Non) juK N Neueste) ' »o« Stück, 'rtition i. As lütitT A?”“1 oü auf b,n 6,ia"l1le' »!s ’8ettleife einig» ^pichstoff, it l»n bie verehrte ’$ in AugenschfU furt a. Bl. pr. Centner, •• „ kalt aue bei ftb; auch in kleinen'» trfür 10 Pf. yer M8- Raffinade, \t, Ceylon fiehlt billig. NMeN. ebener ÄrMchnm cd gebeten, benftlben der G$ptb. b. Ws. uiikoljleii und kleinen Par- (6815> >n 197. ge faule Zwiebeln, kaust nech tmmer- ^Konra^TeipP- , vereio. ,i d.Ms, (W i Ubr, l689* laxxiuiluuS Ebel. welcher wieder oorr i c k.n ift bin lch Lru» LSe-ttrIu»t । SlhuhE -tDMÜt- MW 'ter ir*Uüä^ T¥o. 989. Mittwoch, den 12. December 1877 Kießener Mnzeiger Anzeige- und Amtsdlutt für den Kreis Gießen. Amtlicher Hßeil. Bekanntmachung. stkhende ärSiSmaSreife9^» M°nakNumber öffentlich? 3ia,UM[Iei'iun9e" M» bewaffnete Macht im Frieden »-erden hiermit „ach. Hafer 16,64 JL, Heu 6,40 «M. und Stroh 6,00 jt. per 100 Kilogramm. Gießen am 11. Dezember 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _________________________________________Dr. B o e k m a n n.______________ An die Grvßht'rzoBchcn Bttrgcrincistcn'icn des Bezirks. Gießen, 10. Dezember 1877. Großherzoglichcs Stener-Commtssariat Gießen. __ S ü f f e r t. politischer HßeiL Deutschland. . , 8. December. Die „Hessischen Blätter", das Organ der kurhessischen Agnaten und renitenten Pfarrer, theilen unter der Überschrift.- „Zur neuesten Geschichte des kurfürstlich-hessischen goldenen Löwen-Ordens" eine zwischen dem Prinzen Heinrich von Hanau und dem großh. hessischen Minister- Präsidenten von Starck geführte pikante Correspondenz mit, laut welcher der Prinz gegen die von dem Landgrafen Friedrich Wilhelm von Hessen verfügte Anordnung protestirt hat, daß den Rittern des kurfürstlich-hessischen goldenen Löwen-Ordens (der Prinz ist Ritter) fortan die Bezeichnung von Rittern des „großh. hessischen' goldenen Löwen-Ordens zukommt. Der Prinz erklärt zugleich daß er sich auch in Zukunft nur als Ritter des „kurfürstlich-hessischen" Ordens betrachte oaß er das Recht zu einer etwaigen Entziehung in dieser seiner Eigenschaft Niemanden etnräume: „es sei denn — nach der in Gottes Rath stehenden, von mir mit fester Zuversicht erhofften Wiederherstellung des Kurstaates — dem alsdann aus dem Throne seiner Väter sitzenden Kurfürsten von Hessen." Freiherr von Starck erwiderte darauf, daß er dem Proteste des Prinzen im Hinblick auf die durch die Vereinigung Kurheflens mit Preußen, dem Kaiser und König zustehende Dispositions-Befugniß über die vormaligen kurhesstschen Orden eine Wirkung nicht beilegen könne. Prinz Heinrich bittet darauf, man möge seinen Namen aus den großh. heff. Ordens-Listen ausstreichen, und der Minister-Präsident antwortet, daß er den Wunsch des Prinzen zur Kenntniß der großh. Ordens-Kanzlei gebracht habe. Berlin, 8. December. Gegenüber anderweitigen Gerüchten, daß der österreichische Vorschlag auf eine sechsmonatliche Verlängerung des bestehenden Handelsvertrages dieffeits bereits abgelehnt sei, ist zu constatiren, daß die Verhandlungen derzeit noch schweben. Karlsruhe, 10. December. In der zweiten Kammer wurde die Regierung vom Abg. Köpfer über ihre Haltung bezüglich der Zoll- und Handels- Politik und des deutsch-österreichischen Handels-Vertrages interpellirt. Staatsminister Turban erklärte es für unstatthaft, hier die badische Regierung über die Haltung der Reichsregterung zu interpelliren, das gehöre vor den Reichstag. Die Verhandlungen mit Oesterreich