Mo. 148. Freitag, den 22 Juni 187». euer "Anzeiger Akffigc- ui AmtsdlM für iti Kreis Eichen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlvhn. Expedition: Schulftraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. iKs" Einladung rum Abömmneut auf den Gietzener Anzeiger. Derselbe erscheint in den Vormittagsstunden täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg., frei in s Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im III Quartal 1877 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lasten. Die Abonnenten, welche den Anzeiger abholen, erhalten denselben zu 2 Mark. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 2 Mark excl. Postgebühr. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Um vollzählige Exemplare liefern zu können, ersuchen wir unsere geehrten Abonnenten, ihre Bestellungen rechtzeitig bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten aufgeben zu wollen. Die Redaktion. politisch Deutschland. Darmstadt, 19. Juni. Die erste Kammer der Stände hielt heute ihre 14. Sitzung. Auf der Tagesordnung stand: „Erlaß einer Adresse an Se. König!. Hoheit den Großherzog." Der erste Präsident verlas sodann einen Erlaß Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs, wodurch den Ständen des Groß- berzogthums der Regierungswechsel verkündigt wird, sowie die ihm durch den Präsidenten des Gesammt-Ministeriums in Allerhöchstem Auftrag zugestellte, Seitens Sr. Königl. Hoheit alsbald nach Allerhöchstdeffen Regierungs-Antritt abgegebene urkundliche Erklärung wegen unverbrüchlicher Festhaltung der Verfassung, welche in Art. 106 der Verfaffungsurkuude vorgesehen ist. Die vom Bureau vereinbarte Adresie an Se. Königl. Hoheit den Größherzog wurde ohne wettere T iscussion einstimmig angenommen. Der Inhalt der Adresse ist dahin zusammenzufasten, daß die erste Kammer sofort Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog die aufrichtigste Antheilnahme an dem Trauerfall mit Ehrerbietung ausspreche und sich beeile, an den Stufen des Thrones die tiefempfundenen Wünsche niederznlegen, daß Gottes Segen wie seither auch ferner auf Sr. Königl. Hoheit und dtssen Haus ruben möge. Die erste Kammer werde mit derselben Treue und Anhänglichkeit, welche sie dem in Gott ruhenden Negierungsvorgänger Sr. Königl. Hoheit erwiesen habe, auch ferner bestrebt sein, ihre Schuldigkeit für Se. Königl. Hoheit, Allerhöchstdeffen Haus und das Land zu erfüllen und daö Wohlwollen zu rechtfertigen, welches Se. Königl. Hoheit der Kammer zu eröffnen geruht haben. Nachdem auch die Kammer ihr Beileid zu dem kürzlich erfolgten Ableben Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Karl ausgesprochen hat, vertagte sich dieselbe auf unbestimmte Zeit. Darmstadt, 20. Juni. Die zweite Kammer beschloß wegen des Ablebens des Großherzogs Ludwigs III. eine Beileids-Adresse an den Großherzog zu richten und hat sich heute Nachmittag vertagt. Berlin. Die siebente Criminal-Deputation des hiesigen Stadtgerichts verhandelte den Proceß gegen Liebknecht wegen einer durch einen Artikel des Blattes „Neue Welt" unter der Überschrift: „Die Flinte schießt, der Säbel haut" begangenen Majestäts-Beleidigung. Liebknecht bestritt die Competenz des Stadtgerichts, weil die „Neue Welt" in Leipzig gedruckt und verlegt werde; er bestritt die Behauptung der Anklage, daß die „Neue Welt" mit der hier gedruckten Berliner „Freien Preffe" identisch sei, daß die Leipziger Affociations- Druckerei mit der hiesigen Associations-Druckerei einen und denselben Vorstand und Aufsichtsrath habe. Das Gericht erklärte sich nach der Verhandlung und des Widerspruchs des Staatsanwalts ungeachtet für incompetent, weil die „Neue Welt" in Leipzig erscheine und Angeklagter seinen Gerichtsstand in Leipzig habe. Berlin, 18. Juni. Der Post-Geldbriefträger Kilmer, welcher heute Morgen S*/2 Uhr in einem Hause der Taubenstraße Geld überbrachte, wurde von einer Mannsperson, die ihm auf der Treppe aufgelauert, hinterrücks überfallen, durch Schläge mit einem stumpfen Instrument und mit Messerstichen verwundet und versucht, ihn des Geldes zu berauben. Der Briefträger ist nicht lebensgefährlich verletzt, der Thäter von den aus das Hülfegeschrei des Brirsträgers herbeigeeilten Personen festgehalten und verhaftet. Der Thäter hat bereits, wie verlautet, gestanden. Die That ist mit einem gewöhnlichen Taschenmesser ausgeführt. Hesterreich. Wien. Der „Polit. Corresp." schreibt man aus Petersburg: „Die russische Armeeleitung macht, so heißt es dort, in Rumänien die Erfahrung, daß eine Anzahl von Vertretern einer europäischen Großmacht auf allen nur irgendwie möglichen Umwegen — ja zuweilen ganz ungenirt selbst im Bereiche der russischen Armeen — chiffrtrte Depeschen über russische Truppenbewegungen an ihre Regierung befördert und daß seltsamer Weise kurz darauf die Bewegungen der russischen Armee und die Absichten der russischen Armeeleitung den er Hh eiI'. türkischen Truppen- und Festungs-Commandantsu genau bekannt sind. (!!) Man will selbst berechnet haben, daß die Zwischenzeit genau so viel Stunden beträgt, als die Beförderung einer Depesche nach London und von dort nach Konstantinopel, Rusischuk, Widdtn rc. erfordert. (1!) Die russische Armeeleitung begnügte sich vorläufig, die erwähnte Thatsache zu constatiren und dem hiesigen auswärtigen Amt zu übermitteln. Hat diese leise Andeutung keinen Erfolg, so dürfte die ganze Sache, und dies wahrscheinlich recht bald, vor Europa aufgedeckt werden." Wien, 19. Juni. Ein Telegramm der „Polit. Corresp." aus Athen vom 19. d. Mts. meldet: Der österreichisch-ungarische Gesandte, Freiherr v. Münch-Vellinghausen, ist am Typhus gestorben. — Die griechische Negierung entsandte zur Sicherung der Grenze gegen Näuber ein Detachement mit einer Bergbatterie. — Ferner berichtet ein Telegramm der „Polit. Corresp." aus Bukarest vom 19. d. Mts.: Die Verhandlungen wegen des eventuellen Abschlusses einer effectiven rumänisch-russischen Allianz dauern fort. — Dem „Tageblatt" wird aus Belgrad gemeldet: Es verlautet, Fürst Milan werde die Heimreise über Wien machen. An der Grenze herrscht große Thätigkeit. Auf türkischer Seite besteht offenbar die Absicht, dem etwaigen Einmärsche der Ruffen durch Serbien entgegenzuwirken. Die serbischen Districts- Beamten wurden angewiesen, Proviant und Fourage aufzuspeichern, wie solche längs der Donau bereits einmagazinirt sind. Die Administration und die Offi- ciere haben Marschbereitschafts-Ordre erhalten. Arankreich. Paris, 19. Juni. Gutem Vernehmen nach beabsichtigt Marschall Mac Mahon, gleich nach erfolgter Aufiösung der Kammer ein Manifest an die Nation zu richten. Paris, 20. Juni. In der gestrigen Kammersitzung wurde der Bericht von Gevaert über das Liquidations-Conto vertheilt; ferner gelangte zur Mit- thetlung, der Kriegs-Minister habe der Budget-Commission angezeigt, das Artillerie-Comitö habe ein neues Kanonen-Modell adoptirt und ein Theil der von der Regierung verlangten 209 Mill. Francs solle zur Fabrikation dieser neuen Kanonen verwendet werden. Der Bericht kündigt außerdem an, daß der Bau der Befestigungen an der Nordgrenze von Dünkirchen bis in die Gegend von Chtmay begonnen werden soll. Die Budget-Commission hat die Votirung der geforderten 209 Mill, einstimmig beantragt. England London, 19. Juni. Unterhaus. Bourke erklärte Dillwyn, es sei unrichtig, daß die Pforte die Neutralisirung des Suez-Canals abgelehnt habe, denn solche sei niemals formell verlangt worden. Eine vertrauliche Anfrage Englands bezüglich des Canals habe die Pforte noch nicht beantwortet. — Die „London Gazette" bringt eine Verordnung, nach welcher vom 23. Mai bis 7. December 1877 in London die Landung von Hornvieh, das aus dem Hasen Tönningen kommt, gestattet ist, wenn beglaubigt wird, daß daffelbe nur aus Dänemark oder Schleswig-Holstein stammt, nur dort geweidet hat und nie mit anderem Vieh in Berührung kam, das Schiff drei Monate vor dessen Einschiffung kein Vieh aus anderen Ländern an Bord gehabt und seit der Verschiffung an keinem anderen Hafen angelaufen ist. Die Landung erfolgt erst, wenn der Schiffs-Eigenthümer eine Caution von 1000 Pfund als Maximum hinterlegt hat. Rußland. Petersburg, 20. Juni. In Betreff der vielbesprochenen neuen Recru- tirung von 218,000 Mann wird von unterrichteter Seite bemerkt, daß es sich dabei nicht um eine exceptionclle, sondern um die jährlich wiederkehrende Aushebung bandle, die wie gewöhnlich zum Voraus angekündigt und festgesetzt werde. Die Ziffer sei größer als im vorigen Jahre, weil man bei der abge- New' Bork, 18. Juni. Nachrichten aus Galoeston vom 11. Ium ,ufolae überschritt eine Abtheilung regulärer türkischer Truppen, um einem Zusammenstoß mit den Aufständischen auszuweichen, den Rio Grande, etwa 30 Kilometer vom Fort Clarke entfernt. Die Aufständischen setzten in der nämlichen Nacht über den Fluß, griffen die Mexikaner au, tödteten Mehrere und verwundeten Viele. Dann gingen sie auf mexikanisches Gebiet zuruck. Von dem in Texas zurückgebliebenen Rest der mexikanischen Truppen wurde 1 Oberst 8 Officiere und 31 Soldaten durch die Militärbehörden der Union aufgebracht und tnternirt. , ~ , Washington, 20. Juni. Der Schatzsecretär thellte dem Fmanz-Connt6, das die neue 4procentige amerikanische Anleihe übernommen hat, gestern schrfft- lich mit, daß die Obligationen in Gold eingelöst werden würden. Die Redlichkeit der Regierung