I * »8 1 nur gegen 375) untersagt. rein. Sonntag, den 21. Zanmr 187- No. 1- Mche- l!ni> Amtsblatt für bcn Kreis Gieße«. Erscheint tLgliÄ mit Ausnahme deS Montags. Expedition r Schulst,aße. Lit. v. Rr. 18. DMS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf- mit Brin^rlohn. Durch die Post be-ogen vierteljähHttch 2 Mark SV Pf. Bekanntmachung. dem Resultat der angestellten Ermittelungen dahier unbekannt st und nach auswä d tl fbTingcnb verdächtig machen, so ordnen wir nicht W SM7.LNZNTFLMW MtoSSÄSfei** *’™ Gießen ««■ Bürgermeistereien der Landgemeinden des genannten Bezirks habe» daher unsere Verordnung vom 8. Deeember v. I. im Anzeiger Mo 288 auch sür ihre Gemeinden zu piibliciren unv deren Befolgung zu überwachen. Gießen, den 19. Januar 1877. Großherjvgliches Kr-isamt Gieß-N. v. Röder. --- ds 5 Uhr, :s-Musikdirectors liger Mitwirkung li Lehmann aus Creuznach und boldy. Auber. an Beethoven. oh. Heu eherner» ini. ihins. ert is * **;,«.* in Leip^ is* UckeM-M 2 zu haben. vor" den aui ist der Antaog jerdmcL SP pSS den ter den stehender Vornamen führen könnte. Nach § 23 des Reichsgesetzes begründet es weder für bie Anzetgepsticyr, noch für die Pflicht zur Eintragung einen Unterschied, ob ein todtgedorne«, oder in der Geburt verstorbenes Kind mit Rücksicht aus seine Reife (Ausge ra w^nlZi°uA»mE„de Erklärung derjenigen Personen, d?ren^^Einwilligung nach dem Gesetze zur Eheschließung erforderlich ist, kann endlich zu Protokoll bei der Ausgebötsverhandlung erklärt oder schriftlich in beglaubigter Form beider Geburtsfall eingetragen ist, und zwar a. vor demjenigen Standesbeamten, welcher die Eheschließung zwischen Eltern des unehelichen Kindes vornimmt, b. vor einem Standesbeamten, vor dem weder die Ehe der Eltern des Kindes geschloffen, noch die Geburt deffelben zur Anzeige gelangt ist. Deutschland. Darmstadt, 19. Januar. Aus Veranlassung der im Laufe des Jahres 1876 stattgehabten Visitationen der Standesämter hat das Großh. Ministerium der Justiz zu Ende des vorigen Jahres an die Großh. Standesbeamten em ausführliches Ausschreiben erlassen. Indem wir diesem Ausschreiben die Notiz entnehmen, daß die vorgenommenen Visitationen im Allgemeinen ein besnedi- aendes Ergebniß geliefert haben, bringen wir nachstehend zugleich diejenigen Stellen zum Abdruck, welche sür die Angehörigen des Großherzogthums von praktischem Jntereffe sind. I. Beurkundung der Geburten betreffend. Es ist strenge darauf zu achten, daß die Geburts-Anzeigen rechtzeitig, d. h. innerhalb einer Woche nach erfolgter Geburt erstattet werden. . Die Standesbeamten haben zwar nach Vorschrift unserer Jnstructioii zu 18 zur Vermeidung ungenügender Anzeigen thunlichst dahin zu wirken, datz bei den Verhandlungen eines früher genannten Verpflichteten, z. B- des ehelichen Vaters, die Anzeigen von diesem und nicht von einem später genannten Verpflichteten erstattet werden; doch können deshalb die Anzeigen anderwetter , zur Anzeige-Erstattung verpflichteter oder berechtigter Personen nicht ohne Weiteres znrückgewiesen werden, es müßten hierfür vielmehr besondere Grunde, j. B. die Thatsache vorhanden sein, daß der Anzeigende nicht genügend unterrichtet ist. Ucber das Alter der zur Anzeige verpflichteten oder berechtigten Personen «, thält das Reichsgesetz keine Vorschrift. Es sind darum von den Standesbeamten im Allgemeinen, ohne bestimmte Altersgrenzen, alle Personen zur An- zeige (Bon Geburts- oder Sterbefällen) zuzulasien, von welchen nach Sagt be6 Falles und nach der geistigen Entwicklung der betr. Person eine dem Sachverhalt entsprechende, glaubhafte Anzeige zu erwarten ist, unbeschadet der Ver- vflichtung des Standesbeamten, sich von der Richtigkeit einer Anzeige, wenn er dieselbe zu bezweifeln Anlaß hat, in geeigneter Weise Ueberzeugung zu Für Anzeigen von Geburten, welche sich in den in § 20 des Reichsge- setzes genannten Anstalten ereignen, genügt eine schriftliche Anzeige in amtlicher Form. Hierzu wird aber erfordert, daß die Anzeige von dem Vorsteher der Anstalt oder dem von der zuständigen Behörde ermächtigten Beamten unterzeichnet und mit dem Siegel der betr. Anstalt versehen ist- Zur Namengebung sind nur berechtigt der Vater, die Mutter bezw. der Vormund eines Kindes und im Falle des § 24 die Ortspolizelb-Horde. Hieraus folgt aber nicht, daß andere zur Anzeige verpflichtete oder berechtigte Personen nicht befugt jeieii zur Anzeige der dem Kinde von einer zur Namengebung bc- rechtsten Person beigelegten Namen. t Sind die Vornamen eines Kindes gleichzeitig mit der Geburt deffelben angezeigt und der Anzeige entsprechend eingetragen worden, so können andere oder weitere Vornamen, auch wenn sie innerhalb der zur Namengebung gestatteten Frist von zwei Monaten zur Anzeige gelangen, von dem Standesbeamten nicht ohne Weiteres eingetragen werden. Eine Abänderung oder Vervollständigung bereits eingetragener Vornamen kann vielmehr nur im Wege einer von Sr. König!. Hoheit dem Großherzog gestatteten Namensänderung erfolgen. -Die Standesbeamten werden ausdrücklich angewiesen, die Anzeigenden hieraus aufmerksam zu machen und — wenn es sich auch im Uebrigen zur Vermeidung unnöthiger Randvermerke empfiehlt, darauf hinzuwirken, daß bereits feststehende Namen gleichzeitig mit der Geburts-Anzeige angegeben und eingetragen «erben — doch Alles zu Unterlasten, was zu einer übereilten Anzeige noch nicht fest- genheit) dir Lebensfähigkeit besessen habe ober nicht. Es s^d darum alle Todtaeburlen mit menschlicher Gestalt (im Gegensatz zu eigentlichen M ßge- bürten) ohne Rücksicht auf ihre Lebensfähigkeit in die