ssen. Anzeigers da Mitlags- l ®^jP^öb yi. 4 ige Waschfrau findrt lig- Wo? sagt die 4». 6“ - Usk. > Uhrmacher, ^Handln. Gieße»^« afirpffl« itx=W i Gießen nach: yis*. IP1 Vorm. I56. ». 750 W Li« Nachts 52 Norm- 4« Nachin. io* NachtS. 11« Dom- 4" NM- 5. 1« Nachts. [33 Bonn- 421 ’ il3 Darm- 020 Abends en, fehlten. Söhne Gießen vo»! II« Sorm. 3«. < g:ti« Abends- 10 - inn, 4» Nachm- 650* 925 Nachts. M , 1131 $orm. 424 Wm- Ilio. 2« Nachts- js 6^^' I — I i«v , 1 8*i.. °9cn^~~- "'chtung, ZMAhnen fflie«««* n,’d” r«1- \ 7» N®V orm- * PjttaSs- [2 VtittE' •jr«Ä t ,r Uhr ®w««5, Mt-B 55 Poxxn- " Abends- Mo. 181. Mittwoch, den 8. August 187?. Kichener Wyeiger Anzeige- und Amtsblatt fit den Kreis Gießen. Erschein: täglich mit Ausnahme deS MontsgS. Preis vierteljährlich 2 Start 20 Pf. mit Bringerlohn- Cxpesltionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Amtlicher Hheik. Bekanntmachung. In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden, werden hiermit nachstehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat Juli veröffentlicht: Hafer 18,43, Heu JC. 6,40, Stroh JL 7,00 per 100 Kilogramm. Gießen, den 6. August 1877. Großberzogliches Kreisamt Gießen. Dr. B o e k m a n n. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern hat der Londoner Phönix-Feuer-Affecuranz-Societät die Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum Heffen ertheilt, was hiermit zur öffentlichen Kenntnrß gebracht wird. Gießen, am 4. August 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Wir haben angeordnet, daß das Schwemmen der Pferde in der Lahn nur an dem durch ein Plakat bezeichneten Orte und zwar oberhalb der dort in der Lahn angebrachten Barriere stattstnden darf. Indem wir dieses zu öffentlichen Kenntniß bringen, machen wir zugleich darauf aufmerksam, daß Ueber- tretungen dieser polizeilichen Anordnung nach Art. 296 des Polizeistrafgesetzes mit 1 bis 5,14 JL bestraft werden. Gießen, am 3. August 1877. Großherzogliche Polizeiverwaltung der, Provinzial-Hauptstadt Gießen. politischer Hßeit'. Deutschland. > Darmstadt, 3. August. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 21. v. Mts., bezw. 1. d. Mts. den Flügeladjutanten Oberst v. Küchler von dem Amt als Hofmarschall mit Wirkung vom 1. August l. I. ab zu entheben und Höchstihren ersten Flügeladjutanten Oberst Westerweller von Anthony zum Hosmarschall zu ernennen geruht. Darmstadt, 4. August. Man schreibt der „Frkftr. Ztg." von hier: In dem großen Prmcipien-Kampfe zwischen Gymnasial- und Real-Schulbildung haben die Vorkämpfer der letzteren in Heffen einen Sieg zu verzeichnen. Zu der allgemeinen Prüfung im Finanz- und technischen Fache wurden bisher nur solche Candidatkn zugelaffen, welche die Maturitätsprüfung an einem Gymnasium in allen obligatorischen Lehrfächern bestanden hatten. Nach einer im jüngsten Regierungsblatt publicirteu Bekanntmachung des Finanz-Ministeriums genügt für den Cwildienst im Finanz- und technischen Fache für die Zukunft eine Maturitätsprüfung von einem Gymnasium auch ohne die Kenntniß der griechischen Sprache oder an deren Statt die Maturitätsprüfung an einer Realschule erster Ordnung. — Dem Vernehmen nach beabsichtigt die Stadt Worms Schritte zu thun, um mit der Einführung der Reichsjustiz-Gesetze den Sitz eines Handelsgerichtes zu erlangen. Das Bedürfniß hierzu ist um so bringender, als das Bezirksgericht in Alzey, dessen Handelsabtheilung Worms zugetheilt ist, mit der neuen Gerichts-Organisation eingeht; es wird dann für jede Provinz blos ein Landesgericht mit dem Sitz in den resp. Provinzial-Hauptstädten con- stituirt. Dermalen bestehen in Heffen blos zwei Handelsgerichte, i» Mainz und Alzey. Voraussichtlich werden demnächst Darmstadt, Offenbach und Gießen sich ebensalls um die Erlangung von Handelsgerichten bewerben. — Von Seiten des Ministeriums sind eingehende Berichterstattungen über den Zustand der in Städten und Dörfern bestehenden Feuerwehren und über das Löschwesen überhaupt veranlaßt worden. In einem Nachbarorte ist dieser Tage die für die Zukunft unseres Löschwesens bedeutsame Frage, wer bei einem Brande das Commando zu führen habe, der Bürgermeister oder der Comman- dant der Feuerwehr, auf Grund einer älteren Verordnung zum Nachtheil des Letzteren entschieden worden und hat sich in Folge davon die Feuerwehr aufgelöst. Ein weiteres relevantes Moment ist die Unterstützungs-Frage verunglückter Feuerwehrmänner resp. ihrer Hinterbliebenen; in dieser Beziehung müßte uothwendig von Seiten des Staates etwas geschehen. Das Löschwesen in Hessen befindet sich lange noch nicht in dem günstigen Stande, dessen es sich in vielen Nachbarstaaten durch die thätige Initiative und Intervention des Staates erfreut und wollen wir hoffen, daß die angeordneten statistischen Erhebungen einen Wendepunkt zum Befferen signalisiren. Mainz, 6. August. Gestern Nachmittag sind von dem um 1 Uhr 5 Min. von hier nach Darmstadt abgehenden Courier-Zug oberhalb der Station Groß-Gerau ote Locomotive, zwei Packwagen