgut bedeutend gewichen. Der hohe Wasferstand deS Rheines bleibt einige Monate dauernde drohende Kalamität für unsere Rhein-Niederung, in welcher die Entwässerungsmaschinen seit Februar nicht zur Ruhe gekommen sind und die bc- «Ls s;*ä a«! 6eben », 6 i,: .4 an die^i,? dir ig lvted„ ESZ -Mr ft’S 6-nn " den Schäfer ,»m 'te Treue feines Hun- 1 en/zwei geschlagen ®“rtc bei dem Er- varge seines Herrn : Als ich gestern auf Coloradokäfer W nur an meine Ml genommen. Ich entwickelt. Äuszu- Zeit unschädlich zu ein Unglück im Ge- ! in Sergen wollte 'ährend der 15jährige Kerze, die dabei ge- iltum theilweise auf i Zündhölzchen tn die im Halse, der Junge r brennenden Flüssiggezweifelt wird. Zu geträntt brennenden ides zur Folge hatte. >ch in der Presse ge- wn ftuirgtfäfrliifrn setzt die ÄemÜthn in L>. Sieseke hin- einn Siedevsanne rnd flüssigen Eisens esiimmte Fom cir.- nenarbeitern gehalten >r vor Augen, beim iu gerathrn, mochten nieder in wagercchle Falle, der verderben- leie 5 Männer. Diese lorden, bah für sie lckten find FawiUrn- iGt ist anzunehmen, ^Vorrichtungen oder tzrgebniß der Unter- nierer Provinz lauten 3 leicht und tt nach ^halben viel- Wchen ar verivätetes W^' ausgezeichnet und d genommen, befuedl» „ Der Äeinstock ist itlt und ohne ttetne hem Aoch'^siNNNt n'unb und gewachsen «%&• 8t bk N‘ »•&2J Miiit d°» w»T.* raß ^n bW; Ä-S s:s$ tot of"1’’ Im d'kstt r.hl < Schafft, etwa auf Kosten der Gemeindekassen, eine entsprechende Anzahl der bekannten, Netze an, verthetlt sie an die Schuljugend und laht durch diese die Schmetterlinge etn-s sangen; zur Aufmunterung der Schuljugend zu diesem Einfangen setzt dafür eine kleine Belohnung aus, ebenfalls auf Rechnung der Gemeindekasse, z. B. für jeden eingefangenen einb abqelieferten Schmetterling etwa 1 Pfg.; (!) die Ablieferung derselben könnte an einen Feldschützen geschehen, der darüber ein Verzeichnitz führt und welches schließlich mit dem Geldbetrag auf die Gemeindekaffe zur Auszahlung decretirt wird. Diese geringen Opfer werden sich reichlich lohnen. Freunde der Landwirthschaft, Vertreter der Gemeinden, prüft diesen Vorschlag, helft ihn zur Ausführung zu bringen und ich zweifle keinen Augenblick, daß derselbe mit dem besten Erfolg gekrönt wirb.____________________________________________________ Zur Kartoffelkrankheit. Aus allen Theilen Deutschlands treffen leider Berichte ein, daß die Kartoffelkrankheit, rvclche eine Reihe von Jahren nur in geringem Maße zu spüren war, in beunruhigendem Grade .auftritt. Wir wollen den Streit darüber, wodurch dieselbe gefördert und durch welche Mittel sie vermindert oder gar beseitigt werden kann, für heute nicht berühren. Die Krankheit ist wieder ausgebrochen und wir wollen dieser Thatsache gegenüber uns mit.der Frage beschäftigen, welche Vorkehrungen der Landwirth zu treffen habe, um so wenig als möglich Schaden von der gefürchteten Krankheit zu haben. Auf dem Felde selbst kann ja der Landwirth nichts thun, er muß die Kartoffeln ihrem Schicksale überlasten, seine Fürsorge geht erst von dem Momente an, wo die Ernte beginnt und gipfelt darin, zu verhindern, daß sich durch Ansteckung der gesunden Kartoffeln durch die kranken der Schaden nicht vergrößere. Unter allen Umständen darf es bei solchen Kartoffeln, welche längere Zeit auf die eine ober andere Weise aufbewahrt werden sollen, als Vorsichtsmaßregel gelten, die Frucht erst in gehörig reifem