Wo fc6S. Mittwoch, den 14. November 1877. Sichmer Wyetger Anzeige- nih Amtslilatt für den Kreis Gießen. Erscheint tLgttH mit Ausnahme deS MontsrgS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Gr^s^itiO«r Gchulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die durch den Tod des Kaminfegers Re u lin g erledigte Kaminfegerstelle des Kehrbezirks Gießen l. dem in Gießen wohnhaften Franz Nebl aus Plattling in Bayern übertragen worden ist. Gießen, den 10. November 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Gießen, am 7. November 1877. Betreffend: Anstellung von Handarbeitslehrerinnen. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Im Falle in Ihren Gemeinden keine Lehrerinnen für weibliche Handarbeiten angestellt sind, sehen wir Ihren Vorschlägen wegen Besetzung dieser stellen innerhalb 4 Wochen entgegen. Sollte Antrag auf Dispensation von Errichtung der Arbeitsschule gestellt werden, so ist derselbe genau zu begründen unter klarer Darlegung der wider die Einrichtung sprechenden Gründe. Dr. Boekmann. politischer H h e i l. Keutfchtand. Darmstadt, 12. November. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 28. Octbr. den Kanzlei-Jnspector bei dem Oberconsistorium, Christian Heim, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, m den Ruhestand zu versetzen. Berlin. Man hat bemerkt, daß bei dem Leichenbegängnisse des Grafen Wrangel der Kaiser dem Zuge das Geleite bis zur Neuen Wilhelmsstraße gab, was als eine besondere Auszeichnung gilt, da der Souverain sonst den Leichenbegängnissen auch der höchstgestellten Beamten nicht folgt, da der regierende König nur der Leiche seines Vorgängers oder verwittweter Königinnen zu folgen pflegt. Berlin, 11. November. Das „Deutsche Montagsblatt" meldet: Die nunmehr endgültig vollzogene Convention zwischen der rumänischen Regierung und der rumänischen Bahn-Gesellschaft bestimmt: Die rumänische Regierung zahlt bis zum 12. Februar 1878 acht Mill. Frcs. in Hypotheken-Scheinen erster Emission. Die Gesellschaft erhält vom 15. November ab allmonatlich 400,000 Frcs. in Baar aus der staatlichen Kaffe des Tabak-Monopols. Der Rest für noch ausstehende Müitär-Transporte ist in Raten von wenigstens 200,000 Frcs. wöchentlich zu zahlen. Die ganze Schuld von 12 Mill. Frcs. muß bis zum 12. Februar abgetragen sein. Die Staats-Garantie pro 1877 wird nicht beansprucht. Berlin, H. November. Die unterirdischen Telegraphen-Leitungen, deren Eröffnung auf der Strecke zwischen Berlin und Mainz am 23. Juli l. I stattgefunden hatte, sind nunmehr bis an die Ostseeküste vorgerückt. Die Linie Berlin-Kiel ist bereits vollendet; diejenige zwischen Berlin und Magdeburg ist am 3. Novbr. fertig geworden. Es find somit gegenwärtig Mainz, Frankfurt a. M., Kassel, Halle, Leipzig, Berlin, Potsdam, Magdeburg, Spandau, Hamburg und Kiel unter der Erde verbunden. Die Länge dieser unterirdischen Linien beträgt 1477 Kilometer; in der Regel befinden sich 7 Drahtleitungen in jedem Kabel, und es beträgt die Gesammtlänge der unterirdischen Leitungen jetzt 10,249 Kilometer. In Kiel erfolgte die Eröffnung der Linien unter besonderen Feierlichkeiten. Aus Lauenburg. Die Lauenburgische Ritter- und Landschaft ist mit dem Fürsten Bismarck im Streit und verhandelte neulich darüber in Ratzeburg. Der Konflikt ist wegen der Ansprüche des Landes-Communal-Verbandes an den vom Fürsten Bismarck in Besitz genommenen Werder im Viert entstanden. Zur Vorberathung dieses Gegenstandes war eine Commission ernannt worden, deren Referent, Abg. Oberamtsrichter Sachau, u. A. mittheilte, daß Dr. Crome in Lübeck, dessen Gutachten der Commission vorgelegen hat, sich auf Seiten der Landschafts-Kollegien stellte und daß es sich jetzt frage, ob auf Grund dieses Materials Ritter- und Landschaft gegen den Fürsten in den Proceß treten soll. Nach eingehender, thetlweise für den Fürsten nicht sehr schmeichelhafter Debatte ward beschlossen, mit demselben Vergleichs-Verhandlungen anzuknüpfen. München, 10. November. In der heutigen Sitzung des Reichsraths leistete der etngeführte Prinz Ludwig Ferdinand den Eid auf die Verfassung. Kesterreich. Wien, 10. November. Das „Telegr.-Corresp.