dswah, '<*1* mar 1829. EI.Ä" 76, 13, (1t os 1‘2. 13 färben! Neuenweg- SM? ’ Dper»«”bw ®crtj!]rtil,er ;org6u"d w|8Cher,n' „'„nW* 1 y ^^ungen. S ?umT^8 itt «WA’u»* r-^SSsÄ S;,7, WM ‘^'.a-eb.rbt, Kanzleibr^ 72 be&n“?*» —■ F- Jutz^ Anzeigen. .Schlackensaiid m billtgßm Preis, Karl -»ler, äituftabt. 308,049,700 JHk. 28,810,400 „ 73,900,00» „ M,029,700 „ 36,8 |jtofinf, 41 n IgintnitntgtgfV»* A. Ricker^ ere FichWIl ffc i-Tcchliikrr SÄ; Safe« jitr £)frtdit. fter. * Zt,blt ieater. ■tctsr fturbe wirb ersucht, tha« welche ss üUymtlneit , bolbizst zu repetiren. eie Theaterfreunde, hautleidende. t aller Art, besonders aber m Wen, trockene und 1, GrindauSschlig, Haar- , heilt, laut vielen Lun- rst in den hartnLSitzslen m brieflicher Mittdeilung- »cheter C. A. Cahier, in Passau. Mittwoch, den 21. Februar ^scheint ILgHich mit AuSnaHn« M ME ^peditto«r Sche£• t SIL B. Nr. 1817, Pdeis Viertels Durch dis r U 0 ri 1 isser PßeiL Keutschland. Mainz, 17. Februar. Pfarrer Hungart ist von Rödelheim wieder hierher zurückgekehrt und hat sich bei den barmherzigen Schwestern im Vincenz- Hospital eingemiethet. Berlin, 17. Februar- In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurden die Vorlagen betreffs Abänderung der Vorschriften über die Steuerveranlagung und betreffs Amortisation von Actien der in Schleswig- Holstein dowicilirenden Gesellschaften in dritter Lesung angenommen. Hinsichtlich des Vertrages zwischen Preußen, Oldenburg und Bremen wegen Unterhaltung der Schifffahrts-Zeichen auf der unteren Weser und der Strandbauten aus Waugeroge wurde beschloffen, die zweite Lesung im Plenum vorzunehmen. Demnächst genehmigte das Hans in zweiter Lesung die Vorlage betreffs der Reglements der öffentlichen Feuer-Societäten und wegen Erweiterung der Verwendungszwecke der Provinzial-Dotations-Fonds, letztere mit einem Amendement, wodurch eventuell auch die Verwendung des Fonds für den Bau von Pferdebahnen gestattet wird. Bet der nunmehr folgenden Fortsetzung der zweiten Lesung des Staatshaushaltes erledigte das Haus mehrere an die Budget Com- mijsiou verwiesene Positionen und bewilligte hierbei auch den Betrag von 20,000 Mark für den Unter-Staatssecretär im Ministerium des Innern mit de» Maßgabe, daß bis zur Besetzung der Stelle 3000 Mark an zwei mit den Direi.torial-Geschäftrn betraute Räthe als Remuneration gezahlt werden. Für den Unter-Staatssecretär tm Handels-Ministerium hingegen wurden nur 15,000 Mark bewilligt, die beantragte Erhöhung also abgelehut. Analoge Be- schlüffe erfolgten danach auch bezüglich der Unter-Staatssecretäre im Justiz- und im Cultus Ministerium, sowie im Bureau des Staats-Ministeriums. Im Fortgänge der Sitzung wurde der Etat des Cultus-Ministeriums bis einschließlich des Capitels über den evangelischen Ober-Kirchenrath in zweiter Lesung genehmigt. Die Fortsetzung der Berathung findet am Montag statt. — Der „Reichs-Anz." veröffentlicht einen kaiserlichen Erlaß, wonach der elsaß-lothringische Landes-Ausschuß die Befugniß erhält, statt eines Stellvertreters des Vorsitzenden künftig deren zwei zu wählen. Berlin, 18. Februar. Die Lage in Konstantinopel ist äußerst bedrohlich. Edhem's Entlastung steht bevor. Die Sofias verlangen die Zurückberufung Midhat's. Der Sultan zeigt angeblich Symptome eines Gehirn-Leideuß. Berlin, 19. Februar. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde der Gesetz-Entwurf wegen Verwendung von disponiblen Beständen für außerordentliche Bedürfnisse der Bau-Verwaltung pro 1877/78 und wegen Ausnahme einer Anleihe zur Deckung der Ausgaben für Bau-Aussührnngen auf den Staats-Bahnen nach längerer Debatte unter Befürwortung des Handrls- ministers an die Budget-Commission verwiesen, und sodann die Vorlage betreffs Revision der Reglements der öffentlichen Feuer-Societäten in dritter Lesung genehmigt. Demnächst lehnte das Haus den Gesetz-Entwurf bezüglich Erweiterung der Verwendungs-Zwecke der Provinzial-Dotations Fonds nach längerer Debatte bei Abstimmung durch itio in partes mit 177 gegen 155 Stimmen ab, beschloß dagegen auf Antrag von Windthorst (Bielefeld) die Aufforderung an die Regierung, den genannten Gesetz Entwurf zur Begutachtung an die Provinzial Landtage zu überweisen. (Die Sitzung dauert fort). — Midhat Pascha ist am 16. Februar in Neapel angelangt. Eine Botschaft de- Sultans ist daselbst eingetroffen. Midhat's Rückberufung steht bevor. Cs ist indeß zweifelhaft, ob Midhat das Großvezirat übernehmen oder Minister ohne Portefeuille werden wird. — Der Abg. v. Gerlach ist gestorben. Frankfurt, 19. Februar. Am 27. d. Mts. werden dahier Regierungs- Comnnffarien der Main-Ufer-Staaten Bayern, Baden und Großherzogthum Hesten zu einer Confereuz zusammentreten zur Prüfung, bezw. Genehmigung der von der preußischen Regierung tu Vorschlag gebrachten Main-Correction zwischen Frankfurt und Mainz. Altona, 16. Februar. (Reichstagswahl) Das schließliche Wahl- Resultat ergibt für Karsten 13,093, für Hartmann 13,157 Stimmen, 120 Stimmen zersplitterten sich. Eine engere Wahl ist unzweifelhaft. Marburg, 17. Februar. Ein ergötzliches Nachspiel zu den letzten Wahlen macht gegenwärtig hier viel von sich reden. Einige Tage vor der Reichstags-Wahl, also Anfangs Januar, wurde nämlich in beiden hiesigen Zeitungen eine Broschüre, betitelt: „Der Wahl-Kampf" von G. Colonus, Verlag von Geiger in Lahr, mit vielen Abbildungen, angekündigt. Dieselbe, mit einer Titel-Vignette versehen, welche zwei Wähler im handgreiflichen „Wahl-Kampf" darstellte, war auch in den Buchhandlungen