Mo 113. Freitag, den 18. Mai 1SW'. lisou KWW Änieiger Anzeige- ss!> AmisdM für in Kreis Gießen. 6, 5f Noch^ekomM laben ist (3/8 aifon Wein in auf die für iii )OÖ •nsel. 'cnuiij. es Henn Tchtv^sek Stein, Architekt. issionsfest« (fl Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. (Expedition: Schul ft raße, Lit. B. Nr. 18. Prci> vierteljährlich 2 Mark 20 Ps. mit Aringcrlohn. 2)nrdi die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Gießen, den 14. Mai 1877. Betreffend: Aufsicht über das Faffelvieh. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Mroßberzoglicben Bürgermeistereien der nachbenannten Orte. Die Besichtigung der Gemeinde-Zuchtstiere und -Zuchteber durch die von dem landwirthschastlichen Bezirksverein gewählten Commissionen wirb an folgenden Tagen stattfinden: Donnerstag den 2ZL Mai, zu Daubringen, Mainzlar, Treis a. d. Lda., Allendorf a. d. Lda., Staufenberg, Ruttershausen und Lollar, zu Bettenhausen, Muschenheim, Birklar und Langsdorf, sowie zu Weitershain, Rüddingshausen, Odenhausen, Kesselbach, Londorf, Climbach, Allertshausen und Geilshausen. Freitag den 25. Mai, zu Wieseck, Alten-Buseck, Trohe, Rödgen, Großen-Buseck, Beuern, Bersrod, Winnerod und Reiskirchen, zu Bellersheim, Obbornhofen, Utphe, Trais-Horloff, Inheiden und Hungen sowie zu Stangenrod, Lumda, Beltershain, Reinhardshain, Göbelnrod und Grünberg. Samstag den 26. Mai, zu Gießen, Heuchelheim, Allendorf a. d. Lahn, Groß-Linden, Löng-Göns, Leihgestern und Klein-Linden, zu Nonnenroth, Röthges, Viüingen, Langd, Rabertshausen, Rodheim und Steiuheim, sowie zu Stockhausen, Weickartshain, Lauter, Queckborn, Harbach, Lindenstruth und Saasen. Sie wollen die Bullen- und Eberhalter anweisen, zu Hause zu bleiben und die Thierc den Commissionen bei deren Eintreffen vorzuführen, auch sich selbst bereit halten, um den Commissionen etwaige Auskunft zu ertheilen. v. Röder. Gießen am 11. Mai 1877. Betreffend: Die Vertilgung der Kleeseide. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzogl. Bürgermeistereien ves Kreises. Die Ausbreitung der Kleeseide hat in der letzten Zeit so zugenommen, daß die freiwillige Thätigkeit einzelner Grundbesitzer nicht mehr aller Orten bmreicht, um diese für den Kleebau äußerst schädliche Pflanze zu entfernen, sondern polizeiliche Maßregeln ergriffen werden müssen. Falls in Ihrer Gemarkung Kleeseide vorkommt und der Gemeinderath den Erlaß eines Lokalreglements behufs deren Vertilgung wünscht, so ist uns Her. empfehlende SmM Men. dies alsbald anzuzetgen. Nach diesem Reglement wären die betreffenden Grundbesitzer bei Geldstrafe von 5 bis 30 «X verpflichtet, die Kleeseide aus Aufforderung zu vertilgen rind es würde die Kleeseide aus den Grundstücken derjenigen, welche der Aufforderung nicht nachkommen, aus deren Kosten vertilgt werden. v. Röder. B e k a n n t m a ch u n g. Es wird hiermit, unter Hinweisung auf das Reglement vom 14. Juli 1854 (No. 25 des Regierungs-Blatts) zur öffentlichen Kenntntß gebracht, daß der Großherzogliche Bürgermeister Serth zu Ober-Bessingen als Amtstaxator für den Wildschadensbezirk Lich bestellt und verpflichtet worden ist. Gießen, den 15. Mai 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. MW , Anil »° . M ..V Mer v. Röder. Bekanntmachung. Das Büreau der unterzeichneten Behörde befindet sich von heute ab in der Behausung des Herrn L-chmall (Hessischen Hof) am Seltersberg. Gießen am 17. Mai 1877. Großherzogliche Bergmetsterei Gießen. ______________________________________Ziegler.________________ Bekanntmachung. Betreffend: Die Verwendung der vom landw. Vereine von Oberheffen pro 1877 zur Hebung der Viehzucht verwilligten Mittel. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Commission, welche in der Ausschußsitzung diesseitigen Vereins am 4. v. M. zur Beschlußfassung über die Art und Weise der Verwendung der pro 1877 im Budget für Oberheffen zum Zweck der Hebung der Viehzucht vorgesehenen Mittel bestimmt wurde, in ihrer am 12. d. M. abgehaltenen Sitzung beschlossen hat, 600 Mark aus dieser Summe dem landw. Bezirksverein Alsfeld zum Zweck einer im September d. I. im Kreis Alsfeld abzuhaltenden Viehpreisvertheilung unter demnächst noch näher bekannt zu gebenden Bestimmungen zur Verfügung zu stellen, 400 Mark dagegen zur Deckung der Reisekosten zum Zweck des Ankaufs von Bullen Simmenthaler Race nach der Schweiz zu entsendenden Commission zn verwenden. In diese Commission sind die Herrn Westernacher-Lindheim und Rentmeister Hofmann-Stockhausen gewählt, und ist zugleich bestimmt worden, daß dieselben nur dann einen Ankauf bewerkstelligen