-Bureau" erfährt, daß die Reise des Kriegsmintsters und des Generalstabs-Chefs nach Pesth in keinerlei Beziehung zu der politischen Situation stehe und daß dieselbe nur die Theilnahme der genannten Militärs an einer militär-technischen Conferenz zum Zwecke habe, welche sich vorzugsweise mit den Erfahrungen bezüglich der Uchatius-Kanone beschäftige. Wien, 10. November. Sitzung des Abgeordnetensauses. Die Regierung legt einen Post- und Schifffahrts-Vertrag mit der austro-ungarischen Lloyd-Gesellschaft, den allgemeinen Zolltarif und einen Gesetz-Entwurf in Betreff der Verbrauchs-Steuer auf Mineral-Oel vor. Auf die Interpellation Coronini's, warum der Zolltarif früher in den Blättern erschienen sei, als er dem Parlament vorgelegt wurde, erwiderte der Handelsminister, daß die Regierung hierdurch auffs Peinlichste berührt worden sei. Die ungarische Regierung zeige eü. gleich lebhaftes Bedauern. Es seien wegen dieses Falles Seitens der beiden Regierungen Erhebungen eingeleitet worden. Wien, 11. November. Der Ausgleichs-Ausschuß nahm mit 24 gegen 14 Stimmen den Antrag Brestel's an, den Zolltarif, um Verzögerungen zu verhindern, gleich im Ausschüsse selbst, ohne Zuweisung an das Sub-Comil6, zu berathen. Pesth, 10. November. Das Unterhaus nahm die Bank-Vorlage in der Special-Debatte ohne besondere Modification an. Auf eine Interpellation Apponyi's in Betreff der Vorlage der auf die Zoll-Verhandlungen mit Deutschland bezüglichen Dokumente antwortete Tisza, daß gar keine Protokolle geführt worden seien, die Vorlage der Korrespondenzen aber inopportun wäre, nachdem die Möglichkeit vorhanden, daß der Zoll-Vertrag mit Deutschland, wenn auch nicht jetzt, so doch in der nächsten Zukunft abgeschlossen werde. Apponyi, sowie das Unterhaus nahmen diese Antwort zur Kenntniß. IrauLretch. Paris, 10. November. Die Verhandlungen über die Bildung eines neuen Cabinets wurden gestern Mittag wieder ausgenommen. In unterrichteten Kreisen ist man der Ansicht, daß das Cabinet lediglich aus Mitgliedern der Rechten bestehen werde. Jndeß dürften auch mehrere Mitglieder des gegenwärtigen Cabinets im Amte bleiben. Der Gedanke eines Compromiffes scheint im Elys6e aufgegeben zu sein. Man hält dort an der Ueberzeugung fest, daß die Majorität des Senats den Marschall unterstützen, und glaubt sogar, daß der Senat eventuell in die Auflösung der Deputirten-Kammer willigen werde. Eine Deputation des Senats ersuchte den Herzog v. Audiffret-Pasquier, den Senat sofort zusammenzuberufen, im Falle die Kammer das angekündigte Mißtrauens-Votum abgeben sollte. — Einer Nachricht der „Agence Havas" aus Konstantinopel zufolge sind daselbst Affichen gegen das Ministerium verbreitet, worin die Minister für die letzten Unglücksfälle, die jüngst stattgefundenen Verhaftungen und die Unzufriedenheit der Bevölkerung verantwortlich gemacht und die Einwohner aufgefor- dert werden, den Vorschlag der Ersetzung der Garnison der Hauptstadt durch eine Bürgergarde zurückzuweisen. Paris, 10. November. Die „Agence Havas" erfährt, zur Neubildung des Cabinets würde erst geschritten werden, nachdem die gegenwärtigen Minister ihre Politik vor der Kammer vertheidigt. — Die „Mpublique fran^aise" bespricht das Hetzen der monarchischen Presse zum Staatsstreiche und führt aus, dasselbe sei aber im Grunde nur ein Einschüchterungs-Versuch. Der Artikel schließt: Es wird nicht gelingen, die Action der Majorität, die ein so gebieterisches Mandat vom Wahlkörper erhalten, aufznhalten. Hinter der Majorität befinden sich unzählige Massen von Wählern, darunter entschlossene, ruhige, beherzte Männer, welche die Drohung mit dem Staatsstreich nicht einscküchtert, die sehr wohl wissen, aus welchen Elementen die Armee heute zusammengesetzt ist, die in dieselbe das vollste Vertrauen setzen, die, obgleich selbst entwaffnet, durchaus entschlossen sind^ dem Willen des Landes Respect zu verschaffen, wie derselbe sich durch das Scruti- nium vom 14. October kundgegeben. Möge man daher baldigst diese ganze odiöse Taktik einstellen; dieselbe erniedrigt uns nur in den Augen des Aus- Wissenschaft- Holzhandel. einem Jn- Jn- einem küssen landes, das uns beobachtet, und vermehrt unsere Ruinen. Unser Elend hemmt alle Geschäfte und kann die Ausstellung compromittiren, aber wird die Depu- tirteivftammer nicht verhindern, die Mission zu erfüllen, welche chr das allge- meine Stimmrecht übertragen hat. — Aus Marseille wird gemeldet, daß die dortige