Donnerstag, den 20. December 1877. j&h. d ® Wchener WnDger Anzeige- und Amtsblatt für im Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition r Schul st raße, Lit. B. Nr. 18 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinqerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Zur Lage in Frankreich. Deutschland. Darmstadt, 18. November. Bezüglich der Gesetzesvorlage der Regie- Mächten, nament ich Bo vom 26. Oktober 1876, betr. die Besteuerung der Händler im Umher- suhlt allgemein, daß nach den großen sur vte ^nrereg rung vom 26. October 1876, betr. ziehen mit vorübergehenden Verkaufs-Niederlagen, beantragt die Mehrheit des Finanzausschusses der zweiten Kammer nach dem von dem Abg. Möllinger des- falls erstatteten Bericht, die Kammer wolle: 1) Die Vorlage Großh. Regierung vom 26. October 1876 ablehnen; 2) Großh. Regierung ersuchen, soweit nöthig, Vorlage zu machen, um unsere Gesetzgebung nach dem Beispiele Preußens abzuändern. Ein Mitglied des Ausschusses (Abg. Schröder) stimmt den Ausführungen des Reserenten nicht bei, und hält die besondere entsprechend höhere Besteuerung der Händler im Umherzieben mit vorübergehenden Verkaufs-Niederlagen, sog. Wanderlagern, für gerecht und zweckentsprechend. Auch entspreche der vorlre- gende Gesetz-Entwurf — so führen die Motive des Herrn Dr. Schröder aus — mehr dem früher von der Kammer an die Großh. Regierung gerichteten Ersuchen, als das von der Majorität des Ausschustes empfohlene System des desfallsigen preußischen Gesetzes vom Juli 1868. Herr Dr. Schröder beantragt deshalb Annahme des vorliegenden Gesetz-Entwurfes. Da aber die neuere Gesetzgebung einer Reihe deutscher Staaten, wie Bayern, Baden, Württemberg, Sachsen u. s. w. 'die sog. Wanderlager nicht blos besonders und bedeutend höher als die Hausirgewerbe im Allgemeinen, besteuern, sondern dieselben auch nach den für die Besteuerung der ansässigen Gewerbe zur Comnrunalsteuer- Umlage bestehenden Bestimmungen heranzuziehen gestatte, ohne daß ein längerer (dreimonatlicher) Aufenthalt in der betr. Gemeinde die Voraussetzung dieser gesetzlich normirten Steuerpflicht, resp. Steuerlast wäre, so beantragt der Abg. Schröder die Annahme folgenden Zusatzes zu Art. 4 des Gesetz-Entwurfs: „Der Gemeinde ist die Erhebung einer nach dem Ausschlag dieser Staatssteuer (Art. 1) sich regelnden Gemeindeabgabe (Umlage) gestattet." — Ter Abg. Ellenberger hat in der zweiten Kammer den Antrag einge- bracht, dieselbe wolle die Großh. Regierung ersuchen, ein Gesetz, die Ablösung der auf Waldungen haftenden Berechtigungen betr., und-zwar unter Berücksichtigung der Vorzüge des preußischen Gesetzes vom 25. Juli 1876, insbesondere deS Ablösungsmodus, vorzulegen. Berlin, 17. December. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde von Bachem und Genosien der angekündigte Antrag, betr. die polizeilichen Maßregeln gegen die Gemeinde Marpingen, eingebracht. Bei der nunmehr solgenden dritten Berathung des Staatshaushalts-Etats und des Etatsgesctzes wies Petri aus die mangelhaften Verwaltungszustände in einigen nassauischen Gemeinden hin. Minister Friedenthal verhieß Abhülfe aus Cem Wege der Gesetzgebung. Bachem (Köln) forderte die Regelung der Frage wegen Zulassung falliter Kaufleute zu Wahlen, v. Heeremann erneuerte die Beschwerden über Maßregelungen katholischer Bürgermeister