H dtr. n6, Mo. 168. Dienstag, den 24 Juli 1815. Kchener Wyeiger AMP- Lü-> Amtsblatt für bra Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Moirlags. Preis vierteljährlich 3 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. S® Stauner w ü(r, Neuenwea. zu Detmütbtn. _£Pitthan. jtto-, schöne Aussicht, nilienloßU in meinm der Retchensand- thaltend je 5 Zimmer, > abgeschlossenen Corri- ubchor, per 1. Octobe Stein, Architekt. federn I igen Preisen gereimtzt Franz, Sandgosse. pfeble einem ge im meine Sau# .atrinenreini- Fridr lost, Lustadt D. 201. ' Knjeigen. en und Repariren hrftühltn wird prompt l MühlpasseD. 81. (3982. den besten Zeiigniffm Mann, der in einem solonialwaaren-Geschäst ehrzeit beendet, sucht > der E^ved. d. Bltts. -andtanaer gesucht von 5 Petri II. rsucdt L- Dltllr Photograph en Lohn. A-ß- 171,3-gt^. s-Amme mit °°! «-* shMchen, am liebsten >.r I. yf‘S f n bergP^LxlB- aus W'ICIW' TWEIDP leidermacherin und «,“*S Bureau von sauer, W#** leit' Aoti 1 i sch Zur allgemeinen politischen Lage. Hatte die vorletzte Woche mit dem schnell geglückten Donauübergange der Ruffen eine nicht geringe Überraschung gebracht, so haben die allerletzten Tage dies Ereigniß durch die unerwartete, beinahe unglaubliche Kunde gewiffer- maßen noch Überboten, daß die Rnffen, auf der graden Straße nach Adrianopel vordringend, mit ihrer Vorhut den Balkan ohne Kampf, ohne Schuß und Schwertstreich überschritten hätten- Die Thatsache selbst wird aber von so verschiedenen Seiten und mit so bestimmten Details gemeldet, daß daran wohl nicht gezweifelt werden kann; was sie zu bedeuten habe, geht schon daraus hervor, daß der letzte Rest der kaiserlichen Garde von Konstantinopel nach Adrianopel hat aufbrechen müffcn, um diese Stadt vor einem schon gefürchteten Handstreich des Feindes zu schützen. Erinnert man sich, was von Kennern der dortigen geographischen Verhältnifle von der Unwegsamkeit der Balkanpäffe und von der Leichtigkeit, sie zu sperren, lang und breit verkündigt worden war, welche Gerüchte über die durch die türkischen Ingenieure zur Vertheidigung dieses Gebirges getroffenen Vorkehrungen, sowie über die zur Besetzung aller Ueber- gänge deffelben versammelten Truppen umliefen, so nwß man doppelt erstaunen, wenn nun, so zu sagen im Handumdrehen, die Türken diese ihre zweite starke Vertheidigungs-Linie einbüßen, gerade wie sie die erste verloren haben. Denn daß die Russen, nachdem sic einmal südlich vom Balkan in's Thal der Maritza vorgedrungen sind, wenn vorläufig auch noch ohne Geschütze und Train, dort festen Fuß fassen und sich von ihrer Basis nicht so leicht werden abschneiden lassen, darf als gewiß angenommen werden. Während sie ihre Niederlagen in Kleinasien größtentheils dem Umstande verdanken, daß die niohamedanischen Bergvölker des Kaukasus sich im Rücken der vordringenden Colonnen erhoben und diese dadurch zwangen, sich durch starke Detachements zu schwächen, wodurch den Türken der Sieg auf der Front erleichtert ward, liegen in der Bul- garei die Dinge wesentlich anders. Da treffen die Russen bisher überall auf Bevölkerungen, die sie als ihre Befreier und Retter begrüßen und mit ihnen fraternisirend auf die Türken losschlagen helfen, besonders aber zu dem wichtigen Spionen- und Führerdienste willig sind: ein Verhältniß, welches den trägen und schlecht organisirten Osmanen gegenüber den Angreifern bisher zu schnellen und verhältnißmäßig leichten Erfolgen verholfen hat. Je weiter freilich die Russen nach Süden vordringen, desto schwerer wird es ihnen werden, ihre Ver- bindüngen nach rückwärts aufrecht zu erhalten und mittelst der sich immer länger auödehnenden Etappenstraße für den Proviant der an der Front operirenden Truppen in einem meist ausgesogenen Lande zu sorgen; auch ist ja immerhin möglich, daß der türkische Generalissimus Kerim Pascha von Schumla her noch einmal einen kräftigen Flankenstoß gegen die Russen zu führen versucht; aber schon hört man auch von neuen Verstärkungen derselben durch Truppeumaffen, die