Mo. 1&6. Dienstag, den 10. Juli 187». Kichener Myciger Anflige- und AmtsMt für Le» Kreis Gieße». Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. AotiLischer HßeiL Zur allgemeinen politischen Lage. Die Ruffen setzen ihre Operationen an der Donau mit großer Energie fort. Auf den Uebergang ihres linken Flügels an dem unteren Ufer ist der ihrer Hauptarmee an der mittleren Donau alsbald gefolgt, und die verhält- nißmäßig geringen Opfer, welche ihnen derselbe bei der fast unglaublichen Schlaffheit der Türken gekostet, lasten darauf schließen, daß sie auch fernerhin mit Erfolg vordringen werden. In der That wird denn auch schon gemeldet, daß sie Tirnowa in ihre Gewalt gebracht hätten. Die rasche Einnahme dieser alten Hauptstadt des Landes, in welcher die Bulgaren ihre Zukunftsträume verkörpert sehen und welche wegen ihrer Lage an den Abhängen des Balkan einen wichtigen Stützpunkt zur Ueberschreitung dieses Gebirges bildet, ist so- wohl vom politischen, wie vom strategischen Gesichtspunkte von hoher Bedeutung und drückt dem Unternehmen der Rusten sichtlich den Stempel des Gelingens auf. Die Befreiung der Bevölkerung vom muselmännischen Joch, welche Kaiser Alexander bei der Ueberschreitung der Donau in einer feierlichen Proklamation an die Bulgaren als ein Ziel des Krieges hingestellt hat, wird bald eine vollendete Thatsache sein. Unter diesen Umständen begreift es sich, daß in Konstantinopel trotz der Vortheile, welche die türkische Armee dem Anscheine nach augenblicklich in Klein-Asien davongetragen hat, eine gewaltige Bestürzung herrscht und man dort schon von Friedens-Unterhandlungen zu sprechen anfängt. Mit dieser Aussicht auf einen kurzen Verlauf des Krieges verstärkt sich aber auch gleichzeitig die Hoffnung auf eine fernere Localisirung destelben. In Oesterreich hat sich seit den letzten Parlaments-Verhandlungen über die orientalische Frage ein merkwürdiger Umschwung der öffentlichen Meinung vollzogen. Selbst in Ungarn denkt man, seitdem der Abgeordnete Kaüay im Unterhause auf Grund seiner Erfahrungen während eines langjährigen Aufenthaltes in der Türkei erklärt hat, daß die türkische Wirthschaft nicht mehr aufrecht zu erhalten sei, nicht mehr daran, den Türken gegen die Rusten zu helfen. Im ganzen Kaiserstaate bricht sich vielmehr die Ansicht immer allgemeiner Bahn, daß man sich eine Gebietsvergrößerung, wenn es bei dem voraussichtlichen Zusammenbruch des osmanischen Reiches nicht anders gehe, gefallen lasten müffe. Die Regierung hat in Folge desten vollkommen freie Hand zu einer etwaigen Action bekommen, hat sich auch schon zum Eintritt in dieselbe bereit gemacht. Sie scheint indeß vor der Hand noch neutral bleiben und ihr Gewicht erst dann in die Wagschale der Entscheidung werfen zu wollen, wenn es sich um die Festsetzung der Friedensbedingungen handelt. Aus dieser Haltung Oesterreichs geht klar genug hervor, daß es im vollen Einverständniß mit Rußland und Deutschland handelt. Ebenso wenig ist von England eine Störung des Weltfriedens zu befürchten. Die britische Regierung hat zwar den Donauübergang der Rusten mit der Rücksendung ihrer Flotte nach der Besikabai beantwortet. Aber daß auch sie nicht ernstlich daran denkt, den Rusten mit Gewalt entgegenzutreten, ergibt sich schon aus dem Umstande, daß sie es bisher unterlasten hat, einen Extracredit zu außerordentlichen militärischen Maßregeln zu fordern. Gladstone sorgt gleichzeitig dafür, die öffentliche Meinung gegen einen solchen Schritt der Regierung einzunehmen, und Grand Duff wagt es schon, zu erklären, England müsse, wenn es nicht gelinge, ein neues byzantinisches Reich zu gründen, Aegypten und Creta für sich nehmen, um sich den Weg nach Indien zu sichern. Das englische Cabinet wird daher nicht umhin können, wie bisher, so auch fernerhin der öffentlichen Meinung des Landes nachzugeben, das Bleiben der friedfertig gesinnten Minister Salisbury und Derby spricht auch deutlich genug für fernere Beobachtung einer friedlichen Politik. Zieht man neben dieser Haltung Englands und Oesterreichs noch die fortdauernden Vermittelungs-Bestrebungen der deutschen Reichsregierung in Betracht, so bleibt die Hoffnung, daß der Weltfriede durch den wetteren Verlauf der orientalischen Krisis nicht werde gestört werden, nach wie vor wohl begründet. Leider lauten die Nachrichten über die Absichten der französischen Regierung noch immer höchst beunruhigend. Wie es scheint, hat der Papst durch den Cardinalerzbischos Gutbert von Parts einen förmlichen Pact mit dem Marschall Mac Mahon geschloffen, wonach dieser sich