No. «ÄS. Samstag, den 22 December 1877. Amißk- und Amtsblitl fit ücn Kreis Eiche». Erscheint täglich mit Ausnahme des Dtonf«rgs-. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18 Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. M-lilisch Keutschland. v 1[J3e*lin' Y1- ?ecePlbcr- Die ftcster« hier staitgehabte Versammiun-, ^u"ch-r Brauer hat den Antraft mehrerer rheinischen Brauereien: „Ein kat- >°rl ches Reechsgesundheltsamt zu ersuchen, bet dem Reichskanzleramt dahin zu wirken, daß gesetzlich festgestellt werde, daß zur Bterbereitung nur Malz Hopsen, Hefe und Master verwendet werden dürfen und die Anwendung aller Surrogate und sonstiger Zusätze verboten sein solle", — abgelehnt. — Aus die Motivirung dieser Ablehnung sind wir recht begierig. Berlin, 19. December. Ein Artikel der „Prov.-Corresp." über die Lösung der Krisis in Frankreich schließt folgendermaßen: Für die auswärtigen Beziehungen Frankreichs ist der eingetretene Wechsel insofern von Bedeutung als durch die politische Richtung des neuen Ministeriums und durch die Stellung der maßgebenden Personen desielben die bisher gehegten Besorgnisse, baß ge- wisie bedenkliche Richtungen und Bestrebungen eine Stütze in der auswärtigen französischen Politik suchen und finden könnten, nunmehr als beseitigt gelten können. ö — Bezüglich der türkischen Mediations-Note äußert sich die „Prov.- Corresp." : Wenn sich die Türkei dabei wesentlich auf den ihrerseits vor dem Kriege eingenommenen Standpunkt gestellt habe, so scheine ihr die richtige Er- kenntniß ihrer Lage und der daraus solgenden Nothwendigkeiten noch nicht beizuwohnen. — Dem „Berl. Aktionär" zufolge wird die Regierung, nachdem sie die Ermächtigung des Abgeordnetenhauses zur Uebernahme des Betriebes der hin- terpommer'schen Bahnen erhalten, dem Landtage demnächst eine Vorlage wegen der Betriebs-Uebernahme der vorpommer'schen Bahnen machen. Bei dieser Gelegenheit soll auch der Betrieb der Zweigbahn-Strecke Pasewalk-Mecklenburgische Grenze unter Ertheilung der Zinsgarantie für das Anlage-Eapital übernommen werden. Die bezüglichen Abmachungen mit der Berlin-Stettiner Bahn sind darüber bereits getroffen. München, 19. December. Im wetteren Verlaufe der Sitzung der Abgeordueten-Kammer wurde der Gesetz-Entwurf, betr. die Erweiterung des Staatseisenbahn-Netzes durch die Herstellung einer Eisenbahn von Lohr nach Wertheim mit 121 gegen 31 Stimmen angenommen; die Minorität bestand aus Ultramontanen. Stuttgart, 19. November. Prinzessin Marie, Gemahlin des Thronfolgers Prinzen Wilhelm von Württemberg, Tochter des Fürsten von Waldeck, ist heute Nachmittag um 2 Uhr von einer Prinzessin glücklich entbunden worden. Hesterreich. Wien, 19. December. Das „Neue Tagebl." meldet aus Belgrad: Gerüchtweise verlautet, daß die serbische Avantgarde unter Horvatovic bet Bel- gradzyk ihre Vereinigung mit einer russischen Abthetlung vollzogen hat. Wien, 20. December. Die „Presse" enthält folgende Mittheilungen: Der Perwaltungsrath der ungarisch-galizischen Eisenbahn hat die Voll-Einlösung des Januar-Actten-Coupons befchloffeu. — Aus Bukarest, 19. Decbr.: Die Verwaltung der rumänischen Eisenbahn wurde verständigt, daß demnächst 24,000 Mann mit Pferden und Geschützen nach Bulgarien durchmarschtren würden. — Aus Sistowa: Bei der Insel Warden und bei Satunowo werden