in ununterbrochenem Zuzuge bei Sistowa die Donau überschreiten und die in der Bulgarei bereits operirenden vier Armee-Corps zunächst um ein fünftes verstärken. Nikopolis ist nach harten Kämpfen von den Ruffen genommen, Widdiu und das dabei stehende Corps wird von den Rumänen in Schach gehalten, Rustschuk ist einerseits durch das Bombardement geschwächt, andererseits durch die Unterbrechung der Eisenbahn nach Rasgrad isolirt, und die Besatzungen von Silistria und Varna von dem Corps des Generals Zimmermann, der den Norden der Dobrudscha inne hat, gefesselt. So ist die Lage der Türken in Europa bereits eine sehr bedenkliche, fast möchte man sagen verzweifelte geworden. Schon gehen denn auch die Russen an eine Umgestaltung der Ver- waltungsverhältniffe Bulgariens im Sinne der Proclamation des Kaisers, wobei der freiwillige oder erzwungene Abzug des mohamedanischen Theils der Bevölkerung in Aussicht genommen ist, und die Sache schließlich auf eine zwar nicht ausdrückliche, aber doch indirecte und gelinde Annexion des Landes an Rußland hinauslaufen wird. Inzwischen sind mehrfach Friedensgerüchte aufgetaucht und werden Jnter- ventionsversuche in Aussicht gestellt. Alle derartige Nachrichten wurden dann ebenso schnell wieder dementirt, als sie austraten, wie es auch keinen besonderen Scharfsinn erfordert, um ihre Grundlosigkeit grade in diesem Augenblicke zu erkennen. So lange die Türken noch Truppen im Felde haben und ttn Besitze ihrer festen Plätze sind, werden sie sich nun und nimmerhin den demüthigenden Friedensbedingungen beugen, welche ihnen die Russen aufzuerlegen nun einmal gesonnen sind. So wenig aber die Zeit der Interventionen und des Friedensschluffes schon jetzt gekommen sind, so sehr muß doch wieder daran erinnert werden, daß die Lokalisirung des Orientkrieges sich noch immer behauptet und hoffentlich auch für die Folge aufrecht erhalten werden wird, wie sich schon das lange angekündigte Bündniß Rumäniens und Serbiens behufs Eingreifens in den Krieg auch als erdichtet herausgestellt hat. Aus Italien kommen wunderliche Gerüchte über angebliche Pläne der Curie, mit dem Königreich Italien in Unterhandlung zu treten, um zu einem friedlichen Abschluß des großen, zwischen Staat und Kirche seit der Aushebung der weltlichen Papstgewalt bestehenden Consticts zu kommen. Daß dergleichen Verhandlungen wirklich beabsichtigt oder vielmehr ernstlich gemeint seien, läßt sich kaum vorstellen. Andererseits aber darf man nicht zweifeln, daß für den » e r T h e i l. Fall eines deutsch-französischen Krieges, auf den die Jesuiten mit aller Macht hinarbeiten, die Arglist dieser Letzteren Alles aufbieten würde, um Italien durch Vorspiegelungen eines friedlichen Abschlusses des kirchlichen Consticts im Voraus zur Unthätigkeit zu bestimmen. Umgekehrt wird die deutsche Politik nicht verfehlen, von den Italienern als Preis der Hülfe Deutschlands bei einem zur Herstellung des Kirchenstaates von den Franzosen etwa unternommenen Feldzuge die Aufhebung des sog. Garantiegesetzes zu fordern, unter dessen thörichtem Schutze in aller Herren Länder hochverräterische Anzettelungen ungestraft verübt werden. Der deutsche Reichskanzler wird ohnehin, wie man sich dessen versichert halten darf, die Anerkennung eines neuen Papstes seinerseits von Garantien gegen die systematische Aufhetzerei abhängig machen, welche von Rom aus mit der katholischen Bevölkerung Deutschlands unter dem Deckmantel der Religion getrieben wird. Die Jesuiten wissen dies Alles sehr gut und scheinen nun das italienische Ministerium durch einen Scheinfrieden mit der Curie von Deutschland trennen zu wollen, um dies isolirt durch Frankreich angreifen und überwältigen zu lassen. Darn könnte die goldene Aera der ultramcntonen Alleinherrschaft, auf Grund des Syllabns als des neuen Wortes Gottes anf- erbaut, versteht sich mit Wiederherstellung des Kirchenstaats beginnen. So ist der Plan, dessen VerwirUichung freilich noch aussteht, bis die Dinge in Frankreich zur Reife gediehei^'ind. Wann