Vereinigung der Officiere der Garnison den als Republikaner bekannten ehemaligen Deputirten, General Sausier, zum Präsidenten gewählt hat. Gegen- Candidat war der als Legitimist bezeichnete General Huyon-Vervier. Paris, 11. November. Die Minister werden morgen wiederum in der Kammer erscheinen. Die Discussion über die Politik der Minister findet wahrscheinlich morgen nach der definitiven Constituirung der Bureaus statt. Es bestätigt sich, daß bis dahin eine Neubildung des Cabinets nicht stattfindet. Paris, 12. November. Wegen des bevorstehenden Ablebens ves Papstes wird die Präsidentschafts-Krisis möglichst zu verschleppen gesucht. Von klerikalen Besuchern der Samstags - Soir6e im Elys^e wird demgemäß agitirt. Die Kammer-Majorität aber ist zum energischsten Widerstand entschlossen. angreifen. Petersburg, 10. November. Officielle Meldung aus dem asiatischen Hauptquartier Tikma vom 8. Novbr. General Heymann meldet folgende Details über den Kampf vom 4. d. bei Dewe-Boyun: Der Kampf dauerte von halb 10 Uhr Morgens bis halb 7 Uhr Abends und wurde durch die Umgehung des linken Flügels der Türken und die Durchbrechung des Centrums entschieden. Den Haupt-Antheil an dem Erfolge hatten die Regimenter Elisabetbopol, Eriwan und Tiflis. Der Feind floh nach Erzerum und Umgebung, Regen und später Schneefall verhinderten eine rasche Verfolgung. Die Rusten nächtigten auf den früher vom Feinde innegehabten Positionen. Die Trophäen des Tages bestehen in 40 Geschützen. 8 Officiere und über 300 Soldaten wurden gefangen und ungeheure Vorräthe, Patronen und Geschoste wurden erbeutet. Der gesammte Verlust der Rusten übertrifft nicht 30 Officiere und 800 senden, erhalten sie das Octroi zurückoe: gütet, w^s aber bei dem Fabrikanten und Eism- gietzereibtsitzer, welche ihre Producte fast ausschließlich ausführen, unterbleibt. Es liege auf der Hand, daß diese Betteuerung wegen ihrer Ungleichh-it eine durchaus unbillige fei und dahin abgräadert werden sollte, daß diese Abgabe als eine Verzehrungssteuer für diejenigen, welche Sohlen zur Fabrikation bedürfen, aufgehoben, ober auch hier für die ausgeführten Producte zurückerstattet würde. Mechanische Werkstätten. In der allgemeinen Lage hat sich im Jahre 1876 gegen das Vorjahr nichts geändert. In der Weikstätte, von welcher uns auch dieses Mal speciellere Mitlhettxngen geworden sind, war die Thätigkeit für Aufträge von Wiederkäufern nicht nenne:.swerty, wohingegen sich die birecten Bestellungen um ungefähr 20% vermehrt hatten. Es erklärt sich dies daraus, daß mehrere größere Bestellungen für das Ausland (Rußland, Italien und Oesterreich) auf forstwissenschaftUche Instrumente einzelaufen waren und daß fast in allen Staaten Deutschlands forstliche Versuchsstationen neu errichtet wou oen sind und noch erachtet werden, deren Ausstattung mit neuen Instrumenten vielfach diesem Geschäfte übertragen wurde. t m K Das Verhältniß deS Absatzes in Procenten nach dem deutschen Reich und dem Auslände ist in 1876 bas frühere geblieben, nach welchem 70% der Producte für daS Inland und 30% für das Ausland hergestellt wurden. Rach rote vor befaßt sich dieses titubltffement mit der Verfertigung von Instrumenten für Chemie, Physik und Forft- «okal-Skottz. Gießen, 13. Novbr. In der gestern Abend von einzelnen Herren kurzer Hand berufenen Bürgerversammlung im Cafö Leib, welche allerdings außerordentlich besucht war, wurden auch Candidaten zur Stadtverordnetenwahl vorgeschlagen. Es war uns nicht möglich die Namen der einzelnen Herren aus dem Chaos richtig herauszufindrn. Unsere Leser werden entschuldigen, wenn wir sie mit einem Referat verschonen, welches, wenn wahrheitsgetreu, jedenfalls nicht zum Vortheile eines Theils der Einwohnerschaft einer Universitätsstadt ausfallen und Gießen im Gegensätze zu Mainz und Darmstadt in ein sehr zweifelhafte- Licht stellen würde. Gießen, 12. Nov. (Auszug aus dem Jahresbericht der Handelskammer in Gießen für das Jahr 1876.) (Fortsetzung.) Maschinenfabrikation. DaS Geschäft im Maschinenbau war im Allgemeinen sehr matt. Der Absatz der Erzeugnisie war mit % nach dem deutschen Reich und mit Vs nach dem Ausland erfolgt- Bezüglich der schon so ost öffentlich besprochenen Einrichtung für die Erhebung des Octtoi fühlt sich eine Firma veranlaßt, die ungerechte vertheilung dieser