1877. Donnerstag, den 22 März Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Bum 80. ZeburKtage unseres Kaisers und Neid des edlen Doch als greiser Heldenkaiser, Albert Münzenthal. nnhonnnnnnncnCICICldOCOOCOCOCOCCCCGCCCCCCCCCCCCCCOCCCC □ Q Und wie In Angst 6. und Selbstsucht und Verrath! 3. Zornes heiliges Feuer hell flammte auf und heiss, Srfcheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulstrahe, Lit. 8. Nr. 18. Als unsers Kaiserthrones seif ne Zier!“ Wie doch der Geister Streit, der unser Land durchtobet, Dein edles Herze lässt so unberührt! Du hälfst das Steuer fest auf jenem geraden Wege, Der uns aus solchem Kampf zu rechtem Frieden führt. Heut bist Du 80 Jahr, Du greiser Heidenkaiser, Noch einmal rufen wir: „Heil Kaiser Wilhelm Dir! Erhalt Dich Gott noch lang dem deutschen Reiche 2. Du sahst als Kind noch Deiner Mutter Thränen, 1. Heuf 80 Jahr! Vor allem lasst uns wünschen, Und rufen : „Heil, Heil Kaiser Wilhelm Dir! Erhalf Dich Gott noch lang' dem deutschen Reiche Als unsers Kaiserthrones seif ne Zier! Dein Leben liegt vor unsern Blicken offen. Wohl ziemt es sich, einmal zurückzuseh'n; D'rum soll Dein Leben, dieses reich bewegte An unserm Auge heuf vorübergeh'n ! In deutscher Brust Und als die Schwerter fuhren aus der Scheide, Und als sie kamen Kind und Mann und Greis : Ha, wack'rer Königssohn, da schwirrt Dem Degen, Wie all' der Andern auch im Schlachtenbraus; Zurück, zurück!“ rief oft Dein frommer Vater, „Du junges Blut vom Hohenzollernhaus! Der edlen Königin vom Preussenland, Als sie vor welschen Räubern musste fliehen, Die haben, traun ! im Herzen Dir gebrannt! Sahst, wie der stolze Kaiser von der Seine Die deutschen Lande hohnvoll niedertrat die deutschen Herzen sich verloren ° Gießen, am 20. März 1877. Betreffend- Di- D-nun-i-ttonsg-bühr-n, i.M-s°nd-r° di- Str-efantheil- d-r Gemeinden -n den Feldstrafe.n * Das Großherroglichc Kmsamt Gicßc» ..... mm ä» smä ~ n** leerbient, Bleiben ■■■■■a f, den 20 März 18T7. I Seine Gr-Mer,-glich- Hoheit Prin, Carl ist heute Abend « Uhr I IS Minuten verschieden. 4. Und wieder seh'n wir Dich als Preussenkönig, Entgegenzieh n demselben falschen Feind, Und mit Dir zogen alle deutschen Völker: Des Vaterlands Gefahr die deutschen Völker eint! Da kämpfen sie vereint, die Preussen, Baiern, Sachsen. Und wie sie heissen, deutschem Blut verwandt, Da bluten sie vereint, — und nicht am mindesten Die Braven auch aus unserm Hessenland. 5. Fort war, was sonst der Fürsten Herz regierte Und deutschem Reich den schönsten Schmuck geraubt; Ein Kaiser ward gewählt, dem edlen Preussenkönig Setzt man die Kaiserkron' aufs greise Haupt. Und von dem Berge im Thüringerlande, Da floh entsetzt der Raben schwarze Schaar. Schon hörten sie die mächfgen Flügelschläge Und schauten ihn, den königlichen Aar. Deutschland. Gießen, 22. März. Wie aus der Ankündigung in Ihrem Blatt heroorgeht, so soll der heutige Tag, an welchem unser Kaiser sein achtzigstes Lebensjahr zurücklegt, durch eine allen Klassen der Bevölkerung zugängliche gesellige Vereinigung in Wenzel's Saalbau gefeiert werden. Hoffen wir, daß die Absicht, die Feier zu einem erhebenden Volksfest zu gestalten, durch eine recht zahlreiche Betheiligung verwirklicht wird. Wenn, nach einem Zeugniß des Reichskanzlers Fürsten Bismarck aus den jüngsten Tagen, schon im siebenten Jahre nach Wiederherstellung der Deutschen Kaiserwürde die parti- cularistischen Bestrebungen mit neuer Kraft sich breit machen, dann gilt es, einen so denkwürdigen Tag wie Kaisers achtzigsten Geburtstag nicht vorübergehen zu