und ob jemals dies der Fall sein werde, wer mag es sagen? Wird Mac Mahon, bisher allgemein der „loyale Soldat" genannt, neuerdings aber von der republikanischen Presse ziemlich unverblümt der Illoyalität angeklagt, im Stande sein, die „moralische Ordnung" im Sinne des Ultramontanismus zu gründen, zunächst in Frankreich, dann auch in Italien und Deutschland? Die Opposition gegen sein und seiner Minister Auftreten wird in Frankreich so heftig, daß man kaum erwarten darf, er werde das Heft noch bis 1880 in Händen behalten, ohne zu den ihm bereits .vorgeschlagenen ungesetzlichen Mitteln zu schreiten; wohin würde aber die abschüssige Bahn der Staatsstreiche anders führen, als zum Kriege, den auch ein klügerer Mann, als Mac Mahon, nicht vermeiden konnte, als die Unzufriedenheit des Volks bedenklich geworden war? So wenig tröstlich dergleichen Erwägungen auch sind, so dürfen wir uns ihnen doch nicht verschließen; wir müssen vielmehr doppelt wachsam sein, da die Franzosen an unfern Ultramontanen Bundesgenoffen zu besitzen glauben und insofern auch wirklich an ihnen besitzen, als ihnen durch das Treiben der klerikalen Presse und Kammerreden in Deutschland die Hoffnung gemacht wird, eine ihrem Angriffe günstige Partei unter uns vorzufinden. Deutschland. Darmstadt, 20. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Sich heute Vormittag in Begleitung des Majors und Flügeladjutanten v. Herff nach Schönberg begeben, um den Beisetzungs-Feierlichkeiten Ihrer Durch!, der verewigten Gräfin zu Erbach-Schönberg, geb. Prinzessin zu Hohenlohe Langenburg, bei- zmvohnen. Se. Königl. Hoheit der Großherzog werden von heute an auf der Mathildenhöhe Wohnung nehmen; die Audienzen und Meldungen werden während dieses Aufenthaltes im Großherzoglichen Residenzschlosse entgegengenommen. Darmstadt, 21. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 16. Juli dem ordentlichen Professor in der medicinischen Fakultät der Landes-Universität, Dr. Eugen Seitz, den Charakter als „Geheimer Medi- cinalrath" zu verleihen. Berlin, 21. Juli. Der Universitäts-Senat wählte zu Vertretern bei dem Tübinger Jubiläum die Profefforen Zeller und Dillmann. Hesterreich. Wien, 20. Juli. Die Meldung deutscher Blätter, Gras Robillant habe hier ein Rundschreiben über Italiens Orient-Politik angekündigt, ist unbegründet. In diplomatischen Kreisen verlautet, gegen Ende dieses Jahres werde in Wien ein europäischer Congreß stattfinden. Kngland London, 21. Juli. Das Unterhaus lehnte mit 235 gegen 77 Stimmen den Antrag Power's auf Freilaffung der gefangenen Fenier ab, nachdem sich die Regierung dagegen ausgesprochen. — Die Arsenal-Behörde von Portsmouth erhielt, den Morgenblättern zufolge, ben Befehl, die Truppen - Transport - Schiffe „Crocodile", „Malabar" und „Euphrates" zum 25. Juli segelsertig zu halten. Die Bestimmung der Schiffe ist noch unbekannt. — „Daily Telegraph" gibt wiederholt dem Gerüchte Raum, daß die Regierung gewillt sei, Gallipoli zu besetzen. Kollarrd. Haag, 20. Juli. Die General-Versammlung des Vereins deutscher Eisenbahn-Gesellschaften ist heute geschloffen und als Versammlungs-Ort für das nächste Jahr Hamburg bestimmt worden. Nußrand. Petersburg, 20. Juli. Eine englische Compagnie hat in diesen Tagen Vorschläge wegen Acquisitton der Lugan'schen Eisenwerke gemacht._____________ Der orientalische Krieg. London, 20. Juni. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Konstantinopel : Durch eine vom Sultan erlassene Verordnung werden Beamte, die ihren Posten im Vilayet Adrianopel verlassen, mit strenger Strafe, eventuell mit der Todesstrafe bedroht- In dem genannten Vilayet ist das Aufgebot en mässe angeordnet. Hobart Pascha, der mit zwei Panzerschiffen nach dem Schwarzen Meere abgesegelt ist, übernimmt an Stelle von Haffan Pascha den Befehl über die Flotte. Konstantinopel, 20. Juli. Der Sultan beabsichtigt angeblich zu Gunsten des Prinzen Juffuf Jzzedtn abzudanken. Abdul Kerim Pascha ist abgesetzt wegen seiner Weigerung, die Offensive zu