1899 Sonntag, den 22. Juli Wo. 169 Anzeige- «ni> AmtsbM für den Kreis Gießen 3 Mission des Letzteren zeigte sich keine besondere Geneigtheit, auf die Regierungs- Vorlage bezüglich des Ankaufs der Eisenbahnen durch den Start einzugehen, o daß diese Lieblings-Idee des cisleithanischen Handels-Ministers wenig Ansicht auf Verwirklichung hat. Vom Kriegsschauplätze aber sind Neuigkeiten von hervorragendem Interesse eingetroffen. Die Niederlagen zwar und der Rückzug der Ruffen m Kleinasien werden eben nun von allen Seiten bestätigt und zugleich wird gemeldet, daß die mohamedantschen Bergvölker des Kaukasus in Hellem Aufstande begriffen, die Türken aber im Anmarsch gegen das russische Gebiet sind, um ihren empörten Glaubensgenoffen die Hand zu reichen; aber um so mehr treten die Ereignisse an der Donau zu Gunsten der Russen hervor. Einige Tage lang, haben diese zwar nach Besetzung Tirnowas nur langsam Terrain gewonnen, aber nach den letzten Nachrichten haben sie den Balkan mit ihrer Vorhut nicht mit bei Gabrowa erreicht, sondern sogar auf dem^Schipka-Paß überschritten, was unbegreisticher Weise ohne allen Widerstand «Leitens der Türken geschehen sein soll. Verschiedene Meldungen bestätigen die Besitznahme von Jenitzagra durch die russische Avantgarde, welcher Ort südlich vom Balkan auf der Straße von Gabrowa nach Adrianopel gelegen ist. Die türkische Einwohnerschaft soll sich von allen Seiten in voller Flucht nach diesem schnell befestigten Hauptsitze befinden, wohin auch von Konstantinopel aus alle noch verfügbaren Truppen gesender wurden. Jedoch nicht nur nach Süden haben die Russen einen wenigstens vorläufig mit dem günstigsten Erfolg begleiteten Vorstoß unternommen, auch nach Osten und Westen zu breiten sie sich von ihrer gewonnenen Basis her immer noch aus, deren größeren Sicherheit wegen in der Nähe von Sistowa eine zweite Brücke über die Donau von ihnen errichtet worden ist. Nach Westen zu ist es ihnen gelungen, sich der )d)arf-6om6arDirt ten und größtenteils zerstörten Donaufestung Nikopolis zu bemächtigen, zu deren Schutz ein türkisches Corps — wohl von Widdin aus — herangezogen war, aber von ihnen geschlagen wurde.^ Nicht minder haben sie sich gegen Osten gewendet, wo in der Gegend von Schumla die Hauptmacht der Türken concentrirt sein soll. Zwischen Rustschuk und Rasgrad wurde von den russischen Eclaireurs die Eisenbahn, und damit die Verbindung Rustschuks mit Schumla und Varna unterbrochen; auch soll von ihnen Osman-Bazar angegriffen und die in dortiger Gegend stehende Vorhut der Türken zum Rückzug genöthigt worden sein. Endlich wird der Anmarsch eines neuen Armee-Corps aus Rußland stqnalisirt, welches die Lücken der schon im Kampfe begriffenen Heeres- körper 'auszufüllen und der sich ausbreitenden Hauptarmee den Rücken zu decken bestimmt ist. Von den in der Dobrudscha operirenden Truppen hört man so gut wie nichts; sie werden in jenem öden, heißen und wasserlosen Landstrich Mühe haben, sich zu behaupten und scheinen nur zu Demonstrationen gegen die östlich gelegenen Festungen Silistria und Varna dienen zu sollen. 3n Frankreich hat die eigentlich royalistische Partei dem rücksichtslosen, ränkevollen Vorgehen der Bonapartisten gegenüber sich enger zusammengeschlossen — aber wird es ihr viel helfen? Seitdem das Bündniß der Anhänger des Kaiserreichs mit den eigentlichen Ultramontanen, der Priesterpartei, wie sie wohl in Frankreich genannt wird, immer deutlicher hervorgetreten ist, darf das Uebergewicht der ersteren über ihre royalistischen Bundesgenossen wohl als besiegelt gelten. Das Ministerium fährt aber fort, durch Zwangsmaßregeln das Volk zu erbittern, während doch die Unsicherheit, welche es hinsichtlich der Ausstellung des Wahltermins bekundet, hinlänglich zeigt, wie wenig Vertrauen es in die Haltung der Wähler setzt und in der That zu setzen Ursache hat. In Nordamerika erfreuen sich die Vereinigten Staaten, seitdem Präsident Hayes den Süden sich selbst überlassen hat, den Prophezeihungen der Republikaner zuwider, der tiefsten Ruhe. Erst mit dem Zusammentritt des außerordentlichen Congresses im October wird das politische Leben sich m stärkeren Pulsschlägen bemerklich machen ; denn es wird sich alsdann um die recht nothige Reform des Civildienstes handeln, für welche Hayes eine gründliche Umwälzung fordert und durchzusetzen entschlossen ist. , , # r L , , Am Horizonte der mexikanischen Republik aber hangt noch immer drohend die Wolke des Bürgerkrieges, da die Anhänger des vertriebenen Präsidenten Lerdo de Tejado sich im Norden des Landes festgesetzt haben und gegen den Usurpator Diez eine allgemeine Schilderhebung vorbereiten. Für den Fall, daß dessen gänzliche Vertreibung nicht auszuführen sein sollte, wird die ©rum düng eines nördlichen Sonderbundes von ihnen in Aussicht genommen. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme de» MontagS. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Auf dem Gebiete der innern Politik Deutschlands hat man sich vielfach mit den Aussichten beschäftigt, welche der Abschluß des deutsch-österreichischen Handelsvertrages haben möchte. Den mannigfachen Ge- , sichten über den Stand dieser Angelegenheit wurve in den letzten Tagen durch eine osficiöse Mittheilung Berliner Blätter ein Ende gemacht, wonach das Eintreffen der deutschen Bevollmächtigten in Wien noch nicht zu erwarten ist, da bisher definitive Weisungen über den bei den weitern Verhandlungen einzuhaltenden Gang noch nicht ertheilt wurden. Heber das Pferdeausfuhr-Verbot erfährt mau nachträglich noch aus guter Quelle, daß nicht nur landwirthschaftliche, sondern vor Allem auch militärische Interessen dabei mitgewirkt haben. Umfangreiche Ausfuhr von Pferden für auswärtige — nämlich französische — Rechnung regten die Besorg- uiß an, daß, wenn die Sache so weiter ginge, am Ende gar die Kriegstuchtig- keit der deutschen Armee für etwa eintretende Fälle gefährdet werden könnte. Lo soll ein einziges Lieferungs-Geschäft aus der Provinz Posen allein 1500 junge gesunde, für jede Verwendung geeignete Pferde über Straßburg nach Frankreich verhandelt und sich weiterhin noch zur Stellung eines zweiten gleichen Transportes verbindlich gemacht haben. Da war es wohl Psticht der Llaatsregierung einzuschreiten; denn wenn die Rüstungen der Franzosen, welche besonders durch formidable Artillerie sich eiu Uebergewicht zu verschaffen gedenken, in erster Linie gegen uns gerichtet sind, so erscheint es wirklich nicht angezeigt, daß gerade wir Deutsche die ihnen dazu nöthige Bespannung auf Kosten unserer eigenen Rüstungssähigkeit hergeben sollen. Die bayerischen Kammern sind bis zum Herbst vertagt worden, nacht em der Haupt-Etat der Militärverwaltung für das erste Quartal 1877 genehmigt und dabei auch dem Reichs-Etat entsprechend die dreizehnten Hauptleute der Infanterie-Regimenter ohne den versuchten Abstrich bewilligt worden waren. Der franzosenfreundliche Vorschlag eines Ultramontanen, die bayerischen Truppen aus Elsaß-Lothringen zurückzuziehen, sand bei der Regierung keinen Anklang. 3 . In der verstossenen Woche haben sich wiederum Todesfälle ereignet, die registrirt zu werden verdienen. In Tübingen ist am 13. d. die bekannte Schriftstellerin Ottilie Wildermuth; in Berlin am 14. d. der Professor Adolf Erman, dessen zahlreiche Arbeiten sich auf verschiedene Theile der Naturwissenschaften, besonders aber auf den Erdmagnetismus bezogen, gestorben. Da kam dazu die Kunde von dem gleichfalls am 14. d. erfolgten Ableben des Staats- Ministers a. D., v. Bethmaun-Hollweg, eines verdienstvollen Mannes. Und noch ein Kirchenpolitiker hat in der verflossenen Woche das Zeitliche gefcgmt, der streitbare" Bischof von Mainz, wie man ihn zu nennen pflegte, Wilhelm Emanuel v. Ketteler. Mehr als irgend ein Anderer hat dieser Mann als energischer Antikultur-Kämpfer für die Interessen des Ultramontanismus m Deutschland gewirkt und insbesondere zur Zeit der Reaction dir katholische Kirche Hessens im Sinne des Jesuitismus umzuformen verstanden. Das vaticsmsche Coucil hat dann auch sein Werk zerbrochen. Wohl erkannte er die Folgen, welche die Verkündigung des Unfehlbarkeits-Dogmas in Deutschland haben werde: sußfällig hat er den Papst angefleht, davon abzustehen, aber wie dies nichts half, fügte er sich als echter Jesuiten-Zögling in das Unvermeidliche, brachte das geforderte „Opfer seiner Vernunft" und fuhr fort, der ultramon- tauen Reaction mit größtem Eifer zu dienen. Sein unverhofft schnell enttre- tender Tod wird bei der Wiederbesetzung des bischöflichen Stuhles von Atamz kirchliche Rechtsfragen auf das Tapet bringen, welche wenigstens nicht den Steg des päpstlichen Absolutismus i» Aussicht stellen. Auch in Preußen steht bei der Erledigung des Bisthums Limburg ein Conflict in Sachen des Culturkampses bevor. Dem bischöflichen Domkapitel daselbst ist nämlich von dem Ober-Präsidenten der Provinz Heffen- Naffau die gesetzliche Aufforderung zugegangen, nach nunmehriger Erledigung des Bischosstubles durch die erfolgte Absetzung Dr. Blum s, innerhalb der Frist von 10 Tagen zur Wahl eines Bisthums-Verwesers zu schreiteni — «tue Aufforderung, der das Kapitel schwerlich nachkommen und deren Nichtbefolgung das weitere Einschreiten der Staatsbehörde zur Folge haben wird. In Oesterreich-Ungarn ist auf dem Felde der Innern Politik nichts Besonderes zu verzeichnen, als die nach dem Schluß des Abgeordnetenhauses nunmehr auch erfolgte Vertagung des Herrenhauses. In der Eisenbahn-Com- Viehpreisvertheilung zu Alsfeld. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur vorläufigen Kenntniß des landwirthschaftlichen Publikums, daß am S. September l. A. zu Alsfeld eine Viehpreisv^theiluug stattfinden und bezüglich derselben, namentlich hinsichtlich der ausgesetzten Preise, demnächst noch weitere Bekanntmachung erfolgen wird. Fried elhausen, am 16. Juli 18 Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberheffen. Adalbert Freiherr Nordeck zur Nabenau. ____ Botschafter in Paris ernannt x. schildert sein. t m ,, _ Unsere Absicht bei Besprechung dieses Werkes war es, dem Beschauer die Deutung zu erleichtern, zugleich aber sprechen wir unsere Freude und Dank aus, dah Gießen in Besitz eines so schönen öffentlichen Kunstwerks gekommen ist, wodurch der Stifter zeigt, wie die Kunst Trösterin im Schmerze sein, diesen veredeln, und gleichzeitig damit da« Kunstoerständniß wecken und fördern kann. ... Der Friedhof, dieser geweihte und schöne Platz ist wie kein anderer geeignet dazu; wünschen wir, daß Andere dem schönen Beispiel nachfolgen. Gießen im Juli 1877. Tung seiner Interessen schreiten werde. — Das „Telegr. Corresp.-Bureau" meldet aus Konstantinopel vom 19. b.: Die Rusten haben Kasanlyk eingenommen und marschiren auf Philippopel. In der Umgebung von Kars und Bajazid sieht man Kämpfen entgegen. Bajazid ist von der Bevölkerung Verlusten. Heute ist hier ein neues Regiment ägyptische Kavallerie eingetroffen. Die Absetzung Abdul Kerim Pascha's von der Oberbefehlshaber-Stelle ist officiell. Der bisherige Palast-Marschall Said Pascha ist zum interimistischen Marine-Minister ernannt. Der eben zum Minister der öffentlichen Arbeiten ernannte Savfet Pascha hat seine Entlastung, gegeben. Der gegenwärtige Gouverneur von Adrianopel Ali Pascha ist zum Der orientalische Krieg. Konstantinopel, 17. Juli. Savfet Pascha wurde gestürzt, weil er es ablehnte, die Vermittelung der neutralen Mächte anzurllfen. Die Erregung der Bevölkerung ist ungeheuer, der Sultan kleinmüthig. Die Pforte befürchtet, die englische Flotte möchte unter Umständen die Einfahrt in die Dardanellen mit Gewalt erzwingen, falls die Rusten Konstantinopel bedrohen. Bukarest, 19. Juli. Zwischen Jamboli und Kasanlyk stehen bereits 45 russische Bataillone. Es wird eine Schlacht in nahe Aussicht gestellt. Fürst Tscherkaßky hat die Deputirten der Bulgarei für das türkische Parlament auf- aefordert, ihre Mandate niederzulegen und nach Tiatowo zu kommen. Pesth, 19. Juli. Die Mehrzahl der ungarischen Blätter fordert Intervention in der Türkei. Die Stimmung ist ungemein erregt gegen Rußland. Wien, 19. Juli. Die „Presse" meldet aus Bukarest: In Aktscharr werden 12 neue bulgarische Bataillone organisirt. Es wird beabsichtigt, eine Feld-Eisenbahn von Giurgewo nach Simnitza zu bauen. — Das „Tageblatt berichtet aus Turn-Magurelli: Das neunte russische Armee-Corps und Th eile des achten operiren von Nikopolis gegen Lompalanka. Bereits wurde Tzibar- paianka von den Rusten besetzt. — Die „Presse" meldet aus Bukarest: Die Eroberung Czernawodas, desten Häuser die flüchtenden Türken niederbrannten, erfolgte durch das 14. russische Corps unter General Zimmermann. — Die vor Silistria ankernden Schiffe wurden gestern verbrannt. — Die Vortruppen der Haupt-Armee drangen bis Jeni-Sagra. Konstantinopel, 19. Juli. 20,000 Manu reguläre Truppen und eine beträchtliche Anzahl Freiwillige sind nach Adrianopel ausgebrochen. Die Bevölkerung letzterer Stadt trifft in großen Masten hier ein und wird von der Regierung in den Räumen der öffentlichen Schulen untergebracht. Paris, 19. Juli. Ein Telegramm des „Temps" aus Athen meldet: Abtheilungen griechischer Freiwilliger haben die Grenze überschritten. Der Ausbruch eines Ausstandes in Thessalien ist wahrscheinlich. Das Ministerium mo- bilisirt Truppen und gibt Freiwilligen Waffen. Konstantinopel, 20. Juli. Der Khedive hat weitere Unterstützung angekündigt. Der neue Groß-Scherif hat Gelder gesendet. Wien, 20. Juli. Die Berufung Aarifi Pascha's zum Minister des Aeußern wird für ein Friedens-Zeichen gehalten; türkische Quellen behaupten das Gegentheil. Die Türken räumten Rahowa, wohin die Rusten von Nikopolis nachrückten. Es geht das Gerücht, daß, falls eine Vermittelung nicht bald eintrete, Oesterreich Angesichts der Verwirrungen in der Türkei zur Siche- Lokal-Motiz. Gießen, 21. Juli. Don verschiedenen Seiten werden lebhafte Klagen geführt über den Zustand, resp. die mangelhaften Vorkehrungen an dem Uebergang über die Stadtbach an der früheren Metzger'schen Hofraithe zwischen Neustadt und Retchensand. Dem Vernehmen nach sind schon eine Frau und ein Mädchen in die Bach gefallen und wundert cs uns nur, daß noch kein größeres Unglück zur Nachtzeit passirt ist. Hoffentlich bedarf es nur dieses Hinweises, Lamit von betr. Stelle für das Nöthige gesorgt wird — — Gestern verunglückte