Steuer ins Auge zu fassen, indem sie ausführt, daß der Kohlen-, Branntwein- und Spirituosenhändler, der Besitzer won Dampfmaschinen nach dem Reglement Octroi bezahle, während der Zimmermann, Schreiner, Holzschneidereibesitzer für seinen Holzbedarf nicht zu dieser Steuer herangezogen würde, was ganz gewiß eine ungleiche Behandlung in volvire. Sobald die Kohlen- oder .Spirituosenhändler nach auSwättS Maaren ver- Jn dieser Branche bemerkt eine hiesige Firma, daß sie wie im vorigen Jahre wenig Erfreuliches zu berichten habe. Menn auch in unserer Stadt die Bauthätigkttt noch eine ziemlich rege sei, so wäre diese an anderen Plätzen meist auf ein Minimum heradgesunken und der Absatz nach Außen gänzl'ch in Stockung geralhen. Eine kleine Hebung des Holzhandels fei wohl in nächster Zeit zu erwarten, da die Concurrenz von Galizien und Ungarn, welche dermalen große Quantitäten nach dem orientalischen Kriegsschauplatz ausführen, Süddeutschland gegenüber in erheblichem Maße beseittgt fetn dürfte, jedoch wären die Preise so sehr gedrückt, daß auch bann dn befttedigenber Absatz nicht erwartet werden könne, da oer Einfluß, welchen der allgemeine Mmbsull mitverurfacht hat, noch längere Zeit andauern werde Von Seiten der Eisenbahnen geschehe auch gar Nichts zur Steuerung der Geschäftslage, da diese theilweise ihre Frachten in Benutzung der neuen Tarifoorschriften vielfach um nahezu 50% erhöht haben, welcher Umstand den Versandt verschiedener Sorten gänzlich ausschlietze. Geld- und Eredltgcschafte Soldaten. Konstantinopel, 10. November. Suleiman telegraphirt aus Nas- grad: Am Freitag fanden Recoguoscirungen, namentlich bei Kazeljewo, Opaca Russische Abtheilungen marschiren auf Silistria. London, 10. November. Ein Telegramm des „Daily Telegraph aug Erzerum vom 6. d. beschreibt die Schlacht von Dewi-Boyun vom 4. d. bis zur Flucht Mukhtar Paschas nach Erzerum. Der Correspondent schreibt die Niederlage der Türken der vorzüglichen Strategie der Ruffen zu, welche in der Nacht vorher dem türkischen Centrum gegenüber 45 Bataillone in den Hinterhalt legten. Nachdem die Türken durch das Vorrücken russischer Reiterei aus ihren Verschanzungen gelockt waren, stürzten sich die Nuffeu mit Ungestüm auf die Türken und brachten denselben enorme Verluste bei. Die Türken flohen luste gering. Konstantinopel, 12. November. Die hiesige „Agence Havas" meldet : Schakir Pascha wurde zum Commandanten von Orkhanie ernannt, Schefket wird denselben in der Balkan-Armee ersetzen. Petersburg, 12. November. Amtlich wird aus Bogot vom 11. d. gemeldet: Heute Nacht versuchten die Türken mit 5 — 7 Tabors einen Ueber- fall der Position des Generals Skobeleff's zu unternehmen Letzterer, welcher die Nacht in den Trancheen zubrachte, wurde jedoch durch Mannschaften aus einem russischerseits gelegten Hinterhalt rechtzeitig benachrichtigt und befahl den Truppen, sich bereit zu halten. Darauf ließ er die vormarschirenden Türken bis auf 100 Schritt heranrücken und mit einer Salve empfangen; letztere flohen, setzten sich aber wieder fest und unterhielten ein heftiges Feuer bis 2 Uhr Nachts. Der russische Hinterhalt verblieb in der bisherigen Position. Die Ruffen hatten 120 Todte und Verwundete. Konstantinopel, 12. November. Suleiman Pascha meldet telegraphisch, daß nach Aussage eines bei Pyrgos gefangenen Ruffen bei Batin von den Ruffen eine neue Donau-Brücke errichtet werde. Das Bombardement von Rustschuk dauert fort. und Osman-Bazar, statt. Bukarest, 11- November. Officiell. Wratza, von 8000 Manu fanterie und 300 Tscherkessen vertheidigt, wurde durch ein Detachement des Generals Leonhardt, welches, aus Kavallerie bestehend, sich nach Art der I" fanterie in Linie formirte, um die türkischen Stellungen anzugreifen, am 9. Novbr. genommen. Mehrere Tausend Wagen, sowie Proviant-Magazine wurden erbeutet. In Anbetracht des plötzlichen Angriffes waren unsere Ver- — (Der schuldige Theil.) Anna (auf dem Nachhausewege vom Spaziergang aus den Anlagen zu ihrer jüngeren Freundin): „L-edes Mariechen, wenn der Papa etwas erfahren sollte, so sprich nur zu meinen Gunsten, schiebe alle Schulb auf den l^m- uofiafte) "^Schöne Geschichten muß ich von btr^ hören Anna —, von Gymnasiasten sich küssen lassen aus Öffentlicher Anlage — Papa: ^ttlle'"^' ^Mariechen sage Du mir die Wahrheit. Hat