it beab^tigk ich ganj mie rief' 10% Rabatt, iguren in @yp$V ideHlah. ÄiM'. „ ff#*«* H: p A H°nstein, 9re" «tten-' Dr- «kein, Rkal- EC,or- Mgelius, (4516 ^Ilen i|} m "ürdil, » 'oet! Sorten °d« solchen : die % ^rgeii- t. $)ie m"6 eW. »W S? Machen 2' ' barum N . La tt tbe* ■' Misch,» Mg. jfn biene hiermit ? Ltuhlmach» i ^ache Vorkommen- 5 !n orbiudrften biS ? »rauben, Polster- t hie. Ö abart. ö “ S sch/machcr, 0 irf am i>aUtt)or. X XXXXmXKO ihre id), um mit »n Einläufen M nd Müller, tbran^Mn (m 3a^ eUr. - * 6(n durch Direction chn^^L- SlS'Z 23*"5 iflSS.»-’ , x. d-ss-!b- «!«? NUN« an ___ «üÜ—rT"^ JVo. 18V Mittwoch, den 15. August 181». Meßmer Wyngcr Anreize - unii Amtsblatt sm den Kreis Gießen. Erscheint tLglich mit Ausnahme deS MoirtagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohä. ExpO-ttionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Uokitisch Deutschland. Darmstadt, 13. August. Se. Excel!, der Staats-Minister und Präsident des Reichskanzler-Amts, Herr Hofmann, ist gestern Morgen nach Kissingen abgereist. Kesterreich. Wien, 11. August. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad vom 11. August: Minister Ristics versicherte einer ihm nahe stehenden Persönlichkeit, daß die Miliz-Armee keine Marsch-Ordre und daß die theilweise Mobilmachung nur den Zweck des Grenzschutzes habe. Serbien verbleibe neutral; die Fortdauer seiner reservirten Haltung sei jedoch abhängig vom Verlaufe der Kriegs-Ereignisse und von den politischen Konstellationen Europas. — Einer Meldung der „Polit. Corresp." aus Agram zufolge wäre Seitens der bosnischen Christen Niemand ermächtigt, bei dem Kaiser von Rußland die Bitte um Vereinigung Bosniens mit Serbien vorzubringen. Unter den Bosniaken herrsche keine Geneigtheit zu derartigen Schritten, und hätten sonach diejenigen Persönlichkeiten aus Bosnien, welche etwa b-m Kaiser derartige Wünsche vortrugen, aus eigene Faust gehandelt. Wien, 12. August. Die „Pr-'fe" enthält folgendes Telegramm aus Konstantinopel: Seitens der griechis 'n Regierung sind 6 Batterien Krupp- Geschütze und 16,000 Hinterlader angel' ust; letztere sind bereits in Griechenland eingetroffen. — Die Mannschaften eines Tabors türkische Truppen haben den Vormarsch nach Adrianopel verweigert, weil ihr Sold im Rückstand sei — und sie nicht mit Winchester-Büchsen ausgerüstet wären. — Derselben Zeitung wird aus Ragusa telegraphirt: In Nord-Albanien und Epirus schiffen britische Dampfer Pulver, Reis und Zwieback aus. Irankreich. Paris, 12. August. Das „Amtsblatt" enthält eine Verordnung, wodurch anläßlich des Auftretens des Kolorado-Käfers b^ Em- und Durchfuhr von Kartoffeln verboten wird. Das Verbot erstreckt sich auf Laub, Säcke, Fäffer und andere zur Verpackung dienende Gegenstände. — Die in auswärtigen Zeitungen verbreiteten Gerüchte, wonach Mac Mahon geneigt wäre, sich wieder den Männern zu nähern, gegen deren Politik er am 16. Mai die vom Senate gebilligten Maßregeln ergriff, werden von dem ,,Fran?ais" auf das Entschiedenste für unbegründet erklärt. Paris, 15. August. Eine den Zeitungen mitgetheilte Note erklärt aus das Entschiedenste die Gerüchte über einen angeblich im Minister-Conseil ausgebrochenen Zwiespalt für unbegründet; zwischen den Ministern Broglie und Fourton bestehe unausgesetzt das vollste Einvernehmen. England London, 11. August. Unterhaus. Monk wiederholte seine Anfrage bezüglich der zeitweiligen Besetzung Konstantinopels durch die russischen Truppen. Forster erklärte, die Führer der Opposition hätten in Berücksichtigung der ernsten Bedeutung der Frage beschlossen, auf einer Tiscussion über dieselbe nicht zu bestehen. Sie hätten indessen einen solchen Beschluß nicht faffen können, wenn sie nicht Angesichts der letzten Depeschen und im Hinblick aus die Erklärung der Regierung, daß sie chre strikte Neutralität nicht aufgkbe, die