L8-V Mittwoch, den 14. Februar Mo« 37 Preis viertelMrltch 1 Mart 20 Pf. mit BriErloh^ Durch btc Poft bezogen vkrLelMrlrch > Mark » Pf. rläubigen hiermit Bekanntmachung. .„bliebe""' m ? der junge Prinz räussen denselben dass Uhr dem An- ;esammte Türken- hes Mitglied sich et. Erscheint tLgttch mtt Ausnahme deS tzxpevMo«r Schulstraß«, At. v. Nr 18- 'r Kunde, den vor 7 ?rn der 1878 e wird bei ichst* Eigene 2) Der vorhandene Kehricht oder sonstige Unrath muß alsbald von der Straße vollständig entfernt, auch muß das allenfalls aus der Straße gewach- ■ |me Gras nach Aufforderung der Localpvlizeibehbrde ausgerottet werden. 1 3) Alle Canäle, Abzuzs- (Fluth-) Gräben und Löcher, alle Gossen und Rinnen müssen immer offen und von allem Schlamm, Unrathe, überhaupt von »llen den Abzug des Wassers hindernden Dingen frei bleiben. 41 Bei eintretendem Glatteise sind die vor den Häusern, Mauern, Gär- tm, Hofräumen rc. herziehenden Fnßpfade alsbald, und zwar insoweit nicht m einzelnen Fällen von der Localpolizeibehörde eine kürzere Frist bestimmt werden ttilb, wenn das Glatteis bei Nacht entsteht, bei Tagesanbruch des darauf fol- -enden Morgens, entsteht es aber bei Tage, längstens eine Stunde darauf, >wei bis drei Fuß breit mit Asche oder Sand zu bestreuen. 5) Bei Schneeanhiufungen auf den Straßen rc. muffen die Fußpfade durch einen drei bis vier Fuß breiten, reingekehrten Pfad für die Commum- i-tion frei gehalten «erden, jedoch unbeschadet der Fahrbahn. In den übrigen Gemeinden, außer Greßen und Ltch, soll diese Verpsuch- tuna sedoch erst nach Aufforderung der Localpolizeibehörde etntreten. 6) Wenn Thauwetter eintritt, sind nach Aufforderung der Localpolrzet- dchörde ohne Verzug die Straßen, Goßen und Rinnen auseisen und remkehren Ia^7) Schnee und Eis darf aus dem Innern der Hofraithen nicht auf die tztrahe gebracht werden, ohne daß für alsbaldige Wegschaffung gesorgt w rd. 8) Die Reinigung chausflrter Wege darf nur mit Kratzen (Kutschen), nicht mit Besen bewerkstelligt werden. Mckung, trlW 34a, metbßden. hölzerne Je Hobelbänke ete. rt 91 Die Reinigung derjenigen Straßenstrecken, wozu nach vorstehenden Vorschriften für einen Anderen keine Verbindlichkeit besteht, ferner die Remlgung der öffentlichen Plätze und Brücken, auf letzteren, insbesondere der Fußwege, soll auf Kosten der Gemeinde geschehen- B. Besondere Vorschriften, und zwar: a) für Gießen und Llch gemeinsam. I. Die Kellerfenster und Luftlöcher müssen, wenn sie im Winter mit Stroh, Heu, Mist -c. ausgefüllt werden, mit Thuren °b-r Deckeln gut und der- gestalt verwahrt sein, daß die Verstopfung von Außen nicht sichtbar wird. II. Alles und jedes Waschen und Abspülen von Gegenständen irgend einer Art an den öffentlichen Brunnen ist untersagt. b) für die Provinzialhauptstadt Gießen allein. I. Hinsichtlich der Ausfuhr des Mistes und der Mistjauche wird sest- bewirken. welcher mit Unrath aus Abtritten und ^°aken vermischt tst^ darf nur nach Inhalt der Bestimmungen über Ausleerung dec Abtritte r. Ard 310 des Polizeistrasgesetzes zur Nachtzeit auf die Straße gebracht und fortgeschaM werden. auMalJ fl'gffener Hofräume geladen, beziehungsweise gefüllt wi^ , unterlieg Hinsicht ch Transportes den durch pos,. 2 vorgeschriebenen Beschränkungen. ^mpone» een duto) P Einigung bet Straßen und Gaffen hat wochent- lich dreimal^nämlich Dienstag, Donnerstag und Samstag, Nachmittags, sta - Die Verpflichtung der außerhalb der Stadtthore von Gießen wohnenden Personen zur Reinigung der Siraßen erstreckt sich m der Regelnm«uf bie fflanauet« unb Rinnen, vorbehältlich der Besugniß der Localpolizeibehörde^ ausnahmsweise auch eine weitergehende Reinigung Litwelse anzuordnen, welche An- SÄ t*. °., ' p x ? werden; nur sind die Dungwagen gut zu laden und die Straßen beim Weg- fahren md^u B0I t>cm Aufladen erst auf die Straße gebracht werden muß, kann dieses nur, und zwar in den Monaten von April bis September einschließlich, von Abends H Uhr bis Morgens 9 Uhr, m ben übTiaen Monaten hingegen von Abends 10 Uhr bis Morgens 10 Uhr geschehen und muß m^t bem Ablauf dieser festgesetzten Zeit die Straße von leben Rückständen wieder völlig gereinigt sein. , . esiniirinaen 3) Unter ganz gleichen Bedingungen, wie unter 2 ist auch das,Einbr ng und Wegbringen der Mistjauche, deren Transport übrigens in völlig dichten SÄ m ->«' d..ch Lumpen' rc., sondern lediglich durch völlig passende Spunten von Holz zu r»r Wahl des Vorstandes der ifr. Religionsgemeinde zu Gießen. Es wirb hiermit zur Kenntniß der Interessenten gebracht, daß gemäß der V°rschrifttn d„ Wahl°r nung W 1871 di. Wahl »»rstandsmitgliedes der ifr. Religionsgemeinde zu Gießen an Stelle des Herrn 9munb ®0d, befien Dienstzeit abgelaufen ist, Freitag den 23. Februar 1. L., mittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr stattfinden wird. Gießen, 9. Februar 1877. ^er Wahlkommissär: Dr. Hoffmann, Regierungsrath. ________________ Sießen gültigen Reglements mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, tz phnc vorheraegangene Aufforderung äs ä »«•- eine vorherige Aufforderung vorschreibt. Gießen, den 26. Januar 18 Moßherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Fresenius. , N, K. G- 3986. Gießen, den 8. October 1856. Localreglement > für den Kreis Gieren. 