sich Anna von Mrniechen^^,,Nem" der Gymnasiast allein ist schuldig, er hat sich von der Anna Wie man heizt. Wir entnehmen der sehr empfehlenswerten Zeitschrift „Gesundheit" folgenden beherzigens- werthen Artikel ihres Redakteurs Professor Dr. C. Reclam: it , Die Rächte werden kühl; wir wollen morgen früh ein kleines Feuer machen la,len , sprach der Hausherr am Frühstückstisch, indem er >ich behaglich in jenes Kleidungsstück wickelte, welches ein Hemmschuh der Thatkrast genannt werden muß: m den Schlafrock. Dieses weibische Kleid sollte nur für Kranke gestattet werden, als ein Ueberqang zivuchen Bett und wirklichem Anzuq. Seit die deutschen Gelehrten sich nicht mehr im Schlafrock abconterfeien lassen, steht deutsche Wissenschaft erst auf eigenen Füßen und hat Großes geleistet. Ein Schlafrocks ■- Weichling friert immer. c. * t Bei dem in Aussicht gestellten ersten Einheizen seufzte die Gattin. Richt etwa aus hvqienischcn Bedenken. Aber sie wußte, daß der zum ersten Male wieder erwärmte Ofen häßlichen Geruch dem Gemache mittheilt. Sie gab also Befehl, daß über Nacht die Fenster *vffen blieben, damit das Zimmer gut auslüfte und so ihrer Meinung nach der üble Ofengeruch weniger wahrnehmbar sei. Allein sie täuschte sich. Am anderen Morgen roch der angehe,zte Ofen wie alljährlich, — zugleich aber fröstelten die Genoffcn am Frühstückstisch. I^^hermometer zeigten sich 4- 15« R. — die Luft war warm — und doch hatten Alle das Gefühl der Kalte. „Mehr Heizen", befahl der Hausherr. Die Temperatur der Luft stieg auf + 17 und trotzdem blieb daS Frostgefühl. . , „ , , K. r Es wird den meisten Menschen so schwer, einfache, wisienschaftlichc Wahrheiten, die sie seit Langem genau kennen, auf das tägliche Leben anzuwenden. — Daß wir nicht nur an die uns umgebende Luft Wärme abgeben (weßhalb wir in kalter Luft „frieren'), ’^nDcnLl)a^ le!?ct warme Körper gegen kältere Gegenstände Wärme ausstrahlt, das wissen wir Alle. Wir lassen deßhalb die Oefen „schwarz" anstreichen, weil Mangel an Farbe die Ausstrahlung vcgunsrigt und fühlen die Heizung „weißer" Klinker-Oefm deshalb behaglich, weil ihnen jene Ausstrahlung in geringem Grade eigen ist, — während wir am offenen Kamin an der den flammen zugewen- ; beten Seite die fast stechende Hitze der Strahlung empsinden. Daß aber unser eigener Körper denselben Naturgesetzen unterworfen ist und gegen kalte Zimmerwande Wärme ausstrahlt, daß wir hierbei Wärme verlieren, daß wir diesen Verlust fühlen und frösteln °as uber- Ta’dt Hätte nur jene Frau zwei Stunden vor der Frühstückszeit einheizen laffen und erst bei , offenen Fenstern geheizt (um die Luft zu erneuern, den Ofengeruch abziehen zu laffen) und dann t daS Gemach gleichzeitig erwärmt, so würde die Lufttemperatur von + 14° R. schon sehr behaglich und reichlich genügend gewesen sein. Was aber war die Folge des unrichtigen Verfahrens? t — Der Schlafrocksmann. welcher Wärme liebt und sich seiner Familie schon oft im Widerspruch e Der orieutaLische Krieg. Konstantinopel, 9. November. Laut einer von der Regierung veröffentlichten Nachricht meldete Mukhtar Pascha aus Erzerum vom 9. d., die Ruffen hätten am selben Tage 4 Uhr Morgens die Befestigungen von Azizie angegriffen. Der Kampf habe bis 2 Uhr Nachmittags gedauert und mit ber Zurückweisung der russischen Angriffs-Colounen geendet, obgleich es der einen von beiden bereits gelungen gewesen, ein Blockhaus zu besetzen. Mukhtar gibt an, daß er wieder bis Dewe-Boyun vorgedrungen sei. Das Bombardement von Rustschuk dauert fort. Suleiman Pascha ist in Raszrad eingetroffe.i. Ma?nz 7. Nov. Heute Vormittag wurde von den Arbeitern, welche eben in der Christophsstraße mit Kanalarbeiten beschäftigt sind, ein Fund gemacht- Die Leute gruben vor dem Kasino .Hof zum Gutenberg" einen Topf heraus, welcher mitunaefahr 58 Goldstücken gefüllt war. Die Münzen haben bie Große eines Zwei-Markstückes uftb tvaaen die Inschrift „Ludwig (ber Bayer), Römischer Kaiser" in lateinischer Sprache. (Ludovicus dei gratia Romanorum Imperator.) D'.e Stätte, wo der Fund geniach wurde, war vermuthlich ein Keller des Hauses zum Gutenberg. ** Im Mannheimer Mehl- und Probuctengeschast ist em Krach ausgebrochen, ber nicht nur allein dortige namhafte Firmen wie Joseph Hirsch, Hermann Wolff, Max Maier Gebr. W.'il traf, sondern