soll, wenn mindestens 20 Stück Bullen angekauft werden können. Der Ankauf und Wiederverkauf soll aus Rechnung und Gefahr der Besteller in der Weise zu erfolgen haben, daß ein Mehrerlös bei den nach Ankauf und Ankunft dahier unter den Bestellern abzuhaltenden Versteigerung nach Maßgabe der Einzelgebote unter die Steigerer zurückvertheilt werden, andern- theils aber auch einen allensallsigen Mindererlös resp. Verlust in gleicher Weise auf die einzelnen Steigerer, resp. das ersteigerte Stück ausgeschlagen werden soll. Diejenigen Gemeinden oder Privaten der Provinz, welche sich unter obigen Bedingungen an einem Ankauf von Bullen der Simmenthaler Race, der im August zur Ausführung zu kommen hätte, betheiligen wollen, werden ersucht, bis längstens zum 15. Juni d. I. -ine deßfallsige Erklärung bei unterzeichnetem Präsidium einzureichen. Frtedelhausen am 14. Mai 1877. Der Präsident des landw. Vereins von Oberheffen. Adalbert Freiherr Nordeck zur Zlabenau. Gr, cher die feierlichen Worte des Kaisers von dem Minister einer befreundeten Macht im Parlament erörtert würden. Die freundschaftlichen Beziehungen wischen England und Rußland gestatteten Offenheit, aber nicht grundlose Verdächtigungen. Das Blatt bedauert das Verfahren der Opposition, die Mint- ter zuweilen zu unvorsichtigen, ersichtlich zu weit gehenden Aeußerungen zu treiben. Petersburg, 15 Mai. Die Correspondenz der „Agence Russe" weift darauf hin, daß die Dlokade im Schwarzen Meere nicht als effectiv anzusehen sei, da der Dampfer „Constantin" ungehindert aus dem Hafen von Odeffa nach Poti ausgelaufen wäre. — Dieselbe Correspondenz meldet: Amerikanische Officiere, welche in Aegypten Dienste genommen, haben sich geweigert, die Waffen gegen Rußland zu ergreifen imb in Aegypten zu bleiben. — Großfürst Wladimir ist nach der Schweiz gereist, um dort einige Zeit bei seiner Gemahlin zu verleben. — Die hiesige Universität hat dem Kaiser eine Ergebenbeits- Adreffe überreicht. ' 1,1 Zeitlicher *0Wmmen t 2806) geschworen Quartal-187* zurückziehen. Bukarest, 15. Mai. Die Kammer hat die Gesetz-Entwürfe, wodurch der Regierung zur Deckung der durch Requisitionen veranlaßten Ausgaben, fer« ner zur Regelung der Stellung der Officiere, insbesondere zur Bestreitung der Hälfte der Equipirungs - Gebühren für die Officiere auf Kriegsfuß Lredite im Gesammtbetrage von 247,000 Frcs. bewilligt werden, angenommen. Konstantinopel, 15. Mai Tausende von Beduinen aus dem Ver» waltungsbezirke Bagdad-Diarbckir, geführt von ihren Schecks, stoßen zu der türkischen Armee in Anatolien. Die Pforte gewährt ihnen vollständige Verpflegung und zehnjährigen Tributnachlaß. Zara, 15. Mai. Die Insurgenten haben am 13. d. Mts. die große Kaserne in Grab, zwei Blockhäuser, zwei Magazine und das Zoll-Amt in Zubci niedergebrannt, ohne Widerstand zu finden, während die Soldaten flüchteten und einen bedeutenden Vorrath an Munition und Proviant zurückließen. Wien, 16. Mai. Die „Presse" meldet aus Bukarest vom 15. Mai: Bei der heutigen Ankunft des Großfürsten Nicolaus und seines Sohnes fanb ein rein militärischer Empfang mit massenhafter Truppen-Aufstellung statt. Dai Publikum war zum Bahnhofe nicht zugelassen. Im Bahnhofe waren nur der Fürst und -die Fürstin, dann die Minister, russische Beamte und der Metropole mit der Geistlichkeit im Ornate anwesend. Der Metropolit hielt eine viertel, stündige Ansprache an den Großfürsten. Dieser antwortete ganz kurz. Son': erfolgte keine weitere Ansprache. Der Großfürst kam mit seinem ganzen Gene- ralstabe. — Der „Presse" wird aus türkischer Quelle gemeldet, der Minister, rath solle morgen die Frage wegen Verhängung des Belagerungs-Zustandei über Konstantinopel entscheiden. Der bulgarische Nationalrath werde in btt nächsten Woche einen neuen Exarchen an Stelle des abgesetzten Anthimos wällen. Vorgeschlagen seien die bulgarischen Bischöfe von Adrianopel und Varnc. Die Besatzungen aus den Provinzen Salonichi, Larissa und Janina rücken u Eilmärschen an die Donau. Als Besatzung der Provinzen werden türkiscke . Nationalgarden bewaffnet. Petersburg, 16. Mai. Fünf türkische Panzerschiffe haben vorgestern ' Suchum-Kale bombardirt. Die Stadt hat gelitten. Ein ^andimgsversnch dtr ‘ Türken wurde durch fünf Compagnien und zwei Geschütze zurückgewtesen. Viele Der orientalische Krieg. Rustschuk, 12. Mai. Der Untergang des türkischen Monitors, Lufti Djebel, war ein rein zufälliges Ereigniß und wurde keineswegs, wie slavischc Quellen berichten, durch russische Kugeln veranlaßt. Es scheint, daß ein Feuerwerker an Bord mit der Zubereitung von Patronen beschäftigt