1 Betreffend: Das Polizeistrafgesetz, insbesondere Reinhaltung und Wegsamkeit der Ortsstraßen. (Tit. XIII. Art. 114.) Nach Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 5. April und 20. August d. I. ad N. M. d. I. 5136, 5141 und 11205 unb be-ü glich A. I, 1 auf Anttag der Localpolizeibehörden werden die in obigem Betreff bestehenden Regulative hierdurch wiederholt publicirt und bemerkt, daß Uebertretuugen nach Art. 1<4 des Polizeistrafgesetzer bestraft werden. A. Allgemeine Vorschriften für sämmtliche Gemeinden des Kreises Gießen. I. Den Eigenthümern, Miethern, Nutznießern und Verwaltern von Pn- tzatsebäuden, sowie den Vorstehern, Verwaltern, Pächtern und Nutznleßern von öffentlichen Gebäuden, liegt die Verbindlichkeit ob, in Gemäßheit nachstehender Vorschriften für gehörige Reinhaltung der Straßen rc. zu sorgen. 1) die genannten Personen sind verbunden, soweit ihre Gebäude Mauern, Härten, Hofräume, Plätze rc. an Straßen und Gaffen sich hin erstrecken, überall bl- iut Mitte der Straße oder Gaffe wöchentlich zweimal (ausgenommen Gie- bm, siehe unten N. B. b. II), nämlich Mittwochs und Samstags, Nachmittags, orgfältta und genügend kehren und reinigen zu lasten. Ist der Kehrtag ein Feiertag, dann find die Straßen an dem diesem Feiertage vorhergehenden Tage zu nin$^eein*trccfcncm W^ter während de« Sommers müffen die Straßen vor dem Kehren vorerst mit reinem Master begoffen werden, vorausgesetzt, daß kein Aotitischer y e i L. Keutschlaud. Berlin, 10. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Kaiser hielt bei der gestern stattgefundenen Einführung des Prinzen Wilhelm in den activen Militärdienst eine längere, hochbedeutsame Ansprache, welche auf alle an dem feierlichen Acte Bethciligten den tiefsten Eindruck machte und in den betr. Sphären lebhaft commentirt wird. Der Wortlaut der Ansprache soll dem Vernehmen nach der Oeffentlichkeit nicht vorenthalten bleiben. Der Kaiser ent' wickelte darin ein Bild der Wirksamkeit des preußischen und des deutschen Heeres vom Großen Kurfürsten an bis in die neueste Zeit, dabei die Grundsätze andeutend, welche dem nunmehr in die Armee tretenden Enkel für diesen Theil seiner Lebensaufgabe voranleuchten sollen. In der richtigen Würdigung des scheinbar Kleinen liege die Bürgschaft für das Große, das sei die Richtschnur für die preußische Armee gewesen und solle es auch bleiben. — Das Herrenhaus erledigte seine aus unerheblichen Vorlagen bestehende Tagesordnung ohne einen bemerkenswerthen Zwischenfall nach den Anträgen der Referenten. Rußland zu thun Vorschläge oder selber beabstchtige * weil dadurch die Noth- Wendigkeit weiterer Schritte prasumirt erscheinen würde. Die „Times" bemerkt über das türkische Rundschreiben, daß die Pforte sich darin nicht gegen die Wiederaufnahme von Verhandlungen binde und diese durch den Nachfolger Midhat's geschehen könnte; in welchem Falle England seine Vermittlung trog der Abwesenheit des Botschafters abermals anstreben sollte. — Die der Staats- ^^ür die Kaiserfestlichkeiten in Delhi erwachsenen Kosten betrugen ungefähr 60,000 Pfund. London, 12. Februar. Die Morgrnblätter bringen eine Privat- Depesche aus Brindisi, welche die Ankunft Midyat's daselbst am Sonntaa Morgen meldet. , ” Schweiz. Bern, 10. Februar. Der Berner Großrath ratificirte den Ankauf der Berner und Luzerner Bahn mit 161 gegen 57 Stimmen und empfehlender Ansprache an's Volk. Berlin, 10. Februar, lieber die Frage, ob Krieg oder Frieden, haben sich die englischen Minister so wenig, wie akem Anschein nach Fürst Bismarck, in dem gestrigen Privatgespräch irgendwie mit Zuversicht ausgesprochen. Der „Golos" schwankt und widerspricht sich von Tag zu Tage. In militärischen Kreisen will man hier wisien, die russische Armee, die Alles mit sich führen müsse, bedürfe noch 500 Transportwagen, die jetzt vorbereitet würden. Der Friede bleibt möglich, wenn die Pforte einlenkt, hat aber sichere Anhaltspunkte noch nicht gewonnen. War der Bericht Salisburys über des Sultans persönliche Geneigtheit zum Nachgeben ganz richtig, so würde jetzt eine solche Wendung eintreten müssen, was sich zu bewähren haben wird. — Midhat Pascha begibt sich einigen Zeitungs Nachrichten zufolge nach Paris. Personen, die ihn früher gekannt haben, wollen wisien, er werde die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen nicht ruhig hinnehmen, sondern sich dagegen bald öffentlich vertheidigen. Berlin, 11. Februar. Heute Nachmittag 3 Uhr fand ein Minister- Conseil unter Vorsitz des Kaisers statt, welchem auch der Kronprinz beiwohnte. — Albrecht, erster