lassen, ohne öffentlich Zeugniß dafür abzulegen, daß man in unserer Stadt einmüthtg und treu zu dem Begründer der Deutschen Einheit steht. Indem wir den Kaiser ehren, ehren wir uns selbst. Wenn jeder reichstreue Mann die Betheiltgung am heutigen Feste als die Erfüllung einer patriotischen Pflicht betrachtet, dann wird die Zahl der Theilnehmer den Beweis liefern, daß die Bewohner unserer Stadt volles und dankbares Verständniß für die Segnungen des neubegründeten Reiches haben. Darmstadt, 19. März. Se. Großh. Hoheit der Prinz Heinrich ist gestern Abend dahier eingetroffen. Darmstadt, 20. März. Se. Großh. Hoheit der Prinz Carl haben in der vergangenen Nacht theilweise geschlafen, die Gesichtsrose hat sich aber weiter verbreiret, die Schluckbeschwerden sind vermehrt und die Kräfte im Allgemeinen geringer geworden. Dr. Göring (Leibarzt). Dr. Bennighof. Darmstadt, 20. März. In dem Befinden Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Carl ist bis jetzt keine Befferung eingetreten. Die Kräfte sind im Abnehmen begriffen. Dr. Göring. Dr. Orth. Dr. Bennighof. Berlin, 19. März. Die Sache Stosch's schwebt noch. Der Beurlaubung deö Ober-Poft-Dircctors Jahn (Bromberz) folgt zuverlässigem Ver- nebmen nach dessen Pensionirung. Die Maßregel führt sich auf den Fall Kantecki zurück. — Die Fraction der National-Liberalen hat beschloffen, beim Reichstage einen Gesetz-Entwurf (Nothgcsetz) hinsichtlich des Zeugniß-Zwanges einzubringen, wonach die Bestimmungen der Reichs-Strafproceß-Ordnung über den Zeugniß- Zwang sofort in Kraft ireten und dieselben auch auf Disciplinar-Untersuchun- gen ausgedehnt werden sollen. — In der heutigen Reichstags-Sitzung wurde über den Gesetz-Entwurf, betr. den Sitz des Reichs-Gerichts, in erster Lesung berathen. Für die Wahl Berlins traten ein v. Kleist-Retzow, v. Treitschke, Löwe und v. Gräoenitz, für Leipzig Reichensperger (Crefeld), Stephani und Demmler. Das Haus beschloß, d»e zweite Lesung der Vorlage im Plmum vorzunehmen. — Nächste Sitzung morgen. Berlin, 20. März. Gestern Abend hat der Marine-Minister, General Stosch, die Entlaffung erhalten. Der Nachfolger ist noch nicht bekannt. — Der „Nat.-Ztg." zufolge wäre von Seiten der Regierung die Hoffnung auf die rechtzeitige Feststellung des Reichs-Etats aufgegeben und seien bereits alle Schritte vorbereitet, um einen Credit behufs Fortführung der Verwaltung bis zur Feststellung des Etats zu erlangen. Die Vertagung des Reichstags werde voraussichtlich am 24. März eintreten. Esten. Herr Alfred Krupp hat Angesichts der jetzigen social-demokratischen Wühlereien dieser Tage wieder eine einfache und herzliche Ansprache an die Angehörigen seiner gewerblichen Anlagen, der Gußstahlfabrik, der Gruben und Hüttenwerke erlassen, die nur vertraulich und ausdrücklich beschränkt ist auf den Verband seiner Arbeiter, Meister und Beamten. Wir wollen indeß daraus doch einige, die jetzige Nothlage betreffende Stellen veröffentlichen, da die darin ausgesprochenen Ansichten des hervorragendsten Industriellen in Europa für Beurtheilung der zahlreichen und bitteren Anschuldigungen mancher unserer, minder objectiv denkenden Fabrikanten und Kaufleute ein bedeutendes Gewicht in Anspruch nehmen. Herr Krupp sagt: Die jetzt allgemein verbreitete Geschäftsstille hat bereits viele Fabriken, Hütten und Gruben unseres Landes empfindlich berührt. Geringe Preise haben geringe Löhne zur Folge gehabt, und bei einigen Werken ist schon vollständiger Mangel an Arbeit und dadurch Stillstand einzctreren. In den verschiedenen Klaffen der Gesellschaft gibt