ausgestellt, ohne sonderlich beachtet zu werden. Am Wahltage soll nun der Vorsitzende eines Wahl-Bureaus von einem Wahl-Beisitzer darauf aufmerksam gemacht worben sein, daß sein Con- terfei in der fraglichen Broschüre figurire, worauf dieser sich dieselbe sogleich verschaffte, und so erst entdeckte, daß das Büchlein eine beißende Satyre au die hiesigen National-Liberalen ist, indem die Führer derselben in Versen und Bildern sehr kenntlich persiflirt und karikirt sind. Sofort nach dieser Entdeckung wurden- von der interesstrten Seite alle hier in den Buchhandlungen vorrätbi- gen Exemplare aufgrkaust, und dem Verleger ausgegeben, keine mehr hierher zu versenden, so daß seitdem kein Exemplar mehr hier zu bekommen ist, so sehr ich auch die Nachfrage darnach gesteigert hat. Seitens der Liberalen wurde )ieser gelungene Streich — gelungen deshalb, weil der Verleger bekanntlich elbst ein National-Liberaler ist, und die Broschüre sogar in dem hiesigen liberalen Organ annoncirt und von dieser Partei angehörenden Buchhändlern ausgelegt worden war — nun den Conservativen zugeschrieben, welche sich jedoch n der „Oberheff. Ztg." entschieden gegen eine solche Insinuation verwahrten. Nun kommt aber plötzlich eine überraschende Aufklärung, denn seit einigen Tagen ist allgemein das Gerücht hier verbreitet, der Verleger Geiger in Lahr habe nicht nur die Autoren genannt, sondern deren Correspondenzen sogar an den )iestgen Staats-Anwalt ausgeliefert, und jene seien die Häuptlinge der hiesigen Conservativen, von denen namentlich ein DerwaltungS-Beamter stark gravirt ei. Mau kann auf den ferneren Verlauf dieser Angelegenheit gespannt sein." (Frkftr. Journ.) München, 16. Februar. Wqs die Frage betrifft, welche Stadt als Sitz des Reichs-Gerichts bestimmt werden soll, so wird hier versichert, die rayerische Staatsregierung werde im Plenum des Bundesraths dem Antrag der sächsischen Regierung betstimmen und sohin für Leipzig votiren; es soll indessen nicht zu bezweifeln sein, daß die Mehrheit des Bundesraths sich für Berlin entscheiden wird. (Allq. Ztg.) Aus Sachfen, 16. Februar. Sämmtliche in Sachsen gewählte Social Demokraten gehören nicht dem Lande an: Bebel ist ein Rheinpreuße, Demmler ein Mecklenburger, Most ein Bayer, Motteler ein Württemberger, Liebknecht ein Heffen - Darmstädter, Auer ein Hamburger und Bracke, der an Bebel's Stelle in deffen altem Wahlkreise gewählt werden dürfte, ein Braun- chweiger. Stuttgart, 17. Februar. Die Linke der Abgeordneten-Kammer beab- ichtigte einen Antrag einzubringen, wodurch die Regierung aufqefordert wird, darauf hinzuwirken, daß das Reichs-Gericht seinen Sih in Leipzig erhalte. Nach eingehender Berathung hat die Linke indeß schließlich auf die Einbringung des Antrages verzichtet. Aus Elfaß-Lothringen. 16. Februar. ES verlautet jetzt mit Bestimmtheit, daß der Kaiser mit dem Kronprinzen in der dritten Aprilwoche das Reichsland zu besuchen gedenkt und dabei auch aus einige Tage nach Metz zu kommen beabsichtigt. Die nöthigen Gemächer in der Präfectur sind schon vor drei Jahren auf Kosten der kaiserlichen Chatulle hergerichtet worden. Ob der Besuch vorzugsweise den militärischen Werken und Anstalten gilt, oder auch Gelegenheit zur Berührung mit den bürgerlichen Einwohnern geben wird, ist zur Zeit noch unbekannt. Wien, 17. Februar. AuS Konstantinopel wird gemeldet: Der Groß- vezir Edhem Pascha hat seine Entlaffung erbeten. Montenegro hat eingewilligt, Delegirten behufs der Friedens-Verhandlungen nach Konstantinopel abzusenden. Die in Pesth zurückgebliebenen ungarischen Minister sind nach Wien berufen worden. Die russischen Bahnen dürfen die österreichischen Grenzstationen nicht mchr berühren, um den Verkehr der russischen Bahnbeamten mit Galizien zu verhindern. Die Nordbahn holt die Paffagiere an der Station Sczakowa ab. — Der Dichter Mosenthal ist gestorben. Wie«, 17. Februar. Weil nicht viel Aussicht zum Abschluß des Friedeis mit den Fürstenthümern bis zum Ablauf des Waffenstillstandes vorhanden, winscht die Pforte, den Waffenstillstand auf einen Monat zu verlängern. Der S'urz Edhem Pascha's wird stündlich erwartet. Prag, 17. Februar. Da die Rinderpest in Sachsen von Neuem aus- gerrocheu ist, so hat die Statthalter« die Ein- und Durchfuhr von Rindvieh, Tlierabfällen und Futterstoffen über die sächsisch'böhmische Grenze verboten. AranLreich. Paris, 17. Februar. Die Hirtenbriefe, welche die französischen Bischöfe bei Gelegenheit der Fastenzeit erlaffen haben, kündigten alle an, daß die Katholik«, welche der Kirche Geldgeschenke machen, Erleichterung betreffs der Beob- achung der Fastenregeln erhalten sollen. Paris, 18. Februar. Ukber den Zustand des Sultans sind, wie vor- den bereits anderen Organen, so auch dem „Temps", beunruhigende Mitthei- lun,en zugegangen; danach sei zu besorgen, daß eine Lähmung des Gehirns erntete. Dänemark. Kopenhagen, 17, Februar. Die der Linken angehörende Majorität des Finanz Ausschuffes des Folkethings hat beschloffen, die Vertheilung einer Milion Kronen an die Communen zu beantragen, um mit diesen Mitteln dem aus der Arbeitslosigkeit herrührenden Nothstande abzuhelfen. Kl-laad. Petersburg, 17. Februar. Hebet einen angeblichen Zusammenstoß zwischen russischen nnb türkischen Vorposten an der Kaukasus-Grenze, welcher ion der Wiener „Presse" gemeldet wirb, liegt hier von amtlicher eeite keinerlei Nachricht vor; auch ist Bier darüber burchaus nichts bekannt. Petersburg, 17. Februar. In gut unterrichteten greifen würbe mit Bestimmtheit versichert, Fürst