und drei Personenwagen entgleist. Von Passagieren wurden zwei Personen anscheinend erheblich beschädigt. Berlin, 4. August. Zur Vermeidung von Irrungen sei bemerkt, daß die Fünfgroschenstücke noch vollständig umlaufsfähig sind und hinsichtlich ihrer nur die Weisung ertheilt worden ist, daß die öffentlichen Kassen sie nicht wieder ausgeben dürfen. Bis jetzt hat der Reichskanzler noch keinen auf die Einziehung der Fünfgroschenstücke bezüglichen Antrag an den Bundesrath gelangen laffen, und er wird ihn auch nicht früher stellen, als bis die Einziehung ohne allen Nachtheil für den Verkehr wird vor sich gehen können. Ist diese Zeit aber gekommen, so wird, wie dies bisher stets üblich gewesen, die Einziehung mir dreimonatlicher Frist erfolgen und nach deren Ablauf die Außercurssetzung mit allen ihren Folgen eingetreten sein. Daneben werden die neuen 50-Psennig- stücke geprägt, und wenn erst eine hinreichende Anzahl derselben vorhanden sein wird, mit der allmähligen Einziehung und Umprägung der älteren Stücke vorgegangen, die so vielfach mit den 10-Pfennigstücken verwechselt worden sind. Die neuen 50-Pfennigstücke schließen eine solche Irrung aus. Eine andere Umänderung der Formen von Reichsmünzen steht nicht in Aussicht. Pillnitz, 5. August. Der Prinz Gustav von Wasa ist gestorben. Arankreich. Paris, 5. August. Thiers ist heute Morgen nach Storo abgereist und wird am Abend zurückkehren. Man glaubt nicht, daß er eine Rede halten wird. Paris, 5. August. Vor einigen Monaten wurden zwei junge Leute, ausgezeichnete Schüler der „Ecole des Beau; Arts", zu zwei Monaten Gefäng- niß verurtheilt, weil sie beim Abschießen ihrer Gewehre nach einer Jagd aus Versehen, so behaupten sie, ein altes, au dem Wege stehendes Kreuz durchlöchert hatten. Einer dieser jungen Leute, der Architekt ist, erhielt nun heute den Besuch des Polizei-Commiffärs Vinot, der ihm ein von de Broglie gegen- gezeichnetes präsidentschaftliches Decret vorlegte, welches ihm verbietet, die Militärmedaille zu tragen, die er sich während des letzten Krieges als ^jähriger Jüngling erkämpft hatte. Außerdem wurde er aufgefordert, sich nach Versailles zu begeben, um seines Grades eines Reserve-Artilleriofficiers, den er nach feiner einjährigen Dienstzeit und nachdem er seine Prüfung glänzend bestanden, erhalten hatte, entkleidet und degradirt zu werden. England London, 6. August. Das „Reuter'sche Bureau" meldet: Die Regierung hat angeordnet, daß sofort 500 Tonnen Bomben verschiedener Gattung durch Privatschiffe nach Malta transportirt werden. Italien Rom. Cardinal Simeoni wies den apostolischen Nuntius in Madrid an, wenn sich der in der letzteren Zeit sehr wahrscheinlich gewordene Fall der Uebergabe des dortigen Spitals sammt Kirche italienischer Nationalität, welche seit 1868 durch die Madrider Nunciatur verwaltet wurden, an die italienische Regierung, beziehungsweise deren dortigen Gesandten bestätigen sollte, Protest zu erheben. Aegypten. Alexandrien, 5. August. Der Khedive und Bivian werden eine Convention über Aushebung des Sclaven-Vertrags unterzeichnen. Der orientalische Krieg. Pera, 4. August. Ein Rundschreiben des General-Gouverneurs von Adrianopel übersendet der Hohen Pforte folgendis Verzeichniß neuer Greuel, welche die Russen und Bulgaren im Vilajet Adrianopel verübt haben sollen: Am Montag, 23. Juli, verstümmelten Bulgaren aus dem District Eskisagra mehrere Personen (deren Namen aufgeführt werden) aus dem Dorfe Torkhau. An demselben Tage verstümmelten Bulgaren fünf Muselmänner im Dorfe Babamuslim. In Aladagh wurden vier Muselmänner hingerichtet, ferner Achmed und Mustapha im Dorfe Echeldje. Ein zweijähriges Mädchen Namens Zeliha und eine Frau aus Gulsar bei Tirnowa wurden durch Flinten- schüffe und Bajonnetstiche verwundet. In Hazirbaba, District Hassan, erhielten Mustapha Pascha, Hassan und Kodja Mebmed Wunden, welchen sie erlagen. Zwölf Flüchtlinge aus Arabli und Ambarli, darunter Frauen und Kinder, wurden hingeschlachtet. Aehnliches geschah in Selims, Jenitzagra, Jamboli und anderen Orten im Vilajet Adrianopel. Die Verwundeten und die Leichname Hasian's und Kodja Mehmed's wurden nach Adrianopel gebracht. Der englische Consul, der Vice-Consul und der „Times"-Correspondent constatirten den Zustand der unglücklichen Einwohner von Torlak im District Rasgrad, sieben Stunden von Rustschuk, von denen zwei Drittel Christen sind und die sich weigerten, sich zu unterwerfen, worauf ihre Häuser, 400 an der Zahl, und ihre Kirchen von den Rusten angezündet wurden. Bei dem Einmärsche der Rusten in Hazirbey, einem Dorfe bei Eskisagra, wurden 400 Muselmänner, die sich aus verschiedenen Gegenden dorthin geflüchtet hatten, sämmtlich hingeschlachtet ohne Unterschied des Alters und Geschlechts. Ein Muselmann, drei Frauen, von denen zwei verwundet sind, und deren Kinder sind die einzigen, welche dem Blutbad entrannen. Mehr als dreißig Muselmänner, welche aus Tirnowa flüchteten, wurden durch Kosaken und Bulgaren aufgehoben und mit Gewalt