• Regiments ,o*M.onbln6,tt„ °n Wteprrcht. ,n Krrtschmrr. t sind, versprech, .ager in ßminrohm ii mpfohlen. Kessler, 10. Zeptember: InniroK ^BaUer^ u 10. Teptember'. sti-lwi Sdu»^. SSH*6 ?ite »■s-l irf 12, S'. t-, 6», ' "S i. * »SPS**** Warben v Icti Kra«V <■ ■ffiy»'5S «»’S6# 5o. 909. Sonntag, den 9. September 1899. ichener "Anzeiger Anreize- unb Aultsdlntt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mü Ausnahme des MontchgS. Srpsditionr Schulstraße, Ltt. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 9 »ort 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politisch Wochenübersicht. Unser Kaiser hat sich, nachdem er kurz vorher den Adjutanten des Marschalls Mac Mahon, General d'Abzac, in Audienz empfangen, zu den großen Manövern des 7. und 8. Armee»Corps nach dem Rhein begeben und dort seine ersten Schritte charakteristischer Weise nach Esten zur Besichtigung des großartigen Krupp'schen Etablistements gelenkt. Seine Reise ist diesmal besonders feierlich, indem er nicht blos die Prinzen seines Hauses, verschiedene deutsche Fürsten, die General-Feldmarschälle Graf Moltke und v. Manteuffel unb ein Gefolge, in dem fast alle europäischen Armeen vertreten sind, sondern auch die Kaiserin und die Kronprinzessin in seiner Begleitung hat. Der Kronprinz, welcher während der vergangenen Woche die bayerischen Truppen inspi- cut hatte, schloß sich seinem kaiserlichen Vater in Schloß Benrarh an. Der enthusiastische Empfang, welcher dem Heldengreise Seitens der zu vielen Tausenden zusammengeströmteu Bevölkerung überall, wo er erschien, zu Theil wurde, bewies. daß die Liebe zu Kaiser und Reich, aller Hetzereien der ultramontanen Presse ungeachtet, in den Herzen der Rheinländer heute noch ebenso warm glüht wie zuvor. Die Feier des Sedantages ist in ganz Deutschland unter regster Betheiligung aller Volksschichten begangen worden und stellt es außer Zweifel, daß dtkser Tag, allen Gegenarbeiten der Reichsfeinde zum Trotz, immer mehr zu einem allgemeinen Nationalsesttage wird. Was der Feier diesmal eine besonders gehobene Stimmung verlieh, war das Gefühl, daß das neue Deutsche Reich durch seine ruhige, feste Haltung inmitten aller Wirren die Erhaltung des Weltfriedens sichert und die Kraft in sich trägt, erwaigen Versuchen zur Störung des Friedens, mögen dieselben nun von Osten oder von Westen her kommen, mit Erfolg entgegenzutreten. Bei allem nationalen Selbstgefühl blieb der Feststimmung indeß jede Selbstüberhebung fern. Die Feier wurde überall in erster Linie von der Jugend begangen. In manchen Gegenden, wie z. B. an der Bergstraße und im Württembergischen, leuchteten Freudenfeuer zur Feier von den Bergen in's Land hinein. An einigen Orten, wie in Bonn, Magdeburg und Karlsruhe, wurde die Feier des Tages mit einer Einweihung der Denkmäler verbunden, welche zu Ehren der im Feldzuge von 1870/71 gefallenen Krieger errichtet worden waren. In Crefeld fand zugleich die feierliche Enthüllung des dem Componisten der „Wacht am Rhein", Karl Wilhelm, dort gesetzten Denkmals statt. Fürst Bismarck weilt in Gastein. Daß er dort aber nicht blos seiner Gesundheit lebt, sondern sich auch um Amtsgeschäfte bekümmert, geht aus ter Thatsache hervor, daß er bald nach seiner Ankunft die deutschen Botschafter in Wien und Rom, den Grasen Stolberg und den Freiherr» v. Keudell, empfangen