Mo. LLS Mittwoch, den 11. Juli 1871. Kießener Wyeiger AMize- unb Amtsblatt für de« Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Gießen am 9. Juli 1877. Betreffend: Die Ableistung des Verfafsungseides vom II. Quartal 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allertshausen, Kesselbach, Lauter, Lonvorf, Odenhausen, RüddingShausen, Saasen, Stangenrod und Weitershain. Unter Hinweis auf unsere Verfügung vom 29. December 1874, Anzeiger No. 5 von 1875, sehen wir Ihrer umgehenden Berichts-Erstattung entgegen. v. Röder. ___________________ Beireffend: Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1877. Gießen, den 10. Juli 1877. Der Civilvorsttzende -er Ersahcornmisswn -es Aushebungsbesirtrs Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Alten-Buseck, Annerod, Beltershain, Beuern, Burkhardsfelden, Daubringen, Gießen, Grünberg, Harbach, Heuchelheim, Kesselbach, Lauter, Londorf, Lumda, Odenhausen, Oppenrod, Queckborn, Reiskirchen, Rödgen, Stangenrod, Staufenberg, Stockhausen, Treis a. d. Lda., Trohe, Weitershain und Wieseck. Die umgehende Einsendung der Bescheinigungen über Zustellung der Ladungen (Bekanntmachung vom 2. Juni d. I. in No. 140, 147 und 151 des Gießener Anzeigers) wird hiermit in Erinnerung gebracht. Dr. Hoffmann, Regierungsrath. No. 29 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 26. v. M., enthält: (No. 1203). Verordnung, betreffend die Einrichtung, das Verfahren und den Geschäftsgang des Patentamts. Vom 18. Juni 1877. No. 30 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 30. v. M., enthält: (No. 1204). Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und den Niederlanden, betreffend die Verbindung des niederländischen Kanalnetzcs mit den Kanälen links der Ems aus preußischem Gebiete. Vom 12. Oktober 1876. No. 31 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 4 l. M., enthält: (No. 1205). Verordnung, betreffend die Tagegelder und Fuhrkosten von Beamten der Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung. Vom 29. Juni 1877. No. 32 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 8. l. M., enthält: (No. 1206). Verbot, betreffend das Verbot der Ausfuhr von Pferden. Vom 7. Juli 1877. Gießen am 9. Juli 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. U-kilisch Deutschland. Berlin, 7. Juli. Graf Herbert v. Bismarck, der älteste Sohn M\ Fürsten Bismarck, reist heute Abend nach St. Moritz ab. Die Familie des Frusten soll sich später nach Gastein begeben. Berlin, 9. Juli. Hier vorliegenden informatorischen Mittheilungen aus Petersburg vom 7. d. Mts. zufolge sind die Nückwärts-Bewegungen der drei russischen Truppen-Abtheilungen in Armenien keineswegs die Folge des im Wesentlichen niedergeworfenen Aufstandes im Kaukasus-Gebirge, vielmehr der militärischen Erkenntniß zuzuschreiben, daß die betr. drei Colonnen der Widerstandskraft des Feindes gegenüber, welche man unterschätzt hatte, zu schwach sind. Die Generale Tergukasoff und Oklobschio operirten mit acht bis zehn, General Loris Melikoff mit etwa zwölf Bataillonen. — Der Zwischenfall Wellesley hat für alle Theile einen vollkommen befriedigenden Abschluß gefunden. — Die Erndte-Aussichten sind durchweg befriedigend. — Justiz Minister Pahlen wird von einer Jnspections-Reise demnächst zurückerwartet. Die übrigen Minister, ausgenommen die Minister des Aeußern und des Unterrichts, sind für die Dauer des Sommers in Petersburg geblieben. — Der „Reichs-Anz." publicirt eine kaiserliche Verordnung vom 7. Juli, welche die Pferde-Aussuhr an sämmtlichen Grenzen gegen das Ausland bis auf Weiteres verbietet. Das Reichskanzler-Amt ist ermächtigt, Ausnahmen vom Verbote zu gestatten und etwaige Control-Maßregeln zu treffen. Die Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündigung in Kraft. — Der „Reichs-Anz." publicirt die Ernennung des Präsidenten des Ober-Kirchenraths, Herrmann, zum wirklichen Geheimen Rath mit dem Prädicat: Excellenz. Arankreich. Paris, 8. Juli. Gambetta empfing eine republikanische Deputation und sprach sich dabei rühmend über Thiers aus, der bei vollständiger