1S37. Freitag, den 23. Marz M® GÄ SUhr Meter Bekanntmachung, x naun« ; Deutschland. MM fachen des neuerlichen Ausbruches der Rinderpest beabsichtigt, um künftig bessere zur Wiederherstellung seiner Gesundheit erbeten und solchen erhalten. Würzburg, 20. «LS'S WW -«urchOtt- dm Mtag Um». Abg. Ritter wegen Beleidigung des Gesammt-Ministeriums zu einer einmonatlichen Gefängnißstrafe. Dr. Braden, Regierungsrath. London, 20. März. Die „Morning Post" spricht die Ansicht aus, Rußland werde die Demobilisirung eintreten lassen, nachdem das Protokoll un- Es wird in diesem Jahre wieder einEnrsus zur Ausbildung von Wiesenbaugehülfen unter Leitung des Vereinsculturtechnikers Wiese bäum cift er Greb an hiesiger Ackerbauschule stattfinden, und soll derselbe während zwei Monaten — beginnend Montag 9. April — abgehalten werden. Der Unterricht umfaßt: Fortbildung in den Elementarfachern, Agrtkultur- chemie, Botanik, Feldmefsen, Nivelliren, Planzeichnen, Aufstellung von Kultur- pläncn und Kostenüberschlägen, Theorie des Wiesenbaues der Drainage 2C., verbunden mit Demonstrationen und praktischen Uebungen bei den zahlreichen in Aussühruno begriffenen Meliorationsanlagen. Der Unterricht ist unentgeltlich. Aufnahmefähig sind junge Leute, welche bereits eine Ackerbauschule besucht, angehende Geometer, oder solche, welche im Wiesenbau praktisch geübt sind und die erforderlichen Vorkenntniffe nachweisen können. Erne entsprechende Anzahl der Theilnehmer wird zweifellos alsbald ihm seitens Der eioe gewiomer s d ^rlanbung des Auf eine Anfrage Elliot's bezüglich der Rinderpest erwiderte der Vertreter der Sir-W«. W 1 Ü i “ ® »Ä”“« b.«,88.C »im«: »<< W M *, «.«• «»*> folgen. Friedberg, den 14. März 1877. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. aufa in 6on R°-g-»« 9—i| , nbcrule Berein ner Gießens zu Abends London, 19. März. Im Fortgänge der Sitzung des Oberhauses wurde eine Anfrage Lord Stratbeden's von Lord Derby dahin beantwortet. Elliot habe sofort nach Konstantinopel zurückkehren sollen und sei auch dazu bereit gewesen; doch habe er geltend gemacht, daß er vorerst noch Ruhe wünsche, und werde daher erst nach Konstantinopel aufbrechen, wenn sein Befinden sich gebesiert babe. Von der Regierung seien bereits für die Zwischenzeit die erforderlichen Vorkehrungen getroffen worden. — Im Unterhaus- erklärte der Unter- Staatssecretär Bourke auf eine Anfrage Simon's, daß die Regierung bei der rumänischen Regierung wegen der daselbst stattgehabten Judenverfolgung vorstellig geworden sei, um ähnlichen Vorkommnissen für die Folge vorzubeugen. Arankreich. Pari», 20. März. Finanz-Minister Say widerstrebt der Renten-Lon- version und den Finanz-Zöllen hauptsächlich aus politischen Gründen. Kngland Karlsruhe, 20. März. Der ehemalige langjährige Präsident der badischen zweiten Kammer, Gerichts-Präsident Hildebrandt, ist gestern gestorben. Hcsterreich. Wien, 20. März. Aus Anlaß des Geburts-Festes des Deutschen Kaisers wird am Donnerstag bei den kaiserlichen Majestäten großes Diner stettfindkn. Wien, 20. März. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad vom 20. März: Pertew Effendi ist heute mit dem für den Empfang von Vertretern auswärtiger Staaten bestimmten Ceremoniell vom Fürsten zum Zwecke der Uebergabe des kaiserlichen Fermans empfangen worden. Mit diesem Acte ist der Friede zwischen der Türkei und Serbien endgültig besiegelt. Nagusa, 20. März. Es bestätigt sich, daß der Fürst von Montenegro seine Bevollmächtigten in Konstantinopel ermächtigt hat, auf die Abtretung des Hafens von Spizza zu verzichten; dieselben sollen nur an der Forderung des Rechts der freien Schifffahrt auf dem Bojanafluß sesthalten. Dänemark. Kopenhagen, 