]¥->. Dienstag, den 11. December 1877. Kichener Anzeiger AMige- nui) Amtsblatt für brn Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher i> li ei l. A» die Großherzoglichen Standesbeamten des Landgcrichtsbczirks Gießen. Betr.: Die Ausgabe des Formularpap^ers pro 1878. 3m Stauft der nächsten 14 Tage haben Sie die Formulare zur Führung der Standesbücher pro 1878 bei uns abzuholen. Gleickzetttg werden Sie uns die von Ihnen geführten Tabellen (Form. T.) über den Verbrauch der Formulare vorlegen. Gießen, 8. December 1877. ° ö Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann, Landrichter. Foli 1 ischer Hheil. Deutschland. Berlin, 7. December. Im Abgeordnetenhause begründete heute v. Schor- lemer - Alst zunächst seine Interpellation betreffend die handelspolitischen Ver- Handlungen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn. Handelsminister Achenbach erklärte darauf: „Die Staatsregierung begreift das Verlangen, über die in der Interpellation erwähnten Punkte Auskunft zu erhalten, und würde unter anderen Umständen selbst den Wunsch hegen, eine solche Mitteilung dem Hause zu machen, damit die vielen irrtümlichen und falschen Gerüchte, welche verbreitet worden sind, auf wirkliche Tbatsachen zurückgeführt werden, damit ferner so unrichtige Ansichten, wie sie theilweise heute auch von dem Interpellanten kundgegeben sind, ihre Widerlegung finden können. Gleichwohl ist die Staatsregierung nicht in der Lage, solche Auskunft jetzt ertheilen zu können. Die Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn, welche abgebrochen waren, find neuerdings wieder aufgenommen worden. Das hohe Haus wird mit uns die Ueberzeugung theilen, daß bei dieser Sachlage Auskunft über schwebende Verhandlungen nicht erthkilt werden kann, wenn man nicht gerade diejenigen Jntereffen, um deren Wahrung es sich handelt, schädigen wollte. Andererseits habe ich aber auch zu betonen, daß die Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn ausschließlich Reichssache sind. Die Staats-Regierung ist daher nicht im Stande, Auskunft über die vom Interpellanten angeregten Punkte gegenwärtig zu ertheilen." Dieser Erklärung folgte eine Besprechung der Interpellation. Meyer (Breslau) wies gegenüber der Interpellation darauf hin, daß die Angelegenheit lediglich der Competenz des Reiches unterstehe und daß die Regierung keinerlei Vorwurf treffen könne, v. Schorlemer vertheidigte die Interpellation und wendete sich gegen einzelne Aeußerungen des Handelsministers und des Vorredners. Richter (Hagen) erachtete die gestellten Fragen theils für inopportun, theils für überflüssig. Der Handelsminister machte geltend, daß die Haltung der Regierung durchaus correct und konsequent gewesen sei. Dieselbe habe sich andauernd aufs eifrigste bemüht, die Interessen des Landes zu wahren. Die Commiffare seien vom Reich, nicht von Preußen entsendet worden; das Reich, und mcht Preußen, habe die Verhandlungen gepflogen. Damit habe sich Preußen mit dem Reich durchaus in Uebereinstimmung befunden. Es werde sich später zeigen, daß die Regierung kein Vorwurf treffen könne. Löwe (Bochum) sprach sich bedauernd über die gegenwärtige Sachlage aus. Das Provisorium erscheine ihm als ein Verlegenheits - Provisorium. Dem entgegnete Minister Camphausen: diese Befürchtung sei übertrieben. Die Regierung befinde sich durchaus nicht in Verlegenheit, was sie thun solle, und sehe mit Sehnsucht dem Zeitpunkte entgegen, wann sie im Reichstage oder wo immer nach Abschluß der Angelegenheit befragt werden würde, um sich über Das, was sie gethan habe, offen aussprechen zu können. — Braun trat dem Gerücht entgegen, daß mit dem 1. Januar 1878 der alte Zoll-Tarif wieder in Kraft treten werde; es könne nichts geschehen ohne die Zustimmung des Bundes- rathes und des Reichstages. Wenn der Vertrag scheitern sollte, scheitere er durch die Schuld der Schutz-Zöllner. Minister Camphausen warnte davor, die Lage schlimmer anzusehen, als sie sei. Die Ungewißheit, was nach dem 1. Januar in Oesterreich geschehen werde, sei beklagenswerth; allein man dürfe diese Unsicherheit nicht überschätzen. Hierauf trat das Haus in die