hat. Soll doch auch der Leiter der österreichischen Politik, Graf An- draffy, eine Zusammenkunft mit dem deutschen Reichskanzler in Aussicht genom men haben. Der deutsche Botschafter in Paris, Fürst Hohenlohe, hat sich zu einem längeren Urlaub nach Bayern begeben. Der neue bayerische Gesandte in Berlin, v. Rudhart, hat dem Kaiser in Gegenwart des Staatssekretärs v. Bülow sein Beglaubigungs-Schreiben überreicht und sich einer sehr zuvorkommenden Aufnahme zu erfreuen gehabt. In Bayern hat sich ein Organ der „Extremen", der Münchener „Volksfreund", allen Ernstes dafür ausgesprochen, die Thesen deS päpstlichen Syllabus zum Programm der ultramontanen Partei zu machen. Von Stuttgart ist ein Sanitätszug von 19 Wagen nach dem russischen Kregsschauplatz abgegangen. Der badische Städtetag hat an den Bundesrath eine Petition um Ablehnung einer Aenderung des Unterstützungs-Wohnsitzgesetzes gerichtet, in welcher er sich besonders energisch gegen eine Aendemng mit der Wirkung einer größeren Belastung der Städte erklärt. Der u n t e r e l s ä s s i s ch e Bezirkstag hat einstimmig einen Beitrag von 500,000 Mk. zu dm Kosten des Universitätsbaues in Straßburg bewilligt. Im Canton Tessin herrscht noch immer eine Hochgrad ge Spannung zwischen Ultramontanen und Liberalen- Die ultrawontane Regierung hatte aus Anlaß eines Consiictes zwischen Gensd'armen und Bürgern die Besetzung der Stadt Lugano durch Militär angeordnet; der liberale Gemeirderath wandte sich indeß mit einem Protest gegen diese Maßregel an die Bundesregierung und diese hat nunmehr die militärische Besetzung Luganos rückgängig gemacht. Die österreichische Regierung hat mit dem galizischen Landtag, der ihr durch polensreundliche Kundgebungen Verlegenheiten zu Breiten drohte, kurzen Prozeß gemacht, indem sie denselben unmittelbar vor d.'m Beginn der Adreßdebatte, in welcher die Polen ihren Wünschen für die Diederherstellung Polens Ausdruck geben wollten, ausgelöst hat. Merkwürdig ist, daß der päpstliche Nuntius am Wiener Hof, in dem die ultramontanen Polm ihren Führer verehren, kurz vorher nach Krakau gereist war. Ohne Zweifel hat derselbe die „unglücklichen" Polen zur Vorsicht gemahnt und auf bessere Zeiten verO-ostet. Ter Umstand, daß der „Volkssreund", das einzige katholische blatt in Oesterreich, welches den Jesuiten noch einigen Widerstand zu leisten suchte und deshalb von der Berliner „Germania" mit Todfeindschaft behrt wurde, am 1. Septen ber aufgehört hat zu erscheinen, beweist, daß aich in Oesterreich nachgerade Alles mehr und mehr nach der Pfeife der Jesnten tanzen muß. er Hheil. Aus Pesth kommen günstige Nachrichten über den Verlauf der Verhandlungen über den deutsch-österreichischen Handelsvertrag: auf den Antrag des Minister- Präsidenten Tisza wurden nämlich die Berathungen des ungarischen Zollaus- schuffes bis zu der demnächst zu erwartenden Vorlegung des Handelsvertrages mit Deutschland suspendirt. In England herrscht vollständige politische Stille, die nur zuweilen durch Partei-Versammlungen für oder gegen Rußland, die aber ohne tiefere Bedeutung sind, gestört wird. In Frankreich ist der plötzliche Tod des greisen Thiers das wichtigste Tagesereigniß, vor dem alle übrigen an Bedeutung zusammenschrumpsen. Für die „Regierung des Kampfes", als welche sich das Ministerium des Marschalls Mac Mahon