und Nichtbestätigung von Communalwahlen. v. Komieiowski wiederholte die Klagen wegen polizeilicher Überwachung von polnischen Vereinen. Hieraus erwidernd, wies Minister Friedenthal die gegen die Regierung erhobenen Vorwürfe als unbegründet zuiück. Windihorst äußerte sich beschwerend über die Beschäftigung von Straf- : gcsangenen in Trier an kaih. Festtagen mit niedrigen Arbeiten. Minister Friedenthal sagte Abhüise zu. Lauenstein stellte die Ansrage, ob die Regierung die 1 Münze in Hannover auflösen wolle. Der Finanzminister erwiderte: nach ccm Abschluß der Münzreform müsie eine Reducirung der Münz-Anstalten erfolgen, wobei Hannover in's Auge gefaßt sei. Bei dem Eisenbahn-Etat erklärte sich " der Handelsminister hinsichtlich der Vermehrung der Director-Stellen 6et der Ostbahn, welche zum Zwecke der Uebernahme der Verwaltung der hinterpom- mer'schen Eisenbahn durch den Staat erfolgen soll, folgendermaßen: „Indem die Regierung die Genehmigung der beiden Direktor-Stellen beantragt, beantragt sie heute ausdrücklich zugleich die Uebernahme des Betriebes und der Ver- waltung durch die Regierung, v. Zedlitz beantragte darauf, daß die Zustim- mung zur Uebernahme der Bahn-Verwaltung durch den Staat Seitens des Hauses ertheilt werde. Dieser Antrag wurde angenommen. Hesterreich. Pe6h, 17. December. In der Sitzung des Unterhauses äußerte Szon- tagh das Verlangen nach Eröffnung einer Untersuchung wegen der g-stngcn Demonstration. Minister-Präsident v. Tisza erklärte: D'e Reglern^ könne nicht dulden, daß in Ungarn über die äußere und innere Politik durch Straßen- Demonstration entschieden werde. Es sei Pflicht der Regierung, das Vertrauen zu Ungarn zn erhalten; er baue aus den Pairiotlsmus eines jeden Burgers. Eventuell werde die Regierung mit pflichtmäßiger Strenge vorgehen. Krankreich. Paris, 17. December. Das linke Centrum hat Läon Renault zu feinem Präsidenten gewählt. Die „Köln. Ztg." schreibt: Die Clericalen, Legitimisten und Bonapar- i listen, welche eben den Marschall Mac Mahon so scharf angreisen, beweisen sich demselben gegenüber jedenfalls äußerst ungerecht. Der Marschall hatte so lange fest zu ihnen gehalten, bis sie sich selbst überzeugt hatten, daß jeder weitere Widerstand unmöglich und das französische Staatsoberhaupt einfach vor die Wahl gestellt sei, seine Entlastung einznreichen oder Concessionen zu machen. Ein Eewaltstreich — dies wäre die dritte Lösung gewesen — wurde von allen Ralhgebern des Marschalls für unausführbar erklärt. Man hatte ihn zuerst beabsichtigt und die Garnisonen in der Umgegend von Paris hatten Befehl, Alles in Bereitschaft zu setzen, nm sofort auf Paris zu marschiren. Sogar die Truppen von Chalons und Umgegend — jeder Soldat hatte 400 Patronen erhalten — wurden marschbereit gehalten, um sofort mit der Eisenbahn nach Paris befördert werden zu können. Man stand aber von einem Gewaltstreich ab, da eine genaue Prüfung der Gesinnungen der Garnison von Parts, welche man in der letzten Zeit auf den Straßenkampf eingeübt, dargethan hotte, daß auf dieselbe nicht zu rechnen sei und daß, falls man zum Staatsstreich seine Zuflucht nehmen werde, sie in ihrer großen Mehrheit für die Republikaner eintreten würde. Da alfo nur der Rücktritt oder eine- Art von Unterwerfung unter den Willen des Landes übrig blieb, so gab der Marschall, der sich