Mo. 131. Sonntag, den 10. Juni isn. chichener Mnzeiger Anffige- ul Amtsbktt für ton Kreis Gieße«. Schäffer. 3158) B3 Erschrint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bring^lohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Die von ortsfremden hier in Arbeit stehenden Gesellen und Dienstboten vom I. Januar d. I. an zur Kluukkasse zu leistenden Beitrage werden nicht mehr von hiesigen Polizeidienern, sondern von dem Spaikassedlener Iobannes Reeh dahier gegen Behändigung der von dem Verwalter des academischen Hospitals unterschriebenen Quittnngen erhoben, was wir hiermit zur Kenntnis der Betheiligtcn bringen. Gießen am 30. Mai 1877. Großberzogliche akademische Administrations-Commission. - - W a s s e r s ch l e b e n. Deutschland. Darmstadt, 8. Juni. Das Befinden Sr. König!. Hoheit des Großherzogs war gestern Nachmittag und heute Nacht ein zufriedenstellendes. Höchst- dieselben speisten gestern zum ersten Male mit Appetit. Der Schlafs war anhaltender als bisher und der Kräftezustand ist heute Morgen ein günstigerer. Seeheim, 8. Juni 1877. Professor Seitz. Dr. -Göring. die den Bestand des Königreichs bedrohenden klerikalen Agitationen im Auslände ; die Minister erklärten in der Kammer, daß sich das Land bet dem Blick auf Frankreich vollkommen beruhigen könne; am bedeutsamsten war aber wohl die Auszeichnung, welche dem zum Besuch in Nom anwesenden Präsidenten des preußischen Abgeordnetenhauses, v. Bennigsen, Seitens des auswärtigen Ministers durch Veranstaltung eines solennen Diners zu seinen Ehren zu Tbeil wurde und allgemein als ein Zeichen des zwischen dem italienischen und dem deutschen Volk obwaltenden Freundschaftsverhältnisses betrachtet wurde. In Frankreich dauert die durch den Gewaltstreich vom 16. Mar hervorgerufene Aufregung noch in unverminderter Stärke fort, dieselbe wird sich auch sobald noch nicht legen. Die Regierung steuert offenbar auf eine Auflösung der Depntirten - Kammer hin, glaubt für diese auch schon die nach der Verfassung erforderliche Zustimmung des Senates gewonnen zu haben. Mittlerweile sorgt der Minister des Innern für einen günstigen Ausfall der bevorstehenden Neuwahlen, indem er mit den Veränderungen in den höheren Beam- tenstellen energisch fortfährt, wiederholt versichert, daß es der Regierung nur um den Schutz der inneren Ruhe und Sicherheit zu thun sei, und zu diesem Zweck sogar den Präsidenten des radikalen Pariser Gemeinderathes wegen angeblicher Anreizung zum Bürgerkriege verhaften läßt. Die Republikaner hahen indeß die Hoffnung auf einen Sieg ihrer Sache noch keineswegs aufgegeben und in der Person des alten Tbiers schon einen Präsidentschafts-Candidaten bereitgestellt für den Fall, daß Mac Mahon durch einen ungünstigen Ausfall der Wahlen zum Rücktritt gezwungen werden sollte. Uebrigens scheint der Marschall durchaus nicht an seinen Rücktritt zu denken, vielmehr im Falle der Noth an die Gewalt appelliren und einen Staatsstreich versuchen zu wollen. Glücklicher Weise ist die öffentliche Ruhe in Folge der Disciplin, welche die Republikaner beobachten, bisher nicht gestört worden. Ob dies aber auch fernerhin so bleiben wird, nachdem Gambetta bei dem Empfang einer Studenten- Deputatiou darauf hingewiesen, daß es sich in dem gegenwärtigen Kampfe um den Sieg der großen Principien der Revolution von 1789 über die römische Theocratie handle, muß die Zeit lehren. Nach