Äo. 135. Freitag, den 15. Juni 1899. Meßmer 'Anzeiger Artige- «Ä JlmbMatt für h’n Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. Preiö vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Nachstehende Trauer-Naehrichk haben wir unseren Stadt-Abonnenten bereits durch ein „Extra-Blatt" mitgetheilt. Dürmstsidlt«, 13. Juni. Die Hoffnungen und Wünsche , welche das hessische Volk erfüllten, haben sich nicht verwirklicht. Es ist im Rathschluss des Allmächtigen bestimmt worden, den allgeliebten Landesvater Grossherzog Ludwig III. aus diesem Leben abzurufen. Allerhöchstdieseiben verschieden heute Morgen um V2 11 Uhr eines sanften Todes zu Seeheim. Von tiefem Schmerze erfüllt, bringen wir diese Trauernachricht. Seine Königliche Hoheit Ludwig HL, Grossherzog von Hessen und bei Rhein etc. etc., waren geboren am 9. Juni 1806, folgten Allerhöchstihrem Vater, dem hochseligen Grossherzog Ludwig II. am 16. Juni 1848 in der Regierung. Es ist ein schwerer Trauerfall, welcher das hessische Fürstenhaus, den hessischen Staat, das hessische Volk betroffen hat. Den Segen, welchen die Regierung Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs Ludwig III. über unser hessisches Land gebracht, die Wohlthaten, welche Sein gütiges Herz nach allen Seiten Irin verbreitet hat, wird das dankbare Volk niemals vergessen. Niemals wird das Andenken des dahingeschiedenen Regenten in den Herzen der Hessen erlöschen! Amtlicher Pheil. Das Großherzoglich Hessische Regierungsblatt Nr. 29 vom 13. Juni 1877 enthält: Verkündigung, das Ableben Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Ludwig III. von Hessen und bei Rhein re. rc. betreffend. ^UDWJG IV. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. rc. Nachdem eS dem Allmächtigen gefallen hat, Unseres vielgeliebten und hochverehrten Herrn Oheims, des Großherzogs Ludwig III. von Hessen und bei Rhein rc. Königliche Hoheit zum größten Schmerze Seines Hauses wie Seiner gesummten Unterthanen am Heutigen aus dieser Zeitlichkeit abzurufen, haben Wir die Regierung des Großherzogthums, welche Uns vermöge der in Unserem Großherzo^- lichen Hause geltenden Erbfolgeordnung als nächstem Stammfolger nach dem Rechte der Erstgeburt und Linealfolge angefallen ist, angetreten. Wir versehen Uns daher zu Unseren getreuen Ständen, den Großherzoglichen sowie den sonst in öffentlichen Diensten angestellten geistlichen und weltlichen Beamten und Dienern, sowie überhaupt zu allen Unterthanen und Angehörigen Unseres Großherzogthunis, daß sie Uns, als dem rechtmäßigen Landesherrn, Treue und Gehorsam so willig als pflichtmäßig leisten werden. Dagegen versichern Wir sie Unserer auf Handhabung von Recht und Gerechtigkeit und Beförderung der Wohlfahrt und des Besten des Landes unausgesetzt gerichteten landesväterlichen Fürsorge, werden auch die Verfassung des Landes in allen ihren Bestimmungen während Unserer Regierung beobachten, aufrecht halten und beschützen. Damit der Gang der Staatsgeschäfte nicht unterbrochen werde, ist Unser Wille, daß sämmtliche Behörden ihre Verrichtungen bis auf Unsere weitere Bestimmung pflichtmäßig fortsetzen. Gegeben zu See heim, am 13. Juni 1877. (L. 8.) LUDWIG. Kempff. Schleiermacher v. Starck. Gießen, den 14. Juni 1877 Richtung an. Lehrer-Conferenz M Konferenz-Bezirkes Grünberg. Donnerstag den 21. Juni, Anfang 10 Uhr, in Grünberg. Büchner, Kreisschuttnsvector. 