hinstellte, konnte, nachdem sie sich durch zahlreiche Ausschreitungen die öffentliche Meinung mehr und mehr entfremdet hatte, Nichts erwünschter kommen, als der Tod desjenigen Staatsmannes, welcher von den Republikanern einstimmig als Gegen-Candidat Mac Mahon"s auf den Schild gehoben woiden war und am meisten dazu beigetragen hatte, die Bewegung gegen bie Regierung in ben Schranken bes Gesetzes zu halten. Denn nunmehr tritt ber weit rabicalere Gambetta, ber sich bisher absichtlich hinter Thiers zu- rückgestellt hatte, an bie Spitze ber republikanischen Partei, unb ba es sich in bem bevorstehenden Wahlkampf von nun an nur um die Wahl zwischen ihm und Mac Mahon handelt, so werden sich alle Freunde der Ruhe und Ordnung um so entschiedener in das Lager der gegenwärtigen Negierung getrieben fühlen. Die Aussichten auf einen günstigen Ausfall der Wahlen sind daher in Folge von Thiers" Tod für den Marschall bedeutend gestiegen, damit freilich aber auch die Gefahr, daß Letzterer sich für den Fall des Sieges von den ihn stützenden klerikalen Elementen zu verhängnißvollen Entschlüssen weiter treiben läßt, für len Fall der Niederlage aber noch weniger vor Gewaltmaßregeln zurück- schrecken wird als bisher. In Antwerpen ist vor einigen Tagen der fünfte Congreß der Gesellschaft für Reform und Codificirung des Völkerrechts zusammengetreten- Praktische Resultate hat derselbe indeß diesmal ebenso wenig wie früher zu Tage gefördert. Die Mormonen am Salzsee haben in Brigham Ijoung ihr langjähriges Haupt verloren. y.d Persien ist zum 1. September dem Allgemeinen Postverein beigetreten- --------------- T3Üfi Berlin. Unser Kronprinz dankte in Würzburg anläßlich, des ^ihmLge- brachten Fackelzuges, wie die „Würzb. Allg. Ztg." meldet, mit folgenden Worten : „Vor Allem gebührt Mein innigster Dank Sr. Maj. dem Kölligi Ludwig von Bayern. Ich fordere Sie auf, aus voller Brust mit Mir rinzustimmen in den Rufi Er lebe hoch!" Rödelheim, 5. September. Das Unglaubliche wird geschehend Hun- gari wird im Auftrage des bischöflichen Ordinariats die Fllncttonfp als katholischer Seelsorger wieder ausnehmen! Am verflossenen Sonntag ist Hyngarr hier gewesen und hat erklärt, daß das Ordinariat ih silier am li September abgehaltenen Sitzung diesen Beschluß gefaßt habe, und daß er gegell'Ellde dieser Woche seinen Einzug dahier halten werde. Die VorhereitnnAen /des Kirchen-Vorstandes zeigen, daß es mit der Sache Ernst ist. Uebrigens durste das Bisthum doch nut falschen Faktoren rechnen. Das Ober^Präsidium zu Kassel hat den Polizei-Chef dahier beauftragt, sogleich zu berichten, wenn"Hun- gari wieder Amtshandlungen dahier vornehmen sollte. (Rh- Oesterreich. Wien, 7. September. Aus Konstantinopel wird gemeldet/: Die Pforte beabsichtigt, nach einem Waffeir-Erfolge Friedens-PoxMäge zu machen und die Vermittlung der Mächte anzurusen. — Wie aus Belgrad gechejdet wird, hat der Fürst von Serbien dem Czaren angezeigt, er werde 80,000 Mann aufbringen, wovon die eine Hälfte mit ben Russen zusammenwirken, die Ändere die serbischen Grenzen beschützen solle. — Der Fürst GckliAu, IdjutE Czaren, ist aus Bulgarien in Wien eingetroffen. Derselbe cohferqte raif, Ilo- wikoff; er wird auch den Grafen Andrassy besuchen und eine Audienz beim Kaiser nehmen. Seine etwaige Mission ist unbekannt. - ' -■'' - d ./i Arankreich. Paris, 