umsonst abgemüht hatte, ein Cabinet der Rechten zu bilden, welches die Unterstützung der Constitutionrllen des Senats haben würde, seinen Entschluß kund, die höckste Gewalt niederzulegen. Seine klerikalen und legitimistischen Freunde wollten dies aber nicht dulden, sondern bestimmten ihn, zu bleiben und Concessionen zu machen. Selbstverständlich waren diese Concessionen nicht ernstlich gemeint und sollten nur gemacht werden, um das Budget zu erhalten und dann die alte Politik wieder aufzunehmen. Was man dem Marschall vor Allem angerathen hatte, war, daß er die Ministerien des Krieges, der Marine und des Aeußern nicht aus der Hand gebe und daß, wenn er auch die Herren Rochebouet, Rousstn -und de Banneville aufopsere, er doch diese Ministerien nur solchen Leuten anvertraue, auf welche er vollständig zählen könne. Außer- ttm wellten die Raihgiber des Marschalls, daß er untei keinen Umstanden eine Erklärung abgebe, welche seinem Auflösungsrechte irgend eine Besa)rankung auferlege, so daß man sofort nach der Bewilligung des Budgets wieder das oite Spiel spielen könne. Tie Pourparlers zwischen den Führern der klerikal- rovalistischen Partei und dem Marschall hatten den ganzen Dienstag bis spa in die Nacht und am Mittwoch Vormittag gedauert, und, wie gesagt, damit geendet, daß der Marschall seine Entlastung zurückzog und sich dazu verstand, mit Tufaure wieder in Unterhandlung zu treten. Die legitimistische „Union, bie von diesen Vorgängen genau unterrichtet war, konnte daher ichon am Mittwoch Abend ankündigen, daß der Marschall es nochmals versuchen wolle, em Ministerium Tusaure zu bilden. Tie Verhandlungen, welche mit Dufaure am Mittwoch Abend durch Vermittlung des Senats-Präsidenten, Herzogs Audistret- Pasauier, angeknüpst wurden, hatten jedoch keineswegs das Resultat, welches die Klerikalen und ihr Anhang erwartet hatten. Der Marschall Mac Mahon, den eine ganz ungewöhnliche Mutlosigkeit ersaßt hatte, wollte zwar zuerst dw Taktik seiner geheimen Rathgeber befolgen; alsi er aber euisah, daß — der Jammer, welchen der 16. Mai über Frankreich gebracht, natürlich nicht ohne Einfluß auf ihn geblieben - nur dadurch ein Ziel setz könne, daß er allen Forderungen der Linken gerecht werde, gab er nicht allein die drei bewußten Ministerien aus der Hand, sondern verstand sich' dazu, betreffs seiner Vorrechte die Erklärungen abzugeben, welche die Royalisten un MeriLen heute in sk ungeheuren Zor'n ersetzen und diftel en be mm gegen den Marschall Angriffe zu schleudern, wie es sich bis jetzt selbst das ravlcalte fern und aeht darin so weit, daß er alle an ihn gerichteten Schreiben unerbrochen an Dufaure sendet. Er will von Politik nichts mehr willen und di- Gerüchte, daß er seine Entlastung emrelchen werde sind k-mes- weas 'so unwahrscheinlich, als man säst allgemein glaubt. Wahrend der letzten Talre sah der Marschall keinen sremden Diplomaten, und die Mitiheilungen von^ fremden Einflüssen, die aus ihn eingewirki hätten, irnd vollständig unbegründet. Der Vicomte d'Harcourt befindet sich noch immer in der Präsidentschaft, ist aber ohne allen Einfluß. Die Agentur, die bisher Auskunft bei ihm holte hat, und zwar auf Befehl, die Weisung erhalten, sich an Dufaure zu wenden, um ihre osficiellen Mittheilungen zu erhalten. Rußland. Petersburg, 17. December. Einen sehr günstigen Eindruck