ist;, ftrf. Wo 91. Samstag, den 21. April L8T». ^-G-sÄsch^ rlandes C" Srausse hier. ni Chor, v. Wrbrr. Solo u. Chor, v- Strauß. Cbor. Titte. Chor. ”■ Arahms. Duett. ViR. Wagner. Ch.or. v. Strauß. Solo. o. Conradi. Chor. crfon 50 (£in SRtf.tnMtirni ift in mtlnra chen gkblie^u unb tann gtfltn in’a der ZMatarMm aßgeholt ‘ CaN Hofmann. Sine gründe SLenl-.D»meUch! t Stellt Datz Ndhere >u estahra ,h. Daniel Haas Mwr? jnirp.______________ umiS- oder Bolonta- Ltelle-Geluch. itör. OffH« M' d, Frankfurt a. J;— ---* ,*rfS*’**$* irrt bei g FaMaM lfrOilethu»8*: « \,6,n >»-»> £ *■;, Hkkk , i0 6« 6!i V inW'S^ dt, oi. llard*’ — d»E,. «;»(<« iS-'' bn Aijkize- iai Amtsdistt für ton Kreis Gieße». e Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. Amtlicher Ilj eil. Gießen, den 18. April 1877. Betreffend: Die Einführung einer allgemeinen Einkommensteuer, hier die Wahl der Einschätzungs-Commissionen für 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, mit Ausnahme der Bürgermeisterei Gießen. Nach Art. 33 des Gesetzes vom 21. Juni 1869 soll behufs der Einschätzung hr die Steuerclassen der Einkommensteuer zweiter Abtheilung für jede Gemeinde eine örtliche Commission gebildet werden, welche von dem Ortsvorstand gewählt wird. Bon den zu wählenden Mitgliedern dürfen nicht mehr als zwei Dritttheile dem Gemeindevorstand selbst angehören; wenigstens ein Mitglied muß aber demselben angehören. Der Bürgermeister ist wählbar. Zu Mitgliedern der Commission können nur solche gewählt werden, welche zur Zeit der Wahl volle 30 Jahre alt sind und deren Staatsbürgerrecht weder suspendirt noch verwirkt ist. Nach Verfügung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen sind für Gemeinden bis zu 3000 Einwohnern, sonach für alle Gemeinden des Kreises Gießen mit Ausnahme der Stadt Gießen, 3 Mitglieder und 2 Ersatzmänner zu wählen. Sie wollen sofort den Gemeinderath versammeln, die Wahl vornehmen lassen und das darüber aufgenommene Prototoll binnen 8 Tagen einsenden. v. Röder. Bekanntmachung. Der Stadtbach und Stadtringgraben werden von vielen hiesigen Einwohnern als Ablagerungsplätze für sämmtlichen Unrath, Kehricht, Schutt, Steine, Asche' Scherben, alte Blechgeschirre und bergt benutzt und wird dadurch der Wasserlauf gehemmt. Wir sehen uns veranlaßt, wiederholt öffentlich auf das Strafbare dieser Handlungsweise hinzuweisen mit dem Ansügen, daß das Aufsichtspersonal angewiesen ist, jede derartige ZuMerhandlung, strafbar nach Art. 120 des Polizei-Strafgesetzes mit 1 bis 17,14 «X unnachsichtlich zur gerichtlichen Bestrafung anzuzeigen. Gießen, den 13. April 1877.) Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. Folitischer Hheil'. Deutschland. Schotten, 17. April. Das hiesige Kreisblatt schreibt: Am 13. April, an welchem dtr bekannte Feldmarschall v. Wrangel in Berlin in sein 93. Lebensjahr trat, werden wohl nur wenige Schottener noch leben, die sich seiner erinnern. Und doch war er vor 63 Jahren ein Gast in unserer Stadt. Es war in den ersten Tagen des Februar 1814, in jener freudigen Zeit großartiger Erhebung, da rückte auch ein preußisches Reiterregiment in unsere Stadt ein, um allda auf dem Marsche nach Frankreich Rast zu halten. Einer der Ossiciere, Major v. Wrangel, wurde bei dem damals hier fungirenden Beamten Dr. Algeier einquartiert. In der Familie des Letzteren war gerade ein freudiges Ereigniß eingetreten, ein Cohn war geboren, und bei der Begeisterung, welche damals alle Vaterlandsfreunde beherrschte, kam es bald zu freundlicher Annäherung zwischen den beiden Herren und die Folge war, daß Wrangel den Sohn des Dr. Algeier aus der Taufe hob. So