°"ch Ä®' 2<2* !^ü«ni«2' 8. A. Marcus. dUenloßiä zu vermiithev \ $ Witlwk. Giünbnstr-, b 11 e H d) flfpei'über. •blirtcS ßunmti zu vrl- Hause des Sarlfeld Nr. 118 Ls. intm ntuttbouitn Haust ‘ gis zi vermiklhsn uob io- ud. Geißlrr Willivk. g Li/aasaroenzimmrr rit lober ju oermreihen. Deines, Sartfdb. U &wK chmttLen für iosschm NSHeres bei der M ilgs-VcONt md am Min. 3 junge * . gewöhn!- Me, M Maschinennahen, M ibr. BÄ 61"toi"1»” bkrzliche «usnahmk- I *M. SortbA Beste Ref- Frco-Ekri. k[e Annoncen-Sxped." >6 fd> d°s •»" ft n-bst Wirthschaft K'' jo-Stücke t6 9 16 16 JO 1« 4 11«: a1<6 65 . -r- 23'-: *■$ 33-5 17 2V rtn w pünbHi -k.'- V$M>’ ,uf " @C$*ä —|S»' F». «»L Mittwoch, deu 10. October isrr. idiener -Anzeiger Anzeige- unb Amtsblatt sie de« Kreis Gieße«. Erscheint tS^ttch mit LuLnabme bet Mptttchg-. Preis viertetzSchrlich 1 Bart 20 Pf. mit Bringerlohn. «rPsVMs«r vchuöstr«ße, Ltt. B. 9hr. 18. Durch die Post betegen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Gießen am 8. October 1877. Betreffend: Die Rechenschaftsberichte der Wiesenvorstände für 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die GroßherzoqlichkN Bürgermeistereien des Kreises. Wir fordern Sie auf, die von den Wiesenvorständen für das Jahr 1877 zu erstattenden Rechenschaftsberichte baldigst an uns einzusenden. ____________________________________________________Dr. Boekmann.__ Betreffend: Die Kehrbezirke für Schornsteinfeger. Bekanntmachung. Wir verfügen hiermit im Einverständniß mit dem Kreisausschuß gemäß § 1 des Regulativs vom 26. Januar 1875 über die Reinigung der Schornsteine, daß die seitherigen Kehrbezirke Lich und Hungen, welche in der letzteren Zeit zusammen von dem Kaminfeger Schwenk in Lich besorgt wurden, nunmehr einen Kehrbezirk zu bilden haben, welcher dem genannten Kaminfeger unterstellt wird. Gießen, den 6. October 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. IfMDCasi politisch Deutschland. Berlin, 6. October. Die Jngenieur-Abtheilung im Kriegsministerium, sowie das Jngenieur-Comit6 find gegenwärtig durch eine Reihe von Versuchen in Anspruch genommen. Zwei Osficiere des Jngenieur Comit^s sind nach Straßburg und Metz commandirt worden, um dort Sprengversuchen und De- leuchtungSversuchen mit elektrischem Licht beizuwohnen. — In Kiel haben Versuche mit dem Fischtorpedo in Anwesenheit zahlreicher hoher Officiere stattgefunden. — Die „Nat.-Ztg." constatirt im Lause einer Artikel-Serie über die Lage der russischen Finanzen, daß der orientalische Krieg bisher von Rußland vornehmlich mit Papiergeld geführt worden. Die wahre finanzielle und volks- wirthschastliche Bedeutung dieser bisherigen Kriegführung mit Papiergeld zeige fich am deutlichsten im Cours-Stande des russischen Papiergeldes. Das Papiergeld stehe etwa noch 63 bis 64 pCt. So tief sei das österreichische Papiergeld nur kurze Zeit in der schlimmsten Zeit seiner neueren Geschichte, während des italienischen Krieges von 1859, gesunken. Allein für die Verzinsung der Metallgeld-Schulden müfien 50 pCt. mehr verwendet werden, statt der 5 pCt. nominell also 7i/i pCt. reell, statt der nahezu 6 pCt., welche die russischen fremden Anleihen nach dem Emissions - Course vieler 5proc. Anleihen kosten, reell an 9 pCt. 1 Und nur zu noch viel ungünstigeren Bedingungen könne an eine Metall Anleihe, wenigstens im Auslände, gedacht werden. Man versteht, wie bei längerer Dauer des Krieges und bei weiterer Vermehrung des Papiergeldes und Sinken seines Courses die Kriegführung mit Papiergeld immer kostspieliger wird, jede neue selbst gleiche Leistung des Staates zu einer immer größeren Ausgabe in Papiergeld nöthigt; die finanziellen und volkswirthschaft lichen Folgen solchen Vorgehens brauche man nicht erst auszumalen, sie ergäben sich von selbst. „Damit so schließt die „Nat.-Ztg." ihren zweiten Artikel über diese Angelegenheit — haben wir eigentlich neben der Diagnose zugleich die Prognose gestellt. Dieselbe kann, wenn der Krieg noch länger dauert, was ja fast gen iß ist, und wenn man keine anderen finanziellen Hilfsquellen zu eröffnen vermag, nur eine sehr ernste sein. Nur vor einer Täuschung muß man sich doch wohl hüten, nämlich vor der Annahme, daß die Finanzlage die Fortführung des Krieges unmöglich machen wird. Selbst den schlimmsten Fall gesetzt, so lange das Papiergeld wenigstens „einigen" Werth behält, kann man nach der geschichtlichen Erfahrung auch damit weiter wirthschaften, und wenn es sein muß, auch Krieg führen." Elbing, 5. October. In dem Proceß wegen Gründung der west- preußischen Eisenhütten-Gesellschast wurden die Angeklagten Jacob Litten, Lip- mann, Gädecke