auch eine größere Zaol von Zahlungseinstellungen n benachbarten Plätzen nach sich ziehen wird, darunter 'N Canstanz, Basel, Straßoui g rc. Unter diesen Letzteren befindet sich ein H ms, von dem ein gefälschter Wechsel über einen bedeutenden Betrag in Cours gesetzt worden ist. Das gefälschte Accept war daS einer Hanauer Firma und die Fälschung stellte sih heraus, indem der angebliche Acceptant Zahlung verweigerte, infolge wovon ber Wechsel protestirt wurde. Dle Passioa b . verschiedenen insolventen Probuctenhänbler und Mühlen werben ans ca. 1 2 Millionen Mark geschätzt; Gläubiger sind fast ausschließlich deutsche und österreichische Getre be- Lleferanten und Müller^ ________ Das Bank- und Wechselgeschäft hat sich in 1876 nicht gebessert, sondern einen Rückgang erfahren, da sich sehr viele Capitalien anderen W-rthe.i zugewenbet haben. Ausländische Effecten würben wegen der schwankenden Course sswohl, wie auch wegen der Steuer auf ihre Coupons immer weniger begehrt. „ Der Wechselverkehr hat an Bedeutung gewonnen, da weit mehr Transactionen in großer Unordnung nach Erzerum. durch Wechsel regultrt werden, als in den letzten Jahren. .. Konstantinopel, 10. November. Aus einem Telegramm Derwisch Der Geldwechsel hat fast aufgehört, da durch bie Einführung der Markwahrung Pascha's geht hervor, daß die Ra»-» feit einigen Tagen Saturn heftig «EnMes Getd^ 6iet ju den seltensten Fällen, weil diese größtentheilS In Frankfurt und Berlin vermittelt werden >3n Von ber hiesigen Retchsbanknebeastelle wwd uuü uritgethellt, daß im Wechsel- oerkehr Wechsel auf Frankfurt a. M-, Gießen, Hanau, Offenbach, Wiesbaden trn Werthe von 89300 JL, sowie Rmiessenwechsel auf andere deutsche Bankplatze im WeUye von 234200 JL angekauft wurden- Es rouroen Tratten auf Gießen etnge-Ogen In dem Betrage von 1455400 X Im Lombardoerkehr wurden auSgeltehen 26200 X und einge- zogen 36600 X (Fortsetzung folgt.) ____ ,-.mer Vorliebe für überheizte Zimmer befunden hatte, ergriff G-lcg°nh-it, seine G-gn°r Aktirf Tn kcklaaen ,Da habt Ihr Euch nun selber überzeugt, daß lo Grad nicht genügen, sondern daß mau wenigstens 17 oder 18 Grad am Thermometer haben muß, um nicht zu frieren." D ei» Si-g wurde ausgenutzt. Nun hatte der Thermometer d,° H^fchaf g°w°nnm und "7 ia fäm bie Quecklitbersäuic zu niederen Graden herab. Aber das Warinebcdurfnitz steigerte ® mehr, sondern 2t)'Grade wurden Norm. - Trotz alledem l°"' - Jetzt konnte doch nicht mehr die qusstrablung" der Wärme für die Empfindung des Fri-rens verantivortli» gemacht werden? Die Kreunde schoben es auf Gewöhnung. Diese Erklärung ist zedoch Nicht die ^)t gt. $>,= ft rem ^nhlicbFcit hat vielmehr darin ihren Grund, daß beim andauernden starken Heizen ftlumbrt ÄS °wi- d7in ihm befindlichen Gegenstände und die Wände austrocknen. Der Kaum e -z . . . verlieren, um sv mehr fangt die trockene Luft (welche in Folge der Erwänn nq^geeiEt und geneigt ist, auch umsomehr Wasserdunst in sich aufzunchmen) die Fcuch- ti« eit ha auf9 too sie dieselbe fast allein noch findet: bei den Menschen. S)ie unmex1licl)e 2(u8; der 'Laut und Lunge'wird gesteigert. Da nun diese „Verdunstung^ von Feuchtigkei uns noch viel mehr Warme entzieht, als der vorerwähnte Verlust durch,,Ablcitung ' an die Luft und d7e S rahlung" an kalte Umgebung, so wird durch die gesteigerte Ofenwarme allmalig auch daS Wärincbedürfniß gesteigert - und der Ofen erscheint als bester Freund. daS Warn d s g g^ g,^ bcnn in bcr erhöhten Zimmerwarme dunsten auch alle andere Geaenstände mehr c.us, und die Luft wird verschlechtert. In der warmen Luft athmen wir wenig?r Sauerstoff ein (unser nothwendigstes Lebensbedurfmß!) und der Stoffwechsel wird lanasamer und geringer - der Appetit mindert sich - es tritt mürrische Stimmung ein - der Schlaf ist kurz und unruhig - alle Verrichtungen des Körpers lassen zu wünschen übrig. Da haben wir das treue und betrübende Bild der Bureaukraten ber altem Kaufleute — der viel im Zimmer lebenden Frauen und alten Mädchen — kurz, der meisten Stubenmenschen im Winter. Nur Diejenigen, welche ihrem Ofen niemals gestatten, die Luft über + o R (— 200 CZ »u erwärmen, sind diesem Leiden nicht unterworfen. L Willst Du wahren Kraft und Witz, Hüte Dich vor Ofenhitz! Liegen auf der Ofenbank Macht vorzeitig alt und krank ____ ~ — Handelund Verkehr. Gießen, 13. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 1 4L Hühnereier. per Stück 7-8 H, Käse, per Stück 5-9 Kasematte, per Stück o rerhferi i Liter 18 X Linsen, 1 Liter 20 Tauben, das Paar 50 Hühner per Stück 80 X Hahnen per St. 70^, Enten X 1 60, Gänse per Pfd. 35—40 X Kar- ffdn^OO Äno«, be^ Köln-Gießener Eisenbahn), 12. Novbr. . ^"f den heutigen hi-sigen Markt wurden gebracht: 511 Ochsen, 627 Kühe und Rinder, 977 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag den 3. Decbr. I. Js. Frankfurt, 12 Noo. (Fruchtbericht.) Die unerquickliche Situation im Ge. treide-Geschäft hält an und sind Umsätze ohne Belang. Weizen ab Umgegend X 22.50 bis 23. Roggen matt X 17—18.25. Gerste nichts gethan. Hafer ohne Leben. Mehl un) Futterstoffe flau. m Mehl Rr. 1 X 42, Nr. 2 X 38, Nr 3 X 34, Nr. 4 x 30, Nr. 5 X 24, Roggen-- mehl % (Berliner Marke) X 25, do. II. (Berl. Marke) 21, Weizen, effect. htes., ab Bahnhof hier 23—24 —, ab unserer Umgegend X 22 -23.—, do. fremder je nach Qual. X 23—25.— , Roggen je nach Qualität X 17—18.—, Gerste X 18—24.—, Hafer X 13-17.—, Kohlsamen X 36—37, Erbsen X 21—24, Wicken«^ 17.—, Linsen jt 21—30. Rüböl, detail, X 83. Stimmung flau. (Die Preise verstehen sich sämmt- lich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo). w Frankfurt, 12. Nov. Der heutige Viehmarkt war nur in Hammeln und Schafen gut befahren. Ochsen waren nur 250 Stück am Platz und gingen die Preise sehr hoch; Küde, von denen 120 vorhanden waren, zogen ebenfalls an; Kälber durch 180 vertreten, waren sehr flau. Die Metzger schlugen heute am Pfund 5 $ ab. Hammel und Schafe waren 1000 angetiieben. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 73—75, 2. Qual. X 69—72, Kühe 1 Qual. X 68, 2 Qual. X 52—54, Kälber 1. Qual. X 70, 2. Qualität X 60, Schate 1. Qual. X 40—45, 2. Qual. X 36—38, Hammel 1. Qual. X 48—52, Viele Personen beklagen sich Morgens beim Erwachen über Beschwerden und Beklemmungen im Halse, die ihre Ursache in einer mehr oder weniger starken Verschleimung des Schlundes haben. Man macht, um auszuspeien, Die heftigsten Anstrengungen, welche häufig den Husten und zuweilen sogar einen lebhaften Brechreiz herbeiführen und erst nach Verlauf einer oder zwei Stunden, und mit größter Mühe gelingt es, sich der die Athmung beschwerenden Hinderniffe zu entledigen. Die zur Hebung dieses außerordentlich beschwerlichen Uebels dienenden Mittel zu nennen, heißt somit allen davon Befallenen einen wirklichen Dienst erweisen und zwar handelt es sich hier um den Theer, welcher eine so äußerst günstige Heilwirkung auf alle Affektionen der Athrnungsorgane ausübt. 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Heinrich Gappeller, ___________________Scbiffenberger Weg. 5003} Der neu hergertchtete mittlere Stock meines Hauses ist -u vermiethen. __________Carl Hensel, Wallthor. 5485) Die Parterrewohnung in meinem Hause vor dem Wallthor ist zu vermiethen. ________________M. Homberger. 4382) Marburgerstraße Nr. 161 mö; blirte Zimmer zu vermiethen_____________ 5870) Ein Logts vermtethet Carl Haas a. d. schönen Aussicht. 6293; Ein FamilteglogiS zu vermiethen und alsbald beziehbar. ________E Harms, Grünbergerstruße. 5844) Ltt. A. 227 ist ein möblirteS Zimmer mit Cabinet zu vermiethen.______ 5869) Ein Familienlogis und ein mö- blirtes Zimmer zu vermiethen. _________Joseph Mannberger. 5948) Ein Familtenlogis, sofort beziehbar, zu vermiethen bet ______Ferdinand Felsing, Wirth. 6276) Dtc Mansardenwohnung m meinem Hause in der Frankfurterftraße sofort zu vermiethen________________A. Geisse. 6341) Ein Familtenlogis von 5 Ztm- mern nebst großen Mansarden und ein Solches von 2 Zimmern zu vermiethen. Beide mit Gartenanthetl. ____________________Dr. Weber. 6332) Ein Zimmer mit Cabinet, für ein Comptoir sich eignend, auf sofort zu ver- mtethen bei Christ. Noll, Kaplansgasse. 6351) Allcrnstraße 102 (Parterre) ein möblirtes Zimmer zu vermtetben._________ 6354) Ein einfach möblirtes Zimmer an einen anst. Herrn sofort zu vermiethen. Schloßstraße B. 6 1. Stock. 6345) Das seither von Herrn H. Ger icke bewohnte Logis ist bis zum 15. Januar 1878 anderweit zu vermiethen. Auf Verlangen kann dasielbe auch schon früher über- nommen werden. Wilh. Orbtg. 6342) Ein Stübchen mit oder ohne Möbel, gleich beziehbar, zu vermiethen bet Ph. Müller, Löwengasse 161. 