Gesundheit, klarem Geist und von seltener Scharfsichtigkeit sei. England London, 7. Juli. „Reuter's Bureau" meldet aus Erzerum vom 6. d. Mts-, Abends: Der rechte türkische Flügel stehe dem linken russischen Flügel bet Utschkilijsa, Faik Pascha 12,000 Russen bei Ardahan gegenüber. — Die Avantgarde Mukhtar Pascha's befinde stch noch 14 Meilen von Kars entfernt. Belgien. Brüssel, 7. Jnl«. Die Deputirten-Kammer nahm mit 73 gegen 22 Stimmen den Gesetz-Entwurf, betr. die Abstellung der Mißstände bet den er Hh ei 1'. Wahlen, welche ihr vom Senate nochmals zugegangen war, an und vertagte sich sodann aus unbestimmte Zeit. Fünf Deputirte hatten sich der Abstimmung enthalten. Brüssel, 9. Juni. General Grant und Familie sind heute Morgen nach Köln abgereist, von dem Flügel-Adjutanten des Königs und den Mitgliedern der amerikanischen Gesandtschaft an den Bahnhof begleitet. Statte« Rom. Als das Testament des Cardinals Antonelli neulich vor dem Civilgericht zur Untersuchung gelangte, stellte sich die Gräfin Lauretta Lambertini als natürliche Tochter des Verstorbenen vor, indem sie behauptete, daß das Testament des Verstorbenen ungültig, sei und das gesammte Vermögen, da eheliche Kinder nicht vorhanden seien, ihr allein zukomme. Der Richter setzte daraufhin die Verhandlungen einige Tage aus, nachdem er die Hebamme, welche bei der Geburt der Gräfin Dienste geleistet hatte, den ältesten der Diener des Cardinals und den Erzpriester Venditti als Zeugen vorgeladen hatte. Rom, 5. Juli. In dem Befinden Pius' IX. ist seit gestern wieder eine gewiße Befferung eingetreten, aber es geben sich nun auch die bisher glaubens- und hcffnungsseligsten Prälaten in der Umgebung des Papstes keiner Täuschung mehr darüber hin, daß die Lebensuhr des greisen Pontifex im raschen Ablauf begriffen sei. Wohl läßt es sich der heil. Vater auch jetzt noch nicht nehmen, bei nicht wenigen öffentlichen Empfängen, wie erst jüngst demjenigen einer Anzahl der früheren päpstlichen Armee angehöriger Personen, seine beliebten, bald längeren, bald kürzeren politisch-religiösen Reden an den Mann zu bringen; aber man darf sich nicht über die Bedeutung dieser Acte täuschen, welche eine Lebenskraft, die man dem gebrechlichen Greise sonst nicht zumuthen möchte, zu bekunden scheinen. Sie sind dem zeitweiligen Auffiackern einer zu Ende brennenden Kerze zu vergleichen und aus das hellere Licht folgt stets eine tiefere Dunkelheit, auf die höhere Kraftanstrengung eine größere Erschöpfung, bis daß zuletzt noch einmal das Lebenslichtletn im strahlendsten Glanze aufleuchtet, um dann für immer zu verlöschen. Es hängt denn auch der Papst selbst keiner falschen Hoffnung nach, und er und sein Staatssecretär, der Cardinal Simeont, erörtern eifrig die Frage des künftigen Conclaves. Als neuesten Beitrag kann ich Ihnen mittheilen, daß mit dem Cardinal de Angells Verhandlungen angeknüpft worden sind, um denselben zum Verzicht auf den von ihm bekleideten Posten eines Kämmerers der heiligen römischen Kirche zu veranlaßen. Dem Inhaber dieser Würde liegen beim Ableben des PapAs viele schwierige Pflichten ob, und es begreift sich, daß der am 16. April 1792 geborene und demnach Pius IX. im Alter noch um 27 Tage übertreffende Erzbischof von Fermo nicht die geeignetste Persönlichkeit ist, um* die endlosen Ceremonieen, bei denen er eine so hervorragende Rolle spielen wurde, auszu- üben. An seiner Statt gedenkt die päpstliche Curie den Cardinal Pecci zum Kämmerer der heiligen römischen Kirche zu ernennen. w (Köln. Ztg.) Nom, 7. Juli. Die „Agenzia Stcfani" e-fährt: Die Kräfte des Papstes sind zwar schwach, doch gibt der Gesundheitszustand desselben augenblicklich zu keinen Besorgnissen Anlaß. Der Papst empfing heute mehrere Personen. Serbien. Kragujevatz, 8. Juli. Die Skupschtina überreichte dem Fürsten in Beantwortung der Thronrede eine Adresse. Dieselbe sagt, daß der Fürst, indem er im vorigen Jahre das Volk zu den Waffen gerufen, den Wünschen und der Ausgabe Serbiens würdig entsprochen habe. Die Skupschtina dankt dem Fürsten lebhaft, daß er die Gefühle der Erkenntlichkeit des serb