und des Volkes bürge für die Erfüllung dieser Verpflichtung. Landwirthfchaftliches. Berlin, den 14. Juni 1877. VolkswirthschaftlicheS. Nach dem neuesten statistischen Jahresbericht der,,Berliner Börsen-Zeitung' über den Stand der Lebensversicherung in Deutschland haben die von den 69 Lebensoer- sicherungs^Anstalten im Deutschen Reiche bis zum Schlüsse des Jahres 1875 angesammelten zinstragenden Fonds die Höhe von 356,846,822 JL erreicht Hiervon und 272,125,655 jt, b. i. 76,3 Procent in pupillarisch sicheren Hypotheken belegt und dieser Hypotheken-Bestand hat sich im Jahre 1875 um 23,662 136 JL vermehrt. Der Ge- sammt-Bestand des zinsbar angeleoten Vermögens vertheilt sich natürlich aus die einzelnen Gesellschaften nicht gleichmäßig; so besaß z. B- die größte preußische Lebensver- sicherunns-Gesellschaft, die Germania in Stettin, an zinstragenden Fonds Ende 1875 allein 25,433.678 JL. und ihre Hypotheken, welche im Jahre 1875 um etwas über 3 Millionen Mark gewachsen find, betrugen Ende 1875: 22,094,161 JL Diese bedeutenden Hypotheken-Anlagen der deutschen Lebensoerficherungs-Gesellschaften sind namentlich der Landwirthschaft und dem Grundbesitz in den großen Städten von dauerndem Nutzen, zumal die Gesellschaften Kündigungen ihrer Hypotheken zu bewirken keinen Anlaß haben. _ ___ Schiffsbericht. Mitgethetlt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd (§. W. Dietz in Gießen. £ „„ Southamton, den 20. Juni. Das Postdampfschiff Weser, Capt. F. von Bulow, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 9. d. M- von Newyork abg^ gangen war, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung heute 1 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die Weser überbringt 250 Passagiere und volle Ladung. zur Hauptcolonne zurück- Wien, 19. Juni. Ein Telegramm der „Neuen Fr. Pr." meldet aus Bukarest: Die Türken haben hinter Matschin Verschanzungen errichtet, um daselbst den Uebergang der Ruffen über die Donau zu verhindern. Die Ruffen befestigen die Umgebung von Satunowo, die Türken dagegen Jsaktscha. Zara, 19. Juni. Nachrichten aus besonderer Quelle zufolge drangen die Türken in drei Colonnen in Montenegro ein. Eine Colonne marschirte über Ozdnik nach Dersno, eine andere im Zetathale nach Dopoljevic, eine dritte über Povia gegen Bogetic, wo die Montenegriner Proviant und Munition aufgehäuft haben und wo seit gestern gekämpft wird. Das Hauptquartier des Fürsten ist in Oranidol. Lokal-Srotiz. Gießen, 21. Juni. Se. Kaiser!. Hoheit der Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen verweilte gestern Abend von Ems kommend ca. 2 Stunden auf hie ft gern Bahnhof und oberen Theile der Stadt- Die jubelnde und Hochrufende Menge war indessen so stark angewacksen, daß Se. Kaiser!. Hoheit am Hess. Hofe umkehren mußte. Mit dem Courierzug 8" kehrte sodann derselbe nach Berlin zurück. --Gestern Abend gegen 11 Uhr brannte es in der Mansarde eines Hauses am Lindenplatz. Durch rasche Hülfe wurde größerem Unglück vorgebeugt. Der orientalische Krieg. London. Ueber den Ueberfall von Beg Mahmed, bei dem bekanntlich nach einer Mittheiluug des Correspondenten des „Daily Telegraph" an die 4000 Tscherkeffen von den Ruffen niedergemacht sein sollten, liegt jetzt in der „Polit. Corresp." ein erster ausführlicher Bericht aus Tiflis, 1. Juni vor. Derselbe lautet: ,Auf der Route von Kars sich bewegend, erreichte die Flügel-Abtheilung der Achalzicher Hauptcolonne des G--A. Loris-Melckoff am 29. Mai das 16 Werst (etwas über zwei deutsche Meilen) südlich von Kars entfernte Hatzi Chalil. Hier erfuhr der General von Kundschaftern, daß einen Tag vorher die feindliche irreguläre Kavallerie unter den Befehlen des russischen Deserteurs, Muffa Pascha Kunduchoff, aus Saganlug nach Kars sich in Bewegung gesetzt habe Mit der dem General eigenthümlichen Raschheit und Energie wurde noch am 29. Mai, um 9 Uhr Abends, G--M. Fürst Tschawtschawadze mit der zweiten Kavallerie-Division, dem zweiten Dagestaner Kumiko Kabardiner Regiment und 16 Geschützen der reitenden Artillerie nach dem 12 Werst westlich von Hadzi Chalil liegenden Ardost beordert. Gegen Mitternacht wurde das Lager Muffa Pascha's bei dem auf der Erzerumer Straße, 22 Werst südwestlich von Kars entfernten Marktflecken Begli Achmed (Beg Mahmed) entdeckt. G--M. Tschawtschawadze ließ den Feind, weicher gar keine Vorposten ausgestellt hatte, von drei Seiten gleichzeitig angreisen. Wiewohl der Ueberfall ein gänzlich unerwarteter war, so rafften sich die Türken doch zu einer sehr energischen Vertheidigung auf, so daß man russischerseits zweimal zum Bajonnete greisen mußte. Erst am 30. Mai, gegen 7 Uhr Morgens, ergriffen die Türken die Flucht. Die vierte Escadron der Nizegoroder Dragoner erbeuteten 2 Gebirgsgeschütze, 4 Munitionskarren, 2 Feldzeichen und eine große Anzahl Kavallerie- Säbel. Es wurden 200 Gefangene, darunter mehrere Officiere, gemacht. Der russische Verlust beziffert sich auf 7 Todte, darunter der tapfere Dragoner- Lieutenant Forshet, und 30 Verwundete. An Pferden büßten die Ruffen 51 ein. Nach vollzogenem Auftrage kehrte G.