es Leute, die trrthümltch die Besierung ihrer Lage von der Aenderung der Verfaffung, der Regierung und der Gesetze erwarten, dabei aber das Wesentlichste vernachlässigen, was in ihrer eigenen Gewalt liegt' Fleiß, Ordnung und Sparsamkeit ist der erste und sicherste Schutz gegen die beklagte Noth, und wo sie fehlen, helfen auch die beste Regierung und die besten Gesetze nichts. Umwälzungen jeder Art sind ebenso verkehrte Mittel zur Besse- rung der Lage, als wenn man ein Haus wegen einzelner Fehler abbrechen wollte. Dann wird man obdachlos. Man verbeffcrt und reparirt und erhält das Bestehende. Die augenblickliche Noth hat ihre Hauptursache in den übertriebenen Unternehmungen der vergangenen Jahre, in einer allgemeinen Verirrung. Der Arbeiter hatte aber für sich dabei zunächst nur einen höheren Lohn erzielt, und wenn er von demselben nicht so viel erübrigt hat, daß er damit über die schleckte Zeit sich hinweghilft, so hat er damals seinen großen Lohn, der schließ lick die Arbeitgeber häufig ruinirte, leichtsinnig vergeudet und nur sich selbst Vorwürfe zu machen. DaS kann er nur ausgleichen durch Sparsamkeit, Ordnung und Fleiß. Mit Gewalt und Umwälzungen geht das nicht. In den 70er Jahres haben wir das Beispiel erlebt, daß trotz der nie daaewesencn Höhe der Löhne Bergleute ihre Grube verließen, und ebenso Arbeiter ihre Fabriken, nm die Besitzer zu unmöglichen Erhöhungen der Löhne zu zwingen Das hat keinen Segen gebracht und hat auch nur zurückgeführt werden können auf Verführungen Fremder, die auch jetzt noch fortfahren, Aufregung bervorzu- brmgen. Ich erinnere daran, daß Bergwerke festgelegt wurden, um dadurch auch meine Fabrik zum Stillstand zu zwingen, und daß nur mit Aufwand sehr großer Kosten dieses Unheil von meinen Leuten abgewandt wurde indem ich sogar bis von Saarbrücken Kohlen bezog. England ist groß und mächtig geworden durch Industrie, die Arbeiter haben dann Vereine gegründet sind die Arbeit eingestellt, um höhere Löhne zu erpreffen. Dadurch ist jum großen Thkil die Arbeit von England auf das Ausland übergegangen. Die deutsche Industrie bat von diesem Fehler der englischen Arbeiter Nutzen gehabt. Dies ist auch eine Warnung! Die Nachahmung des schlechten Beispiels würde auch unsere Industrie in's Ausland treiben. Aus Bayern, 20. März. Einem Ersuchen des Reichskanzler-Amtes entsprechend, läßt die bayerische Staats-Regierung Erhebungen über die Fra re der Wander-Lager und Wander-Auctionen pflegen. Es find daher die Handelsund Gewerbe-Kammern Bayerns vom Ministerium des Innern zur ^Berichterstattung und zur Beantwortung nachstehender vom ReichSkanzler-Amte ausgestellter Fragen aufgesordert worden: „1) Welche Maaren werden in der fraglichen Art deS Geschäfts-Verkehrs hauptsächlich betrieben? 2) Aus welchen Duellen werden die Waaren hauptsächlich bezogen , rühren sie namentlich zu einem beträchtlichen Theile aus den Lager-Rückständen großhändlerischer Magazine, aus den Waaren-Resten Der großen Mafien und Jahrmärkte her, oder bildet die Herstellung derselben etwa einen ngeuthümlichen Zweig der Fabrikation, insoferne letztere sich auf Bestellung mit der Anfertigung billiger, lediglich für den hier fraglichen Geschäfts-Verkehr bestimmten Waaren in großem Umfange befaßt? 3) Liegen Umstände vor, welche die Annahme rechtfertigen, daß das Publikum in diesem Geschäfts-Verkehre der Regel nach übervortheilt wird, indem der innere Werth der Waaren den geforderten Preisen nicht entspricht? 