betreffend, sei die Ertheilung von Auskunft unthunlich, weil die Angelegenheit noch schwebe. Die Kammer wahrte daraus unter Zustimmung des Ministers ihr Recht, die Regierung über deren Haltung im Bundesrath zu interpelliren. Die weitere Berathung der Angelegenheit wurde auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen gesetzt. Sondershausen, 8. December. Der Landtag genehmigte einstimmig den Staatsvertrag mtt Preußen wegen des Anschlusses von Schwarzburg-Sondershausen an dos Landgericht Erfurt und das Oberlandesgericht Naumburg und verneinte die Nothwendigkeit einer Aenderung der Verfaffung. Straßburg, 8. December. Der Landes-Ausschuß wurde heute eröffnet. Der Ober-Präsident sagte nach Erwähnung der Berathungs-Gegenstände in seiner Rede: „Meine Herren! Die neue Formel, unter welcher Ihnen diese Vorlagen zur Besä lußfassung überreicht werden, bezeichnet eine neue Phase in der politischin Gestaltung dieses Landes. Ihre Beschlüsse über eine Gesetz- Vorlage baden fortan eine andere Bedeutung als in den früheren Sessionen. Das Gesetz, betr. die Landes-Gesetzgebung von Clsaß-Lothringen vom 2. Mai d. I., erhebt den Landes-Ausschuß von der Strafe einer begutachtenden Versammlung zu einem wirklichen Factor der Gesetzgebung, eine Frucht der ersten positiven Mitwirkung der elsaß-lothringischen Abgeordneten im Reichstage und ein huldvolles Zeichen landesväterlichen Wohlgefallens an der fortschreitenden politischen Entwicklung Elsoß-Lothringens, welches Se. Majestät der Kaiser die besondere Gnade hatte, selbst dem Lande zu überbringen, als er im Frühjahr seinen fröhlichen Einzug in Straßburg hielt. Die hauptsächlichsten Berathungs- Gegenstande sind Vorlagen über den Beitrag zu den Kosten der Hochschule und Verlegung des Etats-Jahres." Die Antwort des Alters-Präsidenten gedachte des Kaiser-Besuches mit den wärmsten Worten und hob hervor, daß die huldvolle Aufnahme des Landes-Ausschuffes die Hoffnung gewähre, daß die von ihm vorgetragenen Wünsche Erfüllung finden würden. Die Rede bezeichnete weiter das inzwischen erlassene Gesetz über Erweiterung der Befugniffe des Landes-Ausschuffes als einen Fortschritt von großem Werthe für das Land. Der Landes-Ausschuß, werde seinen bisherigen Grundsätzen der Ruhe und Mäßigung und der Freimüthigkett, welche zur Herbeiführung eines so schätzenswer- then Fortschritts beigetragen haben, nicht untreu werden, und damit sei die Hoffnung begründet, daß Elsaß-Lothringen in nicht ferner Zeit aus der untergeordneten politischen Stellung, in der es sich befinde, eine den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechende Verfassung erlange und gleichberechtigt in die Reihe der Staaten eintrete, welche das deutsche Reich bilden. Hesterreich. Wien, 7. December. Der „Polit. Corresp." wird aus Athen mitge- thetlt: Der griechische Gesandte in Petersburg, Bra'üas, ist mit wichtigen Eröffnungen der russischen Regierung in Athen eingetroffen. Gleichzeitig wird darauf htngewiesen, daß sich in den politischen Kreisen Athens eine sehr sympathische Stimmung für Italien mantfestire, was nicht ohne Zusammenhang mit der angeblich sehr freundlichen Haltung dieser Macht gegenüber den nationalen Aspirationen Griechenlands sein soll. Arankreich. Paris, 7. December. Die „Agence Havas" veröffentlicht nachstehende Note: Der Präsident der Republik hatte Dufaure mit der Bildung etneS neuen Cabinets betraut. Die von dem ehrenwerthen Senator aufgestellten Bedingungen waren vom