6. September. Da Madame Thiers die staatliche. Veranstaltung des Leichenbegängniffes ihres verstorbenen Gemahls nur unter der Bedingung anzunehmen erklärte, daß ihr selber die Anordnung des Lekchenzüges überlasten würde, während die Regierung andererseits von der AuKfLhMAlder Decrete, welche die Ordnung der Leichenzüge bei amtlichen CeremvMen/.regeln, nicht glaubte abgehen zu dürfen, so beschloß die letztere, das gestern publirirte Decret zu annulliren. Sonach wird eine amtliche Detheiligung atp Leichenbe- gängniß nur insofern ftattfinden, als der Leiche die miliiartschep^Eh^yhezeu- gungen erwiesen werden, welche dem Verstorbenen als Würdenträger.der Ehrenlegion und ehemaligem Staatsoberhaupte gebühren. ~ ~ zj , r pint,n hpÄ (cSpnnfÄ nn bi» Watimi flute, ihre eigenartigen nationalen Cböre und Gesänge werden mit merkungSwerther Parrs, 6. September. Em von der unten des Senats an Die Ji t ^räcifton vorgetragen. Bei den Soll'« zeichnete sich der Bassist Franz! durch eine um- aerichtetes Manifest ertheilt dem verstorbenen Thiers hohes xsoo und sorvert fanßrelü)C klangvolle, selten weiche Stimme, datz schöne Frl. „Peppt" durch emc wohl- e ■ « r r ■ rti.i.....Linon i ah rtor i i ii oh sWifton mit Ri il: it_____k - cn „.i. m f .. ...a c>»1 sl) ah ui" hnrifi hoh fii t »n h *> mitfifnl .1 hti nn miÄ Frankreich aus, bei dieser Gelegenheit seinen souverainen Willen mit Ein- müthigkeit und Festigkeit durch die Wahlen ju bekunden für die liberal-conser- Dann noch daS Intelligenz-Blatt: r r ..... Die Concerte der Tyrolerzeseüschaft „Rechner" fahren fort abendlich die Jiaunie oe® „Cafö Göthe" zu füllen — selbst gestern hatte sich trotz des Regens ein ziemlich zahl- reiches Publikum eingefunden, — dieselben verdienen indessen auch m lebet Jffiei e ben Anklang, den ste so rasch an unserem durch häufige Wiederkehr derartiger Aufführungen etwas verwöhnten Platze gefunden. Die Leistungen der Gesellschaft sind durchgehends thuende Natürlichkeit und Frl. „Nanni" durch bedeutende musikalische Begabung au«, welche letzirre sowohl beim Gesang ihrer Lieder rote nicht minder bet ihren vo>trägen auf der Zither zur Geltung kämmt- Last not least sei noch der technischen Fertigkeit d.s Herrn Lechner bei der Behandlung des Holz- und Slroh-ZnstrumenteS gedacht. — Hoffentlich werden die Künstler auch hier ein dankoaretz Publikum finden. Gießen, 8. Sept. Auf Einladung des hiesigen kaufmännischen Vereins hält Freitag den 14. dss. tm Saale des Hotel „Prinz Carl" der berühmte Reisende Herr Professor Robert von Schlagintweit einen Vortrag über die von ihm zweimal ihrer ganzen Ausdehnung nach bereiste Pacific Eisenbahn in Nordamerika Nicht nur für Erwachsene, sondern auch für die wißbegierige Jugend büifle dieser Vortrag von großem Interesse (ein, um so mehr, alS er durch eine größere Karte und zahlreiche stereoskop>sche Ansichten erläutert wird. Itattc» Rom, 7. September. Die „Agenzia Stesani" melbet: Der Papst wurde aestern Abend vo» einer leichten Ohnmacht befallen, welche indeß keine weiteren Folgen hatte. Heute erhob sich derselbe erst spät und begann zu arbeiten. Die Schwache hält indessen noch an. vative Republik. , , ; Pari-, 7. September. Jules Grsvy wird m seiner Eigenschaft als künftiger Leiter der republikanischen Partei bei der Beerdigung von Thiers die Grabrede halten. Die