20. März. Der heute von beiden Kammern gewählte Budget-Ausschuß zählt 16 der Rechten und 14 der Linken angehörende Mitglieder; zum Berichterstatter ist der ehemalige Minister Gras Frijs-Frijsen- borg ernannt. M-fir ei.u6, Men Bl-tt ter fit. angerergt/ Gießen, am 20. März 1877. Betreffend: Den Zustand der Fortbildungsschulen. ~ Die Grvßhcrzogliche Kms-Schnl-Comlmffion (Siegen an die Schulvorstände deS Kreises. IE „ Unter Verweisung auf unser Amtsblatt vom 4. April 1876 sehen wir bet Einsendung der betreffenden Berichte bis spätestens 15. April entgegen. • v. Röder. M^orBeitet . .iäb,m8i«*i Erscheint täglich mit Ausnahme des (Spedition: Schulstrahe, Lit. B. )'r. 18. Klietsch, Schmidt, Kreis-Assessor. Kreis-Schnlinfpector. Berlin, 20. März. Der Reichstag trat heute in die zweite Lesung des GefktzvEntwurss, bett, die Landes-Gesetzgebung in Elsaß Lothringen, ein. Gegen denselben ergriff v. Schorlemer-Alst das Wort, weil dem Landes-Autz- fchuffe das Mandat Seitens der Bevölkerung und die verfaffungsmäßige Grundlage fehle; Redner forderte die Vorlegung eines Gesetzes über die Landes- Verfaffnng, wendete sich gegen die Dpportunitäts-Politik der Autonomisten und unterzog eie Verwaltung der Reichslande einer scharfen Kritik. Hänel wider legte die Ausführungen des Vorredners, befürwortete einen langsamen, aber stltignr Fortschritt und begründete den von ihm gestellten Antrag, wonach die für das Reichsland auf dem Wege der Reichs-Gesetzgebung erlassenen Gesetze nur ans dem nämlichen Wege wieder aufgehoben und abgeändert werden dürften und die Rechnungen Über den Landes-Haushalt dem Landes-Ausschusse zur Entlastung vorzulegen seien, v. Stauffenberg unterstützte Hänel s Erörterungen, intem n die Gründe zu Gunsten des von ihm unterzeichneten Hänel'schen Antrages eingehend darlegte, bekämpfte dagegen den Antrag Germain's, wonach die Landes-Gesetze für das Reichsland der Genehmigung einer ans directen Wahlen hervorgehenden Landes Vertretung bedürfen sollen. Für letzteren Antrag treten Neffe! und Guerber ein. Duncker empfahl dem Hause die zum hänel'schen Anträge gestellten Zusatz-Anträge der Fortschritts-Partei zur An- nubme, welche wiederum Seitens d.s Abg. v. Stauffenberg angegriffen wurden. Nachdem hierauf Seitens des Bevollmächtigten zum Bundesrathe Herzog sämmt- lichc Anträge mit Ausnahme des Hänel'schen für unannehmbar erklärt worden waren und v. Schorlemer-Alst nochmals gegen die Auslaffmigen Hänel's und Duncker's aufgetreten war, wurde der Hänel'sche Antrag vom Hause angenom men und somit alle übrigen Anträge abgelehnt. Bei der sodann folgenden Fortsetzung der zweiten Lesung des Budget-Entwurfes wurden die Etats des Reichskanzler-Amtes für Elsaß-Lothringen der Zölle und Verbrauchs-Steuern, sowie der als Ersatz für letztere erhobenen Aversional-Betträge genehmigt. Der Abg. Sombart brachte hierbei die enorme Entwicklmig des Systems der Zucker- Expon Bonificationen zur Sprache. — Schließlich wurde vom Präsidenten mit getheilt, daß dem Hanse demnächst die erwartete Vorlage wegen Verlängerung biß laufenden Etats bis Ende April zugehen werde. Aus der Tagesordnung für morgen steht die zweite Vorlage, betr. den Sitz des Reichs-Gerichtes. — Dem „Reichs-Anz." zufolge wird der Kaiser am 22. d. Mts., Nachmittags 3i/2 Uhr, im Rittersaale des Schlaffes von den deutschen Fürsten ein ihm Seitens derselben gewidmetes Bild entgegennehmen. — Wie die „Nordd. sM O _ 10. April m s «I 8 50 4 ;ion l. issirer. I Ta JjrfJl’«“ w»*l**g? johrlich 2 Mark 20 Pf. mit Drnigrrlohn. :)jt bezogen uierti H •ibrüd) 2 Mark 50 Pf. den Unterrichtscurius im Wiesenbau an der Ackerbanschuik Friedberg betreffend. nach Absolvirung des Unterrichts-Cursns