Gortschakosf habe in ber letzteren Zeit wieberholt eine Demission angeboten. Der Kaiser ersuchte ben Reichskanzler jeboch, seine Stellung im gegenwärtig schwierigen Momente nicht aufzugeben. Der Fürst erklärte sich bereit, bis zum Mai zu bleiben. Derselbe wirb sich alsbann nach Wiesbaben zum Kurgebrauche begeben. Währenb ber Sroßsürst Thronfolger als Nachfolger Gortschakoff's gern ben General Jgnaticff sehen würbe, unb die Kaiserin sich für ben Minister der Staatsdomänen Walujew verwendet, schlägt chortschakoff den Minister des kaiserlichen Hauses, den Grafen Adlerberg, vor. Sämmtliche Nachrichten über Abdicirungs-Ahsichten des Kaiser« entbehren der Begründung. Eme solche Absicht bestand wohl im Juli v. Js., jetzt aber ist der Kaiser entschiedener als je gewillt, den in zahlreichen Ergebenheits-Adressen ausgesprochenen Wünschen des Volkes Genüge zu leisten. -urLet. K»«sta«tkt0pel, 17. Februar. Die „Agence Havas-Reuter" meldet: In Folge der jüngsten Depesche des Großvezirs, worin die Vortheile, welche die Führung der Friedens-Verhandlungen in Konstantinopel mit sich bringe, austtnandergesetzt werden, hat, wie versichert wird, der Fürst von Montenegro seinen Widerspruch fallen lasten und erklärt, er werde sofort Delegirtc nach Konstantinopel entsenden. — Heber die Verhandlungen Montenegros mit der Psorte wird noch weiter gemeldet, daß der Fürst nunmehr in einer Depesche^vom 16. b. Mts. dem Großvezir augezeigt hat, er werde mit dem nächsten Schiffe zwei Dele Hine nach Konstantinopel entsenden. Die serbischen Delegirten werden morgen l>ier erwartet. Amerika. Washington, 17. Februar. Die Fünfzebner-Commission beschloß mit 8 gegen 7 Stimmen, die Wahlstimmen Louisianas seien als für Hayes abgegeben anzusehen. Washington, 18. Februar. Eine gestern stattgehabte Versammlung von Senatoren und Abgeordneten der demokratischen Partei verwarf zunächst die ihr vorgelegten Anträge, welche gegen die Beschlüste ber Fünfzehner-Com- nussion gerichtet waren, und bieselben für ungültig zu erklären Vorschlägen, unb beschloß sobann mit 69 gegen 40 Stimmen, bie Zählung der Stimmen für dw Präsibenten-Wahl fortzusetzen und die Beschlüsse der Commission gemäß den Vorschriften des Wahl-Gesetzes anzunebmen unb auszuführen. Gleichzeitig jedoch erließ die Versammlung einen Protest gegen die Gesetzwidrigkeiten, welche die Majorität der Fünfzehner-Commission bei Beurtheilung ber Wahlen von Florida unb Louisiana sich habe zu Schulden kommen lasten. Washington, 18. Februar. In Folge eines Erlasses bes Finanz. Ministerium« ist die Einfuhr von Rinbvieh und Rinder-Häuten aus Deutschland bis auf Weiteres verboten. Lokal-Kvtiz. Gießen, 20. Februar. Wir lassen nachstehend die Tagesordnung der Stadt- v.rordneten Sitzung am Donnerstag den 22. Februar 1877, Nachmittags 4 Uhr, in dem Sitzunzssaale der alten Realschule folgen: 1. Definitive Besetzung einer Lehrerftelle an der Stadtmädchenschule. 2. Tue Wahl eines ControleurS. 3. Gesuch um OrtSbür-eraufnahme. 4. Gesuch weuen Pachtnachlatz. 5. Gesuch wegen Erlaß von (Sommunalfteuer. 6. Gesuch des Rentners Earl Münch um Vauerlaubniß. 7. Desgleichen deS Oeconowen Konrad Simon. 8. Desgleichen des Franz Gärtner. 9. Gesuch des Graveur« Julius Bach wegen Vornahme von BauverLnderungen Gießen, 20. Februar. Am Sonntag Vormittag stürzte auf dem «sterwea ein Kind au« dem 3 Stack eines Hauses, ohne datz ihm irgend eine Verletzung geschah Dasselbe fiel aus dem Fenster auf einen darunter befindlichen Stall und rollte von dem Dach desselben auf einen M fthaufen. Nach Verlauf einer Stunde spielte das Kind wieder auf der Strotze. Vermischtes. — (Sie ist nicht hier.) In Pennsyloanien bemerkte ein Prediger auf der Kinzel wir ein junger Mann während der Predigt zur Kirchenthür hineinguckte und fange Zeit die Andächtigen eifrig musterte. Da schwoll dem würdigen Greis die Zornader, er hielt inne mit seinem Sermon und ries: „Junger Sünder! Du kannst wieder gehen Sie ist nicht hier!" Darmstadt, 15. Febr. Unter dem Präsidium des Grafen Eberhardt von Er- bach-Erdach findet heute tm Saalbau eine Versammlung von Jägern und Jagdfreun- d.n statt, um einen Jagdschutzverein zu gründen. Veranlassung hierzu bot oaS iamer mehr um sich greifende Unwesen der sog. Sonntagsjäger Friedberg, 14. Febr. Bereit« im kommenden Monate schon sollen die Arbeiten an der Bahnlinie Hanau Friedberg vergeben werden. Die Detail-Projecte find bereits sämmtlich für dcn preußischen Aiitheil dieser Strecke auSgearbeitet und zur höleren Genehm igung oorgelegt. Mit dem baldigen Beginne dieser Bahnarbeiten werden viele b -mal n feiernde Handweiker Beschäftigung finden. Frankfurt. 15. Febr Bei Weitheim sind vorgestern sieben Musikanten, welche i Freudenberg jmiw Tanz aufgtfpielt hatten, auf der Heimkehr im Main ertruifen. Ter Wagen, U welchem sie die dicht am Main bergehende Chaussee befuhren, stürzte nämlich plötzlich den Damm hinunter unb verschwand mit den Insassen in den Fluchen Gestern wurde der Pegasus auf dem Giebel der SÜdfa?we des neuen LheiterS ausgestellt. Ein luftiger Schlossergeselle schwang sich auf ben Rücken b « GöttertsiereS ui'd spielte zum Ergötzen des Publikum« den Apoll. — Innerhalb zwei Tagen ton r« b-cimal vor, baß der Versuch gemacht wurde, wertdlose Spielmarken für 10 MarbtÜckc cuijugeben. Während e« in den beiden ersten Fällen männliche Individuen, veruchte t-" gestern Abend eine Dienstmagd bei einem Wntd Jedesmal wurde bie Festmhme bewirkt. — Gestern versuchte ein Schuhmacher sich burch S-chn tte in den