ist nun also der jetzige Pfarrer Algeier von Dauernheim der Pathe des bekannten Feldmarschalls, und unser altes Schlößchen — jetziges Landgericht — des greisen Helden ehemali- ges Quartier. Berlin, 17. April. Fürst Bismarck war gestern Morgen noch nicht abgereist. Die Witterung ist sehr rauh und nicht verlockend zu einem Landaufenthalt. Er ist sehr ungehalten über diejenigen, welche glauben, zu seinem Programm gehöre eine Revision der Maigesetze und ein Compromiß mit den Ultramontanen. Dergleichen könne nur von seinen Gegnern ausgestreut werden. Wenn je eine solche verkehrte Politik befürwortet werde, würde er selbst bei schwerer Krankheit zurückkommen und sie bekämpfen, und wenn er nicht mehr Minister wäre, würde er versuchen, als Abgeordneter dagegen aufzutreten. Es ist auch bekannt, daß, wenn es im Zusammenhang mit seinen großen Resormprojecten künftig einmal zu einer Umgestaltung des preußischen Ministeriums kommen sollte, Falk und Friedenthal diejenigen sein würden, von denen er sich am letzten trennte. — Der Kaiser hat den Feldmarschall Grafen Wrangel zu deffen 93. Geburtstage persönlich beglückwünscht. Auch der Kronprinz und die hier weilenden königlichen Prinzen besuchten den Feldmarschall. Berlin, 18. April. Der Verlags-Buchhändler Julius Springer ist gestorben. Berlin, 19. April. In der heutigen Sitzung beschäftigte sich der Reichstag mit Wahl-Prüfungen; für gültig erklärt wurden die Wahlen von Bähr, Mendel, Hebting, v. Gordon, Auer, Götting, Heckmann- Stintzy, Borowski und Allnoch. Die Wahlen von Eisenlohr und v. Grävenitz wurden dagegen beanstandet. Posen, 16. April. Gegen den Grasen Ledochowski hat das Kreisgertcht zu Jnowraclaw folgenden Cückbrief erlaffen: „Der Cardinal Graf Miecis- laus Ledochowski, wegen Vergehens gegen § 31 des Gesetzes vom 12. Mai 1873, Majestätsbeleidigung, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und des Vergehens gegen die öffentliche Ordnung, ist zu 2^ Jahren Gefängniß und einer Geldstrafe von 300 Mk., 3 Monaten Gefängniß rechtskräftig verurtheilt, und an die nächste Gerichtsbehörde, welche um Strafvollstreckung und Benachrichtigung ersucht wird, abzuliefern." — Der „Kur. Pozn." theilt nach dem „Ob- servatore Romano" mit, daß der Papst, als er die Nachricht von dem Gerüchte erhalten, daß die italienische Regierung den Cardinal Ledochowski auszuliefern beabsichtige, diesem anheimgestellt habe, eine Wohnung im Vatican zu beziehen. Nach dem italienischen Garantiegesetz genießt bekanntlich der Vatican das Recht der Exterritorialität. (Siehe unten Rom.) Posen, 18. April. Redacteur Kantecki ist bereits in Folge telegraphischer Mitteilung Seitens der Ober-Postdirection zu Bromberg vom hiesigen Kreisgericht aus der Hast entlassen worden. Stuttgart, 18. April. Der „Staats-Anz." meldet: Der König hat die Einbringung des von der evangelischen Ober-Kirchenbehörde ausgearbeiteten Entwurfs einer Kirchengemeinde- und Synodal-Ordnung bei der Landes-Synode genehmigt. Kesternich. Wien, 18. April. In einem Handschreiben des Kaisers an den Marschall Erzherzog Albrecht gedenkt der Kaiser in warmen Worten der bohen Verdienste deffelben im Frieden und im Kriege. In demselben drückt Se. Majestät dem Erzherzoge seine eigenen herzlichen und aufrichtigen Glückwünsche und jene der Armee anläßlich deffen fünfzigjährigen Dienstjubiläums aus. Der Kriegs-Minister beglückwünschte, umgeben von den Vertretern der Armee, den Erzherzog Albrecht, welcher hierauf antwortete: Er verdanke dem Kaiser seine Stellung und der Mitwirkung der Waffen-Gefährten die gelungenen Erfolge. Das eifrigste Bestreben Aller möge dahin