rr. -ste idition n Main 122 5arm= Nies- ;llro-, Kauf, Agentur. Qe. rund Fachzeit. :gen wir ohne »süche Regie ’n’n- ?ariser’ Holländischen (3441 AMc- uai) ArniMM sm ieii Kreis Gießen. IVo. 139. Mittwoch, den 20. Juni 1S73 P^eis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinqerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ©rfduint tätlich mit Aufnahme deS Montags '■•r^cDifiün: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. politischer T 8 eit. chwagers 'lieh der Hofapotbeke Vertreter Rumäniens bei Ueberweisung der Circular Note'des Ministers Coaal- n rechten Flügel mceanu vom 3 Juni hinfirhtfirfo bpr w.....x...-...,® <.... m.ör »atzen >c., lieh- lillll gib ige, dass sen und ’lank- , verlegt duz. - und Bern, len prompt h Maass en »orten m ~ s2,m Schlüsse der kaiserlichen Ordre an den Cultus-Minister und den Oberkirchenrath worin der Kaiser dieselben von seiner Bescheidung auf das Entlassungs-Gesuch Hegel's benacbrichtigt, beißt es: „Indem ick Sie hiervon m Keuutmß setze, hege ich gleichermaßen die Erwartung, daß Sie nicht nur dieser Entscheidung Folge geben, sondern mir in dieser für die evangelische Kirche so kritMen Zeit auch ferner kräftigst zur Seite stehen werden." Berlin, <7. Sunt Der „Deutschen Montags-Ztg." zufolge hätten die TOT La. 1 3 . f. ..... . 7. C H* - V ' . u ! meinem ft st in der ■r Art für in kür- .usführung Aeutschland. ^dtöifldbt, 16. Juni. Ein hiesiges Blatt bringt in einem Artikel „aus Mainz eine Beschwerde darüber, daß die Anordnung einer zwölfwöchigen Landestrauer zu hart sei, weil durch die Einstellung der öffentlichen Lustbarkeiten der Erwerb zahlreicher Geschäfte schwer geschädigt werde. Diese Beschwerde beruht lediglich auf einem Mißverständniß. Nach den zur Ausführung der Bekanntmachung wegen der zwölfwöchigen Landestrauer an die Behörden ergangenen Instructionen ist die Einstellung der öffentlichen Lustbarkeiten auf ausdrück licke Anordnung Sr. König!. Hoheit des Großherzogs nur für die ersten vierzehn Tage der Landestrauer bestimmt; das Trauergeläute findet während der ersten vier Wochen der Landestrauer statt; für die ganze Zeit der Landestrauer baben die officiellen Anordnungen lediglich Bezug ans die^ Amts- kleidung der Behörden. (Darmst. Ztg.) Jugenheim, 16. Juni. Ihre Kais Hoheit, die Frau Herzogin von Edinburgh, kam am 12. Juni. Abends, von Eoburg zu Besuch auf Schloß Heil-genberg an. Höchstdieselbe war mit der Großberzoglichen Familie den folgenden Tag in Seeheim bei dem Verscheiden Sr. König!. Hoheit des Groß Herzogs Ludwig III. Am 14. Juni, Morgens, fuhr Ihre Kais. Hoheit nach Darmstadt zum Besuche Ihrer hohen Verwandten. — Se. Durch!, der Prinz Ludwig von Battenberg kam auf die Nachricht von der bedenklichen Erkrankung Sr. König!. Hobeit des Großherzogs am 13. Juni, Morgens, von Athen, wo sein Schiff sich im Augenblick befindet, auf Schloß Heiligenberg an und begab fick sogleich nach Seeheim, wo Se. Durckl. aber leider Se. König!. Hobeit den Höchstseliqen Großherzoq nickt mehr am Leben fand. brm9t tag ibiten Z-W ' ... Hierauf erschien im Zuge der mit acht Pferden bespannte Leichenwagen der Großherzog- chen Familie, der iM reichsten Schmuck von Blumen, Palmen und Kränzen prangte und zu Derrn »n»cn Seiten die zum Tragen der Allerhöchsten Leiche eomniandirten Generale und Siabsosfi- Me gingen Hofstallmeister v Millich genannt von Pollnitz und Stallmeister Namendorf ritten »r Seite. Von der G°rdeckInter°spz,e,S.C°mp°gnie wurde zu beiden Seiten des Leichenwagens Ad der nachfolgenden Allerhöchsten Herrschaften ein ambulantes Spalier gebildet, das durch »derschießende Mannschaften der Infanterie und Feldariilleri- verstärkt nnb- verlängert wurde. Hinter "em Leichenwagen schritten Seine Königliche Hoheit der Großherzog mit dem Srtgroßherzog Ernst Ludwig an der, Hand und die anderen Glieder der Grwßher,-glichen mil,e. Es kamen sodann an fürstlichen Personen Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit der °">-rinz des Deutschen Reichs Uno von Preußen, Seine Kaiserlich^Konigliche Hoheit der Erz- Ü 9 Ludwig Vietor von Oesterreich Seine Kaiserliche H-heft der Großfürst Paul von Ruß- nd, Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und der Erbgroßherzoq von Baden, der Prinz liutvold von Bayern, der Prinz Georg von Sachsen, der Erbgroßherzoq Friedrich Fran- von Auburg-Schwerin', der Landgraf Friedlich Wilhelm von Hessen, der Prinz Christian von Schleswig-Holstein. Danach folgt,» die Mitglieder der mWatistrten Häuser, des divlomatiscken k°rps und die außerordentlichen Abgesandten. * ' ' »Pwmanfchen KS Mion' ra c, Hernach ordnete sich der Zug in nachstehender Reihenfolge: Zuerst der Minister des Oroßh. Hauses, alsdann das Gefolge der Höchsten Herrschaften, die Mitglieder der beiden Kammern der Stande, die Generalität, die Ministerialpräsidenten, die wirklichen Geheimräthe, der Stadtcommandant, die Deputationen fremder Regimenter und die fremden Offiziere, die Offiziere ä la suite sowie die nicht im Dienst befindlichen und pensionirten Offiziere, die Reichsbeamten, die tzlvilbeamten und den Beschluß machten der Kriegerverein, die Schützenaesellschaft und die Turngesellschaft mit umflorten Fahnen. & b ' 1 „ ®cr Trauerzug nahm unter dem G'eläute aller Glocken und indem die Musikcorps Cho- rale bließen und die Tambours den Trauermarsch schlugen, den oben bereits angegebenen Weg nach der Roscnhohe. Jenseits des Eisenbahnviadukts an der Ringstraße schieden die nicht bei der Einsegnung zugegen