Fortsetzung der zweiten Berathung des Etats ein. Bei dem Etat' der direkten Steuern fand eine längere Debatte über die Frage der Ueberlaffung eines Theils der Gebäude-Steuer an die Communen statt. Minister Camphausen befürwortete dabei den vorgelegten Communalsteuer - Gesetzentwurf. Lucius, Röckerath und v. Gustedt brcchten Beschwerden vor über Unbilligkeiten und Härten bei Veranlagung und Erhebung der Claffensteuer. Darauf wurde der Etat der direkten Steuern genehmigt. — Zur Erledigung des Restes der Tagesordnung findet heute um halb 8 Uhr eine Abend-Sitzung statt. — In der heutigen Aberd-Sitzung -erledigte das Abgeordnetenhaus in zweiter Lesung die Einnahme-Etats der direkten und indirekten Steuern. Der vom Abg. v. d. Goltz zu dem Etat der allgemeinen Finanz-Verwaltung gestellte Antrag, wonach die aus der Veräußerung der Chaussee-Häuser der Staatskasse zugeflossenen resp. noch zufließenden Beträge den Provinzial- resp. Communal- Behörden und Stadt-Kreisen zu überweisen wären, wurde vom Regierungs Commiffar bekämpft und der Budget-Commission überwiesen. Der Antrag v. Bunsen's, den Ausgabe-Titel betreffend, den Zuschuß zu den Verwaltungs- Ausgaben des Fürstenthums Waldeck so lange von der Berathung auszuschließen, bis über die Erneuerung des Accessions Vertrages mit Waldeck auf Grund der Vorlegung des betreffenden Vertrages beschloffen worden sei, wurde gleichfalls der Budget-Commission überwiesen. Der Regierungs - Commiffar sicherte die Vorlegung des Vertrages für Anfang nächster Woche zu. — Nächste Sitzung Montag. Berlin, 9. December. Die „Nordd. Allg. Ztg." widerspricht den Angaben über die Rückkehr des Fürsten Bismarck im Laufe dieses Monats; der Gesuudbeits-Zustand des Fürsten sei ein derartiger, daß die Beendigung seines unbestimmten Urlaubes jedenfalls in der nächsten Zeit, vielleicht sogar vor Frühjahr nicht räthlich sei. Hesterreich. Wien, 7. Decenber. Im AbgSbrdnetenhaus brachte die Regierung einen Gesetz-Entwurf ein, betr. die Verlängerung der Geltung des mit Ungarn im Jahre 1867 abgeschloffenen Ausgleiches um 2 Monat, ferner eine Vorlage über die Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Handelsverträge mit Deutschland, Frankreich und Italien. Die Regierungs-Vorlage über eine theilweise Abänderung des Vertrags mit der Südbahn wurde in dritter Lesung angenommen. E8ien, 7. Decewber. Beim Ewpfang der Delegationen erwiderte der Kaiser auf die an ihn gerichteten Ansprachen: Zu meinem aufrichtigen Bedauern ist es nicht gelungen, den Ausbruch des Krieges zwischen Rußland und der Türkei zu verhindern. Um so nachdrücklicher waren die Bemühungen der Regierung darauf gerichtet, den Krieg zu localiflren, insbesondere der Monarchie die Segnungen des Frieders zu erhalten. Trotz weitgreifender Verwicklungen 'm Orient sind unsere freundschaftlichen Beziehungen zu allen Mächten aufrecht erhalten und zugleich die berechtigten Interessen Oesterreich-Ungarns nach ollen Richtungen hin gewahrt worden. Dies wird auch künftighin unter allen Umständen die erste Aufgabe der Regierung bleiben. Dis jetzt ist dies möglich gewesen, ohne außerordentliche Anforderungen an Ihre Opferwilligkeit zu stellen. Ich hoffe, daß dies auch zukünftig der Fall sein wird. Jedenfalls babe ich die feste Ueberzeugung, daß, wenn es gelten sollte, für unsere Jntereffen einzustehen, ich auf die patriotische Hingebung meiner Völker zuversichtlich rechnen kann. Pesth, 7. December. Dem Abgeordnetenhause wurde von der Regierung der Gesetz-Entwurf wegen provisorischer Fortdauer des Ausgleiches mit Oesterreich während zweier Monate vorgelegt. Irankreich. Paris, 6. December. Das neue Cabinet scheint aus dem linken Centrum bervorzugehen. Das rechte Centrum will nickt betheiligt sein, wird aber das Cabinet unterstützen. Die Majorität des Senats ist ebenfalls gesichert. Gegenwärtig sind Besprechungen eingeleitet, um ihm auch die Majorität in der Kammer zu sichern. Das leitende Comits der Linken hat den Wunsch zu erkennen gegeben, direct mit Dufaure zu conferiren. Paris, 7. December. In den Reihen der Minorität der Deputirten- Kammer, namentlich unter den Bouapartisteu, herrscht