geben, den altösterreichischen Kriegsgeist fortzupflanzen, dann werde der Sieg nicht fehlen. Wien, 18. April. Die Meldung von einem Einrücken der Oesterreicher in Bosnien ist mindestens verfrüht. Ein derartiger Beschluß ist noch nicht erfolgt. — Rumänien rrobilisirt in fleberhofter Eile. Die Besatzungen von Giurgewo und Kalafat wurden verstärkt; ersteres erhält 15,000 Mann, Kalafat 13,000 Mann. — Tschernajeff wird in Petersburg erwartet; er erhält ein Brigade-Commando. — Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest von heute: Die Regierung hat die Concentrirung von 10,000 Mann zum Schutze der Hauptstadt gegen einen allfälligen Handstreich Seitens der irregulären türkischen Truppen beschlossen. England London, 19. April. Die „Times" schreibt: Wenn der Krieg ausbreche, würde Europa nichts übrig bleiben, als den Kaiser von Rußland an seine in Livadia gesprochenen Worte zu erinnern; es würde in Europa einen beruhigenden Eindruck machen, wenn der Kaiser in seinem Kriegs-Manifest das Versprechen, den Boden der Türkei wieder zu verlassen, sobald die Lage der Christen gebeffert und die Ordnung wieder hergestellt sei, förmlich wiederholen würde. StofUn Now, Der „Observatore Romano" brachte jüngst die allgemein mit Unglauben aufgenommene Nachricht, daß die deutsche Reichsregierung von Italien die Auslieferung des Cardinals Ledochowski verlangt habe. Welchen FrilchbLcker ?u Gießen. stimmend beantwortet. die Waffenplätze ter Provinz. In Varna langten weitere 4 Bataillone und 18 Krupp'fche Geschütze an. Scliiffebericht Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in Gießen. Southampton, 18. April. Das Postdampfschiff Rhein, Capt. H- C- Franke, vom Norddeutschen Llyod in Bremen, welches am 7. Avril von Newyork abgegangen war, ist beute 3 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen und bat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 6 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Rhein überbringt 126 Passagiere und volle Ladung. Sonntag den 22. Avril 1877. Georg Spies am Wallthor. Marti» Lenz am Markiplatz. Friedrich Hennings am Seltersweg. ist in der letzten Zett wiederholt vorzekommen, daß Brautpaare die kirchliche Trauung begehrten, ohne daß die kirchliche Eheoerkündtgung vorausgegangen war. Wir bringen daher in Erinnerung, daß nach unserem Kirchengesetz die kirchliche Trauung ohne vorausgegangenes kirchliches Aufgebot unzulässig ist, und ersuchen die betreffenden Brautpaare, sich so rechtzeitig bei uns anzumelden, daß die Proclamauon spätestens an dem der Trauung vorousgehenden Sonntage vorgenommen werden kann- Dr. S eel, Pfarrer. Schlosser, Pfarrverwalter. Lokal'Notiz. Gießen, 20. April. Heber die am Sonntag und Montag in Wenzel'» Saalbau gastirende Schweizer Sängergesellschaft Alpenrösli lesen wir in der „vadlschen Landeszettung" zu Mannheim: Das von den schweizerischen Alpensängern im großen Saale des Saalbaues gegebene Concert hatte sich eines sehr zahlreichen Besuchs zu erfreuen und befriedigten die Leistungen der Concertanten in hohem Grad, was sich durch oftmals stürmisch gespendeten Applaus und zahlreiche Dacaporufe unzweifelhaft zu erkennen gab- Die Sänger, 2 Herren und 7 Damen, traten in dem echten Berner Ober- »ändischen Sennercostüm, ohne jeden theatralischen Aufputz in sehr schlichter und bescheidener Weise aus, haben frische w-odlklingende und sehr gut mit einander har- monirende Stimmen, singen rein und mit voller Pi äcstion und sind überhaupt in ihrer nationalen Weise gut geschult. Besondern Beifalls hatten sich die Sologesänge der Geschwister Schild zu erfreuen, die als die Koryphäen