belgische Gesandtschaft wird der Leichen-Feterlichkeit tn Anerkennung der Verdienste, welche Thiers Belgien im Jahre 1831 geleistet, in corpore beiwohnen. Die Akademie beauftragte de Sach (statt Dllivier), eine Grabrede zu halten. — Die Leichen-Feierlichkeiten für Thiers sind auf Samstag Mittag tn der Kirche Notre-Dame de Lorette angesetzt. Das Amtsblatt veröffentlicht einen Bericht des Ministers des Innern, Fourtou, welcher vom Marschall-Pra- sidenten genehmigt ist; durch denselben wird unter Ausdrücken des Bedauerns das Decret, welches die Bestattung von Thiers' Leiche auf Staatskosten anordnete, wieder aufgehoben. . ,r . . , Paris, 7. September. Der größte Thetl der Senatoren und ehemaligen Deputirten der republikanischen Partei ist bereits zur Leichenfeier von Thiers hier eingetroffen. Man erwartet bedeutenden Zuzug aus allen Theilen des Landes. Die kirchliche Feier sollte nach der Intention der Madame Thiers in der Madeleine Kirche stattsinden; da jedoch die hierzu erforderliche Autorisation nicht ertheilt wurde, so wird die Feier in der Pfarrkirche Notre Dame de Lorette gehalten. Am Grabe wird im Namen der Deputirten der^bisherige Kammer-Präsident Grcoy reden, um so zu bekunden, daß er an Stelle von Thiers die osficielle Leitung der republikanischen Partei übernehme. Krrglaud London, 7. September. Lord Derby ließ sich in einer gestern Abend zu Liverpool gehaltenen Rede folgendermaßen bezüglich der orientalischen Frage aus: Der gegenwärtige Zeitpunkt sei nicht günstig für die Einmischiing neutraler Mächte zu Gunsten des Friedens, aber der Zeitpunkt dürfte kommen und nicht sehr weit entfernt sein, wo Englands gute Dienste annehmbar erscheinen würden; die Regierung werde denselben, sobald er eintrete, nicht unbenützt vorübergehen lasten. Der orientalische Krieg. Wien, 6. September. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest vom 6. d.: Gestern früh entwickelte sich in der Umgebung von Rustschuk ein bedeutender Kampf. Bald darauf begannen die Rusten von Slobosia ans em Bombardement, welches, von türkischer Seite erwidert, den ganzen Tag andauerte und heute fortgesetzt wurde. — In verflossener Nacht versuchten türkische Truppen von Widdin aus auf Barken sich Cuperceni zu nähern.wurden aber durch das Feuer der rumänischen Batterien zurückgetrieben. Die Garnffon von Widdin ist wegen der drohenden Haltung Serbiens auf 8000 Mann verstärkt. Konstantinopel, 7. September. Ueber das bereits gemeldete Treffen enthält ein Telegramm Mehemed Ali's aus Koslova noch folgenden misfuhr- licheren Bericht: Die Türken, in zwei Colonnen getheilt, griffen eine Division des zweiten russischen Armee-Corps in der Umgebung von Koslova an. Nach blutigem erbitterten Kampfe wurden die Rusten vollständig geschlagen,. gingen aller ihrer Verschanzungen verlustig und zogen sich über den Lom-Fluß zurück. Jbre Verluste werden aus 3000 Mann geschätzt. Der die russt.che Cavallene befehligende General wurde getödtet. Der türkische Verlust belief sich auf 200 Todte, darunter 2 Oberste und 700 Verwundete. — Die „Agence Havas meldet: Die Montenegriner erlitten vor Nicsic eine Niederlage mit von 1300 Mann und hoben die Belagerung der Festung auf. Bezüglich der Kämpfe bei Lowtscha und Schlpka ist noch keine amtliche Depesche.ver- öffentlicht. Aufgebote. 