1S?9. Sonntag, den 19. August No. 191 Kichener 'Zimciger Aykige- uub Amtsblatt für btn Kreis Gießen kLmpfung der Reblaus stattgefunden, an welchem stch auch drei Kommissare Wochenübersicht. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. B o e k m a n n. VveiS vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Kaiser Wilhelm ist am 10. d. von seiner diesjährigen Badereise außerordentlich gekrästigt in Babelsberg wieder eingetroffen. i Aus dem Gebiete der inneren Reichsangelegenheiten tst es ziemlich stille ( gewesen- Nur in dem Laboratorium des Reichsgesundheits-Amts, herrsch!, seitdem der Reichskanzler dasselbe aufgefordert hat, seine Aufmerksam- , feit der Verfälschung der Nahrungsmittel und Getränke zuzuwenden und vor j allen Dingen das Trinkwasser der großen Städte, sowie Bier und Wein einer chemischen Untersuchung zu unterwerfen, eine lebhafte Thätigkeit. Der in ; Darmstadt abgehaltene Delegirtentag des Vereins selbständiger Handwerker und Fabrikanten Deutschlands hat diesmal weniger Erregtheit über die ' gesetzgebenden Faktoren des Reichs gezeigt als im vorigen Jahre und hauptsächlich über die Lehrlingssrage verhandelt. In den preußischen Ministerien war man mit Fertigstellung der Vorlagen für den Landtag beschäftigt. Ein im Cnltus-Ministerium ausgearbeiteter Entwurf zu einem Kirchhofsgesetz stellt sest, daß die jetzigen kirchlichen Begräbnißplätze nicht expropriirt, aber auch nicht erweitert oder durch neue ersetzt, die neu anzulegenden Friedhöfe vielmehr den städtischen Gemeinden unterstellt werden sollen. Aus dem Bereiche des Culturkampfes ist diesmal Mancherlei von Bedeutung zu melden. Der Muttergottes-Schwindel wird immer epidemischer. Nicht nur, daß der Besuch Marpingens, von wo neue angebliche Wunderhei. lungen berichtet werden, noch fortwährend zunimmt, die Muttergottes soll nun auch in Michelsberg bei Illingen, und zwar diesmal in Begleitung des lieben Herrgottes selber, Vorstellungen geben. Dagegen hat das Zuchtpolizeigericht li> Saarbrücken den Kaplan Kickertz von Eppelborn wegen Beihülfe zu dem Betrüge, den die berüchtigte Blutschwitzerin daselbst vor zwei Jahren verübt hatte, sowie wegen anderer unsittlicher Handlungen zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt. Bemerkenswerth ist auch eine Entscheidung des Obertribunals, »rvnach katholische Lehrer zur Ertheilung des Religionsunterrichts in den Volksschulen verpflichtet sind, auch ohne daß sie die sog. missio canomca erhalten haben. Die Ultramontanen sind aus Anlaß der zahlreichen Collistonen ihrer Parteigenossen mit den Gerichten neuerdings auf den Gedanken gekommen, den der Abg. Windthorst aus einer Versammlung des westfälischen Bauernvereins in Münster weiter entwickelt hat, einen „allgemeinen Rechtsschutzverein für die Katholiken Deutschlands" zu gründen. Neben den Gerichten fahren übrigens auch die Regierungen fort, dem Ultramontanismus gegenüber ihre Schuldigkeit zu thun. In der Provinz Posen treten sie dem Treiben der zahlreichen Waw dervtcare. welche als Vertreter beseitigter Pfarrer sungiren, meist aber unter angenommenen Namen als Wirthschaftsbeamte, Viehhändler u. s. w. austreten, kräftig entgegen. Die Düffeldorfer Regierung hat den Beschluß der Crese der Stadtverordneten betreffs Umwandlung der dortigen Volksschulen in siebenklassige paritätische Schulen erfreulicher Weise genehmigt. Eine in Breslau stattgehabte Versammlung „staatstreuer" katholischer Geistlichen war von nur 14 Personen treten ist. Gießen, den 16. August 1877. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags, ^xpe-itio«: Schulstraße, Lit. v. Nr. 18. Deutschlands betheiligten. _ Oesterreich-Ungarn hat zwar alle Vorkehrungen zur Beschaffung der zu einer Mobilisirung eines Theils seiner Armee erforderlichen Geldmittel getroffen, es ist aber unter den gegenwärtig obwaltenden Verhältnissen gluck- llcher Weise weniger als je in der Lage, dieselben in Anspruch nehmen zu müssen. Zu den Bemühungen der südslavischen Stämme, die Regierung aus die Seite Rußlands zu drängen, treten neuestenS auch — wider Willen freilich — die Agitationen der Polen in Galizien hinzu. Selbst in Ungarn scheint demnächst ein Umschlag der bisher sehr ruffensetndlich gesinnten öffentlichen Meinung in Aussicht zu flehen. Bemerkenswerth ist jedenfalls, daß die Generale Klapka und Türr im geheimen Einverständniß mit der Regierung im Lande her umreisen, um die Sympathieen der Bevölkerung für die Türkei zu mäßigen und dieselbe mit dem Gedanken an eine radicale Umgestaltung der Dinge im Orient vertraut zu machen. Die am 6. d. in Wien wiedereröffueten Confe- renzen zwischen den deutschen und österreichischen Commiffaren zum Abschluß eines Handelsvertrages haben bisher einen günstigen Verlauf genommen. Im englischen Parlament wurden letzthin erneuerte Versuche gemacht, die Regierung vor dem Schluß der Session noch einmal zu bestimmten Erklärungen über ihre Orient-Politik zu veranlaffen. Die Minister erklärten indeß im Oberhause sowohl wie im Unterhause, daß Erüterungen über den gegenwärtigen Stand der Dinge nur Schaden bringen könnten. Da Lord Beaconsfield zugleich die Bemerkung htnzusügte, er habe keinen Grund zu zweifeln, daß Rußland die Bedingungen, welche die englische Regierung für ihre Neutralität ausgestellt habe, loyal beobachten werde, so ließen die Führer der Opposition ihre Anträge fallen, indem sie ihrerseits die Ueberzeugung aussprachen, daß die Regierung Nichts thun werde, was das Land in einen Krieg verwickeln könnte. Die plötzliche Rückkehr des englischen Militär-Bevollmächtigten, Obersten Welleeley, aus dem russischen Hauptquartier scheint den Zweck zu haben, die russische Armee gegen die Vorwürse einer barbarischen