-M. Tschawtschawadze am 30. Mm Der Getreidehandel trug den Charakter der Flaue und traten vor diesen günstigen Erntehoffnungen alle vorhandenen gewichtigen Momente in den Hintergrund, auf welche so große Unternehmungen i la hausse gegründet waren. England ließ es nahezu vollständig außer Acht, daß ihm noch ein Zuschuß von nahe 2 Millionen Qrtrs. nolhwendig, um sich seinen Juli- und August-Bedarf zu decken, da die Durchschnitts« zufuhren der letzten Zeit kaum zum brüten Theil seinen Wochenbebarf von 300—350,000 Orts, ausländischen Weizens genügten. Währcnb der letzten 4 Wochen waren bie Ankünfte verhältnißmäßig zwar groß unb erreichten für Weizen unb Mehl 1,222,000 QttS., allein bie unterwegs befindlichen Quantitäten haben sich stufenweise verkleinert und scheint bie Nächstzeit kaum eine nennenswerthe Vergrößerung zu bringen. Im gegenwärtigen Zeitpunkt, in welchem so viel über Knappheit an Weizen während der folgenden drei Monate gesprochen und geschrieben wird, mag ein Rückblick auf die Zufuhren von Juni, Juli unb August 1876 von Interesse sein. Dieselben erreichten damals 3,226.000 Qrts. unb würben aus folgenben Länbern importirt: Vereinigte Staaten unb Britisch-Norbamerika 1,820,000 Qrts., Rußlanb unb Türkei 565,000 Qrts., Indien 202,000 Qrts-, Aegypten 101,000 Qrts., Chili 139,000 Qrts. und Deutschland 75,000 Qrts ; aus verschiedenen Ländern 322,000 Qrts., welche zumeist Australien entstammten, welche Colonie tm vergangenen Jahre vom 1. Januar dis 18. Mat nicht weniger als 550,000 Qrts. Weizen und Mehl exportirte, von denen der größte Theil England zu Gute kam. Aus Frankreich waren die Exporte von Weizen und Mehl im vergangenen Jahre recht unbebeuiend, ebenso aus Dänemark. Vergleichen wir bie diesmalige Export- lähigkeit der verschiedenen Länder für die nächsten drei Monate mit obigen Zahlen, so werden wir sicher ein bedeutendes Deficit finden. Zunächst befindet sich beinahe nichts mehr aus den atlantischen Staaten nach dem vereinigten Köntgretche unterwegs, und wenn wir die Verschiffungen für die nächsten zehn Wochen auf durchschnittlich 30,000 Qrts. per Woche annehmen, so ergiebt dies 300,000 Qrts. bis Ende August. Aus Californien unb Oregon sind gegenwärtig 445,000 Qrts. auf der Reise, die alle cinheffen mögen; fügen wir diesen noch 50,000 Qrts. hinzu, welche an der Küste einge- lroffeu und m letzter Ziffer nicht inbegriffen sind, so erhalten wir als Facit aus den Vereinigten Staaten 745,000 Qrts., oder eine Abnahme von 1,025,000 Qrts. im Vergleich zum Vorjahre. Aus Montreal dürfte den letzten Berichten zufolge für die Nächstzeit nichts abgeladen werden können. Aus Rußland, Türkei und Deutschland können an unterwegs befindlichen Zufuhren und auf Abladung vor Ende August einzutreffen beorderten Schiffe kaum mehr als 300,000 Qrts. erwartet werden, mithin ca. 340,000 Qrts. weniger. Aus Chili mögen die Zufuhren vor Ende August nahe an bie letzt- jährige Ziffer streifen. Frankreich ist bas Land, welches wahrscheinlich ben größeren Theil bes Deficits becken kann. Der Import von ba betrug im Mai an Weizen und Mehl über 250,000 Qrts., und wenn der fernere Export auch nicht so ausgiebig mehr Eintreffen kann, so dürften doch hübsche Posten erwarten werden können. Auch aus Indien dürsten größere Zufuhren als im Vorjahre eintreffen und daraus ein Minus sich ergänzen. Aus Australien ist dagegen gar nichts zu erwarten und müßte dies dem schon großen Deficit hinzugefügt werden. Demnach dürften die Ankünfte der nächsten drei Monate irotz zunehmender Verschiffungen aus Frankreich, Indien unb wahrscheinlich auch Aegypten erheblich kleiner werden unb kann barin ber Hauplgrunb für baS Vertrauen ber Waareninhaber zu finden sein. Die dieswöchentlichen Landmärktc verliefen unter dem Einfluß bes schönen Wetters im Gegensatz zur Vorwoche flau und mußten Inhaber Concessionen machen, um verkaufen zu können. Der im letztwöchent- lichen Bericht mitgetheilte Preisaufschwung ist vollständig wieder eingebüßt. Die Zu- uhren in der am 9. Juni endenden Woche betrugen an ben für ben Durchschnittspreis maßgebenben 150 Märkten in Englanb unb Wales 26,779 Qrts. Weizen d 65 sh , bagegen in ber Parallelwoche 1876 40,330 Qrts. ä 47 sh. 4 sion em- aebracht. Di- Kammer wird vor ihrem Schluffe noch ewige Sltzungen halten. — Derwisch