der kleinen Truppe gelten müssen. Begleitet werden die Gesänge von dem Dirigenten und Unternehmer, Herrn Gesang- lebrer Jecker aus Bern, auf dem Piano, wozu dann noch in einzelnen Hirtengesängen harmonisch gestimmte Heerdenglocken treten, wodurch ein sehr orgtneller Effect erzielt wird. Die schweizerischen Alpengesänge unterscheiden sich von denen anderer Bergvölker, z. B- der Tyroler., Steiermärker, Oberbayern rc wesentlich durch ein durchgängig ernsteres, oft melancholisches Gepräge, was sehr wohlthuend und anbeimelnd wirkt, aber nur selten zu Ausbrüchen der Heiterkeit herausfordert. Zweck das Blatt durch Verbreitung dieser Nachricht verfolgt, ist nicht erficht- ' Uch. Aber die Curie muß irgend ein geheimes Jntereffe haben, jene Gerüchte verbreiten zu lasten und dieselben durch scheinbare Beweise zu unterstützen. Der Cardinal Ledochowski hat nämlich aus dem Vatican die Anweisung erhalten, seine Wohnung aus dem Palazzo Mattei hinter e>t. Peter nach dem ersten Stock im Vatican — also dem päpstlichen Jmmunitätsbezirke — zu verlegen. Der Umzug wurde vor Kurzem bewerkstelligt. Das Manöver hatte aber eine Wirkung die im Vatican wahrscheinlich nicht erwartet worden war, denn allgemein bestärkte sich die Ansicht, daß der Cardinal ein Verbrechen begangen habe welches die Forderung der Auslieferung begründe. So schrieb der „Po- polo Romano" : „Da in Deutschland der Vertreter des Cardinals für Die Sprengel Gnesen und Posen verhaftet worden ist, scheint es, daß man bei einer Haussuchung eine Correspondenz entdeckt hat, welche den Cardinal durch etll Reat ernsteren Charakters compromittirt, als der einfache Ungehorsam gegen die Staatsgesetze und für welches man mit gerechterem Grunde die Auslieferung aniusen könnte. Aus Grundlage solcher Notizen soll die vaticanische Kanzlei dem polnischen Purpurträger angerathen haben, sich für jedes Ereigniß in den Gemächern des Vaticans in Sicherheit zu bringen." Begreiflicherweise hat diese Auslegung im Vatican eine große Entrüstung erregt und erschien sofort im „Observator Romano" folgende Note: „Ohne uns um die verleumderischen Insinuationen zu kümmern und in der Erwartung, daß die Zeit denselben ihr Recht widerfahren laste, können wir sagen, daß der heilige Vater, weil er von den Gerüchten, daß die Auslieferung des Cardinals verlangt werde, unterrichtet war, wollte, daß derselbe seinen Wohnsitz von dem anstoßenden Palazzetto di San Marta nach dem vaticanischen Palast verlege, um auf diese Weise eine neue Beleidigung der Cardinalswürde und einen neuen Schmerz zu ersparen, der zu jenen käme, welche der berühmte Purpurträger bereits zu erleb Rußland. Petersburg, 18. April. Die an auswärtigen Börsen verbreiteten Gerüchte über Veränderungen im türkischen Ministerium werden durch keinen Umstand bestätigt und erscheinen sonach als unrichtig. Der Kaiser und der Großfürst Thronfolger treten am Frsitag früh die Reise nach Kischeneff an und werden Montag Abend daselbst eintreffen. Die Correspondenz der „Agence Haoas" hebt hervor, im Protokoll sei wohl der Fall, daß die Pforte innerhalb einer bestimmten Frist die Reform-Maßregeln nicht zur Ausführung gebracht habe, vorgesehen, aber nichts für den Fall bestimmt, daß die Pforte die pernntorische Ablehnung des Protokolls selbst eintreten laste. Letzteres sei Angesichts der von England abgegebenen Declaration annullirt. Der von den europäischen Mächten auf der Conferenz zu Konstanstinopel verfolgte Zweck bleibe aber nichtsdestoweniger vollkommen bestehen. Rußland, dessen Hände durch die Seitens der Pforte erklärte Ablehnung frei geworden seien, werde bestrebt sein, diese