Kriegführung zu verthel- digen. Die Ernennung des bisherigen Secretärs des Schatzamtes, Smith, zum Marine-Minister hat den vollen Beifall des Parlamentes und Landes f H Auch die Nachrichten aus dem außerpreußtschen Deutschland schlagen theil- weise in das Gebiet des Culturkampses ein. In Bayern hat sich unter dem Namen einer katholisch-patriotischen Partei eine Art Mittelpartei zwischen der Patrioten- und der katholischen Volkspartei gebildet. Die hessischen Ultramontanen haben beschlossen, ihrem verstorbenen Bischof Ketteler ein Denkmal tm Mainzer Dom zu setze». Die hessische Regierung hat dagegen die Anerkennung des Domkapitulars Moufang als Bisthumsverwesers beanstandet, weil seine Erklärung nicht unzweifelhaft den Willen offenbare, die Landesgesetze in jeder Beziehung anzuerkennen und positiv zu befolgen. — In Tübingen ist das 400jährige Bestehen der Universität drei Tage lang unter regster Thetlnahme nicht blos der Vertreter der auswärtigen Universitäten, sondern auch der königlichen Familie und des Volks gefeiert worden. Sachsen hat seine früheren Einwendungen gegen den Vertrag Preußens mit der Berlin-Dresdener-Ei.en- bahn-Gesellschast, bezw. gegen die Uebernahme des Betriebes der Bahn durch die preußische Staatseisenbahn-Verwaltung ausgegebrn. In der Schweiz (Lausanne) hat ein internationaler Congreß zur Be- gefunden. In dem unglücklichen Frankreich wird die Verwirrung je länger, um so heilloser. Einerseits setzt die Regierung ihre Willkürmaßregeln in den Pro- »inzen ununterbrochen fort und anderseits tritt nun auch der Zwiespalt innerhalb des Cabinets selbst immer offener hervor. Osficiös trägt man zwar voll- tändige Einigkeit zur Schau, in Wirklichkeit streben aber die Bonapartiflen un Bunde mit den Clericalen darnach, den Herzog v. Broglie zu stürzen , damit Fourtou freie Hand bekomme. Die Stimmung des Volkes hat sich jüngsthin von Neuem in dem Enthusiasmus, mit dem der greise Thiers in Dieppe empfangen wurde, deutlich genug kundgegeben. Nach der Versicherung des republikanischen Wahl-Comitss haben die Monarchisten, selbst wenn man alle zweifelhaften Wahlen als für sie gesichert betrachtet, nicht mehr als 161 Sitze in der neuen Kammer zu erwarten, die Republikaner haben hingegen 372 ^Litze vollständig sicher und werden, wenn man ihnen die zweifelhaften Candidaturen zuschreibt, sogar 404 bekommen. Bei diesen schlechten Aussichten durfte der Regierung in der Thal schließlich nichts anderes übrig bleiben, als die Verhängung de« Belagerungszustandes. Der Papst, welcher in Folge der Hitze wieder vollkommen wohl ist und lange zu leben hofft, hat an die Bischöfe in der Türkei einen Erlaß gerichtet, in welchem er sie aus Grund des biblischen Satzes, daß alle Obrigkeit von Gott und die Untertanen in allen weltlichen Dingen zum Gehorsam verpflichtet seien, von jeder Unterstützung der Empörung abmahnt. Schade nur, datz er jenen Satz nur zur Beschönigung seiner unchristlichen Allianz mit dem Halbmond braucht, nicht aber auf die christlichen Regierungen von Italien und Deutschland anwendet I Letzteren gegenüber steht der hell. Vater leider auf der Seite der extremen Cardinäle, wählend die gemäßigteren Elemente des Cardinal-Collegiums ernsteren Conflicten aus dem Wege gehen möchten. Em eigenhändiger Brief Pius'IX. an Victor Emanuel, in welchem er um Nieder- jchlaguna des Scandal-Procefses über die Erbschaft des CardumlS Antonelli bat, soll vom Könige dahin beantwortet worden sein, daß den Gesetzen freier Bekanntmachung. Lauf gelassen werden muffe. Die italienische Negierung hat die Arbeiten zur Befestigung RomS nunmehr wirklich in Angriff genommen; natürlich stehen dieselben nicht sowohl mit den orientalischen Angelegenheiten, als mit den sich in Frankreich vorbereitenden Dingen ui Zusammenhang. Deutschland. Elberfeld, 16. August. Die „Elberf. Ztg." meldet: Dem nächsten Landtage wird eine Vorlage zugehen, betreffend die Erwerbung der seither im Eigenthum der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft stehenden Eisenbahn-Linien Oberhausen-Arnheim und Deutz-Gießen nebst Rheinbrücke durch den Staat. Serbien. Belgrad, 17. August. Das gesammte Cabinet hat demissionirt. Die Demission wurde mit Ausnahme derjenigen des Minister-Präsidenten Ristic und des Ministers der öffentlichen Arbeiten, Stevtscha Mihailovits, nicht angenommen. Die sämmtlichen übrigen Minister behalten ihre Portefeuilles bei. Griechenland. Athen, 16. August Die Regierung schloß einen Vertrag behufs Ankauf von Kriegsschiffen und Torpedos ab. Die Rüstungen sollen bis Ende Oclober beendet sein. Auf Kreta ist Alles ruhig. — Der nämlichen Correspondenz wird aus Belgrad vom 16. d. gemeldet: Die Jnsurgenten-^chaaren des in- ternirten Obersten Despotovic haben sich wieder gesammelt und wählten einen neuen Ober-Commandanten. Einige Banden sind wieder in Action getreten und lieferten den Türken Gefechte. Aegypten. Alexandrien, 16. August. Die Bewegung zu Gunsten Griechenlands und der Abgang von Freiwilligen dorthin beginnt größere Dimensionen anzu- nkhmen. Heute sind 120 Freiwillige dorthin abgereist; 60 andere wurden als christliche Unterthanen der Pforte von den Behörden zurückgehalten. Der orientalische Krieg. Petersburg, 16. August. Officiell. Alexandropol, 14. August. Das Corps Ismael Pascha's stellte das Vorrücken gegen General Tergukasoff's Eo- loime ein und von demselben steht diesseits des Gebirges nur noch die Avantgarde. Die Hauptkräste Ismael Pascha's, welche etwa 40 Bataillone mit zahlreicher Kavallerie und 55 Geschützen stark sind, concentriren sich gegen den Mysyn'schen Engpaß. Konstantinopel, 16. August. Ein kaiserlicher 3rabe.orbnet die Bildung einer mobilen, sowie seßhaften