nach Tirnowa gebracht. Die Frauen wurden gezwungen, sich christlich zu kleiden. Reuf Pascha meldet folgende Thatsachen aus der Gegend, wo seine Armee operirt. Die türkischen Dörfer im District Eskisagra erdulden Unerhörtes vom Feinde. In einem Dorfe bei Gultu wurde die gesammte männliche Bevölkerung getödtet, die Frauen gezwungen, ihren Namen zu ändern, den Schleier abzulegen. Die Muselmänner werden auf den Feldern getödtet. Nachdem die Mehrzahl der Männer in Gultu. getödtet war, wurden die Frauen und Kinder in eine Scheune geschleppt und lebendig verbrannt. In Karadjaviran entwaffneten die Bulgaren die Muselmänner, ermordeten fünf und eine Frau, welche sie in Stücke schnitten. Die übrigen wurden in eine Kirche geschleppt und gezwungen, ihren Glauben abzuschwören. Von den türkischen Truppen angegriffen, flohen die Bulgaren, nachdem sie alle Häuser in Brand gesteckt hatten. Petersburg, 5. August. Einer Depesche des „Golos" aus Kürükoara vom 4. d. zufolge hat Mukhtar Pascha seine überflüssige Bagage nach Kars zurückgesendet. In dem türkischen Lager ist die Distenterie ausgebrochen. Der englische Militär-Bevollmächtigte Kemball ist in Folge eines Zerwürfnistes mit Mukhtar Pascha nach Erzerum abgereist. Die Positionen der beiderseitigen Armeen sind unverändert. Konstantinopel, 5. August. Osficiell. Die Rusten wurden bei Je- nitzagra vollständig geschlagen. Die türkischen Truppen verfolgten den in Un- ordnuug fliehenden Feind bis Hamboghar. Suleiman Pascha besetzte hierauf dieses Defil6e. Die Verluste der Rusten sind beträchtlich. Die Türken erbeuteten zwei Kanonen und eine große Menge Montirungsstücke. Konstantinopel, 5. August. Öfficieller Verlautbarung zufolge wurde Namyk Pascha zum Präsidenten des Kriegsgerichts ernannt, welches mit der Aburtheilung Redis's, Abdul Kerim's, Echref Pascha's und anderer Officiere betraut ist. Reuf Pascha wurde heute vom Sultan empfangen und wird morgen wieder abreisen. Das Journal „Stamboul" wurde suspendirt; „Levant Herald" erhielt Erlaubniß, wieder zu erscheinen. — Am Freitag fand ein Bombardement zwischen Widdin und Kalafat statt. Suleiman Pascha har nach dem gemeldeten Siege bei Jenitzagra diese Stadt wieder besetzt. Konstantinopel, 6. August. Ein Edict des Sultans setzt die Gehalte aller Beamten bis zur Beendigung des Krieges auf die Hälfte herab. — Der russische Dampfer „Constantin" erschien am Freitag Nacht vor Chilios am Bosporus, feuerte einige Schüsse ab, entfernte sich jedoch alsbald wieder. Petersburg, 6. August. Amtliche Meldung: Schagrimachala, 3. Aug. Details über den Kampf bei Plewna am 30. Juli fehlen. Unsere Truppen sind in den Positionen verblieben, welche sie vor der Attaque inne hatten. Der Verlust war groß und überstieg 5000 Mann. Der Commandeur des Schui- rikisschen Regiments, Baron Kaulbaro, ist unter den Todten; schwer verwundet wurde der Commandant des Koslow'schen Regiments, Stepanoff; leicht verwundet : Generalmajor Boscherjanoff und der Commandeur des Bylskischen Regiments Sarantschoff. Die Truppen kämpften heldenmüthig. Der linke Flügel nahm zwei Reihen Verschanzungen und ging erst am Abend zurück. Der Geist der Truppen ist vorzüglich. Plewna und Lowatz sind durch starke türkische Abtheilungen besetzt und stark befestigt. General Gurko hat die Zweig- Eisenbahn Jamboll-Philippopel zerstört. Derselbe schlug und zerstreute am 30. Juli eine Abtheilung der Armee Suleiman Pascha's, welche Jenitzagra besetzt hielt, und eroberte zwei Geschütze. Nachdem er am 31. Juli noch eine andere Abtheilung dieser Armee bei Dschuganli in der Nähe von Eskisagra geschlagen hatte, zog sich General Gurko bei Annäherung der gesammten Armee Suleimans, welche die bulgarischen Milizen aus Eskisagra verdrängte, nach den Balkan-Pässen zurück. — Bei Schumla ist Alles ruhig. Bukarest, 6. August. Vrackenburg, Correspondent der „Times", Dill de Loulay, Special-Correspondent des „Monde illuströ" und des „Moniteur universel", Lamotte, Correspondent des „Temps" und Tellier, Correspondent der „Jllustracioa Espanola", haben am 21 Juli zu Kasanlyk eine protokolla- ri'che Erklärung abgegeben über Greuelthaten, welche reguläre türkische Truppen am 17. und 18. Juli bei Vcrtheidigung des Schipka-Paffes an russischen Verwundeten verübt hätten. 6 August. Meldung des „Tageblatts" : Schumla. Suleiman Pasch. H it gestern Kasanlik, welches von den Ruffen geräumt wurde, besetzt.— B : veifcbr ..ni,ch-'n Schumla und Rustschuk wurde auf der ganzen Strecke wrrder hcrgeftelir. — ,Uaepc> Pascha schlug eine russische Colonne bei Med- sandj^, ic’; Russin r er ließen. Osman Pascha erhielt das Großkreuz ^cs Osmani^-Ordeuv, Alil Pascha einen Ehrensäbel. 7. vhigi;!*. Meldung des „Tageblatts" : Belgrad. Der Be- fehl zur l'l'obllisiru'.lg für die 'Miliz- Clane ist erfolgt. Die Aerzte müssen innerhalb 48 Stunden einrücken. Lokal-Notiz. Gießen, 7. August. Wir lassen nachstehend die T a a e S ordnu n a für die Stadt- verordneten-S'tzung am Donnerstag den 9. August 1877, Nachmittags 4 Uhr, in dem alten Reatschulgebäude, folgen: 1. Den Voranschlag der evangelischen Kirche für das Jahr 1876. 