war, als sich eine derselben entlud und dle entsetzliche Explosion veranlaßte, der das schöne, für 3,200,000 Mk in England ^gebaute Schiff, der Befehlshaber H-sim Bey und die ganze Mannschaft, mit Ausnahme eines Lotsen, zum Opfer fielen. Konstantinopel, 14. Mai. Das vorgestrige Gefecht bei Batum fand unter dem Commando des Ali Pascha statt- Türkischerseits sollen nur Freiwillige betheckigt gewesen sein. Die Russen mußten nach beinahe neunstündigem Kampfe von dem Angriff auf die wohlbefestigte türkische Stellung abstehen und das Stadtgebiet unter bedeutenden Verlusten räumen. Der türkische Aufmarsch in die Dobrudscha wird gegen Mitte dieser Woche vollendet sein und Abdul Kerim mit einem Theile seines Stabes nach Silistria übersiedeln. 3Vien, 15. Mai. Dem „Tageblatt" wird aus Cettinje vom 14. Mai berichtet: Die Festung Krstac ist von dem montenegrinischen Commandanten des herzegowinischen Corps, Vukotits, eng eingeschlossen. Die Miriditen, unter Führung ihres Häuptlings Prenk, haben die Türken aus Oros wieder vertrieben; dabei fand ein blutiger Kampf statt, in welchem ein ganzes Bataillon Türken aufgerieben worden sein soll. Prenk wird voraussichtlich ein starkes Corps in die Ebene hinunterführen. — Der „Neuen Fr. Pr." wird aus Bukarest geschrieben: Die Avantgarde eines russischen Armee-Corps ist beute bei Oltenitza eingetroffen; die Rumänier werden sich aus das rechte Aluta-Uscr Rußland. Petersburg, 15. Mai. Das „Journal de St. Petersbourg" wendet sich gegen Lord Derby's Rede im Oberbause vom 8. d. Mts. und führt aus, daß in der Erklärung des Kaisers Alexander geaenüber dem Lord Loftus in Livadla kein Widerspruch liege. Die kaiserlichen Worte seien die Ausführung des Gedankens, der die russische Regierung von Anfang der Krise an geleitet habe. Das Blatt drückt sein Erstaunen aus über die Art und Weise, in wel- Arankreich. Paris, 14. Mai. Die Bischöfe haben einen Feldzug gegen die Regierung begonnen, um in Briesen an den Justiz-Minister gegen die Tagesordnung zu proteftiren, welche am 4. Mai von der Deputirten-Kammer gegen die anu- patriotnchen Umtriebe der Ultramontanen angenommen wurde. Den Anfang damit hat der Cardinal-Erzbischof von Paris gemacht. Sein Schreiben geht sehr entschlossen zu Gunsten der weltlichen Herrschaft des Papstes, also gegen das geeinigte Italien, in's Geschirr und erklärt, daß es keine Ruhe geben wird, so lange der Papst seine Staaten nicht wieder zurückerhält I Paris, 15. Mai. Die Rechte des Senates hat auf den im Namen der französischen Bischöfe ausgedrückten Wunsch des Bischofs Dupanloup die Absicht aufgegeben, die Regierung über die von der Deputirten-Kammer angenommene Tagesordnung bezüglich der klerikalen Umtriebe zu interpelliren. Paris, 16. Mai. Die Regierung hat beschlossen, den Botschafter Grafen Bourgoing unverzüglich nach Konstantinopel zurückkehren zu lassen. Derselbe wird gutem Vernehmen nach Paris am Sonntag verlassen und sich in Brindisi einschiffen. Paris, 16. Mai. In Folge von Erklärungen zwischen dem Marschall Mac Mahon und dem Cabinets-Präsidenten Jules Simon über die innere Politik des Ministeriums hat letzteres dem Marschall seine Demission eingereicht. Die Minister sind gegenwärtig zur Berathung versammelt. Paris, 16. Mai. Aus Villasranca, 15. Mai, wird der „Agence Ha- vas" gemeldet: „In dem Augenblick, wo die Panzer-Fregatte „Revanche" in See gehen wollte, sprang der Dampfkessel; dem Vernehmen nach wurden zwei Mann der Mannschaft getödtet, 60 verwundet." — Die „Agence Havas" meldet ferner: „Der polnische Gras Ladislaus Plater veröffentlicht in dem Blatte „La Defense" ein aus Zürich vom 14. Mai datirtes Schreiben, worin er gegen die Behauptung des „Memorial Diplomatique" Protest erhebt, daß er in'Polen eine Erhebung vorbereite, und hinzusügt, jede aufständische Bewegung würde gegenwärtig nur die Pläne der Feinde Polens begünstigen; die Stunde zur Befreiung Polens habe noch nicht geschlagen." England Hesterreich. Wien, 15. Mai. Die „Polit. Corresp." meldet: Die zu den Han- delsvertrags-Negociationen hierher entsendeten Commissäre der deulschen Com- missäre der deutschen Regierung sind zur Berichterstattung nach Berlin berufet worden und reisen heute dahin ab. Die Unterbrechung der Verhandlungen ist voraussichtlich eine kurze und steht nach Wieder-Ausnahme derselben ein regelmäßiger Fortgang und ein baldiger besriedigender Abschluß in Aussicht. — Eine Bukarester Meldung der „Polit. Corresp." sieht in dem Besuch des Groß fürsten Nicolaus in Bukarest einen Act der Höflichkeit, womit der Zweck verbunden sei, eine definitive Vereinbarung