große Unzufriedenheit über den Versuch der Bildung eines parlamentarischen Cabinets Seitens des Marschall-Präsidenten. Dieselben erklären bereits, daß sie keinen Anstand nehmen werden, mit der äußersten Linken gegen ein gemäßigtes Cabinet gemeinschaftlich zu operiren. Paris, 7. December. Das „Journal des Debats" versichert, Dufaure habe hinsichtlich der Bildung des Cabinets vollkommen freie Hand erhalten • letzteres werde ein homogenes sein und morgen constituirt werden. — Die „Agence Havas" meldet aus'Liffabon vom 7. d.: Der seitherige portugiesische Gesandte beim päpstlichen Stuhl, Graf Thomar, ist zum Rauge eines Botschafters erhoben. Portugal beansprucht das Recht des Veto beim nächsten Conclave. Paris, 7. December. Dufaure hat heute Nachmittag mit den Dele- grrten der Linken conferirt; mit welchem Resultat, ist noch nicht bekannt. Es geht das Gerücht, daß Schwierigkeiten bestä-.den, da der Marschall-Präsident der Ansicht sei, daß die Portefeuilles des Auswärtigen, des Krieges und der Marine außerhalb der parlamentarischen Strömungen zu halten seien. ein Herz für sein italienisch cS Caterlarjb Herren, in welchem Augenblick machen -Die England. Kundgebung zu enthalten. nehmigt. —en. der Kammer erkennt an, daß und Art des Ueberganges über Rumänien werde bis zum Fcie- U..S u« .quu.uivuuh, I.»|U. fachen Systeme freie Bahn zu machen? Sie thun es in dem Augenblick, wo eine große und edle Ratio» durch dieses System vor den entsttz lichsten aller Kriege, vor den Bürgerkrieg, gestellt worden ist- (Sehr wah.! links-) Können Sie es leugnen, daß der 16. Mat, welcher Frankreich in diesem Augenblick vis in die Grundfesten erschüttert, das Werk des Vatikans ist? (Widerspruch im Lentrum.) Meine Herren, die große Majorität des Französiichen Balkes legt Zeagniß für mich ab. Wollen Sie leugnen, daß die Französischen Bischöfe den Degen deS Himmels auf die letzten Wahlen in Frankreich herabgerufen haben, Obgleich noch niemals, so lange gewählt wird, eine solche Summe von Gesetzesübertretungen, von Unterdrückungen, von Lift und Betrug stattgefunden hat wie bei diesen Wahlen? (Sehr wahr! links. Konstantinopel, 8. December. Es heißt, Sadyk Pascha solle Minister des Innern werden an Stelle von Hamdi Pascha. Edhem Pascha bleibe Großvezir. Der ehemalige Großvezir Mehemed Raschdi ist seit gestern mehr» abgethönt sind. Lor den seitber erschienenen ülteren Ansichten von Gießen zeichnet sich die vorliegende durch ihre hohe künstlerische Ausführung, durch einen größeren angemesseneren Maßstab, sowie durch ihre große Vollständigkeit vortheilhaft aus, wie sich dieselbe denn auch bereits des Beifalls anerkannter Kunstkritiker zu erfreuen hat. Möge dieses Unternehmen sich des verdienten Beifalls des Publikum« zu erfreuen haben! In geschmackvollem RaLmen bildet das Bild eine prächtige Zimmerzierde und allen, welche einige Zeit in unterer Musenstadt gelebt, ist es beim Verl«,,en derselben das passendste Andenken. Vielleicht hilft das Erscheinen dieses BildeS auch manchem über die Sorgen für ein schönes Weihnachtsgeschenk hinweg! Das Bild ist Sr. König!. Hoheit dem Großherzog gewidmet und von demselben ge- Numänieu Bukarest, 7. December. Die Adresse mal« in das Palais berufen worden. Konstantinopel, 7. December. Die „Agence Havas" meldet: Das neue türkische Anlehen von 5 Mill. Liv.-Sterl. gelangt morgen zum Eourse von 51i/2 in London zur Subscription. — GerüchtSweise verlautet, daß die Rusten in Folge des Vormarsches der Türken auf Tirnowa einen Theil ihrer Truppen aus der Umgebung von Plewna wegziehen. die Regierung das Recht hatte, über Zeitpunkt die Donau zu beschließen und äußert darauf: densschluß gewaffnet unter den Fahnen bleiben. — Im Entwurf der Adreste des Senats heißt es: Die Überschreitung der Donau durch die rumänische Armee sei von Klugheit und Vorsicht geboten gewesen. Rumänien dürfe die Waffen nicht vor Anerkennung seiner Unabhängig keil und Rechte niederlegen. Der Adreß Entwurf dürfte im Senat durchgehen, da die Opposition entschlosten ist, sich für den Augenblick jeder feindseligen Versailles, 7. D-c-mb-r. Di- heutige Sitzung der D-Putirt-n-K°m- wurd^warum mer war der Vornahme von Wahl-Prüfungen gewidmet und verlief ohne uns die Zurnuthung, einem s Zwischenfall. Gingesandt. 