»st. *’ General. offen. b,i --- rfaminluna >'i«ag Leiden fmfi 1 anrigr Reicht, Großvater und M». SSL Sonntag, den 23. September L8LS. Aichener Anzeiger AM-e- Md Amtsblatt für den Kreis Gießen, reg 7 uX^Äe” SwTÄ hi W der Bü^ast-ln- Serenade gebracht. Um 9 Uhr Abend- bewegt, sich der kigniß btr Woche. Franz Joseph den Kaiser von Rußland nicht blos seinen Iheuren Freund, sondern auch seinen Alliirten genannt habe, ganz außer Rand und Band und konnten nur durch die nachträgliche Versicherung, daß der Kaiser den l'tzlge- nannten Ausdruck nicht gebraucht habe, einigermaßen beschwichtigt werden- Jedenfalls ist die zwischen Regierung und Opposition in Ungarn obwaltende, durch die ruffenfreundliche Politik der ersteren veranlaßte Spannung durch den Toast noch stärker geworden, als sie bisher war, und wie die Kaschauer Bevölkerung durch Ueberreichung eines Lvibeerkranzes an den Vertreter der Türkei eine Gegendemonstration gemacht haben, so glauben auch die Mitglieder des ungarischen Reichstages ihrem Unmuth durch eine Fluth von Jnterpellatio, en und obligaten Reden im Parlament Ausdruck geben zu müssen. Mittlerweile setzt der päpstliche Nuntius, der im Verdacht steht, die Revolution in den zu dem ehemaligen Königreich Polen gehörigen Ländern zu schüren, seine Reise durch Galizien unter zahlreichen Huldigungen Seitens der Bevölkerung fort- Der auf dem deutschen Militär-Attach6 ruhende Verdacht wegen Entwendung des Geheimnisses der Uchatius Kanone hat sich als gänzlich unbegründet erwiesen, dagegen soll die bei einem italienischen Consulats-Beamten vorgenommene Haussuchung bedenkliche Resultate zu Tage gefördert haben. Griechenland hat seinen Minister-Präsidenten, den greisen Admiral Kanaris, dem letzten und volkstümlichsten Kämpfer aus der Zeit des Unabhängigkeitskrieges, durch plötzlichen Tod verloren. Sein Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Trckupis, hat es vortrefflich verstanden, die Würde und Actionsfreihext des kleinen Landes in einer Note an den griechischen Gesandtem in London, in welcher er auf verschiedene naseweise Fragen der englischen Regierung sehr entschiedene Antworten ertheilt, zu wahren. In England dauert die politische Stille fort. Nur eine Rede Dright's^ der sich auf einem Banket in Manchester über die Politik der Regierung Indien gegenüber mißbilligend auösprach und dieselbe auf die Nothwendigkeit hin- wies, nicht sowohl militärische Vorkehrungen, als volkswirthschaftliche Maßregeln, gegen die Wiederkehr der gegenwärtigen Nothstände zu treffen, erregte das öffentliche Jntereffe. UebrigenS lauten die neuesten Nachrichten über die Hun- gersnoth in Ostindien, seitdem dort Regen gefallen, günstiger. Frankreich bietet noch immer das traurige Bild eines durch heftige Parteikämpfe zerrissenen Landes. Gambetta wurde wegen der Beleidigungen, deren er sich in seiner Rede zu Lille gegen den Marschall-Präsidenten und desten Minister schuldig gemacht haben soll, zu drei Monaten Gefängniß ver- urtheilt und wird daher, aller Wahrscheinlichkeit nach, wie es auch von der Regierung beabsichtigt war, von der Mitgliedschaft der neuen Kammer ausgeschlossen bleiben. Leider droht die bisherige Einigkeit der republikanischen Partei dadurch, daß Grevy die ihm angetragene Führung der Partei nicht übernehmen will, in die Brüche zu gehe». Mittlerweile setzt die Regierung ihre Manöver zur Gewinnung der öffentlichen Meinung fort. Mac Mahon hat eine dritte Reise durch die Provinzen gemacht und scheint sich diesmal, wo er den Südwesten Frankreichs besuchte, wirklich einer günstigeren Aufnahme erfreut zu haben als früher. Bemerkenswerth ist, daß die Bischöfe