macht hier di- Nachricht, daß das Mediations-Gesuch der Pforte von mehreren Machten, a ____... ki« her cbrifflicken Be- L o k a l - sr o r t z. V V * / ---U ’D---- ’ ’ -vvpvMW V IV UM , VHIJIHIV Älaffen der Bevölkerung treff.n würde, sprechen, fei noch der U nftanb heroorzuheben, sag lebe Steuer doch so veranlagt sein müßte, daß der davon Betroffene sich wenigstens - v • Der „Polit. annäyernb die Summe feststellen könnte, welche dafür jährlich aufzuwenden sein wird, Fürst Gorttschakoff hat die Vertreter E diesen Aufwand in die Calculation für seine W rthschaft, die Grundlage für die . und nützlich, das Institut der Aeltesten der Kausmanniu-ast zu erweitern un) basWihl- "ach pos. a der Petition an den Handelsmtnister vom 15. Fchruar d. I bet dem meldet aus Slstowa vom 17.: Umfang und der Bedeutung der in Berlin in B tracht kom nenden Interessen anae- Auf das Circularschreiben des bleibenden Ausschusses des deutschen Handelstaas den projeclirten Gesetzentwurf über die R.ichssternpelftener betreffend, erwiderte die —[ie den Antrag der Frankfurter Handelskammer an den BundeSratb. völkerung der Türkei gebrachten Opfern ein Friede, wie der in Aussicht gestellte, nur Schein und Trug wäre, daß die Fragen, durch welche dieser blutige Krieg heraufbeschworen wurde, eine definitive, erschöpfende Lösung finden muffen. ein könne, eine Berliner Handelskammer als Centralinstitut für alle deutschen Handelsan gelegenherten einzurtchten, da der bleibende Ausschuß des deutschen HandelStaa's, tn welchem Vertreter des Handels und der Industrie aus nahezu allen Landesthetlen ...,K den betreff nben Fcazen in solchem Miße London, 19. December. Der Zusammentritt des Parlaments ist offi- ctell auf den 17. Januar anz-zeigt. „Standard sagt: Das Cabinet beschloß, das Parlament drei Wochen eher einzuberufen, um demselben Maßregeln vorzulegen, welche der veränderte Stand der Orientfrage erfordert, und um einen Extra Credit für eine solche Vergrößerung der britischen Streitmrcht zu fordern, wie sie die gegenwärtigen Zustände in Europa erheischen. Wien, 17. December. Das „Neue Wiener Tazlattt" meldet ans < LX !crbi^e Heerführer Horoatooic hat Adlie eingenommen. Fürst Milan ist heute in Alexinatz angekommen und hat das Commando der Offensio- Armee übernommen. Oberst Benitzky bombardirt Mramor. Konstantinopel, 17. December. Nedjib Pascha übernimmt das Kommando der Armee von Sofia. — Die Botschafter der Großmächte halten häufig Unterredungen unter sich und mit den türkischen Ministern, doch ist noch kein Einvernehmen über die Grundlagen der Mediation erzielt Man war mit den Ausführungen der Frankfurter P-tttion im Allaem:tnen vollständig einserstanien, bis auf den Passus derselben, worin sie fragt, warum man denn ~ a nl$! England nachahm-, wenn man auf dem Er.aß eines solchen Gesetzes bestehen lL)le Vewllllgung er- wolle, welches receipts, Quittungen, — insoweit diese über 2 Pfund Stearling lauten e Nachricht von dem Tode Osmau Pascha's wird nunmehr auch amtlich von der Pforte als unbegründet bezeichnet. — Die hiesige „Agence Havas" meldet: Zwischen den Botschaftern unter sich, sowie zwischen den Ministern stattfindende Besprechungen haben keineswegs den Charakter von Berathungen auf der Grundlage einer Vermittlung Die Mediationsfrage wird direct zwischen den Mächten ohne Bttheiliguna ihrer