gewesenen Theilnehmer aus dem Zuge aus, da nur diejenigen Personen, welche auch der E.nsegung beigcwohnt hatten, mit Rücksicht auf den beschränkten Raum der Anlagen um das Maui oleum der vorläufigen Beisetzung beiwohnen konnten. Als das militärische Couduct die Ringstraße passirt hatte, begaben sich die Truppen in eie ihnen zur Erwel,ung der letzten Ehrenbezeugungen auf den Wegen um die Rosenhöhe angewiesenen Stellungen, indem sich die Jnfanterietruppen an der Gabelung des Judenpfades und Seitersweges, die Artillerie und Kavallerie auf dem Wege aufstellten, der den Seitersweq mit der Dicburgerstrasie vcrbnidet. Nachdem dann an dem inneren Thor der Nosenhöhe, zunächst des Mausoleums, der Sarg vom Wagen abgenommcn und unter Vortritt des Oberst-Cere- moniknmeistcrs, des Ministers des Großherzoglichen Hauses und der Hofgeistlichen in das Mau- lolciim getragen worden war, wurde die Allerhöchste Leiche an ihren Ort gestellt und unter den Ehrenbezeugungen des in den angegebenen Stellungen stehenden Militär-Conductes von dem Hof- predlger Bender zur Ruhe eingesegnet. Darmstadt, 18. Jtinü Die erste Kammer wird morgen zusammkn- treten, um eine Adresse an den Großherzog zu berathen. 16. Juni. Der Kaiser bat gestern Nachmittag die activen Staats-Minister zur Verabschiedung vor seiner Abreise nach Ems empfangen. .. — Der „Reichs-Anz." schreibt: Der Kronprinz beabsichtigt ans der Rückreise von Darmstadt die Kaiserin in Coblenz und den Kaifer in Ems zu be- snchen. — Einer Mittheilung der russischen Botschaft an das auswärtige Amt zufolge ist für die Dauer des jetzigen Krieges die Küsten-Schifffahrt (Sabotage) unter neutraler Flagge für alle Arten Ladungen, ausgenommen Kriegs-Contre- bande, zwischen allen Häfen des Schwarzen Meeres gestattet. — Die Pforte bat dem deutschen Botschafter angezeigt, daß ein auf 'das ganze türkische Reich sich erstreckendes Ausfuhr-Verbot von Pferden, Mauleseln und Rindvieh erlassen worden sei. " Darmstadt, 18. Juni. Am heutigen Morgen um 9 Uhr fand, von dem prachtvollsten Wetter begünstigt, das feierliche Leichenbegängnisi Seiner Könialichen Hoheit des in Gott Muhenden Großherzogs Ludwigs III. von Hessen und bei Rhein statt. Schon lange vor der festgesetzten Stunde erfüllte eine immer medr anschwellende, mit den Bahnzügen sich stets vermehrende Menschenmenge die Umgebung des Residenzschlosses und alle Straßen, ein Zeugnisi ablegend für die Thcilnabme des ganzen Landes. Zu der Feier selbst war, während sich die Theilnehmer am Leichenzuge versammelten, als Trauerparade die gesammte hiesige Garnison ausgerückt und zwar das 1. Großh. Jufanterie- lLeibgarde)-Regiment Nr. 115 mit 3 Bataillonen, das l. Großh. DragonerlGardedragoner)- Xcgiment Nr 23 mit 2 Eskadrons, das 2. Großh. Dragoner(Leibdragoner) Reairnent Nr. 24 \ wi£- 3 Eskadrons, das Großh. Feldartillerie-Regiment Nr. 25 (Großh. Artilleriecorps) mit 6 Batterien, die Großb. Traineompagnie ohne Fahrzeuge; außerdem stand von den in auswärtigen Garnisonen stehenden Großh. Regimentern je ein Zug von 15 Rotten, zu 2 Gliedern formirt, und mit je 1 Zahne in der Parade, welche von dem Generalmajor und Commandeur der 49. Infanterie Brigade von Förster eommandirt wurde. Die Truppen-nahmen vor dem Großh. Residenzschlosse in der Art Stellung, daß sich die Infanterie in der Reihenfolge ihrer Regiments-Nummern an der Ost-, Süd- und Westseite des Marktplatzes, von L. bis über die Kirchstraße und das ehemalige Kametzky'sche Haus hinaus, mit dem rechten Flügel zunächst der Vorderbrücke des Groß. Schlosses, aufstellte. Die Artillerie nahm in der Ludwigs- straße mit der Täte nach dem Marktplatz, die Traineompagnie auf dem linken Flügel der Infanterie Aufstellnng, die Cavallerie in Colonnen, in Eskadrons auf dem Ernst-Ludwigsplatz. Fahnen und Standarten hatten Trauerflor angelegt. Um 81/4 Uhr fand in den Assembleezimmern des Großh. Residenzschlosses Empfang statt und wurden von Ihren König!. Hoheiten dem Großherzog und der Großherzogin die Mitglieder der mediati'irten Häuser, das diplomatische Corps und die außerordentlichen Abgesandten empfangen. Nachdem sodann diejenigen Personen, welchen programmmäßig der Einsegnung beizuwohnen gestattet war, durch den Ceremonienmeister in den weißen Saal eingeführt worden waren, erschienen die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften unter Vortritt des Dienstes, worauf die Einsegnung der Allerhöchsten Leiche durch den Hofprediger Bender erfolgte. Der evangelische Kirchen-Gesangverein wirkte bei der Einsegnung mit, nach deren Beendigung der Sarg unter ^ortritt des Oberst-Ceremonienmeisters durch Generale und Stabsoffieiere auf den unter dem Portale haltenden Leichenwagen verbracht wurde. Sobald der Wagen aus dem südlichen Schloßportal auf die Brücke aufgefahren war, ließ der Commandeur der Parade auf ein gegebenes Zeichen gleichzeitig präsentiren; die Musikeorps fielen ein. Nach dem Schultern trat sofort die Cavallerie, zu Dreien formirt, den Abmarsch , nn und marschirte mit dem Commandeur und einem Adjutanten an der Täte, vor welcher einige Gensd'armen herritten, über den Paradeplatz durch die Alexanderstraße, Mühlstraße, ! u c a^CJe k®* Rosenhöhe. Der Cavallerie folgte die Artillerie, die Geschütze zu einem vogebrochen, dieser die Infanterie in Sections-Colonnen, sodann die Train-Compagnie. Es daraus nn Zuge der Kammerfourier, die Hofofficianten, die Leibdienersckaft des verewigten Groß Herzogs, der Bürgermeister und die Stadtverordneten der Haupt- und Residenzstadt, Vor- lande und Deputationen der Städte und Landgemeinden in langer Reihe, die Beamten der Hof- 1 tabe ber Cabinets- und Hosamter des verewigten Großherzogs, die Kammerherrn, Kammerjunker , inb Hoffunker Die Geistlichkeit, der Oberst-Ceremonienmeister, die General- und Flügel-Adjutanten, , ter Oberst-Stallmeister. 