Präsident des Appellations-Gerichts in Wiesbaden, erhielt den rochen Adler-Orden zweiter Classe mit Eichenlaub. Köln, 10. Februar. Die „Köln. Ztg." meldet aus Men: Savfet Pascha erließ ein neues Rundschreiben an die Vertreter der Pforte im Auslande, weiches mitcheilt, daß auf Befehl des Sultans die Wahlen zum Parlament und der Zusammentritt des letzteren beschleunigt werden soll. Braunschweig, 9. Februar. Der „Braunschw. Volkssreund" bringt folgenden Aufruf: Für die Wahl in Glauchau-Merane, in welchem Wahlkreise W. Bracke als Canlidat aufgestellt ist, weiden die Braunschweiger Genossen gebeten, @el- der zusammenznbrmgen. Der Wahlkampf wird in jenem Kreise diesmal heftig entbrennen, aber ein um so glänzenderer Sieg steht uns bevor. Listen sind in der Expedition des „Braunschw. Volksfreund" in Empfang zu nehmen mit wird diese über die eingehenden Gelder quittiren. Hamburg, 5. Febr. 1877. Eentral-Wabl-Comitö. Derossi. In dieser Welse sorgt die Social-Demokratie in allen Wahlkreisen, und zwar nicht blos kurz vor den Wahlen, sondern beständig für das, was zur Agitation am nöthigften ist, für einen Wahlfonds, um agitatorische Schriften irt Tausenden von Exemplaren verbreiten zu können. Als es neulich irrthüm- lich hieß, Lasker habe für Meiningen abgelehnt und es stehe deshalb dort eine Nachwahl in Aussicht, entschloß sich sofort unaufgefordert, tote die „Schl. Pr." Mlttheilt, das Berliner Wahl-Comitö der Social-Demokraten, 1300 Mark zu Agitationszwecken den Meininger Parteigcnosien zu schicken. Und was thun die Gegner der Social-Demokratie, um solchen Agitationen entgegen zu wirken? Hamburg, 12 Februar. Der verbrannte Dampfer „Bavaria" gehörte nicht mehr der Hamburger Dampfschiffsahrts - Gesellschaft, sondern war schon im Jahre 1876 nach England verkauft worden. Norwegen. Christiania. In Schweden hat ein ständiger Reichstags-Ausschuß darüber zu wachen, daß bei Anklagen wegen Preßoergehen Seitens der Gerichte keine Verletzung. M Preßgesetzes, welches zu den Grundgesetzen des Staates gehört, vorkomme, und dem Reichstage alljährlich über seine Wirksamkeit Bericht zu erstatten. Der diesjährige Bericht lautet: Im verflossenen Jahre ist kein Fall vorzekommcn, welcher Veranlasiung zu einer Rüge gegeben. Nei-ien. Brüssel, 12. Februar. Die Nachricht der „Corresp. Havas" in Betreff des Rücktritts des Ministeriums ist erfllnden. Nur Malou allein wird sich zurückziehen im Falle der Verwerfung seines modistcirten Wahl-Reform- Entwurfes. Spauieu. Madrid, 10. Februar. Ein königl. Decret hebt den Senat auf und etzt die Neuwahlen auf den 5. April fest. Madrid, 11. Februar. Der König muß wegen Katarrhs das Bett hüten. Petersburg. Die Wiener „Presse" meldet aus Jassy, 6. Februar: Gestern kehrte eine Deputation rumänischer Officiere von Kischenew nach Bukarest zurück. Dieselben waren im Auftrage des Fürsten Karl in das russische Haupt- quartier ab^reist, um den Großfürsten Nikolaus zu seiner Genesung zu beglückwünschen. Der Großfürst dankte der Deputation und drückte ihr feine besonderen Sympathieen für den Fürsten Karl und das rumänische Volk aus. — Die russische Pontusflotte hat den Auftrag erhalten, sobald es die Witterungs- verhältnisie erlauben, Kreuzungen im Schwarzen Meere vorzunehmen. Petersburg, 10. Februar Nach einer Mittheilung der Redaction des „Golos" erfolgte eine Verordnung des Ministers des Innern, die den Einzel- verkauf des „Golos" verbietet wegen des Feuilleton-Artikels über das Schulwesen in Nr. 19 des „Golos", und wegen des Leitartikels über das Gerichts- wesen in Nr. 22 desielben Blattes. Petersburg, 11. Februar. Der „Golos" schließt, indem er die neu» lichrn Klagen der deutschen Presie über die deutschfeindliche Stimmung der russischen Organe erörtert: Die innigste Freundschaft, die wir mehr und mehr zwischen beiden Mächten befestigt zu sehen wünschen ist fein Hinderniß für die Selbständigkeit und Freiheit der internationalen Action, welche Deutschland für sich beansprucht und welche wir auch für unser Vaterland wünschen. Wri. Hefterreich. Wien, 9. Februar. Die „Polit. Corresp." meldet aus Kischenew: Weitere drei Armee-Corps sollen mobil gemacht und nach Beffarabien befördert werden. Es bestehe die Absicht, den Krieg mit großen Kräften zu führen, an mehreren Punkten in die Bulgaren einzndringen, um die türkische Kraft zu zer- splittern. Bei 8 Armee Corps mit 16 .Regimentern leichter und 6 Regimentern schwerer Kavallerie und 435 Geschützen könne man eine Cernirung von Rust schuf, Varna, L>ilistria und Schumla wagen. Die Reserven seien zusammengezogen, die Localtruppen hätten den Befehl bekommen, sich marschbereit iu batten. Letztere dürften die Stärke von 30,000 Mann erreichen. Längst bereit pebalteiie zerlegbare Kanonenboote feien bei der Armee eingetrdffen, die auf der Donau verwandt werden sollen, um der türkischen Donau-Flottille ebenbürtig Wien, 10. Februar. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad: In den bisherigen zwei Conferenzen zwischen Ristitsch und Pertew wurde über legende Punkte der türkischen Grundlagen zu den Friedens-Verhandlungen: Salutirnng der türkischen Flagge, Conservirung der serbischen Festungen gemäß dem Firman von 1867, und Verpflichtung der serbischen Regierung betreffs Verhinderung der Bildung und des Uebertrittl bewaffneter Banden, volle Einigung erzielt. Bezüglich der weiteren Punkte holte Pertew Instructionen ein, welche voraussichtlich heute ober morgen eintreffen. Nach Feststellung der Prä» liminarien dürfte Philipp Cbristits mit zwei Secretären zu definitiven Friedens- Verhandlungen nach Konstantinopel abgehen. Pesth, 11. Februar. Dem „Pesther Lloyd" zufolge wären die Per- Handlungen mit Majlalh und Sennvey gescheitert und hätte der Kaiser Bitto, Gbvczv, Lzlavy und Tisza aufgefördert, sich morgen bei ihm einzufinden, um Verschlage bezüglich einer anderweitigen Cabinets-Bildung zu machen. Konstantinopel, 12. Februar. Anläßlich hierher gerichteter Anfragen bezüglich der gestern an verschiedenen Börsenplätzen verbreiteten Nachricht von einer bedrohlichen Haltung, welche 4000 bewaffnete Softas angenommen hätten, und dem bevorstehenden Ausbruch ernsthafter Ruhestörungen wird auf das Bestimmteste erklärt, daß Konstantinopel vollständig ruhig und die Meldung von den 4000 bewaffneten Softas erfunden ist. Pera , 9. Februar. Die Antwort Montenegros ist gestern eingetroffen. Dieselbe erklärt, daß der Fürst die von der Pforte gemachten Vorschläge mit Abänderungen annehme und die Verhandlungen fortsetzen wolle. Die Antwort Serbiens steht noch aus. P^ra, 9. Februar. Die Mißhelligfeit zwischen Midhat und einem hohen Würdenträger aus der kaiserlichen Familie (Mahmud Damad Pascha) brach in der letzten Rathsvcrsammlung ans, wo dieser dem Großoezr vorwarf, des Sultans feine Erwähnung gethau zu haben. Hierauf erwiderte Midhat, in verfaffungsmäßigen Zuständen strebten nur die Minister nach Verantwort- lichkeit. Eine große Gähruug ist im Volke bemerkbar, doch sind Zusammenrottungen auf den Gaffen untersagt. Die Stellung einiger Minister scheint nicht sehr sicher zu sein. Kriechenland. Athen, 10. Februar. Die Deputirten-Kammer begann gestern die Be- rathung des OrdinariumS des Kriegs-Budgets. Komunduros erklärte, die getroffenen militärischen Vorbereitungen seien nothwendig und wäre eine Verlängerung der Arbeiten der Kammern nach Erledigung des Budgets erforderlich. Endlich betonte der Minister, die Jntereffen des Landes, sowie die Politik des Ministeriums, ^welche auf «ufrechthaltuirg der Neutralität Griechenlands gerichtet sci, bürgten für die Ruhe der angrenzenden Provinzen. London, 11. Februar. Die offtcicUe Antwort auf das russische Rundschreiben wird wahrscheinlich in nächster Woche erfolgen. Noch herrscht darüber lebhafte Correspondenz zwischen den Mächten. Zwei Punkte scheinen festgestellt.- 1) Vermeidung einer identischen Antwort, 2) Vermeidung einer Rückfrage, was Kalkutta, 11. Februar. Nachrichten aus Ahmeddabad zufolge fand in ber dortigen Pulver-Fabrik eine Explosion statt, wobei 50 Personen getödtet und gegen 1000 Personen verwundet wurden. Die Ursache der Katastrophe kst noch unbekannt. *3,bS m w‘im'1 @tn traurige «»f “Äi1t. ,P- Mt vero . l4llb!**9ttT ®inorltl Ära SäÄ Mer, 30. 3 bem 2 St* von gdon wiederholt Hali MM gedroht, sie n Kiger Zeit, °lS er im c^altisui dar Geweh Unit, ba5 Wirths mSrere junge «Mch ihm neulich die Flints uib mit Schnee! ton der Schulter uut l-.ijid wir die Inte fit/ am Sobtii. Der Wildschweine berechne und iit kur; nachher liQt jchwer darnieder gmejm jein. Der U sestgkMMkn werden be oachl wurde, ist i V oindjt ist verheirat nicht, deutet aui Gei/ yrau, die in Obnmnü - Aus Paris i ereignete sich gestern i? bJ Blut in b?n Adm N uzinlgen dicht umi' beioylrn. Aned diese aut die niedrige Mi siiln Tchcci - dad: Mqt, als ob sie etz f thun, betrachteten er Arer wer h-lte da» wsnd wagen, al« ein eiuern um den -örpe Stunden - dann durch den Fall eint , bdnn rasch - man t Darmstadt. Lch'entliche 4 1 «• M-j 187; fungtn, 4 4 31111857 Sj d d 3 ™'rl!wob, .WfMt 187 ^nnberecbnj». - LÄ sKr ÄÄ I« Srilnier»1 MK „•it1«“*1' Sn ™ »eilens dir ffl,S d°S SS r3toftnin *'« r W fitgeben. «$»rte[p. 50608' i„ ^ut ^lou allein wii •Wtteii Wohl^kfom. unb •Wüelj; >'• fcÄ'^itsJ i 1 Mtn bttrLber tr* «nfieft 5 !«8; j «»<■ ^onnta{ 1 hebt bm Senat auf mü «egen KatanhS das Bet 1 aus Jißy, 6. gebrnai von Uchenew nach Bukarei arl in das rujstsche Hach feiner @tntfiing zu beM ib brutto i/jr feint 6e[o: rumänische Ml aut - fohlt d Vie Witterns ixt vornehmen. Iheilung der Redaction li ti Innern, die den Einzi i-Artstels über das W irtikels über das Gericht schließt, indem er die m feindliche Stimmung ta die mir mehr und mebi ist fein Hindmiß für dv ,on, weicht Deutschland füi »rland wünschen- I Berber jenW ** [jb,n verbreiteten Nachricht H ä»N angenommet ®!r,a" kiz ru^tg U"d die M-ldu»! ni ift z-st'w ’"55Ä- etzen wolle. S*-*i 5 5 S» SS £*X*: .....