Mo. 140. Donnerstag, den 21. Juni 1811. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn, s'rpcdition r Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. '• 1 Amtlicher Theis. Bekanntmachung. Betreffend: Das Ober-Grsatz-Geschäft für 1877. Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1877 wird im Kreise Gießen Frcitaa den 13. und Samstag den 14. Juli, in dein alten Nachhause zu Gießen, jedesmal Vormittags präcis 8 Uhr, Montag den 16. Juli, im Flick'schen Saale (Gasthaus zum Rappen) zu Grüubeig, Vormittags präcis 9 Uhr, und Dienstag den 24. Juli, in dem Rathhause zu Lich, Vormittags präcis lO1^ Uhr, stattfinden. Es haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großherzoglichen Ober-Ersatz-Commissiou im Bezirk der 49. Infanterie-Brigade zu stellen: in Gießen und Grünberg, a. die von der Ersatz-Commission als dauernd unbrauchbar erkannten Militärpflichtigen; b. die zur Ersatz-Reserve II. Klasse und zur Ersatz-Reserve I. Klasse designirten Militärpflichtigen; c. die von den Truppentheilen zur Dispcsition der Ersatz-Behörden entlassenen Soldaten; d. die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen; e. die von der Ersatzcommision als brauchbar und einstellungSsähig erkannten Militärpflichtigen, einschließlich der vorweg einzustellenden und vorzumerkenden Militärflichtigen früherer Jahrgänge, in Lieh, die vorstehend unter b bis e bezeichneten Militärpflichtigen. (Die unter a bezeichneten brauchen nicht zu erscheinen). Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden besondere Ladungen für die Militärpflichtigen f. H. zugehen, welche den Betreffenden unverzüglich zuzustellen sind. Der Vollzug der Ladungen ist innerhalb 8 Tagen anzuzeigen. Die Militärpflichtigen sind außerdem anzuweisen, ihre Loofungsscheine mit zur Stelle zu bringen. Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist Der Grund hiervon Gerichtlich mitzutheilen und ist, wenn ein Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weggezogen ist, zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen ist. , Die Großherzoglichen Bürgermeister haben an dem Tage, an welchem Militärpflichtige ihrer Gemeinde zur Vorstellung kommen, selbst anwesend zu sein und fich darum zu bemühen, daß die Letzteren rechtzeitig zur Stelle flnd. Gießen, den 19. Juni 1877. Der Civtlvorsitzende der Ersatzcommission Gießen. _____________Dr. Hoffmann, Reg.-Rath.__________________________ Gießen, den 18. Juni 1877. Betreffend: Statistik des Volksschulwesens. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir erinnern die noch rückständigen Schnlvorstände an die unverzügliche Erledigung unserer Auflage in rubrkirtem Betreff. Amtsblatt vom 16. Februar d. I. Zugleich bemerken wir, daß in den Tabellen alle Schulen des Kreises, mit Ausnahme derer in Gießen, gemäß Art. 4 des Volksschulge- sktzeS als „gemeinsame"/ nicht als confessionelle einzutragen sind. Einzelne Schulvorstände haben nur einen Theil der erhaltenen Formulare zurückgesendet, dieselben sind alle ohne Ausnahme an uns umgehend nach- politisch Deutschland. Darmstadt, 17. Juni. Die erste Kammer der Stände wird morgen früh zu einer Sitzung zusammentreten, um aus Veranlassung des Regierungs- Antritts Ludwigs IV. eine an den neuen Landesherrn zu richtende Adreffe zu berathen. Zn gleichem Zwecke ist heute auch die zweite Kammer für übermorgen telegraphisch zusammenberufen worden. Sonstige Gegenstände außer der Adreffe stehen nicht zur Berathung, und beide Häuser werden wohl nur eine Sitzung abhalten. In Kürze erwartet man eine Vorlage wegen Feststellung der Civil-Liste für den Großherzog, die dann allerdings ein baldiges Wieder- znsammentreten der Stände erfordern wird. — Gegenüber vielfach verbreiteten Gerüchten können die „Neuen Heff. Dolksbl." aus guter Quelle berichten, daß Großherzog Ludwig III. ein über sein Privat-Vermögen bestimmendes Testament nicht hinterlassen hat, wonach also bei der dessallsigen Erbfolge lediglich die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen zur Anwendung kämen. — In der Stadt tst das Gerücht verbreitet, der flüchtige KriegSrath Wiegand sei in Frankreich verhaftet worden. Darmstadt, 18. Juni. Der Kronprinz des deutschen Reiches ist heute Nachmittag mit dem Großherzog von Baden nach Karlsruhe abgereist. Berlin, 18. Juni. Die Besetzung der Stellen von ordentlichen Mitgliedern des Reichs-Patent-Amts ist der „Nat.