Vertreter in Konstantinopel behandelt. Wien, 18. December. Der Budgetausschuß der österreichischen Dele- gatlonen besprach in seiner heutigen Sitzung die auswärtige Politik. Graf Andraffy hielt einen längeren Vortrag und verlas zahlreiche Actenstücke. Der Ausschuß sprach sich für strengste Discretion, als im Interesse des Staates liegend aus, wählte jedoch zwei Delezirte, welche im Einvernehmen mit der Negiermig einen für die Oeffentlichkeit bestimmten Bericht redigiren werden. Köln, 18. December. Die „Köln. Ztg." meldet aus London: Das Cabinet soll ui der gestrigen Berathung abermals nicht schlüssig geworden sein melmehr hatten sich die Meinungen schroffer als vorher gegenüber gestanden.' Gestern gingen verschiedene Gerüchte über Ministerrücktritte um. Die Tü kei soll, im Falle daß eine europäische Vermittlung nicht zu Stande komme, Sonderverhandlungen mit Rußlind offen in Aussicht gestellt und daneben die Möglichkeit eines englisch türkischen Defensiobündniffes angedeutet haben. Konstantinopel, 18. December. Die türkischen Journale bestätigen die auf Kreta h-rcschende Aufregung und melden, daß Costaki Ado,sides (Grieche) und isalim Effmdi (Türke) als Regierungscommissare morgen nach Kreta ab- reuen. — Zur Vertheidigunz der Balkanlinie sind seitens der Regierung u,n- assende Maßregeln getroffen worden. Versailles, 18. December. In der Kammer der Deputirten brachte Laifant von der Linken einen Gesetzentwurf ein, welcher die H.'rabmindernng der Mililärdienstzeit^vo r 5 auf 3 Jrhre und die Abschaffung des Freiwilligen Dienstes zum Zweck hat. — Der Justizminister Dafaure legte einen G setz- entwurf vor, der sich auf das Preßzesetz bezieht und wodurch die seit dem 16. Mal ausgesprochenen Urtheile wegen Pceßoergehens amnestirt werden, vor. sodann wurde im Senat und in der Kammer ein Decret verlesen, worin die Zession für geschlossen erklärt wird. ® U Depeschen. ~ Gießen, 19. December. Soeben 12 Uhr Mittags brach in dem, in den Eich- LttagnerS telegr. Correspondenz-Bureau. garten gelegenen, Lackhaus der Firma W. Zur buch Feuer aus und zerstörte dasselbe London, 18. December. „Reuters Bureau" meldet aus Konstantino- bc bem ^chst gefährlichen Material das Gebäude vollständig. pel vom 17.: Zur Richtigstellung der Auslegung, welche der Circularnote der , Gießen, 19. December. Aus den Verhandlungen der Großherzoglichen Handels- Pforte betr. die Mediation gegeben worden, hebt man in türkischen Reaierunas- kammer zu Gießen. Sitzung 5 December 1877. kreisen hervor, daß die Türkei sich keineswegs in der Rolle des Besiegten an eifen.^"“” H°^berger, Georgi, F. C. B- Koch, Liebrich und Silber- ?abe. Die Pforte besitze noch zwei Vertheidigungslinien, Der Vorsitzende berichtet über die Eingänge, welche theils den Acten, der Kasse Nelche sie glaube vertheidigen zu können. Die Türkei wolle sich mit ihrer Cir- unt) bcr Bibliothek überwiesen, theils zur Circulation bestimmt werden. cu arnote den Forderungen der europäischen Mächte nähern. Der Krieg sei Auf den Wunsch einer Commission des Bezirkwereins 102/106 in Berlin be- ausgevrocheii m Folge der Weigerung der Pforte, diese Forderungen anzuneh- (reffend die Reform der Vertretung des Handels- und Gewerbestandes dieser Stadt men; der Krieg könne beendigt werden durch die Concession der Pforte sich bU^•ÖmeipfamoietM!n, fle.ber «nfiiftt, e« fei erforberli^ diif hxg Voden der Conferenzen zu stellen nützlich, das Institut der Aeltesten ver Kauimanniniast tn it«-» h«« »m . Wien, 18. December. Die „Presse" ...........