* .«>■-JE »j % ®u« Jiüf d- «$$***’* i«"' uNkt ■ Amerika. New-Bork, 11. Februar. Der Hamburger Dampfer „Bavaria" ist auf der Fahrt von New- Orleans nach Liverpool am 6. Februar auf offenem Meere verbrannt. Passagiere und Mannschaft wurden gerettet und in Beaufort (Süd-Carolina) gelandet. Washington, 10. Februar. Der Bericht der Majorität der Commission der Repräsentanten-Kammer zur Untersuchung der Wahlen in Louisiana constatirt, daß die demokratischen Wahlmänner als legal gewählt und die Entscheidung des Control-Comitäs als nicht vorhanden zu betrachten seien. Der Bericht der Minorität behauptet, daß die Republikaner als gewählt anzusehen seien, und beschuldigte die Demokraten der Gewaltthätigkeit und der Wahl- d^ls^^^^Engton, H. Februar. In der Sonnabend Nachmittag stattge- habten gemeinschaftlichen Sitzung des Senats und der Repräsentanten Kammer wurde die bereits gemeldete Entschließung der Präsidentenwahl-Commission über die Wahl der Wahlmänner in Florida vorgelegt. Sechs Senatoren und zwölf Deputirte brachten schriftliche Einwendungen vor. Der Senat genehmigte alsbald den Beschluß; die Kammer vertagte sich jedoch, ohne einen Beschluß zu fassen, bis Montag. Lokal-Notiz. Gießen, 13. Febr- Auf die Noti- in No. 34 dss. Bl. Butzbach, den 8. Febr. zurückkommend, sind die Persönlichkeiten dieses Stückchens Weltgeschichte von unserer Molirei bereits ermittelt. Die Mutter des ausgesetzten resp. verlassenen Kindes stammt von Hunaen und biente in hiesiger Stadt. Die Herren Friedrich Carl und Freund Pabstmann werden sich wahrscheinlich als ehrsame hiesige Familienväter entpuppen. Ein trauriges Stück Familienleben!__ Vermischtes. Bieber, 30. Jan. Der „Fld. Ztg." berichtet man: Gestern ereignete sich in dem 2 Stunden von hier entfernten Orte Kempfenbrunn der folZende schreckliche Fall. Schon wiederholt hatte der Forstaufseher Leberecht, ein Ostpreuße, seinen WirthShaus- aenossen gedroht, sie niederzufchleßen, rote einst die Rothhosen in Frankreich. Noch vor kurzer Bett, als er im Wirth-Hause diese Drohung erneuerte, entluden ihm zwei Bursche gewaltsam das Gewehr. Als er nun gestern Abend gegen 10 Uhr, im angetrunkenen Zustande, das Wirthshaus daselbst verließ, sah er unter der gegenüberstehenben Linde mehrere junge Burschen stehen. Mochte er nnn unter denselben die zwei Burschen, die ihm neulich die Flinte entluden erkannt haben, oder ist er, wie Andere behaupten, ver- lacht unb mit Schneebällen geworfen worben — kurz er riß bei deren Anblick die Flmte von der Schuller und feuerte beide Laufe auf die Burschen ab. Ein g.äßliches Jammer« aeichrei war die Antwort. Zwei Burschen von neunzehn und zwanzig Jahren wälzten sich am Boden. Der Aeltere, die einzige Stütze seiner blutarmen Eltern, hat die für Wildschweine berechnete, au4 dicken Röllern bestehende Ladung in de« Unterleib erhalten unb ist kurz nachher verschieden. Der Jüngere, welcher in den Schenkel getroffen ist, liegt schwer darnieder. Beide <3 ttt offene sollen an der ganzen Sache nicht betheilsist gewesen sein Der Uebelthäter, welcher erst nach längerem Rmgcn von den Bauern festgenommen werden ksnnte und die Nacht über von sechs Mann in der Wwthsstube bewacht wurde, ist heute Morgen in'S hiesige Gcrichtsgefängniß eingebracht worden, Äeberecht ist verheiratbet und Vater von drei Kindern. Sein Betragen, berechnet ober nicht, beutet auf Geiftesstörunf,. Auf dem Transport soll er seiner ihm begegnenden Frau, die in Ohnmacht fiel, gesagt Haden: Sei nm: getrost, mir thut etz nichts. — Aus Paris wird osm vorigen Donnerstag geschrieben: 3m Jardin des Plantes -ereignete sich gestern in meiner ÄnrsJenheit eine Scene, die Denen, die ihr beiwohnten, düs Blut in d-n Adern erstarren machte. Wie gewöhnlich ist der Bärenzwinger von N ugierigen dicht umringt unb nicht am wenigsten von Kindermädchen mit ihren Pfleger besohlen. Eines dieser Mädchen setzte ihren Schützling, ein Kind von fünf Jahren, auf die niedrige Ballustrade, die den Zwinger umgibt — plötzlich ertönt ein verzweigter Schrei — das Kind war in den Graden mitten unter die Bestien gefallen. Aber diese, als ob sie es für feige hielten, einem solchen zarten Geschöpf etwas zu Leide zu thun, betrachteten erstaunt das Kmd, ohne ihm auch nur ein Härchen zu krümmen. Aber wer holte da» Kmd heraus? Man sah sich gegenseitig au, kaum wollte es Je. manb wagen, als ein eben herb igceilter, elegant gekleideter Herr sich dazu erbot. An einem um den Körper gewundenen Seile wurde er hinabkelaffen — ein paar bange Sekunden — bann zog man Kind unb Retter herauf; völlig heil; nur das Kind hatte durch den Fall einige Verletzungen eitlen. Der edle Menschenfreund entfernte sich dann rasch — man kennt richt einmal seinen Namen. Darmstadt. Die „Hess. VolkSbl." bringen in einem „Eingesandt'' folgendes Zeichen der