-Ztg." zufolge nunmehr zum Abschluß gebracht, und besteht letzteres sonach aus dem Ministerial-Director Jacobi als Vorsitzendem, sowie den ordentlichen Mitgliedern, Geheimräthen Nieberding, Müller und Hagens. Als außerordentliche Mitglieder sind bereits Werner, Siemens und der Professor der Chemie, Hofmann, gewonnen- —- Bei der heutigen Ersatzwahl zum Reichstage im fünften Berliner Wahlkreise erhielt Zimmermann (Fortschrittspartei) 6246 Stimmen und siegte somit gegenüber Kappell (Socialdemokrat), auf den 3217 Stimmen fielen. er Theil. Berlin, 18. Juni. Serbiens Neutralität bleibt angeblich gewahrt, jedoch soll dadurch die Möglichkeit eines russischen Durchmarsches nicht ausge- schloffen sein. — Eine Entscheidung des Cultus-Ministers ist ergangen, welche den Ausschluß von Israeliten aus christlichen Schul-Vorständen wegen der Con- fession allein für die Zukunft aufhebt. — Der „Reichs-Anz." publicirt den vom Fürsten Bismarck gegeugezeich- neten kaiserlichen Erlaß, betr. die Aufnahme der Reichs-Anleihe im Betrage von 77,731,321 Mk. Die Verzinsung erfolgt mit 4 pCt. am 1. April und 1. October. Die Schuldverschreibungen lauten auf 200, 500, 1000, 2000 und 5000 Mk. Stadt am Hof, 18. Juni. Der seitherige Landtags-Abgeordnete Walter (klerikal), der sich in Folge einer Beförderung zum Bezirksgerichtsrath einer erneuten Wahl unterziehen mußte, ist wiedergewählt worden. Hesterreich. Wien. Auf eine längere Dauer des Krieges läßt es wohl schließen, daß Rußland sich mit einer Anleihe von 307i/2 Mill. Reichsmark an den europäischen Geldmarkt gewandt hat, während die Türkei, der dieses Mittel nicht mehr offen steht, sich mit einer inneren Anleihe begnügen muß. Ebenso lasten manche Anzeichen auf den von Rußland augenscheinlich gewünschten Eintritt von Serbien und Griechenland in den Kampf schließen. Das erstere rüstet mit überstürzender Eile, und Griechenland, welches sich durch sein Coalitions-Mini- sterium zur Action vorbereitet hat, unterstützt ziemlich offen die aufrührerischen Bewegungen in Thestalien, Epirus und aus Kreta. ZVien, 18. Juni. Ein Petersburger Brief der „Polit. Corresp." berichtet, daß, nachdem Graf Schuwaloff das britische Cabinet durch eine mündliche Erklärung vollständig befriedigt hat, er dem Wunsche des britischen Cabi- nets gemäß von seiner Regierung ermächtigt wurde, die Erklärung, daß Rußland Am 13. Juni bom- bardirten türkische Schiffe 4 Stunden lang Jlori, wurden aber mit großem Nach Giurgewo und Lokal-Notiz. Gießen, 20. Juni. Am Monrag wurde einem Arbeiter von Günterode an der Berltn-Metzer-Bahn beim Sprengen durch einen fortspringenden Stein der Kopf zerschmettert. Der Unglückliche hinterläßt eine Frau und 3 kleine Kinder. Gestern Morgen fand man einen älteren Einwohner von Wieseck in feiner Wohnung erhängt. Dem Befund nach muß derselbe sich vor einigen Tagen das Leben genommen haben. asiatischen Kriegsschauplatz, 22 Officiere und 97 Gemeine, sind angekommen und nach Twer und Wladimir weiterexpedirt worden. Wien, 18. Juni. Die „Neue Fr. Pr." meldet aus Bukarest vom 18. d. Mts.: Rnstschuk ist von den Einwohnern beinahe ganz verlaffen. Die Garnison ist 18,000 Mann stark; außerdem campiren hinter den Wällen 15,000 Mann. Achmed Ejub Pascha ist daselbst eingetroffen und hat veränderte Anordnungen hinsichtlich der Vertheidigung getroffen. In Schumla gar- Die Ruffen werden den Donau-Uebergang Todte und Verwundete. f o Petersburg, 18. Juni. Officielles Telegramm von der Kaukasus- Armee vom 15. Juni, 3 Uhr Nachmittags. Die Garnison von Kars machte 6- (Ein alter Hausirer.) Nach dem „Sheffield Telegraph" meldete sich am Montag auf dem Polizetamt in Doncaster ein Hausirer zur Unterzetchnung seines (Neweroe- scheines. Folgende sonderbare Dinge ergaben sich. Der völlig gesunde sem ^e-cyau betreibende Mann, Namens John Roseberry, war 108 Jahre alt, hatte 22 Kinder gehabt, von denen 17 Söhne waren (deren letztoerstorbener 88 Jahre alt geworben war), und hatte im Jahre 1870 fein Weib im Alter von 99 Jahren verloren. - Wie aus Hüll der „Danz. Zig." gemeldet wird, finden zwischen mehreren englischen Dampfergesellschaften Verhandlungen statt, welche den Zweck Haden, die Lausende von Auswanderern, welche sich nach der Rückkehr in die Hkimath sehnen und denen die üblichen Passagierpretse zu hoch sind, für einen billigeren Preis wieder nach Europa zurückzuführen. Die Geschäftsstille ist in England so groß, daß iehe oer größeren Dampfergesellschaften einige Schiffe ohne Beschäftigung in den Hafen liegen hat, und nach den in England eingegangenen Nachrichten ist die Zahl der ^arertkamuier so groß, daß man trotz eines billigen Passagepreises noch ein Geschart zu machen gedenkt. Man denkt dabei so gut an die Rückführung deutscher als englischer 2lu9- Verlust zurückqeschlazen. Moskau, 18. Juni. Die ersten türkischen Kriegs-Gefangenen vom iU rCI$?eunbe, der Tag naht! Mac Mahon, die Armee, di- Beamten sind für uns. Helfen wir ihnen. Geben wir Frankreich Frieden, Ruhm, Ordnung und Freiheit wieder. ~ »um ersten Juli! Es lebe der Kaiser l Es lebe Mac Mahon! Paris, 18. Juni. Deputirren-Kammer. Nach einer Rede des Mim- sters der öffentlichen Arbeiten und Jules Ferry's von der Linken wird die Fort- sehnng der Discnssion auf morgen vertagt. — Man berechnet, daß die m den Bureau; des Senats repräsentirten Stimmen sich mit 138 für und mit 128 gegen die Auflösung der Kammer aussprechen werden. — Das Journal „Soir" schätzt di- Stimmen tm Senate für die Suf» @enat8 ,„r Berathung über den Vorschlag wegen Auflösung der Deputirten-Kammer ist nunmehr gewählt worden. Da von den Bureau; des Senats sechs zu Gunsten der Rechten und nur drei zu Gunsten der Linken