und Rosenstein des Betrugs für schuldig erachtet und zu 6 Monat Gesängniß, sowie 3000 Mk. Geldbuße eventuell weiteren 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte wurde nicht verhängt. Die übrigen 11 Angeklagten wurden freigesprochen. Aus Bayern. Wie in anderen deutschen Staaten, so kann man auch in Bayern die Bemerkung machen, daß die Resultate der Einjährig- Freiwillkgen-Prüfungen von Jahr zu Jahr schlechter werden. Wir theilen die Resultate, soweit sie bis jetzt bekannt sind, mit. Am ungünstigsten fiel die Prüfung in München aus, denn hier bestanden von 22 Candidaten nur 3, in Passau behänden 2 von 7, in Ansbach 24 von 49, in Bayreuth 5 von 9, in Augsburg 3 von 10, in Würzburg 6 von 10 und in Regensburg 6 von 9. Heßerreich. Pesth, 7. October. Wie sich herausstellte, sollten die Freischärler einzeln an verschiedenen Punkten die Grenze überschreiten, und sich auf rumänischem Boden in Fokschan sammeln. Congreve'sche Raketen, Militärpferde und Champagner-Flaschen, die mit^Pulver gefüllt find, wurden confiscirt, sowie ein Manifest, worin die Rumänen aufgefordert werden, die Waffen zu ergreifen und er H h e i l. ihren Stützpunkt in Oesterreich zu suchen. Der Putsch ist als erloschen zu betrachten. Die Nachricht von einem Zusammenstoß ist erfunden. Araukreich. Paris, 6. October. Ein im Amtsblatt veröffentlichtes Rundschreiberr des Ministers des Innern, Fourtou, an die Präfekten gibt denselben die Anweisung, alle perfiden Angriffe gegen die Regierung und den Marschall-Präfi- denten, welche die Meinung hervorzurufen suchen, als ob die Regierung und der Marschall unter klerikaler Beeinfluffung eine Politik befolgen wollten, durch welche die Erhaltung des Friedens gefährdet werde, zu unterdrücken, gleichviel in welcher Form dergleichen Angriffe erscheinen sollten. Paris, 6. October. In einem von Gr6vy an die Wähler des neunten Arrondissements von Paris gerichteten Schreiben vertheidigt derselbe die Haltung der aufgelösten Deputirten-Kammer, widerlegt die gegen dieselbe erhobenen Vorwürfe und vergleicht die gegenwärtige Verbindung der drei dynastischen Parteien mit deren Verbindung im Jahre 1849, indem er ausführt, daß diese Parteien, wie damals, jetzt wiederum die Revision der Verfassung vornehmen wollen; das lasse sich jedoch mit der republikanischen Partei nicht ermöglichen- Paris, 7. October. Senator Bourbeau ist gestorben. England London, 6. October. Gestern hat ein außerordentlicher Ministerrath- stattgefunden. — Der Correspondent der „Daily News" im russischen Lager auf dem armenischtir Kriegsschauplätze sendet aus Rosricheno, 4. Octbr., folgende telegraphische Meldung: Da die Russen Kiziltepe umzingelt hatten und Mukhtar Pascha dadurch die Verbindung mit Kars bedroht sah, sendete derselbe heute Nachmittag 3 Uhr 20 Bataillone gegen das russische Centrum vor. Die Türken wurden mit furchtbarem Artillerie-Feuer empfangen, von den russischen Tirailleuren zurückgeworfen und auf ihrem fluchtartigen Rückzüge brs Sorr- batan verfolgt. Spanien. Madrid, 6. October. Ein in der amtlichen Zeitung veröffentlichter Erlaß des Finanzministers ordnet an, daß auf die am 1. Juli d. I. verfallenen, mit 2 pCt. amortisirbaren Coupons eine Zahlung erfolgt, ebenso auf die con- solidirten Titel, die am 3. April 1876 durch öffentliches Aufgebot zuruckge- kaust sind. Serbien. Belgrad, 7. October. Das Amtsblatt theilt mit: Der neu ernannte russische Agent Persiani hat dem Fürsten seine Crlditive überreicht und dabei von Neuem dem Gefühle hohen Wohlwollens Ausdruck gegeben, von welchem der Kaiser von Rußland gegenüber Serbien erfüllt ift Der Fürst sprach daraus den Wunsch nach Aufrechterhaliung der stets bestandenen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Rußland und Serbien aus. Amerika. New-Rork, 5. October. Das Unwetter, das am 3. d. in Central- Amerika und an der atlantischen Küste herrschte, richtete große Verwüstungen an.