wiederum ein Arbeiter an der Berlin-Coblenzer Bahn beim Sprengen von Felsmassen und dürften die Verletzungen des noch jungen Mannes lebensgefährlich sein. Gießen, 21. Juli. Auszug aus dem Sitzungsprotocoll der Großherzoglichen Handelskammer zu Gießen vom 13. Juni 1877. Anwesend: Homb erger, Noll, Georgi, Fritz Koch und Liebrtch. Der Vorsitzende berichtet über die Eingänge, welche theils den Acten, der Kaffe und der Bibliothek überwiesen, theils zur Circulation bestimmt werden. Nachdem in der letzten Zeit wiederholt von vielen Seiten Beschwerden über den ver- Ivahrlosten Zustand, in welchem sich die Zufuhrwege nach dem Güterschuppen und den Kohlen- rind Erzlagerplätzen der Köln-Mindener Eisenbahn zu Gießen befinden, eingelaufen waren, beschloß die Kammer: 1) Die Direction der Oberhessischen Eisenbahn zu ersuchen, den Weg, welcher von ihrem Bahnhofe nach dem Güterbahnhofe der Köln-Mindener Bahn führt und deffen Unterhaltung ihr obliegt, in einen solchen Zustand zu versetzen, daß derselbe zu jeoer Jahreszeit für schweres Fuhrwerk vollständig passirbar werde und ferner dafür Sorge zu tragen, daß der Uebergang über ihre Schienen so wenig als möglich für das Publikum gesperrt sei, damit dieser Verbindungsweg zwischen den Güterbahnhöfen der Main-Weser- und Oberhessischen Bahnen mit dem der Cöln-Mindener Bahn ungestört benutzt werden könne. 2) Die Direction der Cöln-Mindener Bahn wiederholt anzugehen, für eine Verbesserung und Unterhaltung der zu ihrem Güterbahnhofe und den Kohlcnlagerplätzen führenden Zufuhrwege zu sorgen, damit den gerechtfertigten Beschwerden über deren mangelhaften Zustand endlich einmal Rechnung getragen werde. Auszug s. d. Stsndessmtsrrgistern des Standesamts Gießen. Vom 8. bis 21. Juli 1877. Aufgebote. 18. Juli. Bäckermeister Adolf Gottfried Günther von Mühlhausen in Thüringen mit Karoline Franz von Gießen. 19. Juli. Hutmacher Karl Ludwig Gail von Gießen mit Louise Wilhelmine Rispel von Lich. 20. Juli. Gaftwtrth Georg Schäfer von Hörnsheim mit Karoline Auguste Anna Marie Loos von Gießen. Eheschließungen. 14. Juli. Schuhmachermeister Georg Franz von Gießen mit Christine Tuscheck von Gießen. - Schullehrer Heinrich Jäger H. von Staden mtt Margarethe Ehrenfeld von Ober-Seemen. 20. Juli. Bremser Martin Heidt von Grünberg mit Katharine Seng von Lehnheim. Geborene. 7. Juli. Helene Marie Sophie, Tochter von Locomottvführer Georg Stephany. 6. Juli. Katharine, Tochter von Schuhmacher Eckhard Aff- 1- Juli. Karl Hermann Walther, Sohn von Stations-Assistent Hermann Douglas. 7. Juli. Johannette Katharine Wilhelmine, Tochter von Küfer Georg Ernst Reichwein. 11- Heinrich Wilhelm Martin, Sohn von Küfer Wilhelm Schmall m " Em Kind männlichen Geschlechts von Mitprediger Gustav Drescher ohne Vornamen) 8. Juli. Johann, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. 10. Juli. Franziska, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. 13. Juli- Friedrich Wilhelm, Sohn von Stations-Assistent Wilhelm Gründlcr. — Johanna Wilhelmine, Tochter von Kreisdiener Johann Peter Egly. 14. Juli. Johanna, Tochter von Schreinermeister Heinrich Karl Kümmel. 10. Juli. Auguste, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kmd von Auswärts. 12. Juli. E'N Kind weiblichen Geschlechts von Schmredmeister Johann Kasper Hcß (noch ohne Vornamen). 14. Juli. Elise, Tochter von Fuhrmann Kasper Bott. 11. Juli. August Johann Peter, Sohn von Bremser Johann Mahr- 12- Juli. Ludwig, Sohn von Fuhrmann Ludwig Euler- 16. Juli. Olga, Tochter von Makler Ephraim Grünewald. @e ft erfreue* 9 Juli. Elise Anna, 9 Monate 1 Tag alt, Tochter des Etat onsbeamten Heinrich Schaumann. 8. Juli. Theodor. 3 Monate alt, Sohn des Spenglers Heinrich Köhler. 10. Juli. Johann Konrad, 24 Tage alt, Sohn des Arbeiters Johannes Damshäuser. 10. Juli. Kaminfeger Karl Neuling, 43 Jahre 5 Monate 21 Tage alt. 13 Juli. Schneider Johannes Müller, 29 Jahre alt, von Staufenberg ttm academlschen Hospital gestorben). 15. Juli. Marie Margarethe Körber, geborene Borner, 24 Jahre Ferne deutend, und seine letzten Gedanken in die Heimath lenkend, deren schöne, burggekrönten Berglinlen im flachen Relief angedeutet sind. Klaren Auges und schmerzlos erwartet der jugendliche Kämpfer den Boten des Himmels, der ihm zu sagen scheint: „Jenseits lohnt ein Gott mit ewigen Strahlen." Wenn es im Allgemeinen schon zu den schönsten Sitten der Menschheit gehört, ein dauerndes Zeichen der zwischen den Familiengliedern bestandenen Liebe am Grabe des Dahingeschledenen zu errichten, so ist es doch besonders erhebend, wenn ein Kunstwerk das Andenken an die jugendlichen Helden, die ihr hoffnungsreiches Leben freudig und muthig dem Vaterlande dargebracht haben, dauernd rege erhält. Zur Ehre des Bestatteten, zum Trost für die Angehörigen, zum