4) Wird der fragliche Geschäfts-Verkehr in der Regel auf eigene Rechnung der umherziehenden Händler betrieben, oder stehen dieselben in Diensten der Geschäfts- Häuser größerer Städte? 5) Wird er regelmäßig unter der Form des Gewerbe-Betriebes im Umherziehen oder im Wege des stehenden Gewerbe Betriebes geführt?'' Indem die Handels- und Gewerbe-Kammern zur Beantwortung dieser Fragen in getrennter Weise aufgefordert werden, werden sie beauftragt, auch bei jenen Gewerbtreibenden Erkundigungen einzuziehen, welche in ihren Interessen von dem fraglichen Verkehr nicht berührt weroen, aber Kenntniß hiervon haben. Schließlich sind noch die Handels- und Gewerbe-Kammern aufgefordert, sich darüber -u äußern, ob der gedachte Geschäfts-Verkehr durch die Bestimmungen der neueren Gesetzgebung eine besondere Begünstigung erfahren habe, und ob ein gesetzliches Einschreiten gegen die vorbandenen Mißstände als Bedürfniß zu betrachten fn. Etwaige Vorschläge mit Rücksicht auf die früheren gesetzlichen Bestimmungen seien zu machen. Stuttgart, 19. März. Prinz Hermann von Sacksen- Weimar, der Schwager deS Königs, ist nach Berlin abgereist, um den Kaiser im Auftrage deS Königs mm Geburtstag zu beglückwünschen. Hcsterlmch. T8ten, 18. März. Wie man der „Neuen Fr. Pr." aus Lemberg meldet, wären zwei Vertheidiger, die sich bei dem letzten Moskalier Procefie allzu liberale Ueußerungen erlaubt hätten, aus Rußland verbannt worden. Zahlreiche Anhänger antichristlicher Anhänger werden nach Silistria deportirt. — Der Kaufmanns-Club in Petersburg ist wegen illegalen Vorgehens der Regierung gegenüber aufgelöst. — Die Belgrader Filiale des russiscken Wohlthätigk-its- Comit^s stellt nach einer Meldung der „Prefie" am 1. April in Folge von Zerwürfnissen mit der serbischen Regierung ihre Thätigkeit ein. SSictt, 19. März. Einer Blätter-Meldung zufolge isf in dem gestrigen gemeinsamen Ministerrath unter Vorsitz deS Kaisers beschlossen worden, die Delegationen im September einzuberufen und die Vorlagen, den Ausgleich betreffend, beiden Parlamenten sofort nach den Osterferien zu unterbreiten. Die ungariscken Minister sind nach Pesth abgereist. Finanz Minister Szell kehrt am Mittwoch nach Wien zurück bebufs Verhandlungen über die Bankfrage und die Finanz-Revision. Wien, 19. März. Im Abgcordnetenhause hat nunmehr Sturm seinen Antrag auf Abänderung des Gesetzes über die Delegationen eingebracht. % , Frankreich. . Paris, 19. März. Der General-Adjutant des Marschalls Mac Mahon Marquis d'Äbzac, ist nach Berlin abgereist, um den Kaiser im Namen des Ersteren zu feinem Geburtsfeste zu beglückwünschen. England London, 19. März. Im Oberhause wurde Seitens der Regierung die Mittheilung gemacht, daß die Antwort Rußlands auf den vom britischen Cabinct redigirten Protokoll-Entwurf heute Nachmittag durch Graf Schuwaloff dem Ministerium zugestellt sei. Es würden darin von der russischen Regierung einige Veränderungen vorgeschlagen, welche das britische Cabinet bisher noch nicht habe erwägen können. London, 19. März. Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus der Capstadt gemeldet, daß der Volksrath des Transvaal-Freistaates die mit Secocöni stipulirten Friedens-Bedingungen genehmigt habe. In einer vom Präsidenten dieses Staates, Bürgers, gehaltenen Rede wird die Union mit Großbritannien befürwortet. Italien Rom, 19 März. Ein von dem Justiz-Minister anläßlich der kürzlich gehaltenen Allocution des Papstes an die General - Procuratoren gerichtetes Rundschreiben constatirt den schlechten Eindruck, den die excesfive Sprache her- vorbrackte, welcke in der Allocution der staatlichen Gesetze und Institutionen, sowie gegen