Wo. 159. Freitag, den 13. Juli 1899. Kichener Mnzeiger Ail?cigk- ni Amlsblstt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlohn. Ek^tditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hßeit. B e k a n n t m a eh n n g. In Folge des Baues der Brücke über die Wieseck in der Reichensand-Bahnhofsstraße ist es noihwendig geworden, den Verkehr über den dort befindlichen Steg einzustellen. Es ist daher der Weg zu dem Letzteren bis auf Weiteres gesperrt und der Steg an der Main-Weser-Bahn am Fuße des Felsen- k.llers ausschließlich zu benutzen. Gießen, am 11. Juli 1877. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. Aokitischer HheiL Deutschland. Darmstadt, 10. Juli. Se. Königs. Hoheit der Großherzog haben heute Vormittag um 11 Uhr Se. Durchl. den Fürsten zu Lynar, König!. Preuß. außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am hiesigen Hose, in Audienz zu empfangen geruht, um dessen Beglaubigungsschreiben entgegen zu nehmen. Vorher empfingen Se. König!. Hoheit den Präsidenten des Ober- Consistoriums, Geheimerath Dr. Goldmann, und den Dekan des Dekanats Darmstadt, Ewald. Darmstadt, 11. Juli. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 4. Juli den Professor Dr. Theodor Schäffer zum Director der polytechnischen Schule für die Zeit vom 1. September 1877 bis 31. August 1878 aus Vorschlag des Lehrer-Collegiums zu ernennen. Darmstadt, 11. Juli. Kaiser Wilhelm ist, von dem Großherzog und der Großherzogin am Bahnhofe empfangen, um halb 11 Uhr hier angekommen und reiste um halb 12 Uhr wieder ab. Das Aussehen des Monarchen ist vortresflich. Das so zahlreich versammelte Publikum brachte ihm lebhafte Ovationen. Mainz, 9. Juli. Bischof Ketteler scheint nach den letzten Nachrichten des „Mainzer Journ." aus Burghausen in Lebensgefahr zu schweben. Jedenfalls hat sich sein Zustand in den letzten Tagen verschlimmert. Das Münchener „Vaterland" bezeichnet seine Krankheit als hochgradigen Typhus. Berlin, 10. Juli. Nach einer Meldung des „Daily Telegraph" hat der Cardinal-Staatssecretär im Vatican die apostolischen Nuncien in einer Note ersucht, „für die Gesundheit des Papstes zu beten", und hervorgehoben, daß die Lage von Gefahren umgeben sei und es wünschenswerth mache, über die Stellung der Mächte zu dem künftigen Couclave in's Reine zu kommen. Gleichzeitig durchläuft eine Pariser telegraphische Meldung die Welt, nach welcher der augenblickliche Zustand Pius' IX. das Schlimmste befürchten läßt. Die Nachricht hat für die deutsche Politik im gegenwärtigen Augenblick, bei der Spannung auf den Ausfall des zum Herbst nahenden französischen Plebis- cits und bei der verschärften Aufmerksamkeit auf die Beziehungen zwischen dem Vatican und dem Elis6e, ein erhöhtes Jntereffe. Die „Tribüne" meint: „Die praktische Frage, aus die Monsignore Simeoni hinaus will, spitzt sich doch schließlich einfach dahin zu: „Werden Oesterreich, Frankreich und Spanien in der Lage sein, das Veto, das ihnen bisher zustand, auch bei der nächsten Papstwahl auszuüben?" Im Budget-Ausschusse der ungarischen Reichsraths-Delega- tion wurde Graf Andrassy im Jahre 1873 bereits über diese Frage interpellirt. Er erwiderte damals, daß er nähere Mittheilungen über die Sache nicht für inopportun halte, indessen was das Veto betreffe, im Allgemeinen doch bemerken wolle, daß er die Absicht hege, dem Kaiser nie zu rathen, auf irgend ein Recht, das er besitze, zu verzichten; daß aber das Vorgehen in solchem Falle etwas sei, was mit vielen anderen Fragen zusammenhänge und worüber ihm weitere Aufschlüsse wohl erlaffen würden. Von Wichtigkeit in dieser Erklärung war immerhin der bestimmte Entschluß, daß Oesterreich auf das ihm zustehende Recht, im nächsten Conclave mitzusprechen, keinenfalls verzichten werde. Dasselbe wird auch wohl von den beiden anderen katholischen Mächten anzunehmen sein, deren Verhältniß zur Sache dem mitbetheiligten deutschen Interesse freilich sehr viel ferner steht." Ohne Zweifel wird diese Austastung in den weitesten deutschen Kreisen auf Zustimmung rechnen dürfen. Berlin, 10. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: „Die durch Cabinets-Ordre vom 3. Juli dem Präsidenten des Ober-Kirchenrathes Herrmann verliehene Rangerhöhung ist erfolgt, um demselben für feine unausgesetzten , mit voller Hingebung geleisteten ersprießlichen Dienste einen erneuten Beweis des königlichen Vertrauens und der königlichen Anerkennung zu geben." — Dem „Reichs-Anz." zufolge ist laut Mittheilung der Pforte an die Botschafter der Mächte das Einlaufen der Schiffe bei Nacht in den Hafen von Smyrna verboten. — Die Nachricht von der Remotion des Privatdocenten Dr. Dühring wird der „Post" mit der Beifügung bestätigt, daß die bezügliche Entscheidung des Cultus-Ministers nebst Motiven demnächst zur Veröffentlichung gelangen werde. Oesterreich. Wien, 10. Juli. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad von heute: In der gestrigen Sitzung der Skupschtina, die einen stürmischen Verlauf nahm, kündigten 31 oppositionelle Abgeordnete von der conservativen Partei und der äußersten Linken unter Beschuldigungen gegen die Versammlung und die Minister ihren Austritt wegen der Haltung der Majorität an. Die Versammlung, welche ungeachtet des Abganges der 31 beschlußfähig bleibt, nahm jenen Act zur Kemttrüß, indem sie zugleich deffen Begründung zurückwies. Die erforderlichen Neuwahlen sind bereits auf den 12., 14. und 17. Juli anberaumt. — Ein Schreiben derselben Correspondenz aus Cettinje constatirt den türkischen Angaben gegenüber, daß der Rückzug Suleiman Pascha's nicht einer diplomatischen Intervention, sondern lediglich den ungeheuren Verlusten der türkischen Armee und dem Donau - Uebergange der Russen zuzuschreiben sei. Alle regulären Truppen der Pforte aus Bosnien und der Herzegowina, selbst die Garnison der Blockhäuser seien nach Bulgarien beordert, in Albanien nur die Garnisonen von Podgoritza und Spuz zurückgeblieben. Wien, 10. Juli. Osficiös verlautet, die österreichische Occupation Bosniens und der Herzegowina sei diplomatisch geebnet; gegebenen Falls sei derselben allseitige Gutheißung gesichert. Arankreich. Paris, 9. Juli. Der von den republikanischen Senatoren organisirte Rechtsgelehrten-Ausschuß veröffentlicht heute sein Gutachten über die Colportage- Frage. Der Schluß deffelben lautet: „Aus Obigem nmß man schließen, daß ein Präfekt eine offene Ungesetzlichkeit, einen wahren Mißbrauch der Amtsgewalt begeht, wenn er einem Verbreiter oder Verkäufer von Zeitungen den Verkauf gewisser Blätter untersagt, und der Verpflichtung, dieses Verbot zu beachten, die Bewilligung oder Aufrechterhaltung der „Ermächligung" unterordnet. Das von einer solchen Maßregel betroffene Blatt kann den Präfekten wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt vor den Verwaltungsgerichten und wegen Schadensersatzes vor den gewöhnlichen Gerichten belangen. Das nämliche Recht steht den Verkäufern und Verbreitern zu, welche in der Ausübung ihres Gewerbes mißbräuchlich beschränkt werden, oder denen man die „Ermächtigung" auf ungesetzliche Weise entzogen hat." Dieses Gutachten, das alle Maßregeln, welche die Präfekten gegen den Zeitungsverkauf in der Provinz ergriffen haben, für ungesetzlich erklärt, hat das Ministerium im höchsten Grade erregt, und es soll eine konservative „contre- consultation“ veröffentlicht werden. Da es ihm jedoch an namhaften Rechtsgelehrten fehlt, so wird dieses Gegengutachten wohl ohne Wirkung bleiben und nickt verhindern, daß zahllose Proceffe gegen die Präfekten eingeleitet werden. Die Lage der neuen Regierung wird täglich eine unbequemere. Die Zwietracht unter ihren eigenen Anhängern prägt sich jetzt, da die Aufstellung der Candidaten-Listen, welche der Marschall Mac Mahon unter seine Obhut nehmen soll, in den Vordergrund tritt, immer schärfer aus, und es ist fast mehr als wahrscheinlich, daß unter den sog. „Conservativen" eine Einigung nicht erzielt wird. Der „Franeais", das Organ Broglie's, stößt schon eine Art von Angstruf aus, fordert zur Eintracht auf und betont, daß die Regierung die natürliche Schiedsrichterin zwischen den verschiedenen conservativen Gruppen sei. — Der Gouverneur von Paris, General Admirault, hat an alle Aerzte und Directoren der militärischen Hospitäler folgende Verfügung richten lassen: „Ich habe die Ehre, dem Oberarzt des Hospitals von . . . . bekannt zu geben, daß laut Weisung des Gouvernements von Paris kein politisches Blatt in die Militär-Hospitäler, namentlich in die Säle der Kranken eingeführt werden