jetzt, nachdem der Papst sich zu Gunsten der gegenwärtigen Regierung ausgesprochen, den Marschall in ihren Ansprachen noch offener denn bisher als den Auserwählteu Gottes bezeichneten, der für den Taz der Vergeltung zur Rettung Frankreichs : berufen fei. Der Marschall seinerseits wiederholte, ebenso wie seine Minister, die bekannten Versicherungen, daß Friede, Oidnung und Aufschwung der Geschäfte alsbald wiederkehren würden, wenn Männer gewählt würden, die mit , der Politik der Regierung einverstanden wären. Wie sehr eine Hebung des ’ Handels und Verkehrs in Frankreich zu wünschen wäre, ergibt die jüngste Ueber- । sicht über letzteren allerdings deutlich genug; danach hat die Ausfuhr des Lan- . des während der ersten 8 Monate dieses Jahres 67 Millionen weniger, die Einfuhr sogar 106 Millionen weniger betragen, als in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Während der Papst der preußischen Negierung gegenüber nach wie vor den Unversöhnlichen spielt, hat er den italienischen Bischöfen gestattet, das Exequatur unter Befolgung der Seitens der Negierung angeordneten Vorschriften nachzusuchen. Letztere hat die Arbeiten zur Befestigung Roms trotz der Opposition, welche Garibaldi merkwürdiger Weise dem Projecte macht, in Angriff nehmen lassen und arbeitet zugleich erfolgreich an der Ausrottung der sog. Mafia, der berüchtigten, allen geschäftlichen Vehrkehr durch ihr Tribut-System schädigenden geheimen Gesellschaft auf Sicilien. Prozeffes vertagt. ä ,r —, Karlsruhe, 20. September. Heute Abend wurde Kaiser Wilhelm von Unser Kaiser hat die Besichtigung des 8. Armee-Corps in der ver- I gangenen Woche beendigt und die Nheinprovinz verlaffen, um sich zu den Manö- i veru des 14. Armee-Corps nach Baden zu begeben. Der Eindruck, den er! von seinem 14tägigeu Aufenthalt unter den Rheinländern mitnahm, war, wie i u. A. sein Dankschreiben an den Regierungs-Präsidenten in Köln beweist, ein 1 überaus günstiger; hatte sich doch jeder Tag zu einem neuen Triumphzuge ge- ' stallet und die Behauptung der ultramontanen Preffe von der furchtbaren Er- < bitteruug der rheinischen Bevölkerung gegen Preußen durch die zahllosen Beweise treuer Anhänglichkeit und Liebe als eine perfide Lüge erwiesen. Auf der Reise : nach dem Oberrhein verherrlichte der Kaiser das Fest der Grundsteinlegung des Nation al-D en km als auf dem Niederwald durch seine Anwesenheit: er gab, nachdem der Vorsitzende des geschästSführenden Ausschusses, Gras Eulen- burg, eine schwungvolle Anrede an khn gehalten, dem Denkmal seinen Segen mit denselben Worten, die sein Vater, Friedrich Wilhelm III., einst bei dem zur Erinnerung an die Freiheitskriege auf dem Kreuzberge bei Berlin errichteten Denkmal gesprochen: „Den Gefallenen zum Andenken, den Lebenden zur Anerkennung, den Nachkommenden zur Nacheiferung!" Fürst Bismarck hat seine Kur in Gastein beendigt und auf der Rückreise in Salzburg eine Zusammenkunft nut dem Grafen Andrassy gehabt. Bei seiner Aukunft in Berlin wird er aller Wahrscheinlichkeit nach den Präsidenten der italienischen Deputirten-Kammer, Eris Pi, der dort seit einigen Tagen weilt und mit den hervorragendsten Mitgliedern des deutschen Reichstages und des preußischen Abgeordnetenhauses einen regen Verkehr pflegt, noch antreffen. Von seinem diesmaligen Aufenthalt in der Hauptstadt erwartet man u. A. die Anregung eines erneuten, energischeren diplomatischen Schrittes der europäischen Mächte gegen die grausame Kriegführung der Türken. Außer den Sorgen der großen Politik werden auch die neuestens von der andern Seite des atlantischen Oceans eingelaufenen Berichte über einen Anfall, den