0CrClt Berlin, 12. Juni. Gegenüber den Meldungen verschiedener Blätter non der Ausrüstung eines zweiten deutschen Eoolutions-Geschwaders erklärt dte Nordd Alla. Stg.", es sei weder an eine Jndlenststellung von 6 bis 7 neuen Ur ^gs Fahrzeugen^ noch an die Ausrüstung -in-S zweiten Eo°Kit,°»s-Gesch va- oers gedacht worden, -ine sp-ci-lle Anordnung in Betreff der N.chtbeurlanbnng icepstichiiger Mannichasten -xistire nicht. c„, „ h,r Karlsruhe, 11. Juni. Der „Bad. Landes-Ztg. zufolge hat der seitherige Oberhofprediger Doll die ihm angebotene Stelle des Prälaten der eoanzeUschen Landeskirche angenommen; derselbe gehört der gemäßigt liberalen mernde Thätigkeit der Vereine sich neubelebt und zu den schönsten Ergebniffrn geführt habe, sobald ihr positive Ziel- gestellt worden seien. Hier ist «a olches Ziel gegeben; wie segensreich würden sich namentlich die Vereine >n den größten Siäoten bewähren, wenn sie energisch auf der angedeuteten Bahn vor- schreiten, die Gebiete berührt, welch- vorzugsweise der grau gehören. Hoffen wir nur, daß das gegenwärtig berathene Gesetz. dessen Zustandekommen wie wir hören, keineswegs außer Zweisel stehen soll, gleichwohl glücklich zum Abschluffe kommt, und auch unserem Alice-Frauenverna, welcher sich bereits erfolgreich der Waisenpst-g- angenommen Hat, dw gesetzliche Grund ag- zu einer mitwirkenden Fürsorge gewährt, zu welcher der Verein zweisellos gerne Hesterreich. Wien, 13. Juni. Gerüchtweise verlautet, Prinz Alexander von Heffen sei »nm Bulgaren-Fürsten ausersehe». Ein inspirirter Artikel des ^Prsthrr Lloyd" b7m°?kt, daß mit dem U-bergang der Ruffen über di- Donau d°r Moment »nr Wahrung der Jntereffen Oesterreichs nahe g-ruck s-,. Aus Pesth wird gemeldet, daß in slavische» Truppentheilen russische Agitatoren bemerkt wo,. des Kölnischen Vaterländischen Franenvereins führte Herr Oberbürgermeister Dr. Becker aus, daß er gerade in dieser Richtung zu Gunsten der communalen Armenpflege für den Vaterländischen Frauenverein eine besondere ^vatigteir in Anspruch nehme. Er habe die unbemittelten Wöchnerimien im Auge, deren viangilbafte Verpflegung in den ersten neun Tagen den Grund zurBeranmmg und zum Elende vieler Familien und Menscken bilde. Nicht nur die Wöchnerinnen hätten zu leiden, sondern auch die Säuglinge. Heute trete die Armen- pflege gewöhnlich zu spät, d. h. dann ein. wenn das Unglück da sei; dem vor- zub-ua-u, fei eben Sache der Frauen. Au» die Hebammen und Armenarzt- würden dadurch einer guten Coutrole unterworfen werden können. ist in den Versammlungen der Delegirten eoustatirt worden, daß die emschlum. Deutschland. Darmstadt, 12. Juni. Di- Kammer beschloß in ihrer Sitzung vom 2 Februar d.' I. bezüglich eines von den Abgg. Frelherrn von Nordeck zur Ra- b-uau und Dr. Schröder gestellten Antrags auf Reform der Ell-nbahn-Fracht- tarise die Großh. Staatsregierung zu ersuchen, dahin wirken zu wollen, daß das von den Eisenbahn-Verwaltungen vorz-schlageu- sogenannte Dresdener Eiienbabn-Frachtsystem wenn irgend thunlich nur nach Anhörung der Vertreter bei Handelskammern, sowie der größeren industriellen oder laudwirthsch-silichen Corporation-n über all- wesentlichen Fragen zur vefinitlven Elnsuhruug Schweiz. Bern, 12. Juni. Laut Luzerner „Vaterland" haben Deutschland^iind Italien auf der Gotthard - Couferenz ein jedes sich noch zu weiteren 10 Mill. Unterstützungs-Geldern bereit erklärt. 