darf. Die Herren Officiere, die ärztlich behandelt werden, können allein durch den Rechnungsbeamten Blätter conservativer Meinung, deren Titel sie angegeben haben, empfangen. Paris, 4. Juli 1877. Der Militär-Unter-Jntendant. Guerwiller." England London, 10. Juli. Im Unterhause theiltk der Secretär der Admiralität Egerton auf Veranlaffung Witworth's mit, daß der Ingenieur Smilee angewiesen sei, den türkischen Dienst zu verlaffen, andernfalls würde derselbe LandwirthschaftlicheS. toon k-r Ging bpr enalffcken Offfciere aestrichen werden. Auf Anfrage Whalley's Kirchenvorstands der evangelischen Gemeinde Herbstein zugewiesen. Pfarrer Geibel von von oer upe Der engnjcpen■Mhcw« ‘ «ArL V;” «lL’ Krofdorf hielt in der altehrwürdigen, prächug gelegenen und freundlich ausgeschmücklen erklärte sodann der Lchatzkanzler Norrhcote, es sei neuerdings kem A o r ^,xche die Festpredigt; der Lollarer Gesangverein trug durch zwei Gesangstücke zur mit anderen Mächten in Bezug aus Flotten-Operatronen im Orient getrosten Verschönerung c>es Festgottesdienstes bei. Dem Rechenschaftsberich:, welchen der Secrc- toorfoen tär des Zwetgvereins, Gymnasiallehrer Stamm, erstattete, entnehmen wir die Notiz, — c>m weiteren Verlaufe der Ui'terhaus-Sitzuna beantragte Birley, daß daß der Gesammtoerein im ätzten Rechnungsjahr an Beiträgen 697500 jl, an Vrr- . . c . Kr! fnfnrI morhpn frsHpii mächtnrssen 67000 eingenommen hat. Freilich haben sich auch die Aufgaben des Ber- die Eingangs-Zolle auf indische Baumwolle sofort aufgehoben e I • ejn§ bedeutend erweitert. Namentlich erfordert das Schulwesen der österreichischen Pro- Seitens der Regierung wurde ein Amendement vorgeschlagen, wonach die Aus- testanten sehr ansihnltche Unterstützungen. Obschon sich im letzten Rechnungsjahr die Hebung ter Zölle erst eintreten solle, wenn die Finanzlage Indiens es gestatte. Einnahmen des Gesammtoeretns nicht vermindert haben, so sind doch im Angrsicht der f-mus nahm dielen Vorschlag einstimmig an. Schwierigkeiten, mit welchen in Preußen die Erhebung der Beiträge verbunden ist, und ^)as Haus naym vie,en ^oqa)iag einjiimmig an be§ Geldmangels, der sich gegenwärtig allenthalben fühlbar macht, manche ernstliche 3fdfUll Befürchtungen wegen der Zukunft erwacht. Der Hauptoerein im Großherzogtdum & ... - Hessen hat im letzten Rechnungsjahr eine erhöhte Einnahme gehabt, sie betrug 23400«X g^pnt, 10. Juli. Der Papst hat heute die Zöglinge zweier Collegien Die Steigerung der Einnahmen oertheilt sich indessen nicht gleichmäßig über das ga, ze hnn q?nni »mnsanaen Land. In Rheinhessen haben sich die Beiträge entschieden vermindert, offenbar in Folge von Jion PI B • der dort herrschenden kirchlichen Wirren. Der Verwaltungsrath hat wegen der Ein- iKußfdnb nahmen im laufenden Jahre seine großen Besorgnisse ausgesprochen und die Zweigver- “ " , einsvorftände dringend gebeten alles aufzubieten, damit der Hauptoerein in den Staad Petersburg, 10. Juli. Die „Agence Rüste meldet, daß em Bund- gefefct werde, seinen Verpflichtungen nachzukommen. In dem Gießener Zweigoerein nist -wischen Rumänien und Serbien als nickt geradezu unmöglich erscheine; hat sich von einer Verminderung der Beiträge in dem Jahre 1876/77 nichts gezeigt. - ""«><» !«>-- M .un, K“‘SrS »,"'S SÄ älVWÄ $ ÄS! in den guten Beziehungen Rußlands und Oesterreichs verändert werden. — -trQunwercfn aufgebracht. Derselben Quelle zufolge wäre die Tragweite der Anwesenheit der englischen------- Flotte in der Besika-Bai durch die Erklärungen der englischen Minister im Parlament vermindert. Der orientalische Krieg der Regen. Wien nach Ellenderger nach Hollefreund Kartoffeln 12. Mais vom Verfasser festgestellten Durchschnittszahlen waren unver- früher Nach den Bohm'schen 7.2 von in der Richtung von Alexandropol zurückgezogen. 