die Bevölkerung der Hafenstadt Santos in Brasilien auf Officiere und Matrosen der Vineta gemacht hat, Anlaß zu neuer Arbeit geben. Aus dem Gebiete der inneren Politik ist, da auf demselben gegenwärtig in ganz Deutschland, abgesehen vom Culturkampf, eine fast absolute Stille herrscht, nur wenig von Bedeutung zu melden. Die Commission zur Ausarbeitung eines neuen Civilgcsetzbuches ist unter dem Vorsitz des Präsidenten des Reichsoberhandelsgerichts, Dr. Pape, wieder zusammengetreten. Die in Stuttgart versammelt gewesenen Mitglieder des Vereins deutscher Strafanstaltsbeaniten haben sich fast einstimmig für die Einführung der Einzelhaft und in ihrer Mehrheit für Abschaffung der Prügelstrafe bei Erwachsenen, dagegen für Einführung derselben bei jugendlichen Sträflingen ausgesprochen. Der mit den Muttergottes-Erscheinung en getriebene Schwindel hat in neuester Zeit so stark zugenommen, daß die katholischen Geistlichen bereits anfangen, selbst bei den staatlichen Organen Abhülfe dagegen zu suchen. So hat der Pastor von Marpingen die 14 Kinder, welche dort außer den drei ursprünglichen Marienkiudern mit Erscheinungen begnadigt zu sein vorgeben, in einer öffentlichen Erklärung förmlich der weltlichen Behörde denuncirt und der Bischof von Ermeland sogar einen protestantischen Sanitätsrath nach Dietrichswalde entsandt, um die dortigen Visionäre ärztlich zu untersuchen.. Gleichzeitig treten indeß die politischen Tendenzen des ganzen Schwindels je länger je deutlicher hervor. Die ultramontanen polnischen Blätter erklären es rückhaltlos, daß die Muttergottes von Dietrichswalde, welche bekanntlich nur polnisch spricht, ebenso zur Wiederherstellung des unglücklichen Polen erschienen sei, wie die von Marpingen zum Schutze des katholischen Deutschland und die von Lourdes zur Deutschland. Münster, 20. September. Bei der heute vor dem Appellations- Gericht gefühlten Verhandlung in der Anklagesache des früheren Bischofs Brinkmann, welcher der Unterschlagung, und des früheren General-Vicars Giese, welcher der Theilnahme daran, sowie der Beiseiteschaffung von Urkunden beschuldigt ist, wurde behufs Vernehmung weiterer Zeugen die Fortsetzung des Rettung Frankreichs. In Dresden ist die verwittwete Königin Maria, 72 Jahre alt, gestorben. Dagegen befindet sich der Erzbischof von München, dessen Tod in naher Aussicht schien, neuerdings in fortschreitender Besserung. , Auch außerhalb Deutschlands bat der September-Monat, wie gewöhnlich, bedeutsame Versammlungen veranlaßt. So war das „Völkerrechtliche Institut" unter dem Vorsitz des Profeffors Bluntschli von Heidelberg in Zürich versammelt; daffelbe faßte u. A. eine Reihe von Resolutionen über die Giundsätze des Seerechts in Kriegszeiten, zu deren Durchführung es einen internationalen Gerichtshof für wünschenswerth erklärte, beschäftige sich auch in geheimer Sitzung mit den gegenwärtigen Kriegsverhältniffen. Eine Versammlung ganz entgegengesetzter Art tagte gleichzeitig in ® e n t; crr; ?rtcil!'anV mengktretene „socialistische Weltkongreß", auf dem Deuschland durch Liebknecht vertreten war, erklärte u. A., daß dem Elend des Volkes nicht anders abgeholfen werden könne, als dadurch, daß der Staat Eigenthumer alles Grund und Bodens und der übrigen Arbeits-Instrumente würde! Uebrigens hat die belg'scke Regierung, wahrscheinlich auf Reclamation Frankreichs, den ersten Vo»si^erden des Congreffes, Leo Frankel, wegen seiner Betheiligung an dem Pariser Commune-Aufstande außer Landes verwiesen. In Oesterreich-Ungarn war der Kaiser-Toast von Kaschau das Er- Zug von 6000 Lampionsträgern, an dessen Spitze sich der Magistrat befand, mit mehreren