Zeit: Dieser Tage waren wir Äugen* und Ohrenzeuge folgender Scene nach Schluß der Fortbildungsschule. „Kall, gehste mit Ham?" „Na", erwiderte der Jüngling, „es preffirt mir net so, ich geh noch zu meim Mädche!" Frankfurt. Eine Hockin, welche jüngst i» Oesterreich einen hohen Treffer gemacht, hat im Westende ein Haus für 31,000 fl. gekauft. Sie erwarb gleichzeitig das gefammte Inventar und zahlte dafür weitere 10,000 fl. — Man erzählt der Bonner Ztg. folgende- Geschichtchen: In der Nähe von Düren starb vor kurzer Zeit ein alter katholischer Landpfarrer, der sich ein elklecklicheS Vermigen zufammengespart hatte. Er hatte die Kirche seines Pfarrsprengels zur Universalerbin eingesetzt. Dies war zu feinen Lebzeiten allgemein bekannt geworden. Sein natürlicher Erbe, ein junger Arzt am Rhein, besuchte ihn trotzdem ziemlich häufig. Wie mußte derselbe staunen, als ihm bekannt wurde, daß er der alleinige Erbe seines begüterten OheimS geworden sei. Er erfuhr bann, daß Der ganze Kirchenrath des Ortes sich kurz vor dem Ende des Pfarrers zu demselben begeben unb ihn veranlaßt habe, fein erstes Testament zu änbern unb anstatt die Kirche feinen Neffen als Erben ein- zusetzen. Unb warum? „Damit die schöne Erbschaft nicht auch In den Besitz BiSmarck's käme." Der glückliche Erbe mag wohl bitz jetzt der einzige fein, der durch den Cultur- kampf zu einem Vermögen gekommen ist. Literarische-. Die von Ernst Eckstein rebigfrtc im Verlage von Joh. Fr. Hartknoch in Leipzig erfcheinende „Deutsche Dichterhalle" bringt in ihrer 3. Nummer folgenden interessanten Inhalt: Gedichte von A F. von Schack, Felix Dahn, Max Kalbeck, Heinrich Seidel, Wilhelm Brüel, August Sturm, Hermann Linge, Albert Moeser. — Epischer Theil: SängerS Dank. Von Alexis Aar. (Fortsetzung.) — „Ein seltenes Leben" von Paul Wels. Glossirt von Johannes Scherr. — Neber Fortbildung epischer unb lyrischer Form in ber deutschen Dichtkunst. Von Christian Kirchhoff. (Schluß.) — Kurze Bücherschau. — Vermischte Mittheilungen. — Charade. — Offener Sprechfaul. — Briefkasten. Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß die „Deutsche Dichterhalle" nicht nur den anerkannten Größen unserer Literatur, sondern auch solchen Dichtern und Schriftstellern von Talent offen steht, die einen Namen sich erst erwerben wollen. Allen Literatursreunden empfehle« wir den in Leipzig erfcheinenden: „Allgemeinen Literarischen Wochenbericht", welcher über alle bemerkenSwerthen Erscheinungen der Weltliteratur berichtet und interessante Ereignisse der literarischen Welt bespricht. Der Wochenbericht bewältigt ein Material, welches keinem anderen literarischen Blatte zu bewältigen möglich ist; es ist somit eine interessante Ergänzung aller Literaturblätter. Der sehr geringe Preis von 60 Pf. pro Quartal steht in kaum einem Verhältniß zu dem Werthe des Blattes. Die im Verlage von Joh. Friedr. Hartkuoch zu Leipzig e-scheinende „Deutsche Dich ter ha Ile", Organ für Dichtkunst unb Kritik, her^ussegeben von Ernst Eckstein hat mit dem ersten Januar dieses Jahres ihren sechsten Jahrgang eröffnet. Wir machen unsere Leser auf diese einzig in ihrer Art dastehende Zeitschrift nachdrücklichst anfmerk- fam. Dieselbe entspricht in ihrer gegenwärtigen Gestalt einem wirklichen Bedürfniß. Die ersten sechs Seiten einer jeden Nummer sind der lyrischen und,epischen Poesie reser- virt, wahrend ber übrige Raum sich auf die verschiedenen Rubriken der ästhetisch-philosophischen Abhandlung, der kritischen Gänge und Charakteristike«, ber feuilletonistischen Literatur-Plauderei, der kurzen Bücherschau, der Vermischten Mittheilungen, des Offenen Sprechsaals, beS Briefkastens rc. vertheilt. Mitarbeiter der „Deutschen Dichterhall:" find — neben einer Reihe vielversprechender jüngerer Talente, denen die Redaktion mit größter Bereitwilligkeit die fördernde Hand reicht — so ziemlich alle Dichter u Schrift- stcller ersten Ranges, deren sich Deutschland gegenwärtig zu rühmen hat. Wir erwähnen nur Autoren wie: Friedrich Bodenstedt, Moritz Carriöre, Felix Dahn, Emanuel Gribcl, Karl Äerok, Rudolf Äöttschall, Hermann Grieben, Juüu2 Grosse, KlauS Groth, Karl Gutzkow, Rob'tt HMerling, Eduard von Hartmann, Hans Herrig, Paul Heyse, Franz Hirsch, Max Kalbeck, Paul Lindau, Albcrt Lindner, Hermann Lingg, Hieronymus Lorm, den Verfasser deS „Neuen Tannhäuser", Emil Ritterhaus, Adolf Friedrich von Schack,^ Johannes Schnr, Richard Schmidt-Cabsms, Julius Sturm, Feodor Wehl, Ernst Ziel. Der Adonnementspreis von 2 Mark 50 Psg. pro Quartal ist für das monatlich zwei Mal m elegantester Ausstattung erfcheinende Unternehmen ein äußerst geringfügiger. Wem die Pflege wirklicher Poesie in vorurtheilsfreier Kritik und Aesthe- tck am Herzen liegt, dem wird die „Deutsche Dichterhalle" bald ein unentbehrlicher Freund werden. Niederschlag in Gießen vom 1. September 1876 bis 31. Januar 1877. Tage mit Niederschlag.................91 Höhe des