6e" ' Pesth, 12. Juni. Der Czar empfing in Plojesti -in- Deputation siebenbürgischer Rumäne». Die F.umer Torpedo-Fabrik ha von Seitnii E^- laiids »roße Aufiräge erhalten und the,lwe,,e schon ausgesuhrt. Der Deutsche. Friedrich Kraus, ist gestern früh in Plojesti wegen angeblicher L-pionage er- schossen worden. Der orientalische Krieg. GnetffrtnfhtDöcL 12. Juni M-Hemed Ali meldet von einem Gefech im District Kolasschin, wobei die Montenegriner gänzlich deroutirt wor en feien. -XÄ?SV'» S ..........„JiRuffen sollen Diti geräumt haben, Mukhtar Pasch- '°"^ülung ' milche die Wiederholt Batum wird berichtete Zwischen einer ^regwareu Gefecht, m .i.,t^nne.Irussische Grenze überschritten hatte, und den Ruffen kam eS zum >s-l-ch . 1 8ela”0auf einen in der ersten Kammer von Herrn Deninger erstatteten Bericht beschloß dieselbe, dem Beschluß der zweiten K.mmer als heute nicht mehr oppor^ .... n(*t beizutreten. In Folge hiervon hat sich der jwtt te zweiten Kammer veranlaßt gesehen, sich nochmals mit bcr ®a^e ^u( Jjc„ ” ' und durch den Abg. Hirschhorn einen weiteren Bericht «»attroju taffen. selbe führte aus, wie der Ausschuß der ersten Kammer und diese selbst bei ihrer Trichlußsasiung wahrscheinlich von einem Mißverstanvnltz geleitet worden seien, f.ßpr diese Materie noch nicht gedruckt waren Der Bericht hebt hervor, w di- zwL Kammer nur vol d'-fiuitiver Reg-lung der^A->gelegenhe.t .e erwähnten Vertretungen gehört haben wolle, nicht aber beabsichttg . was alle^ dings inopportun wäre und das vorläufige Tarif-Experiment in je nem @rfolg beeinträchtigen oder verzögern könnte, dem Provisorium e,ne nochmalige. Enque tm Sinne bet Antragsteller vorausgehen zu lasten. Der vierte ® ber zweiten Kammer beantragt hiernach Beharren auf dem früheri gesüßten,Beschlu«. ö Darmstadt, 13. ^uut Der nun verewigte Großherzog Ludwig 1AL war LnL grboren J 9. Juni 1806, erreicht- also ein Lebens» ter von 71 Jahre» und 4 Tage». Vermählt war derselbe am 26. December 183 mit Mathilde Karoline Friederike Wilhelmiae Charlotte, geboren am 3U August 1813, der Tochter des verstorbene» Königs Ludwig I. von Bayern. Der T trennte diese Ehe am 25. Mai 1863. c Den hessischen Thron besteigt nun, der gesetzlichen Erbsolge gemäß, der älteste Sohn des jüngst verlebte» Prinzen Karl, Großherzog Ludwig IV- Derselbe ist , wie unsere Leser ja wissen, «eboren am 12. S-premb r 1837, vermählt leit 1. Juli 1862 mit Prinzessin Alice Mathilde Man-, der »weilältesten Tochter der Königin Victoria^von Großbritannien. Dadurch fit der neue Herrscher unseres Landes der L-chwager des zukunstigen deutschen Kaisers. Dieser Eh- sind bereits eine Reibe blühender Kinder entsprossen darunter der jetzt im neunten Lebensjahre stehende Erbprinz Ernst Ludwig. AranKttlch. Darmstadt, 13. Juni. Die Regierung hat bekanntl^. den Stände Paris, H. Juni. Großfürst Alexis ist heute Morgen hier ein- ein Gesetz vorgelegt, wodurch die m fremde Pflege gegebenen L)auglu g Kg Vernachlässigung, wo nicht gar verbrecherischen Willen der Et-rn und Pflg g ff ■ Großfürst Alexis ist bereits gestern