24 April 6.33 pCt. Mittel 4.9 pCt. S. 326): 4.4 Bohm'scher aus Konstantinopel: Von England, Frankreich und Belgien langen täglich 6.8 pCt. 9.5 pCt. 5.5 5.0 4.6 aus Erzerum vom 9. d. Mts. bezog Ismail Pascha ein Lager bei Mustum, drei Meilen von der Grenze. General Tergukasoff hat Position an der Grenze genommen. Petersburg, 11. Juli. Nach einem Telegramm des Generals Se- meka aus Odesta vom 9. Mts. haben türkische Schiffe an diesem Tage von 12 Uhr an Eupatoria bombardirt. Wien, 11. Juli. Nachrichten aus Odesta zufolge entbehrt die Angabe, wonach es den Türken gelungen wäre, an der Ostküste des Schwarzen Meeres Torpedos herauszufischen, jeder Begründung. — Meldungen des „Tageblatts" wird heftig gefeuert. Die Rusten haben mit drei Divisionen den Angriff wieder ausgenommen und zeigen große Tbatkraft. Die Türken haben auf dieser Seite außer den bekannten Forts Hafiz Pascha und Karadagh noch andere stark befestigte Außenwerke. In der Schlacht bei Sewin wurde ein angesehner, in den Reihen der Rusten als Freiwilliger dienender preußischer Officier getödtet." Konstantinopel, 10. Juli. Mukhtar Pascha hat sich, nach den von demselben hier eingegangenen Nachrichten, eine Stunde vor Kars mit der Garnison von Kars vereinigt und ist in Kars eingerückt. Die Rusten haben sich Vergleichende Versuche über die Leistungsfähigkeit der neueren Verfahren der Lpirltusfabrikation fpecieü des Ellenberger'schen. Zahlen von früheren Versuchen des Verfaffers gegenüber, welche ein ebenso günstiges Resultat auch für andere Verfahren ergaben (landw. Jahrbücher, 1877, Supplement, (Entnommen aus der Deutschen Landwirthschaftl. Presse.) (Fortsetzung.) 2. Die Intensität der Gährung. London, 10. Juli. Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus Erzerum von heute gemeldet: 36 Bataillone Türken haben Kohornesa, 5 Stunden von Kars, besetzt. Mukhtar Pascha empfing Einwohner von Kars. Der englische Militär-Attachs hat sich in die Stadt Kars hineinbegeben. Es fällt andauern- Hollefreund'scher Apparat zu Trotha 4.8 pCt. „ „ 5.6 „ (kranke) a) b) a) b) gohren geblieben: beim Hollefreund'schen Verfahren 6.9 pCt. der eingemaischt. Stärke 20. April 24. „ 26. „ 3. Mai H. ,, 6.1 pCt. unvergohren. 63 6.6 Kerbten. ,r, (Ausgesührt an der landwirthschaftlichen Versuchsstation Halle a. S. von P.Bebrend, Belgrad, 10. Juli. Gestern fand in Kragujevatz eine stürmische Lauenstein, Th. Oß w ald und A. Pagel, unter Leitung von M. Maercker. Skupschtina-Sitzung statt; 31 Abgeordnete von der äußersten Linken und der conservativen Sette haben ihre Mandate niedergelegt. 8.1 6.7 6.3 6.2 Henze'scher „ 5.1 „ so daß ein allgemeiner Schluß: „die nach dem Ellenberger'schen Verfahren vorbereitete Maische zeigt eine bessere Vergährung" nicht berechtigt lein würde. Wohl aber glaubt der Verfasser nach den vorstehenden Zahlen den Schluß vertreten zu können: Die nach dem Ellenberger'fchen Verfahren richtig vorbereiteten Maischen bieten keinerlei Schwierigkeiten bet der Vergährung, sie zeigen unter günstigen Verhältnissen einen Vergährungsgrad, welcher denjenigen von Maischen der andern mit Hochdruck große Masten von Waffen hier an. Die Pforte hat die Aushebung einer arbeitenden Verfahren vollkommen ebenbürtig an die Seite tritt. neuen Armee von 140,000 Mann angeordnet, dieselbe soll innerhalb zwei Damit dürften die Vorwürfe, welche dem Ellenberger ichen Verfahren in dieser er» x c c« ,, arx-rr o v c - Richtung gemacht werden, als erledigt zu betrachten sein. Monaten an den Balkan-Pasten concentrirt sein. Der Sultan und seine Etwas anderes als die nach dem Hollefreund'schen Verfahren vorbereiteten Mai- Brüder haben 25 Millionen Francs aus ihren Privatmitteln zur Verfügung scheu verhielten sich allerdings die Ellenberger'schen Maischen bei den Versuchen zu des Kriegsministers gestellt. Trotha; die stürmische Hauptgährung trat in denselben reichlich 6 Stunden früher ein, - Dem „Telegr. Cvrresp. - Bureau" wi>d aus Konstantinopel vom in>den zu gleicher Zett und unter gleichen Verhältnissenangifteattn . ja ri l. «x?, m j n. .. J u scheu Maischen, sie verlief auch schneller und heftiger als in letzteren. Die Folge davon 10 Juli gemeldet. Mukhtar Pascha ist, nachdem er sich nut der Garnison von roar freilich, daß die nach Ellenderger gemaischten Bottiche 5—7 W D t t angibt, wie viel Procente des der Gährung anheimgefallenen Materials wirklich in Gießen, 12. Juli. Am 21. Juni feierte der Gießener Zweigverein der Gustav- der Richtung der reinen alkoholischen Gährung zersetzt wurden. Die Differenz^ gegen Adolf-Stiftung sein Jahresfest in Kirchberg. Aus der Pfarret Kirchberg sowohl wie 100 ergibt die Mengen, welche eine anderweitige Zersetzung erfuhren, sie enthält die auS den benachbarten Gern inben