über die Operationen der vom Fürsten Karl befehligten rumänischen Armee herbeizuführen. W D| li< gut b,i Mitt» I'ank Wglid Deutschland. Berlin, 14. Mai. Der Krieg ist jetzt seit drei Wochen eröffnet, aber ) handgemein sind die Russen und Türken bis jetzt hauptsächlich nur in Asien geworden. Beide Theile schreiben sich in kleinen Gefechten den 'Lieg zu. Lo viel ist aber gewiß, daß es den Russen noch nicht gelungen ist, in der Richtung \ auf Batum viel festen Fuß zu fassen; ja, die Türken behaupten dort eine große Schlacht gewonnen zu haben. An der Donau dauern die Kanonaden von ' einem User zum andern fort; indessen ist, abgesehen von dem Aufstiegen eines türkischen Kriegsschiffes, noch kein Ergebniß zu melden. Als das wichtigste Er- gebniß der bisherigen Kriegs-Operationen muß man ansehen, daß Rumänien, welches bis jetzt nur heimlich mit Rußland unter der Decke spielte, jetzt sich offen mit demselben verbündet hat und Krieg mit der Türkei fuhren will. Nach rechtmäßigen Kriegsgründen darf man nachgerade gar nicht mehr fragen. Die rumänischen Vorwände sind wenig besser als im vorigen Jahre die serbischen. Rumänien hat nur zweierlei Beschwerden vorzubringen: erstens, daß der Sultan die Convention, die Rumänien am 16. April mit Rußland abgeschlossen hat, mißbilligt und verwirft, was ihm doch wahrlich Niemand verdenkeli kann; und zweitens, daß die Türken das rumänische Donau-User beschießen, mit andern Worten, die Russen am Uebergang über die Donau zu hindern suchen. Die Rumänen wollen also Theil am Kriege nehmen, und wenn sie ihre Unabhängigkeit noch nicht geradezu proclamirt haben, so haben sie doch erklärk.'Daß sie dieselbe beim Friedensschlüsse zu sichern hoffen. Die Zukunst wird lehren, ob die Rumänen sich verbessern, wenn sie ihre blos nominelle Zugehörigkeit zur Türket vertauschen mit einer wirklichen Abhängigkeit von Rußland. Berlin, 15. Mai. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht das Gesetz, betr. die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Post- und Telegraphen-Verwaltung, der Marine und des Reichs-Heeres, im Betrage von 42,264,388 Mk., datirt vom 10. Mai und gegengezeichnet vom Fürsten Bismarck. Hamburg, 16. Mai. Einem Telegramm der „Hamb. Nachr." zufolge ist heute der Sohn des Vice-Königs von Aegypten von Alexandrien nach Triest abgereist. 2" de eine LocalDe^ Fabrik de Den MitS Nachricht geben. (tiN da N Arl-d N; bat ft* in W'.'l ßuß »'iiy au«ü6t nnbta» ibtr blilm tztz wurDdt SomaMtkeidt I des Eintritts btr durch fünjlii^ $ wtirbt bas Gew'' ergab sich IW« 1. Das G Mr die Saal^ wcrroggkN unb j 2. In be nmtiüt verrinn unhig btbtinenb 3. Mit t der Qualität alt enminben sich 1 mrgaltung. 4. Die. Körnern bei spö btr Zeltuntersch rinptres Spelz, 5. Der Saat in trocken zuzuschreiben. 6. Der! eommtrfaattn n lünsll'che Btwäss wird b'ie Saat i Mulirrlorn unb Uultn bas spätg 7. Eine Verminderung I auf den Beginn lich aber aul's suchen unjroeifc 8. Mit Verzögerung m laufe, ober oud j'N ausgesetzt si jtdoch das letz! türkische Todte sind am Ufer geblieben. — Tschernajeff wird ein Commando in der Kaukasus Armee übertrag« erhalten; von einer Anstellung desselben bei der Donau-Armee war nicht d- Rede. Fadejeff ist hierher zurückgekehrt; -über dessen Verwendung ist nichts bestimmt. Von der Existenz eines angeblich vom Fürsten-Reichskanzler zusammer- gestellten Blaubuchs ^ist hier nichts bekannt, und, wie von tnformirter Stele versichert wird, auch nichts derartiges beabsichtigt. — Einem Telegramme des Obercommandirenden aus Tiflis zufolge et- schien ein türkisches Geschwader vor Gerdanby, beschoß diesen Platz unb landen, wie verlautet, 1000 ehemals ausgewanderte Tscherkessk. — Aus Suchum^kar wurden einige Sotnien Kosaken und Miliz über den Fluß Guwpfu abgesch'w Am 14. d. Mts. lagen 6 türkische Panzerschiffe vor Suchum Kale. — Großfürst Nicolaus teleqrapbirt, daß er gestern in Plojescht angeko«' men und von den städtischen Behörden, dem Klerus und der Bevölkenl^g enthusiastisch empfangen worden sei. Auf dem Bahnhofe, wo eine bulgari^ Ehrenwache aufgestellt gewesen, sei er vom Fürsten Karl begrüßt worden W werde er den Besuch heute in Bukarest erwidern. — Zwischen den Surfen unu Rumänen ist ein neuer Zusammenstoß nicht vorgekommen. Das Art, er- - Feuer von Oltenitza wird fortgesetzt. Der Gesundheits-Zustand der Trupp l,t Bukarest, 16. Mai. Die Deputirten-Kammer bewilligte einen LreUl in See gegangen. London, 16. Mai. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Port Said von heute: Das englische Panzergeschwader ist von Kreta kommend heute Früh hier eingetroffen. Ä ‘‘ «orntntn London, 15. Mai. Das Unterhaus hat d'e erste unter den von Gladstone beantragten Resolutionen mit 354 gegen 223 Stimmen verworfen, die zweite Resolution wurde von Gladstone zurückgezogen. London, 16. Mai. „Reuter's Bureau" meldet aus San Francisco vom heutigen Tage: Eine russische Corvette 'lst heute mit versiegelten Ordres m H"°° Ä ’A1* 3-it bei ,me?L g- rfif<%en Sionitotg, «j 'tneSmege, wie VXint'Meinte 'Maftigt nur, 'nl“&fe, bet b,z ». B'f'WHer §afim }■ Hum Osser fiel» bei Sattiu |s bnjeitj sollrn nurjb jd) beinahe neunftünbi? 9t Stellung abstehkn r Dn türkische 8ufN vollendet sein und IM übersiedeln. us Cettinje vom 14.3; igrtnischen Commintir tn. Die Miriditen, w aus Oros wieder veA lern ein ganzes Mn voraussichtlich ein M- Fr. Pr." wird MA 3mee-Corps istLcki« us das rechte ÜM|« ©fffjHSnhtM *6 mnlafiten Wufyifrn, \- btrt ju r Bereitung \ us Ariegesuß Kredite üvgrnvwMU. tnti dm & in SüM. Mtn t“!1 :t ihnen vollständige im 13. d. Mts. die M mb das ZMinttM tie Loldaten siüchw -' int zurüekließen. i Bukarest vom U » I und seines .pen»>Mu»gM^ , gabnbof« waren nw; ienmte unb d-r ®H* IttroDOÜt Ijtelt ei« L-LÄx sLr PttMjen lverve LS--B ÄÄ5 j! tfftS ib^'l ttnriF* J. ((ll (i tu * (Aen «*<**k,t . 1 . tob1 von 10 Mill. Frcs. für den Unterhalt der Armee. — Gestern dauerte die Kanonade zwischen Turtukai und Oltenitza ununterbrochen zwei Stunden. — T er Großfürst Nicolaus empfing hicrselbft außer den Vertretern der russischen Colonie auch die Mitglieder des in Rumänien residirenden bulgarischen Comitös mit großer Herzlichkeit. £—(T f a l - M v t i z. Gießen, 17. Mai. Gestern Mittag !wurde aus der Lahn unterhalb der Lahn- diücke, die Laiche eines älteren Mannes gelandet. Derselbe soll am Dienstag Abend etwas angeheitert den Weg oon der Pulvermühle nach der Chaussee verfehlt und ins Wasser gerathen sein. L a ndwirthfchaftliches. In den letzten Tagen der nächsten Woche findet eine Excurfiov des Giefiener landwirtschaftlichen Local-Dereines nach Wetzlar in die Snperphosphat Fabrik der Herrn Müller, Packard K Co Statt. Den Mitgliedern des Vereines wird noch besondere Nachricht über Tag nnd Stunde der Abfahrt zugehen. EjnNuß der Zeil der Aussaat auf die Entwickelung der Zommergetreidearten. (Aus der deutschen landwirthschaftlichen Presse.) Fried. Haberlandt, Professor an der K> K- Hochschule für Bodencultur in Wien, hat sich in sehr eingehender Welse mit der Lösung der Frage beschäftigt, welchen Einfluß wohl die spätere oder frühere Aussaat der Sommergetreidearten auf die Ernte nnsübt und die Resultate seiner Untersuchungen veröffentlicht. Wir entnehmen seinen über diesen Gegenstand gemachten M'ttheilungen Folgendes: Es wurden im Mai und Juni neun verschiedene Male Versuchsparcellen mit Sommergetreide besäet und für jeoe Ansaat der Moment des Schossens, der Blüthe, des Eintritts der Reife und der Ernte sehr genau verzeichnet. Allen Parcellen wurde durch künstliche Bewässerung die nöthige Feuchtigkeit gegeben. Nach dem Ausdrusche wurde das Gewicht der Körner, des Strohs und der Spreu genau bestimmt, und es ergab sich folgendes Resultat: , x , . 1. Das ElNtcquantum der Sommergetreidearten verringert sich um so mehr, je später die Saat stattgefunden hat. Am empfindlichsten sind in dieser Beziehung Sommerroggen und Sommerweizen; bedeutend weniger leiden Gerste und Hafer. 2. In dem Maße, in welchem sich in Folge verspäteter Frübjahrssaat die Kor- iRcrernte verringert, vergrößert sich das Gewicht des Strohs, das sich also verhaltnttz- unäßig bedeuiend steigert. 3. Mit der Verminderung der Quantität der Kornerernte halt der Rückgang der Qualität gleichen Schritt, weil das Volumen der einzelnen Körner abnimmt. Es vermindert sich sowohl das absolute, als das spectfische Gewicht einer bestimmten Kornergattung. , r, . 4. Die verhältnißmäßige Entwickelung der vegetativen Organe gegenüber den Körnern bei später Aussaat gilt nicht bezüglich des bespelzten Hafers, namentlich wenn iver Zeitunterschied nicht zu beträchtlich ist, denn es kann später gesaeter Hafer ein geringeres Spelzengewicht besitzen, als früher gesäeter. m . 5. Der geringe Ernteertrag der Frühjahrssaaten ist bet einer Verspätung der Saat in trockenen Gegenden gewöhnlich der Dürre, dem Mangel an Bodenfeuchtigkeit j uzuschreiben^ ^g^^el an Bodenfeuchtigkeit allein erklärt jedoch die Mißernten der Sommersaaten nicht hinlänglich. Da, wo häufigere Niederschläge im Sommer, oder künftl'che Bewässerung des Bodens die aus der Dürre entstehende Gefahr beseitigen, wird die Saat von parasitischen Pilzen angegriffen. Es entstehen dort: Rostpilze, Mutterkorn und Mehlthau. Außerdem aber überfällt eine ungezahlte Menge von Blatt- lciusen das spätgesäete Sommergetreide und hemmt seine Entwickelung. 