Innen haben die Ereignisie seit dem 16. Mai bisher nur die Geschäftsstockung verschlimmert, nach Außen nur dazu beigetragen, Frankreich von den übrigen Mächten zu isoliren. In Belgien und weit über dessen Grenzen hinaus machte eine Ansprache Aufsehen, welche der päpstliche Nuntius in Brüffel kürzlich aus Anlaß des Bischofs Jubiläums Pius IX. an die dort wohnhaften ehemaligen Osfictere der päpstlichen Zuaven gehalten und in welcher er geradezu ausgesprochen hat, die Zeit sei nahe, wo der Papst ihre Kräfte von Neuem in Anspruch nehmen werde, um den vor 7 Jahren unterbrochenen Kampf siegreich zu Ende zu führen. Der Deputirte Frere-Orban hat schon eine Interpellation über diese Rede an die Negierung gerichtet. , Die Königin der Niederlande, welche sich, obgleich sie von Geburt eine deutsche (württembergische) Prinzessin war, stets mehr zu Frankreich als zu Deutschland hingezogen fühlte, ist gestorben. Während die Engländer die Nachricht verbreiten, daß die nach Prätoria in der ehemaligen Transvaal-Republik entsandten britischen Truppen Seitens der dortigen Bevölkerung eine höchst freundliche Aufnahme gefunden hätten, veröffentlichen die holländischen Zeitungen den energischen Protest des ehemaligen Präsidenten der Republik und zugleich eine Erklärung niederländischer Bürger, welche gegen die Einverleibung der Republik in England als gegen eine des britischen Namens unwürdige Verletzung eines freien Staates protestiren. Der Führer der Linken im dänischen Volksthing, Hansen, hat das Beste gethan, was er unter den ihn so stark gravirenden Umständen thun konnte: er ist gestorben! ___ D. V. C. Europa erfreute sich während der vergangenen Woche trotz . des orientalischen Krieges und trotz der Besorgniffe, zu welchen der Zustand ' der Dinge in Frankreich noch immer Anlaß gibt, einer verhältnißmäßigen Ruhe. : Dieselbe wurde auch durch die Veröffentlichung der kaiserlichen Ordre, welche die viel besprochenen militärischen Ausgleichungs-Maßregeln gegen Frankreich anordnet, nicht gestört. Waren doch diese Maßregeln von geringerem Umfange, als man bisher annehmeu zu müssen glaubte, und da sie durch die Bemerkung motivirt wurden, der Kaiser habe bei seinem Aufenthalte in den Reichölanden die Wahrnehmung gemacht, daß die jetzige Besatzung derselben selbst den Anforderungen des FriebensdiensteS nicht zu genügen vermöge, so war ihnen jeder provocatorische Charakter genommen, um so mehr, da sie erst in, nächsten Herbst, theilweise sogar erst im nächsten Frühjahr, zur Ausführung gelangen sollen. In den bisher Frankreich zugeneigten Kreisen Elsaß-Lothru.-' gens haben die betr. Maßregeln in Verbindung mit den traurigen Vorgängen j.nsettö der Vogesen dazu beigetragen, die Hoffnungen auf eine baldige Wiedervereinigung mit Frankreich bedeutend herabzustimmen. Fürst Bismarck weilt in Kijsingen. Daß er sich dort aber nicht nur der Kräftigung seiner Gesundheit widmet, sondern sich auch mit Reichsangelegen- beiten, inneren sowohl wie äußeren, beschäftigt, geht aus der mehrtägigen Anwesenheit des im Ministerium des Innern angestellten Geheimeraths Tiedemann, sowie aus dem zu erwartenden Aufenthalte Lothar Buchens bei dem Reichskanzler hervor. Nachdem das Gesetz über die Erwerbung des Decker'schen Grundstücks für das Reich vom Kaiser sanctionirt worden, hat die Reichs- reaierung die Decker'sche Buchdruckerei übernommen. In Folge der Publication