Nationalgarde aus der männlichen Bevölkerung bis zum vierzigsten Jahre an. — Ein Telegramm Mehemed Ali's bestätigt den für die Türken günstigen Ausganz des Kampfes vom 14. d. aus der Straße nach Tirnowa. — Ein Telegramm aus Widdin meldet, daß die türkischen Batterien einen russischen Dampfer bombardirt und dienstuntauglich gemacht haben. — Einem Telegramm Derwisch Pascha's auS Saturn vom 14. d. zufolge hat derselbe eine russische Redoute eingenommen, welche den linken Flügel seiner Armee beunruhigte. Die Ruffen hatten einen Verlust von 200 Todten. — Depeschen aus der Herzegowina melden, daß die Insurgenten an mehreren Punkten geschlagen wurden. — In Adrianopel wurden gestern 30 Bulgaren gehenkt. _ Petersburg, 17. August, lieber die Kanonade zwischen L-lobofia und Rustschuk wird aus dem Hauptquartier Gorni-Studen vom 16. d. amtlich gemeldet: Die russischen Batterien bei Slobosia haben am 14. d. das Feuer gegen die Damvsmühlen, welche sich in Rustschuk befinden, eröffnet, so daß acht von den letzteren in Flammen aufgingen. Die Rnstschuker Batterien wurden zum Schweigen gebracht. Am 15. d., Morgens 4 Uhr, eröffneten die Türken das Feuer gegen Giurgewo; der Artillerie-Kampf dauerte den ganzen. Tag. — Ferner wird aus dem Hauptquartier amtlich gemeldet: Am 14. d. früh begann eine türkische Jnfanterie-Colonne mit zwei Kavallerie-Sotnien von Plewna auf Fakenitza vorzurücken, zog sich aber vor dem Feuer der russischen Artillerie zurück. Die russischen Vorposten bezogen wieder ihre früheren Positionen; seitdem ist Alles ruhig geblieben. Die Colonne des Generals Gurko hat vom 14. Juli bis 1. August an Verlusten gehabt: 10 Officiere, 181 Mann tobt, 24 Officiere, 709 Mann verwunbet, 9 Officiere contusionirt, 57 Mann vermißt. Die bulgarische Miliz verlor an Todten und Verwundeten gegen 22 Officiere und 600 Mann. Vermischtes. — In Bremen lief dieser Tage — so schreibt die deutsche ,,VerkehrS-Zeitung" — eine Postkarte aus Budweis mit folgender Adresse ein: „An meinen lieben Sohn mit den gelbledernen Hosen, is er net in Hamburg so in Bremen " Bis jetzt ist eö noch nicht gelungen, den gelb behosten Empfänger zu ermitteln. Vielleicht erleichtern wir der Post durch Bekanntmachung des Inhalts der Karte ihre schwierige Aufgabe: „Luiba Anton. I wirda in Setember 5 Guida schücka und an Stitzel t Muata lost die güßa und i. a. Da Vota Wenzel." — Eine interessante Entscheidung ist durch das Hamburger Niedergericht getroffen und hat dieselbe auch durch das Obergericht Bestätigung erhalten. Bekanntlich enthalten die meisten Lebensversicherungs Policen die Bemerkung, daß im Falle des Selbstmordes des Versicherten die Police bedeutungslos ist. Die Wiltwe eines in Folge Selbstmordes verstorbenen Mannes machte dennoch die Forderung auf Grund der Police geltend, indem sie behauptete, daß ihr Mann den Selbstmord in unzurechnungsfähigem Zustande begangen habe und dieser Zustand einem natürlichen Tode mit rechtlichen Folgen gleichzuachten sei. Das Gericht erkannte diese Auffassung an und ver« urtheilte die LebenSoersicherungsgesellschaft zur Zahlung. Herborn, 16. Aug. Heute rückte das Jäger-Bataillon von Wetzlar zu Herbstübungen aus. Auf dem Marsche nach Herborn wurden zwei Mann krank, wovon der eine (aus Aachen) so eben gestorben ist. Handel und Verkehr. Gießen, 18. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. JC 1.26—30, Hühnereier, per Stück 6 Enteneier, per Stück 7 H, Käse, per Stück 4—10 Käsematte, per St. 3 Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Liter 20 H, Tauben, daS Paar 60 H, Hühner, per Stück 1 JL, Hahnen, per Stück 65 H, Enten, per Stück JL 1.60, Kartoffeln 100 Kilo 6 Frankfurt, 16 August. (Fruchtbericht.) Die uns vorliegenden Ernte-Resultat- üben auf den Geschäftsgang nicht mehr den regelmäßigen Einfluß aus, da die Epeculation und vielfache Ueberspeculation sich der meisten Branchen des Producten- Marktes in so hohem Grade bemächtigt hat, daß die wirkliche Situation des Geschäftes dadurch verdunkelt ist, indem nicht selten Realisationen einen in den Verhältnissen nicht gerechtfertigten Preisdruck bervorbringen, andererseits Deckungen und speculatioe Neukäufe die entgegengesetzte Strömung herbeiführen. Unser Montags-Markt war tobt, fremde Käufer fehlten, da hiesiger Landweizen im Durchschnitt in Qualität sehr gering ausfällt. Man handelte guten neuen Weizen JL 24—24.75 ab unserer Umgegend; ungarischer, greifbare Waare JC. 25.50. August-Abladung 25.20. In Roggen war für disponible Waare schwacher Handel, da zum Versandt nichts genommen wurde. Prima Pfälzer-Roggen JL 19 CourS, hiesiger Land Roggen notirt JC 18; russische Sorten kaum genannt Gerste noch verlassen; wirklich feine Qualitäten werden hohe Preise erzielen. Man taxirt von 18—20; wir übernehmen jedoch für diese Notiz keine Verantwortlichkeit, da uns Abschlüsse nicht zu Ohren kamen. In Hafer ist nicht viel Umsatz; wirklich feine Qualitäten auS Böhmen bringen am offenen Markte JL 17.50 btS 75, während geringere Sorten schwer zu 16—17 unterzubringen sind. Hülsen- srüchte ohne Umsatz. RepS soll mit JL 37 gehandelt fein. Mehlmarkt ruhig. Brod« mehl gefragt Futterstoffe still. Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 ut 38, Nr. 3 jl 34, Nr. 4 30, Nr. 5 24, Roggenmehl */i (Berliner Marke) —, do. II. (Berl. Marke) , Weizen, effect. hies., neuer, ab Bahnhof hier 25.50, ab unserer Umgegend JL 24—24.75, do. fremder je nach Qual. JL 23—25.—, neuer Roggen je nach Qual. JL 16.50—19, neue Gerste 18—20, Hafer JL. 12—17.75, Kohlfamen Jt 36—37, Erbsen JL 21—24, Wicken^ 17.50, Linsen v4L 21—30, Rüböl, detail, JL 81.