Nacheifern der Nachkommenden, wurde zunächst der Mittelbau als ein Theil später zu vollendenden Fa- milien-Devkinals errichtet. Doch leider mußten bald und eher als man ahnen konnte auch die Seitenthetle hinzugefügt werden. War in der Mitte der Tod — um das Bild mit einem Wort zu bezeichnen — Ein öffentliches Denkmal der Stadt Gießen. Auf dem Friedhöfe unserer Stadt hat das Grabmal der Familie deS Herrn Commerzienrath C- Gail in diesen Tagen einen neuen plastischen Schmuck erhalten. Es sind dieses die beiden neu etngefügten HautMcliefs Zwar ist hiermit das ganze Welk noch nichl abgeschlossen, da die für die seitlichen Nieschen bestimmten Figuren noch fehlen, aber dennoch halten wir es für Pflicht, die Aufmerksamkeit unserer Mitbürger auf dieses künstlerisch hochvollendete Grabmal zu lenken. Die Künstler, die das Werk gemeinsam geschaffen, sind die Herren Profesior H. v. Ritgen, der den architectonischen Entwurf gemacht und gezeichnet hat, und Bild Hauer Fr Küfthardt in Hildesheim, der denselben ausführte, und von dem sowohl der ornamentale als auch der figürliche Theil dieses schönen Werkes herrührt. Der orchitectonische Theil ist aus mehrfarbigem Sandstein hergestellt und bringt neben dem bläulichen Marmor aus Carrara eine glückliche Wirkung hervor. Sockel unb Arcbitrav sind aus rothem, die constructiven und ornamentalen Theile, welche den Mormor umrc^men, aus grauem Sandstein der Medler Brüche in der Provinz Hannover gemacht- D'e feine Neneissance-Architectur kheilt die 71/g Meter lange Wand in 5 Theils ein durch Pfeiler und freie Säulen getragenes kräftiges Mittelstück enthält das Haup. bild, zwei zulücktretende Flächen die Seitenbilder. Der Abschluß rechts und links wird durch Nieschen gebildet, die von reich gegliederten und ornameniirten Pfeilern einge faßt sind- Der Mittel- und Hauptbau war dem bei Gravelotte verwundeten und an seinen Wunden verstorbenen ältesten Sohn H^rn Georg Gail gesetzt und umfaßt ein fast 2 Meter hohes Marmor Relief, auf welchem dem gefallenen jungen Krieger ein Genius den Kranz der Tapferkeit darbringt; milde und erhaben wie ein Seraph steigt er zu dem Scheidenden nieder, in der erhobenen Linken den Kranz, mit der Rechten leise nach der zur Darstellung gebracht, so sollte links davon die Vorbereitung zum Tode, rechts aber die Auferstehung geschildert werden und das that KÜsthardt in einem alttestament- lichen und einem christlichen Bilde; das eine schildert den Abschied, das andere die Auferstehung. Das Alttestamentliche nach 1. Buch Mose 48 zeigt uns den alten blindgewordenen Jacob, der sein Ende in Egypten nahen fühlt und der seinen Sohn Joseph herbeigerufen hat unb besten Söhne Ephraim und Manasse segnet. Aufgerichtet im Bette streckt er feine Hand über die Knaben. Josephs edles Haupt beugt sich vor des alten Vaters Wort, das seine Seele durchzittert; zögernden Schrittes ist auch sein blühendes schönes Weib hinzugetreten. Feierlicher noch gestaltet sich die Handlung durch den lauschenden Jüngling, der als Symbol, des erlöschenden Lebens die qualmende Lampe von dem sphinxgeschmückten Canvelaber herabnimmt. Zeigt dieses Relief-Bild die Vorbereitung zum Tode, so mußte das zur Rechten der Mitte die Auferstehung schildern. Das hat KÜsthardt gelöst, indem er die Auferweckung des Jünglings von Naim dafür wählte. Eo. Luca 7. 13—15. Die Handlung beschränkt sich, wie es der Plastik gebührt, auf die wenigsten Figuren, in denen jedoch die verfchiedensten Herzensregungen zum Ausdruck gebracht sind. Aus dem Stadtthore kommt der Leichenzug, von der andern Seite Christus und zwei seiner Jünger; die eigentliche Handlung ist in der Mitte; Christus, der Jüngling und seine Mutter; „meine nicht-, hatte er ihr gesagt unb trat zur Bahre und sprach: „Jüngling stehe auf!" In ruhiger Einfachheit, mit ausgereckten Hänben, Hoheit im schönen Kopfe, ein zarter Schmerz im eblen Gesichte, so steht der „Herr" in allumfassender Liebe da, mit feinem Machtwort den Todten erweckend, der noch in rührender Bewußtlosigkeit das Haupt erhebt und das müde Auge auf Christus richtet. Bittend, dankend liegt die in den Wittwenfchleier gehüllte Mutter vor Christus auf den Knien, mit den Fingerspitzen der schönen Hände leise sein Gewand berührend und so zugleich an jenes Weib erinnernd, dem Christus zurief: „Weib dein Glaube hat dir geholfen." Hinter der Bahre steht die Großmutter des Jünglings, die alten magern Hände gefaltet, leidenschaftslos, das durchfurchte Anlttz aber voll stiller Freude, daß die Tochter den „Einzigen" wieder hat. Reben dieser steht eine jüngere Tochter, die ihr schlafendes Knäblein herzt, unb freudigen Blickes unb voll Dankes auf Christus schaut. Ist hier daS Bicbelwort vorn Künstler weiter gebichtet, indem er statt des vielen Volkes die nächste Familie