gegen die Unterstützung des Vaticans bei den Wahlen zur Wiederherstellung der weltlichen Herrschaft deS Papstes und einer Bekämpfung Deutschlands verpflichtet hat. Die gleißneri- schen Versicherungen der französischen Regierung über ihre friedfertigen Absichten, wie sie neuerdings von ihrem Botschafter in Ems gegeben werden, vermögen uns natürlich, da sie nur für den Augenblick Geltung haben, über die Zuknnft nicht zu beruhigen. So bleibt denn der politische Horizont, während er sich tm Osten trotz alles Pulverdampfes mehr und mehr ausklärt, im Westen leider noch immer trübe. Aeutschland. Darmstadt, 7. Juli. Von den Städten im Großherzogthum, auf welche die Städteordnung Anwendung findet, find im Jahre 1877 an Commu- nalsteuern ausgeschlagen worden auf den Gulden Communalsteuer-Capital: Mainz 40,2 H gegen 34,2 H in 1876, Darmstadt 39,960 „ „ 40,2 „ „ „ Offenbach 30,336 „ „ 30,224 „ „ „ Gießen 30,632 „ „ 32,504 „ „ „ Worms 45,168 „ „ 41,358 „ „ „ Während also Darmstadt, Offenbach und Gießen in der Lage waren, die Communalsteuern in Etwas zu ermäßigen, haben sich Mainz und Worms zu nicht unbeträchtlichen Erhöhungen genöthigt gesehen, was bei erstgenannter Stadt jedenfalls eine Folge der durch die Stadterweiterung verursachten Kosten ist. Darmstadt, 8. Juli. Das Großh. Regierungsblatt Nr. 35 enthält die Rechnungsablage über die Verwendung der für das Jahr 1874 in dem Großherzogthum ausgeschriebenen Brandentschädigungs-Beiträge. — Das Hofgericht bestätigte das Urtheil des Bezirks-Strafgerichts, wonach der bekannte socialistische Agitator Schuhmacher Wolf von Mülheim wegen Gotteslästerung und Beleidigung des Reichskanzlers zu 6 Monaten Ge- fängniß verurtheilt wurde. Caffations-Recurs ist bereits eingelegt. Berlin, 6. Juli. Der Kaiser empfing am 4. Juli in Ems den türkischen Botschafter Sadullah-Bey in Privat - Audienz. Derselbe überreichte das die Abberufung Edhem Pascha's notifictrende Schreiben des Sultans und sein Beglaubigungs-Schreiben. Als Vertreter des auswärtigen Amts war der Geh. Legationsrath v. Bülow bei der Audienz zugegen. Berlin, 7. Juli. Fürst Bismarck ist heute Morgen nach Varzin abgereist. Gestern empfing derselbe den englischen Botschafter. Halberstadt, 7. Juli. In dem Sudenburger Gründer-Proceß sprach das Appellations-Gericht nach zweitägiger Verhandlung sämmtliche Angeklagte von dem Vergehen des Betrugs frei, verurtheilte dieselben jedoch wegen Vergehen gegen das Actiengesetz, resp. Verschleierung der Bilanz zu je 1500 Mk. Geldstrafe. Hesteneich. Wien, 7. Juli. Die ungarische Quoten - Deputation constatirte in ihrer Abend-Sitzung die Resultatlosigkeit der Verhandlungen beider Sub-Comit6s, nachdem auch sie ihren Standpunkt in Betreff der Zoll-Restitutionen festzuhalten beschloffen hatte. In diesem Sinne wird morgen, ohne daß ein Bruch pro- clamirt würde, das Nuntium an die österreichische Deputation abgeben. Bezüglich des Vorbehaltes der österreichischen Deputation wegen Erhöhung der bestehenden und Einführung neuer Zölle hofft man ein Expediens zu finden. Beide Deputationen werden nunmehr an ihre beiderseitigen Legislativen berichten, denen die Entscheidung zusteht. Wien, 7. Juli. Die „Abendpost" schreibt: Die englischen Blätter beschäftigen sich lebhaft mit der Frage der Gemeinschaft der Interessen zwischen Oesterreich-Ungarn und England, und wir glauben insofern von den betr. Ausführungen Act nehmen zu sollen, als sie im Wesentlichen auf dem Satze beruhen, daß diese Interessen in erster Linie Friedens-Jntereffen sind. Pesth, 7. Juli. Der Reichstag ist bis zum 15. d. vertagt worden. Pesth, 7. Juli. Der Abzug der gegen Montenegro verwendeten türkischen Corps bezweckt, für eine spätere Besetzung Bosniens durch Oesterreich Raum zu schaffen. Salzburg, 7. Juli. Im Schloß Hellbrunn werden Vorbereitungen zu der in der zweiten Hälfte des Juli erwarteten Zusammenkunft der Kaiser von Oesterreich und Deutschland getroffen. Araakreich. Paris, 6. Juli. Die Panzer-Corvette „Reine Blanche" ist gerettet und wieder flott gemacht und nach Toulon zurückgebracht worden. Der Präsekt von Marseille hat sieben Vereine geschloffen. Belgien. Brüssel, 6. Juli. Kammer-Sitzung. In Betreff der kürzlich auf Ver- anlaflung des katholischen Pfarrers zu Anthee erfolgten Verhaftung eines protestantischen Geistlichen durch einen Gensd'armen erklärte der Justiz-Minister, der Gensd'arm sei suspendirt worden. Nach einer weiteren Interpellation Jan- son's über die Ausweisung Jourde's, des früheren Finanz-Ministers der Pariser Commune, nahm die Kammer eine das Verfahren des Ministers