Niederschlags.................14,75 par. Zoll. Niederschlag im Mittel früherer Jahre während derselben Zeit: Tage mit Niederschlag.................74 Höhe des Niederschlags ... -.............9,14 par. Zoll. OeffentlicheAufforderung. Der Schuldschein der Spar- unb Leihkasse Grünberg; d. d. 21. Mai 1875, Nr. 6083, ausgestellt auf Johannes Becker von Flensungen, d. d. 24. Juli 1857, Nr. 1801, ausgestellt auf Konrad Philippi H. in Ruppertenrod, d. d. 3. October 1862, Nr. 2811, ausgestellt aus MatthäusBiedenkopf in Weickartshain, < d. 7. Februar 1873, ausgestellt auf Gemeinderechner Friedrich Schade in Grünberg für Eleonore Hill- gärtner in Allertshausen, sowie ein Schuldschein des Vorschuß- Vereins, ausgestellt auf Wilhelm Semmler aus Höckersdorf, sind angeblich verloren worden. Etwaige Ansprüche an diese Scheine sind -innen zwei Monaten, Deut ersten Erscheinen Lieser Aufforderung in öffentlichen Blattern gerechnet, geltend zu machen, andernfalls dieselben für erloschen erklärt werden- Grünberg, am 8. Februar 1877. (838 Großherzogliches Landgericht Grünberg. Sellheim, Jttman«, __Landrichter. Landg. Assessor. Die Versteigerung von Stämmen u» Stangen in der Obcrsörsterei Schiffeu- Lrrg vom 7. I. M. ist genehmigt. Die Abfahrschcine können vom 20. L M an Lei Großh. Rentamt Gießen erhoben werden. Als Termin für Ueberlicscrung des Holzes imb alö erster Abfuhrtag ist Mittwoch den 21. 1. M. bestimmt. Gießen, den 12. Februar 1877. (848 Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi. Allgemeiner Anzeiger. Edictalladung. Friedrich Schaaf in Gießen, fordert Nnrnens feiner Ehefrau Katharine, geb- Hobler, an Wilhelmine, Ehefrau deS Lehbers Zeiß von Lang-Göns, zur Zeit an unbetanntem Orte abwesend, laut Klage vom 20. September 1876 auf Grund ber Behauptungen: Das von Lehrer Zeiß Eheleuten im August 1864 unter solidarischer Hast unb hi gesetzlicher Form bei I Arnold in Grüningen aufgenommene Darlehen von fl. 700 — sei von bet klägerifchen Ehefrau als Erbin beS Bürgen W- Hobler V. in Grüningen nebst 5% Zinsen vom 2. August 1870 bis Ende 1872 fl. 84 35 und Prozeßkosten im Betrage von fl. 100 42 Ende 1872 bezahlt worden mit fl. 885. 17 Ersatz dieser fl. 885. 17 fr. nebst 5% Zipfen vom 1. Januar 1873 an unb Klagrosten. — Nach oberrichterlich ausge-^ sprochener Zuständigkeit unterzeichneten Gerichts wird Beklagte aufgefordert, bis zum 10. Mat 1877 sich auf diese Klage zu erklären und einen in unserem Bezirk wohnenden Bevollmächtigten zu oestellen, widrigenfalls sie des Klaginhalts für geständig erachtet unb mit Einreden ausgeschlossen werden und die Eröffnung aller weiterer Erlasse in dieser Sache durch Anschlag an die Gerichtsthüre erfolgen wird. Gießen, den 30. Januar 1877. (763 Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher, Dr. (S ilmer, Stadtrichter, Stadtg.-Asfessor. Jagdverpachtung. Montag den 19. b. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll die derGemeinbe Daubringen zustehende, am 1. März l. I. leihfällig werbende Feld- unb Walbjskd, auf unferm Büreau auf weitere 6 Jahre meistbietenb verpachtet werden. Daubringen, den 12. Februar 1877. Grrßh. Bürgermeisterei Daubringen. Hämmerle. (840 Holz-Verfteigerung in den Gräflich Solms - Laubach*- schen Waldungen. Berichtigung. Die Holzverstetgerung im Dtüriete Nafser- wald bei Altenhain findet nicht Dienstag den 27. Februar, sondern vielmehr Montag den 2 6. Februar d. I. statt. Laubach, den 12. Februar 1877. (841 Thum, Oberförster. Stamm-n. Stangenholz- Veisteigerung in der Oberförsterei Homberg. Dienstag den 27. b. M. sollen in den Diitricten Gebrannterwald und Buchwald versteigert werden: 580 Fichtcn-Stämme von 14—39 CtM- Durchmesser unb bis 22 Metr. Länge, 145 Fichten - Derbftangen, zu Sparren, Gerüststangen re. geeignet. Anfang MorgcnS 9 Uhr im Districte Gebrannterwald auf dem Homberg-Hainger Fußpfab. Homoerg a. O-, den 11 Februar 1877. Großherzogliche Oberförsterei Homberg. V a n b m a n n. (842 Versteigerungen. Holzverfteigenmg in ber Fürstl. Obcrsörsterei Hohensolms. Künftigen Freitag, den 16. d M, Morgens 9 Uhr anfangend, soll in dem District „Buchenberg- zunächst Altenstädte» nachstehendes Gehölz versteigert werden: 14 Raumtr. Tannen Prügelholz, 44 „ „ Stockholz, 420 „ , R-isholz,_ 626 Fichten- unb Larchen-Stamme von 15 bis 41 (Zentimeter Durchmesser unb 10 bis 18 Meter Länge mit 207,02 Festmeter, 350 starke Fickten-Stangen zu Sparren unb Weiterbau nun tauglich. Bemerkt wird noch, daß das Brennholz erst Nachmittags gegen 2 Uhr zur Versteigerung kommt. Hohensolms, am 9. Februar 1877. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. Dörmer, Reoierförster. (823 Donnerstag den 15. Februar, Nachmittags 2 Ubr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hos- raithe deS Friedrich Simon in der Katharinengasse als: Flur Vaaz 31 Meter nochmals versteigert werden. Gießen, den 10. Februar 1877. Großherzogliches Ortsgericht. Müller. (815- (845 SÄ Adressbuch Velressen! 