als Gehülfen des Wiesenbaumeisters beziehungsweise als Wiesenbauaufseher, je nach Befähigung gegen entsprechende Vergütung bei den in Ausführung begriffenen Melioratwns- Unternehmungen Verwendung finden und ist denselben hierbei volle Gelegenheit zu ihrer Ausbildung als selbstständige Techniker gegeben. Anmeldungen haben spätestens bis zum 5. April laufenden Jahres unter Vorlage eines Zeugnisses über gute Aufführung, etwaige Zeng- niffe über Vorbildung rc. bei dem unterzeichneten Curatorium oder bei dem Vorstand des Wiesenwärter-Cursus Wiesenbaumeister Greb dahier zu er- Greins. txxxxm terzeichnet, der Friede zwischen der Türkei und Montenegro abgeschloffen und Seitens der Pforte ebenfalls die Demobilisirungs-Ordre ergangen sein würde. — Die „Times" gibt der englischen Regierung im Allgemeinen den Rath. Rußland betreffs der Redaction des Protokolls entgegenzukommen. London, 20. März. Nach einer Depesche des „Reuter'schen Bureaus" aus Havanuah wäre den deutschen Kaufleuten aus Cuba angezeigt worden, daß sie eine Eontribution von 30 pCt. zu zahlen hätten, widrigenfalls innerhalb drei Tagen aus ihr Vermögen Beschlag gelegt würde. Nachdem Seitens des Generals Jovellar geäußert war, daß diese Abgabe mit der früher aufgelegten Kriegssteuer nicht identisch sei, unterbreitete der deutsche Consul die Angelegenheit der Entscheidung seiner Regierung in Berlin. — Im Unterhause erklärte Courtney, Angesichts der Unterhandlungen, welche zum Zwecke einer neuen Feststellung der Haltung der Großmächte gegenüber der Türkei geführt «Arten, wolle er seinen für den 23. März angekündigten Antrag nicht vorbringen, so lange die bestehende Ungewißheit über jene Unterhandlungen sortdauere. Auf eine Anfrage von Duff ertheilte der Unter» Staatssecretär für Indien Lord Hamilton die Auskunft, daß mit Afghanistan noch kein neues Abkommen getroffen sei. Ferner erklärte der Schatzkanzler Northcote auf eine Anfrage, er werde die nachträgliche Correspondenz bezüglich der orientalischen Frage in 14 Tagen vorlegen; die von Rußland vorgeschlagenen Abänderungen des Protokolls seien von der Regierung noch nicht geprüft worden. Auf Erkundigung von Seiten Simon's theilte Unter-Staakssecretär Bourke mit, daß die Regierung noch keine Ausschlüffe über die Ausweisung von Juden aus Serbien erhalten habe. Wegen der Juden - Ausweisung in Rumänien hätten England und Oesterreich der dortigen Regierung Vorstellungen gemacht. Italien Rom, 20. März. Der Papst hat in dem heute abgehaltenen Consi- storium die Ceremonie der Mund-Schließung und -Oeffnuug an den Cardinälen Apazzo. Howard, Canossa Serastni, Nina, Sbaretti und de Falloux vollzogen und denselben die Cardinals Insignien verliehen. In dem Consistorium ernannte der Papst auch mehrere italienische und nichtitalienische Geistliche zu Bischöfen. Rom, 20. März. Bei dem heutigen Consistorium hielt der Papst fer- uer eine Allocution, worin er das in dem Consistorium vom 12. d. Mts. von ihm Gesagte bekräftigte, mit dem Hinzufügen, er werde vor der ganzen Welt Protest dagegen einlegen, daß man ihm die Redefreiheit entziehen wolle. Der „Agencia Stefani" zufolge wäre der Papst von einem leichten Unwohlsein befallen. Rom, 21. März. Das Befinden des Papstes ist durchaus bedenklich, wenngleich dies verheimlicht wird. Türkei. Konstantirropel, 20. März. Die im Namen des Sultans bei der Eröffnung des Parlaments verlesene Thronrede hat im Wesentlichen folgenden Inhalt: Nach einem Rückblick auf die frühere Größe und spätere Schwächung der Türkei, als deren Ursache das Vergessen und Aufgeben der guten und zugleich gerechten Verwaltung bezeichnet wird, folgt eine Darlegung der geschichtlichen Hanptmomente