—. Stimmung unsicher. Dringend offerirt russ. Hafer und Roggen. (Die Preise verstehen sich fämmllich per 200 Pfund Zollgcwicht =i loo Kilo) Literarisches. — Eriminal-Zeitung. Wie sich die Meereswogen tn’8 Unendliche fortwälzen, so ruft die Zeitung-presse stets neue Erscheinungen in's Leben, die aber leibet meist ebenso schnell vom Schauplatze verschwinden, wie sie unerwartet auf demselben erschienen sind. Die „Allgemeine Deutsche Criminal-Zeitung", welche soeben in Leipzig zu erscheinen beginnt, dürfte, wenn sie in gleicher Weise weiter rebigirt wird, nicht zu der letzteren Kategorie der Novitäten gehören. Ohne die landläufige Phrase von bei „Befriedigung eine- dringenden Bedürfnisses- zu wiederholen, halten wir doch die Crinn- nal-Zeitung für lebensfähig. In der Form, in der sie heute vor uns tritt, wird sie, getreu ihrem Programm, im Stande sein, der seichten, gehaltlosen Literatur mit Erfolg entgegenzuwirken, welche durch die Eolportage in den weitesten Kreisen eine unheilvolle Verbreitung findet. Der gute Criminalroman, dessen Pflege sich das Blatt zur Hauptaufgabe stellt, wird seine Zugkraft bei den Massen ausüben, die culturhistorischen und criminalistischen Beiträge, sowie die Eorrefponbenzen aus Städten des Auslandes werden der Eriminal-Zeitung die Kreise des gebildeteren Publikums öffnen. — Im Verlag von Hermann Beyer 4 Söhne in Langensalza erscheint soeben: Allgemeines Fremdwörterbuch, enthaltend bte Verdeutschung und Erklärung der in der deutschen Schrift- und Umgangssprache, sowie in den einzelnen Künsten und Wissenschaften vorkonimenden fremden oder nicht allgemein bekannten deutschen Wörter und Ausdrücke mit Bezeichnung der Abstammung, Aussprache und Betonung von Friedrich Wilhelm Looff, Herzog!, sächs. Schulrath, Ehrenmitglied der Münchener Künstler-Genossenschaft und des allgemeinen ärztlichen Vereines von Thüringen. Zweite, vielfach vermehrte Auflage. Vollständig in 18 Lieferungen k 40 H. Die neuesten Erfindungen und Erfahrungen auf den Gebieten der praktischen Technik rc. schreiben über dieses empfehlenswerthe Buch: „öon der zweiten vermehrten Auflage deS im vorstehenden angezeigten Buches liegen uns heute die ersten drei Lieferungen vor, welche von A bis EhrysaötoS (Goldadler) reichen. Spricht schon im Allgemeinen die Nothwenbigkeit einer zweiten Auflage gegenüber der großen Concurrenz in der Literatur der Fremdwörterbücher für die Brauchbarkeit deS angezeigten Werkes, so möchten wir doch den Hauptwerth deS „Allgemeinen Fremdwörterbuches^ ganz besonders in der exacten, wissenschaftlichen Richtung begründet finden, welche das Buch so vortheilhaft von vielen anderen derartigen, mehr oberflächlichen Erscheinungen abhebt. Auch der Quantität der Silben ist eine rühmenS- wehrte und correcte Sorgfalt in den deutlichsten Zeichen zugewendet und die nöthigen Desinittonen klar, bündig und trotz der Kürze erschöpfend gegeben. Sind die Fortsetzungen in gleichem Geiste und mit derselben Formvollendung auSgestattet, und wir zweifeln durch deS Verfassers Namen daran nicht im Mindesten, so wird das „Allgemeine Fremdwörterbuch" nicht nur eine hervorragende Stellung, sondern wohl den ersten Rang unter den Fremdwörterbüchern emnehmen und, was von dieser Act der Literatur nur sehr ausnahmsweise gesagt werden kann, auch der Wissenschaft gebührende Rechnung tragen." Zu beziehen durch jede Buchhandlung. Die „Allgemeine BersorgungS-Anstalt im Grohherzogthum Baden zu Karlsruhe" nimmt unter den deutschen LcbenSversicherungß-Gesellschaften eine bernerkenswerthe Stellung ein. Der soeben erschienene Rechenschaftsbericht dieser Anstalt für das Jahr 1 8 76 zeichnet sich durch eine eingehende Darstellung der gejammten Verhältnisse des Instituts aus. Die Hauptabtheilung der Geschäftszweige der Anstalt bildet jene für Lebensversicherung. Der Zugang war größer alS in jedem der Vorjahre und betrug 3165 Verträge mit 12,504,465 vNa versichertem Kapital und 355,700 JL jährlicher Prämie. Der Abgang zu Lebzeiten nahm keine unverhältnißmäßigen Dimensionen an und gibt ein günstiges Zeugniß für die Gewissenhaftigkeit und Solidität der Anstaltsvertreter. Die wirkliche Sterblichkeit blieb bedeutend hinter der erwartungSmäßigen zurück, indem nur *14 Personen mit 429,127 JL versichertem Kapital starben, während eine Sterblichkeit von 140 Personen mit 516,596 Jü angenommen war. Es ist dadurch die Anstalt wieder in der günstigen Lage, eine Dividende zu verteilen, welche — auf die Prämie umgerechnet — den bereits im Dividendengenuß stehenden Mitgliedern eine Steigerung des Bezug des Vorjahrgewährt. Auch die neu in diesen Genuß eintretenden Versicherten werden ihre Erwartungen erfüllt finden. Der älteste Jahrgang (1864) erhielt 56% und der jüngste (1872) 21 % des jährlichen Beitrags zurück; der Durchschnitt berechnet sich auf 38%. Das Vertheilungs'-System der Dividende nach Maaßgabe des jährlich wachsenden WertheS der Versicherungen, welches die Versorgungs-Anstalt — abweichend von den meisten übrigen Anstalten — anwendet, befreit bekanntlich den Versicherten »on Jahr zu Jahr mehr von der Prämien-Zahlung und erfreut sich einer stets zunehmenden Anerkennung. Die Rechnung der Lebensversicherung weist nunmehr 14,830 Verträge mit 53,524,068 JL Versicherungskapital und 11,299 versicherter Rente nach, welchem Resultat eine jährliche Prämieneinnahme von 1,477,858 gegenüber steht. Der Deckungsfonds dafür betragt 3,744,770 und die Reserve 657,153 -H. Bei diesem Stande hielt die Anstalt den Zeitpunkt gekommen, das Maximum der zu versichernden Summe von 36,000 Jt auf 50,000 und jenes der zu versichernden Rente von 3600 Jt auf 5000 zu erhöhen- Die Geschäftsunkosten — einschließlich der Agenturprovisionen und der Arzthonorare — entsprechen dem Umfang der Anstalt. Die Kosten der Eentralverwaltung sind niederer