hotten sich «ahlreiche Tbeilnehmer dazu einge- Zuckermengen, welche durch Nebengährungen zersetzt wurden, theils aber auch die Verkünden. Von dem starken Besuch des Gottesdienstes gab die beim Ausgang aus der lüfte, welche den bereits entstandenen Alkohol treffen können oder endlich zur Hefe- Kirche erhobene Collecte Zengniß; dieselbe betrug 55 jl und wurde durch Beschluß des bildung verwendet wurden. Die Erforschung dieses Punktes hat ein besonderes Interesse, weil man zwar allseitig anerkannt hatte, daß die Aufschließung der Stärke unter normalen Verhältnissen nach dem Ellenberger'fchen Verfahren eine vorzügliche sei — von anderer Seite aber behauptet war, es würde die Gährung in ungünstiger Weife durch die Vorbereitung mit dem Ellenberger'schen Apparat beeinflußt- Namentlich wurde dem Ellenberger'schen Apparat der Vorwurf gemacht, daß er die Maische durch das Durchpeit- chen mit Luft zu einer Schaumgährung geneigt mache, welche unregelmäßig im Ver- Der Kaiser von Rußland ist am 4. Juli mit dem Prinzen lauf, heftig beginnend, aber bald nachlassend zu einer wenig vollständigen Vergährung Reuß, einem Bruder des deutschen Botschafters in Konstantinopel, nach Sistowa ' Daß diese Vorwürfe bei einer richtig und kundig ausgeübten Behandlung der übergefahren, um demselben diese Stadt und die Landungsstelle zu zeigen. (Siner ^a|^en ungerechtfertigt sind, ist aus den nachstehenden Zahlen zu ersehen. Von 10<> Meldung der „Daily News" zufolge gedenkt der Czar sich in nächster Zeit Theilen^eingemaischtem Stärkemehle blieben nämlich^unvergohren: auf dem rechten Ufer der Donau aufzuhalten, um so viel wie möglich vom Kriege zu sehen. Der deutsche Militär-Aitachö, Major v. Liegnitz, ist mit den ersten Truppen über den Strom gegangen und hat sich alsdann dem Vormarsch der russischen Kavallerie-Abtheilungen angeschlofsen. Im Hauptquartier hat die Nachricht von der Entsendung der engl. Flotte nach der Besika-Bai viele kritische Besprechungen und düstere Ahnungen hervorgerufen. — Dem „Daily Telegraph" wird ans Sarikamisch vom 8. d. Mts. gemeldet: „Auf der Ostseite von Kars 6.7 63 6.2 6.40 Russen durch Serbien ablehnen. London, 11. Juli. Nach einem Telegramm des „Reuter'schen Bureaus" Gebiets in die russische Action verlangt wird. Die Zuschrift betont, die Kriegs- Macht Serbiens werde nicht berangezogen, sondern nur das serbische Gebiet behufs Umgehung der Balkan-Pässe benutzt werden. Dadurch würde Rußland 50,000 Menschenleben ersparen. Der Czar und sein Generalstab seien von der . . r, n iPThifAp« fapfcipt in Rpnnhpn nßpneimf Daffelbe Blatt be- war die Vergährung eine vollkommen gleiche gewesen. Außerdem stehen den sehr gün- Nothwenoigreit, serbisches Geb et zu benutzen, uverzeugr. ^)asse ve -Oiatt oe- Vergährungsresultaten vom 11. und 12. Mai mit Ellenberger merkt: wenn Rußland seinen Gegner Anfangs unterschätzt habe, so könne dies 0 * ~ ~ Oesterreichs Haltung nicht beeinfluffen. Oesterreich müsse den Durchzug der „ Henze'schen v 7.0 „ „ „ Die bei den vorstehenden Ellenberger'schen Versuchen enthaltene Vergahrungszahl ____5.6 muß dem gegenüber als eine sehr günstige bezeichnet werden. Man darf frei; ____ o„ . . r / v ‘ , y • lich aus derselben nicht schließen, daß die Gährung nach dem Ellenberger'fchen Der Wien, 11. Juli." Das" „Fremdenblatt" bringt eine Aussehen erregende fahren besser verlaufe, als nach dem Hollefreund'schen, denn bei den drei unter ganz russisch- Zuschrift, wvrin O-st-rr-ichs Ettunbuisi zur Eiub-zi-hun-, des serbischen »l-Ich-n VerhSttn.ssen mit «M4« Versuchen: ZTt f ‘ 1 □ L. ! _ .... X . CW .. - —1 — .. ; wk Ci \ • A X k M At A A Aff- ___ • — . r 26. „ 3. Mai 6.1 6.3 6.6 4.9 5.5 50 4.6 5.6 pCt. — 1.2 pCt. zu Gunstm des EUenberger. 7.3 pCt. — 2.2pCt. zu Gunsten des Ellenberger. 82.7 Mittel 83.6 87.5 Ellenberger. 