des PalentgesetzeS sieht man einer baldigen Bildung des Reichspatentamtes entgegen. Der in Gotha abgehaltene Socialisten-Congreß hat den Eindruck hinterlaffen, daß die svcialistische Bewegung zwar noch immer sehr mächtig ist, gegenwärtig aber doch schon ihren Höhepunkt überschritten hat. In Oesterreich treten neuerdings die Gegensätze zwischen den dem Ilttramontanismus zugeneigtcn und den ihm abgeneigten Elementen stärker hervor Während die dortigen Bischöfe in der jetzt ihrem Wortlaut nach bekannt geworden en Adresse an den Papst die an demselben angeblich begangenen Ge- waltthaten aus's Entschiedenste verdammen und für die Wiedererlangung seiner weltlichen Herrschaft bis zum Tode kämpfen zu wollen geloben, während zwei von ihnen zum Lohn für ihre Ergebenheit nun auch endlich zu Cardinälen er hoben werden sollen, vergesien die Czechen in Böhmen die Türkensreundschast des Papstes und sprechen offen ihre Sympathieen für die von den scbismatffchen Russen vertretene slavische Sache aus, erkühnen sich sogar, am Ziekaberge bei Prag auf einem Scheiterhaufen das Bild und die antirussische Allocutwn des Papstes zu verbrennen. Solchen Ausschreitungen hat die Negierung natürlich nicht untdätig zusehen können: die Rädelsführer wurden verhaftet, die Dank Adreffe an den Moskauer Panilavistensührer Aksakow confiscirt und gegen den Aba. Dr. Rieger eine Untersuchung wegen Hochverraths eingeleitet — man will sich also, wenn man auch in der orientalischen Frage zu Rußlands bösem Spiel gute Miene machen muß, die slavische Bewegung mcht über den Kops wachsen lassen. „ Der Cantonsrath von Solothurn hat die Petitionen um Zulaffung / des früheren Bischofs Lachat von Basel zur Ausübung kirchlicher Functionen 1 mit 88 gegen 12 Stimmen abgelehnt. U L Italien hat in jüngster Zeit Kundgebungen ganz entgegengesetzten Cha- "7 Maklers erlebt. Während Pius IX. sein 50jähtiges Bischofs-Jubiläum feierte, beging Victor Emanuel mit den Vertretern seines Volks den 30. Jahrestag der italienischen Versaffuug, und während der Papst den Getreuen, welche^ihm ibre Huldigungen darbrachten, seine Ueberzeugung von dem baldigen kriege ' seiner Sache aussprach, hielt der König eine Heerschau ab, gab zugleich den .7 Senatoren und Depntirten, die ihm eine Glückwunsch-Adreffe überreichten, die Versicherung, daß er in der Vergangenheit, welche die Freiheit und Einheit " Italiens herbeigeführt habe, ein festes Pfand für eine glückliche Zukunft sehe unv auch fernerhin zur Vertheidigung der Freiheit und Größe des Vaterlandes bereit sei. Auch in den Tagen vorher hatten schon patriotische Kundgebungen von Bedeutung stattgefunden. Eine große Volksversammlung protestlrte gegen scheine. Die nun stattgefundene Verhandlung hat aber ergebe«, daß ein absichtliche« Vergehen gegen das genehmigte Baugesuch nicht vorliegt, daß der Fehler vielmehr durch die Ungcnauigkctt i-n Situttonsplan entstanden ist und deßhalb soll nicht weiter gegen die Ausführung des angefangenen Baues gewirkt, dem Herrn Sch äfer aber aus- gegeben werden, daß er längs deS Schwarzlachwegs eine Mauer mit Staketen auf- ührt, welche die durch die Srellung des Hauses entstandene Vütfe deckt. 4. Von Großh. Kreisamt ist auf Vorlage des am 17. Mai c. gefaßten und auf Nichtgenehmigung des Baugesuchs von Herrn Graveur Bach lautenden Stadto.