billigende Tagesordnung mit 74 gegen 14 Stimmen an. 17 Deputirte enthielten sich der Abstimmung. — General Grant mit Familie ist heute hier angekommen. Brüssel, 7. Juli. Die Repräsentanten-Kammer hat nach lebhaften Debatten das Wahl-Reform-Gesetz definitiv angenommen. Beinahe die ganze Linke stimmte dagegen oder enthielt sich der Abstimmung. Der orientalische Krieg. Wien, 6. Juli. Der Stillstand der russischen Action an der Donau beruht auf Verpflegungs-Schwierigkeiten. Rumänien ist ausgesogen. Die Vorräte sind nunmehr aus größerer Entfernung herbeizuschaffen. Einzelne russische Heerestheile blieben bereits 24 Stunden nahrungslos. — Ungarische Blätter signalisiren neuerdings eine baldige Actton der österreichischen Monarchie. H. Werner. ein Mißtrauensvotum- Gießen, den 6. Juli 1877. Missions-Mitglieder die Absicht der Bürger nicht erfüllt werden konnte, und zweitens, um die Petition der Anwohner der Reichensand-Bahnhofsstraße, vor das Forum d-r Oeffentlichkeit zu bringen. Dieses lag im Interesse einer bestimmten Anzahl Mitbürger owohl als des Herrn Krausgrill. Herr Katz war nicht für diese Berufung, weil er der Ansicht war, alles Material müsse bis unmittelbar vor die Ersatzwahlen der Stadtverordneten aufgcspart werden. Da ich durchaus nicht etnsehen konnte, was das alles mit der Stadtoerordneten- Wahl zu thun haben dürfte, eine Bürgerversammlung aber unumgänglich nothwendig war, und ein anderer eine solche nicht einberufen wollte, kam ich einfach einer Pflicht meinen Mitbürgern gegenüber nach, und einem Wunsche mehrerer Commissions-Mitglieder, wegen dem vorgeschrittenen Bau des Krauszrill'schen Hauses, als ich die Versammlung etnberief. Herr Katz war davon in Kenntntß gesetzt, es hatte demselben das Material zur Durchsicht Vorgelegen; unter anderem eine von mir im Auftrag der erwähnten vier Commissions-Mitglieder ausgearbeitete Resolution, worüber sich derselbe privatim befriedigend äußerte. Es wurde Herr Katz gefragt, ob er den Vorsitz übernehmen wollte und von mir angenommen, daß Herr K. denselben übernehmen würde. In der Versammlung erklärte Herr K- nun, den Vorsitz nicht annehmen zu wollen, dle Resolution für werthlos, das Material unzulänglich und die Commission für beschlußunfähig. Wenn sich nun über verbreitete Verdächtigungen beklagt wird, so erkläre ich damit nichts zu thun zu haben, denn ich halte mich nur an Thatsachen und dieses sind keine Verleumdungen. Um aber eine Probe der Consequenzm zu geben, wollen die verehrltchen Mitbürger, für deren öffentliche Interessen auch ich ein Herz habe, über Folgendes urthetlen: Man spricht öffentlich Uder eine Stephansmarkpartei im Stadt- oerordneten-Collegtum, hält aber die stenographische Aufnahme der Verhandlung für Das Tonnen-Abort-System. Wie viele Jahre haben sich die Sachverständigen im Interesse der größeren Städte und der Lanowirthschaft gestritten, ob das Abfuhr-System, oder das Schwemm- canal-System zweckentsprechender sei. Es hatte den Anschein, als ob die Anhänger oes Canal-Systems die Oberhand gewinnen würden, und so werden denn wirklich in mehreren größeren Städten Schwemmcanäle hergestellt. Aber die Erfahrung ist der beste Lehrmeister, und so dürfte denn in nicht allzuferner Zett das Canalisations-Fieber ausgetobt, und das nachfolgende Siechthum der städtischen Finanzen, sowie die lauten Proteste denkender Landwtrthe gegen die mit dem Schwemmsystem verbundene Dünger- oerschwendung u. s. w. dem Abfuhrsystem die ihm gebührende Anerkennung verschafft haben. Es ist bemerkenswerth, daß in jüngster Zeit der Stadt Cöln zur Anlage von Schwemmcanälen zwecks Ableitung der Fäcalstoffe die Eclaubniß vom königl. pceuß. Ministerium nicht ertheilt wurde. Die Abfuhr wird bedingt: Bei der Anlage von Abtrittsgruben; Beim pneumatischen (Liernur'schen Röhren-) System; Bei der Anordnung von Tonnen. Was die Grubenanlage betrifft, so ist nicht zu verkennen, daß diese für den Hausbesitzer manches Bequeme hat. Allein die Fäcalten werden durch die längere Ansammlung und der dadurch bedingten Zersetzung für die Landwirthschaft weniger werth, weil ein großer Thetl des werthvollen Stickstoffes dadurch verloren geht. Auch ist es bekannt, daß durch das längere Lagern der menschlichen Auswurfstoffe eine sich ftetS steigernde Entwicklung gesundheitsschädlicher Gase stattstndet, welche in die Wohnräume eindringen, und, wie die Erfahrung lehrt, auch nicht durch Wasseroerschlüsse aus Denselben vollständig abgehalten werden können. Und wer bürgt dafür, daß auch die besthergestellte Grubenmauerung auf die Dauer dicht