in die Handlung bringt, so ist auch eine größere Innigkeit dadurch ausgesprochen, daß zwei gleichalterige Knaben die Bahre tragen, die wohl Kameraden des Todten waren und ihm die letzte Ehre erwiesen; — lähmender Schrecken ist dem der zu Häupten geht, in die Glieder gefahren, denn er sah ja wie ich das Machtwort des Herrn an dem Todten erfüllte, während der, welcher zu Füßen geht, den Kopf voll Erstaunen wendet und seine Schritte einhält. Ihm gegenüber leben zwei Jünger Christi, ein Glaubensstarker, der es schon erfahren, daß seinem Herrn die Macht gegeben Todte zu erwecken, der andere, der den Finger so fragend an die Lippe legt, an Thomas erinnernd, noch zweifelt. „ Mit diesen 3 Marmor-Reliefs: Abschied, Tod unb Auferstehung ist einstweilen die Composition geschlossen, aber nicht erschöpft, das Symbol des Glaubens — daS Kreuz — krönt den Giebel des Denkmals, Hoffnung u. Liebe, die Statuen für die Nieschen an beiden Enden derselben werden später das Ganze endgültig zum Abschluß bringen und den großen schönen Gedanken vollenden. „Die Liebe hört nimmer auf" ftebt an dem Grabmal des Großvaters, Herrn G. Ph. Gail, und etz will uns scheinen als ginge grade von diesen Worten der leitende Gedanke für die Marmor- Bildwerke Küsthardt's aus; doch erst wenn auch die Nieschen gefüllt sind, wird der ewige Kreislauf von der Wiege bis über das Grab hinaus ganz ge- Handel und Verkehr. Gießen, 21. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 95 H bis 1.5 Hühnereier, per Stück 5—6 Enteneier, per Stück 6—7 Käse, per Stück 4—9 Käsematte, per St. 3 H, Erbsen, 1 Liter 16 X Linsen, 1 Liter 18 Tauben, das Paar 65^, Hühner, per Stück 1, Hahnen, per Stück 65 H, Enten, per Stück 1.20, Alte Kartoffeln 100 Kilo 11 50 H, Neue Kartoffeln 100 Kilo 15 JL ___________________________________________ Denselben. Dem Färber Heinrich Schmiermund dahier, eine Tochter, Elisabeth Denselben. Dem Hautboisten im II. Großh. Infanterieregiment Nr- 116, Karl Medebach, ein Sohn, Karl, geb. den 20. Juni. , , 0 r . . Juli 15. Dem Schuhmacher Martin Simon dahier, ein Sohn, Karl, geb. den Denselben. Dem Kaufmann Ludwig Reuter dahier, eine Tochter, Elisabeth Anna, Denselben. Dem Schreinermeister Adam Heß dahier, eine Tochter, Lina Emilie 3°hDense?benD^em Destillattur^Kaspar Vogel dahier, ein Sohn, Karl Friedrich ^^^^Denselben.^ Dem^Weichensteller Karl Ulm dahier, ein Sohn, August Wilhelm, ÄS’ f“8« Ä’ Btnn »h » q6c v ttf* BZ Ä‘ w »of fein V»dl°n, bur4 ö‘e Q'Mmenbe ^Au^u^üsdenKirchenbüchern der Slaüt Gießen. Evangelische Gemeinde. rx ti AA p,piMr;A cYÄn»r Teurer Staden, ein Wittwer; und Margarethe Karolt^Wilhelmine Ehr?nseld,' des penftoniiten R-°i-rf°rsters Heinrich Ehrenfeld, «Dd. Tochter.^ grana, Schuhmacher dahier ein Wittwer; and Christine £u< Scheck, detz verst. Schneiders Karl Tuscheck,^ehel.^ Tochter. Juli 14. Dem Stationsassistenten Karl Hermann Douglas dahier, ein Sohn, Hermann Karl Walther, geb, den 1. Juli- n— geb. Juni. Eisenbahnarbeiter Wilhelm Samm dahier, eine Tochter, Emilie Marie Johanne Wilhelmine, geb. den 11. Juni- t ~ , _r Juli 19. Dem Kaufmann Karl Müller dahier, eine Tochter, Katharine Auguste Emilie Magdalene, geb. den 17. Juni. Beerdigte. ctull 16 Johannes Müller, Schneider dahier, des verst. Ackermanns zu Staufenberg, Kaspar Müller, ehel. lediger Sohn, alt 30 I. u. 2 T-, gest. den 3. Juli. ssu m * muhte das iur ««* fnbtm i(; 8d. 8nca 7. ÄWeit , «edwcht rm'V*8 nßus bet 3ana= iw Sabre unb «eiten Händen, Seit bet „Herr" * d« n°ch in Thrchns tiitet. 'or Christus aus > berührend und 'tfn Glaube hat bü alten magern ller Freude, daß «ne Tochter, die aus Christus 'm er statt deS auch eine größere Lahre tragen, die en; - lähmender n er sah ja wie welcher zu Wen Ihm gegenüber lhren, daß seinem grr so fragend an ung ist einstweilen staubens - dos >te Statuen für die Itffl zum Abschluß wrt nimmer aus" and rS will uns für die Marmer- ltsind, wird der nauS ganz ge- hauer die Deutung uS, daß Gießen in i der Stifter zeigt, ichzeitjg damit das n anderer geeignet x. sMs : Butter, verW. per SM 6 X Linsen, iLter Stück 65 X Men, Kartoffeln 1°° ÄlI° tfw °°" It 66-WtiS ZA.^äannetie 7. 3*Jt. «'«'» I». * <2 gatt' ®'" »SsS isSfas «s-x Tochter KL ÄSÄ«1* qdiopn» '?6 S -ZjvSmquM . . Interessenten acht Tage lang auf dem Bürgermeistereibureau offen. uav'mq tt? -itz-jckms '1^6^31® U) W u> Abl us d r Offenlegnngssrist entweder' schriftlich oder mündlich zu Protoeoll •uaW.utiuo9 a-ff-Piaj q.m a-tz-g bei Großherzoglichem Kreisamte Gießen vorgebracht werden muffen und daß o^pipjqoeUS^arjanOOa üriter vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung mehr finden können. Qun -jaqonS -PIS1D Zimmerspäne (3941 empfiehlt S. Katzenftein, Holzhandlung. sst,^a-n»L (699L und 9200 zu 4043) (4046 auf dem Zimmerplatz des Herrn Alker. 