Sterbereglster elnzutragen. Die Anerkennung eines unehelichen Kindes kann (außer vor Gericht oder A. bo/ dem Standesbeamten, in befien Register der Geburtssall einge- II. Erfordernisse der Eheschließung. Die Standesbeamten der Provinzen Starkenburg und Oberheflen haben strenge darauf zu halten, daß ihnen von den Verlobten gerichtliche Zeugnisse vorgelegt werben, wonach der beabsichtigten Ehe bezüglich der vorgeschriebenen Errichtung von Ehepakten bezw. Unterwerfung unter bie landrechtlichen Bestimmungen über die Vermögens-Verhältuifle der Ehegatten ein cwilrechtliches Hm- B nicht entgegensteht (vgl. Jnstr. zu § 38) Mr die dem Groß erzogthmne nicht angehörige Verlobte bedarf es eines solchen Zeugnisses nicht. — Vor Eingehung einer zweiten Ehe haben bie betr. Verlobten das z» 38 der In- struction erwähnte weitere Zeugniß beizubringen. III. Form und Beurkundung der Eheschließung. Zur Eheschließung ist jeder der mehreren Standesbeamten an sich zuständig, in besten Bezirk eines der Verlobten seinen Wohnsitz hat ober sich ge- tragen wird, und zwar . _ c « a. entweder gleickzeitig mit der Anzeige les Geburtssalles, b. ober nachträglich, nachdem der Geburtsfall bereits eingetragen ist. Diese nachträgliche Anerkennung kann erfolgen aa. im Geburtsregister, u bb. im Heiratsregister, gleichzeitig mit der Beurkundung einer zwischen Eltern des unehelichen Kindes stattgehabten Eheschließung 5 B. vor einem anderen als demjenigen Standesbeamten, ui besten Regt- 8 1$)ie bei den Aufgebotsverhanblungen von den Ver ob en befrachten Urtnnben sind als Anlagen des Protokolls zu den Sammelakten des Stande-- beamten zu nehmen, welcher von den Verlobten um Anordnung des Aufgebots angegangen wird. Dies hat auch bann zu geschchen, wenn bie Eheschließung »or einem anderen Standesbeamten stattfiudett Werden ausnahmsweise s che Urkunden aus Verlangen der Verlobten zurückgegeben, dann sind auf deren finbeii. Der Tag ber Aushängung und ber Tag ber Abnahme des Aufgebots rtnb ^Btt°Vor^ahm^der^Eheschließungen ist es den Standesbeamten unbenommen soweit sie es für erforderlich erachten, tue Verlobten m einleitenden IBor- ten auf bie Wichtigkeit und Bedeutung des bevorstehenden Aktes au«brucklich hinzuweisen. Da sie indesten „Alles zu vermeiden haben, was als eine Nachahmung kirchlicher Gebräuche erscheinen oder sonstwie die Verlobten von der , nachfolgenden Vornahme ber kirchlichen Trauung abhalten konnte. (3nf>r■ 3“ s 52 unb 53), so ftnb Ansprachen an bie Verlobten, bie in Form, Inhalt oder ' Ausbehnung ben Charakter von kirchlichen Traureben annehmen, zu Unterlasten. stattfindet. Vermischtes. Doczy Washington, 19. Januar. Nach einem dem (Songreffe vorgelegten Gesetz-Entwürfe soll ein Tribunal, bestehend aus je 5 Mitgliedern des Senats, des Repräsentantenhauses und des obersten Gerichtshofes, eingesetzt werden, um über die Gültigkeit der für die Bundes-Präsidentenwahl abgegebenen Stimmen zu entscheiden. Diese Entscheidung soll eine definitive sein und nur durch gemeinsamen Akt beider Häuser umgestoßen werden können. Und dann der Augen. . - _ . „ . Und wenn dann 9hm in Arm, und Lipp' auf Lippe fliegt, — (Der Kuß.) In Pest wurde unlängst ein preisgekröntes Lustspiel oon LudwtS aufgeführt. Darin gibt die Heldin folgende Definitiv« des KnsseS: „So wisse denn, daß nur der Flüsternde versteht, Worin der süße Kuß, der wahre Kuß besteht. Kein Recht verlangl'tz und gibt's kein Wille, kein Entschluß, Kein Tausch ist'S — ein Geschenk, das man sich geben mutz, Das der Moment gebiert, urplötzlich überraschend — Gleich eines Funkens Gier, zwei Dächer flugs erhaschend. Süß ist fürwahr der Kuß, wenn Schlaf Dein Lieb umfangt, Wenn Du den Kuß ihr stiehlst, den sie Dir sonst geschenkt; Noch süßer ist der Kuß. wenn trotz'gen Lippen Du — Die ibn versagen Dir — ihn rauben mußt im Nu; Am süßesten, wenn zwei im Küssensdurst vereint Und Jedes selber schenkt, und doch zu stehlen meint, Und seine Sehnsucht nur empfindet, nicht sein Recht — Nicht fühlend, daß eS gibt, und stets nur nehmen möcht. Ach viele Hunderte von solchen Küssen schafft Die Ehe nicht — doch oft der Liebe holde Kraft! Doch was den süßen Kuß noch honiggleich versüßt, Ist, wenn die neid'sche Welt, die jede Lust verdrießt, Mit ihrem Späherblick verfolget Dich und sie, blick Dir sagt: „Jetzt oder nie!* Ausland. Petersburg, 18. Januar. In officiellen Kreisen verlautet, daß die Aussicht auf Frieden in der nächsten Samstag stattfindenden Conferenz hoffnungs- los sei. Vier weitere Armee-Corps sollen dann sofort mobilisirt werden. — Aus Rybinsk wird gemeldet, daß dort fünfzehn Handlungs-Häuser fallirt haben. Lokal-Notiz. Gießen, 20. Januar. Der Schwurgerichtshof vom I Quartal hat in den weiter verhandelten Anklagesachen erkannt: Am 12. Januar gegen Gemeinderechner Heinrich Hartmann von Reichlos wegen Verbrechen im Amte, Zuchthausstrafe von 1 Jahr und drei Monaten, an welcher jedoch 1 Monat erlittene Untersuchungshaft in Aufrechnung zu bringen sei. Denselben gegen Johannes Schneider III. von Geiß-Nidda, wegen Urkunden- sälschung, Gefängnißstrafe von 10 Tagen. Den 13. Januar gegen Philipp Ratz von Schlitz, wegen Diebstahls, Zuchthausstrafe von 2 Jahren und gegen Anna Barbara Weisbeck von da, wegen Hehlerei, Gefängnißstrafe von 3 Wochen. Den 15. Januar gegen Heinrich Bien von Freiensteinau, wegen Diebstahls, Zuchthausstrafe von 3 Jabren und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte, sowie Stellung unter polizeiliche Aufsicht. Den 16. Januar gegen Katharina, Conrad Kappes Wittwr und Anna Marie Bocher von Lehrbach, wegen Verleitung zum