Ueber- zeugung gewonnen, daß die Regierung nichts thun werde, was das Land in einen Krieg verwickeln könne. Die Regierung könne die Anfrage Monk's nicht beantworten. Es würde ja tatsächlich ein Bruch der Neutralität sein, wenn die englische Regierung Rußland vor einer Besetzung Konstantinopels warnen würde, indem geltend gemacht würde, daß England einen solchen Schritt, der nur ein nothwendiges Ergebniß des Krieges sei, als feindseligen Act betrachten muffe, obschon andererseits die Regierung natürlich einen solchen Schritt nicht billigen könne. Northcote wiederholte die Erklärung, es sei unmöglich, die Frage, was die Regierung eventuell thun werde, zu beantworten. — Im Unterhause nahm Horcourt das Wort, um das seitherige Verhalten des Admirals Horsey in den peruanischen Gewässern gegenüber dem Schiffe „Huascar" einem entschiedenen Tadel zu unterziehen; Redner bezeichnete die geschehene Entsendung einer Torpedo-Expedition nach dern Hafen eines befreundeten Staates als Verletzung des Völker-Rechtes. Der Attorney-General Holker führte dagegen aus, daß, soweit die Thatsachen bekannt geworden seien und ein Urtheil zuließen, der Admiral berechtigt gewesen sei, den „Huascar" als Schiff ohne Nationalität anzusehen, welches sich eines Angriffes auf bri« tische Schiffe schuldig machte und deshalb als Feind zu behandeln war. Die Torpedo-Expedition sei kein feindseliger Act gegen eiüe befreundete Regierung gewesen, da eben diese die Intervention des Admirals nachgesucht habe. Im weiteren Verlause der Sitzung forderte Fawcett Aufschlüffe über die künftige Politik der Negierung in der orientalischen Frage und äußerte dabei: er wünsche nicht, daß die Regierung erkläre, daß sie unter keinen Umständen die Neutralität aufgeben wolle; doch möge sie, wenn sie sich genöthtgt glaube, gegen Rußland vorzugehen, dies nicht thun, ohne das Parlament zu versammeln. Fawcett fragte ferner an, ob der britische Botschafter Layard gegen das Auftreten Chefket's in Datum Protest erhoben habe. Schatzkanzler Northcote erwiderte: er Hßei5. Die Regierung habe über die letzterwähnte Angelegenheit keine speciellen Informationen erhalten. In Fällen, wo es nothwendig erschien, habe Layard stets entsprechende Vorstellungen erhoben. Was die orientalische Politik angehe, so habe die Negierung das vollste Bewußtsein ihrer constituttonellen Verpflichtungen und werde dieselben strenge innehalten. London, 13. August. Frederic Arthur Stanley wurde an die Stelle Smith's zum Sckatzsecretär ernannt. — „Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel vom 12. August: Die Russen haben den Engpaß von Hainboghaz geräumt. Serbien. Belgrad, 11. August. Das „Amtsblatt" publicirt das Finanzgesetz für das Jahr 1877, Die Einnahmen betragen 7,088,921 fl., die Ausgaben 6,981,580 fl. Für den Tribut an die Pforte wurden 225,251 fl. eingestellt. Belgrad, 13. August. Die in dem jetzt veröffentlichten Finanz-Gesetz vorgesehenen Extra-Ausgaben von 7,885,742 Frcs. sollen durch die rückständigen Beträge aus der Zwangs-Anleihe, ferner durch die Einnahmen aus der Bier-Steuer und der Erhöhung der Kopf-Steuer gedeckt werden. Hriechenland. Athen, 11. August. Fortwährend rücken von hier Truppen unter begeisterten Zurufen, Gesängen und Blumenspenden der Bevölkerung nach der Grenze. Der König wird bei Lanna Truppen inspiciren. Die Einberufung der zweiten Reserve steht bevor. In Kreta hat sich eine große Anzahl Insurgenten bei Reiimo angesammelt. Die Türken'zogen sich in ihre Befestigungen zurück. Kreta ist von einer türkischen Escadre auf's Strengste blokirt. Athen, 12. August, Abends. Zahlreiche VolkShaufen durchzogen die Stadt und erhoben vor den Häusern von Kumunduros und des Obersten Koro- naios den Rus nach Krieg gegen die Pforte. Amerika. Washington, 12. August. General Gibbon hatte an der Spitze von 182 Mann