2. Den Wirthschaftsplan für die städtischen Waldungen pro 1878. 3. Die Rechnung der Stadt Gießen vom Jahr 1875. 4 Das neue Anlehn betr. 5. Die Gehalte der academisch gebttdetcn Lehrer an den städtischen Schulen. 6. Die hiesige Handwerkerschule. 7- ^®el“nbccrn)er6 Zur Anlegung einer Straße zwischen dem Schwarzlachweg und dem Wallthor. 8. Die Straße zwischen Reichensand und Neustadt. 9. Gesuch des Christoph Weiß um Erlaubniß zumUeberfahren der Schoor. 10. Baugesuch des Theodor Lony betr. 11. Baugesuch des Kaminfegers Zwesch. 12. Baugesuch des Andreas Euler. 13. Gesuch des Maurermeisters Christian Haubach um Erlaubniß zur Vornahme von Bauoeränderungen. 14. Die Gehalte der Arbeitslehrerinnen. 15. Die Feier des 2. September. 16. Die Verpachtung des Steinbruchs im Hangelftein. Gießen, 7. August. In der neuesten Nummer von „Ueber Land und Meer" skizz'.rt Elise Polko in ihren Porträtskizzen und Erinnerungen unsere Stadt folgendermaßen: Gießen stellt sich dar als eine alte Tante mit Hornbrille und Strickstru npf, die durchaus nicht begreifen will und kann, daß hinter den Bergen auch noch Leute wohnen. Wetzlar, wo die gute Tante eben wohnt, erhält folgende Physiognomie: Wetzlar eine vergessene Stadt, gleicht frappant einem Bürgermädchen von der Staffelei irgend eines alten Niederländers, ein stilles Gesichtchen mit gesenkten Wimpern, im Rahmen blonden, schlicht gescheitelten Haars. — Ist dies vielleicht Revanche daß Gießen gedachte Verfasserin bei ihrem Hiersein nicht mittelst Regimentsmusik und Fackelzug empfangen hatte. — Kommenden Sonntag wird Herr W. Wenzel in seinem Etablissement uns wiederum einen Genuß zu verschaffen suchen, indem er beabsichtigt eine italienische Nacht zu arrangiren, verbunden mit Feuerwerk des wirklichen Herrn Divacovlch aus Höchst. Hoffen wir, daß die Witterung es gestattet, damit wir einen schönen warmen Abend in gedachtem Etablissement verbringen können. Vermischtes. — (Jägerlatein.) Die „Jaadzeitung" erzählte in ihrer letzten Nummer, daß ein Jägersmann unweit Berlin ein Thier in der Schonzeit schoß, aber angab, auf einen Hirsch seinen Schuß abgegeben zu haben, der auch in der Thal unweit des Schusses verendet gefunden wurde! Diese Angabe soll bei Gericht Heiterkeit erzeugt und dennoch zur Verurtheilung des unglücklichen Waidmannes Anlaß gegeben Haven. Dieser Vorfall veranlaßt einen Waidmann, der wohlbewandert im Jägerlatein zu sein scheint, ein Ereigntß aus seinem „eigenen, langen Jägerleben" mitzutheilen. Er erzählt: Es war Hochsommer, ein Jahrmarkt vor der Thür, dem jedes Jahr einige Stück Schmalwild gespendet wurden. Ich batte einem Jagdgalle einen sicheren Stand in meinem Thiergarten gegeben und mich auf eines Schusses Weite unter ihn placirt. Plötzlich kam ein Rudel von vier Stück Wild auf meinen Gast, eräugte denselben aber und wechselte in gerader Linie auf mich zu. Sobald das kleine Rudel die Schützenlinie passtrt hatte, suchte ich mir ein Sckmalthier aus, bemerkte aber, daß während des Ablassens meines Schusses das Wild plötzlich — aus welchem Grunde, ist mir heute noch unbekannt — durcheinandergefahren und ein altes Thier, welches hinter dem Schmalthiere flüchtig war, durch rasche Bewegung in gleicher Richtung hinter letzteres gelangte. Auf den Schuß ■ stürzte das auf das Vistr genommene Stück Schmalwild; als ich mich demselben näherte, sah ich ein zweites gleiches Stück hinter dem vordersten liegen. DaS bestimmte, freigewesene, vorderste Schmalthier war durch die Blätter geschossen, dem von demselben gedeckten hatte die Kugel durch die HalSarterie durchgeschlagen und war gleichfalls durch selbige hindurchgedrungen. Nachdem ich beide Stücke geknickt hatte, wurde Recherche gepflogen, ob die durch dieselben hindurchgedrungene Kugel nicht etwa das alte Thier noch möchte erfaßt haben — und stehe da, das letztere lag etwa 200 Schritte vom Anschüsse verendet, das Geschoß war jedoch in der Lunge stecken geblieben. Diesen durch seine Ueberbeute tragischen Jagdfall hat eine ganz gewöhnliche Büchsflinte mit einer Rundkugel und verhältnißmäßig wenig Pulver herbeigeführt. — Surrogat von Bienenwachs ist bekanntlich Erdwachs, das eine immer wichtigere Rolle zu spielen scheint; es kann fast allen Zwecken dienen, zu welchen Bienenwachs brauchbar ist und kostet dabei nicht halb so viel wie letzteres. Nach einer Schätzung sollen von Ozokerit (rohen Erdwachs) —wir entnehmen dies Gehe's Handelsbericht — im Osten Europas besonders Galizien, ca. 80,000 Ctr. ä durchschnittlich fl. 14 pro österr. Ctr. von 56 Kilo abgegeben werden, welche mehrere größere Fabriken raffiniren und dadurch dessen Brauchbarkeit erhöhen. — Neu entdeckte vegetabilische Spinnstoffe. Nach einer eigenen Mittheilung der Herren Hans Ewald u- Cie. in Zittau haben dieselben einen neuen Spinnstoff — als Ersatz für Baumwolle — der nicht allein 20—25% billiger als Baumwolle, sondern auch