al8 bei jedem anderen gleichartigen Institut. Die übrigen Kosten stehen in angemessenem Verhältnis zur Ausbreitung deS Geschäfts. Das Gesammt-Bermögen der Anstalt betrügt 21,214,228 JL Für das Weitere erlauben wir unS die verehrlichen Leser auf den Jahr eSbericht dieser blühenden Anstalt zu verweisen. Bei Schwächezuständen und Scrophelkrankheitcn der Kinder, insbesondere für körperlich schwache Personen, ist der viel verbreitete Lu b o w s ky'sche Tokayer Sanitä tL» wein der einzige und anerkannt ftärkendste Ungarwein. Mit Genehmigung des Königlich Preußischen Ministeriums für Medictnal - Angelegenheiten und unter Eontrole chemischer Analyse als Garantie der Unoerfülschtheit durch Herrn Professor Dr. Sonnen? schein an der Berliner Universität sind Original-Flaschengrößen unter LubowSky'- schem gesetzlich deponirten Ettquett und ärztlicher Gebrauchs-Anweisung zu 3 JL, zu 1 JL 50 und Probe-Fläschchen zu 75 $ aus dem alleinigen Depöt für Gieften in der zu beziehen.(4606 Auszug a. d. Stsndksamtsregistrrn des Standesamts Gießen. Vom 11. biS 17. August 1877. Aufgebote. 11. August. StationS-Asfistent Karl Matthias Kunert von Rodenkirchen mit Sufanna Jacobine Schwarz von Gießen. 13. August. Schuhmachermeister Wilhelm Jung von Butzbach mit Johanna Louise Noll von Gießen. 14. August. Schlosser Karl Wilhelm Ernst Emden von Brandenburg mit Karoltne Häuser von Gießen. 15. Schlosser Amandus Richard Pröschhold von Grießhetm mit Maria Georgine Noll IJlit Art % lalitLt ffh, er Um '7 gering A enb; un: 8en°öime6ntn toar ! x iTn würbe. täten tyJÄtö« 'diese & We afer & Ä keine 1 Markte 'M» falbIft«50 Ö" '= °°ch x L'K 6ta6 kitl»ij; Mtn ju MSkllht" lswerthr Stellung ein. 76 zeichne! sich durch ir Lebensoersiche- q 3165 Berttäge mit ?) er Abgang zu M tiges Zeugch für die Miiqtn zurück, indem 7ne Sterblichkeit M KM w-dn i«»1 » umgerechnet »J beS Lorich» **5S* 'A, *isnt" GZS £4sß S «■•*;•” SP-**6 .»*»* S-» Son« «ll a«‘ ,“5* 6» £»•“5? sortwalzen »K,S s‘3:s j?,ra|.t von der ,tze: "r doch die Sv. fj® tritt, wird sie, lteratur mit Ersolg s unheilvolle ,s Matt znrhaupt- tturhistorischen und scs Auslandes m«; tuen. 1 erscheint soeben: uarung der tn der ansten und Wissen- ltschen Wötter und nung von Friedrich diener Aünftlrr-Te- J- Zweite, vieisach len der praktischen angezetaten BucheS Thrpsaötoi (Gold- iten Austage gegen» )tr für die Brauch» cth deS »Allgemeinen n Richtung begründet gen, mchr oberfläd); . ist eine rühmenS- i und bit nötigen n Formvollendung icht im Mindesten, nagende tzKMug, nehmen und, war en tonn, auch dn von Gießen. — Arbeiter Georg Merkel von Romrod mit Marie Karoltne Christiane Georgette Lemp von Gießen. 16. August. Kaufmann Heinrich Ernst Eichenauer mit Katharine Charlotte Jacobine Ktlbinger, beide von Gießen. Eheschließungen. 12. August. Lacktrer Wilhelm Karl Philipp Christian Martin Schmoll von Gießen mit Magdalene Hill von Alsfeld. 13. August. Schlosser August Sudheimer von Grünberg mit Eleonore Katharine Hudeler von Gießen. 15. August. Bäckermeister Adolf Gottfried Günther von Mühlhausen in Thüringen mit Karoltne Franz von Gießen. 16. August. Wirth Georg Schäfer von Hörnsheim mit Karoltne Auguste Anna Marie Loos von Gießen. 17. August. Kaufmann H. Kaufmann von Schiefbahn, wohnhaft zu Köln, mit Mathilde Blumenthal von Gießen. — Fuhrmann Friedrich Wilhelm Wilke von Offen, KretS Korbach mit Christine Schreiner von Roßberg, beide wohnhaft zu Gießen. Geborene. 10. August. Wilhelmine Adolphtne Ottilie, Tochter von GaS-Techntker Otto Bergen. 9. August. Franziska, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. 10. August. Adolf, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. 14. August. Ein Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Pfarrer Georg Schlosser. 12. August. Ein Kind männlichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Hilfsbremser Jacob Wagner. 10. August. Karl Ludwig Emil, Sohn von LandgerichtSdiener Heinrich Gleißner. 13. Aug. Georg Wilhelm, Sohn von Kaufmann Fritz Adami. 15. August. Katharine Louise Emilie, Tochter von Schreiner Johann Friedrich Sprankel. 14. August. Helene, Tochter von Gastwirth und Küfermetster Johann Leun. G e st o r b e n e. 10. August. Helene Reiber, geborene Stephan, 55 Jahre 6 Monate 3 Tage alt. 11. August. Lademeister Peter Schmidt, 43 Jahre 8 Monate 9 Tage alt. 10. August. Anna Lemp, geborene Keller, Wittwe von Schuhmacher Lemp, 71 Jahre alt. 12. Aug. Landwirth Johannes Häuser IV., §6 Jahre alt, von Steinberg, (im akademischen Hospital gestorben.) 13. August. Antoinette Katharine Henriette Flach, 21 Jahre 3 Mo- vate 10 Tage alt, Tochter von Rentmeister Ludwig Flach. 13. August Taglöhner Georg Happel, 44 Jahre alt, von Watzenborn, (im academischen Hospital gestorben.) 14. August. Kreisbauaufseher Friedrich Schäcker, 75 Jahre 4 Monate 21 Tage alt. 16. August. Philipp, 15 Tage alt, ein außereheliches Krnd von Auswärts. 