Pascha ist mit zahlreichen Irregulären, welche vor dem Sultan Revue passirten, gestern nach Datum abgegangen. — Prinz Haffan wohntt aellern einem außerordentlichen Ministerrathe bei und geht am Donnerstag nach Varna ab. — Der Sultan hat beschlvffen, ein neues öcumenisches Patriarchats- Gebäude aus eigene Kosten bauen zu lasten. Rumänien Bukarest 19. Juni. Der Präsident der Kammer, Rosetti, hat seine Demission gegeben, mit der Erklärung, daß er mit den Ideen und dem Vorgehen der Kammer nicht mehr übereinstimme. Di- D-mtssion wurde einstimmig abgelehnt. Rosetti bestand zwar aus seiner Demission, allein man glaubt, daß er sich bestimmen lasten werde, das Präsidium fortzusühren. Bukarest, 19. Juni. Die Kammer nahm nut 45 gegen 21 Stimmen das von dem Senate ameudirte Hypothekar-BilledGesetz an. Die Regierung legte der Kammer ein neues Arrangement mit Erafoleh, dem Unternehmer der Eisenbahnlinie Plojesti-Predeal, vor. Amerika. Vermischtes. Darmstadt, 19. Juni. Heute Vormittag ertränkte sich im großen Woog unweit bes Zapfens ein junges Mädchen. Dasselbe war erst 15 Jahre alt, aus Gießen gebürtig unb befanb sich bei einer hiesigen Familie als Pflegetochter. In bem Hinterbau bes ehemaligen Kriegsministerialgebäubes sollen für die Bau- gewerbschule zwei Zeichensäle erbaut werben. 1. 3510) Flick & Kroll. rische Sendung, bei 2. 4. 5. 9. 77 (Sandsteine), veranschlagt LU -6) 149 76 Die Expedition. Supp, Major. 3480) 36 6 3427 7336 1614 3233 1561 859 1547 22 79 60 45 1 4 86 6. 7. 8. 1) 2) 3) Jeilgebotenes. Bonner Portland - Cement, tirlechisclie Tafel-, Dessert- u. Sanitäts-^iVeine» Sämmtliehe Weine in Originalflaschen a % Liter garantirt absolut 4) 5) 3495) Verkauf eines Haufens Pferdedünger bei der Actien-Brauerei in Gießen. ganz Naffau den besten Erfolg. Wiesbaden. Brennholz (kurz geschnittene Eichenholzabfälle) bei H. Keck, Neuenweg B. 177 Aersteigerungen. Arbeits-Versteigerung. Donnerstag den 28. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, Samstag den 23. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem städtischen Baubüreau die behufs Verlegung einer Strecke des RinggrabenS erforderliche, zu 207 x veranschlagte Arbeit, versteigert werden. Gießen, den 20. Juni 1877. (3494 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Briefkasten. ffrl. Toni — Wir wollen den 4 jungen Dämchen die Verlegenheit mcht bereiten, ihre Geheimnisse zu bekritteln, ratben aber, für die Folge auf öffentlichen sehr frequenten Wegen etwas vorsichtiger zu sein. bürtig. . . 3 Kailiste ä 180 ganz vorzüglicher Tafelwein — em weisser, und Vino di Bacco ä 150 ein rother Claret, beide sehr alkoholreich, mit fein gewürzhafter Blume, an trockenen Sherry und Madeira erinnernd. Vino Santo ä 170 H, — der König der Griechenweine, als Damenwein sehr Recht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition deS Gießener Anzeigers empfehle tö au M- 13 70 per Dutzend, M. 6,85 per halbes Dutzend, sowie in ganzen und halber Fläschchen zu M. 1,28 und 68 Pfg. gehorsamst. Johaun Maria Warin« in Köln. die Billigkeit des Preises voraus. Bei Abnahme von mindestens 12 Flaschen Preisermässigung. Preise per comptant. — Probekisten von 12 Flaschen mit sämmthchen Sorten zu beziehen durch das ....... mr-oorai Allein-Depot von Dr. Hempel, Hirschapotheke in GltbbtN. Gültige Privat Banknoten. Die beschränkenden Bestimmungen des § 43 deS Retchs-BankgesetzeS vom 14. März 1875 sind (nach dem im Retchsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachstehender Prioat-Notenbanken als nicht anwendbar ei klärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugntß zur Notenausgabe ertheilt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. — 2. Bayerische Notenbank in München. — 3. Bremerbank in Bremen. — 4. Breslauer Bank in BreSlau. - 5. Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz. — 6. Cölntsche Privatbank in Coln. — 7. Danziger Privatbank in Danzig. — 8. Frankfurter Bank m Frankfurt am Main.— 9. Hannoversche Bank in Hannover. - 10. Leipziger Cassenoerein in Leipzig. - " Lübecker Commerzbank in Lübeck. — 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. — 13. Posener Privatbank in Posen. — 14. Sächsische Bank in Dresden. — 15. Bank für Süddeutschland in Darmstadt. — 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. — Die Verwendung der Noten anderer deutscher Prioat-Notenbanken oder Korporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. Seitens der Rationalbank für das Großherzogthum Luxemburg sind neuerdings auf Reichswährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, w und 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach § H des Bankgesetzes vom 14. März,1875 verboten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger Verwendung daneben mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestrafe Die Nassauische Volkszeitung (Entschieden liberale Tendenz) erscheint täglich mit Ausnahme der Sonntage. Dieselbe bringt täglich populärgeschriebene Leitartikel, Correspondenzen aus bewährten Federn, provinzielle Nachrichten, telegraphische Depeschen so rasch wie jede größere Zeitung, Marktberichte und ein sorgsältig ausgewähltes Feuilleton rc. rc. Abonnementspreis 3 Jl. (einschließlich Postausschlag) vierteljährlich. 