vonhierwwder geschützt werden solle». Wie erschreckend groß dre Sterblichkeit unter den Km , ^alienitoc Botschafter, General Eialdmi, welcher sich »a» dern der ersten Lebensjahre ist und wie sehr es auch anderwärts täglich mehr ^gereist. pjiuDeranc) begeben hat, kehrt am Donnerstag hierher als eine staatliche und communale Aufgabe erkannt wird, diesen ^ria rmfsen en Botschafter beim päpstlichen Stuhle, Baron Baude, begibt sich die volle Aufmerksamkeit zuzuwenden und auf „ach Rom zurück. Die Zeitungs-Meldungen über die Motive seiner fachen hinzuwirken, darüber entnehmen wir der ^eilschrist „D sch 6 Frankreich sind der „Agence Havas" zufolge unbegründet, verband" auszugsweise folgende inreresiante Notizeni: b r Die Statistik zeigt uns die traurige Thatsache, daß über die Hälfte der KnglLNd j Sierbesälle, die während eines Jahres im preußsschen Staate stattfinden, m London, 12. Juni. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Athen , das Alter bis zum 15. Jahre fallen. 3« $r* starben im 3°»« -875 Nafional-Versammlnug von Kandia hat, nachdem dü Pforte ihre Ford, überhaupt 724,804 Personen, von denen 383,161 mäimlichen und 341,643 a6 ubnt bat/ heschloffen, ihre Rechte mit den Waffen zu vertheidia.n, weiblichen Geschlechts waren. 411.215, nämlich 2221)95 mdn"',c|e Üntbg allgemeiner Aufstand bevor. In Epirus seien Sl«chf°as ewzeta- 189.120 weibliche Personen, mithin 56J3 pCt- üOer f”1«.‘"JltLufflinbiWe Bewegungen zum völligen Ausbruch gekommen, die au Consistenz Vollendung ihres 15. Lebensjahres. Die grohte Kindersterblichkeit aber herrscht auw» in dem ersten Lebensjahre; sie ist am größten in den ersten Tagen »ach der!g — h Geburt, und zwar wiederum hier größer bei den unehelichen Emdern, als b AußlaNV. , , ,,, 7 den ehelichen. °V°n tausend lebend geborenen Kindern starben.1875 nach de Petersburg, 13. Juni. Durch kaiserlichen Ukas von Plo est, • • Ermittlungen des statistischen Bureaus in den ersten zwei Wochen , nLjri) ber Finanz-Minister ermächtigt, eine mit o pCt- »u verzins ibcusovielen unehelichen Kindern 76. ein V-rhältniß, das sich m den beiden tz » 307>/2 Mill, deutsche Reichsmark auszuu hm-m D>e s» ck te» Wochen des ersten Monats „ach der Geburt noch ungünstiger öaen au porteur im Betrage von 410 Mark angesertigt werd w ^u die Während hier von tausend eheliche» Kindern nur 21 starben, sterben von der P f Nominal-Capitals vorzunehmende Amortisation wird gleichen Zahl unehelicher Kinder 50, eine Erscheinung, die vorzugsweise dad ch besonderer Fonds errichtet. veranlaßt wird, daß nach den ersten beiden Wochen viele uneheliche Kinder der -'n °e,°n° ö „ mütterlichen Pflege entzogen werden, welcher Umstand allerdings überhaupt SttblkN. maßgebend für di- große Kindersterblichkeit fein dürste. Betrachten wir die Belgrad, 12. Juni. Der Czar hat di- Ansrage Mi an , G-fammtheit derselben, so zeigt sich, daß von 100 Gestorbenen überhaupt 6. Lgen lD"ben ^ürde, bejabend beantwortet. Der serbische st st Wir deuteten schon an, daß eine wesentliche Ursache derselben m bem Urnffanb« $an.n ' $orüatoyic ,ur Begrüßung de« Kaisers von Rußland nach Pl° zu suchen ist, daß bald nach der Geburt die Kinder der ärmeren Bevolkij l jst hiervon osficiell verständigt worden. eft auf eine überaus mangelhafte Pflege angewiesen ist. Hier öffnet sich ™ I ' der Liebestbätigkeit des Vaterländischen Frauenv-r-tns besonders m den «tädten Amerika. Madrid -in weites und überaus wichtiges Feld. Wenn irgendwo, so sind die Mitglie- Wasbington. 