Meineid, und zwar gegen Erstere Zuchthausstrafe von 1 Jahr und gegen Letztere in Folge des Verdicts der Geschworenen auf Freisprechung. Den 17. Januar gegen Wilhelm Amend, gebürtig von Battenfeld, wohnhaft zu Gießen, wegen Diebstahls, Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren und Stellung unter polizeiliche 21 ^Den 18 Januar gegen Wilhelm Bücking von Homberg a. d. Obm, bezüglich der Anklage wegen versuchter Tödtung, in Folge des Verdicts der Geschworenen auf Freisprechung. , , . _ Den 19. Januar gegen Feldschützen Conrad Heyer von Melbach, wegen Erpressung, Gefängnißstrafe von 2 Monaten. — Die Verhandlungen mit der Pforte sind gänzlich abgebrochen. Ju der am Sonnabend stattfiudeiiden Conferenz werden die Vertreter der Mächte das Ultimatum stellen. Jgnatieff reift am Sonntag ab. Die Mobilisirung der ganzen russischen Armee ist beschloffen. Türkei. Konstantinopel, 18. Januar, Abends. Die Sitzung des großen Rathes ist beendigt; derselbe hat dem Vernehmen nach einstimmig beschloffen, die Vorschläge der Mächte als der Integrität, der Unabhängigkeit und Würde des ottomanischen Reiches zuwiderlaufend abzulehnen. — Die heutige Sitzung des großen Rathes, an welcher 200 Würdenträger theilnahmen, dauerte drei Stunden und nahm folgenden Verlauf: Zunächst wurde ein Exposä der Vorkominniffe seit Beginn der Jnsurrection und der von den Mächten ausgestellten Vorschläge verlesen. iL-odann entwickelte Midhat Pascha in langer Rede die türkischen Gegen-Vorschläge nebst einigen ter Verfassung nicht zuwiderlaufenden Concessionen, welche aus Versöhnlichkeit bewilligt wurden. Midhat Pascha legte zugleich den Ernst der Lage dar und berührte die in Aussicht gestellte Abreise der Botschafter und Conferenz-Dele- girten. Nachdem der Großvezier hierauf noch auf den Krieg und deffen Schrecken, die Verschlimmerung der inner« Lage und die Unmöglichkeit, die erforderlichen Geldmittel aufzubringen, hingewiesen, schloß er mit den Worten: die Ottomanen sollen auf keinerlei Allianz rechnen. Hiernächst wurde mehrer- seits, namentlich von den religiösen Chefs der Griechen und Armenier, die Verwerfung der Vorschläge der Mächte befürwortet. Nachdem Midhat Pascha noch wiederholt auf den Ernst der Lage und die traurigen Folgen des Krieges die Aufmerksamkeit gelenkt hatte, sprachen sich sämmtliche Anwesende einstimmig unter dem Rufe: „lieber Tod als Entehrung" für die Ablehnung der Vorschläge der Großmächte aus. Konstantinopel, 18. Januar, Nachts. An dem großen Rath nahmen 60 Christen Theil. Nachdem die Versammlung die Vorschläge der Mächte verworfen hatte, entschied dieselbe die von Midhat Pascha gestellte Anfrage, ob er trotz des ablehnenden Votums des Rathes mit den Mächten über die abgelehnten Punkte in weitere Verhandlungen eintreten könne, negativ und sprach sich dahin aus, daß lediglich die Verhandlung über die türkischen Gegenvorschläge auf der Conferenz fortgesetzt werden könnte. Amerika. AtaNen. Rom, 18. Januar. Die Depntirten-Kammer ist in die General- Debatte des Gesetzentwurfs über die Mißbräuche der Geistlichkeit eingetreten. Dom Papst ist dieser Gesetzentwurf den Congregationen vorgelegt zur Prüfung und Entscheidung darüber, ob derselbe nicht den canonischen Kirchen- Gesehen zuwiderlaufe. Dem Vernehmen nach stände die Ernennung von zwei österreichischen, zwei französischen, vier italienischen und einem spanischen Cardinal bevor. In ihr all' Deine Kraft, Dein aanzetz Fühlen liegt, Und jeder Kuß der erst', der letzte jeder ist Und Jedes wieder küßt, und wieder wird geküßt . . - Dem Taucher gleich senkt tief hinab sich ohne Bangen Zum Grund des Augenblicks das lechzende Verlangen, — Zu einem Augenblick, weich' endloser Genuß! — Glaub' mir, ein Kuß, der nicht verbaten, tft kein Kuß." Frankfurt, 17. Jan. Das Polizei-Präsidium hat die „Baronin von Ketteler und Freifräulein v. Seidlitz' wegen unbefugten Betteln- jede zu 3 Mark Strafe per- । urteilt. Die beiden unter obigem Titel rubricirten Damen gehören dem Orden »er I Franziskanerinnen an. Hesterreich. Wien, 18. Januar. In Bukarest wurde dieser Tage in geheimer Kammer-Sitzung über die Haltung Rumäniens im Kriegs-Fall berathen. Die Majorität hat jedwede Theilnahme an einer Action abgelehnt. — Der „Pesther Lloyd" ersährt aus Konstantinopel, Jgnatieff suche Angesichts der Erfolglosigkeit der Conferenz einen Ausweg aus dem eigenen Jntriken-Netze. Gortschakoff habe ein Rundschreiben an die Cabinette erlassen, worin ein isolirtes Vorgehen Rußlands abgelehnt werde. Inzwischen sind aber sämmtliche bei Chotin ausgestellten Truppen an den Pruth gerückt und Pioniere haben probeweise Ponton-Brücken über den Pruth bei Lerwa geschlagen. Ara«Lreich. Pari-, 18. Januar. Hiesige Blätter wollen erfahren haben, die italienische Regierung hätte die Erhebung der Regentschaft Tunis zu einem Für- stenthum von ähnlich unabhängiger.Stellung, wie Rumänien, angeregt. Kuglarrd. London, 19. Januar. Bei Besprechung der Entscheidung des großen Rathes zu Konstantinopel geben die hiesigen Morgen-Zeitungen übereinstimmend der Meinung Ausdruck, daß nicht nothwendig in Folge der Ablehnung der Vorschläge der Mächte sofort der Krieg auszubrechen brauch^ Die „Times" schreibt insbesondere: es seien noch weitere Unterhandlungen möglich; die Auflösung der Conferenz bezeichne vielleicht den Beginn einer neuen Phase, in welcher die Westmächte zeitweilig unthätig blieben und die drei Kaisermächte allein vorgehen würden. zurückzuweisen. , „ L _ Darmstadt, 17. Januar. Der Finanz-Ausschuß der zweiten Kammer hat in der letzten Sitzung den vom Abg. Theobald erstatteten Bericht über die Nachweisungen bezüglich der definitiven Einnahmen und Ausgaben bei dem Bau und Betrieb der Staats-Eisenbahnen und des Staats-Telegraphen, sowie der Eisenbahn-Schulden-Tilgungskaffe während der Jahre 1869 bis 1871 und für das eine besondere Finanz-Periode bildende Rechnungsjahr 1872 genehmigt; derselbe wird in Kürze die Preffe verlaffen. Darmstadt, 18. Januar. In öffentlichen Blättern wird, wenn auch in verhüllter Form, die Nachricht verbreitet, daß die Höchsten Herrschaften bei ter stattgehabten Reichstagswahl die Angehörigen ihrer Hofhaltungen bezüglich ihrer Abstimmung beeinflußt hätten. Wir sind ermächtigt, diese Nachricht für völlig grundlos zu erklären. (Darmst. 