IW, Samstag, den 10. März K» L8 rein. Deutschland. C tthee. ts-Musikdirectors liger Mitwirkung- imersängerin aus )h [Alt] und des n; der Herren UX [Klavier] aus 1-2» dm- ,'&ä ' 5 Uhr, •-i.> vi.r^ljahrlich 2 Mark 20 Pf. mit ' rmacrlohn. Durch dir Post bezogen vierte ljährlich 2 Mark 50 P(. Erscheint täglich mit Ausnahme des M-rr^ags. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. GroßherzogUches Kreisamt Gießen, v. Röder. von Thorne i. ,cker sehen Buch- n Ersterer nur bis Trrtk ebendaselbst ) t’te älteren na£t> langen Wenzel, 1 h)oüen. ttag 3 Uljr rstand. Eigenthum. , . — Der General Jgnatieff und seine Gemahlin dmirten gestern beim Fürsten Bismarck und besuchten später die Soiree beim Fürsten Radziwill, wo auch Mitglieder des HoseS und des diplomatischen Corps anwesend waren. Im Lause des Tages empfing Genera! Jgnatieff die Besuche der Botschafter Marquis Gontaut Biron, Grafen Launay und Carolyi. Heute Mittag 12 Uhr reist der General nach Paris ab, woselbst er längere Zeit zu verweilen gedenkt. , ~ Berlin, 7. März. Zu Johann Jacoby's Begräbniß geht eine Depu- (0 ration von Abgeordneten und politischen Freunden nach Königsberg. — Der „Prov.-Corresp." zufolge wird der Kaiser demnächst den Ber- rnählungs-Feierlichkeiten in Dessau beiwohnen; für den Fall ist dann cm Ausent- ,S.Mäq! Durchfchnittspreife im Monat Februar 1877. Hafer X 19,84, Heu vK. 11,25 und Stroh 11,25 pro 100 Kilogramm. ® i e &. n. ien 8. März 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. w«. di-Nn g"" "n-- «SS;: " L°T'. 53^ Darmstadt, 8. März. Der Zusammentritt der ersten Kammer ist nunmehr tefiniliv aus Dienstag den 13. d. Mts. sestgesetzt. Man hofft, da» I särnmilick-e vorliegende Material in einer Sitzung -'ledigen zu können. ' Berlin, 7. März. Pesther Nachrichten melden die Ueberreichung der 1 Antwort der Großmächte auf Gortschakoff'» Circular-Rote vom 30. Januar. Die Aulworteii sind inhaltlich ideiltisch. Der Mißerfolg der Conferenzen br tt.ffc die Mächte genrcinsam, Rußland sei somit nicht genothigt, allem den diplomatischen Rückzug einzugestehcn. Durch das gemeinsame Vorgehen Europas werde die Lage der türkischen Christen wenigstens gesetzlich gebeffert. — Rach rem „Tageblatt" reist Jgnatieff in finanziellen Angelegenheiten nach? Pani. Barina, Hope, Epbrussi und Boohy hätten sich bereit erklärt, eine Lotterie' Anleihe von 50 Mill Rubel zum Emissions-Cours von 60 zu übernehmen. Rothschild habe abgelehnt. n - Die „Beil. Bürger-Ztg." bringt folgende Mtttheilung über eine Unterredung ihres tzorrespendenten mit einem Begleiter des Generals Jg^attefs, dem Prinzen Tzeretleff: Letzterer äußette, daß, wenn bei der Reise Jgnatieff s überhaupt von einer diplomatischen Mission die Rede sein könne, eine solche für Berlin bei dem notorischen Freundschafts-Verhättnifie zwischen dem Berliner und Petersburger Hof nicht in Frage komme, vielmehr etwa erst für Paris und Wien, wo es sich allenfalls darum handeln könne, vorhandene Beziehungen noch mehr zu befestigen. Der Besuch Londons sei nicht beabsichtigt, aber auch nicht ausgeschlofien, wenn die Umstande es nöthig machen wurden. Ueber den «weck der Reise ließ sich Tzeretleff nur ausweichend vernehmen, erklärte jedoch ausdrücklich, daß sich Rußland auf eine Prokurist für die Türkei mcht em- lafien werde. In seinen sonstigen Bemerkungen gab derselbe seiner Anschauung Ausdruck, daß die türkische Verfafiung leeres Scheinwerk und die Lage der Christen fortdauernd eine prekäre sei. Beim etwaigen Kriegsfälle Elften nickt als Kriegsschauplatz in Aussicht genommen. Rußland leiste der Bildung fflbstständiger slavischer Staaten keinen Vorschub. Der slavischen Bevölkerung der Türkei liege nichts an einer politischen