2219 79 937 61 403 16 969 73 310 — 327 50 591 37 118 47 3 I. A. K. Schön. T. in co co Maurerarbeiten, veranschlagt Zimmerarbeiten, „ Dachdeckerarbeilcn. „ Schreinerarbetten, „ Glaserarbeiten, „ Schlosserarbeiten, „ Weißbtnderacbeitm, „ 3808) Für bevorstehende Einmachzeit empfehlen wir: . feinste reingehaltene Werneffige, do. Raffinade (Zucker), do. Ceylonziurrnt, sowie alle sonstigen Gewürze in besten Qualitäten. J. A. Busch Sohne, Für Zeichner. Bestes Belgisches Zeichenpapier empfiehlt (31IK/ E* K&8, vorm- H Sonntag ' Versteigerung von altem Bauholz. Dienstag den 24. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, Rahmkäse, sowie Bückinge zum Rohessen, empfingen in frischen Sendungen (3809 J. A. jBuschSöhne* Gießen, am 18. Juli 1877. . Grohherzogüche Bürgermersterer Gretzen. A. Bramm. __ Versteigerungen. Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 23. und Dienstag den 24. Zuli 1877, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem Districte Unterhag nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz r Cokesklein empfehlen wir als geeignetes Füllmaterial für Fußböden. Preis eines Ispännigen Wagens 1 «X 2 p •* 3998) " Giesiener Gaswerk. Spenglerarbeiten, * Hattenrod, den 18. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Hattenrod. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. 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Bemerkt wird, daß am Montag den 23. Juli bis Mittags 12 Uhr das Brennholz und von da an das Bauholz zur Ver- ffeigerung kommt. . Die Zusammenkunft ist am alten Steinbacher Weg an der 1. Schneiße. Gießen, den 17. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4019)__A. Bramm. Montag den 23. Juli, Nachmittags 3 Uhr, sollen im Pfandlocal dahier ein Sopha, Ko- mode, ein Schränkchen und eine Wanduhr meistbietend versteigert werden. Gießen, den 21. Juli 1877 Großherzoglicher OrtSgericht. 4070) Müller. Aeilgeöotenes. 4062) Schöne neue Frühkartoffeln zu haben bei Frie dri ch Heß, am Hamm. 4071) Ein Pflug mit Egge und sonstigem Zu- gehör, eine große Steigleiter, zwei Erndte- leitern und die Erndte von zwei Acker Korn ist zu verkaufen bei Carl Weid ig Wttw-, Gartenstraße. 4077) Durch meinen Umbau überflüssig gewordene Thüren, Fenster. Deppen, Oefen und Herde verkaufe ich bllltgst. _________ Schneider Frech I. Falzziegel Wegen vorgerückter Saison verkaufe ich meine Sommer» Artikel: e Zaquet und Sacko in Lüster, Krepp und G-rosgrain, zum Selbstkosten- preis (von 4 Jt. 50 an). M. Weither, Marktstrsße. < 6 ) __________________________————— in sehr gutem Zustand verkauft 4047) L. Müller, Mäusburg. Chinesisches Haarfärbe- mittel ä Fl. 2 JL 50, halbe Fl. 1,25, in Zeit von 10 Minuten kann man seine Haare dem Gesicht kleidsam ächt färben, blond, braun und schwarz, und hinterläßt keine nochtheiligen Folgen für die Gesundheit. Erfinder Nothe 86 Eo., Berlin. Niederlage in Gießen bei 4082) Christian Freeh. Universal- Reinigungs - Salz. 3283) Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden. V . Originalpaket ä «M. 0.25, 4; / o.5o, V1 n ’ ZU haben bei C. F. Semmler in Giessen. Neues Grünkorn etngetroffen bei (^018 I. M. Schulhof. 40801 Das vormals Nolti'sche Wohm Haus in der Brandgasse, beabsichtige ich alsbald auf den Abbruch zu verkaufen und ersuche ich Kaufliebhaber, sich direct an mich wenden zu wollen. Peter Hubeler. r Spiegelfabrik l Carl Ueib, Vergolder, Giessen (hinter der Kirche), unterhalt Laßer aller Arten Spiegel, Nltderrahmen, Tische mit Marmorplalten, Gold- und Politurleisten. Alle Sorten Spiegelglas. Das Einrahmen von Bildern wird billigst ausgeführt. Neuvergoldungen werden auf das Solideste bald gefertigt. von WENZELS GARTEN. 406°) Sonntag den 22. Juli 1S77: Großes Coneert ausgcführt von dem ganze» Musik-Corps (34 Mann) des 2. Großh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116, unter Persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Krausae. flnfanfl 3 Uhr. — Entree 30 Pfg. a peifon. 34F- Bei ungünstiger Witterung im Saale. -sc (3548 CK miethen. Selters weg 50. am Gegründet 4073) Mehrere Handlang er gesucht von '. Petri II. Bettfedern x> 1846. Kaiser!., König!., Prinz!., Fürst!, etc. Höfe. Hofsstraße. A. Marcus ziehbar Chr. Schopbach 4052) zur „Stadt Mainxu 4075) Anfang Nachmittags 3 Zthr ziehbar. Garten-Straße B- 1656/10. vermiethen. Dr. Weber. IIOOO Wcrkmztst/r. IDOSc/aUtr. (3564 4058) Samstag, Sonntag und Montag der sehr beliebten Operetten -Gesellschaft aus Frankfurt a. M. Entree frei. Anfang 8 Uhr. Sonntag Entree 30 Pfg. — Anfang 4 und 8 Uhr, 4083) C: OS S> 3 8r. Maj. d. Kaisers und Deutschen Königs von B H. M. Jughardt, GIESSEN, Marktstraße. ö = W er K » wozu ergebenst einladet 4055) Preussen, Sr. Kais. Maj. des Taikuns von Japan, Sr. Kais. Hob. des Prinzen von