wesentlich wolliger, haltbarer und besser sein soll. Der Stoff stammt vom Kontinent und ist en mässe zu haben, im Uebrigen aber nur durch obige Firma zu beziehen. Dieselbe erbietet sich, den sich dafür Jnteressirenden Muster mit Preis-Notizen zugehen zu lasten und beabsichtigt einige Kapitalisten zur Etablirung eine# größeren Etablissements einzuladen. Nach den uns vorgelegten Mustern aus Baumwolle und dem neuen Stoff, verdient Letzterer unbedingt den Vorzug vor Ersterem. — Schwarzer Anstrich und bronceartige Farbe. Der „Mschbr." beantwortet die Fragen: Woraus besteht der schwarze Anstrich für Nähmaschinen, und wie färben die Engländer ihre kleinen Metallwaaren, wie Pfropfzieher ?c bronceartig? folgendermaßen: Einen guten schwarzen Lackfirniß für obigen Zweck erhält man, indem man 120 Gewichtstheile gebrannte Umbra und 60 Gewichtstheile echten Asphalt mit 3160 Ge- wichtsthetlen gut gekochten Leinölfirniß vermischt. Der Asphalt wird im Del warm gelöst, die Umbra mit Oel verrieben und dem warmen gekochten Oele zugesetzt. Die erkaltete Mischung wird entsprechend mit Terpentinöl verdünnt- Goldlack für Eisen bereitet man aus drei Theilen Leinöl, 2 Theilen Weinstein, 2 Theilen Saffran, 0,06 Thei- len Curcuma, indem man die Mischung in einem irdenen Gesäße kocht. Bei den erwähnten englischen Eisenwaaren scheint eine feine Kupferbronce verwendet zu werden. — Behandlung neuer hölzerner Fässer zur Aufbewahrung von Wein und Most. Neue hölzerne Fässer ertheilen dem Wein und Most bekanntlich einen schlechten Geschmack und führen auch wohl gänzliches Verderben herbei. Man beugt dem vor, wenn man die Fässer mit einer Sodalösung auslaugt. Für ein Faß von 60 Liter Inhalt genügt 1 Psd. krystallisirtes kohlensaures Natron. Man löst dieses Salz in Wasser, füllt das Faß halb voll, rollt es eine Zeit lang, füllt es bann ganz voll und läßt eS 12 bis 14 Tage stehen. Die Lauge ist bann ganz braun gefärbt und wirb abgelasten, das Faß abermals mit Wasser gefüllt, einige Tage hingestellt unb bann ausgespült- Jetzt hält sich der Wein in einem solchen Fasse vortrefflich. — Eierbecher aus Papier- R- M. Waschburn in Burlington Iowa, hat ein Patent auf Eierbecher genommen, welche aus Papiermasse und zwar so billig hergestellt werden sollen, daß sie nach einmaligem Gebrauche weggeworfen werden können. Das Scientific American, September 1876 S- 195, bringt eine hübsche Abbildung davon und macht die acht amerikanische Bemerkung dazu: „Diese Eierbecher könnten auch für Ankündigungen dienen, welche auf deren Umfange gedruckt würden, so daß dann beim Gebrauche sowohl körperliche als geistige Nahrung gefunden wird. Diese Erfindung wird voraussichtlich lohnend werden, da solche einfache unb billige Artikel am meisten gesucht sind unb ben größten Nutzen bringen." — Auffrischen alter Korke. Nach bem Vorschläge von Moore werben die gesammelten Korke mit heißem Wasser Übergossen, am andern Tage mehrmals mit reinem Wasser abgewaschcn und in ein Gemisch von 15 Th. heißem Wasser unb 1 Th. Salzsäure gebracht. Werden sie nach einigen Stunden herausgenommen, gut abgewaschen unb getrocknet, so haben sie wieder bas Ansehen neuer Korke. — (Ueber zweibeinige Coloradokäfer) wirb aus Köln solgenbes gelungene Histörchen gemeldet: Am vergangenen Dienstag, noch ehe der Morgen im Ostenheraufzudämmern begann, krochen vor einem unserer Thore mehrere Gestalten auf Händen unb Füßen in einem Kartoffelfelde umher, machten in dieser Stellung die Sträucher aus. Ms. N. Mttnk«6*(ot. '"au6”ie|ur$lt, $ant und Ne.,« |tTe Stadt foi6en.. 1 Strickstrunpf, die ^Meate wohnen |l0W; Witzlar !r Staffelei irM Ak daß Gießen fft und Fackelzug Etablissement uns etne italienische ^rrn Dedacovich einen schonen war- Nammer, daß ein auzab, aus einen de; Schusses W und dennoch oben. Dieser Vor- M sein scheint, ein '^Kit: Es war Stück Schmalwild m meinem rhier- irt. 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Eben sah die Sonne mit ihren ersten Strahlen neugierig dem Treiben der Burschen zu, do mit einem Male stürzte eine Anzahl Gärtner, die bis dahin sich verborgen gehalten, herbei, jeder war bewaffnet mit einem derben Prügel; die Etnheimser der Kartoffeln versuchten, zu entfliehen, allein vergebens. Bald waren sie eingeholt, und einer der Gärtner rief- „Wahd, ehr Coloravekevoere, meer solle üch de Strtese ob der Puckel maache l" da kann sich Jeder denken, wie's weiter gegangen ist. Die Ackersleute hatten seit einiger 3eit wiederholt die Beobachtung machen müssen, daß ihre Felder, die sie im Schweiße ihres Angesichts bepflanzt und gepflegt hatten, zur Nachtzeit von Dieben besucht worden waren; da mag man sich nun die Prügel vorstcllen, welche sie den Spitz buben angedeihen ließen. Durch schwarze und blaue Streifen dürften diese „Coloradokäfer" für die nächste Zeit hinreichend gekennzeichnet sein! Handel und Verkehr. Gießen, 7. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. dL 1.30, Hühnereier, per Stück 6 H, Enteneier, per Stück 6—7 Käse, per Stück 4—8 X Käsematte, per St. 3 Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Liter 20 H, Tauben, das Paar 60 Hühner, per Stück dl. 1.10, Hahnen, per Stück 65 H, Enten, per Stück dl 1.20, Kartoffeln 100 Kilo 9 dl Zeir gefle^Beaclatiingr Für alle auswärtigen Inserat-Aufträge nehmen wir, wenn ver Betrag nicht beigefügt ist, Post-Nachnahme, da uns nicht zugemuthet werden kann, für jeden Einzelnen ein Conto zu errichten. Die Expedition- Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Betr.: Die Sed an feier. 4365) Diejenigen Wirthe, welche bei der rubricirten Feier am 2. September Plätze zum Wirthschaftsbetrieb im Philosophenwald zu erhalten wünschen, wollen sich binnen 14 Tagen bei der unterzeichneten Behörde anmelden. Gießen, am 5. August 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Bekanntmachung. 4375) Die Lieferung des Bedarfs an Foutage (Heu und Stroh), Bivouaksholz und Lagerstroh für die Truppen der 21. Division während der diesjährigen Herbstübungen in der Zeit vom 5. bis 19. September er. sollen im Wege des Submissions- Verfahrens verdungen werden. Zu diesem Zwecke ist Termin auf den 10. August er., Vormittags 10 Uhr, im Bureau der unterzeichneten Intendantur (Gendarmerie-Kaserne, Zimmer Nr. 4, Porcellanhofstraße Nr. 24) anberaumt. Cautionsfähige Unternehmer, welche sich über ihre Qualification genügend ausweisen können, werden aufgefordert, ihre Offerten mit, der Aufschrift: „Submisston auf Manöver - Bedürfnisse für die Uebungen der 21. Division" versehen, versiegelt bis zum gedachten Termin bei uns einzureichen. Die Lieferungsbedingungen liegen in unserem Bureau zur Einsicht aus. Frankfurt a. M., den 4. August 1877. Intendantur der 21. Division. Oeffentliche Aufforderung. Forderungen aller Art an das Vermögen der abgeschiedenen Ehefrau des Georg Schmelz II. von Groß-Linden, Katharina, Elisabetha geb. Weller von Klein-Linden, sind binnen 8 Tagen bei unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen, widrigenfalls sie bet der Vermögensregulirung unberücksichtigt bleiben. (4380 Gießen, den 2. August 1877. GroßherzogltcheS Stadtgericht Gießen. Bötticher. Gebhardt. Versteigerungen. Holz-Versteigerung iw Giessener Stadtwalde. Montag den 13. August, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Distrikten Heingesboden, Faulerboden und Hochwart nachverzetchnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz r Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Buchen 9 7 6 280 Eichen - 1,3 - 70 Nadel 82 322 129 5480 B. Bau-, Werk« und Nutzholz: 7 Eichenstämme von 22 bis 32 Centmtr. Durchmesser und 6 bis 14 Mtr. Länge mit 3,18 Feftmtr. -402 Fichtenstämme bis zu 32 Zentimeter Durchmesser und 16 Meter Länge mit 115,07 Feftmeter. 454 Ftchtenstangen mit 35,40 Festmtr., darunter ein großer Theil, welcher sich zu Weißbinderstangen eignet- Die Zusammenkunft ist auf der Grün- berger Chaussee an der 5. Schneiße. Gießen, den 6. August 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4373) A- Bramm. Mittwoch den 8. l. Mts-, Rachmittags 2 Uhr, lasse ich eine Partie alte Falzziegel, gut erhaltene Treppen, Fenster und Thüren, sowie eine Partie altes Bauholz, gegen haare Zahlung versteigern. 4358) Peter Hubeler, Brandgasse. Aeilgeöotcnes. Heue eingemachte Gurken empfehlen 4377) I. A. Busch Söhne. 4368) Sehr gute süße Milch, als auch Dickmilch, stets zu haben bei Pli. Müller, ____________________Löwengasse Nr. 161. Mittwoch Morgen frischer Zwiebelkuchen. Restauration SCHMIDT, 4385)___________Löwengasse._________ 4250) Ein geruchloses Closet (in Form einer Comode), 1 Petroleum-Lüster, 1- und 2thürige Kleiderschränke, Bettstellen (2schläf riß), 1 Sesselstuhl, 1 runder Tisch, Haarmatratzen und sehr gutes Bettwerk verkaufe ich billig. I. Rothenberger, ________________________Lindenplatz. Markt-Empfehlung. 4370) Meine ganz frischen Offenbacher Pfeffernüsse, sowie das berühmte Magenbrod und ächte gebrannte Mandeln ; ferner das wohlschmackhaste Namensverzeichniß halte bestens empfohlen. Stand mit Firma: __________B Urff, Conbitor. 4379) Mehrere Paare Pfautauben verschiedener Farbe zu verkaufen bei ________________gerb. Schmidt. Zwiebelkuchen Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9 Uhr, bei Fr. Hennigs, 4353) ___________Seltersmeg.________ 4348) Zum Gießener Markt Mittwoch den 8. d. M. r Große Auswahl in Schrrhwaaren aller Art. Durch den bedeutenden Umsatz meiner Artikel zu außergewöhnlich billigen Preisen. Herren-Zugstiefel mit Doppelsohlen schon von 9 dl an. Damen-Kittzngstiefel, schön und gut, (von Hand gearbeitet) 7 dl „ Lasting- oder Stoffstiefel, um damit zu räumen zu bedeutend ernir drigtem Preise, sowie alle sonstige Schuhartikel äußerst billig. Pli. Schmidt, Schuhmacher, aus Bad-Ems. Mein Standplatz noch unbestimmt, ist mit meiner Firma bezeichnet._____________ 4257) Etn ausgegrabener Backstein acker ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4360) Samstag den 11. b. M. bin ich auf dem Gießener Gemüsemarkt mit blühen» den Topfgewächsen (hauptsächlich Fuchsien), Roth- und Weißkraut, Gurken, guten Kartoffeln und großen Sellerie-Knollen. Alsfeld, den 5. August 1877. _______________Gärtner Jean Fricke. Gothaer Cervelatwurst, prima Qualität, empfiehlt 3361)__Ga. Wilh. Weidig. Universal- Reinigungs - Salz. 3283) Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden. Vi Originalpaket k dl 0.25, l/r „ k dl 0.50, V1 7, k dl 1. , zu haben bei C. F. Semmler in Giessen. 