Marschall angenommen worden, welcher seinerseits als einzige Bedingung das Verbleiben der Minister des Kriegs, der Marine und des Auswärtigen gefordert hatte. Es schien in Bezug auf diesen Punkt keinerlei Schwierigkeit entstehen zu können, denn unter allen früheren Ministerien hatte man zugegeben, daß die genannten Refforts im Jnteresie des Landes uud der Armee außerhalb der Parteien stehen sollten. Im letzten Moment aber sind auch diese drei Portefeuilles von dem in Aussicht genommenen Minister reclamirt worden. Der Marschall konnte indeß nicht seine Zustimmung geben zu einer solchen Modification, die ihm im Widerspruch erscheint mtt der guten Organisation unserer militärisches Kräfte und dem Geiste der Folgerichtigkeit in unseren diplomatischen Beziehungen. Die bezüglichen Besprechungen sind daher abgebrochen und Dufaure der von ihm übernommenen Mission entbunden worden. Datbie wurde in den Elysöe-Palost berufen und beauftragt, das neue Cabinet zu bilden. Paris, 8. December. Tie Journale bringen bezüglich der mißlungenen Cabinets Bildung Dufaure's folgende Einzelheiten: Schon von der ersten Unterredung mit Dufaure an erklärte der Marschall, daß er die Portefeuilles des Aeußern, des Krieges und der Marine außerhalb der parlamentarischen Strömungen erhalten wolle. Dufaure erhob dagegen keine Einwendungen. Die Discussion wandte sich dann auf andere Punkte, namentlich die Frage der Ministlrial-Beamten. Der Marschall gab in allen diesen Punkten nach. Man hielt den Erfolg für sicher, als die Forderungen der Linken bezüglich der drei Portefeuilles den Abbruch der Unterhandlungen herbeiführten. Dufaure theilte dem Marschall gestern Abend den Nichterfolg derselben mit. «peute erklärt eine Note des leitenden Comitss der Linken, daß es mit Dufaure anläßlich seiner Aufgabe, ein Cabinet zu bilden, keinerlei Unterhaltung und keinerlei direkte oder indirecte Beziehung gepflogen habe. — Der Senat dtscutirt den „Code rural" ; aber die Senatoren der linken Gruppen suchen Dufaure auf die Tribüne zu bringen und ihm ein Mittel zu liefern, um Aufschlüffe über den Zwischenfall zu geben. — Die Kammer hat die Wahlprüfungen wieder ausgenommen. — Batbie fährt in seinen Unterredungen wegen Bildung eines Cabinets fort. Paris, 10. December. Das „Journal officiel" veröffentlicht ein De- dann zur Schule anzuhalten. Ein Lreund der Volksbildung. demselben genehmigt. —en. späten Abendstunden zu Stande bringen, wenn die Lehrlinge übermüdet sind und lieber chlafen als lernen wollen? Andere wenden ein: wozu sollen wir unsere Lehrlinge und Arbeiter Abends um 7 Uhr von der Arbeit wegsckicken, für d e wir sie bezahlen oder unterhalten? Solche Ernwendunaen soll man öffentlich besprechen u d womöglich berichtigen. Man spricht seit Jahren von Volksbildung, von dem Nutzen einer guten Schulbildung, von der Bereitwilligkeit, für sie Opfer zu bringen. Nun, so versuche man denn j-tzt einmal von Seiten der Meister und Arbeitgeber, ein gar nicht so grohes Opfer zu bringen und die Knaben um 7 Uhr zur Schule zu schicken! Wie viele Lehrlinge Haden ganz ungenügende Schulkenntntsse und vergeffen in kurzem das wenige, das sie mttgebracht haben. Ist aber nun nicht ein gut unteriicdt'ter Lehrling besser und brauchbarer, wird er nicht schneller begreifen und einsichtiger arbeiten als einer, der stumpfsinnig, unwiffend und ohne allen höheren Antrieb dahtn- lebt? — Es ist deßhalb eine Aufgabe, einmal zu scheu, was eigentlich geleistet werden