1*01*werden mit 20 H pro gesp. Petitzeile berechnet und sichern bei der Verbreitung des Blattes in ii 1877. ' diesen M; unb lietz ez 300—350,000 ;?d.e An- '222'°°0ürt6 und "JVe0eni tenb. dtt |ob I . ' auf die 3m erreichten da- ^dirn llchland 75,000 u entstammten, [ $ weniger altz etl England zu *m vergangenen »malige Expou- ■ 7 M beinahe iche unterwegs, durchschnittlich > Ende August. - Reise, die alle >er Küste einge- sactt aus dm Orts, im Ver- für die Nächst- chland können ist einzutreffen tzin ca. 340,000 e an die letzt- den größeren an Leizen und ausgiebig mehr un. Auch aus aus ein Minus müßte dies dem Ute der nächsten und wahrschetn- tgrund für das Landmärkle verwache flau und im lehtwöchent- ,ebüßt. Die Zu- Durchschnittspreis : Veizen d 65 sh, । 37,634 Qcts. ä zenzufuhren vom 75/76 39,817,826 5,752, 4,837,055, mika sandte ent-- Msrochen mit lotirte am 7. c. bit /klagen über büßten Cerealm tuuntU in Paris mg, und erwartet Kurzem neue Enten Ernteaussrchten , n Hand in Hand; ichgebender W - gelobt und w :t nahezu vollendet . itn vermochien ftd) andsmärkle Nord- । hiesigen Marktes mag nachgiebiger, durch die sich n die Verkehrs- ; M waren die per V vorhanden, und raufen, ®“&renb0Ä ssS? Lag- , tvffui großen ’ eien Maaren k Äffin bringen i geschätzt — und die drei folgenden: Achaja Malvasier, weiss, ä 170 Misistra Malvasier ä 180 H und ' Achaja Malvasier, roth, ä 180 sind ausgereifte, treffliche Süssweine, sehr fett, voll und feurig und von eigenartigem mildem Ton und Character. Vino Rose ä 200 H, ist ein Essenzwein von hervorragender Gute ; er wird von dem Lieferanten als eine Seltenheit bezeichnet, und hat vor achtem Tokayer Handel und Verkehr. Frankfurt, 20. Juni. D-r h-utigk Heu-u. Stroh-L^rki war sehr gut befahren. <$Shi kostete je nach Qualität per Centner X 4—5.—, Stroh per Centner X 3 bi?4 - Neues Heu 2 50-3. Erbsen, geschälte, per 100 Kilo 30-32 ganze Erbten 24_28 X, weiße Bohnen 23—26 X, Linsen 36—40 X- Kartoffeln, 100 Kilo Ag—9. Ochsenfleisch per Pfund 70 X Rindfleisch 55-60 ^, Schw^nefletsch 75 bis 80 L Kalbfleisch 60—70 Hammelfleisch 50—63 Butter im Großhandel das Pfund L Qualität^ 1.10, 2.Qual. X Kleinhandel I.OuflU X,1.3°, 2.Qual. X 1.15—20. Eier, gewöhnliche, das Hundert X 4.50, italienische X 5 60. Vor sieben wahren. Taaebuch eines Dreiundachtzigers aus dem deutsch-franzv- fischen Kriege 1870/71 erscheint Ansang Jul« in dem Feuilleton der , Oberhessrschen Zeitung. Bestellungen auf die Oberhessische Zeitung nebst deren Gratisbeilage Mustrirtes Sonntagsblatt werden von allen Postanstalten für das dritte Quartal entgegengenommen. In ihren politischen Nachrichten ist die Oberhefsifche Zeitung rasch und zuverlässig und zählt zu den verbreitetsten Zeitungen in Hessen, weßhalb Inserate in derselben von sicherem Erfolge begleitet sind. Vierteljähriger Abonnements-Preis incl. Postaufschlag X 2,50. Um rechtzeitige Bestellung ersucht Marburg, im Juni 1877. ~ Die Expedition der Oberhesfischen Zeitung. Besondere Mekanntmachung. Bekanntmachung. Samstag den 23. d. M. sollen in dem Gefchästslocale der Garnison Verwaltung (Nahrungsberg) nachbenannte Leistungen und Lieferungen im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden, >und zwar: 1) Die Anfuhr von Steinkohlen pro 1877/78 rc. 4400 Ctr. vom Bahnhofe Gießen nach der Zeughaus - Caserne und dem Garnison-Lazareth um 10 Uhr Vormittags. , 2) Die Lieferung des Zündholzes pro 1878/79 rc. 144 Cubm. Scheitholz für die Zeughaus-Caserne und dem Garnison - Lazareth um V«11 Uhr Vormittags. ' . r v 3) Die Lieferung von Petroleum und Dochtband pro 1. Juli 1877 bis ultimo März 1878 rc. 680 Kilo Petroleum für die Zeughaus - Caserne und dem Garnison-Lazareth um H Uhr Vormittags. Die bezüglichen Bedingungen liegen im diesseitigen Geschäftszimmer zur Einsicht ^Gießen, den 18. Juni 1877. (3445 Grobherzogliche Garnison-Verwaltung. Ausverkauf von Instrumenten, Messer- und Gummiwaaren. 