68 möge gestattet sein, die Aufmerksamkeit des Lesers auf ein Kunstblatt zu lenken, welches «in besonderes Interesse für die hiesige Einwohnerschaft bietet. — Es ist dies ein großes Panorama der Stadt Gießen, im Auftrage der hiesigen Emil Roth'schen Verlagsbuchhandlung ausgcführt durch den rühmlichst bekannten Herrn Dr. Robert Deißler in Bnlin. — Aus dem Atelier be§ genannten Künstlers, welcher Mitarbeiter der angesehensten illustrirren Zeitschriften ist, sind schon viele derartige Gesammtansichten deutscher Städte hervorgegangen. Herr Geißler hat dieses Panorama unserer so malerisch und freundlich gelegenen Vaterstadt von dem hierzu unstreitig einladendsten Punkte, der „schönen Aussicht", aus im Sommer dieses Jahres eigenhändig ausgenommen und die Darstellung in einer ihm eigenthümlichen, sehr fein und vollendet ausgeführten Krcidemanier wiedergegeben. Die Zeichnung ist bis ix alle Einzelheiten auf'S fleißigste ausgearbeitet. Ein milder Tbondruck vermittelt die Uebergange zwischen Licht- und Schattenpartien und hebt die Gesammtwirkung. Der Blick des Beschauers weilt gerne auf dem besonders malerischen Hintergrund und dem ferneren Lahnthal, deren Objekte gelungen Rede des Abg. IZi*. Petri in der Sitzung des Prevß Abgeordnetenhauses vom 22. November 1877. (Schluß statt Fortsetzung.) Meine Herren, soll ich Ihnen denn, ich glaube zum hundertsten Male, alle die Beläge vottüdren, die wir dafür beigebrackt haben? Soll ich Sie beispielsweise er innern an all' die Enzykliken und Breven, nebenbei bemerkt lauter Kathedralsprüche. lAbgeordncter Windthorst: Nein!) Herr Kollege Windlhorft sagt „nein"; ich verweise ihn auf die tnffUcbtn Aulführungen unserer früheren Herrn Kollegen Dr. Wehren- p'eimig, der auf das Evidenteste darqethon bot, daß namentlich die berühmte Enzy kl.ko, t welcher die Ma gesetzt für unverbindlich erklärt werden, ein Kathcdralspruch ist. nutz so 'erhstlt es sich mit allen. — Gestatten Sie mir, noch dieser kurzen Abschweifung zur Sache zucückzukehren. Ich sage also, soll ich L>te erinnern an all ote Enzykliken und Br.oen, worin unsere cL-laatspesctze für unverbindlich, die Verfassung der S actcn für Wahnsinn erklärt werden? Soll ich Sie erinnern an die b.kanr.te> Hirtendri l der französischen B'schöfe? Soll ich Sie erinnern an den bekannten Brief des Papstes an unseren Kaiser? Soll ich Ihnen ben Ausspruch eines Ihrer Wort fübrer. des Herrn v. Kerkbove, auf der Kalholikcnoersawmlung za Mecheln zittren, der geradezu sa f: Der Ultrauronlanismus kennt außer Rom kein Vaterland! Sie können das in Mn Schriften N'ppold's nachlesen. Soll ich Ihnen den Refrain des bekannten P'lgerl'edes von Lourdes ins Deutsche überfein? Soll ich Sie auf einen Vorfall der letzten Tage Hinweisen, auf die Thatsache, daß dec Pater Curct aus dem Jefuttenorden Meine Herren, Sie haben in einer Weise, die in tzer Thal alles Maß übersteigt, den Herrn Kultusminister und uns angegriffen. Ich meineslheiS würde eS für ein schweres Unglück für das Land halten, wenn der Herr Kalt«sminifter seinen Sitz verlassen würde, wozu ihn Herr Abgeordneter Reichensperger aufgefordert hat; ich unterschreibe in dieser Beziehung jedes Wort, was neulich Herr Kollege Dr. L^sk.r £f‘agt hat und ich bin überzeugt, die große Majorität des Landes wird ebenfalls seine Worte unterschreiben. Ich, meine Herren, habe tm Lande einen ganz andern Vorwurf (Wtn den Herrn Kultusminister Falk und zwar von sehr ruhigen, begonnenen und ver tan, btgen Männern erheben hören, den Vorwurf zu großer Nachsicht, zu grvtzer Milde. Mir haben diese Männer gesagt, Lavendelwasser sei nicht die rechte Arznei gegen Rom. (Rufe aus dem Emtrurn: „Scheidewasser!") Mich haben diese Männer verwiesen auf den bekannten Streit zwischen der alten oemtian'schen Republik und dem Papste Paul V. und meine Herren, wenn ich die Blätter der Geschichte aufschlage, finde ich allerdings, daß damals der venetianifche Senat etwas-fester zugegriffen und Seme HeUigkeit sehr bald klein beigegeben hat. Und meine Herren, damals