Bnndestruppen und Bürgern am 9. d. einen hartnäckigen Kampf mit Indianern bei Helena Montana, worin zwei Officiere getödtet wurden. General Gibbon nebst 4 Officieren wurden verwundet. Von den Soldaten und Bürgern sind 80 bis 100 Mann verwundet oder tobt. Die Jnbia- ner würben schließlich gezwungen, sich zurückzuziehen, unb beren Verlust wird auf 100 Mann geschätzt. — Einer Depesche aus Panama vom 8. d. zufolge scheiterte der Dampfer „Eten" von der Pacific Steam Navigation Company am 15. Juli 70 Meilen nördlich von Valparaiso. Es waren angeblich 160 Personen an Bord, 43 davon erreichten bis zum 18. Juli das Festland, 20 retteten sich auf nahe Felsen. Das britische Kriegsschiff „Amethyst" ging, um Hülfe zu leisten, dahin ab, konnte sich abxr wegen des stürmischen Wetters den Felsen nicht nähern. Aus Mangel an Lebensmitteln kamen Mehrere auf den Felsen um, die Ueberlebenden stürzten sich, um ihren Leiden ein Ende zu machen, in's Meer; hiervon wurden nur drei Personen gerettet. Die Zahl der Umgekommenen wird auf 100 angegeben. Der orientalische Krieg. Konstantinopel, 10. August. Ein gestern von hier abgegangenes telegraphisches Rundschreibkn an die Botschafter zählt neuerdings nach den Berichten aus Asien, sowie denen von Suleiman und Mehemed Ali eine Anzahl von Greuelthaten der Nuffen gegen ganz wehrlose Muselmänner aus, und schließt also: Indem ich diese lange und schmerzliche Aufzählung neuer Grausamkeiten, die von den Nuffen begangen worden sind, beschließe, kann ich nicht umhin, Sie darauf hinzuweifen, daß feit dem Einmarsch der Nuffen in unser Land kaum ein Tag verflossen ist, an dem wir nicht irgend welche Handlungen der Grausamkeit und Zerstörungssucht zu verzeichnen hätten. Besorgt fragen wir uns, ob Europa ein unbeteiligter Zuschauer bei diesen Gewaltthaten gegen die Gesetze des Völkerrechts und der Menschlichkeit bleiben wird, und ob wir dazu verdammt sind, die Leidensgeschichte des ottomanischen Volkes sich bis in's Unendliche hinein weitcrspinnen zu sehen. Die Glaubwürdigkeit der osficielleu Quellen, denen wir jene Aufzählungen entnehmen, mit denen wir Sie nahezu täglich unterhalten, gestattet keinen Zweifel an der äußersten Genauigkeit dieser Angaben und läßt den Gedanken an eine Uebertreibung gar nicht auskommen. Auch können die Ruffen sich nicht darauf berufen, daß diese Ausschreitungen von den unregelmäßigen Truppen oder gar von den Bulgaren in's Werk gesetzt worden feien, denn die fortlaufenden wohlerwiesenen Thatsachen würden eine solche Behauptung als grundlos und widersinnig erscheinen laffen. Insonderheit ist die Pforte im Stande, zu erweisen, daß die regelmäßigen russischen Truppen bei ihrem Einmärsche in Sistowa und Tirnowa alle muselmännischen Wohnungen geplündert haben und daß sie sich gegen die Einwohnerschaft zahlreiche Fälle von Mord und Schändung zu Schulden kommen ließen, wie dies auch durch glaubwürdige fremde Augenzeugen erwiesen werden kann, die bereit sind, das Geschehene zu bezeugen. Es ist nothwendig, daß Sie diesen That- Lokal-Notiz. Gießen, 14. August. Wir lassen nachstehend das Protocoll der Stadtverordneten- Sitzung vom 2. August 1877 folgen: 1. Die Voranschläge des Armen- und Plockischen Sttftsfonds sowie der hiesigen Kirche für das Jahr 1878 wurden der Finanzdeputatton zur Prüfung überwiesen. 2. lieber Anlegung einer Straße zwischen dem Gartfeld und dem Asterweg kam der desfallsige Plan zur Vorlage, welcher genehmigt und sodann beschlossen wurde, daß die damit verbundenen Arbeiten, welche auf 10950 X berechnet sind, ausgeführt werden sollen. 3. Das Gesuch des Herrn Karl Lony um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen an seinem Hause am Seltersweg soll befürwortet werden, ebenso das Gesuch des Herrn H. Bellof II., welcher an seinem Hause in der Erlengasse Aenderungen vorzunehmen beabsichtigt. 