7. Eine Folge hiervon ist nicht nur eine Verichlechterung des Kornes und eine Verminderung der Ernte, sondern auch eine Verspätung bezieht sich jedoch nicht allein auf den Beginn der Reife, sondern auf alle Entwickelungsstadien der Pflanze, namentlich aber aus's Schossen und Blühen derselben. Dies geht aus den angestellten Versuchen unzweifelhaft hervor. m f 8. Mit Gewißheit kann bis jetzt noch nicht gesagt werden, ob der Grund dieser Verzögerung nur in der Beschädigung später Saaten durch Parasitenpilze und Blattläuse, oder auch in einer Umkehrung des Ganges der Temperatur, der die spaten Saa- t,n ausgesetzt sind, zu suchen sei. Aus allen bisher gemachten Beobachtungen scheint jedoch das letztere mit Wahrscheinlichkeit angenommen werden zu können. Weitere Wiederholungen der Versuche in dieser Richtung sind sehr wünschenswert zur Fest- 'tellung dieses hochinteressanten Verhältnisses, dessen genaue Erforschung zur Aufstellung eines neuen Wachslhumsgesetzes führen würde. In der jetzigen Zeit der Sommersaaten dürfte obige Notiz nicht ohne Interesse ein, zumal man in einigen Gegenden der Ansicht ist, daß spätere Sommersaaten icherer sind und besser gedeihen, als frühere. A. K- (Ldw- Ctrbl. f. d. Prov. Posen.) Miseellen. — Kartoffelhaus. Ich habe eine Brennerei und muß für dieselbe viel Kar - löffeln bauen. Das Einmiethen, Zudecken, Aufdecken rc. derselben verursacht viel Kosten, und möchte ich diese deshalb gern in einem Gebäude unterbringen. Ich habe dicht beim Hofe einen Hohlweg von etwa 7 Meter Breite und 80 Meter Länge. Würde es rathsam fein, diesen auszumauern und mit einem Ziegeldache zu versehen? Eine Wölbung will ich nicht anbringen, sondern die Kartoffeln durch Ausfüllung des Daches mit Stroh vor Frost schützen. Die Einfahrt müßte auf dem Giebel so sein, daß man dicht unterm Dache auf Bohlen entlang fährt und die Kartoffeln, wenn man die Bretter zieht, hinunter fallen. Sollte Jemand ein solches Kartoffelhaus kennen und Erfahrung haben, so bitte ich um gefällige Auskunft über die Conslruction eines solchen Gebäudes und die Art der Aufbewahrung der Kartoffeln, auch ob dieselben in einem solchen Hause sehr zum Wachsen geneigt sind oder nicht. Es unterliegt keinem Zweifel, daß in dem „Hohlwege" ein Kartoffelmagazin in der angedeuteten Art erbaut werden kann, welches zum Durchfahren eingerichtet, die Aufspeicherung von Kartoffeln ermöglicht. Um über die Zulässigkeit der angedeuteten Construction des Kellers urtheilen zu können, sind nähere Mtttheilungen über die Beschaffenheit der Baustelle, die Grundwasserverhältnisse, Abdachung der Umgebung rc. rc., welche bis jetzt ganz fehlen, unerläßlich. Eine andere, außerordentlich wichtige Frage ist allerdings diejenige: Wie werden sich die Kartoffeln in einem solchen Gebäude längere Zeit hindurch und in so großen Massen angehäuft, conseroiren? So viel dem Schreiber Dieses bekannt, ist man bisher im Allgemeinen der Meinung, daß sich die Kartoffeln in Mieten am günstigsten aufbewahcen lassen. Für mehrere vom Verfasser erbaute Dampfbrennereien, worunter die eine z B- täglich bis 28,500 Liter Kartoffelmarsche verschwelt, wurden Kartoffelmagazine in Form von ungewölbten Kellern dergestalt in der Nähe der Brennerelen angelegt, daß em kleines, das Magazin durchlaufende Eisenbahngeleise die zum Verschwelen bestimmten Quantitäten in eisernen, 2 Scheffel haltenden Wagen btrect zur Kartoffelwäscye führt. Diese Keller, welche sich durchaus bewährten, dienen aber keineswegs alS Ersatz der Kartoffelmieten, fonbem sind nur so groß, daß das für iy2 bis 2 wöchentlichen Betrieb der betr. Brennerei erforderliche Kartoffelquantum darin Aufnahme finden kann; sie haben nur den Zweck, die von den Vorwerken der Brennerei des Hauptgutes eingelieferten Kartoffeln aufzunehmen und gleichzeitig eine Controle dem Brenner gegenüber zu ermöglichen. In allen Fällen rollen die Kartoffeln aus dem sie heranführenden Wagenkasten über eine ca. 48 Centimeter breite Fuge, um sie von der ihnen anhängenden Erde zu befreien, durch die seitlich in den Wänden des Kellers angebrachten Luken, in diesen. Es kann zunächst nur gerathen werden abzuwarten, ob und welche Mittheilungen aus landwirth- schaftlichen Kreisen über event. bestehende bewährte ähnliche, wie die beabsichtigte Einrichtungen, tinlaufen werden, und Dann unter Benutzung jener Resultate den eigen- thümlichen örtlichen Verhältnissen Rechnung zu