^i|evtvi4 vvm ,, ___iw.,e Ul <,ctull Ul a Ull x toin nenoen < 3 r General Radetzki ist nach dem Schipka-Paffe abgereist. — Aus Tiflis wird ™^n auszudehnen, vollkommen beipflichte; i),a6ke zusammenae- andeien einflußreichen Deputirten der Linken. WJft wohl nicht zu erreichen sein wird. Die legale Unterlage sei hier ebenfalls eine Paris, 18. December. St. Ballier ist zum Botschafter in Berlin er- Ausschuß, mit Vollmachten fast sänmtlicher ges'tz- 3“i>s Ofltcieu wird morgen einen Präfecten-L-chub veröffentlichen, durch welchen die lt?er Central Handelskammer, um so mehr, da auch eine Anzahl Mitglieder des Äel- Mehrzahl der Präfecten vor dem 16. Mai wieder eingesetzt wird. — Ein Cir- ^sten-Collegiums der dortigen Kaufmannschaft zugleich demselben angehört. Eine Petition der Handels- und Gewerbekammer für Oberbayern an daS Prä« st)iuin des Reichsinzleramts, betreffend die Verlängerung des Handelsvertrags mit Oesterreich, wurde bet dieser Behörde durch eine Eingabe unterstützt. cular dcs Ministers Marcere an die Präfecten ordnet an, daß den Journalen die Freiheit des Verkaufs auf öffentlichen Straßen zurückgegeben werde. — Im Senat verlas Pouyer-Quertier den Bericht des Finanz-Ausschusses, .^ Bewilligung der 4 direkten Steuern und von zwei Zwölfteln des .-n vroi- ^orbehalte wegen der Bewilligung; er bestreitet der Majorität diesen G setzentwurf abzulehnen, auf das Drtnzenoste unkerstütze. das Recht das Budget zu verweigern und solchergestalt das Leben des Landes ......... ~ “ ju suspendiren. Die Rechte wird die Bewilligung gemäß dem Anträge aussprechen, aber dabei ihre Vorbehalte besonders betonen. " folgte ^dann mit Eiiistimmigkeit. mit einer Steuer oon l penny 6elaftet rc. December. Die „Polit. Corresp." meldet aus guter Quelle . m '-öenn ber Gesetzent ours, wie er vorliegt, so entschieden bekämpft werde, wie eS von Konstantinopel: Von mehreren Seiten räth man der Pforte au rascher "" Recht geschehen ist, so könne folgerichtig auh nicht bieser kleine Theil zuzestauden Einleitung directer Verhandlungen mit Rußland. Selbst Enilanv fippinfTnbt derselbe auch durch große Einfachheit oer>tän)lich:r und oeßhalb weniger ausgesprochen, im Falle directer Verhandlungen seine guten Dienste , Reben den gewichtigen Gründen, w:lche in der Eingabe enthalten sind und bezüglich des Arrangements gewisser Vorfragen eintreten "zu lassen. Die Pforte sa^mtlich gegen die Zweckmäßigkeit einer solchen Besteuerung, die nu- einzelne zeigt sich bisher nicht geneigt, diesen Rathschlägen zu folgen - sie coucentrirt trf3U fnr'd1*,n M ........— •bre ganze Aufmerksamkeit auf di. Vertheidkguug Rumeliens. - ' " karrst gemeldet: ouHt yä/vmiyaivn yar uie ^errrerer *’“■ im icmc zu iiyiajaTi, oie isrunoiagc tue 01c Nuplandö im Auslände angewiesen, sich bezüglich russischer ^riedensbedina.inaen Fristen» aller Gewerbe, richtig aufnehmen zu können; allein dies sei bei der beabsich- die allergrößte Reserve auszulegen. - Die Svitzen neu r A “9L,n R°tch«ftemp°M.uer schlechterdings nicht möglich, weil Nch der Uariang nienals nen in Rumänien einzurücken P 5 UCr Heeresmassen beguv auch nur einigermaßen richtig zum Voraus