der neueren Zeit: dec Reformen des Sultans Mahmud II., des von Abdul Medschid erlassenen Tansimats, des Krim-Kriegs, der Stellung der Integrität der Türkei unter die Garantie der Großmächte. Das Land würde in eine neue Aera des Fortschrittes und des Wohlstandes eingetreten sein, wenn nicht die Bchnühungen dec Regierung durch Jntriguen und Aufreizungen paralysirt wären. „Dieselbe mußte starke Armeen unterhalten und zur Beschaffung des nothwendigen Kriegs-Materials den Staatsschatz erschöpfen. Dazu kam die schlechte Finanz-Verwaltung, die bei Ausbruch des Aufstandes in der Herzegowina zu Ausnahme-Maßregeln, namentlich zur Reduction der Zinsen der Staatsschuld nöthigte, wodurch der Staatscredit schwer erschüttert wurde. Der jetzige Sultan, unter den schwierigsten Verhältniffen zur Thronfolge berufen , stellte zunächst die Armee wieder her zur Wahrung der Sicherheit und Unabhängigkeit des Landes, nahm sodann die inneren Reformen in Angriff und erließ die Verfassung, durch welche allen Unterthanen Freiheit und Gleichheit gesichert wird. Hiernach zählt die Thronrede die Berathungs-Gegenstände für das Parlament auf, und zwar: das Wahl-Gesetz, das Provinzial- und Com- munal-Gesetz, die Civilproceß - Ordnung, die Vorlagen wegen Reorganisation der Gerichte und der Beförderung der Beamten, das Pensions-Gesetz, das Preß-Gesetz, die Organisation der Rechnungs-Höfe und endlich das Budget. Im Weiteren wird die Prüfung und Annahme der Finanz-Gesetze empfohlen und der Maßregeln Erwähnung gethan, um den Staats-Gläubigern, unter Zuziehung und Zustimmung von Vertretern derselben, Garantien für die Erfüllung der ihnen gebührenden Verbindlichkeiten zu bieten. Ferner werden die Institutionen zur Hebung des öffentlichen Unterrichts aufgeführt, wie die Vergrößerung der bestehenden Cioil-Schule zur Heranbildung der öffentlichen Beamten. Zum Schluß wird der geschehenen Pacification des Landes und des Friedens mit Serbien gedacht. Der Sultan hofft auch auf einen günstigen Ausgang der Verhandlungen mit Montenegro, wodurch es dann endlich auch ermöglicht werden würde, die Soldaten zum Vortheile des Landbaues nach Hause zu entlasten. „Wenn die Conferenz zu keinem definitiven Einvernehmen führte, so erwies dieselbe nichts desto weniger, daß die Regierung von vornherein die Wünsche der Mächte zur Ausführung bringt, insoweit solche mit den Verträgen und den Regeln des internationalen Rechts und den nothwendigen Bedingungen der Lage sich vereinigen lasten." Die Schlußworte der Thronrede lauteten folgendermaßen: „Meine Regierung hat beständig Beweise der Aufrichtigkeit und Mäßigung gegeben, was dazu beitragen wird, die Bande der Freundschaft und Sympathie, die uns mit der großen europäischen Familie verbinden, enger zu knüpfen." Konstantinopel, 20. März. Nach Verlesung der Thronrede Bei Eröffnung des Parlaments begründete Savfet Pascha im Namen und Auftrag des Sultans die anwesenden Mitglieder des diplomatischen Corps, um für deren Erscheinen zu danken, mit dem Hinzufügen, sie hätten soeben von den Absichten Sr. Majei.ät Kunde erhalten, welcher keine bestimmteren Versicherungen über seine aufrichtigen Intentionen, das Loos der Bevölkerung zu verbestern, aussprechen könne. Konstantinopel, 21. März. Die Pforte, genau den Standpunkt der Conferenz einnehmend, wird unter Hinweisung auf die Constitution und daS Parlament das Protokoll ablehnen. Amerika. Washington, 20. März. Präsident Hayes hat gestern gegenüber von ihm empfangenen repulikanischen und demokratischen Deputationen ans dem Süden erklärt, daß das Cabir.et sofort die Lage in Süd-Carolina und Louisiana prüfen werde; einstweilen sei die Aufrechterhaltung des Status quo nothwendig. — Der