12. Juni. Der amerikanische Gesandte m Madr , der desselben berufe», hi-r helsend einzuschreiten, «uf ®"etr^T^^|®ft,er^Eiishm^ ist zum Gesandten in Wien James Ruffel Lowell s Stelle zum Gesandten in Madrid ernannt worden. — Die Klitterung der Arbettsthiere. Bon Dr. @mtl Wolff. 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu r sch Grundlage sellos gerne Heugras-Uerfleigerungen der Fürst!. Solms. Rentei Lich. I. Wiesen oberhalb der Stadt Lich. Mittwoch den 20. Juni, Vormittags präcis 8 Uhr, Wiesen der Peinmühle gegenüber, den Wieiengrund herab, Großer Wörth, Stockwiese, hier statt 9 Morgen deren 27, zusammen 130 Morgen. Sensen, Sicheln, amerikanische Heugabeln, empfiehlt 3382) Willi. Seibert, Marktstratze. AS» Ußlö||V ?i*lanb unb ren W »• Heugras-Versteigerung. Samstag den 16. Juni, Abends 6 Uhr, soll das Heugras von der, der Neustädter Schäfereigesellschaft gehörenden, 1993 (IlKlft. haltenden Wiese auf der kleinen Weide, in der Pulvermühle versteigert werden. Gießen, den 13. Juni 1877. 3354) K. Simon. Kersteigerunge«. Heugras-Versteigerung 6ei der Stadt Giessen. Montag den 18. und Dienstag den 19. Juni 1877, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll das Heugras von den städtischen Wiesen Dcr steigert werden, und zwar: Montag den 18. Juni von den Wiesen vor der Neustadt, am Mcuenwegerthor, am Fürstenbrunncn, im Wieseckthal und Hegstrauch. Dienstag den 19. Juni Donber. Ochsenwiesen, den Wiesen im vorde- TCi-x und hinteren Stolzenmorgen und am Altentisch. Die Zusammenkunft ist: Montag den 18 Juni amNeustädterthor.und Dienstag dm 19. Juni in den Ochsenwiesen. Die Großberzogl. Bürger l eistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihr en Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, am 12. Juni 1877. (3330 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Arbeitsversteigerung zu Hausen. Montag den 18. Juni, Vormittags 10 Uhr, 1. 2. 3. 4. .5. 4>. 7. 8. 9. 10. 11 12 13. als: . r,, . 1) Maurerarbeit, veranschlagt 2) Schreinerarbeit, „ 3) Schlosserarbeit, „ 4) We'ßbinderarbeit, „ 5) Pflasterarbeit, „ II. Wiesen unterhalb der Stadt Lich Donnerstag den 21. Juni, Vormittags präcis 8 Uhr, Gänsweidwiese, an der Lohmühle, an der Bleiche, zusammen 10 Morgen. III. Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- und Nieder-Bessingen. Freitag den 22. Juni, Vormittags präcis 8 Uhr, Hainwiese, Krummwiese, Riedcken, Seewiese, Sautenkor, im Ganzen 100 Morgen. IV. Gemarkung Burkhardsfelden. Montag den 25. Juni, Vormittags präcis 9 Uhr, Mönchwiese und Strauchwaldwtese, im Ganzen 70 Morgen. Die Ausgebote geschehen an Ort und Stelle in Abtheilungen von ein bis zwei Morgen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini L I. gestattet. Lich, den 10. Juni 1877. Fürst!. Solms. Rentei Lich. Kreutzer. (3368 ^Sßien, 12. Juni. Di- „Polin Eorresp." meldet aus Cattaro vom 12 d. Mts.: Nach heftigem, größtentheils mit blanker Waffe geführtem Kämpft bei Krstac, welcher an 55 Stunden dauerte, haben sich die Montenegriner nach «x i L ,,irückaewaen Die Verluste belaufen sich