stand als Rathgeber hinter dem oenttianischen Senat jener unerschrockene ServitenmLnch Paolo Sarpi, der groyke Kenner des römischen Wesens, der je gelebt hat, derselbe Sarpi, der überfallen und niedergcmeuchelt, die bekannten Worte sprach: cognosoo stylum CurUe Romanae. (Unruhe.) Meine Herren, glauben Sie denn, daß, wenn heute der Äultu6mimer ist fettig, bei erste Theil der Trilogie, Überschrieben »Oesterreich i8Ss ist fcitifl, der /wette TheU, überfebueben ^Frankreich 1870—71- ist fertig; e# fehlt nur noch der dritte Lh-il, überschrieben: ,Rom". (Lebhaftes Bravo links. Unruhe im Zentrum). Ich hoffe, daß ihm die Voisehun. die Kraft schenken wird, daß er mit Hülfe seines treuen Eckehard, des Herrn Kultusministers Falk, auch den dritten Theil zu Ende brmgen wir.. (Lebhaftes Bravo links und rechts. Zischen im Centrnm.) London, 7. December. Morgen soll ein Cabiuetsrath stattfinden. Lord Beaconsfield war heute bei der Königin in Windsor. London, 7. December. Die „Times" veröffentlicht einen Brief aus Konstantinopel von einer Persönlichkeit, welche einen Vertrauensposten bei einem hohen Würdenträger des ottomanischen Reiches bekleidet. In diesem vom ^Ziderspruch im Gentium.) 29 Novbr batirten Schreiben heißt es: Die Pforte, am Erfolg verzweifelnd, M ine Herren, Sie sagen, das ist nicht wahr. Wann hat jemals Rom still ge- wolle sobald Erzerum Gefallen und die Straße nach Adrianopel bedroht sei, standen vor Gesetz und Verfassung, wenn es stch um seinen vortheil handelte? An woue, sovaiv iLrzerum . p < Jy, h jenem furchtbaren 2. December war in ben Straßen von Pari« baS Bürgerdlut, in mit Rußland einen Separat-Frieden schließen und lieber den Russen die freie ^eineibige Mann von Sedan die französische Vcrfaffung erstickt halte, noch Paffage durch den Bosporus gewähren, als denselben gestatten, nach Koustan- nl£^t tro(fcn geworden, ba standen schan die Französischen Prälaten in seinem Vor- tinovel in marfckiren. zimmer, um dem neuen Tyrannen ihre Aufwartung zu machen und in Notre-Dame v 8 rauschte ein Tedeum für ihn gegen Himmel. (Beweaung im Centrum.) Nem, meine SfafiCIte Herren, wir sind mit bem »ollen Bewußtsein, daß wir unser neues Reich, von dem vor ö A f . . - T. f . cv noch nicht langer Zeit der bekannte italienische Staatsmann und Minister Sella g*fagt Nom, 6. December. Deputirten-Kammer. Eccole entwickelt feine öag e8 nicht mehr ein Schrecken der Völker sei, sondern eine Hoffnung derselben tervellation weaen der Beschlagnahme italienischer Schiffe im Bosporus. Der geworden, - ich sage, wir sind uns vollftäaoig bewußt, daß wir indem wir un'ern Minister des Aeustern Meleaari, beantwortet dieselbe, wobei er sagt: D>e Staat und unser neues Reich oertheidigen, zugleich auch die gesammte menschliche Ku tur Minister ves aeupetn, uicregari, c ’ _c,r oertheidigen. Herr Kollege Virchow hat vollkommen recht gehabt, wenn er umern italienische Regierung bleibe den Pflichten der Neutralität streng getreu, halteaber As .Kulturkampf" bezeichnet hat. Wenn diese Bezeichnung nicht richtig wäre, gleichzeitig ihre Rechte und Jntereffen als neutrale Macht aufrecht. Der Mini (Q roürbe btcfc6 Wort nicht die Reise um die Welt gemacht haben. Meine Herren, ster erörterte die Thatsachen der Beschlagnahme, über die er sowohl mit der glauben Sie denn, daß Ihre Führer, wenn sie nach ultramontaner Erziehungsmethode Pson° al« auch mit anderen MLchM) b-reids wiedecholt Mt"h..lang.n -u«ge- Achtet.- dn£h°'“. tauscht habe. Er glaube, das Recht sei auf italienischer ^seite, er kenne aber (§.baita be^ Vatikans, den Syllabus! Wiro darin nicht allen Errungenschaften noch nicht die Beweggründe, weshalb die türkischen Behörden so vorgegangen ber '^u[tur< bte in unseren Verfassungsurkunden kodiftzirt sind, der Krieg erklärt? feien. Er muffe sich daher hierüber jeder Aeutzerung enthalten. Angesichts der ^ehr richt',! links.) ,, . nn .. nn strengungen, welche die italienische Regierung gemacht,^um der Türkei bie Lala' ^n(er 6er ticltung bcr Jesuiten zusammengewohnt haben, an der menschlichen mität des Krieges zu ersparen, hofft Melegari zuversichtlich, die Pforte werde y ljnö nocb