Musikcorps nach dem Schlöffe. Der Kaiser empfing hierauf die drei Bürgermeister von Karlsruhe und die Vorstände der verschiedenen Vereine und sagte ihnen für die erwiesene Aufmerksamkeit seinen innigsten Dank. Später erschien der Kaiser mit seiner Umgebung auf dem Balcon des Schlosses und wurde von der auf dem Platze versammelten großen Zuschauermeuge mit enthusiastischen Hochrufen begrüßt. Hesterreich. Wien, 20. September. Außer der Orient-Frage beriethen Bismarck und Andrassy in Salzburg die westlichen Angelegenheiten, sowie die Eventualität eines Papst-Wechsels. — Die Blätter constatiren zufolge Salzburger Nachrichten die Fortdauer der bisherigen Orient-Politik und eine Rußland wohlwollende Neutralität. Eine baldige Mediation wird allseitig bezweifelt. — Bei der gestrigen Illumination in Kaschau hat der Pöbel den Generalen und Officieren die Fenster eingeworfen; Militär schritt ein und stellte die Ordnung wieder her. — Aus Preußen kommende Pontons-Transporte nach Rumänien passirten Krakau. Salzburg, 20. September. Graf Andraffy, von dem Fürsten Bismarck und seinen Söhnen an den Bahnhof geleitet, ist um 2 Uhr nach Wien abgereist. Der Abschied war ungemein herzlich. Fürst Bismarck reist vermuth- lich morgen ab, während dessen Familie noch einige Tage hier verbleibt. Frankreich. Paris, 19. September. Heute fand die feierliche Eröffnung der Avenue de l'Opera Seitens des Marschalls Mac Mahon statt. Letzterer erschien in einem offenen Wagen. Es war ein überaus zahlreiches Publikum versammelt. Paris, 20. September. Leverrier, der Director des hiesigen Observatoriums liegt schwer krank darnieder. Paris, 21. September. Die „Röpublique fran^aise" veröffentlicht eine schiedet- mit den Worten: „Betet viel!" Seit dem 2. Juli b. I. behaupten aber 14 andere Kinder aus Marpingen, ebenfalls übernatürliche Erscheinungen gesehen zu haben, uns zwar sehr läufige. Dem guten Pastor wird da- zu viel. Er hegt .nur Mißtrauen*, wie er schreibt, und wundert sich, daß die Behörden nicht einschreiten, und die 14 Kinder unbehelligt lassen. — Die chemische Untersuchung der vom berliner Polizei-Präsidium in verschiedenen Geschäften entnommenen Proben von gemahlenem Zimmt und Pfeffer bat ganz eigenthümltche Ergebnisse geliefert. Beim Zimmt hat sich näm'ich herauSgestellt, daß demselben im Durchschnitt etwa sechszehn Procent mineralische Stoffe vornehmlich Eisenocler, und nebenbei auch Ma smehl beigemischt und außerdem die schlechteste, vielleicht schon zur Gewinnung des KafsiaölS verwendete Rinde, wenn nicht ganz, so doch zum großen Thetl oerwerthet worden ist. Bei der Untersuchung des Pfeffers hat sich ergeben, daß etwa zwanzig Procent desselben nicht wtrkitLe Bestandtheile von Pfeffer waren, sondern Sand, Thon, Knochenmehl und theilweise sogar Holz. Dem Gernchmea nach sind die bezüglichen Fälle der Staatsanwaltschaft zur weiteren Verfolgung übergeben worden. — Was soll aus der Welt werden, wenn, wie in London, die Polizei selber unter die Schwindler und Spitzbuben geht? Da sind drei Häupter der sonst so gerühmten geheimen Polizei wegen vielerlei Betrügereien und Durchstechereien in Untersuchung genommen worden, was großes Aufsehen macht. Die drei Geheimen hatten u. a. eine Tänzerin um 10,000 Pfd. St. beschwindelt. — Die Leipziger Polizei erlsiß letzte Tage folgende Verordnung: $ 1 Allen Personen, welche schlcppende oder den Boden streifende Kleidungsstücke tragen, ist das Betreten des Trottoirs, der Spazier- und Fußwege im Bezirk der Stadt Leipzig bet einer Strafe von 5—50 jl verboten. $ 2. Die Schutzleute haben Zuwiderhandelnde zur Feststellung des Thatbestandes sofort auf die Polizeiwache abzuführen. Die Namen der Bestraften werden am Ende jeder Woche durch das »Leipz Tagebl.