5 TJhr, enkästchen, izens“* dlung und )en. reins. M ■ pichst-ff- *“ Mmeiie Mne 16t M unter i, iften, 'n Stiften, \«n £td»u. i, Wechstt. :tn« empfiti», ohne ’ (6879 M *tä * aßet 6*: eOiIj) yto®!*1 st-"" Philip» ■3>*K käs1*1' 1877 Dienstag, den 18. December tfo» «94. Anffigk- unb AmisllW für tei Kreis Gltßen (Anl. 2. 2. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulstraße, LU. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf- lnit Bringerlohn. * Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 14. Decbr. Die Nr. 47 des Großherzogltchen Regierungs- blntts ^^°^^"^^°G„ßherzoglichen Gesammtministeriums, die Comession zum Betrieb der Ketten- oder Drahtseil-Schleppschifffahrt auf dem N-ckar "^^^Bekann.machung Großherzoglicheu Kreisamt-- Worms di- Erhebung einer Umlage für die deutschkatholffche Gemeinde zu Osthofen betreffend. i gS'S'Ä"9®.. ».».»».>» «nLtlaft,«7ubN vcn eon Nm Hmrn ®r.fen zu Svlm-.Lmb.ch aus dm “*"''8- Pfarrsteve zu Freienseen präsentirten evang. Pfarrverwalter Dr. h. <- fÜI "L^^b^Ledem Schullehr, Heinrich Traumüller^u Oppem rod die erledigte Gemeinde-Säiulstelle zu R-bgeshain, am2^ Oc'»r. Schullehrer Martin Lautenschläger zu Gi°ß-B>eberau dl- erUdigte dritte G meinde-Schu Istelle zu Groß-Bteberau. dem Schullehrer Adam S orck. zu ^eehU die Gemeinde-Schulstelle zu Schlierbach, am Hann Jacob Hartmann zu Wallernhausen die erledigte erste G stelle zu Auerbach übertragen; am 7. Noobr. wurde dem Jacob Ht-menz aus Hoshelm das Patent als Geometer erster Klaffe ertheilt; an demse^en Tage wurde dem Schullehrer Christoph Kindhäuser zu Lorsch die dritte Gemechbe- Sckulstelle daselbst, dem Schulamts-Aspiranten Theodor Christian Emil Repp zu Groh-Hausen die erledigte Gemeinde-Schiilswlle daselbst übertrag«, i am 8. Noobr. wurde der Pfandmeister in Schotten Georg Ebert» in gleicher Diensteiaenschaft an da» Rentamt Groh-Umstadt, der Pfandmeister in Homberg Johann Georg Rausch in gleicher Diensteigenschaft an das R-ntami Schotten versetzt; am 9. November wurde der Hauptstaatskaffe-Gehulsi Ludwig Heß au» Darmstadt zum Kanzlisten bei der Ober-Rechnungs-Kammei ernannt - am i l. Novbr. wurde dem Schullehrer i. P. Johann Adam Jmgrunt zu Hainarund die erledigte Gememde-Schulstelle daselbst, dem Schullehrer Kon rad Stein zu Köddingen die erledigt! Gemeinde.Schulstelle zu Ober-Breidenbach dem Schulamt»-Aspiranten Johann Nikolaus Ramge aus Spachbrücken die erledigte dritte Gemeinde-Schulstelle zu Fürfeld, am 12. Novbr. dem Schullehrer Georg Conte zu Lauterbach die erledigte dritte Knaben-Schulstclle zu Lauterbach übertragen; am 19. Novbr. wurde dem Karl Hauff aus Mainz das Patent . “1Ä Geometer 1. Klaffe ertheilt; am 21. Novbr. wurde dem Schullehrer G-orx . Adam Henrich zu Heusenstamm die erste Gemeinde-Schulstelle zu Bodenheim - übertragen. B c k a n n t m a ch n n g. Betreffend: Den einjährig Freiwilligen Militärdienst. Diejenigen Wehrpflichtigen, welche al» einjährig Freiwillige dienen'wollen >m^G r ° ß^h erz ° g^h u m gl 24 der Ersatz-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 (Reg.-Bl. Nr. 55 von 18.5) gestellu» dem Ansügen, daß die Bestimmungin über die Pflichten Ordnung enthaltenen, nachstehend im Auszuge witgeiheilten Bestimmungen aiffmeiksam g '^nstan tritt in den §§ 93 und 94 1. c. enthalten sind. 6" * * *„:* "Sim.»;Ä« ”.»