4. Einem Gesuche der Frau G. Ph. Fillmann Wittwe wegen Setzen von einigen Abwetssteinen an ihrem Hause an der Marktstraße soll gegen Entrichtung einer entsprechenden jährlichen Abgabe, stattgegeben werden. 5. Dem Herrn Bauunternehmer Otto Minner, welcher die Arbeiten fürs neue Justizgebäude übernommen hat und auf einem Acker am Schwarzlachweg die erforderlichen Backsteine anfertigen lassen will, wurde die Anlegung einer Ueberbrückung vom städtischen Weg nach fraglichem Grundstück gestattet. 6. Gegen Gewährung deS Gesuchs von Herrn Metzgermeister Otto Luft um Erlaubniß zur Anlegung einer Schlächterei in seinem Hause am Neuenweg wurde sich ausgesprochen. 7. Auf Grund des Art. der Gesindeordnung wurde ein besonderes Statut beschlossen, nach welchem die in der Provinzialhauptstadt Gießen vom 27. Decbr. 1877 an abgeschlossenen Dienstverträge zu beurtheilen sind. Dasselbe lautet: ,,Jst über die Dauer der Dienstzeit nichts vereinbart, so wird der Vertrag „als auf die Dauer eines gesetzlichen Vierteljahrs abgeschlossen angesehen. „Ein gesetzliches Vierteljahr beginnt entweder mit dem ersten Werktage „nach Weihnachten oder mit dem ersten Werktage nach Ostern oder mit dem „Johannistage oder mit dem Mtchaelistage und schließt an dem Tage des „Beginnens des jeweilig nachfolgenden Vierteljahres. „Ein im Laufe eines gesetzlichen Vierteljahres abgeschlossener Dienstver» „trag gilt bei dem Mangel anderwetter Vereinbarung als bis zu Ende des- „selben eingegangen." 8. Wegen Anlieferung des Bedarfs an Brennmaterial, als Braun- und Steinkohlen sowie Coaks für die Schulen rc. im Winter 1877/78 soll Submission ausgeschrieben werden. 9. Dem Herrn Theodor Haubach wurde zur Anlegung von Lichteinfall- gittcrn auf dem städtischen Trottoir vor seinem Hause an der Reichensand-Bahnhofs- stratze Erlaubniß ertheilt gegen Entrichtung von jährlich 40 H von jedem Lichteinfall- gitter. Gicsicn, 14. August. Wir lassen nachstehend die TageS ordnung für die Stadt- verordneten-Sltzung am Donnerstag den 16. August 1877, Nachmittags 1 Uhr, in dem allen Nealschulgebäude, folgen: 1 Die Ersatzwahlen für die Stadtverordneten-Versammlung betr. 2. Die Quellwasserleitung betr. 3. Herstellung der Reichensand^Bahnhofsstraße. 4. Baugesuch des L>chiniedmeisiers und Stadverordneten Emil May. 5. Baugesuch des Justus Bärrn. 6 Baugesuch des Technikers C. Brandes. 7. Gesuch des Louis Hellmold um Erlaubniß zur Errichtung eines Nebenbaues. 8. Baugesuch des S. Katzenstetn. 9. Kostendecreturen. 10. Die Ludwigsstraße betr. 11. Die Alicenstraße betr. 12. Den Leufertsröder Weg. 13. Herstellung eines Wegs auf dem Friedhof. 14. Erweiterung des Spielplatzes in der alten Realschule. 15. Herstellungsarbeiten in dem Stadtthurm betr. 16. Gesuch um Befreiung von Schulgeld. 17. Bestimmung des Pachtgelds von Trtebviertelresten pro 1877. 18. Crediterweiterung zu Art. 81 des Voranschlags pro 1877. fachen eine größere Verbreitung geben und jede Gelegenheit ergreifen, um die öffentliche Meinung über die barbarische Kriegführung der Russen auszuklären, damit die civilisirte Welt, falls denselben keine andere Strafe zu Theil wird, sie durch ihre einstimmige Mißbilligung verurtheile. (gej.) Server. Konstantinopel, 11. August. Suleiman Pascha telegraphirte gestern: Eine von Haiuboghaz bis zum Eingänge des Defilöes entsendete Recognosci- rungs-Abtheilung, welche die russischen Streitkräfte auskundschaften sollte, stieß unterwegs auf nur etwa 50 Kosaken und Bulgaren, welche die Flucht ergriffen. 