00 x ’ 1 München, 16. Juni. Der Landtags-Abgeordnete, Freiherr v. Hafen- bradl, hat seinen Austritt aus der ultramontanen Kammer-Fraction erklärt. Andere Extreme durften diesem Beispiele noch folgen Stadt am Hof, 17. Juni. Die General - Versammlung der katholi- |chen Bolkspartei in Bayern wurde hier unter zahlreicher Be,Heiligung von ausn'arts insbesondere auch von Geistlichen, abgehalten. Die bisherigen Aus- schußnutglieder, daruitter auch Sigl, wurden einstimmig wiedergewählt, außerdem noch fünf neue Mitglieder. p Oesterreich. Wien, 16 Juni. Der „Polit. Corresp." wird ans Plosesti von heule gemeldet: Heute wird der Kaiser von Rußland den Fürsten von Serbien empfangen. Rustic erbat Audienz beim Fürsten Gortschakoff. Großfürst Aleris wurde vom Kaiser in's Hauptquartier berufen. - Dieselbe Correspondenz mel- det aus Belgrad vom 16. Ium: Auf d,e Anfrage mehrerer Pserdchändler erwiderte der Kriegs-Minister: d,e serbische Regierung mache keine Rüstungen beabsichtige daher auch keiue Mittel für Pferde-Ankäufe zu verausgaben. Da die Pforte alle ihre Truppen aus Serbien herausgezogen hat, so beließ auch die genannte Regierung nur die gewöhnlichen Grenzposten am Javor. Die diesjährigen Miliz-Uebungen sind abgesagt. ■ k "Pr-sie" berichtet aus Bukarest: Der Kaiser von Rußlaud wird 'N der nächsten Woche d,e neuen Truppen-Aufstellungen an der Donau inspiei- re": D» Fürst von Serbien wird wahrscheinlich von Bukarest nach Wien M-ldungeu, des „Neuen Wiener Tageblattes» aus Plosesti wurde Fürst M n et seiner Zukunft vom Großfürsten Nicolaus empfangen und timi Kaiser geleitet. — Demselben Blatt wird aus Konstantinopel gemeldet: Das Parlament »erlangt daß der ehemalige Großvezir Mahmud Nedim Pascha wegen angeblicher Defraudation von 6 Millionen in Anklagestand versetzt werde. .. .. vom 3. Juni hinsichtlich der Unabhängigkeit Rumäniens den Großmächten gegenüber d,e Forderung aiifgestellt, daß Rumänien keinenfalls gezwungen werde, ui sein altes Verhältniß zum Sultan zurückzukehren und daß als Princip anerkannt werde, die Unabhängigkeit Rumäniens bilde ein Friedens-Element für den Orient. Aber keine Macht, selbst Rußland nicht, habe eingewilligt, diesem Jbe-ngang- naher zu treten, und somit hätten die rumänischen Agenten nach ^"erzielen" gerichtet, daß es nicht gelungen sei, günstige Erklärungen o Der orientalische Krieg. ffrfrhp Onno-! Mischen. So, nu is jut. — Hein ist beschuldigt, der unverehltchten Henke aus ihrem " 'Rnrtpmnnnrtip pinp Wurf nennmmpn »il hohen. Rum Iroft hüt er ftC dllNN Noch 0C- Gesuch Gesuch Gesuch 11. 12. 13. des des des des eränderungen. 14. Gesuch Die Vergebung von Freistellen an der Realschule. Anstellung von Lehrern an der Realschule. Gehaltsregultrung der academisch gebildeten Lehrer an den städtischen Aufrücken einer Arbeitslehrerin in eine höhere GehaltSclasse. Gesuche um Erlas; von Schulgeld. Metzgermeisters Eduard Plank wegen desgleichen. Wirths Karl Retter um Elaubntß zur Vornahme von Bau- Rentners Karl Münch um Erlaubniß zur Aufstellung einer Decretur von Kostenrechnungen. Ausbau der Ludwtgsstraße. Vergebung von Straßenarbeiten durch Hand-Accord. Die Vernichtung der Zinscoapons für das Rechnungsjahr 1876. 6. Fristgesuche auf Communalrückstände aus 1876. 7. Gesuch um Erlaß von Communalfteuer. 8. Die Benutzung der öffentlichen Straßen mit schwerem Fuhrwerk. 9. Die Aufsicht über das Fasseloieh. Wien, 16. Juni Meldung des „Tageblatts" : Drei ru nenboote recognoscirten den Canal von Matschin und gingen bis an die Kanonen der Festung Matschin, ohne beschoffen zu werden. Der, Wafferstand der Donau ist 15 Fuß 9 Zoll über dem Normale. Petersburg, 16. Juni. Osficiell. Aus dem Hauptquartier von Plo- jesti wird vom 15. d. Mts. gemeldet: Im Laufe der letzten Tage stand Alles gut. Bei Giurgewo und Oltenitza fanden fast täglich Scharmützel mit den Türken, welche sich bei Rustschuk und Turtukai befestigen, statt. Wir erlitten keine Verluste. Heute ist der Kaiser mit dem Thronfolger und den Großfürsten nach Bukarest gereist und hat beim Fürsten Karl dinirr. Petersburg, 16. Ium. Ein Telegramm des Ober-Commandirenden der Kaukasus-Armee vom 13. Juni meldet: Gestern beschoffen uns die Türken von t en vorderen Befestigungen der Festung Kars und von ihren ^Batterien auf den dortigen aus, wurden aber durch unser Geschützfeuer zum Schweigen gebracht. Am 9. d. Mts. hat General Tergukaffoff Alaschkert, am 10. d. Mts. Sejdekan besetzt, wobei sich die Türken eilig, mit Zurücklassung von Proviant- und anderen Vorräthen, nach Kenrikew zurückzogen. Konstantinopel, 16. Juni. Das ägyptische Truppen-Contingent ist hier eingetroffen. Der Sultan begibt sich demnächst nach Adrianopel, um die dortigen Befestigungs-Arbeiten zu besichtigen. Lokal-Aiotiz. Gießen, 19. Juni. Wir lassen nachstehend die Tagesordnung für die Sladt- oerordneten-Sitzung am Donnerstag den 21. Juni 1877, Nachmittags 4 Uhr, ferner die Majorität der Kammer und prophezeite als Resultat der Auflösung, daß die Majorität, jetzt aus 363 Mitgliedern bestehend, in der Stärke von 400 wiederkehren würde. Der Minister des Auswärtigen protestirte gegen die Ausführungen Gambetta's, indem er hervorhob, daß die Beziehungen zum Auslande nicht aufgehört hätten, freundschaftliche zu sein. Hiernach wurde die Discussion auf Montag vertagt. — Gambetta wurde nach seiner Rede in der Deputirten-Kammer von einer Ohnmacht befallen ; jedoch hatte sein Unwohlsein keine ernstere Bedeutung. Rußland. Petersburg, 17. Juni. Der „Regier.