5851) Ein kleines Familtenlogis zu ver- miethen. L. Müller, ________________Mat.- u. Farbw -Hdlg. 6136) Durch Wegzug ist die Mansarden- Wohnung zu vermiethen bei Gg. Chr. Spruck. Iermischte Anzeigen. 6370) Ein braves Dienstmädchen auf sofort gesucht. F. Hennings. Entlaufen. 6372) Unterm 10. l. M. ist dem Unterzeichneten ein etwa 9 Monate alter, brauner Leonberger Hund entlaufen Derjenige, welchem derselbe zugelaufen ist, wird crsucht, solchen gegen angemessene Belohnung an den Etgenthümer abzultefern. Hof Albach, den 11. November 1877. Chr. Güngerich. 5368) Schöne weiße Gänselcber kauft Frau Müller, Löwengosse. Ball- und Gescllschafts- KOSTUE1HE (6369 werden nach der neuesten Mode zu soliden Preisen gefertigt. Auch werden Kleider zum Selbstanfertigen zuge- schuitten und vorgeheftet wilhelmstrafre IS g. 1 Tr. 6376) Etn junges Mädchen sucht Beschäftigung im Kletdermachen in und außer dem Hause. Löwengasse 116. 6383) Ein braves Mädchen wird auf den 2. Januar gesucht __________Cah n, Asterwea 124. 6260) Auf Wethr achten wird etn braves Dienstmädchen gesucht von Realschuldtrector Soldan, Rricbensand - Babrhofsstroße. In einem hiesigen Fabrikgeschäft kann ein mit den nöthigen Borkenntniffen versehener junger Mann alsbald in die Lehre treten. Näheres bei der Cxped. d. 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November 1877. A. Henrich. Bürger Gießens! 6386) In der Ueberzeugung, daß es unserer Stadt nur Schaden gereichen kann, wenn einzelne politische Vereine, oder sonstige- aus anderen Gründen zusammen tretende Partheien, eine Wahl durch--- zusetzen suchen, welche ihre Grundsätze überwiegend in ein Colleg zrr tragen suchen, das dazu berufen ist, die Interessen aller Letheiligten ohne Unterschied zur Geltung zu bringen, erlaubt man sich sammt- liche Einwohner, welche ein Herz für das Wohl und die Zukunft Gießens haben, zu einer Versammlung Montag den 19. November, Abends 8 Uhr, in Wenzel’s Saalbau einzuladen, um sich über die bevorstehenden Ersatz-Wahlen zur Stadtverordneten - Versammlung zu verständigen, und spricht man zugleich den Wunsch aus, daß unser gesummter Stodt- Vorsiaud diesen Bcrakbungen beiwohnen möchte. Verein der nationalen und liberalen Partei. 6378) In der heutigen Generalversammlung wurden die Herren Ferdinand Gail, Heinrich Hochstätter, Ortsgerichtsvorsteher Lüdeking, Louis Petri II., Hofgerichtsrath Pfannmüller, Cduard Sack, mit großer Stimmenmehrheit als Kandidaten für die bevorstehende Grgänzungswabl zur Stadtverordneten-Versammlung erwählt. Gießen, den 10. November 1877. Der Vorstand. Frankfurt a. M. 6080) Der Unterzeichnete effectuirt gegen Provision von @tn$ vom Tausend: den An und Verkauf von Werthpapieren per comptant nnb auf Zeit zu den genauesten Tagescoursen, den Jncasfo und die Verwerthung aller Coupons, den An- und Verkauf von Wechseln, den Jncaffo und das Discontiren derselben zum billigsten Börsendisconto, Belehnung von Werthpapieren zum billigst möglichen Zinssätze. Joli. Thom. Schwalm Sohn, Bank- und Commissionsgeschäft. Zeschiills-Uerlegllng. 6384) Meinen geehrten Kunden zur Nachricht, daß ich von heute ab meine Wohnung, Laden und Cabinet zum .Haarschneiden, Frisiren und Rasiren in das ehemals Hermes’sche Haus (Mäushurg) """"C. Fr. Conrad, Iriseur. Oberhesstfche Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Sitzung : Mittwoch den 14. November, Abends 7 Uhr, in der kleinen Aula. Portraq des Herrn Professor Dr. Sattler: Ueber Farbensinn und ^arbenblindheit. Auch Nichtmitgliever haben Zutritt. (5358 Mensverficherungsbank für Deutschland in Gotha. Gegründet 1827. Eröffnet am 1. Januar 1829. Stand am 1. October 1877. Versichert 50133 Personen mit 322,601,200 je. Bankfonds ......... 77,030,000 „ Ausgezahlte Ttcrbcsällc seit 1829 105,366,700 „ Durchschnitt der Dividende der letzten 10 Jahre . . 37,3 Procent. Dividende im Jahre 1877 und 1878 je 41 „ Versicherungsanträge werden durch unterzeichneten Agenten entgegen« genommen und vermittelt. (5775 ______________ A. Ricker. Otocotatle^ per Pfund 3t. 1.20 bis 31. 3.50, aus der Fabrik der Herren Joh. PH. Wagner St (£p* in Dkain;, empfiehlt 6235) Cmil Fischbach. Verantwortliche Redactton: A. Sckcyda. — Druck uno Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr Pietsch) in Gießen.