von demokratischer Seite unterstützte Gouverneur von Louisiana Nichollo hat an den Staats-Gerichtshof die Anfrage gerichtet, ob Letzterer beauftragt sei, den republikanischen Gouverneur Packard und desten Anhang aus der Legislatur zu entfernen. Landwirt bschaftlich es. praktische Winke für die rationelle Behandlung und Anwendung der wichtigeren concentrirten Düngemittel. Von Dr. E. Wolff Die Zetten sind vorüber, wo man befürchtete, daß bet Anwendung von leichtlöslichen Dungstoffrn wesentliche Verluste dcrselben, iu Folge von Auswaschen ober Verflüchtigung, nicht zu vermeiden wären und man meinte, die Trockenlegung, die söge- nannte Drainirung des Bodens müßte ein Auslaugen des letzteren, zum Nachtbe'l des Gedeihens der Kulturpflanzen bedingen. Wir wissen jetzt, daß jeder pflanzentragende Boden tm hohen Grave die Eigenschaft besitzt, die Nährstoffe, welche den Wurzeln der Pflanzen zur Aufnahme dargeboten werden müssen, ,u abiorbiren, dieselben auch den vecdünnlesten wässerigen Lösungen zu entziehen und sie in einen Zustand überzufahren, in welchem diese Stoffe zwar vor dem AuSlaugen aus dem Boden und dem raichen Versinken in den Untergrund geschützt sind, dennoch aber in die Wurzeln der ledens- ihätlgen Pflanzen langsam und entsprechend den Anforderungen der Vegetation eintreten können. Das Bestreben des rationellen Landwirthes ist überall bar auf gerichtet, einerseits den großen Vorrath an Pflanzennahrung im Boden besser au^zunutzen, die natürliche Fruchtbarkeit des Badens zu einer größeren Thätigkeit zu bestimmen, andererseits aber die im Dünger dem Bsven zugesührte Pflanzennahrun, in einen raschen Umlauf zu setzen. Das Letztere kann nur tyrnn erreicht werden, wenn der betreffende Dünger aus das Innigste und Gleichförmigste den obersten Schichten des Bodens beigemischt wird und darin nach allen Richtungen hin sich vertheilt; nur in diesem Falle ist eine rasche und vollkommene Ausnutzung des Düngers gesichert und dies ist auch der Hauptge- sichlSpunkt, den man namentlich bei der Anwenduna der concentrirten Düngemittel stets festzuhalten hat Diese Hauptregel wird in der Praxis »ar bäuftg virnachlässt;t und nicht selten hat man der Nichtbeachtung derselben es hauptsächllch zuzuschreiben, wenn die Wirkung der concentrirten Düngemittel eine wenig lohnende ist ober ganz ausbleibt, ja sogar eine für die Gestaltung der Ermen nachtheilige sein kann. Eine rasche und gleichförmige Virthcilung aber des concentrirten Düngemittels wird wesentlich erleichtert durch folgende Eigenschaften oder BebandlunaSweife desselben: t) DaS Düngemittel muß ein möglichst feines und gleichförmiges Pulver bilden. Diese Anforderung hat in neuerer Zeit in der Praxis so allgemein sich geltend gemacht, daß die grobkörnigen und urobsplitterlgen Sorten , B von Knochenmehl, von Super» phoSphaten re. überall Srnigstens, wo eine großartige Verwendung dieser Stoffe in der Landwirthschaft stattsindet, wegen Mangel an Nachfrage fast vollständig auS de n Handel verschwunden sind. Mit Recht legt der Landwirth auf diesen seinpuloerigen Zustand das größte Gewicht und bezahlt bei gleichem procentischen Gehalt an Nährstoffen, das mehlartig feine Fabrikat bereitwillig -ft um daS Doppelte höher, als eine grobkörnige Masse. 2) Die Bertheilung des Düngemittels iin Boden und die dadurch wesentlich bedingte günstige Wirkung ist eine um so raschere und mehr gesicherte, wenn dasselbe ganz oder theilweise sofort in Waffer auflöölich ist. Auch in diesem Falle ist der fein« pulverige trockene Zu st and von größtem W rthe, und wenn das Düngemittel in Folge seiner etwaigen hygroskopischen Beschaffenheit feucht hh? klumpig geworden ist, so muß vor dem Autzstreuen auf das Sorgfältigste eine gleichförmige Zertheilung desselben vorgenommen werden Eine Auflösung oder ein Aufrühren in vielem Waffer kann die Wirkung eines solchen Düngemittels, namentlich bei dessen Anwendung auf Wiesen und zur Unterstützung des Wachsthums der Hackfrüchte erhöhen; jedoch ist eine der« artige flüssige Düngung nur selten tm Großen ausführbar. 