90.2 900 90.2 90.4 — 0 6 w Gunsten des Ellenberger's. Mein zweiter Grund zum Abrathen sich nach Argentinien zu richten, ist klima- ttscher Natur und nicht, weniger wichtig wie der erste Grund; natürliche Folge der Beschaffenheit dieses Landes. Der Boden ist im Allgemeinen fruchtbar und zu Ackerbau und Pflanzungen tüchtig; aber 2 Hauptfeinde zerstören häufig alles Gepflanzte. Der erste Feind des Ackerbaues, der sich nun seit 4 Jahren in diesem Lande einge- oürgert hat, ist die Heuschrecke, welche im verflossenen Jahre (1876) drei mal alles Ge- säete absratz und zerstörte und Alles deutet darauf hin, daß dies Jahr dasselbe ge- Das ist nun freilich eine starke Forderung an diese Republik, einen Staat im Staate zu schaffen und zu dulden; aber unter Umständen und Bedingungen dürfte es doch ausführbar sein; ich gebe hier nur das Robmaterial. , Kann obtr will man die deutsche Auswanderung nicht verhindern und wäre es dennoch Absicht der Regierung, die Rechte der deutschen Einwanderer hier zu verthet- dtgen, und ihre Zukunft zu sichern, so sollte Deutschland versuchen, dieser Repuottk sowie Anderen, Land abzukaufen. Hier z. B. in Patagonien, und solches Land dann ausschließlich mit Deutschen zu kolonisiren, wobei etwa ein guter Hafen erworben werden kann. Selbstverständlich müßten die Gesetze und Autoritäten vom deutschen Reiche bestimmt und eingesetzt und diesem für ihr Walten und Schalten verantwortlich sein. Gebe Gott, daß unser jetzt endlich einiges Vaterland uns wie rechtmäßige und nicht wie Stiefkinder, wie dies bisher der Fall war, behandelt. Ein alter Deutscher. chehen wird. Bisher rechnete man auf diese Plage etwa alle 7 Jahre einmal und ich erinnere mich solche 1851 und 1857, resp. in Buenos Ayres und Corrtentes gesehen zu haben, (d. h. über die ganze Republik verbreitet). 1873 bis heut zu Tage hat sie sich wieder jährlich gezeigt und zwar stets in solchen Massen, daß nur sehr wenige Kolonisten den Muth und die Mittel behalten haben, dies Jahr Wetzen zu säen; dagegen sehr viele die Kolonien verlassen und Arbeit auf Sold, bet Andern suchen. Hat man sich über Heuschrecken nicht zu beklagen, so kommt der zweite Feind: Zu viel oder zu wenig Wasser (Regen) und es ist Jedem bekannt, welchen Schaden das Eine wie das Andere in der Landwirthschaft thut und dies kommt hier sehr häufig vor. Mein dritter Grund zum Abrathen ist ökonomischer Natur. Ist das Jabr und die Ernte gut, so wird zu viel producirt und man findet nur zu sehr schlechten Preisen langsamen Absatz. Ist die Ernte schlecht und mager, wie dies Jahr, so geht der Landmann zu Grunde, weil er Nichts zu verkaufen hat. Es gibt hier eben noch keine Absatzquellen für bedeutende Massen, und Export- Versuche für Mais uno Korn oder Mehl haben bisher nur Verlust gebracht. Kartoffeln, welche die Heuschrecken verschonen, gibt cs heute in enormen Massen; aber wo sie verkaufen? Brennereien und Amidamfabriken gibt es keine, und i/2 real (etwa l1/* Schilling Hamburger Et ) für 25 H deckt die Kosten des Pflanzens, des Ausgrabens und des Transportes bis zur Stadt bei Weitem nicht. Viele Kolonisten verschenken ihre Kartoffeln unter der Bedingung, sie nur auszugraben und finden keine Abnehmer. Schweinezucht im Großen ist in den Kolonien verboten, weil dieselben im Freien $u viel Schaden anrichten würden, auch fehlt es den Kolonisten eben an Geld zur Anschaffung der Thiere und an Räumlichkeiten zu deren Zucht, selbst in kleinem Matzstabe und so verderben Hundertausende von Gentnern jener Frucht, ohne dem Lanv- mann Geld einzubringen. r , , „ . Mein vierter Grund zum Abrathen ist politischer Natur. Gesetzt namlrch den Fall, daß die Umstände im Allgemeinen dem Kolonisten günstig wären, seine Ernte gut steht und ihm ein gutes Stück Geld verspricht; aber es bricht eine der hur so häufigen Revolutionen, oder ein Krieg aus; dann geschieht es fast immer, daß die erste der Parteien, die in seine Nähe kommt, ihm einen Theil seines Viehes nimmt und wenn die andere Partei kommt, so wird ihm der Rest genommen, und zum Nehmen nimmt sich hier jeder lumpige Offizier das Recht; wo soll der arme Teufel nun rekta- mtren? umsomehr, da man ihm höchstens mit Säbelhieben einen Empfangschein auf den Rücken ausstellt; und wie soll er ohne Zugvieh jetzt seine Ernte einbringen? Mein fünfter Grund zum Abrathen ist administrativer Natur. Nämlich, die Abgaben an Regierung und Lokal-Autoritäten sind keineswegs gering und man zahlt hier in einem Quartal wohl mehr Abgaben wie in Europa in einem ganzen Jahre und Justiz wird hier gehandhabt wie etwa bet den Hottentotten. Natürlich könnte ich noch bedeutend mehr Gründe aufzahlen; denke aber, daß es mit dem Gesagten genug ist und hoffe, daß Manchem die