von beiden Seiten aus meh- irre Tausend^Mann.' In Folg- des Einbruches einer starken türkischen Abthtt- 1 _ rr < . J Atn S1 I? Art TAtl 0 A TI H tDPflPil I iMc L 6) Steinfahren, „ Gießen, den 13. Juni 1877. I. A-: Körner, Bezirksbauaufseher. welchem die Russe» 5 Tobte und 3 Gefangene verloren. Aus Sukhum-Kal- wird die Organisation von freiwilligen Bataillonen aus Eingeborenen «Elde^ Das Gouvernement von Syrien meldet die Niederwerfung eines rebellischen 2) Zimmerarbeit, „ „ h 3) Dachdeckerarbeit, „ « 4) Steinhauerarbeit, „ „ « 5) Scklosserarbeit, „ » « Gießen, den 14. Juni 1877. I. A.: Körner, Bezirksbauaufseher. . Madrid. Montag den 18. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Garbenteich nachstehende Arbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: 1 > ‘TOmirprrtrhpfL veranscblaat ÄU "ft i; llJum ®ifeA ' i.nm von Sienißa in Vaffoievic ziehen sich die Montenegriner wegen ihrerft)er Muskelkraft, nur wenn der erstere durch eine entsprechende Zufuhr von Nahrung^ lu £ -, otnfpvinrihit rurück Das Hauptquartier des Fürsten ist von Pla- eiweiß und damit die ganze Energie des Stoffwechsels hinreichend gesteigert ist, ist ch numerischen Inferiorität zuruw. j v m " meldet eine andauernd hohe Arbeitsleistung möglich. nimca bei Niksic nach Ostrog zuruckverlegt. Die Deutsch Z g - Während der Eiweißumsatz im Wesentlichen nur nach der Art und Menge der aus Belgrad vom 12. Juni: Die Anfrage des Fürsten m Plojesti, ob er hufu^, sowie nach dem augenblicklichen Ernährungszustand im Thierkörper sich ge- durUi den Kaiser von Rußland empfangen werden würde, ward bejahend be- ^^et, wird dagegen direkt in Folge einer erhöhten Muskelanstrengung ^e Oxydation L>urch den Kaiser von ^upi £ (bereits anaekündigte) Reise des Fürsten des Fettes wesentlich vermehrt. Um die Zerstörung von Korperfett, also eine Ab. antwortet, daher erfolgt morgen Die ^oere.rv aiißc u - ° Lagerung der Thiece zu verhindern, dazu kann das in der Nahrung zugeführte Fett dorthin. „ Tc . u .in bienen und das letztere in dieser Hinsicht durch Kohlehydrate ersetzt werden. D^vett 'Berlin, 13. Juni. Der Londoner „Standard meldet den Ruckzug! bgr bQÖ concentrirteste von allen Respirationsmitteln, es beschwert den Körper d-r Russen hinter Olti und Penek nach einem unglücklichen Gefechte gegen Volumen und Gewicht verhälinißmäßtg am wenigsten, und es wird daher un er hinzu, daß die Türken von Erzerum, ZewmuudBardez a^ c0l\centr^ ÜOr' gieren ein größeres Quantum sowohl von stickstofffreien, als von stickstoffhaltigen Nähr- aeben, sowie daß sie bei Agaltsiche die russische Grenze überschritten haben. |f{» ff verabreichen muß, von beiden um so mehr, ie betrach sicher die Muskelan- geyen, ,vwre v " 1 ■*- K .■■■ fin£ welche man von ihnen in einem bestimmten Zeiträume erwartet, ohne Lokal-Notiz. baß sie rm Ernährungszustände wesentlich zurückgehen. 