sind, so ist demzufolge di- Majorität für die Auflösung so gut wie sicher. Die Abstimmung über letztere wird, wie schon gemeldet, wahrscheinlich ™ittlD^erfatäe8, 18. Juni. In der heutigen Sitzung der Deputirten- K-mm-r legte der Herzog v. D-cazes gegen die A-ußerungen G-mb-tt- 11 wm Samstag Verwahrung ein: dieser hab- geglaubt, Italien über die Absichten,der fran,°sisch°n Regierung beruhigen zu muffen. Diese Muhe sei indeß überflüssig gewesen, denn di- Beziehungen beider Regierungen seien herzlich und vertraums- voll geblieben. Sämmtliche Parteien in Frankreich wollten den Frieden. Der Eabinets-Wcchsel sei ein Act der inneren Ordnung. Friedliche Versicherungen seien in gleicher Weise Seitens der Cabinete von Berlin, Petersburg, Madrid und Wien hierher gelangt. Vermischtes. — (Ein souveräner Bürgermeister.) Die „Gazzetta dt Napoli" erzählt folgende Anekdote: „Man erinnert sich, daß der Bürgermeister von Neapel vor einiger Zett in den Ausstellungssälen von der Musikbande mit dem Konigsmarfche empfangen wor^ den war. Die Sache wurde in den Hoskretfen vielfach commenttrt und gelangte endlich zu den Ohren des Königs. Als nun Victor Emanuel vor ein paar Tagen gebeten wurde, die Petition eines Individuums um eine Anstellung bet der Gemeinde von Neapel durch seine Empfehlung zu unterstützen, schrieb der König, welcher ein sehr gutes Gedächtniß hat, auf den Rand des Gesuches: „An Se. Majestät den Bürgermeister von Neapel" und so gelangte dasselbe an den Abgeordneten Sandonato, wo herzlich darüber gelacht wurde." „ — (Stolz lieb' ich den Landesboten!) Ein Münchener Localblattchen, „Der freie Landesbote", läßt sich folgendermaßen vernehmen: „Wie sich unsere Leser er- nnern werden, hat der „Freie Landesbote" seit Jahr und Tag den Ausbruch des Krieges mit voller Sicherheit vorhergesagt. Unsere ausgezeichnete J.rformmon m der orientalischen Frage haben wir unseren vorzüglichen, auf das beste unterrichteten Verbindungen zu verdanken. Wir dürfen es kühn sagen, kein Blatt der Welt, weder die .Allgemeine Zeitung" noch die „Times" in London, weder die „Kölnische Zeitung noch die „Neue Freie Presse" in Wien hat bessere Quellen wie wir. Wir zahlen in der Orient-Frage zu den bestunterrtchteten Blättern, das haben wir unseren Lesern bisher bewiesen." — Da unsere niedliche Collegin an der Isar den Ausbruch des Krieges mit so mathematischer Sicherheit vorauszusagen wußte, so hat sie vielleicht auch die Güte, das Ende ebenso genau vorauszuberechnen und andere Zeuungen durw eine collegiale Special-Depesche (auch die „Times" würde sehr dankbar sein!) davon zu oer- wiedergeben. Seine erste Sorge wird sein, den Verirrten zu verzeihen und das Land, ein für allemal, von den republikanischen und anderen Agitatoren — Börsenvergnügen. In Paris haben mehrere Spekulanten in „Türken , welch durch das augenblickliche Darntederliegen dieses beliebten SvekulaNonspapierS um die gewohnte tägliche Beschäftigung gebracht worden find, ein sinnreiches AuskunftSmMtt gefunden, der Börse und den Börsianern zum Trotze nach Herzenslust in türkisch Fonds zu spekultren. Auf ihrem Versammlungsorte haben sie eme Türkenfigur mit einem Turban auf dem Kopfe und einem Ztfferblatte auf dem Peuche aufgestellt. Um zeh Uhr Abends geht die Schlacht los. — „Tausend Türken zu 150! ruft einer der An- wesenden üue® Dann erhebt er feine Hand und läßt sie mit aller Wucht auf denTm- ban des Tü ken niederfallen. Sofort stürzt man sich auf das Zifferblatt, um an dem Zeiger den Stand des Kurses zu ersehen- Wenn die angezeigte Zahl niedriger alsl iw tjt, zahlt der Spieler die Differenz tm entgegengesetzten Falle streicht er den Gewinn ein. Einzelne Spieler mit kräftiger Faustbildung finden nur schwer Verkäufer zu 200. Die kleine Börse florirt außerordentlich; nur die Nachbarn, welche die Sache mcht recht verstehen, sind ganz erstaunt und sagen sich: „Die verfluchten Türken! Müssen die Russen ousgeschmiert haben!" - „ — Ein „angenehmer" Gehängter. Im Jahre 1604 erfuhren die Einwohner von Nancy, daß der König von Frankreich auf einer Reise ihre Stadt passiren würde. Ste trafen also in Eile alle möglichen Vorbereitungen und Verschönerungen. Besonders unangenehm war es den guten Bürgern, daß gerade am Galgen auf dem Hochgency ein wüster Strolch hing, dessen Aeußeres den König verletzen konnte. Herunter^ nommen durfte der Gerichtete nicht werden, er mußte drei Tage hangen, so wollte e» Türkei. Konstantinopel, 18. Juni. Die Kammer beschloß bei den Budgets der verschiedenen Ministerien Reductionen im Gesammt-Betrage von circa 300,000 Pfund. Am Dienstag soll die innere Zwangs-Anleihe in letzter Lesung berathen werden.