Hal« uw die f Siinit zu entleiben. Die Wund-n waren jedoch nicht tödtlich. — Sämmtliche Städt. o rrhalb de« Maine« melden dessen beträchtliche« Steigen. Hier bat der Mair mit 13*/, Fuß die Ufer über schritten unb wächst fortwährend Die Verb nbungsbahn wird un Laufe bi« TageS ihren Dienst eiufteHen, da theiiwcise ba« Geleise überschmmmt ist Die Bewohner an dem Mainufer uib den angrenzenden Straßen räumt» die Lir. Berlin (Amor« Rohrpost.) Herr M, Fabrikant a. D, ist Besitzer: Ijeines stch nach Hunberttausenden unb zwar Thaler belaufenden Vermögen«, 2) eine« mlast- ädnlichen Hause« in ber PotSdamerftraße, 3) de« Tobtenscheines seiner Frau, 4) eine« rerzenden 19jährtgev Töchterchen«, 5) einer stet« wodlgepflegten graumelirten Prrücke und 6) eine« ihm seit 6 Jahren liebgeworbenen „nicht mehr ganz modernen" Cylnber- hute«. Kann e« nun «ander nehmen, wenn hauptsächlich Schatz Nr. 4, da« ft da« schöne Töchterchen, sich „viel umworben" nennen darf? Und ba« ist sie in der khnt; doch Papa M. hütet diesen Schatz wie seinen Augapfel unb theilt Körbe zu Dutzenden au« — ohne sein Töchterchen auch nur um ihre Meinung zu fragen. Mit dem Hei- rathen hat'« noch immer Zeit, war seine stehende Redensart — wenn ber Richtige gekommen sein wird unb ich es für gut befinden werde, so — rc. rc. Aber „der Richtige" war für bie im Uebrigen (wa« nicht das Herz betraf) sehr folgsame Tochter schon längst gekommen unb zwar in Gestalt eines jungen Ingenieur«, ber seinerzeit, als Herr M- noch actio war, mit ihm in geschäftlichem Verkehr gtftanben hatte, wobei sich fast täglich für bie jungen Leutchen Gelegenheit bot, sich zu sehen, hier unb da auch einige herzliche Worte zu wechseln. — Jetzt war'« freilich etwas Andere«, feitbem Herr iflut) „auf seine Renten" zurückgezogen, vom öfter» Sehen und Sprechen gar keine Rede mehr- — Doch Liede ist immer erfinderisch unb macht namentlich Ingenieure befonber« ingeniös — hier war es auaj ber Fall. Papa M. begab sich regelmäßig an ,wei bc- ttmmten Vormittagen der Loche zu seinem Friseur in der L.-Stratze, um sich dort das biedere alte Gesicht nebst Perrücke auffrischen zu lasten. Darauf baftrte nun bas Project, welches die beiden Liebenden bet einer ihrer „zufälligen" Begegnungen ent» roorjen hatten. Einer der jüngeren Gehilfen des Friseur« wurde in» Einoernetzmen gezogen. Der ehrwürdige Hut Papa M'Ü erfreute sich feit einiger Zeit besonder« eifriger Pflege Seiten« des Fräulein Emma; hauptsächlich an den Tagcn, an denen Papa den gewohnten Gang zum Friseur antrat, da wurde am Hut herumgebürftet, geglättet, das Band gerichtet rc. — Dasselbe geschah dann auch im Friseurladen, ba glättete ber aufmerksame Gehilfe ben Hut be« Herrn M-, bi« er trotz seine« hohen Alter« glänzte wir Spu-^elglas, unb diese Aufmerksamkeit freute Herrn M- dermaßen, daß für den dtenstw llig^n Gehilfen stets ein gut Stück Trinkgeid abfiel. Ahnungsloser ergrauter Penück nbesitzer! Hättest Du soeben bie verrätherischen Manipulationen befi jungen HanUlustl-iasptranten gesehen — Du würbest ihm vielleicht etwas Anderes geben, al« 50 Pienn.g Tnnkgeld; denn au« dem Futter Deines Hute« hat er, von Dir unbemerkt, ein our öeioenpapier geschriebene« zierUche« Brieschen bervo»gezogen und in seine Set- ter.tuich verschwinden lassen. Dies Briefchen hat Dein Töchterchen, bevor Du Dein Hctm otilaffen, in das Hutfutter Dir hinein e-kamotirt — c« ist für ben jungen Ingenieur bestimmt; und Du bist nun auserkoren, in Deinem Hutfutter wieder ein Bries chen des Ingenieurs an Deine Tochter zu überbringen. Postillon d’amour wider Willen! Diese Roh^post-Lorrespondenz durch Papa M.'s Lylinder dauerte gegen 4 Monate ununteib.ochen foit Am letzten Weihnachtstage feierte der Hut fein 6jährige« Jubiläum. „Komm, alter Freund", sagte Herr M, „heute an Deinem Ehrentag sollst Du einmal ar.ftänbig «ufgebügelt werden" — sprach'« unb ging, ehe er sich zum Friseur begab, zum Hutmachcr. — „Ist Ihnen ber nut zu groß?" fragte «eoatter Hutmacher. — „Nein, nicht tm Geringsten." - „Ja, warum legen Sie denn Papier unter*« Hut- futter?" — „Papier? Papier? ja, wie kommt denn das da hinein? lasten Sie 'mal sehen? Hätte Herr M. minder starke Nerven — eine Ohnmacht wäre unausbleiblich gewesen, nachdem er bas zierliche Papier entfaltet unb einen von seiner Tochter nach allen Regeln ber ars amandi geschriebenen Liebesbrief „An ben Herrn Ingenieur S " vor sich hatte. — Er glaubte, seinen Augen nicht trauen zu dürfen, und doch ftann'6 ja deutlich da, schwarz auf weiß: „Nur mutbig, Eduard, mein Vater hat ein gute«, großmüthiges Herz, sprachen Sie offen mit ihm, er wird nicht nein sagen, wenn wir versprechen, ihm fein Alter durch Liebe und Zärtlichkeit zu versüßen. Auch ich will mich ihm zu Füßen werfen und ihm meine Liebe zu Ihnen gestehen- Außerdem, Eduard, könnte Misere Correspondenz ja doch nicht mehr lange dauern, durch ba« ewige Bürsten ist ber Hut schon so defekt, datz ich fürchte, er läßt ihn demnächst frisch aufarbeiten oder kauft sich einen neuen für uns minder gut geeigneten Briefkasten" rc. Nachdem die Procedur de« Hutaufbügelns glücklich vor sich gegangen war, begab sich Herr M- wie gewöhnlich zum Friseur. Fritz, der Gebülfe, erblaßte, als er den w e neu aussehenden Hut e»blickte; vergebens suchte er, während Herr M- vom Principal rasirt wurde, nach einem Zettel im Hutfutter — keine Spur davon! — Trotzdem steckte er ein Brieschen des Ingenieur« hinein. Herr M- hatte da« Manöver zwar durch den Spiegel beobachtet — ließ sich ir.befe nichts merken unb