europäische Aufgabe gegenüber der Pforte zu erfüllen. Türkei. Konstantinopel, 19. April. Dem russischen Geschäftsträger ging ein Telegramm zu, wonach Instructionen für ihn aus dem Postwege abgesendet wurden; voraussichtlich dürften dieselben die Anweisung zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen und die Copie eines russischen Rundschreibens au die Mächte enthalten. Die Angelegenheit bezüglich der Behandlung der russischen Unterthanen während des eventuellen Krieges ist noch nicht geregelt; Rußland will Dieselben unter den deutschen Schutz stellen, während die Pforte, wie es den Anschein gewinnt, deren Ausweisung betreiben möchte. Pera, 17. April. Das amerikanische Mittelmeer-Geschwader, aus den Schiffen Gettysburg, Vandalia, Marian, Trenton bestehend, welches angewiesen worden ist, nach Konstantinopel abzugehen, um die amerikanischen Jnteresten in Schutz zu nehmen, hat Erlaubniß empfangen, durch die Dardanellen zu fahren. Nustschuk, 19. April. Der Ober-Befehlshaber der Donau-Armee, Abdul Kerim Pascha, bereist mit einer Commission von 4 Generälen, 4 Obersten und 2 Generalstabs-Majoren und in Begleitung eines englischen Majors Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag, den 22. April. Morgens: Pfarrer Dr. S e e l. (Feier des heil. Abendmahls.) Nachmittags: Pfarrverwalter Schlosser. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 22. bis 28. April besorgt Pfarrer Dr. Seel. den hatte. Nom, 18. April. In der Deputaten-Kammer kündigte Mussolino ( ein2 Interpellation an über die Absichten der Regierung Angesichts der bevor- ' stehenden Verwicklungen im Orient. Cesaro will eine Interpellation stellen hinsichtlich der von Der Regierung für den Fall des Kriegs zum Schutz der italienischen Unterthanen im Orient getroffenen Maßnahmen, und ferner darüber, ob die Regierung mit den übrigen Großmächten in ein Einverständniß hinsichtlich der Neutralität Rumäniens eingetreten sei. Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Melegari, sagte die Beantwortung für nächsten Montag zu. — Aus der heute zur Ergänzung des Grünbuches vertheilten Corre- fpondenz geht hervor, daß in dem Moment, in welchem die Forderung Englands hinsichtlich der Abrüstung die Unterzeichnung des Protokolls beinahe vereitelt hätte, die italienische Regierung bemüht war, Die Schwierigkeiten zu ebnen, indem sie eine entsprechende spontane Erklärung Rußlands anregte. Der in den Proces verbal aufgeuommene Vorbehalt Italiens wird in einer Depesche Melegari's au Menabrea vom 31. März dahin erklärt, daß Italien volle Actions-Freiheit behalte für den Fall, daß England erklären sollte, daß das Protokoll, soweit es England angehe, seinen Werth verloren habe. In einer Depesche an den Geschäftsträger in Konstantinopel vom 13. April erklärt Melegari, er habe bet Empfang des türkischen Circulars dem Gesandten der Pforte sein lebhaftes Bedauern ausgesprochen über die Entschließung der Pforte, welche leider die ernstesten und für die an die Erhaltung des Friedens sich knüpfenden Interessen uachtheiltgsten Folgen haben könne. Nom, 19. April. In Der Finanz-Commission der Deputirten-Kammer wurde Seitens des Minister-Präsidenten Depretis erklärt: die Regierung habe die neue Phase der orientalischen Frage vorausgesehen, als sie ihr Finsnz- Exposä vorlegte. Man hoffe auf eine Localisirung des Krieges; nur falls Rußland aus Konstantinopel losmarschire, könnte die Situation verwickelter werden. Er (Der Minister) sei nicht Willens, die Finanz-Vorlagen zu modifi- ciren. — Das Journal „Italic" bezeichnet die Nachricht, daß einige Mitglieder des Ministeriums die