bleibt? Welchen Eindruck das Auspumpen des Gruben-Jnhaltes vermittelst der bekannten Latrinenpumpe auf unser Geruchorgan macht, dürfte Jedem bekannt sein. Die deutsche landwirthschaftliche Presse sagt in einem Aufsatze über das Grubensystem unter anderem Folgendes: Das lange Verweilen der Fäcalstoffe in den Gruben macht dieses System auch in sanitärer Beziehung zu einem schlechten. Es steht das Grubensystem der Tonnenabfuhr unbedingt nach, und erfüllt die sanitäre Aufgabe der Abfuhr gar nicht, die wtrtbschaftltche und öconomische nur thetlwetse. Das Lternur'sche Röhrensyftem dürfte in landwirthschaftlicher, wie in sanitärer Beziehung allen Anforderungen entsprechen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß die Auslagen, welche für Herstellung der Straßenreserooirs, Magistralrohre und sämmtliche zum Betrieb gehörende Apparate, pro lfde. Meter Straßenlänge nach Liernur's eigenen Angaben 28 JL betragen, wobei die Hausanschlüsse und Aborteinrichtungen nicht mit einbegriffen sind. Jedenfalls werden durch eine solche Anlage die Finanzen der Stadt stark in Anspruch genommen. Die einfachste und auch billigste Einrichtung ist das Tonnen-Abfuhrsyftem. Es werden hierbei Tonnen unter die Abfallrohre der Abtritte gebracht, und werden dieselben in kühler Jahreszeit zum Mindesten alle acht Tage, in der wärmeren : Jahreszeit jedoch häufiger ihres Inhaltes entleert. Die Größe der Tonne ist so bemessen, daß solche gefüllt, von 2 Mann auf kurze Strecken getragen werden kann. Die Tonne erhält hierbei etwa 120 Liter hohlen Raum, und reicht dieser hin, um die Excremente von 10 Personen nebst dem zur Reinhaltung erforderlichen Spülwassers auf eine Woche zu fassen. Da, wo es sich als nothwendig erweist, werden 2 Tonnen unter ein Abfallrohr gestellt und mit einander gekuppelt. Hierbei ist die Einrichtung so getroffen, daß sich erst eine Tonne vollständig füllt, sich dann selbstthätig in einfacher Weise abschließt, worauf die 2. Tonne in Benutzung genommen wird. Benutzen nun mehr als 20 Personen eine solche gekuppelte Anlage, so würde die Entleerung in ver- hältntßmäßiger kürzerer Zeit erfolgen müssen. Die Umwechslung erfolgt dergestalt, daß, sobald die gefüllte Tonne entfernt und geschlossen, eine leere und gereinigte Tonne sogleich wieder untergestellt wird. Zu einer einfachen Anlage gehören somit 2 Stück, zu einer gekuppelten 4 Stück Tonnen. Die Abholung kann zu jeder Tageszeit erfolgen. Die gefüllten Tonnen werden nun außerhalb der Stadt an geeigneter Stelle entleert, und der Inhalt in der Regel mit , Kehricht und Asche vermengt. Es entsteht so ein Compostdünger, der bei erfolgter Reife ’ eine außerordentliche Wirkung hat. Daß die unoermlschten Fäces im Allgemeinen ein ; schlechtes Düngmittel sind, auch physikalisch weder dem Sand- noch dem Lehmboden : zusagen, ist durch die Erfahrung längst erwiesen. Die entleerten Tonnen werden gereinigt in einem verschließbaren Schuppen auf- 1 bewahrt, so lange, bis durch die Umwechslung ihr Gebrauch bedingt wird. 1 Die Tonnen sind so gebaut, daß der obere Deckel abnehmbar ist. Hierdurch sind , dieselben leichter und sicher zu reinigen, bequemer zu repirtren und in gutem Anstrich Eingesandt. Die Rümmer 151 des Gießener Anzeigers vom 4. d. Mts. brachte eine Rechtfertigung über die Ablehnung des Vorsitzes des Herrn Katz in der Bürgeroersammlung vom 27. Juni. Es kann nun nicht meine Sache sein, nachzuweisen, baß Herr Katz zur Uebernahme deS Vorsitzes verpflichtet war, es hieße dieses einen Druck ausüben', und das liegt mir fern. Wohl aber zwingen mich die Motive, welche für Herrn Katz angeführt werden, zu folgender Erklärung. Von der Bürgerversammlung am 1. Juni wurde eine Commission gewählt zur Sichtung deS eingebrachten event. noch zu erlangenden Materials, bestehend aus sieden Personen. Diese Commission hielt am 7. Juni ihre erste Sitzung, in welcher Herr K. als Vorsitzender fungtrte. Schon in dieser Sitzung fehlte ein Mitglied der Commission. Als dringend zu erledigender Gegenstand lag eine durch mich eingebrachte Petition der Bewohner der Reichensand- Bahnhossstraße wegen dem Bau des Krausgrill'schen Hauses. Die Commission entschied sich mit Majorität dafür, daß diese Petition nebst einem Begleitschreiben der Commission der Stadtoerordneten-Versammlung oorgelegt werden sollte. Die nächste Commissions- Sitzung wurde auf den 21. Juni festgesetzt, zwecks weiterer Prüfung des Materials. Am 21. Juni erschienen nur vier Mitglieder, worauf dieselbe für beschlußunfähig er- flart wurde. In einer nochmaligen von diesen vier Mitgliedern