3506) Wegen gänzlicher Aufgabe des Instrumenten- und Messergeschäftes verkaufe ich innerhalb der nächsten 14 Tage meine sämmtuchen Vorräthe in diesen Artikeln unter Fabrikpreisen. I. Th. Haubach, Seltersweg 187. rein und ächt. Die Griechischen Weine können uns die feineren französischen Rothweme ersetzen; namentlich aber können sie uns erlösen von dem Allen, was wir unter hochtönenden Namen als Malaga, Sherry, Madeira, Portwein, Tokayer etc. mit schwerem Geide bezahlen, und was in den allerseltensten Fällen reine Naturerzeugnisse, zumeist nur Fabrikate von zweifelhafter Herkunft und zweifelhafter Mischung sind. Die folgenden Überraschend schönen Weine, äusser 2, 6 u. 8, entstammen dem rein vulkanischen Boden der Insel Santorin, dem alten Kalliste, der südlichsten der Cykladen. Camarite ä 170 H, ein aussergewöhnlich tröckener Rothwein, von ganz merkwürdigem Tanningehalt, der sich besonders als Magenwein und gegen chronische Diarrhöen sehr empfehlen dürfte. Corinther ä 190 H, ein trockener Rothwein, voll, feurig und von angenehmer Blume, jedem gleichpreisigen Burgunder und Bordeaux mindestens eben- Pftrde-Versseigerung. Dienstag den 26. d< Mts., Vormittags um 10 Uhr, wird in der Gensd'armecte-Caserne zu Meßen ein ausrangtrtes Dienstpferd gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert. Gießen, den 19. Juni 1877. Großherzogltches Gensd'armerieDivtsions- Commando Oberhessen. Sollen aus dem Bureau der Großherzog- Achen Bürgermeisterei G r o ß e n-B u s e ck nachfolgende, bei Erbauung eines neuen doppelten Schulhauses vorkommeu- den Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Accord gegeben werden: x H Erdarbeiten, veranschlagt zu 531 Maurerarbeiten, „ „ 13818 Steinhauerarbetten (Lungsteine), veranschlagt zu 628 Zimmerarbeiten, Steindeckerarbetten, Schreinerarbeiten 7) Schlosserarbeiten, 8) Glaserarbetten, 9) Wetßbinderarbeiten, 10) Spenglerarbeiten , „ Großen-Luseck, den 21. Ium 1877. Schwämme 3360),' t0,Pfie!,lt «(,. Will,. BdM,. 3044) Einige Hundert Fuder Stroh- feile zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. _________________________________ Grotzh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. L.3Hahn, 3503) Bezirksbauaufseher. Heugras-Versteigerung bei der Stadt Allendorf a. d. Lda. Montag den 23. Juni 1. I., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Heugras von den städtischen Wiesen, circa 36 Morgen, öffentlich versteigert roerden. Die Zusammenkunft ist am Unterthore. Allendorf a. d. Lda., am 20. Juni 1877. Großh. Bürgermeisterei Allendorf o. d. Lda 3497) Bieber. btn ° , Mr- ttit-uDb dieser r en Wl Der Ge- 1 rS-5»;- w f,"b s,ot „*l ’j'ÄÄ Neu! Papier-Anfkuchter, Neu! Leveson Patent. Hierdurch empfehle den mir am 22./1. 1877 patentirten Copirbuch- Anreuchter, als unentbehrlich für jedes Comptoir. Derselbe vereinfacht das bisher so umständliche Anfeuchten der Copir-Papiere dadurch, daß er Pinsel, Schwamm und Wasserbehälter in sich vereinigt und ist einmaliges Anfeuchten desselben für monatelangen Gebrauch hinreichend. Köln, Faul Leveson. Detail-Berkaus: bei der Expedition des Gießener An- zeigers n 2 Jl. Neue Matjes-Häringe empfiehlt (2949) Emil Fischbach. 3430) Mehrere Schränke, Kommoden, Nacht- tische u. s. w. sind zu verkaufen bei Schreinermeister Trankner II- _________vis-ä-vis dem Darmstädter Haus. 3476) Einige Meter Pflasterfteine^ü verkaufen. Näheres bei_______I Blitz 3423) Eine Partie Mift ist abzugeben bei M. Rosenthal. Butterpulver verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paquet, ausreichend für 500 Liter Milch, h 50 4- Käse- & Butterfarbe, per Flacon ä 60 x zu haben bei (3345 €L F. SemmBer in Giessen. Feinsten Schwester, Amburger u. Kahm-Käse 1 empfiehlt Cg. Willi. W« idig. 3046) Ein HauS, mitten in der Stadt aelegen, worin schon längere Zeit eine Restauration betrieben worden, und welches sich sehr gut zu einer Weinhandlung oder einem Liqueurgeschäft eignet, ist unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei I. Blitz. Wenzels Garten. Im Interesse meiner verehrten Gäste habe td) Bleriuarken schlagen lassen, welche jederzeit am Buffet zu haben sind. Um eine raschere Bedienung zu erzielen, bitte von dieser Einrichtung gefl. Gebrauch machen zu wollen. Achtungsvoll (351L Wilh,. "Wenzel. COOCXXXXXXXXXXXXXX»OCXXXXXXXXXXXX)dl u u o o QCXXXXm)0OOCX30OCXX3 OOOOOOOGOOOOOOOl u u G □ G u □ ü ü o ü o ü o o ü □ □ ü o o o □ Ü Einladung zum Abonnement auf die rasch und umfassend. Dem Feuilleton werden wir ganz besondere Aufmerksamkeit zuwenden und im Laufe des kommenden Quartals eine Reihe der spannendsten Original-Novellen namhafter Autoren zum Abdruck bringen. Inserate finden bei der großen Auflage der „Neuen Hessischen Volksblätter" die weiteste und wirksamste Verbreitung und wird die Petirz-ile nur mit 12 H berechnet. Damit wir vollständige Exemplare liefern können und keine Unterbrechung in der Zusendung