3. September. Kaufmann Christian Philipp Theodor Küchler zu Gießen mit Johannette Elise Mathilde Pfannmüller zu Gießen. — 4. Mechaniker Karl Konrad Georg Anton Best von Gießen mit Anna Katharina Friederike Bach von Gießen. - Metzger Heinrich Georg Meister von Königsberg mit Karoline Christiane, Wittwe deS Bierbrauers Anton Dobner, geborene Plank von Gießen. Eheschließungen. Seotember 5. Arbeiter Georg Meikel von Romrod mit Marie Karoline Christiane Georgette Lemp von Gießen. — Telegraphist 9rrüna Wilhelm Adolf Bourgeois von Gießen wohnhaft in Kirchweyhe, mit Friederike Wilhelmine Dorothea ecbraner non Gießen. — 7. Schlosser Otto Bernhard Müller von Chemnitz siiit Marie Louise Susanne Josephine Meinhardt von Gießen. — Schlosser Karl Wilhelm Ernst Emden von Brandenburg mit Karoline Häuser von Gießen. Geborene. 27. August. Sophie Marie Magdalene, Tochter von Heizer Johannes Krahl. 29, Philipp August, Sohn von dem Großh. Gensd'ann Johannes Noder. 30. Max Emil, Sohn von Fuhrmann Casper Baffer. — Ein Kind männlichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Seilermeister Valentin Brauer. 2. September. Heinrich, Sohn von Schneider Johann Gottlieb Julius Exner. — 4 lieben Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Bahnarbeiter Justus Walther. Wilhelmine Auguste Johanna, Tochter von Lackirer Martin Philipp Karl Ludwig Hellmo?d - 2 Wilhelm, Sohn von Heizer Lou.s Kreiling. 1. Johanna e n tn der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts^ "^ert, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts, - 31 August. Ein Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Dornamen) von Kaufmann Wilhelm Balser. — 4. September. Anna Kunigunde, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. — Karl, Sohn von Fuhrmann Friedrich Wilhelm Wilke. — 3. Georg Emil, Sohn von Metzgermeister Johannes Seng. - Amalie Emma Mathilde, Tochter von Photograph Ludwig Orth. Gestorbene. 2. September. Susanne Johannette Louise Elisabeth Marie Stückrath, geborene rrmesch 31 Jahre 9 Monate 22 Tage alt, Ehefrau des Schreinermeifters Karl Stück- - 73 margar'tbe Sinn, geboren- H-nk-I, 29 Jahr- 1 Monai 26 Tag- alt, Wittwe des Dienstmanns Konrad Zinn. ""-rrnifT*”nnflTT"* Auizug aus den MrHenvüqern oer Staat (filtern. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 5 Sept. Georg Merket, Arbeiter dahier, des verst. TaglohnerS in Rom- rob Friedrich Merkel, ehet. Sohn; und Marie Karoline Christiane Georgine Lemp, des'verst. Lchäfers, Johannes Lemp, ehel. Tochter. Denselben. Franz Wilhelm Adolf Bourgeois, Telegraphist in Kirchweyhe, des verst. Kirch ndieners, Johannes Bourgeois, ehel. L>ohn; und Friederike Wsthelmme Dorothea Shraner, des Bürgels und SchremermelsterS, Joseph Schraner, ehel. Lochter. Den? Sept. Karl Wilhelm Ernst Emden, Maschinenschlosser dahier, des verst. Oeconomen zu Brandenburg a. d. Havel, Eduard Emden, ehel. Sohn; und Karolme Käufer des verst. Bürgers und Schneiders, Caspar Hauser, ehel. Tochter. Getaufte. . Den • Sept. Dem Premierlieutenant tm 8. Jägerbataillon zu Zobern, Ludwig Weber eine Tochter, Elsa Franziska Johannette Anna Luise, geb. den 21 Juli. Den a. Sept. Dem Eisenbahnschaffner Heinrich Gobel, eine Tochter, Marie Katharine^ gb^de schreiner Friedrich Sprankel, eine Tochter, Katharine Luise ®i1 *6$)6enf’eUen. Dem Lokomotivheizer Ludwig Klein, ein Sohn, Friedrich Wllhelm Karl, Diätar Johannes Wallenfels, eine Tochter, Johanna, geb. Öen "Äta. Ein un-b-l, Tochi-- von Answäils, (Smilie 2utft, geb. bxo.w toM wt MnrW 1X\ Mhdm W TM» ton Heizer JshamS W d'am Johannes Ro n. in W manniicheir «r- ir-asss “ÄÄ üM öinh non Auswärts - ■sssS Seift« 2°HMMS een1' g Orth- ‘-Mmt *1,11,1 a-rr * »de. !