Japan, so wie vieler anderen D §* ~ w SD $ Zwei Famtlienlogrs von fünf Zimmern, Dachkammern und allem Zubehör nebst einem Stück Gartenland, auf October zu 3743) Der seither von Herrn L-leuer- rinnehmer Walther bewohnte mittlere Stock ist anderweit zu vermiethen und bis zum 15. September oder Ende August be- Sr. Maj. des Königs von Baiern, Sr. Kgl. Hob. des Fürsten z. Hohenzollern- Sigmaringen, Sr. Maj. des Königs Ludwig I. von Portugal, q 4053) Eine Aleidermacherin und a Büglerin wünscht in und außer dem Q Hause Beschäftigung. Näheres auf q dem Vermlethungs-Bureau von □ Frau B. Landauer, Reichcnsand. ’S 2 9 *6 estphälischer Hof Heute, Sonntag den 22. Juli: A* Abeid, Restauration Bramm. Preussen, Sr. König!. Hoheit des Prinzen Friedrich von hdn g P, G> Düsseldorf, München, Paris, London, Köln, Dublin, Oporto, 1852. 1854. 1855. 1862. 1865. 1865. 1865. 4057) Zur Anfertigung neuer Pumpen aller Art, Bier- Apparaten, Wasserleitungen, sowie in Reparaturen derselben empfiehlt sich Friedrich Weber, Pumpenmacher, Gartfeld. Ein Theelöffel voll meines „Boonekamp of Maag-Bitter“ genügt für ein Glas von 1/g Liter Zuckerwasser. Der „Boonekamp of Maag-Bitter“ ist in ganzen und halben Flaschen und in Flacons ächt zu haben in Giessen bei den Herren: Chr. Krämer, Restaurateur a. d. Bahn und Julius Wallach, sowie allenthalben bei den übrigen bekannten Herren Debitanten. 5^ o 5; Philadelphia 187 6. Grosse Bronce-Medaille. (Z) R 2. S = L l Z ÖS ’S 1, a 5 / TECHiVICl/M ^MITTWEIDA? ■ -SclcKmjk— Höhere Faths chu Ze Zur gefl. Beachtung, daß wir unser Manufacttirwaaren-Geschäft mit einem Verrcn-«°nstrttons-«eschäst "I^^äasä"" bis zu den feinsten Stoffen, verbunden haben. Eine langjährige Praxis, sowie solide Arbeitskräfte, versprechen dem geehrten Publikum die strengste Garantie nebst reeller und prompter Bedienung. vermischte Anzeigen. Das Elnfleehten und Reparlren von Sitzen an Rohrstühlen wird prompt u. bill'gst ausgcführt ^ühlgasse 0. 81. (3982 4067) Em mit den besten Zeugnissen versehener junger Mann, der in einem Manufactur- und Colontalwaaren-Geschäst eine dreijährige Lehrzeit beendet, sucht Stelle Näheres bei der Exped. d. Bltts. Paris, Wittenberg, Altona, Wien, Bremen, Köln, 1867. 1869. 1869. 1873. 1874. 1875. 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September zu beziehen bei Karl Herbert. 4068) Der zweite und dritte Stock meh nes neuerbauten Hauses in der Reichensand- Bahnhofsstraße sind, per 15. August beziehbar, zu vermiethen. Näheres zu erfragen bei Herrn Metzger Klein. ________Ludwig Geißler, Wittwe. 4079) Eine Familienwohnung ist zu ver: miethen bei W W a gn er, _______________Frankfurterstrabe E 332. 3674) Möblirte Zimmer und Familten- Wohnungeu zu vermiethen bei H. Merz, Reichensand-Bohnhossstraße. 3270) Eine Wohnung, 5 Zimmer mit Zugehör enthaltend, im 2. Stock, sowie ein Mansardenzimmer mit Cabinet, sind zu vermiethen und im Juli beziehbar. _____________________Christ. Weiß. 3331) Zwei ineinandergehende Zimmer sind zu vermiethen im vormals Chr. H oreyseck'schen Hause, RetchensandBahn- Aermiethungen. 4069) Ein neuer Laden mit Wohnung und Lagerraum, in bester Lage der Stadt, per 1. September zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.________________________ 4059) Eine kleine Familieuwohnungzu vermiethen. F. S ch n e i d e r, Mühlgasse. 4061) Ein freundliches möblirtes Zim- mer mit Cabinet zu vermiethen. C. 137. 4064) Eine Mansarden-Wohnung, 2 bis 3 Zimmern, zu vermiethen. Frau Jüngst, ___________________________Wilbelmstraße. 4065) Ein kleines Familieulogis zu vermiethen. H. Völker, Weißbinder, ___________________Grünbergerstraße. 4063) Ein möblirtts Stübchen zu ver- 4044) Ein möblirtes Zimmer zu ver- micthen bet MechanikuS Iung, Neuenweg. 3751) Die Wirthscbafts - Räumlichkeiten im „Adler" sind zu vermiethen. _______________________E. Pitthan. 3993) Ein Familtenlogis zu vermiethen und sogleich beziehbar bet W. Jacobi Wttw., schöne Aussicht. 3889) Einige Familienlogts in meinem neu erbauten Hause an der Reichensand- Bahnhofsstraße, enthaltend je 5 Zimmer, Küche, Speisekammer, abgeschlossenen Corrt- dor und sonstiges Zubehör, per 1. Octobe zu vermiethen.I. Stein, Architekt. (iß ö 9 a °a £ Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. der M Tage die! maßen ni vorttingi Sldwech jdiitbniei nicht gezl vor, daß nopel ho handstrei dortigen m der wklche T fldiiße bi wenn m Periheid daß die vorgedr^ feste» g lassen, l 5ikitiosil Bergvöh und dich durch bei Mi die BMer fraternif gen Spii und schh lind vkl! Ntn ti binbungei ansdehnet! Truppe» möglich, 1 einmal ei schon Höri die m un in der B verstärken Viddin \ halten, F M die gen von i de» Nord, in Europc Morden. d°r ft* «rung in »««brütfii, hmauslanj . . Jnzi »"nm. »’l’iiniiei « "ft,i R Ans K '««m t