gab auch heute bem tntri- guanten Kunstjünger 50 Pfg. Trinkgeld unb begab sich, unterwegs ba« im Hutfutter verborgene Document ber Liebe hervorziehend, gedankenvoll heimwärts- Eine Stelle in dem Schreiben gefiel Herrn Papa M. ganz besonders unb zwar ba, wo es hieß: „Emma, ich schwör Dir's zu, daß ich nicht einen Pfennig für Dich al; Mitgift von Deinem Vater v rlange. Gottlob, meine Stellung setzt mich in ben Stanb" rc. rc. — Hm, hm, sagte sich Papa M-, „scheint ein ehrlicher Mann zu fein bieser Ingenieur, ber wi'klich bloß meine Tochter und nicht mein Geld will — nun, wir wollen bie Leutchen einmal auf bie Probe stellen uno vorläufig noch weiter Rohrpost spielen. Regelmäßig wie sonst beförbertc er die Korrespondenz der jungen Leute — natürlich nachdem er stets vorher von dem Inhalte Einsicht genommen hatte; und der Inhalt überzeugte ihn, daß da« Pärchen wohl nimmer von einander lassen würde und fiejür einander wie geschaffen seien und wie sie beide in Liebe ihm zugethan, die alten Tage des guten Pap .'s zu versüßen, zu verschönern sich bemühen würden- — Uno so hat sich die kleine Geschichte recht glücklich gefügt, wie's scheint — denn Freunde unb Bekannte der beiderseitigen Familien erhielten dieser Tage zierliche Karten mit der Inschrift: Emma M- — Eduard S-, Verlobte. Aus der Gegend von Marpingen, 5. Febr. Der Zudrang zur marpinger .Gnadenquelle" hat in der letzten Zeit wieder grobem Umfang angenommen. Trotz be« regnerischen WctterÄ pilgern täglich Taufende von BittgSagern au« der Nähe und Fei ne zur „Gnadenstätte". Meist sind e«, wie leicht erklärlich, arme Leute, mit Krügen unb Gefäßen aller Art beschwert, um sie mit dem „Wunderwasser" zu füllen, da« ihren Kranken Heilung bringen soll- Der Zutritt zum Walde und ra der Quelle ist Nie- manden mehr verwehrt, mein nur bie Besucher eine Legitimation von ihrer Ort«be« börbe, die leicht zu beschaffen ist, vorzeigen können. Die Gendarmerie, «eiche in unb unrMarpingen ausgestellt ist, hat man kürzlich auf 22 Mann verstärken müssen, um die Ordnung aufrecht zu erhalten und etwaigen Excessen oorzubeugen. Die Germania bat ebebem die Pilger als die harmlosesten Menschen von der Welt bargeftellt, die lieber Unrecht leiben al« Unrecht thun würben. Daß bie« ein kleiner Jrrthum ist, geht au« ber Bekanntmachung be« Lanbrath« von St- Wenbel vom 30. Januar hervor, worin er mtttbeilt, daß er die in Marpingen ftationirten Gendarmen, nachdem sie in der Ausübung ihres Dienstes von den Pilgern nicht bloS verhödnt unb beschimpft, sondern auch mit Steinwürfen, ja, sogar mit Schüssen angegriffen worben, habe anweisen müssen, erfoiberiichen Fall« von ber Waffe energischen Gebrauch zu machen. Marpingen, 13. Febr. Der Bürgermeister von Alsweiler hat folgende Bekanntmachung erlassen: „Das den marpinger Gemeindewald nach der sogenannten Gnadenquelle in letzter Zeit auch viel'ach Nachts durchziehende Publicum hat sich erdreistet, bie jungen Pflanzen in den Schonungen ausznretßcn, die Warnungstafeln zu beschädigen und feuergefährliche Veranstaltungen im Wrlde zu treffen. Solche« Verhalten ließ es im Interesse de« Forstschutzes nothwendig erscheinen, dem vorhaadelien Forstschutzpersonale eine Unterstützung zu geben. Die fönigl. Regierung hat daher die Beorderung von vier mit dem Qualifications-Atteste zum Waffengebrauche versehenen Jägern nach Marpingen veranlaßt. Indem ich diese Maßregel hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe, mache ich besonder« auf bie B fuzniß der Jäger zum Waff n gebrauche aufmeikstm unb warne vor allen Äusschreitungen, die leicht üble Fol ei baden können." Gimgesandt. Gießen, 19 Febr. Da« gestrige Dilettanten-Concert im dlubfaale war so besucht, wie kaum eines in diesem Winter. Mögen auch Manche zunächst um be« guten Zweckes willen gekommen sein, so hatte doch sicherlich Niemand Ursache, e« zu bereuen- Wenn auch ein solches Concert sich selbstverständlich ber Kritik entzieht, und Einsender diese« sich keineswegs dazu berufen füblt, so darf unb muß doch da« Eine freudig ar/ erkannt werden, daß die gestrige Aufführung allen Mitwirkenden zu hoher Ehre {f* reicht, und baß nicht nur der Krauenoerein, sondern auch die Kunstfreunde unserer Stadt alle Ursache haben, ihnen für den Kunstgenuß, den sie un« verschafften, dankbar zu fein. Sowohl baS Programm, wie die Leistungen boten Vortreffliche«, so daß ge- w'ß in allen Zuhörern der Wunsch erwachte, un« möchte öfter Gelegenheit geboten werden, uns der heimischen Äunflübung zu erfreuen. Sicherlich kann e« ja auch für sie feine schönere Ausgabe geben, al« wenn sie sich in ber biensthelfenden Liebe stellt Die Veranstalter de« gestrigen Goncerte« aber werben ihren besten Lohn darin finden, daß ihre ebdmütbige Absicht erreicht tft, indem der reiche Ertrag be« Concerte«, w'e wir hören ca. 640 jl, wohl so ziemlich die Kosten der Einrichtung für unfern Armen- pflegeoerein decken wirb. Besonderer Dank gebührt zum Schluffe noch dem Herrn Musikdirektor Wolff von Marburg, ber so freundlich war, bei ber gestrigen Aufführung mitzuwirken und durch sein vortreffliche« Spiel nicht wenig zn ihrem Gelingen beigetragen hat; ein neuer Bewei«, daß wir nicht nöthig haben, da« Gute so ferne zu suchen. s- ■ff trotz . ^entabitita ■ & könnt". f kleine""' m.r 9^^ .? Malt »>< Ault» Studiere"^ ' zukilnsnzeu flUntatiW c jhiifmflflt «wa Getoiiken unttc^ , man W i sidiat- Jn , lj Gymna cter SausinMsslanbes so mit ben materiellen Ötie^ifÄ, noch La'em ailtet, können aus grotz s« unter bm übrigen jun volle« unb verlassen vorl Die zweite Behau «ckte man, Angesichts d tv. läglich zu dem Neuvi tzMerung. Man dmit hüt ein Prognvsticon für M fio bie Abiturrcntm •i Don dieser Za die für dir Realschule kc hi ttfitn Brvvlkerungszi l Vm 1. MLr; in Dutzdaä) (Zroßh. Hessen eine täte von Hunzen ll'- rsonechihrwerk m Als Landbeste ben Butzbach ge Junkermühle, Disirke Hungen qetheilt. Der Laubacl zenberg. Die Dienststu mit dem Publikum Darmstadt, t D pechige Mn* tft Ä«ni9t P firsterei R ben 27 g,,1111 ^mittag. 