- °in Folge von Zerstörungen an den Linien ereigneten sich mehrere Ä>sen- bahn-Ünfälle in Pennsylvanien, wobei 12 Personen geiödtet und ewige 50 verwundet wuidem Auch aus dem Meere bat es viele Unglucksfalle gegeben. Der orientwUsche Krieg. Petersburg, 6. October. Officiell. Vor Plewna, 4. Oetbr. Am 1. d. erbeutete Oberst Lewis aus der Chaustee von Plewna nach Sv^ mit dem Regiment Wladikawas bei dem Dorfe Radomirzi -men turtstch-n Transport mit Salz, Chinin und anderen Arzneimitteln, ferner 1000 Stuck Vieh unb 80 Pferde. Derselbe zerstörte auch die Brücke bei Radomirzi und die von den Türken Kergestellte Telegraphen-Linie. Am 2. d. wurde die Brücke bei dem Dorfe Tscherwenbreg verbrannt. Heute fuhren unsere Batterien fort, Plewna zu beschießen. Weiter nichts Neues. — Bei der Rustschuker Colonne haben blos Vorposten-Gefechte stattgefunden. An der Straße nach Osman- Bazar und im Balkan ist Alles ruhig. Konstantinopel, 5. October. Mukhtar Pascha meldet vom 4. d.: Heute wurde der große gandar, den die Russen verlassen hatten, von Rached Pascha wieder besetzt- Einige zurückgebliebene Vorposten leisteten nur schwachen Widerstand. Die Colonnen unter Rached Pascha sind sodann weiter vorgerückt und greisen gegenwärtig den Feind an, welcher bei Perkid Atchakale am Kars-Flusie und auf den Höhen von Rabat eine concentrirte Stellung einnimmt. Die Kavallerie Oöman's bei Szbotan ist zum Corps bei Kiziltepe abmarschirt, um die muthmaßliche Rückzugö-Linie der Rusten auf Harabel zu bedrohen. Der Kampf dauert fort. Die russischen Verluste der letzten drei Tage sind bedeutend. Bukarest, 6. October. Wegen der ungesunden Lage von Gorni-Studen ist die Verlegung des Hauptquartiers nach dem höher gelegenen Sistowa in Au-sicht genommen. Am 5. d. ist das Regiment Moskau (Nr. 65) hier durchgezogen. Fürst Emil Wittgenstein ist vom Hauptquartier in Bukarest einge- troffen und kehrt demnächst dahln zurück. Bratiano wird hier erwartet. Ragusa, 6. October. Der Fürst von Montenegro ordnete einen Waffenstillstand bis zum 11. October an. — Der Angriff auf Kolasin und Spuz steht bevor. Wien, 6. October. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest vom heutigen Tage: Vom russischen Hauptquartier ist Befehl an das Kriegsministerium ergangen, unverweilt ein neues Armee-Corps zu mobilisiren und nach Bulgarien abzusenden. Das Garde-Eorps wird am 12. d. vollständig aus dem Kriegsschauplätze angelangt sein. — Gestern fand ein außerordentlicher Minister-Conseil statt, wozu Bratiano aus dem Hauptquartier eintras. Wie verlautet, soll es sich um die Einberufung der rumänischen Kammern handeln. Wien, 6. October, Abends. Meldungen des „Neuen Wiener Tagebl." aus Triest: Nach Berichten aus Janina ist in Theffalien gegenwärtig ein drittes türkisches Corps unter Abdi Pascha in der Concentration begriffen. Die türkisch-griechische Grenze wird stark befestigt. — Aus Athen: Gestern mar- schirte eine Abtheilung Freiwilliger nach Lamia ab. Die Negierung beabsichtigt, eine National-Anleche von 30 Mill. Drachmen auszuschreiben. Konstantinopel, 6. October. Reuf Pascha meldet aus Schipka Ein Infanterie-Bataillon mit einer Abtheilung Kavallerie recognoscirte gegen den Engpaß Hain und schlug ein russisch-bulgarisches Detachement zurück. — Suleiman Pascha meldet vom 4. d.: Ein Angriff russischer Kavallerie aus türkische Vorposten bei Turadere unweit Karlowtk wurde zurückgewiesen. Konstantinopel, 7. October. Die „Agence Havas" meldet: Metze« rncd Ali Pascha wird das Commando der gegen Montenegro operirenden Armee übernehmen. Die letzten Reserven sind einberufen worden. Petersburg, 7. October. Amtlich wird aus Gorni-Etuden vom 6. d. gemeldet: Gestern ist Großfürst Nikolaus aus der Umgegend von Plewna wieder hier eingetroffen. Aus allen Punkten herrscht Ruhe. Es ist kaltes Regenwetter eingetreten. London, 7. October. Heber die am 2. d. auf dem asiatischen Kriegsschauplatz stattgehabten Kämpfe sind aus Erzerum, 5. d., noch folgende weitere Meldungen hier eingetroffen: Die Ruffen richteten ihren Angriff gegen den linken Flügel Mukhtar Pascha's, welcher bei Danilar durch Mehcmed, bei Kiziltepe durch Omar, bei Aladjadagh durch Huffein Chefket gedeckt war. Nachdem der große Aanilar-Berg von den Türken anfgegkben und durch die Ruffen besetzt worden war, wurden drei Sturm-Angriffe der letzteren auf den zweiten Berg von den Türken zurückgewiesen. Die Generale Hadji Rasched, Kiazi und Fazli unterstützten Mehemed und deckten deflen Rückzug von dem großen Ianilar Berg. Der Angriff einer russischen Abtheilung auf Aladjadagh ward nach 5 Stunden dauerndem hartnäckigem Gefecht abgewiesen. Zwei Abtheilungen unterhielten den Kampf bei Danilar und Kiziltepe noch bis 7 Uhr Abends. Fazli trug eine Wunde am Bein davon. Die Kanonade dauerte mit Unterbrechungen bis zum 3. d., Abends 10 Uhr fort. Beide Theile haben ihre Positionen behauptet. Vermischtes. Wetzlar. Zn der Zeit vom Sonntag dm 14. bis Mittwoch den X7. October wird vom landw. Verein im römischen Kaiser hierseldst eine Obst- und Äemüie Ausstellung Dcranitalict- Dieselbe ist dem Publikum an ven genannten Tagen von Vormittags 10 Uhr bis Nachmittag 4 Uhr unentgeltlich geöffnet, und wird namentlich einen großen Theil derjenigen Ovstsorten umfassen, von we-chen junge Stämmchen m der vor mehreren Jahren hier errichteten Kreisdaumschule käufl'ch zu haben sind. Marlenschloß, 8. Okt. In Ihrem Blatte No. 233 vom 7 Octobcr er. bringen Sie folgenden Artikel: .Gießen, 6. Oktober. Wie die „N- H. V Bl " aus guter Quelle hören, sind die auffallenden Massmerkrankungen, welche plötzlich in dem Lan- deszuchthaus aufgetreten, auf Grünspan-verg-ftuna leichteren Grades zurückzuführrn. Es soll nämlich Kartoffel-Salat in kupfernen Gesäßen zubereitct und längere Zett in denselben stehen gelassen worden sein.