zwei neue Donaubrücken errichtet. Die Hauptmacht Suleiman Pascha's hat sich aus der Umgebung von Rustschuk zurückgezogen. — Aus Tiflis: General Heimann hat die in Erzerum residirenden Consuln aufgefordert, mit ihren bez. Landes-Angehörigen die Stadt zu verlaffen, da deren Belagerung und Beschießung bevorstehe. Pesth, 20. December. Im Zoll-Ausschuß des Abgeordnetenhauses sprach sich gestern Graf Albert Apponyi gegenüber Baros für Annahme des Zoll-Tarifs aus. Minister-Präsident v. Tisza erklärte sich bereit, die Aufrechterhaltung der Zölle für Industrie-Artikel von der Annahme der Finanzzölle in Oesterreich abhängig zu machen; es sei dies aber schwer durchführbar, wenn die Finanzzölle in Ungarn bekämpft oder verworfen würden. Der Ausschuß acceptirte darauf mit 7 gegen 5 Stimmen den vorgelegten Zoll-Tarif als Grundlage; alsdann wurden die ersten vier Paragraphen unverändert angenommen. Nagufa, 19. December. 6000 Türken von Podgoritza schlugen ein montenegrinisches Corps und marschiren Scutari und Antivori zu Hülse. Die Montenegriner haben die Anhöhen, welche Antivari beherrschen, besetzt. AranLreich. Paris, 20. December. Lkpöre ist zum Unterstaats-Secretär im Ministerium des Innern ernannt worden. — Eine Note des „Journal des D^bats' dementtrt entschieden die Gerüchte, daß von einer Conversion der 5procentigen Rente die Rede ist. -- Daffelbe Blatt sagt: Unbestreitbar gewiß ist, daß die englische Regierung die Mächte ernstlich sondirt, um zu erfahren, ob es nicht möglich wäre, eine gemeinsame diplomatische Action in's Werk zu setzen. er HHeil. England. London, 17. December. Der Besuch, welchen die Königin am Samstag ihrem ersten Minister Earl Beaconsfield in Hughenden abstattete, war eine ganz ungewöhnliche Auszeichnung und verdient entsprechend gewürdigt zu werden. In ihrer mehr als 40jährigen Regierung hat die Königin bisher nur zweimal ihre Premier-Minister mit persönlichen Besuchen beehrt, das erstemal besuchte sie den Lord Melbourne, ihren persönltchen Freund und Rathgeber, in Brocket Hall im Jahre 1841, der zweite Besuch, im Jahre 1843, galt dem damaligen Premier Sir Robert Peel in Drcyton. Es sind also 34 Jahr verstrichen , ehe sich ein neuer ähnlicher Fall zugetragen, und Earl Beaconsfield darf wohl mit der Zusammenstellung mit solchen Vorgängen zufrieden sem. Die Königin hat überhaupt nur sehr selten Unterthanen besucht. Bet Gelegenheit ihrer Fahrt nach Hughenden wurde fie von der Bevölkerung in loyalster Weise begrüßt und die Stadt High Wycombe ließ ihr durch eine Deputation eine Bewillkommnungs-Adreffe überreichen. Zum Andenken an ihren Besuch pflanzte die Königin in Hughenden einen Baum und die Prinzessin Beatrice that desgleichen. London, 19. December „Standard" jagt: Nicht die Schwäche der Türkei erheischt die Schwenkung der bisherigen britischen Politik; nicht der Steg der Ruffen, sondern die Freihtit, welche die Kaisermächte Rußland gewähren, um seinen Sieg nach Belieben auszunützen, bildet die Gefahr für die britischen Jntereffen. England kann niemals die Beilegung des Zwistes unter solchen Bedingungen billigen und es mag sogar Ursache haben, gegen ein n directen Frieden zwischen den Kriegführenden zu protestiren. England beansprucht seine Stimme bei der Regelung. Um hierauf bestehen zu können, adov- tirt die Regierung jene Maßregel, welche