6 Bulgaren wurden getödtet, 4 gefangen. Letztere behaupten, die Ruffen hätten sich nach Tirnowa zurückgezogen. London, 12. August. Das „Reuterffche Bureau" meldet aus Erzerum vom 10. August: Ismail Pascha steht auf russischem Gebiet bei Zayagla, 6 Meilen von der Grenze. General Tergukasoff hat sich nach Batzak Agdir zurückgezogen, nachdem zwei Dörfer in Brand gesteckt worden. In dem letzten Scharmützel bei Djelikedik erbeuteten türkische Irreguläre 2000 Schafe, 140 Pferde und Loger-Geräthschasteii. Wien, 12. August. Das „Tageblatt" meldet aus Konstantinopel: Ein Theil der Armee Suleiman Pascha's ist in den Balkan-Paß Selimno Abarareka eingedrungen, um über Gabrowa gegen Tirnowa vorzurücken. Das bisher im Kaukasus opertrende türkische Corps ist von dort abgezogen, was durch die Uneinigkeit der mohamedanischen Stämme daselbst veranlaßt sein soll. Konstantinopel, 12. August. Suleiman Pascha meldet, daß er das Defilöe Kardätsch besetzt habe, ohne irgend auf den Feind zu stoßen. Die aufständischen Bulgaren haben bei Kalofar einen Verlust von 500 Todten erlitten und sind in den Balkan geflüchtet. — Ein Telegramm Mukhtar Pascha's bestätigt die Ueberschreitung der russischen Grenze durch Ismail Pascha und berichtet ferner von einem Treffen bei Ani, in welchem die Ruffen mit einem Verlust von 500 Todten und ebensoviel Verwundeten von Mukhtar Pascha zurückgeschlagen worden seien. Wien, 13. August. Das „Tageblatt" meldet aus Osman-Bazar vom 11 d.: Gestern wurden die russischen Vortruppen bei Mesterlan von Baschi- Bazuks und Tscherkeflen angegriffen und zurückgeworfen. Der beiderseitige Verlust war unbedeutend. Die Türken haben ihre Stellungen weiter vorgeschoben. — Djitar Egendi wurde mit der Pacifictrung der wiedergewonnenen Balkan-Gegend betraut. Wien, 13. August. Die „Presse" bringt folgende Nachrichten: Aus Konstantinopel: Der größere Theil der Truppen des Generals Gurko hat sich nach dem Norden des Balkans zurückgezogen, doch halten dessen Vortruppen noch Kasanlyk und Hainkiöi, südlich des Balkans, besetzt. Suleiman Pascha hat das Gebirge noch nicht überschritten. — Aus Bukarest. General-Lieutenant Zotens führt gegenwärtig als Rang-Aeltester den Befehl über das Corps Krüdener; indeß ist General v. Krüdener nicht, wie das Gerücht ging, von seiner Stellung abberufen worden. Vermischtes. — (Uebertriebener Gehorsam.) Der „Magyar Hirado" erzählt die folgende, kaum glaubliche Geschichte: Ein in der Nähe von Großwardein ftationirter Honoed- Husaren-Rittmeister trat vor einiger Zeit in das Wachzunmer, und da er einen gemeinen Husaren als Arrestanten auf der Pritsche liegen sah, erkundigte er sich nach dem Vergehen des Arrestanten. Die anwesenden Husaren antworteten, der Arrestant habe einen Kameraden bestohlen, und dafür büße er nun. Der Rittmeister erwiderte hierauf: „Das ist eines der schändlichsten Verbrechen; solche Kerle muß man henken " Mit diesen Worten entfernte sich der Rittmeister, die zurückgebliebenen Husaren aber betrachteten die Worte deS Rittmeisters als Befehl und henkten den Arrestanten sofort. Der hievon benachrichtigte Rittmeister ließ wohl sogleich den Strick durchschneiden und der Arrestant kam auch wieder zum Bewußtsein, doch hatte der Letztere bei der mit ihm oorgenommenen Operation irgend eine innerliche Verletzung erlitten, so daß er nach 14 Tagen starb. Nun befinden sich der Rittmeister und die übertrieben gehorsamen Husaren in Untersuchung. — Der AuShängekasten eines Photographen, sagt Julius Weil in feinen „Feuilletonfahrten", ist ein Tummelplatz für die komischsten Einfälle und die ausschweifendsten Geschmacklosigkeiten. Indem Jeder sich bemüht, sich auf dem Bilde von der vortheilhaftesten Seite zu zeigen, gerath er oft auf Excentricitäten in Haltung, Ausdruck und Toilette, die gerade den entgegengesetzten Erfolg haben. Da findet man junge Herren, die sich nur in Gesellschaft von Bierseideln oder Hunden, junge Damen, die sich nie ohne Bücherstöße ober Musik- (Tugend-) Mappe photographiren lassen. Herren, auf Stühlen reitend, Damen, auf Sesseln knieend — und tausend andere possierliche Dinge. Insbesondere sind die Gruppenbilder oft reich an köstlicher Komik. Die Corporalschast, ihren