ergreifen. — Die „Agence Havas" meldet: Der Kriegs-Minister Redif Pascha ist abgesetzt. Mehemed Ali Pascha übernimmt an Stelle von Abdul Kerim das Ober-Commando. Die Ruffen rücken an verschiedenen Punkten in Bulgarien vor, namentlich bei Rasgrad. Nach dem heftigen Angriff auf Nikopolis ist von keinem neuen Gefecht mehr gemeldet worden. Es wird abermals über Seitens der Kosaken und der Bulgaren verübte grausame Handlungen aus Bulgarien und Thracien berichtet. Amtliche Depeschen bestätigen, daß die Ruffen nördlich von Kars in der Richtung nach Gaim hin stehen und sich auch bei Bajazid concentriren. — In einem Telegramm des Ministers des Auswärtigen an die Vertreter der Pforte bei den auswärtigen Regierungen wird von einer Meldung Mukhtar Pascha's Mittheilung gemacht, wonach die Ruffen vor einem Monat in der Nähe Kars gegen einen Adjutanten Hamdi Pascha's, der türkische Todte und Verwundete reclamtren sollte, unter Nichtachtung der Parlamentär-Flagge Schüffe richteten und denselben am linken Arm verwundeten. In dem Telegramm des Ministers heißt es sodann: man sei berechtigt, sich zu fragen, ob die Russen daraus ausgingen, successive alle Gesetze des Kriegs und der Humanität zu verletzen. Bukarest, 21. Juli. Rußland hat 50,000 Mann Verstärkungen nach Asien gesendet. Das Dobrudscha-Corps marschirt gegen Silistria; es führt einen Belagerungs-Park mit sich. Wien, 21. Juli. Die „Preffe" meldet aus Simnitza: Großfürst Nicolaus hat aus Anlaß der Gerüchte über von den Ruffen begangene Greuel- thaten an die dem Hauptquartier beigeordneten Militär-Attaches der fremden Mächte die Aufforderung gerichtet, sich persönlich an Ort und Stelle von der Unwahrheit dieser Angaben zu überzeugen.____________________________________ Lokal-Notiz. Gießen, 23. Juli. Auszug auS dem Sitzungsprotocoll der Großherzoglichen Handelskammer zu Gießen vom 11. Juli 1877. Anwesend: Sämmtliche Mitglieder. Bei Beginn der Sitzung widmete der Präsident des dayingeschiedenen GroßherzogS Ludwig III. Köntgl. Hokeit einen warmen Nachruf und erheben sich die Mitglieder zum Zeichen ihrer Theilnahme von ihren Sitzen. Die Eingänge werden zur Kenntniß der Kammer gebracht. Von der Großherzoglichen Direction der Oberhessischen Eisenbahnen wie auch von derjenigen der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft waren in Erledigung der eingereichtcn Beschwerden Schreiben eingegangen, welche diesen nach äußerster Möglichkeit vollständige Abhilfe zusichern. Einer Beschwerde wegen der verspäteten Bestellung der Brief- und Packetpost war die Kaiserliche Ober-Postdirection in Darmstadt bezüglich der Briefbestellung entgegengekommen, indem sie zur Beschleunigung derselben eine Ausgabestelle für Briefsendungen bei dem Postamte II dahier einrichten, sowie eine Vermehrung des Bestellpersonals eintreten lasten will; die weitere Beschwerde gegen die allzu verspätet erfolgende Bestellung der Packete und Werthsendungen wurde jedoch um deswillen unberücksichtigt gelüsten, weil in den meisten Städten von ähnlicher Bedeutung wie Gießen die erste Packetbestellung nicht vor 11 Uhr beendet sei und dieselbe in vielen Städten, u. a. auch in Offenbach, weit länger daure, während der Nachmittags- bestellung, welche hier in der Regel nunmehr erst um 6i/2—7 Uhr Abends nach Schluß vieler Comptoirs erledigt ist, gar nicht erwähnt wurde. Die Kammer nahm hieraus Anlaß, das Kaiserliche General-Postamt in Berlin zu ersuchen, so schleunig als möglich diejenigen Anordnungen zu treffen, welche den berechtigten und durch den dermaligen wirklichen Nothstand herbeigeführten Klagen die billige und geeignete Abhilfe gewähren, da oft die wichtigsten Handlungen, welche aus den bei Fahrpostgegenständen befindlichen Correspondenzen resultiren, überhaupt nicht prompt und Nachmittags an dem nämlichen Tage gar nicht mehr vorgenommen werden können. Wenn die Kaiserliche Ober-Postdirection in Darmstadt sage, daß auch in Offenbach die Packetbestellung Vormittags noch später als 11 Uhr stattfinde und dort in