«■ ?"«” - ■ -'--ch""« d"»ch«""-'" b,ii"‘*n ** fung nicht stattfinden, bezw. der Berechtigungsschein nicht verliehen werden. diejenigen Wehrpflichtigen, welche .'S”1:? K »H?«,®ch"»---.'u-- »•" nad),Utüt" die im nächsten Herbst stat.findende Prüfung sind die Gesuche um Zulassung spätestens bis zum 1. Februar 1878 M der ^^,7^ fo? d e kn n g" n " w e l°ch°^ n^dl'e zu Prüfenden gestellt werden ac. gibt die Prü fun gs-Orduung (Anlage 2 zur ^'^ÄügUch dk/^üfnngs-Termins, sowie des Locals, worin die Prüfung stat.findet, erfolgt weitere Bekanntmachung. Eine specielle Ladung erfolgt nicht. Darmstadt, den 11. December Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Spamer, Regierungsrath. » >- '■ t*v »■» ersten Militärpflichtjahres schriftlich zn melden. Dieser Meldung sind beizusügen: a) ein G-burts-Zeugn,ß Vormundes mit der Erklärung über d,e Bereitwillijgkeit und Fähigkeit behörde auszustellen ist. Sämmtliche Papiere sind im Original elNMnchen. b(n cin;änti0 freiwilligen Dienst noch nachzuweisen. Dies kann entweder durch - - w‘ "*1 Commission persönlich im Prüfungstermin . bie anbere im Herbst. Das Gesuch um Zulassung zur Prüfung muß für die Früh- ÄÄXWrÄ". -*•*-**_____ 2C. ________ ■ h ■' । ■■■■»——— 5. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die Gemeinde-Schulstelle zu St. Johann mit einem jährlichen Gehalt von 857 14 ; die vierte Knabem Schulstelle zu Lauterbach mit einem Geholt von 942 JC. 86 ; die fünfte Gemeinde-Schulstelle zu Mühlheim mit einem Gehalt von 942 86 H; die erste Gemeinde-Schulstelle zu Nieder-Roden mit ei,?m Gehalt von 857 JL 14 3}; die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Hahn mit einem Gehalt von 771 «X 43 ; die vierte Gemetnde-Schulstelle zu Groß-Bieberau mit einem Gehalt von 771 43 H; die evang. Pfarrstelle zu Raunheim. Dotationsmäßiger Gehalt 3333 ; die zweite Gemeiude-L>chulstelle zu Löhrbach mit einem Geholt von 685 «X 72 Darmstadt, 15. December. Bezüglich des dem Landtage vorliegenden Gesetz-Entwurfs, betr. die höhere Besteuerung der Wanderlazer und der Waaren- Auctionen hat die Minorität des über die Vorlage referirenden Finanz-Äus- schusies sich für die Annahme derselben mit dem Zusatze ausgesprochen, daß auch den Gemeinden das Recht zur Erhebung einer Zuschlagsfteuer eingeräumi würde. Die Majorität des Finanz-Ausschusses hat sich aus Rücksichten auf die Gewerbefreiheit gegen den Gesetz Entwurf erklärt. — Die „Hess. Landes-Ztg." 'schreibt: Die Uniform-Frage soll rasch ihrer Ordnung entgegengehen und hören wir, daß man durchgreifend aufräumen will. Sonder-hausen, 15. December. Die General-Versammlung der Thüringer Bank nahm die Liquidation mit 12,727 von 12,732 Stimmen an. Hesterreich. Wien, 14. December. Der serbische Agent zu Konstantinopel, Christics, welcher heute das Telegramm mit der Kriegserklärung Serbiens an die Türkei erhielt, ist sofort von Konstantinopel abgereist, nachdem er in einer Note an den türkischen Minister des Auswärtigen die Kriegserklärung motivirt hatte. — Tie türkische Deputirten-Kammer betraute Mikhalaki Effendi als Alters-Präsidenten mit dem provisorischen Vorsitz und erklärte sodann eine Anzahl