Auflösung der Kammer herbetführen wollen, als unbegründet. Der „Bersagliere" schreibt: Im Ministerrath ist eine Ueberein- stimmung über die Lösung aller Fragen erzielt. Die italienische Regierung hat das Ersuchen Rußlands, an denjenigen Orten der Türkei, wo keine Vertreter Deutschlands residiren, den Schutz der russischen Unterthanen zu übernehmen, zu- Mtiiii’l’111 ft**" ,SÄ$ 18 $ 5rafl/&D 4^ A Allen Kranken Kraft und (Sefuui>äcit ohne Medici» und ohne Kosten durch die Heilnahrung: Revalesciere ™... Seit 80 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gesnndheits- speise widerstanden und bewährt sich dieselbe bet Erwachsenen und Kindern ohn- Medicin und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-. Brust-, Lunger-, Leber- Drüsen' "chleimbaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma Husten, Unverdaulichkctt. Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwache, Hämo^ 'hoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutausitetgen, Ohrenbrausen, Uebelfett unD Erbrechen fe bft während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für er Geburt an selbst der Ammenmtlch oorzuziehen. — Ein Auszug aus 80,000 Cettt fkaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certtficate vom Professor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr Shoreland Dr. Campbell Professor Dr. S)6b£, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de BrShan, und vieler anderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlarrgen eingesandt. Abgekürzter Auszug aus 80,000 Certeficaten. Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die lisvalvseldro bat wein 18jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwach- und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. . . _ I. Comparet, Pfarrer, Samte Romame des Dee. Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße icb die kostllch- Revalescibre und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden die mia während langer Jahre fürchterlich gefolttrt hatten. In meinem VS. Jahr ^ stehend, er freue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Leroy, Pfarrer. Nr. 45270. I. Robert. Von seinem 25 jährigen Leiden an Schwindsucht, Husten Erbrechungen, Verstopfungen und Taubheit gänzlich bergestellt- 62845. Pfarrer Boilet von Ecrainville. Von Asthma mit häufigen Ersttckuvger völlig |^6e6,te[1^rau gyajor Deutsch, geb. von Horn in Posens deren Kinder von Drüsenttiden^hergestUlt.^uise H^han von 7 jähriger Leberkrankheit, Schlaflostgket Zittern an allen Gliedern, Abmageruna und Hypochondrie. Nr 75877. Florian Köller, K. K. Militarverwalter, Großwardein, von Lun-rr und Luströhren-Katarrh., Kopsschwtndel und Brustbeklemmung. Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handel» Lehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von BrustübU und Nervenzerrüttun- Nr. 65715 Fräulein de MontloutS, von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit uw (b.nag^runfl^s. $aron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Händen urch Füßen D e Revalesciere ist viermal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsene, und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speffm. . Preise der Revaleeoibre */t Pfd. 1 80 1 Pfd. 3 50 2 Psd. b JL 12 Revtl^kre Omcolatde 12 Tassen 1 JL 80 24 Tassen 3 JL M 4, 48 Toste, Revalesefere Bisoultes 1 Pfd. 3 JL 50 2 Pfd. 5 JL 70' R fon«rn Zu beziehen durch Du Barry u. 