diesem Umstande keine Gefährdung des Handelsintereffcs erblickt werde, so sei damit ebenso wenig constatirt, daß dies nicht dennoch der Fall sein könnte, wie auch, daß die Verhältniffe, welche oft schon durch die verschiedenartigen Geschäftsbräuchen bedingt würden, dort ganz andere seien als hier, abgesehen davon, daß nicht zugleich dargethan worden, daß auch dort die zweite Bestellung erst Abends um 7 Uhr vollzogen ist. In Berücksichtigung des Umstandes, daß zu der Vormittagsbestellung alle Gegenstände gehören, welche nach 1 Uhr Nachmittags des Tages vorher, und zu der Nachmittagsbestellung alle diejenigen, welche in den Frühstunden bereits hier angekommcn seien, müsse anerkannt werden, vaß das diesseitige Verlangen kein zu weitgehendes und die dermalige Lage eine den Handelsstand schwer schädigende und der Remedur unbedingt bedürftige sei. Vermischtes. 19. 3uli. Unsere Polizei widmet der Visitation der Lebensmittel ganz tm Stillen fortwährend ihre Thätigkeit. Namentlich sind es die Metzger, deren Maaren, ohne daß sie nur eine Ahnung davon haben, aus ihren Läden auf die Polizei und von da zum Chemiker wandern, der sie untersucht und nach dessen Gutachten dann die weiteren Maßregeln rasch getroffen werden, so daß dieselben keinen Augenblick sicher sind. Es wurden gestern wieder bei einem Metzger eine Anzahl Fleischwürste und bei einem anderen Htrnwürste, welche mit Stärkemehl vermischt waren, in Beschlag ge nommen. - Vorgestern wurde auch bei zwei verschiedenen Bäckern zu leicht befundenes ®rot) un& untcr die Armen verteilt und heute eine nicht unbedeutende Quantität Butter,^ welche mit Stearin vermischt war und so zum Verkaufe kam, con- siScirt. Die Verkäufer werden sich bet Gericht über ihre unreelle Handlungsweise zu verantworten haben. 0 ,§ronkfurt, 18. Juli. Heute hat in unserer Stadt die Eröffnung der von dem M'.tteldeurschen Kunstgewerbe-Derein veranstalteten Ausstellung kunstgewerblicher Er- zcugnisie stattgefunden. Dieser Verein hat sich die Aufgabe gestellt, seinerseits alle Mittel zu ergreifen, um zu der so nothwendigen Hebung des deutschen Kunstgewerbes beizutrc ^.en. Die erste Aeußerung seiner Thätigkeit ist diese in einem schönen Lokale (Gallusgasse ~1) gebotene Ausstellung. Sie vereinigt zunächst einheimische Producte de-o Kunstgewerbes aus Frankfurt und seinen Nachbarstädten, aber auch aus ferneren Gegenden Deutschlands. Daneben tritt jedoch auch das Ausland auf, von dem wir ou> kiefern ^biete uoch so Vieles lernen können. Wie groß das Interesse ist, welches diesen Bestrebungen von Seiten der Gewerbetreibenden sowohl als auch des Handels entgegengebracht wird zeigt em kurzer Ueberblick über die Aussteller, von denen wir 5Trittin beben wollen, um so mehr, als ihre Zahl fortwährend im Wachsen begr'sten ist und auch für bie nächsten Monate schon neue Anmeldungen vorliegen. Wir sinden treffliche Arbeiten, schmiedeeiserne Geländer und Gitter, von Sipf und Garny hier, Kun.tschreinerarbeiten von Dickelmann hier und Delkeskamp in Bockenhelm, vorzügliche Leinenstickereien von Frau Orthenberger-Hertz, Gobeltnstickereien von I. Rothkamm vorm. Dejonge, Gaslustres von I. Valentin, Porzellanmalerei von N. Franz, PortefeutUe- arbeit von Knipp in Offenbach, Spiegel von Schneider und Wenzel hier, Tapeten von Hochstätter und Söhnen in Darmstadt und Pfähler hier. Vorzüglich durch inländisches und ausländisches Fabrikat vertreten sind die Teppiche und Möbelstoffe durch Besthorn, Gecks und Vesper, Adler-le-Camp und Pieft und Dittmar, gestickte Weißwaaren durch D. Bonn, die Keramik durch Villeroy und Boch in Mettlach, Ginori in Doccia bei Florenz, sowie Erzeugnisse der Meißener Porzellansabrik, der Fabriken von Limoges rc rc. Glas durch Taccchi, Kunftmöbel durch Jacquet, treffliche Bucheinbände durch Zügel und Alt. Die Zeit der Ausstellung eines Gegenstandes beträgt in der Regel zwei Monate, bet besonders werthvollen und für den Transport schwieriger Arbeiten wie bet dem hier aufgestellten, aus der Münchener Ausstellung