-Be- schlusses eine nähere Begründung desselben gefordert und darauf aufmerksam gemacht worden, daß das Project in gar keine Verbindung mit der Frage wegen Eröffnung der Plocksstraße zu bringen und die Genehmigung des Gesuchs nicht von der Zurück- rückung des Seitenbaues abhängig zu machen fei Hierauf soll erklärt werden, daß zwar die Verpflichtung der Stadt xur Genehmigung des Baugesuchs aus dem Grunde, weil di- Plocksstraße noch nicht eröffnet sei, nicht anerkannt werden könne, indem das Gebäude immerhin an die Straße zu stehen komme, welche im städtischen Blauplan als Bauquartter noch nicht ausgenommen sei, daß aber von einer ferneren Beanstandung des Gesuchs abgesehen werden solle, sofern Herr Bach ausdrücklich auf jed:n Zugang von der Plocksstraße und von der Schoor aus sowie auf Beleuchtung, Wasser- adführung rc. verzichte und sich außerdem verpflichte, das städtische Interesse bet Aas- sührung des Baues in keiner Weise zu beeinträchtigen. 7. Die vorgelegten Baupläne der Herren Wilhelm Limpert und Wilhelm Steinbach finden Zustimmung und sollen die Gesuche befürwortet werden; ebenso das veränderte Baugesuch des Herrn Ehr. Jughardt III., welches bei seiner ersten Vorlage wegen der Faärter Wilhelm ßelberid), 20 Jahre alt, von Gusternheltn, Amt H.rb°L7(im"ischen Hospital gestorben) 3. Juni. ®brW«n <« auberebelich-s Kind von AuStpütts 4 Jun«. Varl, 2 Jahre ö Monate 5 alt, Sohn von dem Gr. Major im II. JnsoMerle-R-gnnent 1) r. 116, August ®tndtf. -- L'ouife ein außereheliches Kind von Auswärts, 7 Monate 11 Tage alt. 5. Juni C obne Vornamen verstorbenes Kind männlichen Geschlechts, 16 Stunden alt, von Tag- SXZÄ - Anna Julie, 5 Monate 14 Tag-alt Tochter von Fabei- f .nt Friedrich Dröscher. 6. Juni. Ein in der Geburt verstorbenes Kind weiblichen Geschlechts, von Küfer Eberhardt Karl. - Julius, 10 Monate alt, Sohn von Tag- löbner Georg Bechtold. — Karl, 1 Jahr 1 Tag alt. Sobn von Weigbinder Philipp Otto — Johann Georg Ernst Friedrich, 8 Monate 2 Tage alt, Sohn von Luchblnder Johannes Häuser. 7. Juni. Minna Kaim, 2 Jahre 29 Tage alt. 8. Juni. Marie Kock, geborene Schleenbecker. 33 Jabre alt ___ Hesterreich. Wien, 7. Juni. Ein inspirirter Artikel des „Peslher Lloyd" analysirt die neueste russische Note wie folflt: Rußland läugnet «bsicht einer Erobe- runa Konstantinopels, einer Sperrung der indischen Handelswege durch Persien oder den Suez-Canal, sowie der Aufhebung der Meerengen-Vertrage, überhaupt einer gewaltsamen Storung der englischen Handels-Interessen. Bezüglich der christlichen Provinzen schweigt die Note. Oesterreich - sagt der „Aoyd sei hierdurch nicht befriedigt. — Die Türken »ermuthen, daß die Rusten bet Nikopolis über die Donau gehen werden. Frankreich. Paris, 7. Juni. Die Behörden zu Marseille haben die Schließung mehrerer republikanischer Clubs ungeordnet, weil dieselben als politische Verein e anzusehen seien. ___ Der orientalische Krieg. Wien, 7. Juni. Die „Neue Fr. Pr." meldet aus Mostar: Das albanische Corps ist am 2. Juni in Montenegro eingedrungen, hat die Blockhäuser Gaska, Glavitza, Malibrdo und Klibrdo besetzt und eroberte, tm linken Ceta- Thale vordringend, alle feindlichen Verschanzungen. — Die Mit. Corresp." veröffentlicht folgende drei augenschelnUch ofst- cielle Telegramme aus Ostrog in Montenegro: Die Montenegriner^ eroberten am 5. Ium fünf türkische Blockhäuser, zerstörten diese ben und ließen bie Be< satzunge»» über die Klinge springen. — Die gesammte türkische