kann, wenn man die jungen Leute zu einem dreijährigen Besuch der Abendstunden an- bält. Freilich soll man ihnen dann nicht die letzten Stunden auflegen, sondern billige Rücksicht darauf nehmen, daß einer, wenn er den ganzen Tag gearbeitet hat. doch mindestens um 7 Uhr mit seiner Berufsarbeit fertig ist und zur Schule gehen kann. Von 8—10 Uhr Stunden zu halten ist zu spat, um diese Zstt sind die Knaben schon zu sehr abgespannt, auch reizt die späte Zett beim Nachyausegehen zu Unfug aller Art. Dem V rnehmen nach müssen die jungen Leute in Wetzlar dreimal von 4—7 Uhr in die Stunden, und außerdem noch Sonntags. Sind da nicht die Einrichtungen hier für die Meister wie für die Lehrlinge ungleich leichter und weniger einschneidend, da man diese Abends nach gethaner Arbeit herbeizieht und da nur dreimal in der Woche die Verpflichtung herantrttt, vielleicht eine Viertelstunde früher zu essen und die Knaben Handel und Verkehr. Gießen. 11. Dec. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. JL 1.15—25, Hübnereier. p. St. 7-8 H, Käse, p. Stück 5—10 Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 H, Linsen, 1 Liter 24 Tauben, da« Paar 60 Hühn r, per Stück 80 Hahnen per Stück 70 H, Enten JC. 1 90, Gänse per Pfund 52-60 Kartoffeln 100 Kilo 6 JL 80 cret des Hcmdelrministers, wodurch die Einfuhr lebendigen Schaf- und Ziegen- Viehs aus Deutschland wieder freigegeben wird. Versailles, 8. December. Die Sitzungen beider Kammern sind geschloffen, ohne daß irgend ein Zwischenfall vorzekommen wäre, geeignet die Situation aufzuklären. In einer Rede, die Batbie in einer Versammlung der constttutionellen Gruppe hielt, sagte er, der Marschall habe alle mit der Ehre verträglichen Zugeständnisse gemacht. Die Constitutionellen müßten ihm folgen, selbst bis zu einer zweiten Auflösung. Italien. Rom, 8. December. Die Nachricht des „Standard", es feijin hoher italienischer Osficier mit einer Mission für den Fürsten Nikita in Spizza eingetroffen, entbehrt der „Agencia Stefani" zufolge der Begründung. — Im Zustande des Papstes ist wieder eine leichte Anschwellung der Füße eingetreten. Der orientalische Krieg. Petersburg, 7. December. Amtlich wird aus Bukarest von heute gemeldet: Der Commandeur des 11. Corps, General Deitinghausen, ist mit Verstärkungen in Jakowitza eingetroffen. Eine Abtheilung, die gegen Slatariza vorging, vertrieb die Türken von dort und verfolgte dieselben gegen Bebrowa. indem sie den rechten Flügel der Türken umging; letztere wurden dadurch ge- zwungen, von Angriffen auf Jakowitza abzustehen. Petersburg, 8. December. Officiell. Bogot, 7. Decbr. Der Kampf am 4. d. bei Maren und Elena fiel bedeutend schlimmer aus, als es nach den ersten Nachrichten erschien. 50 Officiere, 1800 Soldaten blieben todt oder wurden verwundet. 11 Geschütze gingen verloren, 4 derselben waren beschädigt. Die übrigen 7 Geschütze wurden vom Feind ergriffen, weil es wegen Mangels an Pferden unmöglich war, sie zu transportiren. Weitere Einzelheiten dieser unglücklichen Affatre sind noch unbekannt. Gestern beschränkte sich unsere Operation daraus, daß die rechte türkische Colonne aus Slataritza vertrieben und gegen Bebrowa zurückgeworfen wurde. Die linke türkische Colonne versuchte blos einen Angriff, hielt aber um 3 Uhr Nachmittags inne. Die Kräfte der Türken gegenüber Slataritza wurden auf 10,000, gegenüber Jakowzi bis auf 30,000 Mann geschätzt. Heute, gegen Nachmittag um 2 Uhr. erneuerte sich der Kampf bet Jakowzi, jedoch