- Wie schon oft hat auch hier die Presse sich herbeigelassen, in etwas leichtfertiger (71- Weise bas Publicum mit Unwahrheiten zu unterhalten, denn: 1. Befindet sich in der Menageküche des Landeszuchthauses zu Marienschloß nicht ein einziges kupfernes Gefäß, die Zubereitung der Speisen geschieht durchweg — und ohne Ausnahme — in gußeisernen Kessel und Kroppen. 2. Deuten die Symptome der Krankheit durchaus nicht auf eine Grünspan-Vergiftung hin und endlich 3. Ist noch nicht der geringste Anhaltspunkt ermittelt worden, welcher für eine Vergiftung der Elkrankten überhaupt sprechen könnte. Mainz, 6. Ott. In der heutigen Polizeigerichtssitzung wurde ein Metzger, welcher sich mit d-m fogen. Bindemittel bei seiner Wurstfabrikation zu vertraut gemacht hatte, zu einer Geldbuße von 120 oerurthcilt. — Der Dieb, welcher in Darmstadt einen Uhrendiebstahl ausgeführt hatte, wurde, Dank der Thätigkeit unserer Schutzmann- ichaft, bei einem hiesigen Pfandleiher erwischt, als er die Flüchte seines Schaffens um- ktzell wollte. Stuttgart, 3 Okt. Auch die schlimmsten Befürchtungen sind durch die trau« rigen Tatsachen übertroffen worden — der Frost vom 27. Sept, verschonte selbst die besten Lugen nicht. Die Weinberge sehen trostlos aus und ist der Schaden relativ viel größer aks 1856 unb 1864, weil der Weingärtner mit Recht auf reichlichen und guten Ertrag hoffen durfte. Der Ausfall unseres engen Heimathlandes wird mit v'erzig Millionen eher zu nieder als zu hoch gegriffen fein. — (Der Krieg und die Liede.) Ein ans Preußen gebürtiger, In Prag ansässiger Kaufmann war mit der Tochter des ehemaligen BankbirektorS S. verlobt. Wie die» zu geschehen pflegt, so waren auch da Schwiegervater und zukünftiger Schwiegersohn nicht immer in Harmonie, und zwar war es inbesondere die Verschiedenheit der politischen Gesinnungen in Beziehung auf den russisch-türkischen Krieg, welche öfters zu scharfen Disputen zwischen beiden führte. Die Braut, Unheil fürchtend, bat darum den Bräutigam inständigst, doch ja von Allem eher als vom Kriege zu sprechen. Er gab nach. Da kamen Plewna und die Kämpfe um den Schipka-Paß. Nun konnte er nicht mehr an sich halten und ein Wort gab daS andere, die beiden pol tisch.n Antagonisten ge riethen zum Schrecken der liebenden Braut fest aneinander. Die gefürchtete Folge ließ nicht lange auf sich warten. Der ehemalige Bankdirektor schrieb dem jungen Russen- sreund, daß er ihm, der sich in seinen Ausdrücken nicht einmal der zukünftigen Gattin zuliebe mäßigen könne, das Wohl seiner Tochter nicht anvertrauen wolle, und der Abgewiesene replicirte, daß er der Sohn eine? Mannes nicht werden könne, der daS Glück seines Kindes der Verschiedenheit in politischen Ansichten zum Opfer bringe. Die Braut war trostlos. Der bekümmerte Vater empfand Mitglied und erklärte der Tochter: Wenn er (der Bräutigam) mir Beweise bringt, daß die Türken Verwundete umbringen, dann mag er wieder kommen. Die Braut theilte dies sofort dem Geliebten mit, und dieser setzt sich sofort hin und schreibt einen sehr beweglichen, rührenden, seine Lage schildernden Brief an das — Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten in Berlin. Nach kaum einer Woche traf die erwünschte Antwort ein, und kein Geringerer als Lothar Bucher war auf derselben unterschrieben. In dieser Antwort war nämlich auf das Beftttnmteste versichert, daß das türkische Militär, und zwar auch daS reguläre, auf den Schlachtfeldern bi: russischen Verwundeten tödte. Das Auswärtige Amt in Berlin verfüge nicht blos über jene Beweise, welche Major v. Liegnitz eingeschickt, sondern auch über solche von der Botschaft in Constantinopel. Der Brief schließt mit dem Wunsche, die eingeschickte Anwort möge dem Adressaten in der unliebsamen Affaire von Nutzen sein. DaS czechische Blatt »Nar. Lilly", dem wir diese Historie entnehmen, schließt dieselbe mit der Versicherung, daß in Folge jener Antwort der Friede zwischen Schwiegervater unb Schwiegersohn wiederhergellellt ist unb daß dem Herrn Lothar Bucher demnächst wohl eine E nladung zum Hochzeitsfest jenes Paares aus Prag zugehen düifie. — Nach einer Mittheilung der „N. E. Kirchenzeitung" haben die rheinhessischen Freiprotestanten einen Prediger aus Sachsen für jährlich 3600 JC gewonnen. Sie mußten auch die Ueberzugskosten mit 700 übernehmen. Diese für ein Jahr zu zahlenden 4300 repräfentiren einen Gehalt, wie ihn die dienstältesten Geistlichen Hessens, die in die 1. Gehaltsclasse eingereiht sind, beziehen. Dies hat unter den Freiprotestanten eine Steuerauflage nithig gemacht, welche die der Landeskirche weit übertreffen soll. ___ Handel und Verkehr. Gießen, 9. Oct. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 1—1.10, Hühnereier, per Stück 7 H, Käse, per Stück 6-11 A Käsematte, per ötücf3 H, Erbsen, 1 Liter 20 Linsen, 1 Liter 22^, Tauben, das Paar 55 A, Hühn«, per Stück 60 Hahnen per St. 55 H, Enten per St. 1 JL 50 Kartoffeln 100 Kilo A. Brennholz: Scheith. Prügelh. Stockh. ReiStz. Raummeter Wellen Nadel 259 792 361 7810 B. Bau-, Werk- und Vtutzholzr 310 Nadelstämme mit 90,17 Festmtr. 151 Nadelstangen „ 11,01 Die Zusammeickunst ist auf der Licher Chaussee an der fünften Schneiße. Gießen, den 9. October 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 5649) A Bramm. Aeilgeöolenes. 5624) Mehrere Korbe voll sehr schöne dicke Aepfel (Kaiserkronen) sind zu verkaufen. Marburgerstraße Nr. 160 Allgemeiner Anzeiger. 27 H n nach den einzelnen Anschlagstiteln 5627) €\ H . Dietx 2) soll im Gießener Stadtwalde, in dem Districte Wald-Hut, «Holz versteigert werden: nachverzeichnetes zwar: 4129 9228 976 1766 c) Asphalt-Arbeiten, d) Steinmetz-Arbeiten, sollen im Wege öffentlicher Submission a bis d getrennt verdungen werden. Qualificirte Unternehmer wollen 5629) In unserem Firmen-Register sind heute folgende Einträge vollzogen worden: 1) Jacob Wagner von Boppard, jetzt zu Gießen wohnhaft und Johann Georg Gschwendner von Worgl in Tyrol, betreiben dahier seit 1. v. M unter der Firma Gschwendner 8s Wagner ein kaufmännisches Geschäft. 5610) Die Schuldner des Heinrich Battenfeld dahier können die schuldigen Beträge in den nächsten 8 Tagen noch kostenfrei an den unterzeichneten Massenverwalter bezahlen. Gießen, den 8. October 1877. M. Pilger, Sonnenstraße B- 77. Versteigerung. Holz-Verfteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 15. October 1877, von Morgens 9 Uhr an, LouiS Huhn au Gießen betreibt daselbst feil 1. Juni I. I unter der Firma LouiS Huhn eine Handlung mit Braun- unb Steinkohlen, Holz unb CoakS. Pferde Zecken in allen Größen empfiehlt Gießen, ben 3. October 1877. GroßherzoglicheS Stadtgericht Gießen. Bo tti che r. Bekanntmachung. Diejenigen Steigerer, welche aus dem hiesigen Gemeinbewalb, District Bruch, noch Holz abzufahren haben, werben hiermit oufgeforbert, solches dis zum 20. d. M. abzufahren, widrigenfalls Anzeige gegen bie Säumigen erfolgt. Wiederholt wird hierbei bemerkt, daß bie Abfuhr bes HolzeS über den früher beftan denen Weg (Steinbacher Gemeindewiese) verboten ist. Hausen, am 5. October 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. 5571) Dern. Gießen, den J>. October 1877. GroßherzoglicheS Garnison - Lazareth. Submission. Umbau rines Garnison-Lazarelhs ?u Gießen. 5591) Die zum Neubau eines Garnison - Lazarcths zu Gießen zunächst erforderlichen Fundamentirungs-Arbeiten, unb ihre Offerten frankirt unb gehörig ver- fiegelt, sowie mit entsprechenber Aufschrift versehen bis zu bem auf Montag ben IS d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, im Geschästslocale des unterzeichneten Garnison - Lazareths (Seltersweg) anberaumten Termin abgeben. Kosten-Anschläge, Zeichnungen und Bebingungen liegen im vorbezeichneten Locale zur Einsicht auS; desgleichen können Copien derselben auf dem Bauburean des Garnison-Baumeisters Gummel zu Gießen (Marburgerstraße A. 166) emgesehen werden, woselbst auch nähere Auskunft ertheilt wird. 41 „ ii a) Erd- unb Maurer-Arbeiten, veranschlagt zu b) Maurer-Materialien 5625) Sechs gebrauchte Oefen und zwei Sparherde werden billig abgegeben bei ____________Nattmarin 3C Weidtg. 