3tg-) Mainz, 18. Januar. Bei der heutigen Stichwahl erhielt Dr. Oechs- ner (lib.) 10,875, Dr. Moufang 9980 Stimmen. Nach Nachrichten aus den Land-Orten ist dort der verhetzte ultramontane Pöbel zn Exceffen geschritten. Berlin, 18. Januar. Der Friede soll trotz jeglichen Ausgangs der Conferenz in Konstantinopel vorläufig quittirt (?) erscheinen. Frankfurt, 18. Januar. Bei der heutigen Stichwahl für den Reichs- tag zwischen Herrn Dr. Varrentravp und Herrn C. Holthof wurden 17,731 Stimmen abgegeben; davon erhinr Herr Holthof 10,329, Herr Dr. Varren- trapp 7344 Stimmen, ungültig waren 58 Stimmen. Elberfeld, 18. Januar. Bei der heute^stattgehabten engeren Wahl siegte Prell (nationalliberal) mit 14,485 Stimmen gegen Haffeimann (Social- Democrat), auf welchen 14,245 Stimmen fielen. Elberfeld, 19. Januar. Nach dem Bekanntwerden des gestrigen Wahl- Resultates, bei welchem Haffelmann unterlag, fanden der „Elbers. Ztg." zufolge mehrfache EAeffe statt. Vor dem Geschäftslocale dieses Blattes war ein solcher Auflauf, daß die Paffage unmöglich war, viele Personen wurden thät- lich injultirt und viele Fensterscheiben zertrümmert. Schließlich schritt die Polizei mit blanker Waffe ein und stellte die Ruhe wieder her, 22 Individuen wurden verhaftet. Haffelmann reiste Nachts nach Hanau ab, wo in einigen Tagen die Stichwahl zwischen Weigel (nat.-lib.) und Frohme (social-demokr.) t - her nachfolgenden kirchlichen Trauung Anft°g«n der Verlobten 1U]f § 82 des Reichts-setzes sind von den Standesbeamten^ UN ^^ch^n Verpflichtungen in Beziehung auf bat)in zu beantworten: .HHsetz nicht berührt werden, d. h. als kirchliche Ver- TrauunA ^ujr^estehen. vJ*’ IV. Beurkundung der Sterbefä11e. Die Standesbeamten haben darüber zu wachen, daß jeder Sterbefall spätestens am nächstfolgenden Wochentage angegeigt wird. Zu der Anzüge verpflichtet ist das Familienhaupt und wenn em solches nicht vorhanden oder an der Anzeige verhindert ist, derjenige, in deffen Woh^ nung oder Behausung der Sterbesall sich ereignet hat. Nach § 58 bezw. 19 des Reichsgesetzes kann aber die Anzeige auch von jeder anderen aus eigener Wissenschaft unterrichteten Person gemacht werden, und werben darum die Standesbeamten auf die von dem Gesetze gewährte Besugniß insbesondere für diejenigen Fälle verwiesen,, in welchen ein zur Anzeige nach § 57 Verpflichteter nicht vorhanden ist. „ , , . Wird die Anzeige eines Sterbefalles von einer erst in zweiter Lime verpflichteten oder von einer nach § 58 (§ 19) zur Anzeige berechtigten Person erstattet, so haben die Standesbeamten, auch wenn ein in erster Linie verpflichtetes Familienhaupt vorhanden und an Oer Anzeige nicht behindert ist, dieselbe nicht ohne hinzukommenden besonderen Grund (z. B. ungenügende Wissenschaft) eud) ""erhol« **£ie 6. S -S'Sr, -S löiuna rin und r< Kit* Ml" Wasser nach und MAlockc' säS* Mn * vor, Wt bitte» AMMUNSrN crfi v°r dem Gt nigung meistens I Weise uub dsa neigen Ruhe ui Lampentztsch-sten schlecht brennen, frtr .schlechten & Lampen, d und entwickeln »' Bei Lampe letik«, ist es no Base und Brenne tioleums zu oerh wenn die Lampe diesem Falle nich zu ersetzen, fönte ist ein neuer W dcmf Uber in Heineren mit IJMeiun fii 7. Sei bei betreffenden Lamp einen 12“' Runbb' trennen und quäl Bei den gd Brenner ^tnau a mit dem nutzeren den Flamme in । geben eine qedrib Hat beim eine möglichst gli 6yl>nder beim A sind die Cylinder bei sdchkm rnhal Die bereit Feuersbrünste un Wg Hegt die "« gehemmt i Wc>Üt unb sonst! stock stnd. Die durch die sedieni besten ein nannte unb n> ba« Wüibaffa Rückständen ,,.. Richt sein 'We nicht voll •onbene Lücke it piofion. m,. ,willst ju Wroleumg bei ^pevird int jünbi bUI* i?1'"* '“"»«fe1 "Wlntjt ij -K LK 31 Mw?. Ä -klchem b,J, °'«>g-n Ät!**Ä ,y Ul,mWeit, bie l°6 ” n'it bin Wortes ^nächst würbe mehm- unb «mnfa, di- Mbem Midhit P«lch, 'S" F°lgm des Stiege - «»wesende -mstimmi- "lehnung der Vsischlj,, ’ '>™ g-otz-n Rath nah- -"Vorschläge der Mächte ^schr gekeilte Anfrage, 1 Mächten über dir Mn könne, negativ imb über bu türkischen Gegen- >em Congrchr vorzüegten > Mitgliedem des Senats, oses, eingesetzt werden, um ihl abgegebenen Stimmen e sein und nur durch grünen. Quartal hat t» den weiter irtmann von Reichlos wegen i Monaten, an welcher jedoch \<\. ntz-Nidda, wegen Urkunden« DtCen Diebstahls, WW; td von da, wtgen Hehlerei, mfltinau. wegen Diebst« jrgerlichen Ehrenrechte, sowie ,a Wittwr und Anna Marit ® gegen Erstere Lucht- je«! berW=>«r*i auS s-s . ft h. £M bezüglich .»