3) Bei fast allen sehr concentrirten und rasch wirkenden Düngemitteln ist eS zu empfehlen und zum Zweck der gleichförmigen. Vertheilung über größere Flächen oft durchaus nothwendig, dieselben vor dem Autzstreuen mit guter, humoser und feinkörniger Erde zu mischen, mit größeren oder geringeren Mengen, je nachdem die Fläche, über welche man ein bestimmte? Quantum zu vertheilen hat, eine größere oder kleinere ist. Anstalt fccr Erde kann man auch mit gutem Erfolge hierzu Sagemehl verwenden, namentlich wenn das Düngemittel eine feuchte und hygroskopische und daher etwa« klumpige Beschaffenheit hat. Anderweitige Beimischungen, wie von Gyps, Asche u. dgl. sind in der Regel zu unterlassen. Um die Mistmng recht vollkommen hrrzustellen, ist es oft räth- lich, dieselbe durch passende Siebe duichzuschÜlteln oder zu werfen und hierbei für die «eitere Zertheilung aller etwa noch vorhandenen klumpten Massen Sorge zu tragen. 4) Nach dem Ausstreuen des Düngemittels über den Acker muß in der Regel noch auf mechanischem Wege, mittelst der Acker-Instrumente, eine möglichst vollkommene Mischung mit den Bestandtheilen des Bodens vorgenommen werden. Es ist hierbei zu beachten, daß häufig ein tieferes Einarbeiten mit einer kräftig wirkenden Egge einem bloß oberflächlichen Eineggen vorzuziehen ist; auch das Unterackern selbst der leichtlöslichen Düngstoffe, ist oft von sehr günstiger W rkung. Ueberhaupl hat man nach Möglichkeit dafür Sorge zu tragen, daß nicht ausschließlich die oberste dünne Schicht oer Ackerkrume mit der Pflanzennahrung versehen wird, daß also die letztere nicht gleichsam an der äußersten Oberfläche des Bodens haften bleibt. Hinsichtlich deS Feldes, welches man mit dem BeidÜnger behandeln will, ist zu bemerken: 1) Die concentrirten Düngemittel wirken im Allgemeinen am günstigsten und sichersten auf einem milden Lehmboden, der also weder zähtonig, noch auch sehr sandig und trocken ist. Jedoch ist das letztere Extrem einer lohnenden Wirkung weniger nach- thellig, alS daS erstere, im Fall klimatische Verhältnisse und Witterung keine zu große Trockenheit bedingen. Bel einer sehr ihonigen uodurchlassenden Beschaffenheit des Bodens hat man ganz besondere Sorgfalt zu verwenden auf die völlig gleichförmige Verthellung des Düngemittels und auf die gute Mischung desselben mit den Bestand« theilen der Ackerkrume. 2) Das betreffende Feld muß wo möglich in mittlerer Kraft sich befinden, weder frisch mit Stallmist gedüngt, noch durch vorausgegangene Ernten stark erschöpft fein. Ausgenommen ist jedoch die Kultur von Raps und überhaupt von allerlei Handelsgewächsen, welche sofort im ersten Jahre neben dem Stallmist eine reichliche Beioüngung vertrauen, wen« sie dem Lagern nicht auSgesetzt sind, dagegen aber hinreichend werthvolle Ernteprodukte liefern 3) Nur ausnahmsweise und alS Nothbehelf sind die concentrirten Düngemittel im Großen als ganze Düngung anznwenden. d. h. auf einem landwirthschaftlich erschöpften Felde in größeren Quantitäten auszustreuen in der Erwartung, daß sie mehrere Jahre hinter einander eine volle und durchaus befriedigende Wirkung äußern. Höchstens darf diese- abwechselnd mit einer vollen Stallmistdüngung geschehen und wenn der Boden eine milde, humose, überhaupt in physikalischer Hinsicht mittlere Beschaffenheit hat. 4) Der Boden