berechnen lasse, und dieser in bem einen __ Alls (XnttArn mirk *k ... n- r , Jahre sehr beträchtlich, in dem anderen weit unerheblicher fein könne. Ebenso dürfte fpih)n X la™ ®lrnb bcr Polit. Corresp." gemeldet: Die Feindselig- Dcr Ertrag für dm Fiscus stets ein ungleichmäßiger und oft sehr unergiebiger werden, feiten Zwischen der Cltadelle von Antivari und den Montenegrinern sind zur a c beshalb zu dem Schluß, daß das Reich zur Befriedigung feiner Be- 3eit eingestellt. Die Montenegriner verkaufen den Türken in teor n1 JU l^.rUn^td,ercni Maßnahmen, sondern zu solchen greifen sollte, welche Lebensmittel. 11 bcr Zitadelle »ich auf die veranschlagten wirklichen Ausgaben basiren unb alle Betheiligte gleich? Wien 18 w t ^ffm. Warum sollten bei neu herantretenden Erforbernissen von sämmtlichen Alissckn.ü bpr/ ÄftJrrn.A.M. I Nachhem Graf Andrassy im Budget- L)tcue,pfl cht.gen nur eine Classe bersklben herangezogen werden und gerade diejenige, Ausschuß der oster.eichlschen Delegation feine Erklärungen abaraeben harr? a,clcbe ohnehin schon sehr hoch besteuert war unb in ben letzten Jahren durch bte Verdankte perbst als Obmann des Ausschusses im Namen desselben bem .^nlagung der Einkommensteuer doppelt belastet wurde? — Dies halte man nicht nur kanzler für seine weitgehenden Aufklärnuaen b 1 Ö 01 rür unzulässig, sondern auch für ungerecht unb würde es sich deshalb empfehlen, die fntin.ui^t.nh31 4 ft Ctx ?en* 0 oudgetmaß'g notDn?enbtg werdenden Geldmittel für das Reich von allen Steuerzahlern mehrer? Frpfpnfiirh ^?Cembir- Zeitungsmeldunqen zufolge sind J‘rect ''°w Maß .abe ihrer beimaltgcn Besteuerung m erheben. — Sollten aber auch mehrere kretensischr- Führer, welche ihren Wohnsitz bisher in Griechenland batten bierw direkte Ao. oben aus besonderen Urfachen vorgezogen werden, so dürften Objecte, nach Kreta zuruckgekehrt; unter den Christen in Spbakia herrsche fliifrL.n/ .»dd)I 6:cfe evtta^n können unb die jeber Steuerpflichtige sofort in den Bereich sicherer I yerrslye aufregung. Berechnung zu ziehen in ber Lage fein wird, zu wählen fein. Rumänien Bukarest, 17. December. Der Kaiser von Rußland ist heute Mittag hier eingetroffen und enthusiastisch empfangen worden.________ Der orientalische Krieg. Wien, 17. December. Die „Presse" meldet aus Sistowa: Im Kriegsrath wurde beschlossen, daß die rumänische Armee nicht über den Balkan geben solle; die russischen Operationen jenseits des Balkans würden erst beginnen, wenn alle Verluste und Abgänge bet der Armee in Bulgarien ersetzt und die rumänischen Lazarethe evacuirt sein würden. Tiflis, 17. December. Fürst Melikoff hat die amtliche Meldung von der Unterdrückung des Aufstandes in Daghestan gemacht. Petersburg, 17. December. Amtliche Meldung aus Bogot, 17. d. - Die russische Avantgarde hat bei der Verfolgung der Türken von Elena nach Bebrowa mehrere Gefangene gemacht, alsdann Bebrowa besetzt und noch Achmenli erreicht. Die Türken hatten bedeutenden Vwlust an Todten und Verwundeten, während unser Verlust nur 12 Marn betrug. Eine in Elena ausgebrochene Feuersbrunst, welche 40 Häuser verzehrte, wurde von den Rnff-n gelöscht. Konstantinopel, 17. December. Laut Meldung von Erzerum haben zwei russische Divisionen eine combiiürte Bewegung auSgeführt, um die Verbindung mit Trapezunt abzuschneiden und Erzerum von Norden anzugreifen. London, 17. December. Das „Reuter'sche Bureau" meldet unterm Heutigen aus Konstantinopel: Hier ist allgemein die Ansicht verbreitet, das Mediations^Gesuch der Pforte werde keinen Erfolg haben. Der britische Bot^ schafter Layard hat erklärt, daß England auch fernerhin seine Neutralität bewahren werde- •gerungen i M x'Mv December 1877, den 2. Januar 1878, daher aufwerden Beigeordneter. 