den Souverän geführt wurde. Der Staat werde so für die der Kirche in Italien gewährten Freiheiten mit Undank gelohnt. Durch die Allo-' cution würden die Bischöfe aufgefordert, die fremden Regierungen gegen Italien aufznhetzen. Keine Regierung könne so'che Beschimpfung und Herausforderung dulden. Unter Aufrechterhaltung des Prtnctps der Unverletzlichkeit des Papstes könnten die Procuratoren zur Verfolgung der Journale ermächtigt werden, welche die Allocution reproduciren. Die Regierung wolle jedoch von einer Verfolgung wegen der bloßen Reproducirung der Allocution absehen, denn das Ministerium sei stark in dem Glauben an die Einheit und Freiheit des Vaterlandes; dasselbe wolle der Welt den klaren Beweis seiner Langmvlh, Duldsamkeit und Kraft geben und wolle darthun. welche außerordentliche Freiheit dem Papste gewährt sei. — Das für heute anberaumt gewesene Consipo- rium ist auf morgen hinauSgeschoben worden. « «Ä.. unfttt 'Ster=$,”“«e M bafb,b'e 8t.» ^aren toerue.ftufa‘ *1? Ä. der fie Ä*»« LW M uBeroott^iit Win’ M«n Ächt entfpddjt? f el0«ne Jlt^nung bet V b" F°M bei Ge- ,lben Gewerbe Betiieiej ,?rn Jur Beantwortuna Werben sie beauftragt, iw^n, welche in f^en Wen, aber ftnnbli Mwerbe-Kammern auf- WMdejr durch die e Neigung erführen Janbenen Mißstände . A. F. Reyuaber, vom Norddeutschen Llyob in Bremen, welches am 3 März von Bremen und am 6. März von Southamptön abgegangen war, ist heute Vormittag- wohlbehalten hier angekommen. ' Versteigerungen. Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 26. Mä-z 1877, von Vormittaos 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Di- ff rieten Strangswiese und Unttrwald, Forst- wartet Fernewald, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz: SLeith. Prügclh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Eichen 2 9 2 130 Nadel 2,4 356,6 130,4 5130 B. Bau, Werk- und Nutzholz: 21 ssichen-Stämme, mit 5,48 Festmeter. 569 Fichten „ „ 266,44 „ 9 Etchen-Stangen, , 0,94 „ 1127 Fichten- „ „ 83,87 Die Zusammenkunft ist an der Straugs- Miese. Gießen, am 21. März 1877. Großherzogliche Bürgermeisterti Gießen. ____________A. Bramm.________(1539 Holzversteigerung. Montag den 26. März, Vormittags 10 Uhr anfangend, soll im (Semeinheroalb zu Alboch, Districten Roderde und Dachsberg, folgendes Gcbölz .Öffentlich meistbietend versteigert werden: 2Y Rmtr. Buchrn-Scheiihslz, 1° „ « Knüppelholz, 14 m Stockbolz, 250 Wellen „ NeiSholz, 6 Rmtr. Nadel-Knüppelholz, 43 „ „ Stockbolz, 1370 Wellen „ Reisholz, 170 NadeUSiämme von 15 — 30 Centimtr. Durchmesser und 9—16 Mtr. Länge, 400 Nadel Deröstangen von 7—15 Ctmtr. Durchmesser und bis 10 Mtr. Länge, 142 Nadel-Neisstanaen von 4—7 Ltmtr. Durchmesser und bis 7 Mtr. Länge. Die Zusammenkunft ist im Ort bei Wirth Ludwig Euler I. um 9 Uhr. Sämrnt- ltches Ban - und Werkholz ist schönster Qualität, und ganz nabe an der Vicinalstraße nach Oppenrod. Alboch, am 19. März 1877. (1544 Oroßherzogliche Bürgermeisterei Albach. Schäfer. Allgemeiner Anzeiger. Holzversteigerung. Montag den 26. und Dienstag den 27. März d. I., jedesmal Vormittags von 9 Uhr an, sollen in dem Alten-Busecker Gemeindewald, Districten See, Hangelstetn uab Ellersberg, folgende Holzsortitzrente versteigert werden: 397 Rmtr. Buchen - Scheidholz erster Qualität, 2 Rmtr. Eichen-Scheidholz, 143 „ Buchen-Prüselholz, 14 „ Nadel. 