noch in gutem Gedächnnß behaltenen Kabinet Pössenbacher auch wohl längere Zeit- So vermag die Ausstellung immer neuen Retz zu bieten und kann allmählig ein vollständiges Bild der Entwicklung auf dem Gebiete des Kunstgewerbes darstellen. Gerade dadurch aber wird sie ein nicht unwesentlicher Sporn für alle Thetlnahmer sein, immer Tüchtigeres zu leisten und so an der Hebung des Kunstgewerbes mitzuarbeiten. — (Eine bärtige Frau.) In einer Pariser Schaubude ist eine „bärtige Frau* zu bewundern, das Entree am Eingänge nimmt ein kleines, freundliches Mädchen in Empfang. Ein Zuschauer, welcher sich drinnen an dem Phänomen ergötzt hat, glaubt dem niedlichen Kinde etwas Scherzhaftes sagen zu müssen und fragt, es sanft unter das Kinn fassend: „Nicht wahr, Kleine, die bärtige Frau ist Deine Mama?" — „Nein, inein Herr, sie ist mein Papa." — (Auch nicht übel!) Das „Altonaer Tageblatt" enthält in seiner Nummer 144 oom 22. Juni rc. mit fettgedruckten Lettern wörtlich folgendes Inserat: (Warnung.) Ich warne hiermit das Dienstmädchen Christiane Rave aus Aale in Jütland, geboren den 17. August 1857, sich nicht zu unterstehen, den Verlobungsring meines Mannes zu tragen, noch mit meinem Manne länger Arm in Arm auf der Straße zu gehen, überhaupt binnen 8 Tagen unseren Fabriksboden zu verlassen, da ich sonst andere Maßregeln zu ihrer Fortbringung ergreifen werde. Ich bin weder von meinem Mann geschieden, noch lasse ich mich von ihm scheiden. Ueberhaupt nimmt es sich doch komisch aus, daß mein Mann öffentlich mit einem 20jährigen Mädchen ausgeht, während unsere Tochter bereits 17 Jahr alt ist. Frau Claussen, Ehefrau des Victor Claussen, Dampfsägereibesitzer, gr- Bergstraße 166. — (Eine Anecdote aus dem Etsenbahn-Coupö.) Die Ansprüche der Damen auf ritterliche Behandlung seitens der Herren sind gewiß wohl begründet: aber daß sie auch rücksichtsvolles Benehmen seitens des zarten Geschlechts voraussetzen lassen, mag hin und wieder wohl vergessen werden. Zu ihrem Leidwesen mußte die Vernachlässigung dieser Reciprocitäts-Regel eine Dame erfahren, die der Zufall auf einer Eisenbahntour in der Umgebung von Paris einem jungen Manne als einzigen Coupö-Gefährten be» schied. Der Dame war es gelungen, ein kostbares Schooßhündchen mit in daS Coups schlüpfen zu lassen. Es herrschte eine tropische Hitze und daS Thier, daS stark mit Moschus parfümtrt war, erfüllte den ganzen Raum mit einem betäubenden Duft, der dem Mitreisenden Herrn höchst lästig wurde. „Bitte um Verzeihung, Madame, würden Sie mir nicht gestatten, eine Cigarre zu rauchen, der Moschusgeruch ist mir unausstehlich." Ein Ausruf des Unwillens war die Antwort der Nachbarin, die die erbetene Erlaubniß rundweg verweigerte. Der Herr jedoch kann den Geruch nicht länger ertragen, und ohne sich viel um die unhöfliche Nachbarin zu kümmern, zündet er sich eine herrliche Pura an. Einige Minuten darauf schläft er ermüdet ein, in der Hand noch immer seine Cigarre haltend. Die Dame, oom Geist der Rache getrieben, nähert sich vorsichtig ihrem vis-a-vis, zieht ihm sachte die Cigarre aus der Hand und — husch! ist das verhaßte Object zum Fenster hinaus. Gleichwohl hatte die Manipulation den Schlummerden geweckt, doch sagte er kein Wort. Bald darauf überließ sich die Dame ihrerseits einem Reiseschlummer. Die Gelegenheit war zu verlockend: sachte faßt der wachende Nachbar, den duftenden Pudel beim Hals, und — husch — ist er zum Fenster hinaus. Als später die Dame, die von dem Verschwinden ihres Lieblings noch keine Ahnung hat, erwacht, merkt sie sofort ihr und des HundeS Geschick. „Mein Hund!" ruft sie entsetzt, „wo ist mein Hund? O Jammer, er ist verloren! Mein Herr, was haben Sie mit meinem armen Lulu gemacht?" Der Nachbar regt sich nicht- „Aber werden Sie mir denn sagen, mein Herr, wo mein armes Thierchen geblieben ist?" „Nun, Madame," erwidert endlich der Andere, „quälen Sie sich nicht. Ihr Hund hatte ein so intelligentes Aussehen, und er versteht sich gewiß gut auf's Apportiren; er hat ohne Zweifel meine Cigarre fallen sehen und hat sich daran gemacht, sie zu suchen. iJch denke, auf der nächsten Station werden wir ihn sie apportiren sehen!" Man kann sich das Gesicht der Dame nach solcher Apostrophe denken. — In Neapel bestehen dermalen fünf Zeitungen, deren Namen mit P. anfangen, nämlich: „Paese“, „Pensiero“, „Piccolo“, „Popolo“ und „Pungolo“. Die Zeitungs-Aus- rufer an den Straßenecken rufen nun — erleichternder Abkürzung wegen — nicht die angegebenen Namen aus, sondern dlos: „Pa!