Sergeanten an der Spitze — Augen rechts! da« zärtliche Verlobtenpaar in seinen unübertrefflich unglücklichen Stellungen: er stehend, sie sitzend und schmachtend zu ihm hinaufblickend, ober er sitzend und sie in seinem Schooß — brr! die Kaffeegesellschaften ältlicher Damen, die wie auf Commando ihre Taffen an den Mund führen, — das sind alles prächtige Bilder! Und nun sage man, ob es nicht ein lohnendes und obendrein billiges Vergnügen ist, solche Aushangekasten zu betrachten! Man kann da in Wahrheit ethnologisch-psychologische Studien machen. Denn man befindet sich vor einer Ausstellung von Typen, die das Volk in seiner Haltung, seiner Kleidung, seinem Ausdruck — kurz, in feiner ganzen äußeren Erscheinung charakteristisch darstellen . . . — (Wenn der Türke nicht aufgelegt ist.) Der Czar besichtigte jüngst einen Trupp gefangener Türken, und dabei geschah es, daß der Kaiser, der mit Hilfe eine« militärischen bulgarischen Dolmetsch an die Türken einige Fragen richtete, von einem der Letzteren durchaus keine Antwort erhielt. „Warum antwortest Du nicht?" läßt der Czar durch den Dolmetsch fragen. Der Türke bleibt stumm. Der Dolmetsch bringt in ihn. Alles vergeblich. Endlich stellt sich der Dolmetsch in Positur und rapportirt militärisch: „Väterchen! Der Gefangene ist nicht aufgelegt, sich mit Eurer Majestät zu unterhalten." — Einem an „The World" gerichteten Briefe eines hervorragenden Engländers über das Auftreten des Generals Grant in England entnehmen wir folgende Einzelheiten. Zu Ehren Grant's wurden Festessen und Festlichkeiten veranstaltet, auf denen der Wein in Strömen floß. Bei diesen Gelegenheiten war seine Schweigsamkeit wirklich schreckenerregend. Auf zweien der Festessen sprach er buchstäblich auch nicht eine Silbe, von der Suppe bis zum Dessert. Bei einer anderen Gelegenheit brachte er beinahe eine Revolution in der Gesellschaft hervor, indem er dem Herzog von Cambridge den Vortritt verweigerte. Am schlimmsten benahm er sich in dem Gesellschaftszimmer der Prinzessin von Wales in Marlborough House. Dort zog er eine Cigarre vom größten Kaliber hervor und wollte sie eben anzünden, als ihn Jemand auf seine Ungeschicklichkeit aufmerksam machte und ihn daran hinderte. Freilich hat er in diesem Punkte seine Vorgänger gehabt. Vor zwanzig Jahren befand sich Seward, Staats« secretar unter Lincoln, in einem Privatconcert im Buckingham-Palast. Ehe er wegging, bestand er darauf, sich in die Wolken einer Ungeheuern Havannah zu hüllen, obgleich ihm höflich bedeutet wurde, daß die Königin einen persönlichen Widerwillen gegen allen Tabak hege. Auch Victor Emanuel ließ sich dieses Vergnügen nicht nehmen. Als er noch König von Sardinien war, befand er sich auf einem Besuche im Schlosse Windsor. Zum Schrecken der Ober-Hofmetsterin setzte er es durch, die ganze Nacht rauchend im Bette zuzubringen, ohne das Jammern derselben um die kostbaren Vorhänge von grünem Atlas zu beachten. Der.jüngere Sohn des Generals Grant, ein hoffnungsvoller junger Heißsporn scheint in die Fußtapfen seines Vaters treten zu wollen. An der königlichen Tafel wandte er echt amerikanisch sich an die Königin mit den Worten: „Well, Madam, Majestät, ich hoffe, Ihre Zeitungen schreiben nicht so über Sie in Ihrem Lande, wie die unserigen Über meine Eltern schreiben." Dies trug wesentlich zur baldigen Aufhebung der königlichen Tafel bei. Diese Mittheilungen über Grant entsprechen ganz dem Charakter deS Mannes, der in seinem Vaterlande der „Schweigsame" genannt wird. Obgleich fanatischer Methodist, liebt er doch Whisky und Tabak über Alles. Das Erste, was er bet feiner Ankunft im Hotel verlangt, ist ein Glas WhiSky, und niemals sieht man ihn, auch bei seinem öffentlichen Auftreten ohne Cigarre im Munde. Schilda bei Torgau, 10. August. Aus dem hier abgesuchten Feldstück wurden über hundert