scheu Volkes dem Kaiser Alexander unterbreitet habe. Sie läßt den Rathschlägen des Fürsten über die Nothwendigkeit der Eintracht und Umsicht in den gegenwärtigen Verhältnissen widerfahren, verläßt sich im Uebrigen auf die patriotische Sorgfalt des Fürsten, spricht ihr Vertrauen zur Regierung aus und schließt mit dem Ausdrucke der freudigsten Theilnahme der Nation an der Geburt eines Thronfolgers. Amerika. New-Nork, 7. Juli. Nachrichten aus Mexico vom 30. Juni zufolge haben die Befehle des Commandanten der amerikanischen Truppen an der Grenze, Generals Ord, einige Unruhe hervorgerufen. Das officielle mexicanische Journal beschuldigt die Union der Verletzung der Verträge und des Völkerrechts. Der amerikanische Gesandte in Mexico richtete in Folge dessen ein Memorandum an die Regierung und die Vertreter der fremden Mächte in Mexico, worin er sagt, den Befehlen des Generals Ord sei eine irrige Auslegung gegeben worden. Durch dieselben habe einfach dem Marodeur-Unwesen gesteuert werden sollen, wenn Mexico dagegen nichts thun könne. Mexico scheint auf Abänderung der Befehle zu bestehen. ________________________________________ Der orientalische Krieg. Wien, 7. Juli. Die „Polit. Corresp." veröffentlicht folgendes Telegramm aus Belgrad von heute: Vor Berathung des Adreß-Entwurfs wird die Skupschtina das Budget, sowie die Vorlagen, betreffend die Deckung der 1,500,000 Dukaten betragenden Staatsschulden, und endlich die Aufnahme einer Anleihe berathen. Die Abgeordneten perhorresciren jede Separat-Ab- machung mit Rumänien, weil Letzteres während des serbischen Krieges eine feindselige Haltung an den Tag gelegt und das serbische Allianz-Anerbieten zurückgewiesen habe. Die Skupschtina dürfte die Rathschläge Rußlands befolgen, welche Ristic in geheimer Sitzung darlegen wird. Trotz der mächtigen Gegen- Agitationen der Conservativen dürfte die Regierung eine compacte Majorität für sich haben. — Der Fürst bleibt noch in Kragujevatz. Wien, 7. Juli. Meldungen des „Neuen Tageblatts" : Kladowa, 7. Juli. Flüchtlinge aus Widdin berichten, daß die Stadt beinahe zerstört fei das Handelsviertel, das österreichische Consulat und ein Hotel seien abgebrannt. Englische Osficiere unter Osman Pascha sollen die Operationen leiten; auch in Flortin und Bregowa befanden sich englische Officiere. — Aus Jtzkany bei Simnitza wird gemeldet: Gegenwärtig wird von russischer Seite hauptsächlich Artillerie über die Donau befördert. Man schätzt die türkische Armee auf der Linie Rustschuk-Widdin auf 165,000 Mann. — Der Prätendent Don Carlos befindet sich in Kalafat. Petersburg, 7. Juli. Officiell. Simnitza, 6. Juli. Nachdem gestern Starodub'sche Dragoner Bjela besetzten, rückte heute Infanterie dahin ab. Gestern fand beim Flusse Jantra ein Handgemenge zwischen Konaken, achtyr' schen Husaren und Tscherkessen statt. Der Major der achtyr'schen Husaren, Siskewitsch, und ein Kosak wurden verwundet. Zwei Kosaken blieben todt. Die Tscherkessen, welche 10 Todte zurückließen, zerstreuten sich. Bei dem Donau- Uebergang am 27. Juni wurden folgende Verluste constatirt: 6 Officiere und 289 Soldaten tobt, 398 Soldaten verwundet, 38 vermißt. — Ein Telegramm des Ober-Befehlshabers der Kaukasus-Armee vom 6. d. Mts. meldet: Gestern ist die Eriwan-Colonne in der Umgegend von Jvyr angekommen, um Proviant und Kriegsvorrath zu vervollständigen. Dieselbe wird hierauf nach Bajazid, zum Entsätze dieses Platzes, abgehen. Unsere Garnison hat denselben, welcher von 20 türkischen Bataillonen und 10,000 kurdischen Reitern eingeschlossen ist, bis jetzt gut behauptet. Konstantinopel, 7. Juli. Ein Telegramm Mukhtar Pascha's vom 6. d. Mts. meldet: Die türkische Armee ist fünf Wegstunden vor Kars einge troffen. Der Weg nach Kars ist frei. Die Russen zogen sich hinter Kars zurück. Großfürst Michael ist nach Tiflis abgereist. — Einem Telegramm des Gouverneurs von Erzerum vom 5. Juli zufolge sind die'Ruffen aus Uetschkiliffa und Ipek vertrieben worden. — Ein Telegramm des Kriegs-Ministers Redff Pascha's meldet: Die Russen versuchten am Dienstag bei Silistria auf Barken über