«srw" nttoa des ar«» rsteht, 'rM SKtzr pen Du ijt i« B®’ ereint, en rneiM' । veriü^' tz^eßt, hlen lies»' Mittheilung plofton- Anlaß zu Explosionen gibt ferner öfter- der Umstand, daß eine Ergänzung des Petroleum- bei Nacht — bei pressanten nächtlichen Arbeiten — nothwendig ist. Die Lampe wird in diesem Falle auSgelöscht und beim Eingießen ein anderes Licht oder Lampe benützt. Beim Etngietzen deS Petroleums entweichen nun die im Bassin befindlichen leicht zündlichen Gase, entzünden sich an dem vielleicht in zu großer Nähe befindlichen Lichte und die Explosion ist fertig. Die meisten Unfälle werden jedoch dadurch hervorgerufen, daß Petroleumlampen durch Unachtsamkeit umgeworfen werden und durch dieselben leicht brennbare Stoffe wie Tischdecken, Kleidungsstücke u. s. w. in Brand gesetzt werden. Häufig treten aber auch Explosionen bei der reinlichsten, vorsichtigsten Behandlungsweise der Petroleumlampen ein. In diesem Falle liegt die Ursache im Gebrauche von Petroleum, welche- unvollständig gereinigt oder absichtlich mit leichtflüssigen Oelen verunreinigt ist. Herr Ludwig Jung, I. Vorstand der Münchener Feuerwehr und deS bayerischen Feucrwehr-VerbandeS empfiehlt zur Verhütung derartiger Unfälle die von Professor Dn äängerle in München erfundene Petroleumlampe.*) Wir selbst haben diese Lampe einer eingehenden Prüfung unterstellt, deren Resultat ein so günstiges war, daß w'r das Urtheil deS Herrn Jung, welches in seinem vortrefflichen, populäre» Schnftchen „Feuer und Licht, München 1875* mit folgenden Worten aussprtcht, t» vollem Maße bestätigen können. Die Annoncen-Exped ition ^h. Dietrich 8? (So* in Cassel übernimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche" Zeitungen Deutschland- und des Auslandes zu Originalpretsen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. d. „Casseler Tagespost") Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 19. Januar. Konrad Pfeiffer, Maurergeselle, des Fuhrmanns zu Großen- Buseck, Philipp Pfeiffer ehel Sohn, und Christiane Karoline Schmidt, deS verstorbenen hiesigen Fabrikarbeiters Wilhelm Schmidt ehcl. Tochter. Ketaufre. - Den 14. Januar. Dem Restaurateur Emil Wenzel eine Tochter, Anna Lina, geb. den 14. November. Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich Stephan II. ein Sohn, Heinrich Jakob Karl, geb. den 18. December. Denselben. Dem Bahnarbeiter Johann Georg Jung eine Tochter, Margarethe Maria, geb. den 13. December. Denselben. Dem Gensdarmen Heinrich Gries ein Sohn, Adolf Heinrich, geb. den 5. Januar. Den 15. Januar. Dem Gastwirth Konrad Peter Prell eine Tochter, Jo* Elise, geb. den 26. Oktober. Den 17. Januar. Dem Gastwirth Wilhelm Hofmann eine Tochter, Ch'l Johannette Georgine, geb. den 31. December. Beerdigte. Den 13. Januar. Mathilde Weidig, des verstorbenen penfionirten Landrichter- Wilhelm Weidig ehel. Tochter, alt 50 I 3. M. 28 £., gest. den 12. Januar. Den 15. Januar. Bernhard Mehrfeld, Lackirer, alt 29 I. 6 M- 22 T., gest. den 12. Januar. Die Petroleumlampe und ihre Behandlung. (Schluß.) 6. Bei der Reinigung der Petroleumlampen hat man vor allem in dem Brenner die Rückstände von dem verkohlten Dochte zu entfernen und die Durchbrüche, sowie die unten befindliche Oeffnung durch Auswischen mit einem reinen Lappen frei zu machen und zu reinigen. Wird der Brenner mit Putzpulver, Wiener Kalk n. f »• gercimgt, was wohl selten nölhig sein wird, so müssen nachträglich die Theile des Putzpulvers, welche sich zwischen den Durchbrüchen festgesetzt haben, mit oller Sorgfalt entfernt werden, indem durch diese Verstopfung die Luftströmung gehemmt wird, was schlechte- Brennen Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich m M. 13,70 per Dutzend, M. 6,85 per halbes Dutzend, sowie in ganzen und halben Fläschchen zu M. 1,28 und 68 Pfg. gehorsamst. Johan« Maria Aarina in Köln. - Die auf Gegenseitigkeit beruhende Lebensversicherung-- 'and^Ersparniß-Bank in Stuttgart hat trotz dem allgemeinen Darniederliegen beinahe aller Geschäftsbräuchen auckim Jahre 1876 wieder einen äußerst befriedigenden Zuwachs an neuen Versicherungen erhalten. Laut Veröffentlichung di^er Bank belauft sich der Zugang au 3495 Anträge mit 3t 19,350,600 und der reine versicherungsftand stieg pr. 31. Dezember 1876 auf 30,170 Policen mit 114.734,300. Auch der RcchnungSstand wird in diesem Jahr wieder günstige Ergebnisse für die Versicherten liefern. Die derzeit oer- tbetlt werdende Dividende ist 38% der Prämie. „Um die vielen Feuersbrünste zu verhindern, welche durch Umwerfen der Petro- „leumlampen entstehen, hat Professor Dr. Zängerle in München eine sehr zweckmäßige „Petroleumlampe construirt. ES wird bei dieser Lampe wesentlich an Petroleum ge- „fpart und ist die gleichmäßige Flamme sehr weiß. Jede Gefahr einer Explosion ist „ausgeschlossen und bei etwaigem Umwerfen der Lampe wird die Flamme durch da- „nochfließende Master sofort ausgelöscht. Die Lampe faßt auch soviel Petroleum, daß „ba§ lästige Nachfüllen nur selten zu geschehen braucht. Diese Lampe, welche jetzt bei .den meisten Epencsterrr zu haben ist, kann allen Familien, insbesondere jenen mit „Kindern auf das Beste empfohlen werden und ist deren Verbreitung nur zu wünschen, „damit die durch Petroleumlampen oorkommenden Feuersbrünste immer seltener werden „oder ganz aufhören." Den Lesern, welche sich über die Construktton und Behandlung-weise der Petroleumlampe näber unterrichten wollen, empfehlen wir „bte Petroleumlampe und deren Behandlung von G- Fischer, Weimar 1876. *) Die Zängerle'schen Lampen sind im Preise von 8 3t per Glück an durch daS General-Depot derselben von F. Wocher in München, Theresienstraße 4, zu beziehen. Französische Mühlsteine werden hiermit den Herren Mühlbesitzern aus der Fabrik aus Nordhausen zu entnehmen empfohlen, wo ihnen die drei- bis fünffache Dauer derselben gegen die Accord-, oder gar der feilen f r a nz ö si s ch e n Herstellung garantirt wird. Das beste Existirende bietet denn auch wirklich das