anberaumten Sitzung erschienen nur zwei. Als Veranlasser der ersten BÜrgervelsammlung, glaubte ich, daß mit (Einberufung einer nochmaligen nicht gezögert werden durste, um erstens, Mitthei- lung über den Stand der Commission zu geben, weil durch das Verhalten der Com- Berwischtes. Darmstadt, 6. Juli. Man erzählt uns von einem sonderbaren, vor einigen Tagen hier abgeschlossenen Handel. Ein erst vor Kurzem verhelratheter Diener, der aber seine junge Frau nichts weniger als gut behandelte, erbot sich einem Arbeiter sein ganzes Mobiliar und seine Frau dazu für 100 JL zu verkaufen. Der Arbeiter ging daraus ein, zahlte den verlangten Betrag und empfing schriftliche Quittung über den vollzogenen Handel und die schriftliche Erlaubniß sich mit der Frau des Verkäufers zu verehelichen. Letzterer verschwand nach Empfang des Geldes aus hiesiger Stadt. Mainz, 5. Juli. Die über daS Befinden des Bischofs v. Ketleler von Burghausen eingehenden Prioat-Nachrichten lassen auf den bedenklichen Zustand des Kranken schließen. Die nun fast drei Wochen dauernde Krankheit hat den Character eines gefährlichen Zehr-Flebers angenommen. Der mit 90 bis 100 Schlägen gehende Puls und die auf + 38° gestiegene Temperatur des Körpers lassen auf das Herannahen der Herz-Paralyse schließen. (+ 39« C. gelten als höchst bedenkliche, 43« C als todtliche Temperatur.) Besuche (auch die von hier abgegangenen) konnte der Bischof nicht empfangen. Wiesbaden, 3. Juli. Ein Monstreproceß wegen Kindesmord rc. hat gestern vor dem Schwurgericht begonnen, welcher mehrere Tage unter Ausschluß der Oeffentlichkeit in Anspruch nehmen wird. Nicht weniger als 11 Personen, darunter Ehefrauen, Wtttwen und ledige Frauenspersonen sind eines durch Art. 218 des Str.-G.-B. mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren bedachten Vergehens angeklagt. Eine Angeklagte ist kurz vor Beginn der Sitzung im Gcfängniß gestorben. Sechs weitere Personen sind angeklagt der Beschaffung und der Anwendung von Mitteln zur Begehung dieser Verbrechen, der Beihülfe und des Mordes bezw. der Begünstigung solcher Verbrechen. Mannheim, 4. Juli. Eine Brodvisitation, welche gestern Seitens der Polizei bet den hiesigen Bäckern vorgenommen wurde, lieferte das bemerkenswerthe Ergebniß, daß bei einer namhaften Anzahl von Bäckern größere Quantitäten mtndergewichttgen Braves aufgefunden worden, in Folge dessen eine (hoffentlich exemplarische!) Strafe die betr. Bäcker treffen wird. — (Sandregen.) In Rom fiel am 22. v. M. Nachmittags ein reichlicher Sandstaubregen. Der Siroccowind hatte aus Afrika herüber dichte Staubwolken gebracht, die um 4 Uhr Nachmittags die Sonne wie einen blassen Mond erscheinen ließen. An manchen Orten fiel der Staub mit Wasser vermischt in Schlammtropfen nieder. Der Astronom Pater Seccchi schreibt über die in Rom beobachtete Erscheinung im „Osser- vatore Romano" vom 23. d.: „Viele werden gestern erstaunt gewesen sein, die Sonne verblaßt und einem Monde von grünlicher Silberfarbe ähnlich gesehen zu haben. Diese Erscheinung ist nicht selten, wenn leichter Staub aus den afrikanischen Wüsten unsere Luft erfüllt. Ein solcher Staub lag auch gestern Abends und heute Früh reichlich auf den Blättern der Pflanzen; er besteht in den kleinen Rückständen, welche der gestern gefallene Schlammregen hinterließ. Der heute im Observatorium auf dazu bestimmten polirten Platten gesammelte Staub hat die gewöhnliche Ziegelsteinfarbe und ist mit Pflanzenbestandtheilen gemischt. In Neapel war, wie wir telegraphisch erfuhren, die Luft auch so neblig, doch fand nur ein mäßiger Ausbruch des Vesuvs statt und fiel keine Asche. Eine eben eintreffende telegraphische Meldung sagt, daß der Vesuv heute wie gestern und vorgestern große Massen von Rauch ausstößt."______________________ Wien, 6. Juli. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad: Es geht das Gerücht, daß eine Minister-Krisis bevorstehe, weil die Skupschtiua entgegen dem Willen des Cabinets die Wahl der Führer der Conservativen Milutin und Garaschanin verificirt hat. Rarko Älimpits hat seine Entlassung als General gegeben und wurde zum Delegirten bei der Skupschtina ernannt. Das vorjährige Gesetz über das Moratorium für die durch den Krieg heimgesuchten Kreise wurde bis 7. November 1878, für die übrigen Landeskreise bis 7. November 1877 prolongirt. Fürst Milan kehrt heute nach Belgrad zurück. — Dieselbe Correspondenz meldet aus Ragusa: Die Truppen Suleiman Pascha's und Ali Saib's marschiren größtentbeils gegen Skutari und Antivari ab und werden anscheinend theils nach Thesialien, theils