von Wahlen für gültig. Die öffentlichen Debatten beginnen in 8 Tagen. — Der Sultan hat den Kindern Osman Pascha's Geschenke zugehen laffen. — Bei der Berathung des Gesetz-Entwurfs, betr. das Rekruten-Contin- flent pro 1878, beantragte Sturm im Wehrgesetz-Ausschuffe des Abgeordnetenhauses folgenden Zusatz-Artikel: Durch die Bewilligung des Contingents solle der Entscheidung über die Kriegsstärke des Heeres nach dem Jahre 1878 keineswegs vorgegriffen werden. Landes-Vertheidigungs-Minister Horst betonte die Nothwendigkeit der Gleichförmigkeit des Rekruten-Gesetzes in beiden Reichshälften ; indeß habe er nichts einzuwenden gegen den Antrag, daß die Anschauung Sturm's im Berichte Ausdruck erhalte. Hierauf wurde das Rekruten-Gesetz und der zuletzt bezeichnete Antrag vom Ausschuffe angenommen. Pesth, 14. December. Im Unterhause beantragte die Regierung die Zustimmung zur Verlängerung des Handelsvertrags mit England. Bezüglich der orientalischen Frage wurden zwei Interpellationen angemeldet. Der Gesetz- Entwurf wegen Bewilligung des Rekruten-Contingents pro 1878 wurde angenommen. Demnächst trat das Haus in die Debatte über die provisorische Verlängerung des Ausgleiches ein; morgen wird dieselbe fortgesetzt. IranLreich. Regierung beschloß demnach, die nichtmuhamedanische Bevölkerung in die Armee einzureihen. Das alleinige Heil des Reiches besteht in der Durchführung der Verfaffung. „Wir wollen, daß die Unterthanen aller Claffen die volle Gleichheit genießen, daß das Land der Fortschritte der modernen Cwilisation theil- hastig werde." Der Sultan legt Gewicht auf eine Reform der Finanzen, Erfüllung aller Verbindlichkeiten, gerechte Vertheilung und Erhebung der Steuern, Revision des Gerichtswesens, Reform des Systems der Bakus, Bildung der (Santone als Grundlage des Verwaltungs-Systems, endlich Reorganisation der Gendarmerie. Unglücklicher Weise verschob der Krieg die Ausführung dieser Wünsche. Zahlreiche harmlose Menschen, Weiber und Kinder wurden barbarischen Grausamkeiten ausgesetzt. Der Sultan hofft, daß nichts fortan den regelrechten Gang der Justiz hemmen werde. Das im vorigen Jahre votirte Municipal-Gesetz gelangte bereits zur Durchführung. Neue, vom Staatsrathe ausgearbeitete Gesetzentwürfe werden den Kammern zur Berathung unterbreitet, Darunter namentlich bezüglich einer Civilproceß - Ordnung, die W ahlen, die Befugniffe Der Minister, des obersten Gerichtshofes, des Rechnungshofes. Die Kammer wird ferner Fragen, wie in Betreff eines Vilajet-Gesetzes, eines Preßgesetzes, eines Steuergesetzes, eines Gesetzes über den Belagerungs-Zustand, welche bereits in der vorigen Session berathen wurden, der Lösung zuzuführen haben. Die Thronrede lenkt die Aufmerksamkeit des Parlaments besonders auf das Gesetz über das nächstjährige Budget. Die trotz des Krieges bereits zur Durchführung gelangten inneren Reformen seien ein Beweis der Aufrichtigkeit der Intentionen des Sultans. Durch eine freie Discussion werde das Parlament dahin gelangen, die Wahrheit in Betreff der ihm zur Prüfung unterbreiteten Fragen zu ergründen. Die Thronrede schließt mit der Versicherung, daß die Beziehungen der Türkei zu den befreundeten Mächten di e herzlichsten seien. Rumänien. Bukarest, 15. December. Der