größte aller Lager, das größer ist, als die einzelnen Lagervorräte der Bruchbesitzer in Frankreich und dem alle Brüche steuern, namentlich die von Süd-Frankreich, die das feurige, tarke Gestein liefern. Wir empfehlen so aus Uebe.zeugung und aus Dankbarkeit ür unsere in einer ungekannten Mahltüchtigkeit uns erfreuenden und die größtmögliche Dauer versprechenden Steine, nachdem wir Alle der njetft aus Frankreich bezogenen Mühlsteine nach nur kurzer Benutzung verlustig gingen. Wendekind's Fabrik bietet uns in Nordhausen bequem die Prüfung unserer Mühlsteine ohne Decke und im Rohbau. Und dazu rathen wir. Man weiß seine guten Steine dann auch von der inneren Sorgfalt und Güte, also der wohltätigen Beständigkeit. Die Namen der Einsender und Referenzen sind in der Exp. d. Ztg. zu erfahren. Auszug aus dm Standksamtsrrgiiiern dcr Stadl Gießen. Vom 14. bis 20. Januar 1877. Eheschließungen. 17. Januar. Schreiner Karl Heinrich Martin Schwan von Gießen mit Margarethe Philipvine Erker von Pfaffenwiesbach. — 19. Maurer Konrad Pfeiffer V. von Groß-Busick mit Christiane Karol ne Schmidt von Gießen. Geborene. 11. Januar. Dem Spenglergesellen Heinrich Ignatz Kraus eine Tochter (noch ohne Vornamen.) — 11. Dem Musiker Carl Caemmercr et» Sohn, Karl Louis Friedrich Georg. — 13. Dem Weißbinder Wilhelm Färber ein Sohn, Emil Friedrich. — 10. Dem Bäcker Konrad RGl eine Tochter, Katharine Margarethe. — 7. Dem Geschäftsführer S. Pascoe eine Tochter, H»ltane Johanna Mary. — 12. Katharine, ein außereheliche- Kind von Auswärts— H Dem Schuhmachermeister Friedrich Simon eine Tochter, Karoline. — 13. MüNe? ein außereheliches Kind von Auswärts. - 15. Franziska, ein außereheliches Kind storrAuswärts. - 13. Dem Assistenten Georg Ludwig Basiert ein Sohn, Karl Justus Kcknrad. — 14. Dem Eisenbahn-Arbeiter Heinrich Wilhelm Stiehl ei» Sohn, Hermann Ferdinand. — 16. Dem Gendarmen Ludwig Prefiedt ein Sohn, Wilhelm Ludwig. — 17 Dem Weißbinder Konrad Döpfer eine Tochter, Lina Katharine. Gestorbene. 13. Januar. Schmied Konrad Jung, 30 Jahre alt, von Holzheim. — 12. Mathilde Weidig, 50 Jahre alt, von Gießen. — Lackirer Vernarb Mehrfeld, 29 Jahre 5 Monate 22 Tage alt, zu Gießen. — 13. Dachdeckergehtlfe KaLper Weimer, 20 Jahre eit. von Vlt-Vuseck. — 19. Marie Weber, 26 Jahre alt, von Gieße«. iUr ^ferner auch die Dochtscheide am oberen Ende innen und außen zu reinigen, da die sich bildende und festsetzende Dochtkohle rc. de» Docht leicht hemmt und dadurch die Schraube zum Versagen bringt. Die Cylinder reinige man mittelst eines Cylmder- vutzers von Wolle oder mtttekst eine- reinen leinenen Läopchens, daS um einen Stock । a^ickelt ist. Ist Rauch oder sonstige Unreinlichkcit im Cylinder festgebrannt, so taucht man den Cylinderputzer oder da- Läppchen in angefeuchtete Asche oder in eine Soda- lösuna ein und reibe damit die betreffende Stelle. Solcher Art behandelte Cylinder sind mit Wasser nachzuspülen und trocken auszuwischen. Kugeln und Tulpen reinige man mit Soda- oder Aschenlösung, spüle sie mit Wasser nach und lasse dieselbe abtrocknen; das Abwischen ist zu unterlassen. Milchglocken fasse man bet der Reinigung an de« engen Ringe, da die Glocken «n dieser Stelle verschmolzen sind, während sie an dem untere», weiteren Ende autz- einandergeschnitten und daher leicht zerbrechlich sind. Ki{m Man nehme die Reinigung der Petroleumlampen grundsätzlich deS Morgens vor, damit dieselben sauber und sorgfältig gereinigt und etwaige Reparaturen und Dochtneueiungen rechtzeitig vorgenommen werden können. Wird die Petroleumlampe erst vor dem Gebrauch behusS der Instandsetzung herbetgeholt, so geschieht die Reinigung meistens bei schlechter Beleuchtung in nicht gehöriger und - zweckentsprechender Weise uud d-sa auszusührende Reparaturen werden vom Spengler nicht mit der nöthiaen Ruhe und Umsicht auSgeführt, da sich erfahrung-mäßig gegen Abend in den Lampengeschäften die Arbeiten häufen. Dietz ist die Ursache, daß die Lampen häufig schlecht brenr eu, was man dem „schlechten Petroleum", dem „schlechten Dochte oder der „schleckten Construction der Lampe" -uschreibt. * Lampen, die tagtäglich regelmäßig gebrannt werden, brennen viel gleichmäßiger rind entwickeln größere Lichtstärke, als unregelmäßig benützte Lampen. Bei Lampen, welche längere Zeit z. B. die Sommermonate über nicht benutzt »erden, ist es nothwendig, das Petroleum abzugießrn, den Docht zu entfernen und die Base und Brenner genau auszuwtschen und zu reinigen um die Verharzung des Petroleums zu verhüten. Wird diese Reinigung unterlassen, so ist dann anzunehmen, wenn die Lampe im Herbst wieder in Gebrauch genommen wird. Es genügt jedoch in diesem Falle nicht daS alte, verharzte Petroleum einfach abzugtcßen und durch frische- zu ersetzen, sondern cs muh die Glasvase sorgfältig gereinigt werde». In ledem Falle ist ein neuer Docht einzuziehen. . * Aus demselben Grunde darf kem Petroleum gebraucht werden, das den Sommer über in kleineren Quantitäten aufbewabrt wurde, auch sind derartige Gefäße bevor sie mit Petroleum gefüllt werden, mittelst Asche und heißem Wasser zu rein gen. 7 Bei dem Ankäufe von Glascylindern sehe man darauf, daß dieselben -u der betreffenden Lampe genau passen und für dieselbe bestimmt sind. -Würde man z. B. einen 12"' Rundbrenncr auf einen 10"' Rundbrenner setzen, so wurde dce Flamme roth brennen und qualmen, weil der Luftstrom für die Flamme zu stark ist. Bei den geschnürten (gekröpften) Rundbrennercylindern, muß die Kropfhöhe dem Brenner genau angepatzt sein und soll der innere Durchmesser an der Schnürftelle mit dem äußeren Durchmesser