Macht vor Spu;^ griff am 6. Juni die Montenegriner in Marttmee an. Der Kamp dauerte vom frühesten Morgen bis zum Nachmittag. Die türkischen Offictere mußten ihre schwankende Mannschaft dreimal mit Gewalt in den Kampf zuruck- führen, bis die Montenegriner zum Sturm-Angrrff übergingen und ^.e Türken bis zur Festung Spnz in die Flucht jagten. - Gestern befahl der Fürst, das auf dem Wege nach Niksic liegende sehr starke Fort Uzrimce zu beschreßem Nach heftiger Beschießung, wobei einige Projectrle bis Nrksic flogen, fiel das Fort in die Hände der Montenegriner. — Das „Telegr.-Corresp.-Bureau" meldet: Zara, 7. Juni (aus besonderer Quelle): Die Schlacht am Duga-Passe sollen bie Montene^mer, welche --fast letzter Stunde ist der dem Gesangverein „Liederkranz" zugestandene aroße Verluste erlitten, verloren haben. Es gilt für wahrscheinlich, daß Rilfic @Etra.Ufl sehens der Direktion der Main-Wesee-Bahn in Kassel untersagt wordcn m-t entsctit und verproviantirt werde. Heute sind mehrere verwundete Montenegri- dec Motivirung, daß das Halten zum Ein- und Aussteigey auf offener Strecke nicht mr kn $ fano anae ommen ; di-f-lbln werden nach Cattarv gebracht gestattet werden könne. Warum man di-,es bei der Anfrage nicht gle.ch bemerkte, nt - Das „Tageblatt"' enthält folgende Nachrichten: Belgrad. Fürst unerklarl.ch. Mnhmh* in einer Ansvracke an das Officier-Corps an, daß es bald Geehrte Redaction! , c ■ ^ürbe bie xu erareifen Rumänien wird hier wie- Gestatten Sie mir in Betreff des von Ihnen in Nr. 129 Ihres Blattes ve:- nothwendig sein wurde, die TLaffen zu ergreifen■ » namentlich aus öffentlichten Protokolls über die Bürger-Versammlung am 1. Ium einige Worte, derum eine diplomatische Agentur errichten. Aus Alt-L-erbien, namentllcy Wenn ich auch nicht daran denke, die von Ihnen hervorgehobene Cbjcctivitat Novibazar, wird über von den Türken begangene Ausschreitungen oericyter. Protokolls im allgemeinen zu beleuchten, so kann ich doch nicht umhin, meine L^r'sowa 7 ^unt. Morgen oder Übermorgen wird der Haupt-Ueber- Verwunderung über die vollständig falsche Auffassung auszusprechen, welche der . u knnn bei ^nrhifai erwartet Schriftführer meiner Erwiderung auf die von o«-rrn Werner vorgebrachte Angang der Russen über Oie Donau bei Turtukai erwarrer float acncn da« Lehrercollegium der hiesigen Realschule hat angedelhen lassen. Petersburg, 7. Juni. Ein amtliches Telegramm des Generalstabs- ge Btgrn et5nt^Cflönllnfl rl^t,te fid) „or «ll-m grgen bcnj-nigen Tb-il d-r un Cb-fs der Kaukafus-Armee bestätigt die bereits gemelbete, am 4. Ium erfolgte rechtfertigten Anklage, welcher behauptet, die Lehrer hatten da» «chulg-lb Re, imna Karakilisia's durch General Tergukesoff. Bei Moourama und Bafgann eon bctl Schülern in Empfang genommen, bagegen betnebnetr td) bie «ufforterun« Konstantinopel, 7. Juni. Suleiman iM Norden, Ali "Laib im^ n ^oalschulgebäudt nicht als eine Bequemlichkeit für den Stadt- und Mehemed Ali im Osten setzten mit Erfolg die Operationen geßeii -Monte- tcntm“iflcr/ sondern für die zur Zahlung Verpsiichteten hingestellt. ne 1,0 fort Die Ruffen rücken gegen Erzerum vor, wo Mukhtar Pascha steht. 