hörte die Kanonade gegen 4 Uhr wieder auf. Konstantinopel, 8. December. Von der Donau-Armee liegen keine weiteren Gefechts-Meloungen vor. Suleiman Pascha ist nach Rasgrad zurückgekehrt und hat Rustschuk inspicirt. — Telegramme Mehemed Alt's aus Ka mailt vom 7. d. zufolge verhindert schlechtes Wetter die weiteren Operationen. — Der Großoezir wird sich heute wieder auf die hohe Pforte begeben. London, 8. December. „Reuter's Bureau" meldet aus Nooi-Bazar vom 7. Decbr., daß eine Anzahl Serben am 6. Decbr. die Grenze überschritten habe. London, 9. December. „Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel vom 8. d.: Der serbische Agent Hierselbst hat bisher keine Nachricht von einer Grenzüberschreitung durch serbische Truppen erhalten. — Dem Kriegsministerium wurde aus Nisch gemeldet: An der Grenze herrscht vollkommene Ruhe. Die daselbst concentrirt gewesenen serbischen Truppen sind zurückgezogen und theilweise beurlaubt worden. — Die Nachricht von dem Erlaß eines Ultimatums von Setten der serbischen Regierung ist unbegründet. Die Pforte erhielt neuerdings überhaupt keine serbische Note. Petersburg, 8. December. AuS Bogot wird officiell gemeldet: Die von unseren Truppen im Kampfe vom 3. d. genommenen Positionen umfassen auf der rechten Flanke den linken Flügel der Linken, die bei Arabkonak und sehr nahe der Chaussee nach Sofia liegen, weshalb diese uns am 3. d. so energisch herausschlagen wollten und uns am 5. d. abermals in der rechten Flanke angriffen, wobei sie aber durch drei Bataillone des Finnländischen und ein Bataillon des Pawolow'schen Regiments zurückgewiesen wurden. Wir verloren dabet 27 Mann an Todten und Verwundeten. Wir fahren mit der Be schießung Arabkonaks fort. Die Türken vermehren dort ihre Streitkräfte. 10. December. Die „Presse" meldet aus Sistowa vom 9. d.: Gestern traf ein Parlamentär von Osman Pascha mit einem Schreiben an den Großfürsten Nikolaus ein. Letzterer eröffnete das Schreiben nicht, sondern wieS den Parlamentär an den nominellen Commandeur der Belagerungs-Armee, den Fürsten Karl von Rumänien. — In der vergangenen Woche marschirten über die vier Donau-Brücken 36,000 Mann nach Bulgarien, außerdem wurden 20 Mill. Patronen über dieselben transportirt. Hierdurch allein schon verdient dies Produkt in hohem Grade die Beachtung Kranken. Jndeß ist noch weiter hervorzubeben, daß gerade bei Beginn der Krankheit dies Heilmittel in Anwendung gebracht werden sollte. Die ^edngfle Erkältung kann eine Erkrankung der Lunge nach sich ziehen und es sollte daher zur größeren Sicherheit nicht versäumt werden, sich der Theerkur von dem Momente an zu unterwerfen, wo man zu husten anfängt. ES ist diese Vorsichtsmaßregel um so empfehlenswerther, als v:ele Brustletvende über ihren Krankheitszustand völlig im Unklaren sind und sich noch von einer starken Erkältung oder einem leichten Lungenkatarrh befallen glauben, wenn bereits die Auszehrung eingetreten ist. Die praktischste Art der Anwendung des Theers ist diejenige in Form von Kapseln. Herr Guyot, Apotheker in Paris, stellt kleine konische Kapseln in Pillengröße dar, welche unter einer leichten Hülle von Gallerte eine Dosis des besten und reinsten norwegischen Theers enthalten und von denen zwei oder drei bei jeder Mahlzeit genommen, in Erkältungsfällen, bei Lungenkrankheiten, Asthma und Schwinbsuchtsleiden eine fast augenblickliche Erleichterung herbeiführen. Da jeder Flacon 60 Kapseln enthält, so kommt die ganze