des Dochte- zur Erzielung einer guten und Hellbrennen: den Flamme in annähernd gleichem Verhältmsse stehen. Zu eng geschnürte Cylinder geben eine gedrückte, röthliche und zu weit geschnüne eine lange rauchende Flamme. Hat beim Ankauf der Cylinder die Auswahl, so wähle man solche, die unten eine möglichst alcichmäß'ge Wandstärke haben, da die Ausdehnung de- Gases dieser Cylmder beim Brennen der Lampe auch gleichmäßig stattfindet. Wahrend deS Brennens sind die Cylinder möglichst vor Zugluft zu schützen, da selbst die beftgekühlten Cylinder bet solchem anhaltenden Uebelstand springen. o ... „ ., Wie bereit- Eingangs erwähnt wurde, mehren sich in neuester Zeit leider die Feuersbrünste und Unglückfälle, welche durch den Gebrauch des Petroleum- entstehen Häufig liegt die Ursache hiervon in dem Umstande, daß die Luftzufuhr unterbrochen oder gehemmt ist, indem die Durchbrüche des Brenners durch Dochtkruste, Staub, Wolle und sonstige mit dem überziehenden Petroleum sich verbindende Rückstände verstopft sind. Die Temperatur des Brenners und demnach auch de- Petroleum wird durch die fehlende rölhige Luftströmung ganz erheblich gesteigert, es findet in Folge dessen ein Zusammenschmelzen detz Brenners statt, der nach unten langst weiter gebrannte und weiter gekohlte Docht rutscht mit den übrigen glühenden Rückständen in da- Gla-bassin. dessen Gase beim Zusammentritt mit frischer Luft und diesen glühenden Rückständen sofort explodiren. t t Nicht selten wird eine Explosion dadurch herbcigeführt, daß der Docht die Dochtscheide nicht vollständig ausfüllt. In diesem Falle schjägt die Flamme durch die vorhandene Lücke in das Bassin und bringt die daselbst befindlichen Dämpfe zur Ex- Aü-eMM- illußriri* Leitung herausgegeben von I. M. Kaiökander kostet in wöchentlichen Nummern von 2*/t Bogen größten Formates axf*6 reichste illustrirl vierteljährlich nur 3 Mark; — in 14tägigen Heften da- Heft nur 50 Pfennig. Nelen einer Fülle anderer unterhaltender und belehrender Artikel über Alle», waS den Gcblldcten interefstrt. bringt jede Nummer, außer einem fortlaufenden kleineren Romane, meist eine ganze Novelle — und bildet „Hebet Land und Meer* daher eine reiche Quelle der angenehmsten, anregenden Unterhaltung für Jedermann, insbesondere für jede gebildete Familie. Die wenigen Nummern seines vor Kurzem begonnenen neuen Jahrgangs enthalte« schon an Novellen: ,,pcr neue Leander-' von Max v. Schlägel. - ..Leine Krau-- von F. K^Emmer. — Bilder aus dem iiidisltien Familienleben: 1. „^chkemilchen--; 2. „Aaus'O Mine-- von Mosenthal. — ..^tnsere tieöe Ar«u von ^artenkirch-- von Claire v. Glümer. — „Htisaöeth-- von Paul Strano. - ,,pas europäische chteichgewicht" von Otto Girndt. — „jtm chra«e der La;>«letti-- von C. N. Struwh. „Hine Tauvenfeder-- von Georg Horu. — „zaaricnthal" von Levin Cchücling. Mau abonnire bei der nächsten Buchhandlung oder dem nächste« Post»«-. empfiehlt nach- 22 Rmtr. Nadel Scbeitbolz, 11 201 (416 Wiederveikäufern billiger. (361 S ckwarz. (7,5 N. i. S.) (zum Anschluß an die Post 7^ Nachm. nach Schlitz) (183 50 empfehlen vermiethet Hess & Roth.. H. A d a m i. 26 295 268 340 Eichen- 300 118 in Geld-CourS. in Vi do. (378 Müller. Hierzu eine Beilage 2) 116 103 3 6 7 322 14 (11 Englische Souverngns Russische Imperiales Dollars in Gold 264 85 4620 1 (414 Emil Fischbach Nadel- „ Aspen- „ Bucken-Prügelholz, E'chen- „ Nadel- „ Buchen Stockbolz, Durckmesser, 5—13 Mir. Länge, zusammen 13.62 Cubikmeter, Nadel Stämme, 15—35 Ccniimtr Durchmesser, 5—17 Mir. Länge, zusammen 95 Cublkmeur, Nadel-Stangen, zus. 17 C'ibikmtr. Länge, mit 100 Cubikmetcr, Ficht.nstangen von 7—16 Mtr. Länge, mit 40 Cubikmeter. Donnerstag den 25. Januar d. I.: Rmtr. Nadel - Prügclholz, theils von 2'cler „Wallenfelswüstung, Ersenschade, Dörnbach, Pestilenzstrauch, Zimmerplatz und Rund Heeg- versteigert Bekanntmachung. Die Firma Simon Kuder in Heuchelheim ist seit 9. Juli 1876 erloschen in Folge Ablebens des Inhabers. Gießen, den 16. Januar 1877. (412 Großherzoglichrs Stadtgericht Gießen. Bötticher, vr. Gilm er, Stadtrickter. Stadtg.-Assessor. Ot'ffentliche 9(ufforberunfl. Ansprüche an den unter der Rechtswohl that des Inventars angetretenen Nachlaß der dadier verstorbenen Bertha Elisa Schilling aus Baienheim sind bei unter: zetchnetcm Gericht binnen 1 Wochen anzumelden widrigenfalls sie bet Ordnung des Nachlasses nicht berücksichtigt werden. Gießen, am 16 Januar 1877. (411 Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Oppermann. 19,750 „ Nacel- „ Zusammenkunft ist am 26. Januar der Strutb bei der s. g. Viehweide, am vermischte Anzeigen. Gefunden ein frisch geschnittenes kurzes Stück Eichen- Borde; abzrtholen gegen Rückerstattung ber Jnseratgebühren bet 415) Jean Leyerzapf. Ediclalladung. Erb- und sonstige Ansprüche an den Nachlaß des verstorbenen L u d w t g H o f fm a n n von der Holzmühle bei Lollar sind sogewtß innerhalb 6 Wochen bei dem unterzeichneten Gericht anzumeldcn, widrigenfalls nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist der gelammte Nachlaß dem Johann e s H o f f m a n n von der Neun üble bei Beuern auf dessen liquid siedende Forderung überwiesen werden wird. Gießen, den 9. Januar 1877. (320 Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Gebhardt. werden, und zwar: 1. Freitag den 26. Januar r Eichen-S»ämme, 16 — 40 Centimtr. 371) Ein junger Mann, unverheirathet, sucht Stelle als Hausb^rsche, oder sonst Beschäftigung. Zu erfahren bei Hrn. Carl Retter, kleine Lowcngasse- llortrnn uon Dr. Gerhard Rohlfs Freitag den 26. Januar, Abends 6 Uhr, im Clndsaal, über seine Reise vom Mittelmeer nach dem Tschad-See und von da nach dem Golf von Guinea. ©iiUrittäLmen ju M. 1,50, ®a(lerbfnrteii für Schuler zu 50 ferner geographische .Warten über Roblf's Afrika-Reisen in der (405 Ferber’fdjcn jlniv.