zu sanctioniren das Parlament angegangen wird. — „Times" mißbilligt auf das Entschiedenste den Schritt der Regierung; sie glaubt, die Jntereffen des Landes wären jetzt in keinerlei Gefahr. London, 20. December. Die „Times" glaubt nicht, daß das Motiv ür die Einberufung des Parlaments die Forderung eines Credtts für militärische Maßnahmen sein würde. Die Forderung eines Credtts sei allerdings äußerst wahrscheinlich, aber nur au dem Zwecke, um gewisse Jntereffen Englands im Auslande vermittelst der zu bewilligenden Geldmittel zu schützen. Starten. Rom, 20. December. Die „Jtalie" meldet: Die Minister-Krisis dauert fort; noch ist keine Combination zu Stande gekommen, Es bleibt ausgemacht, daß das Ministerium aus den Mitgliedern der Majorität bei der Abstimmung vom letzten Freitag gebildet wird. — Die Befferung in dem Befinden des Papstes hält an. — Der König reist heute Abend nach Turin und wird am Samstag zurückkehren. Rußland. Petersburg. Die russischen Blätter führen eine sehr übermüthige Sprache Angesichts des Falles von Plewna. Die „Neue Zett" erklärt, Rußland muffe im Orient herrschen. „Ob Plewna die Vorhalle Rasgrads ist, ob es den ersten Schritt zu dieser Stadt bedeutet — unsere Loosung ist: Vorwärts, vorwärts! Hoch gehoben ist die Fahne der Befreiung, die nationale Fahne der Erneuerung eines großen Stammes, und Rußland wird diese Fahne nicht sinken lassen." Der „Graschdanin" schreibt noch deutlicher: Der Sturm auf Konstantinopel würde sicherlich hundert Mal weniger Schwierigkeiten bieten, als der Sturm auf Kars. Bei aller Friedensliebe des russischen Volkes ist anzuerkennen, daß es noch keinen schnellen Friedensschluß erwartet, indem es instinctiv erkennt, daß der Zweck des Krieges, d. h. Befreiung der Orient- Christen, nicht vor völliger Vernichtung der türkischen Macht erreicht werden kann. Im Volksbewußtsein unterscheidet sich der Sultan in nichts von den durch Rußland vernichteten kasan'chen, astrachanffchen, krim'schen Czaren. Der Kampf wird sein Ziel erreichen, wenn die Herrschaft der Osmanen vernichtet ist, wie die Herrschaft der russischen Tataren, und wenn die türkischen Fürsten ebenso friedlich mit Seife und Schlafröcken handeln, wie die kasanffchen und astrachan'schen Fürsten." Auch die „Ruff. Welt" ist jetzt mehr als Je für eine endgültige Lösung der orientalischen Frage. Unter der unmittelbaren Mitwirkung der befreiten Völker, der Slaven und der Griechen, muffe Rußlands mächtiges Schwert jetzt den gortischen Knoten zerhauen. An eine feindliche Einmischung sei nicht mehr zu denken, wie dies schon aus den letzten Aeußerungen des Lord Derby und des Grasen Andraffy hervorgehe. Dieser Gedanke sei veraltet und nicht mehr zu fürchten. In der öffentlichen Meinung Rußlands herrsche kein Unterschied hinsichtlich der Beendigung des Krieges. Eine einzige russische Zeitung habe sich erlaubt, auf die Einnahme Plewnas als auf den Vorboten des Friedensschluffes hinzuweisen; sie habe aber nichts gemein mit der Stimmung der übrigen Preffe und der russischen Gesellschaft. Odessa, 20. December. Der Kaiser ist am 19. d., Mittags, in Ras- delnaja etngetroffen und daselbst von den Local-Behörden der Landschaft, dem dem Magistrat von Odessa feierlich empfangen Konstantinopel Hevalesciere d. wird Du Barry von London. Adel, der Geistlichkeit und