-Anz." veröffentlicht eine kaiserliche Ordre, bctr. eine neue (und zwar die neunte) Emission von 6 Mill. Rubel Silber-Scheidemünze. — Die „Agence Russe" meldet: Die Zeitungs-Nachricht, ein russischer Versuch, die Donau zu überschreiten, sei von den Türken zurückgewiesen worden, entbehrt der Begründung; .bisher hat kein solcher Versuch stattgesunden. Die Donau fällt langsam. Rumänien Bukarest, 16. Juni. Der Senat hat die Emission von Hypothekar- Noten genehmigt, die sofort Zwangs-Eours bei öffentlichen und Privat-Kaffen haben sollen. Die Deputirten-Kammer hat das Uebereinkommen verworfen, wonach der Staat gegenüber dem englischen Bau-Unternehmer Crawley als Schuldner der Summe von 10 Mill. Lei erkannt werden sollte. Die Eisenbahn-Arbeiten aus der Strecke Plojesti-Dredea sind unterbrochen worden. — Fürst Milan ist gestern Abend 8 Uhr hier eingetroffen. — Der Fürst von Serbien, von Ristic und dem russischen General-Consnl Stuart begleitet, reiste heute um 10 Uhr Vormittags nach Plojesti. $)ie 9?^ fahrt findet um 2 Uhr Nachniüt.igS statt. Wien, 17. Juni. Das „Nene Wiener Tageblatt" bringt folgende Meldungen: Kladowa, 16. Juni. Der Bau von Batterien bei Kalasat dauert ort. Das Telegraphen- und Post-Bureau ist nach Galerza verlegt. Nach Cetate sind 5000 Mann abgegangen. — Krajowa. Gestern sind hier die ersten russischen Truppen eingetroffen. Nach der Timok-Mündung sind 6000 Manu, ach Turn-Magurelli 10,000 abmarschirt. In Turn-Severin und Umgebung t Seitens des Kriegs-Ministers die Ankunft von 12,000 Mann angemelder. für welche die Behörden Vorsorge treffen sollen. Akagusa, 17. Juni. Die Türken sind gestern von den Montenegrinern bei Rasino-Glavica geschlagen worden. Bukarest, 13. Juni. Gestern haben die Türken von Akpalanka aus eine vorschreitende Bewegung versucht. Die Rumänen wurden dies von Lm- perieni bei Kalasat aus gewahr und zwangen durch das wohlgezielte Feuer ihrer Batterien die Türken zum Rückzüge. forme Entscheidung verlangt habe. , .. , , Versailles, 16. Juni. Im Senate wurde eine Botschaft des Marschalls Mac Mahon durch den Minister-Präsidenten Broglie verlesen. Derselbe erinnert daran, daß der Präsident das Recht besitze, die Kammer aufzulösen. Er sei genöthigt, diese Maßnahme wegen des Meinungs-Zwiespalts zwischen ihm und der Kammer zu ergreisen. Kein Ministerium habe sich bisher behaupten können, ohne den Radicalen Concessionen zu machen und sich ihren Bedingungen zu fügen. Um sich hierfür nicht länger herzugeben, habe er beschlossen, eine Auflösung der Kammer zu verlangen. „Ich hätte damit bis zur Genehmigung des Budgets gezögert, allein die Agitation, welche im Lande von den Deputirten, welche die bekannten Adressen unterzeichneten, heroorgerufen wurde, durfte nicht länger fortdauern. Die Deputirten dürfen nicht erstaunen, daß sie vor das Urtheil des Landes, an welches sie sich wendeten, gerufen werden. Ich beschränke mich also darauf, die Kammer nur um die Abstimmung über einige dringende Gesetzvorlagen zu ersuchen. Ich werde mich mit Vertrauen au die Nation wenden. Frankreich will nicht, daß im Jahre 1880 eine Revision der Verfassung stattfinde, wodurch Alles deöorganisirt werden würde. Frankreich wird meinen Absichten Gerechtigkeit widerfahren laffen und die Vertreter wählen, welche mich zu unterstützen versprochen." Die Bureaux des Senates werden übermorgen den Antrag auf Auflösung der Kammer prüfen. Versailles, 16. Juni, Abends. In der Deputirten-Kammer verlas der Minister des Innern, Fourtou, eine der im Senat verlesenen Botschaft analoge Erklärung. Hierauf begründete Bethmont die von der Linken gestellte Interpellation und griff dabei das Ministerium an, welches er als aus einer ohnmächtigen Coalition hervorgegangen hinstellte. Fourtou erklärte: Das Land wird seine Entscheidung aussprechen zwischen der Kammer und dem Marschall Mac Mahon. Der Opportunismus ist ein geduldiger Radikalismus. Der Act vom 16. Juni hat die Gesellschaft gerettet und bedroht durchaus nicht den äußeren Frieden. Sodann erhob Gambetta gegen das Ministerium die Anklage, daß es ultramontan und dem Auslande verdächtig sei; derselbe rechtfertigte — cAus dem Berliner Gerichtssaal.) „Morjen", mit diesem freundlichen ^ruß nahm Herr Hein, Arbeiter, 33 Jahre alt, mit einem kleinen Höcker auf feinerAcevrfel^e und einem gernüthlichen Lächeln auf dem Gesicht, aus der verhängnisvollen Banr am Molkenmarkt Platz. „Morjen, Fritze", nickte er dem Freunde zu, der im Pubicum saß. Fritze dankte freundlichst. Präsident: Stehen sie auf, Hein. Angeklagter. ^eyr gern; ick sage Ihnen aber, heite is et mal heeß, ick will mir man bloS den Stooo ad- olgen; 1. 2. 3. Schulen. 4. 5. 15. Hamm. 16. 17. 18. 