15. August. Hlisabetha Weber, 6T Jahre alt. Illi Illi Illi ll Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 12. August. Friedrich Lang, StadtgerichtSdiener-Substitut dahier, des vormaligen Steuerkommissariatsgehülfcn Georg Lang, ehe!. Sohn; und Elisabethe Daup- pert von Ulrichstein. Denselben. Wilhelm Karl Philipp Christian Martin Schmoll, Lacktrer dahier, dcs verstorbenen Kutschers Heinrich Schmoll, ehel. Sohn: und Magdalene Hill, des Tuchmachers zu Alsfeld, Christoph Hill, ehel. Tochter. Allgemeine 13‘ August Sudheimer, Schlosser dahier, des verstorbenen Land- gertchtsdieners zu Schotten, Heinrich Sudheimer, ehel. Sohn; und Eleonore Katharine Hubeler, des Gastwirths dahier, Peter Hubeler, ehel. Tochter. Den 15. August. Adolf Gottfried Günther, Bäckermeister zu Mühlhausen in Thüringen, des verstorbenen Materialisten daselbst, August Günther, ehel. Sohn; Tochter ro "e $ran*' be8 verstorbenen Schreinermeisters dahier, Georg Franz, ehel. Den 16 August. Georg Schäfer, Gastwirth und Oekonom auf dem Hessenbrücker Hammer bei Laubach, des Ackermanns zu Hörnsheim, Johannes Schäfer, ehel. Sohn; und Karoltne Auguste Anna Marie Loos, des Oekonomen dahier, Emil Loos, ehel- Tochter. Den 17. August. Friedrich Wilhelm Wilke, Fuhrmann dahier, des verstorbenen Ackermanns zu Osten in Waldeck, Friedrich Wilke, ehel. Sohn; und Christine Schreiner, des Taglohners zu Roßberg, Kreises Marburg, Gotthard Schreiner, ehel. Tochter. Getaufte. Den 12. August. Dem Schmiedemeister Johann KaSpar Heß, eine Tochter, Minna Marie, geb. den 12. Juli. Denselben. Dem Schuhmacher Karl Meinhardt, eine Tochter, Marie Susanne, geb. den 30. Juni. Denselben. Dem Barbier und Heilgehülfen Karl Flick, eine Tochter, Johanna Auguste Charlotte, geb. den 22. April. Denselben. Dem Taglöhner Johannes Wagner, ein Sohn, Johann Heinrich, geb. den 12. Juli. Denselben. Dem Bremser Ferdinand Hollmann, eine Tochter, Katharine Luise Emilie, geb. den 26. Juli. Den 13. August. Dem Locomotivführer Georg Immanuel Stephany, eine Tochter, Helene Marie Sophie, geb. den 7. Juli. Den 17. August. Dem Hautboisten im Großherzogl. Infanterie Regimente Nr- 116, Heinrich Fritz, ein Sohn, Karl Heinrich Jakob, geb. den 8. August. Beerdigte. Den 13. August. Peter Schmidt, Lademeister an der Cöln-Mindener Bahn, alt 43 I. 8 M. 9 T., gest. den 11. August. Den 14. August. Antonie Katharine Henriette Flach, des verstorbenen Berg- rentmeisters Ludwig Flach, ehel. Tochter, alt 21 I. 3 M. 21 T., gest. den 13. August- Den 16. August. Friedrich Schäcker, Großherzoglicher Kreisbauaufseher t P.« alt 75 I. 4 M- 21 T., gest. den 14. August. Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich zu M- 13,70 per Dutzend, M. 6,85 per halbes Dutzend, sowie in ganzen und halben Fläschchen zu M- 1,28 und 68 Pfg. gehorsamst. Johann Maria Uarina in Köln. r Anzeiger. Bekanntmachung. Betr.: Das Octroi der Stadt Gießen. 4590) Nach dem Octroi-Reglement vom 21. Juli 1843 und den dasselbe -ergänzenden späteren Verordnungen ist die Stadt Gießen berechtigt, von den nachfolgend genannten Gegenständen Octroi zu erheben: 1) von allem Schlachtvieh; 2) von frischem und gedörrtem Fleisch, von Wurst, Zungen, Eutern rc.; 3) von Wildpret; 4) von Getränken aller Art: Wein, Obstwein, Spiritus, Brandwein, Bier rc.; 5) von Brennmaterialien jeder Art: Scheidholz, Prügelholz, Stockholz, Neiserwellen, Steinkohlen, Braunkohlen, Torf rc.; 6) von Backwaaren aller Art, von Mehl, Grütze und anderen Gegenständen, welche die Mühle passtren, von Malz, Hirse, Hafer rc.; Indem wir dies wiederholt veröffentlichen, machen wir darauf aufmerksam. daß nach bestehender Vorschrift jeder octroipflichtige Gegenstand, ehe solcher von dem Transportanten, beziehungsweise dem Empfänger, in die Hofraithe oder den sonstigen Bestimmungsort, z. B. Lagerplatz, innerhalb der Gemarkungsgrenze gebracht werden darf, an dem betreffenden Thore angezeigt und daß von den unter 1, 2, 3, 5 und 6 genannten Gegenständen auch alsbald das Octroi an demselben Thore bezahlt werden muß. Von Getränken ist das Octroi unter Ablieferung des an dem betr. Thore zu erwirkenden TranSport- scheins an Großh. Hauptsteueramt Gießen innerhalb zwei Tagen zu bezahlen. Die Octroitarife können an den Thoren eingesehen werden. Defraudationen werden, wenn solche bei Tage vorgekommen, mit dem 10 fachen, und wenn bei Nacht vorgekommen, mit dem 2Ofachen Betrage des Octrois bestraft. — Verspätete Ablieferungen der Transportscheine an Großh. Hauptsteueramt unterliegen einer Ordnungsstrafe von 1 bis 5 Mark. Gießen, den 10. August 1877. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Bekanntmachung. 4605) Die Schulgelder für die Realschulvorschule, sowie für iie übrigen städtischen Schulen pro II. Quartal er. können in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag unb Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden. Das Schulgeld beträgt für jedes Kind: 1) für die Realschulvorschule.....5 14 2) für die höhere Mädchenschule: bei Schulinspector Vigelius . . . 11 „ 25 „ „ Mitprediger Dr. Buchhold, Fräulein Frank. Lehrer Ebeling und Fräulein Pfannmüller . . . . 10 „ 50 „ „ den Lehrern: Curschman n, Schmidt, Felsing, Aubel und Brücher . 7 „ 50 w 3) für die Stadtknaben- und Stadtmädchenschule je . 1 „ — „ Gießen, den 18. August 1877. Der Stadt-Rentmeister: EnderS. Bekanntmachung. 4589) Die Ausloofung der Haupt- und Ergänzungs- geschwornen für das Schwurgericht der Provinz Oberheffen vom vierte» Quartal 1877 soll Montag den 27. August 18T7, Vormittags 11 Uhr, in öffentlicher Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts in dem Hofgerichtsgebäude vorgenommen werden. Gießen, den 16. August 1877. Der Präsident Großherzoglicheu Hofgerichts der Provinz Oberheffen: Dr. Buff. __Cellarius. Bekanntmachung. Betr.: Kirchliche Wahlen in der evang. Gemeinde Gießen, hier: Offenlegung der Wählerliste zur Ersatzwahl in die kirchliche Gemeindevertretung. Der evang. Gemeinde dahier wird hiermit angezeigt, daß die Wählerliste zur regelmäßigen Ersatzwahl für die evang. Gemeindevertretung vom nächsten Montag an drei Tage lang, nämlich : den 20,21 und 22. August, Vormittags von 8 bis 11 Uhr und Nachmittags von 2 bis 6 Uhr, im Pfarrhause hinter der Kirche zu Jedermanns Einsicht offen liegt. Während dieser 3 Tage können Reklamationen gegen den Inhalt der Liste bei dem Kirchenvorstande vorgebracht werden. Gießen, den 18. August 1877. Für den Kirchenvorstand: 4613)___________________6g. Schlosser, Pfarrer._________________________ Bekanntmachung. 