------ ------- --— Der orientalische Krieg. Plojesti, 16. Juni. Die Türken fahren an ihren Befestigungs-Arbeiten bei Nikopolis zu arbeiten fort, während sie mit den Ruffen bei Oltenitza Schüffe wechseln. j ,Q , Konstantinopel, 17. Juni. Ein Telegramm Mukhtar Pascha s meldet, daß in einem Treffen bei Mvlla Suleiman die Ruffen zurückgewiesen wurden, und daß die Artillerie von Kars die Feinde verhinderte, Vertheidigungs- Werke zu errichten. Ragusa, 17. Juni. Niksic wurde gestern durch 3000 mit Lebensmitteln bepackte Pferde verproviantirt. Mehemed Ali Pascha wurde von den Montenegrinern vollständig geschlagen und wird von ihnen verfolgt. Alle türkischen Dörfer des Bezirks Vaffogevich brannten nieder. Das montenegrinische Gebiet ist wieder frei von Türken. Cettinje, 17. Juni. Mehemed Ali Pascha ist mit 15,000 Mann bei Vaffojevich am 15. Juni nach einem sehr heftigen Kampfe vollständig geschlagen. Vier heftige Angriffe der Türken zwischen Spuz und Dauilowgrad wurden von den Montenegrinern kräftig zurückgewiesen. Letztere baben die Türken ver- folgt und diese sich eiligst nach Spuz zurückgezogen. Der Verlust der Türken wird auf 2000 Todte angegeben. Die Montenegriner verloren 115 Mann V L be.imltck des Suez-Canals, Aegyptens und des persischen einen Ausfall gegen die rechte russische Colonne unter General Heimann mit die brenschen Interessen bezüglich z schriftlich abzugeben. Die ein zehn Bataillonen und zwei Geschützen, eie besetzten die Anhöhen bei Tschffllik Meerb.lsens vollständig respectt .onstatiren ^daß die fragliche Erklärung und bildeten gegen das russische Lager eine Wagenburg bei Alawartan. Unter gelaufenen Berichte des Dotschaf günstigen Eindruck hervorgebracht haben, unserem Artillerie-Feuer und zugleich im Rücken angegriffen, mußten die Türken auch'" anderen- Hafen EuroM Reise des den Rückzug antreten, der in Flucht ausartete. Sie htnterließen 200 Todte. - Das Schreiben "Pol - Corresp. ^e^ng seiner uneigensten Jnitia- Auf unsere? Seite 11 Todte und 107 Verwundete. Am 14. Juni nahte sich Fürsten Milan nach P ist g »sbezüglichen Anfragen zweimal negativ unferm linken Flügel eine türkische Colonne bei Tephis südlich bei Bajaztd, tiv- komm-. D-r Cz°r hab° sm b -sb^güch-n Anfrag-n Eb^vor unserer Infaut-ri- zurückzi-h-n. Am 13. Juni entstand bet b°^d-n. Ai der serbtschen Fragas h Rußland es nicht auf die Er- Gelegenheit etnet von Sotschi (Abchasien) aus unternommenen Recognosctrung entscheidende ®ort Oesterreich ankommen laffen. In dem ein heißes Gefecht, in dem die Türken 8 Todte und viele Verwundete hatten. Haltung seiner Mt-n Beztehunge z J bat @crbien ;eine Rolle auf Unser Verlust war unbedeutend. Am 14. Juni griffen mehrere hundert Tür- Augenbticke, wo dte russische A sch , h ,en focn techten Flügel unserer Ausstellung bei Samebak an, wurden aber mit bet Balkan-Halbmsel ausgesptelt. einem Verlust von 10 Tobten zurückgebrängt; unser Verlust bestaub in Arankreich. IO Tobten unb 2 Verwundeten. Später erneuerten die Türken ihren Angriff. Daris 15. Juni. Ein officiöses Schreiben aus Plojesti meldet, baß wobei auf unserer Seite 1 Tobter uub 2 Verwundete. - ' bet Etat nicht'mehr lange, vielleicht nut noch zehn Tage, in Rumänien verwet- 4 ^lunbeu lana Atlon. würbe len unb sich alsbann nach Kiew begeben wetde; seine schon angegriffene G-sunb- heit könne bas schlechte Klima Rumäniens nicht vertragen. Diese Angab stimmt j-boch nicht zu ben bisherigen Nachrichten. In ben Provinzen bes Don uub in Pultawa macht bi- russische Regierung gegenwärtig starke P,erd-ankaufe. ba sich herausgestellt hat, baß die Südarmee mcht genügend gut beritten ist. Paris, 16. Juni. Ein republikanisches Journal hat ein E;emplar einer gedruckten Proclamation erhalten, welche gegenwärtig in den Ateliers verbreitet wird. Diese Proclamation lautet: Freunde! Eifer und Wachsamkeit! Die Republik verröchelt. Das Erverirneut ist gemacht. Kein einziger wahrhafter Patriot, der nicht dieses m- nisomreii angeblich 1-,000 Mann. EMetunent ist g j,n Jahre 1793 Ströme Blutes vergossen, das gleichzeitig auf fünf verschl-deneu Punkten versuchen. dem Mnd" wffere Milliarden und unsere Provinzen -usgeliefert, das die blu- Turn-Magurelli werden viel Truppen und Kriegs-Material abgeseudet. In hrr (Snmmnne beaanaen hat das endlich durch seine Unbeständig- Kalafat errichtet man neue Batterien. Ilgen ?tEl ^er Commune bggy t,^^ „^tzwendbar zum Ruin und Konstantinopel, 18. Juni. Die ägyptischen Truppen sind nach ,ur Jerstück ung führen würde. Das Kaiserreich, das nur Ordnung, Ruhm, Varna abgegangen. Der Sultan empfing gestern Haffan Paschs d°r demnächst n TOnMftnnb Berlfeb unb ohne bas verbrecherisch- Einverstäudniß der den Befehl über bie ägyptl chen Truppen übernehmen wird. Derwisch Pascha O v LN kuüeu uns^ - das Kaiser- ist heute nach B-tuin abgereist. - Am Mittwoch findet der Schluß der Kam. reick allein kann uns retten Thaffächlich ist es heute schon wiedergeboren, mern statt. — Eine Depesche Mukhtar Pascha s vom 16. b. Mts. signalisirt möraen wird es m Recht bestehen Der junge Erbe seiner Politik und seiner ein Gefecht in der Nähe von Alaschgert. TradiAomn ist^bereit zum Wiedereintritt n eine Rechte. Das dritte Kaiser- Rustschnk, 18. Juni In letzter Nacht wurde aus dem jenseitigen tbie D7eustieit °uf brei Jahre ermäßigen, es wirb bie inbirecten Ufer eine größere Bewegung starker russischer Truppenkörper wahrgenommeu, — ‘ j. rectroiß absckaffen bie Gehälter erhöhen: es wird dem heil, welche von Giurgewo gegen Slabbosia, das erste Dors stromaufwärts, vor- Lhle seine UnaMngigkett^un^ bem VaLde feine verlorenen Provinzen rückttn. Die Bewegung begann Abends 7 Ubr unb bauerte bis Mitternacht. 