176 „ Buchm-Stockholz, 2 „ Nadel- „ 4625 Wellen Buchen-Reisholz, 300 „ Nadel- 7 EichemStämme, mit 2,21 Festmeter, 19 Buchen- „ , 5,50 , 3 Nadel- „ „ 0,83 29 Nadel-Stangen, „ 1,75 „ Der Anfang ist im District See an beiden Tagen. Allen-Buseck, am 20. März 1877. Großherzogi. Bürgermeisterei Alten-Buseck. _________Wagenbach______(1528 Holzversteigerung. Dienstag den 27. b. M-, von Morgens 9 Uhr an, solle» im hiesigen Gcmeindewald, District Wellersloh und Esp: 16 Rmtr. Buchen-Scheidholz, 8 „ Nodel- 16 „ Eichen-Prügelholz, 147 „ Nadel- 800 Wellen , Reisbolz, 134 Rmtr. , Stockholz, 535 Nadel-Stämme mit zus. 208,73 Kbmtr. 407 Nadel-Stangen „ , 43,33 „ versteigert werden. Der Anfang ist im District Wellersloh. Großcn-Buseck, am 20. März 1877. Großh. Bürgermeisterei Großm-Buseck. Wagner. (1522 Für Eltern und Vormünder. 1523) In einer anftäneigen Familie werden Schüler, welche das hiesige Gymnasium ober die Realschule besuchen wollen, in Kost und LogiS aufgenommen. Liebevolle Behandlung und gute Beaufsichtigung wird zugesichert. Näheres bei der Exped. b. Bltts. Gutsinvenlar-Vrrstkigrrung. Am Montag den 26. b. Mts-, von Vormittags 9 Uhr an, soll wegen Auflösung der Verwaltung todtes und lebendes Inventar der Gräflichen Gutsverwaltung ArnSdurg bet Lich zur öffentlichen Versteigerung kommen, worunter die weithin bekannte CotswoldS- Bastard-Mutter-Schafheerde in Loosen i 5 Stück mit Lämmern, sowie einige Zuchtböcke. (1446 Laubach, am 16. Marz 1877. _________Gräfliche Rentkammer._________ Holzversteigerung in den Staufenberger Gemeinde Waldungen. In den biesigen Gemeindewaldungen soll den 26. und 27. März nachverzeichneteS Holz versteigert werden. i. Brennholz. Montag den 26. März, von Vormittags 8 Uhr an: 107 Rmtr. Buchen-Scheidholz 131 „ Eichen- „ 102 „ Aspen- u. Nadel-Scheidholz, 76 „ Buchen-Prügelholz, 78 „ Eichen- 50 „ Aspen- u Nadel-Prügelholz, 224 „ Buchen-, Eichen- und Nadel- Stockholz, 11210 Wellen Buchen-, Eichen- und Nadel- Reisholz. II. Bau- und Werkholz: 207 Eichen-Stärnrne bis zu 72 Centimtr. Durchmesser und 16 Meter Länge, mit 158,79 Kubikmeter, 331 Nadel- und Fichten Stämme bis zu 40 Centimtr. Durchmesser und 10 Mtr. Länge, mst 135,49 Kubikmeter, 2 Buchen'Stämme nut 1,52 Kubmtr., 168 Nobel-Stangen mit 6,75 Kubikmtr. Der jedesmaligr Anfang ist im District Mühlwald an der Main-Weser Bahn. ©taufenberp, b?n 20. März 1877. Großb. Bürsermeisterel Staufenberg. Vogel 1531 Kerigcoolsnes. 1496) Lucerner, rothen, weißen Klee' sameu, Grausamen, künstliche Dünger, empfiehlt Emil P i st o r. Militair-Pftiftuköpfe fertigt für Wtederverkäufer billigst die Porzellanmalerei von Bud. Wennetrom tn Cöln, 1627)__________Blindgasse Nr. 12.__________ 1530) Ein weißer Italiener Hahn zu vcr- kaufen Lit. B. 21.__________________________ Gothaer Knackwürstchen empfiehlt (1535 __Gg. Wilh. Weidig. Frische Kabillau, Stetnbutt, Stockfisch, Bückinge zum Braten und Robesfen, Kieler Sprotten, Lachs, Aal, sowie in Gelbe, Caviar, Capern, Sardinen, Sardellen (in Fässern und Büchsen) und sonstige französische und amerikanische Conseroen, deutschen und französischen Rabmkäse, Sauerkraut, Blumenkohl und Salat empfiehlt 1537___________________H. Kurth HDD Wein, Weinessig und Branntwein zu ho.ben bei _____Joseph Stein Wwe._ Türkische Zwiebeln fortwährend zu haben. [H- 4649] (1183 Heumark 39 (harte Faust), Köln. 1501) Ein braunes Pferd (Wallaw) zu 1 und 2spänmgem Fahren geeignet, ist prei-würdig zu verkaufen bei Fruchthändler Köhler, Langsdorf. Trauben-Brust-Syrup mit Fenchelhonig, (33 ’ In frischer Füllung, die Flasche 4 1 und 3 Mark, zu haben bei C. F. S em ml er. 1510) Gute Speisekartoffein sind ste's zu haben bei L. Mühlhausen. 