darf vor allen Dingen nicht sauer fein, nicht an zu großer und stockender Nässe im Untergründe leiden. Wenn dieses der Fall ist, so muß man daS Feld zunächst auf passende Weise trocken legen, brainiren und dafür Sorge tragen, daß der saure Humus durch längere und vollkommene Berührung mit der Lust Der« ändert und zerstört wird. 5) Der Acker muß auch in jeder Hinsicht gut kultivirt und darf namentlich in keiner Weise verunkrautet sein. Ueberhaupt unterstützt und sichert eine sorgfältige mechanische Bestellung deS Feldes im hohen Grade die günstige Wirkung der cencen- trirten Düngemittel; nur der tüchtige und umsichtige Praktiker zieht aus deren Anwendung den giößten Vortheil Im Speciellen, bei der Anwendung der »ichtigeren concentrirten Düngemittel, hat man ferner Folgendes zu beachten. (Fortsetzung folgt.) Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Kartoffeln. Wicken. Linsen. Erbsen. Hafer. Spelz. Gerste Korn •ütSat itn. 8k Markt preis ärz. Fruchtmärkte mlsß. P. M P M M^P. M!P. MP. M^P. M P. M P. 15T M M. M. M. M- M- M. M- M. M. M. M. M. 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""Mitten Dünzemittel» bandlunqsweise beffelben: ^lorwiges Pulver bilden, nein sich geltend gemacht, Knochenmehl, von Super» düng dieser Stoffe in dn osWndig aus dem Han- disten scinpulverigen Zu- J m Gehalt anNLhrstoffen, te höher, all eine grob- )ie dadurch wesentlich be> gesicherte, wtnn daW itftm ijaQt ift der fem- ,S TMzemittel. in W ig geworden ist, Id mai ,e Zerthülung htfitlbm vielem Wüster lmdn Anwendung auf Wes» en; jedoch ist eine bep n Düngemitteln.ist ti y über größere fflächen ost hamoser unb ftinlorni^r )em die Fläche, über M -der kleinere ist. Anstsil ;( verwenden, namenW »her etwas klumpige Asche u. dgl. sind m bet »„stellen, ist es oft ra h- •rren und hierbei für ie LS« * irl ®b=n “SÄ'1’ |tt s-lB- ,L."S -»a'Ss iuH- ui»«»* w" i« > Staufenberg, den 20. März 1877. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Vogel 1531 AeUgebotenes. 1510) Gute Speisekartoffeln sind stets zu haben bei_______L- Mühlhausen. 1501) Ein braunes Pferd (Wallach) au 1- und 2spännigem Fahren geeignet, ist preiswürdig zu verkaufen bet Fruchthändler Köhler, Langsdorf. Monogramms («ä auf Briefbogen und Couverts, per 100 M 50 Schablonen stets vorräthig. Bestellungen Lindenplotz tm Blumengeschäft 1474) Täglich frisch abgekochten Schinken, sowie Cervelatwurst, Prima-Kualität, bei Karl Stock, Wallthor. 1502) Eine Partie Dickwurz verkaufl Conrad Atzbach, __________ neben der Actien - Brauerei- Verbesserte Oampfpuinpcn für Dampfkessel und Reservoir-Speisung 2c. von diesen 633 Stück in Betrieb, liefern für jede gewünschte Leistung ab Lager unter Garantie Wegelin & Hübner, Maschinerr-Fabrik und Eisengießerei in __________8. Halle a._______<348 1395) Moir6-, Lustre- u. Kattun-Schürzen billigst bei A. Fangmann, Dreschmaschinen Verkauf Durch den Tod meines Mannes Johann Georg Schmidt V. bin ich genöthtgt meine Dreschmaschine nebst 8pferdekräftiger mit neuer kupferner Feuerbüchse versehene i VocomobUe zu verkaufen; auch kann ein öierräbrtflcr Wassertransportwagen dazu gegeben werden. Kaufliebhaber ladet hierdurch ein Lich, den 13. März. 1877. (1413 _______Joh. Gg. Schmidt V. Wittwe. 1396) Ilegenscliirme für Damen, Herren und Kinder in großer Auswahl empfiehlt billigst A. Fangmann. "iääioÖG xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxwtxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx jeven .....» Aermiethuugcn. Gesucht »erb« =uf fofo^t a e^fnMcrgebüIfen ,el Ä'W«. bri r=L. ,,,, ^etrmenn, £1,6. fielm. »>*-• <>r>nimannr 1560) Schieferdeckermeister, Dillenburg. 