eintritt, ersuchen wir die geehrten Jutereffen: teil, das Abonnement bei der Post alsbald- erneuern zu wollen. Darmstadt, im Juni 1877. Die Expedition der „Neuen Hessischen DolKsdlüttcr." q gewinnen. Die Mittheiluugen vom Kriegsschauplatz bringen wir möglichst Neuen Hessischen Nolksblätter. | Mit dem 1. Juli 1877 eröffnen die „Neuen Hessischen § Volksblätter" ein neues Abonnement. Tiejklben sind kein exclu- g sives Partei-Organ, sondern werden, getreu ihrer Devise „Glei- , ches Recht für Alle!" unabhängig nach Oben wie nach Unten, wahrhaft und entschieden freisinnig, dabei ferne von s jedem Zelotismus nach der einen oder andern Seite hin und auf politischem, wie religiösem Gebiete jede ehrliche Ueberzeugung [ achtend, ihrer Ausgabe der Förderung des Volkes- und Ge- meindewohls, ganz wie bisher, gerecht zu werden suchen. Der Abonnementspreis beträgt pro Quartal für Darmstadt und Bessungen 2 JC. 10 auswärts durch den Postaufschlag 2 JL 60 1 Tendenz und Haltung unseres Blattes, welches in seiner Unabhängigkeit vollständig aus sich selbst und die Gunst seiner Leser angewiesen und nicht, wie leider so viele andere Blätter, auf Kosten der i Selbstständigkeit mit geheimen Subventionen bedacht ist, — bleiben selbstredend unverändert, so daß wir uns der zuversichtlichen Hoffnung hingeben dürfen, den „Neuen Hessischen Volksblättern" nicht nur die alten Leser sortzueihalten, sondern auch immer mehr ^neue zu L Universal- ■? Waschmittel HESKEL&C2 l Aach en: j Aermietyungen. 3498) In dem von Herrn H. Bepler erkauften Hause ist der Laden mit Logis zu vermiethen und per 1. August zu beziehen. H. Bellof, Sonnenstraße B. 106. 3502) Friedrich Jung in Klein-Linden hat in seinem, an der Frankfurter Straße, dem Kölner Bahnhof gegenüber gelegenen, neu erbauten Hause, mehrere Wohnungen zu vermiethen, welche den 1. Juli bezieh- bar sind._______________________________________ 3508) Der 3. Stock meines Hauses in der Rcichensand - Bahnhofsstraße (6 geräumige Zimmer, 2 Bodenkammern, Küche mit Wasserleitung), vom 1. Juli an beziehbar, zu vermiethen. Auf Wunsch Stallung für 2 Pferde._______Theodor Haubach. 3466) Zwei Familienlogis per 1. August zu vermiethen bei I a c o b T h o m a s, ____________________Schiffenberger Weg. 3477) Zwei inetnandergehehende unmö- bltrte Zimmer auf dem Seltersberg sind zu vermiethen. Näheres bei _______________________3 Blitz. 3216) Zwei tnetnandergehende möbltrte Zimmer zu vermiethen bet S. L o e s e r, ________Ecke der Bismarck- u. Ludwigsstr. 3279) Die Parterrewohnung meines Hauses nächst der Bahnhossstroße ist zu vermiethen und vom 9. September zu beziehen _________________Krausgrill. 3280) Eine Wohnung mit 6 Zimmern re. vermiethet, per 1. October beziehbar, ___________________H. Adami. 3448) Ein möbltrtes Zimmer zu oer- miethen._______Marktstraße 27, 3. Etage. Em möbltrtes Zimmer zu vermiethen. __________________Asterweg Lit. A. Nr. 108. 3493) Ein freundliches Familienlogis: 3 Zimmer, Küche, 2 Cabinets, Keller, Speicher, Gartenantheil, zum 1. August zu vermiethen. Bellof Wtttwe. _______Grünberger-Str., neben Kalbfleisch. 3462) Logis zu vermiethen bet ____________Loutse Will, Alicenftraße. 3511) Der 2. Stock meines neu erbauten Hauses, vis-k-vis dem Clubgebäude, ist zu vermiethen. Carl Weidig. Vermischte Anzeigen. Ein Maschinenschmied, welcher selbstständig arbeiten kann wird gegen hohen Lohn gesucht bei 3481) Gg. Nenzel. Haasenstein & Vogler. Erste und älteste Annoncen-Expedition Frankfurt am Main 22 Götheplatz 22 Agenturen in: Cassel, Gießen, Darmstadt, Mannheim, Carlsruhe, Wiesbaden. Annoncen aller Art, Stellen-, Kauf-, Verkauf-, Heirathe-, Agentur - Gesuche etc. in alle Blätter und Fachzeitschriften der Welt besorgen wir ohne alle Nebenkosten. 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Nachts. Ankunft in Gießen von: Frankfurt 83< 9"*. 11" Vorm. 3". 4r? Nachm. 730. 8<5* Abends. 10". 121 Nachts. Cassel 8"*. 1131 Vorm. 4^ Nachm. 6-0* Abds. 114°. 225 Nachts. Marburg 636. 811*. 1131 Vorm. 42« Nachm- 650*. 725 Abds. 11". 225 Nachts. * bedeutet ’5ilzuo Cöln-GiehenerGisenbahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz (Cöln) 6'5 Vormittags. 12 Mittags. 4'3 Nachm. Dillenburg 6" Vorm. 12 Uhr Mittags- 4" Nachm. 95 Abends. Wetzlar 6". 8'0. 955 Vorm. 12 Mtttags- 4'3 Nachi'. 7. 95 Abends. Ankunft in Gießen von: Deutz (Cöln) 1133 Mittags. 42’ Nachm- Hao Abends. Dillenburg 750. 11« Vorm. 42’ Nachm 1120 Arends. Wetzlar 7so. 935. 1133 Vorm. 42’. 6»s Nackm. 825 1120 Abends- MerhesMeEisenbahnen Abfahrten von Gießen nach: Fulda 730. 1155 Vorm. 735 Abends Alsfeld 730. iiss Vorm 5. 735 Nuchm Gelnhausen 8’5 Vorm- 12 Mittags. 4*» Nachm Mdda 815 Vorm- 12 Mittags. 4" Nachm * 8