mehr, meine Herren, ich kann diesen Punkt nicht übergehen, weil den Vorstellungen Italiens Gehör geben und die Schiffe freigeben. Die Frage |oroobl Herr Dauzenberg neulich alS Herr Reichensperger heute gegen den Herrn Kultus- ki Übrigens nicht so ernst, wie von einem englischen Journal behauptet worden Minister und diese Seite des Hauses den Vorwurf geschleudert haben, wir ^"^"oairten sei. Indem Italien die Rechte der beiden sequestrtrten Schiffe vertheidige, v De? Kultusminffter / Wir^hier^auf ^der'Uderattn Seite?' (Ruf trete es für tue Sache des Fortschritts und für allgemeine Jntereffen ein und im 6tntrum: ^qij Die Herren trren. Ihr Papst, Ihre Bischöfe haben es getban. würden ohne Zweifel alle Mächte dem beistimmen. Der Interpellation ward $n biefem Kampfe - und baS sage ich mit voller Ueberjeugung — wird zugleich von -in- mpifere ^olae nickt gegeben bem Herrn Kultusminister und hier von der liberalen Seite des Hauses indirekt bte etne weitere Folge mcyr g g katholische Religion selbst gegen diejenigen vertheidigt, die sich die besten Söhne der CTörfipt Kirche nennen. (Hört! im Centrum.) Ja, meine Herren, hören Sie, ich werde Ih,en Kuiivtu bad beweisen- Sie werden doch nicht leugnen wollen, daß nach katholischer Lehre als rin von den Aposteln den Bischöfen überkommenes göttliches Recht nicht blos die Weihegewalt, sondern auch die Gewalt deS Lehramtes unv der Kirchenregierung gezeigt, als er ste auf bem letzten Vatikanum an sich riß ? Und, meine Herren, welche Achtung haben denn Ihre Bischöfe gegen diese göttlichen Rechte gezeigt, alS sie dieselben ohne jeden männlichen Wiberstand Preisgaben, und damit die Verfassung der Kirche auf ben Äopr stellen ließen? Ist es wahr ober ist es Verläumbung, baß ste mit Zurücklassung emeS papttrnen Protestes sich in Nacht unb Nebel aus Rom wegstahlen und nach Hause gekommen sofort in der letzten Dorfktrche verkündigen ließen, die vatikanifche Lehre sei so all, wie die Kirche, und uns, die wir im Vertrauen auf ihr Wort, das sie unS von Fulda aus im September 1869 gegeben hatten, dem Glauben unserer Vater treu biteben, tn ben Bann thaten, aber gleichwohl die Kirchensteuer von uns eintrieben? (Heiterkeit ) Meine Herren, und der Kultusminister, der von Ihnen so viel geschmähte — dock nein, idj nehme das Wort zurück, — der von Ihnen so schwer angegriffene Herr Kultus Minister treibt sie Ihnen sogar jetzt exekutioisch von unfl bei (Heiterkeit.) Meine Herren, daß die römische Kirche das Geld aus unseren ketzerischen Händen nimmt, hat mich nicht überrascht; (Heiterkeit.) Ich weiß, daß die römische Kirche es immer mit bem Worte jenes alten Imperatoren gehalten hat, von dem uns, ich glaube Suston erzählt, non ölet, aber wie ber Kultusminister dazu kommt, o»n uns die Kirchensteuer exekulivisch bettreiben zu lassen, das habe ich allerdings bis jetzt noch nicht verstanden. (Sehr Herren, ich muß Ihnen noch Eines sagen und Sie sind selbst schuld daran, wenn ich eS Ihnen nicht ersparen kann. Sagen Sie mir doch einmal aufrichtig, was ist denn unter den erbarmungslosen Händen ber Pattei, welche gegenwärtig bie katbausche Kirche vergewaltigt, au8 unserem Glauben geworben? Droht er nicht tagtattich mehr zum reinen Paganismus herabzusinken? Meine Herren, ich bin jüngst in Marpingen gewesen. (Hört!) Glauben Sie mir, ich bin tief erschüttert, fast verzweifelnd von bort zurückuekehtt- Sie haben mir offen vorgeworfen, ich sei fein Katholik mehr, odglcich ich ben Glauben meiner Väter nie verleugnen werbe, aber, meine Herren, das sage ihnen mit der Hand auf dem Herzen, wenn das, was ich dott gesehen habe, noch Katholicismus ist, dann haben Sie Recht, dann bin ich kein Katholik mehr. (L>chr ? Gartfeld. 6009) vdt. Tecklenburg. «706) (6921 laben werden. Chr. Reiber am Kreuz. 6930) (6915 Müble 6528) 31 36 42 6519) in bekannter Güte und reichhaltigster Auswahl, unter Garantie zu den billigsten Preisen. Bisam-Garnituren 15 «al. an. Wimm ena u er, Forstrath. 6794) Ein Wohnhaus unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres Reichensand C 119. Veilchenbouquets in jeder Größe empfiehlt die Handelsgärtnerei von Carl Deines, son- Laubacher Straße. Lich, den 7. December 1877. Alle Arten Kleiderstoffe, schw Seidenzeug, Seiden- und Baumw.