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Mts. werden in verschiedenen Districten des Treiser Mitgebrauchswaldes rechts der Lumda versteigert: Eichenstämme, 23—29 Ctm. dick und 6—11 Meter lang mit 5,39 Kbkm. Nadelstämme, 15—35 „ „ „ 5—13 „ „ „ 55,00 „ 2199) Unterzeichneter bringt sein Holz - Lager, insbesondere Bohlen in allen Stärken, bedeutenden Vorrath in eichenen Stückhölzern, sowie die Anfertigung von Brunnenrösten, in empfehlende Erinnerung. Balthaser Euler am «Hamm. Freiburger 13 Frs.-Loose vom Jahre 1861 zogene Serien: Nr. 61 163 455 609 664 786 „ Stockholz, „ Reisholz, Nadelderbstangen von 6—9 Meter Länge mit 18,25 Kbkm. 6 Rmtr. Buchen-, 9 Rmtr. Eichen- und 5 Rmtr. Aspen-Scheiter, 4 „ „ 4 „ „ „ 3 „ Nadel-Knüppel, 10 „ 50 „ „ „ 20 „ Nadel-Reisig. Zusammenkunft Morgens um 8 Uhr nm Kohlborn bei Treis a. d. L. Treis a. d. L., den 18. April 1877. Großherzogliche Oberförsterei Treis a. d. Lumda. Amendt. Mittwoch den 25. I. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen auf dem hiesigen Rathhause versteigert X* ,5) „ „ Stockholz, Wellen „ RetSbolz, Eichen-Stämme, zus. 13,04 Cbm-, 10,32 „ ließen. soll im Lollarer Gemeindewald, in den Districten Pfaffenstrsuch, Kopf und Boden, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 76 Rm. Buchen-, Eichen-, Nadel-Scheith., Prügelh., 5949 6292 6435 6673 6826 6925 6935 ,UV1 73G1 7441 7479 7608 7768 7808 7820 7849 7873 7953 Nummern bedürfen jedoch noch der Bestätigung durch die in einigen Tagen eintreffende Handel und Verkehr. Frankfurt, 18. April. (Productenbörse.) Wetter: Schneeluft. Weizen (per 100 L 0 /Iffec ' f. Y. u roettfr x 28, fremder X 26-27V«, auf Lreserung*) °kAnJt!n>Tr/rnat AL 26 Rouaen lper 100 Kilo) animirt. effectio hiesiger 20>/r—21, öÄlt Gerste (per 100 Kilo) animirt eff. hief. u. T 21 fränt X 22. Hafer (per 100 Kilo) animirt, eff. hiesiger X 18—19, Ä X 18. Rüböl (per 50 Kilo) effektiv hiesiges ohne Faß in Partien von 50 6elr' rnSn?7rKtt°^°^n''mmd-»°ns 70 Mo NalurgMlcht per E xtter; **) mindestens 370 nach der Fischer'schen Oelwaage und incl. Faß mit Eisen- 6atlb' ctriphhera 18 Avril. Waizen X 27.—. Korn X 21.—. Gerste 20.—. i>0fet 15-20 6,ftartoffdn M 6 50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo - 200 Zollpfund. ehenten und Leinen eignen Fabrikats zu rebueiren und yj empfehle solche zu bedeutend herabgesetzten Preisend A L. W. Flank, »eusladl. « Durchmesser und 4 bis 18 Meter Länge, mit 49,95 Festmeter, 7 Eichen-Stangen, mit 0,33 Festmeter, 79 Nadel- „ „ 6,41 Die Zusammenkunft ist im District Pfaffenstrauch bei der Holzmühle. Lollar, den 16. April 1877. (2173 Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. Fuch s. Lasö Wenzel. 2187) Vorzügliches Bayrisch- Bock- und Export-Bier. J. 4*. ZS. ISnpst. empfiehlt alle Arten Oefen und Herde, als: Regulirfüll -, Mantel-, Wormser-, Säulen- und Kochöfen, Abtrittsrohre in Guß und Thon, Säulen, eiserne Träger, Alte Eisenbahnschienen, Küchengoffen und Rofie. strtct Hoherberg: , , 332 Rmtr. Buchen-Scheitholz, Prügelholz, 2227) 5 gut erhaltene Fensterläden, eine starke Leiter von 30 Sprossen, eine eiserne SÄlag mit Brecheisen und eine Sense, ver- kauft L. Hartmann, Asterweg A. 125. 2233) Eine Treppe', Fenster und alte Ziegel, verkauft K. M a l k o m e s i u s, Neuenweg. Feinste (2208 Gothaer Cervelatwurst empfiehlt Gg. Will). Weidig. 2149) Ich mache die Herren Rekruten hiermit aufmerksam, welche dieses Jahr nach Lich zur Rekrutirung kommen, daß Bänder u. Strauße bei mir billig zu haben sind. _______Hermann Schmidt. Feinster Dorsch-Leberlhran fast geruch- und geschmacklos, in Flaschen mit gestempeltem Metalloerschluß ä 60 1 .