worden. Halles. Diese wenigen Angaben aus dem Inhalte dieses H.steS werden genügen, um unsere Leser auf den Werth und die Bedeutung dieses Journals für die Familie aufmerksam zu machen. Deutscher Schülerfreund. Notizkalender für Gymnasiasten und Realschüler für 1878. Heiausgegcben von H. Petersilge. II. Jihrgang. Mit dem Portratt Karl Simrock's. Leipz'g, Verlag von Slegismund & Volkentng. Ein guier alter Bekannter, dem wir heute einige empfehlende Worte widmen. Der Inhalt ist auch in diesem Jahrgang ein ganz vorzüglicher, wir Heden nur folgendes yaraus hervor: Eine sehr anztehe.ck gcschriedene Biographie des German'sten Karl Simrock nebst dessen wohlgetroffenem Porträts—eine humoristische Erzählung, betitelt ,He:r Dr. Veit^, von dem beliebten Schriftsteller Dr. Ernst Eckstein — die gebräuchlichsten Pflanzensysteme — über das Anlegen von Sammlungen. — Tabellen der wichtigsten Ereignisse aus der Weltgeschichte, — eine Abhandlung über das F.-chten, — alphabetisches Verzeichnih der Werke unserer hervorragendsten Nationalschriftsteller n. f. w- Das tägliche Notizbuch mit Aufgabenbuch und geschichtlichen Daten verbunden, sowie Stundenpläne, verschiedene Tabellen u. f. w bilden den Schlußstein deS wohl- gelungenen Ganzen. Die Ausstattung ist eine höchst elegante, wie man ft: bet den Schülerkslendern sonst nicht gewöhnt ist, und bietet dem Auge einen wohlge'älligen Anblick dar. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne SWextern und ohne Koste« durck die Heilnahrung: Telegraplstsche Depeschen. Wagncr'S telegr. Corrcspondcnz Bureau. Rom, 20. Decbr. In parlamentarischen Kreisen curfict folgende Ministerliste : DepretiS, Präsidium und Finanzen, Crispi Inneres, Manzini Auö- wärtiges, Farini Unterricht, Consorri Justiz und Cuttus, Bertole Viale Krieg Brin Marine. — Der früher hier funairende russische Geschäftsträger Uruffoff, welcher in Folge von Differenzen zwischen Rußland und der römischen, Curie Rom verlasien hatte, wird demnächst zurück erwartet. — Das hiesige türkische Consulnt wirbt Aerzte und Chirurgen für die türkische Armee an. Paris, 20. Decbr. Dem Journal „Temps" zufolge ist die Vereinigung des Post- und Telegraphen-Wesens zum Abschluß gelangt und sind beide Dienst- zwetge unter die Oberleitung von Cochery als Staatssecretär gestellt werden. Berlin, 20. Decbr. J.i der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde der Gesetzentwurf über die Errichtung der Land- und Oberlandes-Ge- richte in dritter Berathung ohne Debatte nach den Beschlüssen der Commission genehmigt; ebenso die Nesolutiouen, wonach die auf den Gesetzentwurf bezüglichen Petitionen durch die Beschlußnahme des Hauses für erledigt erklärt werden. Desgleichen wurde wiederum die Resolution angenommen, wonach die Regierung ersucht wird, trotz der Annahme deS Gesetzes überall da, wo die Octsverhält- niffe eS rathjam erscheinen lassen, mit einem benachbarten Bundesstaate die Vereinigung nachbarlicher Gebletstheile zu einheitlichen Gerichtsbezirken herbeizuführen. Im Namen dec Regierung erklärte sich Regierungs-Commiffär Rindfleisch mit der letzteren Resolution einverstanden. Lasker sprach sein Bedauern aus über die Unzulänglichkeit der Schritte, die in der von der Resolution be- zeichneteit Richtung geschehen seien; dieselben hätten nur bei Meiningen und Schwarzenbnrg-Sondersyaujen Entgegenkommen gefunden. Thilo äußert sich in ähnlichem Sinne. — Hierauf wurden in dritter Lesung ohne Debatte genehmigt : die Entwürfe bett, den Accessionsvertrag mit Waldeck und wegen der Beitragspflicht za den Kosten der Chauffeebauten in Hohenzollern. — Nächste Türkei. 