Czar verläßt Bukarest schon am Montag Abend, nicht erst am Dienstag. Die neue Bahnlinie Sirnnitza - Frateschti wird von ihm vorher eingeweiht werden. Heute hat sich der Kaiser in das Hauptquartier des Großfürsten Thronfolgers begeben, um sich von ihm zu verabschieden. Der Letztere hat sich bei dem Kampfe um Metschka derartig expo- nirt, daß er von einer Kugel am Kopfe gestreift wurde. — Die Fürstin von Rumänien überreichte persönlich dem Fürsten Gortschakoff das Großkreuz des rumänischen Stern-Ordens. Serbien. Belgrad, 14. December. Das Amtsblatt veröffentlicht fürstliche Decrete, betr. die Einführung des Belagerungs-Zustandes, des Kriegs-Zustandes, der Kriegsgerichte und der Kriegsgesetze für Freiwillige, das Standrecht, die Verwendung von Beamten und Geistlichen zum Kriegsdienst, die Entlastung von Staatsbeamten wegen eventueller Gesetzoerletzung und Agitation gegni den Krieg, die Suspendirung der Gemeinde-Autonomie, die Gewährung von Staats- hülfe für die Familien von gefallenen Soldaten und Freiwilligen; Einführung eines Moratoriums lediglich zu Gunsten der auf dem Kriegsschauplatz befind- lichen Krieger, Regelung des Feldpost- und Telegraphen - Wesens für ganz Serbien. Versailles, 15. December. Die Kammer votirte zwei Zwölftel des Budgets und die vier direkten Steuern. Die Bonapartisten und Legitimisten erklärten vorher, daß ste für die Bewilligung stimmen würden, daß aber darin feine Vertrauens-Erklärung für das Ministerium liege. England. London, 15. December. Lord Derby unterbreitete gestern dem Cabinets Rathe eine von der Pforte erlastene Circular-Note, worin sich dieselbe bereit erklärt, die Mediation der europäischen Mächte anzunehmen. Die Note weist auf die Gewährung der Constitution durch den Sultan hin und fährt bann fort : da die Waffenehre der beiden Theile reichlich befriedigt sei, warum solle da noch der beiderseits verderbliche Krieg fortgesetzt werden? Europa könnte jetzt mit Nutzen interveniren, da die Pforte bereit sei, einen Vergleich zu schließen. Die Türkei sei mit ihren Hülssquellen noch nicht zu Ende und werde füc ihre Unabhängigkeit und Integrität Alles opfern, wünsche jedoch dem Blutvergießen ein Ende zu machen und rufe den Gerechtigkeitssinn der Großmächte an. London, 15. December. „Reuter's Bureau" meldet aus Washington, daß der Congreß sich bis nach Weihnachten vertagt hat, ohne in der Silberfrage einen Beschluß zu fasten. London, 14. December, Abends. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Konstantinopel: Im Libanon herrscht lebhafte Erregung; man verweigert die Absendung des Truppen-Contingents für die Pforte, weil das Libanon-Land unter dem Protektorat Europas stehe, und lehnt aus gleichem Grunde die Beschickung des türkischen Parlaments durch Deputirte ab. Belgien. Brüssel, 15. December. Der „Nord" spricht die Besorgniß aus, daß das Gesuch der Pforte um Mediation nicht aufrichtig gemeint sei und sich da- hinter die Hoffnung verberge, Uneinigkeit zwischen den Mächten hervorzurufen. Es sei unmöglich, auf der von der Pforte bezeichneten Basis zu verhandeln. Die Illusionen der Pforte über etwaige Uneinigkeiten zwischen den europäischen Mächten würden alsbald zerstört werden. Türkei. Konstantinopel, 