'taonn mit Wlit Um« b« Sitte,r 00 Todti. «ahk to lfi ®ajajib, W-ttd he, ■Wtinin« lbttt Huttern ""dnt $ür= e" »h« mit öejtanb \\\ ren Angriff, ’ Juni Boui: mit großen, mgenen von, a«gekommen reff vom 18. 'lassen. Die den Wällen ' hat verän- -chumla gar- u-Uebergang urgewo und esendet. In n sind nach )er demnächst wisch Pascha luh der Kam- 1s. signalisirt m jenseitigen ahrgenommen, ffwärts, vor- i Mitternacht. llnterode an der ! i der Kops zer- Wieseck in feiner ^agen das Leben rM solide oi Met M gelangte endlich : Tagen gebeten r Gemeinde von welcher ein fehl stät den Bürger- Sandonato, wo IblittM. «®B untere Eefer er- n äuibriö W onrnti»” ™?“ KerriitetenJ! • Welt, weder die %Xi SÄ Bj) davon -u iefdti@et4«t färben »«>- > « äs:* wÄ* SiS Ä'? sgestell . hrr ' Ä Kl* 15 W ifit *s» »'s?** rt?%5 Mi» .* moö“ l L U11 ] lv U c * V uuvuvvii' -J •» **vr Förderung unserer heimischen Industrie. Ilnterhattungsblatt, die sprachen worden. Die Modenwelt (vierteljährlich 1 «X 25 H.) altdeutscher Leinenstickerei, herausgegeben von Julius Lessing, dem Direktor der Sammlung des Deutschen Gewerbe-Museums. Die Auflage beider Blätter hat die ansehn- liche Höhe von 245,000 Exemplaren erreicht. ______________ tjeiratben ’') @ g Herr ©octor, da hab ich einen Buchhalter, rÄ.--'“’Ä;r,SJg Mnrolr°ba§ Vorstehende entnehmen mit triumphirenden Hohne hinzu, fürchtet sich as Cnlturkämpferthum der ganzen Welt. ihren neuen Nummern wleoer eine tfuut MZM^WMUMN hna @efek Dennach wußte man bald Rath. Man Netz den Gehängten tauber das ^e,ey ^eni viy » dadurch weniger unangenehm. Se. Maiestat bemerkte, ""'LASsS tB1- W.WÄSS im seiner Mitbürger wie im Staate einzunehmen?“ — fragte <^-««00(16 ©teUunß 1 1 lernbeaieriae Dmfjugend. Ein flacbshaariger Junge gab Das neue Patentgesetz, welches nunmehr durch den Reichsanzeiger publizirt wird, steht nicht nur im Gegensatz zu der bisherigen öffentlichen Meinung, sondern auch zu der bisherigen Gesetzgebung. Der Schutz, w-l. chen letztere dem Erfinder gewährte, war weder dem Inhalte noch der Zeit nach ausreichend, und seine Nachsuchung von einem für den Erfinder sehr unbequemen Verfahren begleitet. Nach dem neuen Gesetze ist das Verfahren im Wesentlichen folgendes: Auf jede neue Erfindung, welche eine gewerbliche Verwerthung gestattet, mit Ausnahme der» ieniaen deren Verwerthung den Gesetzen oder der Sitte zuwiderlauft und deren Objecte Nahrungsmittel und chemische Stoffe sind, kann ein Patent ertheilt werden. Die Echndung muß sedoch wiklich neu, d. h. nicht bereits in einet öffentlichen Druckschrift des In- oder Auslandes publicirt sein. Patentanspruch steht Demjenigen zu, welcher die Erfindung zuerst anmeldet, vorausgesetzt daß der wesentliche Inhalt derselben nicht der Zeichnung oder Beschreibung eines Anderen ohne dessen Einwilligung entnommen ist, beziehungsweise daß dieser Andere keinen Widerspruch erhebt. Die Nachsuchung des Patentes erfolgt schriftlich bei dem Paten amte. Derselben muß zur Bestreitung der Kosten des Verfahrens em Betrag von 20 M. be gefugt ein. Die Erfindung ist in der Anmeldung dergestalt zu beschreiben, daß die Benutzung be^cn Sachverständige möglich erscheint. Die Anmeldung wird darauf nach Eingang beimt Patent- amte durch Veröffentlichung des Namens des Erfindersund des wesentlichen Inhaltes seiner Erfindung im Nerchs-Anzeiger bekannt gemacht, zugleich die Anmeldung selbst wit allen Beilagen . im Patentamte zur öffentlichen Einsicht ausgelegt. Die Erfindung genießt vom Datum der Anmeldung an einstweilen die Wirkung des Patentschutzes, welche mit der Versagung des Patentes ' ^^Da^s Patentamt stellt nun in einem Lorprüfungs-Verfah^n fest, ob die Erfindung patentirung8- । fäbia ist oder nicht, und entscheidet, falls von keiner Seite Einspruch erfolgt ist, ftatestens 8 Wochen nach der Veröffentlichung der Anmeldung über Ertheilung oder Versagung Patentes Die Berufung gegen diese Entscheidung geht an das Reichs-Oberhandelsgericht und ist binn n ?chs Woche/nach der Zustellung der Entscheidung bei dem Patent-Amte schriftlich anzumelden zu begründen. Die Patent-Ertheilung hat die Wirkung, die gewerbsmäßige Herstellung und Ausbeutung der Erfindung jedeni Anderen als dem Erfinder auf die Dauer von "Jahren von dem auf dü Anmeldung folgenden Tage an zu untersagen. Jedoch must der Patent-Inhaber ber Vermeidung des Verlustes des Patentes nach drei Jahren einem Anderen die Benutzung der Erfindung gegen angemessene Entschädigung gestatten, wenn dies im öffentlichen«^ 8^ • i 9 Zj9 dicker Verlust trifft den Patent-Inhaber, wenn er es unterlaßt, die Ausführung der^Erfindmig L Alande zu sichln. DikKostenÄ das Patent betragen im Anfang des ersten cta6re8 30 M , im zweiten 50 M. und erhöhen sich dann m iebem folgenden Jahre um 50 M. Unbemittelten