1557) Trurf und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckeret (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Hochachtun'svol! Hugo Kurde Dersel EM Gießen Den im D. Onar Die Für ' selben könnet Dani Meßener An scnß nicht v 1516) Zwei tüchtige Arbeiter binnen 14 Tüflen gegen guten Lohn in eine Aitct f M VT) tsM 1559) Em junger Mann, welcher feine Lehrzeit in einer Cigarrenfabrik bestand n,? sucht Stelle auf dem Comptoir eine ähnlichen Geschäfts. Offerten aub E. 100 an d e Exped. d. Vltts. Die l»r Anzeige g Wwiesrnkn 5 T Theater. Freitag den 23. März 1877 Letzte Vorstellung vor Ostern: Mamsell Alijot, komische Oper in 3 Acten von Lecoa Danksagung. 1^54) Für die ehrenvolle Theilnahmc bei dem Beqräb- niß unseres Vaters, Schwieger- und Großvaters Ciihmig Jucoö 8chürz lagen wir hiermit, besonders auch dem Krieqervereine, unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Dar allergnädigf Am I in der Eige nasmms un zu Lauterbc Lehrer an ! an dem (Iy unter Äncrt als ProW versetzen. Derl >""r bischt ""en Äufruf R »ürdigen Hl ße, Pu-s ix., fl H^Henfe \ 7“ gebild S‘ 8'i«Ü. < i« ® Nt« bi, , litbt $erl le.run8 des |’Ä”i Jjta &nl s>«lbk Willis tvie pr, in f6' bin' L>> L'K ... o^k L, 1553) Eine frequente Bäckerei 'n bester Lage Franksurt«, ist preirwürd't auf eine Reihe von Jahren zu vormitrhru. Offerten aub Cb ffrc N. 3100 5e'ö'0r h e Annoncen - Expedition von Rudolf Mossr in Frankfurt a. M. (1553 /Job. Helm, Zieglermeifter, ___m^l-in-Rechtenbach bet Wetzlar. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. (Cnlfrlrr Pferde- & Rindoieh-Markt nut Vcrlootung, Priimiirung, lai.dwirthfchaftlicher etc. Ausstellung und Pferde-Kennen am 28., 29. und 30. Mai 1877. Zur Verloosung kommen : eine üferfpämlrne tfaumaae tm Wertbe von 10 000 w f - 8'"Ä «.*?"£«”' ““ •* SÄK'älSÄ LLÄM "*•* ’■ Das geschäftsführende Comite. Citlierchib. 1563/ Htnbernisse halber findet die nächste Unterhaltung am 25. Mär; nicbt statt. Das Nähere wird den Mitgliedern durch den Vereinsdiener mitgetheilt. Der Vorstand Rheinischer Kleider-ilazor Mäusburg, eröffnet wegen bevorstehender Keschnfts-Verlegung einen vollständigen (13 Grossen Ausverkauf. Vierde- und /otzleu -MorKl zu Dnrinslnilt s am 9. und 10. April 1877 auf dem städtischen KiehmarKtplatz nächst den Bahnhöfen. p,Q . 8U fcthl ®on Ministerium beä Innern genehmigten, an oben genannten Tage« stattfindenden Uchstlän Und Fohlenmarkt labet bas unter,ebnete Comitä bi- geehrten H>rrn Züchter, Verkäufer unb Käufer frennb- Kheinischef K!e4chbalteqc Verloosung ton Pferb.n unb Fohlen, Pferdegeschirren, Fahr- und Reite,qujsiten -c. im Gesammiwerthe von „ „ , 31,200 Mark. 3nt Ä bestimmt 24000 Loose b 2 M.„ bei deren vollständigem Absatz zur Verloosung gelangen 7?n dem MaH. 846) Junge Leute finden Pension in etaer anständigen Familie, Nachhülfe in den Schularbeiten, Musikunterricht gratis. Näheres b.i der Exped. d. Bltts. /J210J Für die Bewerbung um eine LebrlingSstelle auf einem hiesigen Comptoir nut welcher eine sofortige kleine Gehalts- ^blunfl verbunden ist. werden schriftliche Anmeldungen unter Nr. 1210 bet der Exp. d. Bl. entgegengenommen. — sSrmOrält Anjfiflcr. 1550) Gefunden ein brauner Stock mit weißem Griff: abzudolen bei _______S»ubm«cher Michel, Neuft^bt 1552) E'n gut empfohlener juna- Commis sucht unter bescheld-ncn -lr- sprüchen eine Stelle auf e'nem Comptoir Eintritt 1 Mai. Gcfl Offerten unter M. 11 befördert die Exped. b Bl. 1556) Eine Vertretung für Assekuranz- u. Maarcn-Lranche ioll in Gießen erricht^ werden. Reflectanten, die sich durch Fleiß, Umsicht uud Ausdauer eine dauernde Rentc ermc den wollen, belieben Offerten zu richten ntcr D «»«7 an H«tt*en* 15. Mai zu beziehen bei . _________________________Iutz i-