die Donau zu setzen, wurden jedoch zurückgedrängt. Petersburg, 8. Juli. Die Nachricht, die Russen seien am 5. Juli nach fünftägiger Schlacht bei Bjela auf Sistowa zurückgeworfen worden, ist unbegründet. Bjela befindet sich noch im Besitz der Russen. Ebenso unrichtig ist die Meldung, daß General Tergukasoff (linker Flügel der russischen Armee in Armenien) abgeschnitten sei. Zwischen den verschiedenen operirenden Trup- pentheilen ist die Fühlung nicht gestört. — Nach einem Telegramm des „Golos" aus Bukarest vom 7. Juli ist Timowa am 6. d. Mts. von den Russen eingenommen worden. An dem Kampfe waren auf russischer Seite zwei Kavallerie- und zwei Infanterie-Divisionen, sowie eine Schützen-Brigade betheiligt. Von drei Seiten eingeschloffen, räumten die türkischen Truppen Timowa, von der russischen Kavallerie verfolgt. Die Stadt wurde von den Russen besetzt. Bukarest, 8. Juli. Die Russen sollen nunmehr Tirnowa besetzt haben. Officielle Berichte melden: 400 Tscherkessen ermordeten bei Küsteudsche 60 Christen. Der russische Kaiser besuchte in Begleitung des Obersten Welles- lev Simnitza. Der Prinz von Hessen ist wieder abgereist. Er und Fürst Gortschakoff btnirten am Samstag in Cotroceni bei dem Prinzen Karl von Rumänien, welcher So'ntag in's Hauptquartier abreist. Petersburg, 9. Juli. Telegramm des Ober-Befehlshabers der Donau- Armee aus Tzarewitsche vom 8. d. Mts. Gestern eroberte General Gurko mit Kavallerie Tirnowa. Die Nizams, 3000 Mann stark, eine türkische Batterie und Redifs, deren Zahl nicht bekannt ist, wurden zum Rückzüge in der Richtung auf Osmanbazar gezwungen. Die Einwohner von Tirnowa bezeugen unbeschreiblichen Enthusiasmus. Nach der Besetzung der Stadt wurde ein Gottesdienst gefeiert. General Gurko nahm das türkische Lager und die Munition der Türken. Unser Train, sowie Infanterie und Kavallerie nähern sich Tirnowa. Konstantinopel, 9. Juli. Der Scherif Hussein Pascha, Mitglied des StaatSraths, wurde zum Emir von Mekka ernannt. — Ein Telegramm Redif Pascha's signalisirt Ausschreitungen der Russen bei Sistova. — Hier ist die Nachricht verbreitet, daß die von Sistova auf Rustschuk vorrückenden Russen zurückgeworfen seien. Bukarest, 9. Juli. Die Truppen, welche Tirnowa besetzt haben, gehören dem achten Armee-Corps unter. Radetzki an. Dieselben haben auch die über Tirnowa hinaus gelegenen. Ortschaften Novoselo, Setkoi, Drenowa und Slataritza besetzt und die Tücken auf ihrem Rückzüge über Slataritza hinaus verfolgt. Wien, 9. Juli. Die Adresse der Skupschtina an den Fürsten wird hier dahin ausgelegt, daß eine Actions-Politik Serbiens jetzt nicht zu erwarten sei. — Meldung des „Tageblatts" : Schumla, 8. Juli. Der Kriegsminister Redif Pascha weilt seit Mittwoch hier. — Die Verbindung auf den Bahn- Linien Tschernawoda Küsteudsche und Rustschuk-Varna ist noch ungestört. Aokal-ALotiz. Gießen, 11. Juli. Wir lassen nachstehend die T a g e « ordnun g für die Stadt- oerordneten-Sitzung am Donnerstag den 12 Juli 1877, Nachmittags 4 Uhr, folgen: 1. Die Gehaltsoerhättnisse der academisch gebildeten Lehrer. 2. Ausbau der Ludwigsstraße. 3. Gesuch des A. Scheyda um Erlaubntß zur Anlage einer Einfriedigung. 4. Die Reinhaltung der städtischen Schullocale. 5. Die Verloosung städtischer Schuldverschreibungen. 6. Vergebung einer Plockischen Pfründe 7. Uebernahme von Verpflegungskosten eines Pfleglings der Landes-Irrenanstalt Heppenheim auf die etabtfaffe. 8. Niederschlagung uneinbringlicher Posten aus dem Jahr 1876. 9. Fristgesuche auf Cornrnunatrückstänoe aus dem Jahr 1876. 1" K'age gegen den Landarmenverband G-eßen wegen Uebernahme von Kosten. 11. Geländeerwerb von Schmiedemeister und Stadtverordneten Mai. 12. Die Abgabe von Waldnebennutzungen und von Holz aus der Hand. 13. Die Abböschung der Wieseckufer. 14. Gesuch der Metzger Seng und Ptrr um Erlaubntß zur Anlegung von Schlächtereien in ihren Hofratthen. 15. Gesuch der Wilhelm Zurbuch's Wittwe um Bauerlaubniß. 16. Gesuch des Theodor Lony um Erlaubntß zur Vornahme von Bauoeränderungen. 