können^ dieselben bis zum dritten Jahre gestundet werden und dann wenn das Patent erlischt erlassen werden. Werden die Gebühren nicht spätestens drei Monate nach dem ^älliakeits-Terminc gezahlt, so erlischt das Patent. Das Patent verliert schließlich noch seine qL’ t9 snenn Die Erfindung nach der Bestimmung des Reichskanzlers für das Heer, die Flotte ^^?o>nteresse^der ^öffentlichen Wohlfahrt benutzt werden soll. Der Erfinder hat in vifipin ctniio natürlich Anspruch auf angemessene Entschädigung. Dies sind die wesentlichsten Ä gleicher Weise bestrebt, die Interessen des Erfinders wie < . grntzlikumL zu wahren wird dasselbe die Unzuträglichkeiten, welche aus der bisherigen anderen di?G°heimh°Hnng der Erfindungen, d e Ausschließungen ausländischer Erfindungen von dem deutschen Markte re. beseitigen. Den segensreichsten Einfluß muß aber der dem Erfinder ix weitgehendstem Maße gewahrte Schutz auf die reichsten ^np p v i-, in die deutschen industriellen hinter Literarisches. WWZSOSM aut der Ausstelluuk> in P^d-^phta pr-mürt-n Z^^ng-n^s SJRufterätuung Don der Weltausftellungsderichie (Gutachten ilfammen0efteUt Seitens st-llungsgegenttänd- der pr-isg-krant-n. den chn Ansst lle^ Preisrichter: der R-ichscamm'tfwn, lautet l-d°ch W-rktichkett der Lusipruch Being useful illastrated penodical („Bazar: )| esteN s Nun wird wähl Niemand Lare illnsirirte Zerttchr.tt gE9rünbct 1860. - Nun ww^wam £ifi einem industriellen Unternehmer das Rech fp > böcbften Grade unberechtigt «hr-nnall-s S-ugniß tür d°n - S°n-n W°rth zu ftnben hachiten wr b muft es edoch erscheinen, dieses Urthetl nacy ^eueoen ui>»z Wörtchen ge- hyperbolische Lobsprüche hineinzutragen, von Börsen-Zeitung.) reichsten Einstuy muy aoer ^ustr'iellen hinter «w« .x»« SWS'ÄÄS“ VNWZMZBMMM ^MUUZWMZZW Muster davongetragen wird.__ ________ zu Supp, Major. 3480) Wiener und eiserne Gartcnmöbel Schloßgasie B. 1. >ei 3420) Abonnements-Einladung auf die Bekanntmachung. In Folge Auftrags Großherzo^ Landgerichts Homb.rg sollen wegen Schulden- toefen des Pachters Georg Schmidt zu Hof-Sorge bei Burg-Gemünden Montag den 25. Juni 1. I., Vormittags 9 Uhr. an Ort und Stelle circa 120 Morgen Heu- Hras und 20 Morgen Klee gegen gleich vaare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden. Burg-Gemünden, den 19. Juni 1877. Großherzogl- Ortsgericht Burg-Gemünden. Sann. (3485 VeMedern und Daunen ^willch und Barchent, Feder-Leinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung, bei m y3"' Th. Brück, Kanzleiberg B. i. Versteigerungen. Samstag den 23. d. Mts., Vormittags H Uhr, soll auf dem städtischen Baubüreau die behufs Verlegung einer Strecke des Ninagrabens erforderliche, zu 207 jt. veranschlagte Arbeit, versteigert werden. Gießen, den 20. Juni 1877. (3494 Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. 53ramm._______ Oberhessische Eisenbahnen. Es soll die Lieferung und Anfuhr von 500 Cbm. Lahnkies nach Station Gießen vergeben werden; Angebote sind bis zum 28. d. Mts. auf dem Büreau des Unterzeichneten abzugeben, woselbst auch die Bedingungen einzusehen sind. Gießen, den 16. Juni 1877. (3468 Stegmayer, Sektionsingenieur. Mde-Versteigerung Dienstag den 26. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, wird in der Gensd'armerie - Caserne Gießen ein ausrangirtes Dienstpferd gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert. Gießen, den 19. >Juni 1877. Großherzogliches Gensd'armerie Divistons- Commando Oberhessen. Kesondere Bekanntmachungen Schlossevurbeit. 3479) Die zur Herstellung eines eisernen Pflanzengestells im botanischen Garten dahier erforderliche Schlosserarbeit, veranschlagt zu 736 JL, soll im Submisstonsweg vergeben werden. Zeichnung, Bedingungen und Voranschlag liegen oei uns zur Einsicht offen Die Offerten sind versiegelt mit der Aufschrift .Subnnssion rm Betreff des Pflanzengestells" bis zum 27. d., Morgens 10 Uhr, franco bei uns einzureichcn. Gießen, am 19 Juni 1877. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. Casseler Tages Post. Dieselbe erscheint täglich in großem Format und vertritt eine durchaus freisinnige Anschauung. Alle Ereignisse von Bedeutung, insonderheit der gegenwärtige Krieg, wie die gesäumten Interessen unseres Vaterlandes werden, soweit es der Raum nm. inrnttr geftattet, tbcils in besonderen Leitartikeln, theils in der Politischen Wochenschau ober in Original-Correspondenzen auf das Eingehendste besprochen. Besondere Aufmerksamkeit ist unausgesetzt den Angelegenheiten der Provinz Heffen-Naffau, der Rubrik für Schule und Unterricht, dem Feuilleton, der Kunst und Ltteratur, dem HandelStheil und einer guten Auswahl von Mannigfaltigkeiten gewidmet. Der AbonnemcntspreiS beträgt vierteljährlich nur 2 25 , bei allen Postanstalten des Deutschen Reichs einschließlich des Postaufschlags 2 M. 65 Pf. Inserate, welche bet der hohen Auflage des Blattes die anerkannt wirksamste Verbreitung finden, werden die Petitzeile oder deren Raum mit 15 Pfennigen berechnet. Redaction und Verlag der „Casseler Tages-Post“ Amerikanische Heu-u Dunggubeln empfehlen ^c{n}cttin8 Tribut ‘ 3450) Ein Ofen gut ausgebrannte Rustem steine sind zu haben bei L. L A. Petris Weiße Vorhänge aller Art, Rouleaux, Drell in den gangbarsten Dessins Anfertigung jeder Decorations- Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei ("3 Tb. Brück, Kanzleiberg B. 1. 