1505) Täglich frische Hefe bet ______________________Carl Heil. 1119) Eine Wasch- u. Wring-Maschine bester Construction, mit Messingachse, ge braucht, aber in bestem Zustande, preir würdig abzugeben. Näheres bei der Expe^-. d. Bltts-__ 688) Eine Partie gute Gpritfässtr billig zu verkaufen bei M- Rosenthal. Oeffentlichc Aufforderung. Die nachverzeichneten Parcellen sollen als: „Da- Großherzogliche Haus" „Familien» Eigenthum" in die betreffenden Grundbücher und zwar — insoweit ein Erwerbtitel noch nicht beigeschrieben ist — mit dem Erwerbtitel „Ersitzung" eingetragen werden. Einwendungen hiergegen sind binnen sechs Wochen, vom Erscheinen dieser Aufforderung an, bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als sonst obiger Eintrag erfolgt. Gemarkung Staufenberg. a. Auf den Namen „der Großherzogliche Cameralfiskus" eingetragen: I. 2. 3. 4. 20V2. 21. 43. 44. 122. V. 158,3. VII. 48. 50 51. 52. 53. 54. 93. 163. 18T. X. 38. 50. 74. 96. 285. 290. 301. 57. XL 179. 225. XII. 5. 51c. XIII. 24. XXL 70. b. Auf den Namen „der Großherzogliche Forstfiskus" eingetragen: 1. 168. 169. Gießen, den 11. März 1877. Großherzogliches Landgericht Gießen. I. V- d. D.: vr. Trapp, Landg.-Affeffor. (1525 Holzversteigerung in den Waldungen des Grohherjoglichen Hauses in der Gbersörsterei Nidda. 1540) Montag den 26. März d. I. sollen von Morgens 9 Uhr an versteigert werden: 1. Am Pflanzgarten am Forsthaus Glaubzahl: 39 Fichten-Stämme von 12—18 Centim. Durchmesser und 9—11 Meter Länge; 333 Fichten - Stangen von 5 — 11 Centim. Durchmesser und 5—9 Meter Länge. 2. Aus dem Forst haus Glaub zahl aut dem District Glaubzahlerfeld: 224 Raummeter Kiesern-Knüppelholz, 1010 , „ Reisig. Knüppel und Reisig sind meistens in Schichten aufgearbeitet. Da das Holz unter 2. nicht vorgezetgt wird, so ist dasselbe vor der Versteigerung einzusehen und der Gr. Forstwart Klöpper auf dem Glaubzahl zur Ertheilung etwa gewünscht werdender Auskunft angewiesen. Nidda, am 16. März 1877. Großherzogllche Oberförstern Nidda. Rohr. Mitbürger! Am 22 d. Mts. feiert unser Kaiser sein 80. Gebnrtaqsfest. Der nationale und liberale Verein in Gießen glaubt diesen Tag mitfeieru zu sollen und ladt deshalb alle patriotischen Bewobner Gießens zu einem zu diesem Zwecke veranstalteten Bankette in Wenzels Saalbau aus Donnerstag, Abends 8 Uhr, ein. 1515) Der Vorstand des nationalen und liberalen Vereins. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXiXiXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX § Geschäfts-Eröffnung. | w Mein, unterm Heutigen im H6tel Einhorn eröffnetes | Mamifacliir- & Modewaaren-Geschäft | S halte ich der Gunst des geehrten Publikums bestens empfohlen. S Gießen, den 18. März 1877. Hochachtungsvoll M 8 1497) J. Iläriliaillle | X X XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXIXIXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Aermiethungcn. 1524) Ein mobltrtes Zimmer zu oer- mietaen und am 1. April beziehbar. _______________Sonnenstrabe B. 75. 1543) Eine helle geräumige Werkstätte auf sogleich zu vermiethen bet _________________Fr. Fürst Wittwe 1529) Schloßfasse B. 1 ein möblirted Zimmer mit Kabinet zu vermiethen.______ 1 542) Eine Wohnung Im 3. Stock von 4 Zimmern, 2 Mansarden und sonstigem Zubehör ist zu vermiethen und am 1. April beziehbar. Chr. Schopbach, __________________Neue-Bäue B. 80. 1519) Eine WirthschaftSbude an der Berlin-Coblenzer Bahn (Gemarkung Garbenheim bei Wetzlar) stehl zu verpachten und gleich zu beziehen. Friedr. Dtttert, ___________________Wetzlar, Sophienhütte. 125») Eine Parterre - Wohnung von 4 Zimmern nebst Zubehör, zum Geschäftsbetrieb geeignet, zu vermiethen. Auf Wunsch kann auch ein Laden eingerichtet werden. Ehr. Horeyseck, ______________________Reichensandstraße. 