14 ctuni Am 11. Juni fand in dem hiesigen Rathhaussaale die dies- Die Ardetisochsen bedürfen bet sehr mäßiger Arbeit auch ?ur wenig mehr an 'Af^np^^nMfst/'Stkuna des Vrooinzialtags unter dem Vorsitze des Gr. Provinzial- Nährstoff, als zu ihrer normalen Erhaltung bet völliger Ruhe rm Stalle nothtg ist. ÄÄtvrs^^rei^errn v Röder stath Anwesend waren die Mitglieder: Freiherr Dagegen muß man die Nährstoffmenge schon betr^tlrch steigern, wenn die Thtere die %nhenau Bürgermeister Bramm, Kaufmann Haberkorn, Hofg-- gewöhnliche mittlere Arbeit verrichten sollen, das Eiweiß pro 1000 Pfd. ^bendgewicht nf TOubl «ammirb-rr Ä?d6crr D SRotSm«”», $eIni i4 W-Itz-l. P°E °°n 0,7 b.s auf etwa Psd., bie stickst°fff-eien Nährstoffe von M au wentfl ten3 ‘•bh yu h* Koch Wilh. Braun II., Hüttenbesitzer Buderus, 12 Psd. Das Nährstofsoerhällniß ist dann wie 1 : 7,5 und es würde ein derart ges SSmm^rhMtor vr^G^en^erWNh. Kleeberger, Apotheker Eisenhuth, Kauf- Butter einer fast ausschließlichen Fütterung mit Wiesenheu mittlrer Güte! unter Zusatz Kammerdtrektor ^- G yg , Oberförster Kallenbach und Postexpedttor fzetner Quantitäten concentrirtem Futter entsprechen oder auch durch ein Gemenge von mann Jager, Bürg«meist r F ^Uckuldtat- Büraermeister Vogel, Bürgermerster Kieeheu und Futterstroh, sowie von vorherrschend Stroh mit Wurzeln und einem ge- a uno >u A ÄXb Äen, DurLlaucht Fabrikant MU itjckSffr-ich-n Fu,t-rmttt°l h-rzust°ll-n se'w Die G-sammtm-ng- °r organ sch-n ’ji me Fabrikant Gail, Bürgermeister Dietz, Pachter Rull- Substanz in der Tagescarion kann hierbei etwa 24 Pfd. aetragen. Der Gehalt des Z WitalteVbed «rootnAtal^lu3i Nachricht, daß die Abonnements - Concerte eingetretener Landestrauer wegen bis auf Weiteres verscboben und der Anfang derselben durch den Gießener Anzeiger bekannt gemacht wird. Gießen, den 14. Juni 1877. Bollsiändiger Ersatz für Seife. — Bedeutende Ersparnis an Zeit und Kosten. — Die Wäsche wird ohne Bleiche blendend weiß und vollkommen geruchlos. — Reinigung der Gardinen und Epitzen ohne Reibung. GänzUcke Unschädlichkeit für die Wäfche garantirt. ?rov,n ;« genügenden versuchen gratis und franco. — Depots zu errichten gesucht. (2920 SV- Uhr tm Lohschlag. Utphe, den 12. Juni 1877. Henckel. Arbeitsverstelgerung zu Watzenborn. Montag den 18. Juni, Morgens 7 Uhr, J. G. D. Bapsl. empfiehlt alle Arten Oefen und Herde, als: Regulirfüll -, Mantel-, Wormser-, Säulen- und Kochöfen, Abtrittsrohre in Guß und Thon, Säulen, eiserne Träger, Alte Eisenbahnschienen, Küchengoffen und Roste. Alleinverkauf der Prof. Dr. Meidinger - Füllöfen vom Eisenwerk Kaisers zu Frankfurt a. M Frische Gier, per 100 Stück JL 4.80 bet 3364)H. E Jughardt. Haarbalsam. Dieser Balsam reinigt die Kopfhaut, als das beste Mittel, das Wachsthum zur Versteigerung: Stück geschälte Elchen von 16—24 Em. Durchmesser und 6—9 Mtr. Länge, Täglich Nachmittags von 5-7 Uhr und Abends von 8 —10'/2 Uhr Concert durch die berühmte Stasny’sche Capelle. Skating Rink, täglich CONCERT der eigenen Capelle von 4^2—IOV2 Hh^ Zur Zeit sind im nördlichen Theile des Parkes zwei im Aufblühen begriffene Agaven (Aloe americana, die nur nach 80 —lOOjährige'n Alter blühen) zur Ansicht ausgestellt. Sonntag den 17. Juni a. c. ist der Eintrittspreis für den ganzen Tag auf 50 Pfge. per Person, für Kinder auf 25 Pfge. ermäßigt. Der Eintrittspreis zum Skating Rink ist an diesem Tage auf 25 Pfennige per Person ermäßigt. r Universal- ' Waschmittel Großartige Gewächshäuser und Gartenanlagen; Gondelfahrt auf dem großen Teiche; Tchießpavillon. Ieilgeöotenes. 