* veröffentlicht. Möchte diese, den Zorn der „Moocdämchen*, aber nicht den einer vernünftigen deutschen Frau, herausfordernde Maßregel nicht vereinzelt bleiben. — In der vielen Touristen bekannte» Diensthütte auf dem 3500 Fuß hohen Hohenbogen im bayrischen Walde wurde am 11. ds die 22jährige Wirthin Meidtnger ermordet aufgefunden. Wie aus Fürth unter dem 15. dS. berichtet wird, wurden die beiden jungen Männer, welche diesen Mord verübt haben sollen, irr Cham verhaftet. Es seien Realschüler (!) aus Dresden, wovon der eine 17, der andere IS Jahre alt sei. Sie hätten die That bereits eingestanden. — In Bremen ist seit dem 1. September bei Geldstrafe bis zu 150 jl verboten, Kinder in Kinderwagen unterzubringen, deren Verdeck-Anstrich mehr als zwei Procent Blei enthält. Der orientalische Krieg Vermischtes. Richard Pröschold, Schlossernreister dahier, ein Wittwer; und Art Manifest, welches von einer Anzahl ehemaliger republikanischer Deputirter aus Paris und den Departements an die Franzosen gerichtet ist. Dasselbe stellt sich als eine gründliche Widerlegung des Manifestes des Marschall-Prä- Identen dar, welches Punkt für Punkt kritisch beleuchtet wird. mittel von Marienschlcß zur chem. Untersuchuna nach Gießen mitaenommen haben, weil man vermuthet, daß dadurch die plötzliche Erkrankung herbeigeführt worden sei. Köln, 17. Sept. Gestern Abend bald nach 7 Uhr überzog sich plötzlich der Himmel weithin mit rother Gluth, welche auf der anderen Nheinseite gleich unterhalb Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen Evangelische Gemeinde. (Getraute. Beerdigte. Den 15. Sept. Johann Georg Reißenweber, Gefreiter im 2. Hessischen Husarenregiment Nr. 14, aus Siöppbach, Herzogthum Coburg-Gotha, alt 25 I. 3 M- 21 T-, Da bi',«, -ä,™’Tc’if" " SH), Den 19. Sept. Anton B-erau, Glaser, des verstorbenen Bürgers u Schreiners, °n ? 7V « a^bÄ^ta^Äsub7a'^k«u,'°nbS mint 2ahann.s Gan,, eine Tochter. Emma Wilh-l- ÄS L “nb Mbaml' "" S°*"' Uhr brannten nur noch bfe Trümmer hell auf. Sa weit wir gestern Sttknb erfahren 6 ' 9 8' ~ - - . konnten, haben keine Personen bei dem Brande Schaden genommen; über die Ent- siehung wußte Niemand Näheres anzugeben SWrt ? fl r m (1 a b t, 18. Sept. Heute kam bet der hiesigen Post ein in St. Tizier (Haute- ^ft-Tn 13* Sev° Marne) aufgegebener Brief an, welcher die Aufschrift „Messieurs Eisen, Stahl & Metalle- 01 Den 19 SL Darmstadt (Allemagne)“ trilfl. Da Mrf* nm»« ««k ... ~ ~ 1 ermitteln sind, äeSa^^für die Den 21^ Sept. Johann WilhUm Karl Schmoll,' Kaufmann, des Bürgers, Kauf- drei Kinder, welche vor 14 Monaten die Mutter Gottes zuerst saben, die Erscheinungen ^st""den""19 ^^oeroröneten, Wilhelm schmoll, ehel. Sohn, alt 24 I. 6 M. 28 D, am 3. September aufgehörl haben. Die Mutter Gottes habe sich von ihnen .oerab- ---- ___ — Konstantinopel, 20 September. Heutigen wird 3 ^0^ v^u^(ioo <ßnife fteQtcn Weizen (160 flemelvet: Die Armee Mehemed Alt Paschas ruckt langsam auf dem rechten $fb) 20.24. Korn (150 Pfd.) jt 13 5. Gerste (130 Pfd.) JL 10.84. Hafer (100 Ufer des Banika-Lom gegen Kopriwa vor. Das zwölfte russische Corps hat Pfh.) je 7.7. Kartoffeln per Ctr. JL. 2.80. das Gebiet von Domaaile Bedima bis Monaftir besetzt. Eine Division vom Limburg, 19. Sept. (Fruchtmarkt.) Durchschnittspreise: Rother Weiz.n, alter, 13. Corps steht bei Balanbanlar, die übrigen Divisionen dieses Corps westlich W') 2030. Korn (150 Pfd.) JL 13.40, Gerste (130 Pfd.) 11.25 Hafer Don Kopriwa und Cairköi, das 11. Corps bei Osman-Bazar. Außerdem Friedberg, 