“ „Pc!“ „Pi!“ „Po!“ „Pu!“ — eine ganz artige neapolitanische ABC Hebung! Straßburg, 13. Juli. Vorgestern hat die zuständige Behörde etwa 1700Liter aus Frankreich kommenden, mit Fuchsin verfälschten Rothwetn vor dem Ftscherthore in die Jll abfließen lassen. (Die armen Fische!) Handel und Verkehr. Friedberg, 19. Juli. (Fruchtbericht.) Veranlaßt durch das fortwährende Regenwetter sind die Preise für Getreide höher als in der vorigen Woche. Besonders Weizen, in welchem die Vorräthe auf ein Minimum zusammengegangen sind, würde bei stark auflretendem Begehr noch eine bedeutende Steigerung erfahren. Der Absatz in Mehl ist etwas stärker als seither, allein die Preise tu Weizenmehlen sind dem Weizen gegenüber zu gering. Alle anderen Getreidesorten fest bet kleinem Geschäft. Wir notiren: Weizen JC. 2872—29, Roggen JL 23, Gerste JL 19—19.50, Hafer 15 — 19. Wiesbaden, 19. Juli. (Fruchtmarkt.) Weizen (100 Kilogr) 30 JL, Korn —, Hafer (100 Kilogr.) jl 15—19, Stroh (100 Kilogr.) JL 5, Heu (100 Kilogramm) Jt 5—6. Camberg, 17. Juli. 160 Pfd. Rother Weizen 23 jt, Korn —, Gerste —, 100 Pfd. Hafer JL 8.40, Kartoffeln —. Limburg, 17. Juli. (Fruchtmarkt.) Durchschnittspreise: Rother Welzen (160 Pfd.) JL 24.10, Weißer Weizen (160 Pfd.) JL 24, Korn (150 Pfd.) JL 17.60, Gerste (130 Pfd.) JL 14.20, Hafer (100 Psd.) J4 8.50, Erbsen —, Butter „*L 1.25. Weilburg, 18. Juli. Weizen per 160 Psd. JL 22.88, Korn —, Gerste per 130 Pfd. JL. 13.28, Hafer per 100 Pfd- 9.25, Kartoffeln —, Erbsen —. Gültige Privat Banknoten. Die beschränkenden Bestimmungen des S 43 des Reichs-Bankgesetzes vom 14. März 1875 sind (nach dem im Reichsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachstehender Privat-Nolenbanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugntß zur Notenausgabe ertheilt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. — 2. Bayerische Notenbank in München. — 3. Bremerbank in Bremen. — 4. Breslauer Bank in Breslau. — 5. Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz. — 6. Cölnlsche Privatbank in Cöln. — 7. Danziger Privatbank in Danzig. — 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main — 9. Hannoversche Bank in Hannover. — 10. Leipziger Cassenveretn in Leipzig. — 11. Lübecker Commerzbank in Lübeck. — 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. — 13. Posener Privatbank in Posen. — 14. Sächsische Bank in Dresden. — 15. Bank für Süddeutschland in Darmstadl. — 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. — Die Verwendung der Noten anderer deutscher Pcivat-Notenbanken oder Korporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. Seitens der Nationalbank für daS Großherzoathum Luxemburg sind neuerdings auf NeichSwährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 und 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach § 11 des Bankgesehes vom 14. März 1875 verboten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger Vcr- wendung daneben mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestraft. Die Annoncen-Expedition Th. Dietrich Co. in Cassel über nimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschlands und des Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f- d. „Casseler Tagespost-") 4085 4099) Koche kl Nicht bcc beute "ufübru- ’ Gie juöi Äüll Milchen Donn im hiesigen M Offerte Zeichnungen Hchttung 4098) I heute folgen Ludwig mmif von b( Mer । und Pu unter b weiter i geborne ertheilt. Gießen, bi Großherzc San Vo werden zu Deisbrodi EMimente firft: Distrikt 8 Kichern 42 _ Lohrei' Krofdorf, Der 4087) o Husten-, H, ■ Sei . !Rni6: ■ Ä’t Alleinige s Syend bei S- Fr? Sptciai Forba< Stieb,. titoiinbbi ÜSL 01 38^nok \ tT ^lberva b datz fortwährende Woche. Besonders i-W« M ” * jjreit. $tt W m ®r H«,n * l5;"n DM.) 30 Ä «»« I (100 «08t««1®) *m (if ■Twa <1.26. Gis- P« 130 rtzs rrss v,K '-'iS '?