*2'S“‘S »ÄVM n. Jodler. ** ..m ßuW ..wjllon z"Ä Juli. Äj»*SÄ - * ', , ,»«* dn Loh"' v j Jlrt' S-efta» Allgemeiner Anzeiaer. Marinirte Häringe Annonce 5) Adolph Bertram. Für Hausfrauen Dr LINCK’S Gliricin SCHUTZ = MARKE anweisung gratis- Lang. 2016) Alleinige Fabrik: Julius Bessey in Stuttgart. (4033 3 PROGRAMM: I. Abtheilung. 1. Des Sängers Gruss, Chorgesang. 2. Erinnerung an Salzburg, Glockenspiel auf der Zither; vorgetragen von N a n n y. 3. A Blüm! und a Herz, Altsolo; gesungen von Mirzl mit Chor. 4. Defilirmarsch auf dem Holz- und Stroh-Instrument; vorgetragen von Hans Lechner. 5. Der wilde Jäger, Solo für Bass; gesungen von Franzi. II. Abtheilung. 6. Der Bua im Gemsgebirg, Chorgesang. 7. Mutterseelen allein, auf der Streich-Zither; vorgetragen von Mirzl. 8. Künstlerleben, Walzer-Quartett. 9. Das erste Busser’l, Sopransolo; gesungen von P e p p i. 10. Eine ländliche Concertprobe, komischer Chorgesang. III. Abtheilung. 11. Andreas Hofer’s Tod, Solo für Bass ; gesungen von Franzi mit Echochor. 12. Arien aus »Lucia di Lammermoor“, auf der Zither; vorgetragen von Nanny. 13. lieber Berg und Thal is a Wasserfall, Quartett. 14. Variationen über den „Carneval von Venedig“, auf dem Holz- und Stroh-Instrument; vorgetragen von Hans Lechner. 15. Der Frohsinn auf der Alm mit dem originellen Tyroler Nation al-Tanz (Schuhblattler) oder Haxenschlagen; getanzt von Nanny und Loisl. Die Photographien sämmtlicher Mitglieder sind an der Kasse zu haben. Entree 70 Pfg. — Anfang präcis 8 Uhr. Billete a 50 Pfg bei den Herren Friseur H. Plank und G. Gerhardt. NB. Einem verehrt. Publikum diene zur Nachricht, daß die oben Genannten gewiß Vorzügliches und Neues l eistm indem selbige vier Wochen bei stets ausverkauftem Hause im „Caf^ Göthe" in Frankfurt concertirten. Man bittet vor Schluß der 2. Abteilung nicht zu rauchen. 5034) Achtungsvoll W. Vermeer jungen. 4999) Zwei kleine Famtlienlogis von je 2 Zimmern, Küche, Keller und Bodenraum, zu vermiethen bei_________®. 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September, entfernte sich Konrad Seipp III. in betrunkenem Zustand von Holzheim. Da bis jetzt alle Nachforschungen unsererseits über seinen Aufenhalt vergeblich waren, so ersuche ich die Herren Bürgermeister, falls er ihre Gemeinde betreten sollte, denselben auf meine Kosten hierherbringen zu lassen, oder mich zu benachrichtige. Holzheim, den 7. Septtmber 1877. 5009) Heinrich Ernst Seipp. 4587) Für ein hiesiges Fabrikgeschäft wird per sofort ein mit guten Schulkenntnissen versehener junger Mann in die Lehre gesucht. Näheres bet der Exped. d. Bltts. 5012) Den höchst.u Preis für Hasen und Rehe bezahlt Wildprethändler Ebel, Marktstroße Nr. 31. 5010) Ein Schreiner (selbstständiger Arbeiter) findet bei mir dauernde Beschäftigung._________________________H. Keck. 5029) Weißbindergcsellen gesucht. Christian Petri V. jeden Standes finden BFalflllvufl diskrete Aufnahme bei 92) Hebamme Müssig in Mannheim. 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