20. Sept. (Fruchtbericht) Im Getreide-Geschäft bat sich diese halten die Russen auch noch Bazotsa und Cervitza besetzt. Cerkowna soll tür- Woche keine bemerkenswerthe Veränderung gezeigt. Die verschiedenen Qualitäten in kischerselts vom Prinzen Hassan occupirt sein. Weizen machen es unmöglich, größere Quantums zur Verladung zu bringen. Roggen , dukar-ft 20 Sepirmbrr. Heute sind Grenadiere und Dragoner ^G-rf^würhesich G-fchäf, eniwirkeln. ■«« "... th-llw-if. der russischen Garde hier durchgezogen. In der Hauptklrche hat heute unter 15_18. Anwesenheit der Fürstin von Rumänien, des Fürsten Gortschakoff und anderer "" » b“ Au»,ug 6. 5tanbra«mt«rr6illm> d,° StandeMmt« »>*«. 3Vien, 20. September. Die „Pol. Corr." meldet aus Bukarest, Vom 15. bis 22. September 1877. 20. Sept.: Außer dem fortdauernden Bombardement der türkischen Positionen, 51 “ f Ö c & k... ..... nd in *h»n 15‘ Sept. Cigarrenarbeiter Heinrich Biauntng von Odenbausen mit Elisabeihe welches von den Türken nur schwach erwidert wird, ist es m den letzten Tagen 2B5Ife[ Don ^menrod. 17. Sept. Schreinermeister und Glaser Peter Ludwig Möller bet Plewna auch zu anderwettigen Actionen gekommen; fett dem 17. d. haben oon Ziegenhain mit Elisabeihe Hofmeyer von Lauterbach. 18. Sept. Schreiner Peter verschiedene Artillerie-Gefechte stattgefunden; ferner wurden in der Nacht vom Moritz Georg Martin Atzbach von Gießen mit Katharine Hillen von Schlitz. 21. Sept. 17. zum 18. d. von größeren türkischen Coloimen mehrere Ausfälle gegen die Metzger Ludwig Schneider von Londorf mit Christiane Katharine Bepler von Gießen. Grivica-Rrdouie gemacht, welche jedoch unter bedeutenden Verlusten der Türken Kaufmann AnbreaS Keller ^an Hachum mii Jahanna Vogel aan Gießen, zurückgeschlagen wurden. Dagegen ist der am 18., Nachmittags, von den 15. Sept. Schlosser Amandus Richard Pröschbold 'von Grießheim mit Marie Rumänen gemachte Versuch, die größte türkische Redoute vor Plewna zu über- Georgine Noll von Gießen. 19. Sept. Heizer Magnus Becker von Londorf mit Anna rumpeln, mißglückt, indem dieselben mit 300 Mann Verlust in die Grivica- Henriette Bauer von Gießen. Redout- zurückgeworf-u wurden - Dieselbe C°rresp»nden, meldet ans Cattara: 12 @ept. 6(rmann Friedrich, Sahn von Glaf.rmeisterJohannes Hirz^ 13 Sept. (Seit dem 18. d. M sind außer den bereits vorher genommenen noch mehrere Elise, ein in der Entbindungsanstalt geborene? außereheliches Kind von Auswärts, andere türkische Blockhäuser im und am Duga-Paß in die Hände der Mon- 17. Sept. Elise, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind oon tenegriner gefallen, nachdem den capitulirenden Besatzungen freier Abzug nach Auswärts. 12. Sept. Ein Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Post- Stolaß bewilliat war Den türkiscken Familien von Rilek wurde dies aleickkalls f(fiaffncr Adam Wusenmüller. 19. Sept- Georg Otto, Sohn von Mustklehrer Martin ■ AJcn turttfchkn rzamtnen von LNwt wurce oteo gienysaus @t((ner. 20. Srpt. Mari-, Tochi-r oon llohnkutichrr Johannes Christ. gewahrt. Die Montenegriner gedenken nunmehr zunächst gegen Korjenw und ® e ft o r b e n e. Trepinje zu operiren. 13. Sept. Johann Georg Reißenweber, 25 Jahre 3 Monate 10 Tage alt, von ~...... । «.e Stöppbach, (im GarnisonSlazareth verstorben.) 16. Sept. Katharine Lotz, geb. Amend, Lokal-Noti Wittwe von Jost Lotz oon Climbach, 75 Jahre alt, (im akademischen Hospital ge- Gießen, 22. Sept. Mit Bezug auf untere Mittd-ilung in Nummer 219 b. Bl. [torb'"-> ,!7- S-Pd Ein in her Geburt oerftorbeneo fflnb mä°ntichen GeschieLts non unter Gi-b-n, 20. Sept, -rfehr-n wir weiter, baß auch eine große riniahl Sträflinge dem Großher,o°lichen Profrsfor vr. Hermann Seuff-rt^ - Anton Btera!m 18 Jahre beS Lanbeszuchihauses Marr-nfchloß ebenfalls plötzlich erkrankt barnieberliegen. Ueber bie « LIa0,e "Kcon ®l,6en- A~lu,ma"" Wilhelm Schmall IV., eigentliche Uriache bes plötzlichen Krankseins oerlauiei bis jetzt noch nichts Bestimmtes. " Jahre 6 Monate 27 ?age alt oon Gießen. 