3471) Ein starkes Zugpferd verkauft Karl Euler, Neustadt. Gras-Versteigerung. Montag den 25 d. Mts., Vormittags 8 Uhr anpfangend, soll das dießjährige Heugras von den dem MariEvstift Lich zustehenden circa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Ober- und Nieder-Bessungen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, den 19. Juni 1877. 3484)Winh ei m- Aeilgebotenes. 3489) Ein großes Haus mit schöner Ladeneinrichtung, ausgezeichneten Kellern, in bester Lage, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bitts._____ Zagdverpachtung. Mittwoch den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, -sollen im Bürgermeisterei-Locale dahier die Jagden auf den Gemarkungen: Atzback, Dorlar (2 Therle), Dutenhofen, Garbenbeim , Kinzenb -ch , Lannsboch Krofdorf'Gleiberg mit Vetzberg (2 Theile) und Dorlarer Wald, gelegen in der Gemarkung Waldgirmes und Atzbach, oui 3, 6, 9 Jahre verpachtet werden. Crofdorf, am 19. Juni 1877. Der Bürgermeister: Coln o t(3492 H. von Gimborn’s Tannin-, Alizarin-, Gallus-Kaiser-, Salon- und andere Tinten zeichnen sich durch lebhafte Farbe, grosse Flüssigkeiten und schnelles Trocknen aus und liefern noch nach längerer Zeit scharfe, nie bleichende Copien. Lager in den div. Sorten, sowie auch in Carmin, blauer Tinte, flüssigem Leim, Stempelfarben etc. befinden sich bei Julius Koos in Giessen. 3320) II. Ruhn „ „ 3476) Einige Meter Pflastersteine zu verkaufen. Näheres bei I. Blitz- 3423) Eine Partie Mist ist abzugeben bei ______M- Rosenthal. Feuerfeste Steine empfiehlt S. Katzenstein, Holzhandlung, 3427) __________ Gießen._________ Monogramms (473 auf Briefbogen und Couverts, per 100 1 Jt. 50 Schablonen stets vorräthig. Bestellungen Lindenplatz im Blumengeschäft. Matjes-Häringe empfiehlt (3461) Gg» Wilh» Weidig. Feinst gerösteter eandirter Kuffee, Wiener Mischnng. ß anerkannt vorzügliche Qualität nach Wiener Art geröstet- Alleinige Niederlage bei Herrn Julius Wallach, Gießen. Frühjahrsspiele 1 in großer Auswahl bei 2828)Moritz Gregori Ls Sohn. Permiethungen. 3490) Ein Logis, bestehend aus 4 Zimmern nebst allem Zugehör, inmitten der Stadt, ist zu vermlethen und gleich zu beziehen. Preis 350 jl Näheres bei der Exped. d- Bltts. _____________________ 3493) Ein freundliches Famillemogrs: 3 Zimmer, Küche, 2 Eabinets, Keller, Speicher, Gartenantheil, zum 1. Äugust zu vermiethen. Bello f Wiltwe. _______Grünberger-Str., neben Kalbfleisch. 3452) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- nd_3u vermiethen im______„Eas4 Klein." 3462) Logis zu vermiethen. _____________________Alicenstraße Nr. 101. Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. __________________Asterweg Lit. A Nr. 108. 1442) Das seither von Herrn Eanzlei- Chef Wilk er bewohnte Logis ist bis zum 15. Juni anderweit zu vermiethen. Ehr. Noll III., Canzleiberg B. 66. 3457) Der seither von Herrn Steuereinnehmer Walther bewohnte mittlere Stock ist anderweit zu vermiethen und bis zum 15. September oder Ende August beziehbar_____________Ehr. Schopbach. 3449) Zwei möblirte Zimmer sind anderweit per 15. Juli zu vermiethen. ___________________A. Petr i, B. 88,3. 3344) Der 1. Stock meines Hauses mit allen Bequemlichkeiten ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen Wilhelm Faber, Küfer, Seltersweg. 3296) Ein Famtlienlogts auf dem Marktplatze, aus 4 Zimmern nebst Zubehör bestehend, zu vermiethen. Näheres bet _________________________I Blitz. 3231) Ein Familtenlogis, zwei Stuben, Eabinet, Küche und Zubehör sind per ersten September, eventuell auch früher beziehbar, zu vermiethen bei __________Elias Meier Wittwe. 1997) Die Mansarden m meinem Hause in der Frankfurter Straße sind per 1. Juli d. I. zu vermiethen._______A. Geisse. 3331) Zwei inetnandergehende Zimmer sind zu vermiclhen im vormals Ehr. Horeyseck'schen Hause, Reichensand-Bahn Hofsstraße._____________A. Marcus. 3417) Das von Herrn Rentner Peters bisher bewohnte Logis ist ganz oder getrennt anderweit zu vermiethen und bis zum 15. September zu beziehen^ __________________Gärtner ch aum. 3371) Scheuer zu vermiethen bei Frau Marie Noll, Wallthor 184. vermischte Anzeigen. 3491) 6000 oeg.n doppelte Sicherheit zu leihen gesucht. Näheres bei _________________________________I. Blitz. 3486) Auf de -i Wege von Eafö Eoel nacb der Badeanstalt ein goldenes Medaillon verloren. Gegen gute Belohnung in der »Restauration Busch" abzugeben. 