Neugestaltung, sondern an dem Aufhören der Rechtsunsicherheit bezw. Erlangung der Sicherheit für Familie und halt von mehreren Wochen in Wiesbaden in Aussicht genommen, woran sich möglicher Weise ein Ausflug nach Elsaß-Lothriugen anschließt. — Gegenüber der Meldung von Coutrahirung einer russischen Anleihe in Holland versichert der „Berl. Börsen-Kurier" in U-ber-instimmung mit hier vorliegenden anderweitigen Nachrichten, daß eine neue russische Finanz-Transaction bisher noch nicht in Angriff genommen worden ist. . Berlin, 8, März. Die „Agence Generale Ruffe veröffentlicht einen v°m answärtigen Amte inspirirten Artikel, wonach der Friede gegenwärtig allein von England abhänge. Rußland e>strebe energisch die Verbefferung der Lage der Christen rind habe keinerlei Eroberungs-Absichten. — An Stelle des vom Amte zurücktretenden Grafen Armm-Boytzeuburg wird wahrscheinlich der seitherige Bezirks-Präsident in Metz, v. Puttkomer, rum Ober-Präsidenten der Provinz Schlesien ernannt werden. — In der heutigen Sitzung des Reichstags waren das Etatsgesetz und der Gesetz-Entwurf über die Kaserniruug des R-ichs-Heer-s eingegangen. Die Anträge auf Einstellung des Verfahrens gegen die Abgg. Bebel, Liebknecht und Hasenelever für die Dauer der Session wurden ohne Debatte genehmig Zu Mi'gliedern der Reichs-Schulden-Commission wurden die Abgg. v. Benda Wehrenpfennig, Kochhann, Duncker, v. L-wetzow und Wulssheim g-wahlt. hierauf folgte die Berathung der Gesetz-Entwürfe über die Verwaltung der Einnahmen und Ausgaben des Reiches nnd über di- Einrichtung und Befug- n,ffe des Rechnungs-Hofes; v. Benda empfiehlt die Annahme des Gesetzes. Der Abg. Richter (Hagen) erklärt sich gegen d,e Berathung m der Commission und empfiehlt die Berathung im Plenum des Hauses; dafür^sind auch die Abgg. v. Kaidorff, v. Maltzahn und Lasker. Das Haus beschließt hierauf dem^Antrage Richters gemäß Plenar-Berathung. Nächste Sitzung। Sonnabend 11 Uhr. Auf der Tagesordniiug stehen die erste Berathung des ReichS-Ha ■ Halts-Etats und des Antrages Richter's auf Abänderung d>s Gesetzes über den i Reichs-Jnvaliden-Fonds. i nummerirte :eo Firmen bis zum snden, und sind die auf Wunsch vorher üge ist der Anfang erdurch loncertvereins- Hesterrcich. 7 sy?äri. Die Polit. Corresp." meldet in einer Correspon- bens aus St.'Petersburg, daß Fürst Gortschakoff den russischen Botschafter in London, Grafen Schuwalvff. angewiesen habe, bei der britischen Regierung um eine Rückäußerung aus das Rundschreiben Gortschakoff s vom 31. Januar ch- üsuchln Dem Grasen Schuwaloff sind auch gleichzeitig Weisungen über die Anschauungen der russischen Regierung zugegangeu, deren Grundzüge folgende sind: ^Entweder erachten die Pariser Trattat-Mäckte und jwa,i sp«.ell Eng- and den Paiiser Vertrag von 1856 trotz der Zurückweisung der Conferenz- Beschlüffe Seitens der Pforte noch für gültig, oder Rußland sieht auch dl- aus dem Vertrag für die Türkei sich ergebenden Rechte als erloschen an. Jm ersten Fall- beansprucht Rußlaud, daß di.i Tractat-Mächt- «-Ensam m'ß d - volle Annahme der aus der Conferenz m Konstantinopel S°!aHten B-schluffe in ihrer ursprünglichen Form Seitens der Pforte hinwrrken solle. D durchswäre auch Rußland di- vollständig- Möglichkeit geboten, jede kriegerische Verwicklung Gewinnsten verwendet werden. Gießen, am 7. März 1877. ,,n $ 1-, ' Auf Grund des § 10 der Statuten wird die diesjährige Generalversammlung der Mathildenfilstung ' Mittwoch den IZt. Marz, Vormittags 11 Uhr, ■k“ — hi.