20. ©ept. Eifenbahnarbeiter Ehristian Zur ärztlichen Hülseleistung sind von Gießen einige Professoren und Aerzte eingetroffen. Handel und Verkehr. Gießen, 22. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. JL 1.10, Hühnereier, per Stück 6 Käse, per Stück 5—9 Käsematte, per St. 3 Erbsen, 1 Liter 18 Linsen, 1 Liter 24 H. Tauben, das Paar 50 H, Hühner, per Stück 75 Sy Hahnen per St. 80 Kartoffeln 100 Kilo 6 Jt Wiesbaden, 20. Sept. (Fruchtmarkt.) Weizen (100 Kilogr.) JL 23.75—24.38, Korn (100 Kilogr ) JL 16-16.50. Hafer (100 Kilogr ) JL 14-18. Stroh (luOKilo ) ?bit u Jtdt .nurtoben-un6 ttn’ ^bk'ihUfn‘- ,e uMti ÄS*« °'°n «itÄ1 * **. »i-u ”11 bei SÄ Jo bod) « 6o(|.Y'»fiffer ,et‘n8"f«l«uoTfc S^bÄ.fflkr Um fimib4 * * 7 *?'1’ b11 -S-CSg yw wirb, wMtndie ,°rQe”' in Eham oerbaftd. 1 an^ere 19 Jahre alt fei. iaÄ?" !^°erbolm, * mtijr alt Def ^rocent Astete: Putter, per $fb. 3~9 A. Käfematte, pe; i( das Paar 5ü 4 Hühner, 9 Kilogr.) Jl 23.75-2438, 14-18. Stroh fÜ«M stellten sich: Weiten (160 jb.) v44 10.84. Hafer (100 idfc: Roiher Weizen, alter, 130 Pfd.) JL 11.25. Hnftt eide-lSefchäft hat sich bitft »erfchfedenen Qualitäten In iduna zu bringen. RoM die ffiaart nicht theilwclfe 17.50, Gerste 18. mbteamto Lichen, n. CbtnbQufen mit Elifabch -loser Peter Ludwig Mölln 18. Sept- Schreiner Pein Zillm o-n Schlitz- 21. 6fPt. thaiinc Bepler von el von Gießen. von Grießheim mit Mack M von Londorf mit Anna Hannes Christ- 13,10 rflt6gr netfä Hospital ge- 1 @efd)U»t§ van SÄ*»«“ MtE nde. "d°. 1 u .kn. 01 Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 5266) Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der neue Stadtbauplan mit Ausnahme der den Hamm und die Schießgärten betreffenden Theile, von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigt worden ist. Gießen, am 18. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Bekanntmachung. 5273) Da das von der Stadt Gießen am 24. Februar 1876 beschlossene und von der Aufsichtsbehörde genehmigte Anlehen von 600,000 «A successive ausgenommen werden soll, so können weitere Einzahlungen auf dasselbe gegen Empfangnahme der Obligationen ä 100, 300 und 500 'lande des -alses, Kehlkopfes u. der Luitröhre werden sofort gelindert u. beseitigt durch den Gebrauch von C.F.Asch e's Bronchial Pa. stiIlen von C I. 'llfrije in Hamburg, von Aerzten angewandt und empfohlen. Jeder Schachtel ist ein Auszug von Gutachten über die vorzügliche Wirkung dieser Pastillen bergegügt, worunter die ersten Coryphäen der Welt vertreten sind. Preis ä Kästchen Mk. 1.—. Depots in den meisten Apotheken des In- und Auslandes. 5292) Wollene Umhänge Tücher, sowie Kopftücher für Damen, empfiehlt in großer Auswahl billigst __A. Fangmann Bekanntmachung. Die verfallenen Pfänder müssen bis zum 15. October ausgelöst oder prolongirt werden, andernfalls dieselben zur öffentlichen Versteigerung kommen. (5129 ________________K. Grünebaum. 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September, Abends 7/'2 Uhr, findet eine Tanz - Vnt erhaltung gxxxxxxxxxxxxix XXXXNXXXXXX | Tanz-Unterricht. | X Einem hochgeehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß $$ M ich, um mehrseitigem Wunsche entsprechen, Montag den M X 15. October einen $$ Hochachtungsvoll Carl I. (Neustadt D. 4Zi.) Einladung zum Abonnement auf den Darmstädter Täglichen Anzeiger. 