13. December. Die bei der heutigen Eröffnung des Parlaments gesproßene Thronrede erinnert zunächst an die Kriegs - Erklärung Rußlands und an die Insurrektion eines Theiles der Unterthanen, ungeachtet der Allen zugestandenen Gleichheit, und fährt dann fort: Die ohne berechtigten Grund erlassene Kriegs-Erklärung der Fürstenthümer Moldau-Walachei hat die Schwierigkeiten noch vergrößert, doch hat sich daß Land kraftvoll vertheidigt. Alle Ottomanen gaben Beweise' von großem Patriotismus. Ich appellire neuerdings an die Vaterlandsliebe und die Mitwirkung meiner Völker zur Ver- theidigunz ihrer Rechte; die Bildung der Bürgergarde ist bald vollzogen, die nichtmuhamedanischen Unterthanen haben den Wunsch kundgegeben, an der Ver- theidigung des Landes theilzunehmen. Nachdem die Constitution allen Unter- thanen gleiche Rechte gegeben und gleiche Pflichten auferlegt hat, war es Vermischtes. Mainz, 10. Dec. Der Etgenthümer eines großen Zimmer-Aquar ums hatte es vorgestern Abend unterlassen, den Hahn für den im Aquarium befindlichen epttaj; brunnen zu schließen. Wie groß war daher gestern Morgen das Erstauuen der ganzen Familie, als in dem Wohnzimmer das Wasser beinahe einen Zoll gestiegen und sich Griechenland. Athen, 14. December. Apokorona auf der Insel Kreta hat seine Unabhängigkeit proclamirt. Lokal-Stotiz. Gießen, 18. Dec. Wir lassen nachstehend das Protocoll der Stadtverordneten- sttzung vom 13. December folgen: 1. Die von der Markt-Commission gemachten Vorschläge bezüglich der Festsetzung der Tage für Abhaltung der hiesigen Vieh' und Krämermärkte pro 1879 wurden genehmigt- Hiernach werden 9 Viehmärkte auf Dienstag den 21. Januar, 18. Febr., 4 März, 1. April, 6. Mai, 29. Juli, 26. August, 4. November und 16. December und auf folgende Tage, nämlich jedesmal Dienstags und Mittwochs den 18. und 19. März, 22. u. 23. April, 20. u. 21. Mai, 24. u. 25. Juni, 15. u. 16. Juli, 12. u. 13. August, 9. u. 10. Seplbr., 30. Septbr. u. 1. October, 21. u. 22. Oktober, 18. u. 19. November sowie 2. u. 3. December Vieh- und Krämermärkte abgehalten. 2. In Betreff des Antrags wegen Erhebung der hiesigen Realschule zu einer Realschule 1. Ordnung ist beschlossen worden, außer oem vorliegenden diesen Gegenstand behandelnden Material auch noch den Herrn Realschuldirector vr. Stein um Abgabe seines Gutachtens zu ersuchen und denselben erst dann zur definitiven Beschlußfassung zu bringen, wenn das gesammelte Gesammtmaterial bei den Mstglicdern des Stadtvorstandes zur Einsicht ctrculirt haben wird. 3. Der Voranschlag über die Bedürfnisse der hiesigen Realschule für da« Jahr 1878, in welchem sich die Einnahmen und Ausgaben auf 38,650 berechnen, wurde genehmigt. Verhandlungen in Betreff der vollständigen Verbindung der hiesigen Vorschule mit der Realschule sollen ausgesetzt bleiben, dis wegen Erhebung der Realschule dahier zu einer Realschule 1. Ordnung Entscheidung vorliegt. 5. Ein Gesuch um Erlaß von Schulgeld fand keine Berücksichtigung. 