Luft, Argentinien zu besehen, hiermit benommen fein wird und glaube ich versichern zu können, daß es um Brasilien und die sämmtlichen Spanisch-Amerikanischen Republiken auch nicht um ettr Haar besser bestellt ist; daher mein aufrichtiger Rath: „Bleib im Lande und ernähre Dich redlich! hätte ich das gethan, fo wäre ich wahrscheinlich in besserer Lage wie heute. Jetzt käme die Frage an die Reihe, ob sich hier nicht abhelfen ließe? Das ist eine verfängliche Frage und schwer zu beantworten. So lange nämlich die hiesige Re- gierung nicht diplomatisch, oder mit Gewalt gezwungen werden kann, die Den Einwanderern gemachten Anerbietungen zu garantiren, so lange würde ich Jedem die Auswanderung nach diesem Welttheile abrathen. . Hu solchem Zwecke müßte ein diplomatischer Vertrag zwischen Deutschland und diesen Staaten abgeschlossen, zuversichtliche und ehrliche Agenten hier ernannt werden, welche die Klagen in Empfang nehmen und die Sache an Ort und Stelle zu untersuchen hätten, Kriegsschiffe im Flußrevier zu ftationircn sein und die Konsule genaue Instruktionen für dergl. Fälle haben, damit jeder Deutsche, der hier ansässig ist, Deutscher bleibt und sich zu jeder Zeit unter den Schutz der deutschen Flagge stückt n k.-nn, und in der Ueberzeugung leben darf, daß ihm Recht verschafft wird, wo und wann er Handel und Verkehr. Gießen, 12. Juli. Auf dem gestrigen Viehmarkte waren aufgetrieben: 1748 Stück Rindvieh und 506 Stück Schweine. Frankfurt, 11. Juli. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren, fieii kostete je nach Qualität per Gentner JA 4-4 50, Stroh per Gentner JA 4-4.50. Berres Heu JA 2 50—3. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qualität JA 120, 2. Qual. JA 1.5, im Kleinhandel 1- Qual. JA 1.40, 2. Qual. JA 1 21)—30. Gier, gewöhnliche, das Hundert JA 4.50, italienische JA 5 50. Kartoffeln, 100 Kilo JA 8—9. Erbsen, geschälte (per 100 Kil.) 30-32 JA, ganze Erbsen 24-28 JA Bohnen weiße 23—26 JA Linsen 36 JA Ochsenfleisch per Psd. 70 Rindfleisch 55—60 H, Schweinefleisch 75-80 Kalbfleisch 60-70 Hammelfleisch 50-63 H. Warnung für deutsche Auswanderung nach der Argentischen Republik. 85.6 (Schluß folgt.) Auck dieser Punkt hat für den Ellenberger'schen Apparat ein ganz specielles und vrincipieU?s Ji-tereffe- Bei den ohne eine besondere Zerkleinerungsvorrichtung arbtt- tenvcn Hochdruck-Apparaten von Holleireund, Bohm und H^e kommt die Maische wälrenb ihrer Zubereitung nicht mit größeren Mengen von Luft tn Berührung, wah- rcnh sie in dem Holländer des Ellenberger'schen Apparates, hestig umher geschleudert, in [lerne Theilchen zerstäubt und noch dazu durch die Wirkung des Dampfstrahl-Ex- bau stör s mit ehr großen Luftmengen in Berührung gebracht wird. Hierdurch können d?r Maische einerseits die in der Luft enthaltenen Keime von Fermenten der Nebern nähnmJn — das Milchsäure-, Essigsäure- oder Buttersaure-Ferment - zugeführt werden andererseits ist t* aber auch eine bekannte Erscheinung, daß die Zuführung von großen Luftmengen während der Gährung die Vermehrung der Hefe auf Kosten d? Alkoholbilduug aus dem Zucker begünstigt. Die Verrnuthung lag daher für den Ellenberger'schen Apparat n'cht fern - es könne durch die Luftzuführung auf die eine nbe-- andere Weife em die Alkoholbildung schädigender Einfluß ausgeübt werben. " D°b bte 8uftiufü6tung °uch nicht ganz ohne Einfluß aus die Art der Gahrung der Ellenberger'schen Maischen war, ist aus der beim vorhergehenden Punkt erroabnten Thatsache der früher eintretenden und stürmischer verlaufenden Gahrung zu erkennen, die Frage aber war, ob sich dieser Einfluß in bemerkbarer oder überhaupt schädlicher Weife geltend machte. Die bei den Hollefreund'schen und Ellenberger fchen Versuchen Lbachteten Reinlichkeitsziffern der Gährung waren die folgenden, wobei in das Ge^ dächtniß zurückgerufen wird, daß sie ausdrücken sollen, wie viel Theile von lOO THeilen In der Gährung zerstörten Zuckers in der Richtung der alkoholischen Gahrung zersetzt zeitig ber oben erwähnten Versprechungen, ob theilweise ober im ganzen, ist stets ein Grunb bes Ruines ber Ansiedler und zwar wohl ber Hauptgrun wril^er bei Mißernten und dgl- m nirgends Hülfe findet und zu Grunde gehen m tz mnb htute deßhalb faktisch zu Grunde geht- wurden. , „ e Hollefreund. 