371 A. Scheyda Wir «inner (803 Vang. Reparaturbauten, Ladeneinrichtungen 1C., Tapezier. 383 358 7030 451 8. H.ateen*teln, Hoizhondlung. empfiehlt 443) ge- ge- ge- der Provinsial-Hauptstadt Giessen ist in der Expedition des Giessener Anzeigers ä 3 M. zu haben. Giobberzog nachgrsuchtk Gilaubn Es wird bi Gießen, 1 billigen Preisen übernimmt S. Katzenstein, Holzhandlung. an hie Sroßderzog gttelmv, @rüntt Neigen, Quefti Bauleitungen, Kostenberechnungen, möglichst schnell und billig ausführe. Um gütige Berücksichtigung ersucht Gießen, Neue Bäue (Eckhaus, H» A* V icwcy^ bei Herrn Buckbindermstr. Paul Adam). Bautechniker. mischte Reiser, öffentlich verkauft werden. Hungen, den 12. Februar 1877. FÜrstl. Rentamt: Dem me. . _ Stück Nadel-Stangen. Wiestck, den 9. Februar 1877. Großh. Bürgermeisterei Wie,eck- £(jürinflfr .Kun.slfärfierei, .Köntfl.sfee Musterkarte der neuesten Farben! Aufträge vermitteln unentgeldlicb 731) Geschw. Heerz, Neuenweg. mischte Anzeigen. 835) Auf dem Büreau de« Gr- Bezirks- ftrafyerichl Gießen wird zur Aushülfe- l-istung ein tüchtiger Scribent gesucht. - Reflrctanten wollen sich bei dem Unterzeichneten alsbald melden- 5 K. Wilker, 5”|o Hypothekrn-Anlheilschkinr der landw iriliscliallliclien Credilbank zu Frankfurt a. M. in Stücken ä JA. 100, JA. 500, JA. 1000, JA. 2000, JA. 3000 mit halbjährlichen Zins-Coupons 5S jeihvtich vertoosbar ■ Scranlmorllicte Redaction: ?I. Schrubb - Druck und Verlag der Brühl'schen Untv-Druckeret ®r. Chr. Pietsch) in Giehen- „ w Prügelholz, „ Stockholz, Stück „ Wellen, „ Stämme bis zu 43 Ctm- Durchmesser und 15 Meter Länge = 194 Cubm. enthaltend. Abfahrten v»n Gieße» nach: Deutz ö", 12, 4«. Dilleukurj, 6", 13, 4«, 96. (" Biege« 6«, 12. Wetzlar 6*», 8«, 9*, 13, 4*>, 7«/ 9*» Marinirte Häringe empfiehlt 515) Gg. Wilh» Weidig» Holzversteigerung. Freitag den 16. Februar, Morgens von 9 Uhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeindewald, District Ursulum, versteigert werden: 40 Rmtr. Nadel-Sckettholz, A-rrMleryungeu. 834) Eine Wohnung von 4 Simmern1 und Zubehör ist auf 1. Mai event. 15 April zu vermiethen. Schloßgasse B. 6. 843) Eive Schlafstelle zu vermiethen^ Lindenplatz A. 244 Holzversteigerung im Fürstl. Schutzbezirk Langsdorf, District Lchweinahl u. Klafterschlag. Dienstag den 20. dss Mts., Morgens 10 Uhr, sollen im obigen Schutzbezirk ^1 Stück Eichen- u. Fichten Stammholz = 42,89 Fest. Meter und 31 dergl. ©rangen — 1,60 Fest» Meter, nebst mehreren Birken und Aspen, sodann Mittwoch den 21. dis. Mts-, Morgens 10 Uhr, ebendaselbst. 117,5 Rmtr. E chen-, Buchen- und mischtes Scheitholz, 183,5 Rmtr. Eichen-, Buchen - und mischtes Prügelholz, 423 Rmtr. Eichen-, Buchen- und Darmstadt, llvutdk dn Dirmor N4 Völän auj Wx Md Tme y stand ner^f. Durch Allerhc bei bem Hosgnicht dn Pro! _ 12 wir der Ww verllaat II tA > 12 als em fl w? i-d«> Kew u mtnn. bl a»tt4r/(n< (”'l ju er®«rfei fei pÄ **■ »ö SÄ E's» sZr !** 1 ei «Di "*$N!«» DnnnfiiWter pferhc=£oo|e ä 2 Mk. find in der Expedition d. Bl. zu haben. ___ Unterzeichneter empfiehlt sich zur Uebernahme Etablissements- Anzeige. aller in sein Fach einschlagendeu Artikel; er über- 757) Einem hochgeehrten Publikum zur ergebenen Nachricht, daß ich nimmt nmilf- Ovinrirfltinmell IC. welche auf's Reellste mich an hiesigem Orte als Bautechniker niederAklasieu und gefl. Aufträge mmnu ganze lzlniiu-luaai cd , / l I Anfertigung von Zeichnungen nach einfachster. Raum und Geld sparender, und Geschmackvollste ansgesubrt werden und bittet sowie eleganter Bauweise zu Neu- und Reparaturl J < Qn*-\ Im r_ii fAtipTT lind l^illi.1 fiiififnhvp. um geneigten Zuspruch. 837) Jallas Strack* 839j Die beiden Dienstmädchen, welche! am Montag Mittag 4 Uhr auf dem Vorplatz der Filialpoft den seidenen Regenschirm init-cnonnhcn, werden um sofortige Rück- gäbe bei der Expd. d. Bl. ersucht, andern- salls polizeiliche Schritte zu gewärtiflen sind__ 846) Junge Leute finden Pension in einer anständigen Familie, Nachhülfe in den Schularbmten, Musikunterrricht gratis. Näheres bei der Erped. d. Bltts. ______________Kanzlei-Cbef. «36-j (Sin junges Mädchen aus Berlin, ausgegeben auf Grund erworbener erster Hypotheken und laut Rescript bei aus anständiger Familie, das schneidern Großherzoglichen Hessischen Ministeriums des Innern zur Anlage von Gemeinde-, und bügeln kann, sucht Stelle zum 1. ^rcken- und Stiftungskapitalien verwendbar, empfehlen als solide Capital- April d. I. als Hausmädchen. P £ (285 BU -ri-hren »n der ----aniag. Echternach & Hanstein. KeUgebotenes. Feinster Dorsch-Leberlhran fast geruch- und geschmacklos, in .^laschen mit gestempeltem Metallverschluß k 60^, JC. !•— und v4L 1.70 echt zu haben bei (dUj C Semmler. Aecbten Beiger Medicinal Kberlhran in Vi und Vr Flaschen, sowie im Anbruch, Will». Weidig. Pretzziegel Amerikanische Rinderroulade, „ Ochsenzungen, in 2-Psd.-Dosen L 2, resp. 4