6. Wegen des Gesuchs der Firma Gebr. Kauffmann um Erlaudnitz zur Er- Hauung eines Wohnhauses bei ihren Fabrikgebäuden an der Marburgerstraße ist sich befürwortend ausgesprochen worden, ebenso wegen des Gesuchs von Herrn Bauaufseher Schmidt wegen Erbauung einer Waschküche bet seiner Wohnung am Krofd.rfer Weg. 7. Beschlußfaffung wegen des Gesuchs von Herrn Schretnermelster Christoph Hofmann, welcher an seinem Hause an der Kaplansgasse Aenderungen vornehmen und namentlich einen dritten Stock auf dasselbe aufführen will, wurde bis zur nächsten Sitzung au^gescht.^ Kaiserlichen Postamts Gießen um Erlaubniß zum Anbrtngen zweier Tritte vor dem Postgebäude in der Bahnhofsstraße ist der Baudeputation zur Begutachtung überwiesen worden. 9. Genehmigt wurde der vorgelegte Vertrag wegen Benutzung von fiscalischem Waldgelände durch di- Stadt bei den Wasserleitungsarb-ilen. R„nhnrmrb 10. Dem mit Philipp Salier UI. oon Rödgen abg-,chl°»-nen Handaccord für die Anfertigung von weiteren 3000 lfde. Meter B-wäsf-rung«gribch-n für den Preis der schon ersteigerten, wird Genehmigung erthcilt. ~ 11. Die zu 2000 jl berechneten Kosten für Pflasterung von TrottoirS auf dem Seltersberg sollen in das 1878er Budget ausgenommen werden. - 12. Zum Zwecke der Beseitigung des durch daS Rangiren üb r die Kratze aus dem Seltersberg bestehenden Uebelstandes soll der Landtagsabgeordnete der L>taHt Gießen Herr Hofg.-Advocat Hirschhorn ersucht werden, En .^er lhm geeignet scheinenden Weise für die Herstellung einer Fußgängerbrücke über die Oberhessische Eisenbahn daselbst zu waken. __- ; natürlich, daß die Nichtmuhamedaner zum Militärdienste herangezvgen wurden, Familie, als in dem Wohnzimmer das Wasser beinahe einen Zoll gestiegen und sich welcher die größte der Pflichten und die Grundlage der Gleichheit bildet. Diein demselben Frösche, Salamander, Schildkröten, Fische, Schnecken rc. lustig umher- cinjufaflö^ (Gu «s Sßttli wlnSl't Ä U ®ift Jflt Hufe feinen Gen armen« «nrOnMN Die £ unterzeichne, wollen- Gieße Mo Zur Bezol len bei der angelegten^ fällig werden, festgesetzt und Dienstag Mittwoch Donnerstag ®aaM Donnnstatz Samstag sowie: Mittwoch Donnerstak Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Tonnerstax Samstag Die In/e teforbert, die. Ww yi t itigungderE Zugleich w Donnerstag Interessenten die übrigen > bestimmt sind Die Herrer dieses in ihre Weife bekann Giehen, he Der Rechn, *1 fiten te .K rU)^i°sl Die Lieferung ffatr fca im Mbtn. Zur ten ist ein Te Sam t« NdMü, öQltung re), selbst aU M Wen sind. Ziehen, bf J^erjOf Die Liefern bpeifen anstatt auf °^ge Berste, Dann ,m Submtffi st". wchen. b« Rechn« tummelten. Man hatte am Morgen viele Mühe, das durchgebrannte Gethier wieder einzufangen. — (Gut abgefertigt.) „Sie haben ja Hände wie ein Drescher", sagte einst ein junger Witzbold zu einer jungen Dame, indem er ihre Hand ergriff. — „Ja wohl", entgegnete diese, „ich habe darum auch schon den Flegel in der Hand." Berlin, 11. Dec. Ein trauriges, höchst erschütterndes Ereigniß hat sich dieser Tuge in Stettin zugetragen. Die neunjährige Tochter des dortigen Kaufmanns Elkan erkrankte an der Diphtheritis. Der Arzt verordnete Jnjectionen in den Hals und, besorgt um das Leben seiner kleinen Patientin, will er diese selbst vornehmen. In dem Augenblicke, wo er mit den Einspritzungen fertig ist, öffnet sich die Stubenthüre; bleich, verstört und athemlos stürzt der Apotheker herein, die Worte ausstoßend: „Nicht ein spritzen, Gift!" Aber leider war seine Ankunft