an die Donau befördert werden. Die Herzegowina, Albanien, sämmtliche türkischen Forts und Blockhäuser sind mit Proviant versehen. Ein kleines für die Defensive genügendes Corps bleibt unter dem Befehle Mehemed Ali's zurück. — Die „Presse" meldet aus Bukarest: Das russische Hauptquartier wurde heute nach Sistowa verlegt. Der Czar besuchte am 5. d. Mts. zum dritten Male Sistowa, von der Bevölkerung mit Blumenspenden jubelnd begrüßt. In Sistowa ist bereits eine neue Verwaltung organisirt. Bukarest, 6. Juli. 120,000 Ruffen haben die Donau bei Sistowa passirt, darunter 20,000 Mann Kavallerie und 250 Geschütze incl. Belagerungs- Geschütze. Ungefähr 80,000 Mann stehen bei Turnu-Magurelli und Simnitza. Großfürst Nicolaus mit General Jgnatieff und dem Generalstabe setzte gestern über die Donau und verlegte sein Hauptquartier nach Sistowa. Die bei Sistowa in Bulgarien eingerückte russische Armee ist in drei Corps eingetheilt. Das Haupt-Corps rückt auf Rustschuk vor, das zweite nach dem Balkan und das dritte gegen Nikopolis. Die Rusten stellten den Juden und Griechen keine Pässe aus. Konstantinopel, 6. Juli. Der Minister des Auswärtigen telegra- phirte an die Vertreter der Pforte im Auslande: Unsere Militär-Commandanten in Asien telegraphiren, daß die Rusten, von unseren Truppen vollständig geschlagen, Sarikamisch geräumt und sich, von unseren Truppen verfolgt, weiter zurückgezogen haben. Mukhtar Pascha hat sein Hauptquartier vorgeschoben. In den Kämpfen der Division Alaschgert bei Karakilista, welches die Division jcht inne hat, wurden die Russen unter beträchtlichen Verlusten geschlagen. Auf dem Rückzüge folgten ihnen 700 Wagen mit Verwundeten. Wien, 7. Juli. Meldung des „Tageblatts" : Belgrad, 6. Juli. „Bosna" meldet: Im Vitogara-Gebirge fanden Kämpfe mit den Insurgenten statt. Fünfzig Insurgenten blieben tobt und wurden Reitpferde, Vieh und Munition verloren. Auf türkischer Seite wurde ein Officier verwundet. Auch im Jazaz- Bezirke wurden die Insurgenten geschlagen. Die türkischen Beamten im Sandschak von Banjaluka verübten große Ungesetzlichkeiten. Die Christen erhoben bei dem Gouverneur Klagen und forderten Abhülfe. zu erhalten. Die Abfuhr erfolgt zur bestimmten Zeit von einem dazu verpflichteten Unternehmer, der die Kosten der Abfuhr vorerst vom Tonnenbesitzer erhebt. Die Einrichtung des Tonnen-Abfuhrsystems hat sich in schon vielen Städten ganz vorzüglich bewährt. Es hat auch die Stadt Gießen zwecks Einrichtung der Tonnen- Aborte in den sogenannten Winkel diejenigen Mittel bewilligt, welche zur Sicherstellung der Abfuhr zu jeder Jahreszeit, und Werthbarmachung des Faces erforderlich sind, nachdem vorher diese Angelegenheit sorgfältig geprüft, die für den hiesigen Ort vorge- schlagene Tonnen-Construction besichtigt und für zweckmäßig erkannt worden war. Es ist somit der erste Schritt zur Einführung des Tonnensystems in der Stadt Gießen geschehen, was mancher Hausbesitzer gewiß mit Freuden begrüßen wird. Den Landwirthen in der Umgegend dieser Stadt kann diese Einrichtung vom besten Nutzen sein, da denselben eine Quelle werthvoller Dungstoffe gesichert ist, was namentlich für den kleineren Landwlrth von der größten Wichtigkeit ist. Für die Vorsteher der landwlrthschaftlichen Local-Vereine dürfte es sich daher empfehlen, diese Angelegenheit näher zu erörtern, und wird die Stadt Gröningen in Holland über die feit einer Reihe von Jahren gemachten Erfahrungen über den Dung- werth der Fäcal-Composte gewiß zuverlässige Auskunft ertheilen, falls irgend welche Zweifel noch obwalten sollten. B— SchiffMbericht. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in Gießen. Newyork, 7. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Main, Capt. G. Reichmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 23. Juni von Bremen und am 26. Juni von Southampton abgegangen war, ist gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen. Handel und Verkehr. Mainz, 6. Juli. (Marktbericht.) Auf dem heutigen Markte!waren die-Preise Hafer — Im Großhandel wenig Geschäft. Fremder Weizen X 27 50, Französisches *°rn ^rÄrT7n^li.%l hmti^H^u.