16. Jahrgang. Der „Darmstädter Tägliche Anzeiger" erscheint an allen Wochentag- Abenden und kostet vierteljährlich durch die Post bezogen (einschließlich Bestellgeld) nur 1 Mark 35 Pfg., monatlich 45 Pfg. Den Inhalt bilden: Politische Rundschau, interessante Erzählungen und Novellen, kurze Berichte über die Verhandlungen der Landstände, ferner Hofnachrichten, Civil- und Militärdienst-Nachrichten, Berichte über die Verhandlungen des Schwurgerichts der Provinz Starkenburg, des Kreis- und Provin- zialausschuffes, der Sitzungen der Stadtverordneten - Versammlung und des Localgewerbvereins zu Darmstadt, ferner statistische Mittheilungen, standesamtliche Nachrichten, Regierungsblatt, insbesondere auch Lokal- und sonstige Mittheilungen, Frachtpreise, Räthsel, Theaterzettel, Verloosungen n. s. w. in reichhaltiger Abwechslung. Inserate (die vierspaltige Garmondzeile 10 finden in dem Blatte selbst, und da sie zugleich als Straßen - Anzeiger erscheinen, die erfolgreichste Verbreitung. Montag den 24. September, Abends 8 Uhr: Deffenttiche SchulMicher 1 im Saale der Deslauration Dr am m. Tagesordnung: Die Lage der Schuhmacher im Allgemeinen. Referent 5248) Herr Schnitzer. Alle. Schuhmacher, auch die Herren Meister, sind hierzu eingeladen. Vorläufige Anzeige. ZZ 5260) Einem hochverehrten Publikum von Gießen und Umgebung I die ergebene Anzeige, daß in einigen Tagen die | Kunstreiter-Gesellschaft 1 unter Direction 8. Blumenfeld junior । znm ersten Vtake hier eintristt und Vorstellungen in der höheren Reitkunst, Pfcrde-Dreffnr, Manöver», Auas I drillen und großen Pantomimen zu geben die Ehre haben wird. | Der CircuS wird auf dem Brand erbaut, Zweck entsprechend | eingerichtet und mit brillanter Gaseinrichtung versehen. (Eigene M u s i k« C a p e l l e.) Die Gesellschaft besteht aus 40 Personen (Künstlern u. Künstlerinnen), sowie 16 Pferden edler Race. I Alles Nähere durch spätere Anzeigen. । Hochachtungsvoll । Oscar Eögge, Geschäftsführer. 1 Ö0000ö000000j0:3000000000Ql ZVefiphälifcher .Hof 5290) Sonntag don 23. September: (er wir hiermit unsern aufrichtigsten Dank. (5288 Die tirfbetrübtr Familie. | Danbsagnng. B Allen Denjenigen, welche uns bei dem so schweren ® Verluste unseres unvergesslichen Sohnes, Bruders und M Schwagers | Wilhelm Schmält M eine so überaus grosse Theilnahme bewiesen haben, sagen 5127) Zu October finden zwei Pensionäre Aufnahme bei _________Frau Pfarrer Land mann. 4587) Für ein hiesiges Fabrikgeschäft wird per sofort ein mit guten Schulkcnnt- nissen versehener junger Mann i« die Lehre gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts 5211) Eine Magdeburger Schneiderin, welche 10 Jahre selbstständig arbeitet, em- fiehtt sich den geehrten Herrschaften. Auch können junge Damen die Schneiderei und Zuschneiden gründlich erlerne.n Gießen, Wilhelmsstraße 18 1 Treppe. 5231) B 32 Markt wird ein Schüler, welcher die hiesigen Lehranstalten besuchen will, in Pension gewünscht.________________ 5238) Gesucht zum sofortigen Eintritt ein Kindermädchen von Frau A- M ar cus. Das Cinflechten imb Repariren von Sitzen au Nohrstühlen, sowie alle in der Horbmacherei vorkommenden Arbeiten, werden prompt und billigst ausgeführt. (5187 J. Schwarzmeier, stlühlgasse D. 81. 5224) Zum Berkaus von Mühlenfa- brikaten, Sämereien und Hülsenfrüchten, suchen wir für Gießen und Umgegend einen thättgen Vertreter und erbitten gefl. Offerten unter gleichzeitiger Aufgabe von Referenzen. Gebrüder Hofmann, [H 5647.] Erfurt. Bettfedern ß werden zu sehr billigen Preisen gereinigt von Frau Ernst Fr an-, Sandgasse. Hierzu eine Neiluze.