20. April 93.5 26. ,, 87.0 3. Mai (kranke) 88.9 (Originalcorrespondenz der Nass. Volkszeitung.) Da die wirthschaftlichen Zustände in den vereinigten Staaten dem Auswande- ^ungsftrom dorthin ein Ziel gesetzt Haden, richten sich bte ^"cke mancher Europamuden riach den südamerikauischen Republiken und Brasilien, und diesen Umstand benutzen gewissenlose Agenten, unsere Landsleute zur Auswanderung zu verleiten. NaAolgende Schilderung, welche uns von einem dortigen Freunde zuging und die gewissermaßen rrne Ergänzung der von uns im vergangenen Winter gebrachten Schilderung> brasi- gg.tf |n f[[ Sach! hüben, bn fc**,l6 gründlicher kenne, wie so Manche, welche sich ein Urtheil über dieselbe anmatzen. 6 War ich damals ein eifriger Propagandenmacher für Einwanderung in diese Länder und fließ die Zahl der Einwanderer ini 4 Jahren von 12,000 «us W.000 groß tentheils in Folge meiner Eorrespondenz mit den europäischen Agenten und Konsuln, führte ich de.i Kolonien ber Provinz L>anta Fä, private Geldopfer nicht f^euenb, ein lüchttges unb fleißiges Gontingcnt von etwa 3000 Kopsen zu, so hatte das seinen Grund darin daß ich die Regierung des General» Mitre und Anfangs auch Sarmiento für täbia'und willig hielt, die den Einwanderen gemachten Anerbietungen und Versprechen 3u halten, was leider nur zu oft schon damals nicht geschah und letzt erst recht nicht 8tfd,ICS>iefe Versprechungen sind wohl bekannt genug, um fit b'/r wieder auszählen zu müssen; erwähne daher nur Folgendes: Schenkung der Grundstücke, Lieferungen von Vieh, Äckergeräthen, Lebensmitteln und Sämereien. , . r.9 Werden diese Lieferungen dem Einwanderer noch heutzutage verabreicht. 9^ein Weder unsere Regierungen noch die privaten Eolonie-Speculanten schenken den Einwanderern auch nur eine Nudel, - Alles mutz gekauft werden; wenn auch nicht comp^ tont fo doch auf kürzere und längere Termine, und vom ersten Tage an, last überall lobe Zinsen zahlend, für Sachen, die sie bei Andern wahrscheinlich um die Halste der anrekreideten Preise hätten kaufen können. — Dies gilt von sehr wenigen ehrenhaften Ausnahmen von allen Pi ivat-Eolonien; und Regierungs-Colonien gibt es augenblick- licki etaentlid) Keine; es seien denn die Militär- ober Grenz-Eolonien gegen bie Iw däner? welche mehr *etneu militärischen als landwirthschaftlichen Zweck haben nnb iedenialls dem Einwanderer am Wenigsten Rechnung tragen dürfte. Dem letzt h /Vinmfinhernben find auaenblicklich aber nur diese Golonten offen unb ba weber ihm 3iom ben bereits hier Befindlichen diese zusagen, so ist massenhafte Rück-Emigration Gurdda in den letzten 3 Jahren leicht erklärlich, umsomehr da sie nur auf den 9anbbau anacwiesen sind, weil Handwerke und Industrien hier noch in ber Wiege liegen. Girna 40__50 000 sind zurückgekehrt nach Europa; nur Wenige nui hier er- mnrhenem Selbe* die größte Mehrzahl hatte kaum bie Mittel ihre Rückpasfage zu be- ^Äen^^mid^vieft' haben^diefe an Bord ber Segel- unb Dampfschiffe abgearbeitet; so nnnebme daß im Ganzen mehr Geld bei ihrer Ankunft hier in s Land kam, als fk bei ihrer Rückkehr wieder von hier nach Europa brachten. Aus diese Weise ist 5 , selbst schon die Zahl der Einwanderer in den letzten Jahren bedeutend. Man spricht hier von Einwanderung ber deutschen Golontften, welche Rußland «ei lasse-! wollen und es sollte mir sehr lieb sein, wenn ihnen diese Warnung noch recht- Mittel 899 Bei den Maisversuchen waren die Reinlichkeitsziffern folgende: Hollefreund. Ellenberger. Zl l l a e m e i n e r Anzeiger. 3918) Weg«» an der Hauptrohrle.tung.vorzunehmenden Arbeiten kann am 14 , 17 19. «nd 21. d»eses Monats i„ den Mittagsstunden von 12 br» 2 Uhr fern Aus "t die Stadt geleitet werden und bitten wir dtezenigen Consnmen ten, welche während des Tages (s»as gebrauchen, ihre C i • richtungen hiernach treffen zu wollen. Giessener Gaswerk. Aeilgevolenes. 3905) 200,000 gut gebrannte Backsteine sii d billig zu verkaufen bei Jacob Krock, Wirth, H e u ch elheim-______ 3914) Dir neuesten, besten Spar Koebherde -in öerfdiiibenen Größen liefert untei Garantie zu billigen Preisen die Herbsabrir von H. Ulrich, Garkfeld A 114. 3882) Ein Ha-ifen Mist ist zu verkaufen bet Bäcker Kuhn, auf dem Kreuz. 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