Ä! ;nä Ö und so gsfr; 2 MS Kummer 144 L Warnung.) LpÄ ^boren ^es Mannes w / Lehen, über- Ludnr Matz- rK ^Qnn tze- ^.doch tonM . wahrend unsere aussen, Dampf- , Damen auf !• aber datz str ^,n lassen, mag Vernachlässigung er Eisenbahntour Tefähtten be» it in das Coupä das stark mit enden Dust, der Madame, würden ist mir unauS- ■ die die erbetene nicht länaer er- ündet er sich eine a der Hand noch eben, nähert sich und - husch! ist Manipulation den eh sich die Dame : fachte faßt der ist er zum Fenster blings noch keine .Mein Hund!' Mein Herr, was ich nicht- „Aber geblieben ist?" , Zhr Hund hatte iportirtn; er hat t, sie zu suchen, n sehen!" Man 1 mit?, anfangen, DU Zettungs-Aus- oegen - nicht die Pu!“ - eine ganz de etwa 1700 Liter tm W*1 ln SHZ rbe eE>ten- d, ta Cöln- hi Leipzig s, _ n bum schnitten L^gen ittn ltt. WSt,ct/ tun^ ® Fasieter Aklgemeiner Anzeiger. 4099) Wege» -er heftige» Regengüsse in voriger Woche konnten die Arbeiten an der Hanptrohrleitung nicht beendigt werden und find wir deshalb genöthigt, heute Mittag zwischen 12 und 2 Uhr die Gas- zufnhrung in die Stadt noch einmal abzusperren. Giessen, den 24. Juli 1877. Giessener Gaswerk. a Berlin-Coblenzer Eisenbahn. Strecke Nordhausen-Wetzlar. Abtheilung I. 4085) Die Anlieferung von 1) ilO Cbm. Werksteinen, 2) 1000 Cbm. Bruchsteinen, 3) 140 Cbm. bearbeiteten Pflastersteinen aus Basalt zum Bau des Locomotivschuppens aus Bahnhof Wetzlar soll tm Wege der öffentlichen Submission vergeben werden, und ist hierzu Termin auf Donnerstag den 2. August 1877, Vormittags 11 Uhr, im hiesigen Abtheilungs-Bureau anberaumt, woselbst die bis dahin eingegange- rlen Offerten in Gegenwart der erschienenen Submittenten eröffnet werden. — Zeichnungen und Bedingungen können Hierselbst eingesehen, letztere auch gegen Erstattung der Copialien bezogen werden. Die Offerten aus ad 1, 2 und 3 sind getrennt einzureichen. Wetzlar, den 19. Juli 1877. Der Abtheilungs - Baumeister : Kluge. 4098) In unserem Firmen - Register ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Ludwig Fuhr zu Gießen hat das kauf' männische Geschäft seines verlebten Vaters Johann Heinrich Fuhr von da, dessen Namen im Firmen-Re- gister gelöscht worden, mit allen Activen und Passiven übernommen, führt dasselbe unter der bisherigen Firma I. H. F u h r weiter und hat seiner Ehefrau Emma, gebornen Rödelsperger, Procura ertheilt. Eießen, den 21. Juli 1877. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Versteigerung. Holzversteigerung. Samstag den 28. Juli er., Vormittags um 10 Uhr, werden zu Salzböden, bei Wirtb W e i s b r o d t, nachstehend bezeichnete Holz- Sortimente öffentlich meistbietend versteigert: District 87, Schlag 1, Hasengarten. Eichen: 42 Rmtr. Knüppel, 870 Rmtr. Lohreiser. Krofdorf, den 21. Juli 1877. Der Königliche Oberföster. I. V.: 4087) Schmitz. 4090) Kinder-Wagen mit Patent- Nädern empfiehlt in großer Auswahl Louis Senner. Vor den vielen betrügerischen Nach- W ahmungen unter gleichen oder M W ähnlichen Namen wird gewarnt. | s e: tQ ^IS) Q I® n « s — L S 2 wo = Trauben- Brust- IleilgeSotenes. husten-, HalS-, Brust- u. Lungenleiden! Kein Winkelfabrikat!! Zeugniß: Der ächte phälz. Trauben» brusthonig aus der Fabrik von H. Kneib in Köngernheim bei Alzey kann bet chronischem Brustleiden, besonders für brustkranke Kinder bestens empfohlen werden. (681 Alzey, 7. Januar 1876. Kantons. Dr. Sauerwald. Dr. Welffenbach. Alleinige Niederlage für Gießen und Umhegend bei H. Kinkel, Conditor, Schulstraße. Fr. Müller II., SpecialiM in Bau-Artikeln empfiehlt Forbacher Formziegel von <*ebr. Couturier, als anerkannl hesteS und billigstes Deckmaterial. 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