tragen. d- — Anlage einer Wasserleitung für einen Kuhstall. Bei dem Neubau eine- Kuhstalls soll eine Wasserleitung hergestellt werden, vermittelst derer das Wasser btrect in die Krippe fließt. Ist es in sanitärer Hinsicht rathsamer, dasselbe durch eine Saug- und Druckpumpe aus einem außerhalb des Stalles liegenden Brunnen btrect in die Krippen oder erst in ein im Stall erhöht aufzustellendes Sammelbassin zu leiten? Liegen inbefonbere Erfahrungen vor, ob ba*3 im Sammelbassin abstehende Wasser bei ausbrechenden Krankheiten zum Träger von Ansteckungsstoffen werden kann? Vorausgesetzt, daß das Wasser nicht ungewöhnlich falt ist, kann dasselbe unbedenklich birect aus dem Brunnen in die Krippen geleitet werden. Andererseits ist auch nicht zu befürchten, daß das im Sammelbassin abstehende Wasser schädlich wirkt, falls nicht eine Verunreinigung mit fauligen Stoffen stattfindet. _______________________ Händel und Verkehr. Frankfurt, 16. Mai. Der heutige Heu-und Slroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Gentner 3t 4.50—6.—, Stroh per Gentner 3t 4 bis 5. Butter im Großhandel daS Pfund 1. Qualität 3t 1.35—40, 2. Qual. 3t 1.24 dis 3t 1.30, im Kleinhandel 1. Qual. 3t 1.50—60, 2. Qual. 3t 1.40, Gier, gewöhnliche, das Hundert 3t 4.50-56, Spargel das Pfd. 40—60 Kartoffeln 100 Kilo- gramm 8 3t ____________________________ Die Annoneen-Expedttion Ttz. Dietrich Sf @0. in Cassel Über nimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschlands und des Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. b. „Casseler Tagespost.") Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 2806) Die Auslassung der Haupt- und Ergänzungs- Geschworenen für das Schwurgericht der Provinz Oberhessen vorn dritten Quartal 1877 soll Dienstag den 29. Mai 1877, Bormittags 11 Uhr, in öffentlicher Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts in dem Hofgerichtsgebäude vorgenommen werden. Gießen, den 15. Mai 1877. Der Präsident Grotzherzoglichen Hosgerichts der Provinz Oberhessen: Dr. Buff’. vdt. Grünewald. Main-Weser-Bahn. 2807) Es soll die Anlieferung von 340 Kbm. Basaltkleinschlag zusammen oder in Quantitäten von mindestens 100 Kbm. franco in den Babnwagen einer Station der Main-Weser-Bahn im Wege öffentlicher Submission vergeben werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission aus Lieferung von Basaltkleinschlag" bis zum Submissions-Termine am Mittwoch den 23. Mai d. I., Vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs -Jnspection zu Frankfurt a. M. einzureicheu, woselbst auch die Bedingungen eingesehen und Offerten-Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M., den 11. Mai 1877. Königliche Betriebs-Jnspection II der Main-Weser-Bahn. '___Heyl. 2817) Cinige Geschäftshäuser in freguentefier Lage find zu verkaufen. Näheres bei I. Blitz. Falzziegel in der Fabrik von Müller Berber, Eisenberg, Rheinpfalz. (2t Bekanntmachung. 2822) Diejenigen hiesigen Einwohner, welche Streulaub aus den städtischen Waldungen zu beziehen wünschen, wollen ihren Bedarf binnen 8 Tagen bei der unterzeichneten Behörde au^eiqen. Gießen, den 16. Mai 1877. Grohherzogliche Bürgermeisterei Giehen. A. Bramm. Oderyessische Eisenbahnen. Bekanntmachung. Die Einführung eines neuen Local- tarifs für den Güterverkehr be- tnffenb. Am 1. Juli b. I. tritt für ben Güterverkehr der Oberhefsischen Eisenbahnen ein neuer Localtarif in Kraft. Von diesem Tage an wird der Tarif vom 29. December 1869, nebst sämmtlichen Nachträgen, insoweit derselbe Bestimmungen über ben Güterverkehr enthält, außer Geltung gesetzt. Exemplare des Tarifs sind bei unserer Drucksachen-Ve rwaltung in Gießen unb bei sämmtlichen Güter-Expebitlsnen zum Preise oon 1 3t 40 pro Exemplar käuflich zu erlangen. Die reglementarifdjen Bestimmungen werben zum Preise von 90 ble Tariftabellen für sämmtliche Stationen zum Preise oon 50 unb die Tariftabellen einer einzigen Station zu 5 einzeln abgegeben. Gießen, ben 16. Mai 1877. Großherzogliche Direction. 2821)_________Mohn.___________ Oberhessische Eisenbahnen. Die Versteigerung der Klee- unb Grasnutzung auf dem Bahngebiete in der Bahnmeisterei Gießen-Lich an die Melstbietenben wirb Samstag ben 19. d. M., unter den bei der Versteigerung bekannt zu gebenden Bedingungen, oorgenommen werden. Die Zusammenkunft ist Mrrgens 8" am Bahnhöfe Gießen. Gießen, den 16. Mai 1877. (2811 Stegmayer, Sektionsingenieur. Brennholz-Liefernng. Die Lieferung des BrennholzbedarfS für bas Großherzogliche Hofgericht dahier, in 75 Rmtr. Buchenscheitholz bestehend, soll Samstag den 26. Mat 1. I., Vormittags 10 Uhr, im Ganjleigebäube in Accord gegeben werden, was hiermit zur Kenntniß der Interessenten gebracht wirb. Gießen, den 16. Mai 1877. In Auftrag: (2809 Bög er, Hofgerichts-Protocollist. DeffkiUlichr Bekanntmachung. Die bezüglich des Heinrich Stein in Glimbach ungeordnete Guratel ist durch Verfügung Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz Oberhessen vom 19. April 1877 aufgehoben worben. (Srünberg, am 15. Mai 1877. (2810 Großherzogliches Landgericht Grünberg. Sellheim, Jttmann, Landrichter. Landgerichts-Assessor. 