19. December. Der Sultan hat den 8jährigen seinem besonderen Dienste befohlen. Die Raffen posten bei Tckeliker zurück. Konstantinopel, 19. December. Die hiesige „Agence Havas' Mel- bet : Verschiedene Gerüchte in Betreff dec Abreise Mahmud Damat Pascha's sind in Umlauf. Die Jnspection in Aonanopel und im Balkan soll nicht das eigentliche Motiv seiner Reise sein. Mahmud Damat würde einige Zeit von Konstantinopel abwesend bleiben. — Ja der Umgebung von Nisch fanden Scharmützel mit den Serben, welche die Grenze überschritten haben, statt. Kerbten. Belgrad, 19. December. Amtliche Meldung. Gestern früh wurde von den serbischen Truppen die starke Position von Mramor besetzt. Der Fürst besichtigte die Truppen in dieser Stellung. Sitzung den 8. Januar 1878. Paris, 20. December. Die „Agence Havas" meldet: Man glaubt, Saint-Vallier werde den Berliner und Marquis de Banneoille den Koustanti nopeler Botschafter-Posten erhalten. Die anderweitigen Zeitungs-Meldungen hinsichtlich der Aenderungen in der Diplomatie entbehren der Genauigkeit oder sind verfrüht. — Nach einem Telegramm der „Agence Havas" aus Konstantinopel von heute ist daselbst Suleiman Pascha eingetroffen. Petersburg, 21. December. Amtlich wird aus Tiflis vom 20. d. gemeldet: Am 17. v. nahm das russische Detachement unter General Korna- roff Ardanutscd ein ; der Verlust der Ruffen war ganz unbedeutend. Rew- Bork, 20. December, Der Dampfer „Bothnia" von der Cu- nard-Line ist von Liverpool kommend hier eingetroffen. Konstantinopel, 20. December. Aus Kamarli vom 20. hierher gemeldet, daß die dortig-n Höhen mit Schnee und Eis bedeckt und die Sohn Osman Pascha's zu bombardirten Soba bei Silistria. Die Türken drängten die russischen Vor- Engpässe unpassirbar sind. — Sadyk Pascha, der znm Präsidenten der Kammer gewählt war, hat abgelehnt. Die neue Wahl wird demnächst stattfinder. Gutem Vernehmen nach ging der Pforte aus ihre Mediations-Note bisher außer der Empfangs- Bestätigung keine weitere Antwort -Leitens einer der Großmächte zu. Haag, 20. December. Der Kammer ging nach Annahme des Budgets eine Vorlage, bett, die Revision der Wahlkceis-Eintheilung zu, wodurch die Zahl der Deputaten um 6 vermehrt wird. Die Vorlage wurde^ nach heftiger Bekämpfung durch die antiliberalen Parteien mit 45 gegen 31 Stimmen angenommen. — Die Kammer vertagte sich sodann auf unbestimmte Zeit. London, 20. December. „Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel : Manthorpe erhielt den Oberbefehl über die mit der Blokade der Krim beauftragte Fsottk > p t a bW p t i i Glesien, 21. Decbr. Nach soeben eingetroffener Nachricht von der Reicksbank. Hauptkaste zu Berlin ist daselbst eine falsche Preuß. 