Zustande zu ernten, und, wenn dies geschieht, sie io lange in unbedeckten niedrigen Haufen auf freiem Felde liegen zu lasten, bis sie gehörig abgetrocknet sind und einen Theil ihres reichlichen Wastergehaltes durch Ausschwitzen und Verdunsten verloren haben. Nichts wirkt nachtheiliger auf die Konservirung der Kartoffeln, als wenn sie in frischgeerntetem Zustande sofort eingekellert oder eingemietet werden. In Folge ihres großen Wastergehaltes erwärmen sie sich alsdann so, daß selbst die gesundesten Kartoffel Gefahr laufen, zu faulen- Während der Ernte sind die kranken Kartoffeln von den gesunden zu scheiden. Dies muß den Erntearbeitern zur strengen Pflicht gemacht werden, nebenbei sind aber die gesunden Früchte noch einmal vor ihrer Aufbewahrung durch besonders dazu angestellte Personen durchzusehen, damit möglichst wenig kranke Kartoffeln bei den gesunden bleiben. Die kranken Knollen eignen sich in rohem Zustande nicht als Viehfutler, sie sind unter allen Umständen gesundheitsgefährlich, wie jedes verdorbene Futter. Wo Brennerei oder Stärkefabrik am Orte, sollten -sic sofort verarbeitet werden, wo eine solche in erreichbarer Nähe, dahin zu jedem angemeffenen Preise verkauft werden. Sollen sie aber verfüttert werden, dann müssen sie so lange in frischem Master abgewaschen werden, bis sie den ihnen eigenthümlichen widerlichen Geruch verloren haben, Dann sollen sie gedämpft und in Erdgruben aufbewahrt werden, wo sie, schichtenweise mit zoll- .langem Häcksel vermengt, sich lange Zeit gut erhalten. In Jahren, wo die Kartoffelkrankheit herrscht, muß auch den anscheinend gesund geernteten Knollen eine größere Sorgfalt in der Aufbewahrung zugewendet werden und es muß namentlich diese der Art sein, daß die Kartoffeln zu jeder beliebigen Zeit revivirt werben können. Es bezieht sich bies vorzugsweise auf bie zur Konsumtion und zur Saat bestimmten, also auf diejenigen Kartoffeln, welche bis ins nächste Frühjahr hinein frisch und gesund erhalten werden sollen. Die zu Viehfutter bestimmten sollte man unter allen Umständen schon gleich von der Ernte ab durch eine Musmaschine jagen und r'n Erdgruben einsäuern. Es ist dies, die einzige Möglichkeit, sich vor Verlusten zu bewahren und darauf muß es doch dem Landwirthe vorzugsweise ankommen, der ja nur in den allersel- I teuften Fällen Futterverlufte verschmerzen kann. Die Manipulation bei dem Einsäuern der Kartoffeln ist schon so häufig besprochen worden, daß wir sie als bekannt voraussetzen. Daß diese Art Aufbewahrung bei unseren Landwirthen noch so wenig in Anwendung kommt, ist im höchsten Grade Unrecht und zeigt, wie langsam gerade unsere Landwirthe Verbesserungen zugänglich find. In Oesterreich, noch mehr aber in Frankreich werden schon in tausenden von Wirtschaften nicht nur die Kartoffeln und Rüben, sondern auch der Mais, der rothe Klee, ja sogar das zur Heu- bereitung bestimmte WiesengraS in Sauergruben aufbewahrt und dadurch thatsächlich große Verluste an dem so nothwendigen Futter verhindert. Diejenigen Kartoffeln nun endlich, welche längere Zeit in frischem Zustande aufbewahrt werden sollen, sind, sobald nicht ausgezeichnet gute, luftige und namentlich vollkommen trockene Gewölbe oder Keller zur Verfügung stehen, am sichersten in gut gesetzten Mieten unterzubringen. Das Setzen einer derartigen Miete ist kein Kunststück und doch sieht man mehr schlechte als gute Mieten. Die