-Sammet, Lama- und schw. 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Die den Herrn Freiherrn Schenk zu Schweinsberg zustehenden Fischwasser auf der Lahn, und zwar: 1) das Wasser im Eigen, 2) das Bellnhäuser Wasser, 3) das Wasser von Roth bis Ronhausen sollen Montag den 17. d. M., Vormittags 11 Uhr, in der Wohnung des Bürgermeisters Ruth in Fronhausen öffentlich meistbietend Der pachtet werden, wozu Pachtliebhaber einge- Bekanntmachung. 6913) Nachdem die Fürstliche Standesherrschaft Solms-Braunfels und die Firma Friedrich Krupp in Esten in Bezug auf die der Letzteren mit Ausschluß des standesherrlichen Eigenthums verliehene Eisenerz-Grube „St. Georgen" in der Flur II der Gemarkung Do rf- G ü l l einen Austausch von Feldestheilen in der Weise verabredet haben, daß unter Verzicht auf das der Standesherrschaft zustehende Vorzugsrecht ein Theil des Grubenfeldes der „Grube Hermann" aus dem Grubenfelde der Grube „St. Georgen" ausgeschieden und der fürstlichen Standesherrschaft abgetreten worden ist, so wird dies unter Bezugnahme auf die Art. 58, 59 u. 63 des Bergesetzes unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Einsicht der betreffenden Urkunden auf unserem Bureau innerhalb 3 Monaten Jedem gestattet ist und evmtuell Einsprüche Dritter gegen diesen Austausch von Feldestheilen innerhalb genannter Frist bei dem zuständigen Gericht geltend zu machen sind. Darmstadt, den 26. November 1877. Großherzogliche Glier-Korst- u. Domiinen-Direction, Berg-Abtheilnng. Bose. Versteigerung von Pelzwaaren. Dienstag den 11. und Mittwoch den 12. December, präcis 9V2 Uhr und Nachmittags um 2 Uhr ansangend, werden wegen Geschäftsaufgabe über 100 Pelzgarnituren jeder Art, in Muff, Boa, Mauschelten, Pelzmützen und Knaben-Mufftaschen, Kindergarnituren U. s. w. im Bramm'scheu Saale öffentlich gegen gleich baare Zahlung.an den Meistbietenden versteigert. (6802 Die Waare ist gut und solid gearbeitet und wird für deren Güte garantirt. Bekanntmachung. Freitag den 21. December d. I., Vormittags 10 Uhr, soll die Stnnmühie bei Bieber auf weitere sechs Jahre verpachtet werden; bemerk! wird, dcß auf einem Gang bei dem geringsten Wasserstand per Tag 8 Gentner gemahlen werden können; auf Verlangen können 10 Margen Akcker und Wiesen mit abgegeben werden. Gleicbzeitig wird die Mühle auf Erb- u. -Eigenthum einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt- (6929 Rodheim, den 9. December 1877. Der Vormund: Christian Schlierbach III. Bekanntmachung. Ich mache hiermit bekannt, daß ich das seither betriebene Privat- fuhrwerk zwischen Londorf und Gießen auch nach dem 1. December d. I. weiter führen werde. Das Fuhrwerk erhält vom 1. December ab folgenden Gang: aus Londorf 5 Uhr Vormittags, Korbiveideusteckhofi der 6 besten Sorten ä Mille 3 AL verkauft 10 Ubr auf der (6919 Blülhenmehl von Herrn Ferd. Durk verkauft zu demselben Preise wie in der Feinstes Aepselgelve, „ türk. Zwetschen-Lalwerg, „ Aepselkraut empfiehlt (6932) I. Netter. Guisverkäufe. 6920) In der Nähe von Lichtenfels (Boyern) find drei schöne Oeconomiegüter billig zu verkaufen: a. 179 preuß. Morgen Felder, Wiesen und Waldungen aus mehreren Par zellen bestehend, b. 156 preuß Morgen Felder u. Wies n vollkommen arronbiit, guter Weizen boden und viel Wiesen, c. 81 preuß. Morgen Felder, Wiesen und Waldungen in einem prot. Pfarrdorf Nähe,e 'Ausschlüsse erthetlt Georg Wagner, Miihlbesther zu Redwitz bet Hochstadt, Payern. halt. ZusammenkunftMorgens g. Laubacher Straße. Heute Nachmittag 1 Uhr werden im „Lindenhof" dahier eine Partie sehr gut gehaltene Frauen kleider, ein vollständiges Bett mit Haarmatratzen, L Pfühle, eine Nußbaumko- mode, ein Kleiderschrank, 1 Pfeilerspiegel mit (Holdrahmen, (i Stühße, 1 ovaler Tisch u.sonstigeGegenstände öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 1. December 1877. Im Auftrag: 6877) M. Pilger. in Gießen 8 „ „ aus Gießen 4 „ Nachmittags, in Londorf 7 „ „ Die Haltestelle in Gieß',en ist nach wie vor an der ,,Stadt Cassel". Londorf, am 30. November 1877. Carl Kammer. {pÖCXXXXXXXXXIXIXiXXXXXXXXX>CJ X Auf bevorstehende Weihnachten beabsichtige ich einen Ausver- 0 X kauf meiner Weistwaaren, sowie einer Partie Wolle- X V waaren, zu bedeutend ermäßigten Preisen ui eröffnen. X X G. Löbermann Wittwe, X X Seltersweg C. ISO. X V NB. Alle Arten Corsetten in den neuesten Facons habe V O stets vorräthig. M84 U Qx>ooo CM Hermtwm Geriefte Seltersweg im Hause des Herrn BACH. bietet zur Saison eine sehr reiche Auswahl in allen Arten Damen- und Kinder - Garnituren zu sehr billigen Preisen. Alle in's Kürschnerfach einschlagende Arbeiten werden Ld £ M O .