4258) Ein Bauplatz in schöner Loge ist preiswürdig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.________________________ Heue holl. Vollhäringe empfiehlt (4271) Karl Hoffmann. 4322) Ein Klavier zu verkaufen bei Louis Benner, Schoor. Verschiedene Iggdrrquisiten: Pulverhörner, Kugeltafche, Peitsche rc., zu verkaufen bei Louis Rothenberger, 4278)_____________Neuenweg 193._______ Prima naturellen Mostrich in l/z-Pfd.-Glasbüchstn empfiehlt 3533) Gg. Wilh. Weidig. Fr. Müller II., Specialitiit in Bau-Artikeln empfiehlt Forbacher Formziegel von Gehr. Couturier, als anerkannt bestes und billigstes Deckmaterial. (1230 Chlorkalk, Eisenvitriol, (3357 Carbolsäure, flüssig, sowie in Pulver, empfiehlt__________Gg. Wilh. Weidig. Zu verkaufen: Große Tafel- und Tischtücher bei Louis Rothenberger, 4228)_____________Neuenweg 193._______ Neue holl. Nollhärmge empfiehlt (4220) Gg» Wilh» Weidig. Wein- it Ohstpressen 4374) (Keltern), womit ein Mann bis 50,000 Kilo Druck ausüben kann, in neuester und bester Construction, liefern in verschiedenen Größen unter Garantie für Güte. — Jllustrirte Beschreibung franco und gratis. Pli. Mayfarth 8t C®., Frankfurt a. NI., Baumweg Nr. 5 u.7. 4372) Zur Herbstsaison empfehle ich 1874t, 1873t und 1876t selbstgezogene Weine des Herrn Franz Probst in Mainz, gelagerte Nheingau- und Moselweine, Butgundet, Bordeaux, italienische, spanische und portugiefische Weine (in den Transitkellern in Mainz lagernd), — mousfitende Rheinweine billigst. — Champagner: Moet & Chandon, Ohaus & Nuchatel, de Venoge & 0., Bouche fils & C. etc., zu Originalpreisen versteuert und unversteuert. GIESSEN (Wenzel1 s Garten). Adolph. Bertram. Zur Beachtung. 4224) Offerire: la Braunkohlen franco Bahnhof Giessen: bei Abnahme von 200 Ctr. und mehr k Ctr. 42 und „ „ ,, 25—200 Ctr. h. Ctr. 56 H frei an's Hau- sowie ferner la Steinkohlen in verschiedenen Sorten. Wiederverkäufer bedeutend billiger. Gg. Unverzagt !• Verlängerte Asterwegst^aße. Auch können Bestellungen bei Herren Kaufmann Nau & Co., Wall- thor, gemacht werden.____________________________________________ 35mil Sclimall (Frankfurter Hof) empfiehlt: alle Arten Fässer, Züber, Wasch- und Badebütten, Brenken, Eimer, Blumenkübel, lackirte Wafferzüber mit Deckel und sonstige in dieses Fach eiuschlagende Artikel. Bestellungen nach Maaß, sowie Reparaturen, werden rasch und solid ausgesührt. Frisch entleerte Weinfässer in allen Größen (zu Einmachsässern geeignet) sind stets vorräthig.(4056 3071) Alle gangbaren Sorten Mineralwasser in stets frischer Füllung; sowi? ITaulieimer u. Creu.znach.er Mutter- lau»e,Carlser gangbaren Chocoladen xnb eis* gemachtts Früchte aus Ler Fabrik Ker Jerres Joh. Ph. Wagner & Co. is Mainz. / Alle Sorten Thee und Kaffee. 7 Hümmer und Salm in Dosen. Astrachan- und Elb-Caviar. y Cervelatwurst. Auuauas, Mßche n. Erdbeeren zu Bowlen. Jermiethungen. 4381) Ein kleines Familienlogis zu ver' miethen. H. Völker, Weißbinder, ___________________Glünbergerftraße. 4362) Der untere Stock mit allem Zubehör zu oermiethen und den 1. September beziehbar. Näheres im Hause selbst bei Herrn Gensd'arm Heppner, ______________Frankfurterstraße E. 33,1. 4367) Eine Familienwohnung mit zwei Zimmern und Cabinet zu vermietben. _______Carl Kaspar, Ludwtgsstraße. 4361) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen._______________Flügelsgasse 94. 4230) Ein Familienlogis von 3 Zimmern, Küche, Keller und sonstigem Zubehör ist bis 1. October zu oermiethen. Emil Euler, _____________________________ Asterweg. 4145) In meinem neuerbauten Hause vor dem Neuenweger-Thor sind drei Famtlien- wohnungen von je 5 Zimmern und allen Bequemlichkeiten zu oermiethen und bis zum 1. October beziehbar. Das Nähere kann bet Herrn Chr. Vix, am Neuwegerthor erfragt werden. ________ Peter Pitz, Zimmermeister. 4256) Ein Famtlienlogis mit 3 Zimmern und Küche, bis zum 1. October beziehbar, ist zu oermiethen. Näheres bei der Exped d. Bltts.__ 3723) Eine Wohnung von 6 Zimmern rc. ist zu oermiethen und bis 1. October be- _______Garten-Straße B. 1656/10. 4267) Eine Wohnung, bestehend aus 2 Zimmern, Cabinet, Küche und sonstigem Zuaehör, ist zu vermietben. W. Wagner, Frankfurterstraße C. 332. 4363) Ein frost- und wasserfreier Keller ist zu oermiethen bet H. M. JugHardt, Marktstraße. Wohmmgsvermiethung. Das seither von Frau Pfarrer B t g e l i u s bewohnte Mansardenlogis (5 gradwändige Piöcen) ist anderweit zu vermietben. 4384)_______________Dr. Muhl. 4382) Marburgerstraße Nr. 161 mö- bltrte Zimmer zu oermiethen. vermischte Anzeigen. 