19. Portemonnaie eine Mark genommen zu haben. Zum Trost hat er sie dann noch geprügelt. — Präs. Bekennen Sie sich schuldig? Singefl. Wo ick mit ihr schon fctt jusamrnenlebe, wenn zwee zusammen sind, wer verdient det Geld; ick oder sie. öte oen janzen Dag spaziren losen un cffen un drinken, nee bet können Se nich stoben. D t war Allens mein Geld un noch oille mehr. — Zeugin. Wat, Du oller Rumtrerder, alle Dage kommst Du betrunken nach Haus un ick muß mir schinden sor xjtr, liederlicher oller Kerl Du. ©loben Sie ihm nicht, Herr Gerichtshof. — Angett Jufte, rege Dir nich so uff. ick wer Dir ja schon beruhigen. Herr Gerichtshof, stoben Le die nischl, die lügt wie gedruckt. - Zeugin. Nee, er lügt, und dabet fängt sie zu weinen an. Anßekl. winkt der Zeugin zu, sei doch man stille, hier vor bk fremde Leite. Zu Hause gibt et en Beruhtgungsmittel. Der Gerichtshof gewinnt nach der V-rnehmung noch eines Zeugen die Ueberzeugung von der Schuld des Angeklagten und bestraft ihn mit 14 Tagen Gefängmß. Komm Fritze, sagt er zum Freunde im Publikum, det hi.ft Bretterbude in der Ludwigsstraße aus Anlaß seines Neubaus. Gesuch des Friedrich Rosenbaum um Erlaubniß zum Bauen auf dem Arankreich. Paris, 17. Juni. Von den neun Bureau; des Senats sind sechs für die Auflösung der Deputirten-Kammer; man glaubt, daß der Senat am Mittwoch über die Auflösung beschließe» werde. Versailles, 16. Juni. Kammersißung. Der Minister des Innern, Fourtou, macht der Kammer die Mittheilnng, daß der Präsident der Republik dem Senate seine Absicht kundgegebeu, die Kammer aufjulosen und dessen con- — Aus Larisia: Am 13. d. Mts. fand zwischen Aufständischen und türkischen Rediss bei Larisia em Kampf statt, in dem Oberst Zia Bey gefallen ist. Wien, 17. Juni. Das „Tageblatt" meldet ans Bukarest: Ristic Katie .ine einstündige Besprechung mit Fürst Gorlschakoff, welcher den Rath eriheilte Serbien möge in seiner Reutraliiät verharren. In diesem Falle könne Rußland seiner Zeit sür Serbiens Jntercsien wirken. Der Czar hat den Fürsten Milan sehr wohlwollend empfangen, ließ jedoch die Frage einer etwaigen Betheiliaung Serbiens am Krieg unberührt. Das „Tageblatt meldet ferner ans Belgrad, daß der französische Consul Patin in Serajewo bereits ange- kommen ist. 10. Die Quellwasserleitung betr. Bauunternehmers Krausgrill um Bauerlaubniß. abgesetzter Schutzheiliger. Pastor Fliedner, der bekanntlich dir^Anstalt zu Kaiserswerth leitete und längere Zeit in Spanien weilte, veroffentl cht m ,e nen „Blättern aus Spanien" ein interessantes Staatsbocument, das aus ^uenoS Ay es stammt. Dies authentische Dokument entsetzt den bisherigen Schutzheiligen, den yemgen Martin, als untauglich, seines Amtes und ernennt an feiner Statt zum Pa.ron von Buenos-Ayres den Gründer des Jesuiten-Ordens, Ignatius von Loyola. Es lautet. „Buenos-Ayres, 31. Juli 1830. Die Regierung, in Anbetracht: D Ml btefc ®tabt seit ihrer Gründung unter den Schutz eines Franzosen, des hl- Mastinu8 von Tours gestellt ist, der bis beute nicht vermocht bat, sie von dem periodischen Schariachsiever, Iber Dürre und beständigen Epidemieen zu befreien, welche ohne Aufhoren unser Feto, Vermischtes. Worms, 13. Juni. Dieser Tage lief durch eine große Anzahl von Zeitungen die Mittheilung, daß der 70jährige General v. Bose bei der Jnspection des hier gar- nifontrendeu Bataillons mit großer Eleganz über einen Turnbock gesprungen sei, nachdem dieser Sprung nicht nur den Mannschaften, sondern auch den Unteroffizieren und Dem Lieutenant mißlungen. Das an sich ja ganz schöne Geschichtchen ist zwar hübsch erfunden, leider ist an demselben aber nicht ein wahrer Buchstabe. — Conseroirung der Eier. Nach den Unterfuchungen von Sacc sind die bis etzt oorgeschlagenen Methoden, Eier zu conseroiren. zwar sämmtlich mehr oder weniger rrauchbar, allein bei allen Verfahren leibet gleichwohl der Geschmack. Ein gutes Verfahren, Eier, selbst für längere Zeit, haltbar zu machen und wohlschmeckend zu erhalten, besteht nach seiner Ansicht darin, daß sie mit Paraffin überzogen werden. Zu 3000 Eiern soll ein Kilo Paraffin genügen. Während nichtparaffinirte Eier «»Gewicht allmälig abnehmen, bleibt dasselbe bei paraffinirten Eiern monatelang conftant. Um aber Eier vermittelst dieser Methode haltbar zu machen, ist es vor Allem noth- roenbtg, daß wirklich frische und gesunde Eier mit Paraffin behandelt werden; im anderen Falle wird die bereits begonnene Zersetzung dennoch weiter fortschreiten. Sacc empfiehlt dieses Verfahren nicht allein sür Speifehäuser, sondern schreibt ihm einen besonders hohen Werth zu für Verproviantirung von Truppen und für die Marine. £>o verarbeitete Eier sind frischen ganz ähnlich und gaben nur ein etwas blankeres Aussehen, da Die Poren mit Paraffin gefüllt sind. Auf diese Weise haltbar gemachte Eier können natürlich nicht mehr als Bruteier benützt werden — Eine originelle Heilung eines Hypochonders. In Danzig lebte zu Anfang der vierziger Jahre em Canzleirath, dessen Hypochondrie oft sehr bizarre Formen an- , nahm. Eines Tages trat der Hausarzt mit der gewöhnlichen Frage nach seinem Befinden an sein Bett. — „Wie icy mich befinde? Weich' alberne Frage an einen Tobten. — „Todt? das wäre ja fatal! Gebet einmal die Hand!« Der Doctor prüfte kopfschüttelnd den Puls. „Allerdings", begann er, „der alte Narr ist endlich tobt; blesen Nachmittag will ich sehen, ob er Spreu ober Hirn in seinem Affenschädel bat. „Jetzt Riekchen", wandte er sich an die Tochter, „können Sie doch einmal ben Lieutenant v. B. hetrathen, den der alte Canzleibock nicht leiben konnte; holen Sie einstweilen eine Flasche von seinem alten Rothwein." — „Der Kukuk soll euch Allen die Halse um- orehen, ihr heilloses Volk!" schrie der Todte plötzlich und sprang aus dem Bette, „schluckt Scheidewasser und Stetnöl, aber laßt meinen Rothwein liegen.' Dieser fürchterliche Ausvruch des Zornes hatte ihn für immer furirt, aber den Doctor konnte er seit der Zeit Nicht mehr leiden. , , . — Zwei junge Frauen fangen in einer musikalischen Gesellschaft ein Duett. Ei» Fremder, der wohl schon besseren Sang gehört hatte, wandte sich fast unwillkürlich an seinen Nachbar: „Singt die Weiße", sagte er, „nicht zum Davonlaufen— --Jcb bitte um EntschnlOlgung", antwortete dieser, „ich bin hier nicht unbefangen genug, es »st meine — Schwester." — „Erlauben Sie, ich wollte sagen die Blaue. „ haben Sie Recht", war die Antwort, „der hab ich eS selbst schon oft gesagt , tft 1 aigmchn, tIe«L N,ch er die erften SS ontcnfgtinera galant« M, Don Lj„, Wt feier • ftt bie Stabt; ttags 4 Uhr, bt« städtisches werk. 