7112) (7109 5269 Trommeln. n, in den Eichzerstörte dasselbe 132 20 56 16 X X X X glichen Handels- h uiib Silber- kten, ber Äafft 7106) Halifax- und gewöhnliche Schlittschuhe in den neuesten Sorten bei Emil Pistor. bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weife bekannt machen zu lassen. Gießen, den 29. November 1877. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. Aeilgeöotenes. 7107) Täglich frische Hefe bei I. Leun Wittwe, Wallthor. VaWvn, dr- i dieser Stadt, i sei erforderlich un) das Wihl- r d. I bei bim Zateresten ange- pportun eracht m chen Handelsan- randelstazs, tn •n Landestheilen salchem Mrye ft zasaaraienge- r ebenfalls eine imtHN gesch- n gleichen 6hv wie eine 8er? Mer des Äei- hört. •« °°w^' iclsvertragS M ments ist osst- binei beschloß, Brezeln vor- and um einen hl zu fordern, Fichten Christbiiumchen zu 10, 20, 40 und 60 H dos Stück werden nächsten Donnerstag den 20. d. M-, Nachmittags von 1—3 Uhr, und die folgenden Tage im städtischen Magazin ausge- geben. Gießen, den 18. December 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Keller, Donnerstag Samstag sowie: Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Versteigerung. Arbeitsversteigerung zu Hausen. Donnerstag den 27. December, Nachmittags um 1 Uhr, sollen auf dem Rathhaus in Hausen nachstehende Arbeiten in Accord gegeben werden, Bekanntmachung. Die Lieferung von 48 Untersätzen zu Urineimer soll im Submissionswege verdungen werden. Zur Entgegennehmung von Offerten ist ein Termin auf Samstag den 22. d. Mts-, Vormittags v Uhr, im Geschäftszimmer der unterzeichneten Verwaltung (Nahrungsberg) anberaumt, woselbst auch die Lieferungsbedingungen etn- zusehen sind. (7062 Gießen, den 17. December 1877. GroßherzogUche Garnison-Verwaltung. 3. 5. 8. 9. 10. 12. 15. 16. 17. 19. „ 22. „ 27. „ 29. Besondere Bekanntmachungen Zekamümachulig. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt und zwar: Donnerstag den 20. Samstag als: 1) Steinfahren, veranschagt zu ^tzind-G-ch ermlhtrlt - Jen Mdesraty, aitotdnen üofc irun nun denn Sm ^.a, wie es iS S envul^^te .^als 'f ern «MJ ,k?5 l« selch- ift glei-d' gerades i nut . nun bje der en werden. Das Porten fet» gestanden. ®ny Seltersweg 187 Etuis- und Portefeuilles-Arbeiter. Specialität und grohes Lager in Portefeuilles- H aaren aller Artikel in eignem Fabrikat, wie auch Fabrikwaare zu billigsten Preisen. In sämmtliche Gegenstände können-Stickereien eingezogen, was gratis geschieht, sowie jeder Artikel nach Zeichnung und Angabe angefertigt werden. Aus die billigen Artikel mache besonders aufmerksam und halte mich im Anfertigen von Etuis- und Portefeuillesarbeiten, feinster T!u SSriipli, Möbelfabrik, Schloßgasse B. 1. Feinst gesiebte Naffinade, rein gemahlene Gewürze, feinstes Blüthenmehl empfiehlt (7056 Carl Hoffmann. :-Ä £ Rudolph von Wagner, kgl. Hofrath o. ö. Professor an d Universität Würzburg. 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