^tr°h-Markt war ziemlich befahren ggteüAar isaaM stAtt tue Erbsen, geschälte (per 100 Kil.) 28—30 x, ganze Erbsen 24—26 x Bohnm, weiße 23—26 X Linsen 34—38 3t Ochsenfleisch per Pfd. 70 Rindfleisch 55-60 Schweinefleisch 75—80^, Kalbfleisch 60-70 Hammelfleisch 50—63 Wiesbaden, 7. Juli. Neue Kartoffeln per Ktlogr. (höchster Preis) 40 (niedrigster Preis) 32 Butter per Ktlogr. (h. Pr) X 3 —, (n. Pr.) X 2.40. Eier per 25 Stück (h. Pr.) X 1.50, (n. Pr.) X 125, Gemtschtbrod per Ktlogr. (h. Pr ) 43 3», (n. Pr.) 43 A, Schwarzbrod (Langbrod) per 2 Kil. (h. Pr.) 62 X (n. Pr.) 56^, Schwarzbrod (Rundbrod) per 2 Kil. (h. Pr.) 54 (n. Pr ) 51 Ochsenfleisch von der Keule per Kilogr. (h. Pr ) X 140, (n. Pr.) X 1.32. Rindfleisch (h. Pr.) X 114. (n. Pr.) 3t 1.8. Schweinefleisch per Kil. (h. Pr.) X 1.38, (n. Pr.) X 1.38. Kalbfleisch per Kil. (h. Pr.) X. 1.38, (n. Pr.) X 1. Hammelfleisch per Kil. (h. Pr.) X 138, (n. Pr.) X 1. Dörrfleisch per Ktlogr. (h. Pr.) X 172, (n. Pr.) X 1.60. 5. 50 M rc. 2C. Ättr tjeft» Beachtung pfehle bestens. Emil Elschbach 603 156 225 57 500 300 100 100 500 1000 ir tr V XI 4. 25 5. 50 8. 50 1. 50 n H II n I I II 3843) Ein in einer Nebengasse belegenes kleines Wohnhaus mit Hintergärtchen, Hof, Hinterhaus und 5 Familtenwohnungen ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 606 vorm. Dorf, Acker, 237 zwischen Herrschaft!. Garten u. Bettenhäuser Weg, 1756 Acker auf der Halle, 650 Acker auf den Pfühlen, Etage auch bewohnter Häuser auszustellen und durch einfaches Anzünden einer Gasflamme sofort in Gang zu setzen. Gothaer Cervelatwurst, prima Qualität, empfiehlt 3361) Gg. Wilh. Weidtg. Regen- und Sonnenschirme, Bänder in allen Farben und Breiten, Moire-, Luster- und Leinen-Schürzen für Damen und Kinder, wollene, Cachemir- und Eiswolltücher, Kragen und Manschetten zu außerordentlich billigen Preisen. 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Die Gläubiger des Ludwig Wagner von Groß-Linden, dessen Vermögen überschuldet ist, werden zur Anmeldung chrer Forderungen uud zum Zweck eines Aran- gements auf: _ Montag den 30. Juli l. I., Vormittags 9 Uhr, -mit dem Anfügen geladen, daß von dm Ausbleibenden Beitritt zu den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger unterstellt werden wird. Gießen, am 26. Juni 1877. (3758 Grotzherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher, Gebhardt, Stadtrtchter. Stadtg.-Assessor. Cdictaltadung. Eigenthums- oder sonstige dingliche Ansprüche an nachbenannte Immobilien, die veräußert wurden und deren Erwerb urkundlich nicht nachgewiesen werden kann: Paar Damenzugstiesel in Kid, Chagrain oder Wichsleder ä «X. 7. 50 H „ Damenzugstiesel in Lasting auf Rahmen u. mit Absatz 3583) Engliches verzinktes Drahtge ■ ■ flecht für Hühnerhöfe und Spaliere in , , verschiedenen Breiten empfiehlt I. G. D. B a p st. 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D. 32. p> B w CO B'g- Ginladung. 3847) Donnerstag den 12. Juli, Nachmittags 2 Uhr, findet in Fest der Wiedereröffnung desRettungshauses für Mädchen stall. Festprcdiger: Pfarrer Schlosser aus Frankfurt und Pfarrer Werner aus Darmstadt. Alle Freunde der Anstalt sind zur Feier berzlicb eingeladen. Der Vorstand. kZ Stellenlose Leute, welche Lust zum Hausiren haben, kön- I nen mit dem sehr leichten Verkaufe eines neuen, in jeder Haus- । Haltung brauchbaren Artikels täglich 5 bis 10 Mark verdienen. Offerten eub J. G. 3666 befördert Rudolf Mosse, Berlin SW. der berühmten „Sachsen. Näheres im morgen erscheinenden Anzeiger. * g w P cv c2 I a ^6 ’S 5L a 5 H- S Spar- und VeihKafle ;u Hungen. 3848) Die Generalversammlung der Actionäre der Sparund Leihkaffe zu Hungen hat beschlossen, daß alle Einlagen vom !♦ Juli d. I. an mit 4f/2 Procent verzinst werden sollen. Hungen, den 8. Juli 1877. Der Vorstand der Spar- und Leihkaffe zu Hungen. I. A.: Jockel, Secretär. Philadelphia 1876. Grosse Bronce-Medaille. so wie vieler anderen Kaiser!., König]., Prinz!., Fürst!, etc. Höfe. Ein Theelöffel voll meines „Bo onekamp of Maag- Bitte r“ genügt für ein Glas von 1/3 Liter Zuckerwasser. Der „Boonekamp of Maag-Bitter“ ist in ganzen und halben Flaschen und in Flacons ächt zu haben in dessen bei den Herren: Ohr. Krämer, Restaurateur a. d. Bahn und «Julius Wallach, sowie allenthalben bei den übrigen bekannten Herren Debitanten. d. w’t V-rantwortlfch- Siebactfon: A. Sch-yda. - Druck und Verla, der BrühUfchen Unio.-Druckcref (Fr. Ehr. Pfetsch, in Gießen. Berli N-ßin Bis, Misten foQ Berl «116 P-ieiSb b»i rujsiH, W-smfllchki, militätif^tn ftunbeiraft 1 s>"d. Sie i Seilern! Sm MeSIey ~ Dil Fabien wird ^Minister M für die ro kil P fitere« $(r6»fe Ju . nun0 tritt & EkÄ. Düsseldorf, München, Paris, London, Köln, Dublin, Oporto, (3548 1852. 1854. 1855. 1862. 1865. 1865. 