4595) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Se. Durchlaucht Fürst Ernst zu Solms-Braunfels unterm heutigen Tage mit dem Eisen- und Manganrrzbergwerke Wilhelm II in der Gemarkung Holzheim, Kreises Gießen, mit einem Felde von 188700 Quadratmetern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung muffen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerks-Eigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situations- rifles bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 27. Juni 1877. Großherzogliche Gber-Aorst- u. Doinänen-Direction, Lerg-Abtheilung. Bose. vdt. Tecklenburg. 1813) Mein Lager in allen Sorten Pinseln, Verr golderartikeln, Spachtelmeffern, Maserwalzeu rc., empfehle bestens. Emil EiscMtach. Dr. Weber. zu vermiethen bei 4624) Bezeichnung der Parcellen Namen der Besitzer. Sä Zk Bestes Hustenmittel. & Rheinischer (4598 VII. 366. VIII. 226. 4 mtethen bet 5 ■*MV, Ohne obigen Fabrikstem- pel ist keine Flasche acht. (4604 *2 A Bra mm. 4520) Enthaarungsmittel das Dreschmaschinen für Hand- und Göpel-betrieb, (4597 Flick L Krön 4616) 1 2 3 6 7 8 A. K orschner, Neue-Bäue B. 101. D. 1891. (neu I. 489.) H. 4962,5 (neu XX. 358.) J. 5181. (neu XVIII. 352.) n. 93. 35. V. 63. VH. 217. 14. IX. 158. 247. 273. X. 223. XII. 196. XV. 90. Louis Hahn. 4505) Ein Laden, welcher sich zu allen Geschäften eignet, ist mit oder ohne Logis zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 4543) Der 3. Stock meines Hauses, bestehend aus 4 Zimmern und sonstigem Zugehör ist bis 4. September zu vermiethen. Wittwe Stock am Wallthor. nen allerEtändeu.Classen empfohlen, selbst bet Lun- genletden u. AbzehrungS- husten von bestem Erfolg, ä Flasche 1, V/z unb 3 X in Gießen bei Herren I. A. Busch Söhne. Fegmühlen, Obstkeltern, zu bedeutend ermäßigten Preisen bei Gemarkung Treis a. d. Lumda: Schaaf, Georg, von Treis a. b. Lumda Schaaf, Johann Georg II., von da Schaaf, Georg II. und Ehefrau, von da Gießen, den 16. August 1877. Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann. Die diesjährige Aorbwelden-Erndte an den Böschungen an der Wieseck und des BruchgrabenS sollen Mittwoch den 22. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigert werden. Zusammenkunft auf der Wteseckbrücke vor dem Neuenwegerthor. Gießen, den 18. August 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4610)A. Bramm.____________ Prima Ruhr-Steinkohlen empfehle in allen bekannten Sorten, in Wagenladungen und einzelnen Centnern zu billigen Preisen, frei ans Haus geliefert. Aufträge zur bestimmten Lieferzeit nehme auf meinem Comptoir und Lager, Tiefenweg im Hause der Frau Fürst Wittwe jederzeit entgegen. Traubeu-Brusthonig, von vielen Aerzten und genesenen Pcrso- Gemarkung Groß-Buseck: Wagner, Johannes IV. und Frau, von Groß-Buseck Größer, Heinrich und Frau, geb. Wttschel, von da Kinzenbach, Jacob unb Frau, von Oppenrod Gemarkung Steinbach: Gerharbt, Jacob II. unb Frau, geb. Gerharbt, von Steinbach Gemarkung Staufenberg: Heibertshauseu, Margarethe, von Staufenberg Ijilionese, das bekannte kosmetische Schönheitsmittel dient zur Entfernung aller Haut- Unreinigkeiten, ä Fl. 3 Mark, halbe Fl. 1,50. Orientalisches Geschäfts - Verlegung. Von jetzt an befindet fich mein Glas- und Porcellaw Geschäft in dem Hause der Frau Fr. Fürst Wttw. t« der Neustadt (früheren Ed. Strack'schen Hause). Allgemeine Versorguugs=Anstalt im Grossh. Baden zu Karlsruhe. Renten-, Aussteuer- und Kapital-Versicherung auf Todesfall und auf bestimmte Alter. Eröffnet 1N33. Beruht auf reiner Gegenseitigkeit. Erweitert Kapitalvermögen Ende I875: 21,214,228 JL Jahreselnnahme an Prämien und Zinsen: 3,648,393 JL Die Anstalt ist empfohlen: von den höchsten Staatsbehörden zur Versicherung der unterstehenden Beamten; von dem Grossherzoglich Badischen Justiz-Ministerium zur Anlage von Mündelgeldern; und gewährt: möglichste Sicherheit durch solide Verwaltung — möglichste Billigkeit durch gerechte Gewinnvertheilung. Der ganze Gewinn der Anstalt wird unter die Mitglieder in Form von Dividenden nach Massgabe des jährlich wachsenden Werths der Versicherungen vertheilt. Die Dividende steigt daher mit Zunahme der Versicherungsjahre, also mit dem fortschreitenden Alter der Versicherten, und ermässigt deren jährliche Beiträge von Jahr ZU Jahr. Als Dividende für 1876 erhielten an Prämien zurückbezahlt die Lebensversicherten der Jahrgänge 1872 durchschnittl. 21% — 1869 durchschnittL 33% - 1866 durchschnittl. 46% 1871 „ 25% - 1868 „ 38% — 1865 „ 51% 1870 „ 29% - 1867 „ 42% — 1864 » 56% — Zahlung der Fälligen Versicherungssumme binnen 14 Tagen nach dem Tode. Rechenschaftsberichte, Prospecte und weitere mündliche wie schriftliche Auskunft unentgeldlich bei dem Vertreter der Anstalt: V4619 Je Boeck in Giessen, Wallthorstrasse, gegenüber der Stadt-Post. Submission. Die erforderlichen 12 St. Thonöfen in die neue Mädchenschule der Stadt Marburg sollen auf dem Wege der Submission vergeben werden. Die Bedingungen liegen bet dem Unterzeichneten zur Einsicht; auch sind die Submissionen bis zum Donnerstag, den 23. d. M-, daselbst einzurelcben. Marburg, den 17. August 1877. Broeg, 4599) städtischer Baumeister. •38^6. Aerstcigerungen. Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde Montag den 20. und Dienstag den 21. August 1877, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Districten Alte Viehweide und Neumark nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Nadel 391 1440 563 23780 B. Bau-, Werk« und Nutzholz: 379 Kiefern- und Fichtenstämme bis zu 47 Centimeter Durchmesser und 13 Meter Länge mit 104,80 Festmtr. 