8|«: b,t 3 ÄC . ^ngen I. r;,8an9t) 9c Zusammenkunft ist an Heiden Tagen am BcllerSheimer Fußpfad Vormittags 9Vr Utphe, den 19 Februar 1877. Henckel. bikmeter. Kiefern - Stämme von 18—19 Cmtr Durchm, 6—10 Meter Länge — 2,45 Cubikmeter. Fichten - Stämme von 8 —19 Cmtr. Durchm., 8-11 Meter Länge — 24,37 257 Eichen-Srämme von 15 bis 40 Ctm. Durchmesser und 10 bis 17 Meter Länge mit 142,95 Festmtr. Buchen-Stämme mit 1,65 Festmtr. Fichten - und Lärcken - Stämme von 15 biS 46 Ctm. Durchmesser und 10 bi» 22 Meter Länge mit 56,35 Festmtr. Stück Fichten,Stangen, zu Sparren und Leiterbäumen geeignet- 147 „ ,, Stockdolz, 3700 Nabel-Wellen, Holzversteigerungen in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Montag den 26 d. M soll in dem District „Scheuernwald" zunächst Hohensolms, nachstehendes Brennholz versteigert werden: 309 Rmtr. Buchen-Scheitbolz, Leihgestern, am 18. Februar 1877. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. H e ß. (961 Prügelholz, 380 Rmtr. dergl. Stockholz, 5460 Wellen dergl. Reisholz. Alsdann wird Dienstag den 27. d M, ebenfalls im District „Sch eucrnwald" nachstedendeS Bau-, Werk- und Nutzholz versteigert: a e u b e t g. < Die Dienststunden der Poftagentur in Münzenberg für mit dem Publikum sind festgesetzt: Vormittags von 9 bis 12 Uhr, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr. Darmstadt, den 14. Februar 1877. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. In Vertretung: Husadel. Holzversteigerung. Freitag den 23. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr anfang end, im Leihaestener Gemeindewald rach« verzeichnetes Holz versteigert werden. 91 Rmtr. Nadel-Scheitholz, Aerstergerünge». Uutzhosi-Versteigerung in fer König!. Preußischen Oberförsterei Roßberg. Dienstag den 27. Februar er-, von Vormittags 9 Uhr an, im Eitzn er'schen WirthSbause zu Roßberg soll das, in den in der Nähe dieses Dorfes b'Iegencn Dfftricten: Ktrchenstumpf, Trauf Allee, Kleinehaide und Hatnstruth lagernde Nutzholz, bestehend in: y^obelbol) (Fichten und wenigen Kiefern): 459 Schneide^, Bau- und Nutzholzstämme III., IV. und V. Classe bis zu 17 Mtr Länge und bis zu 45 Centimtr. mitt!- ,?urchm — 129,62 Fstmtr-, 41,5 Rmtr. ^chichtnutzholz II. Cl. (in starken Nollen von 3 Mtr- Länge) und 586 Nutzholz- »rangen I., II- und III. Classe; 91 < p cn und Birken : 6 Nutzholzftämme iv. und V. Classe bis 7 Mtr. lang und 43 Centimtr. im mittleren Durchmesser = 2,52 Feftmeter haltend, versteigert werden. 271 „ „ Prügelholz, 6 „ Eichcn-Scheitbolz, 29 „ „ Prügelholz, 74 „ Ermen- und Buchen Stockholz. 715 ,. Retserholz. Dienstag den 27. Februar kommen weiter zur Versteigerung: Eicken-Stämme von 54 — 73 Cmtr. Durchm-, 4—13 Meter Länge — 67 Cu- Dte Zusammenkunft ist um 8 Uhr Morgens im Ort und der Anfang präciS 9 Uhr am Bau- und Werkholz. Albach, am 19. Februar 1877. (963 Großherzogliche Büqermeisterei Albach. Schäfer. 3340 Nadel- Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Credit bis 1. Juli d. I. gestattet. Der Anfang ist jedesmal Vormittags 10 Uhr im District Berawald. Rödgen, am 17. Februar 1877. (931 Grobherzogliche Bürgermeisterei Rödgen. I n d er t h a l. Keikgebotenes. Seife in großer Auswahl zu bekannten billigen Preisen wieder anaekommen bei (959 Moritz Gregori S» Sohn. Stämme mit 13,30 Festmtr. Stangen „ 24,84 „ Bekanntmachung. Bom 1. März d I. an tritt in dem zum Landbestellbezirke des Postamts w Butzbach gehörigen Orte Miinz«nberg im Kreise Friedberg im (Srofib- Hessen eine Postagentur in Wirksamkeit Dieselbe erhalt bie Porto, iare von Hungen und wird durch ein täglich zweimal kurstrendes Privat- P.rsonenfuhrwerk mit dem Postamte in Butzbach in Verbindung gesetzt *2118 Landbestellbezirk werden der neuen Postagentur die zum Bestellbezirke von Butzbach gehörigen Orte Tra>s -Münzenb erg, Kettenmühle, ^unkermühle, PIStschmüble und Ober-Hörgern, sowie die zum Bezirke Hungen gehörigen Orte Obbornhofen und Wohnbach zu- Laubacher Hof gehört künftig zum Ortsbestellbezirk von Mün- ÄS A. auf, und gehen die nicht weiterlernenden Elemente in die Parallelklassen, die zu einer „Mittelschule" oder „höheren Bürgerschule" (Realschule B.) sich zu gestalten hätten. ♦) - Denn man nehme getrost die nicht mehr zu ändernde Thatsacke mit in den Kauf, daß, Dank früheren Er« leickterungen des Eintritts der Scküler, eben die städtische Knabenschule in ihren fähigeren Elementen längst in den Schooß der hiesigen Realschule ausgenommen worden ist, und daß man mit diesem Factor zu rechnen hat. **) — Was nun gegenwärtig über die III. Klasse oben hinaufgeht, hat zunächst für die Zukunft der Realschule Bedeutung, und in dieser Hinsicht ist die Frequenz der II. Klaffe (etwa 40 Schüler) derart, daß man, wie von competenter Seite angenommen wird, etwa auf die Hälfte derselben für ein Absolviren der Realschule in ihren etwaigen zukünftigen Oberklassen rechnen könne. Set auch der eine und andere der befferen Schüler der II. Klaffe noch nicht entschlvffen zu einem Weiterstudium, was genau noch nickt