2ßaö die Einhändigung der Mahnzettel betrifft, so gingweine Äußerung L bietet andauernd ^Widerstand. An' der Donau dauern die Kanonaden babi« ba?J4 «n^nft barübrr gebm tannr, in welcher Wei,- die,-lb- °on Seiten fort. Die Pest in Bagdad ist im Abnehmen. Indern ich Sic ersuche, diese Berichtigung im Interesse der Wahrheit in Ihr Plojesti, 7. Juni. Der Fürst von Rumänien wurde bei seinem Un- Blatt aufnehmen zu wollen, zeichne treffen hierfelbst vom Großfürsten Nicolaus Sohn am Bahnhof -mengen und Hvchachtung^oll detnnächst in der Residenz vom Kaiser begrüßt. D-r Kaiser und der Fürst , ließen einige Compagnien vom russischen Elite-Corps defiltren und hatten e ne Handel und Berkekr. Bespreckuna. frieraus empfing der Kaiser den russischen diplomatischen Agenten Gießen, S. Juni. Aus dem heutigen Wo-benmarkt kostete: Butter, per Psd. Stuart Nachmittags wurden ihm die sremdeu Osfictere vorgcstellt. Samstag 90 bi8 1 Hühnereier, per Stück 5 X Enteneier per: ©tütf 6 Stab, L7d-rL-r bem Fürsten Besuch in Bukarest ab, wo große Empfangs- »„...«.ftb«Si.°b».d,.— Zr: bL'5 AU-,US uu. de» Standesumtoresiflern der SW di- irregulären Truppen aufgelöst und in ihr- H-imath iuruckb-g-ben Po« 3. bis 9. Juni 1877. Konstantinopel, 7. Juni. Ein- D-p-sch- Mehemed Ali s aus Novibazar meldet: Türkische Truppen sind gestern -in- Stunde wett über die Grenze in Montenegro eingebrungen, nachdem die Montenegriner aus ihren Bositionen verdrängt worden. , _ Die Pforte traf nach einer Meldung der „Agence Havas, Maßregeln zur Vermeidung jedes Couflictes im Suez^Canal. Deffen Durchfahrt wird frei sein, nur Schiffe mit russischer Flagge ausgenommen. — daß die Pforte an das Cabinet von Athen eine Note zu richten beabsichtige, um über die Rüstungen Griechenlands Aufklärung zu verlangen. Ploiesti 7. Juni. Der Fürst Karl von Rilmanien wird heute Mittag zum Besuche des Czars hier eintreffen. Eine bulgarische Deputation hatte Audienzen bei General Jgnatieff und dem Fürsten Gortschakoff. Naausa, 7. Mai. Nach Consular-Nachrichten wurden bie Türken bei Maljal vollständig geschlagen. Im Dugapaffo wirb noch gekämpft. Die Mon- teneflriner beschaffen das Blockhaus Klaciga. waren aus Ibach iM Men- zugestanden« worden mit Strecke nicht bemerkte, ist 8 ist bis jltzt uche gemacht derliche Ma- Anschaffung :tadt Gießen li c. an die ,nt ,bt von Seiten ahrhck in Ihr Blattes oer? : Worte. Objectivitat umhin, nutne in, welche der gebrachte An- eihen lassen, heil der un s Schulgeld iifforberunA imentlich bi r Hebung des den Ttadt- ^Wilhelm 5.en; ebenso inner ersten ' Herstellung worden, nen Kiefern- ltheis um weil das kltn Straße „ «lt-Buseck lütter, per G. itücf 6 Kai ' i 1 Liter 204 > H, Kartoffel", ! GruMg m' bslchtlicheg ^.vielmehr !,£bt weiter °°er aussen aus- n und auf 'kadtv.-Äe- 5 gemacht Eröffnung ^Zurück- ^den, daß ® Grunde, indem das ^ianplan 1 Beanitan- nui skd,g Was,eile bet Autz- „ »in außer' °°,n> 3. s»; • rnerr> ^gbn : goljii LAS *%S ;;gy mnnev glflöh 91115' von fiftiafl» £J (3268 Heugras-Bersteigerung. 2) Versteigerung: Bau- und Werkholz: Pöschel’s Bierhalle JeUgebolenes 3272) Anfang */28 Uhr. — Entree 25 Ffg. 1L. Feiilelt Westen-Arbeiter sucht M. Weiner, Marktstraße. Strohhüte aus's Schönste gewaschen. 3273) C. 21. Carl Schmidt, Hntmacher. C. 21. am Philosophenwald. Der Großh. Wiesenwärter Müller zu Alten-Buseck ist bereit, auf Verlangen die Wiesenloose vor der Versteigerung vor- zuzetgen oder nähere Auskunft darüber zu geben. Gießen, den 7. Juni 1877. Großherzogliche Obersörsterei Gießen. Lang. (3248 Montag den 61. Juni d. I., 'Abends 8V2 Uhr, auf LONY’S Bierkeiler. Tagesordnung: Die Schädigung des Arbeiter- und Handwerkerstandes durch die Zuchthausarbeit und Abfastung einer diesbezüglichen Petition an den Reichstag. Referent: W. Pfannkuch. Hierzu werden besonders alle Gewerbtreibende eingeladen. 