Kartoffeln dürfen, wie bereits gesagt, nicht in frischem, d. h., eben erst geerntetem feuchtem Zustande mit vollem Wassergehalt eingemietet werden. Die Miete selbst darf in Jahren, in denen die Kartoffelkrankheit herrscht, höchstens 5 Fuß Sohlenbreite und eine Höhe von 3 Fuß haben. Die Länge ist gleichgültig. Sie muß auf vollständig trockenem, weder Grund- noch Tagewaffer zugänglichem Terrain stehen, das, wenn möglich, von Ost- und Nordwinden geschützt ist. Die Kartoffeln müssen bei dem Abladen über eine Lattenseye gehen, die allen Boden und die kleinen, unreinsten Kartoffel entfernt, und wobei jede verdächtig aussehende Knolle sowie jede, welche etwa durch die Huse der Pferde zertreten, bei Seite geworfen wird. Die fertige Miete wird, so lange es die Witterung gestattet, lediglich mit Stroh ohne jeden Booen bedeckt; erst wenn eintretende Kälte es erfordert, wird die Miete auch mit Boden bedeckt, wobei die Vorsicht beobachtet werden muß, etwa vorher naßgewordenes Stroh durch frisches zu ersetzen. Der Kamm |ber Miete ist mit einer etwa 3/i Fuß starken, allenthalben zusammengebundenen Wulst Stroh zu bedecken, welche die aufsteigende Wärme in sich aufnimmt, resp. burchläßt. Diese Wulst ist nur in so weit mit Stroh zu bedecken, daß die Kälte nicht bis auf die Kartoffeln bringt; sie hat ben großen Vortbeil, daß der Landwirth jeden Augenblick, selbst bei starker Kälte, die Miete untersuchen kann. Ist der Kamm derselben in Ordnung, bann ist es der ganze Haufen, benn bie sich in diesem entwickelnde Wärme steigt in die Höhe und wenn die Hitze zu groß wird, dann faulen zuerst die obenauf liegenden Kartoffeln. Der Landwirth sieht also an der Beschaffenheit dieser sofort, ob die Miete in Ordnung ist. Die landwirthschaftlichen Vereine werden gut thun, diesen überaus wichtigen Gegenstand sammt und sonders auf ihre Tagesordnung zu setzen und ihre darauf bezüglichen Entschließungen in geeigneter Weise auch den Nicht-Mitgliedern zugängig zu machen, damit auch diese angeregt werden, der Aufbewahrung der Kartoffeln größere Sorgfalt zuzuwenden. Grade die Verluste, welche die Landwirthschaft durch die mangelhafte Aufbewahrung des mit Kosten und Mühe Geretteten erleidet , beziffern sich auf ungeheure Summen, *bie zum größten Theil vermieden werden können. Handel und Verkehr. Frankfurt, 22. Aug. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Gentner JL 2 —3.—, Stroh per Gentner JC. 2, Butter Im Großen das Pfund 1. Qual. JL 1.10, 2. Qualität JL 1, im Detail 1. Qualität JL 1.40—50, 2. Qualität JL 1.20—30. Eier, das Hundert JL 5—5.20. Ochsenfleisch per Pfd. 66—70^, Rindfleisch 54—60^, Schweinefleisch 75—80 H, Kalbfleisch 65 vis 70 Hammelfleisch 50—63 Kartoffeln JL 4—4.50. Gurken das Hundert 1.50—60. Erbsen, geschälte, (per 100 Kilogramm) 30—32 je., ganze Erbsen 24 bis 28 JL Bohnen, weiße 23—26 Linsen 36—40 JL Besondere Uekanntmachung. Iagdverpachtung. Mittwoch den 29. August d. I., Vormitags 10 Uhr, 'soll die der Gemeinde Oppenrod zugehörige Wald- und Feldjagd auf weitere 6 Jahre -auf dem Büreau des Unterzeichneten öffcrtt- Iich und meistbietend verpachtet werden. Oppenrod, den 15. August 1877. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. -1550) Petri. Versteigerung. 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Verantwortliche Redactton: Ä. Schevda. — Druck und Verlas der 93rfiM’fd?rr Univ -Druckerei lFr. Tbr. VietsÄ) in Gieße»-