4371) Ein braver Junge, der Lust hat die Kaufmannschaft zu erlernen, kann unter günstigen Bedingungen sofort in die Lehre treten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4364) Dieses Jahr werde ich meinen langjährigen Kunden wieder die Preiselsbeeren bringen. Frau Flett. __________ans Erndtebrück. Ein schwarzseidener Handschuh am Sonntag Abend auf dem Brand verloren. Ab- zugeben in der Exped. d. Bltts.___________ 4386) Ein Nähmädchen empfiehlt sich höflichst im Anfertigen von Damenkleidern Flicken und Bügeln. Walltborstroße A- 140. 4366) Eine hiesige Cl^arreufadrlh sucht unter sehr oortheilhaften Bedingungen einen Lehrling aus anständiger Familie, mit den nöthigen Vorkenntnissen versehen, zum baldigen Eintritt. Offerten bittet man unter F. Nr. 200 bei der Exped. d. Bltts. niederzuleaen._______________________________ 4336) Von heute an wohne ich bei Herrn Emil Lotz, Kirchenplatz. Gießen, den 4. August 1877. M. Mühlbeck. GIESSEN1. Kunst-Anzeige. ™ 4383) Heute, Mittwoch Abend 6 Uhr, findet die letzte Abschiedsvorstellung ter Künstler Gebr. Knie auf dem Brand statt, wobei auch das h o h e S e i l bestiegen wird Karl wird mit doppelt geschlossenen Ketten gehen und Ludwig wird mit Stelzen an den Füßen das hohe Seil besteigen. Zu dieser letzten Vorstellung ergebenst einladend, zeichnet 4383) Hochachtungsvollst Ludwig Knie. Man ersucht die geehrten Eltern, ihren Kindern zu dieser letzten Vorstellung noch etwas Geld mitzugeben. Wormser Academie für Landwirthe, Bierbrauer und Müller drei im Wesentlichen getrennte, stets stark besuchte Fachlehranstalten (im Jahr 1860 begründet) , beginnt das Wintersemester am 1. November. — Ausführliche Programme und Berichte sind unentgeldlich zu beziehen durch die Direction Dr. Schneider. Herzogliche Baugewerkfchule zu Holzminden *|d. Weser. A. Schule für Bauhandwerker, Baubefiiffene rc. B. Schule für Maschinen- u. Mühlenbauer, Schlosser rc. Schnlerzahl im Wintersemester 1876/77 = 1018. Beginn des HauptuntcrrichtS im Wintersimester 1877/78 am 3. November, des VorunterrichtS am 8. October. DerpflegungSanftalt mit Casernement für 500 Schüler. Programm mit Lehrplan auf Anfordern gratis. Meldungen möglichst frühzeitig zu richten an Den Director: 326) G. Ilaarmann. Keglements niid Tarife der hiefigen Dienstmänner find in der Expedition d. Blattes zu haben. 1 Todes Anzeige. I H 4376) Freunden und Bekannten die traurige Mitlheilung, daß M es dem Allmächtigen gefallen hat, heute Nachmittag um 1 Uhr unseren M I lieben Sohn, Gatten, Vater und Bruder H Stationscimichmer August BSinii S nach langem schweren Leiden in ein befferes Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. R Die Beerdigung findet Mittwoch den 8., Nachmittags W 2 Uhr vom Sterbehause aus statt. !R 4378) Bei der am 1. d. Mts. ab^t' haltenen Club-Gesellschaft sind in der Garderobe 2 seidene Tücher liegen geblieben und können bei Krämer abpeholt werden. 4263) Meine Wohnung befindet fich von heute an Neustadt D. 23, vis-ä-vis von Herrn E. Pi stör. ___L. Süss. Ladenmädchen gesucbt für cm Colonial- und gemischtes Maaren geschäft. Solche, welche bereits in einem Geschäfte thätig waren, erhalten den 23or: zug. Näheres in der Exped. d. Bl. (4289 4369) Ein junger Geschäftsmann, 29 Jahr, evangelisch, gebildet und von angenehmem Aeußern, sucht eine Lebensgefährtin. Angenehmer Character und Bildung vorausgesetzt; etwatz Vermögen erwünscht. Junge Damen oder Wittwen erfahren Näheres auf selbstgeschriebene Offerten nebst Photographie unter M. A. 12 postlagernd Bahnhof Treysa (Main-Weser-Bahn). Nicht zusagenden Falles erfolgen Brief wie Photographie zurück. Verschwiegenheit Ehrensache. _____________________________ 4310) Eine tüchtige Waschfrau findet lohnende Beschäftigung. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 4289) An- und Verkauf von getiagenen Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Betten, Gold und Silber, außer Cours gesetztem Gelbe, alten Oelgemälden, Antiquitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren, Werg, Möbeln rc. bei Louis Rothenberger, Neuenweg 193, ______neben dem „Gasthaus zum Löwen. Gesucht wird für Mitte August ein solides Mädchen, welches kochen kann und auch einen Theil der Hausarbeit übernimmt, und ein Hausmädchen, welches nähen, waschen und bügeln kann. Nur solche, die mit guten Zeugnissen versehen sind, mögen sich melben Näheres bei der Exp. d. Bltts.4294) 4293) Eine tüchtige Köchin findet Michaeli Stelle bei Freu Elisabetha Wasserschleben- Anmeldungen zwischen dem 8. bis 11. August erbeten.__ 4309) Hausbursche gesucht von Hermann Spies, Wallthorstraße. Ein kleines Militairdienst-Erinnerungs- zeichen von Messing „einen Lorbeer- und einen Eichenkranz mit L I." darstellend, ist verloren worden. Der Finder wird ersucht, dasselbe gegen eine kleine Belohnung an die Exped. d. Bltts. abgeben zu wollen. Verantwortliche Redaction: A. Schevda. — Druck und Verlag der Brüh Aschen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.