1865. Gebrannten Jaia-B4art*ee I. Qualität ä 1,80 Mark per Pfund, empfiehlt A. Zuntz fei. Wwe. in Bonn. Dieser aus den besten Sorten nach einer eigentümlichen durch lange Erfahrung erprobten Methode gebrannte Kaffee zeichnet sich ebenso durch Feinheit wie durch Kraft des Aroma aus, so daß sein Gebrauch allen anderen Sorten gegenüber nicht nur einen bessern, sondern auch einen billigeren Trank bietet. Dem entsprechend hat sich mein Kaffee in wenig Jahren nicht nur im Rheinlande, sondern auch durch ganz Deutschland zahlreiche Freunde erworben. £90 Alleinige Niederlage bei •/. M. Schulhof,) Marktstraße. Paris, Wittenberg, Altona, Wien, Bremen, Köln 1867. 1869. 1869. 1673. 1874. 1875’ Empsehlenswtrlh für jede Familie! Nichts ist so angenehm, kühlend und erquickend in der heissen Jahreszeit, auf Reisen und Märschen, als Zuckerwasser, Selters- oder Soda-Wasser mit Boonekamp of Maag - Bitter, bekannt unter der Devise: „Occidit, qui non servat“, o 9* 3851) Gesucht zum baldigen Eintritt ein braves Dienstmädchen für Haus und Küche. Gartenstraße, im Hause des Herrn Louis Petri, iM-dritten Stock. 3882) Ein braves Mädchen, welches bürgerlich kochen kann, desgleichen ein Mädchen, das Hausarbeit versteht, werden gegen guten Lohn gesucht. Frau Lina Busch, am Kreuz. 3810) Der Unterzeichnete wohnt jetzt Ludwigstraße im Hause des Herrn Euler, der neuen Realschule gegenüber. Dr. G-lasor, _____________Kreisarzt. erfunden und einzig und allein destillirt von II. Underberg- am Rathhause in Rheinberg Iermiethungen. Der zweite und dritte Stock meines neuerbauten Hauses in der Reichensand- Bahnhofsstratze sind, per 15. August beziehbar, zu vermtethen. ________Ludwig Geißler, Wittwe. 3849) Zwei kleine Familienlogis zu ver- miethen bet H. Stephan, Sandgasse. 3854) Ein möblirtes Zimmer für einen Arbeiter zu vermiethen in Lit. A. 46. Dermielhungsatyeige. Das seither von Frau Pfarrer V t g c l i u s bewohnte Mansardenlogts ist an eine stille Familie anderweit zu vermiethen. 3853) Dr. Muh I. 3841) Ein neuer Lade« mit Wohnung und Lagerraum, in bester Lage der Stadt, per 1. September zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 3280) Eine Wohnung mit 6 Zimmern rc., per 1. October beziehbar, oermiethet _______________ H. Adami. 3279) Die Parterrewohnung meines Hauses nächst der Bahnhofsstraße ist zu vermiethen und vom 9. September zu blieben. Krausgrtll. Ph. Gröger. 3826) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das von meinem Schwiegervater, Schlossermeister I. G. Faß, seither betriebene Geschäft mit dem 1. l M. übernommen habe. Ich bitte, das meinem Schwiegervater in so reichem Maße geschenkte Ver- tralien auch auf mich übertragen zu wollen, und indem ich meinen werthen Kunden streng reelle und prompte Bedienung zusichere, Gießen, im Juli 1877. zeichne achtungsvoll Richard Pröschold. Reglements and Tarife 0CT hiesigen Dieriftmänner sind in der Expedition d. Blattes zu haben. 3863) Ein junger verheiratheter Mann, mit guten Referenzen, sucht eine Stelle auf einem Bureau oder bei einem Advokaten. Gest. Offerten sub F. G. besorgt die Exped. d. Bltts._________ 3860) Auf baldige Lieferung mehrerer Hundert neue Cigarrenrahmen nimmt Ofs ferten entgegen Arnold Müller. 3861) Ein schwarzer Schleier am Seltersberg gefunden. Abzuholen bei ___________Io h. Nau, Hintergosse 54. 3742) Ein Bursche von 16—18 Jahren wird in Dienst gesucht. Näheres bei der Erp. d. Bltts. 3801) Mädchen zum Bekleben und Nageln von Cigarren-Kistchen sucht I. Barnaß, Wallthor, im Pitthan'schen Hause. 3690) Es wird per 1. Oktober für eine kleine Familie eine Wohnung mit Garten antheil, event. ein kleines Häuschen — 4 — 5 Zimmer enthaltend — mit Garten zu miethcn gesucht. Gefällige Offerten mit Angabe des Preises wolle man in der Exped. d. Bltts. niederlegen. 3800) Einen orventtichen Hausburschen sucht I. B a r n aß, Wallthor, im Pitthan'schen Hause. 3819) Schreinergesellen gesucht von ______________L> Rinn, in Heuchelheim. 3769) Laden mit Logis in bester Lage der Stadt ist zu vermiethen und vom 1. August beziehbar. Näheres bei _ I Blitz. 3526) Eine Wohnung an eine ruhige Familie zu vermiethen bei Alexander Meyer. 3784) Möbltrtes Zimmer mit Cabmet an 1 oder 2 Herren zu vermiethen. Neuenweg 194. 3834) Ein gut möblrrtes Zimmer zu ver- miethen bei Frau Elchen berg, ________Ludwigs - Platz. 3793) Der dritte Stock meines Hauses ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. Chr. Noll III., Canzleibera- 3782) Der untere Stock meines Hauses mit zugehörigen Bequemlichkeiten ist per 1. October rc. anderweit zu vermiethen. __________Caspar Boae! Gortfeld. 3296) Ein Familienlogis auf dem Markt- platze, aus 4 Zimmern nebst Zubehör bestehend, zu vermiethen. Näheres bet I- Blitz. 3697) Ein großes mövlirtes Zimmer zu vermiethen und gleich beziehbar. S. Loefer. 2