£ Zu Weihnachtsgeschenken für Herren A empfehle mein reichhaltiges Lager von » Schlafröcken D«s Flaschenbier - Geschäft von Li. T e x t o r im Darmstädter Haus versendet nur feinstes Tafelbier .... per Flasche 20 H „ „ Exportbier (Pilsner) „ „ 24 „ Bestellungen, welche in jeder Quantität sofort ausgeführt und frei in's Haus geliefert werden, bitte in meiner Wohnung: Darmstädter Haus, 1 Stiege hoch, machen zu wollen. (6521 alte Elle 2,73 firner Tischdecken in Cache mir, Rips und Gobeline, Bettdecken, Tisch- und Handtücher zu billigsten Preisen. August Mon.tan.us ven E. S- 'Asche >n .vtnniburn, von Aerzten amjeieanbt und empfohlen. Jeder Schachlel ist rin Au-zug von autarken über die vorzügliche Wirkung dieser Pastillea i deigegügt, worunter die ersten Coryphäen der Welt ecrtreten sind^ Prei4 ä Kästchen 'DH. U—. - Depött in den meisten Apotheken des In- und AnSlande4. samen. in Giessen Mäusburg D. 9, empfehle 1 per Meter per Cattun .... von ! 34 'Vftb an, 20 9 Piguc..... II 45 II II 27 Jaconnet.... II 50 II II 30 Druckzeug, schwere Qualit. rl 50 II II 30 Bettzeug .... U 50 II II 30 Hausmacher Leinen II 75 II II 45 Halbleinen II 55 n II 33 Shirting 30 ii II 18 schotr. carr. Kleiderstoffe II 60 ii II 36 eins. u. gestr. „ Partie hochfeiner, Heller Kleiderstoffe II 55 ii u 33 II 1,15 ii II 70 Lama, % breit, „ 1,65 „ LOO „ schwarz Moirce . „ 1,00 „ „ 60 Partie Buckskin, zurückgesetzt, per Meter von <41. 4,60 a asthmatische Beschwerden, eatarrhalische Assectivnen der Luftröhre, überhaupt die meisten krankhaften Zustände de» 5*«lfe3, Kehlkapie» u. der Luitrüdre werden sasar^ gelindert u. beseitigt durch den Gebrauch von Hu sten.Heisi ffiC,Verschleimurig C. F. Asch e'sBron chial Pa stillen 6859) Von heute an verkaufe den Rest meiner Teppichstoffe $u erabgeseyrcm Preise. Gleichzeitig mache auf eine neu hinzugekommene Pariie von Kleiderstoffen in den schönsten Dessins aufmerksam, welche selbst unter dem Fabrikpreise käuflich sind. S. Reis Wittlve, Schulstrasse, neben der Expedition d. Bl- An die verehrte Damenwelt! 6931) Das Herannahen des lieben Weibnachtsfcstes macht i... ereit lieben Hausfrauen viel zu denken. Vater, Mutter, Tochrer, Sohn. Braur und Bräutigam, sie alle sollen und muffen etwas haben. Der ergebenst Unterzeichnete hat sich angelegen sein lassen, für Jedermann etwas Mltzubringen. Wer nun den Wunsch hegt, eines seiner Lieben zu erfreuen, der bemühe sich auf den Markt. Die fabelhafte Billigkeit meiner Waare ist eine zu bekannte, als daß sie einer besonderen Erwähnung bedürfte, lasse jedoch zum Beweise einiges aus meinem Preiscourante folgen: Damenkragen unv Manschetten (neueste Fa^on) jedes Stück £0 Pfg., hocbfein mit Hohlnaht (das Neueste) 50 Pfg., Kinderfchürzchen 50 Pfg., das Stück, Band (Reinseide) 50 Pfg per Meter, Binden (sehr fein) von 30 Pfg. bis zu den Feinsten. Es ist nicht möglich, Alles speciell anzuführen, und geht an die verehrte Damenwelt das höfliche Ersiichen, mein Waarenl-iger wenigstens in Augenschein zu nehmen. Feste Preise, kein Handel. Ch. Hofmann aus Irankfurt a. Al. Coke n. Gegenwärtiger Preis in der Gasanstalt 80 Pf. pr. Centner, „ „ an s Haus geliefert 85 „ „ „ Der Transport an das Haus erfolgt von ter Gasaustall aus bei Abnahme von mindestens 5 Centner, von Herrn Emil Pistor auch in kleineren Quantitäten. Wird das Zerkleinern der Cokes gewünscht, so wird hierfür 10 Pf. per Centner berechnet.(687& 6780) Feinstes Blüthenmehl, gest Raffinade, Mandeln, Cirronen, Citronat, Orangeat, Ceylon- Zimmt, Ammonium, Potasche rc. rc, empfiehlt ..n