„.»»i- «**> »*«•” b" ”•18,6 b,T •— ichlag pro 1877 festgestellt und die regelmäßige Ergänzungswahl des Vorstandes vorgenommen werden tr . Gießen, den 7. März 1877. m „ . p ' Für den Vorstand. v. R ö d e r. _____ ArasLreich. Wenn Graf selbstständige die russischen Staatssekretär; John Sherman (Ohio). Schatzsecretär; George W. Meccarv (Iowa), Kriegssecretär; Richard M. Thompson (Indiana). Marmesecretär; LharleS Devens (Maffachusetts). General.aatsanwalt; David M- Key (Tennessee), Postmeister; Karl Schurz (Miffouri). Secretär des Innern. — Der L>enat hat sich vertagt, ohne über die Ernennungen für das neue Cabinet iu verhandeln. 3 ™ Die Botschaft des Präsidenten hat auch in den Süd-Staaten den besten Eindruck gemacht. — Im Senat sprach gestern Blaine lebhaften Tadel über die hervorgetretene Ansicht aus, daß der von der republikanischen Partei aufgestellte Gouverneur von Louisiana, Packard, obwohl derselbe mit der näm- lichen Stimmzahl, wie Hayes, gewählt wurde, fallen gelassen werden müsse. xiSafhtngton, 8. März. In der gestrigen Sitzuna des Senats wurde die Ernennung der neuen Minister lebhaft discutirt; die Führer der demokratischen Partei verweigern denselben ihre Bestätigung. Die Angelegenheit ist an Commissionen überwiesen worden. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen Gottesdienst. Sonntag am 11. März. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrverwaltcr Schlosser. (Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 11.—17. März besorgt Pfarrvicar Schöner.) zu vermeiden. In der ferneren Unthätigkeit der Pariser Tractat-Mächre müßte dagegen Rußland eine Verzichtleistung derselben auf die darin enthaltenen Ver- Pflichtungen der Türkei, sowie auf die daraus hervorgehenden Rechte der Türkei erblicken. Demgemäß würde auch Rußland den Pariser Vertrag in allen Rußland angehenden Punkten für null und nichtig erklären und sich Schritte Vorbehalten. Weisungen ähnlichen Inhalts sollen auch an Botschafter in Wien, Berlin, Paris und Rom ergangen sein. Frilchbäckrr ? u Gießen. 11 Mär, 1877. Christian Noll Wittwc in d.r Neu- stadt. Christian Faß in den Neuen-Bauen. Emil Noll tn der Löwengaste. Paris, 7. März. Die „R6publ. fran?aise" schreibt: ZZ..... Chambord die Rolle des Don Carlos spielen will (? ?), wird er bald erfahren, daß Frankreich kein Spanien, und daß das Gesetz für alle Rebellen, gleichviel welchen Blutes, dasselbe ist. (?) Pari-, 8. März. Der hier eingetroffene russische Botschafter in London, Graf Schuwaloff, hat heute eine längere Unterredung mit dem Herzog v. Decazes gehabt. Theater. Dor ausoerkauften Räumen gelangte gestern Offenbach's berühmteste Oper .die ^?^s^lena zur Aufführung. Die schöne Helena ist eine ungemein erveiternve Parodie, fast mochten wir sagen Travestie der alten Mythologie und ergötzt und erheitert r rs ®tütf b.ur4 tinc prächtige Musik. Abgesehen von den vielen einschmeichelnden Nummern liefert sie z. B. in der Arte der Helena im 3. Acte J? sty voll gehaltenen Recitaktv (irren wir nid)t G-dar mit dem späteren xbc?CUn cbenf° gleich im Enträe der Helena im F-moll. W ef"e äderst charakteristische Nummer das Traumduett, wobei wir allerdings der Fr. Kurde einen poetischeren gesangskundig ebenbürtigen Partner gewünscht hätt-n- unb gelungen mürbe recht gut Die Palme gebührt Fr. «urbe, welche in Bezug auf Erscheinung, Toilette, Spiel und Gesang nur das Vertrauen rechtfertigte "Elches man ihr durch den zahlreichen Besuch entgegenbrachle. Die Uebria^ taaten ihr Möglichstes. Die Ausstattung in Bezug auf Garderobe und Toilette war eine sehr elegante und aus der ganzen Aufführung heimelte uns das Gefühl an, daß auch diese Borstellung ein ehrenvolles Zeugniß für Hrn. Kurde und seine Gesellschaft gibt Wie febr man aber mit Hrn. Dir. Kurde zufrieden hier ist, beweisen wähl zur Genüge, Ö CA°mrjÖ0 $en ^schäfte, die er hier macht und wir glauben, Hr. Dir. Kurde tft mit G-etzen so zufrieden, als wir mit seinem Streben und seinen Leistungen sind. . ___________________________________ D. Amerika. ' 7‘ twem großen Gebäude auf vondstreet, hauptsächlich von ©olbarbcifern und Juwelieren iewobut wird, brnch Dollars geschätz"^^'"^ ' "" "^rsachte Schaden wird auf über 1 Mill. . 