5630) Eine Partie Bierflaschen per Stück 10 H zu verkaufen bei ____Heine mann Hermann: Erlanger Export von jetzt ab täglich tut Zapf. |564O) Cafe Qeilfua. Suchend' raunend lldne«11111,1 — 5645) --"Siütiü N«' HliMe iftanrer lieuM zromgt in i 5618) ( rint Brauerei c ist bifliü zu on 3615) Hofraithl bestellend Lcbeune. Garten, t ;u Fabrik ist billig Näheres Ketten unb $ graSvorlagn 5600) Fr. Sptdflli Forbac 3011 Gehr. 1 dkltt- unb bill MW Swilldi unb t AMlstWy, 4519) Th 5475) fowie einen 2 Kessel, verfall von y u 2-drr L(h totiut TOetbrv wniiaies, (§( W*ri Srobforbt, « V'.'nungtil,: «‘ttben, Qqi., b"l'» S°ch , V. Es wl i p“r Oberen unb 1,1 ökonoa lr 5«ht „ nten Zaaft ß,e:W iunitgVwni, Unb lä"i'«ft lelmgäI*'t.i,tr(,1| mfelnf@tinlpmi8[r; ",b!a' 0*für(lae BK- Llind durch bk trau, Monte selbst bk btftfii ,^cn relativ viel gröber ^?funb «ulen Ertrag mlt v'NPg Millianen WW WWr 6- veklabt. Wie bki ^"^rrsohn Verschiedenheit der poli- krkz, welche öfters zu lrchtend, bat darum den luu Ipriim. (Jr gib [ß; Nun tonnte er nicht tischen Nntaganiiten ge -e gefürchtete Folge lieb b dem iunatn Russen- der rulünsügen Gattin uen motte, und der B !' mit 90,17 3 kstatlofen von Eiseublech und eine Drehbank ist billig .zu verkaufen bei Carl Stnckrath, Gar'seld Emmenthaler Käse, Rahm- „ Hoüäuder „ Odamer „ Neuschäteler „ Fromagede Brie„ empfiehlt in den fernsten Qualitäten 5618) Emil Fjs^hbaeh, 5597) 1 Aufziehwerk, ganz neu, für eine Brauerei oder Mühlenbcsitzer geeignet, ist billig zu verkaufen- Wo? sagt die Exp d. Blits.____________________________________ 5615) Eine Oeconomie- Hofraithe in Klein-Linden, bestehend aus Wohnhaus, Scbeuue, Stallungen und Garten, welches fich auch zu A^abrikgeschäften eignet, ist billig zu verkaufen. Näheres bei I Blitz Cocosläufer, Ketten und Bürften-Matten, sowie Seearasvorlagen in jeder Größe, empfiehlt 5600) M- Weißbäcker. Fr. Müller II Kpccmlität in Van-Artikeln empfiehlt T’orbacher Formziegel Dorr Gebe. 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Homberger. 5609) Ein unrnöblirtes Zimmer zu vermiethen bei Metzger Hofmann. Wallthorstraße A. 79. 5636) Ein Zimmer zu vermietben. Neuen-Bäuen Llt. B. Nr. 84. 5637) In der Herbert'schen Besitzung vor dem Neustäbterthor ist ber mittlere Stock, bestehend aus 3 Zimmern nebst Ca- binet unb Küche, sowie schöner Hausgarten u. s. w. zu vermiethen. Näheres bet Franz Senner. Vermischte Anzeigen. 5928) Ein Junge -um Austragen von Backwaaren und zur Verrichtung von Hausarbeiten gesucht von Aug. Noll- 5646) Ein Zimmer mit, auch ohne Möbel zu vermiethen. Linbenplatz Lit- A- 64. 5626) Ein braves Mädchen auf sogleich gesucht. Näheres bei der Exped. d. BlttS. 5635) 3 bis 4000 Gulden werden gegen mehr wie doppelte Sicherheit zu leihen gesucht. Zu erfragen in der Exped. b. Bltts. 4524) Das von Herrn Fried r. Seibel bewohnte Logis wird mit dem 1. November er. frei unb ist anderweitig zu vermiethen. A. Katz. 5634) Em Bäckerleyrllng wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d Bltts. 4572) Eine Famtltenwohnung zu vermiethen und alsbald beziehbar. E- HarmS, Schützenhof. Reeller Nebenerwerb. Vortheilhaften Verdienst und gute Provision gewährt ein überall gangbares respectables Geschäft, für welches an allen Orten Agenturen errichtet werden sollen. Es bedarf dazu keiner kaufmännische Kenntnisse und ist auch für Jeden als Nebengeschäft leicht zu führen. Re- flectanten belieben ihre Adresse in der Exped. d. Bltts. unter den Buchstaben G. A. abzugeben. (5638 5474) Zwei incinanderpehende schön moblirte Zimmer an einen oder zwei Herren zu vermiethen bei Frau Salberg, Grünbergerstraße 166,4. 5546) Zwei moblirte Zimmer, getrennt zu vermiethen. Alicenstraße E. 102. _ 5003) Der neu hergertchtete mittlere Stock meines Hauses ist zu vermiethen. Carl Hensel, Wallthor. 5367) Der zweite Stock meines Hauses zu vermiethen und kann gleich übernommen werden. Ehr. Schopbach. 5568) Der zweite Stock nebst Zugehör und eine Wcrkstätte ist auf den 1. Decem- ber zu veimtethen bei Heinrich Cappeller, Schiffenbergerweg. 5642) 2000 Mark liegen gegen l.^Hyvothek sofort zum Ausleihen bereit- Näheres bei Th. R olo f f, Wallthor. 5191) MöblirteS Mansaroenzimmer mit Cabinet per 1. October zu vermiethen. Carl Deines, Gartfeld. 5643) Ein Heizer wird gesucht non I. Anzer, Leistenfabrik in Gießen. 5476) B. 32 Markt ist ein mödlirtes Zimmer zu vermiethen, auf Wunsch wird auch KostAgegeben. 5644) Ein Arbeiter kann Schlafstelle erhalten. Flügelsaasse 95, 3. Stock. 5547) In meinem neuerbauten Hause sind 2 Familienlogis zu vermiethen und sogleich beziehbar. Lud. Geißler Wittwe. 5562) Ein tüchtiges, zuverlässiges Frauenzimmer wird als Haushälterin gesucht. Von wem? sagt die Exped d. BlttS. ffritrhtiAi» Cigarren- und Wickelarbeiter ViUUJLiyv werden jederzeit ges' cht von Busch K MyliuS, 5581) Heuchelheim. 5579) Ein großes möblirteS Zimmer zu vermiethen. B- 87. 4382) Marburgerstraße Nr. 161 mö- blirte Zimmer zu vermiethen D580) Ich bringe hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß ich das von meinem Manne betriebene Küfergeschäft nebst Wirthschaft weiter betreibe und bitte um zahlreichen Zu- svruch. Achtungsvoll J. Leun Wittwe. 