festgestellt werden könne, so würde die erhebende und anspornende Aussicht auf eine höhere Laufbahn, die durch die Oberklassen ihnen eröffnet werde, cinestheils die vielleicht sonst verzagenden, schüchternen und muthlosen aufrichten und beleben, die talentvolleren aber ganz entschieden bestärken in ihrem jetzt vielleicht nur embryonischen Wille» und Vorsatz, einmal Naturwissenschaften, Mathematik, Physik, Chemie, Berg- und Forstwiffenschaft oder neuere Sprachen zu iudiren — kurz, was noch nicht sei, könne geschaffen werden I Man habe nur Den Muth, den Versuch zu machen, die Resultate würden nicht auf sich warten lassen! Möchten darum die Männer, denen die Initiative in diesen wichtigen Fragen zustcht, das Beste erwägen, aber auch bedenken, daß das allzulange Vertagen des Vorkehrens und Handelns zur Förderung gewisser offenkundiger städttschen Jntereffen seine Grenzen hat, sowie daß das Sparen von einigen Tausend Mark zur Herstellung einer verhältnißmäßig unbedeutenden Neuerung, die übrigens den Dorthcil einer ganzen Provinz und vice versa den der Stadt Gießen einschließen würde, nicht gut angebracht wäre. Man halte dabei fest, daß es erfahrungs- mäßig ist, daß in ganz Deutschland Oberklassen an Realschulen, wo sie geschaffen wurden, wohl vorübergehend weniger frequent, als sonst, vielleicht waren, daß aber noch nie eine derartige Klasse wieder eingegangen ist. Sie zeigten sich lebensfähig und nahmen namentlich seit dem Jahr 1872, auch schon nach 1866, fortwährend an Frequenz zu Rheinhessen hat 1 Realschule I. O. (Mainz), Starkenburg hat deren 2 (Darmstadt und Offenbach), warum soll die Provinz Oberheffen nicht 1 Realschule I. O. erhalten und reprä- Forster Koch von Wermertshausen wird denjenigen Kaufliebhabern, welche sich Mon- Uhr. tag den 26. d. Mts., Morgen« 10 Uhr, lu tm oben erwählten WirthShause einfinden sentiren können I ? Gießen hat ein Anrecht, eine innere Berechtigung, ja eine Verpflichtung, für die Vervollständigung und Hebung seiner Anstalten zu sorgen, uno man muß wirklich die Naivetät und Leichtfertigkeit gewiffer Leute bewundern, mit der sie der Stadt zumuthen und aufgeben, den Neubau, den sie als „Realschule", unter Etnsenkung von Emblemen und Denkwürdigkeiten in den Grundstein, feierlich eingeweiht hat, nunmehr zu einer geringeren Anstalt herabzumindern, die, trotz der trefflichen Anschaffungen von für einen höheren wissenschaftlichen Unterricht bestimmten Apparaten und Lehrmitteln, höchstens nur als ..gehobene Knabenschule" für solche Schüler zu wirken hätte, die eigentlich und füglich in der städtischen Knabenschule sitzen sollten. Daß zwei Schulen aber für die Zukunft im Neubau existiren können, zeigt die Frequenz der unteren Realklassen (54, 60 und 77 Schüler), neuerdings in Parallelklaffen getheilt, sowie die vier Vorschulklassen, die durchschnittlich einen Bestand von je ungefähr 60 Schülern aufweisen. Wie kann man also noch über die Schülerzahl, die für das Bestehen von 2 Anstalten nöthig wäre, im Zweifel sich befinden?! — Nein! Alles in allem gerechnet, darf man sich nicht länger verhehlen, daß man dahier an einer Alternative angelangt ist, bei der es sich darum handelt, entweder, unter Mißkennung und Jgnyrirung anerkannter Forderungen des Fortschritts, den das Unterrichtswesen in allen aufstrebenden Städten gemacht hat, beim alten Herkommen zu verharren, oder, unter Ergreifung deS Paniers der befferen Ueberzeugung, einem großen Theil der hiesigen Bevölkerung bessere, erhebendere und lohnendere Bahnen des Erwerbs und des künftigen Berufs durch einen erhöhten Unterricht zu eröffnen. *) S. Stein: „die Realschule" im letzten Programm, S. 16 ff. — **) Glaser: „Reorg. d. Realsch." S. 9 ff. _________________________________________ 294 Nadcl-Stangen, „ 18,75 Freitag den 23. Februar: 20,3 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 2 10 4 2 94,5 10 97,5 220 110 t -gl >encex Lfliäft bereu* «injufübrm. (n @ii6en| das noch nicht 20,000 Einwahn-r und mehr wie Offenbach hat*), kann aber Die Obcrklasse auf die Frequenz zukünftiger Kaufttute nick rechnen wei! der Geschäftsmann vielfach hierorts seine Söhne doch Ueber in das Gymnasium schickt In dieser- Behauptung liegen zwei Schwächen und Unhaltbar etten, bie erste 'N der Thatsacke daß da- Gymnasium deßhalb in Gießen bisher von zenerl gesucht.wurde weil eines- tbeils die' Oberklassen der Realschule fehlen, anderntbeils toetl die hiesige Realschule als keine vollstänotq e und emancipirte bisher wirken konnte. Was nun bic Früchte anbe- lanqt, die das Gymnasium, das überhaupt aber meistens nur bis Dbersecunda von den Sukünf- ® 4A Ä eJniatr Z.ff? ^crnchmkn Jrifeutlaben 1’.®e#lottet, ! ‘aift 5^25 d-u°Ne gegen 4 llTefe“’ '°"st A W, “ M M grlfeut Wt Sevattrr Hutmachtt « benn Papier unter’« Hut- löffe" 6if ’mi1 Roifl(tit wäre unau6bltiMii semer Tochter nach n «n Herrn Ingenieur lu Mfen, uns doch stanv'j ' mein Vater hat ein gutei, ' nein sagen, wenn wir zu versähen. Luch ich will Ihnen tzesteheu. Außerdcm. hr lange dauern, durch bei er ISjt ihn demnichst friidi ut geeigneten Briefkasten" k. ich gegangen war, begab e, erblaßte, als er ben wü end Herr M. vom Princips! ir davon! - Trotzdem ftedu ifll Manöver zwar durch btr. gab auch heule dem intn- unterweßi da» tm Hutfutt« voll heimwärts. Eine Stell, ! und zwar da, wo es n:g für Dich als Mgist m niä in den Stand" - rn jn fein dieser JmM. litt — nun, wir wollen m och weiter RohrM er jungen Leute - ntW mm i)«tf, Md W »da l-sst» wd.dl u«b ftt» ihm I°« sitzender: Polizeidirector Albrecht in Cassel». Das Comite: v. Colomb, Generallieutenant, Vorsitzender, v. Pfuhl, Generalmajor, stellvertr. Vorsitzender. Albrecht, Polizeidirectsr. Fischer, Thierarzt. v. Griesheim, Gutsbesitzer, v. d. Marwitz, Landgestütsdirector. Nebel- thau, Posthalter. Niemann, Rittergutsbesitzer. Schmelz, Depart.