'iß. chen. ihme von Sau: Wellung einer Bauen auf dem 1876. von Zeitungen n des hier gar- ungen sei, nach« terosfifeen und ist zwar hübsch cc ft ab die bis j chr ober weniger ®:n gutes Ver- chmeckend zu er- . atn rotrbtn. Zu rte 6!tr an M- | tdang conftanL or Allem nolh- tt werben; im >MMn. Lacc idi ihm einen dr- die Marine. 2o Rankeres Aussehen, achte Eier können lebte zu Ansang r larre Formen an- M W*5. \ an einen Tobten. octor prüfte köpf- j i»ii4 tobt; b* l iäoel bat i.W d-n Lieutenant,v- , "inftweilen eine i aus dem W en." Dieser M' Soctot konnte er rt(f .in Duett- \ st/nK^Jch i nlaufenl . Ä -sangen M Pa K" -ttl vffiS Äd 'S«®* i ütl r(0V Dir, DU s&s; KS- x-l-K; w ^©rünbera, 16. Juni. Weizen X 12.86, Korn X 10.65, Gerste X 9.16, Hafer X 8.66, Samen X 16.50, Kartoffeln X 4.47. (Alles per 5O Kilo oder 1 Ctr.) Frankfurt, 18. Juni. (Fiuchtdericht.) Unser heutiger Markt war abermals flau, das Angebot von hiesigem Landweizen mehrt sich jeden Tag; fremde Sorten nichts gehandelt. Französischer Roggen X 20.50 übrig, russischer unverkäuflich Gerste umsatzlos. Hafer sehr ruhig. Am Mehl-Markt keine Aenderung. Futterstoffe flau. B Mehl Nr. 1 X 43, Nr. 2X 39, Nr. 3 X 35, Nr. 4X31, Nr. 5X25, Roggenmehl o/i (Berliner Marke) X 28, do. II. (Berliner Marke) X 23, Weizen, effectiv htes^ ab Bahnhof hier X 26.75, ab unserer Umgegend X 26.-26.25, fremder ;e nach Qualität X 22—26, Roggen je nach Qual. X 18.—20.50, Gerste X19—21.—, Hafer X 13—17.—, Kohlsamen fehlt, Erbsen X 21 bis 24, Wicken X ^ ^0, Linsen X 21 bis 30, Rüböl, detail, X 68. Stimmung fehlt. (Die Preise verstehen sich sämmtlich —lOOKilo.) Die von Köln heute gemeldeten telegraphischen Weizen 30—40 4 niedriger, Roggen 15-20. Flau. Prachtwetter. Handel und Verkehr. Frankfurt, 16. Juni. Der heutige Heu-u. Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner X 4—5.25, Stroh per Centner X 4.— bis 5.—. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qualität X 1.10, 2. Qual. X 1 —, im Kleinhandel!. Qual. X1.30, 2. Qual. X 1.15-20. Eier, gewöhnliche, das Hundert X 4.50, italienische X 5.60. Kartoffeln X 8-9. Frankfurt, 18. Juni. Der heutigeViee,markt war gut befahren. Angetrieben waren: 430 Ochsen, 200 Kühe und Rinder, 212 Kälber u. 200 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qualität X 64-68, 2. Qual. X 58—60, Kühe und Rinder 1. Qualität X 54—57, 2. Qualität X 46—51, Kälber 1. Qual. X 52, 2. Qualität X 40-46, Hämmel 1. Qual. X 50-55, 2. Qualität X 40—50. Schweine 60 H untere Erndten und Heerden zerstören, noch die außerordentlichen Ueberschwemmunaen ! unteres Flusses zu verhindern, die jährlich so verheerend wirken, endlich, daß die Pocken in Folg? der Erfindung der Jmpsung zu verschwinden anfangen, wahrend unser Patron nie das Geringste gethan, um uns von diesem Elend zu besreien, und daß wir, um die Einsätle der Indianer zu bekämpfen, zuerst zu der heiligen Jungfrau von fiu,an und bann zu der Jungfrau vom Nofenkraui, zu der Gnaden und zur heiligen Clara, die ebenfalls Jungfrau, unsere Zuflucht nehmen mußten und mit ihrer Hülse siegen konnten, während der Franzose, unser Patron, gletchgiltig im Himmel blieb, ohne uns im Geringsten beizustehen, wie es doch seine Pflicht gewesen wäre; 2) daßi er uns heute verläßt, wo fein Schutz mehr w>e je nöthig wäre, während der heilige Ignatius von Loyola mit jenem eilen und ritterlichen Heldenmu h, der ihn kennzetchnet, aus Liebe zu dem Lande, das er erobern und bevölkern geholfen, und wo feine Sohne einträglich Missionen gegründet, uns in den letzten sechs Monaten geholfen hat, »le er früher mst der Jungfrau vom Rosenkranz im Vereine ein englitches Heer von I l ooo Mann am 5. Juli 1807 vernichtet hat und am 31. Juli des vorigen Jahres, dem Jahrestage jeiiür fiimmelfabrt das französische Geschwader gezwungen hat. die ungerechte Blokade, d t e" w l r erlitt en, au sz u h e b e n; 3) daß es bte Pflicht der Regierung ist, welcher die All: macht d es V o Ikes^ an vertraut ist, zu Gunsten des Volkes die Verwaltung von untauglichen Dienern des Staates zu reinigen; 4) baß bte Dienste, geleistet durch den berühmten Soldaten Ignatius von Loyola im verflossenen Jahre und die, welche, wie wir hoffen er uns jetzt leisten wird, um so verdtenstltcher sind, weil sie freiwillig gewesen und daß er außer allen diesen Verdiensten sich heute in unserem Staate wohnhaft und mst HauV und Familie (den Jesuiten). eingebürgert befinbet aM ^xv Lasten die der fremde Schutzheilige, welchen wir bisher gehabt, nicht besitzt, 5) in Anbetracht aller dieser Gründe verordnen wir: Artikel 1. Da der Franzose, Martin Don Tours, der bis heute der Patron dieser Stadt gewesen, das Vertrauen des Volkes und der Regierung verloren hat, so wird er hiermit für immer von dem Amtt eines Beschützers von Buenos-Ayres entsetzt; eine Maßregel, die wir ^r die öffentliche Sicherheit für nothwendig halten. Art. 2. In Anbetracht der Dienste des herll Ignatius von Loyola gewähren wir ihm eine Pension von eurem Pfund Wach kerzen und einer Messe, die an seinem Festtage in der Kathedrale gesungen werden soll. Art-3. Der naturaltsirte Bürger Ignatius von Loyola wird zum Patron dieser Stadt ernannt mit dem Range und Würden eines Feldmarschalls der Republik und mit dem Abzeichen eines Generals. Art. 4. Alle seine Söhne werden von letzt an dasselbe Abzeichen -t.aaen und für immer eine Pension von 120 X monatlich genießen- Art- o. ^e. M? reflenj der heilige Patron wird alle Jahre in der Kalhedrale die so Slunben Andach uedst Predigt erhalten, deren sich sein Vorgänger erfreute. 