Colorado-Käser, sowie unzählige Larven und Eier gesunden. Der That- bestand ist nach der Ansicht der Gommtff arten, die an Ort und Stelle sind, viel bedenklicher, als zu Mülheim. ES sind die umfangreichsten Maßregeln getroffen wor- den, um die angrenzenden Felder aufs Genaueste abzusuchen und die weitere Ausbreitung deS Käfers zu verhindern. Paris, 12. August. In der Kirche Saint-Roch fand gestern mit ganz unglaublichem Gepränge das Leichen-Begängniß des Spiel-PächterS Blanc statt; es genügt, zu erwähnen, daß der Trauer-Wagen, sowie der sonstige Apparat von Stoffen, Insignien, Lakaien, Pferden u. s. w. dieselben waren, welche bet dem Begräbnisse des Herzogs v. Morny, dem glänzendsten Schauspiele dieser Art, dessen die gegenwärtige Generation sich erinnern kann, gedient hatten. Einen tragikomischen Gegensatz zu diesem äußeren Pompe bildete die geringe Zahl und noch geringere Qualität der Leidtragenden. Der ganze Trauer-Zug zählte kaum mehr als 30 Köpfe und rechtfertigte den Ausspruch eines Vorübergehenden, daß hier, wie es scheine: ein König von Bettlern begraben werde. Nach der Messe, bet welcher die fämmtliche Geistlichkeit von Saint- Roch in ihren reichsten Gewändern und die ersten Künstler der Großen Oper mitwirk- ten, wurde der Sarg nach dem Pvre-Lachaise gebracht und dort in der Familien-Gruft beigesetzt. Blanc Hat, wie der „Gaulois" meldet, in seinem Testament über ein Vermögen von 88 Millionen Francs verfügt und verschiedene fromme Legate ausgesetzt, so eine Million Francs für seine Pfarr-Kirche Saint - Roch, 400,000 Francs für die Armen des ersten Arrondissements, 500,000 Fr. für das Maria-Theresien-Hospital für kranke Priester, eine bedeutende Summe für die Capelle von Grande-Roquette u. A. m. Handel und Verkehr. J Gießen, 14. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. JL 130, Hühnereier, per Stück 6 H, Enteneier, per Stück 6—7 H, Käse, per Stück 4-11 H, Käsematte, per St. 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 H, Linsen, 1 Liter 20 H, Tauben, das Paar 65 H, Hühner, per Stück 1 JL, Hahnen, per Stück 75 H, Enten, per Stück JL 1.50, Kartoffeln 100 Kilo 8 Frankfurt, 13. Aug. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Ochsen brachten eine Preissteigerung von ca. 3 jl, Kälber flau, zeigten einen merklichen Rückgang, Hämmel flau, Kühe im Preis angezogen. Schweine etwas niedriger. Angetrieben waren: 420 Ochsen, 120 Kühe und Rinder, 350 Kälber u. 300 Hämmel. Die Preise stellten sich per 100 Pfd. Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. -3L T5—77, 2. Qual. JL 72, Kühe und Rinder 1. Qualität 3L 63 bis 65, 2. Qualität JL 56—58, Kälber 1. Qual. JL 70—80, 2. Qual. 60—64, Hämmel 1. Qual. JL 56—58, 2. Qualität 51 bis 55. Schweine das Pfd. 57—69 Frankfurt, 13. August. (Fruchtbericht.) Unser Markt bleibt noch immer ohne Leben. Fremde Käufer fehlen, da unser diesjähriger Weizen in Qualität durchschnittlich sehr gering fällt. Folgende Abschlüsse können wir conftattren: Ungar. Weizen loca u4L 25.50, innerhalb zehn Tagen in Ungarn verladbar J4 25.20. Neuer Weizen ab unserer Umgegend schwerfällig anzubringen, je nach Qualität mit JL 23 bis 24.75 bezahlt. Roggen zum Export nichts genommen, hiesige Consumenten können sich bequem mit JL 18—19 versorgen. Gerste und Hafer ohne Leben. Am Mehlmarkt keine Aenderung. Futterstoffe ruhig. Wir notiren heute: Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 JL 38, Nr. 3 34, Nr. 4 30, Nr. 5 JL 24, Roggenmehl % (Berliner Marke) JL 27, do. II (Berl. Marke) 22, Weizen, effect- hies., neuer, ab Bahnhof hier JL 25.50, ab unserer Umgegend JL 23—25.—, do- fremder je nach "«>- « Ä-N ge- (ttn, k(r nach ''ttineistr ?