-Tbierarzt. Sylvius, Major. Vogeley, Oeconomtcrath. Mädchen für Nähmaschine und Handarbeit, auch solche zum Anlernen gesucht von 914) A. Lana, Katbarinenoosse Zu vermiethen eine Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör, den 1. April beziehbar. Herren Kleider, alle Sorten, sind zu bedeutend billigen Preisen zu haben auf dem Gießener Markt. Mein Stand ist durch meine Firma bezeichnet. zluder - (siesellschast. Heute, Mittwoch den 21. Februar General-Versammlung. Tagesordnung: 1) Berichterstattung betreffend: Adressteil Bei meinem Abschiede meinen freunden und Bekannten für ibr freundliches (Entgegenkommen ein herzliches „Lebe Wobl!" 974) Andor Schäffer. 965) Einern geehrten Publikum zur Nachricht, daß ich den Verkauf der von der Faber- und garantire Neue fiisie Apfelsinen, per Stück 15 empfiehlt Gruben- u. Schlackensan- wird stets zu dem billtgsten Preise ange» °>« A* «Äs» Scfjtirjmaarni aller Art, ole: Herren- und Damen-Zug stiefel, sowie Pantoffeln urb Arb itsschuhe; ferner Winterstiefel und Pantoffeln, sowie olle Arten Kinderschuhe zu außergewöbrlich b Uigen Preisen auf dem Gießener Markt bin 21 d. M. Mein Stand ist durch meine Firma bezeichnet Stollwerk’sche Brustbonbons aus der Fabrik von Frtunz Stolnerk, Hoflieferant in Cöln, nach Vorschrift des Universitäts-Professor Dr. Harles s, Geh. Hofrath zu Bonn gefertigt, vorräthig in versiegelten Packeten ä 50 Pfg. in Glessen bei J. A. Busch Söhne u. Louis Fronhäuser; in Lich bei: H, C. Bingmann. (312 Stöcke in großer Auswahl zu sehr billige» Preisen empfehlen (960 ___Moritz Gregort & Sohn. Amerikanische RinderrönlaU, „ Ochsenzungen, in 2-Pfd.-Dosen a 2, re)p. 4 enrpfiehlt (814 EtnU JFisehbaeh. 968) Mehrere Wagen Mist zu verkaufen im ,,Schützenhof" Abfahrten von Gießen nach. v«utz 6“ 12, 4*3. Dillenburg 6* 12, 4«, (" Siegen 6«, 12. Wrtzlar 6«, 8", 9“, 12, 4*. 7», 9* Bekanntmachnnsi. 966) Außer der Anfertigung von Bauplänen, Kostenanschlägen nebst Banleitung, erlaube ich mir bekannt pi machen, daß ich im Gnb werfen von Baurtssen, Constructtons - und Kunstgemerbe - Zeichnen, sowie technischen Rechnen leichtbegreiflicken, gründlichen Unterricht ertbefie. Seite ff«’ 8fr W« un$ Giffin jW» «LckW-hM all« d,s bild) bti R'»lk">e (ine k-ihntz« älufforbei Gitfen, den Gewerbverein 945) Mittwoch d en 21. Februar, Abends 7 Uhr, Dortrag des Herrn Louis Kähler über Politur - Verfahren im Hörsaal des Herrn Profeffors v. Ritgen im Schloß. Hierzu sind auch Nichtmitglieder freundlichst e'ngriaden. Der Vorstand, fi Letressend: Das feit t Nach Entschließ, tyiil und 20. August bk)üglich A. I, 1 aus lkettch bestehende« Re Uebmidungen nach A A. Allgemeine Loffc 1. Den Eigenthi titybäuben, sowie den Gebäuden, 1 Hoisten str tzehörü i) dit tztnannler Gärten, hvfiLme, P l is zur Mitte der S s-e", siehe unten N. I sorgfältig und genüge Feiertag, dann sind d z« reinigen. ®d trockenem 2 lern Kehren vorerst m Wassermangel besteht. _ 2) Der vorhan Straße vollständig en kne Gras nach Aust, 3) W »inntn muffen imme, «Im bin äbjufl des 4) Bei tintrefe ,|n' wfiumtn ic. k Wen tcll ®"b, tttnn d-z @lQf '•■"‘Ai 3 »»!.»>,"L'« Hhfrn. N b 973) Ein Stall für zwei Pferde nebst Heuboden und Burschenzimmer sind zu vermiethen. Nähere- in der Expd. d. Bl. 935) Eine Heine Familienwohnun- zu vermiethen und dis zum 15. März zu be 915) Prima naturellen Mostrich, grob gemahlen, habe in frischer Füllung erhalten und empfehle solchen in i/z - Pfv.-Glasbüchsen ä 40 4. Gg. Wilh. Weidig. Leere Älasbüchsen werden h 10 retour genommen.___________________________ 913) Fünfzig Malter auSgelesene Kartoffeln zu verkaufen bei PH. Schwan, Neu st ad t. 159) Reparaturen an Nähmaschinen aller Systeme werden prompt und bttlig ausgeführt in dem Nähmaschinengeschäft von J. Th. Haubach, _____________________ Gießen, Jeltersweg 187. Casseler Pferde- (t Rimlvieli-Markt | mit perloolung, prämiirung, Pferderennen und Ausstellung land- 9 wirthschaftlicher Maschinen, Kett- und Jahr-Requisiten etc. q Verantwortliche Nedaettvn: A. Scbevdn - Druck und Verlag der Brühl'schen Untv-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Kermretyungen. 954) Eine schöne Familienwohnuno, seit her von Herrn Kaufmann I. Bärmann bewohnt, ist per 15. April (event. auch früher, zu oermiethen. ____________Julius Roth, Gartfeld. 958) Ein kleine- LoglS, bestehend auS 3 Zimmern u. Küche an eine stille Familie ober einzelne Dame zu vermiethen. Markt« ftraße D. 33.________________________________ 971) Eine Wohnung im 3. Stock von 4 Zimmern, 2 Mansarden und sonstigem Zubehör ist zu vermiethen und am 1. April 666) Neue Anlage C. 37, ist der 2 Stock, 7 Zimmer, 2 Kammern rc. wegzugshalber pr. 15. April oder auch früher beziehbar zu vermiethen. _____________________H. Adami. 834) Eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör ist auf 1. Mai evei t. 15. April zu vermiethen. Schloßgosse B. 6. Feinster Dorscli-Leberlhran fast geruch- urb geschmacklos, in ^loschen mit gestempeltem Metalloerscklug ä 60^, JL 1 — und uHk 1.70 echt zu haben bei (305 ____________________C. F. Semmler. 906) Einen Schrelbseeretair, 1 Glas- schrank, 1 Tisch, oval, von Nußbaum, 2 franr. 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