6 91 n feinem Refttaae Ringe und Braten mit Rüben auf dem Markte geben unter Musikbegleitung von afrfcr kanischen Banden, die ihre Nationaltänze aufführen. Art. 7. Seine Einführung wird am 1. Januar nächsten Jahres in der Kathedrale in Gegenwart der Regierung und aller Cioil- und Militärbehörden stattfinden unter folgendem Ceremontell" Von diesem „Ceremontell" bringen wir nur den Schluß; er lautet: Einer meiner ersten Officiere wird -in Vertretung des Staatsmtntsters eine Rede halten, die er vorher auswendig gelernt bat, in dem Augenblicke, wo er dem Patron den Feldherrnstab als Zeichen seiner Würde eingehändigt. Don Juan Manuel de los Rosas nannte sich der berühmte Diktator, Verfasser dieses Dokumentes und „damit keiner mich der Erfindung beschuldige", sagt der Verfasser der „Blätter aus Spanien", gebe ich meine Quelle an: die Zeitschrift „Madrid literario" vom 26. November 1876. . Art. 6. An seinem Festtage Iper 200 Pfund Zollgewicht — :?r'b e^allj'ähUl''chhinlerrinäi/b7r öff«"Uum^i^ Feuerwerk, u^Courfe lauten 1 Weizen 30- Gothaer Cervelatwurst, Nene Mali es Häringe 336™° QU°lltät' e™Gn hWilh. Weiblg. empfiehlt (2949) Emil Fischbach. 3361) 6g. Wilh. Weidig. empfiehlt 1/4 Originalpaket C. F. Semmler in Giessen. mit Logis per 1. August zu VUvvIl vermiethen. Lit B. 21. (2048 in Passau. 927) Emil Fischbach. ■2950) ä X 0.25, ä X 0.50, a X 1 —, V- V1 zu haben bei 3469) Kinder-Wagen mit Patent- Rädern empfiehlt in großer Auswahl LouiS Senner. 3442) Ein braves Mädchen, welches kochen kann, wird auf 25. Juni gesucht. H. M. Jughardt, Marktstraße. Besondere Bekanntmachungen In unserem Firmen-Register ist heute folgender Eintrag vollzoaen worden: Conrad Wernhard Dietz II. zu Gießen hat sein bisher unter der Firma „,C. W. Dietz" geführtes Geschäft mit allen Acttven und Passiven unterm Gestrigen an seine Ehefrau Elisabcthe, geborne Hoffmann, abgetreten, welche dasselbe unter der seitherigen Firma weiter führt. Gießen, den 14. Juni 1877. Großherzoglichcs Stadtgericht Gießen. Bötticher.(3463 Chlorkalk, Eisenvitriol, (33°7 Carbolsäure, flüssig, sowie in Pulver. Für Hautleidende! Hautausschläge aller Art, besonders aber Salzfluß an den Füßen, trockene und nässende Flechten, Grindausschlag, Haar- und Juckflechten, heilt laut vielen Anerkennungen selbst in den hartnäckigsten Fällen bei genauer brieflicher Mittheilung, Apotheker C. A. Gabler, Universal- Reinigungs - Salz. 3283) Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden. Fr. Miller II., SpecialiM in Bau-Artikeln empfiehlt Forbacher Formziegel von (.ehr. Couturier, als anerkannt bestes und billigstes Deckmaterial. (1230 Wanzentittktur vertilgt fofort Wanze mit Brut. ä Fl. 50 Erfolg gfirantirt. Niederlage bei 3464) Carl Hoffmann. 3476) Einige Meter Pflastersteine zu verkaufen. Näheres bei I Blttz 3398) Wegen Ueberproduction habe ich MOO Stück weiße Leinwand zu verkaufen. - Gute kräftige Waare mit Handgespinnst ä Stück 74 Ctm. breit, bO Meter lang, 101/z bis 11 Kilo schwer nur 37 JL. 50 Sende auf Verlangen 1/2 Stück per Post oder 2 Stück per Bahn franco gegen Nachnahme. Muster von obigem und anderen derartigen Artikeln meiner Fabrikation tnb ebenfalls zu haben. Aufträge werden unter Adresse: F. W. K., postlagernd Zlttau m Sachsen erbeten. [H. 365 bm.] Schwämme wah^l zu billigen Preisen, empfiehlt 3360)__Gg. Will) Weidig. Toilette-, Bade-, Kenster- und Pferdeschwämme in größter Auswahl empfiehlt Feinsten Schwester, Mmburger u Rahm-Käse ; empfiehlt Gg. 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Zu erfragen bei der Exped. dieses Bltts. 3044) Einige Hundert Fuder Stroh- eile zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. _________________________________ 3046) Ein HauS, mitten in der Stadt gelegen, worin schon längere Zeit eine Restauration betrieben worden, und welches sich sehr gut zu einer Weinhandlung oder einem Liqueurgeschäft eignet, ist unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei ____________I. Blitz. 3423) Eine Partie Mist ist abzugebcn bei_________________M. Rosenthal. 3430) Mehrere Schränke, Kommoden, Nachttische u. s. w. sind zu verkaufen bet _________Schreinermeister Tränkner II Hängematten empfiehlt (3469) Louis Senner. Zu vermiethen: Eine Familienwohnung, bestehend aus 4 Zimmern mit Zubehör, sowie zwei möblirte Zimmer. Bismarckstraße B. 170,12. (3339 3156) Ein geräumiges Mansardenlogis mit allem Zubehör an eine ruhige Familie zu vermiethen. B- Kann Wittwe, Frankfurterstroße. Cirr Bäcker gesucht, der selbstständig arbeiten und Vorzügliches leisten kann. Offerten sub 8. 500 postlagernd Schotten.(3295 Anerbieten. 3312) Ein Mann, der eine leserliche Hand schreibt, erbietet sich zum Abschreiben von Acten u. dgl. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d. Bltts. Oberhessischc Eisenbahnen. < Etz soll die Lieferung und Anfuhr von 500 Cbm. Lahnkies nach Station Gießen vergeben werden; Angebote sind bis zum 28. b. Mts. auf dem Büreau des Unterzeichneten abzugeben, woselbst auch die Eedingnngen einzusehen sind. Gießen, den 16. Juni 1877. (3468 . Stegmayer, Sektionsingemeur. , Wersteigerung. Mobilien - Versteigerung. Mittwoch den 20. und Donnerstag den 21. Juni, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich in meiner Wohnung auf dem Marktplatz: 18 vollständige Betten, 3 Eommoden, 4 Kleiderschränke, 1 Sopha, 10 Waschtische, 12 Nachttische, 8 Spiegel, 1 Wayer- ftüiibcr, 40 eiserne Gartenstuhle, 12 Gartentische, 1 Büchergestell, Bettvorlagen, Wasserflaschen, Leuchter, Glaser rc., '.netstbietend gegen gleich baare Zahlung versteigern. u . ,, Die Gegenstände können an demselben Tage Vormittags von 11-12 Uhr einge- ieben werden. Gießen, im Juni 1877. <3075 H. Schnell. 3473) Zwei anständige Arbeiter können Logis erhalten. Näheres in der Exped- dieses Bltts. _____________________________ Zu mietheu gesucht ein Logis mit Laden und Werkstätte; oder ein ganzes Haus. Näheres in der Exped. d. Bltts.(3467 Aeilgeöotenes. 3471) Ein starkes Zugpferd verkauft _______________Karl Euler, Neustadt. Ein Kinderwagen, f einsitzig, nur wenig gebr nicht, ist billig zu verkaufen- H. Wagner, bei Uhrmacb.v Scharmann. Schloßaassc. Aermietyungen. 3462) Logis zu vermiethen. ____________________Alicenstraße Nr- 101. 3465) Zwei Familtenlogis per 1. August zu vermiethen bei Jacob Thomas, ____________________Sch'ffenberger Weg. 3477) Zwei inetnandergehehende unmö- blirte Zimmer auf dem Seltersberg sind zu vermiethen. Näheres bei _______________________I Blitz. 3390) Das seither von Frau Pfarrer Köster bewohnte Logis in meinem Nebenhause ist anderweitig zu vermiethen und kann am 1. August bezogen werden. Christiane Küchler. Ein möbltrtes Zimmer zu vermiethen. Asterweg Lit. A N-. 108. 3452) Ein möbltrtes Zimmer mit Cabi- net zu vermiethen im „Caf6 Klein." 3474) Ein unmöblirtes Zimmer zu ver- mietben. Wo? sagt die Exoed, d- Bltts. 3419) Das Heugras von 5 Wiesen habe ich im Auftrag zu verkaufen. _______________Fr. Semmler. Maljes - Häringe empfiehlt (3461) Gg» Wilh» Weidig. Frische Smöum] Ludwigsbrunnen-, Selters- u Schwalheimer Mineralwasser ist eingetroffen. (3160 EL Schmall, Heff. Hof. 3432) Eine prachtvolle Peuduluhr und ein schönkpieleudeS Musikwerk wird billig abgegeben. Von wem? sagt d. Exped. d. Bltts. Oelgemälde werden rctoucbirt und gefirnißt. Wo? sagt die C^P- d. Bltts. Zur geft. Beacht uny / 3425) Einem geschätzten Publikum die ergebene Anzeige, daß ick mein Geschäft im Basiren, sowie chirurgischen Funktionen, mit 1. Juli wieder eröffne. Durch prompte und aufmerksame Bedienung hoffe mir das Vertrauen meiner werthcn Kunden wieder zu erwerben und bitte um gefl. Zuspruch. Achtungsvoll Ferd. Schmidt. F. Petzold in Dresden, A Itmarkt 25, j empfiehlt sich Haar-, Kopf-, Bandwurm-, Magen-, Hämorrhoidal- u. Gicht-Leidenden. Das Ausfallen der Haare wird bei noch nickt z> alten Fällen schon m 14 Tagen, bei alleren Fällen ia einigen Wochen vollständig beseitigt und in i-2 Monaten das Wachsthum derselben befördert. Auch stelle ich auf ganz kahlen Stellen, wo noch Flaum vorhanden ist, in einigen Monaten wieder vollständigen Haarwuchs her. Ich versichere zugleich, daß ich Niemanden zu einer Kur rathe, wenn ich sehe, daß nicht mehr zu helfen ist, und wird für den Erfolg garantirt. Auch beseitige ich das lästige Jucken auf dem Kopfe, sowie Schuppen und' Schinnen, welches immer der Anfang aller Haarkrankheiten ist. Bandwurm wird binnen 2 Stunden ohne Kousso, Kamella, Granatwurzel unter Garantie ohne jede Vor-, Hunger- oder Häringskur mit den: Kopf vollständig gefahr- und schmerzlos mit einem Löffel Medicin beseitigt ui d kann bet Kindern von 2 Jahren schon angewendet werden. Muthmaßliche Kennzeichen, ob Bandwurm vorhanden ist: Bläffe des Gesichts, matter Blick, blaue Ruige um die Augen, Abmagerung, Appetitlosigkeit abwechselnd mit Heißhunger, Verdauungsschwäche, Uebel- keit, sogar Ohnmächten bei nüchternem Magen oder nach gewissen Speisen, Aufsteigen eines Knäuels bis zum Halse, starkes Zusammenfließen | des Speichels im Mlinde, häufiges Ausstößen, Sckwindel und öfterer I Kopfschmerz, Mattigkeit in den Gliedern, zumal beim Treppensteigen, | Herzklopfen, unregelmäßiger Stuhlgang, Jucken im After, Koliken, I Kollern und wellenförmige Bewegung, dann stechende und saugende |g Schmerlen in den Gedärmen u. dgl. m. Hämorrhoiden in den schlimmsten Fällen werden in einigen ■ Wochen vollständig beseitigt, und wo man noch nicht sicher weiß, ob sie vorhanden, haben sie folgende Vorboten: Magendruck, Säure- und Luft- B entwickelung, Ausstößen und Sodbrennen, stets belegte Zunge, unregel- 8 mäßiger Stuhlgang, Verstopfung m t Druckgefühl zwischen Magen und | Nabel, vollblütige Spannung und Auftreibung zu beiden Seiten des Magens, Anschwellung von Leber und Milz, Neigung zu Verdruß, Zorn und Hypochondrie, Empfindlichkeit gegen Tempkraturwechsel, starkes Jucken im After. Magen-, Rheumatismus- u. Gichtleiden, selbst in den schlimmsten und ältesten Fällen, wird vollständig beseitigt. Ich bitte ein geehrtes Publikum, Vertrauen zu meinen Kuren zu haben, indeni ich nie zu einer Kur rathen werde, wenn ich sehe, daß keine Hülfe möglich ist. Tausende geheilt. Briefe bitte unter obiger Adreffe zu senden. Ich bin in Gießen nur Sonnabend d. 23. d. 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