nur einige Minuten zu spät erfolgt. Das Gift hatte eine so schnelle und schreckliche Wirkung gethan, daß alle menschliche Hiffe vergebens war. Das arme unschuldige Wesen röchelte noch einige Mal, dann gab eß seinen Geist auf. Man kann sich den Schmerz und die große Verzweiflung der armen Eltern denken, denen auf solche schreckliche Weise ihre älteste geliebte Tochter er irissen wurde, gerade an dem Tage, wo sie ihr neuntes Lebensjahr vollendet hatte. — In den Samenverfälschungen ist die Kunst oder vielmehr die Schandindustrie der Fälscher bereits dahin gelangt, den schlechten, zur Mischung mit guter Waare benutzten Samen dadurch zu verdecken, daß sie demselben durch vorheriges Kochen seine Keimkraft nimmt. Derselbe kann also nach der Aussaat die geschehene Fälschung nicht verrathen, weil er eben nicht aufgeht, und der betrogene Landmann meint, die schlechte Witterung oder sonst etwas trage die Schuld an dem dünnen Stand der Pflanzen. Als ein gutes Probirmittel gegen diese Art von Fälschung schlägt ein englischer Land- wirth ein von ihm seit Jahren zur Anwendung gebrachtes sichÄM>M1tstPvOr. Er Mischt den gekauften Samen gut durcheinander, zählt dann einige dutzepd, oder Hundert Körner ab, und legte dieselben auf einen vorder mit einem Stückchen roelften Flanell überbreiteten Teller. Der Flanell wurde gut mit Wasser angefeuchtet und das Ganze mehrere Tage dem Einflüsse der Luft und des Lichtes ausgesetzt, flach welcher Zeit die gesunden Samenkörner zu keimen begannen, während die tobten unverändert blieben. Fand der erwähnte Landwirth nun beim Zählen der keimfähigen _(rnb der tobten Körner, daß das Verhältniß der letzteren zu den ersteren ein zu großes war, so sandte er regelmäßig dem Verkäufer der Waare den Samen unter Angabe des Grundes als unbrauchbar zurück und erhielt an Stelle desselben fast immer neuen Samen, der sich bei-der-Probe-als völlig, gesund.und^unverfälfcht erwies. Allgemeiner Anze i g etr Waisenverpflegungsgelder betr. Die Quittungen über vorbemerkte Gelder sind vor dem Jabresschlusie zu unterzeichnen, wenn die Jntereffenten ihre Vergütungen kostenfrei beziehen wollen. Gießen, den 14. December 1877. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V- d. B-: Keller, Beigeordneter. (7049 Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt und zwar: Dienstag den 18. December 1877, Mittwoch „ 19. „ „ Donnerstag „ 20. „ „ Samstag „ 22. „ „ Donnerstag „ 27. „ „ Samstag „ 29. „ „ sowie: Mittwoch den 2. Januar 1878, Donnerstag „ 3. „ „ Samstag „ 5. „ „ Dienstag „ 8. „ „ Mittwoch „ 9. „ „ Donnerstag „ 10. „ „ Samstag „ 12. „ „ Dienstag „ 15. „ „ Mittwoch „ 16. „ „ Donnerstag „ 17. „ „ Samstag „ 19. „ „ Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 29. November 1877. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. Bekanntmachung. Die Lieferung von 48 Untersätzen zu Urin; eimtr soll im Submissionswege verdungen werden. Zur Entgegennehmung von Offerten ist ein Termin auf Samstag den 22. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, in Geschäftszimmer der unterzeichneten Verwaltung (Nahrungsberg) anberaumt, woselbst auch die Lieferungsbedingungen einzusehen sind. (7062 Gießen, den 17. December 1877. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. Die Lieferung des Brodes und der warmen Speisen für die hiesige Entbindungsanstalt auf das Jahr 1878 soll, da die vorige Versteigerung nicht genehmigt worden Donnerstag den 20. b. Mts., Vormittags 11 Uhr, im Submissionswege vergeben werben. Desfallsige Offerten sinb vor bem Termin bei Großh. Direktion ber Anstalt einzureichen (7058 Gießen, ben 17. December 1877. Der Rechner ber Entbinbungsanstalt: S tum pf. Versteigerungen. Mittwoch ben 19. l. Mts-, von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathhaussaale auf bas Jahr 1878 versteigert werben: 1. bas Reinigen ber Oefen in ben stäbti- ' scheu Gebäuden, 2. das Kehren ber öffentlichen Plätze unb Straßentheile, 3. das Kleinmachen des Holzes für .bie städtischen Anstalten, 4. bie laufenben Taglohnarbeiten u. Fuhr- leistungen. Gießen, ben 14. December 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 7016) A. Bramm. Bekanntmachung. Ein herrnloses Pferb würbe am ll.b.M. eingefangen unb soll Mittwoch den 19. I MtS., Vormittags 11 Uhr, in bem Büreou ber unterzeichneten Behörbe geaen gleich baore Zahlung an ben Meist- bietenben versteigert werben. Steigliebhaber werben einmlaben, sich in bem Termine ein- zufinben. Dos Pferb befinbet sich in bem Stolle des Oeconomen Christian Zug- Hardt III. babier. (7051 Gießen, am 14 December 1877. Großherzogliche Poltzeiverwaltnng Gießen. Fresenius. Dienstag ben 18. Januar 1878, Nachmittags 2 Uhr, oll auf bähtest em Ortsgericht die Hofraithe bes Karl Schmidt als: ivlur Mtr. Visa 31 Hofraithe in ber Löwengasse meistbietend versteigert werden. Gießen, ben 29. November 1877. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 6762)_________Müller.____________ - Dienstag ben 15. Januar 1878, Nachmittags 2 Uhr, soll auf bohtefuem Ortsgericht bie Hofraithe des Johannes Becker V. als: Flur Mlr. <°/41 "/loo 653 links ber Chaussee meiftbtetenb versteigert werden Gießen, ben 29. November 1877. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 6763) Müller. Mittwoch den 19* d. M., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich in meiner Wohnung die nachbezeichneten Pfänder gegen Baarzahlung öffentlich versteigern : Nr. 27197. 30 verschiedene Edelsteine, Nr. 27383. 2 Brilliant ringe und 2 Paar Ohrringe. (7071 K. Grrünebaum. Dienstag den 18. December, Nachmittags 1 Uhr, werben im Saale ber Restauration B r a m m in ber Neustabt bahier nachstehend verzeichnete Gegenstände öffentlich gegen Baarzahlung durch den Unterzeichneten versteigert: 6 selbstspielende Musikwerke, 2 große Musikwerke für W'.rthe sich eignend, Drehorgeln, Zieharmoniks, Spieldosen und eine Partie Photographiealbums mit Spielwerk. Die vorgenannten Gegenstände können am Versteigerungstag, Morgens von 10 bis 12 Uhr, eingesehen werden. Gießen, den 14. December 1877. 6997) M. Pilger. Actlgeöotenes. Weihnachtslichter, Lichthalter in schönster Auswahl empfiehlt (7055 __________Carl Hoffmann. 7073) Laubsägenbogen, Ahorn- Holz zum Anssägen, Werkzeugkasten empfiehlt Wilh. Seibert. | Für Schuhmacher. Ich habe mir unternommen, an hiesigem Platze ein Lager in allen So ten Schäftchen anzulegen und empfehle solche zu soliden Preisen. 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