3487) En Hund zugelaufen Näheres bei Heinrich Fübrer, Löwengassr. Zugelaufen ein großer schwarzer Hund mir weißem Unterkörper; der Etgenthümer kann den selben innerhalb 10 Tagen bet Herrn A- Oppenheimer abholen._______(3483 Ein Maschinenschmier^ welcher selbstständig arbeiten kann wird gegen hohen Lohn gesucht bei 3481) Gg. Renzel. II Mill 11 If Haasmstcin & poglcr. Soeben wurde fertig und versenden wir gratis und franco an unsere geehrten Kunden und olle Interessenten: Jnsertions Tarif von Mch-Zeitschnstm (aller Branchen) Dade-Blättern, Cours- u. Q Neisebücherrr, Kalendern rc. B 8o. 19 Seiten. Zu Insertions-Aufträgen hält sich I bestens empfohlen die (3346 ■ Annoncen-Expedition von tasensteiii Vogler, | Frankfurt a. M., Goeiheplah 22. I Giessen, Lchulstraße 18. Ein braves Kindermädchen, welches auch leichte Hausarbeit besorgen kann, sucht (3478 Frau R. Scheel. 3488) Ein braves Mädchen, welches einer kleinen büroerlichen Haushaltung vorstehen kann, findet angenehme Stellung. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Warme Bader. Erlaube mir, meine Bade Anstalt in empfehlende Erinnerung zu bringen. 87)_______________Aittlr, Einladung zum Abonnement auf das „Mainzer Tagblatt", nebst der Sonntagsbeilage „Mchrirtes Unterhaltungsblatt" (jährlich an 500 Illustrationen). Abonnementspreis vierteljährlich loco Mainz «X 1. 80 H, durch die Post bezogen JL 2. 25 Jnsertionspreis 20 H die Petitzeile. Das „Mainzer Tagblatt" ist Organ der Fortschrittspartei in Rheinhessen, deren Tendenzen es mit Eifer und Freimuth vertritt. Zugleich widmet es den lokalen Interessen der Stadt Mainz eine ausgedehnte Fürsorge. Die Tagessragen werden in „Original-Leitartikeln" besprochen, welchen sich eine orientirende „politische Rund sch an" und eine kurze „parlamentarische Chronik" anschließen. Ferner bringt das „Mainzer Tagblatt" Mittheilungen über die Vor kommnisse in Stadt und Land, Referate über die Versammlungen der Stadtverordneten und der Kreis-und Provinzialtage, eine sorgfältig redigirte „Gerichtshalle", Theater- und Musikberichte, sowie die kreisamtlichen, städtischen und Militär-Bekanntmachungen. Außerdem erhalten die Leser nach wie vor die illustrirte Sonntagsbeilage. Kein zweites Blatt im Großherzogthum Hesien bietet einen so mannigfaltigen und gewählten Lesestoff. Zur fgefh Ifeachhinij / 3425) Einem geschätzten Publikum bie ergebene Anzeige, daß ick mein Gesckäft im Rasiren $ sowie chirurgischen Funktionen, mit 1. Juli wieder eröffne. Durck prompte und aufmerksame Bedienung hoffe mir das Vertrauen meiner werthen Kunden wieder zu erwerben und bitte um gcfl. Zuspruch. Achtungsvoll Ferd. Schmidt. WeuseVs Garten. Vorzügliche Küche. Täglich Bier im G-lase. (335» Julius Ilttch 3319) Gescliails-Verlegung. Einem verehrten Publikum die ergebene Anzeige, dass ich mit Heutigem mein seitheriges Local verlassen und meinen Laden in das von mir erkaufte, frühere Flank- sche Haus (Laden des Rhein. Kleider -Bazars), verlegt habe. Durch die Vergrösserung meines Locals habe meinem Happen ■ Geschäft eine weitere Ausdehnung gegeben und bin jetzt in der Lage, grössere Lieferungen von Mützen jeder Art für Militär, Eisenbahnbeamte und Gesellschaften etc., in kürzester Frist bei solider und geschmackvoller Ausführung zu übernehmen. Gleichzeitig empfehle die Filiale meines Schwagers WILLSTÄDT aus Mainz in allen Arten Mainzer Schuhwaaren von den gewöhnlichsten bis zu den feinsten Sorten zu billigsten Preisen. Hauptlager des Schuhlagers in iMainz. — Filialen: Giessen, Aschaffenburg, Zürich und Bern. 3W* Alle vorkommenden Reparaturen werden prompt und billigst besorgt. Bestellungen nach Maass werden innerhalb 48 Stunden ausgeführt. Achtungsvoll □4^ Zur erfolgreichen Verbreitung von Anzeigen in Oberhefsen, namentlich unter der wohlhabenden Bevölkerung der Wetterau, kann das in Friedberg wöchentlich dreimal erscheinende Blatt ,Obcrhtssischcr Anzcigcr" (Amtsblatt) empfohlen werden, da es das verbreitetste, am meisten gelesene Blatt in Ober- Hessen, vornehmlich aber in der Wetterau ist. (Auflage 2800.) Die große Verbreitung dieses Blattes sickert den durch daffelbe veröffentlichten Anzeigen einen erwünschten Erfolg; die Jnseratgebühren sind billig, nur 11 für die kleine Zeile. Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt. In Frankfurt nehmen Aufträge an die Herren: G. L. Daube & Co.,. Haasenstein & Vogler, Iäge r'sche Buchhandlung und R. M osse. Friedberg (Heffen). Die Expedition des „Oberhesstsehen Anzeigers." Frankfurter Stadt Theater. Das Gastspiel des Meininger Hof-Theaters findet statt von Freitag den 15. bis Ende des Monats Juni, und werden Vor- merkungen für dasselbe brieflich oder telegraphisch an der Theater- Easse in Frankfurt a. M. entgegen genommen. (3426 Die Direction des Stadt-Theaters. 3389) Für em Ladengrschäft wird zur Stütze der Hausfrau ein gebildetes Mädchen zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 3453) Unterricht wird ertbetlt im Deutschen, Französischen, Englischen, sowie in den naturwissenschaftlichen Fächern. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3495) Am Mittwoch Mittag wurde zwischen 11 und 12 Uhr in der Stadt eine Goldrolle mit 50 Inhalt verloren. Dem ehrlichen Finder eine Belohnung bet der Exped. d. Bltts. 3475 Eine ordentliche Frau sucht Stelle als Lauffrau. Zu erfragen bet der Erped. dieses Bltts.