3278) _______________________Das Comite. Die diesjährige Gratznutzung von Sckneißen und Mähplatten des Gießener Stadtwaldes soll Samstag den 16. Juni d. I., Vormittags 11 Uhr, im Rathhaussaale versteigert werden. Gießen, den 9. Juni 1876 (3269 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Stamm. Grabcnstrang abgestellt. Gießen, den 9. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 3245) Ein JpauS mit Laden in der besten Lage der Stadt Gießen, zu jedem Geschäft geeignet , mit dazu gehörigen Lagerräumen und Stall, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. jPr. Äreucler. A eilgebotenes. Futter-Schneidmaschinen sind billig zu haben bei (3253 K. Griiuehaum. Gesangverein „Liederkranz". Durch plötzliche Zurücknahme der ertheilten Genehmigung Seitens der Bahndirection unterbleibt der Extrazug auf Badenburg, dagegen Abgang dorthin: .. Mute Mittag 2 Uhr von der Asterweger Drucke. 3260) Der Vorstand. Bekanntmachung. Weaen Vornahme von Bauherstellungsarbciten am Stadtriuggraben Wirb vom nächsten Montag bis auf Weiteres der Wasserzufluß im nördlichen 3251) 40—50 Centner Heu zu ver- kaufen. Wilhelmssiraße E- 26. Ein kleiner Handwagen zu verkaufen. Tiefenweq C- 143. (3255 Montag den 11. Ium: Großes Coneert Holzoerfleigerimg. 3247'1 c,m Lieber Stadtwald, District Fichtenkopf, nächst dem Vicinalweg von Lich nach Hattenrod, kommt Mittwoch den 20. Juni zur 440 Fichtenstämme bis zu 36 Ctm. Durchmesser und bis zu 18 Meter Läng-, 260 Fichtenstangen „ „12 „ „ „ >, " " " Di- Zusamm-ukunft ist am Pflauzgarteu. Hatt-nröd-rw-g, Morgeus 9 Uhr. Anfang daselbst. Zahltermin bei genügender Bürgschaft: Martin, 1878. Lich, den 6. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Dhring. __ Zeschiisk Mertegung. 3277) Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum hiermit zur Anzeige, daß ich meine Restauration in das von mir erkaufte früher Werner'fche Haus (Kaplansgaffe) verleat habe. — Ich empfehle außer gutem Mittagstifch, Kaffee und Wein noch verschiedene Biere in i/i und Vr Flaschen. Durch eine neue Einrichtung bin ich in den Stand gesetzt, Hochzeiten und sonstige Festlichkeiten in meinem Hause abzuhalten und unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung sehe ich einem geneigten Zuspruch entgegen. Achtungsvoll M. Rothenberger Wttw., Kaplansgasse. Mobilien-Versteigerung. Mittwoch den 20. 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Raummeter Wellen Nadel 17 51,2 19 4030 » Ban-, Werk- und Nutzholz: 553 Fichtenstämme, mit 259,46 Festmtr-, 332 Fichtenstangen, „ 47,52 Die Zusammenkunft ist an der über; försterswiese auf dem Vicinalweg nach ^Gich-n, am 5. Jun, ,877 . (3186 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. _______ Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadl Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. D-n 6. Juni. Heinrich Kaspar Schn-idmüller, Schuhmach-rmeister dahier, des verstorbenen Ortsbürgers und Schuhmachers zu Alten-Buseck, Georg Schneidrnüller, cbd. Sohn ; und Margarethe Müller, des Ortsbürgers und Schreinermeisters zu Alten-Buseck, Philipp Müller, ehcl. Tochter. E • ö U i * ** Den 3. Juni. Dem Rangirer an der Köln-Mindener Bahn, Georg Diehl, ein Den^7^Jun!