1421 Kiefern - und Fichtenstangen mit 85,76 Fcstwtr. Die Zusamuni kunft ist am Exercierplatz. Montag Vormittags kommt daS Bauholz und hiernach das Brennholz zur Versteigerung. Gießen, am 13. August 1877. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Oeffcntliche Aufforderung. Nachverzeichnete Personen wollen die ihren Namen beigesetztcn, ihnen in dem Grund- und bzw. Flurbuche vor Namen stehenden Parcellen veräußern. Da sie ihr Etgenthum resp. die erfolgte Zahlung der Kaufschillinge nicht genügend nachzuwetscn vermögen, so werden alle diejenigen, welche irgend welche Rechte oder Forderungen an diese Parcellen bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, diese ihre Ansprüche „binnen sechs Wochen" bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als sonst nach Ablauf dieser Frist, da wo dies erforderlich, die Löschung der Bemerkung „beschränkt" verfügt, die neuen Eigen- thumsurkunden gerichtlich bestätigt und die Ueberschreibung der VerkaufSgegenstande auf die Namen der neuen Erwerber wird verfügt werden. Kohlen- & Coaks-Handlung. Schöne^osenkartoffeüs zu verkaufen. (4588) Neustadt D. 61. AeUgebotenes. 4593) In Lit. C. 129, Reichensand, sind 8 noch gut erhaltene Fenster und eine zwet- flügeltche Hausthüre billig abzugeben. 4559) Ein FamiltenlogiS von 4 Zimmern, Cabinet und Zubehör vermiethet L. Huhn, Bautechniker. vermischte Anzeigen. 4587) Für ein hiesiges Fabrikgeschäst wird per sofort ein mit guten Schulkenntnissen versehener junger Mann in die Lehre gesucht. Näheres bei der Exped. d. BlM 4567) Eine Frau empfiehlt sich im Kochen. Näheres bei der Exped. d. Bills._________| 4591) Eine Wohnung von 5 — 6 Räumen ! mit Garten wird per October oder Novem- । der zu mtethen gesucht. Offerten mit Preisangabe wolle man an die Exped. d. BlttS unter 300 X. gelangen lassen.______________ 4592) Ein gutgell-gner Bauplatz von 1 bis 2 Morgen groß wird zu kaufen gesucht. Gefällige Offerten wolle man unter Angabe deS äußersten Preises und der Lage desselben, an die Exped. d. Bltts. gelangen lassen. ____________________________________ 4602) Zwei junge Leute können /kost und Logis erhalten. ___________________Tiefenweg Lit. C. 148. 4607) Alle, welche Forderungen an mich zu stellen haben, ersuche ich, ihre Rechnungen binnen acht Tagen bei mir einzureichen. _______________Ehr. Horeyseck. 4608) Ich kaute noch immer grüne Zwischen KonradSeippin Leihgestern und Gießen bet Bäcker Eger, Lindenplatz. XV. 876. XVIII. 267. 411. I. 570. XX. 40. 525. XXI. 113. Concordia» 4625) Heute: JPartMe an den JLudwigsbrunn^iu Abgang um 2 Uhr von Wenzel's Garten. Freunde können durch Mitglieder eingeführt werden. Der Dorsianv. 4594) Um ausgestreuten gegenteiligen Gerüchten za begegnen, bringen wir zur Kenntniß des Publikums, daß wir nach wie vor jeder Form und Größe in bekannter y VL11 bester/ seit Jahrhunderten sich bewährt habenden Qualität produciren; auch in Folge neuer, das bisherige Geschäft erweiternder Betriebsanlagen die bedeutendsten Aufträge in! kurzer Frist ausführen können. Lanfthecke, den 16. August 1877. Die Verwaltung der Dachschiefmeche Langhecke. 4601) Zwei LogiS, gleich beziehbar, zu vermiethen.__________Neuenbäucn B. 90. 4611) Zwei mittelgroße Famtliemvoh- nungen mit Gartenantheil auf 15. October Permiethungen. 3723) Eine Wohnung von 6 Zimmern rc. ist zu vermiethen und bis 1. October beziehbar.______Garten-Straße B- 165%0. 4603) Der 2. Stock per 1. September zu vermiethen. C- Herbert, Nahrungsb. 4290)' Das von Frau Rech seither be- wohnte Logis ist anderweit zu vermiethen. __________Louis Noll, Pulvermühle. 4615) Ein freundliches, großes, unmö- blirtes Mansaodenzimmer mit Cabinet ist vom 9. October ab anderweitig zu vermiethen bei Carl Vogt, Schulstratze. 4475) Eine Familienwohnung von 3 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. Reichensand Lit. C- 133. a Fl. 2 50 zur Beseitigung der Gesicht entstellenden Haare binnen 15 Minuten, B- der bet Damen vorkommenden Bartspuren, zusammengewachsenen Augenbrauen der zu weit in:s Gesicht gehende Haarwuchs, ohne jeden Nachtheil für die Haut. Erfinder Rothe & Co., Berlin Niederlage in Gießen bet 4596)Christian Frech. 4609) Ern FamiltenlogiS und eine Stube mit oder ohne Möbel zu vermiethen unb sogleich zu beziehen bei _______________Mank am Bahnhof. 4612) Einige Famllienlogts in meinem neu erbauten Hause an der Reichensand- Bahnhossstraße, enthaltend je 5 Zimmer, Küche, Speisekammer, abgeschlossene Corri« dor und sonstiges Zubehör, per 1. October zu vermiethen. I. Stein, Architekt. 4618) Der mittlere Stock meines Houses ist zu vermiethen. Carl Hensel, __________________________Wallthor. 4617) Eine Mansardenwohnung zu vermiethen. Heinz er ling, Riegelpfad. 4622) MöblirteS Zimmer an einen anständigen Herrn zu vermiethen. F. Köhler, Frankfurters!., ________________im Rheinischen Hof.______ 4621) Ern möblirteS Zimmer zu ver- Ui Ui, Balser. Das Einflechten uh? Reparirei von Sitzen an Rohrftühlen wird prottts und bill'gst ausaefühit- (4*1* J. Schwarzmeier, Mühlgaffe D.ft 4489) Zum 1. September findet ein tlges, gewandtes Hausmä chen Stelle 6fl ________________C. Go'l. Neustadls 5615) Ein zuverlässig^ Pferdeknecht alsbald gesucht. C7ir« Blaubach^ 4623) Ein Mädchti aus achtbarer W milte, welches kochen und Hausarbeit ttv, steht, sucht auf sofort dne Stelle. Nähere»! zu erfragen bet Frau Cassier Horch, j _________________nehm oe" Fischerh^I 4620) Für alles, w^s con heute ab meinen Namen geborgt wird, hafte ich nicht Gießen, den 18. Au ust 1877. __________ Chr. Horeyseck^ Hierzu eine Beilage. L $0.1 Ei aiistellungs^ durch Berm schrieben, a treten ist- G' Di nachstehend A N ttestrnd, de in dm höc ndnck unb ivchv 5 iör tytig IWjtnt tmttn in Es wtonj« 6ti ®,ni9'r ent! bien (8egn wartet. L pffenfitoe Ion, di, Ti nut °d-r s.*