100-Maiknote Nr. 742604 c, ausgefertigt durch Storck, gestern angehalten worden. Wir machen Besitzer von inOeWnrfnoten hierauf aufmeiffam. Literarisches. Für die langen Winterabende können wir unseren Lesern wiederholt kaum eine passendere Unter hsllungsleklüre, die auch zugleich eine Fülle von Belehrung bietet, empfehlen, als das im Verlage von Eduard Hullderger in Stuttgart erscheinende illu ftrirte Familien Jaurnal „Die Jllustrirte Welt ". Das eben ausgegebene 5. Heft dieses trefflick'N und dabei überaus billigen FamiiiendlatteS (Preis eines Heftes nur 30 Pf.) übertrifft womöglich noch die vorhergehenden Hefte an Bilderreicktbilm und fesselndem Lesestoff. Ueber die ranze Wett werden wir da geführt durch fiffdnbc Erzaylungen. Auf d«e spannendste Weise versteht unS hier Balduin Möllhausen in seiner Erzählung „Die Verlorene" für die Sck cksale eines deutschen Mädchens zu inieressir.'n, Das in Panama verloren ging. Nach Bulgarien in den Balkan verletzt un8 Wackenhusen tr. seinem Roman „Der Vampyr"' — eine in glühenden Farben auegemalte geheimnißvoll ergreifende Geschichte. In Mecklenburg zwischen Adel und Bürgerthum spielt Ä. Römers Roman „Gräfin Sidylla", und hier wird em Stück norbdeutscken Lebens vor uns aufgerollt, das ebenso anmutbifl wie lebenswahr und hochinteressant ist. Neben diesem gewiß abwechslungsvollen Erzählungsstoff erhalten wir noch eine fortlaufende Kriegsgeschichte und In diesem Heft einen ungemein anregenden und oriemlnnben Sb titel über die epochemachende neue Erfindung der Seil- ober Lustbahnen mit vortrefflicher Illu stration, außerdem noch eine Menge kleinerer Artikel belehrenden und anregenden In Wenn wir unserer studirenden Jugend ein gutes, nützliches Geschenk machen wollen; hier ist eins, das ihr ficherlich viel Freude bereiten wird. Der Preis (1 X) ist inanbetracht des Gebotenen ein äußerst mäßiger. Von diesem Jahrbuch ist in demselben Verlage auch eine Ausgabe für Töchter- Sckülerinnen erschienen, welche fick wegen des wirklich vortrefflichen Inhalts und der feinen, durch den schönen Calico-Einband mit Gold- und Schwarz-Druck erst recht her- öortretenbfT Ausstattung febr aut zu Feff-Gefckenken eignet. Preis nur 1 X Handel und Verkehr. Frankfurt, 19. Dec. Der heutige Hsst- und Stroh-Markt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qual, per Ctr. X 2.10—2.50, Stroh per Etr. X 2.30—3.59. Butter im Großen das Pfund 1. Qual. X 1.30, 2. Qualität X 1.20, im Detail 1 Qual, X 1.50—60, 2. Qual. 1.40. Eier, das Hundert 8.50—9. Weißkraut bei Cenlner X 2.50-70. Kartoffeln JL 6 per 100 Kilo. — Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 75 H, Kuhfleisch 54 Rindfleisch 55-60 Kalbfleisch 65—70 H, Schweinefleisch 70—80 Hammelfleisch 55—63 H. — Buchenscheitholz der Quadrat Meter X 12.55, Tannenholz per Quadrat-Meter JL 8.55, Buchenscheitholz geschnitten per Eentner JC. 1.75—90. — Tannäpfel per Hectoliter 60 $ Frankfurt, 20 Dec. (Fruchtbericht.) 11 Wetz n hat sich der Verkehr nicht lebhafter gestaltet, und um p rrthienweise zu verkaufen, würden Preis Concessionen nothwendig sein. Zu den alten Course i beschränkte sich der Absatz ledig! ch auf einzelne Posten an unseren Platz-Consum u^d notiren wir: Guter galiz scher Weizen zu jL 23.50 vergebens angeboten, bierländflcher franco Bahnhof h er JL. 23, ab unserer Umgegend X 22—22.50. In Roggen ist der Handel fast gänzlich ins Stocken qe- rathm, ba bei unseren Mühlen der Absatz von Mehl stockt; ab auswäns ist bas Angebot von Frankreich wieder erniedrigt worden, ohne indeg auf die Rauflut mehr Anziehungskraft zu üoen. Franzostscher Roggen JL 18, russi cher V4L 16.50, hierländischer zu X 17—17.50 übrig. I r Gerste gesch