5576) Der III. Stock meines neuen Hauses an der Reichensand-Bahnhofstraße, enthaltend je 5 Zimmer, Küche und sonstiges Zubehör, sowie eine Mansardenwob. nung, bestehend auS 2 bis 3 Zimmern nebst Küche zu vermiethen. I. Stein, Architekt. Aufruf. Der blutige Kampf, welcher zwischen Rußland und der Türkei entbrannt ist und täglich einen gewaltigeren Umfang annimmt, hat den Vereinen unter Um rothen Kreuz in den beiden kriegführenden Ländern eine schwere Ausgabe der Hilfsthätigkeit für die Verwundetenpflege gebracht. Nach den auf Gegenseitigkeit beruhenden Vereinbarungen ist damit auch an die HilsSvereine der neutralen Länder, und somit auch Deutschlands, die Pflicht herangetreten, zur Erfüllung jener Aufgabe thatkräftig mitzuwirken. Ans beiden kriegführenden Ländern ist Seitens der Vereine der dringende Ruf um solche Unterstützung an uns und unser deutsches Central«Comitö ergangen. Bereits sind namhafte Mittel aus den Materialvorräthen und Kasten der deutschen Landesvereine zusammengebracht und unter oberster Leitung unseres deutschen Central Comit6s durch Vermittelung der Vereinscentren beider Strert- theile den Lazarethen auf dem Kriegsschauplätze zugeführt worden. Auch der Hessische Hilfsverein unter dem rothen Kreuz hat in Gemäßheit des Beschlusses seiner letzten Generalversammlung bereits eine namhaste Sendung von Lazarethmaterialien hierzu beigetragen. Mit dem wachsenden Vedürsniß und der steigenden Noth erscheint aber nunmehr der Zeitpunkt gekommen, auch an unsere Vereinsmitglieder und an alle unsere Mitbürger im ganzen Land hiermit die dringende Bitte zu richten, uns bet der ferneren Erfüllung der großen Humanitätspflicht durch Beiträge an Lazareth- und Pflegematerialien sowie an Geld zu unterstützen. Wir können dabei die Versicherung geben, daß die richtige Uebermittelung und die zweckmäßige Verwendung der Gaben für die Verwundeten durch die geeigneten Maßregeln und Verbindungen des deutschen Central-Comitös sichergestellt ist. Die Fürsorge für die im Kriege Verwundeten und Erkrankten hat bei Kämpfen zwischen ausländischen Völkern, getreu dem Vorbilde des barmherzigen Samariters, einen internationalen, neutralen Charakter und soll ihn auch in dem gegenwärtigen Kriege bewahren; es soll darum soweit thunlich für die Opfer des Krieges gesorgt werden, sie mögen russischer oder türkischer Nationalität sein, sich in russischen oder türkischen Lazarethen befinden. Gleichwohl darf nicht Unterlasten werden, auch darauf hinzuweisen, daß Deutschland gegenwärtig auch noch den Dank abzustatten hat für die Unterstützungen, welche während des Krieges von 1870/71 unseren verwundeten und kranken Soldaten von den Hilfsvereinen neutraler Staaten, und insbesondere auch Rußlands, reichlich zu Theil geworden sind. Wir fügen noch an, daß wir unseren Zweigvereinen eine gedruckte Anleitung zur Anfertigung zweckmäßiger und möglichst gleichförmiger Verband- Mittel zur Verbreitung und zur Belehrung Derer, die solche wünschen, zusenden, und bitten Gaben an Geld und Materialien möglichst dem nächsten Zweigvereinsvorstand, hierher aber Gaben an Geld an unseren Schatzmeister, Herrn Hauptstaatskastebuchhalter Michell, Materialien aber zu Händen des Herrn Inspektor Velten im Saalbau, wo sich unser Depot befindet, zu übersenden. Ueber Eingang und Verwendung aller Gaben wird öffentlich Rechenschaft abgelegt werden. Darmstadt, den 21. August 1877. Der Vorstand des Hilfsvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Untersttthung der Soldaten im Felde. A. Weber, A. Buchner, Ministerialrath, als Vorsitzender. Hofgerichts-Advokat, als Schriftführer. Im Anschluß an vorstehenden Aufruf sind die unterzeichneten Mitglieder des Vorstandes des Zweig-Hilssverems Gießen zur Annahme von Gaben an Geld und Materialien, sowie zur Uebermittelung derselben an den Vorstand tes Hilssvereins zu Darmstadt bereit. Zu gleicher Annahme von Gaben und Abgabe derselben an uns haben sich Die Erpedition des Gießener Anzeigers, Herr Kaufmann Fischbach (Seltersweg), „ „ Michel (Wallthorstraßc), ,, „ Wilh. Balser (Neustadt), freundlich bereit cifläif. Die eingehenden Gaben werden wir in dem Gießener Anzeiger veröffentlichen und über die Verwendung derselben demnächst Rechenschaft ablegeu. Gießen, den 4. October 1877. Hahn, Hosg.-Director. Dr. Stammler, Hofg.-Rath. Haberkorn, Regierungsrath Dr. Boekmann, Provinz.-Director. Dr. Wilbrand, Professor. Arnold Müller, Fabrikant. Dr. Diehl, Gymnasial. _____________lehrer i. P. _________________________________________________________ Die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung zu Gießen. 