-Bnchhandlnng in Kiesten. oll .... ____ verzeichnetes Holz zur Versteigerung kommen: in Lauterbach Bahnh 7-° Nachm. i. W. zum Anschluß an d-n Zug 7« N. nach Gießen. (725 „ i. S.) Gießcn, den 19. Januar 1877. Kaiserliches Postamt. L o chman n. ^'cbensversicherungs- und ErsparniWanlr in Stuttgart. Zugang im Jahre 1876 .......8195 Anträge mit Jt 19,350,600. — In Kraft per 31. Dccember 1876 30,170 Policen „ „ 114,734,800. - Ucber das Rechnungsergebniß wird nach erfolgtem Abschluß berichtet. Der Zugang hat alle bisherigen Jahrgänge übertroffen. Durchschnitt der Verwaltungsspesen seit dem Bestehen der Bank 5,-'*7o der Einnahme. „ „ öertbeilten Dividenden „ ,, „ 37,’% w Prämie. Aller Ueberschuß kommt ungeschmälert den Versicherten zu gut. Zu weiterem Beitrttt ladet ein (8S9 E. G-ail. Köln-Gießener Kühn Abfahrten von Gießen nach: versonenpost Lauterbach Bahnhof- Schotten : aus Lauterbach Bahnh. 7-« Vorm. (nach Ankunft der Pcrsoncnpost 75 5Borm. auß und des Cisenbahnzuges 714 Vorm. aus Alsfeld), durch Lauterbach Stadt 7* 58, durch Herbstet» S>. i. W, in Sngelrod lo^B.r W, (gS‘®.i. S.) «ns Enaelrod 12» N., In Ulrichstein l35 N. ($um AniÄuß an die Perioneupost 1“ N. ° nach Mucke), -s Ulrichstein N, in Schotte» .3« N. L ». »«m aus Schotten 8» Bonn, in Ulrichstein V°rm. i. W. «ns Ulrichstein 11» snach Ankunft der Personenpost ^Borm.^on der Mücke), in Engel- ou8 (Engtlrob 43» SR., durch Herbstein SR-, durch Lauterbach Ort 7*“ N. i- W. „ w Ptüpelholz, „ „ Stockholz, Wellen w Reisholz, Eichen - Stamm von 22 Centimtr. Durchmesser und 7 Mtr. Länge, Nadel-Stämme von 15—29 Eentimtr. Durchmesser und 6—10 Mtr. Länge, Nadel-Stangen von 8—14 Centimtr Durchmesser und 4—6 Meter Länge. 417) Die Schulgelder pro IV. Quartal 1876 für die Realschule und die städt. Schulen, sowie Communalsteuer 6. Ziel 1876, können an den nächsten drei Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag, noch ohne Kosten zur hiesigen Stadt-Casie entrichtet werden. Gießen, am 20. Januar 1877. Der Stadt Rentmeister: Ender S. Dawstadi ist jcht befind au jchuß bMgt, em <£x. Llüber) für ( Damstadl tirrttn Ausschußes guS ^naistaflurg t ßesellschajt zu Ta jüti(d)tn Religions zcgthum Hessen ur rung um eine ®eje awi ter Svnagoge Berlin, st Iabie 1875 170 on ter Ostsee-Küsik citlnai Kenntniß s Henlein 3 (2 yCi.' Unfälle 10 (6,6 p fdttft niä)t befanin 8*orb, von btnen 6 gefommen und 479 loten gingen von de 24 blieben unbeschä' nichts bdanr bei seiden gingen 3 15 Latnngen wurde blieben dieselben ut 9liiditn Schisfen w schiffe idavon 14 b HO, solche fremfcei "ich! ermittelt werb pickten deutschen Qv,' waren m D ^'Nbiet und 1( 14 im [ ^cn 2 verunM »erben tönneu. \ i8 9:»66rif6nniM( Berliu, ig 6,8 'tonet finb °"' l'fl«te « »ich überaO ™4t »erbe. M ’"b in Äct,W ^sten ln Me nnA9 atjbei ^■iforbnet a .Nin, <9 f!1'«ftjW ef! ^etlSa,i9ü E>'rZ / 20. Hn fi 8«| . )in «O < Aersteigcruugeu. Hölzversteigerung tm Oppenröder Gemeindewald. Im District Eichbusch soll nachverzeich- nctcS Holz versteigert werden: 1) Dienstag den 23. Januar d. I.: 10 Ftchttnstämme von 18—32 Centimtr. Durchmesser und 12—18 Mir. Länge, mit 13 Cubikmeter, 300 Tonnen- u. Fichtcnstämme von 15-27 Centimtr. Durchm. und 10—16 Mtr. aus Schotten H55 durch Mürbe Backwaareu täglich frisch bei (419 Bäcker Fass, Neuenbaueu^ 420) Ein noch gut erhaltener schwerer Winterüberziehcr wird preiswürdig abgegeben bei ______L- Hartmann in der Schanje._ Täglich frische Fluß- und Seefische, französische nnd Holländer Rahmkäse, Gütersloher Cervelatwurst, Endivien- und Kopfsalat, gebratene Fische, Bückinge zum Braten ui d Rohessen, Citronen, Apfelsinen, Sardinen, Häringe, Reh, Hasen, ausgezeichnetes Flaschenbier zc., empfiehlt H. Kurth. Bekanntmachung. Die «äaliche Persoaenpost zwische» Lauterbach und Nidda Bahnhof wird von, 1. Februar d. Js. ab in d.e bOden Personenpostkurfe Ridda Bahnhof- Schotten und Lauterbach-Schotten gechnit unr letztbejeichncle Post zugleich bis zum Bahnhofe bei chauterbach aus° ® Die Kurszeiten für die neuen Posten werden, wie foigt, festgesetzt. Personenpost Nidda P ahnst of - Lcho^en (wie bisher): aus Nidda Bahnhof 930 Vorm., durch Nidda Ort ^oizVorm., in Schotten 12 Mittags; tieue 6“, 12. 4U. DiLenburg 6«, 12, 4«, *■ Dienen 6« 13. Wehiar 6“, 8«, 9“ 12. 4^ '5 Lunns Bierkeller. Sonntag den 91. Januar : CoiBcert, tiS$HIIGk ausgeführt von der hiesigen Regiments-Musik. Anfang des 1. Concertes um Tk Ubr, des 2. doncertes um S Uhr. 418) Entree 20 Ffg-_________B. Oswald. Freiw. Gail sehe Feuerwehr. Montag den 22. Januar 1877, Abends 8 Uhr: (421 Zusammenkunft bet EMIL JTJUIKER. 27. Januar auf dem Berg bei Holz-Nr. 1. Allendorf a. d. Lda, am 18. Jan. 1877. Großh. Bürgcrmeist-rei Allendorf a. d. Lda ____________Bieber._________(382 Dierstag den 23. Januar sollen bei Emil Beil auf dem Hamm ^elmrelhMgeu. 407) Zwei möbltrte und zwei unmöblirte Zimmer sind zu vermiethen bei _______Glaser Hirz, Seltersweg C. 8. 403) Em kleines Familtenlogitz ist zu vermiethc» bei Seiler Ludwig Huhn, _____________________Wallihorstraße.__ 408) Bei B a l t h. Weber, Grünberger Straße, ist der 2. Stock und Man- sardenlogis zu vermiethen und bald z bczieben.___ 410) Neu- Anlage 37» den zweiten Stock mit 7 Zimmern, Kammern rc., wegzugshalber per 15. April oder auch früher zu beziehen, 6 Rm. Pf. — — 16 65 9 60—65 16 20-24 16 20-24 20 33-38 16 70—75 4 16-19