3380) 10 ital. Hühner (vorjäh. g unh vorzügliche Leger) zu ve, kaufen. Lit. B. 21. c» Di« soeben erschienene Nr. 37 jrZ enthält: - ? Das Glück. Roman von Victor o. Strauß. (Fortsetzung.) — Cyprische Reis, fruchte. Von Franz von Löher. IV. Reupnpho*. — Eine verha- gnihoolle Entscheidung. Histo- rische Skrzzc von Georg Hiltl. Mit htm Bilde von Schkx: Croww.ll drängt ($ a i l L, die Bedingungen der Armee zu unterschreiben. — Unter den russischen Truppen- Der Höchftkommondirende der tih t chen Armee. Mit den Porträt Abdul fr-rim Paschas. — Am Familirntilche: Bücher- schau. L. — Eine mysteriöse Erfindung. — Mit einer Beilage: Zur Chionik des Krieges. Zu Bestellungen empfiehlt sich: die Ferb er'icke Univ.-Buchhandlung. I E Heinemann, I. Ricker. Holzoerfleigerung. 3247) Im Licher Stadtwald, District Fichtenkopf, nächst dem Vicinal- rveg von Lich nach Hattenrod, kommt Mittwoch den 20. Juni zur 440 Fichtenstämme bis zu 36 Ctm. Durchmeffer und bis zu 18 Meter Länge, 260 Fichtenstangen „ „ 12 „ „ „ „ „ 15 „ „ Die Zusammenkunft ist am Pflanzgarten, Hattenröderweg, Morgens 9 Uhr. Anfang daselbst. Zahltermin bei genügender Bürgschaft: Martini 1878. Lich, den 6. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Jhring. Zeschüsts-Verlegung. 3277) Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum hiermit zur Anzeige, daß ich meine Re&tawation in das von mir erkaufte früher Werner'fche Haus (Kaplansgaffe) verleat habe. — Ich empfehle außer gutem Mittagstisch, Kaffee und Wein noch verschiedene Biere in Vi und */2 Flaschen. Durch eine neue Einrichtung bin ich in den Stand gesetzt, Hochzeiten und sonstige Festlichkeiten in meinem Hause abzuhalten und unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung sehe ich einem geneigten Zuspruch etltgegen. Acktnn.rsvoU M. Rothenberger Wttw., Kaplansgaffe. sollen auf dem Rathhaus zu Watzenborn durch öffentliche Versteigerung in dlccorh lautern. Chlorkalk, Eisenvitriol Waheim Schwämme wah"°M b,Äm Preisen, empfiehlt 3360)____________Gg. Wtlb. Weidig. 3324) Auf dem Gräflich Louvach'schen Hofgute zu Obbornhofen werden Dickwurzpflanzen abgegeben. Gräfliche Gutsverwaltung. B e i l st e i n. Gebratene Fische, ZiyäMWfjMK Sauerkraut, Prima Käse, V*’ Flaschenbier, Selters - und Sodawasser re. rc., empfiehlt 3381)____________________H. Kurth. 2763) Gin einstöckiges Wohnhaus tu au» den Abbruch zu verkaufen. Näheres bei F- J n tzi. Haare zu befördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. Er enthält so viele Fettstoffe, dass der Gebrauch von Haaröl, Pomade etc. dadurch überflüssig wird. i/z Flacon ä sardenlog s zu vermiethen und gleich zu beziehen bei _____Carl Herbert, Nahrunqsberg. 3216) Zwei inestiandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen hei S- L o e s e r, Ecke der Bismarck- u. Ludmigsftr. 3279; Die Parterrewohnung meines Hauses nächst der Bahnhossstroße ist zu öc;; miethen und vom 9. Septeniber zu beziehen. ______________Krausgrill. 2914) Ein möblirtes Z mmer zu ver- mieihen. Näheres be. der Exped. d. Bltts. 3337) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei Aug. Hilgardt, Kreuz. 3371) Scheuer zu vermiethen bei Frau M a i e Noll, ______________________Wallthor 184. 3280) Eire Wohnung mit 6 Zimmern rc- veimi.thet, per 1. October beziehbar, H. Adami. Veraniwor-liche Redactum: A. Schcvda. - Druck und Verlar, der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in G ehen.