17. Desgl. des Kaufmanns L- A- Müller dahter. Vermischtes. Berlin, 6. Juli. Im Verein zur Beförderung des Gewerbefleißes zu Berlin sprach am Montag Abend der Vorsitzende des Reichspatentamtes, Ministerkaldirector Dr. Jacobi über das neue Patentgesetz. Die Versammlung war, trotz des schwülen Sommerwetters, äußerst zahlreich besucht und folgte mit gespanntester Aufmerksamkeit den Acußerungen des Redners. Nach der Beleuchtung des Gesetzes versicherte der Redner, daß das Patentamt gewiß Alles zur Erfüllungseiner wichtigen Aufgabe thun werde; es werde und könne aber nicht außerhalb der Industrie stehen. Es wünsche gemeinsame Arbeit, es wünsche die Kritik der Industrie, es bitte aber um gerechte Kritik und es bitte neben der Kritik um Vertrauen. Wie viel Arbeit dem Patentamt zufallen wird, lasse sich noch nicht bestimmen. In Preußen wurden bis jetzt durchschnittlich 1700 Gesuche im Jahr eingereicht; beim deutschen Patentamt seien an den beiden ersten Tagen des Bestehens 120 neue Gesuche und 12 Gesuche um Uebertragung von Landespatenten auf das Reich eingegangen. Diese Gesuche waren begleitet von einer Geldsumme im Gesammtbetrage von 2397 JL Würde das so fort gehen, dann könne das deutsche Patentamt mit seinen Einnahmen zufrieden sein. Zum Schluß nahm die Versammlung eine Resolution an, in der sie das Erscheinen des Patentgesetzes mit Freuden begrüßt, dem Patentamte die Unterstützung des Vereins zusagt und der deutschen Industrie den Vorschlag macht, die deutschen Patente von jetzt ab mit „D. Patent“ und, soweit der Platz es gestattet, Angabe des Datums der Patentertheilung zu bezeichnen. Mainz, 4. Juli. Das „Mzr. Tageblatt" schreibt: An dem Schwimmsport, der in jüngster Zeit wieder in Aufnahme kommt, nehmen auch unsere Damen Anthetl. Gestern unternahmen fünf couragirte Mädchen eine Schwtmmparthie von Weisenau bis zu einer der Badeanstalten am Rheinquai. Dasselbe Blatt meldet ferner: In einer hiesigen Wirthchaft fand gestern Abend eine sehr schwach besuchte Versammlung hiesiger Schweinemetzger statt. Dieselbe wurde, wie man uns versichert, von einem jüngst bestraften Metzgermeister zu dem Zweck berufen, die Wurstpreise zu erhöhen, da durch das Verbot, Kartoffelmehl der Wurst zu- zuictzen, der Verdienst den bisherigen Verhältnisien nicht mehr entspreche. Die Wurst solle künftig statt 80 Pf. 1 Mark kosten- Die Majorität der Metzger sprach sich jedoch gegen die Erhöhung de- Wurstpreise aus. — Tod durch eine Katze. In einer an der Paradestraße in Elberfeld belegenen Wohnung war am 27. v- M. ein halbjähriges Kind von seinen Eltern auf wenige Stunden allein gelassen worden. Als die erwachsene Schwester des Kindes gegen 11 Uhr Morgens nach Hause kam, fand sie ihr Brüderchen todt im Bette liegend und auf dem Gesichte des Kleinen eine junge Katze, welche mit ihrem Körper Nase und Mund desselben bedeckt und so den Erstickungstod herbeigeführt hatte. Der sofort hinzugecufene Arzt konnte, wie die „Elberf. Ztg." berichtet, nur noch den seit einigen Stunden bereits ({»getretenen Tod conftattren. — Wespen- und Bienenstiche heilt man mit gewöhnlichem Kochsalz, das man mit Wasser anfeuchtet und auf die Wunde legt, selbst im Munde heilt Salzwasser. Eingesandt. Das Trompeter-Corps des Königl. Sächs. 1 Husaren-Regiments Nr 18 (vormaliges 1. Rester-Reg. Kronprinz) ist unter Leitung seines Stabstrompeters und Trompetinen - Virtuosen Herrn Alwin Müller in der Zeit vom 26. Juni bis mit 16 Juli a. c. zu einer Kunstreise nach Hannover und den Rheinlanden beurlaubt worden. Die Leistungen dieses Corps haben auf feinen letzten Reisen in Berlin, Stettin, Breslau rc. sich stets einer sehr beifälligen Aufnahme zu erfreuen gehabt und werden in den dortigen Recensionen namentlich die Solovorträge des Herrn Müller hervorgehoben. Nach Beendigung jedes Concert-Programms wird sich das Corps auf den nur bei der sächs. Cavallerie üblichen Feldtrompeten produciren und machen wir auf diese nur mit Trompeten ausgeführte Musik, die ein frischer Reitergeist durchweht, besonders aufmerksam. Am 7. d. M. wurde dem Corps die Ehre zu Theil, vor Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta in Coblenz auf Wunsch zu concertiren und wurde demselben die größte Zufriedenheit von Ihrer Majestät ausgesprochen. Handel und Verkehr. Gießen, 10. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, perPfd. 1 12 H bis 1 27 Hühnereier, per Stück 6 Enteneier per Stück 6—7 .ftäff, per Stück 5—8 Käfematte, per St. 3 Erbsen, 1 Liter 20 H, Linsen, 1 Liter 20 H Tauben, das Paar 70 H, Hühner, per Stück 90^, Hahnen, per Stück 75 Alte Kartoffeln 100 Kilo 11 JL, Neue Kartoffeln 100 Kilo 30—31 JL Frankfurt, 9. ^uli. Der heutige Viebmarkt war gut befahren. Angetrieben waren: 480 Ochsen, 170 Kühe und Rinder, 200 Kälber u. 230 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qualität X 68-70, 2. Qual. 60-65 Kühe und Rinder 1. Qualität X 60—62, 2 Qualität X 48—50, Kalber 1. Oual. X 60, 2. Qual- x 48-50, Hämmel l.Qual. X 54-56, 2. Qualität 50-52. Schweine das Pfd. Frankfurt, 9. Juli. (Fruchtbericht.) Unser Markt eröffnete in sehr fester Haltung. Hiesiger Landweizen sehr knapp. Französischer Roggen, prompt lieferbar, sehr rar X 21.50. Gerste umsatzlos, Hafer hoch-prima courant verkäuflich, X 17.50, gntnge Qualität schwerfällig unterzubringen. Am Mehlmarkt fest; Preise zu Gunsten der Verkäufer^ Futterstoffs38/ Nr. 3 X 34, Nr. 4 X 30, Nr. 5 X 24, Roggen- mehl % (Berliner Marke) X 26—27, do. II. (Berl. Marke) X 22, Weizen, effektiv hies., ab Bahnhof hier X 28.50, ab unserer Umgegend X 28.—, do. fremder je nach Qual. X 22—27.50, Roggen je nach Qual. X 16 —21.50, Gerste X 19—21.—, Hafer X 14-17.50, Kohlsamen 32—34, Erbsen X 21—24, Wicken X 17.50, ßinfen X 21 bis 30, Rüböl, detail, X 74. Stimmung fest. Hauptsächlich gefragt war iPrima-Weizen und französischer Roggen; dringend offerirt geringer Hafer und russ. Roggen. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht —100 Kilo.) Die Annoncen-Expedition Th. Dietrich 8? Co. in Cassel übernimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschlands und des Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. d. „Casseler Tagespost.") (3391 zu C. F. Semmler in Giessen. Spannbretter (3828 billigst bei in Wetzlar. 3864) Wilh. Balser. x H Stück 4 Kartenfaden, per Dtzd Elsäfferfaden „ „ Reihfaden „ » Zeichengarn „ „ - 30 2 10 2 40 1 60 - 40 Freis - Courant zu unbedingt festen Preisen Cölner Dombau-Loose (Hauptgewinn 75000 Mk.) k 3 JL bei Gebrüder Henrich Aeikgeöotenes. 3870) Grüne Nüsse zum Ginmachen verkauft Andreas Bärrn Wittwe, Neustädter Tbor. Seltersweg 82, im Hause des Herrn Metzgermeister Seng werden 30 Pfennig Artikel in 10,000 verschiedenen Gegenständen verkauft: Porte wonnaies, Geldtäschchen, Gummiträger, seidene Shlipse mit und ohne Mechanik, Cigarrenspitzen, Meerschaumpfeifen mit und ohne Figuren, alle möglichen Blechwaaren, Spuckkästen, Brodkörbe, Kaffee- und Zucker-Dosen, Schmucksachen, Hemdgarnituren in den neuesten Erscheinungen, Thermometer, Wasserflaschen, Reise-Riemen, Briefmappen, Kinderspielwaaren, Kleider-, Zahn- und Nagelbürsten, seidene Foulards und Lavallivres, überhaupt alle in dieses Fach einschlagende Artikel; außerdem auch Glaswaaren u. s. w Es wird hierdurch dem verehrten Publikum von Gießen Gelegenheit geboten, die zur Auswahl ausgestellten Gegenstände, welche ohne Ausnahme einen bedeutend höheren Werth besitzen, sich auzusehen und werden die verehr!. Bewohner von Gießen und Umgegend zum Besuche hiermit ergebenst eingeladen. (3755 F. Schand.ua. Fr. Müller II.< HpecialiM in Bau-Artikeln empfiehlt 3701) Neues und gebrauchtes Bettwerk billigst zu verkaufen bei LouiS Rothenberger, Neuenweg 193. 159) Reparaturen an Nähmaschinen aller Systeme werden prompt und billig ausgeführt in dem Nähmaschinengeschäft von J. Th. Haubach, Meßen, Seltersweg 187. Versteigerung. Erndte-Versteigerung. Freitag den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen die Früchte auf dem landwirthschaft- jichen Versuchsfelde, bestehend in: 2 Morgen Wetzen, 3 Morgen Gerste, 2 Morgen Erbsen und 2 Morgen Kartoffeln morgenweise an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden- Der Flurschütz Völker dahier wird auf Verlangen nähere Auskunft ertheilen. Gießen, den 9. Juli 1877. Großherzogliches Universitäts-Rentamt. Schmitt.