7 März. Das neue Cabinet bat sich nunmehr con. stitmrt und besteht aus folgenden Personen l William Swarts von New York,! Allen Kranken Kraft und vyae WLediri» und ohne Kosten durcb die Heilnahrung: llevalesciere Seit 30 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gesundheits- ipeife widerstanden und bewährt sich dieselbe bet Erwachsenen und Kindern ohne Nediciu und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen, chleimbaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma husterr, Unverdaultchkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Homor- schoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsieiaen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und El brechen selbst während der Schwange! schait, Diabekes, M lancholie, «bmagerun , Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon von er Geburt an selbst der Ammenmilch oorzuziehen. — Ein Auszug aus 80,000 Ecrti- ncaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certificate vom Professor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr Shoreland, Dr. Campbell, Professor Dr. D6d6, Dr. Ure, Grosin Costlestuort, Marquise de Br^han, und oitUn anderen hochgeitellten Personen, wird franco auf Verlangen eingelandt. Abgekürzter AuSzug aus 80,000 Certificoten. Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revalescibre hat meine l8jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche und nächtlichem Schweiß gänzlicb beseitigt I. Comparet, Pfarrer, Sainte Romaine des Des. Nr. 89211. Oroaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstliche Revalescifcre und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich während langer Jahre fürchterlich gefoltert batten. In meinem 93. Jahre stehend, erfreue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundbeit. Leroy, Pfarrer. Nr. 45270. I. Robert. Von seinem 25 jährigen Leiden an Schwindsucht. Husten. Erbrechungen, Verstopfungen und Taubheit gänzlich bergestellt- f2845- Pfarrer Boilet von Ecrainoille. Von Asthma mit häufigen Erstickungen völlig hergestellt. 80416- , Frau Major Deutsch, geb. von Horn in Posen; deren Kinder vom Drüsenleiden bergestellt. om Nr. 64210. »tarqutfe oon Br«han von ?jähriger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit Zittern an ollen Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. Nr. 75877. Florian Köller, K. K. Mikitärverwalter, Großwardetn, von Lunaen- und Lusttobren-^Katarrh., Kopffchwindel und Bruudeklemmung. l.s ^ftr .^°briel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handels- Lehranstalt m Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Neroenzerrüttung. Nr. 65715. Fräulein de Montlouitz, von Unoerdaulichkeit, Schlaflosigkeit und Abmagerung. Nr. 75928. Baron Sigmo von 1V jähriger Lähmung an Hänbrn unb Füßen tc. . ReIn 10 n-brbasi als Fletsch unb erspart bei trrwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis n anderen Mitteln und Speisen „ c „>Cr,nRc.Taksci6re E>ld. 1 JL 80 1 Pf». 