— und X 1.70 echt zu haben bei (305 C. F. S e m m l e r. Zar Saison bringe ich mein mit dem Ueuesten afsortirtes Lager in fertigen Herren- und linubenliteidem in empfehlende Erinnerung. M. Weiner, Marktstrasse. _ Die mehrfach gewünschten eleganten Knabenanzüge sind wieder WDüUUUUurmumtmuuuuuuuuurm 8 Wegen baulicher Veränderungen beabsichtige ö mein Lager in M Ieilgebotenes. 2224) Ein Haufen Dungasche zu verkaufen im neuen Arresthaus.____________________ 2222) Guten Kuhmist verkauft billigst __________Goldenberg, Löwengasse. 2052) Wegen Bauveränderung habe 18 Stück gute Fenster und Thüren abzugeben. L. Süst, Wallthor 194. 2026) Ein 1- und rspännigen Wagen zu verkaufen bei Tb. Vogt, Schmied. umtn, baß Srautpaart dir tirifliit n bijung DOtau§(itqanfltn tu- Sir ' ritngtftß bic Wfl I ist unb erfaßen btt bttrtjt^ daß die Proclamkion fpateft^ atnomw.n ’cotx^ro taw- uuDbeit odne Medici» ie Heilnahrung: Du Barry I (j von London. dich» bei Erwachsenen un D'-bel^, “ äuglinfle M?, - Wahrung für » gg M (k unb' ME ‘ J Kl 1 , a „ „ M 1^” / ■■ versteigert werden. Groß-Buseck, am 20. April 1877. Großherzogl. Bürgermeisterei Groß-Buseck. _________Wagner._______(2220 Holzversteigerung. Montag den 23. und Dienstag den 24. April l. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem Treiser Mttgebrauchswald, im District Aspenstrauch, folgendes Gehölz Besondere Bekanntmachungen Bekanntmachung. Zu der zweiten Auflage des Tarifs für den diesseitigen Local-Güter-Verkehr ist der IX. Nachtrag, gültig vom 20. April d. I. Lon den jüngst in fcutwfen wird derjenige ili ißlution Äwe's. weich Bche Regrtung des Apvt ’ tkgieichen die anderen rtmles hatte der Resoln Köln-Gießener Bahn Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12, 4*3. probates Haus- und Genußmittel bei oeraltetem Husten, Reiz im Kehlkopfe, Heiserkeit, Verschleimung, Blutspeien, Asthma und Keuchhusten ist der Mayer'sche (538 weiße Brust Syrnp. Lager bei Fr. Bieler am Kreuz in Gießen. L. Müller, voran. E. Hermes, Ph. Nau & Co., Wilh. Schmall, Wilh. Seibert, Julius Wallach, Georg Wilh. Weidig. Man wolle auf die auf jedem Packete befindliche Schutzmarke und den Namenszug besonders achten. G-ebrüder Sinterns, Magdeburg, alleinige Importeure des echten Mocca- Sacca-Kaffees für Europa. (1834 Frciw. Gail sclre Feuerwehr. Sonntag den 22. April : Ealirt nach Butzbach Zusammenkunft am Bahnhofe Vormittags 11 Uhr. (11 95. ES dürfte für Jeden, namentlich aber für Kranke, welche in Zweifel darüber sind, was sie zur Beseitigung ihrer Leiden thun sollen, nicht uninteressant fein zu erfahren, daß in Büchelchen: « 2239) Scbwarze Cachemires, Merinos, Jg Batiste und Alpaeas, schwarze Seidenzeuge und Seid nfammete in vorzüglichen Qualitäten, empfiehlt £ J. Ch. Retter. EL JTI, *Jttgh«ri M >h»eu hiri eine «wartet. eröffnet wegen bevorstehender Geschäfts-Verlegung einen vollständigen ,®Url!,n feine ® W'n. Das I **n bie SIa9= »ertro > X,?le«e 1 ,S9 benllox °^ch°o Mermischke Anzeigen. 2236) Eine Friseurin sucht baldigst Kunden. Näheres Universitätsstraße 77. Für Hautleidende! HautauSschläge aller Art, besonders aber Salzfluß an den Füßen, trockene und nässende Flechten, Grindausschlag, Haar- und Juckflechtcn, heilt laut vielen Anerkennungen selbst in den hartnäckigsten Fällen bei genauer brieflicher Mittheilung. Apotheker C. A. Gabler, gr°ßf" Lager vollständig zu räumen^ habe für die Dauer des Ausverkaufs bei allen Gattungen ein- ganz bedeutende Preisermäßigung e.ntreten lassen. Was Neuheiten anbetr.ffi, so ist mein Lager auf's Reichhaltigste assortier und bin ich überzeugt, daß Jedermann nach Wunsch befriedigt wird. Einen Preiscourant folgen zu lassens halte ich für unnothlg, da es Jedermann gestattet tst, von den Vortheilen, die der Ausverkauf bietet, sich zu überzeugen. . Rheinischer HSei