(3862 XXXXXXXXXXXXOXVXXXUXXXXXXXX i Avis für Damen. $ — 10 - 18 Perlmutterknöpfe, per.Dtzd. von 12 H bis ~ 18 Kleiderknöpfe, von 18 H bis . — 50 Haken u. Oesen, 12 Dtzd., schwarz — 10 Heute Großer Ausverkauf im Oswald'schen Garten in I Voll- 4* l*i> bei ste Ve fal bei Tl ha G Jc D bu er wi be 5n P- bli P eil m fei TU W A fü 7. b< E in C A L b C (Z sl C 5 l 2 6 c s ( k ( t 1 ( 1 ; i i i 1 Donnerstag den 12. Juli 1877: Großes Militär-Conccrt auggeführt von dem auf einer Kun streife beurlaubten üönigl. Sachs. IIiisareiB-Reginient (Kronprinz), unter Leitung feines Kapellmeisters und Lrompetinrn-Nirtuofen Herrn Alwin Müller. PROGRAMM: I. Theil. 1) Eriksgang und Krönungsmarsch a. d. Op.: „Die Folkungcr" von Kretschmer (neu) 2) Jubel-Ouverture von C. M. o. Weber. 3* Gagltostro-Qnadrille von Strauß (neu). 4) Arie und Variationen über ein Thema a. d. Op. „Anna Bolena" von Don izetti, aus der Trompetine oorgetragen vom Concertgeber. II. Theil. 5) Ouvertüre a. d. Op.: „Pique-Dame" von Fr. v. Supp 4. 6) Arte a. d. Op.: „Traviata", Solo für Flügelhorn, von Verdi. 7) Ständchen von Shakespeare (Horch, horch, die Lerch' im Actherblau), Musik von Fr Schubert. 8) Spinnerlied und Ballade a. d.Op. : „Der fliegende Holländer" von R. Wagner III. Theil. 9) Eine Nacht in Berlin, großes Potpourri von A. Parlow. 10) Königs-Reoetlle, comp. zur 47. Geburtstagsfeier Sr. Mai. des Königs Albert von Sachsen von A. Müller. 11) Variationen über den „Carneval von Venedig", vorgetragen vom Eoncertaeber. 12) Große Fantasie a. Verdi's „II Trovatore“ von Franz. „ Zum Schluß: Märsche und Tänze, ausgeführt auf den nur bei der Sächs. Cavallerie geführten Feldtrompeten. flnfaii!] 6 llfjr. — (Entree »O Pfg. a JJcrfon. SW* Bei ungünstiger Witterung findet das Concert im Satale statt, ! ! ! Wach, dem Concert Eier im G-lase ! ! ! Waheim «2 G. Ilaarmann 3326) Heute, Mittwoch den 11. Zuli: 3878) Anfang Uhr zu 87) Fkrrmischte Anzeigen. 3871) Ein Näh-Mädchen sucht Arbeit im Kleidvrmachen für Damen. Walllhorstraße, A. 140. 3621) Hierdulch btt Nachricht, vaß ich mit dem 12. Juli wieder einen EursuS im Anmessen, Zuschneiden und Unfertigen von Damenkletdern, nach neuester Mode, eröffnen werde. Thetlnehmerinnen werden gebeten, ihre baldige Anmeldung bei Herrn Kaufmann Fuhi», Sonnenstraße, adzuoeben. £*e Schneider Herzogliche Baugewerkschule zu Holzminden. 1.1. Weser. ■A. Schule für Bauhandwerker, Baubefliffene re. B. Schule für Mafchinen- u. Michlenbauer, Schlosser re. Schülerzahl im Wintersemester 1876/77 = 1018. Beginn des HauptunterricbtS im Winters, mester 1877/78 am 3. November, des BorunterrichtS am 8. October. Berpflegungöauftalt mst Casernement für 500 Schüler. Programm mit Lehrplan auf Ar.soidkri. gratis Meldungen möglichst frühzeitig zu richten an Den Direktor' Zur gelt. ^Beachtung. 3859) Bezüglich meines Ausverkaufs wegen Ladenveränderung bringe vorzugsweise nachfolgende Artikel zur gefl. Berücksichtigung, als: Regen- und Sonnenschirme, Bänderen allen Farben und Breiten, Moire-, Luster- und Leinen,Schürzen für Damen und Kinder, wollene, Cachemir- und Eiswotttücher, Kragen und Manschetten zu außerordentlich billigen Preisen. Achtungsvoll A. Fangmann, Kirchrnplay. Das Bureau für Stellenvermittelung ves Kaufmännischen Vereins in Frankfurt a. M. besetzte im vorigen Jahre, trotz der andauernden Geschäftsstockung circa SVP CommiS- und Lehrlingsstellen.(394 01 baldige Lieferung mehrerer ferten entnCUC ^igarrenrahmen nimmt Of- terten entgegen Arnold Müller Japaiiisclie Sclireil) - (t Copir-Tiiile (Encre violette ä copier). Dieselbe ist von violetter, dem Auge angenebmcr Farbe, wird indeß beim Gebrauch nach kurzer Zeit schwarz, trocknet augenblicklich, greift weder Papier noch Feder an, ist leicht fließend, schimmelt selbst bei längerer Aufbewahrung nicht und ist nnauslöschbar. Auch bann, wenn die Schrift bereits mehrere Tage alt ist, liefert dieselbe noch makellose Copien und empfiehlt sich des schnellen Trocknens und der vorzüglichen Schwärze wegen ganz besonders zum Einträgen in Handels- und Geschäftsbücher. Niederlage davon in 4 Flaschensüllungen L % Liter JL 2, i/2 Liter 1.25, V» Liter 75 y8 Liter 50 in Giessen bei der Expedition des Gießener Anzeigers. 