Kur nicht thenerer als 10 bis 20 Pfennig täglich zu stehen und macht dieselbe die Anwendung jeder Medicin in Form von Tisanen, Pastillen oder Syrupen überflüssig. Herr Guyot übernimmt eine Garantie nur für diejenigen Flacons, welche auf der Etiquette seine Unterschrift in dreifarbigem Drucke tragen. (6285 Depot in Gießen bei Br. Hempel, Apotheker. Ein befolgenSwerther Rath. Unter den Krankheiten, welche am häufigsten in der Statistik der Sterbefälle wiederkehren verdient die Lungenschwindsucht als diejenige bezeichnet zu werden, welche die Trauer am häufigsten in die Familien einkehren läßt und auf deren Rechnung die größte Anzahl aller Sterbefälle zu setzen ist. Bis jetzt hat die Wissenschaft noch kein sicheres Heilmittel entdeckt, sondern sich vielmehr darauf beschränkt, die Leiden der Schwindsüchtigen zu erleichtern und durch sorgfältige Behandlung ihre Existenz um einige Jahre zu verlängern. Jedermann weiß, daß man den Brustleidenvcn den Winteraufenthalt in einem milden Clima und so viel als möglich in der Nähe von Tannenwaldungen empfiehlt, deren Ausdünstung eine so günstige Wirkung auf die Lunge ausübt. Unglücklicherweise können viele Kranke ihren Aufenthalt nicht verändern und an sie ist es, an de sich dieser Artikel in erster Linie richtet. Zuerst in Brüssel angestellte und seither an fast allen Orten wiederholte Versuche haben nachgewiesen, daß der Tbeer, ein harzhaltiges Produkt der Tanne, auf Brust- und Lungenkranke den günstigsten Einfluß ausübt. Hierdurch allein schon verdient dies Produkt in hohem Grade die Beachtung aller Eingesandt. Es möge gestattet jein, die Aufmerksamkeit des Lesers auf ein Kunstblatt zu lenken, welches ein besonderes Interesse für die hiesige Einwohnerschaft bietet. — Es ist dies ein große- Panorama der Ttadt Gießm, im Auftrage der hiesigen Emil Roth'schen Verlagsbuchhandlung ausgeführt durch den rühmlichst bekannten Herrn Dr. Robert Geißler in Berlin. - A ls dem Atelier des genann'en Künstlers, welcher Mitarbeiter der angesehensten illustrircen Zeitschriften ist, sind schon viele derartige Gesammtansichten deutscher Städte hervorgegangen. Herr Geißler hat dieses Panorama unserer so malerisch und freundlich gelegenen Vaterstadt von dem hierzu unstreitig einladendsten Punkte, der „schönen Aussicht", aus im Sommw dieses Jahres eigenhändig ausgenommen und die Darstellung in einer ihm eigenthümlichen, sehr fein und vollendet «usgeführten Kreidemanier wiedergegeben. Die Zeichnung ist bis in alle Einzelheiten auf's fleißigste ausgearbeitet. Ein milder Tondruck vermittelt die Uebergänge zwischen Licht- und Schattenpartien und bebt die Gesammtwirkunz. Der Blick des Beschauers weilt gerne auf dem besonders malerischen Hintergrund und dem ferneren Lahnthal, deren Objekte gelungen abgetönt sind. Vor den seither erschienenen älteren Ansichten von Gießen zeichnet sich die vorliegende durch ihre hohe künstlerische Ausführung, durch einen größeren angemesseneren Maßstab, sowie durch ihre große Vollständigkeit vortheilhaft aus, wie sich dieselbe denn auch bereits de8 Beifall- anerkannter Kunstkritiker zu erfreuen hat. Möge dieses Unternehmen sich des verdienten Beifalls des Publikum- zu erfreuen haben! In geschmackvollem Rahmen bildet das Bild eine prächtige Zimmerzierde und allen, welche einige Zeit in unserer Musenstadt gelebt, ist es beim Verlassen derselben das passendste Andenken. Vielleicht hilft das Erscheinen dieses Bildes auch manchem über die Sorgen für ein schönes Weihnachtsgeschenk hinweg! Das Bild ist Sr. Königl. Hoheit 1>em Großherzog gewidmet und die Widmung von Vermischtes. Darmstadt, 6. Dec- (Postpersonalnachrichten.) 