^stant •enen Anc. ^^en." ' bu^l4n L°lort- tte bet ber » und ia'Bunblb|?lne” -Ar S®S SÄ~bni 'Ste ffta/btt* " “ «Ntn. Dnia L'-n-r 6«ltung, «Welnunj »ar«, ■ iM einen trupp 11■ Me eines milt« "k, non einem bet lu nicht?" läßt bet dolmetsch bringt nur unb rapportirt mit Eurer Majestät agenden Engländers Dir folgende ginjeb 'onjialtrt, auf benen Schweigsamkeit wirklich auch nicht eine nheit brachte er beb 'zog dou Lainbribge Gesellfchaftsjirnmer : eine Cigarre vom manb auf jtine Un> i) hat er in diesem ch bewarb, Staats' last. Ehe er wegging, h zu hüllen, obgleii oerwlüen gegen allen hl nehmen. Als er im Schlosse UBinbfor. • Nacht raufynb im iren Vorhänge von ein hosfnnn^voM u w ölten- An btt mit ben Borte: icht so über Sie in Dies trug wesentlich teilungen über Grant ilanbe ber „Schweiger doch Whisky und otel verlangt, ist ein ltchen Auftreten ohne l«i PIdM «d-» tfunbtn. Dn Thal. 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Brennholz r Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Nadel 391 1440 563 23780 B. Bau-, Wert- und Nutzholz: 379 Kiefern- und Fichtenstämme bis zu 47 Zentimeter Durchmesser und 13 Meter Länge mit 104,80 Festmtr. 1421 Kiefern - und Fichtenftangen mit 85,76 Festmtr. Die Zusammenkunft ist am Exerzierplatz. Montag Vormittags kommt das Bauholz und hiernach daS Brennholz zur Versteigerung. Gießen, am 13. August 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4520) A. Bramm. Versteigerung von Chausseebäumen. Auf der Chausseestrecke zwischen Gießen und Gladenbach in den ©tat. 26,8 bis 33,6, Gemarkung Oberweidbach und Wilsbach sollen 320 Stück Ahornbäume in der Gemarkung Oberweidbach «bis 25 cm. Stammstärke). 114 Stück Pappelbäume in der Gemarkung Wilsbach (bis zu 35 cm. Stammstärke) an Ort und Stelle öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden und ist hierzu Termin auf Donnerstag den 23. August 1877, Vormittags 10 Uhr, anberaumt. Die Versteigerung beginnt mit den Pappelbäumen in der Gemarkung Wilsbach. Die Bäume können bis zum Winter stehen bleiben und es kann das Laub zu Schaflaub benutzt werden. Dillenburg, den 13. August 1877. Der Wegebauinspector: 4525) Fisch er. Ileilgebotenes. Sprengpulver, Freudenpulver, Jagdpulver, Scheibenpulver in En-gros und En-Detail bei Grottlieb Luy 4427) in Wetzlar. Wein- Obstpressen 4374) (Keltern), womit ein Mann bis ^50,000 Kilo Druck ausüben kann, in neuester und bester Construction, liefern in verschiedenen Größen unter Garantie für Güte. — Jllustrirte Beschreibung franco und gratis. Ph. Mayfarth ö» C°., Frankfurt a. M., Baumweg Nr. 5 u.7. Schmall (Frankfurter Has) empfiehlt: alle Arten Fässer, Zuber, Wasch- und Badebütten, Brenken, Eimer, Blumenkübel, lackirte Wafferzüber mit Deckel und sonstige in dieses Fach einschlagende Artikel. Bestellungen nach Maaß, sowie Reparaturen, werden rasch und solid ausgeführt. 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Seibel bewohnte Logis wird mit dem 1. November er. frei und ist anderweitig zu vermiethen. __A. Katz. 4382) Marburgerftraße Nr. 161 mö- blirte Zimmer zu vermiethen._____________ 4-183) Ein FamtlienlogtS zu vermiethen. Näheres bet Heinrich Rain, _______________________Neustädterthor- 4468) Ein möblirtes Zimmer ist zu oer- miethen bei Bäcker Kuhn ____________auf dem Kreuz. 4479) In meinem neuerbauten Hause ist der Laden und der mittlere Stock zu oer- mtethen.___________Bierbrauer Weller. 4475) Eine Familtenwohnung von 3 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. __Reichensand Lit. C. 133. 4407) Ein Zimmer zu vermiethen. _________I. Balser, Grünbergerstraße. 4145) In meinem neuerbauten Hause vor dem Neuenweger-Thor sind drei Famtlien- wohnungen von je 5 Zimmern und allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und bis zuin 1. October beziehbar. Das Nähere kann bet Herrn Ehr. Vix, am Neuwegerthor erfragt werden. __________Peter Pitz, Zimmermeister. 3723) Eine Wohnung von 6 Zimmern rc. ist zu vermiethen und bis 1. October beziehbar._______Garten-Straße B- 165«