3692) Ein Mädchen, das kochen kann und gute Zeugnisse aufzuweisen hat, wird auf alsbald nach Offenbach a. M. in Dienst gesucht. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. - 3868) Empfehle für Umzüge gefälligste Benutzung meines Möbelwagens. Billigste Preisberechnung F. Fürst Wttw. Warme Bäder. Erlaube mir, meine Bade Anfialt in empfehlende Erinnerung bringen. s» Die soeben erschienene Nr. 40 i-z 5® enthalt: Die beiden Marien. Roman von Alexander Römer. — Zur 500jährigen Jubelfeier des Ulmer Münsters. Von W. Fromme!. Mit Onginalzeichnung von B. Mannfeld' Das Münster tn Ulm. — Im türkischen Lager bei Schumla. — Der Verfasser des deutschen Robtniou. — Das Glück Roman, von Victor von Strauß. (Fortsetzung.) — Hinzula. Ein Almenlied aus dem 12. Jahrhundert von Carl Stieler. Mit Originalzeichnung von Wold. Friedrich. — Am Familientische: Memorial eines Straßburgers aus der Zeit der Kapitulation. Von K. Hackenschmidt. = Aus Dr. Schlie- mann's Jugendleben. Zu Bestellungen empfiehlt sich: die Ferber'sche Univ.-Buchhandlung. E Heinemann, I. Ricker. 3863) Ein junger verheiratheter Mann, mit guten Referenzen, sucht eine Stelle ans einem Bureau oder bei einem Advokaten. Gefl. Offerten sub F. G. besorgt die Exped. d. Bltts. Zu vermiethen. Eine sehr freundliche Wohnung 6—7 Zimmer mit allem Zubehör, sowie eine Mansarden-Wohnung, 4 Zimmer rc. und sogleich beziehbar. Seltersberg E. 2. (3824 3854) Ein möblirtes Zimmer für einen Arbeiter zu vermiethen in Lit. A. 46. 3819) Zwei kleine Famtlienlogis zu oer- miethen bei H. Stephan, Sandgasse. 3793) Der dritte Stock meines Hauses ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. ___________Ehr. Noll III., Canzleibera. 3816) Ein möblirtes Zimmer Mit Eabi- net zu vermiethen, im Brück'scheu Hause, __Canckeiberg. 3811) Ein mittelmäßiges Famtlenlogis zu vermiethen bei Ado lph Hilgärtner, ______________________Garfeld 119,6. 3775) 2 Familienlogis von 6 u. 8 Zimmern, mit Garten, auf dem Seltersberg gelegen, find zu vermiethen und vom 1* October an zu beziehen. Näheres bei I. Blitz. 3723) Eine Wohnung von 6 Zimmern rc. ist zu vermiethen und bis 1. October be^ gehbar. Earten-Stroße B- 1656-10. 3789) Das seither von Frau Pfarrer Kost er bewohnte Logis in meinem Neben- hause ist anderweitig zu vermiethen und kann am 1. August bezogen werdin __________________Christiane Küchler. 3799> Im Hause des Herrn L- Bersch, Alicenstraße, E- 102, ist der von Herrn Rob. Simon bewohnte 3. Stock zu vermiethen und kann von August an bezogen werden________ 3530) Eiy möblirtes Zimmer zu v'i- mieihen bei F. Zöller, Reustadt- 3751) Die Wirtbscbalts - Räumlich- keiten im „Abler" sind zu vermiethen. E. Pitthan. 3702) Ein Famtlienlogis au eine ruhige Familie zu vermiethen und am 20. Juli beziehbar bei L. Schmidt, Kanzleiberg. 3477) Zwei ineinandergehehende unmö blirte Zimmer auf d.m Seltersberg sind zu vermiethen. Näheres bei. I. Blitz. Aermiethungen. 3867) Zwei möblirte Paterre-Zimmer auf 1. August zu vermiethen. ________________Fritz Fürst W-ttwe. 3866) Ein guter Keller zu vermiethen. ___________________H- M. Iughardt. 3869) Wolkengasse C. 90 ein möblirtes Mansardenzimmer mit und eins ohne Cabi- net zu vermiethen__ 3875) Eine Wohnung, bestehend aus 3 ineinandergehenden Zimmern mit Zubehör, ist zu vermiethen und den 1 Septem- ber zu beziehen. Emil Lotz, Kirchenplatz. 3874) Ein Sandacker auszugraben ober 3U kaufen gesucht. Offe, ten unter F. G. werden franco an die Exped. d. Bltts. erdetem___________ 3873) Ein junges anständiges Mädchen von außerhalb, welches das Bügeln und Schneidern gelernt, sucht Stelle als Haus madchen. Näheres bei der Exped. d, Bltts. 3876) Ein Mädchen, welches bürgerlich kochen kann und ein Kindermädchen, werden per 1. August zu miethen gesucht __Seltersberg C. 185. Oelgemälde werden retouebirt und ae firnißt. Wo? sagt dieExp. d. Bltts. hrnn5a1ViScLuc6-tJum boIbfAcn Eintritt ein inftn;Qb