5639) Zur statutengemäßen Generalversammlung des Vereins werden die Mitglieder destelben hierdurch aus Mittwoch den 17. October, Abends 8 Uhr, im CAFE EBEL craebenst eingeladcn. Die Tagesordnung umfaßt: 1) Den Bericht des Vorstandes über die Wirksamkeit des Vereins im abgclaufenen und die nächsten Aufgaben destelben im laufenden Geschäftsjahre. 2) Rechnungslegung. 3) Ergänzungsivahl des Ausschusses. 4) Bericht über die Einrichtung und Ergebniste der im Winterhalbjahre veranstalteten Leseabende. 5)_Beschlußfassung über den Anschluß des hiesigen Vereins an den mittel- ________i heinischen Verband._______ Der Vorstand. Grossh. polytechnische Schule zu Darmstadt bestehend aus fünf Fachabtheilungen: Bauschule, Ingenieurschule, Maschinenbauschule, Chemisch-technische Schule und Mathematischnaturwissensch. Schule. Anmeldungen Xeuelntretender bis zum 10. October. Beginn der Vorlesungen und Hebungen am 15. October. Programme gratis vom Secretariat. 5008) Die Direction: Dr. Schäffer. Abonnements - Coneerte. 5641) Hiermit erlaubt sich die Kapelle des 2. Großh. Hess. Infanterie- Regiments Nr. 116 (Großherzog) zu den bisher üblichen „Minter -- Abonnements -- Loncerten" (Streichmusik) ganz ergebenst einzuladen. Die Concerte finden im Cafe Leib'schen Saale statt und wirb der Anfang derselben durch den Gießener Anzeiger bekannt gemacht. Der Preis für 6 Abonnements-Concerte beträgt: 1 Perfonenbillet ... 2 Mk. 40 Pfg. 1 Familienbillet bis zu 4 Personen 6 „ — „ Die Liste circulirt. Gießen, im October 1877. ____________________________Krausse, Kapellmeister. Obst- und Kartoffel-,Harkt zu Darmstadt. Unterzeichnete Section wird Samstag den 13. l. M., von früh 8 Uhr an, iui Saalbau einen Markt für Oblt und Kartoffeln veranstalten. Die Verkäufer haben von den zu verkaufenden Sorten so viel mitzu- bringen, daß sie jedem Käufer einige Exemplare als Muster mittlerer Qualität besten, was er zu erhalten hat, übergeben können. Das Comit6 weist den Verkäufern Plätze an und stellt auf Wunsch Abschlußscheine auS. Es werden weder Standgeld noch sonstige Kosten erhoben. Darmstadt, den 1. October 1877. 5534) Obstbausection des (Hartenbauvereins. Geschäfts - Eröffnung. 5633) Hierdurch beehre mich, einem geehrten Publikum Gießens und der Umgegend die ergebene Anzeige zu machen, daß ich seit dem Heutigen eine Ochsen- u. Schweine-Metzgerei errichtet habe, und wird es mein Bestreben sein, durch reelle und pünktliche Bedienung das Vertrauen meiner geehrten Abnehmer zu erwerben. Meine Wohnung befindet sich im Freund'schen Hause, vis-ä-vis Herrn Kaufmann Kurz, Neustadt. Sauter. Schneider. Mchästs-ErössniMjj. Mein seit dem 1. d. M. in dem Hause des Herrn C. Lotb^ Brandgafse, eröffnetes Cigarren--, Tabak- und Specereigeschäft empfehle ich unter Zusicherung reeller Bedienung hiermit bestens. Achtungsvoll 5586)_______ Carl Roloff. Die städtische Baugewerkschule zu Idstein, Reg.-Bezirk Wiesbaden, Station der neuen Main-Lahn-Bahn (Frankfurt a. M. — Idstein — Limburg a. d. Lahn), a) Schule für Baufach, > jede Abtheilung aus 4 Klaffen b) Schule für Maschinenbau i bestehend, eröffnet ihr Wintersemester am 6. November d. J. Anmeldungen nimmt entgegen und übersendet auf Verlangen das Programm Der Director 5422) Baumbach. Corned Eeef (amerikanische Rinder-Roulade) Beef Tongues „ Ochsenzungen) empfiehlt (5467 GgJVilh Weidlff. Wiiheim.i: r-e Die soeben erschienene Nr. 52 xe enthält: 3 ' Die beiden Marien. Roman von Alexander Römer. (Schluß.) — Unter nördlichen Breiten. Ein Erlebntß aus dem Seeleben. Von Bernhard Wagener. — Brigham Aoung, der Mormonenprophet. V^n Moritz Busch. — Am Familientische: Ein gefährlicher Gast. Mit Ortginalzeichnung von F. Ortlieb: Auf Urlaub. — E>n Sex teit. Mit dem Bilde ocn C. Beckmann: Der Minne Sold. — Zur LebenSgesch'chte eines Vielbesprochenen. Von Dr D. Brauns. Mit einer Beilage. Zu Bestellungen empfiehlt sich: die Ferber'iche Univ.-Buchhandlun). E- Heinemann, I. Ricker.______ 5575) Ein Kellner gesucht auf den Lahnstein. 4 .89) An- und Verkauf von getragenen Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Bctlen, Gold unb Silber, außer Cours gesetztem Gelde, alten Oelgemälden, Anti- quttSten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren,. Werg, Möbeln rc. bei Louis Rothenberger, Nuenweg 193, neben dein „Gasthaus zum Löwen. 20 tüchtige Aiionnenten- sammier gegen hohe Prov'sion auf neue Werke mit zugfäbigen Prämien gesucht. 3. Erpel!, 5414) Ecke der WildelmSstraße. Der heutigen Nummer liegt eine „Beilage" der Gebr. lIe*Ne< in Frankfurt a. M. bei. VeramworUtche Redactton: A. Schcyda. — Druck un> 88erlag der Brühl'fchen Univ «Druckerei (Br. Ehr. Vietichr in ffiteiun