2824) Feinsten saftigen Schweizer Käse empfiehlt C. W. Dietz Ausstellung für im Buudespalais zu Frankfurt a M vom 15. Mai bis zum 15. September Geöffnet von Morgens 8 bis Abends 7 Uhr Eintritt an den Wochentagen I Mark, an Sonn- und Feiertagen 50 Pfennig. 2813) Abonnementskarten für I Person 5 Mk. — Für 2 oder 3 Personen 8 Mk. — Familienkarten für mehr als 3 Personen 10 Mk. In der archäologischen Abtheilung sind die hervorragendsten Sciilpturen vom Zeus-Tempel zu Olympia im Abguss ausgestellt. Aermieihungen. 2300) Ein freundliches Logis, bestehend aus 5 Zimmern, ist zu oermtethen und kann oom 1. Mat an zu jeder Zeit bezogen werden. Näheres bet ________I. Blitz. 2485) Zwei ineinandergehende Zimmer mit sehr freundlicher Aussicht mit oder ohne Möbel alsbald zu vermicthen. Auch könnte nach Uebereiw fünft Berköstigung übernommen werden. Zu erfragen in der Exped. d. BlttS.__ 2574) Durch den Umzug des Herrn Dr. Dtefs cndach wird ein geräumige! Famtltenlogts mit allen Bequemlichkeiten, tncl. Remisen, Bügelstude, Bleichplatz, Garten - Vergnügen rc., frei und ist per 1. Juli zu vermrelhen. S- Pascoe, Frankfurter Straße. 2718) Ein ^/ansaidenlogis ist zu ver^ miethen und gliich zu beziehen d.i __Carl Herbert, Nahrungsberg. 1712) D«r 3. Stock meines HauseS m der Neichensand-Bahnhofstratzc (6 geräumige Zimmer, 2 Bodenkammern, Küche mit Wasserleitung) vom 1. Juli an beziehbar, zu oermtethen. Auf Wunsch Stallung sür 2 Pferde.________Theodor Haubach. 2777) 1—2 unmöbltrte Zimmer sind za vermiet^en und bis 1. Juli beziehbar. ____________Emil Lotz, Ktrchenplatz 2678) Möblirtes Zimmer zu vermicthen. _________________________Neuenweg 117. 2825) Das von Herrn Gymnasiat-Llhrer Doctor Schmidt seither bewohnte Logir ist wegen dessen Wegzug von hier anoa- weitig iu oermtethen Louis Scheid, Marburgerstraße. 2760) Die Kleeerndte meines an der Steinkaut gelegenen Ackers ist zu vcrpachtcn. Carl Schwan. Fasselochs-Bersteigerung. Dienstag den 22. Mai, Nachmittags 1 Uhr, soll ein Fasselochs der Gemeinde gehörig, auf hiesiger Bürgermeisterei öffentlich versteigert werden. Steinbach, den 16. Mat 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. __________Nicolaus._______(2804 Freitag den 18. Mai, Nachmittags 2 Uhr wird in der Brandgasse altes Bau-, Brenn- und Lagerholz, 1 Scheuernthor und 1 Latten- thor, 2 große Leitern, meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. 2797)H. Schnell. Jeilgeöotenes. 2820) Die Kleeerndte von drei Grundstücken zu verkaufen. Lehrer Broun Wwe., _______________________Neustadt D. 44. Wein-Stube. V. Klein, Wallthorstraße 150. Durch Verkauf der Weine meiner eigenen Weinberge bin ich in den Stand gesetzt, reine Waare billigst verkaufen zu können und empfehle dieselbe bestens. Rheinweine frische Sendung angekommen. V. Klein, 2819)Walltborstraße 150. 2790) Altes Actenpapier, schön rein, das RieS JÄ 2. I. Rothenberger, Lindenplatz. 2776) Frische Hefe bei _________J. f^einu Wallthor. Heu, prima Qualität, hat zu verkaufen 2772) Friedrich Fischer in Lich. Tinten. Schwarze Schreib- u. Coptrtinte. prachtvollste Salon-, Aleppo-, Tannin-, Carmtn-, blaue und andere Tinten aus der Fabrik von H. von Gimborn in Emmerich sind stets auf Lager bei Julius Hoos und H. K üch n.___________________________(402 2789) Ein schönes Blumengestell von Eichenholz, ein Kinderbadbüttchen, ein Sitzbad von Zink, 6 Lambregins von roth braunem Rips, 253 Zentimeter lang, noch wenig gebraucht, mehrere gut erhaltene Schreibpulte, sind billig zu verkaufen. ______I. Rothenberger, Lindenplatz. 2763) Ein einstöckiges Wohnhaus ist nut den Abbruch zu verkaufen. Näheres bei ___________________________F. Jutzi. 2781) Frauen- u. Kinderflrümpfe in farbiger Wolle und Baumwolle vorräthig bei Carl Pietsch, (Nahrungsberg.) Morgen, I Samstag Abend den 19. Mai: I ! Schluss ! ■ 2814) des I Ausverkaufs des weltberühmten I Mainzer Schuhmaaren-Fabrikats von I M. Willstädt aus Frankfurt a. M. Tas Verkaufslocal befindet sich im Hause des | Herrn Metzger Seng, Settersweg. W* Liöber, Brundgasse, verkauft das Mehl des Herrn Fer