eht am offeaen Markte sehr wenig, man sp icht oon X 19—23 j> nach Qualität und Herkunft. Hafer hat denselben Preis wie in voriger Woche. Umsätze sind zu klein geworden, um nach irgend einer R chtung eine bemerkenswerthe Preisveränderung anzuzeigen, zumal auch die auswärtigen Berichte nichts meldeten, was zur Belebung diese; Artikels beizutragen im Stande war; Noti^ je nach Qualität von 12.25—17. Hülsenfrüchte, Rap! und Rüböl geschäftlos, Mehl still, Futterstoffe vernachlässigt, Mais, americanischer X 17, Rozgenkleien X 5.25—6, Weizen- schaalen X 4.50. Wir notiren: Mehl Nr. 1 X 41, Nr. 2 X 37, Nr 3 X 33, Nr. 4 x 29, Nr. 5 X 23, Roggen» mehl % (Berliner Marke) X 24, do. II. (Berl. Marke) X 20, Weizen, cffecL hies., X —, ab Bahnhof hier X 23, ab unserer Umgegend 22-22 50, do. fremder je nach Qual. X 23—24. — , Roggen je nach Qualität X 16 -18.—, Gerste 18—21.—, hafer X 13-17.-, Äoblfancn X 36, Erbsen 20-23, Wicken^ 17.-, Linsen X 20-26, Rüböl, detail, X 82, Hanfsamen X 25, Mais (Welschkorn) X 17, weiße Lohnen X 22—25. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — ti°i qi bürg, 19. Dec. (Frucktbericht.) Roiher Weizen X 19.20 Weißer Weizen X 18, Korn X 13 30, Gerste X 1125, Hafer X 7 20. (Durchschnitts Preis pro Malter)__. «eit 3V fahren hat keine Krankheit Vieser angenehmen »esnndheits- speise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Nedicin und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber- Drüsen-, chl^imbaut-, Athem-, Blasen- und Ni^enlelden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, öuftrn, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Dimcrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämor* hocken, Wass^rsuckt, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und ^.'brechen se bst während der Schwange'schatt, Diabetes, M lancholie, Abmagerung, Rheumatismus. Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon van er Geburt an selbst der Ammenmilch oorzuziehen. — Ein Auszug aus 80,000 Eerti- Katen über Genesungen, die aller Siebtem widerstanden, worunter Certificate vom Broftffor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr Shoreland, Dr. Eampbell, ßrofeffor Dr. DödL, Dr. Ure, Gräfin Caftlestuart, Marquise de Bröhan, und »irlm anderen hochgelellten Personen, wird franco auf Verlangen eingeiandt. Abgekürzter Auszug auS 80,000 Eertificate«. Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen fei Dank. Die Revaleecibre P«tmetn< 18jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche und nächtlichem Schweiß gänzlick beseitigt. . . n I. Eomparet, Pfarrer, s&inte Romaine des uee. Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die ttstlich« Revalesci^re und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich während langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten. In meinem 93. Jahre stehend, er* freue ick mich jetzt der vollkommensten Gesundheit- Leroy, Pfarrer. Nr. 45270. I. Robert. Von seinem 25 jährigen Leiden an Schwindsucht, Husten, 'Erbrechungen, Verstopfungen und Tau^-e-t gänzlich bergestellt. fu*,*,,* 628-15. Pfarrer Botlet von Ecratnorlle. Bon Asthma mit häufige» Erftickun-e« 05010 8U4ß16tLJ5rau Major Deutsch, geb. von Horn in Posen; deren Kinder do* Drüse'.ltiden h-r-cstellt. , _ , _ „ .. Nr 64210. Marquise oon Brähan von 7jähriger Leberkrankheit, Schlafiofigreu Zittern an allen Gliedern, Abmagerung und Hypockondrie. Nr. 75877. Florian Kölltr, K <. Militärvelwatter, Großwardein, von Lungen- anb Luttroören-Katarrh., Kopsschwtndel und Brustbeklemmung. .. Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hoier der öffentlichen höheren Handei»« Lehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübelunb! Nr. 65715. Fräulein de Monttouis, von Unoerdaulichkeit, Schmflosigkeit und Är'75928. Baron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Händen und Füßen re Die Revalascifcre ist viermal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwochsenev und Kindern 50 Mal ihren Preis iw anderen Mitteln und Prei e der Revaleecibre Vr Pfd. IX 80 1 Pfd. 3 50 H, 2 Pfd. 5 X 70 A U ^Retaldti^e ChocoUtfe 12 Taffen 1 X M A, 24 Taffen 3 X 50 A. 48 Taffe» Re^Iescifere Biseultes 1 Pfd. 3 X 50 A» 2 ^d. 5 X 70' A* Ku belieben durch Du Barry u. Eo. in Berlin W., 28-29 Paffage («aiser- und bei vielen guten Avoibckern^ Droguen-, Specerei- und Delicateffenhän'.'er» im ganzen Lande, in Gießen bei Philipp Schwager. SSiele Personen, welche ihre Beschäftigung tagsüber vom Hause fernhält, sind, wenn sie von Erkältungen, Entzündung der Schleimhäute, Catarrh oder sonstigen Affektionen des Halses und der Lunge befallen werden, außer Stande, sich die nöthige Pflege angedeihen zu lasien. Dem wird durch die Anwendung der Guyot'sch en Th eerkapseln, welche die verschiedenen Tisanen, Brustpastillen ganz und gar überflüssig macken, vollständig abgeholfen. Es genügt schon, wenn man bei jeder Mahlzeit zwei oder drei Theerk«pseln zu sich nimmt, und da der Macon 60 Kapseln enthält, so kommt diese durchaus wirksame Heilmethode, die außerdem den Gebrauch jeder anderen Medikamente ausschlieyt, auf nicht höher als 10—20,$ täglich zu stehen. Zur Vermeidung der zahlreichen Nachahmungen ist genau darauf zu sehen, daß jeder Flacon die Unterschrift bei Herrn Guyot in dreifarbigem Drucke aufweist. <.6285 Depot in Gießen in der Hirseiaapotheke. Sehlffiberlcht. Mitgetheilt von dem Agenten de- Norddeutschen Llsyl , —— .. . 2 1 k. ft I ■ . ' vorgetragen von Frl. Steinhardt) 8J Moment musical von Schubert. 9) Ich sende diese Blumen Dir. Lied von Wagner. 10) ^.uadrrlle a. d. Operette: „Die schöne Helena" von Strauss. 14) Wilhelm Halse» Billige Musikalien II. Kudolph’s Wwe A, Rothenberger, Lindenplatz. gcgengenommen. miethen gesucht. Offerten sub zu Unserem lieben Freunde Th BI Hierzu eine Beilage empfiehlt | 7116) Jür vas hcrannabenve Wcihllachtgfest empfehle ich, um damit S« raumen, meine noch vorräthigcn Spielwaaren, worunter n att™ oekleideter und ungekleideter Puppen, zu den billigsten Preisen. vorherige Bezahlung gesandt. Offerten mit genauer Angabe des Alters und deS Standes oder der bis- b^rloen B,schäftiauno wolle man sub J. Z. 8321 an Rudolph flösse in Berlin SW. einsinden. (7139 Zeder Kranke eine Cur gebraucht oder bei den veraltetsten u hartnäckigsten Leiden die Hoffnung auf sichere u. gründliche Heilung aufgiebt, wende er sich vertrauensvoll an meine Adresse: Professor V. Wundram, Leipzig, Leib- nitzstr. 2. Meine langjährigen Er- fübiungen tbeile ich jedem Hülfesuchen- den gern unrntgeldlich mit. (7140 ZU seinem heutigen Wiegenfeste -die herzlichsten Glückwünsche! 7136) Cd». 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