3 JL 50 H," 2 Psb. 5 JL 70 • * 4^1 DU r „ ,®ev*k' iire Cboc<1Ut6e 12 rassen 1 JL 80 24 Tassen 3 je 50 X 48 Tassen J vfu « V U I w. Revalesciere Bisouites 1 Pfd. 3 JL 50 2 Pfd. 5 JL 70 ,A. a n ÄU ^»'eden durch Du Barry u. Co. in Berlin W., 28 29 Paffage (Kaiser- Gallerie» und bei vielen guten Apothekern, Droguen-, Specerei- und Delicatessenhändlern -m ganzen l.an0e, in Giestcn bei n llvi* Selm«cer. (632 Petersburg, 7. März. Das „Journal de St. Petersbourg" widerlegt verschiedene in der auswärtigen Presse über die russische Politik verbreitete Gerüchte, namentlich die Version, daß Rußland den schlechten Erfolg der Gom ferenz nicht vergessen und sich zurückziehen werde, und bemerkt hierbei: Eine solche Politik sei unmöglich ; der Mißerfolg der Conferenz sei noch keine Lösung. Die Mächte müßten bestrebt sein, diejenigen Garantieen für die Besserung deS Looses der christlichen Unterthanen von der Pforte zu erlangen, über die Alle emig seien. Nur betreffs der Mittel zur Erlangung derselben seien die Ansichten verschieden. Was Rußland anbctreffe, so müsse es vorerst die Folgen der unentschiedenen Lage länger dauern lassen, als durchaus nothwendig sei. Der „Golos" richtet an die Pforte die Mahnung, der Nachricht über die Bildung von neuen Armee-Corps Beachtung zu schenken; wenn auch diese Anordnung nicht die Bedeutung einer Mobilisirung habe, so müsse sie doch als eine ernsthafte Maßregel betrachtet werden. Petersburg, 7. März. Bezüglich der bereits gemeldeten kaiserlichen Verordnung vom 3. März, betr. die Bildung vor» neuen Armee-Corps, erklärt das Organ des Kriegs-Ministers, der „Invalide", auf das Bestimmteste, daß die Maßregel lediglich eine Folge des im Jahre 1873 bestätigten allgemeinen Planes der russischen Militär-Reorganisation sei. Türkei. Konstantinopel, 7. März. Ein Telegramm der Pforte an ihre Vertreter im. Auslande bezeichnet Die immer wieder von Neuem verbreiteten Gerüchte über den Gesundheitszustand und das Privatleben des Sultans als böswillig und absolut unwahr. 7. März. Die zur Untersuchung der letzten Vorgänge nach der Insel Pirgos abgesandte gemischte Commission hat nach den Vorgefundenen Spuren und fonftigen Beweismitteln festgestellt, daß ein Zusammenstoß mit rumänischen Soldaten daselbst stattgefundcn habe. Es fei somit eine Verletzung des türkischen Gebiets durch rumänische Soldaten unbestreitbar. Die Vertreter Rumäniens lehnten es unter Protesten, welche jedoch an den Thal- fachen selbst nichts ändern, ab, das Protokoll hierüber zu unterzeichnen. Man hofft indeß, daß die rumänische Regierung die Verantwortlichkeit für Thaten ihrer Organe anerkennen werde. Rumänien ^ufarefl, 7. März. Die Depurirten-Kammer hat den Gesetz-Entwurf übCT Staats-Rechnungswesen angenommen, nachdem Bratianu als in- teL?1 J c T F'nanz-Minister einige Modifikationen der Vorlage für zulässig erklärt hatte. ö ' 6 H 8 Griechenland. Athen, 7. März. Die Deputirten-Kammer hat mit 70 gegen 61 fil CtU bcr Opposition anläßlich einer Pensions-Frage 'beantragte MißtranenS-Votum angenommen; 12 Deputirtc enthielten sich der Abstim- mung. 'liorgen wird voraussichtlich das Ministerium Kumunduros seine Entlassung geben. ' ttitfltaufc» London, 7. März. Die „Times" besprechen den angeblichen Vorschlag Rußlands, die Mächte sollten etwaigen künftigen Zwangsmaßregeln gegen die Türkei oder einer Abänderung der bestehenden Verträge beipflichten, und meinen: England sollte nicht Verbindlichkeiten eingehen, die ihm unter Umständen Verlegenheiten bereiten oder ihm gefährlich werden könnten. Wenn England das Programm der Conferenz aufrecht erhalte, so könne ihm von Niemanden Gleichgültigkeit gegen das Loos oder die Ehre der christlichen Bevölkerung vorgeworfen werden. London, 8. März. Das beglaubigste Gerücht über Jgnatieff's Sendung ist noch dasjenige, wonach er die Mächte bestimmen soll, von der Pforte ein protocollarisches Versprechen behufs Durchführung der von der Conferenz verlangten Reformen zu fordern und dergestalt den Mächten vertragsmäßige Rechte behufs Controlirung und im Nothfalle Erzwingung der betr. Zusagen zu sichern. Das britische Cabinet wird auf eine solche