^^Dem^Gastwirth Ludwig Lenz, ein Sohn, Balthasar Karl Philipp, geb. den 1. Mai. Beerdigte. Den 3. Juni. Christian Weber, Bürger und Schretnermeister, alt 58 I. 4 M. 12 T, gest. den 31. Mai. 3234)_________ Avis! Bettsedern und gewaschen zu 3258) Leistungsfähige Rock-, Hosen- und billigen Preisen in und außer dem House • ' von Frau Ernst Franz, Neustadt, 3249) (Sandgaste D. 157.) Das Heugras der cameral-fiscalischen Wiesen der Gemarkungen Alten - Buseck, Wieseck und Gießen wird in folgenden Terminen versteigert: . 1) In der Gemarkung Alten-Buseck von 29 Morgen Donnerstag den 14. Juni, des Morgens um 9 Uhr, bet Wirth Krämer III. daselbst; in der Gemarkung Wieseck von 163 Morgen am 15. Juni, des Morgens 9 Uhr, bei Wirth Lenz daselbst und 3) in der Gemarkung Gießen von 142 Morgen an demselben Tage des Nachmittags 2 Uhr bei Wirth Leib Sonntag den 10. Juni d. J.: -feier öes 30. SltftmiQsfeOes. Vormittags 10 Uhr: Preisturnen in der Turnhalle. Mittags 1 Uhr: grmeinschaftlickes Mittags essen in Wenzel's Garten (Goul). 1 X). Nachmittags 4 Uhr: Schauturnen in der Turnhalle. Abends 8 Uhr: Fackelzug vou der Turnhalle aus durch die Stadt nach Wenzel's Garten und da- selbst Bankett. Eintrittskarten zu den Festlichkeiten ä 50 sind bei dem Vereins-Rechner Louis Stohr und Abends an der Kaste zu haben. Dieselbe befindet sich am eisernen Thor. Die Mitglieder werden ersucht ihre Karten mitzubrmgen, und sind vehufS Controlle alle Karten sichtbar zu tragen. r,o JA . NB. Die Liste, zur Betheiligung am Mittagseffen, liegt bis 10 Uhr in der Turnhalle offen.____________________________________________________l326? Allgemeine Vermischtes. Darmstadt, 5. Juni. (Postpersonalnachrichten.) 1. Verseht sind: Der Post- secretär Klein von Köln a. Rh. nach Mainz, die Postassistenten Jllert von Oppenheim nach Heppenheim und Lange von Heppenheim nach Oppenheim, sowie der Telegraphen- Assistent Dorn von Bad-Nauheim nach Darmstadt. 2. Angenommen ist: der Kaufmann Louis Moll in Allendorf a. b. Lda. als Postagent. 3. Ausgeschieden ist : der Postagent Kliebe in Allendorf a. d. Lda., 4. In den Ruhestand getreten sind: die Postoer- walter Greb in Grebenhain und Hoffmann in Seligenstadts Lite rarisches. Das kleine, bei dem Publikum rasch beliebt gewordene Etsenbahn-KurSvuch, (herausgegeben von H. Grobel, Cassel), welches für den Sommerdienst 1877 wieder bedeutend verbessert und vermehrt wurde, hat vor allen andern den großen Vorzug, ein bequemes Format zu haben und steht auch diesen durch ökonomische Zusammenstellung an Vollständigkeit nicht nach. Dasselbe umfaßt das ganze Eisenbahnnetz von Mtttck- und Westdeutschland und die betr. Anschlußbahnen. Wer sich einmal mit der Etnrich, tung dieses im Portemonnaie leicht unterzubringenden Büchelchen bekannt gemacht hat- wird keinen andern Rathgeber auf den Eisenbahnen mehr führen>, denn man wird^mit diesem Führer sicher und ausreichend ortentirt. Mit einer sehr hübschen Ueberstchtskarte 'kostet das Büchelchen nur 40 H. Nachfolgendes Inserat ist der Aufmerksamkeit des lesenden Publikums zur Aufbewahrnng empfohlen. 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Hierzu eine Beilage. 5«.1 Die 24 ter ßch t rtimnp tut der zum ei Bei fimg nicht st Die sich bti Pi nachsuchen Mr bei der unter Ueb Ers-Ord.) Bez, Eint /. D de 2. <£/ 3. M ei Diesel '■ B C< 2- Al i->! Sn ,®atl iw 4. A 5. 3 tt D (A"l. 2.^