1. Versetzt sind: der Postverwalter Netzer von Neu-Isenburg nach e>elt«ienftabt, die Telegraphenassistenten Pabst von Darmstadt nach Offenbach a. M und Zöller von da nach Schlitz, sowie der Postasststent Spilger von Seligenstadt nach Neu Asenburg. 2. Ernannt ist: der Odeneleuraph'st Brüggenwerth zum Ober-Telegraphenafststenten. 3. Angenommen sind: als Postugenten der Kanzleidiener Rabenau in Schönberg, Gr. Hessen und der Spengler Schwarz in Pfiffligheim. 4. In den Ruhestand versetzt ist: der Postoer- »alter Conrad in Reichelsheim t. W. Eingesandt. Eine Frage, die eben viel besprochen wird, betrifft die Fortbildungsschulen. Einioe sagen: was robben sie überhaupt leb c können? Was kann man in den Allgemeine 6893) Zn dem Weihnachtsfeste empfehle ich mein reiches Lager von Schrift en in allen Fächern der Literatur, die fich zu Geschenken für Erwachsene, wie für die Jugend eignen. Sämmtliche von andern Handlungen einzeln oder durch Verzeichnisse offerirten Schriften sind bei mir zu den angegebenen Preisen ebenfalls vorräthig, oder können event. binnen wenigen Tagen beschafft werden. Aniversitäts-Buchhandlung von Ernst Heinemann. 6780) Feinstes Blüthenmehl, geft Raffinade, Mandeln, Citronen, Citronat, Orangeat, Ceylon- Zimmt, Ammonium, Potascbe rc. rc, empfiehlt <■<). Willi. 11 eidiy. r Anzeiger. Meine Weihnachts Ausstellung in Conditorciwaareii hat begonnen. Zum Besuche ladet freundlichst ein <69a4 ______________JEId. rind. Kirchenplatz. 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OOOaX2QGiaoaCXXX2000QOQOQOaOÖ •/. 11 Krem D. 2, 8 8 empfiehlt sein wohlassortirtes Laaer in Pelzwaaren zu außergewöhnlich ö billigen Preisen in bester Qualität und großer Auswahl. 6 Ebenso ein großes Lager in Regenschirmen in Zanella und O M Seide, sehr passend zu Weihnachtsgeschenken. O O “* Sei. 102 gute II. Tischbutter per Pfd. 92 4» gute fette Backbutter per Pfd. 82 zollfrei und franco pr. Post in Fässern h 8 Psd. Netto, unter Garantie von reiner unverfälschter Qualität, offerirt unter Nachnahme Ottensen (Holstein.) A. L. Mohr. Preisliuen über Fische, Fleischcon- ferven, Käse, qratiß._______________(6948 Steaiinfidjter, canalifirte, Tafel-, Klavier-, Kronleuchter- und Wagenlichter empfiehlt (6610 Varl II off m ann» Stand auf dem Markt. B. I. Urff, Conditor. Gegen Husten und Heiserkeit empfehle Gummi-Pastillen, prima bairischen Malzzucker, sowie Altheebonbons (6673 Gy. Willi. 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H Samstag „ 19. n II Die Interessenten werden daher auf- NEW" 50 Pfg. 50 Seltersweg 82, im Hause des Herrn Metzgermeister Seng w rben 30-Pfennig-Nrtikel in 10,000 versch ebenen Gegenständen verkauft: Kurz- waaren, Portefeuillrwaaren, Kinderspielwaaren, Wollwaaren, Handschuhe überhaupt alle in diests Fach einschlagende Artikel, außerdem auch Glaswaaren und verschiedene Sorten Petroleumlämpchen und Puppen. Es wird hierdurch dem verehrten Publikum von Gießen Gelegenheit geboten, die 3-ir Auswahl ausgestellten Gegenstände, welche ohne Ausnahme einen bedeutend höheren Werth besitzen, sich anzusehen und werden die verehr!. Bewohner von Gießen und Umgegend zum Besuche hiermit ergebei'ft eingeladen. (6800 ________________Feter Sch.ancl.ua, Sonnenstrasse P. 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