1242) Ein Famtlien-LogiS, 3 Zimmer, Küche mit abgeschlossenem Corrtdor. zu vermiethen. Jacob Reiber, Gartfeld. 1475) Zimmer mit Beit zu vermiethen bei__________Briefträger Bötz, Gartfeld. 1481) Die Mansarde meines Hauses ist per Anfang Mai zu vermiethen. Fabrikant Jugharbt, __Kanzletberg B- 72. 1442) Das seither von Herrn Canzlei Chef Wilker bewohnte LsgiS ist bi- zum 15. Juni anderweit zu vermiethen. Chr. Noll HL, Canzleiberg 8. 66. Vermischte Anzeigen. 1212) Eine gebildete Familie wünscht zu Ostern ein bis zwei Gymnasiasten oder Realschüler in Pension zu nehmen. ____________________Näheres Lit B- 32. Der Einsender des Artikels in Nr. 48 der Mainzeitun? vom 27. ». Mts. wird freundlichst ersucht, den betreffenden Lehrer zu veröffentlichen, der feinen Dchülrn verbietet, Vorgänge aus der Schule weiter zu erzählen. 1526,________Theodor Kimmel. Kegelgesellschaft. Freitag den 23. März: (1538 Prehkegelu. 15121 Ein hiesiges Engros - Geschäft sucht unter günstigen Bedii gungen einen mit guten Schulkenntnissen versehenen jungen Mann als Lehrling. Eintritt kann sofort erfolgen. Näheres in der Exped. d. Bl. 846) Junge Leute finden Pension in einer anständigen Familie, Nachhülfe in den Schularbeiten, Musikunter,icht gratis. Näheres bei der Exped. d. Bltts.________ Stroh hüte werden zum Waschen, Färben u Fa^onniren angenommen. (1388 ______________________Louis Gail. Nähmaschinen aller Systeme werden reparirt bei 1251) W. Graf, Grünberger Straße. Bratbückinge, ä 10 Pfg., empfiehlt Gg. Wilh. Weidig. ift 3£rieger=Uerein W Loose Gießen. 1534) Durch ein Versehen ist im gestrigen Blatt der Fackelzug für Mittwoch den 21. d. M. angezeigt, der- elbe findet jedoch PonnerHtag den 22. statt.___ OCXXX20GGCX5CGCXDOCO OCCCDOCCGCOCCDCGOC Das Lasier schuieiz. Stickereien von Fh. Becker, Kaplansgasse, ist wieder vollständig assortirt und bietet das Neueste der Arüh- jahrssaison. (1491 zur Geflügel- und Dogelausstellung am 8. — 10. April in der hiesigen Turnhalle sind in der Expedition d. BL ä 50 zu haben. — Wieder verkauf er gesucht, 1500) Ein hiesige- Engros - Geschäft sucht unter günstigen Bedingungen einen Lehrling, welcher die I. Klasse der Real^ schule absolvirt hat. Schriftliche Offerten nimmt bte Exped. d. BlttS. unter Nr. 139 entgegen.___________________________________ 474) An- und Verkauf von getta^en,« Kleidern, Stiefeln, Hemden, Wcißzeu , Betten, Gold und Silber, außer Cour- gesetztem Gelde, alten Oelgemälden, Anti quitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren, Werg, Möbeln rc. bei Louis Rothenberger, Neuenweg 193. ______neben dem , Gasthaus zum Löwen." 1533) Em Hetzer wird gesucht von Gg. Nenzel, Maschinenfabrik. Theater. Donnerstag den 22. März 1877 Zestvorstellung: Die Atma-IAse^ Schauspiel von Hersch Chalisac: Herrn Fehniuger als Gast. Hierauf unter Mitwirkung eines hiesigen Dilettanten: Papa hat's erlaubt, Poste. Hochachtungsvoll 1532) Hugo Kurde Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. X Set Unter Fs wirb ffiitjenban( baumei|ter trähiend zwei werten. Der Uni ttrnit, Botani planen imt> bunbtn mit 'S AnSsühruna \ Der v welche bereit welche im A Nachweise» kö ffine ei Bn les Qhjtj.i 6>'tacn tenj ichuße das Grundlage ^ersasjWg, unterzviz t le^te tie $ sUl'gtti Fo ffn tae R nur auf und die R< l'sttUng vo] intern er di ^'ges finge tle ?anbcg:( Ebahl.n ^ert ,Iüü treten Md ^t!Qne £QI,n u-ib v Qll «« iinb (! ,7-. ©otnb, ,ut wor^n ■ " D «nttagg 31/ ft1 «ritai ‘"eg?