Zumuthzmg, weil dem Pariser Vertrage widersprechend, schwerlich eingehen, obzwar die „Times" sie friedenshalber befürwortet. Stuften Nom, 7. März. Der Papst wird in nächster Zeit drei Consistorien abhalten, und zwar am 12. d. Mts. behufs Ernennung von Cardinälen und Bischöfen, am 16. zur Vornahme der Ceremonie der Mundöffnung und am 19. iur Verleihung von Cardinalshüten, wie solche im Jahre 1870 stattfand, seitdem aber unterblieben war. Gültige Privat'Banknoten. Die beschränkenden Bestimmungen des § 43 des Reichs-Bankgesetzes vom 14. März 1875 sind (nach dem im Retchsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachstehender Privat-Noienbanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugniß zur Notenausgabe erthetlt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. — 2. Bayerische Notenbank in München. — 3. Bremerbank in Bremen. — 4. Breslauer Bank in Breslau. — 5. Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz. — 6. Cölnische Privatbank in Cöln. — 7. Danziger Privatbank in Danzig. — 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main.— 9. Hannoversche Bank in Hannover. — 10. Leipziger Cassenverein in Leipzig. — 11. Lübecker Commerzbank in Lübeck. — 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. — 13. Posener Privatbank in Posen. — 14. Sächsische Bank in Dresden. — 15. Bank für Süddeutschland in Darmstadt. — 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. — Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat-Notenbanken oder (Korporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. 95^* Seitens der Nationaldank für das Grosiherzoathum Luxemburg sind neuerdings auf Reichswährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 und 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach $ 11 des Bankgesetzes vom 14. März 1875 verboten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger Verwendung daneben mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestraft. t ohne Medim lnahrung: zen !> 6itjn. *" dir i« Der Lowmggsie. fr- kärz besorg U. ^vid W (Jetretiir; wstei- Ä’ä «d ltgöti ,' nbl»«ro= d-r 5*,bin ÄND »Sä L'-S-'S Mül an, M flllx J,;.r Gesellschaft gib? Ä * jur Genüge! '' $ir- Kurde ist ltn Pistungen sind. — _ D. Du Barry von London. lenchmcn Aesuvdheits- tnen und Kindern ohne Zungen-, Leber-, M(n- e Schwindsucht, nfett Schioach^' £sK-‘ S« 6*1= *" ngelandt- Äerf» iafwitoe '^agemeiner®»®1*1 H«; W«* * ffüßen rc- ,b 0, S*'*' cn3** Sehiffeberieht. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd /". Tagesordnung: Rechnungsablagr. - Bdrstandswahl -r. 12953 Der Vorstand. Wermiethungen. 124U) Ein mäblirteS Zimmer zu ver- vir den. Scb'oggasfe B- 4.__ 1243) Em Familien« Lo^is ist zu »er- rniethen. Wallthorftraße Lit. A- 1242; Ein FamlliemLogiS, 3 Zimmer, Huche mit abgeschlossenem Corrivor, zu »cimiethen. Jacob Reiber, Gortfeld. 1256) Eme Parterie - Wohnung von 4 Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen hei Ehr. Horeyfeck, Reickensandstr^ tz^. 1287) Das seither von Herrn Auhrmann W e b e r im Löwen innegehabte Log S, nebsi Stallungen, Kohlen- u. Holzlager, sowie verschiedene Böden, ist zu vermiethen und 1. Juni beziehbar. Otto Eufa Metzger. 49) Der zweite Stock meines Hauses in bei Garlcnftiahe, 6 Zimmer rc. enthaltend, ist zu vermiethen und am 1. Mai beziehbar. Aui Wunsch kann Stallung abgegeben werden. Schmitt, Univ.-Gier.- Aciuar. 1072) Ein geräumiges Mansarden Logis ist an eine ruhige Familie zu vermiethen und den 1. Juni beziehbar. B. Rav n W'ttwe, Frankturterstratze vermischte Anzeigen. 1290) Ein Portemonnaie mit Geld ist gefunden worden. Zu erfragen in dcr AUcenstratze Rr. 101.__, 1289) Ei» Pferdeknecht wird gesucht. Karl P l anf im Pfau